Konfis aus dem Rechtsrheinischen haben fußballerisch die Nase vorn

Es gibt auch Nachrichten, die keine Schrecken verbreiten. Nachrichten, die Geschichten erzählen, die nicht von Viren handeln und die uns positiv bewegen. Das hier ist so eine. Es ist ein Bericht über den Konfi-Cup der Kirchenkreise Köln-Nord, -Mitte und -Rechtsrheinisch.

Konfis aus dem Rechtsrheinischen haben fußballerisch die Nase vorn

Diesen Sieg kann man wohl mit Fug und Recht als verdient bezeichnen. Mit einem 4 zu 1 gewannen Konfirmandinnen und Konfirmanden der Heilig-Geist-Kirchengemeinde aus Bergisch Gladbach den Konfi-Cup der Kirchenkreise Köln-Nord, -Mitte und –Rechtsrheinisch.

Im Finale unterlegen waren die jungen Kickerinnen und Kicker aus Köln-Lindenthal, die sich den Bergisch Gladbachern bereits in der Vorrunde geschlagen geben mussten. Den Bergischen Triumph vollkommen, machte der dritte Platz der zweiten Heilig-Geist-Truppe, die die Gemeinde in den Soccer Dome nach Troisdorf-Spich geschickt hatte.

Besiegt wurden im Spiel um Platz 3 die Nachbarn aus Schildgen, die sich im Halbfinale erst nach hartem und spannendem Kampf von den Lindenthalern mit einem knappen 6 zu 7 ausschalten ließen. Zehn Mannschaften waren vor Ort, die sich in der Vorrunde in zwei Gruppen maßen. Die Schlusstabelle der Gruppe A sah die Schildgener am Ende vorn.

Ihnen folgte die zweite Mannschaft der Heilig-Geist-Kirche, Riehl, Poll/Deutz 2, Gnadenkirche 1 und die Gemeinde Köln.  In der Gruppe B stand am Ende die Heilig-Geist-Kirche 1 vor Lindenthal, Poll/Deutz 2, Gnadenkirche 2 und Höhenhaus.

Attraktive Preise für die Sieger

Arno Kühne vom Jugendreferat Köln-Mitte hatte das Turnier maßgeblich organisiert, das schon seit einigen Jahren in Troisdorf-Spich ausgetragen wird. „Dort sind die Bedinungen für uns optimal“, verweist Kühne vor allem auf die Möglichkeit, an einem Samstagmorgen vier Plätze zeitgleich bespielen zu können. Nur dadurch könne man das ehrgeizige Ziel erreichen, das Turnier in vier Stunden abgewickelt zu haben. Das Teilnehmerfeld sei so groß gewesen, wie in den vergangenen Jahren.

„Wir setzen voraus, dass immer zwei Jugendliche vom anderen Geschlecht auf dem Platz stehen“, berichtete Kühne von einer Besonderheit der Veranstaltung. „Das bereitet manchen Gemeinden Schwierigkeiten, eine Mannschaft zu stellen.“ Es sei zwar ausdrücklich erlaubt und sogar erwünscht, dass sich Gemeinden zu diesem Zweck zusammenschließen. „Aber das bereitet vor Ort wohl organisatorische Probleme“, mutmaßt der Jugendreferent.

Attraktive Preise konnten die Sieger mit nach Hause nehmen. Dank guter Kontakte zum 1. FC Köln und Bayer Leverkusen gab es Karten für ein FC-Heimspiel und eines von Bayer. Dazu noch Karten für das Bundesligaspiel der FC-Frauenmannschaft gegen Bayern München. Und für ein Heimspiel von Fortuna Köln. Dass die Bergisch Gladbacher die Bayer-Karten wählten, war wohl der direkten Nachbarschaft geschuldet. Die Lindenthaler haben es auch nicht weit zum FC im benachbarten Müngersdorf.

Positives Fazit

„Wir wollten die Jugendarbeit mit theologischer Arbeit verbinden. Das ist hervorragend gelungen“, zog Kühne ein positives Fazit. „Wir haben den Konfis gezeigt, dass Kirche mehr ist als Bibelarbeit. Kirche bildet das Leben ab. Man kann in ihr sehr viel Spaß haben.“

Text: Stefan Rahmann/APK
Foto(s): Stefan Rahmann

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Kirche2go – eine Handybotschaft von Superintendent Markus Zimmermann

Besondere Zeiten erfordern besondere Maßnahmen! Pfarrer und Superintendent Markus Zimmermann wendet sich zum ersten mal per Handybotschaft an die Menschen, die in dieser Zeit Trost, Zuwendung und Ansprache suchen. Ob per Skype, Chatrooms, Liveschaltungen von Gottesdiensten, Andachten oder Botschaften per Computer oder Handy. Die Wege des Herren sind vielfältig, oft ungewöhnlich, oftmals neu aber immer wieder so spannend und einmalig, dass wir uns nur wundern können, was alles möglich ist.

Lassen wir uns darauf ein, kann eine neue und großartige Kommunikationsform entstehen. Gehen wir diese Wege gemeinsam denn, so Zimmermann, „es ist doch so wunderbar formuliert im Neuen Testament: Gott hat uns nicht den Geist der Furcht sondern der Kraft der Besonnenheit und der Zuversicht gegeben. Gerade das jetzt zu sagen und zu leben, ist besonders wichtig.“ Bleiben wir zuversichtlich und besonnen –  achten und helfen wir einander – das ist das Gebot der Stunde!

