Wochentipps: Konzerte, Führungen und Gedenken

Entdecken Sie spannende Veranstaltungen in Köln und Region! Am 13. Juli um 15:00 Uhr laden wir Sie herzlich zu einer Kirchenführung durch die Christuskirche in Brühl ein, bei der Pfarrerin Renate Gerhard Ihre Fragen beantworten wird. Am 15. Juli um 16:00 Uhr findet ein ökumenischer Gedenkgottesdienst in der katholischen Kirche St. Michael in Erftstadt-Blessem statt, um an die Flutkatastrophe vor zwei Jahren zu erinnern.

Genießen Sie am 16. Juli um 14:30 Uhr geistliche Orgelmusik im Altenberger Dom in Odenthal, präsentiert von Dariusz Bakowski-Kois aus Krakau. Freuen Sie sich außerdem auf ein mitreißendes Jazzkonzert um 16:00 Uhr in der Auferstehungskirche Bocklemünd in Köln. Und für ein besonderes Sommererlebnis empfehlen wir Ihnen den Gottesdienst im Freien am 16. Juli um 11:00 Uhr im Park hinter der Johanneskirche in Köln-Klettenberg. Kommen Sie vorbei und erleben Sie unvergessliche Momente!

 

13.07.2023, 15:00
Evangelische Kirchengemeinde Brühl
Christuskirche, Mayersweg 10, 50321 Brühl
Kirchenführung durch die Christuskirche
Rundgang mit Pfarrerin Renate Gerhard

Eine Antwort auf die meistgestellte Frage in der Christuskirche Brühl, Mayersweg, „Und wer sind noch mal die drei Figuren über dem Altar?“ wird Pfarrerin Renate Gerhard am Donnerstag, 13. Juli, 15 Uhr, bei einem Rundgang durch die Kirche geben. Die Christuskirche wurde 1888 erbaut und nach der Zerstörung am 4. März 1945 wieder neu errichtet. Ende der 1960er Jahre wurde sie durch den Künstler Helmuth Uhrig neugestaltet. Es gibt viel zu entdecken und zu erfahren. Alle sind eingeladen. Der Eintritt ist frei.

www.kirche-bruehl.de
15.07.2023, 16:00
Evangelische Friedenskirchengemeinde in Erftstadt
St. Michael, Klaus-Schäfer-Straße 8, 50374 Erftstadt
Zwei Jahre nach der Flutkatastrophe in Erftstadt
Ökumenischer Gedenkgottesdienst

Am Samstag, 15. Juli 2023, jährt sich zum zweiten Mal die Flut- und Hochwasserkatastrophe in Erftstadt. Wie im vergangen Jahr möchten die Kirchen dieser Tragödie gedenken. In einem ökumenischen Gottesdienst, der um 16 Uhr beginnt, kommen die Christinnen und Christen der Evangelischen Friedenskirchengemeinde in Erftstadt und der katholischen Nachbargemeinde in der katholischen Kirche St. Michael in Erftstadt-Blessem, Klaus-Schäfer-Straße 8, zusammen. Anschließend besteht die Gelegenheit miteinander ins Gespräch zu kommen und Sorgen und Nöte, aber auch Hoffnung und Zukunftspläne zu teilen.

www.kirche-erftstadt.de

16.07.2023, 14:30
Evangelische Kirchengemeinde Altenberg/Schildgen
Altenberger Dom, Eugen-Heinen-Platz 2, 51519 Odenthal
„Da pacem“ – Geistliche Musik im Altenberger Dom
Dariusz Bakowski-Kois aus Krakau spielt Orgelwerke zum Thema Frieden

In der Reihe „Geistliche Musik“ gelangen am Sonntag, 16. Juli, 14.30 Uhr, im Altenberger Dom, Eugen-Heinen-Platz 2, Werke von Franz Liszt, Alexandre Guilmant, Josef Gabriel Rheinberger, Max Reger und anderen zur Aufführung. Dariusz Bakowski-Kois aus Krakau spielt Orgelwerke zum Thema Frieden. Der Eintritt ist frei.

www.dommusik-aktuell

16.07.2023, 16:00
Evangelische Kirchengemeinde Bickendorf
Auferstehungskirche Bocklemünd, Görlinger Zentrum 39, 50829 Köln
Jazzkonzert
Night and Day, Autumn leaves, All of me und Satin Doll

Bernhard Schmitz, Tenorsaxofon, Andreas Lehmköster, Gitarre und Axel Tillmann, Klavier bieten ein Repertoire von Jazzstücken an: Night and Day, Autumn leaves, All of me, Satin Doll u.a.

Der Eintritt ist frei, um eine Spende für die Künstler wird gebeten.

Am 16. Juli 2023 um 16 Uhr findet in der Auferstehungskirche Bocklemünd, Görlinger Zentrum 39, 50829 Köln, ein Jazzkonzert statt. Bernhard Schmitz, Tenorsaxofon, Andreas Lehmköster, Gitarre, und Axel Tillmann, Klavier, bieten ein Repertoire von Jazzstücken an: Night and Day, Autumn leaves, All of me und Satin Doll. Der Eintritt ist frei, um eine Spende für die Künstler wird gebeten.

www.gemeinde-bickendorf.de

16.07.2023, 17:00
Evangelische Kirchengemeinde Brühl
Christuskirche, Mayersweg 10, 50321 Brühl
„Summertime“ mit dem Brühler Blechbläser Quintett
Sommerkirche 2023 in Brühl

Sommerkirche in der Evangelischen Kirchengemeinde Brühl: In den Sommermonaten finden regelmäßig verschiedene Konzerte und Lesungen in der Christuskirche in Brühl, Mayersweg 10, statt – immer wieder sonntags, 17 Uhr. Geschichten, Lesungen, Orgelkonzerte, Vokalensembles, Blechbläser und viele andere musikalische Highlights – die Kantorinnen Marion Köhler und Ruth Dobernecker haben gemeinsam mit Pfarrerin Renate Gerhard ein abwechslungsreiches Programm zusammengestellt. Am Sonntag, 16. Juli, gibt es „Summertime“ mit dem Brühler Blechbläser Quintett. Der Eintritt ist frei, Spenden sind erwünscht.

www.kirche-bruehl.de

 

16.07.2023, 11:00
Evangelische Kirchengemeinde Köln-Klettenberg
Im Park hinter der Johanneskirche
Sommer Open Air
Gottesdienst im Freien

Mitten in den Ferien lädt die Evangelische Gemeinde Klettenberg zu einem Gottesdienst im Freien zum Auftanken ein. Im Park hinter der Johanneskirche, Nonnenwerthstraße 78, 50937 Köln, kann man Platz auf den Bänken nehmen und mitfeiern – unter Gottes freiem Himmel, wie immer er sich auch an diesem Tag zeigt. Erwärmt von der Sonne, erfrischt vom Wind oder Schutz suchend im Schatten. Den Gottesdienst gestaltet Pfarrerin Susanne Beuth.

