Fußballleidenschaft und Teamgeist: „Team Köln und Region“ beim Präses-Cup

Am Montag, 21. August, findet in Duisburg das lang erwartete 21. Kleinfeld Fußballturnier, der Präses-Cup, statt. Das Turnier verspricht ein sportlicher Höhepunkt zu werden, bei dem insgesamt 14 Mannschaften aus verschiedenen Kirchenkreisen, kirchlichen Organisationen und der Diakonie um den Sieg kämpfen. Die Mannschaft „Rheinteam“ aus Köln, Leverkusen und den Rhein-Sieg-Kreis hatte das vergangene Turnier um den Präses-Cup gewonnen, weswegen der Wanderpokal nach Köln kam. Das „Team Köln und Region“ verfehlte nur knapp den dritten Platz. Zwei Spieler, die für das „Team Köln und Region“ antreten, sind Pfarrer Klaus Eberhard von der Philippus-Kirchengemeinde und Michael Schüller, Webmaster beim Amt für Presse und Kommunikation.

Pfarrer Klaus Eberhard hat schon mehrmals mitgekickt und sagt: „Das Gemeinschaftsgefühl und das Erlebnis sind einfach schön!“ Er erhofft sich „gute Laune, und das eine oder andere Glücksgefühl bei einem gewonnenen Spiel oder hart erkämpften Unentschieden.“ Michael Schüller, der bereits zum dritten Mal teilnimmt, bringt es so auf den Punkt: „Ich mache aus Spaß mit.“

Obwohl – oder gerade weil – beide Spieler nicht regelmäßig Fußball spielen, freuen sie sich auf das Turnier. Ihre Vorbereitung auf das Spiel gestaltete sich unterschiedlich. Michael Schüller sagt, dass er keine spezielle Vorbereitung vorgenommen hat, während Klaus Eberhard die Zeit genutzt hat, um ein wenig an seiner Fitness zu arbeiten. Michael Schüller sagt: „Ich habe bis vor einer Weile einmal in der Woche hobbymäßig in einer ,Altherren‘-Gruppe gespielt, die aber inzwischen nicht mehr genügend Leute hat.“ Klaus Eberhard spielt unregelmäßig in einer Fußball-AG.

„Der Präses-Cup motiviert zum Kicken“

Die Hauptziele für das Spiel sind für beide Spieler klar: Spaß haben und die Möglichkeit nutzen, neue Menschen kennenzulernen. Besonders wichtig ist ihnen auch die Bildung eines starken und harmonischen Teams. In Bezug auf Lampenfieber vor dem Spiel zeigt sich Michael Schüller gelassen und gibt an, keines zu haben, während Klaus Eberhard den Rat gibt, keine zu hohen Ziele und Ansprüche zu setzen und sich nicht zu sehr aufzuregen: „Nicht meinen, es gehe um die Weltmeisterschaft. Dann hält sich das mit der falschen Aufregung in Grenzen.“

Eine besondere Neuerung beim diesjährigen Präses-Cup ist die Möglichkeit, Spielerinnen oder Spieler aus anderen Mannschaften einzusetzen, sofern beide Teams zustimmen. Klaus Eberhard zeigt sich offen für diese Regelung und betonte, dass er die Entscheidung gerne der gegnerischen Mannschaft überlassen würde: “ Ich habe keine Probleme mit einem Spielertausch. Das soll aber gerne die gegnerische Mannschaft entscheiden.“

Der Präses-Cup wird nicht nur ein Ereignis für Fußballbegeisterte, sondern ist auch ein Symbol für Teamwork, Gemeinschaft und Respekt. Es wird erneut gezeigt, dass Fußball mehr ist als nur ein Sport. Es verkörpert Werte wie Teamgeist, Fair Play und Zusammenhalt. Der Präses-Cup hat für die Teilnehmer daher eine besondere Bedeutung: „Der Präses-Cup strahlt einfach etwas aus und motiviert zum Kicken“, erklärte Klaus Eberhard. „Die Begeisterung, die Aufregung beim Zuschauen und Zuhören, das Abschalten, wenn man selbst spielt, und alle Sorgen des Lebens vergessen – ein guter Ausgleich zum vollen Arbeitstag.“

Und wenn sie nicht selbst auf dem Spielfeld stehen?

Michael Schüller ist ein Anhänger des SV Deutz 05, während Klaus Eberhard seit seiner Kindheit den Bayern die Daumen drückt: „Über meine Brüder bin ich zu dieser Liebe gekommen.“

Text: Frauke Komander/APK
Foto(s): Frauke Komander/APK

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Popup-Hochzeit: Heiraten – und ganz Köln guckt!

Die Anmeldungszahlen sind explodiert! Ab sofort können Paare sich nicht mehr anmelden, sondern nur noch spontan vorbeikommen: Köln erlebt am 26. August 2023 von 12 bis 20 Uhr „Vielfalt feiern“ – das Popup-Hochzeitsfest, das den traditionellen Rahmen von Hochzeitsfeierlichkeiten sprengt. Anstatt sich an die Klischees einer klassischen Hochzeit zu halten, lädt das Team der Evangelischen Kirche in Köln und der Region zu einer Feier ein, die Vielfalt und Segen für alle in den Mittelpunkt stellt.

Die Vorstellung einer Hochzeit im herkömmlichen Stil mit weißem Kleid und schwarzem Anzug gehört nicht für jeden zur Traumhochzeit. Manche Paare bevorzugen eine kleinere, spontane oder unkonventionelle Zeremonie. Doch nicht für alle ist der Weg zum Standesamt frei. Einige Menschen haben bürokratische Hürden zu überwinden, sei es aufgrund ihres Aufenthaltsstatus oder anderer rechtlicher Gründe.

Das Team der Evangelischen Kirche in Köln und der Region hat es sich zur Aufgabe gemacht, Segen zu spenden – einen Segen für all jene, die aus verschiedenen Gründen bisher auf eine Hochzeit verzichtet haben. Viele Paare sehnen sich nach Gottes Begleitung und Schutz. In solchen Momenten ist es tröstlich zu wissen, dass Gott über die eigenen Grenzen hinausgeht und die Paare segnet.

