240 Stimmen, ein Klang – Festliches Mitsingkonzert feiert den neuen Kirchenkreis Köln-Linksrheinisch

„Singt fröhlich Gott, der unsere Stärke ist. Jauchzt dem Gott Jakobs!“ war als Motto im Liederheft zu lesen. Fröhlich war es allemal, das „Festliche Mitsingkonzert“ anlässlich der Gründung des Kirchenkreises Köln-Linksrheinisch, der seit dem 1. Januar aus den früheren Kirchenkreisen Köln-Nord, -Mitte und -Süd besteht. „Gestern drei, heute eins – drei Kirchenkreise gehen ihren Weg zukünftig gemeinsam, sie wachsen nicht und werden doch größer, sie re-formieren und straffen sich für den Weg in eine gemeinsame Zukunft. Auch das muss gefeiert werden“, schrieb Kreiskantor Samuel Dobernecker vorab.

Aus allen drei Kirchenkreisen: Gemeinsam in der Trinitatiskirche

Gemeinsam war ein gutes Stichwort. Aus allen drei früheren Kirchenkreisen waren Musikanten, Sängerinnen und Sänger in die Trinitatiskirche gekommen. Großen Applaus erhielt die Junge Kantorei, das neue Jugendprojekt im Kirchenkreis Köln-Linksrheinisch. Sie zog zu Beginn des Konzertes durch den Mittelgang in die Trinitatiskirche ein und begeisterte mit dem „Jubilate Deo“. Die Jugendlichen kommen aus sechs Chören des Kirchenkreises, in denen sie für das gemeinsame Repertoire proben. Nach zwei gemeinsamen Chorfahrten 2024 nach London und 2025 nach Dresden ist für den Herbst dieses Jahres ein Probenwochenende in Trier geplant. Die Jugendkantorei wird bei der zentralen Reformationsfeier des Evangelischen Kirchenverbands Köln und Region in der Trinitatiskirche singen. Auch ein Auftritt beim nächsten Deutschen Evangelischen Kirchentag in Düsseldorf im kommenden Jahr ist geplant.

„Zusammen geht viel mehr als allein“

Stadtsuperintendent Bernhard Seiger begrüßte die Mitwirkenden. „Heute sind hier 240 Musikerinnen und Musiker versammelt. Wir feiern in dem Wissen, dass zusammen viel mehr geht als allein.“ 60 Jahre hätten die drei Kirchenkreise bestanden. Es sei gut, „viele verschiedene Stimmen zusammenzubringen“. Dann rief der Stadtsuperintendent die Chöre einzeln auf, die jeweils lautstark auf sich aufmerksam machten. Die Junge Kantorei bestand aus Mitgliedern des Kinder- und Jugendchors Braunsfeld, des Evangelischen Kinder- und Jugendchors Brühl, des Ehrenfelder Jugendchors, der Rondorfer Kurrende, des Kinderchors An der Erft aus Bergheim und des Evangelischen Jugendchors Bayenthal.

Chöre, Posaunen und Orgel: Ein Klangkörper aus dem ganzen Kirchenkreis

Ein gemeinsames Repertoire hat in den vergangenen Monaten auch ein „Chor der Kantoreien“ einstudiert. Folgende Chöre führten dieses Repertoire beim Mitsingkonzert auf: die Johanneskantorei Köln-Klettenberg, die Evangelische Kantorei Brühl, der Lutherchor der Evangelischen Gemeinde Köln, die Kantorei Rodenkirchen, die Evangelische Kantorei Frechen, die Evangelische Kantorei Hürth, der Chor Königsdorf der Evangelischen Christusgemeinde an der Glessener Höhe, der Melanchthon-Gospelchor Köln-Zollstock und das Vokalensemble an der Reformationskirche in Bayenthal. Für die musikalische Begleitung sorgen der Evangelische Posaunenchor Hürth, der Posaunen-Projektchor Köln-Linksrheinisch, David Andres am Kontrabass, Carl Zinsius am Schlagzeug, Felix Zimmermann am Cello sowie Johannes Quack und Wolf-Rüdiger Spieler an der Orgel. Zum Schluss noch einmal Kreiskantor Samuel Dobernecker: „Wer singt, betet doppelt. Im Singen werden wir hörbar zu einer Gemeinschaft, die trägt, die Nähe schafft und einfach gut tut.“

Text: Stefan Rahmann
Foto(s): Stefan Rahmann

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