Landessynode beginnt heute in Bonn: Finanzstrategie macht die rheinische Kirche handlungsfähig für die Zukunft

Die Landessynode, das oberste Leitungsgremium der gut zwei Millionen Mitglieder zählenden Evangelischen Kirche im Rheinland, tagt vom heutigen Freitag, 16. Januar, bis Dienstag, 20. Januar, in Bonn.

Torsten Krall, Pfarrer der Ev. Kirchengemeinde Köln-Dünnwald und Superintendent des Kirchenkreises Köln-Rechtsrheinisch, sagt: „Ich erhoffe mir und wünsche mir, dass die kontroverse Frage, wo und wie am besten Kosten reduziert werden, synodal fair und transparent diskutiert werden kann. Mir liegt dabei als Superintendent in Köln besonders die ESG am Herzen. Außerdem wünsche und hoffe ich, dass wir weiter kommen, in unserer Kirche mehr Freiheit zur Gestaltung zu ermöglichen.“

Die Landessynode wurde mit einem Gottesdienst in der Bonner Kreuzkirche eröffnet. Die dreigeteilte Predigt richtete einen hoffnungsvollen Blick auf die Zukunft der Kirche – wohlwissend um die Schwierigkeiten und Hürden. Die Predigt während des Gottesdienstes teilten sich drei nebenamtliche Kirchenleitungsmitglieder der rheinischen Kirche: Pfarrerin Annette Vetter, Sammy Wintersohl und Prof. Dr. Lorenz Narku Laing.

Wie kann es Kirche gelingen, ihre neuen Wege zu gestalten? Und was braucht es, um Menschen abzuholen? Diese Punkte griff Sammy Wintersohl, Pressesprecher des Evangelischen Kirchenverbandes Köln und Region, in seiner Predigt auf. „Neulich wurde mir die Frage gestellt: Was ist eigentlich unsere Kernbotschaft als Kirche?“, berichtete er von einem persönlichen Erlebnis. Das sei eine einfache, wenn auch unbequeme Frage aus dem Marketingbereich. „Denn sie zwingt uns, uns auf das zu konzentrieren, was uns wirklich trägt und ausmacht.“ Die Kirche werde kleiner, müsse sparen. „Aus diesem Grund werden wir uns als Synode damit beschäftigen, wie wir uns für die Zukunft aufstellen müssen. Das ist schmerzvoll und bringt uns an unsere Grenzen.“ Auch die Jünger*innen von Jesus hätten sich in einem solchen Grenzbereich befunden: Jesus war tot und das Grab leer. Die Welt war aus den Fugen geraten. „In diesen Moment hinein spricht Jesus sein Vermächtnis, seinen Auftrag – den Taufbefehl: ,Darum gehet hin und lehret alle Völker: Taufet sie auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes und lehret sie halten alles, was ich euch befohlen habe.‘“ Diese Sätze hätten Kraft, „denn aus dieser kleinen Schar von damals ist eine große Schar geworden und wir sind heute immer noch Teil davon“. Hier liege der Auftrag und vielleicht auch der Markenkern der Kirche. Der Taufbefehl verdeutliche zudem: „Gott geht mit uns. In diesen Change-Prozessen gibt er uns Sicherheit und befähigt uns, neue Wege, Innovationen zu finden.“

Einsparungspläne bei der Landessynode

Im Februar 2025 hatte die Landessynode der Evangelischen Kirche im Rheinland beschlossen, im landeskirchlichen Haushalt bis 2030 strukturell mindestens 33 Millionen Euro einzusparen. Ein knappes Jahr später legt die Kirchenleitung der Landessynode eine Finanzstrategie zur Beratung und Beschlussfassung vor, die Maßnahmen mit einer Nettoeinsparsumme von 31,8 Millionen Euro umfasst. Das sind rund 20 Prozent des Kirchensteueraufkommens für den Haushalt. Darüber hinaus besteht Potenzial für weitere Einsparungen und Mehreinnahmen durch Prüfaufträge und die Einführung freiwilliger Elternbeiträge in den Schulen.

Insgesamt haben die Maßnahmenvorschläge in der Beschlussvorlage zwar einen Umfang von 35,2 Millionen Euro. Einige Maßnahmen erfordern aber wiederum direkte Investitionen in Höhe von 3,4 Millionen Euro. So ergibt sich die Nettoeinsparsumme. Sie umfasst neben dem strukturellen Haushaltsdefizit auch einen Risikopuffer sowie ein Budget für künftige, noch nicht festgelegte Innovationen. Die Vorlage war von mehr als 60 Personen in einem breit angelegten Prozess erarbeitet und in den synodalen Ausschüssen eingehend beraten worden. Diese Beratungen werden auf der Landessynode in Bonn fortgesetzt, bevor dort voraussichtlich am Montag, 19. Januar, in öffentlicher Plenarsitzung entschieden wird.

Auch als kleinere Kirche weiter für andere da sein

Notwendig wurde der Finanzprozess wegen sinkender Einnahmen und steigender Kosten. So hat die rheinische Kirche im vergangenen Jahr rund 68.500 Mitglieder verloren, etwa je zur Hälfte durch Demografie und Austritte. Ziel ist es, vorausschauend zu handeln, bevor finanzielle Engpässe entstehen. Die kirchliche Arbeit soll unabhängiger von der Kirchensteuer werden. Die Evangelische Kirche im Rheinland will so auch als kleinere Kirche mit weniger Ressourcen weiter für andere da sein. Die Leitkriterien der Finanzstrategie für die Kirche der Zukunft sind zusammengefasst: unmittelbar an der Sache Christi orientiert; nahe bei den Menschen; flexibel in den Formen; effizient im Einsatz der verbleibenden Ressourcen. Darauf basiert das ausgewogene Paket von mehr als 60 Maßnahmenvorschlägen, die sich alle nur auf den landeskirchlichen Haushalt beziehen. Ein Überblick über die wichtigsten Bereiche:

Evangelische Studierendengemeinden (ESGn) und Wohnheime

Die Evangelische Kirche im Rheinland ist Trägerin von ESGn an insgesamt neun Standorten in Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und dem Saarland. Den Kirchenkreisen mit ESG-Standort wird angeboten, die ESGn zu Gemeinden junger Erwachsene in eigener Trägerschaft weiterzuentwickeln, in denen die Studierendenarbeit mitenthalten ist und weitere junge Menschen angesprochen werden. Ziel ist es, neue Räume für Beteiligung, Gemeinschaft und zeitgemäße Formen von Kirche zu eröffnen. Die Verantwortung vor Ort liegt dann bei den Kirchenkreisen, die Landeskirche unterstützt die Arbeit anteilig finanziell. Es sollen zusätzliche Drittmittel akquiriert werden. Der Betrieb der Wohnheime (sechs Wohnheime mit insgesamt 381 Plätzen) soll aufgegeben werden. Dabei wird geprüft, ob die Wohnheime vorrangig auf kirchliche Träger, Studierendenwerke oder andere geeignete Träger übertragen werden können, die den Betrieb und/oder die Gebäude übernehmen. Für Studierende und Uni-Angehörige wird es weiterhin hochschulorientierte Angebote geben.

Evangelische Schulen in landeskirchlicher Trägerschaft

Die Evangelische Kirche im Rheinland trägt zehn evangelische Schulen mit besonderem kirchlichen Bildungsauftrag. Aufgrund sinkender Kirchensteuereinnahmen wird vorgeschlagen, die Finanzierung in substanziellem Umfang auf kontinuierliche, freiwillige Elternbeiträge umzustellen. Ziel ist es, die langfristige Stabilität und Handlungsfähigkeit der Schulen zu sichern und ihre Finanzierung nachhaltig und zukunftsfest aufzustellen. Gleichzeitig gilt auch weiterhin: Niemand wird ausgeschlossen, weil Familien keinen Beitrag leisten können. Die Umsetzung ist ab dem Schuljahr 2027/28 geplant. Zugleich sind Investitionen zur Stärkung des evangelischen Profils sowie in die Gebäude vorgesehen.