Das Popup-Hochzeitsfest bietet den Paaren die Möglichkeit, ihre Hochzeit so zu gestalten, wie es ihnen am besten passt. Rund um die Christuskirche am Stadtgarten werden verschiedene Stationen eingerichtet, an denen Hochzeitsfeierlichkeiten stattfinden können – sei es spontan oder nach Anmeldung. Die Individualität der Paare steht dabei im Vordergrund.

Das Motto des Festes lautet „Vielfalt feiern“ und spiegelt sich sowohl in der Vielfalt der Paare hinsichtlich Alter, sexueller Identität und Herkunft wider als auch in den unterschiedlichen Gestaltungsmöglichkeiten des Festes selbst. Ob im Freien, im Grünen, unter dem Colonius oder klassisch am Altar – die Paare können die Hochzeitsfeier nach ihren Wünschen und Vorstellungen gestalten. Auch die Musikwahl liegt in ihren Händen: ob Geige, Chanson oder das Lieblingslied vom ersten Date.  All das ist kostenlos – dazu kann man sogar noch kleine Extras buchen: eine Rikschafahrt durchs Veedel, Sekt, belgische Waffeln, Blumen und vieles mehr.

Weitere Informationen sind auf der Webseite www.popup-hochzeit.de zu finden.

Text: APK
Foto(s): APK

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Das rote Sofa: Dozierende der Melanchthon-Akademie im Gespräch

Zum Auftakt des kommenden Halbjahres bittet die Melanchthon-Akademie des Evangelischen Kirchenverbandes Köln und Region am Mittwochabend, 23. August, Eli Abeke und Helene Batemona Abeke zum Gespräch auf das rote Sofa in der Akademie. Beide sind Dozierende der Akademie und bringen sich aktiv in die Kölner Stadtgesellschaft ein: Etwa bei der Umgestaltung des Ebertplatzes, im Raum der Vielfalt im Bilderstöckchen oder bei der Diskussion „Der Kaiser muss weg“. Im Zusammenhang mit dem Rautenstrauch Joest- Museum fragen sie: Was heißt eigentlich rassismuskritisch und postkolonial in Köln konkret?

Eli Abeke ist u. a. Mitglied des Stadtentwicklungsausschusses, Mitglied des Kölner Runden Tisches für Integration und des Arbeitskreises Köln Postkolonial. Sein Blick richtet sich vor allem auf Menschen mit Migrationsgeschichte und postkolonialen Strukturen in der Stadt Köln.

Helene Batemona-Abeke hat die rassimuskritische Initiative Pamoja aufgebaut, in der Diversity, Antidiskriminierung, Awareness und Empowerment eingeübt werden. Sie arbeitet im Kölner Forum gegen Rassismus und Diskriminierung mit und verfügt über langjährige Erfahrung in der psychosozialen Beratung und Begleitung von Frauen und Männern mit Fluchterfahrung.

Im Anschluss an die Gesprächsrunde „Das rote Sofa: Dozierende der Melanchthon-Akademie im Gespräch“ sind die Teilnehmenden zu einem Imbiss eingeladen und haben die Gelegenheit die Ausstellung „Hope – HoffnungBewegt!“ zu sehen, die eindrucksvolle Fotografien von Mädchen und jungen Frauen zeigt, die nach Europa geflüchtet sind.

Die Veranstaltung ist kostenlos und findet von 19.30 bis 21 Uhr statt. Eine Anmeldung ist erforderlich.

Kontakt

Melanchthon-Akademie des Evangelischen Kirchenverbandes Köln und Region
Kartäuserwall 24b
50678 Köln
Telefon 0221 / 931803-0
Fax 0221 / 931803-20

anmeldung@melanchthon-akademie.de
info@melanchthon-akademie.de

www.melanchthon-akademie.de

Text: MAK/APK
Foto(s): Screenshot Flyer

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Unsere Wochentipps: Cellissimo Konzert und Gamescom

Verschiedene Kirchengemeinden in der Region haben spannende Veranstaltungen für die kommende Woche geplant. Von musikalischen Konzerten über Lesungen bis hin zu Verabschiedungen ist für jeden etwas dabei. Am Samstag, 19. August, tritt das Celloquartett Cellissimo in der Evangelischen Kirche Bensberg auf. Am Sonntag, 20. August, wird Pfarrer Armin Beuscher in der Paul-Gerhardt-Kirche verabschiedet, während die Evangelische Kirchengemeinde Wesseling Pfarrerin Laura Kadur verabschiedet. Außerdem ist das Evangelische Jugendreferat Köln und Region auf der Gamescom vertreten und die Melanchthon-Akademie lädt zum „roten Sofa“ mit Eli Abeke und Helene Batemona Abeke ein.

Die Tipps in der Übersicht:

19.08.2023, 18:00
Evangelische Kirchengemeinde Bensberg
Ev. Kirche Bensberg, Friedhofsweg 9, 51429 Bergisch Gladbach
Cellissimo Konzert
Celloquartett tritt in der Evangelischen Kirche Bensberg auf
Am Samstag, 19. August, 18 Uhr, gibt das Celloquartett Cellissimo in der Evangelischen Kirche Bensberg, Friedhofsweg 9, ein Konzert. Das Ensemble besteht aus Andreas Koch, Karen Ann Bode, Kerstin Witzleben und Astrid Galbas. Das Celloquartett Cellissimo wurde 2013 gegründet. Initiator ist der professionelle Cellist Andreas Koch, der unter anderem Solocellist im Teatro Comunale unter Riccardo Muti in Florenz war. Die Musik des Quartetts  zeichnet sich durch seinen besonderen Klang aus. Die vier Ensemblemitglieder spielen auf Instrumenten des renommierten Cellobauers Thorsten Theiss. Dies sorgt für einen besonders homogenen Quartettklang. In der Pause gibt es Snacks und Getränke. Der Eintritt erfolgt auf Spendenbasis.
www.kirche-bensberg.de

