Wochentipps: Vielfalt und Begegnung

An diesem Wochenende bieten die evangelischen Kirchengemeinden in der Region eine Vielzahl von Veranstaltungen an, bei denen für jeden etwas dabei ist. Die Evangelische Trinitatis-Kirchengemeinde startet am Samstag um 11:00 Uhr ein Tauf- und Gemeindefest an der Erft mit einem Open-Air-Gottesdienst am Kanuverein in Bergheim-Zieverich. Die Evangelische Kirchengemeinde Altenberg/Schildgen feiert um 14:00 Uhr ein Tauffest im Altenberger Dom und an der Dhünn, begleitet vom Posaunenchor Altenberg. In Rodenkirchen findet um 14:00 Uhr ein Gemeindefest mit Spielen, Musik und Begegnungen statt. Die Evangelische Dietrich-Bonhoeffer-Gemeinde Junkersdorf lädt um 18:00 Uhr zu einem „Dinner in White“ rund um die Dietrich-Bonhoeffer-Kirche ein. Und die Evangelische Gemeinde Köln präsentiert um 19:00 Uhr das Konzert „The great American Songbook“ im Antoniterquartier. Am Sonntag um 14:30 Uhr spielt Kirchenmusikdirektor Andreas Meisner im Altenberger Dom das Konzert „Aquarium“ und in der Jakobuskirche in Brühl findet um 15:00 Uhr das „Sitzkissenkonzert“ mit Musik von Robert Schumann statt. Weitere Informationen zu den Veranstaltungen finden Sie auf den Websites der jeweiligen Kirchengemeinden.

12.08.2023, 11:00
Evangelische Trinitatis-Kirchengemeinde an der Erft
Christuskirche Zieverich, Aachener Straße 1, 50126 Bergheim-Zieverich
Tauf- und Gemeindefest an der Erft
Open-Air-Gottesdienst am Kanuverein
Am Samstag, 12. August, 11 Uhr, beginnt das Tauf- und Gemeindefest der Evangelischen Trinitatiskirchengemeinde an der Erft mit einem Open-Air-Gottesdienst an besonderem Ort: Menschen jeden Alters treffen sich auf dem Gelände des Kanuvereins Bergheim, Charlottenstraße 1a. Im Zentrum des Gottesdienstes steht die Taufe von Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen. Beim anschließenden Gemeindefest in und an der Christuskirche, Aachener Straße 1, kommen alle zusammen zum Reden, Feiern, Tanzen und Essen. Für die musikalische Unterhaltung sorgen die Band „Ruhama“ sowie regionale Künstler. Kreative Aktionen zum Thema „Wasser“ laden zum Mitmachen ein. Dazu wird reichlich zu Essen und zu Trinken angeboten.
www.trinitatis-kirchengemeinde.de

12.08.2023, 14:00
Evangelische Kirchengemeinde Altenberg/Schildgen
Altenberger Dom, Eugen-Heinen-Platz 2, 51519 Odenthal
Taufgottesdienst und Tauffest Altenberg
Der Posaunenchor Altenberg spielt an der Dhünn
Am Samstag, 12. August, 14.30 Uhr, feiert die Evangelische Kirchengemeinde Altenberg/Schildgen im Altenberger Dom, Eugen-Heinen-Platz 2, und open-air an der Dhünn ein großes bergisches Tauffest. Unter dem Motto „Wasser marsch“ wird getauft, gefeiert und gegrillt. Mit dabei ist der von Gerhard Heywang geleitete Posaunenchor Altenberg. Im Dom sorgt Organist Jonathan Roth für die musikalische Gestaltung.
www.altenberg-dom.de

12.08.2023, 14:00
Evangelische Kirchengemeinde Rodenkirchen
Erlöserkirche, Sürther Straße 34, 50996 Köln
Gemeindefest in Rodenkirchen
Spiele, Musik und Begegnungen bis in die Abendstunden
Die Evangelische Kirchengemeinde Rodenkirchen feiert am Samstag, 12. August, 14 Uhr, ihr jährliches Gemeindefest. Es gibt ein abwechslungsreiches Programm für Jung und Alt mit einer Andacht, Musik und Live Acts, Spiel-Angeboten sowie Bingo für alle. Für das leibliche Wohl wird mit Kaffee und Kuchen, Pommes und Würstchen gesorgt. Wer dabei sein möchte, trifft sich ab 14 Uhr bis in den Abend auf dem Gelände der Erlöserkirche, Sürther Straße 34.
www.erloeserkirche-rodenkirchen.de

12.08.2023, 18:00
Evangelische Dietrich-Bonhoeffer-Gemeinde Junkersdorf
Dietrich-Bonhoeffer-Kirche Junkersdorf, Birkenallee 20, 50858 Köln
„Dinner in White“ in Junkersdorf
Junkersdorfer kommen rund um die evangelische Kirche zusammen
Zu einem „Dinner in White“ am Samstag, 12. August, 18 bis 22 Uhr, lädt die Evangelische Dietrich-Bonhoeffer-Gemeinde Junkersdorf ein. Rund um die Dietrich-Bonhoeffer-Kirche, Birkenallee 20, kommen Interessierte zum gemeinsamen Essen, Trinken, Reden und Feiern zusammen. Die Teilnehmenden bringen ihre gefüllten Picknickkörbe sowie Geschirr, Gläser und Deko mit. Von der Gemeinde werden Tische und Bänke gestellt, die im Gemeindebüro oder per E-Mail an junkersdorf@ekir.de reserviert werden können. Ein Höhepunkt des Abends wird um 21 Uhr die Entzündung von Wunderkerzen sein. Um dem Namen des Festes zu entsprechen, wird um das Tragen heller, weißer Kleidung gebeten.
www.ev-in-junkersdorf.de

12.08.2023, 19:00
Evangelische Gemeinde Köln
Antoniterquartier, Antoniterstraße 14 – 16, 50667 Köln
Konzert Forum AntoniterMusik
„The great American Songbook“
In der Reihe Forum AntoniterMusik heißt es am Samstag, 12. August, 19 Uhr, im Antoniterquartier, Antoniterstraße 14-16: „The great American Songbook“. Zu Gast ist das Benedikt Göb Quartett mit Malte Dürschnabel (Saxophon), Benedikt Göb (Piano), Jan Blikslager (Bass) sowie Mathieu Clement (Drums). Der Eintritt kostet 8 Euro, ermäßigt 6 Euro.
www.antonitercitykirche.de

