Klimaschutz im Gemeindealltag

Klimaschutz beginnt im Gemeindealltag


Kleine Maßnahmen, die gemeinsam Wirkung entfalten

Klimaschutz in Kirchengemeinden besteht nicht nur aus großen Bauprojekten oder technischen Investitionen. Auch im täglichen Umgang mit Energie, Wasser und Ressourcen gibt es Möglichkeiten, den Verbrauch zu verringern und nachhaltiges Handeln zu stärken.

Als kirchliche Gemeinschaft übernehmen wir Verantwortung für die Bewahrung der Schöpfung.
Diese Verantwortung zeigt sich auch darin, wie wir unsere Gebäude nutzen, Veranstaltungen organisieren und mit den uns anvertrauten Ressourcen umgehen.

Heizen und Lüften bewusst gestalten

Ein wichtiger Ansatzpunkt ist die bedarfsgerechte Beheizung der Gemeinderäume. Welche Temperatur angemessen ist, hängt von der Nutzung, dem Gebäude und den Anforderungen der Menschen ab. Es lohnt sich, Heizzeiten und Einstellungen regelmäßig zu überprüfen und unnötiges Heizen zu vermeiden.

Auch das Lüften beeinflusst den Energieverbrauch. Kurzes, gezieltes Lüften kann in vielen Situationen sinnvoller sein als dauerhaft gekippte Fenster. Gleichzeitig müssen ausreichender Luftaustausch und der Schutz vor Feuchtigkeit gewährleistet bleiben.

Bei Kirchen und historischen Gebäuden sind besondere Anforderungen zu beachten. Temperatur
und Luftfeuchtigkeit können Auswirkungen auf die Bausubstanz, Orgeln und andere empfindliche Ausstattungsgegenstände haben.

Strom effizient nutzen

Beleuchtung und elektrische Geräte bieten weitere Möglichkeiten, Energie einzusparen.

Dazu gehören beispielsweise der Einsatz geeigneter LED-Leuchtmittel, das Ausschalten nicht benötigter Beleuchtung und die Vermeidung unnötiger Stand-by-Verbräuche. Auch die regelmäßige Überprüfung technischer Anlagen kann helfen, unnötigen Stromverbrauch zu erkennen.

Räume sinnvoll nutzen

Die Organisation von Veranstaltungen beeinflusst ebenfalls den Energiebedarf. Wenn Termine und Raumnutzungen gut abgestimmt werden, können gegebenenfalls mehrere Veranstaltungen in geeigneten Räumen gebündelt werden.

Dabei geht es nicht darum, das Gemeindeleben einzuschränken. Ziel ist vielmehr, vorhandene Räume so zu nutzen, dass Energie möglichst bedarfsgerecht eingesetzt wird.

Wasser und Materialien schonen

Ein bewusster Umgang mit Wasser und Verbrauchsmaterialien gehört ebenfalls zu einem nachhaltigen Gemeindealltag. Tropfende Wasserhähne sollten repariert und unnötiger Warmwasserverbrauch vermieden werden.

Dokumente können, wo es sinnvoll ist, digital bereitgestellt werden. Wenn Ausdrucke erforderlich sind, helfen beispielsweise doppelseitiges Drucken und ein bewusster Materialeinsatz dabei, Ressourcen zu schonen.

Nachhaltigkeit gemeinsam verankern

Dauerhafte Veränderungen gelingen besonders gut, wenn möglichst viele Menschen beteiligt werden. Presbyterien, hauptamtlich Beschäftigte, Ehrenamtliche und Nutzerinnen und Nutzer der Gebäude können gemeinsam überlegen, welche Maßnahmen vor Ort realistisch sind.

Eine einfache Checkliste, klare Zuständigkeiten und regelmäßige Rückmeldungen können helfen, Maßnahmen im Alltag umzusetzen.

Weitere Unterstützung

Wer Umwelt- und Klimaschutz systematisch in der eigenen Gemeinde verankern möchte, kann sich auch mit dem Umweltmanagementsystem Der Grüne Hahn beschäftigen.

Die Klimaschutzkoordination unterstützt bei der Orientierung, vermittelt Informationen und fördert den Austausch über geeignete Maßnahmen.

Gemeinsam können wir aus vielen einzelnen Schritten eine langfristige Veränderung machen.

Kontakt
Manuel Ernst
Klimaschutzkoordinator
Ev. Kirchenkreis Köln-Rechtsrheinisch
manuel.ernst@ekir.de