20.08.2023, 10:00
Evangelische Kirchengemeinde Köln-Lindenthal
Paul-Gerhardt-Kirche, Gleueler Straße 106, 50935 Köln
Verabschiedung von Pfarrer Armin Beuscher
Festgottesdienst in der Paul-Gerhardt-Kirche
Am Sonntag, 20. August, 10 Uhr, wird Pfarrer Armin Beuscher in einem Festgottesdienst in der Paul-Gerhardt-Kirche, Gleueler Straße 106, in den Ruhestand verabschiedet. der Abschied von Pfarrer Armin Beuscher. Seit 1989 ist Armin Beuscher Gemeindepfarrer in der Evangelischen Kirchengemeinde Köln-Lindenthal. Er arbeitet auch als Gestaltberater, Supervisor und hat mehrere Bücher veröffentlicht. Die Entpflichtung erfolgt durch Pfarrerin Susanne Beuth, Superintendentin des Evangelischen Kirchenkreises Köln-Mitte. Im Anschluss an den Gottesdienst ist ein kleiner Umtrunk mit Buffet rund um die Kirche geplant.
www.kirche-lindenthal.de

20.08.2023, 10:00
Evangelische Kirchengemeinde Wesseling
Kreuzkirche, Kronenweg 67, 50389 Wesseling
Verabschiedung von Pfarrerin Laura Kadur
Pfarrerin verlässt die Kirchengemeinde Wesseling
Am Sonntag, 20. August, 10 Uhr, verabschiedet die Evangelische Kirchengemeinde Wesseling Pfarrerin Laura Kadur in einem Gottesdienst in der Kreuzkirche, Kronenweg 67. Bei einem kleinen Empfang im Anschluss können sich die Gemeindeglieder auch persönlich von ihr verabschieden. Die Pfarrerin wird eine neue Stelle als Gemeindepfarrerin in der Evangelischen Kirchengemeinde Hochdahl im Kirchenkreis Düsseldorf-Mettmann antreten. Seit Juni 2021 war sie als Vakanzvertretung in der Kirchengemeinde. Als neue Pfarrerinnen wurden die Pfarrerinnen Verena Miehe und Leonie Stein gewählt. Sie beginnen ihren Dienst zum 1. Oktober.
www.evangelisch-wesseling.de

23.08.2023, 10:00
Evangelisches Jugendreferat Köln und Region
KölnMesse, Eingang Süd, 50679 Köln
Gamescom 2023 in Köln
„Beweg Dich!“ lautet das Motto am Stand der Evangelischen Jugend
Von Mittwoch bis Sonntag, 23. bis 27. August, findet in Köln wieder die Gamescom, eine der größten Messen für Computer- und Videospiele statt. Zahlreiche Hersteller aus aller Welt präsentieren hier ihre neue Soft- und Hardware und laden an ihren Ständen zum gamen ein. Damit die Bewegung dabei nicht zu kurz kommt ist auch wieder das Evangelische Jugendreferat Köln und Region mit einem eigenen Stand vertreten. Unter dem Motto „Bewegt dich“ werden eine Vielzahl aufregender Aktivitäten angeboten: Menschenkicker, Bungee Run und Daffyboards gehören dazu. Weitere Informationen gibt es bei Daniel Drewes, daniel.drewes@ekir.de. Bei ihm können sich auch Gruppen unter Angabe des Wunschtages und der Teilnehmendenzahl anmelden. Eine Anmeldung unter dem Link www.evangelische-jugend.koeln/online-anmeldungen ist ebenfalls möglich.
www.juref.evangelische-jugend.koeln

23.08.2023, 19:30
Melanchthon-Akademie
Melanchthon-Akademie, Kartäuserwall 24b, 50678 Köln
Das rote Sofa – Semester-Auftakt in der Melanchthon-Akademie
Dozentinnen und Dozenten der Melanchthon-Akademie im Gespräch
Zum Auftakt des Programms im kommenden Halbjahr bittet die Melanchthon-Akademie (MAK) am Mittwoch, 23. August, 19.30 Uhr bis 21 Uhr, Eli Abeke und Helene Batemona Abeke zum Gespräch auf das rote Sofa in der MAK, Kartäuserwall 24b. Der Dozent und die Dozentin der Akademie bringen sich aktiv in die Kölner Stadtgesellschaft ein: Etwa bei der Umgestaltung des Ebertplatzes, im Raum der Vielfalt in Bilderstöckchen oder bei der Diskussionsveranstaltung „Der Kaiser muss weg“ (Sonntag, 22. Oktober, 16 Uhr). Auf dem roten Sofa geht es im Zusammenhang mit dem Rautenstrauch Joest- Museum um die Frage „Was heißt eigentlich rassismuskritisch und postkolonial Köln sein konkret?“. Eli Abeke ist Mitglied des Stadtentwicklungsausschusses, Mitglied des Kölner Runden Tisches für Integration und des Arbeitskreises Köln Postkolonial. Helene Batemona-Abeke hat die rassismuskritische Initiative Pamoja aufgebaut, in der Diversity, Antidiskriminierung, Awareness und Empowerment eingeübt werden. Sie arbeitet im Kölner Forum gegen Rassismus und Diskriminierung mit und verfügt über langjährige Erfahrung in der psychosozialen Beratung und Begleitung von Frauen und Männern mit Fluchterfahrung. Darüber hinaus sind sie aktiv im Solution Center, eine unabhängige schwarze Kirchengemeinde, die Teil von „Lokal Vielfalt“ in der Nathanaelkirche in Bilderstöckchen ist. Im Anschluss an die Gesprächsrunde sind die Teilnehmenden zu einem Imbiss eingeladen und haben Gelegenheit, die Ausstellung „Hope – HoffnungBewegt!“ zu sehen. Gezeigt werden eindrucksvolle Fotografien von Mädchen und jungen Frauen, die nach Europa geflüchtet sind. Der Eintritt ist frei.
erwünscht, Tel: 0221 931 803 0, anmeldung@melanchthon-akademie.de
www.melanchthon-akademie.de

Text: APK
Foto(s): APK

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Gemeinschaft als Kraftquelle: Gottesdienst zum Schuljahresbeginn

Innehalten und Kraft schöpfen, das ist der Gedanke hinter dem „Gottesdienst zum Schuljahresbeginn“ in der Kartäuserkirche, zu dem das Schulreferat bereits zum neunten Mal (nicht nur) Religionslehrer und Religionslehrerinnen und Pfarrer und Pfarrerinnen an Berufskollegs einlud. Allen gesellschaftlichen Spaltungstendenzen zum Trotz stand er in diesem Jahr ganz im Zeichen der Gemeinschaft.

