Die Silvester- und Neujahrszeit, wenn viele Menschen das alte Jahr reflektieren und neue Vorsätze für das kommende Jahr fassen, kann für einige Menschen eine herausfordernde Zeit sein. Wenn Sie sich einsam fühlen, Ängste haben oder jemanden brauchen, der Ihnen zuhört, steht Ihnen die Evangelische TelefonSeelsorge Köln auch während Silvester und Neujahr rund um die Uhr zur Verfügung.
Die freiwilligen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der TelefonSeelsorge sind einfühlsame Gesprächspartner, die Ihnen Verständnis entgegenbringen und Ihnen helfen können, mit Ihren Gedanken und Sorgen umzugehen. Sie haben die Möglichkeit, anonym und kostenlos anzurufen unter den Telefonnummern 0800 1110111 und 0800 1110222.
Die Evangelische TelefonSeelsorge Köln ist für Sie da, um Ihnen Unterstützung und Ermutigung zu bieten, während Sie das alte Jahr verabschieden und das neue Jahr willkommen heißen. Sie müssen nicht alleine sein – zögern Sie nicht, Hilfe in Anspruch zu nehmen und sich jemandem anzuvertrauen.
Telefonnummer
Erreichbar ist die Telefonseelsorge unter 0800 1110111 und 0800 1110222 (kostenfrei und anonym).
https://www.kirche-rechtsrheinisch.de/wp-content/uploads/2025/12/Seelsorge-2025-1-scaled-1.jpg14402560https://www.kirche-rechtsrheinisch.de/wp-content/uploads/2020/02/logo2.png2025-12-30 10:35:002026-01-06 23:10:04Silvester und Neujahr nicht allein: Evangelische TelefonSeelsorge Köln bietet rund um die Uhr Unterstützung
Familie Zeno erzählt ihre Geschichte an dem Ort, wo sie drei Monate lang gelebt hat: in der Nathanael-Kirche. Am Abend des Tages der Menschenrechte und zum Abschluss der Orange Days, sind in der Kirche Erfahrungsberichte und Impulse zu hören, zum Thema „Weiterleben trotz Flucht-, Asyl- und Gewalterfahrungen“. So lautet der Titel der gemeinsamen Veranstaltung des Zentrums Zuflucht und Kirchenasyl und der Melanchthon-Akademie.
Ritta Zeno erzählt in der Nathanael-Kirche von ihrer Flucht aus Syrien und dem Ankommen in Deutschland.
Ritta Zeno erzählt, wie sie als 17-jährige 2022 mit ihrem Vater aus Syrien floh, über Russland und Belarus nach Polen, wo man ihnen vorwarf, illegal eingereist zu sein und sie zwei Monate inhaftierte. Danach ging ihre Flucht weiter nach Deutschland, wo sie in der Nathanael-Kirche Asyl fanden. Zeno und ihr Vater bekamen eine Aufenthaltsgenehmigung, die Mutter und Geschwister konnten ihnen folgen. Ritta arbeitet mittlerweile als Sozialbetreuerin, ihr Vater Tammam als Busfahrer, die Mutter bei der AWO. „Deutschland ist meine Heimat“, sagt Tamman Zeno, „weil ich hier sicher bin.“
Erfahrungen aus dem Kirchenasyl: Stimmen der Hoffnung und des Ankommens
Im Kirchenraum sind zugleich Plakate von anderen Menschen aufgestellt, die Kirchenasyl erhalten haben, mit ihren Fotos und Statements zum Thema „Weiterleben“. Die Gemeinde hat Platz für immerhin zehn Geflüchtete geschaffen und ebenfalls schon vielen auf den Weg in die hiesige Gesellschaft geholfen, erst einmal mit einem Bett und einem Kirchendach über dem Kopf. Über Internet zugeschaltet aus dem Odenwald, betont Nancy Gelb, von der dortigen Diakonie, dass die Anfrage nach Kirchenasyl aufgrund der geänderten politischen Lage stark zugenommen habe, aufgrund neuer Richtlinien und des Dublin-Verfahrens, das Menschen in die Erstaufnahmestaaten zurückschiebe.