http://www.kirche-klettenberg.de

Text: APK
Foto(s): APK

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Ökumenischer Gottesdienst der ACK mit Tauferinnerung im Baptisterium am Dom

„´Getauft!´ und ´vielfältig!´“ — unter diesem Motto lud die Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen (ACK) in Köln am Fest des hl. Johannes des Täufers zu einem ökumenischen Gottesdienst an einen besonderen Ort: In den vor Jahren modern gestalteten Raum des frühchristlichen Baptisteriums unterhalb des Domchores. „Im Zentrum des Gottesdienstes steht die Taufe, die wir empfangen haben. Im Zentrum steht Christus. Er ist das Fundament unseres Lebens, Quelle und Ziel unserer Gemeinschaft. In diesem Gottesdienst wollen wir uns darauf besinnen und uns neu segnen und senden lassen“, begrüßte Stadtdechant und Domdechant Monsignore Robert Kleine im Namen aller der ACK angehörenden Gemeinden. „Wir freuen uns, in versöhnter Vielfalt Gottesdienst zu feiern.“ In diesem nutzten etliche Teilnehmende das Angebot zur Tauferinnerung mittels einer Symbolhandlung.

Auf das Taufgedächtnis führte Diakon Tobias Knöller, Leiter der Evangelischen Kircheneintritts- und Informationsstelle (EKI) hin: „Komm, Heiliger Geist, ströme uns zu. Erfülle uns und dieses Wasser, damit es uns zum Zeichen werde, für das neue Leben in Christus.“ Das Wasser der Taufe verbinde uns. „Wir sind eingetaucht in Gottes Liebe. Das sichtbare Zeichen dafür ist das Kreuz.“ Deshalb dürften wir uns mit diesem Wasser ein Kreuz auf den Handrücken, in die Handfläche oder auf die Stirn zeichnen lassen. „Alle, die es wünschen, sind eingeladen, sich so segnen zu lassen.“

Das Kölner Ökumenekreuz

Wenige Meter entfernt vom Segnung stand das Kölner Ökumenekreuz. ACK-Vorstandsmitglied Pfarrer Martin Bock wies darauf hin, dass das „Erkennungszeichen für die Ökumene in Köln“ in diesem Jahr ein kleines Jubiläum feiert. Geschaffen hat es der Künstler Raphael Seitz im Auftrag der Mitgliedskirchen der ACK Köln. Anlass war das Kölner Domjubiläum 1998.

Im mehrteiligen Kyrie-Ruf bekannte man, dass wir in einer Welt lebten und doch unwillig seien, sie miteinander in Gerechtigkeit und Frieden zu teilen. Auch würden „wir den Reichtum und die Fülle des Lebens, die du für uns bereithältst, immer wieder missachten“. Und „wir haben Zeiten, in denen wir vor allem nach dem fragen, was uns unmittelbar nützt, oder gedankenlos handeln und die Folgen nicht bedenken.“

Biblische Lesung und Predigt: Pastor Eli Abeke

In seiner lebendigen Predigt führte Pastor Eli Abeke zu den Grundlagen des christlichen Glaubens aus, zur Taufe und zum Kreuz. Er sprach über bereichernde Verschiedenheit und Vielfalt als Hinweis darauf, dass wir unseren Weg zum Herrn gemeinsam beschreiten sollten. Abeke gehört der Gemeinde Solution Center Köln an. „Wir behausen Menschen aus unterschiedlichen Ländern Afrikas, aber auch andere Freunde im Christentum.“ Und er schickte voraus: „Bei uns klingt Gottesdienst immer ein bisschen anders.“ Zwei Sängerinnen und ein Pianospieler der Gemeinde belegten dies mit eindrucksvollen Liedbeiträgen.

Abeke nannte Galater 3,28, Korinther 1,12-30, Epheser 4,2-5 und Römer 14,1-4 als die Bibelstellen, „die wir mit diesem Thema in Einklang bringen wollen“. Der aus Nigeria stammende Pastor und Architekt ist vielfältig aktiv in der hiesigen Stadtgesellschaft. Unter anderem als Sprecher im Internationalen Konvent Christlicher Gemeinden in Köln. „Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben; niemand kommt zum Vater denn durch mich. Diese Worte habe Jesus Christus gezielt gewählt, so Abeke. Denn gemeint sei, „nur durch mich erreichst du meinen Vater“.

In der Folge fasste Abeke Begegnungen und Gespräche mit Menschen seiner eigenen und anderen christlichen Konfessionen zusammen. Mit Menschen aus verschiedenen Teilen der Erde. Dabei arbeitete er heraus, dass es zwar kulturell bedingt verschiedene Traditionen und Prinzipien, unterschiedliche Rituale bei der Taufe und Gottesdienstfeier gebe. Gleichwohl gebe es grundsätzlich Verbindendes. Ob in Afrika, Asien oder Europa, ob im Katholizismus oder Protestantismus. Ob in bestimmten Kulturen Menschen bei ihrer Taufe mit Wasser besprenkelt, in Wasser eingetaucht oder das Zeichen des Kreuzes mit Öl ausgeführt werde, sei nicht ausschlaggebend. Jegliche Variante bedeute „genau das gleiche“. „Vielfalt ist ein Mittel, um den Weg zu zeigen, dass wir alle gleich sind. Vielfalt ist ein Motto, dass wir alle zusammen kennen“, so Abeke. Egal, ob Öl oder Wasser, am Ende heiße es Taufe. Auch die anschließende Feier mit der Familie sei hier wie dort obligatorisch.

In der Bibel stehe, Gott habe uns alle gleich gemacht. Gott habe uns geschaffen nach seinem Bild. „Seine Gnade tragen wir mit uns.“ Daher müssten wir im Grunde fröhliche Menschen und in der Lage sein, den Nächsten zu lieben, wie es Jesus gelehrt habe. Denn wir begegneten den Gleichen. Schließlich sei der Glaube, von dem wir redeten, überall in der Welt bekannt. „Christentum ist Vielfalt. Vielfalt ist christlich“, stellte Abeke fest. Und die Taufe sei unsere Basis, das Kreuz das Fundament.

“Gebet um Einheit und Vielfalt, Vorstellung der Einrichtung ‘Fides’”

Im Tagesgebet sprach Knöller, dass uns verschiedene Traditionen trennten, „du (Gott) aber verbindest uns zu einer Kirche und machst uns zu Schwestern und Brüdern. Hilf uns, auf die Taufe zu antworten, mit unserem Leben. Lass uns warten auf dein Reich des Friedens und wachsen im Glauben, in der Hoffnung und in der Liebe.“ Auch in den Fürbitten ging man auf das Motto „´getauft!´ und ´vielfältig!´“ ein. So wurde gebetet „für die Verantwortlichen in den Kirchen und Gemeinden, dass sie auf dem Fundament der einen Taufe an der Einheit der Kirchen weiterbauen“. Ebenso „für die widerstreitenden Gruppen innerhalb einzelner Konfessionen, dass Achtung und Verständnis füreinander wachsen und dass Vielfalt nicht als Gefahr, sondern als Reichtum erkannt wird“.

