Archivale des Monats: Geheimnisse eines Buches

Als Archivale des Monats stellen wir diesmal ein ganz besonderes Stück vor. Es handelt sich um einen Prachtband aus dem 19./20. Jahrhundert.

  • Einband

Der Einband besteht aus Leder. Auf der Vorder- und Rückseite befinden sich vier bzw. fünf Buckel aus Messing. Eine Ganzmetallschließe aus Messing hält das Buch zusammen. Auf der Vorderseite prangt mittig auf einem dunkel blauen Samtkissen in Kreuzform der preußische Adler. Auch er ist aus vergoldetem Messingblech gefertigt. Er trägt in seinen Klauen Zepter und Reichsapfel ebenfalls aus Messing. Auf seinem Haupt trägt er eine Krone. Auf der Brust des Adlers befinden sich die Initialen „FR“ Fredericus Rex.

Die schöne und ansprechende Gestaltung findet sich auch im Inneren wieder. Die ersten sechs Seiten widmen sich der Entstehungsgeschichte des Kartäuserklosters. Dabei treten die Satz- und Kapitelanfänge sowie alle Nomen durch eine farblich, kunstvolle Gestaltung hervor. Neue Abschnitte werden durch kunstvolle Linien deutlich gemacht. Angefertigt wurde dieser Teil 1917.

  • Fotografien

Im Anschluss finden sich 27 Fotografien, die den Zustand der Kartause als Lazarett dokumentieren. Zu sehen sind beispielsweise das Kapitelhaus als Pferdestall und Lagerraum. Auch diese Bilder stammen aus dem Jahr 1917.

 

 

 

  • Eintragungen

Im letzten Drittel des Buches findet sich noch ein ganz besonderer Schatz. Eintragungen aus dem Garnisonslazarett Köln aus den Jahren 1839-1916. Es handelt sich dabei sowohl um Prüfberichte als auch Eintragungen zu besonderen Ereignissen wie bspw. den Besuch der Kaiserin am 26.11.1872.

 

 

  • Kontrollen

Kontrollen des Lazaretts fanden wohl monatlich statt. Viele Vermerke machen deutlich, dass es oftmals an Sauberkeit, ausreichend Licht sowie Platz und frischer Luft in den „Krankenstuben“ mangelte. Aber nicht nur die Zimmer wurden überprüft, sondern auch das Verhalten des Pflegepersonals standen unter Beobachtung. Bspw. wurde am 24.03.1867 ein Unteroffizier der 7.Kompanie 65ten Regiments vom Revidierenden beim Rauchen in einer Krankenstube erwischt. Dieser leugnete die Tat und wurde daraufhin von der Kommandantur zu drei Tagen Mittelarrest verurteilt. Um was sich dabei handelt, ist unklar.

Wie die beiden Teile des Buches zusammengefunden haben, ist nicht überliefert. Beide Buchteile sind spannende Zeitzeugnisse und bieten unterschiedliche Aspekte sowie Einblicke in die bzw. auf die Geschichte der Kartause in Köln.

Text: Stefanie Sternemann
Foto(s): Stefanie Sternemann

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Kirche2go fragt: Was ist Vergebung?

Kirche2go fragt: Was ist Vergebung? „Vergebung ist ein Geschenk“, sagt Pfarrer Nico Ballmann bei „Kirche2go“. Menschen sind nicht perfekt und machen Fehler. „Ich gehöre zu einer Religion, die ja eine Religion des Vergebens ist. Und ich bin der festen Überzeugung, dass das tatsächlich möglich ist. Vielleicht nicht für alles, vielleicht nicht im Hier und Jetzt“, sagt Nico Ballmann. Warum Vergebung so wichtig ist, was sie mit einem Selbst und dem Gegenüber macht und was sich der Pfarrer wünscht, sehen Sie in dieser „Kirche2go“-Folge.

 

 

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Hier der Beitrag zum Nachlesen:

Vergebung. Im Leben passiert es, dass wir uns gegenseitig verletzen. Das ist einfach so. Menschen sind Beziehungswesen und Beziehungen sind ganz häufig auch mal gestört. Jeder kennt aber auch den Spruch: „Vergeben und vergessen.“ Bei so Kleinigkeiten, bei so kleinen Verletzungen, ist das wahrscheinlich auch ganz einfach, auch nicht so schwierig. Aber es gibt auch Dinge, die sind schwerwiegend, und wenn Verletzungen so schwerwiegend sind, dass wir halt eben nicht mehr vergeben und vergessen können, dann belasten sie unser Leben. Ich gehöre zu einer Religion, die ja eine Religion des Vergebens ist. Wir glauben daran, dass Gott uns Menschen vergibt für all das, was wir in dieser Welt vielleicht an schlimmen Dingen machen. Für all die Ferne, die wir zu ihm haben, und vor allen Dingen auch dafür, ja, dass wir Menschen halt einfach nicht perfekt sind und es auch niemanls sein können – von daher ist unsere Religion eigentlich etwas, was uns lehrt Vergebung einzuüben.