Fokus Frauen: Flucht, Verfolgung und der lange Weg zurück ins Leben
An diesem Tag liegt passend zum „Orange Day“ der Fokus auf weiblicher Flucht und Verfolgung, auf dem Weiterleben als Frau. Und so sitzt neben Gelb, ebenfalls zugeschaltet aus dem Odenwald, eine Vertreterin der aktuell besonders verfolgten Frauen in Afghanistan: Die ehemalige Oberstaatsanwältin für Menschenrechte in Kabul, Atefa Zafari, berichtet, dass die Frauen in ihrem Heimatland mit der Herrschaft der Taliban entmenschlicht worden seien. Weiblicher Widerstand würde mit äußerster Gewalt niedergeschlagen. Frauen würden verhaftet, gefoltert, sogar getötet. Sie selbst habe sich nach der Machtübernahme der Taliban 18 Monate lang im Haus verstecken müssen und sei dann über den Iran nach Deutschland geflohen. „Mit meiner Ankunft in Deutschland wusste ich wieder, dass ich ein Mensch bin, keine Ware“, sagt Zafari. Das war vor zwei Jahren.
Bereits knapp 20 Jahre ist es her, seitdem die Presbyterin der Nathanael-Kirche Helene Batemona-Abeke mit ihrem Säugling aus dem Kongo floh. Sie wurde damals, angekommen in einer Flüchtlingsunterkunft in Köln-Deutz, von einer Sozialarbeiterin dauerhaft sehr unterstützt. „Wem man am Anfang begegnet“, sagt Batemona-Abeke, „entscheidet sehr stark über die Laufbahn der jeweiligen Person in Deutschland.“ Begleitung und Beratung seien wichtig. In ihrer Heimat hat sie internationale Beziehungen studiert. In Köln begann sie selbst als Sozialarbeiterin zu arbeiten – und erfuhr dabei, wie schwer geflüchteten Frauen fällt, Vertrauen zu fassen. Viele fühlten sich nicht verstanden, durch Sprachbarrieren, Tabu-Themen, der Schwierigkeit, fremden Menschen ihre Probleme zu erzählen, sagt Batemona-Abeke. Einige hätten Angst, würden noch viele Jahre die Schlepper weiterbezahlen, die mit Greueltaten gegenüber der Familie in der Heimat drohen und teilweise sogar Kinder als Pfand behalten würden. Und so gründete sie die Initiative „Pamoja Afrika“, die auf die besonderen Bedürfnisse der Frauen aus afrikanischen Herkunftsländern zugeschnitten ist. Sie hat zudem das Konzept „Bewusstsein gegen Rassismus“ entwickelt, mit dem sie Institutionen beratend zur Seite steht. Ein ähnlich wichtiges Frauenprojekt stellt an diesem Abend auch noch Maja Mulanovic vor: Die Beratungsstelle für Migrantinnen und geflüchtete Frauen, die sich in Gewaltverhältnissen befinden und von Sexismus, Rassismus und anderen Unterdrückungsformen betroffen sind.
Symbolische Unterstützung: Ein Scheck für gelebte Solidarität
Pfarrerin Reinhild Widdig (Nathanael-Kirche) und Pfarrerin Dorothee Schaper (Melanchthon-Akademie) bei der symbolischen Scheckübergabe für das Zentrum für Kirchenasyl.
Die Beratungsstellen sind so bedeutsam, wie das erste Dach über dem Kopf, beispielsweise in einer Kirche. Doch, weil das erst einmal finanziert werden muss, gibt es an diesem Abend zum Abschluss noch eine schöne Überraschung: Pfarrerin Dorothee Schaper von der Melanchthon-Akademie übergibt der Pfarrerin der Nathanael-Kirche Reinhild Widdig für das Zentrum für Kirchenasyl einen symbolischen Scheck in Höhe von 1.811 Euro, die bei der evangelischen Protzsitzung gesammelt wurden, um der Gemeinde dabei zu helfen, die Kirchentüren weiter für geflüchtete Menschen offenzuhalten.
https://www.kirche-rechtsrheinisch.de/wp-content/uploads/2025/12/Menschenrechte.jpg10801920https://www.kirche-rechtsrheinisch.de/wp-content/uploads/2020/02/logo2.png2025-12-29 09:00:002026-01-05 23:10:04Tag der Menschenrechte: Weiterleben trotz Flucht – Geschichten von Zuflucht, Mut und Neubeginn
Im vergangenen Jahr hat sich die Evangelische Kirche in Köln und der Region an vielen Orten sichtbar, hörbar und wirksam eingebracht: ob im Einsatz für Demokratie und Menschenwürde bei „Köln stellt sich quer“, im gemeinsamen Gedenken gegen Antisemitismus, bei großen Festen des Glaubens wie der Kölner Kirchennacht, dem Kirchentag oder Evangelisch läuft, bei queeren Gottesdiensten zum CSD, jecken Segnungen am 11.11., in der Jugendarbeit, auf dem Campus Kartause oder bei wichtigen Weichenstellungen in Kirche und Leitung. Sie hat Haltung gezeigt, Hoffnung geteilt und Räume geöffnet – für queeres Leben, für junge Menschen, für Engagement in Stadt und Gesellschaft und für mutige Schritte in die Zukunft. Unser Wunsch: Wir möchten Kirche als einen Ort der Nächstenliebe und der Gemeinschaft erfahrbar machen: mitten in Köln und der Region, nah bei den Menschen.