Weitere Filme gibt es auf unserem Youtubekanal.  Jetzt reinklicken und abonnieren unter dem neuen Link: www.youtube.com/kirchekoeln

Der gesamte Wortlaut zum Nachlesen:

Ja es sind schon sehr ungewöhnliche und herausfordernde Wochen, in denen wir zur Zeit leben. Die Sorge um die Ausbreitung des Coronavirus betrifft uns alle. Natürlich auch in der Kirche. Was ist jetzt geboten? Sicher auf die Anweisungen und Empfehlungen derer zu hören, die Expertinnen und Experten sind und denen es einzig und allein darum geht, dass möglichst wenig Menschen von dem Coronavirus betroffen sind und dass die Kapazitäten in den Krankenhäusern für die, die es besonders schlimm trifft ausreichen. Daran halten wir uns als Kirche natürlich auch, aber wir haben noch einen anderen Auftrag: nämlich gerade jetzt unseren Glauben öffentlich zu machen. Wenn nicht in Gottesdiensten dann auf eine andere Weise. Und es ist und bleibt ein Glaube der Zuversicht. Es ist doch so wunderbar formuliert im Neuen Testament: Gott hat uns nicht den Geist der Furcht sondern der Kraft der Besonnenheit und der Zuversicht gegeben. Gerade das jetzt zu sagen und zu leben, ist besonders wichtig. Besonnenheit heißt, das wir sehr ernst nehmen, vielleicht sogar ernster als wir es über viele Wochen getan haben, dass dieses Coronavirus eine Pandemie ist und das es wichtig ist, sich davor zu schützen und vor allem andere zu schützen. Besonnenheit heißt aber auch nicht in eine Weltuntergangsstimmung zu geraten oder sich an den Hamsterkäufen zu beteiligen. Besonnenheit heißt, einen klaren Kopf zu bewahren und Vertrauen zu haben. Dennoch: wenn jetzt viele Türen auch die Kirchentüren geschlossen sind, weil sie geschlossen bleiben müssen, so hat sich Gott nicht verbarrikadiert. Unser Glaube vertraut darauf, dass die liebende Begleitung Gottes auch gerade jetzt sichtbar und wahrnehmbar wird. Nicht dadurch, dass wir uns gegenseitig die Hände schütteln aber dadurch dass wir füreinander da sind. Vor allem älteren Menschen helfen und Respekt haben dadurch, dass wir vorsichtiger miteinander umgehen. Besonnenheit heißt aber auch, in der Zuversicht zu leben, dass wir diese herausfordernde Zeiten überstehen werden, weil Gott es so will. Besonnenheit heißt, diese Zuversicht auch anderen zu vermitteln Besonnenheit heiß, auf die liebe Gottes zu vertrauen die uns zugesagt ist. Ich wünsche ihnen viel Kraft, Liebe und Besonnenheit gerade jetzt. Ich wünsche ihnen, dass sie nicht in Panik geraten und das nicht Furcht das Bestimmende ist. Und ich wünsche ihnen und vor allem hoffe: bleiben sie gesund oder werden sie bald wieder gesund!

Text: APK
Foto(s): APK

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Live-Gottesdienste im Internet, Podcasts, Hausgottesdienste und „Zeitgleich-Gottesdienste“ am Sonntag, 22.3.2020, in Köln und Region

Not macht erfinderisch und setzt Ideen und Kreativität frei. Das erleben auch die Kirchengemeinden im Gebiet es Evangelischen Kirchenverbandes Köln und Region. Denn gemäß der Allgemeinverfügung der Stadt Köln dürfen bis zum 19. April keine Gottesdienste in den Kirchen gefeiert werden.

„Zeitgleich-Gottesdienst“ und „Gottesdienste to go“ in Köln-Bayenthal

Die Evangelische Kirchengemeinde Köln-Bayenthal bietet ab Sonntag, dem 22. März, einen „Zeitgleich-Gottesdienst“ als Audio-Podcast auf ihrer Homepage an. Nach dem Glockenläuten sind alle eingeladen, den Gottesdienst in ihren Häusern ab 10.30 Uhr mitzufeiern. Der Gottesdienst kann als Audio-Datei gehört werden. Alle Texte, inklusive Predigt, stehen auf der Homepage als Download bereit. Wer kein Internet hat, kann die Texte ab Samstagabend an der Kirchentür der Reformationskirche, Goethestraße, Ecke Mehlemer Straße in 50968 Köln abholen. In den Umschlägen mit der Aufschrift „Gottesdienst to go“ befinden sich alle ausgedruckten Texte des Gottesdienstes.

Kinderkirche im Wohnzimmer

Auch für Kinder hat die Gemeinde ein Angebot. Unter dem Motto „Kinderkirche im Wohnzimmer“ bietet sie auf der Homepage eine biblische Geschichte als Story-App (Video-Datei) und als Download-Text, kindgerechte Gebete und einen Bastelbogen an. Außerdem gibt es zwei Lieder zum Anhören und Mitsingen. So können auch Familien in ihren eigenen vier Wänden „Kinderkirche im Wohnzimmer“ feiern.
www.kirche-bayenthal.de

Virtuelle Gebetsgemeinschaft

In der Ev. Christusgemeinde Brauweiler-Königsdorf entsteht seit vergangenem Sonntag eine virtuelle Gebetsgemeinschaft durch das Hausgebet: „Jede Woche verfassen wir Pfarrer abwechselnd eine kleine Broschüre mit Liturgie, einem geistlichen Einstieg, Predigttext des Sonntags und Fürbitten“, erläutert Pfarrer Christoph Nötzel das Konzept. „Statt einer fertigen Predigt oder Andacht geben wir zu den Predigttexten Denkanstöße, die zum Gespräch in der Familie oder zu eigenen Gedanken anregen sollen.“