Haus der Stille in Rengsdorf

Für das Haus der Stille hat die Kirchenleitung den Vorschlag des Beirats aufgenommen, einer Konzeptgruppe für die Entwicklung eines Finanzplans Zeit bis 2028 zu geben. Ziel ist, dass die Immobilie ab 2029 unabhängig von Kirchensteuermitteln weiterbetrieben werden kann. Die Landeskirche stellt weiterhin Finanzmittel für Personal in der geistlichen Begleitung zur Verfügung.

Vereinte Evangelische Mission (VEM)

Der Zuschuss zur VEM mit ihren 39 Mitgliedern (15 Kirchen in Afrika, 17 in Asien, sechs in Deutschland und die von Bodelschwinghschen Stiftungen Bethel) soll um 20 Prozent reduziert werden. Die Reduzierung erfolgt in Schritten von jährlich zwei Prozentpunkten bis 2036. Gemeinsame Projekte zum Aufbau regionaler ökologischer Landwirtschaft, zur Traumaheilung oder zum Schutz von Frauen vor Gewalt sollen dadurch nicht gefährdet werden. Die Kürzungen werden für die Landeskirche nur zur Hälfte wirksam, da mehr Geld an den Kirchlichen Entwicklungsdienst (KED) fließen soll. Auf der Vollversammlung der VEM im September 2025 in Daressalam wurde bereits darüber gesprochen, wie alle Mitglieder in gemeinsamer Verantwortung mit der sich verändernden finanziellen Situation in den deutschen Kirchen umgehen können.

Härtefonds und Arbeitslosenfonds

Landeskirchliche Zuschüsse sollen zeitlich gestaffelt abgesenkt werden. Dazu zählen der landeskirchliche Härtefonds und der Arbeitslosenfonds. Hier hat sich die Landeskirche in der Vergangenheit engagiert, um Menschen in schwierigen Lebenslagen zu unterstützen. Im Blick auf den Härtefonds soll für diesen Zweck eine landeskirchliche Kollekte in den Kollektenplan aufgenommen werden. Für arbeitsmarktpolitische Maßnahmen stehen staatliche Programme und Förderinstrumente zur Verfügung. Daher wird vorgeschlagen, den Arbeitslosenfonds aufzugeben.

Diakonie Rheinland-Westfalen-Lippe

Der Maßnahmenvorschlag sieht Verhandlungen über eine schrittweise Reduzierung des Generalzuschusses an das Diakonische Werk Rheinland-Westfalen-Lippe vor. Verhandlungsziel ist eine Reduzierung des Zuschusses aus Kirchensteuermitteln im Umfang von 20 Prozent bis 2030. Für die Folgejahre ist eine kontinuierliche Anpassung an die Entwicklung der Kirchensteuereinnahmen vorgesehen. Bei der Reduzierung des Zuschusses geht es um organisatorische und finanzielle Synergien durch vertiefte Zusammenarbeit und die Vermeidung von Doppelstrukturen. Das verlangt eine gemeinsame strategische Klärung der Aufgabenverteilung von Kirche und Diakonie.

Verwaltungskosten

Neben zahlreichen Kürzungen in der Verwaltung wird ein Prüfauftrag vorgeschlagen, um Aufgaben und Strukturen des Landeskirchenamts zu vereinfachen und zu reduzieren. Das beinhaltet eine umfassende Aufgabenkritik und Synergien durch Kooperationen mit anderen Landeskirchen.

Landessynode 2026

Die Landessynode der Evangelischen Kirche im Rheinland ist das oberste Leitungsgremium der mit gut zwei Millionen Mitgliedern zweitgrößten Landeskirche in Deutschland. Die 80. Landessynode hat 184 stimmberechtigte Mitglieder (sowohl Theologinnen und Theologen als auch Nichttheologinnen und -theologen) aus den 34 Kirchenkreisen in Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Hessen und im Saarland. Sie tagt vom 16. bis 20. Januar 2026 im Maritim Hotel Bonn.

Hier mehr über die Landessynode 2025 lesen:

Den Eröffnungsgottesdienst finden Sie hier:

Text: Ekkehard Rüger/ekir.de
Foto(s): APK/Archiv

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Gebetswoche für die Einheit der Christen

Die Woche der Einheit der Christen ist eine weltweit begangene Gebetswoche, in der Christinnen und Christen verschiedener Konfessionen gemeinsam für die Einheit der Kirche beten und ökumenische Begegnungen pflegen. In diesem Jahr findet sie von Sonntag, 18. Januar, bis Sonntag, 25. Januar, statt. Auch im Bereich des Evangelischen Kirchenverbandes Köln und Region laden Gemeinden in diesem Zeitraum mit Gottesdiensten, Feiern und besonderen Veranstaltungen dazu ein, ökumenische Gemeinschaft bewusst zu erleben.

„Das Leuchten des Alters“ – Fotografien von Johannes Bichmann. Ausstellungseröffnung zur Woche der Einheit der Christen

Im Rahmen einer ökumenischen Feier zur Eröffnung der Woche der Einheit der Christen wird am Sonntag, 18. Januar, 14.30 Uhr bis 17 Uhr, im Altenberger Dom, Eugen-Heinen-Platz 2, die Ausstellung „Das Leuchten des Alters“ eröffnet. Gezeigt werden 40 ausdrucksstarke Porträts des Fotografen Johannes Bichmann, die die Schönheit, Würde und Vielschichtigkeit des Alters sichtbar machen – berührend, humorvoll und authentisch. An der Eröffnung wirken Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Fotoprojekts mit. Musikalisch gestaltet wird der Nachmittag von Domorganist und Kantor Rolf Müller sowie Kirchenmusikdirektor Jens-Peter Enk. Pfarrerin Claudia Posche und Pfarrer Thomas Taxacher begleiten die Eröffnung liturgisch, Mitarbeitende der Caritas RheinBerg geben Einblicke in ihre Arbeit. Im Anschluss besteht Gelegenheit zur Besichtigung der Ausstellung, zu Gesprächen sowie zu einem Empfang im Vorraum des Doms. Die Ausstellung ist bis Samstag, 24. Januar, täglich außerhalb der Gottesdienstzeiten zu sehen.
www.altenberg-dom.de

Ökumenischer Gottesdienst zur Gebetswoche. Christen beten gemeinsam für Einheit

Zur Gebetswoche für die Einheit der Christen lädt die Evangelische Trinitatis-Kirchengemeinde an der Erft am Mittwoch, 21. Januar, 19 Uhr, in die Kulturkapelle St. Georg, Hauptstraße 67, in Bergheim, ein. Unter dem biblischen Motto „Ein Leib und ein Geist, wie ihr auch berufen seid zu einer Hoffnung in eurer Berufung“ (Epheser 4,4) gestalten Pfarrer Martin Trautner, Pfarrer Franz-Josef Freericks und Gemeindevorsteher Thomas Kraus gemeinsam mit Vertreterinnen und Vertretern verschiedener kirchlicher Traditionen den ökumenischen Gottesdienst.
www.trinitatis-kirchengemeinde.de