https://www.kirche-rechtsrheinisch.de/wp-content/uploads/2025/12/Jahresrueckblick-2025-scaled-1.jpg14402560https://www.kirche-rechtsrheinisch.de/wp-content/uploads/2020/02/logo2.png2025-12-28 09:00:002026-01-04 23:10:05Kirche in Bewegung: Rückblick auf ein vielfältiges Jahr in Köln und der Region
Eine ganz besondere Zeit hat nun begonnen: der Advent. Das Wort „Advent“ bedeutet „Ankunft“. Damit verbunden ist im christlichen Verständnis der Beginn eines neuen Kirchenjahres. Ein Neuanfang soll gewagt werden. Neue Perspektiven und Blickwinkel sollen eingenommen werden. Im Leitartikel der UK (Unsere Kirche), Ausgabe Nr. 49 vom 30.11.2025, heißt es: „Ein Neuanfang muss nicht auf den richtigen Zeitpunkt warten und nicht perfekt vorbereitet sein.“ Letztlich muss er durch den Menschen aus freien Stücken bewusst gemacht und begonnen werden.
Vielleicht hatte Pfarrer Friedrich (Fritz) Wilhelm Schellenburg, als er sich 1948 mit einer Einladung zum Weihnachtsgottesdienst an die Mitglieder der Gemeinde Nippes wandte, etwas Ähnliches im Sinn. Er rief die Gemeindemitglieder dazu auf, sich trotz der schmerzlichen, entbehrungsreichen und verlustvollen Zeit der letzten Kriegs- und Nachkriegsjahre nicht der christlichen Botschaft zu verschließen, sondern der Ankunft Jesu mit Freude und offenem Herzen entgegenzusehen. Die Hoffnung und Zuversicht, die dem Advent innewohnen, sollten angenommen werden. Die Sorgen und Nöte des alten Jahres sollten – so gut es geht – losgelassen und ein neuer Anfang gewagt werden. Dabei sollten die Mitmenschen nicht aus dem Blick geraten, sondern Arme, Heimatlose und Kranke aktiv in den Blick genommen werden. Schellenburg appellierte an die Nächstenliebe und das Bedürfnis nach Halt und Gemeinschaft.
„Wir sollen nicht verloren werden, Gott will, uns soll geholfen sein; deswegen kam der Sohn auf Erden und nahm hernach den Himmel ein; deswegen klopft er für und für so stark an unsers Herzens Tür.“
Ein Leben in Verantwortung
Friedrich Schellenburg wurde am 24.11.1909 in Düsseldorf geboren. Er studierte Theologie in Münster, Marburg und Bonn. 1935 legte er sein erstes theologisches Examen ab, zwei Jahre später folgte das zweite Examen in Barmen. Seit 1937 war er illegal im Hilfsdienst in der Gemeinde Köln-Nippes tätig, wo er Pfarrer Hans Encke unterstützte. Nach Enckes Abreise aus Köln während des Zweiten Weltkriegs übernahm Schellenburg die alleinige Betreuung dehttps://www.kirche-koeln.de/verbandsarchiv/r gesamten Gemeinde (Nippes, Riehl, Mauenheim und Alt-Longerich). Nach dem Einmarsch der Amerikaner nahm Schellenburg – aufgrund seiner Zugehörigkeit zur Bekennenden Kirche – eine zentrale Rolle ein. Er initiierte die Rückkehr von Hans Encke nach Köln, um den Kirchenkreis Köln zu leiten und den Wiederaufbau zu organisieren. Seine erste reguläre Pfarrstelle konnte Schellenburg erst 1946 antreten – als Pfarrer in Weidenpesch. Es folgte eine Pfarrstelle in der neugegründeten Gemeinde Gartenstadt-Nord (1965–1979). Dort blieb Fritz Schellenburg bis zu seiner Emeritierung.