Hausgebet

Sonntags um 11 Uhr, wenn in den beiden Kirchen in Brauweiler und Königsdorf die Glocken läuten, können die Menschen dann gemeinsam, jeder bei sich zu Hause, die Andacht feiern und trotz Distanz Nähe erleben. Das Hausgebet ist als Broschüre an den Schaukästen vor den Kirchen oder auf der Website der Gemeinde erhältlich. „Es kann gerne an die weitergegeben werden, die zurzeit nicht aus dem Haus können,“ sagt Nötzel weiter.
www.ev-christusgemeinde.de


Gottesdienste im Internet auf YouTube bieten unter anderem die folgenden Gemeinden an:

Evangelische Kirchengemeinde Pulheim
22.03.20, 9:30 Uhr
www.kirchepulheim.de
www.youtube.com/kirchekoeln

Evangelische Philippus-Kirchengemeinde Köln-Raderthal
22.03.20, 10 Uhr
www.kirche-raderthal.de
www.youtube.com/channel/UCSSrUWBVfLxO-IT928uyt2w

Evangelische Brückenschlag-Gemeinde Köln-Flittard/Stammheim
LIVE – 22.03.20, 10:30 Uhr
www.facebook.com/brueckenschlaggemeinde
www.youtube.com/channel/UC4K6Sin90qUywbet5fuwwxQ

Evangelische Kirchengemeinde Bickendorf
LIVE – 22.03.2020, 10:45 Uhr
www.gemeinde-bickendorf.de
www.youtube.com/channel/UCOTA2Z0Bg60Ihi1o0y45bdA

Evangelische Kirchengemeinde Wesseling
LIVE – 22.03.2020, 11 Uhr
www.evangelisch-wesseling.de
www.youtube.com/channel/UCaKfRDs6Ch9P5gtEu0GHvSQ


Weitere Videoangebote der Kirchengemeinden und des Evangelische Kirchenverbandes Köln und Region finden Sie auf
www.kirche-koeln.de.

Tipp:

Abonnieren Sie unserem YouTube-Kanal „kirchekoeln“ und bleiben Sie stets auf dem Laufenden.

Text: APK
Foto(s): APK/Thorsten Levin

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Superintendentin Susanne Beuth: „Soziale Netze schaffen, die jeden tragen können!“

Die Passionszeit ist in diesem Jahr von einem besonderen Ereignis geprägt:Das Coronavirus wirbelt unsere sozialen Netze und Verhaltensweisen durcheinander und stellt alles, was wir bisher als „normal“ empfinden auf den Prüfstand. Die Angst geht um: Die Angst, einen geliebten Menschen zu verlieren, seinen Job nicht behalten zu können, Freunde nicht mehr sehen zu dürfen oder einfach vertrauten Gewohnheiten nicht mehr nachgehen zu können.

Obdachlose

Doch es gibt Themen die bleiben, sowohl während als auch nach der Krise. Pfarrerin und Superintendentin Susanne Beuth weiß, dass besonders jetzt die Menschen leiden, die kein Dach über dem Kopf haben. „Ich bin froh, dass es für diese Menschen immerhin auch ein Netz gibt, dass sie in unserer Stadt Köln tragen kann“, so Pfarrerin Beuth.

Unsere Gesellschaft ist in diesen schweren Zeiten besonders herausgefordert, auch diese Menschen nicht aus den Augen zu verlieren. Das gilt für jede einzelne und jeden einzelnen von uns. Es ist unsere Aufgabe, sie so stark es eben möglich ist, in unsere sozialen Netzwerke zu integrieren. „Social Distance“ darf keine Entschuldigung dafür sein, Menschen am Rande unserer Gesellschaft zu ignorieren oder wegzuschauen! Jeder Mensch zählt!

Weitere Videos? Dann klicken Sie sich rein und abonnieren Sie unseren Videokanal auf YouTube: https://bit.ly/2JDf32o 

Der ganze Beitrag zum Nachlesen:

Passionszeit

Zeit bei dem Weg durch die Stadt auch das Leiden in den Blick zu nehmen.

Ein Ort, Habseligkeiten eines Menschen, ein Zuhause. Immerhin trocken. Ich denke darüber nach, was das für ein Mensch ist, vielleicht jemand, wie ein Bekannter von mir. Sehr plötzlich wollte er sich von seiner Freundin trennen, schaffte seine Sachen zu seinen Eltern und wohnt jetzt bei einem Freund. Bis er eine eigene Wohnung gefunden hat.

Das ist nicht leicht in Köln, besonders wenn sie bezahlbar sein soll. Zwei Monate sind schon ins Land gegangen. Immerhin – er hat ein Netz aus Verwandten und Freunden, das ihn in dieser schwierigen Zeit trägt. Andere Schicksale sind trauriger. Menschen, die schon lange auf der Straße leben, deren Netze irgendwann zerrissen sind, aus den unterschiedlichsten Gründen. Ich bin froh, dass es für diese Menschen immerhin auch ein Netz gibt, das sie in unserer Stadt Köln tragen kann.

Orte der Hoffnung, organisiert von Kirchen und Selbsthilfeorganisationen. Orte, an denen man essen, sich waschen, duschen, schlafen, ins Internet gehen oder die Post abholen kann. Orte vor allen Dingen aber, an denen man mit Namen bekannt ist oder in denen man als Mensch wahrgenommen wird, neue Kontakte knüpft, Gemeinschaft findet, ein neues Netz schaffen kann. Orte der Hoffnung – vielleicht auch einmal auf ein eigenes Dach über dem Kopf.

Text: APK
Foto(s): APK/Thorsten Levin

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Stadt Köln bittet um Nachbarschaftshilfe – Wir sind dabei!