Zum Ausklang stellte Irmgard Conin die Einrichtung „Fides“ vor. Die Katholische Glaubensinformations- und Beratungsstelle hat ihren Sitz im Domforum. Dort leitet die Diplomtheologin und Pastoralreferentin ein kleines Team. „Wir begleiten den Wiedereintritt, den Übertritt, auch die Vorbereitung auf die Taufe für Erwachsene.“ „Fides“ sei Herberge auf Zeit, Anlaufstelle „für religiös interessierte und suchende Menschen“ und biete niederschwellige interaktive Gottesdienste. „Zu uns kommen Menschen, die nicht mehr der Gemeindelogik folgen.“ Fragende, irritierte, belastete Menschen. Diese kämen nicht zufällig, sondern stets aus einem bestimmten Anlass. „Wir fragen, welche Geschichte Gott mit ihnen geschrieben hat.“

Evangelische Kircheineintritts- und Informationsstelle (EKI)

„Ich mache das gleiche wie du, nur auf evangelischer Seite“, setzte Diakon Tobias Knöller fort. Er leitet die Evangelische Kircheneintritts- und Informationsstelle. Die EKI mit ihrem Team ist beheimatet an der Antoniterkirche in der Schildergasse. Conin und ihn verbinde ganz viel. Etwa „die Berufung, Menschen mit offenen Armen wieder in die Kirche aufzunehmen“. Dazu würden in der EKI (Wieder)Eintrittsgespräche geführt, Erwachsenentaufen vorbereitet, über kirchliche Themen, Angebote und Einrichtungen informiert. Schließlich sprach Knöller eine herzliche Einladung aus zur Teilnahme an den werktäglichen 10-Minuten-Andachten, Beginn ist jeweils 18 Uhr.

ACK-Vorstandsmitglied Bock, Ökumenebeauftragter des Evangelischen Kirchenverbandes Köln und Region, dankte abschließend herzlich dem ACK-Vorbereitungsteam des Gottesdienstes und lud zu einem Beisammensein bei Getränken und Laugengebäck. Sein Fazit lautete: Auch heute habe das Wasser der Taufe uns in einer weiten christlichen Partnerschaft verbunden.

Text: Engelbert Broich
Foto(s): Engelbert Broich

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Was ist eigentlich die Orthodoxe Kirche? Kölner Kirchenbank mit Constantin Miron

Auf der Kölner Kirchenbank erzählt der griechisch-orthodoxe Erzpriester des Ökumenischen Patriarchats in Köln-Deutz, Radu Constantin Miron, über die orthodoxe Kirche und ihre Bedeutung. Was ist die orthodoxe Kirche in Deutschland? Was sind die zentralen Gedanken und wie sehen die Mitglieder sich im Hinblick auf ihren Gottesglauben? Fragen, über die Sammy Wintersohl mit Constantin Miron im Rahmen der Reihe Kölner Kirchenbank gesprochen hat.

Als „Kirche der ersten Jahrhunderte“ bezeichnet Constantin Miron seine Glaubensgemeinschaft, als eine Kirche, die sich ihrer Wurzeln und Traditionen sehr bewusst ist, sich aber nicht von den anderen christlichen Kirchen abgrenzt. Gott auf „rechte Weise“ zu lobpreisen – diese Bedeutung steckt im altgriechischen Wort „orthodox“, das als „rechtgläubig“ übersetzt wird, in dem eben aber auch immer das „rechte Lobpreisen“ Gottes mitschwingt. „Das Wort ,rechtgläubig‘ ist ein Etikett, das uns angehängt wurde. Im Grunde sind wir alle katholisch, da wir ein allgemeingültiges Christentum vertreten und evangelisch, wenn wir aus dem Evangelium heraus leben,“ sagt Miron. Die Konfessionsbezeichnungen seien weder eine Abwertung, noch eine Abgrenzung, sondern eine geschichtliche Entwicklung, ist der Theologe überzeugt.

Dies ist eine geschichtliche Entwicklung, die auch die orthodoxe Kirche im Blick hat, die aber nicht, wie Constantin Miron betont, das im sonntäglichen Gottesdienst gesprochene, apostolische Glaubensbekenntnis außer Kraft setzt. „Das, was Petrus und Paulus vor 2.000 Jahren geglaubt haben, glauben auch wir. Unsere Gottesdienste sind voller Lobpreis. Sie können mit dem Morgengottesdienst, der in die Abendmahlfeier übergeht, durchaus auch drei Stunden dauern. Man kommt, wann man kann und bleibt dann hoffentlich bis zum Schluss“, erklärt er weiter.

Alles sei auf seine Weise „Heilige Schrift“ in diesen Gottesdiensten, so der Pfarrer und erläutert, dass es natürlich eine Predigt gibt, diese aber einen anderen Stellenwert als in evangelischen Gottesdiensten habe. Da der Gottesdienst in seiner griechisch-orthodoxen Gemeinde ein Stück Heimat sei, werde im Wesentlichen griechisch gesprochen, berichtet der Erzpriester. Doch die Entwicklung hin zu Gottesdiensten auf Deutsch sei im Gange.

Die Sakramente ähneln denen der römisch-katholischen Kirche. Die Taufe gehört dazu, die Krankensalbung, die Trauung und die Beichte. Bei der Trauung stehe nicht so sehr das Ja-Wort im Mittelpunkt als vielmehr der Segen, den das Paar empfange. Jedes Paar sollte allerdings als Voraussetzung das Sakrament der Taufe, egal in welcher Kirche, empfangen haben. „Kann einer der Partner nichts mit dem Glauben anfangen und ist nicht getauft, ist das theologisch schwierig. Hier suchen wir gerade nach einem Weg, damit umzugehen.“

Für ihn ist die orthodoxe Kirche ein „Wir“, das neben den Gläubigen aus einem dreigliedrigen Amt besteht, denn getragen werde die orthodoxe Kirche von Bischöfen, Priestern und Diakonen. In der Regel kommen die Bischöfe aus dem Mönchsstand, und sind unverheiratet. Ein Priester darf zwar nicht heiraten, doch ein verheirateter Mann kann zum Priester oder Diakon geweiht werden. „Diese Regelung bewährt sich seit Jahrhunderten. Diskutiert wird gerade, ob das Zölibat der Bischöfe sinnvoll ist und, ob eine Ordination von Frauen möglich werden kann. Diakoninnen in Alexandrien gibt es schon, doch die Ordination wird vermutlich noch auf sich warten lassen.“ Bei dieser Thematik habe die orthodoxe Kirche weder Denk- noch Sprechverbote. Ein ähnliches Amt, wie das des Papstes, gebe es in der orthodoxen Kirche nicht, führt der Erzpriester aus. Jedoch sei der Patriarch von Konstantinopel derjenige, der als „Gleicher unter Gleichen“ den Bischöfen des gesamten orthodoxen Christentums vorsteht.