Drei Impulse führten in verschiedene Aspekte des Themas ein.

Pfarrer Jost Klausmeier-Saß zitierte ein in der U-Bahn mitgehörtes Gespräch zwischen Jugendlichen, das auf beinahe berührend drastische Weise zum Ausdruck brachte, dass wir Menschen unserem Wesen nach auf Gemeinschaft angelegt sind. „Daher ist die Fallhöhe auch so groß“, erklärte Klausmeier-Saß. Gemeinschaft habe neben ihrem inklusiven auch einen exklusiven Charakter, wie der Nationalsozialismus gezeigt habe und die AfD heute erneut beweise.

„Wir leben in einer Zeit der Hyper-Selbstverwirklichung“, konstatierte Klausmeier-Saß. Das Ich stehe vorne. Gleichzeitig versuche die Bundesregierung, der zunehmenden Vereinzelung mit einer „Strategie gegen Einsamkeit“ zu begegnen.

Rainer Lemaire, Schulreferent im Evangelischen Kirchenverband Köln und Region, nahm in dem von ihm gestalteten zweiten Impuls Bezug auf die auf dem Ablaufzettel abgedruckte Postkarte. Dort war, zusammengesetzt aus lauter roten Punkten, das Wort Gemeinschaft zu lesen – allerdings an den Rändern in Auflösung (oder noch im Aufbau) begriffen. „Wir sind als Christen Teil einer Erzählgemeinschaft“, machte Lemaire deutlich, „das ist ein Fluchtpunkt, der Gemeinschaft stiftet.“ Auch für das Volk Israel sei Gemeinschaft identitätsstiftend gewesen, ebenso das Wirken Gottes in seiner Geschichte, wie es in Psalm 78 geschildert wird. Doch „durch Jesus kommen auch wir zu dieser Erzählgemeinschaft hinzu.“

„Man kann Gemeinschaft nicht mit Gewalt zusammenhalten“

Mit Blick auf die Postkarte bemerkte der Schulreferent: „Zugehörigkeit kann es auch an den Rändern geben“ und warnte zugleich: „Man kann Gemeinschaft nicht mit Gewalt zusammenhalten!“

Pfarrerin Claudia von Aswegen, Bezirksbeauftragte im Pfarramt für Berufskollegs, begann ihren Impuls mit einem Verweis auf die Begegnung Jesu mit der „Sünderin“ und stellte fest: „Das Leben der Menschen verändert sich durch Zuwendung.“ Als weitere Beispiele hierfür nannte sie die Speisung der 5000 (Markus 6, 30 – 44) und die Erzählung von der „Urgemeinde“ (Apostelgeschichte 2, 37 – 47). „Das neue Schuljahr wird seine eigenen Herausforderungen mitbringen“, blickte von Aswegen abschließend in die Zukunft und nannte mit ChatGPT nur eine dieser „upcoming challenges“.

Nach dem Abendmahl unter Mitwirkung von Kreissuperintendent Markus Zimmermann hatten die Gottesdienstbesuchenden dann die Gelegenheit, sich persönlich segnen und Gottes Beistand für das kommende Schuljahr zusprechen zu lassen.

Der Gottesdienst zu Schuljahresbeginn hat für viele der Teilnehmenden eine besondere Bedeutung. „Man trifft hier Menschen, die man nur einmal im Jahr sieht“, meinte eine Besucherin und eine andere kleidete ihre Gedanken in ein Bild: „Dieser Gottesdienst ist für mich wie eine Tankstelle, an der ich neue Kraft bekomme.“

Damit es nicht bei der geistlichen Stärkung bleiben musste, waren alle im Anschluss an den Gottesdienst noch zu einem Imbiss und „erlebter Gemeinschaft“ eingeladen.

Text: Priska Mielke
Foto(s): Priska Mielke

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„Mittagspause mit allen Sinnen“: FC-Stadionsprecher Michael Trippel zu Gast auf dem Andreaskirchplatz

Für nicht wenige ist Fußball eine Religion, die Dortmunder nennen ihr Stadion sogar Tempel. „Die Leute gehen zum Fußball, weil sie nicht wissen, wie es ausgeht“, hat der Fußballspieler und -trainer Sepp Herberger gesagt. Beim Gottesdienst sieht das anders aus: „Da weiß ich schon vorher, dass ich am Ende der Sieger bin“, sagte Stadtsuperintendent Bernhard Seiger während der „Mittagspause mit allen Sinnen“ auf dem Andreaskirchplatz in Brühl.

Markus Besserer, Geschäftsführer des Evangelischen Verwaltungsverbands Köln-Süd/Mitte, hatte zum zweiten Mal Vertreter und Vertreterinnen aus Politik, Verwaltung, Zivilgesellschaft und Wirtschaft eingeladen, miteinander ins Gespräch zu kommen und sich im besten Fall zu vernetzen. Natürlich durfte auch die Pommes-Curry-Wurst-Bude nicht fehlen, an der der Andrang groß war.

Wie integriert man radikalisierende Menschen?

Das runde Leder, das ja längst ein runder Kunststoff ist, stand im Mittelpunkt der Mittagspause. Besserer hatte Michael Trippel eingeladen, in Köln und darüber hinaus bekannt als Stadionsprecher des 1. FC Köln. Was können Unternehmen und Verwaltungen Positives von der Fankultur lernen? Wie integriert man radikalisierende Menschen? Antworten auf diese Fragen suchte Trippel in seinem Vortrag. Begonnen hat alles nach der Katastrophe im Brüsseler Heysel-Stadion, damals starben bei einem Europapokalspiel 39 Menschen, als Fans des FC Liverpool einen benachbarten Zuschauerblock stürmten und dort eine Massenpanik ausbrach. „Viele hatten damals Angst, dass die Hooligans unseren Fußball kaputt machen“, erinnerte sich Trippel.