Ökumenischer Gottesdienst zur Einheit der Christen. Mit Prädikant Hartmut Rösler

Aus Anlass der Woche für die Einheit der Christen (18. bis 25. Januar) lädt die Evangelische Kirchengemeinde Mülheim am Rhein am Sonntag, 25. Januar, 11.30 Uhr, zu einem ökumenischen Gottesdienst in die Kreuzkirche Buchheim, Wuppertaler Straße 21, ein. Prädikant Hartmut Rösler gestaltet die Liturgie.
www.kirche-koeln-muelheim.de

Ökumenischer Gottesdienst zur Einheit der Christinnen und Christen. Gemeinsames Feiern im Rahmen der weltweiten Gebetswoche

Zum ökumenischen Gottesdienst zur Einheit der Christinnen und Christen lädt die Evangelische Kirchengemeinde Köln-Höhenhaus am Sonntag, 25. Januar, 18 Uhr, in die Pauluskirche, Dreisamweg 9, ein. Der Abend steht im Zeichen der weltweiten Gebetswoche, die 2026 von der Armenisch-Apostolischen Orthodoxen Kirche gemeinsam mit der Armenisch-Katholischen und der Evangelischen Kirche vorbereitet wurde. Unter dem Leitwort aus dem Epheserbrief „Ein Leib und ein Geist …“ feiern die Gemeinden aus Höhenhaus und Dünnwald zusammen, lernen einander besser kennen und empfangen die neuen Ökumene-Kerzen für ihre Kirchen. Die gastgebende Gemeinde freut sich auf viele Mitfeiernde.
www.kirche-hoehenhaus.de

Gottesdienst zur „Woche der Einheit der Christen“

Zur Gebetswoche der Einheit der Christen gestaltet Pfarrerin Astrid Krall-Packbier am Sonntag, 25. Januar, 18 Uhr, in der Kirche „Zur Heiligen Familie“, Am Rosenmaar 1, einen Gottesdienst. Die weltweit begangene Gebetswoche, in der Christinnen und Christen verschiedener Konfessionen gemeinsam für die Einheit der Kirche beten und ökumenische Begegnungen pflegen, findet von Sonntag bis Sonntag, 18. bis 25. Januar, statt.
www.evangelisch-in-duennwald.de

Text: APK
Foto(s): APK/AI

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Arbeiten, wo es um mehr geht als nur um Leistung: Kirche als starke Arbeitgeberin 2026

Pflege, Bildung, IT, Verwaltung – das alles klingt nicht sofort nach Kirche. Und doch finden sich genau hier zahlreiche Arbeitsplätze mit Sinn, Perspektive und Verantwortung. Denn was viele nicht ahnen: Gemeinsam mit ihren Wohlfahrtsverbänden gehört die Kirche zu den größten Arbeitgeberinnen Deutschlands. Auch in Köln und Region bietet sie ein breites berufliches Spektrum – für Menschen, die mit Menschen arbeiten wollen. Und für alle, die mehr suchen als nur einen Job.

Berufe mit Wirkung – mitten in Köln und der Region

In der Evangelischen Kirche in Köln und Region kommen die unterschiedlichsten Berufswege zusammen: von der Kita bis zur Krankenhausseelsorge, von der Verwaltung bis zur Veranstaltungsleitung. Gesucht werden regelmäßig engagierte Fachkräfte und Quereinsteiger*innen – für Aufgaben mit Nähe zu Menschen und Sinn für die Gesellschaft. Auch kreative, digitale und technische Berufsbilder finden hier ihren Platz.

Kirchlich – und trotzdem überraschend anders

Was viele erstaunt: Hinter kirchlichen Arbeitgeberinnen stehen oft Berufsfelder, die kaum jemand damit verbindet. Dazu zählen unter anderem:

  • IT-Services und Webentwicklung für kirchliche Institutionen

  • Hauswirtschaft und Gebäudebetreuung in Bildungseinrichtungen

  • Musik- und Kulturprojekte, etwa im kirchenmusikalischen Umfeld

  • Bildungsarbeit mit Erwachsenen und Familien

Hinzu kommen klassische Berufe wie Hausmeisterdienste, Küche, Verwaltung, Erziehung oder Pflege – alle mit dem Ziel, für Menschen da zu sein.

Ausbildung & FSJ: mit Sinn in die Zukunft

Auch im Jahr 2026 setzt die evangelische Kirche auf vielfältige Ausbildungswege und Freiwilligendienste. Wer sich für ein FSJ oder eine Ausbildung entscheidet, profitiert von persönlicher Begleitung, wertschätzendem Miteinander und einer Aufgabe, die mehr bietet als nur ein Gehalt: Sinn, Wirkung und Entwicklung.

Was zählt: Fachlichkeit und Haltung

Die Anforderungen sind so vielfältig wie die Arbeitsfelder selbst. Neben spezifischer Qualifikation – etwa im pädagogischen, pflegerischen oder technischen Bereich – zählen vor allem Soft Skills wie Teamfähigkeit, Empathie und Verantwortungsbewusstsein. Denn bei kirchlicher Arbeit steht immer der Mensch im Mittelpunkt.

https://www.kirche-koeln.de/stellenboerse/

Text: APK/AI
Foto(s): APK/Canva

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Unsere Wochentipps: Begegnungen, Abschiede und ein starkes Miteinander

Ob spielerisch, musikalisch, nachdenklich oder feierlich – die kommende Woche bietet eine Vielfalt an Veranstaltungen, die Gemeinschaft stiften, Geschichte lebendig machen und Raum für persönliche wie spirituelle Impulse schaffen. Die aktuellen Wochentipps zeigen, wo Kirche lebt, hört, feiert und nach vorne schaut.

Brettspielnacht in der Evangelischen Kirche Bensberg

Ein bunter und geselliger Spieleabend erwartet alle Brettspielbegeisterten am Freitag, 16. Januar, 16 Uhr, in der Evangelischen Kirche Bensberg, Friedhofsweg 9, wenn dort die Brettspielnacht beginnt und bis in den 17. Januar hinein andauert. Ob Familien-, Kenner- oder Expertenspiel – jede Art von Spiel kann mitgebracht und ausprobiert werden, zusätzlich hält das Team eine Auswahl bereit. Eingeladen sind Menschen jeden Alters, die gerne spielen. Snacks und Getränke stehen bereit; wer möchte, kann eigenes Essen mitbringen, sonst wird gemeinsam bestellt. Organisiert wird die Nacht vom Spieletreff Frankenforst unter der Leitung von David Haupt und Samuel Dörr.
www.kirche-bensberg.de

Verabschiedung von Susanne Beuth

Mit einer Feier zur Verabschiedung von Pfarrerin Susanne Beuth als Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen Köln (ACK) wird am Freitag, 16. Januar, 18 Uhr, im Haus der Evangelischen Kirche, Kartäusergasse 9–11, an ihr langjähriges Engagement für die Kölner Ökumene erinnert. Zugleich wird ein weiter Blick in die Geschichte und Gegenwart ökumenischer Frauenarbeit geworfen. Susanne Beuth war von 2019 bis 2026 die erste Frau an der Spitze der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Köln und hat die ökumenische Zusammenarbeit in der Stadt mit Klarheit, Offenheit und Dialogbereitschaft geprägt. Im Rahmen der Feier wird auch an die erste Weltkonferenz für Praktisches Christentum erinnert, die 1925 in Stockholm stattfand und als „Nicäa der Ethik“ in die Geschichte einging. Unter dem Titel „Stockholm 1925 – Stockholm 2025: Ökumenische HER-Story in Porträts, Reisebericht und Gespräch“ stellen Ursula Thomé und Almuth Voss Frauen vor, die an dieser Konferenz beteiligt waren und deren Beiträge lange kaum wahrgenommen wurden. Sie berichten von ihrer Spurensuche, zeichnen Kurzporträts dieser Frauen nach und geben Einblick in ihre Teilnahme an der Jubiläumsfestwoche 2025 in Stockholm, einschließlich der Begegnung mit der schwedischen Theologin Maria Södling, die zur Geschichte der Weltkonferenz geforscht hat. Die Veranstaltung verbindet Dank, Erinnerung und aktuelle Perspektiven auf die Rolle von Frauen in der weltweiten Ökumene.
www.oekumene-koeln.de