Die einen suchen Hilfe, die anderen möchten helfen. Immer häufiger erfahren wir von Angeboten, mit denen sich Menschen ihren Mitmenschen zuwenden. Bei der Vielzahl von wachsenden und hinzukommenden Initiativen könnte man leicht den Überblick verlieren. Aus diesem Anlass haben wir eine Übersichts-Seite erstellt, auf der Sie alle Angebote der Gemeinden in Köln und Region vorfinden können. Sie finden diese Seite ab sofort auf unserer Startseite in der Navigation auf der rechten Seite.

Wir aktualisieren die Seite zwar laufend, doch besteht infolge der gestiegenen Dynamik kein Anspruch auf Vollständigkeit. Wenn Sie von  Internetseiten von evangelischen Kirchengemeinden aus dem Gebiet des Evangelischen Kirchenverbandes wissen, die fehlen, schreiben Sie uns bitte: pressestelle@kirche-koeln.de. Die Seite wird regelmäßig aktualisiert.

Wenn Ihre Gemeinde nicht auf dieser Seite aufgelistet ist und Sie Hilfe benötigen, dann sprechen Sie Ihre Pfarrrerin oder Ihren Pfarrer vor Ort an. Ihre zuständige Gemeinde können Sie hier finden.

Auch unser Diakonisches Werk Köln und Region beteiligt sich an einer ökumenischen Nachbarschafts-Initiative unter dem Namen „Kölsch Hätz“- Zusammen mit der Caritas und der Stadt Köln engagieren sich hier eine Vielzahl freiwilliger Helferinnen und Helfer für ihre Nachbarn im jeweiligen Veredle. Sie erreichen die Vermittlungsagentur wie folgt:

0221-56957816
Coronahilfen@caritas-koeln.de

Die Voraussetzungen, um hier mitzumachen, finden Sie im unten stehenden Aufruf der Stadt Köln.


Aufruf der Stadt Köln

Die Corona-Pandemie schränkt zunehmend Menschen in ihrem häuslichen Alltag ein. Das betrifft einerseits Infizierte und deren Kontaktpersonen, die sich in Quarantäne befinden. Andererseits betrifft es gefährdete Menschen (Vorerkrankte und ältere Menschen), für welche die Erledigung täglicher Aufgaben derzeit mit einem hohen Risiko verbunden ist. Zudem kann der Fall eintreten, dass diejenigen, die üblicherweise die Versorgung übernehmen, selbst unter Quarantäne stehen.

Nachbarn helfen – Aushang im Treppenhaus

Viele Menschen helfen sich gegenseitig – Familie, Freunde und Nachbarn. Es gibt jedoch auch Menschen, die auf eine solche Unterstützung nicht zugreifen können. Solidarität untereinander ist in diesen Zeiten besonders wichtig! Achten Sie daher verstärkt auf Mitmenschen, die alleine leben und leisten Sie bitte die benötigte Unterstützung. Vielleicht braucht jemand im nachbarschaftlichen Umfeld Hilfe beim Einkaufen oder der Hund muss ausgeführt werden. Falls kein Kontakt zu den Nachbarn besteht, gibt es zum Beispiel die Möglichkeit, per Aushang im Treppenhaus Hilfe anzubieten oder zu suchen.

Voraussetzungen für Hilfesuchende und Helfende

Als Freiwillige eignen sich alle Bürgerinnen und Bürger, die nicht mit dem Corona-Virus infiziert sind, sich nicht in Quarantäne befinden und nicht zur Risikogruppe zählen. Damit die Hilfe auch wirklich den Bedürftigen zukommt, bittet die Stadt Köln darum, das oben genannte Angebot nur dann in Anspruch zu nehmen, wenn anderweitige Möglichkeiten ausfallen.

Hashtag #inKöllezuHus und nebenan.de

Unter dem Hashtag #inKöllezeHus ruft die Stadt Köln dazu auf, eigene Beiträge zu teilen, um Freundinnen und Freunden zu zeigen, warum es jetzt besonders wichtig ist, zu Hause zu bleiben. Gerne können darunter auch Hilfsangebote, Hinweise auf Initiativen in Köln oder Tipps, wie man sich die Zeit zu Hause sinnvoll vertreiben kann, gepostet werden. Viele Bürgerinnen und Bürger bieten bereits auf verschiedenen Plattformen ihre Hilfe an. So kann zum Beispiel auch die Nutzung der Internetplattform „nebenan.de“ helfen, sich mit Nachbarn im echten Leben zu verbinden. Hier kann man ganz einfach mit der eigenen Hausgemeinschaft, der Nachbarschaft oder den angrenzenden Nachbarschaften kommunizieren.

Obwohl in der aktuellen Lage ein gesellschaftliches Auseinanderrücken geboten ist, appelliert die Stadt Köln – selbstverständlich unter Beachtung der bestehenden Verhaltensregeln – zusammenzuhalten, um denjenigen zu helfen, die unsere Unterstützung am dringendsten brauchen. Gemeinsam wird es gelingen, die Versorgung aller Betroffenen sicherzustellen – Danke für Ihre Unterstützung!

Text: Stadt Köln – Die Oberbürgermeisterin/APK
Foto(s): Kölsch-Hätz

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Corona-Krise und christliches Leben – Statement von Pfarrer Bernhard Seiger, Stadtsuperintendent des Evangelischen Kirchenverbandes Köln und Region zur aktuellen Lage

Die letzten Wochen und Tage unter dem Eindruck der Corona-Epidemie beschäftigen jeden von uns. Alltägliche Abläufe sind von jetzt auf gleich verändert, die Nachrichten und die politische Entscheidungslage ändern sich in rasantem Tempo. Die Begrenzung der Ausbreitung des Coronavirus und der Schutz von Menschenleben, insbesondere von alten und vorerkrankten Menschen hat Vorrang vor allen anderen berechtigten Anliegen und Wünschen. Fragen stellen sich, mit denen man sich nie zuvor befassen musste. Es stellen sich zahlreiche Fragen zu gesundheitlichen, politischen, wirtschaftlichen, rechtlichen und technischen Themen, und das jeden Tag in neuen Konstellationen. Das Arbeitsleben, das wirtschaftliche Leben und die Freizeitgestaltung ändern sich so deutlich, wie sich das vor Wochen kaum jemand hätte vorstellen. Das kirchliche Leben hat sich ebenfalls stark verändert und stellt uns vor Herausforderungen und Chancen Wir lernen ständig dazu und bewerten Informationen immer wieder neu.

