Unsere Wochentipps: Zwischen Zukunftsfragen, Bachklängen, Wasserwelten und Reformation

Von Gottesdiensten über Konzerte bis zu Ausstellungen und Gesprächsabenden: In den kommenden Wochen wird Köln vielstimmig, nachdenklich und festlich zugleich. Mittendrin stehen die Reformationsfeiern, die den Reformationstag 2026 in den Gemeinden der Stadt begehen. Daneben geht es um die Frage, welche Zukunft Kirche in einer veränderten Gesellschaft haben kann, um das Wasser als Symbol der Taufe und um Musik, die von Bach bis zur Gregorianik reicht. Auch die Erinnerung an Menschen, deren persönliche Gegenstände während des Nationalsozialismus verloren gingen, hat ihren Platz. Und wer sich für Körper, Gesundheit und Lebensbalance interessiert, findet ebenfalls passende Impulse.

Hier unsere Wochentipps mit allen Terminen, Orten und Hinweisen.

Online: In Balance durch die Wechseljahre

Impulsvortrag der Evangelischen Familienbildungsstätte Köln
Wie Ernährung, bewusste Routinen und kleine Impulse mehr Balance und Wohlbefinden in den Wechseljahren unterstützen können, zeigt die Evangelische Familienbildungsstätte Köln in einem Online-Impulsvortrag am Donnerstag, 29. Oktober, 18 Uhr bis 20.15 Uhr. Der Vortrag gibt Einblick in die Veränderungen, die die Wechseljahre – beginnend mit der Perimenopause – körperlich, emotional und im Berufsalltag mit sich bringen, und lädt anschließend zum offenen Austausch ein. Den Zoom-Link erhalten Teilnehmerinnen rechtzeitig vor Kursbeginn. Die Kursgebühr beträgt 10 Euro. Eine Anmeldung unter www.fbs-koeln.org ist erforderlich.
www.fbs-koeln.org

Wie „#StolenMemory“ Geschichte und Gegenwart verbindet

Eröffnung der Ausstellung mit Vortrag und Gespräch
Am Donnerstag, 29. Oktober, 18.30 Uhr, eröffnen die Arolsen Archives, die AntoniterCitykirche und die Melanchthon-Akademie die Ausstellung #StolenMemory mit einem Vortrag und Gespräch im AntoniterQuartier, Antonius Saal, Antoniterstraße 14–16. Mit dabei sind Citykirchenpfarrer Markus Herzberg von der Antoniterkirche, Dr. Stefan Hößl von der Melanchthon-Akademie, Dr. Anke Münster, Leiterin der Öffentlichkeitsarbeit der Arolsen Archives, und eine Vertretung der Stadt Köln. Fotografien, Uhren und Brieftaschen mussten Häftlinge bei ihrer Verhaftung und Einlieferung in Konzentrationslager abgeben. Einen Teil dieser Gegenstände bewahren die Arolsen Archives auf. Ziel der vor zehn Jahren gestarteten Initiative #StolenMemory ist es, diese persönlichen Besitztümer an die Familien der Opfer zurückzugeben. In zehn Jahren konnten mehr als 1.100 Gegenstände übergeben werden. Der Vortrag zeichnet anhand ausgewählter Objekte die Entwicklung des Projekts nach und ordnet es in die Gegenwart ein. Dabei geht es auch um die Bedeutung der Rückgaben für die Familien sowie um das Zusammenspiel von historischer Aufarbeitung und bürgerschaftlichem Engagement. Im Anschluss an den Vortrag wird die Ausstellung zwischen der Antoniterkirche, Schildergasse 57, und dem Gebäude von Peek und Cloppenburg eröffnet. Das Projekt wird unterstützt von hier + weiter.
www.antonitercitykirche.de

