Glückwünsche aus Köln-Rechtsrheinisch nach Derschlag: Torsten Krall beim 25. Ordinationsjubiläum von Superintendent Michael Braun

Der Kreissynodalvorstand des Kirchenkreises An der Agger und Gäste sprachen Michael Braun (links) Gottes Segen zu.
Der Kreissynodalvorstand des Kirchenkreises An der Agger und Gäste sprachen Michael Braun (links) Gottes Segen zu.

Auch Superintendent Pfarrer Torsten Krall aus dem Kirchenkreis Köln-Rechtsrheinisch war zum Dankgottesdienst anlässlich des 25. Ordinationsjubiläums von Superintendent Michael Braun nach Derschlag gekommen, wo gemeinsam mit zahlreichen Gästen ein festlicher Gottesdienst mit Musik, Predigt und Segensworten gefeiert wurde.

„Ihr seid das Licht der Welt“, begann Pfarrer Oliver Cremer, Assessor des Kirchenkreises An der Agger seine Begrüßung in der voll besetzten Derschlager Kirche. Pfarrer Michael Braun ist seit sechs Jahren Superintendent des Kirchenkreises. „Vor 25 Jahren wurdest Du, Michael, beauftragt, das Licht weiterzugeben. Das machst Du jetzt hier im Kirchenkreis. Dafür sind wir dankbar.“

“Vieles, was ich im Glauben lernen durfte”

"So, der Lack ist ab." Launig begann Superintendent Michael Braun seine Predigt. Der Talar sei ein bisschen abgetragen. Vielleicht kaufe er sich mit 85 Jahren noch einen neuen und "ich hoffe, dass der dann noch ein paar Jahre hält".
„So, der Lack ist ab.“ Launig begann Superintendent Michael Braun seine Predigt. Der Talar sei ein bisschen abgetragen. Vielleicht kaufe er sich mit 85 Jahren noch einen neuen und „ich hoffe, dass der dann noch ein paar Jahre hält“.

Mit mehr als 100 Gästen aus den Kirchengemeinden, benachbarten Kirchenkreisen, Landrat Klaus Grootens, Kreisdechant Christoph Bersch wurde der Gottesdienst gefeiert – als Dankeschön, „dass wir Kirche gemeinsam leben“, wie Superintendent Michael Braun es ausdrückte.  Er sei dankbar,  diesen Beruf ergriffen zu haben und dankbar für alle Begegnungen in seinen fast 40 Jahren Kirche – wenn man  Jugendarbeit, Studium und Vikariat mitrechne. Die letzten sechs Jahre im Kirchenkreis An der Agger seien die aufregendsten und aufreibendsten Jahre seines Berufslebens mit fünf unterschiedlichen Positionen gewesen. „Manches war hart, belastend und bewegend. Aber es war immer einer da, der zugehört hat.“

In seiner humorvollen Predigt ging es natürlich um Dankbarkeit. Erst im Rückblick auch auf schwierige Lebensphasen merke man, wie schön auch vieles war. „Viele tolle Menschen habe ich getroffen, es gab vieles, was ich auch im Glauben von ihnen lernen durfte. Ich bin dankbar für viele Begegnungen.“ In der letzten Zeit habe er drei Todesanzeigen mit seinem Namen gelesen. „Einmal war der verstorbene Michael Braun jünger als ich.“ Oftmals nach Beerdigungen und nach Sterbebegleitungen sei er dankbar für das Leben, das er begleitet habe und für sein eigenes. Einmal habe er auf einem Grabstein in Wien den Spruch gelesen: „Hier liegen meine Gebeine. Ich wünschte, es wären Deine.“ Noch nie habe er auf einem Grabstein das Wort „Danke“ gelesen.

„Er hat viel bewegt“

Ohne die Verwaltung läuft im Kirchenkreis nichts, hier vertreten durch Mitarbeiterinnen der Personalabteilung.
Ohne die Verwaltung läuft im Kirchenkreis nichts, hier vertreten durch Mitarbeiterinnen der Personalabteilung.
Die Gäste sind bei einer Feier immer die eigentlichen Geschenke. Diakoniegeschäftsführer und Verwaltungsleiter Thomas Hildner (v.li.), Pfarrer Prof. Dr. Knut Berner und Pfarrer Markus Aust aus Gummersbach brachten aber auch noch Blumen und Bücher mit.
Die Gäste sind bei einer Feier immer die eigentlichen Geschenke. Diakoniegeschäftsführer und Verwaltungsleiter Thomas Hildner (v.li.), Pfarrer Prof. Dr. Knut Berner und Pfarrer Markus Aust aus Gummersbach brachten aber auch noch Blumen und Bücher mit.

Pfarrer Torsten Krall, Superintendent im Kirchenkreis Köln-Rechtsrheinisch, zeigte sich vor allem „beeindruckt von seiner Freude am Beruf als Pfarrer. Michael Braun hat an einigen Orten gewirkt, über das Bundesgebiet verteilt. Und er hat an allen viel Energie eingesetzt und vieles auch bewegt. Es war gut zu spüren, dass er nun auch im Bergischen eine (kirchliche) Heimat und ein Team gefunden hat, mit dem sich für die Zukunft Kirche verändern kann.“ Er wünschte ihm für die Zukunft vor allem, „dass er auch noch die Früchte ernten kann von dem, was er jetzt sät und pflanzt.“

Pfarrer Andreas Spierling griff den Gedanken auf: „Dankbarkeit, was für ein schönes Wort, nicht erst auf dem Grabstein.“ Vom gesamten Kreissynodalvorstand und Gästen bekam Michael Braun Segensworte zugesprochen. Der Gottesdienst wurde festlich umrahmt mit Musik von Kreiskantorin Dr. Annemarie Sirrenberg (Orgel und Gesang) und Dr. Markus Müller an der Trompete. Es wurde viel gesungen: “Mutig komm ich vor den Thron”, “Die Himmel erzählen die Ehre Gottes”, “Komm, o komm, Du Geist des Lebens” und das Frieden ersehnende “Komm, Herr, segne uns”. Der Gemeindegesang erklang mit mehr als 100 Stimmen, begleitet von Annemarie Sirrenberg und Markus Müller an Orgel und Trompete.

Ein Dankeschön ging auch an die Evangelische Emmaus-Kirchengemeinde Wiedenest-Derschlag, vor allem an Küsterin Karin Becker und Team, sowie an die Superintendentur mit Judith Sahm und Lisa Vollmann, die einen einladenden Empfang vorbereitet hatten und an die KSV-Mitglieder und Gäste, die den Gottesdienst mitgestalteten.

Text: Judith Thies/APK
Foto(s): Kirchenkreis An der Agger/J.Thies

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