13.08.2023, 14:30
Evangelische Kirchengemeinde Altenberg/Schildgen
Altenberger Dom, Altenberg, 51519 Odenthal-Altenberg
Orgelmusik (nicht nur) für Kinder
Tiere aus dem Meer erklingen an der Orgel
Kirchenmusikdirektor Andreas Meisner spielt am Sonntag, 13. August, 14.30 Uhr, im Altenberger Dom, Eugen-Heinen-Platz 2, das Konzert „Aquarium“ von Andreas Willscher. Der Komponist hat neun Stücke für Orgel geschrieben, die vom Knurrhahn und dem Rochen über die Qualle bis hin zum Seepferdchen Tiere aus dem Meer „erklingen“ lassen. Das Konzert richtet sich nicht nur an Kinder. Der Eintritt ist frei.
www.altenberg-dom.de

13.08.2023, 15:00
Evangelische Kirchengemeinde Brühl
Jakobuskirche, Unter Eschen 24, 50321 Brühl
„Spieglein“ – Brühler „Sitzkissenkonzert“
Kinder lauschen der Musik von Robert Schumann
Für den Komponisten Robert Schumann waren seine „Kinderszenen“ (op. 15) “Rückspiegelungen eines Älteren für Ältere“. In einem „Sitzkissenkonzert“ am Sonntag, 13. August, 15 Uhr, in der Jakobuskirche Brühl, Unter Eschen 24, erklingt der bekannte Zyklus für Klavier eingebunden in Geschichten für junge Zuhörende. Kinder in Begleitung ihrer Eltern, Großeltern und Freundinnen und Freunde sind zu diesem Konzert mit Laura Lüdicke (Erzählerin und Sopran) und Ruth Dobernecker (Klavier) eingeladen. Dabei sind Krabbeln und Brabbeln nicht verboten. Der Eintritt ist frei, Spenden sind willkommen.
www.kirche-bruehl.de

Text: APK
Foto(s): Claudia Keller

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„Kirche2go“ informiert und unterstützt zum Schulstart: Mit Erklärvideos für den Religionsunterricht

Zum Start des neuen Schuljahres bietet unser Format „Kirche2go“ umfangreiche Informationsmöglichkeiten für den Religionsunterricht – mit kurzweilige Erklärvideos, die alles rund um das evangelische Leben in persönlichen und animierten Beiträgen erklären. Denn seit vier Jahren wächst und gedeiht das Angebot kontinuierlich, mittlerweile sind bereits mehr als 90 Filme produziert worden.

Wir wünschen einen guten Start ins neue Schuljahr!

Zum Schulbeginn wünschen wir allen Schülerinnen und Schülern einen guten Start in das neue Schuljahr! Wir hoffen, dass sie den Schulalltag erfolgreich meistern und ihre Ziele erreichen können. Gleichzeitig wünschen wir ihnen viel Freude und Begeisterung beim Lernen und Entdecken neuer Erfahrungen. Wir ermutigen alle Schülerinnen und Schüler, ihre Talente und Stärken zu entfalten, sich Herausforderungen zu stellen und ihr Potenzial auszuschöpfen. Auf ein erfolgreiches und spannendes Schuljahr!

Kirche2go deckt ein breites Spektrum an Themen ab

Taufe, Vergebung, Bibel. Abendmahl, Martin Luther, Kirchenjahr. Von der Bedeutung von Ostern, Pfingsten und Weihnachten, bis hin zur Frage, warum gendersensible Sprache wichtig ist – Kirche2go deckt ein breites Spektrum an Themen ab. Insbesondere zu Beginn des Schuljahres kann das Format eine verlässliche Informationsquelle für interessierte Schülerinnen und Schüler sein. Das erfolgreichste Video mit dem Titel „Was sind die 10 Gebote?“ hat bereits 19.000 Klicks erhalten und zeigt, wie wichtig es ist, neue und moderne Formate für den Religionsunterricht anzubieten.

Wir arbeiten daran, auch in Zukunft interessante, relevante und informative Erklärvideos für Sie produzieren zu können – wir erschließen ständig neue Themen und freuen uns über das große Interesse und die Unterstützung der Zuschauerinnen und Zuschauer!

In Zeiten der Digitalisierung und des Online-Lernens bietet Kirche2go somit eine zeitgemäße und moderne Möglichkeit, um Interessierte schnell und unkompliziert über evangelische Themen zu informieren.

In unserem Videokanal finden sich zudem weitere spannende Formate wie die „Kölner Kirchenbank“ mit Interviews rund um Kirche und Glauben oder „Allerhand Alltagsgeschichten“ mit Videos in Gebärdensprache rund um Kirche und Glauben.

Hier gehts zu Kirche2go auf der Videoplattform Youtube:

www.youtube.com/@kirchekoeln

Text: APK
Foto(s): APK

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Thora, Bibel, Koran – wie beten Juden, Christen und Muslime? Kölner Kirchenbank mit Rabbinerin Natalia Verzhbovska

Thora, Bibel, Koran: Eine Rabbinerin, eine Imamin, eine evangelische Pfarrerin und ein Pfarrer im Austausch bei der Melanchthon-Akademie: Wie gehen Juden, Christen und Muslime mit ihren Schriften um? Ist die letzte/jüngste Schrift die gültigste? Warum eventuell nicht? Was tun Juden, Christen und Muslime, wenn sie beten? Was bedeutet heilig? Was kadosch? Was ist Segen? Wie stellen sich Juden, Christen und Muslime die Gottesbeziehung vor? Welche der drei Religionen hat wen wie beeinflusst? Wie gehen Juden, Christen und Muslime mit Widersprüchlichkeit in ihren Schriften um? Solche und weitere Fragen werden besprochen – hören Sie die Rabbinerin Natalia Verzhbovska auf der Kölner Kirchenbank:

Weitere Videos zu diesem oder einem anderen Thema? Klicken Sie rein und abonnieren Sie unseren Videokanal auf YouTube: https://bit.ly/2JDf32o

Text: APK
Foto(s): APK

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Filmstudio im Gemeindezentrum Bensberg: Jugendliche produzieren eigene Videos

Die evangelische Kirchengemeinde Bensberg hat im letzten Jahr ein Filmstudio im Gemeindezentrum eingerichtet, um Filmprojekte umzusetzen. Samuel Dörr, Pfarrer Evangelische Kirchengemeinde Bensberg, berichtet: „Ziel ist es, dass Jugendliche selbst Videos gestalten, mit ihrer Perspektive auf Kirche, Glaube und die Konfirmandenzeit.“ Ein besonderes Projekt ist KonfiTalk – ein eigener Youtube-Kanal, der von Jugendlichen mit Inhalten wie Videos zum Glauben bespielt wird.

