Unheilige Allianz: Arnd Henze über Trumps religiöse Basis und seine Gefahr für uns alle

Ohne die christlichen Nationalisten wäre Donald Trump nicht ins Weiße Haus gewählt worden. Doch was hält diese unheilige Allianz seit nunmehr zehn Jahren zusammen? Gemeinsame Inhalte sind es kaum – der Präsident kennt nur sich selbst als Inhalt. Das Verbindende ist die Sehnsucht nach Rache: an der liberalen Gesellschaft und am demokratischen Rechtsstaat, die ihren Allmachtsphantasien immer wieder Grenzen gesetzt haben.

Der Journalist und Publizist Arnd Henze beobachtet die religiöse Rechte in den USA und ihre internationalen Netzwerke seit Jahren. Seine Warnung ist unmissverständlich: Das Gift des christlichen Nationalismus bedroht die Demokratie nicht nur in Amerika – es geht uns alle an. Wir haben mit ihm über die Brisanz des Themas gesprochen.

Was erwartet die Besucher bei der Buchvorstellung am 10. März in Köln?

Arnd Henze: Wenn wir die Bilder aus Minneapolis sehen, dann erleben wir mit, wie eine Demokratie am Kipppunkt steht. Wir sehen eine Regierung, die mit ihren vermummten Paramilitärs alle roten Linien des Rechtsstaats überschritten hat. Und wir sehen eine Zivilgesellschaft, die sich bei eisigen Temperaturen für den Zusammenhalt und Frieden einsetzt – mit einem beispiellosen Einsatz auch von Glaubensgemeinschaften. Aber auf der anderen Seite wird das brutale Vorgehen von ICE von christlichen Nationalisten gerechtfertigt und angefeuert. Wir erleben also in Echtzeit, wie Religion einerseits zum Brandbeschleuniger entfesselter Machtausübung wird – und das Engagement von Christen, Juden und Muslimen ein wichtiger Teil bei der Verteidigung der Demokratie ist. Ich wünschte, diese Frage meines Buches wäre nicht so dringlich geworden.

Welche Perspektiven bringen die internationalen Gäste ein?

Arnd Henze: Mit Karen Georgia Thompson habe ich schon auf dem Kirchentag in Hannover über das Thema sprechen können. Damals spürte man bereits die Sorge über das, was sich seitdem nicht nur in Minneapolis, sondern auch in vielen anderen Städten entwickelt hat. Wir werden von ihr ein authentisches Bild einer Kirche im Widerstand bekommen. Philip Gorski ist einer der führenden Religionssoziologen der USA und wird den wissenschaftlichen Blick auf den christlichen Nationalismus beitragen.

Sie argumentieren, dass christlicher Nationalismus auch uns in Deutschland angeht. Welche Warnsignale sollten wir erkennen?

Arnd Henze: Auch in einigen Nachbarländern gibt es eine unheilige Allianz aus Religion und Macht – etwa in Ungarn und Polen. Und in Russland ist es die russisch-orthodoxe Kirche. Da gibt es längst transatlantische Netzwerke, die auch auf Europa einwirken. Die Trump-Regierung inszeniert sich als Schutzmacht einer angeblich bedrohten Meinungs- und Religionsfreiheit und meint damit extrem rechte Gruppierungen, aber auch den Kampf gegen Gesetze, die Hass und Hetze im Internet verbieten. Das bedeutet eine Herausforderung für Kirchen, die menschenfeindlichen Positionen keinen Raum auf der Kanzel geben dürfen.

Was können wir von den amerikanischen Erfahrungen lernen?

Arnd Henze: Der transatlantische Austausch war noch nie so notwendig wie heute. Ich erfahre täglich, wie wichtig es für die Menschen in Minneapolis ist, dass wir sie wahrnehmen. Wir sollten unsere noch relativ komfortable Situation als Chance nutzen, von der Zivilgesellschaft in den USA zu lernen: klare Sprache, neue Aktionsformen, kluge Nutzung des digitalen Raums. In den USA steht die Demokratie am Kipppunkt – da gibt es längst keine Komfortzone mehr. Wir sollten uns auch bei uns darauf vorbereiten, dass Wegducken keine Option mehr ist.

Am Vorabend der offiziellen Veröffentlichung seines neuen Buches stellt Henze seine brisante Analyse erstmals der Öffentlichkeit vor. Zu dieser Premiere, zu Buchvorstellung und Gespräch mit anschließendem Empfang, laden wir herzlich ein:

„Mit Gott gegen die Demokratie. Warum der christliche Nationalismus alle angeht“ Buchvorstellung und Gespräch mit internationalen Gästen

„Welche Rolle spielt christlicher Nationalismus für die Demokratie – nicht nur in den USA, sondern weltweit?“ – Dieser Frage geht der Journalist und Publizist Arnd Henze am Dienstag, 10. März, 19.30 bis 21 Uhr, im Haus der Evangelischen Kirche, Kartäusergasse 9–11, nach. Anlass ist die Vorstellung seines neuen Buches „Mit Gott gegen die Demokratie. Warum der christliche Nationalismus alle angeht“, das am 11. März im Gütersloher Verlagshaus erscheint. In der Kooperationsveranstaltung von AmerikaHaus Nordrhein-Westfalen, Melanchthon-Akademie, Evangelischer Akademie im Rheinland und Karl Rahner Akademie analysiert Arnd Henze den wachsenden politischen Einfluss christlich-nationalistischer Bewegungen, ihre Strategien und Netzwerke sowie die Gefahren, die von ihnen für demokratische Gesellschaften ausgehen. Im anschließenden Gespräch diskutiert der Autor mit Philip Gorski, Yale University, Thomas Rachel, Mitglied des Deutschen Bundestages und Mitglied im Rat der Evangelischen Kirche in Deutschland, sowie Karen Georgia Thompson, Präsidentin der United Church of Christ und der Weltgemeinschaft Reformierter Kirchen. Die Veranstaltung findet auf Deutsch und Englisch statt; der Hauptteil wird auf Deutsch gestaltet, das Gespräch mit den Gästen aus den USA auf Englisch, mit einer inhaltlichen Zusammenfassung der englischen Beiträge auf Deutsch. Im Anschluss klingt der Abend bei einem Empfang aus. Die Teilnahme ist kostenlos. Eine Anmeldung unter Telefon 0221/9318030 oder per E-Mail an anmeldung@melanchthon-akademie.de ist erforderlich.
http://www.melanchthon-akademie.de

Text: APK
Foto(s): Annika Graeff/Cover vom Gütersloher Verlagshaus zur Verfügung gestellt

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Unsere Wochentipps: Fastelovend, jiddische Lieder und Cosplay-Gottesdienst „Magische Fantasiewelt“

Von magischen Fantasiewelten über Klezmer-Musik bis hin zu besonderen Karnevalsgottesdiensten – wir laden in der kommenden Woche zu vielfältigen Wochentipps ein. Am Sonntag, 8. Februar, stehen gleich drei besondere Highlights auf dem Programm: Präses Dr. Thorsten Latzel gestaltet den KirchentagsSonntag in der Christuskirche, ein fantasievoller Cosplay-Gottesdienst mit Zauberstab-Workshop findet in Bensberg statt, und in der Clarenbachkirche erklingen jiddische Lieder. Auch Valentinstag und Karneval werden mit besonderen Gottesdiensten und Veranstaltungen gefeiert.