„Zwei Fellnasen ziehen um“ – Autorenlesung mit Axel Beyer

Eine warmherzige Begegnung mit zwei besonderen Hunden erwartet das Publikum am Freitag, 16. Januar, 19.30 Uhr, im „Lichtblick – Café + mehr“, Gisbertstraße 98. Unter dem Titel „Zwei Fellnasen ziehen um“ liest Axel Beyer aus seinem neuen Buch, das auf einer wahren Geschichte beruht und von den Abenteuern der Hunde Freddie und Jonny erzählt, die das Leben ihres Frauchens und schließlich auch das des Autors verändert haben. Gemeinsam mit Nina Vorbrodt gibt der Autor Einblicke in eine Freundschaft zwischen Mensch und Tier, die voller Humor, Überraschungen und kleiner Fluchten aus dem Alltag steckt. Der Eintritt ist frei.
www.brueckenschlag-gemeinde.de

„Herzensanliegen“ – Worte finden für das, was trägt

Dem, was bewegt und begeistert, auf die Spur kommen und dafür Worte finden, können Interessierte am Samstag, 17. Januar, 10.30 Uhr bis 15.30 Uhr, in der Erlöserkirche Weidenpesch, Derfflingerstraße 9. Unter dem Titel „Herzensanliegen – Worte finden für das, was trägt“ lädt die Evangelische Begegnungsgemeinde Köln zu einem Ehrenamtstag ein, der sich mit persönlichen Glaubensperspektiven und der eigenen Sprachfähigkeit im Gespräch über Gott, das Miteinander und das eigene Engagement beschäftigt. In spielerischen Trainingseinheiten mit kurzen Impulsen, praktischen Übungen und verschiedenen Werkzeugen geht es darum, eigene „Herzensanliegen“ zu entdecken und weiterzuentwickeln; Vorkenntnisse sind nicht erforderlich. Geleitet wird der Tag von Antje Rinecker, Studienleiterin der Melanchthon-Akademie, und Pfarrerin Susanne Zimmermann. Die Teilnahme ist kostenlos. Eine Anmeldung unter Telefon 0221/9318030 oder per E-Mail an anmeldung@melanchthon-akademie.de ist erforderlich.
www.melanchthon-akademie.de

Festgottesdienst zur Fusion der Gemeinden Pulheim und Ichthys

Mit einem Festgottesdienst feiern die Evangelischen Kirchengemeinden Pulheim und Ichthys am Sonntag, 18. Januar, 11 Uhr, ihre Fusion zur Evangelischen Heilig Geist Gemeinde Köln Land in der Gnadenkirche und im Gemeindezentrum Pulheim, Gustav-Heinemann-Straße 28. Unter dem biblischen Leitwort „Verschiedene Gaben, aber es ist ein Geist“ aus dem ersten Korintherbrief steht der Gottesdienst für den gemeinsamen Weg der neuen Gemeinde, die zum 1. Januar ihren Dienst aufnimmt. Pfarrerin Maike Pungs, Pfarrerin Liane Scholz, Pfarrer Johannes Böttcher und Pfarrer Volker Meiling gestalten den Fusionsgottesdienst. Für die musikalische Unterhaltung sorgen voraussichtlich der Gospel- und Pop-Chor „Thank God it’s Friday“, das „Saitenschiff-Ensemble“ sowie das Sinnersdorfer Kammerensemble. Im Anschluss ist ein Empfang geplant, der Raum für Begegnung und Austausch bietet.
www.kirchepulheim.de

Abschieds- und Entpflichtungsgottesdienst für Pfarrer Jens Greve

Zur Entpflichtung von Pfarrer Jens Greve lädt die Evangelische Melanchthon-Kirchengemeinde Kerpen am Sonntag, 18. Januar, 15 Uhr, in die Kreuzkirche Horrem, Mühlengraben 10–14, ein. Zum Abschied wird sein langjähriges Wirken gewürdigt. Im Anschluss an den Abschieds- und Entpflichtungsgottesdienst lädt das Presbyterium zu einem Empfang ein.
christine.koller.1@ekir.de oder Tel.: 02273 940 704
www.kirche-horrem.de

„Wir leben Vielfalt“ – Ausstellung über queeres Leben

Am Sonntag, 18. Januar, 15 Uhr, wird im Rahmen des Martinée-Gottesdienstes in der Versöhnungskirche, Eisheiligenstraße 32-42, die Wanderausstellung „Wir leben Vielfalt“ eröffnet. Sie möchte queeres Leben sichtbar machen und lädt dazu ein, Menschen mit ihren ganz persönlichen Geschichten zu begegnen. Sechs Frauen und Männer aus der rheinischen Kirche haben sich für dieses Projekt zur Verfügung gestellt. In großen, farbenfrohen Sprechblasen erzählen sie von ihrem Leben, ihrem Glauben, von Verletzungen und Hoffnungen – und davon, wie sie ihren Platz in Kirche und Gesellschaft gefunden haben. Fotos, prägnante Zitate und QR-Codes führen tiefer hinein in die Biografien. Die Ausstellung ist bis Sonntag, 8. Februar, immer sonntags im Anschluss an die Gottesdienste geöffnet.
www.evangelisch-ehrenfeld.de

„Magnificat“ in der Paul-Gerhardt-Kirche

Ein festliches Chor- und Orchesterkonzert steht am Sonntag, 18. Januar, 17 Uhr, in der Paul-Gerhardt-Kirche, Gleueler Straße 106, auf dem Programm, wenn die Evangelische Kirchengemeinde Köln-Lindenthal zu dem Konzert „Magnificat“ einlädt. Die Paul-Gerhardt-Kantorei bringt mit Solistinnen und Solisten sowie Orchester Johann Sebastian Bachs berühmtes und vielfach geliebtes „Magnificat“ zur Aufführung, ein Werk für Chor und Orchester mit Pauken und Trompeten. Einen meditativen Kontrast bildet das „Magnificat“ von Arvo Pärt, das mit seiner schlichten Klangsprache berührt. Ergänzt wird das Programm durch ein strahlendes barockes Konzert für drei Solo-Trompeten und Orchester von Georg Philipp Telemann. Die musikalische Leitung liegt bei Berthold Seitzer. Der Eintritt kostet 20 Euro, ermäßigt 10 Euro, Kinder und Jugendliche im Alter unter 18 Jahren haben freien Eintritt.
www.kirche-lindenthal.de

Text: APK
Foto(s): APK/AI

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Christliche Wohngemeinschaft auf dem Campus Kartause: Thema „Reparierbar“ in der Melanchthon-Akademie

Reparierbar? Das ist das Thema, das sich durch das Programmheft der Melanchthon-Akademie im ersten Halbjahr 2026 zieht. Das Wort ist sehr konkret, handwerklich.  Ich kann mein Fahrrad reparieren, kleine Dinge zu Hause, schon beim Toaster wird es schwierig, von einem Auto ganz zu schweigen. Funktioniert das Reparieren auch im übertragenen Sinn? Kann ich die Welt reparieren? Oder menschliche Beziehungen, oder gar meine Beziehung zum Göttlichen?

Spirituelle Bewegungen sind genau dieser Versuch.

Drei Beispiele:

1.