Es wurden unter anderem verschiedene Kurzfilme gedreht. Diese wurden in unterschiedlichen Settings wie Konfifreizeiten, Jugendtreffs und Kurzfilm-Workshops realisiert. Themen wie Vergebung oder „Die typischen Gottesdienstbesucher“ wurden dabei bearbeitet. Auch für den „digitalen Weihnachtsgottesdienst to go“ gab es Aufnahmen in Schulen und Kindertagesstätten. Weitere Projekte sind bereits in Planung.

Aktuell arbeitet die Gemeinde an einer Interviewreihe mit dem Titel „Was wenn Gott…?“: Es wird jeweils eine Frage gestellt und von verschiedenen Menschen beantwortet. „Was wenn Gott ein Harry Potter Charakter wäre, welcher wäre er?“, „Was wenn Gott ein Pokemon wäre, welches Pokemon wäre Gott?“ oder „Was wenn Gott eine Handy-App wäre, welche App wäre er?“ sind Fragen, die diskutiert werden.

Kamera, Mikrofone, Lichttechnik, Greenscreen

Das Equipment für das Filmstudio konnte durch zwei größere Spenden angeschafft werden und umfasst eine Kamera, Mikrofone, Lichttechnik, Greenscreen etc.

Zum Pfingstfest wurde ein neues Video mit dem Titel „Reise zur Toleranz“ gedreht, das im ökumenischen Gottesdienst gezeigt wurde und danach auch auf dem Youtube-Kanal zu sehen sein wird. Das Video beschäftigt sich mit der Thematik, wie leicht man sich missverstehen kann und wie wertvoll es ist, dieselbe Sprache zu sprechen.

Pfarrer Dörr zeigt sich begeistert von den bisherigen Ergebnissen und dem Potenzial, das in diesem Projekt steckt: „Wir haben in der Gemeinde einen tollen Teamgeist und jeder bringt seine eigenen Ideen ein. Wir möchten die Jugendlichen in ihrer Entwicklung unterstützen und auch die ältere Generation mit unseren Filmprojekten ansprechen. Wir wollen zeigen, dass Kirche lebendig und zeitgemäß ist und sich auch mit aktuellen Themen wie zum Beispiel den sozialen Medien oder dem Umgang mit Technik auseinandersetzt“, so Dörr.

„Die Idee, dass Jugendliche selbst Videos produzieren und auf dem eigenen Youtube-Kanal veröffentlichen können, ist ein wichtiger Baustein in der Arbeit der Kirchengemeinde. Die Jugendlichen können ihre eigene Perspektive auf Themen wie Kirche, Glaube und Konfirmandenzeit einbringen und sich kreativ verwirklichen. Das macht unsere Arbeit spannend und wir freuen uns, dass wir so viele Jugendliche erreichen können“, sagt Dörr.

Insgesamt ist das Filmprojekt der Kirchengemeinde ein wichtiger Schritt in Richtung einer modernen und zukunftsorientierten Arbeit mit verschiedenen Zielgruppen in der Gemeinde. Das Filmstudio und die Projekte bieten Jugendlichen die Möglichkeit, eigene Ideen umzusetzen und sich aktiv einzubringen. Die Jugendlichen treffen sich jeweils freitags von 17 bis 20 Uhr im Gemeindezentrum Bensberg. Über Verstärkung und Unterstützung freut sich das Team.

www.kirche-bensberg.de

https://www.youtube.com/@konfitalk3583

Text: APK
Foto(s): Samuel Dörr

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Kirche2go fragt: Was ist eigentlich der Himmel?

Kirche2go fragt: Was ist eigentlich der Himmel? Vom Himmel ist in der Bibel oft die Rede. „Der Himmel, das ist erstmal Wirkungsraum Gottes. Aber es ist eben auch der Raum, in dem die Vögel zum Beispiel fliegen und auch die Flugzeuge“, sagt Pfarrerin Laura Kadur. Sie geht in dieser Kirche2go-Folge darauf ein, wie der Himmel in anderen Sprachen definiert wird. Und ganz persönlich, was der Himmel für sie bedeutet.

Weitere Videos? Dann abonnieren Sie unseren Youtubekanal: www.youtube.com/kirchekoeln

Hier der Text zum Nachlesen:

Kirche2go fragt: Was ist eigentlich der Himmel? Ich glaube an Gott, den Vater, den Allmächtigen, der Himmel und Erde geschaffen hat. Der Himmel, das ist erstmal Wirkungsraum Gottes. Aber es ist eben auch der Raum, in dem die Vögel zum Beispiel fliegen und auch die Flugzeuge. Das Englische hat da etwas einfacher, weil sie unterscheiden quasi zwischen Sky und Heaven. Heaven als der Wohnort Gottes und Sky als der Ort, wo die Flugzeuge fliegen. Wir kennen das Wort Himmel aus der Bibel ganz, ganz oft. Zum Beispiel auch aus dem „Vater Unser im Himmel“ oder halt so, wie ich gerade gesagt habe aus dem Glaubensbekenntnis. Viele glauben, dass auch die Verstorbenen in den Himmel kommen. Also, dass es da irgendwie auch einen Ort für sie gibt. Wir bekennen im Glaubensbekenntnis, dass Jesus aufgefahren ist in den Himmel und er von dort kommen wird. Wir haben das Gefühl, dass der Himmel uns ganz umspannt. Dass er irgendwie auch mit zu Gottes Schöpfung gehört. Und immer wieder gibt es auch diese Fingerzeige, dass sich Himmel und Erde berühren. Dass Gott immer wieder auch was zu tun hat hier mit dieser Welt. Dass er eben nicht nur der Schöpfer ist, der in seinem Machtbereich des Himmels sitzt, sondern dass es immer wieder Situationen gibt, wo der Himmel auf Erden kommt. Und ich glaube, das ist auch das, was so Jesu Botschaft war im Neuen Testament. Dass wir ein Stück des Himmels hier schon auf Erden wahr werden lassen. Dass wir Gottes Reich und Gottes Liebe für uns – so wie sie quasi auch gewollt und gedacht ist – hier schon auf der Erde, die noch nicht erlöst ist, quasi anfangen umzusetzen. Das ist doch einfach himmlisch, oder?