Unterstützung für behördliche Entscheidungen

Wir unterstützen als Kirchen die Maßnahmen der Regierung und der staatlichen Behörden zum Schutz der Bevölkerung und ermutigen zum verantwortlichen Handeln jedes Einzelnen.

Für das gemeindliche Leben ergeben sich aus dieser Lage tiefgreifende Einschnitte, da sich das öffentliche und soziale Leben deutlich und spürbar verändert. Diese Einschnitte sind notwendig – zugleich fordern sie uns heraus, neu zu überlegen, wie Christen ihr Gemeinschaftsleben neu organisieren und welche Chancen in den vielfältigen digitalen und anderen medialen Möglichkeiten bestehen.

Wie geht gemeindliches Leben jetzt weiter?

Öffentliche Gottesdienste mit Live-Begegnung werden nun aus Fürsorgegründen nicht mehr gehalten. Wir werden sehen, wie lange das geht. Es werden nicht nur Veranstaltungen und Freizeiten abgesagt und kirchliche Kindertagesstätten geschlossen, sondern die Gemeinden sind auf dem Weg, kreative Möglichkeiten zu entwickeln, die einem Orientierung und Impulse und Halt geben können.

Zu nennen sind:
  • Live-Übertragungen von lokalen Gottesdiensten auf Gemeinde-Homepages und in sozialen Netzwerken
  • Gottesdienste im Radio und im Fernsehen. Die Seite rundfunk.evangelisch.de führt vielfältige Möglichkeiten auf.
  • „Gottesdienste to go“, das heißt, vor Kirchen werden Predigten und Gebete zum Mitnehmen auf Wäscheleinen gehängt.
  • Geöffnete Kirchen. Solange es noch erlaubt ist und verantwortlich mit dem erforderlichen Abstand umgegangen wird, werden verschiedene Kirchen für Einzelbesucher zum persönlichen Innehalten und zum Gebet offen gehalten.
  • Seniorinnen und Senioren, die nicht digital affin sind, nützen die neuen Angebote meistens wenig. Hier helfen Telefonketten, die in Gemeinden organisiert werden, so dass man die Einsamkeit durch den direkten und regelmäßigen Kontakt etwas mildert.
  • Gemeinden organisieren ehrenamtliche Bringdienste, um Versorgung von Menschen zu unterstützen, die das Haus zur Zeit nicht verlassen sollten.
  • Viele weitere Ideen und Experimente und Initiativen werden in den nächsten Wochen entstehen.
  • Unserer Telefonseelsorge ist rund um die Uhr besetzt und kann über die kostenlose Rufnummer 0800 111 0 111 angerufen werden.

Zuversicht und Verbundenheit

Es zeigt sich in diesen Wochen, wieviel vom Geist der Zuversicht und der Nächstenliebe in unseren Gemeinden und in der Nachbarschaft lebendig ist und Menschen gut tut, gerade denen, die eher am Rande und stiller leben. Manche trifft die Krise auch seelisch und wirtschaftlich viel härter, als man sich vorstellen kann. Das Motto dieser Karnevalssession hieß: „Et Hätz schleiht em Veedel“. Wir haben damals noch nicht geahnt, wie aktuell und lebensnotwendig dieses Motto für uns alle ist! Ich vertraue sehr auf den Zusammenhalt, die Rücksichtnahme, die soziale Initiative und die Kreativität von ganz vielen.

Glockenläuten und Gemeinschaft

Ich habe in diesen Tagen an einen Bericht von vor etwa hundert Jahren gedacht, der von einem tief verschneiten Tal in den Alpen erzählt. In der Weihnachtszeit war das Tal durch die Schneemassen so von der Außenwelt abgeschnitten, dass keine Wege mehr gegangen werden konnten, niemand von den ferneren Höfen im Tal konnte mehr zu den Gottesdiensten in der Kirche des Hauptdorfes kommen. Aber die Glocken riefen zum Gebet. Und jeder, auch Kilometer entfernt, hörte den Klang in der ruhigen Zeit und wusste: Jetzt singen und beten einige andere im Dorf und denken an uns. Und sie haben das dann zuhause auch getan. Eine Brücke zwischen Menschen, die zusammen gehören und als Christinnen und Christen verbunden miteinander waren. Die Glocken waren die Brücke. Es waren intensive Weihnachtstage, die über Generationen in Erinnerung geblieben sind.

Was wäre, wenn wir genauso leben?

Nun leben wir nicht in einem abgeschiedenen Tiroler Tal, sondern in städtischem Umfeld, aber sonst ist vieles in diesen ruhigeren Krisentagen gleich. Jede unserer Kirchen läutet das Tagesläuten und sie lädt zur üblichen Gottesdienstzeit am Samstag oder Sonntag zum Gebet und zum Gottesdienst ein. Was wäre, wenn wir das Läuten der Kirche „im Veedel“ oder „im Dorf“ wieder bewusster als Einladung zum Innehalten nutzen?