Finanziert wird die Orthodoxe Kirche durch Spenden sehr engagierter Kirchenmitglieder, die sich mit ihrer Kirche identifizieren, da ihre Kirche zu ihrem Selbstverständnis des Lebens gehört. „Das Geheimnis dieser Identifikation kann ich gar nicht wirklich definieren“, gibt der Theologe zu und spricht davon, dass er den Konfirmations- und Kommunionsunterricht, den es in seiner Kirche nicht gibt, mit einem kleinen Hauch von Neid als gute Chance sieht, Kinder und Jugendliche für den Glauben zu begeistern – einen Glauben, den der Kölner Erzpriester, wie er zum Abschluss des Gesprächs noch einmal bestätigt, gar nicht mal so sehr mit der jeweiligen Konfession verbindet, sondern mit dem Dienst für Gott und für die Menschen.

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Text: Katja Pohl
Foto(s): APK

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Popup-Hochzeitsfest in Köln: Unkonventionell und vielfältig ohne bürokratische Hürden

Vor einer Hochzeit gibt es viele Fragen, die geklärt werden sollten – die Checkliste für eine klassische Hochzeit könnte so aussehen:

  • Wo soll die Hochzeit stattfinden?
  • Wer übernimmt die Organisation der Hochzeit, z. B. Blumenschmuck, Catering, Musik?
  • Wie hoch ist das Budget für die Hochzeit?
  • Wann soll die Hochzeit stattfinden und wie lange soll sie dauern?
  • Sollen Vorkehrungen für spezielle Ritual oder Zeremonien getroffen werden?
  • Wer soll die Zeremonie durchführen?

Wer sich entscheidet, sich beim Popup-Hochzeitfest trauen zu lassen, muss sich diesen Fragen nicht stellen! Denn Köln erlebt am 26. August 2023 von 12 bis 20 Uhr ein außergewöhnliches Ereignis – ein Popup-Hochzeitsfest, das den traditionellen Rahmen von Hochzeitsfeierlichkeiten sprengt. Anstatt sich an einer klassischen Hochzeit zu orientieren, lädt das Team der Evangelischen Kirche in Köln und Region zu einer Feier ein, die Vielfalt und Segen für alle in den Mittelpunkt stellt. „Wir glauben, dass Gottes Schöpfung vielfältig ist, und dass es eine Vielzahl von Beziehungskonstellationen gibt. Daher wollen wir Paare in all ihrer Vielfalt segnen – und dabei selber auch vielfältig auftreten“, erklärt Pfarrer Sebastian Baer-Henney.

Die Vorstellung einer Hochzeit im herkömmlichen Stil mit weißem Kleid und schwarzem Anzug gehört nicht für jeden zur Traumhochzeit. Manche Paare bevorzugen eine kleinere, spontane oder unkonventionelle Zeremonie. „Für die Menschen ist es wichtig, dass sie den Glauben so leben können, wie er ihnen von Gott geschenkt worden ist“, so Baer-Henney. Doch nicht für alle ist der Weg zum Standesamt frei. Einige Menschen haben bürokratische Hürden zu überwinden, sei es aufgrund ihres Aufenthaltsstatus oder anderer rechtlicher Gründe. Baer-Henney erläutert: „Während eine Trauung in unserer Kirche die Segnung einer bestehenden Ehe ist, also von Paaren, die schon beim Standesamt waren, ist es bei dieser Hochzeit anders: Man muss nicht staatlich verheiratet sein. Natürlich kann man das später noch machen.“

Das Team der Evangelischen Kirche in Köln und der Region hat es sich zur Aufgabe gemacht, Segen zu spenden – einen Segen für all jene, die aus verschiedenen Gründen bisher auf eine Hochzeit verzichtet haben. Viele Paare sehnen sich nach Gottes Begleitung und Schutz. In solchen Momenten ist es tröstlich zu wissen, dass Gott über die eigenen Grenzen hinausgeht und die Paare segnet. „Wir glauben, dass Beziehungen zwischen Menschen etwas Geschenktes sind, und wir glauben, dass wir als Menschen zwar vieles, aber doch nicht alles im Griff haben. Entsprechend kann es hilfreich sein, um Gottes Begleitung als Paar zu bitten, um Geistkraft, die den liebenden Blick füreinander stärken und die Beziehung so um eine Dimension erweitern kann“, sagt Baer-Henney.

Individualität der Paare

Das Popup-Hochzeitsfest bietet den Paaren die Möglichkeit, ihre Hochzeit so zu gestalten, wie es ihnen am besten passt. Rund um die Christuskirche am Stadtgarten werden verschiedene Stationen eingerichtet, an denen Hochzeitsfeierlichkeiten stattfinden können – sei es spontan oder nach Anmeldung. Die Individualität der Paare steht dabei im Vordergrund.

Das Motto des Festes lautet „Vielfalt feiern“ und spiegelt sich sowohl in der Vielfalt der Paare hinsichtlich Alter, sexueller Identität und Herkunft wider als auch in den unterschiedlichen Gestaltungsmöglichkeiten des Festes selbst. Ob im Freien, im Grünen, unter dem Colonius oder klassisch am Altar – die Paare können die Hochzeitsfeier nach ihren Wünschen und Vorstellungen gestalten. Auch die Musikwahl liegt in ihren Händen: ob Geige, Chanson oder das Lieblingslied vom ersten Date.  All das ist kostenlos – dazu kann man sogar noch kleine Extras buchen: eine Rikschafahrt durchs Veedel, Sekt, belgische Waffeln, Blumen und vieles mehr.

Weitere Informationen sind in der nächsten Zeit auf der Webseite www.hochzeits-fest.com zu finden. Fragen können an info@hochzeits-fest.com gestellt werden.

Text: APK
Foto(s): APK

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Kirche2go fragt: Muss ich sonntags in die Kirche gehen?

„Muss ich sonntags in die Kirche gehen?“ – In der heutigen Kirche2go-Folge stellt sich Nico Buschmann diese Frage und erklärt, dass gute Christen und Christinnen nicht unbedingt in die Kirche gehen müssen, um eine persönliche Gottesbeziehung aufzubauen. „Man kann auch, wenn man unterwegs ist im Wald eine wunderbare Beziehung zu Gott finden“, sagt er. Doch es gibt eine Ausnahme: Denn für das gemeinschaftliche Feiern in der Kirche findet Nico Buschmann einen Vergleich mit einem gemeinschaftlichen Kochabend gut: „Es ist aber noch ein bisschen anders, wenn man plötzlich mit Menschen zusammen kocht. Man lernt plötzlich neue Rezepte kennen, es schmeckt ganz anders und man kocht nicht immer nur sein eigenes Süppchen.“

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Hier der Text zum Nachlesen:

Ja, das ist eine spannende Frage. Ich glaube lange Zeit war es so, dass das so eine typische Pflicht war… Am Sonntag geht ein „guter“ Christ/ eine „gute“ Christin in die Kirche. Heutzutage oder auch durch die Reformation wissen wir Protestanten allerdings, dass der Gottesdienst jetzt nicht unbedingt das ist, was uns selig oder heil macht oder das ist, was uns in den Himmel bringt, sondern die persönliche Gottesbeziehung. Von daher würde ich sagen: erst mal nicht. Man muss als Christin/ als Christ nicht sonntags in die Kirche gehen. Man kann auch, wenn man unterwegs ist im Wald eine wunderbare Beziehung zu Gott finden, aber und jetzt kommt die Ausnahme:

Ich glaube es macht etwas mit uns, wenn wir gemeinschaftlich feiern und dann nehme ich immer gerne ein Beispiel, und zwar, wenn man für sich zu Hause kocht, dann schmeckt das gut, man hat so seine Rezepte, man weiß, was man tut… Es ist aber noch ein bisschen anders, wenn man plötzlich mit Menschen zusammen kocht, man lernt plötzlich neue Rezepte kennen, es schmeckt ganz anders und man kocht nicht immer nur sein eigenes Süppchen. Und so ähnlich sind eigentlich auch Gottesdienste. Man erweitert seinen Horizont in dem, dass man etwas anderes hört, dass man gemeinschaftlich mit anderen Menschen zusammen betet, lobt, singt, dankt… Das macht etwas mit einem, von daher würde ich sagen, nein, man braucht den Sonntagsgottesdienst nicht, aber es schmeckt einfach besser.

Text: APK
Foto(s): APK

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Wochentipps: Vielfältige Kulturwoche in Köln: OrgelFestival, Chöre, CSD und mehr!

Entdecken Sie kommende Woche eine Vielfalt an kulturellen Veranstaltungen in der evangelischen Kirchengemeinde Köln und Umgebung. Vom 6. bis 10. Juli erwartet Sie das Internationale OrgelFestival im Altenberger Dom, ein Semesterabschluss-Konzert der Bonner und Kölner Chöre, zwei evangelische Gottesdienste zum Christopher Street Day, eine kostenlose Führung durch die Trinitatiskirche, eine Lesung mit Musik in der Christuskirche und ein Ferienkurs „Generationenkochen“ in der Evangelischen Familienbildungsstätte Köln. Genießen Sie diese abwechslungsreiche Woche voller Kultur und Gemeinschaft.

 

06.07.2023, 20:00
Evangelische Kirchengemeinde Altenberg/Schildgen
Altenberger Dom, Altenberg, 51519 Odenthal-Altenberg
Internationales OrgelFestival im Altenberger Dom
Auftakt mit Werken von Bach, Liszt und Dupré

Am Donnerstag, 6. Juli, 20 Uhr, wird die Sommerkonzertreihe „Das Internationale Orgelfestival“ im Altenberger Dom, Eugen-Heinen-Platz 2, eröffnet. Mit dem Orgelfestival wird die Domorgel innerhalb des Jahresprogramms der Reihe „Altenberger Dommusik“ in einer eigenen Konzertreihe besonders in den Mittelpunkt gestellt. Zum Auftakt präsentiert Sebastian Freitag, Organist an der Hofkirche in Dresden, Werke von Johann Sebastian Bach, Franz Liszt und Marcel Dupré. Der Eintritt kostet 10 Euro im Vorverkauf und 11 Euro an der Abendkasse. Karten an der Abendkasse gibt es ab 19.30 Uhr und im Vorverkauf im Altenberger-Dom-Laden, Eugen-Heinen-Platz 2. www.dommusik-aktuell.de

07.07.2023, 20:00
Evangelische Kirchengemeinde Köln-Klettenberg
Johanneskirche Klettenberg, Nonnenwerthstraße 78, 50937 Köln
Konzert Bonner und Kölner Chöre der Ev. Studierendengemeinden

Die Bonner und Kölner Chöre der Evangelischen Studierendengemeinden schließen sich zusammen – für ihr Semesterabschluss-Konzert auf hohem Niveau in der Johanneskirche, Nonnenwerthstraße 78, 50937 Köln. Musikalische Leitung: Lucas Förster (Köln) und Jannis Derrix. Eintritt frei, Spenden erbeten. Weitere Infos folgen zeitnah: www.kirche-klettenberg. www.kirche-klettenberg.de

07.07.2023, 18:30
Evangelische Gemeinde Köln
Christuskirche, Dorothee-Sölle-Platz 1, 50672 Köln und Antoniterkirche, Schildergasse 57, 50667 Köln
CSD-Gottesdienst und evangelische Messe zum CSD
Christuskirche und Antoniterkirche laden ein

Aus Anlass des Christopher Street Days (CSD) 2023 lädt die Evangelische Gemeinde Köln zu zwei Gottesdiensten ein. Am Freitag, 7. Juli, 18.30 Uhr, wird es im CSD-Gottesdienst in der Christuskirche, Dorothee-Sölle-Platz 1, bunt. Es wird getanzt und die Teilnehmenden können sich fürs Pride Weekend segnen lassen. Influencer*in und Sänger*in LUDI und der Queere Kirchenchor singen. Im Anschluss gibt es Kölsch und Sekt. Einen Tag später, am Samstag, 8. Juli, 18 bis 19 Uhr, laden die Pfarrer Markus Herzberg und Jürgen Wenge zur traditionellen evangelischen Messe zum CSD in die Antoniterkirche, Schildergasse 57, ein. Für die musikalische Unterhaltung sorgt hier die Bordkapelle der StattGarde Colonia Ahoj. Weitere Informationen gibt es auf den Homepages www.queere-kirche-koeln.de und www.antonitercitykirche.de

09.07.2023, 12:00
Trinitatiskirche
Trinitatiskirche, Filzengraben 4, 50676 Köln
Kirchenführung: Die Trinitatiskirche
Der „protestantische Dom“ öffnet seine Türen

Die Trinitatiskirche, Filzengraben 4, 50676 Köln, wurde im Jahr 1860 als erster Neubau einer evangelischen Kirche in Köln eingeweiht. Die vom Berliner Architekten Friedrich August Stüler im klassizistischen Stil errichtete dreischiffige Emporenbasilika ist nicht nur ein eindrucksvolles Zeugnis des preußisch-berlinerischen Spätklassizismus im Rheinland, sie markiert auch einen Meilenstein in der Geschichte der Kölner Protestanten. Das im Zweiten Weltkrieg zerstörte Gotteshaus wurde bis 1965 wieder aufgebaut, mit dem Einbau der Klais-Orgel im Jahr 2010 konnte die letzte Kriegswunde geheilt werden. 2020 erfolgte eine grundlegende Renovierung der Kirche in Verbindung mit einem Umbau des Garderobenhauses. Interessierte sind am 9. Juli 2023 von 12 bis 13 Uhr zu einer kostenlosen Führung durch die Kirche mit dem Programm- und Organisationsleiter der Trinitatiskirche, Wolf-Rüdiger Spieler, eingeladen, der auch die Orgel demonstriert. Wolf-Rüdiger Spieler ist Kirchenmusiker, Chorleiter, Stimmbildner, Dirigent und Dozent an verschiedenen Kirchen im Großraum Köln. Spenden kommen der Arbeit an der Trinitatiskirche zu Gute. www.trinitatiskirche-koeln.de