Text: APK
Foto(s): APK

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Sommerakademie der Melanchthon-Akademie: Wem gehört die Stadt in Chorweiler?

„Zukunft findet Stadt II“: Die Sommerakademie 2023 der Melanchthon-Akademie findet am Freitag, 11. August 2023, von 19 bis 20.30 Uhr, und am Samstag, 12. August, von 10 bis 16.30 Uhr statt und widmet sich dem Kölner Stadtteil Chorweiler. Veränderungsprozesse in Stadtteilen kündigen sich an oder sind in vollem Gange. Wem gehört die Stadt in Chorweiler? Fragen und (Ideal-)Vorstellungen werden hörbar zu Teilhabe, Exklusion, Gerechtigkeit, Migration, Wohnqualität, Mobilität, und dem Klimawandel und prägen unser Verständnis von einer Stadt von Morgen.

Die Sommerakademie möchte den Visionen einer Stadt der Zukunft mit Gesprächen, Erkundungen, neuen Erfahrungen und ortsspezifischen Interventionen aus vielfältigen Perspektiven nachgehen.

Freitagabend, 11. August, 19 – 20:30 Uhr

Podiumsdiskussion „Wem gehört die Stadt in Chorweiler?“

In diesem Jahr werden bei der Sommerakademie die Grenzen der Innenstadt überschritten und innovative gesellschaftliche Ansätze, Kunst & Kultur und das „eigenständig-lebendige Veedel“ jenseits der immer genannten Kölner Veedel gefunden: Der Weg führt nach Chorweiler, ein Stadtteil mit spannender Geschichte und spannender Bewegung – zudem ein Schauplatz für Graffiti-Sub- und Jugendkultur. Auf dem Podium wird diskutiert, was diesen Stadtteil so besonders und wichtig macht und warum er die Reise durchaus wert ist – mit Neele Behler, Kulturanthropologin und Leiterin des Karl-Arnold-Instituts, Puja Bagheri, Referent für politische Bildung und Mitgründer von Outline e.V., Dr. Dorothea Wiktorin, Stadtgeografin, Verfasserin Die „Neue Stadt“ Köln-Chorweiler und Dr. Ayla Güler Saied, Migrations- und Stadtsoziologin, Hip-Hop-Forscherin.

Bei gutem Wetter wird im Anschluss ein Film zum Thema im OpenAir-Kino gezeigt. Der Eintritt ist frei!

Treffpunkt Freitag: Melanchthon-Akademie, Kartäuserwall 24b, 50678 Köln

Samstag, 12. August, 10 – 16:30 Uhr

Interaktive Stadtraumerkundung in Chorweiler

Den Stadtteil Chorweiler mal anders erleben – mit einer interaktiven Stadtführung der besonderen Art. Um das Chorweiler der Chorweileraner und -innen kennenzulernen, bietet sich eine performative Erkundung an, bei der die Zwischenräume der Stadtteile erkundet werden. Dabei werden Klänge, Bilder und Farben aus Synagoge, Kirche, Moschee und säkularen Räumen wahrgenommen, um ein umfassendes Bild des Stadtteils zu erhalten.

Im Rahmen des Stadtteilfests „Styles n‘ Hoops“ bietet sich die Gelegenheit, die kulturelle Vielfalt des Stadtteils zu feiern und gemeinsam Visionen für die Stadt von Morgen zu entwickeln. Wie kann die Zukunft Chorweilers aussehen und welche Bereiche sind bereits heute weit entwickelt? Die Teilnehmenden haben die Möglichkeit, die Stadt auf unerwarteten Wegen kennenzulernen und dabei neue Begegnungen und Ideen zu entdecken.

Und das Beste: Es gibt auch richtig gutes Essen! Die Teilnahme an der interaktiven Stadtraumerkundung kostet 15 Euro inklusive eines Mittagsimbisses.

Das Ziel der Veranstaltung ist es, den Teilnehmenden ein authentisches und facettenreiches Bild des Stadtteils Chorweiler zu vermitteln und gleichzeitig die Möglichkeit zu bieten, sich mit anderen Menschen auszutauschen und Visionen für die Zukunft zu entwickeln. Die interaktive Stadtraumerkundung ist damit nicht nur ein Erlebnis für die Sinne, sondern auch eine Chance für einen konstruktiven Dialog und Austausch.

Treffpunkt Samstag: S-Bahnhaltestelle Köln-Chorweiler

Anmeldung

Eine Anmeldung ist erforderlich bis zum 8. August 2023 mit der Seminarnummer 6200F an unter anmeldung@melanchthon-akademie.de oder Telefon 0221-931803-0.