Das alte und auch das neue Gebäude der Melanchthon-Akademie steht auf dem alten Klostergelände des Kartäuser Ordens, der im 14. Jahrhundert erkannte, dass Kontemplation nicht nur in einsamen Gebirgsgegenden wichtig ist, sondern besonders mitten in der Stadt. So kam es im 14.und 15. Jahrhundert zur Gründung von Stadtkartausen, wie hier in Köln. Ein Beitrag etwas zu reparieren? Vielleicht, bemerkenswert ist auf jeden Fall: Kirche ist nicht nur traditionell, Kirche ist der nächste Schritt.

2.

Im September 2025 führte eine Studienreise der Akademie nach Iona, Schottland. (Welcome to the Iona Community – A Christian ecumenical community) Die Iona-Community ist eine ökumenische, weltweit zerstreut lebende Gemeinschaft von Menschen, die sich für Frieden und Gerechtigkeit einsetzen. Ihr Zentrum haben sie in der alten Benediktiner-Abtei auf der Insel Iona, der Iona-Abbey. Alle Menschen, die dorthin kommen, bilden die Gemeinschaft und erleben Gemeinschaft auf Zeit in ihrer schönsten Form. Es ist das erklärtes Ziel der Community of Iona, sich für Frieden und Gerechtigkeit einzusetzen. Ich übersetze das so: die Welt ein Stückchen zu reparieren.

Wir machen sie das? Ihre herausfordernde These heißt: nur in und mit Gemeinschaft können wir einen Beitrag zu Frieden und Gerechtigkeit leisten. Gemeinschaft/Beziehung ist ihr Werkzeug zur Reparatur.

Wie geht das konkret? Mit einer einladend, gastfreundlichen Haltung voller Respekt.

Wie sieht das aus? Im alten Refektorium sitzen während der Mahlzeiten immer 10 Menschen auf Bänken am langen Tisch. Ein Platz ist der „Head of the table“. Für diese Mahlzeit ist es seine Aufgabe, dafür zu sorgen, dass alle eine angenehme Mahlzeit haben. Er achtet darauf, dass die Wasserkaraffen gefüllt sind, genug Brot auf dem Tisch steht, holt die Suppentassen und räumt am Ende den Tisch mit ab. Alle anderen dürfen ihre Mahlzeit einfach genießen. Sie wissen, bei einer der nächsten Mahlzeiten bin ich dran, denn diese Aufgabe wechselt durch.

Gelingende Gemeinschaft braucht respektvolle Kommunikation. Das ist ein Herzstück der Arbeit auf Iona. Respektvolle Kommunikation untereinander, mit der Mitwelt und der Ewigen. Auf Iona sind sich alle klar, dass sich unsere Sprache verändert und es Worte gibt, die nicht mehr für jede/n passen. Sie laden dazu ein, solche Worte zu ändern, tun dies auch selbst. Immer mit Respekt. Die Sprache in den Gottesdiensten ist mitten in der Welt von heute verankert, klar, schlicht und voller Schönheit. Für Jede/n ist ein Wort dabei, das berührt, Gottes Wirklichkeit transparent werden lässt. Ein Wort, das ermutigt diese Haltung, diese Erfahrung nach zu Hause zu tragen, in das eigene Leben.

3.

Diese Ermutigung trägt das Wohnprojekt: Gemeinsam leben – Wohnprojekt im Campus Kartause. Dort können ab Januar 2027 Menschen im Geist der Community of Iona kommunitär zusammen leben.

Hier finden Sie die Ausschreibung:

In der Südstadt von Köln entsteht auf dem Gelände der „Kartause“, des ehemaligen Kartäuserklosters, heute Sitz der Evangelischen Kirche in Köln und einer lebendigen Gemeinde, ein großer Campus – ein Haus der Bildung für Menschen in der langen Spanne des Erwachsenenseins, dazu Wohnraum für Studierende, für Menschen mit und ohne Einschränkungen und vieles mehr. (Home – Campus Kartause)

Es entsteht Raum für gemeinsames Leben, in aller Individualität und persönlichen Freiheit.

Inspiriert von der Vision der ökumenischen Community of Iona (Welcome to the Iona Community – A Christian ecumenical community), und in der Überzeugung, dass Gemeinschaft verändernde Kraft hat, starten wir ein Wohnprojekt, das Anfang 2027 bezugsfertig ist.

Das wollen wir teilen:

  • Wir teilen unsere Sehnsucht nach einer gerechten und friedvollen Welt, in der das Leben für alle Geschöpfe blühen kann.
  • Wir teilen Gemeinschaft, die sich als ein offener Prozess versteht.
  • Wir teilen geistliches Leben, dessen Formen sich in unserer Gemeinschaft entwickeln werden.

Wir vertrauen dabei auf die verändernde Kraft einer Gemeinschaft, die respektvoll miteinander umgeht, im Hören, Sprechen und Teilen.

Es gibt 9 Appartements und gemeinschaftliche Räume wie Küche und Essbereich.
Die Appartements haben eine Größe von 59 bis 83 qm incl. der Anteile an den Gemeinschaftsflächen. Der Mietpreis pro qm beträgt voraussichtlich 18,-€ ohne Nebenkosten.
Wir erwarten, dass sich Interessierte zumindest für einen Zeitraum von drei Jahren zu einem Zusammenleben mit der Gruppe verpflichten.

Wenn Sie/Dich das interessiert, können hier Fragen gestellt oder eine Interessensbekundung abgeben werden: rinecker@melanchthon-akademie.de

Text: Anje Rinecker
Foto(s): Archiv

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Ein Loblied auf das Ehrenamt: Ökumenischer Gottesdienst für alle Karnevalisten im Dom mit Stadtsuperintendent Bernhard Seiger

Stadtdechant Robert Kleine bei der Segnung der Kerze des Kinderdreigestirns

Einmal im Jahr darf der Stadtdechant den Festkomitee-Präsidenten „nass machen“. Mit unverhohlener Freude sorgte Robert Kleine bei der Segnung der Kerze des Kinderdreigestirns dafür, dass Christoph Kuckelkorn – in seiner letzten Session als Präsident – ein paar Spritzer abbekam. Gemeinsam mit Kleine leitete Stadtsuperintendent Bernhard Seiger den ökumenischen Gottesdienst für Karnevalisten im Kölner Dom. Eindrucksvoll war der Einzug der Plaggen, deren Träger:innen sich hinter dem Altar versammelten. Viele Gesellschaften hatten Vertreter:innen geschickt, auch das Dreigestirn, das Kinderdreigestirn und Kölns Oberbürgermeister Torsten Burmester waren dabei.