KirchentagsSonntag mit Präses Dr. Thorsten Latzel

Im Rahmen der „KirchentagsSonntage“ feiert die Evangelische Kirche im Rheinland am Sonntag, 8. Februar, 11.30 Uhr, einen Gottesdienst in der Christuskirche, Dorothee-Sölle-Platz 1. Pfarrer Dr. Thorsten Latzel, Präses der Evangelischen Kirche im Rheinland (EKiR), gestaltet den Gottesdienst gemeinsam mit Pfarrer Christoph Rollbühler. Der KirchentagsSonntag gehört zu einer Reihe von Sonntagen im Jahr, die unter dem Motto „Worte für immer und jetzt“ stehen und Themen des Deutschen Evangelischen Kirchentages aufgreifen. Der nächste „KirchentagsSonntag“ findet am Sonntag, 14. Februar, statt.
www.kirchentag.de

„Konzert – Klezmer und jiddische Lieder“

Klezmermusik und jiddische Lieder stehen im Mittelpunkt des „Konzert – Klezmer und jiddische Lieder“, das am Sonntag, 8. Februar, 18 Uhr, in der Clarenbachkirche, Aachener Straße 458, von der Evangelischen Clarenbach-Kirchengemeinde Köln-Braunsfeld veranstaltet wird. Das Ensemble Tangoyim gestaltet den Abend und nimmt das Publikum mit auf eine musikalische Reise durch Klangwelten, in denen Tanz, Sehnsucht und Erzählfreude eng miteinander verbunden sind. Der Eintritt ist frei.
www.clarenbachgemeinde.de

Cosplay-Gottesdienst: „Magische Fantasiewelt“

Magie und Zauberei in der Kirche sind am Sonntag, 8. Februar, 17 Uhr, in der Evangelischen Kirche Bensberg, Friedhofsweg 9, zu erleben, wenn Pfarrer Samuel Dörr zu dem Cosplay-Gottesdienst „Magische Fantasiewelt“ einlädt. Elfen, fantastische Tierwesen, Zauberinnen und Zauberer sind ebenso willkommen wie Nicht-Zauberer – ganz gleich, zu welchem Haus sie gehören. Der besondere Gottesdienst verbindet epische Filmmusik, Elemente aus der Welt der Magie und Zauberei und die christliche Botschaft mit Gottes Segen. Wer mag, kann verkleidet kommen und Teil dieser fantasievollen Feier werden. Zur Einstimmung gibt es bereits am Samstag, 7. Februar, von 10 bis 13 Uhr einen Zauberstab-Bastelworkshop im Gemeindezentrum Bensberg, Im Bungert 3.
www.kirche-bensberg.de

Alles zum Valentinstag finden Sie hier:

Alle Karnevalsveranstaltungen finden Sie hier:

Text: APK
Foto(s): APK/Canva

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„JECK AS HELL“ – Queere Karnevalsparty lädt am 14. Februar ein

Karneval zwischen Glitzer, Musik und Gemeinschaft: Die queere Karnevalsparty „JECK AS HELL“ findet am Samstag, 14. Februar, 16 Uhr, in der Kartäuserkirche, Kartäusergasse 7a, statt. In besonderer Atmosphäre verbindet die Veranstaltung Karnevalsmusik, Popklassiker und ausgelassenes Feiern mit einem offenen, respektvollen Miteinander und setzt damit ein sichtbares Zeichen für Vielfalt und Gemeinschaft. Neben Tanz und Musik gehört auch ein Kostümwettbewerb zum Programm. Willkommen sind queere Menschen, Freundinnen und Freunde sowie alle, die Karneval jenseits klassischer Konventionen feiern möchten. Ein Awareness-Team ist während der Veranstaltung ansprechbar und sorgt für einen achtsamen Rahmen. Der Eintritt kostet 12 Euro inklusive der Vorverkaufsgebühr bei rausgegangen.de. Tim Lahr, queerer Pfarrer in Köln, erzählt, wie „JECK AS HELL“ nicht nur Grenzen öffnet und Gemeinschaft schafft, sondern auch zeigt: Feiern und Achtsamkeit schließen sich nicht aus, sondern machen das Miteinander erst besonders.

Karneval steht für Ausgelassenheit und Gemeinschaft. Was bedeutet „JECK AS HELL“ für euch – und warum braucht Karneval heute auch explizit queere Räume?

Tim Lahr: „JECK AS HELL“ bedeutet für uns erstmal ganz simpel: feiern dürfen, wie wir sind. Und das ist leider immer noch nicht selbstverständlich. In Köln gibt es – gemessen an der Größe der queeren Community – erstaunlich wenige queere Räume, gerade im Karneval. Große, wetterunabhängige Orte fehlen fast komplett. Viele aus unserem Team lieben Karneval. Also haben wir uns gefragt: Warum eigentlich nicht selbst eine Karnevalsparty machen? Nicht als Gottesdienst, nicht mit frommem Überbau – dafür gibt es andere Tage –, sondern als Ort für Gemeinschaft, Ausgelassenheit und Zusammenkommen. Wir sind froh, dass wir als Kirche Räume haben, die genau das ermöglichen. Räume, die sonst oft verschlossen oder fremd wirken, können wir öffnen für etwas, das der Stadt an Karneval ganz konkret fehlt.

Die Kartäuserkirche als Ort für eine queere Karnevalsparty ist etwas Besonderes. Was macht die Atmosphäre dieses Raums für euch aus – und welche Botschaft wollt ihr damit senden?

Tim Lahr: Die Kartäuserkirche ist ein beeindruckender Raum – groß, offen, mitten in der Südstadt, also mitten in einer Karnevalshochburg. Allein das macht sie zu einem starken Ort für so eine Party. Aber die eigentliche Botschaft ist eine andere: Dieser Raum gehört auch queeren Menschen. Viele wissen an Karneval gar nicht, wohin – außer vielleicht auf die Schaafenstraße. Die ist wichtig, aber oft überfüllt, kalt und nicht für alle zugänglich. Wir wollten einen Ort schaffen, der Schutz bietet, Platz hat und vor allem bezahlbar ist. Das ist für viele ja auch ein Problem, dass vieles sehr teuer geworden ist.

Mit Musik, Kostümwettbewerb und Awareness-Team verbindet ihr Feiern und Achtsamkeit. Wie gelingt euch dieser Spagat – und was wünscht ihr euch, dass die Gäste mitnehmen?

Tim Lahr: Ganz ehrlich: Wir sind da noch im Prozess. Wir sind eine Gruppe mit vielen Ehrenamtlichen und sehr wenig Hauptamt – und Awareness aufzubauen braucht Zeit, Erfahrung und Ressourcen. Im Moment haben wir sogar eher das Gefühl, unseren eigenen Ansprüchen noch nicht ganz gerecht zu werden. Aber wir sind auf dem Weg. Uns ist wichtig, das transparent zu sagen und nicht so zu tun, als hätten wir das perfekte Konzept. Gleichzeitig sehen wir: Viele Karnevalsorte setzen sich mit Awareness überhaupt nicht auseinander. Allein anzufangen, das mitzudenken, ist ein Schritt. Unser Wunsch ist, dass die Gäste nach Hause gehen mit dem Gefühl: Das war ein Ort, an dem ich mich sicherer gefühlt habe. Nicht perfekt, aber ehrlich bemüht. Und vielleicht auch mit der Erfahrung, dass Feiern und Achtsamkeit sich nicht ausschließen – sondern zusammengehören.

www.queere-kirche-koeln.de

Text: APK
Foto(s): APK-Archiv

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Passionszeit 2026: Aschekreuz, Fastengruppen und Passionskonzerte

Zwischen Aschermittwoch und Ostern lädt die evangelische Kirche jedes Jahr zu einer besonderen Zeit des Innehaltens ein: Die Fastenzeit, auch Passionszeit genannt, erinnert an den Weg Jesu bis zum Kreuz und eröffnet zugleich Raum für persönliche Besinnung, neue Perspektiven und bewusst gelebten Alltag. In dieser Zeit geht es weniger um Verzicht als um Aufmerksamkeit – für sich selbst, für andere und für das, was trägt. Die Evangelische Kirche in Deutschland begleitet diese Wochen mit ihrer bundesweiten Fastenaktion „Sieben Wochen ohne“, die 2026 unter dem Motto „Mit Gefühl! Sieben Wochen ohne Härte“ steht und dazu ermutigt, Mitgefühl, Empathie und einen achtsamen Umgang miteinander neu einzuüben. Auch im Bereich des Evangelischen Kirchenverbandes Köln und Region greifen zahlreiche Kirchengemeinden die Passionszeit mit vielfältigen Angeboten auf. Dazu gehören Andachten und Gottesdienste, Fastengruppen zum gemeinsamen Austausch, musikalische Veranstaltungen und Konzerte ebenso wie ökumenische Feiern zum Aschermittwoch mit der Austeilung des Aschekreuzes oder interkulturelle Begegnungen wie das gemeinsame Fastenbrechen. Die folgenden Termine geben einen Überblick über ausgewählte Angebote in Köln und im Rhein-Erft-Kreis.