Weitere Informationen gibt es im Flyer.

www.melanchthon-akademie.de

Text: APK
Foto(s): Grafik: Neele Behler/Flyer-Screenshot APK

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WOCHENTIPPS: Bilderbuchtheater, „Michalympics“, „Moving Sounds“ und Orgelakademie

Erleben Sie spannende Veranstaltungen in und um Köln! Am Freitag, den 4. August um 18 Uhr, laden wir Sie herzlich zu einem vergnüglichen Bilderbuchtheater-Abend in die Auferstehungskirche Ostheim ein. Präsentiert von Christa Atcen und Andrea Stangenberg. Am Samstag, den 5. August ab 14 Uhr, ist es endlich wieder soweit: Die „Michalympics“ in Michaelshoven kehren zurück! Nehmen Sie teil an der Sport- und Spielolympiade für Menschen mit Behinderungen. Am Sonntag, den 6. August um 10:30 Uhr, beginnen wir das Gemeindefest in Frechen mit einem feierlichen Gottesdienst in der Evangelischen Kirche. Verabschieden Sie gemeinsam mit uns Pfarrer Bernd Stollewerk. Anschließend erwartet Sie ein buntes Programm für Jung und Alt. Tauchen Sie am Sonntag, den 6. August um 17 Uhr, in ein musikalisches Highlight in der Christuskirche Brühl ein. Das Konzert „Moving Sounds“ mit Tara Boumann und Markus Stockhausen verspricht ein abwechslungsreiches Programm voller musikalischer Höhepunkte und lassen Sie sich am Montag, den 7. August um 20 Uhr, von der Internationalen Orgelakademie in Altenberg verzaubern. Der junge französische Organist David Cassan eröffnet den Abend.

Erleben Sie mit uns besondere Momente, wir freuen uns auf Sie! Hier unsere Wochentipps im Detail:

04.08.2023, 18:00
Evangelische Kirchengemeinde Köln-Rath-Ostheim
Auferstehungskirche Ostheim, Heppenheimer Straße 7, 51107 Köln
Bilderbuchtheater: Der kluge Fischer und die Ente
Ein vergnüglicher Abend mit Lesung und Musik für Kinder und Erwachsene
Am Freitag, 4. August, 18 Uhr, lädt die Evangelische Kirchengemeinde Köln-Rath-Ostheim im Rahmen der Reihe „Litera-Türchen“ zu einer vergnüglichen Bilderbuchtheater-Vorstellung des Stücks “Der kluge Fischer und die Ente” in die Auferstehungskirche Ostheim, Heppenheimer Straße 7, 51107 Köln ein. Christa Atcen und Andrea Stangenberg präsentieren die Geschichte nach Heinrich Bölls Erzählung „Der kluge Fischer“ und bieten einen Abend mit Lesung und Musik. Kinder, Eltern, Großeltern und alle Interessierten sind zum Zuhören, Mitmachen und Mitsingen am letzten Freitag in den Sommerferien herzlich eingeladen.
www.kirchengemeinde-rath-ostheim.de

 

05.08.2023, 14:00
Diakonie Michaelshoven
Wiese am Heilpädagogischen Zentrum der Diakonie Michaelshoven, Pfarrer-te-Reh-Straße 2, 50999 Köln
Sport- und Spielolympiade für Menschen mit Behinderungen
„Michalympics“ in Michaelshoven
Aufgrund der Pandemie konnten die „Michalympics“ die letzten Jahre nicht stattfinden. Am Samstag, 5. August, 14 bis 17 Uhr, ist es aber wieder soweit und auf der Wiese am Heilpädagogischen Zentrum, Pfarrer-te-Reh-Straße 2, stehen Sport, Bewegung und Spaß auf dem Programm. Mit Disziplinen wie Pantoffelweitwerfen, Telefonbücher stemmen oder auch Eisstockschießen möchten die „Michalympics“ Menschen mit Behinderungen zur Bewegung motivieren. In diesem Jahr wird es auch eine Tischtennis-Station geben, denn der neue theologische Vorstand der Diakonie Michaelshoven, Rainer Schmidt war mehrfacher Medaillengewinner im Tischtennis bei den Europa- und Weltmeisterschaften der Paralympics und möchte für den Sport begeistern.
www.diakonie-michaelshoven.de

 

06.08.2023, 10:30
Evangelische Kirchengemeinde Frechen
Evangelische Kirche, Hauptstraße 209, 50226 Frechen
Gottesdienst zur Verabschiedung von Pfarrer Bernd Stollewerk
Anschließend wird das Gemeindefest in Frechen gefeiert
Die Evangelische Kirchengemeinde Frechen beginnt ihr Gemeindefest am Sonntag, 6. August, 10.30 Uhr, mit einem Gottesdienst in der Evangelischen Kirche Frechen, Hauptstraße 209. Im Gottesdienst mit Kantorei wird Pfarrer Bernd Stollewerk verabschiedet. Die Entpflichtung erfolgt durch Pfarrer Bernhard Seiger, Stadtsuperintendent und Superintendent des Evangelischen Kirchenkreises Köln-Süd. Parallel dazu findet „Minimax“, ein Kinder- und Familiengottesdienst statt. Im Anschluss beginnt ein buntes Programm für Jung und Alt mit verschiedenen Aufführungen, Essen und Trinken und vor allem viel Spaß und schönen Begegnungen.
www.kirche-frechen.de

 

06.08.2023, 17:00
Evangelische Kirchengemeinde Brühl
Christuskirche, Mayersweg 10, 50321 Brühl
Konzert „Moving Sounds“ mit Tara Boumann und Markus Stockhausen
Sommerkirche 2023 in Brühl
Am Sonntag, 6. August, 17 Uhr, findet das Konzert „Moving Sounds“ mit Tara Boumann (Klarinette und Bassklarinette) und Markus Stockhausen (Trompete, Piccolo-Trompete, Flügelhorn) in der Christuskirche Brühl, Mayersweg 10, statt. Das Konzert findet im Rahmen der Reihe „Sommerkirche 2023“ statt. Die Kantorinnen Marion Köhler und Ruth Dobernecker haben gemeinsam mit Pfarrerin Renate Gerhard ein abwechslungsreiches Programm mit Geschichten, Lesungen, Orgelkonzerte, Vokalensembles, Blechbläser und vielen anderen musikalischen Highlights zusammengestellt. Der Eintritt ist jeweils frei, Spenden sind erwünscht.
www.kirche-bruehl.de

 

07.08.2023, 20:00
Evangelische Kirchengemeinde Altenberg/Schildgen
Altenberger Dom, Eugen-Heinen-Platz 2, 51519 Odenthal
Internationale Orgelakademie in Altenberg
Improvisationskonzert mit Organisten aus Paris
Jeden Abend während der Internationalen Orgelakademie für Improvisation (7. bis 10. August) in Altenberg geben die Dozenten eine Kostprobe ihres Könnens. Am Montag, 7. August, 20 Uhr,  eröffnet der junge französische Organist David Cassan den Reigen der Dozentenkonzerte. Im Altenberger Dom, Eugen-Heinen-Platz 2, erwartet die Zuhörerinnen und Zuhörer ein spannender Orgelabend mit Improvisationen in verschiedenen Stilen und Formen. Der Eintritt ist frei.
www.dommusik-aktuell.de