Zutaten zum Hausgottesdienst

Was wäre, wenn wir in den Gemeinden das übliche Gottesdienstläuten selbstverständlich beibehalten und einladen, eben auch um 10 Uhr oder 11 Uhr oder wann auch immer es üblich ist, innehalten und einen kleinen Hausgottesdienst feiern? Mit Lied, Psalm, Gebet, Bibel-Lesung, einem kurzen Impuls zur Auslegung von denen, die sonst vor Ort verkündigen, Lied, Fürbitte, Vaterunser, Bitte um den Segen?

Man ist dann zuhause an einem sicheren Ort allein oder zu zweit oder als Familie oder im kleinen Freundeskreis, aber weiß: Jetzt singen und beten einige andere in der Nachbarschaft und denken auch an mich. Und dann feiern sie zuhause mit denselben Schätzen mit. Eine Brücke zwischen Menschen, die zusammen gehören und als Christen miteinander verbunden sind. Die Zutatenliste kann an einer Wäscheleine vor der Kirche hängen oder auf der Homepage verfügbar sein oder per Mail versandt werden oder in Briefkästen geworfen werden.

Ich kann mir in diesen überraschenden und bewegten Tagen viel denken und vorstellen, aber vor allem die Bewährung der Haltung der ersten Christen: „Gott hat uns nicht gegeben den Geist der Furcht, sondern der Kraft und der Liebe und der Besonnenheit.“ (2. Timotheus 1,7).

Text: Bernhard Seiger
Foto(s): Bernhard Seiger

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„Kirche ist da, wo die Menschen sich gegenseitig Mut machen“ – Video-Gottesdienst der Evangelischen Kirchengemeinde Mülheim am Rhein

Seit dem vergangenen Wochenende sind Gottesdienste in Köln verboten. Der Schutz der Gesundheit der Menschen geht vor. Sebastian Baer-Henney, Pfarrer in der Evangelischen Kirchengemeinde in Mülheim am Rhein findet das „vernünftig und trotzdem schade.“ Und so hält er seine Eindrücke in einem Video fest.

Leere Kirche

Darin gibt der Pfarrer an, das ihm etwas fehlt. „Ich sitze sonntags da und fühle mich komisch, denn ich kann meiner Aufgabe nicht nachkommen, den Menschen in Zeiten von Corona Trost zu spenden“ erzählt der junge Pfarrer auf seinem Blog „relevanzvakanz“.

Baer-Henney steht am Sonntag vor seiner Kirche. Er tritt hinein und niemand ist da. Nur das Echo der geöffneten Kirchentüre klingt in dem Raum, an dem eigentlich zwei Gottesdienste gefeiert hätten werden sollen. Dabei bräuchten die Menschen in diesen Zeiten besonders „Kraft, Liebe und vor allem Besonnenheit“.

Win-Win Situation

Dem Pfarrer wird klar, dass er das Gefühl braucht, „zumindest ein wenig tun zu können“, schreibt er in seinem Blog. Und ihm wird bewusst, dass es anderen auch so gehen könnte.

So entstand seine Idee, die Gemeinde predigen zu lassen. Baer-Henney beschreibt, dass er seine Gemeine angeschrieben hat. Er bat sie, einen Trostvers einzusprechen und ihm zu senden. Denn „Kirche ist nicht nur da, wo sonntags einer steht und predigt. Kirche ist da, wo die Menschen sich gegenseitig Mut machen und gegenseitig das zusprechen, was ich eigentlich auch nicht besser sagen könnte.“

Sebastian Baer-Henney hat die Trostverse zusammengefügt und teilt sie mit seiner Gemeinde und allen, die darin Trost finden möchten:

Kraft, Liebe und Besonnenheit

Das Ergebnis, das der Pfarrer #schwarmpredigt tituliert, hat er in einem Video festgehalten:

Mehr über Pfarrer Sebastian Baer-Henney finden Sie hier:

www.relevanzvakanz.wordpress.com

Text: APK
Foto(s): APK / relevanzvakanz.wordpress.com

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Video-Gottesdienste: „Einfach mal trauen – oder Not macht erfinderisch“

Viele Kirchen sind am vergangenen Wochenende wegen des Coronavirus geschlossen geblieben. Auf Gottesdienste mussten Gemeindemitglieder dennoch nicht überall verzichten. Ein Beispiel aus der Evangelischen Brückenschlag-Gemeinde Köln-Flittard/Stammheim zeigt, wie Video-Gottesdienste aussehen können.

Es war der letzte Gottesdienst von Vikarin Jennifer Scheier in der Gemeinde, und eigentlich wäre dieser Gottesdienst dem Coronavirus zum Opfer gefallen. Denn die Vikarin wechselt von der Gemeinde in Köln-Flittard/Stammheim nach Bergisch Gladbach, wo sie als Pfarrerin im Probedienst arbeiten wird. Dass dieser Gottesdienst im Internet stattfinden konnte, hat Pfarrer Thomas Fresia organisiert. Mit einem iPad und einem iPhone streamte er Liturgie, Lieder und Predigt auf Facebook. Mehr als 260 Mal ist das Video inzwischen aufgerufen worden, am Sonntagmittag waren es rund 120.

Wie in Köln-Flittard/Stammheim fällt die Entscheidung zum Live-Stream eines Videogottesdienstes in der jetzigen Zeit oft spontan. Dabei geht eine Übertragung schon mit einem Smartphone, das mit dem Internet verbunden ist und auf dem zum Beispiel ein Nutzer auf Facebook angemeldet ist. Auch in der Pressestelle des Evangelischen Kirchenverbandes Köln und Region fragten einige Gemeinden nach und ließen sich beraten. So wird es am kommenden Wochenende voraussichtlich noch mehr Online-Gottesdienste aus Köln und Region geben. Auf der Internetseite www.kirche-koeln.de wird die Online-Redaktion Ende der Woche einen Überblick geben, wo Gottesdienste in unserer Region übertragen werden.