KÖLN

18.02.2026, 18:30
Evangelische Kirchengemeinde Köln-Deutz/Poll
St. Johannes-Kirche, Tempelstraße 31, 50679 Köln
„Mit Gefühl! – Sieben Wochen ohne Härte“
Fastengruppe zur Aktion der Evangelischen Kirche in Deutschland
Mit Beginn der Fastenzeit beteiligt sich die Evangelische Kirchengemeinde Köln-Deutz/Poll an der evangelischen Fastenaktion „Sieben Wochen ohne“ und lädt zu einer offenen Fastengruppe unter dem Motto „Mit Gefühl! – Sieben Wochen ohne Härte“ ein. Die Gruppe trifft sich von Aschermittwoch, 18. Februar, bis Ostern an sieben Mittwochabenden, jeweils von 18.30 Uhr bis etwa 20 Uhr, in der St. Johannes-Kirche, Tempelstraße 31. Die Abende werden von Pfarrer Tim Lahr geleitet. Ein Einstieg ist jederzeit möglich. Eine Anmeldung ist erwünscht.
www.evangelisch-deutzpoll.de

18.02.2026, 19:00
Evangelische Begegnungsgemeinde Köln
Erlöserkirche Weidenpesch, Derfflingerstraße 9, 50737 Köln
„Mit Gefühl! Sieben Wochen ohne Härte“
Auftakt zum Fastengruppentreffen in Weidenpesch
Mit einem gemeinsamen Auftakt zur Fastenaktion der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) „Mit Gefühl! Sieben Wochen ohne Härte“ lädt die Evangelische Begegnungsgemeinde Köln am Aschermittwoch, 18. Februar, 19 Uhr, in die Erlöserkirche Weidenpesch, Derfflingerstraße 9, ein. Die Auftaktveranstaltung eröffnet die Sieben-Wochen-ohne-Gruppe, die die Zeit zwischen Aschermittwoch und Ostern bewusst als Phase der Besinnung, des Innehaltens und des Austauschs gestalten möchte. Angeregt vom diesjährigen Fastenmotto „Mit Gefühl! Sieben Wochen ohne Härte“ geht es darum, dem eigenen Denken und Handeln nachzuspüren, neue Perspektiven zu erproben und sich als fühlende und mitfühlende Menschen neu zu entdecken. Informationen und Anmeldung sind bei Susanne Zimmermann per E-Mail an susanne.zimmermann@ekir.de möglich. Die Teilnahme ist kostenfrei.
www.begegnungsgemeinde.de

19.02.2026, 19:00
Evangelische Gemeinde Köln
Thomaskirche, Neusser Wall 61, 50670 Köln
Passionsandacht am Feuer
„Mit Gefühl! Sieben Wochen ohne Härte“
Ruhe, Licht und Besinnung prägen das „Passionsfeuer“, zu dem die Evangelische Gemeinde Köln am Donnerstag, 19. Februar, 19 Uhr, auf den Kirchplatz der Thomaskirche, Neusser Wall 61, einlädt. Diakon Andreas Mittmann gestaltet die Passionsandacht am Feuer, die in der Passionszeit seit Jahren fester Bestandteil des Gemeindelebens ist. In den Wochen vor Ostern treffen sich die Teilnehmenden jeweils donnerstags für etwa eine halbe Stunde zu einer kurzen Andacht und einem bewussten gemeinsamen Innehalten am Abend. Das Thema der diesjährigen Reihe lautet „Mit Gefühl! Sieben Wochen ohne Härte“ und greift damit das Motto der Fastenaktion der Evangelischen Kirche auf. Sollte das Wetter nicht mitspielen, findet die Andacht in der Kirche am Kerzentisch statt.
www.thomaskirche-koeln.de

18.02.2026, 18:00
Evangelische Gemeinde Köln
Sankt Peter, Leonhard-Tietz-Straße 6, 50676 Köln
„Ökumenischer Aschermittwoch“
Gemeinsamer Gottesdienst zum Beginn der Passionszeit
Zum Beginn der Passionszeit feiern die Evangelische Gemeinde Köln und die katholische Nachbargemeinde am Mittwoch, 18. Februar, 18 Uhr, einen ökumenischen Aschermittwochsgottesdienst in Sankt Peter, Leonhard-Tietz-Straße 6. In der gemeinsamen Feier mit Pater Kessler und Pfarrer Markus Herzberg steht der Übergang in die Passionszeit im Mittelpunkt. Die Austeilung des Aschekreuzes lädt dazu ein, innezuhalten, sich neu auszurichten und den Weg der kommenden Wochen bewusst zu beginnen.
www.antonitercitykirche.de

18.02.2026, 18:00
Evangelische Kirchengemeinde Vingst-Neubrück-Höhenberg
Trinitatiskirche Neubrück, Europaring 31-35, 51109 Köln
Passionsandachten in Vingst-Neubrück-Höhenberg
Sechs Andachten laden zur Einkehr in der Fastenzeit ein
Die Evangelische Kirchengemeinde Vingst-Neubrück-Höhenberg lädt von Mittwoch, 18. Februar, bis Mittwoch, 25. März, jeweils 18 Uhr, zu einer Reihe von sechs Passionsandachten in der Trinitatiskirche Neubrück, Europaring 31-35, und der Erlöserkirche Höhenberg-Vingst, Burgstraße 75, ein. Die Andachten finden im wöchentlichen Wechsel zwischen beiden Kirchen statt und begleiten die Gemeinde durch die Fastenzeit bis Ostern. Den Auftakt gestaltet Pastor J. Wolke am 18. Februar in der Trinitatiskirche Neubrück. Zudem gestalten Prädikantin Ch. Winterhoff (25.2. und 4.3.) sowie Prädikant A. Helmer (11. und 18.3.) je zwei Passionsandachten. Den Abschluss der Passionsandachten gestaltet dann wieder Pastor J. Wolke am 25. März in der Erlöserkirche Höhenberg-Vingst.
www.vingstneubrueckhoehenberg.de

22.02.2026, 10:00
Evangelische Gemeinde Köln
Antoniterkirche, Schildergasse 57, 50667 Köln
Evangelische Messe am 1. Sonntag der Passionszeit (Invokavit)
Beginn der Passionszeit mit dem Projekt „Perspektivwechsel“
Mit der „Evangelischen Messe am 1. Sonntag der Passionszeit (Invokavit)“ beginnt am Sonntag, 22. Februar, 10 Uhr, in der Antoniterkirche, Schildergasse 57, die Passionszeit, zugleich startet das Projekt „Perspektivwechsel“, das den Gottesdienst in besonderer Weise prägt. In der Evangelischen Gemeinde Köln gestaltet Pfarrer Markus Herzberg die Messe, die die biblischen Versuchungserzählungen zum Ausgangspunkt nimmt und danach fragt, wie es mit Gottes Hilfe gelingen kann, Versuchungen zu widerstehen. Im Rahmen des Projekts „Perspektivwechsel“ werden die Kirchenbänke so angeordnet, dass die Gemeinde einander gegenübersitzt und Gemeinschaft neu und bewusster wahrgenommen wird, mit ungewohnten Blickachsen, neuen Eindrücken und einer veränderten Atmosphäre des Miteinanders. Der Gottesdienst kann auch im Livestream unter www.antonitercitykirche.de mitgefeiert werden.
www.antonitercitykirche.de