09.07.2023, 17:00
Evangelische Kirchengemeinde Brühl
Christuskirche, Mayersweg 10, 50321 Brühl
„Lauter Leben“: Lesung mit Musik
Sommerkirche in Brühl bietet ein abwechslungsreiches Programm an

Sommerkirche der Evangelischen Kirchengemeinde Brühl: In den Sommermonaten finden regelmäßig verschiedene Konzerte und Lesungen in der Christuskirche in Brühl, Mayersweg 10, statt – immer wieder sonntags um 17 Uhr. Geschichten, Lesungen, Orgelkonzerte, Vokalensembles, Blechbläser und viele andere musikalische Highlights – die Kantorinnen Marion Köhler und Ruth Dobernecker haben gemeinsam mit Pfarrerin Renate Gerhard ein abwechslungsreiches Programm zusammengestellt. Am Sonntag, 9. Juli, gibt es „Lauter Leben“ – gelesen von Pfarrerin Renate Gerhard mit musikalischer Untermalung durch Marion Köhler (Orgel). Der Eintritt ist frei, Spenden sind erwünscht. www.kirche-bruehl.de
10.07.2023, 10:00
Ev. Familienbildungsstätte Köln
Evangelische Familienbildungsstätte Köln (fbs), Kartäuserwall 24b, 50678 Köln
Mit Anmeldung bis 10.07.: Mit der fbs die Ferien genießen
Ein Ferienkurs für Kurzentschlossene

Den Ferienkurs Generationenkochen bietet die Evangelische Familienbildungsstätte Köln, Kartäuserwall 24b, in der 6. Ferienwoche von Montag bis Freitag, 31. Juli bis 4. August, jeweils 10 Uhr bis 13.45 Uhr an. Der Kurs richtet sich an Kinder im Alter ab 8 Jahren mit jeweils einer erwachsenen Begleitperson. Von einer erfahrenen Kursleiterin wird das Kochen von einfachen, modernen, leckeren und erprobten Rezepten angeleitet. Es ist ein generationsübergreifender Austausch, während dem die Kinder kochen lernen und die kocherfahrenen Erwachsenen Tipps und Tricks an die junge Generation weitergeben können. Die Teilnahme kostet 111 Euro. Eine Anmeldung ist bis Montag, 10. Juli, unter www.fbs-koeln.org möglich. www.fbs-koeln.org

Text: APK
Foto(s): APK

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Vergangenes als „Zukunftsressource“ – Der ehemalige Bundespräsident Joachim Gauck zu Gast in der Kulturkirche Nippes

„Ich bin eigentlich in Deutschland zuständig für Zuversicht“, sagte Joachim Gauck über sich selbst. Bis er bei der Zuversicht angelangt war, brauchte der ehemalige Bundespräsident bei der Vorstellung seines neuen Buches „Erschütterung. Was unsere Demokratie von innen und außen bedroht“ allerdings knapp anderthalb Stunden.

Zunächst warf Gauck in der voll besetzten Kulturkirche Nippes einen Blick auf die lange Vorgeschichte des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine. Putins „Prinzip des Rechts des Stärkeren“ sei bereits 2014 erkennbar gewesen. Die Fehlentwicklungen hätten jedoch bereits im Kalten Krieg begonnen.

Unklarheit über die Entwicklung Russlands in den 1990er-Jahren

In den 1990er-Jahren sei noch unklar gewesen, „wo es mit Russland hingeht“. Daher sei auch Putins Rede vor dem Deutschen Bundestag im Jahr 2001 falsch beurteilt worden.

Die Voraussetzung für eine wirkliche Annäherung „wäre gewesen, dass Putin der geworden wäre, den die deutsche Entspannungspolitik in ihm sehen wollte.“ Brandt habe damals vor allem ein Sicherheitsgefühl erzeugen wollen. Auch erinnerte Joachim Gauck daran, dass auch Russland 1975 das Helsinki-Abkommen unterzeichnet habe, in dem (neben der Unverletzlichkeit territorialer Grenzen) auch grundlegende Menschenrechte festgeschrieben seien. „Der friedliche Wandel von 1989 hätte uns eigentlich wach werden lassen müssen“, resümierte der 83-Jährige, aber „unser guter Wille hat uns die Bedrohung nicht wahrnehmen lassen.“

Angesichts der immer wieder ins Feld geführten russischen Ängste vor einer Ausdehnung der NATO nach Osten betonte Gauck: „Die NATO hat keine Expansionsabsichten!“ Noch 1999 habe Putin vor dem Hintergrund der zwei Jahre zuvor unterzeichneten NATO-Russland-Akte offenbar „kein Problem mit der NATO“ gehabt. Die wahre Bedrohung für den Kreml-Chef sei das Bedürfnis der Menschen nach Demokratie und Freiheit gewesen.

Joachim Gaucks politische Rolle und seine Kritik an der Merkel-Ära

Nach seiner eigenen politischen Rolle in dieser Zeit befragt, erklärte Gauck: „Ein Bundespräsident darf nicht reden wie ein Ersatzregierungschef.“ Allerdings habe er auf der Münchner Sicherheitskonferenz 2014 eine Rede gehalten, in der er eine „neue deutsche Außenpolitik“, verbunden mit einem stärkeren außenpolitischen Engagement Deutschlands gefordert hatte.

In der Politik der Merkel-Ära hätte ihm oft der ehrliche Umgang mit den Folgen politischer Entscheidungen gefehlt. Als Beispiel nannte der Bundespräsident a.D. Angela Merkels berühmten Satz „Wir schaffen das!“ und forderte: „Ich möchte, dass wir auch über Schwierigkeiten reden.“

Die wohl richtungsweisendste politische Wortmeldung der jüngsten Vergangenheit war die „Zeitenwende-Rede“ von Bundeskanzler Olaf Scholz, die Joachim Gauck von der Zuschauertribüne aus verfolgte. „Ich hätte das den Sozialdemokraten nicht zugetraut!“, gab Gauck zu, aber Veränderungen kämen oft von politisch unerwarteter Seite. „Das war ein Maß an Entschlossenheit, dass ich in Deutschland lange vermisst habe“, lobte er und bezeichnete den Auftritt des Kanzlers als einen „historischen Moment“.

Äußere Bedrohungen für die Demokratie

Nach den äußeren Bedrohungen für die Demokratie kam Moderator Joachim Frank auf die inneren Bedrohungen für die Demokratie zu sprechen. Als solche machte Joachim Gauck die Einwanderungspolitik, die Rassismuskritik sowie die Subjektivierung der Politik aus. Ein Screening von 28 europäischen Ländern habe ergeben, dass 33 % der dort lebenden Menschen eine „autoritäre Disposition“ aufweisen. Das seien „Menschen, die den Wandel fürchten“. „Wir leben in einem Zeitalter, das viele Ängste hervorruft“, gab Gauck zu. Daher sei die AfD demokratietheoretisch nicht überflüssig. „Jeder Chef einer konservativen Partei ist verpflichtet, ein wertkonservatives Angebot zu machen!“, schrieb Gauck den politischen Akteuren rechts der SPD ins Stammbuch.

