Jeck för de jode Zweck: Dreigestirn sammelt für Krankenstation Caya und engagiert sich gegen die Spaltung der Gesellschaft.

Der Kölner Karnevalsprinz Prinz Niklas I. (Niklas Jüngling) pflegt die Ökumene auch im häuslichen Umfeld. „Ich bin ja vom anderen Verein, aber immerhin ist meine Freundin evangelisch“, gestand der katholisch getaufte jecke Würdenträger beim Empfang im Haus der Evangelischen Kirche. Niklas I., Bauer Clemens (Clemens von Blanckart) und Jungfrau Aenne (Stefan Blatt) absolvierten ihren längst traditionellen Besuch bei den protestantischen Blauköpp und wurden von Stadtsuperintendent Bernhard Seiger begrüßt. Zuvor hatte Südstadtkantor Thomas Frerichs mit kölschen Liedern das jecke Schmölzje stimmungsvoll auf den Auftritt der Tollitäten eingestimmt.
„Loss mer all zosamme stonn“ – Appell gegen gesellschaftliche Spaltung
„Wir leben unseren Traum“, rief Niklas I. stellvertretend für seine Kollegen aus dem Dreigestirn. Es sei absolut beeindruckend, wie viel Spaß Köln am Karneval habe. „Dass Menschen aller Couleur gemeinsam feiern, macht unseren Fastelovend so liebenswert.“ Beeindruckend sei der ökumenische Gottesdienst der Karnevalisten Anfang Januar im Dom gewesen. Niklas I. erteilte der Spaltung der Gesellschaft eine Absage. „Loss mer all zosamne stonn. Das können nur wir Lück schaffe.“
Ökumene verbindet – Stadtsuperintendent Seiger im bunten Beffchen

„Es ist die Ökumene, die uns verbindet“, sagte Bernhard Seiger. „Wir stehen für Zuversicht. Wir glauben ans Gelingen.“ Der Stadtsuperintendent trug selbstredend das bunte Beffchen, das an das Richter-Fenster im Dom erinnert und ihm vom Festkomitee-Präsidenten Christoph Kuckenkorn beim Gottesdienst der Karnevalisten überreicht worden war. Seiger erinnerte daran, dass das Dreigestirn für Caya, die Krankenstation für Wohnungslose in Mülheim, sammelt. Selbstverständlich werde der Evangelische Kirchenverband Köln und Region sich mit einer namhaften Spende beteiligen.
Campus Kartause wird fristgerecht fertig – Jubel im Publikum
Für Jubel im Publikum sorgte die Ankündigung des Stadtsuperintendenten – im Zimmermanns-Kostüm –, dass der Campus Kartause Ende des Jahres fristgerecht fertiggestellt wird. Nachdem Seiger den Tollitäten Blaukopp-Orden überreicht hatte und unter tatkräftiger Hilfe von Thomas Frerichs das Stammbaum-Lied gesungen worden war, hieß es für das Dreigestirn: „Abmarsch, Klatschmarch und raus mit tosendem Applaus.“
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Text: Stefan Rahmann
Foto(s): Stefan Rahmann
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