Text: APK
Foto(s): APK

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„Ich steh zur Wahl – Ich geh zur Wahl“: Unterstützung für ehrenamtliche Presbyterinnen und Presbyter

„Ich steh zur Wahl – Ich geh zur Wahl“: Die nächsten Presbyteriumswahlen finden am 18. Februar 2024 statt. Wir geben in unserer Reihe einen Überblick über Presbyterien, welche Deadlines es gibt, was die Aufgaben eines Presbyters/einer Presbyterin sind, wer wählbar ist, und viele weitere interessante Fakten und Hintergründe. Alle Artikel sind auf www.kirche-koeln.de zu finden. Presbyterinnen und Presbyter arbeiten ehrenamtlich und erhalten Unterstützung bei ihren Aufgaben:

Warum ehrenamtlich arbeiten?

Die Kirche lebt von ehrenamtlichem Engagement. Ungefähr 110.000 Menschen arbeiten laut der Mappe „Willkommen! Eine Information für ehrenamtlich Mitarbeitende in den Gremien der evangelischen Kirche im Rheinland“ in der Evangelischen Kirche im Rheinland ehrenamtlich, z. B. in der Kinder- und Jugendarbeit, in Gottesdiensten und Kirchenmusik, in der Flüchtlingsarbeit oder in Leitungsgremien und Arbeitskreisen. In der Evangelischen Kirche im Rheinland werden alle Leitungsentscheidungen in Gremien getroffen. Ehrenamtliche in allen Arbeitsfeldern der Kirche engagieren sich und bringen ihre Zeit, ihre Kraft und ihre Fähigkeiten für eine bestimmte Aufgabe ein. Sie übernehmen viel Verantwortung, können aber auch viel gestalten. Begleitung und Unterstützung sind unabdingbar für gelingende ehrenamtliche Arbeit.

Welche Unterstützung gibt es?

Alle Mitglieder des Presbyteriums haben Anspruch auf vollständige und umfassende Informationen, die sie für die Ausübung ihres Dienstes brauchen. Auch wird ihnen die Nutzung des Intranets der Landeskirche https://portal.ekir.de empfohlen: Neben der Einrichtung eines persönlichen E-Mail- Postfachs sind dort viele weitere hilfreiche Informationen zu finden. Presbyterinnen und Presbyter haben Anspruch auf Auslagenerstattung, beispielsweise Fahrtkosten, Kinderbetreuungskosten, Porto und Telefonkosten. Auslagenerstattung sowie Versicherungsschutz sind außerdem ein Teil der Anerkennung für die ehrenamtliche Arbeit. Als Unterstützung für die neuen Aufgaben im Presbyterium werden verschiedene Fortbildungen angeboten. Einen Überblick darüber gibt es hier: www.fortbildung.ekir.de/.

Was bietet das Intranet der Landeskirche „portal.ekir.de“?

Als Unterstützung für ehrenamtliche Presbyter und -innen bietet die Evangelische Kirche im Rheinland den Zugang zum internen portal.ekir.de an. Als Nutzer/Nutzerin bekommt man nach der Registrierung eine eigene Email-Adresse (vorname.nachname@ekir.de) und damit den Zugang zum Intranet mit vielen hilfreichen Artikeln und internen Veranstaltungen sowie weiteren nützlichen Anwendungen:

  • ein datenschutzkonfomer Cloudspeicher
  • ein Terminfindungs- und Umfragetool
  • das Etherpad der EKD
  • den Zugang zur Bilddatenbank FUNDUS
  • ein Tool für Videokonferenzen
  • den Kirchenshop
  • das Einkaufsportal „Wir kaufen anders“
  • das Online-Gemeindeverzeichnis
  • außerdem können dort Fachanwendungen, die für den Dienst nötig sind, freigeschaltet werden: z.B. die Finanzplanungs- und Buchungssoftware Wilken

Der Zugang zum Portal ist auch für Mitglieder von Fachausschüssen, die keine Presbyter oder -innen sind, angezeigt und empfohlen, da nur mit der @ekir.de -Mail-Adresse ein datenschutzkonformer Versand von Sitzungsunterlagen gewährleistet ist.

Was ist in der Willkommensmappe zu finden?

Damit der Einstieg in die ehrenamtliche Tätigkeit leicht fällt, gibt es eine Willkommensmappe, die online abrufbar ist. Sie enthält eine Vielzahl von nützlichen Informationen, von A wie Abkürzungsverzeichnis bis Z wie Zertifikat.

Was bedeutet es, ein Ehrenamt innezuhaben?

Die Ehrenamtler werden Teil einer starken Gemeinschaft. Hier wird gemeinsam gestaltet und entschieden. Ansprechpersonen stehen mit Rat und Tat zur Seite. Man kann vor Ort nachfragen, wer aus dem Kreis der Hauptamtlichen, aus der Verwaltung und aus Ihrem Gremium für Fragen zur Verfügung steht. Man kann sogar eine Patin oder einen Paten zur Seite gestellt bekommen, um im ersten Jahr in der neuen Aufgabe unterstützt zu werden. Bei einer ehrenamtlichen Tätigkeit in der Kirche übernimmt man eine klar umrissene Aufgabe und geht damit für eine bestimmte Zeit eine Verpflichtung ein.

Wie sollte man seine Zeit bei einer ehrenamtlichen Tätigkeit in der Kirche einteilen?

Es ist wichtig, sich der eigenen Kapazitäten bewusst zu sein und sich nicht zu überfordern. Niemandem ist damit geholfen, wenn man sich selbst überfordert und sich dann abwendet. Um dies zu vermeiden, sollte man ehrlich mit sich selbst und mit den Haupt- und Ehrenamtlichen sein und sich klarmachen, wie viel Zeit man für die Aufgabe aufbringen kann und möchte.