Die „critical race theory“ gehört für Gauck zu den „gruppenzentrierten“ (also de facto exklusiven) Fortschrittsmodellen und die „critical whiteness theory“, die Weißsein quasi als „Geburtsschaden“ darstelle, relativiere letztlich die Aufklärung. Gauck kritisierte außerdem, dass die Menschenrechte vermehrt als „Herrschaftselement westlichen Denkens“ angesehen würden – für Gauck wiederum eine „untergründige Ablehnung der Aufklärung“ und eine „Einladung zu einem partikularistischen Weltmodell“.

Aufgeklärter Patriotismus und breitgefächertes Parteienspektrum

„Menschen brauchen das Gefühl, bei sich selbst zu Hause zu sein“, meinte Gauck und plädierte für einen „aufgeklärten Patriotismus“ und ein „breitgefächertes Parteienspektrum“. Mit dem ihm eigenen Sinn für die griffige Formulierung bescheinigte er den Deutschen: „Wir können Vielfalt, aber wir können auch Heimat!“

„Unsere Demokratie ist immer im Werden“, betonte Gauck abschließend und entließ das Publikum mit einem Rat in den Abend, in dem wohl auch viel Lebenserfahrung des ehemaligen Pfarrers und Bürgerrechtlers steckte: „Aus Vergangenem das Zutrauen für Künftiges schöpfen!“

Text: Priska Mielke
Foto(s): Priska Mielke

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„Ich steh zur Wahl – Ich geh zur Wahl“: Was macht ein Presbyter, eine Presbyterin?

„Ich steh zur Wahl – Ich geh zur Wahl“: Die nächsten Presbyteriumswahlen finden am 18. Februar 2024 statt. Wir geben in unserer Reihe bis Ende Juli einen Überblick über Presbyterien, die Aufgaben eines Presbyters/einer Presbyterin, wer wählbar ist, und viele weitere interessante Fakten und Hintergründe. Alle Artikel sind anschließend auf www.kirche-koeln.de zu finden.

Wer sind die Mitglieder des Presbyteriums?

Die Mitglieder des Presbyteriums sind vornehmlich die ehrenamtlichen Presbyterinnen und Presbyter, die Pfarrerinnen und Pfarrer und die gewählten Mitarbeitenden. Sie üben den Dienst der Leitung in gemeinsamer Verantwortung aus.

Was ist die Aufgabe des Presbyteriums?

Das Presbyterium leitet die Kirchengemeinde und trifft Entscheidungen zur Entwicklung der Gemeinde. Dabei geht es unter anderem um Mitarbeitende und Veranstaltungen, den Haushalt der Gemeinde und ihre Gebäude. Dazu trifft sich das Presbyterium regelmäßig, um Beschlüsse zu fassen. Auch diakonische und gesellschaftliche Aufgaben werden von Presbyterium unterstützt und entschieden. Zudem trägt es die Mitverantwortung für die Seelsorge und die Gottesdienstgestaltung und ist gemeinsam mit den ehrenamtlich und beruflich Mitarbeitenden für das Gemeindeleben verantwortlich.

Welche Aufgaben übernehmen Presbyterinnen und Presbyter noch in der Gemeinde?

In vielen Gemeinden übernehmen Presbyterinnen und Presbyter auch Lektorendienste im sonntäglichen Gottesdienst, helfen bei der Austeilung des Abendmahls oder beim Sammeln der Kollekten.

Wie werden geeignete Personen gefunden und gefördert?

Das Presbyterium sucht, beauftragt und fördert geeignete Personen, um die Aufgaben der Gemeinde zu erfüllen. Jede und jeder aus der Gemeinde ist eingeladen, dabei mitzumachen.

Wie werden Presbyterinnen und Presbyter in ihr Amt eingeführt?

Presbyterinnen und Presbyter werden in einem besonderen Gottesdienst in ihr Amt eingeführt.

Wie viel Aufwand bedeutet das?

Die regelmäßigen Sitzungen des Presbyteriums erfordern nicht nur Anwesenheit, sondern auch das Vor- und Nachbereiten von Protokollen und Sitzungsvorlagen, was zusätzlichen Zeitaufwand bedeutet. Zusätzlich zu den Sitzungen kann die Mitarbeit in einem weiteren Ausschuss oder mit einer speziellen Beauftragung weitere Zeit in Anspruch nehmen. Aufgrund der Vielfältigkeit der Aufgaben des Presbyteriums kann es schwierig sein, sich in jedes Thema gleichermaßen einzuarbeiten.

Text: APK
Foto(s): APK

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Sinnvoll spenden: Martina Schönhals von der Gemeinschaftsstiftung Diakonie auf der Kölner Kirchenbank

„Miteinander – füreinander“: Das ist das Motto der Gemeinschaftsstiftung Diakonie in Köln. Diese Stiftung hat sich zum Ziel gesetzt, soziale Projekte zu fördern – da, wo Menschen friedlich miteinander zusammenleben oder zusammenarbeiten. Die Gemeinschaftsstiftung Diakonie versucht, Gelder einzusetzen, die aus unterschiedlichen Bereichen kommen.

Was genau dahinter steht, erzählt Martina Schönhals heute auf der Kölner Kirchenbank Sammy Wintersohl. Martina Schönhals ist geschäftsführendes Vorstandsmitglied der Gemeinschaftsstiftung: „Dahinter steckt der Evangelische Kirchenverband Köln und Region, der sich vor fast 25 Jahren vorgenommen hat, langfristig sozial diakonische Arbeit in Köln und Region zu fördern und darum diese Stiftung mit Unterstützung der evangelischen Kirchengemeinden gegründet hat“, berichtet sie. „Gefördert werden diakonische Organisationen, die zum Beispiel Menschen beraten, die arbeitslos sind, die wohnungslos sind. Es werden aber auch ganz konkrete Projekte für Jugendliche, für Senioren und Projekte, die die Generationen verbinden, gefördert.“

Vermögen langfristig anlegen

„Unter dem Dach der Gemeinschaftsstiftung Diakonie – das ist eine Gemeinschaftsstiftung – haben sich im Laufe der 25 Jahre verschiedene kleinere Stiftungen gegründet, die unterschiedliche Zwecke verfolgen. Aber es müssen immer soziale Zwecke sein, die das friedliche Miteinander fördern“, beschreibt sie. Im Moment seien es fünf Treuhandstiftungen. Wie das Ganze funktioniert? „Wir lassen das Geld arbeiten, um dann mit dem Geld, was wir erarbeiten, Gutes zu tun. Wir freuen uns über jede Spende, die kommt – aber das ist nicht der Hauptzweck. Der Hauptzweck ist, das Vermögen langfristig so anzulegen, dass ein Ertrag daraus hervorgeht, trotz niedriger Zinsen. Und dass wir mit diesen Erträgnissen dann die sozialen Projekte unterstützen können.“

Ein Beispiel? Eine Stifterin habe gesagt: „Mir liegt meine Kirchengemeinde so am Herzen, ich gebe jetzt mal einen Betrag und aus den Zinsen, Dividenden, soll die Jugendarbeit in meiner Kirchengemeinde vor Ort gefördert werden und auch die Seniorenarbeit.“ Und dann habe man ganz konkret überlegt, „wie können wir Jugend und Senioren verbinden, sind mit der Gemeinde ins Gespräch gekommen und da ist jetzt der Platz vor der Kirche so gestaltet worden, dass sich Jugendliche und Senioren dort gut treffen können – und das waren natürlich ganz im Sinne der Stifterin“, sagt Martina Schönhals. Eine andere Stifterin habe gesagt: „Meine Mutter ist früh erblindet und ich möchte mich für die Blindenforschung engagieren.“ Hier werden die Erträgnisse einem Förderverein der Augenklinik zum Beispiel für Forschungszwecke zur Verfügung gestellt.