Auch im Müngersdorfer Stadion war Gewalt an der Tagesordnung. „Viele Familien mit Kindern kamen nicht mehr ins Stadion“, sagte Trippel. Nach vergeblichen Anläufen wurde er schließlich Fan-Beauftragter des Vereins und nahm Kontakt zu den Anhängern des FC auf. „Warum werden die Hools? Das sind 16-, 17-, 18-jährige junge Männer, die aufbegehren, die Grenzen austesten wollen. Wichtig: Jeder in der Gruppe wird ernst genommen, jeder fühlt sich zu Hause. Die Gruppe ist Familienersatz.“

Trippel erinnerte sich an eine Begegnung mit dem Anführer der Geißböcke 81, einer Hooligan-Truppe, die wegen ihrer Gewaltbereitschaft Ansehen in der Szene genoss. „Ich habe den eingeladen zu einem Eishockey-Spiel. Danach waren wir auf ein paar Kölsch in der Altstadt. Ich hatte ein tolles Gespräch mit dem jungen Mann.“ In München traf Trippel den Hooligan-Chef, der mit seiner Gruppe unterwegs war. „Ach, da ist ja der Arsch vom FC“, habe der nur gesagt.

Trippels Fazit: In vielen Hools schlummern zwei Persönlichkeiten. In der Gruppe müssen sie ihre Rolle spielen. „Deshalb sind Absprachen mit Hooligans sehr schwierig.“ Es gab aber auch Fälle, in denen Selbsterkenntnis Anlass zur Hoffnung gab. „Einmal kam einer von den harten Jungs zu mir und bat mich, ihm Stadionverbot zu geben. Er habe Frau und Kind und einen Job, und wenn er das Stadion meiden würde, wäre Schluss mit seiner Hooligan-Karriere.“

Fan-Projekt des FC

Heute spielten die Hools eine marginale Rolle. Es gebe immer noch welche, die sich zum Prügeln im Wald oder entlegenen Gewerbegebieten träfen. An ihre Stelle seien die Ultras getreten. Das Procedere sei im Prinzip das Gleiche. „Auch die wollen Grenzen testen. Ich bin dafür, dass in der Kurve Pyros brennen. Aber kontrolliert. Das lehnen die kategorisch ab.“ Auch mit den Ultras seien Absprachen schwierig. „Aber es ist wichtig, dass wir im Gespräch bleiben.“ Sehr positiv bewertet Trippel das Fan-Projekt des FC. „Wir haben es geschafft, dass wir die jungen Leute an uns gebunden haben, bevor sie zu den Hooligans gingen.“

Seine Premiere als Stadionsprecher feierte Trippel am 14. August 1999 bei einem Zweitliga-Spiel gegen Rot-Weiß Oberhausen vor 25.000 Zuschauern. Vorher hatte er bei Amateurspielen am Mikrofon gesessen. Und er hat eine Menge verändert. „Willkommen in der schönsten Stadt Deutschlands“, ist der Satz zur Begrüßung des Publikums, der sein Markenzeichen geworden ist. „Das bezieht sich aber nur auf unser Lebensgefühl“, stellte er klar. Neu war auch, dass er die Fans aufforderte aufzustehen, wenn die FC-Hymne gespielt wird. Irgendwann habe man die Fans nach ihrem Wunschlied für den Torjubel gefragt. „Dat Trömmelche“ habe mit großem Abstand den Sieg davon getragen. Es habe allerdings Ausnahmen gegeben. Matthias Scherz habe sich „Buenos Diaz, Matthias“ gewünscht, wenn er ins Schwarze getroffen habe. Und für Patrick Helmes hat Trippel „Let me entertain you“ gespielt.

Parallelen zwischen Kirche und Fußball

Der Stadtsuperintendent zog in seinem geistlichen Impuls zur „Mittagspause mit allen Sinnen“ zahlreiche Parallelen zwischen Kirche und Fußball. Er verglich die Talare der Pfarrpersonen mit der schwarzen Kluft der Schiedsrichter. Und ein gutes Spiel sei einer guten Liturgie nicht unähnlich. Für einen Gottesdienst versammele sich eine erwartungsvolle Gruppe, es erklängen die Glocken und dann zögen die Pfarrpersonen und andere in die Kirche ein. Die Menschen stünden auf. Beim FC erklänge die Hymne, die Mannschaften liefen ein und es herrsche eine „irre Atmosphäre“, ein „Wir-Gefühl wie in einem Gottesdienst“. Auch hier stünden die Menschen auf, um den Mannschaften ihren Respekt zu erweisen. Und es gibt noch zwei Gemeinsamkeiten zwischen Gottesdienst und Fußballspiel, so Seiger: „Ein treuer Fan kennt alle Lieder auswendig.“ Am Ende eines Spiels könne eine Meisterschaft stehen. Oder eine Mannschaft recke einen Pokal in die Höhe. „Das ist vergleichbar mit dem Schluss-Segen im Gottesdienst.“ Darin komme zum Ausdruck: „Du bis wichtig. Du bist Teil eines großen Ganzen. Du wirst hier gesehen.“

Text: Stefan Rahmann
Foto(s): Stefan Rahmann

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Mit Freude und Gelassenheit Synergieeffekte erzielen: Katja Gärtner in das Amt der stellvertretenden Synodalältesten eingeführt

„Freude“ und „Spaß“ sind die ersten Begriffe, mit denen Katja Gärtner ihr ehrenamtliches Engagement in der evangelischen Gemeinde rund um die Heilig-Geist-Kirche in Bergisch Gladbach beschreibt. Dazu kommen dann noch Kreativität, Verantwortung und der Wunsch nach Vernetzung.

Nun ist die 49-Jährige von Superintendent Torsten Krall sowie Assessorin Kerstin Herrenbrück in einem Gottesdienst in ihr Amt als stellvertretende Synodalälteste eingeführt worden. Anfang Mai wurde sie im Zuge der Frühjahrssynode gewählt, da sie, wie Pfarrer Torsten Krall sagte, die Synodalen mit „ihrer humorvollen und gelassenen Art alle überzeugte“.