„Mer dunn et för Kölle“ – und das mit Sinn

Das Sessionsmotto zog sich wie ein roter Faden durch die Feier. Seiger erinnerte daran, dass Ehrenamt weite Horizonte eröffnet: „Im Ehrenamt dienen wir einer Aufgabe, die größer ist als wir selbst.“ Er dankte dem Festkomitee und allen Engagierten, insbesondere Kuckelkorn für neun Jahre Präsidentschaft – auch unter schweren Bedingungen, etwa der pandemiebedingten Absage des Rosenmontagszugs oder der Organisation der Friedensdemo 2022. Die Motivation, so Seiger, sei oft die Liebe zur Stadt – auch zu ihren Schattenseiten: „Viele Baustellen, Unfertiges – und der FC ist auch nicht immer auf der Siegerstraße.“ Ehrenamtliche in Karneval, Politik, Sport, Verwaltung oder Feuerwehr würden dazu beitragen, dass Köln lebenswert bleibe. Und: „Wenn ich viel schenke, ist die Chance groß, dass mir auch etwas geschenkt wird.“

Tradition mit einem Augenzwinkern

Kinderdreigestirn und designiertes Dreigestirn (Prinz Niklas I., Bauer Clemens und Jungfrau Aenne) gemeinsam im ökumenischen Gottesdienst für Karnevalisten und Karnevalistinnen im Kölner Dom

Kleine bezeichnete den Fastelovend als festen Bestandteil der Stadtkultur – getragen von unzähligen freiwillig Engagierten. Er zitierte den ersten Korintherbrief: „Denn wie der Leib einer ist und doch viele Glieder hat, so sind wir alle durch den einen Geist zu einem Leib geworden.“ Das Ehrenamt im Karneval sei ein lebendiges Bild dafür. Auch wenn nicht jeder im Rampenlicht stehe, seien alle wichtig. Lieder wie „Spring“ von Brings oder „En unserm Veedel“ spiegelten das Miteinander in Köln wider. „Jesus ging dorthin, wo die Menschen lebten. Und auch der Karneval lebt im Veedel – getragen von Ehrenamtlichen.“ Das Lied „Mir sin eins“ von Kasalla erinnere daran, dass Köln aus Menschen bestehe – nicht aus Steinen. Kleine betonte: „Nicht Leistung macht uns wertvoll, sondern dass wir Teil der Gemeinschaft sind. Im Ehrenamt zeigt sich das ganz deutlich: Jede helfende Hand zählt.“

Köln lebt vom Mitmachen

Stadtsuperintendent Bernhard Seiger betonte in seiner Predigt die Bedeutung des Ehrenamts für das gesellschaftliche Miteinander in Köln

Seiger und Kleine erinnerten abschließend daran, wie sehr das soziale Leben Kölns vom Engagement vieler getragen werde – ob im Karneval, in Gemeinden oder in Nachbarschaften. Das Ehrenamt sei keine Pflicht, sondern Ausdruck von Gemeinschaft, Verantwortung und Liebe zur Stadt.

Text: Stefan Rahmann
Foto(s): Stefan Rahmann

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Magazin des Jugendreferats heißt jetzt „Impuls“: Interview mit Juref-Leiter Daniel Drewes

Aus dem „Jupf Info“ wird jetzt „Impuls“: Das Magazin des Evangelischen Jugendreferats Köln und Region hat mit dem neuen Namen auch ein klares Profil – kurz, klar, relevant für die Praxis. Der neue Titel knüpft an den Namenswechsel vom Jugendpfarramt zum Jugendreferat an. „Impuls“ erscheint drei Mal im Jahr und informiert über Themen, Veranstaltungen und Ideen aus der evangelischen Kinder- und Jugendarbeit in Köln und Region. Gemeinden können eigene Beiträge einreichen.

Wir haben mit Daniel Drewes, Leiter des Evangelischen Jugendreferates Köln und Region, gesprochen:

Warum heißt das Magazin jetzt „Impuls“ – was steckt hinter dem neuen Namen?

Daniel Drewes: Mit den immer unterschiedlichen Schwerpunkten, die von den Referentinnen aufgearbeitet werden, möchten wir Impulse in die Kinder und Jugendarbeit in den Gemeinden senden, sich mit bestimmten Themen tiefer auseinander zu setzen. Dadurch, dass wir die Themen nun deutlich mehr aufarbeiten, haben wir die Zeit des „ Infos“ hinter uns gelassen und setzen Impulse.

Wie profitieren Pfarrpersonen, Jugendleitenden und weitere Menschen aus der Kinder- und Jugendarbeit in Köln und Region ganz konkret von dem Magazin?

Daniel Drewes: Wir freuen uns den Lesenden, die zu großen Teilen aus Pfarrpersonal, Jugendleitenden und anderen interessierten Personen bestehen, dreimal im Jahr Schwerpunktthemen inhaltlich so aufzuarbeiten, dass sie sowohl eine inhaltliche Dimension als auch praktische Impulse für die Arbeit vor Ort beinhalten.

Wie können Gemeinden eigene Beiträge einreichen – und welche Themen wünschen Sie sich besonders?

Daniel Drewes: Wir freuen uns immer, wenn wir Projekte und Beiträge aus den Gemeinden zugeschickt bekommen und diese im Heft abbilden können. Auf der letzten Seite eines jeden Heftes steht der Redaktionsschluss sowie das Schwerpunktthema des folgenden Heftes. Auskunft erteilt hierbei immer unsere Referentin für Öffentlichkeitsarbeit, Claudia Klein-Adorf (claudia.klein-adorf@ekir.de, Telefon 0173 7369326).

Hier finden Sie das neue Magazin: juref.evangelische-jugend.koeln/info

Text: APK
Foto(s): Archiv/Collage: APK

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„Menschenrechte stark machen! Menschenrechte machen stark!“: Interview mit MAK-Kooperationspartnerin Maike Nadar

Maike Nadar ist Expertin im Bereich Kinder- und Menschenrechte. Seit mehreren Jahren ist sie enge Kooperationspartnerin der Melanchthon-Akademie in diesem Themenfeld. Dr. Stefan Hößl, Studienleiter bei der Melanchthon-Akademie, führte ein Gespräch mit ihr:

Maike, seit Langem arbeitest Du mit der MAK zusammen im Themenfeld „Menschenrechte“. Zusammen haben wir z. B. einen Fachtag zur Kritik des Antisemitismus gestaltet und im Rahmen der Reihe „Liebe ist politisch!“ hast Du ein menschenrechtlich fundiertes Plädoyer für den Respekt vor unterschiedlichen Formen der Liebe formuliert hast. Viele Menschen aus dem Akademie-Umfeld kennen Dich insofern schon. Für die anderen: Bitte stelle Dich kurz vor.

Maike Nadar: Ich bin Sozialarbeiterin. Seit 2024 baue ich – zusammen mit Anna Bahr – an der Universität Rostock das Transferzentrum Kinderrechte & Kinderschutz auf. Im Zentrum unserer Arbeit stehen Kinder und Jugendliche als Rechtssubjekte und Gestalter*innen unserer Gesellschaft. Wir setzen uns dafür ein, die Menschenrechte von Kindern und Jugendlichen in der Gesellschaft bekannter zu machen und umzusetzen.

Auf Menschenrechte wird immer wieder Bezug genommen. Um was genau geht es da?

Maike Nadar: Menschenrechte sind Rechte, die allen Menschen gleichermaßen allein aufgrund ihres Menschseins zustehen und in der Würde eines jeden Menschen gründen. Wie in der UN-Behindertenrechtskonvention beschrieben, muss es allen Menschen ermöglicht werden, ein Bewusstsein ihrer Menschenwürde zu entwickeln.

Wenn Du auf die aktuellen Entwicklungen blickst – wie nimmst Du diese wahr?

Maike Nadar: Ich ziehe eine sehr nüchterne Bilanz. Es steht sehr ernst um Menschenrechte, Freiheit und Demokratie! Menschenrechte waren nie auch nur halbwegs verwirklicht, aktuell befinden sie sich in einer fundamentalen Krise. Mit Rückschlägen musste immer gerechnet werden. Die Idee der Menschenrechte wurde in der Vergangenheit von einem Glauben an eine langsame, aber stetig positive Entwicklung getragen. Dieser Rückenwind scheint aktuell auszubleiben, wie Heiner Bielefeldt, der von 2010 bis 2016 Sonderberichterstatter für Religions- und Weltanschauungsfreiheit des UN-Menschenrechtsrats war, attestiert.