25.02.2026, 19:00
Evangelische Gemeinde Weiden/Lövenich
Evangelische Kirche Weiden / Gemeindezentrum Jochen-Klepper-Haus, Aachener Straße 1208, 50858 Köln-Weiden
„Mit Gefühl! Sieben Wochen ohne Härte“
Gemeinsames Innehalten und neue Impulse in der Passionszeit
In der Passionszeit lädt die Evangelische Gemeinde Weiden/Lövenich zu einer Reihe von Treffen zum Motto der Fastenaktion der Evangelischen Kirche in Deutschland in die Evangelische Kirche Weiden, Aachener Straße 1208, ein. Die Fastenaktion „Sieben Wochen ohne“ der Evangelischen Kirche in Deutschland, steht in diesem Jahr unter dem Motto „Mit Gefühl! Sieben Wochen ohne Härte“. Begleitet wird die Reihe von Pfarrerin Dagmar Müller. Los geht es am Mittwoch, 25. Februar, 19 Uhr. Danach finden die Treffen immer dienstags, 19 Uhr, am 3., 10., 17. und 31. März, statt.
www.ev-kirche-weiden.de

26.02.2026, 19:30
Evangelischer Kirchenverband Köln und Region
Trinitatiskirche, Filzengraben 4, 50676 Köln
„Aus der Tiefe rufe ich, Herr, zu Dir“
Orgelmusik zur Fasten- und Passionszeit
Orgelmusik zur Fasten- und Passionszeit erklingt beim Konzert „Aus der Tiefe rufe ich, Herr, zu Dir“ am Donnerstag, 26. Februar, 19.30 Uhr, in der Trinitatiskirche, Filzengraben 4. Rolf Müller, Kantor und Organist am Altenberger Dom, gestaltet den Abend mit einem anspruchsvollen Programm, das Werke von Georg Muffat, Georg Friedrich Händel, Johann Sebastian Bach, Johannes Brahms, Max Reger sowie Alexandre Guilmant umfasst. Darin geht es um Themen wie etwa Klage, Bitte und Hoffnung. Im Zentrum stehen unter anderem Kompositionen und Bearbeitungen zu „Aus tiefer Not schrei’ ich zu Dir“ sowie mehrere romantische Deutungen des Chorals „O Haupt voll Blut und Wunden“, die den geistlichen Charakter der Passionszeit musikalisch vertiefen. Der Eintritt ist frei, Spenden sind erbeten.
www.trinitatiskirche-koeln.de

08.03.2026, 17:00
Evangelische Hoffnungsgemeinde im Kölner Norden
ev. Gemeindezentrum Köln-Worringen, Hackenbroicher Straße 59-61, 50769 Köln
Interkulturelles Fastenbrechen
Begegnung, Austausch und gemeinsames Essen in der Fastenzeit
Beim „Interkulturellen Fastenbrechen“ kommen am Sonntag, 8. März, von 17 bis 20 Uhr Menschen unterschiedlicher Religionen und Kulturen im Evangelischen Gemeindezentrum Worringen zusammen, um das Miteinander, gemeinsame Werte und unterschiedliche Traditionen kennenzulernen und zu feiern. Zu der interreligiösen Begegnung laden der deutsch-arabische Freundschaftsverein Sadaaka, der Sozialdienst Katholischer Männer sowie die Evangelische Hoffnungsgemeinde im Kölner Norden ein. Im Mittelpunkt des Abends stehen der persönliche Austausch, das gegenseitige Verständnis und das gemeinsame Essen nach Sonnenuntergang. Um Anmeldung wird gebeten bei Volker Hofmann-Hanke unter Telefon 0221/786034 oder per E-Mail an hofmann-hanke@hoffnungsgemeinde-koeln.de.
www.hoffnungsgemeinde-koeln.de

11.03.2026, 19:30
Evangelische Kirchengemeinde Köln-Dellbrück/Holweide
Pauluskirche, Thurner Str. 105, 51069 Köln
Passionsandachten
Einladung in die Pauluskirche
Zu drei Passionsandachten immer mittwochs, 19.30 Uhr, am 11., 18. und 25. März, lädt die Evangelische Kirchengemeinde Köln-Dellbrück/Holweide in die Pauluskirche Dellbrück, Thurner Straße 105, ein. Pfarrer Klaus Völkl gestaltet die Liturgie.
www.evangelisch-in-koeln-dellbrueck-holweide.de

27.03.2026, 18:15
Evangelische Gemeinde Köln
Antoniterkirche, Schildergasse 57, 50667 Köln
„KirchenTöne: Markus-Passion“ von Reinhard Keiser
Passionskonzert mit Solistinnen, Solisten und Orchester
Die Markus-Passion von Reinhard Keiser steht am Freitag, 27. März, 18.15 Uhr, im Mittelpunkt eines Konzerts der Reihe „KirchenTöne“ in der Antoniterkirche, Schildergasse 57. Unter der Leitung von Kirchenmusikdirektor Johannes Quack musizieren Susanne König (Sopran), Sita Grabbe (Alt), Peter Schmitz (Tenor), Kuno Wübbena (Tenor) und Gustav Muthmann (Bass) gemeinsam mit einem Orchester und gestalten ein Passionskonzert, das zu den selten aufgeführten Werken der barocken Kirchenmusik zählt. Der Eintritt ist frei, Spenden für den Förderverein Kirchenmusik an der Antoniterkirche sind erwünscht.
www.antonitercitykirche.de

28.03.2026, 18:00
Evangelischer Kirchenverband Köln und Region
Trinitatiskirche, Filzengraben 4, 50676 Köln
Orgelvesper – „Komposition trifft Improvisation“
Musik der Passionszeit in der Trinitatiskirche
In der Passionszeit lädt die Trinitatiskirche am Samstag, 28. März, 18 Uhr, zur Orgelvesper „Komposition trifft Improvisation“ in die Trinitatiskirche, Filzengraben 4, ein. Im Mittelpunkt stehen komponierte und improvisierte Werke für Orgel, die den Spannungsbogen zwischen barocker Formstrenge und romantischer Klangsprache aufnehmen. Zu hören sind Kompositionen von Dietrich Buxtehude, Johann Sebastian Bach, Sigfrid Karg-Elert und weiteren Komponisten, ergänzt durch freie Improvisationen. Die Orgelvesper wird gestaltet von Wolf-Rüdiger Spieler, Kirchenmusiker und Programmleiter der Trinitatiskirche. Die liturgische Begleitung übernimmt Pfarrer Klaus Völkl von der Evangelischen Kirchengemeinde Köln-Dellbrück/Holweide. Der Eintritt ist frei, eine Spende wird erbeten.
www.trinitatiskirche-koeln.de

RHEIN-ERFT-KREIS

17.02.2026, 19:00
Evangelische Kirchengemeinde Hürth
Friedenskirche Efferen, Martin-Luther-Straße 12, 50354 Hürth-Efferen
„Mit Gefühl! Sieben Wochen ohne Härte“
Fastengruppe der besonderen Art in der Passionszeit
Bewusst innehalten, das eigene Leben anschauen und neue Impulse für mehr Mitgefühl entdecken: Die Fastengruppe „Mit Gefühl! Sieben Wochen ohne Härte“ der Evangelischen Kirchengemeinde Hürth trifft sich ab Dienstag, 17. Februar, wöchentlich von 19 bis 20 Uhr im großen Saal des Gemeindehauses der Friedenskirche Efferen, Martin-Luther-Straße 12. Bis Dienstag, 31. März, lädt die Gruppe dazu ein, Texte aus dem Kalender „Sieben Wochen ohne“, der Fastenaktion der Evangelischen Kirche in Deutschland, zu lesen und zu hören, den Impulsen gemeinsam nachzugehen und Erfahrungen aus dem Alltag miteinander zu teilen. Die Treffen sind offen für alle, unabhängig davon, ob nur einzelne Termine oder die gesamte Reihe besucht werden.
www.evangelisch-in-huerth.de

18.02.2026, 19:00
Evangelische Kirchengemeinde Brühl
Christuskirche, Mayersweg 10, 50321 Brühl
Passionsandachten in der Christuskirche
Sieben Wochen, die anders sind
Die Zeit der Passion lädt dazu ein, innezuhalten und den eigenen Lebensweg bewusst in den Blick zu nehmen: Die Passionsandachten der Evangelischen Kirchengemeinde Brühl beginnen am Mittwoch, 18. Februar, 19 Uhr, in der Christuskirche, Mayersweg 10. An insgesamt sieben Mittwochabenden, jeweils 19 Uhr, wird Raum gegeben für Andacht, Stille und persönliche Fragen nach dem, was trägt, was fehlt und wohin der eigene Weg führt, wenn Pläne sich ändern oder Kreuze auftauchen. Die weiteren Andachten finden am 25. Februar sowie am 4., 11., 18. und 25. März statt.
www.kirche-bruehl.de