Advent in der Gegenwart
Das Team des Archivs des Evangelischen Kirchenverbandes Köln und Region hofft, dass Sie – trotz aller persönlichen und weltpolitischen Herausforderungen – für die christliche Botschaft des Advent empfänglich bleiben und wünscht Ihnen ein gesegnetes Weihnachtsfest sowie einen guten Rutsch ins neue Jahr.
https://www.kirche-rechtsrheinisch.de/wp-content/uploads/2025/12/Jahresempfang-6.jpg10801920https://www.kirche-rechtsrheinisch.de/wp-content/uploads/2020/02/logo2.png2025-12-27 09:00:002026-01-02 23:00:07Unsere Archivale für Dezember: „[…] klopft er für und für so stark an unsers Herzens Tür“ – Gedanken zum Advent und zum Vermächtnis von Pfarrer Fritz Schellenburg
Es liegt ein Gemurmel in der Luft, in dem ein bisschen Aufregung mitschwingt. Ob das daher rührt, dass es der Tag vor Heiligabend ist, oder ob es doch die großen und kleinen Fernsehkameras in allen Winkeln und das große Technikpult im Hintergrund sind – wer kann das vor dem heutigen Gottesdienst sagen? Vor 50 Jahren wurde schon einmal im Altenberger Dom ein Gottesdienst zum Fernsehereignis. Damals holten die Kameras den Pfingstgottesdienst in die Wohnzimmer, nun ist es eine Christvesper.
Kameras, Technik – und ein bisschen Aufregung
Ein Team von rund 60 Mitarbeitenden des WDR ist vor Ort, um den ökumenischen Gottesdienst, der unter dem Motto „Gott träumt uns“ steht, aufzuzeichnen. Geleitet wird der Gottesdienst von Pfarrerin Claudia Posche und dem katholischen Pfarrer Thomas Taxacher. Dass der Gottesdienst ökumenisch gehalten wird, war beiden wichtig. Claudia Posche betont: „Wir wollen zeigen, wie gut es gemeinsam geht.“ Und Thomas Taxacher ist überzeugt: „Menschen, die beide Konfessionen in ihren Familien haben, freuen sich, wenn sie zusammen den Gottesdienst erleben können.“
Ein Gottesdienst, der verbindet
Schon früh sind alle Plätze besetzt, wer keine Sitzmöglichkeit mehr findet, wird höflich nach hinten gebeten, denn die Kameras brauchen freie Bahn in Seiten- und Mittelgang. Hinten im blau-golden ausgeleuchteten Dom recken dann alle ein bisschen die Hälse, um gut sehen zu können. Zu schön und stimmungsvoll sieht der Altarraum mit den Bäumen voller Lichter und dem kleinen Plüschesel unter dem Christbaum aus. Der Esel wird übrigens noch eine Rolle spielen, doch davon später.
„Gott träumt uns“ – ökumenisch und gemeinsam
Landespfarrerin Petra Schulze ist Rundfunkbeauftragte des WDR. Sie macht ein kurzes „Warm up“ zu Beginn der Aufzeichnung. Denn so vertraut das alles hier wirkt, ein bisschen anders ist es eben auch. Sie bittet die Besucherinnen und Besucher, die sich vorab anmelden mussten, nicht direkt in die Kameras zu schauen. Ein kleiner Junge wird das im Verlauf der Dreiviertelstunde doch tun, an Heiligabend bei der Ausstrahlung lässt seine offenkundige Freude und Faszination lächeln. Auch sollen die Blicke interessiert sein und der Gesang gut zu hören. „Playback gilt heute nicht“, betont Schulze vor dem kurzen Einsingen mit der Gemeinde. Im Anschluss an den Gottesdienst ist sie begeistert: „Das hat heute alles richtig schön lebendig gewirkt. So hatten wir uns das gewünscht. Aber schon die Probe gestern war ein großer Genuss.“ Sie erzählt außerdem davon, dass Katja Naseband von der Tierwerkstatt Altenberg mit Esel Flip in das Projekt eingebunden war. „Esel Flip ist in kleinen Einspielern zu sehen.“ Denn, wie gesagt, die freundlichen grauen Tiere sind Teil dieses Gottesdienstes.