… trotzdem sollte an der Idee der Menschrechte unbedingt festgehalten werden…

Maike Nadar: Ja klar. Es gibt gute Gründe für mehr menschenrechtliches Selbstbewusstsein! Denn Menschenrechte sind plausibel und haben Überzeugungskraft. Wir müssen Menschenrechte ernst nehmen, denn menschenrechtliche Verträge sind mehr als politische Ziele oder ethische Leitlinien. Sie sind in Deutschland bindendes Recht. Menschenrechte leben von Menschen, die von ihrem Sinn überzeugt und bereit sind, politisch dafür einzustehen und deren Plausibilität immer wieder argumentativ darzulegen, gegen Angriffe, Missverständnisse, Verdrehungen und Einwände zu verteidigen. Menschenrechte stellen, mit Waltraut Kerber-Ganse gesprochen, eine Vision und einen Maßstab dar, der schon heute gilt und „der im Hier und Jetzt“ umzusetzen ist. Es geht bei Menschenrechten um Standards, die neben der juristischen und ethischen auch eine politische Dimension besitzen, aus denen gesellschaftliche Konsequenzen resultieren, die nicht vergessen werden dürfen. In der Quintessenz bedeutet das: Menschenrechte machen stark, aber wir müssen uns immer wieder auch für sie stark machen!

Fachtag Menschenrechte. Jetzt erst RECHT!

Mit Prof. Dr. Janieta Bartz,
Prof. Dr. Dr. h.c. Heiner Bielefeldt,
Prof. Dr. Christoph Gille,
Saloua Mohammed,
Maike Nadar &
Prof. Dr. Joachim Söder.

Mi, 29.04. 12-20 (10 UStd)

Dieser Kurs kostet 10 Euro

Nr. 2129H

Haus der Ev. Kirche, Kartäusergasse 9-11

Text: Stefan Hößl
Foto(s): Maike Nadar

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Ordination von Andreas Helmer – Beauftragt zum Verkündigungsdienst

„Andreas Helmer ist seit ewigen Zeiten in unserer Gemeinde aktiv. Zum Beispiel als Finanzkirchmeister. Als ich hier Pfarrer wurde, war er schon da“, sagte Jörg Wolke zur Begrüßung der Gäste im Gottesdienst in der Erlöserkirche der Evangelischen Kirchengemeinde Köln-Höhenberg-Vingst.

Langjähriges Engagement wird sichtbar: Andreas Helmer, ehemals Finanzkirchmeister, übernimmt als frisch ordinierter Prädikant Verantwortung in der Verkündigung.

Superintendent Torsten Krall war gekommen, um Andreas Helmer als Prädikant zu ordinieren. Krall zitierte den Konfirmationsspruch des Prädikanten: „Wie Wasser, das man aus der Tiefe schöpft, sind Worte eines klugen Menschen.“ „Ich wäre auch gern klug“, setzte der Superintendent fort, der auch gern Worte finden würde wie klares, kühles Wasser, „Worte, die Sehnsucht stillen“. Weisheit beginne mit der Ehrfurcht vor dem Herrn. Klugheit bedeute, darauf zu hören, was Gott einem sage. Es gelte, aufmerksam zu sein auf das, was von oben komme, und auf das, was die Menschen bewege, die einem seien.

„Andreas Helmer wird ordiniert auf das, was Menschen vorher bekannt haben: die Barmer Erklärung.“ In der hätten sich die Unterzeichner verpflichtet, auf Jesus Christus zu hören und auf das, was die Menschen wirklich brauchen. „Wir trauen dir zu, ein kluger Mensch zu sein, und möchten dich beauftragen, das Wort Gottes in dieser Zeit zu verkünden“, wandte sich Krall direkt an Andreas Helmer. „Wir brauchen als Gemeinschaft kluge Menschen. Avuch solche, die einen Talar tragen. Am Ende muss die Gemeinschaft garantieren, dass du auf sie zählen kannst. Dass die Gemeinschaft sagt: So haben wir es gewollt.“ Krall hatte auch Empfehlungen für Helmer mitgebracht: „Suche die Rückmeldung, die deine Gemeinde dir gibt. Tritt vor Gott und allen Menschen ein für die, die deine Unterstützung brauchen.“

Predigt mit persönlicher Note

Nach der offiziellen Ordination predigte der neue Prädikant über Lukas 6,27–38 und sorgte mit seinem ersten Satz für einen Lacher in der Gemeinde: „Endlich komme ich auch mal zu Wort.“ Helmer erinnerte an seine Ausbildung mit seinem Mentor Jörg Wolke. Ausbildung sei der falsche Begriff, es heiße ja „Zurüstung“. „Irgendwann kam der Moment, in dem ich dachte, ich muss ja gar nicht alles wissen, ich kann ja auch mal was glauben.“

Feindesliebe und Vergebung als praktisches Glaubenszeugnis

Gemeinde und Wegbegleiter und Wegbegleiterinnen feiern die Ordination von Andreas Helmer.

Das zentrale Wort in Lukas 6,27–38 sei die Feindesliebe. Es gehe um bedingungslose Vergebung und großzügiges Geben. Lukas fordere dazu auf, die Feinde zu lieben, denen Gutes zu tun, die einen hassen, und für die zu beten, die einen verfluchen, die sie verfluchen, die andere Wange hinzuhalten und nicht zu richten, um selbst nicht gerichtet zu werden. Denn mit dem Maß, mit dem man gebe, werde einem gegeben.

Und wie verwirklicht Helmer das ganz praktisch? „Wenn mich jemand hasst, frage ich mich als Erstes: Habe ich ihm was getan? Kommt er mit meiner Art nicht klar? Könnte ein klärendes Gespräch helfen?“ Aber auch noch die andere Backe hinhalten? Ignoranz, Mobbing, Schläge – manche ließen sich das gefallen. Anderen mit Worten den Wind aus den Segeln zu nehmen, sei schwierig. Daher: „Erkenne früh, wenn sich ein Streit anbahnt. Bemühe dich um Deeskalation. Das ist nicht immer einfach, wenn auf beiden Seiten der Blutdruck steigt. Vielleicht löst man einen Streit besser am nächsten Tag. Oder man geht ihm aus dem Weg, wenn man ihn nicht lösen kann.“ Denn: „Wie oft ärgert sich Gott, dass wir Menschen nicht nach seinen Regeln spielen? Seid barmherzig. Vergebt, so wird auch euch vergeben.“

Drei Fragen an Andreas Helmer:

Wie lange sind Sie schon in der Gemeinde tätig?

Andreas Helmer: Ich bin seit der Taufe meiner Tochter im Jahre 1992 in meiner Gemeinde Vingst-Neubrück-Höhenberg ehrenamtlich tätig. Angefangen hat es mit der Mitarbeit im Kindergottesdienst. Ich wollte meine Tochter dort abgeben und die Leiterin fragte mich, ob ich auch Lust hätte, mitzuarbeiten. Also bin ich dabeigeblieben und habe letztlich gut acht Jahre im Kindergottesdienst mitgearbeitet. So fand ich einen Zugang zu meiner Gemeinde. Wir haben auch an den Gemeindefesten teilgenommen und für mich begann die Kirche, eine Glaubensheimat zu werden. Im Jahre 2000 wurde ich dann gefragt, ob ich mich zur Wahl für das Presbyterium stellen würde. Seitdem bin ich nun Mitglied im Presbyterium und habe mich mit der Gemeindearbeit befasst. Ich habe in vielen Gremien mitgearbeitet und auch schon bald das Amt des Finanzkirchmeisters übernommen, welches ich bis heute innehabe.

Was motiviert Sie für das Prädikantenamt?