Natürlich bringe die ehrenamtliche Mitarbeit im Leitungsgremium auch einige Termine übers Jahr mit sich, gibt Katja Gärtner zu. Sie sagt aber auch, dass sie vor allen Dingen eine große Chance darin sehe, über ihre Kirchengemeinde in Bergisch Gladbach in andere Kirchengemeinden hinauszublicken, um sich zu vernetzen, um Ideen anderer kennenzulernen und von Synergieeffekten zu profitieren. „Wir durchdenken ja vermutlich überall ähnliche Themen, sehen uns vor große Aufgaben gestellt. Da ist es doch nur gut voneinander zu lernen, die Gemeinschaft zu nutzen, um nicht immer wieder das Rad neu erfinden zu müssen“, hebt sie hervor. Einen Schwerpunkt ihrer Arbeit als Synodalälteste sieht sie darin, kirchliche Gebäude zur Klimaneutralität zu führen. „Hier vielleicht Fördertöpfe zu finden, Möglichkeiten auszuloten, das ist mir wichtig.“

Ehrenamt beinhaltet wunderbare Begegnungen

In der Gemeinde rund um die Heilig-Geist-Kirche habe sie sich seit ihrer Jugend immer wohlgefühlt, berichtet die Bergisch Gladbacherin. Umso mehr sei es ihr immer ein Anliegen gewesen, sich dann auch einzubringen und etwas zurückzugeben. Zumal es leichtfalle, weil es riesigen Spaß mache. Weil ein Ehrenamt wunderbare Begegnungen beinhalte und man fast automatisch, oft über erste Schritte in der Jugendarbeit, ins Helfen hineinwachse.

Seit 2016 ist sie Mitglied des Presbyteriums, ist also vertraut mit den kirchlichen Strukturen. Katja Gärtner singt im Gospelchor „Cantanova“ und ist außerdem Vorsitzende des Fördervereins Kirchenmusik. Der Förderverein hat Konzerte veranstaltet, Musikerinnen und Musiker unterstützt und denkt jetzt gerade mit seinen Mitgliedern darüber nach, wie sich ein Probenraum für junge Bands realisieren lassen könnte. Gemeinsam mit ihrem Mann, Stephan Gärtner, verfasste Katja Gärtner die Festschrift zum 60-jährigen Bestehen der Heilig-Geist-Kirche im Jahr 2021 und tauchte dabei noch tiefer in die Geschichte ihrer Gemeinde ein. „Auch das hat ganz viel Freude gemacht und war sehr spannend“, berichtet sie lächelnd.

Im von Pfarrer Carsten Bierei geleiteten Gottesdienst passte der Predigttext aus der Bergpredigt im Matthäusevangelium wunderbar zum Thema Ehrenamt. So ging es darum, das „Salz der Erde und ein Licht in dieser Welt zu sein“. Pfarrer Bierei formulierte es als Ermutigung: „Wir finden hier einen großen Zuspruch Gottes, der uns dazu befähigt sieht, das Salz der Erde und das Licht der Welt zu sein.“ Die Predigt passte aber nicht nur zum lokalen Engagement innerhalb der Gemeinde. Pfarrer Bierei weitete seine Gedanken auf die aktuelle politische Entwicklung in Deutschland aus und betonte, dass ein „Wehret den Anfängen“ kaum noch angebracht sei: „Darüber sind wir bedauerlicherweise längst hinaus.“

Mit vielen Wünschen segneten Superintendent Torsten Krall und Pfarrerin Kerstin Herrenbrück das neue Mitglied der Synode Köln-Rechtsrheinisch. Dazu gehörte die Stärke, ehrlich zu sein, der Mut zur konstruktiven Auseinandersetzung, der Streit vermeidet, ein klarer Blick und ein Fundus an Ideen.

Text: Katja Pohl
Foto(s): Matthias Pohl

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Gamescom 2023: Evangelische Jugend Köln und Region lädt zur interaktiven Action mit Großspielgeräten ein

Das weltweit größte Games-Event steht vor der Tür: Vom 23. bis zum 27. August 2023 findet die Gamescom statt. Auch die Evangelische Jugend aus Köln und der Region ist wieder mit dabei und präsentiert ihre Großspielgeräte. Ein Interview mit Jugendbildungsreferentin Julia Körfgen:

Mit welchen Großspielgeräten sind Sie bei der Gamescom vertreten?

Julia Körfgen: Wir kooperieren wieder mit Daffyboards und Kicos! Somit werden wir die Daffyboards und einen Bungee Run als Bewegungsangebote vor Ort haben. Wegen des stundenlangen Schlangestehens bei den Videospiel-Ständen ist es uns auch dieses Jahr wichtig, Bewegungsangebote für junge Menschen zu bieten.

Sie haben ja auch wieder freiwillige jugendliche Helferinnen und Helfer dabei, die sich am Stand auf der Gamescom beteiligen und Großspielgeräte betreuen. Wie viele haben sich gemeldet?

Julia Körfgen: Der Andrang ist weiter hoch. Die Tatsache, dass die Messe dieses Jahr so deutlich nach den Ferien liegt, führt dazu, dass unter der Woche noch ein paar Plätze frei waren.

Religion und zocken – wie passt das zusammen?

Julia Körfgen: Die Gamescom ist ja mehr als zocken. Es ist eine der größten Jugendmessen der Welt. Die Evangelische Jugend Köln und Region versucht mit ihren Aktionen immer am Puls der Zeit und nah bei der Jugend zu sein und damit sind wir sehr froh auch in diesem Jahr bei der Gamescom dabei zu sein.

Worauf freuen Sie sich bei der Aktion besonders?

Julia Körfgen: Besonders freue ich mich auf die strahlenden Gesichter der Jugendlichen, dass endlich wieder Gamescom ist. Einige Jugendliche kommen jedes Jahr wieder und so entsteht eine tolle Dynamik bei uns am Stand.