19.02.2026, 19:00
Evangelische Kirchengemeinde Kerpen
Johanneskirche, Filzengraben 19, 50171 Kerpen
Passionsandachten in Kerpen
Innehalten mit Pfarrerin Dr. Yvonne Brunk
Die Evangelische Kirchengemeinde Kerpen lädt in der Passionszeit zu wöchentlichen Passionsandachten ein, die jeweils donnerstags, 19 Uhr, in der Johanneskirche, Filzengraben 19, gehalten werden. Die Reihe beginnt am Donnerstag, 19. Februar, und wird am 26. Februar sowie am 5., 12., 19. und 26. März fortgesetzt. Ziel ist es, die Wochen zwischen Karneval und Ostern bewusst zu gestalten und innezuhalten. Im Anschluss besteht jeweils Gelegenheit, bei einer Tasse Tee miteinander ins Gespräch zu kommen. Gestaltet wird die Reihe von einem Vorbereitungsteam gemeinsam mit Pfarrerin Dr. Yvonne Brunk.
www.evangelisch-in-kerpen.de

19.02.2026, 19:30
Evangelische Kirchengemeinde Brühl
Andreaskirche, Andreaskirchplatz 1, 50321 Brühl
Fastengruppe 2026 „Jenseits des Lebens“
Bilder und Vorstellungen vom Leben nach dem Tod
Was erwartet Menschen jenseits des Lebens, welche Hoffnungen verbinden sie mit einem Leben nach dem Tod und wie tröstlich oder fragwürdig sind die Bilder, die darüber kursieren: Mit diesen Fragen beschäftigt sich in der Evangelischen Kirchengemeinde Brühl die Fastengruppe 2026 „Jenseits des Lebens“, die am Donnerstag, 19. Februar, 19.30 Uhr, in der Andreaskirche, Andreaskirchplatz 1, beginnt. An sechs Donnerstagen in der Passionszeit trifft sich die Gruppe jeweils um 19.30 Uhr, um sich über persönliche Vorstellungen, biblische Bilder und kulturelle Deutungen des Lebens nach dem Tod auszutauschen und diese gemeinsam zu bedenken; dazu gehören auch Fragen nach Wiedererkennen, Gemeinschaft und der Bedeutung populärer Bilder zwischen Trost und Kitsch. Die Treffen finden am 19. und 26. Februar sowie am 5., 12. und 19. März statt. Außerdem bereitet die Fastengruppe den Gottesdienst mit Tischabendmahl am Gründonnerstag, 2. April, vor und gestaltet ihn mit. Eine Anmeldung bis Donnerstag, 30. Januar, bei Pfarrer Stefan Jansen-Haß unter Telefon 02232/153920 oder per E-Mail an stefan.jansen-hass@ekir.de wird erbeten.
www.kirche-bruehl.de

01.03.2026, 17:30
Evangelische Kirchengemeinde Lechenich
Ev. Gemeindezentrum Lechenich, An der Vogelrute 8, 50374 Erftstadt
Fastenbrechen

22.03.2026, 10:00
Evangelische Trinitatis-Kirchengemeinde an der Erft
Christuskirche Zieverich, Aachener Straße 1, 50126 Bergheim
Zentralgottesdienst Johannes-Passion

Text: APK, Stand: 22.01.2026
Foto(s): APK/AI

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Evangelischer Karneval vernetzt: Das neue Karnevalsnetzwerk „Blauköpp“ verbindet Gemeinden in Köln und im Rhein-Erft-Kreis

Karneval gehört im Rheinland zur DNA – und das gilt auch für die evangelische Kirche. Im Rhein-Erft-Kreis und in Köln engagieren sich viele Gemeinden seit Jahren im Karneval. Jetzt werden diese Aktivitäten gebündelt – im evangelischen Karnevalsnetzwerk Blauköpp.

Pfarrer Oliver Kießig ist einer der Initiatoren. Er sagt: „Wir vernetzen das Karnevalsengagement in den Gemeinden in Köln und Regionen. Die evangelische Kirche ist eigentlich schon immer im Karneval dabei, macht Gottesdienste, Sitzungen, ganz viele andere Veranstaltungen. Und die Idee ist, all das zusammenzubringen und die Leute, die sich im Karneval und in der evangelischen Kirche engagieren, zu vernetzen.“

Für evangelischen Karneval gibt es im Rhein-Erft-Kreis viele Beispiele. Heike Kümpel lebt in Kerpen, ist im offiziellen Karneval aktiv und feiert seit Jahren als Prädikantin Gottesdienste mit dem jeweiligen Kerpener Dreigestirn. Sie erzählt: „Es gibt Gemeinden wie zum Beispiel Elsdorf, Pulheim und Kerpen, in denen es Gottesdienste mit Dreigestirn gibt. Es gibt Gruppen in den Gemeinden, die Karnevalsfeiern machen und es gibt Pfarrsitzungen, in denen auch evangelische Gemeindeglieder zum Beispiel im Elferrat sitzen, und die damit ökumenischen Charakter haben.“

Mit dem Netzwerk Blauköpp sollen genau solche Initiativen sichtbarer werden und Menschen miteinander in Kontakt kommen, die evangelischen Karneval feiern und leben. Pfarrer Oliver Kießig rechnet dabei mit einer Beteiligung von rund zwanzig Kirchengemeinden: „Wir laden die Gemeinden ein und die, die sich engagieren, und vernetzen uns mit ihnen. Dann schauen wir, wohin es sich entwickelt. Vielleicht wird irgendwann eine Karnevalsgesellschaft gegründet und dann ist man ganz offizieller Teil dieses Vereinswesens. Vielleicht bleibt es auch ein Netzwerk.“

Egal in welcher Form – die Blauköpp stehen für evangelischen Karneval, der verbindet: im Rhein-Erft-Kreis, in Köln und der Region. Alle Termine und Informationen zum evangelischen Karneval gibt es online unter www.blaukoepp.de

Dieser Beitrag ist auch zu hören in der Sendung Himmel und Erde bei Radio Erft.

Text: Sammy Wintersohl
Foto(s): Archiv/Collage: APK

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Ehrenamtliche Seelsorge-Ausbildung startet am 20. Februar

Seelsorge ist eine grundlegende Aufgabe der evangelischen Kirche. Die nächste qualifizierte Seelsorgeausbildung für Ehrenamtliche in verschiedenen Seelsorgefeldern startet am 20. Februar. „Wir haben noch allerletzte freie Plätze“, Pfarrerin Dr. Dorit Felsch, die gemeinsam mit Pfarrerin Dagmar Schwirschke die Ausbildung verantwortet. „Wir freuen uns sehr auf den neuen Kurs. Es ist großartig, dass sich immer wieder Menschen entscheiden, ehrenamtlich in der Seelsorge tätig zu sein. Der Bedarf dafür ist da. Und wir erleben, wie gut es Menschen in schwierigen Lebenssituation tut, dass Seelsorgende da sind und empathisch das Schwere mit aushalten.“ Momentan gibt es pro Halbjahr einen Kursdurchgang, nach Februar also wieder ab September 2026.

Die Ausbildung umfasst 150 Unterrichtsstunden und ist gemäß den Richtlinien der Evangelischen Kirche im Rheinland eine qualifizierte Seelsorgeausbildung für Ehrenamtliche in verschiedenen Seelsorgefeldern. Am Anfang steht die „große Basisausbildung“ mit 110 Unterrichtsstunden. Anschließend folgt ein Spezialisierungsmodul im Umfang von 40 Unterrichtsstunden, in dem in die Besonderheiten des gewählten Seelsorgefeldes eingeführt wird. Die Ausbildung dauert etwa ein Jahr. Sie findet in einer festen Gruppe statt, die sich an Abenden und Wochenenden trifft. Die genauen Termine erhält man auf Anfrage.