Andreas Helmer: Ich habe mich oft gefragt, ob ich denn an Gott glaube. Und auch Bekannte haben mich dies gefragt. Ich war mir oft nicht sicher und habe erstmal ja gesagt. Im Laufe der Zeit habe ich mich mehr damit befasst. Ich begann, Lesungen im Gottesdienst zu halten und habe mich oft auch mit den Hintergründen befasst. Ich habe viele Predigten gehört und festgestellt, dass die Lehre Jesu für mich ein wichtiger Punkt im Leben ist. Ich möchte mehr davon erfahren und verstehen und meine Mitmenschen davon überzeugen. Der Zufall wollte es, dass ich bereits zweimal einen Gottesdienst halten durfte, weil kein Pfarrer oder Prädikant verfügbar war. Bei der Vorbereitung der Predigten befasste ich mich mit Predigttexten. Natürlich anders als ein Pfarrer oder eine Pfarrerin, denn mir fehlt dazu der theologische Hintergrund.

Worauf freuen Sie sich am meisten?

Andreas Helmer: Ich sehe meine Aufgabe als Prädikant darin, den Text in der Bibel mit meiner weltlichen Erfahrung anzureichern und ein positives Fazit daraus zu ziehen. Und dies möchte ich den Menschen, für die ich dann predige, weitergeben. Ich möchte ihnen die Lehre Jesu verständlich machen und Ihnen etwas mit auf den Weg geben. Ich mache auch gerne kölsche Gottesdienste. Ich möchte viel ausprobieren, um meine Gemeinde zu erfreuen.

Text: Stefan Rahmann
Foto(s): Stefan Rahmann

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Kultur in der Trinitatiskirche: Sinnstiftung in schwierigen Zeiten

In der aktuellen gesellschaftlichen Unruhe wirkt die Trinitatiskirche wie ein Kontrapunkt: musikalisch, offen, spirituell – und voller Leben. Das Jahresprogramm 2026 zeigt, wie Kirche heute klingen kann. 161 Veranstaltungen, 31.000 Gäste und ein inhaltlicher Schwerpunkt, der weit über klassische Kirchenmusik hinausgeht: Mit Orgelkunst, Mitsingprojekten, geistlichen Impulsen und internationalen Kooperationen schafft die Trinitatiskirche Räume für Begegnung und Sinn. Zugleich begleitet das Programm die Fusion der drei linksrheinischen Kirchenkreise – musikalisch akzentuiert durch ein großes Mitsingkonzert im Mai.

Auf 78 Seiten bietet das neue Jahresprogramm einen Überblick über Konzerte, Gottesdienste, Lesungen, Kirchenführungen und besondere Formate wie „Orgel plus“ oder den Internationalen Orgelimprovisationswettbewerb. Es liegt unter anderem in der Trinitatiskirche, im Domforum und in der Touristinformation der Stadt Köln aus und ist online abrufbar unter www.trinitatiskirche-koeln.de.

Vielfältiges Jahresprogramm mit Orgel, Konzerten und Gottesdiensten

„Die aktuelle Konzertsaison ist seit 2010 die siebzehnte, die wir in der Trinitatiskirche veranstalten“, sagt Wolf-Rüdiger Spieler, der seit 2009 das Programm kuratiert, zusammenstellt und sich auch um alle organisatorischen Belange der Trinitatiskirche kümmert. „Diese umfangreiche Arbeit ist natürlich nicht allein zu leisten. Vielmehr werde ich von der Verwaltung des Evangelischen Kirchenverbandes, vom Arbeitskreis Trinitatiskirche, von der Evangelischen Pressestelle und nicht zuletzt vom Personal vor Ort unterstützt“, sagt Spieler. Dass sich dieses langjährige kirchliche Engagement lohnt, zeigen auch die steigenden Veranstaltungs- und Besucherzahlen in der Trinitatiskirche.

Bernhard Seiger, der sich als Stadtsuperintendent auch intensiv für die Trinitatiskirche engagiert, sagt zu den Beweggründen dafür, die Trinitatiskirche als größte Kulturkirche Kölns zu nutzen: „Unser Anliegen ist es, in einer Zeit der Umbrüche, Unwägbarkeiten, Konflikte und Unsicherheit durch die Verbindung von Kultur und Kirche Orientierung, Erbauung und Sinnstiftung zu vermitteln.“

Gleich im Januar startet das Kulturprogramm mit viel Orgelmusik. Am 10. Januar lädt der Evangelische Kirchenverband Köln und Region zunächst zu einer Orgelvesper ein. An den drei Donnerstagen danach, am 15., 22. und 29. Januar, gibt es dann jeweils um 19.30 Uhr ein Orgelkonzert. Unter dem Titel „Orgel plus“ präsentiert sich die Königin der Instrumente in Kombination mit Blechbläsern, Klavier und Gesang. „Danach wird es an jedem letzten Donnerstag eines Monats Orgelkonzerte mit interessanten Solistinnen und Solisten aus dem In- und Ausland geben. Alles bei freiem Eintritt“, sagt Spieler.

Verschiedene besondere Gottesdienste werden 2026 das Jahresprogramm bereichern: Die Feier der Osternacht mit Bach-Kantate am Karsamstag, 4. April, die zentrale Reformationsfeier am 31. Oktober und die elf Orgelvespern an Samstagabenden sind wichtige und wiederkehrende Bausteine des Jahresprogramms. Seit vielen Jahren veranstalten auch Gäste und Kooperationspartner Konzerte in der Trinitatiskirche. Stadtsuperintendent Bernhard Seiger dazu: „Ein Dank geht an unsere zahlreichen Kooperationspartner, die seit Jahren unser Programm bereichern, und so freuen wir uns auf hervorragende Chöre und Orchester, den WDR, das Gürzenich-Orchester, das Forum Alte Musik, die Universität zu Köln oder die Kölner Musikhochschule.“

Kulturkirche mit wachsender Resonanz und starker Vernetzung

Auch die jüngst erfolgte Fusion der drei Kirchenkreise bildet sich im Programm der Trinitatiskirche ab: Am 30. Mai findet anlässlich der Gründung des Kirchenkreises Köln-Linksrheinisch ein „Feierliches Mitsingkonzert“ mit Chören, Bläsern, einer Band und Instrumentalisten statt, und am 20. September führt die Kreiskantorei Köln-Linksrheinisch das „Leid von der Glocke“ von Andreas Romberg auf. Ein weiterer Höhepunkt wird der Internationale Orgelimprovisationswettbewerb sein, den der Evangelische Kirchenverband Köln und Region seit 2019 jeweils im September veranstaltet. Hier wird besonders zum Finale am 24. September, 18 Uhr, eingeladen, wenn internationale junge Künstlerinnen und Künstler ihr Können präsentieren und das Publikum per Abstimmung einen Publikumspreis verleihen kann.

Neue Impulse durch Kirchenkreisfusion und Sonderformate

Über die gottesdienstlichen und konzertanten Formate hinaus beteiligt sich der Kirchenverband auch an der Langen Nacht der Kirchen (6. März) mit Lesungen und Orgelmusik sowie am Tag des offenen Denkmals (7. und 8. September). Abgerundet wird das Programm durch sieben kostenfreie Kirchenführungen mit Orgelmusik sonntagsmorgens um 12 Uhr. „Hier sind auch spontane Besucherinnen und Besucher willkommen – man kann einfach vorbeikommen und es braucht keine Anmeldung“, so Spieler.

Das nun veröffentlichte Programm wird im Lauf des Jahres stets weiter ergänzt und steht tagesaktuell auf der Internetseite der Trinitatiskirche. Die Trinitatiskirche wird auch 2026 ein offenes Haus für Kirchen- und Kulturinteressierte sein. Stadtsuperintendent Bernhard Seiger: „Wir heißen Sie stets herzlich willkommen in der Trinitatiskirche.“

Text: WRS/APK
Foto(s): WRS

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