Ein Esel mit Geschichte
Rund 500.000 Menschen werden den Gottesdienst an ihren Fernsehern verfolgen. Da er ein Jahr lang in der ARD-Mediathek zur Verfügung steht, wird diese Zahl in den kommenden Monaten voraussichtlich noch deutlich höher. Sie werden den Gesang der Domkantorei unter der Leitung von Minga Chrystal Seo erleben und ein strahlendes „Jauchzet, frohlocket“ aus dem Bachschen Weihnachtsoratorium genießen. Sie hören Ella Balzer, Ida Hopstein und Mila Praski von der Elberfelder Mädchenkurrende ein zartes „Tochter Zion“ singen und die großen Klänge der Trompete von Thibaud Robinne sowie der Orgel, die Jens-Peter Enk und Rolf Müller spielen. Alles wurde vorher genau geprobt, die Predigt mit der Stoppuhr geübt, jeder Blick, jeder Satz, jede Bewegung soll passen.
Musik, Predigt und feierliche Stimmung
Pfarrerin Claudia Posche und ihr katholischer Kollege Pfarrer Thomas Taxacher
Und nun kommt auch endlich der Esel ins Spiel, denn er begleitet durch den Gottesdienst. Immerhin gehört zur langen Geschichte des Domes ein solches Grautier. Ein Esel traf nämlich laut Legende die Wahl des Standortes von Kloster und Kirche, die die Zisterzienser schließlich im 12. Jahrhundert im Dhünntal bauten. Pfarrerin Claudia Posche erinnert in der Christvesper daran. Und ein Esel wird auch in der Lesung zitiert. Elke Pich, Sängerin der Domkantorei, lässt den Esel davon erzählen, wie er vorsichtig die hochschwangere Maria trug. Wie er später die Flucht der Heiligen Familie nach Ägypten, um den Mordabsichten König Herodes zu entkommen, begleitete.
Ein vertrauter Ort in neuem Licht
Schließlich galt es, den späteren Friedensfürsten zu beschützen, damit Gottes Traum von Versöhnung wahr werden könne. In den Fürbitten wird dieser Gedanke aufgegriffen, auch Pfarrer Thomas Taxacher spricht vom Traum von Frieden. Und schließlich geht dieser Gottesdienst mit dem Segen und „Oh du fröhliche“ zu Ende. Die Besuchenden, um einen stimmungsvollen Gottesdienst und eine spannende Erfahrung reicher, spenden Beifall, das WDR-Team räumt allmählich zusammen. Ganz vertraut ist das alles – und doch ein bisschen anders.
https://www.kirche-rechtsrheinisch.de/wp-content/uploads/2025/12/2025-12-23_Christvesper-18-scaled-e1766745623657.jpeg14422560https://www.kirche-rechtsrheinisch.de/wp-content/uploads/2020/02/logo2.png2025-12-26 09:00:002026-01-02 23:00:07Altenberger Fernsehgottesdienst berührt an Weihnachten mit Musik, Ökumene und Esel
Kirche2go fragt: Was ist die Weihnachtsgeschichte? Die Weihnachtsgeschichte von der Geburt Jesu Christi kennen viele Menschen. Sie wird im Neuen Testament in der Bibel erzählt, doch es gibt mehrere Varianten dieser Geschichte. Die Überlieferung der Geburt von Jesus Christus setzt sich aus zwei Berichten zusammen, die unterschiedliche Aspekte betonen. Was im Lukasevangelium im Mittelpunkt steht, erfahren Sie in diesem Video.
Haben Sie Interesse an weiteren Videos? Dann schauen Sie doch rein und abonnieren Sie unseren YouTube-Kanal: www.youtube.com/kirchekoeln
Der gesamte Text zum Nachlesen:
Die Weihnachtsgeschichte von der Geburt Jesu Christi ist vielen Menschen bekannt. Sie wird im Neuen Testament in der Bibel erzählt, doch es gibt nicht die EINE Geschichte. Die Überlieferung der Geburt von Jesus Christus setzt sich aus zwei Berichten zusammen, die unterschiedliche Aspekte betonen. Im Lukasevangelium beginnt die Geschichte von der Geburt von Jesus Christus mit der Ankündigung, der so genannten Verheißung der Geburt. Der Engel Gabriel sagt Maria, dass sie bald schwanger werden wird und einen Sohn bekommt. Das Kind soll sie Jesus nennen. In der damaligen der Zeit hatte der regierende Kaiser Augustus eine Volkszählung anordnet. Alle Menschen im römischen Reich mussten sich an ihrem „väterlichen“ Herkunftsort registrieren lassen. Die inzwischen hochschwangere Maria und ihr Verlobter Josef reisten daher von Nazareth nach Betlehem. Dort angekommen fanden die beiden keine Unterkunft, da alle Herbergen voll waren. Josef und Maria konnten nur noch in einem Stall unterkommen. Dort wurde dann ihr erstes Kind, Jesus, geboren. Da der Evangelist Lukas aber lediglich von vollen Herbergen und einer „Krippe“, einem Futtertrog, berichtet, in den Jesus nach der Geburt gelegt wurde, vermuten einige Theologinnen und Theologen, dass die junge Familie bei Verwandten von Josef untergekommen ist. Die Krippe haben sie daher vermutlich nur zufällig als Wiege genutzt. Außerdem beschreibt Lukas, wie ein Engel einigen Hirten ankündigt, dass in Bethlehem der Messias geboren worden sei… und die Hirten gingen nach Bethlehem und fanden das neu geborene Kind. Hier endet der Bericht des Evangelisten Lukas. Die Heiligen drei Könige zum Beispiel kommen in seiner Fassung der Weihnachtsgeschichte nicht vor.