Wie war die Atmosphäre bei der letzten Gamescom?

Julia Körfgen: Super, nach der Corona Pause aber noch ein bisschen unsicher. Dieses Jahr wird das vergessen sein.

Welchen Stellenwert haben Computerspiele bei den Jugendlichen und somit auch in der Jugendarbeit?

Julia Körfgen: Einen sehr hohen. Computerspiele passieren ja nicht mehr nur am Computer, sondern an der Spielkonsole, dem Tablet oder auch dem Handy. Dazu hat sich mit dem eSport eine sportliche Komponente entwickelt, die viele Jugendliche sehr ernsthaft und professionell verfolgen. Videospiele haben ihren festen Platz in der Jugendkultur und sind somit auch für die Jugendarbeit von hoher Bedeutung.

Wie oft war die Evangelische Jugend aus Köln und der Region bei der Gamescom schon dabei und was hat sich über die Jahre verändert?

Julia Körfgen: Wir sind seit 2014 mit einem eigenen Stand auf der Gamescom. Die Gamescom hat sich dabei weg von der reinen Fachmesse für Videospiele mit Publikumsbeteiligung zu einer Publikumsmesse. 2022 war es mehr eine Convention – also ein Treffen aller, die das Thema interessiert.

Text: Frauke Komander/APK
Foto(s): Tom Kemmerling

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Kirche2go fragt: Was ist Schuld?

Kirche2go fragt: Was ist Schuld? Pfarrer Nico Buschmann erklärt das Sündenbekenntnis und die Bedeutung von Vergebung. Der Pfarrer sagt, Menschen seien wunderbar geschaffen, auch mit Ecken und Kanten, und behalten diesen Wert ein Leben lang: „Das kann trösten und Kraft geben, sich tatsächlich aktiv mit dem auseinanderzusetzen, was man vielleicht falsch gemacht hat.“ Erfahren Sie, welche Mechanismen das Christentum bietet, um mit Schuld umzugehen. Vergebung suchen und den Blickwinkel Gottes einnehmen – ein wertvoller Weg!

Weitere Videos? Dann abonnieren Sie unseren Youtubekanal: www.youtube.com/kirchekoeln

Der gesamte Text zum Nachlesen:

Wie ist das eigentlich mit Schuld? Ganz häufig, wenn man sonntags morgens in den Gottesdienst kommt, dann hat man das Gefühl, man muss sich jetzt schon so ein bisschen schuldig fühlen. Am Anfang gibt es das sogenannte Sündenbekenntnis, wo wir Christen unsere Sünden bekennen. Das hat aber eigentlich wenig zu tun mit dem, was wir in der Gesellschaft unter Schuld verstehen. Schuld ist nämlich etwas, was zu einem kommt, wenn man sich an jemand anderem schuldig macht oder sogar an sich selbst. Die Frage ist: Wie können wir damit umgehen? Ich glaube, dass wir im Christentum gute Mechanismen haben, wie wir mit Schuld umgehen können. Zum einen sind wir aufgefordert, Vergebung zu suchen, das heißt, sich aktiv mit unserer Schuld zu beschäftigen und vielleicht auch mit der Person, an der wir schuldig geworden sind. Zum anderen haben wir einen guten Blickwinkel, nämlich den Blickwinkel Gottes, der sagt: Auch wenn du schuldig geworden bist, verlierst du nicht deinen Wert. Du bist wunderbar geschaffen, auch mit deinen Ecken und Kanten, und behältst diesen Wert ein Leben lang. Das kann trösten und Kraft geben, sich tatsächlich aktiv mit dem auseinanderzusetzen, was man vielleicht falsch gemacht hat.

Text: APK
Foto(s): APK

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Der Präses-Cup am 21. August – Wir sind bereit!

Fußball ist mehr als nur ein Sport – Fußball steht für Teamwork, Gemeinschaft, Leidenschaft, Fair Play und Respekt: Am 21. August 2023 findet in Duisburg das 21. Kleinfeld Fußballturnier, der Präses-Cup, statt. Mit insgesamt 14 angemeldeten Mannschaften verspricht das Turnier ein sportlicher Hochgenuss auf dem Rasen zu werden. Beim Präses-Cup treten Mannschaften aus den unterschiedlichen Kirchenkreisen und verschiedenen kirchlichen Organisationen und der Diakonie gegeneinander an.

Die Mannschaft „Rheinteam“ aus Köln, Leverkusen und dem Rhein-Sieg-Kreis hatte alle acht Spiele beim Präses-Cup im vergangenen Jahr in Duisburg souverän mit 26:1 Tore gewonnen. Damit kam der Wanderpokal nach Köln. Nun geht es um die Titelverteidigung. Die Kölner sind fest davon überzeugt, dass sie mit Teamgeist, Einsatz, Konzentration, Energie und Motivation in der Lage sind, sich der Konkurrenz zu stellen und wollen ihr Bestes auf dem Platz geben.

Neuerung beim Präses-Cup

In diesem Jahr gibt es jedoch eine entscheidende Neuerung: Zusätzlich zu den bisherigen Spielregeln haben die Teams nun die Möglichkeit, mit Zustimmung des Gegners bis zu zwei mannschaftsfremde Spielerinnen oder Spieler in einzelnen Spielen einzusetzen. Diese Veränderung kann den Spielverlauf in eine völlig neue Richtung lenken und stellt eine zusätzliche Herausforderung für alle Teilnehmenden dar. Jeder Einsatz von zwei mannschaftsfremden Spielerinnen oder Spielern bringt zwar neue taktische Möglichkeiten, doch alle Spieler werden sich darauf einstellen und sich mit den besten Mitteln dagegenstellen.

Der Präses-Cup wird seit 1999 ausgetragen. Der Wanderpokal wurde vom damaligen Präses Manfred Kock gestiftet.

