Diakoniespende 2026/2027 unterstützt ab heute die Evangelische Beratungsstelle Köln und Region
Die Diakoniespende 2026/2027 des Evangelischen Kirchenverbandes Köln und Region kommt der Evangelischen Beratungsstelle Köln und Region zugute. Mit den Spenden sollen insbesondere die Beratung von Kindern und Jugendlichen ausgebaut, zusätzliche Gruppenangebote ermöglicht, die Kindertherapieräume besser ausgestattet und die inklusive Beratung gestärkt werden.
Der Evangelische Kirchenverband Köln und Region verdoppelt jeden gespendeten Cent bis zu einem Gesamtspendenaufkommen von 100.000 Euro.
Stadtsuperintendent Bernhard Seiger unterstreicht die Bedeutung früher und niedrigschwelliger Unterstützung: „Mit früher Beratung kann man oft viel besser helfen. Finden solche niedrigschwelligen Beratungen nicht statt, können sich Krisen verschärfen und weitergehende Maßnahmen erforderlich werden. Je früher Unterstützung einsetzt, desto besser können Menschen begleitet und passende Hilfen auf den Weg gebracht werden.“
Umso bedauerlicher sei es, dass die Zuwendung für Familienberatung in freier Trägerschaft eingefroren wurde. „Ein Teil der Arbeit ist refinanziert, aber die Gefahr besteht, dass kommunale Leistungen wegen der angespannten Haushaltslage in Köln weiter gekürzt werden. Nur für städtische Beratungsstellen wurde wegen der Lohnsteigerungen dynamisiert. Doch freie Träger haben das gleiche Problem.“ Es sei höchst bedauerlich, wenn freie Träger aus diesen Gründen Stellen abbauen und Angebote reduzieren müssten. „Ich sehe diese Entwicklung sehr kritisch“, betont der Stadtsuperintendent. Denn wenn es an niederschwelligen Beratungsangeboten fehle, wenn eine frühzeitige Unterstützung nicht mehr möglich ist, könnten schnell hohe Folgekosten, zum Beispiel für stationäre Betreuung, daraus erwachsen.
Christian Gröger, Leiter der Evangelischen Beratungsstelle Köln und Region, stimmt zu. Er ist sicher: „Prävention ist deutlich sinnvoller, als Folgekosten zu produzieren.“ Der Anteil der freien Beratung steige, hat er beobachtet, und mahnt: „Wenn freie Träger auf der Strecke bleiben, muss die Stadt letztlich doch eingreifen, um ihre Pflichtaufgaben zu erfüllen. Und dann wird es schwierig, dann werden Wartelisten noch länger und Hilfe kommt vielleicht nicht an, wenn sie dringend gebraucht wird.“ Darum sei es politisch klug, das gesamte Beratungssystem vital zu halten, sind Stadtsuperintendent Bernhard Seiger und Christian Gröger einig.
Die Evangelische Beratungsstelle unterstützt Menschen unter anderem bei Familienkonflikten, Paarkrisen, Trennungen und Sorgerechtsfragen, Überforderung und schulischem Druck bis hin zu Trauer, Krankheit oder Schwangerschaftskonflikten. Die Beratung ist kostenlos, zeitnah und vertraulich.
Die größte Beratungsstelle befindet sich in Köln, weitere Standorte gibt es in Bensberg und Frechen. In Köln begleitet die Beratungsstelle rund 1.100 Fälle pro Jahr, an den beiden kleineren Standorten sind es jeweils etwa 350 Fälle. Hinzu kommen präventive Angebote wie Elternabende und Gruppen.
SPENDEN SIE AN
Ev. Kirchenverband Köln und Region
Stichwort: BERATUNGSSTELLE
Kreissparkasse Köln
IBAN DE10 3705 0299 0000 0044 04
BIC COKSDE33XXX
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Text: Katja Pohl
Foto(s): Matthias Pohl
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