https://www.kirche-rechtsrheinisch.de/wp-content/uploads/2021/12/Weihnachtsgeschichte-e1639644839315.jpg8731550https://www.kirche-rechtsrheinisch.de/wp-content/uploads/2020/02/logo2.png2025-12-26 08:58:572025-12-31 23:10:05Kirche2go fragt: Was ist die Weihnachtsgeschichte?
Pünktlich zu den festlichen Tagen lädt diese persönliche Weihnachtsbotschaft aus dem Segensbüro dazu ein, innezuhalten und auf die kleinen, guten Momente des Jahres zurückzublicken. Wo war Gott spürbar dabei? Zwischen Trubel und Tradition entsteht so Raum für Dankbarkeit, Ruhe und Segen. Wir wünschen euch allen da draußen „frohe und gesegnete Weihnachten“.
https://www.kirche-rechtsrheinisch.de/wp-content/uploads/2025/12/Weihnachtssegen-Sebastian.jpg10801920https://www.kirche-rechtsrheinisch.de/wp-content/uploads/2020/02/logo2.png2025-12-23 23:00:002025-12-31 23:10:05Weihnachten feiern – mit einem Moment des Segens
Musik, Besinnung und gemeinsame Wege durch die Weihnachtszeit: Auch zwischen den Feiertagen und zum Jahreswechsel laden zahlreiche Veranstaltungen in Köln und der Region dazu ein, die festliche Zeit bewusst zu gestalten. Ob weihnachtliche Orgelklänge, englische Chormusik, ein gemeinsamer Krippengang durch die Innenstadt, feine kammermusikalische Akzente oder ein festliches Silvesterkonzert – die aktuellen Wochentipps zeigen musikalische und spirituelle Vielfalt.
Der ökumenische Weihnachtsgottesdienst für die ARD aus dem Altenberger Dom mit Pfarrerin Claudia Posche wird heute um 16 Uhr im Programm „Das Erste“ ausgestrahlt.
„Tochter Zion, freue Dich“ – Weihnachtliche Orgelmusik
Der Evangelische Kirchenverband Köln und Region lädt am Donnerstag, 25. Dezember, 19.30 Uhr, zu einem festlichen Orgelkonzert in die Trinitatiskirche, Filzengraben 4, ein. Unter dem Titel „Tochter Zion, freue Dich“ gestaltet Wolf-Rüdiger Spieler den musikalischen Weihnachtsabend mit konzertanter Orgelmusik über bekannte weihnachtliche Lied- und Choralthemen. Das Konzert bildet den Abschluss der Orgelabendreihe des Jahres 2025. Der Eintritt ist frei, Spenden sind willkommen. www.trinitatiskirche-koeln.de
„A Ceremony of Carols“ – Englische Weihnachtsmusik
Zum Abschluss der Weihnachtstage lädt die Evangelische Kirchengemeinde Hürth am Freitag, 26. Dezember, 17 Uhr, in die Martin-Luther-King-Kirche, Villering 38, ein. In diesem besonderen Gottesdienst singt die Kantorei Auszüge aus „A Ceremony of Carols“ des englischen Komponisten Benjamin Britten – einem Werk, das mit gregorianisch anmutenden Melodien, lebhaften vierstimmigen Sätzen und Kanons die Weihnachtsgeschichte musikalisch eindrucksvoll nachzeichnet. www.evangelisch-in-huerth.de
Weihnachtlicher Krippengang durch die Kölner Innenstadt
Das Stadtführungsprogramm AntoniterCityTours lädt am Sonntag, 28. Dezember, 11 bis 13 Uhr, zu einem weihnachtlichen Krippengang mit Günter Leitner ein. Der Rundgang beginnt an der Kirche St. Maria in Lyskirchen, An Lyskirchen 10, und führt – sofern zugänglich – zu ausgewählten Krippen wie denen in den Kirchen St. Maria im Kapitol und Groß St. Martin. Die Teilnahme kostet 12 Euro, ermäßigt 10 Euro. www.antonitercitytours.de
Musikalische Sternstunde
