Mehr Würde, mehr Selbstständigkeit: Wie die Diakoniespende die Krankenwohnung am Salierring verwandelt hat

Es schwingt ganz viel Freude mit, als Michael Lampa, Fachdienstleiter im Diakoniehaus Salierring, davon erzählt, was die Diakoniespende des Kirchenverbandes Köln und Region Gutes in der Einrichtung bewirkt hat. Spendenziel war es, die Krankenwohnung deutlich aufzuwerten. Sechs Plätze stehen in diesem einzigartigen Angebot für Menschen bereit, die nach einem Krankenhausaufenthalt nicht auf die Straße zurückkehren können. Hier erhalten sie medizinische Versorgung durch den mobilen medizinischen Dienst, Betreuung durch das Diakoniehaus und den ambulanten Pflegedienst sowie Unterstützung im Alltag. So wird Gesundheit wieder möglich – oft der Schlüssel für einen Neuanfang in einem selbstbestimmten Leben.

Insgesamt standen beeindruckende 219.478,83 Euro – inklusive der Verdopplung durch den Evangelischen Kirchenverband Köln und Region – für das Diakoniehaus Salierring zur Verfügung (Stand Anfang September).

Barrierefreie Bäder und neue Teeküche: Die Umbaumaßnahmen im Überblick

Die Umbauarbeiten in der Krankenwohnung des Diakoniehauses Salierring laufen: Barrierefreie Bäder und eine neue Teeküche entstehen. Foto: Matthias Pohl

Durch die Diakoniespende konnten ein barrierefreies und ein barrierearmes Badezimmer realisiert werden, die nach den Umbaumaßnahmen im Frühjahr beide mittlerweile schon in Betrieb genommen wurden. Statt der in die Jahre gekommenen Sitzbadewanne steht den Menschen, die die Krankenwohnung nutzen, nun eine bodengleiche Dusche zur Verfügung, die mit einem Rollator begehbar ist, da außerdem die Tür verbreitert wurde. Immerhin lag die Spendensumme schon zur Halbzeit bei 116.000 Euro – und bis zu 100.000 Euro verdoppelt der Kirchenverband die Spende, sodass insgesamt 216.000 Euro zur Verfügung standen, die gut genutzt werden konnten. Michael Lampa berichtet voller Freude: „Es gab zu den Umbaumaßnahmen nur positive Reaktionen unserer Gäste! Und auch das Team spürt die Entlastung.“

Eine Teeküche entsteht ebenfalls gerade: Sie soll mit neuen Unterschränken und zwei Kühlschränken die Krankenwohnung wohnlicher machen. Einer der Kühlschränke kann dann für private Vorräte der Gäste genutzt werden, der andere für die Vorräte des Diakoniehauses selbst. „Die nun geschaffene Barrierefreiheit im WC-Bereich und die Teeküche ermöglichen unseren Gästen ein bisschen mehr Selbstständigkeit. Auch das gehört dazu, ihnen ihre Würde zu lassen.“

Jeder Cent zählt – und macht einen Riesenunterschied

Falls letztlich etwas Geld übrigbleibe, sei geplant, die Infrastruktur des Hauses zu verbessern, kündigt der Fachdienstleiter an. „Wir möchten etwas für den Hitzeschutz tun. Vielleicht können wir eine Verschattung für die Fenster anschaffen oder über eine Klimaanlage nachdenken.“

Für ihn, die Mitarbeitenden und vor allem die Menschen, die jeden Tag im Diakoniehaus Salierring Zuwendung und Unterstützung erfahren, macht die Diakoniespende einen Riesenunterschied. „Die Diakoniespende versetzt Empfangende in die Lage, Pläne und Wünsche zu finanzieren, die ansonsten nicht umsetzbar gewesen wären. Dafür lohnt sich jeder Cent“, betont Michael Lampa.
Stadtsuperintendent Bernhard Seiger und Michael Lampa (Diakoniehaus Salierring) besichtigen gemeinsam mit Mitarbeitenden die neu umgebauten Räume der Krankenwohnung. Foto: Matthias Pohl

Auch Stadtsuperintendent Bernhard Seiger zeigt sich begeistert: „Das hohe Spendenaufkommen der vergangenen Monate zeigt, dass das Diakonische Werk im Kölner Raum ein hohes Ansehen genießt.“

www.diakoniespende-koeln.de

Text: Katja Pohl
Foto(s): Matthias Pohl

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