Zuversicht trotz neuer Herausforderung – ein Interview mit zwei Spielern

Marco Beumers, Sportbeauftragter des EKV, schwärmt von der Atmosphäre des Präses-Cup 2022: „Wir waren beim Spiel alle gut gestimmt, fröhlich und fokussiert, es war ein schönes, harmonisches Miteinander, die Teams haben einander angefeuert. So wünscht man es sich, alle haben toll miteinander kommuniziert. Alle waren per du.“ Er ist Ansprechpartner in allen Belangen rund um das Thema „Sport“. Für ihn passen Sport und Kirche zusammen: „Als Evangelische Kirche stehen wir für Vielfalt und Offenheit, genauso wie die Mitmenschen in Köln. Sport hilft Brücken zu bauen, Freundschaften zu schließen und aufeinander ohne Vorbehalte zuzugehen. Sport gehört im Leben dazu und hilft uns, mehr Balance und Wohlbefinden in unserem Leben zu erreichen.“

Daniel Phan, Vikar Evangelische Kirchengemeinde Köln-Nippes, macht zum zweiten Mal beim Präses-Cup mit. Er ist fußballbegeistert und hält die Begegnung und Vernetzung innerhalb der evangelischen Kirche im Rheinland für sehr wichtig, „und das in einem sportlich-ungezwungeneren Kontext – darauf freue ich mich“, sagt er.

Wie haben Sie sich auf das Spiel vorbereitet?

Marco Beumers: Ich müsste lügen, wenn ich jetzt behaupte, dass wir richtig hart trainiert haben. Jede(r) hat für sich eine Lösung gefunden, wie Laufeinheiten, Workouts im Fitnessstudio oder wöchentlichem Fußball-Training.

Daniel Phan: Ich habe mich mit viel Laufen und Ausdauersport vorbereitet. Ich verlasse mich auf meine fußballerische Kompetenz aus Jugendzeiten – der Spaß an Begegnung und Bewegung soll ja im Vordergrund stehen.

Was erwarten Sie vom Spiel?

Marco Beumers: Was ich erwarte ist, dass alle Teilnehmenden mit Freude, Respekt und gesundem Ehrgeiz an die jeweiligen Spielpaarungen dran gehen. Und ich hoffe, dass es ein großes Fest wird, wo sich alle gegenseitig anfeuern und motivieren.

Daniel Phan: Es wird mit viel Fairness zugehen. Ich glaube, dass die Spieler und Spielerinnen alles geben werden und sich so ein gutes Team-Feeling entwickeln wird. Ich erwarte Begegnung mit Kollegen und Kolleginnen – und zwar auf eine ganz andere, ungezwungene Art und Weise. Und nach Möglichkeit sollten die Spiele natürlich auch gewonnen werden.

Wie gehen Sie mit Lampenfieber vor dem Spiel um?

Marco Beumers: Damit habe ich Gott sei Dank keine Probleme mehr. Mit dem Alter wird man nämlich etwas ruhiger (lacht).

Daniel Phan: Ich habe so ein kleines Ritual: meine Dehnübungen vor dem Spiel und immer mit dem linken Bein voran das Spielfeld betreten. Ich mache mich frei von jeglichen Leistungsdruck, denn der Spaß steht im Vordergrund. Dennoch darf man dabei eine gesunde Portion Siegeswillen an den Tag legen. Ich verlasse mich auf meine Mitspieler und Mitspielerinnen: Ich kann nicht alles und bin nicht der Beste – im Team jedoch können wir viel bewegen!

Was sind die Hauptziele für das Spiel?

Daniel Phan.

Marco Beumers: Dass es bitte nicht regnet (lacht), alle fit und gesund starten, damit wir es schaffen den Titel erfolgreich zu verteidigen.

Daniel Phan: Ein faires Spiel, bei dem alle Beteiligten beider Teams zufrieden vom Spielfeld heruntergehen. Und natürlich der Gewinn der Spiele mit anschließendem Turniersieg!

Wie sehen Sie die Neuerung, mit Zustimmung des Gegners bis zu zwei mannschaftsfremde Spielerinnen oder Spieler in einzelnen Spielen einzusetzen?

Marco Beumers: Bevor einzelne Spiele aufgrund von z. B. Verletzungen ausfallen, halte ich ein solches Angebot für eine faire Geste. Inwieweit es genutzt wird, um andere Mannschaften zu ärgern, werden wir vor Ort sehen, da solche Aktionen natürlich auch dazu beitragen können, dass aus dem sicher geglaubten Sieg nichts wird.

Daniel Phan: Ich finde diese Neuerung sehr gut, da es immer mal wieder Verletzungen oder Gründe geben kann, dass Spieler und Spielerinnen ausfallen. Konkret haben wir uns nicht darauf vorbereitet, da wir mit einem tollen und starken Team anreisen werden.

Was ist die Bedeutung des Präses-Cups?

Marco Beumers: Ich kann mir gut vorstellen, dass der oberste Repräsentant der rheinischen Kirche damit in erster Linie eine sportliche Verbundenheit schaffen wollte. Es gibt nichts Einfacheres, als sich über den Sport zu begegnen. Auf dem Feld sind wir alle gleich, dort spielen akademische Grade, die Herkunft oder das Geschlecht keinerlei Rolle. Auf dem Feld wird jede(r) ihr/ sein Bestes geben und sich, so gut es geht, für seine Mitspielenden einsetzen. Beim letzten Mal waren wir gemeinsam sehr erfolgreich, hatten alle viel Spaß und hoffen auch jetzt wieder darauf, dass wir erneut an die damaligen Leistungen anknüpfen können. Zum Ende hin würde ich mir allerdings noch wünschen, dass die gemeldeten Mannschaften noch einmal alle zusammen anstoßen.

Daniel Phan: Der Präses-Cup soll Menschen miteinander verbinden, die im Kontext der Evangelischen Kirche im Rheinland arbeiten und unterwegs sind. Fußball – und generell Sport – kann Brücken bauen, sodass man sich unabhängig von seiner beruflichen Stellung oder Position zunächst einmal als sportbegeisterte Person trifft. Werte im Sport wie Fairness werden auch im kirchlichen Kontext großgeschrieben, daher passt auch dies zusammen. Es ist eine Wertschätzung, dass der Präses persönlich kommt und so Begegnungen möglich werden.

Text: Marco Beumers/APK
Foto(s): Ebels

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