Text: ekir/APK
Foto(s): APK

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Feuersäule & Co: Experimente zur Bibel – Chemiker Dr. Gerhard Heywang fasziniert mit originell-informativem Experimentalvortrag zu Phänomenen der Heiligen Schrift

„Ich möchte Ihren Glauben in keiner Weise beeinflussen“, stellte Dr. Gerhard Heywang gleich zu Anfang klar, als er im weißen Chemikerkittel hinter einem langen Tisch mit Versuchsanordnungen Stellung bezog. Im Gegenteil, so versicherte er seinem Publikum im Gemeindesaal der Andreaskirche in Bergisch Gladbach-Schildgen: „Sie sollen Ihren Glauben behalten, das ist mir wichtig.“ Er selbst hat ihn in seinem naturwissenschaftlich geprägten Leben und seiner Forschertätigkeit nicht nur bewahrt, sondern auch in vielerlei Gestalt umgesetzt: So leitet er den Posaunenchor Altenberg seit Jahrzehnten und ist seit langem Vorsitzender des Fördervereins Gemeindezentrum Andreaskirche e. V., für das der vielseitige Mann sogar eigenhändig ein Treppengeländer schreinerte.

Es puffte, leuchtete und brannte

Der Experimentalvortrag am Sonntagnachmittag war ein Heimspiel für den 71-jährigen Schildgener Chemiker. Der neugierig machende Titel „Experimente zur Bibel“ hatte Zuhörer aus allen Altersgruppen angelockt, darunter auch Dr. Gerhard Heywangs kleinen Enkelsohn, der seinem Opa nicht von der Seite wich und mit offenem Mund staunte, wenn es puffte, leuchtete oder brannte. Manche Experimente waren ganz biblisch ausgerichtet, andere passten eher assoziativ zu den Bibelstellen, die Pfarrerin Eva Manderla zu Beginn jedes Experiments vortrug und erläuterte.

Wie ein Regenbogen entsteht

Einstieg in den Experimentalvortrag war „das Markenzeichen Gottes, der Regenbogen“, so die Pfarrerin. Das Wetterphänomen steht am Ende der Geschichte von Noah, der als Dank für die Rettung seiner Arche Gott einen Altar baut. „Und Gott antwortet mit einem wunderschönen Regenbogen“, so Eva Manderla. Statt eines Regentropfens nahm Dr. Gerhard Heywang einen dicken Glastropfen zur Hand, statt der Sonne spendete eine Lampe Licht – und warf durchs Glas hindurch einen Regenbogen auf die Leinwand. Alles eine Sache der Lichtbrechung, erfuhren die Zuhörer. Je nach Einfallswinkel der Strahlen kann auch ein doppelter Regenbogen im entgegengesetzten Farbverlauf entstehen.

Büsche, die brennen ohne zu verbrennen

Auch Mose inspirierte den Chemiker dazu, der Bibel naturwissenschaftlich auf den (brennenden Dorn-)Busch zu klopfen. In dieser Geschichte erscheint Gott dem Mose in Flammen, die dem dornigen Gewächs nichts antun. Solch einen Busch, Diptam oder Aschwurz genannt, gibt es tatsächlich. „Der Diptam sondert ätherische Öle ab“, erklärte Dr. Gerhad Heywang. Diese könnten sich selbst entzünden und würden mit kleinen blauen Flammen verbrennen, ohne die Pflanze zu schädigen. Allerdings: Der Diptam habe keine Dornen und könne daher in der Mose-Geschichte nicht gemeint sein, bedauerte der Referent. Es wäre ja auch zu einfach gewesen …

Der Trick: Alkohol und Wasser mischen

Als Trost bot er, einem Zauberer gleich, seinem Publikum ein bisschen Feuermagie. Zunächst ließ er ein Stück Stoff mit lodernder Flamme brennen, ohne dass es geschädigt wurde, dann bat er augenzwinkernd um Geld: „Wer hat Vertrauen und gibt mir einen Zehn-Euro-Schein?“ Dr. Gerhard Heywangs Trick: Er hatte Stoff und Geld vor dem Anzünden mit einer Mischung aus 50 Prozent Alkohol und 50 Prozent Wasser getränkt. „Und ich habe noch einen Trick gemacht: Ich habe etwas Salz dazugegeben.“ Das sorgte für die attraktive gelbe Flamme.

Feuersäule handgemacht

Gewitzt und humorvoll führte der 71-Jährige die Experimente zur Bibel vor, wobei Mose ihn noch zu einem weiteren Feuerversuch inspirierte. „Jetzt geht es um die Feuersäule!“, verriet der Chemiker mit frohlockendem Blick, als er sich einem Drahtzylinder zuwandte. Bekanntlich heißt es in 2. Mose 13, dass Gott dem Volk Israel beim Auszug aus Ägypten voranging: tags als Wolkensäule, nachts als Feuersäule. Dr. Gerhard Heywang bot dieses Schauspiel buchstäblich im Handumdrehen: Nachdem er auf dem rotierenden Boden des feststehenden Drahtzylinders ein Feuerchen gemacht hatte, sorgte er durch kräftiges Ankurbeln der Brandschale dafür, dass Rotation und Luftdruck die Flamme hoch im Zylinder auflodern ließen. Er beobachtete sie und die faszinierten Mienen seines Publikums zufrieden, fast wie ein Junge, dem ein guter Streich gelungen ist.

Holz macht bitteres Wasser trinkbar

Ein klarer Experiment-Fall war für den Chemiker auch das, was in 2. Mose 15 passiert: Mose macht bitteres Wasser schmackhaft, indem er ein Holz hineinwirft. „Das ist eine wichtige Erfindung, die heute als Ionenaustausch verkauft wird.“ Sprach’s, nahm bitteres Wasser und rührte Buchenholzspäne hinein. Die Zellulose absorbierte die fürs Bittere sorgenden Ionen. Kommentar der Testperson, die den Trunk kosten durfte: „Etwas holzig.“

Was ist Manna?