Ausstellung: „Wasserwelten – Alles im Fluss?!“

Mit Werken europäischer Künstlerinnen und Künstler
Die Ausstellung „Wasserwelten – Alles im Fluss?!“ mit Werken europäischer Künstlerinnen und Künstler wird am Freitag, 30. Oktober, 17 Uhr, in der Erlöserkirche Weidenpesch, Derfflingerstraße 9, mit einer Vernissage eröffnet. Die Finissage findet am Samstag, 21. November, 17 Uhr, statt. Zum Begleitprogramm gehören: Am Samstag, 31. Oktober, 17 Uhr, eine Tauferinnerung mit Texten von Martin Luther am Reformationstag. „Lebendiges Wasser umsonst – Wassergeschichten in der Bibel“ heißt die Veranstaltung am Montag, 2. November, 19 Uhr. Ein SoulCollage-Atelier zum Element Wasser folgt am Donnerstag, 5. November, 19 Uhr. https://idm.ekir.de/module.php/ekmodule/loginuserpass.php?AuthState=_5c5c0da12ee7d7ebfa8894df36f300ea27c9723ba4%3Ahttps%3A%2F%2Fidm.ekir.de%2Fsaml2%2Fidp%2FSSOService.php%3Fspentityid%3Dsso.ekir.de%26RelayState%3DTANT-S7CFUMhdjF_7Oi2Q85rUo0U38IdHKMcWrGygYU.lKCl6gmXrbU.UJr7hCKpTwSW5V3OLRhyog%26cookieTime%3D1755086541Ein Kunst-Gottesdienst an Stationen der Ausstellung beginnt am Sonntag, 8. November, 10.45 Uhr. Am Montag, 9. November, 19.30 Uhr, spricht Dr. Christiane Twiehaus von der Stabsstelle Jüdisches Museum im Archäologischen Quartier in Köln über die Entdeckung und Bedeutung der jüdischen Mikwa zu Köln sowie über das rituelle Tauchbad als Symbol der Neugeburt. Bei einem Seniorennachmittag am Donnerstag, 12. November, 15 bis 17 Uhr, gehören eine Führung, eine Cafépause und eine Wasserverkostung zum Programm. Der Treffpunkt „MiQua:Forum!“ am Donnerstag, 19. November, 11 Uhr, bietet mit Fotos und Exponaten Einblicke in das zukünftige jüdische Museum im Rahmen der Kölner Stadtgeschichte und eine Führung am Baustellengelände entlang. Informationen und Anmeldung sind bei Susanne Zimmermann per E-Mail an susanne.zimmermann@ekir.de möglich.
www.begegnungsgemeinde.de

Tauferinnerung mit Texten von Martin Luther am Reformationstag

Begleitveranstaltung zur Ausstellung „Wasserwelten – Alles im Fluss?!“
Im Rahmen der Ausstellung „Wasserwelten – Alles im Fluss?!“ lädt die Evangelische Begegnungsgemeinde Köln am Samstag, 31. Oktober, 17 Uhr, zu einer Tauferinnerung mit Texten von Martin Luther in die Erlöserkirche Weidenpesch, Derfflingerstraße 9, ein. Die Reformationsfeier nimmt das Wasser als zentrales Symbol der Taufe auf und verbindet die liturgische Erinnerung mit den künstlerischen Arbeiten der Ausstellung. „Wasserwelten – Alles im Fluss?!“ zeigt Werke europäischer Künstlerinnen und Künstler und ist bis zur Finissage am Samstag, 21. November, in der Erlöserkirche zu sehen.
www.begegnungsgemeinde.de

Reformationsfeier: „Wandel leben – Zukunft glauben“

Gottesdienst mit Predigt, Liturgie und Musik in der Trinitatiskirche
Die Reformationsfeier des Evangelischen Kirchenverbands Köln und Region findet am Samstag, 31. Oktober, 18 Uhr, in der Trinitatiskirche, Filzengraben 4, statt. Die Predigt von Dr. Steffen Bauer, Theologe und ehemaliger Leiter der Ehrenamtsakademie der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau, fragt danach, wie Kirche in einer sich verändernden Gesellschaft Zukunft gestalten kann. Bauer greift die Bedeutung der Kirche als „Ereignisgemeinschaft“ auf und regt dazu an, Chancen und Herausforderungen kirchlicher Entwicklungen neu zu bedenken. Pfarrerin Kerstin Herrenbrück, Superintendentin des Evangelischen Kirchenkreises Köln-Rechtsrheinisch, gestaltet die Liturgie. Musikalisch wirken die Junge Kantorei Köln-Linksrheinisch, eine Jugendband und die Gemeinde mit. Kreiskantor Samuel Dobernecker ist an der Orgel zu hören. Im Anschluss an den Gottesdienst gibt es einen Empfang im Foyer mit Gelegenheit zu Gesprächen und zur Begegnung bei Getränken und herzhaftem Gebäck.
www.kirche-koeln.de

Weitere Reformationsfeiern in Köln und Region hier:
https://www.kirche-koeln.de/reformationstag-2026-gottesdienste-musik-und-begegnungen-in-koeln-und-der-region/

Reformationstag – Ordination von Susen Jansen

Mit Gebet, Musik und Gemeinschaft
In einem Festgottesdienst zum Reformationstag wird Susen Jansen am Samstag, 31. Oktober, 18 Uhr, in der Versöhnungskirche, Eisheiligenstraße 32–42, durch Pfarrer Gebhardt Müller, Skriba des Kirchenkreises Köln-Linksrheinisch, zur Pfarrerin ordiniert. Im Anschluss an den Gottesdienst gibt es einen Empfang.
www.kirche-ehrenfeld.de