„Die Stiftung wird immer für die Ewigkeit angelegt“

Man könne sich sicher sein, dass das Geld nicht doch für andere Zwecke genutzt wird, erklärt Martina Schönhals: „Das ist verboten. Der Stifterwille ist das oberste Gebot einer jeden Stiftung. Die Stiftung wird immer für die Ewigkeit angelegt und oberstes Gebot ist es, den Willen des Stifters auf Ewigkeit umzusetzen.“ Es gebe nur eine einzige Ausnahme: Wenn der Stiftungszweck nicht mehr da ist. „Nehmen wir mal an, es gäbe keine Jugendlichen mehr in der Gemeinde, dann kann ich keine Jugendarbeit mehr fördern,“ erläutert sie.

Sie betont: „Je größer das Stiftungsvermögen ist, desto besser kann man verhandeln mit den Banken, desto mehr kann man auch für den guten Zweck herauswirtschaften.“ Es sei eine schöne Sache, „an der alle nur gewinnen können“.

Mehr Infos auf: www.gemeinschaftsstiftung-diakonie.de

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Text: Frauke Komander/APK
Foto(s): APK

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CSD: Evangelische Kirche setzt starkes Zeichen für Akzeptanz und Gerechtigkeit

Der Countdown zum Christopher Street Day (CSD) läuft, und die evangelische Kirche bereitet sich auf ihre Teilnahme vor. In einem Interview mit Pfarrer Tim Lahr, einem Vertreter der Queeren Kirche, wurden die Ziele und Pläne für den bevorstehenden CSD enthüllt. Die evangelische Kirche möchte nicht nur ein starkes Zeichen für Gerechtigkeit und Akzeptanz setzen, sondern auch zeigen, dass Glaube und Queersein sich nicht widersprechen.

Die Teilnahme am CSD ermöglicht es der Kirche, für queere Menschen in der Stadt sichtbar zu sein und gleichzeitig einen sicheren Raum innerhalb der Kirche anzubieten. Lahr hofft „dass wir zeigen können, dass die Evangelische Kirche offen für queere Menschen ist“ und „dass sich Glaube und Kirche und Queersein nicht widersprechen“. Weiter betonte er die Wichtigkeit, dass queere Menschen in der Kirche eine Stimme haben und sich aktiv beteiligen können. Durch ihre Erfahrungen und Perspektiven können sie zur Reform und Modernisierung der Kirche beitragen und die Gleichberechtigung vorantreiben.

Biblische Botschaften am CSD

Die Vorbereitungen für den CSD laufen auf Hochtouren. Die Vertreter der Queeren Kirche haben eine kreative Idee entwickelt, um ihre Botschaft zu vermitteln: „wir haben uns überlegt, dass wir so eine Art Heiligenschein aus Kabelbindern auf den Kopf setzen – es ist eher so eine Art Krone.“ Diese symbolisieren, dass queere Menschen Teil der Religion sind. Darüber hinaus werden sie 30 verschiedene Plakate mit politischen Botschaften präsentieren, um ihre Forderungen und ihren Kampf für Gerechtigkeit auszudrücken.

Einige der Plakate werden Sprüche wie „Thank God I’m queer“, „God’s favorite“, „Vielfalt feiern“ und biblische Botschaften enthalten, die die Liebe und Gleichberechtigung betonen. Die Queere Kirche möchte damit verdeutlichen, dass sie nicht nur mit einer schwachen Botschaft am CSD teilnimmt, sondern auch klare Forderungen und politische Botschaften vertritt.

Die Vorbereitungstreffen für den CSD waren geprägt von Gemeinschaft und Kreativität. Die Teilnehmer:innen haben zusammen getanzt, den Bus vorbereitet und die Kronen gebastelt. „Es war wichtig, dass man sich auch mal kennenlernt und weiß, wer da rechts und links mitgeht beim CSD.“ Trotz der Hitze haben sie viel erreicht und sind bereit, beim CSD Flagge zu zeigen.

Evangelische Kirche setzt starkes Zeichen für Akzeptanz, Gerechtigkeit und Vielfalt

Pfarrer Tim Lahr

In Bezug auf die Entwicklung des Klimas gegenüber queeren Menschen und dem CSD in den letzten Jahren betonte Lahr die Sichtbarkeit von queeren Menschen und deren unterschiedliche Perspektiven. „Gerade durch das Internet, durch die sozialen Medien sind queere Menschen wesentlich sichtbarer geworden. Und gerade wenn man sich die junge Generation, die Gen Z anschaut, dann merkt man schnell, dass die natürlich auch mit Weiblichkeit, Männlichkeit und anderen ganz anders umgehen. Das zeigt sich in der Mode und in ganz vielen Dingen“ so Lahr. Gleichzeitig ist jedoch ein Anstieg rechter Tendenzen zu beobachten, was zu Sorgen und der Notwendigkeit erhöhter Sicherheitsmaßnahmen führt.

Die evangelische Kirche hat bereits viel erreicht, um Akzeptanz und Gerechtigkeit für queere Menschen zu fördern. Dennoch gibt es noch Lücken und Verbesserungspotenzial. Pfarrer Lahr betonte: „Ja, wir haben auf jeden Fall viel erreicht und strukturell hat sich vieles verändert, aber es wir noch Zeit brauchen, bis das Queer-Ritual wirklich überall angekommen ist und es völlig normal ist.“ Es ist wichtig, dass sich Kirche weiterentwickelt und für die Rechte aller Menschen eintritt.

Insgesamt ist die Vorfreude auf den CSD und die Beteiligung der evangelischen Kirche spürbar. Die Kirche will ein starkes Zeichen für Akzeptanz, Gerechtigkeit und Vielfalt setzen und zeigen, dass sie sich weiterentwickelt und offen für alle Menschen ist, unabhängig von ihrer sexuellen Orientierung oder geschlechtlichen Identität. Die Teilnahme am CSD ist ein wichtiger Schritt in Richtung einer inklusiven Gesellschaft und einer Kirche, die sich für alle einsetzt.

Zur Homepage der Queeren Kirche Köln

Text: Tim Lahr/APK
Foto(s): Pascal Kiefer

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