Einen stimmungsvollen Ausklang des Jahres bietet die Evangelische Kirchengemeinde Köln-Brück-Merheim am Sonntag, 28. Dezember, 16 Uhr, in der Johanneskirche, Am Schildchen 15. Unter dem Titel „Weihnachtliche Musik für Blockflöte und Cembalo“ gestalten Meike Herzig (Blockflöten) und Anne-Catherine Bucher (Cembalo) eine feine musikalische Stunde mit festlichen und barocken Werken. Die Veranstaltung findet in Zusammenarbeit mit der Initiative „Lebendiges Brück“ statt. Der Eintritt ist frei. www.brueck-merheim.de
Silvesterkonzert für Orgel „zu vier Händen und vier Füßen“
Zu einem Silvesterkonzert an der Orgel im Altenberger Dom, Eugen-Heinen-Platz 2, „zu vier Händen und vier Füßen“ laden Kirchenmusikdirektor Jens-Peter Enk (Wuppertal/Altenberg) und Rolf Müller (Domorganist Altenberger Dom) am Mittwoch, 31. Dezember, 15.30 Uhr, ein. Zu hören ist Musik der Komponisten Maurice Ravel (Bolero), Wolfgang Amadeus Mozart, Johann Georg Albrechtsberger und anderen. Das Konzert wird am Neujahrstag, Donnerstag, 1. Januar, 15.30 Uhr, wiederholt. Der Eintritt ist frei. www.dommusik-aktuell.de
https://www.kirche-rechtsrheinisch.de/wp-content/uploads/2025/12/Wochentipps-Weihnachten-2025.jpg10801920https://www.kirche-rechtsrheinisch.de/wp-content/uploads/2020/02/logo2.png2025-12-23 23:00:002025-12-31 23:10:05Unsere Wochentipps: Alle Weihnachtsgottesdienste, Silvesterkonzert und weitere Highlights
Zum vierten Mal hat das Diakonische Werk Köln und Region am 4. Advent obdachlose und von Wohnungslosigkeit bedrohte Menschen zu einem kostenlosen weihnachtlichen Brunch in das Diakoniehaus Salierring eingeladen. Dort sind verschiedene Unterstützungen – insbesondere die Wohnungsnotfallhilfe, Fachberatung sowie weitere unterstützende Angebote – unter einem Dach gebündelt und miteinander vernetzt.
Begegnung auf Augenhöhe Ein leckeres Frühstücksangebot in einer Atmosphäre gegenseitiger Wertschätzung erwartete die Gäste. Im Tagestreff begrüßten ehren- und hauptamtliche Mitarbeitende in zwei Durchgängen insgesamt 75 Menschen im Alter von zwanzig bis 75 Jahren. Viele von ihnen hatten im Laufe des Jahres die Hilfsangebote des Fachdienstes „Wohnungslosenhilfe“ genutzt oder leben in einem der vom Diakoniehaus betreuten Wohnprojekte. Nun genossen sie weihnachtlich gestimmt das reichhaltige Frühstück und das Miteinander. „In einer Atmosphäre von gegenseitiger Wertschätzung bedankten sich die zufriedenen, gutgelaunten Gäste bei den Mitarbeitenden, die viel Spaß bei ihrer Arbeit hatten“, fasste Michael Lampa, Fachdienstleiter der Wohnungsnotfallhilfe, zusammen.
Wärme, Gemeinschaft und Geschenke
Diakoniehaus Salierring / Ecke Am Duffesbach
Im Diakoniehaus Salierring wird montags bis freitags von 8:30 bis 12:30 Uhr ein Frühstück und an festen Tagen regelmäßig ein Mittagessen angeboten. „Wir frühstücken hier jeden Werktag“, sagte ein Stammgast. „Hier herrscht immer eine gute Atmosphäre“, würdigte er die zuvorkommenden Mitarbeitenden. „Wir sind froh, dass es dieses Angebot weiterhin gibt.“ Sein Nachbar ergänzte, dass es ihm gar nicht so sehr um das Essen gehe. „Ich finde es besonders schön, hier Leute treffen und sprechen zu können“, will er diese Anlaufstelle nicht missen.