Text: APK
Foto(s): APK

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Was ist die Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen? Constantin Miron auf der Kölner Kirchenbank

In der öffentlichen Wahrnehmung von Christentum und Ökumene stehen die beiden großen Kirchen, die evangelische und die katholische, in der Regel an erster Stelle. Doch es bemühen sich auch viele andere Kirchen, Religionsgemeinschaften und Konfessionen um das Christentum. Viele von ihnen gehören der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Deutschland (ACK) an, einem Verein, dem seit 2019 der griechisch-orthodoxe Erzpriester Radu Constantin Miron als Vorsitzender vorsteht. Es ist das erste Mal in der rund 70-jährigen Geschichte des Vereins, dass ein orthodoxer Christ zum Vorsitzenden bestimmt wurde.

Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen

In der Reihe „Kölner Kirchenbank“ spricht der Pfarrer der griechisch-orthodoxen Kirchengemeinde Köln mit Sammy Wintersohl über Ökumene, die Hagia Sophia und darüber, welcher Aufgaben sich die ACK annimmt. Unter dem Titel „Was ist die Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen“, erläutert Constantin Miron, dass die ACK 1948 unter dem Eindruck des verheerenden Weltkriegs entstand. In einer Zeit, als die Vertreter der Kirchen „tun wollten, was getan werden kann“ mit der Zielsetzung die Gedanken zur Ökumene mit Inhalten zu füllen. Heute bilden 25 Kirchen, darunter auch die großen Volkskirchen, die Gemeinschaft, die sich auf örtlicher, auf Länder- und Bundesebene unter anderem die Frage stellt: Wie können wir als Christen eins werden und auch bleiben.“ Zweimal im Jahr finden Mitgliederversammlungen statt, es existiert eine Zusammenarbeit mit dem Innenministerium, und es gibt den Deutschen Ökumenischen Studienausschuss, der theologische Stellungnahmen erarbeitet.

Die AGCK der ehemaligen DDR sei nach der Wiedervereinigung ebenfalls Teil der ACK geworden, so der Erzpriester. Die orthodoxe Kirche ist seit 1974 Mitglied. Und es gebe durchaus in der orthodoxen Kirche immer noch kritische Stimmen zur Ökumene. Doch, so betont der Vorsitzende: „Die Position meiner Kirche und meine eigene ist aber, dass es eine demütige Offenheit geben muss, für alle, die den Namen Christi anrufen und, dass es den Skandal der Trennung der Kirchen nicht mehr geben sollte.“

Wertschätzung aller

Als Vorsitzender der ACK bleibt es nicht aus, sich politisch äußern zu müssen. So stehe die Arbeitsgemeinschaft in regelmäßigem Kontakt und Austausch mit der Bundesregierung, erklärt der Erzpriester und fügt hinzu: „Natürlich ist mein Ohr als orthodoxer Christ auch nach Osten geneigt.“ Wie positioniert ihr euch? –  das sei eine Frage gewesen, die gestellt wurde, als der türkische Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan im Frühjahr 2020 verlauten ließ, die Hagia Sophia in Istanbul werde vom Museum wieder zur Moschee. Dieses Vorgehen des Präsidenten kritisierte die ACK. Denn die nun seit Ende Juli zum zweiten Mal stattfindende Islamisierung der bis 1453 wichtigsten Kirche des orthodoxen Christentums, sei „ein deutliches Zeichen“.

„Als die Hagia Sophia ein Museum war, konnten alle Menschen hingehen und die unterschiedlichen Formen der Frömmigkeit über 1500 Jahre hinweg wahrnehmen. Das habe ich als eine salomonische und wertschätzende Lösung empfunden“, erläutert Constantin Miron seine Kritik an der Entscheidung, die Hagia Sophia wieder als Moschee zu nutzen, die auch so in einer Erklärung der ACK formuliert wurde. „Wertschätzung aller“ ist ein Ausdruck, den der Erzpriester auch in Hinsicht auf das Thema interreligiöser Dialog beziehungsweise Ökumene benutzt, denn er ist überzeugt: „Nur so können wir weiterkommen.“

Ökumene in der Zukunft

Es soll auch ein Weiterkommen in dem Bemühen sein, die Ökumene zu den Menschen zu bringen. 2021/22 wird das Jahr der Ökumene ausgerufen. In Hamburg wird im Januar die Gebetswoche für die Einheit der Christen beginnen. Auf dem Ökumenischen Kirchentag in Frankfurt im Mai soll in der Innenstadt Ökumene in ihrer ganzen Vielfalt in einer „Stadt der Ökumene“ abgebildet werden. Ob dort ein gemeinsames Abendmahl stattfinde, werde allerdings gerade noch diskutiert, räumte der Theologe ein und erinnerte daran, dass die Corona-Pandemie vermutlich auch im kommenden Mai Pläne zunichtemachen könnte. Abschließend fasst er seine Ziele als Vorsitzender der ACK zusammen: „Es geht immer um das gegenseitige Kennenlernen. Wenn man dann irgendwann von der Kirche Deutschlands spricht und nicht mehr nur die beiden Volkskirchen meint, ist doch schon viel erreicht.“

 

Text: Katja Pohl
Foto(s): APK

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Kirchliche Vielfalt in Köln: Ein Popup-Hochzeitsfest für alle Paare, die nach Segen suchen

Es lebe die Liebe! Die Evangelische Kirche in Köln und der Region wird am 26. August ein Popup-Hochzeitsfest ausrichten. Im Folgenden erklärt Pfarrer Sebastian Baer-Henney, was die Beweggründe für die Ausrichtung des Hochzeitsfests sind und welche Bedeutung der Segen hat – und er geht auf die Bedeutung von Vielfalt und individueller Gestaltung von Hochzeiten für die evangelische Kirche in Köln und der Region ein:

Sebastian Baer-Henney: Wir bekommen mit, dass es bei Menschen, egal ob „kirchlich“ oder eher kirchendistanziert, ein großes Bedürfnis nach Segen gibt, nach der Begleitung durch Gott. Viele wollen für ihre Partnerschaft um Segen bitten – sind aber aus verschiedenen Gründen bisher nicht vor den Altar getreten. Sei es, dass es rechtliche Hürden gab (z.B. den fehlenden Aufenthaltsstatus), sei es, dass dadurch schwierige Konsequenzen zu befürchten sind (Verlust einer Hinterbliebenenrente) – sei es, dass sie einfach das große Fest gescheut haben. Warum sollte diesen Menschen der Segen versagt bleiben? Wir möchten ihnen den Raum für Segen geben.