„125 Jahre Paul-Gerhardt-Kirche“

„350. Todestag Paul Gerhardts“
Die Evangelische Kirchengemeinde Köln-Lindenthal feiert das Jubiläum „125 Jahre Paul-Gerhardt-Kirche“ und den 350. Todestag ihres Namensgebers mit zwei Veranstaltungen: Am Sonntag, 1. November, 11 Uhr, sind alle zu einem festlichen Familiengottesdienst in die Paul-Gerhardt-Kirche, Gleueler Straße 106, eingeladen. Am Mittwoch, 4. November, 19 Uhr, steht dort unter dem Titel „350. Todestag Paul Gerhardts“ ein Paul-Gerhardt-Abend mit Musik und Texten des bedeutenden deutschsprachigen Kirchenlieddichters auf dem Programm. Der erste Gottesdienst wurde am 3. November 1901 in der Kirche am Gürtel gefeiert. Wegen ihrer Backsteinfassade erhielt die Paul-Gerhardt-Kirche im Volksmund den Namen „rote Kirche“. Im Krieg wurde sie zerstört, 1951 neu aufgebaut und nach dem protestantischen Dichter Paul Gerhardt benannt.
www.evangelisch-in-lindenthal.de

Mülheimer Orgelfesttage „BACH26“ in der Friedenskirche

Festival vom 30. Oktober bis 1. November
Das Festival „BACH26“ findet von Freitag, 30. Oktober, bis Sonntag, 1. November, in der Friedenskirche, Wallstraße 70, der Evangelischen Kirchengemeinde Mülheim am Rhein statt und steht unter der künstlerischen Leitung von Christoph Spering. Unter dem Titel „Ein feste Burg“ widmet es sich der Musik Johann Sebastian Bachs und dem Reformationstag. Zum Auftakt erklingen am Freitag, 30. Oktober, 19.30 Uhr, die beiden Solo-Kantaten „Ich habe genung“ (BWV 82) und „Vergnügte Ruh’, beliebte Seelenlust“ (BWV 170) mit Benno Schachtner (Altus), Tobias Berndt (Bass), dem Neuen Orchester unter der Leitung von Christoph Spering. Michael Maul und Bernhard Schrammek übernehmen die Moderation. Am Samstag, 31. Oktober, steht ein Orgelkonzert mit Martin Schmeding und Werken von Johann Sebastian Bach, Felix Mendelssohn Bartholdy, Sigfrid Karg-Elert und Max Reger (Beginn 15.30 Uhr) sowie eine moderierte Einführung mit Musikbeispielen in Bachs Kantate „Ein feste Burg ist unser Gott“ (BWV 80) mit Beginn um 17.30 Uhr auf dem Programm. Um 19 Uhr folgt ein Gottesdienst zum Reformationstag mit Pfarrer Heiko Kruse und der abschließenden Aufführung der Kantate (BWV 80) mit Erika Tandiono (Sopran), Benno Schachtner (Altus), Markus Schäfer (Tenor), Tobias Berndt (Bass) sowie dem Neuen Orchester unter der Leitung von Christoph Spering. Das Festival endet am Sonntag, 1. November, mit einem Orgelkonzert des Thomaskirchen-Organisten Johannes Lang in zwei Abteilungen: Um 15 Uhr erklingen unter anderem Werke von Felix Mendelssohn Bartholdy, Johann Sebastian Bach, Georg Muffat und Dieterich Buxtehude, um 17 Uhr folgen Werke von Sigfrid Karg-Elert, Bach und Wolfgang Amadeus Mozart. Der Einlass ist jeweils 30 Minuten vor Beginn der einzelnen Veranstaltungen. Das Konzert am Sonntag wird vom Deutschlandfunk aufgezeichnet. Deshalb ist während des Konzerts aus Rücksicht auf die Aufnahme kein Einlass möglich. Der Eintritt zu allen Veranstaltungen ist frei, um Spenden wird gebeten. Weitere Informationen gibt es unter www.bach-koeln.info.
www.bach-koeln.info

„Magic Gregorian Night“ in der Trinitatiskirche

Gregorianik trifft geistliche Musik und Pop
Acht Sänger aus Bulgarien gestalten unter der Leitung des Opernsängers Georgi Pandurov am Dienstag, 3. November, 19 Uhr, in der Trinitatiskirche, Filzengraben 4, einen Abend mit gregorianischen Gesängen. In traditionellen Mönchskutten führen die Sänger als Ensemble „Magic Gregorian Night“ in die meditative Atmosphäre christlicher mittelalterlicher Liturgiegesänge. Das Programm spannt den Bogen von der Gregorianik über geistliche Lieder der Renaissance und des Barock bis zu bekannten Popsongs wie „Halleluja“ von Leonard Cohen und „The Sound of Silence“ von Simon und Garfunkel. Eintrittskarten sind ausschließlich unter www.eventim.de erhältlich.
www.trinitatiskirche-koeln.de

Text: APK
Foto(s): APK/AI

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