„Ein schöner Tag voller menschlicher Wärme“ Zum Abschluss erhielten die Gäste Geschenktüten mit Weihnachtsgebäck, Schokolade, einen Supermarkt-Einkaufsgutschein über 25 Euro und, auf Wunsch, auch Rauchwaren. Zudem konnten sie sich über warme Socken freuen: Mitglieder der Initiative Hobbyschneiderin24 hatten im Laufe des Jahres über 200 Paar gestrickt und gespendet. „In Zeiten von steigenden Preisen wird der Einkauf immer schwieriger und der Besuch eines Weihnachtsmarkts für viele zum Luxusgut“, so Lampa. „Darum möchten wir mit unserer Aktion etwas weihnachtlichen Glanz in das Leben von Menschen in Armut bringen. Ganz besonders freuen wir uns aber darüber, dass es für alle ein sehr schöner gemeinsamer Tag voller menschlicher Wärme war.“
Diakoniespende stärkt Krankenwohnung Bis Ende September 2026 ist das Diakoniehaus Salierring Empfänger der aktuellen Diakoniespende des Evangelischen Kirchenverbandes Köln und Region. Jeder gespendete Cent wird vom Kirchenverband bis zu einem Gesamtbetrag von 100.000 Euro verdoppelt. Der Erlös soll primär für die Erweiterung und Modernisierung der Krankenwohnung in der Einrichtung am Salierring / Ecke Am Duffesbach eingesetzt werden. Mehr Informationen zur Diakoniespende finden Sie hier.
https://www.kirche-rechtsrheinisch.de/wp-content/uploads/2025/12/DSC_9089.Hauptamtliche-im-Diakoniehaus-Salierring.-Weihnachtsbrunch-2025.-E.-Broich-scaled-1.jpg14392560https://www.kirche-rechtsrheinisch.de/wp-content/uploads/2020/02/logo2.png2025-12-23 23:00:002025-12-31 22:00:08Traditioneller Weihnachts-Brunch für Wohnungslose im Haus Salierring
Gerade in der Weihnachtszeit, wenn sich viele Menschen nach Nähe und Austausch sehnen, kann es besonders wohltuend sein, mit anderen Menschen zu sprechen und das auszusprechen, was einen belastet oder bedrückt. In solchen schwierigen Lebenssituationen kann die Evangelische TelefonSeelsorge Köln eine wichtige Anlaufstelle sein. Hier finden Ratsuchende Menschen, die ihnen zuhören, Verständnis zeigen und mit ihnen gemeinsam nach Lösungen suchen. Egal, ob es um persönliche Fragen, Probleme oder Ängste geht, die freiwilligen Mitarbeitenden der TelefonSeelsorge nehmen sich Zeit für jedes Anliegen und bieten anonyme Beratung an.
Besonders an Heiligabend, den Weihnachtsfeiertagen und auch danach steht die TelefonSeelsorge rund um die Uhr zur Verfügung, um Menschen in einsamen Momenten beizustehen und ihnen eine offene und einfühlsame Gesprächspartnerin oder Gesprächspartner zu bieten. Die kostenfreie und anonyme Erreichbarkeit unter den Telefonnummern 0800 1110111 und 0800 1110222 macht es leicht, Hilfe in Anspruch zu nehmen und seine Gedanken und Sorgen zu teilen. Niemand muss alleine sein, denn die Evangelische TelefonSeelsorge Köln ist da, um Menschen in schwierigen Zeiten beizustehen und ihnen eine unterstützende Hand zu reichen.
Telefonnummer
Erreichbar ist die Telefonseelsorge unter 0800 1110111 und 0800 1110222 (kostenfrei und anonym).
https://www.kirche-rechtsrheinisch.de/wp-content/uploads/2025/12/Adventskalender-2025-scaled-1.jpg14402560https://www.kirche-rechtsrheinisch.de/wp-content/uploads/2020/02/logo2.png2025-12-23 10:00:512025-12-30 23:00:07Evangelische TelefonSeelsorge Köln ist rund um die Uhr da – auch an Weihnachten