Was bedeutet das Motto „Vielfalt feiern“ für die Organisation und Umsetzung des Festes?

Sebastian Baer-Henney: Vielfalt feiern, das war schon das Motto unseres großen Tauffestes im vergangenen Jahr. Wir glauben, dass Gottes Schöpfung vielfältig ist, und dass es eine Vielzahl von Beziehungskonstellationen gibt. Daher wollen wir Paare in all ihrer Vielfalt segnen – und dabei selber auch vielfältig auftreten. Menschen können sich aus vielen Elementen eine sehr individuelle Hochzeit zusammenstellen. Das fängt beim Ort an: lieber in der Kirche klassisch, oder unterm Baum? Im kleinen Rahmen mit Konfetti von oben oder draußen im Park beim Picknick mit Freund:innen? Oder vielleicht unterm Colonius op Kölsch? Dazu können sie verschiedene Arten Musik wählen: Chanson oder Stehgeiger, Orgel oder das Lied vom ersten Date. Alles möglich. Und wer mag, kann sich noch Extras buchen: Picknickpakete für die Gäste, Sekt, Blumen, Waffeln – oder auch eine Fahrt in der Hochzeits-Rikscha. Wir wollen den Menschen vielfältig begegnen.

An wen richtet sich das Popup-Hochzeitsfest?

Sebastian Baer-Henney: An alle Paare, die sich segnen lassen wollen. Wir glauben, dass Beziehungen zwischen Menschen etwas Geschenktes sind, und wir glauben, dass wir als Menschen zwar Vieles aber doch nicht alles im Griff haben. Entsprechend kann es hilfreich sein, um Gottes Begleitung als Paar zu bitten, um Geistkraft, die den liebenden Blick füreinander stärken und die Beziehung so um eine Dimension erweitern kann. Während übrigens eine Trauung in unserer Kirche die Segnung einer bestehenden Ehe ist, also von Paaren, die schon beim Standesamt waren, ist es bei dieser Hochzeit anders: Man muss nicht staatlich verheiratet sein. Natürlich kann man das später noch machen.

Wie können Paare sich für das Hochzeitsfest anmelden?

Sebastian Baer-Henney: Eine Anmeldung ist möglich, aber nicht notwendig. Wer will, kann gerne ganz spontan kommen. Wem es hilft, der kann sich aber auch anmelden unter info@hochzeits-fest.com.

Welche Bedeutung hat der Segen für die Paare?

Sebastian Baer-Henney: Segen ist kein Glücksbringer. Es geht nicht darum, einen Talisman zu bekommen, dem man dann das Gelingen der Beziehung aufdrücken kann. Segen ist eine Kraft, die von Gott gegeben wird. Sie begleitet uns und schenkt uns den Blick dafür, dass das, was wir am Gegenüber haben, ein von Gott gegebenes Geschenk ist. Das gibt Erleichterung, weil es uns zeigt, dass wir nicht alle Fäden selbst zusammenhalten müssen – zugleich ist es die Verantwortung, mit diesem Geschenk gut umzugehen und die Beziehung zu pflegen. So ist Segen Stärkung für das, was wir nicht lenken können und ein Aufruf an uns, verantwortungsvoll mit der Beziehung umzugehen. Vielleicht könnte man sagen: Segen ist ein Gütesiegel für eine Beziehung. Das Siegel der Geistkraft Gottes.

Welchen Stellenwert hat die individuelle Gestaltung für die Evangelische Kirche in Köln und der Region?

Sebastian Baer-Henney: Für die Menschen ist es wichtig, dass sie den Glauben so leben können, wie er ihnen von Gott geschenkt worden ist. Das bedeutet für uns als Kirche, dass wir ernst nehmen müssen, dass es Menschen gibt, denen unsere Ausdrucksformen des Glaubens nicht zugänglich sind. Diese Menschen wollen wir nicht allein stehen lassen. Wir wollen mit ihnen im Dialog Ausdrucksformen des Glaubens finden, die menschliche Bedürfnisse und christliche Traditionen zusammenbringen. So entstehen neue Formen von Relevanz – denn vielen Menschen ist die Relevanz dessen, was wir tun, nicht klar. Hier setzen wir an und finden Wege, die Menschen in ihren Bedürfnissen wahrzunehmen und gemeinsame Ausdrucksformen zu finden. Und das auf allen Ebenen: Von der Taufe bis zur Bestattung, bei der Hochzeit ebenso wie bei allen anderen Umbrüchen im Leben. Wir wollen zuhören und mit den Menschen gestalten.

Wie sind die bisherigen Reaktionen auf das Popup-Hochzeitsfest?

Sebastian Baer-Henney: Wir haben tolle Rückmeldungen bekommen. Da gibt es Menschen, die sagen, dass sie unbedingt mitmachen wollen – übrigens auf beiden Seiten: Als Segnende und als Paare. Und, obwohl der große Schritt an die Öffentlichkeit erst noch bevorsteht, gibt es schon tolle Resonanzen. Wir sind sehr gespannt!

Was ist generell das Besondere an evangelischen Hochzeiten?

Sebastian Baer-Henney: Vielleicht ist genau das schon das Evangelische: Dass man das nicht sagen kann. Unser Bemühen ist es doch, in den Vorgesprächen die Hochzeiten so auf die Menschen zuzuschneiden, dass es für sie passt – ohne dabei ein festes Bild vor Augen zu haben. Viele bringen Bilder mit, aus Filmen oder von Hochzeiten, die sie erlebt haben – daraus aber etwas Individuelles zu bauen, das den Segen so vermittelt, wie die Menschen ihn auch aufnehmen können, das ist unsere Aufgabe als Kirche. Deswegen gibt es übrigens auch ganz verschiedene Formen bis hin zu Heavy-Metal-Hochzeiten oder einer Anfrage neulich, ob es eine Pfarrperson gibt, die reiten kann und ein Paar auf dem Pferd segnen könne. Es geht, was Relevanz vermittelt, was authentisch ist – letztlich, was dem Glauben dient.

Text: APK
Foto(s): APK

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