Kann der Chemiker den Schildgenern auch Manna servieren, das in 2. Mose 16 wie weißer Koriandersamen, rund und klein vom Himmel regnet? „Ich weiß auch nicht, was Manna war“, musste er eingestehen. Doch aus der Apotheke hatte er etwas Wortverwandtes mitgebracht: kleine weiße Pillen, die zu 90 Prozent aus Mannitol bestehen – gewonnen aus der Manna-Esche.

Keine Gefahr durch das Schofar

Immer wieder verblüffte Dr. Heywang sein Publikum. So matschte er mit Vergnügen auf dem Versuchstisch, um zu demonstrieren, wie sich „Der Herr ist meine Stärke“ auch verstehen lässt. Und anhand mitgebrachter Tierhörner offenbarte er, dass die Mauern Jerichos keinesfalls durch die minimalen Schallwellen des Schofars einstürzen konnten.

Der Wasser-in-Wein-Wandler

Rund 15 Experimentalvorträge über diverse Themen hält der Chemiker im Ruhestand pro Jahr. Kein Wunder bei seiner humorvollen und kurzweiligen Vortragsweise, die oft die Zuhörer einbezieht. Beeindruckt zeigte sich auch die Dame, die Rotwein aus dem Wasser-in-Wein-Wandler probieren durften. Freilich ging es dabei nicht so wundersam wie zu Jesu Zeiten zu, dafür physikalisch zuverlässig: Der Referent goss Wasser in einen großen Behälter, in dem ein Zwei-Flaschen-System und die Druckverhältnisse dafür sorgten, dass die Test-Dame kurz darauf an einem Kränchen Wein zapfen konnte. „Ein guter!“, lobte sie grinsend.

Die Himmelfahrtsrakete

Alexander, der mit Oma und Freund gekommen war, gefielen vor allem die Feuerexperimente. Dazu zählten auch der filmische Versuch, die Feuerzungen des Pfingstwunders zu rekonstruieren, und die sogenannte Himmelfahrtsrakete. „Ich weiß nicht, mit welcher Geschwindigkeit Jesus in den Himmel aufgefahren ist“, spielte Pfarrerin Eva Manderla schmunzelnd auf Lukas 24 an, „aber ich freue mich auf das Tempo des nächsten Experiments.“ Kurz darauf zischte nach dem Anzünden rasend schnell ein leerer Teebeutel in die Höhe – begleitet von Lachen, Ohs und Ahs.

Nächster Auftritt: musikalisch statt chemisch

„Ich fand den Vortrag toll“, freute sich Lilo Elgeti. Wie die übrigen Anwesenden hatte sie anschließend Gelegenheit, über die biblischen Experimente bei Sekt und Gebäck zu diskutieren. Der ein oder andere erfuhr auch schon, wann Dr. Gerhard Heywang wieder in Aktion tritt: am Sonntag, 22. März, um 9 Uhr im Altenberger Dom. Dann experimentiert er allerdings nicht, sondern leitet den Posaunenchor bei der Einführung der neuen Presbyter.

Infos: www.andreaskirche-schildgen.de und www.pc-altenberg.de

Text: Ute Glaser
Foto(s): Ute Glaser

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Gemeinden im Evangelischen Kirchenverband Köln und Region sagen Gottesdienste, Konzerte und Veranstaltungen ab

Die evangelischen Gottesdienste im Kölner Bereich des Evangelischen Kirchenverbandes Köln und Region werden zunächst und ab sofort eingestellt. Der Evangelische Kirchenverband Köln und Region folgt damit der Aufforderung der Stadt Köln, bis einschließlich Karfreitag, 10. April 2020, keine Gottesdienste zu feiern. Der Rhein-Erft-Kreis warnt vor Veranstaltungen auch mit weniger als 1.000 Teilnehmenden. Die Gemeinden entscheiden in ihrer Verantwortung nach Risikoabwägung über die Absagen von Gottesdiensten in diesem Gebiet. „Dies ist ein großer Einschnitt in das kirchliche Leben“, sagte Stadtsuperintendent Bernhard Seiger. „Doch die Gesundheit der Bevölkerung hat oberste Priorität. Der Glaube gibt auch zuhause Kraft und Trost.“ Auch alle Konzerte und Veranstaltungen in den Gemeinden fallen aus.

Die Evangelische Kirche im Rheinland empfiehlt den Gemeinden auch die Kirchen nicht mehr zu öffnen. „Angesichts von Ausgangssperren und Einlassbeschränkungen zu Geschäften, wie es sie anderenorts bereits gibt, scheint es uns sinnvoll, Kirchengebäude für den Publikumsverkehr zu schließen, um Infektionsmöglichkeiten weiter zu minimieren. Dies empfehlen wir den Kirchengemeinden ausdrücklich“, heißt es in den Hinweisen des Landeskirchenamtes an die Gemeinden und Kirchenkreise. Gottesdienste und Sendungen mit geistlichem Zuspruch werden in Radio, TV und Internet von öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten sowie Privatsendern angeboten. Weitere Informationen zu Angeboten der EKD finden Sie hier.

Menschen, die gerne mit einer Pfarrerin oder einem Pfarrer sprechen möchten, können sich telefonisch an ihre Gemeinde wenden. Auch die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Evangelischen Telefonseelsorge stehen unter der kostenlosen Rufnummer 08001110111 rund um die Uhr zu Gesprächen bereit.

Text: APK
Foto(s): APK

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