„Wir suchen offene, empathische Menschen aller Altersgruppen und beruflichen Hintergründe, die Zeit und Lust auf eine intensive und spannende Ausbildung und dieses besondere Ehrenamt haben“, erklärt Dr. Dorit Felsch. Die Ausbildung ist für die Teilnehmenden kostenlos. Im Gegenzug verpflichten sie sich dazu, nach ihrem Abschluss mindestens drei Jahre lang in einem Seelsorgefeld des Evangelischen Kirchenverbands Köln und Region (bzw. eines Kölner Kirchenkreises) mitzuarbeiten

Inhalte der Ausbildung:

  • Stärkung der Selbst- und Fremdwahrnehmung
  • Förderung von Beziehungs- und Gesprächskompetenz
  • Einübung seelsorglicher Gesprächsführung
  • Schulung eines personzentrierten, realitätsbezogenen, achtungsvollen Gesprächsverhaltens
  • Respekt vor der Person und Biographie der*des Anderen
  • Wahrnehmung und Respektieren der eigenen Belastungsgrenzen
  • Wahrnehmung und Wertschätzung der Eigenkompetenz und der Ressourcen des Gegenübers
  • Bewusste Auseinandersetzung mit eigenen Wert- und Glaubenshaltungen
  • Umgang mit seelsorglichen Themen wie: Beziehungskonflikte, Einsamkeit, Krisen, Suizidalität, Tod und Trauer, religiöse und spirituelle Fragen

Die Ausbildungskonzepte orientieren sich u.a. an gesprächstherapeutischen, personzentrierten und systemisch-ressourcenorientierten Ansätzen.

Jetzt hier bewerben: Bewerbungsbogen zum Download

Kontakt

Ausbildung Ehrenamtlicher in Seelsorge
Evangelischer Kirchenverband Köln und Region
Kartäusergasse 9-11
50678 Köln
Tel: 0176 – 326 370 38 (Di und Mi 9-15 Uhr)
Mail: seelsorge-ausbildung.kirche-koeln@ekir.de

www.lebenswege-begleiten.koeln

Text: APK
Foto(s): APK/Canva

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Zentraler Gottesdienst zur Gebetswoche für die Einheit der Christen in armenischer Kirche

Das Logo der Gebetswoche 2026Die Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Deutschland (ACK) hat am vergangenen Freitag zur Feier des zentralen Gottesdienstes zur Gebetswoche für die Einheit der Christen in die armenisch-apostolische Diözesankirche St. Sahak-St. Mesrop in Köln eingeladen. Damit hat der Gottesdienst erstmals in einer armenisch-apostolischen Kirche stattgefunden. Die Feier stand unter dem Motto der Gebetswoche: „Ein Leib und ein Geist, wie ihr auch berufen seid zu einer Hoffnung in eurer Berufung“ (Eph 4,4).

Die Gebetswoche für die Einheit der Christen wird weltweit vom Ökumenischen Rat der Kirchen und vom Dikasterium zur Förderung der Einheit der Christen verantwortet. Der zentrale Gottesdienst in Deutschland wurde in diesem Jahr vorbereitet von der Armenisch-Apostolischen Kirche und der ACK in Deutschland.

Martin Bock, Leiter der Melanchthon-Akademie und Mitglied der ACK, war beim zentralen Gottesdienst vorbei:

Wie haben Sie den Gottesdienst zur Gebetswoche für die Einheit der Christen persönlich erlebt – was ist Ihnen besonders in Erinnerung geblieben?

Martin Bock: Die Armenisch-Apostolische Diözesankirche St. Sahak-St. Mesrop in Köln-Niehl, die ursprünglich eine römisch-katholische Kirche war und schon vor 30 Jahren zu einer neuen Heimat für die armenische Kirche wurde, war an diesem Abend voller Menschen: aus der Kölner armenischen Gemeinde, aus den Nachbargemeinden, Mitglieder der ACK Köln und Nordrhein-Westfalen waren da, sowie Vertreter:innen des Bistums Köln, der Evangelischen Kirche im Rheinland, und Weitgereiste der ACK Deutschland und der Ökumenischen Zentrale in Frankfurt. Der Gottesdienst war als eine Lichtfeier gestaltet, mit Texten und Melodien der armenischen Kirche, die den Auf- und Untergang der Sonne, das Licht, das auf und durch die Schöpfung fließt, mit dem Glanz und der Herrlichkeit des dreieinigen Gottes zusammen sieht und lobt. Diese Schöpfungs- und zugleich auf Gottes Geheimnis bezogene Frömmigkeit ist innig und schön, aber auch fremd. Die Texte, die wir gebetet haben, sind Jahrhunderte alt, sie gehen zum Teil bis in die Gründungszeit der armenischen Kirche im 4. Jahrhundert zurück. Besonders in Erinnerung ist mir die Musik geblieben: das weltberühmte Geghard Vocal Ensemble aus Armenien unter der Leitung von Anahit Papayan hat einfach wunderbar gesungen. Dieser Frauenchor wurde 2001 am mittelalterlichen UNESCO-Weltkulturerbe Kloster Geghard gegründet und gilt international als eines der herausragenden Ensembles für armenische sakrale Musik.

Die Feier war geprägt von armenischer Liturgie, Musik und Symbolik. Wie haben Sie die Stimmung und das Miteinander der verschiedenen Kirchen an diesem Abend wahrgenommen?

Martin Bock: Durch die Musik und die so atmosphärisch dichten Gebetstexte entstand zwischen den Vertretern der Kirchen und der ganzen Gemeinde eine enge Verbindung und eine vertraute Stimmung. Es haben sich alle gewissermaßen von sich weg und hin zum Licht als Quelle und „Nahrung“ orientiert. In der Predigt erinnerte der Vorsitzende der ACK, Reverend Christopher Easthill, daran, was es heute in politischen Welt bedeutet, „Lichtbringer zu sein“: „Für das Nazi-Regime war ein zerstrittener Kontrahent fraglos besser als ein geeinter Gegner“ – als auch auf aktuelle Entwicklungen: „Überall auf der Welt haben Eigennutz, Machtliebe, Gier, Ab- und Ausgrenzung, sowie Angst- und Hassbotschaften gerade Konjunktur.“ Gegen diese Kräfte sollten die Christen „gemeinsam und geeint das Licht vom Licht entgegen“ stellen. Mit dieser Formulierung „Licht vom Licht“ hat Reverend Easthill noch einmal einen Bogen zum Jubiläum des nicänischen Glaubensbekenntnisses im vergangenen Jahr geschlagen. Von Gott und seinem Sohn Jesus Christus so, als „Licht vom Licht“ zu sprechen, ist durchaus gesellschaftlich relevant; es zeigt, dass Christ:innen allen Grund und Kraft haben, sich – wie gerade in Minneapolis – den menschenfeindlichen Spaltungskräften entgegenzustellen, ja entgegenzubeten!

Wenn Sie auf den Gottesdienst insgesamt zurückblicken: Was hat er aus Ihrer Sicht für die ökumenische Gemeinschaft in Köln und darüber hinaus bewirkt?

Martin Bock: Mit diesem Gottesdienst sollte die Gebetswoche für die Einheit der Christen ja abgeschlossen werden. Das war eine gute Idee, die Verbindung zwischen den Christ:innen in Deutschland nicht nur am Anfang, wie am 18. Januar in Nürnberg geschehen, zu initiieren, sondern sie mit dieser Lichtfeier kraftvoll abzuschließen. Mit einem fröhlichen Fest und leckerem Essen ging dieser Tag dann auch zu Ende. Die armenische Gemeinde mit ihrem Vertreter, Archimandrit Yeghishe Avetisyan, ist fester Bestandteil der Kölner Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen, diese Gemeinschaft wurde am letzten Sonntag auf jeden Fall bestärkt und bekräftigt. Darüber freuen wir uns.

Text: APK
Foto(s): Martin Bock/APK:Canva-Collage

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Christliche Wohngemeinschaft auf dem Campus Kartause: Das Interesse ist groß

Das Interesse ist groß: Einige Menschen haben sich bereits für das neue gemeinschaftliche Wohnprojekt auf dem Campus Kartause gemeldet – eine christliche Wohngemeinschaft, die sich an der Vision der ökumenischen Community of Iona orientiert. Das Wohnprojekt wird Anfang 2027 bezugsfertig sein; in naher Zukunft können die ersten Mietverträge geschlossen werden.

