Stadtradeln 2026: „Kirche radelt“ macht mit

Mit dem Start des Stadtradeln am Mittwoch, 10. Juni, geht das Team „Kirche radelt“ des Evangelischen Kirchenverbandes Köln und Region in seine zweite Runde – drei Wochen lang können alle Interessierten mitradeln und gemeinsam Kilometer für Klimaschutz und nachhaltige Mobilität sammeln. Im vergangenen Jahr nahmen 42 Personen teil und legten zusammen über 10.000 Kilometer zurück; in der städtischen Wertung erreichte das Team Platz 49. Für 2026 ist das Ziel, mehr als 100 Mitradelnde zu gewinnen. Alle Fahrten, die während der dreiwöchigen Aktionszeit mit dem Fahrrad zurückgelegt werden zählen – ob im Alltag, auf dem Weg zur Arbeit oder in der Freizeit, unabhängig vom Ort. Eingetragen werden die Kilometer online im Kilometer-Buch oder über die Stadtradeln-App. Wer keinen Internetzugang hat, kann die Kilometer wöchentlich per Erfassungsbogen melden. Ausgeschlossen sind lediglich Fahrten bei Radwettkämpfen sowie Einheiten auf stationären Fahrrädern. Nach Ende des Aktionszeitraums können Kilometer noch sieben Tage lang nachgetragen werden. Die Anmeldung zum Team „Kirche radelt“ ist hier möglich. Bernhard Seiger, Stadtsuperintendent des Evangelischen Kirchenverbandes Köln und Region, spricht im Interview über die Verbindung von Kirche, gesellschaftlicher Verantwortung, praktischem Klimaschutz und gemeinschaftlichem Engagement:

Warum ist es Ihnen wichtig, dass sich der Evangelische Kirchenverband Köln und Region an Aktionen wie STADTRADELN beteiligt?

Bernhard Seiger: Viele Christinnen und Christen und viele Gemeinden legen Wert auf Klimaschutz und treffen diesbezüglich viele Alltagsentscheidungen. Es bleibt aber damit oft rein privat, was Einzelne tun, z.B. beim Mobilitätsverhalten, Heizen oder der Ernährung. Da ist es gut, Anläse zu schaffen, bei denen man sich gemeinsam zeigt, dass wir als Kirche im Alltag unseren kleinen, aber eigenen Beitrag zum Klimaschutz leisten. Der EKV ist dann die geeignete Plattform für eine solche Aktion wie das Stadtradeln, um viele Gleichgesinnte zusammen zu bringen.

Welche Verbindung sehen Sie zwischen Glauben, Gemeinschaft und Engagement für den Klimaschutz?

Bernhard Seiger: Unser Glaube muss praktisch werden, an vielen einzelnen Stellen. Die Anliegen der Schöpfung zu achten ist Teil der Liebe zur Mitwelt. Und wenn wir das gemeinsam und mit vielen tun, überzeugt das mehr Menschen und hat eine echte Wirkung.

Was würden Sie Kolleginnen und Kollegen sagen, die noch überlegen, ob sie mitmachen sollen?

Bernhard Seiger:  1. Gibt es Ideen zum Klimaschutz, die leichter umsetzbar sind als die Teilnahme beim Projekt Stadtradeln, wenn man sowieso viel Rad fährt? 2. Was spricht dagegen, dass wir auch angesichts aktueller anderer Krisen öffentlich zeigen, dass wir alle bleibend eine hohe Verpflichtung für die Einhaltung der Klimaziele haben und das Thema nicht von der Agenda genommen ist? 3. Die eigene Gesundheit ist ein hohes Gut und kommt nicht von allein. Wenn wir jeden Tag im Alltag von Beruf und Familie etwas Rad fahren, tut das der eigenen Fitness auf jeden Fall gut, oder?

Text: APK
Foto(s): Klima-Bündnis Services/STADTRADELN/kirchekoeln/ Felix Krammer

Der Beitrag Stadtradeln 2026: „Kirche radelt“ macht mit erschien zuerst auf Evangelischer Kirchenverband Köln und Region.