„Kirche radelt“ beim STADTRADELN: „Einfach losfahren“ – Eine Einladung an alle!
Hand aufs Herz: Sind Sie eher der gemütliche City-Cruiser, der sportliche Rennrad-Profi – oder doch auf dem E-Bike unterwegs?
Marco Beumers: Ich finde, jede Art des Radfahrens hat ihren eigenen Charme. Persönlich bin ich allerdings ganz klar beim Hollandrad und Mountainbike, etwas anderes bin ich tatsächlich nie wirklich gefahren. Meine Jugend habe ich an der holländischen Grenze verbracht und demnach schon sehr früh die weiten, flachen Landschaften genießen dürfen. In meiner Zeit gab es noch keine E-Roller, so dass wir alle gezwungen waren, das Fahrrad zu nehmen. Damals kannte ich es nicht anders. Es war klar, den Weg zur Schule oder zum Sportverein mit dem Fahrrad zurückzulegen. Schön war es, da es mir schon früh das Gefühl gab, selbst entscheiden zu können, wo man hinmöchte und wann wieder zurück. Frei ohne nachzudenken, ob der Akku auch ausreichend aufgeladen ist (lacht), ohne Handy, ohne Apps. Egal, wo man hinfuhr, überall standen Fahrräder und das ist bei meinen holländischen Freunden immer noch so. Vor den Häusern stehen – oder liegen – die Fahrräder in der Einfahrt, weil es dort gefühlt zur Normalität gehört. Elektro steht für Fortschritt und hat auch seine Daseinsberechtigung, bietet körperliche Erleichterung und erhöht deutlich die Reichweite, zeigt neue Möglichkeiten auf. Das schnelle Rennradfahren ist zweifellos eine beeindruckende und attraktive Sportart. Entspannt durch die Gegend zu fahren ist allerdings eher meins, mir geht dabei ansonsten ein Stück dieses bewussten Erlebens verloren. Ich schätze eher das ruhige, genussvolle Unterwegssein.
Wie können die Teilnehmenden dazu beitragen, dass das Team ‚Kirche radelt‘ in diesem Jahr noch erfolgreicher wird?
Marco Beumers: Der Begriff „Erfolg“ steht für uns gar nicht so sehr im Vordergrund. Viel wichtiger ist es, Freude am gemeinsamen Radfahren zu entwickeln und als Team aktiv zu sein. Wer ohnehin gerne Fahrrad fährt, hat hier eine wunderbare Gelegenheit, sich einzubringen und gleichzeitig etwas für die eigene Gesundheit zu tun. Gleichzeitig richtet sich das Angebot ausdrücklich auch an Menschen, die bisher vielleicht weniger Berührungspunkte mit dem Radfahren hatten. Gerade für sie kann das Stadtradeln ein guter Einstieg sein. Die gemeinsame Motivation im Team, das Mitverfolgen der gefahrenen Kilometer und das gegenseitige Anspornen schaffen oft eine Dynamik, die viele positiv überrascht. Am Ende geht es darum, gemeinsam ein gutes Gefühl zu entwickeln, andere zu motivieren dabei zu sein und etwas für die eigene Gesundheit und Klimaschutz zu tun.
Was würden Sie den Menschen mit auf den Weg geben, die beim STADTRADELN zum ersten Mal dabei sind?
Marco Beumers: Einfach losfahren und es nicht zu kompliziert machen. Es geht nicht darum, sofort Höchstleistungen zu bringen, sondern darum, Spaß an der Bewegung zu entdecken. Jeder Kilometer zählt, ganz egal, ob es die kurze Strecke zum Bäcker ist oder eine längere Tour am Wochenende. Hilfreich ist es, sich kleine, realistische Ziele zu setzen und sich nicht mit anderen zu vergleichen. Oft merkt man schneller als gedacht, wie gut es tut, regelmäßig aufs Rad zu steigen, und wer weiß, vielleicht wird aus dem „Ich probiere das einfach mal aus“ zu einer neuen angenehmen Gewohnheit.
Über folgenden Link können Sie sich direkt unserem Team „Kirche radelt“ anschließen: https://www.stadtradeln.de/index.php?id=171&L=0&team_preselect=16691.
Text: APK
Foto(s): Klima-Bündnis Services/STADTRADELN/kirchekoeln/ Felix Krammer
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