Was ist die ökumenische Community of Iona?

Es handelt sich um eine christliche, überkonfessionelle  Gemeinschaft von Menschen aus allen Kontinenten, die ihr Zentrum in einer alten Benediktinischen Abtei mit dazugehöriger Klosteranlage auf der schottischen Insel Iona hat. Dort leben Menschen zwischen sieben Wochen bis drei Jahren in einfachen Verhältnissen zusammen. Ziel ihrer Arbeit ist es, das christliche Zeugnis in der Mitverantwortung für Umwelt und Gesellschaft zu leben. Die Gemeinschaft tut das unter anderem durch neue Gottesdienstformen und Lieder sowie den Einsatz für Gerechtigkeit und Frieden. In der Gemeinschaft von Iona sind lesbische und schwule, bi-,trans-, intersexuelle und queere Menschen (LSBTIQ) herzlich willkommen. 260 Mitglieder, 1600 assoziierte Mitglieder und 1600 Freunde bilden weltweit die Gemeinschaft von Iona – dort, wo sie leben und ihr Christsein teilen. Weitere Informationen erhalten Sie auf der (englischsprachigen) Internetseite der Community.

Gemeinsames Wohnprojekt auf dem Campus Kartause

Inspiriert von der Vision der ökumenischen Community of Iona und in der Überzeugung, dass Gemeinschaft verändernde Kraft hat, gehen die Menschen dieser Wohngemeinschaft auf einen Weg mit diesen Werten:

  •    der Sehnsucht nach einer gerechten und friedvollen Welt, in der das Leben für alle Geschöpfe blühen kann.
  •    einer Gemeinschaft, die sich als ein offener Prozess versteht.
  •    einem geistliches Leben, dessen Formen sich in der konkreten  Gemeinschaft entwickeln wird.

Die Menschen, die sich auf dieses Projekt einlassen, vertrauen auf die verändernde Kraft einer Gemeinschaft, die respektvoll miteinander umgeht, im Hören, Sprechen und Teilen. Für ein gelingendes Miteinander seien Bewusstsein für eigene Bedürfnisse und Fähigkeiten ebenso wichtig wie Freude am geistlichen Austausch: „Wer gemeinschaftlich leben will, sollte sich darüber bewusst sein: Was brauche ich und was kann ich geben? Neugierde, etwas Mut, Lust am Miteinander und auf Neues, das erscheint mir ein guter Mix“, erklärt Antje Rinecker, Studienleiterin der Melanchthon-Akademie.

Das Wohnprojekt umfasst neun Appartements sowie großzügige Gemeinschaftsbereiche mit Küche und Essbereich. Die Wohnflächen der Appartements liegen zwischen 59 und 83 Quadratmetern inklusive anteiliger Gemeinschaftsräume. Der Mietpreis beträgt voraussichtlich 18 Euro pro Quadratmeter zuzüglich Nebenkosten. Interessierte sollten sich idealerweise für mindestens drei Jahre zum gemeinschaftlichen Leben verpflichten.
Kontakt für Interessierte: rinecker@melanchthon-akademie.de

Text: APK
Foto(s): APK-Archiv

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Susanne Beuth als ACK-Vorsitzende verabschiedet – Jubiläumsabend würdigte Frauen in der Ökumene

„Dies ist wahrscheinlich die letzte Verabschiedung aus einem deiner zahlreichen Ehrenämter“, wandte sich Dr. Martin Bock an Susanne Beuth. Die ehemalige Superintendentin des Kirchenkreises Köln-Mitte war seit 2019 die erste weibliche Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Köln und wurde an einem Abend im Haus der Evangelischen Kirche aus dem Amt verabschiedet. Der Abend stand im Zeichen eines Jubiläums. Vor ziemlich genau 100 Jahren – 1925 – trafen sich in Stockholm 600 Delegierte aus 37 Ländern zur ersten „Weltkonferenz für Praktisches Christentum“, die als Meilenstein für die ökumenische Bewegung gilt. Unter den Delegierten waren 70 Frauen, deren Namen eher unbekannt sind. Pfarrerin Ursula Thomé hat sich auf Spurensuche gemacht und stellte ihren Vortrag unter das Motto „Wer Frauen sucht, wird sie finden“. Martin Bock wies scherzhaft darauf hin, dass es dabei nicht um eine Partnerschaftsvermittlung handele.

Almuth Voss stellte die Referentin vor. „Wir kennen uns bereits seit dem Studium.“ Thomé war bis zu ihrem Ruhestand lange Jahre Ansprechpartnerin für Ökumene in sieben Kirchenkreisen im westlichen Ruhrgebiet. Internationale Begegnungen seien ihr immer sehr wichtig gewesen, sagte Voss. Leider habe das Konzil von Nicäa, das vor 1700 Jahren stattgefunden habe, im vergangenen Jahr die „Weltkonferenz für Praktisches Christentum“ sozusagen aus den Schlagzeilen verdrängt, so Voss.

70 Frauen unter 600 Delegierten

Ursula Thomé erinnerte daran, dass es 1925 in der damaligen Weimarer Republik eine kurze stabile Phase der Demokratie gegeben habe. In jenen Jahren habe eine weltweit agierende solidarische Frauenbewegung das Wahlrecht für Frauen erstritten. Viele Frauen, die an dem Kongress in Stockholm teilnahmen, hätten sich aus dem Wahlrechtsengagement gekannt. Ursula Thomé wies auf das große Engagement des Stockholmer Bischofs Nathan Söderblom für das Zustandekommen der Konferenz in Stockholm hin. „Er war international sehr gut vernetzt.“ Nicht zuletzt habe die Frage „Schaffen wir das Reich Gottes, oder bezeugen wir es nur?“ eine große Rolle gespielt. Weitere Themen waren Frieden, die soziale Frage, Kinderarbeit, die oft desolate Wohnsituation von Familien und Alkoholismus. Aus Deutschland nahmen fünf Frauen teil. Bekannte Teilnehmerinnen waren Elsa Brundström und Selma Lagerlöf. Sechs der 600 Delegierten kamen aus Ländern außerhalb von Europa.

Das Frauenbankett als Demonstration

Wichtig sei das Frauenbankett gewesen, berichtete Thomé. Daran hätten die weiblichen Delegierten teilgenommen, Frauen von männlichen Delegierten und deren Töchter. Gastgeberin sei Anna Söderblom gewesen, Gattin des schon erwähnten Bischofs. „Das Bankett war eine Demonstration des öffentlichen schwedischen Frauenlebens“, sagte Thomé. Eine der deutschen Delegiertinnen war Dr. Carola Barth, die 1907 in Jena promoviert worden war. Barth leitete ab 1921 das städtische Lyzeum in Köln-Mülheim, wurde aber 1934 von den Nazis aus dem Schuldienst entfernt. Sie hat in vielen kirchlichen Gremien gearbeitet und sich für die Völkerverständigung stark gemacht.

Lucy Gardner – „Herzensfrau“ der Referentin

Prägend für die Konferenz war Lucy Gardner. Die englische Quäkerin und Friedensaktivistin sei ihre „Herzensfrau“, bekannte Thomé. Die Ökumenikerin, Krankenschwester und Lehrerin habe bei der Stockholmer Konferenz über die Redezeit gewacht und sei dabei durchaus resolut gewesen. 100 Jahre nach der Konferenz hat es wieder ein ökumenisches Treffen in der schwedischen Hauptstadt gegeben. Ursula Thomé war dabei. Wieder standen Themen wie Krieg und Frieden, soziale Ungerechtigkeiten und Gleichberechtigung von Frauen auf der Tagesordnung. „Diesmal waren deutlich mehr Frauen dabei als vor 100 Jahren“, erzählte Thomé. Auch der Rechtsruck in vielen europäischen Ländern und der wachsende Nationalismus wurden besprochen. Vernetzung sei für die Ökumene sehr wichtig, sagte Thomé. Stockholm habe allen gutgetan: „Man braucht solche Höhepunkte für die Ökumene wie diese Festwoche. Und Kirchentage.“

Text: Stefan Rahmann
Foto(s): Stefan Rahmann

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Unsere Wochentipps: „Moving Sounds“, Frauentag und „Mannheim und Mozart“

Ein musikalischer Auftakt, inspirierende Begegnungen und wichtigen Amtseinführungen prägen die kirchlichen Veranstaltungen zum Monatswechsel im Evangelischen Kirchenverband Köln und Region. Von spirituellen Klangreisen über den traditionsreichen Frauentag bis hin zu feierlichen Gottesdiensten mit Einführung und Verabschiedung – das Programm unserer Wochentipps verbindet dieses Mal Musik, Gemeinschaft und Zuversicht. Familien kommen ebenso auf ihre Kosten wie Kulturinteressierte.

Einführungsgottesdienst für Pfarrerin Nena Raab und Pfarrer Radomir Nosek

Mit einem Gottesdienst werden Pfarrerin Nena Raab und Pfarrer Radomir Nosek am Donnerstag, 29. Januar, 16 Uhr, in der Kartäuserkirche, Kartäusergasse 7, in ihre neuen Ämter eingeführt. Die Einführung nimmt Pfarrer Markus Zimmermann, stellvertretender Stadtsuperintendent, vor. Pfarrerin Nena Raab übernimmt die 54. Verbandspfarrstelle am Berufskolleg Ehrenfeld. Pfarrer Radomir Nosek übernimmt die Aufgabe als Bezirksbeauftragter im Referat für Berufskollegs im Evangelischen Kirchenverband Köln und Region. Im Anschluss an den Gottesdienst findet ein Empfang statt. Für die Planung wird um eine Anmeldung bis Mittwoch, 22. Januar, per E-Mail an berufskolleg.kirche-koeln@ekir.de oder telefonisch unter 0221/3382278 gebeten.
www.reli-koeln.de

„MOVING SOUNDS“ – Intuitive Klangreisen zwischen Komposition und Improvisation

Das Ensemble „MOVING SOUNDS“ ist am Donnerstag, 29. Januar, 18 Uhr (Einlass 17 Uhr), in der Erzengel-Michael-Kirche, Pfarrer-te-Reh Straße 5, zu Gast. Tara Bouman (Klarinette) und Markus Stockhausen (Trompete) verweben intuitive Musik mit eigenen Kompositionen und gestalten ihr Spiel spontan aus der Schwingung des Raumes und seiner Akustik heraus, wobei sie das Publikum auf eine gemeinsame musikalische Entdeckungsreise mitnehmen. Nach zahlreichen Konzerten unter anderem in Italien, der Schweiz, England, Norwegen, Frankreich, Spanien, den USA und Chile ist das Ensemble nun in Köln zu erleben. Veranstalter ist die Diakonie Michaelshoven. Der Eintritt ist frei, um Spenden wird gebeten.
www.diakonie-michaelshoven.de

31. Frauentag im Kirchenkreis Köln-Linksrheinisch

Der Kirchenkreis Köln-Linksrheinisch lädt am Samstag, 31. Januar, 9.30 Uhr bis 17.15 Uhr, zum 31. Frauentag in das Berufsförderungswerk der Diakonie Michaelshoven, Martinsweg 11, ein. Unter dem Motto „Hoffnung – Vertrauen – Zuversicht“ erwarten die Teilnehmerinnen vielfältige Workshops, die Mut machen und neue Perspektiven eröffnen. Kirchenmusikerin Barbara Bannasch lädt dazu ein, mit Musik Vertrauen und Zuversicht zu erleben, während Religionspädagogin Magdalene Otto der Frage nachgeht, warum Hoffnung heute nötiger ist denn je. In einem weiteren Angebot stellen Pfarrerin Andrea Döhrer und andere Referentinnen hoffnungsvolle Texte zuversichtlicher Frauen aus vergangenen Jahrhunderten vor. Wer die eigene Stimme entdecken möchte, findet im Workshop von Christa Menke kreative Impulse, und Tanzpädagogin Marlene Preuß führt mit meditativen Elementen auf die „Spuren biblischer Frauen“. Die Teilnahme kostet 15 Euro, einschließlich Mittagessen, Getränken, Kaffee und Kuchen, und ist am Tagungsort zu zahlen. Eine Anmeldung unter www.kkk-sued.de/anmeldung-frauentag ist erforderlich.
www.evangelisch-linksrheinisch.de

„Mannheim und Mozart“ – Konzert des ENSEMBLE 07

Mit dem Programm „Mannheim und Mozart“ ist das ENSEMBLE 07 – Freies Kammerorchester Köln am Samstag, 31. Januar, 18 Uhr, in der Kirche Zum Frieden Gottes, Martin-Luther-Straße 13, in der Evangelischen Kirchengemeinde Bergisch Gladbach zu Gast. Das Orchester widmet sich Werken von Wolfgang Amadeus Mozart, Johann Stamitz und Franz Xaver Richter und verbindet musikalische Transparenz mit einer historisch orientierten Aufführungspraxis, wie sie für das ENSEMBLE 07 prägend ist.
www.zumfriedengottes.de

Gottesdienst mit Verabschiedung Pfarrer Christoph Nötzel

Nach fast vier Jahrzehnten im kirchlichen Dienst verabschiedet sich Pfarrer Christoph Nötzel zum Februar 2026 in den Ruhestand. Die Evangelische Christusgemeinde an der Glessener Höhe lädt aus diesem Anlass am Sonntag, 1. Februar, 10.15 Uhr, in die Gnadenkirche Brauweiler, Friedhofsweg 4, zum Gottesdienst mit anschließendem Beisammensein ein. Rund 20 Jahre wirkte der gebürtige Bonner als Gemeindepfarrer in Altenberg/Schildgen, bevor er 2010 Leiter des Amtes für Gemeindeentwicklung und missionarische Dienste in der Evangelischen Kirche im Rheinland wurde. Zu seinen Projekten hier zählen die „Missionale“, das „GlaubMalBuch“ sowie zahlreiche Veröffentlichungen zur Stärkung kirchlicher Arbeit. Seit 2019 arbeitet er wieder als Gemeindepfarrer in der Evangelischen Christusgemeinde an der Glessener Höhe (vormals Evangelische Kirchengemeinde Brauweiler-Königsdorf).
www.evangelische-christusgemeinde.de

Familiengottesdienst mit Einführung von Pfarrerin Anna-Maari Tölle

In einem Familiengottesdienst führt die Evangelische Kirchengemeinde Köln Niehl-Riehl am Sonntag, 1. Februar, 11 Uhr, in der Stephanuskirche, Brehmstraße 4–6, Pfarrerin Anna-Maari Tölle in ihr Amt ein. In der modernen Kirche mit ihrem großen Glasfenster und dem festlich geschmückten Altar wird der Gottesdienst gemeinsam von der Gemeinde gestaltet und richtet sich ausdrücklich an Familien.
www.ev-kirche-niehl-riehl.de

„Die Orgelmaus erzählt“

Neugierig, verspielt und mit viel Musik wird am Sonntag, 1. Februar, 15.30 Uhr, im Gemeindehaus „Unter Gottes Gnaden“ in Widdersdorf, Zum Dammfelde 37, die Orgel zum Erzählen gebracht, wenn die Evangelische Heilig Geist Gemeinde Köln Land zu dem Gesprächskonzert „Die Orgelmaus erzählt“ einlädt. Julia Diedrich und Daniela Bosenius nehmen Kinder im Alter ab vier Jahren ebenso wie erwachsene Zuhörerinnen und Zuhörer mit auf eine musikalische Entdeckungsreise und vermitteln auf kurzweilige Weise die Funktionsweise der Orgel. Spielerische Elemente und anschauliche Erklärungen machen das Konzert zu einem gemeinsamen Erlebnis für die ganze Familie. Der Eintritt ist frei.
www.evkirche-ichthys.de

Alle Karnevalsgottesdienste finden Sie hier:

Text: APK
Foto(s): APK/Canva

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