Und ich bin der festen Überzeugung, dass das tatsächlich möglich ist. Vielleicht nicht für alles, vielleicht nicht im Hier und Jetzt. Aber dass wir irgendwann, wenn wir bei Gott sind, uns gegenseitig so gut verstehen, dass wir uns vergeben können. Dass wir die Gründe hinter Verletzung verstehen, dass wir verstehen, warum Menschen in bestimmten Situationen so reagiert haben, wie sie reagieren. Dass wir vielleicht, wenn wir in diesem Leben feststellen, Vergebung ist hier und jetzt noch nicht möglich, dass wir aber daran glauben, dass diese Konflikte irgendwann aufgelöst werden können bei Gott. Daran glaube ich – und ich glaube vor allen Dingen daran, dass Vergebung ein Geschenk ist. Ein Geschenk, das man, wenn man es vielleicht eingeübt hat, hier und da im Leben gut benutzen könnte. Denn jeder kennt dieses Gefühl, wenn so ein Riesen-Konflikt plötzlich sich auflöst in einem „Ich vergebe dir und ich weiß, dass es nicht so gemeint war“ – dann öffnet man Türen und dann kann man sich wieder neu begegnen. Ja, und das wünsche ich natürlich allen, die gerade in Konflikten stehen, dass wir zu dem Punkt vielleicht gelangen können, dass wir schon hier Frieden stiften können, indem wir einander vergeben.

Text: Nico Ballmann/APK
Foto(s): APK

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Melanchthon-Akademie: Nachruf auf Dozenten Dogan Akhanli

Dogan Akhanli ist tot. „Die Melanchthon-Akademie Köln trauert um ihren Dozenten und Gesprächspartner“, erklären Akademieleiter Martin Bock und Pfarrerin Dorothee Schaper, die bei der Melanchthon-Akadmie für die für die Fachbereiche christlich-muslimische und interreligiöse Begegnung zuständig ist. „Dogan Akhanli war ein großer Geist, ein lebenserfahrener Schriftsteller und Denker mit einem weiten Herz und einer gewalterfahrenen Seele mit einer klaren und entschiedenen Haltung für die Aufrechterhaltung von Menschenrechten in der Türkei, in Deutschland und weltweit. Das machte ihn zu einem sehr besonderen Dozenten und Weggenossen.“

Georg Fritze-Gedächtnisgabe des evangelischen Kirchenkreises Köln-Mitte

2014 erhielt Dogan Akhanli die Georg Fritze-Gedächtnisgabe des evangelischen Kirchenkreises Köln-Mitte. In seiner Dankesrede zu diesem Preis sprach er von der dringenden Notwendigkeit transnationaler Erinnerungsräume. Die Melanchthon-Akademie griff diese Aufforderung zum Weiterdenken auf und veranstaltete mit Dogan Akhanli mehrere Vorträge und Seminare in diesem Themenfeld. Desweiteren kooperierte sie mit Dogan Akhanli im Zusammenhang des Gedenkens an den armenischen Genozid insbesondere im Einsatz für die Gedenkstele ‚Dieser Schmerz betrifft uns alle‘ der Initiative ‚Völkermord erinnern‘ .

Fatih Akin sagte in seiner Laudatio anlässlich der Verleihung der Georg-Fritze-Gedächtnisgabe an Dogan Akhanli: „Wer ihm begegnet, den lässt er an seiner Wärme und Weichheit teilhaben, die auch mit seiner eigenen Geschichte zu tun hat. Denn er ist ein Mensch, dem zwar Brutalität und Gewalt Wunden geschlagen haben, dessen Lehre daraus aber weit weg von diesen Schrecknissen führt. Menschen wie er ertragen ihre Schmerzen nicht dadurch, dass sie anderen ebenfalls Gewalt antun, wie das leider so oft geschieht. Sie können diese Schmerzen deshalb ertragen, weil sie mit dem selbst erlittenen Unrecht und dem, das andere erdulden mussten, behutsam und zartfühlend umgehen. Dogan Akhanlı tut genau das. Daher rührt seine große Überzeugungskraft.“ Er habe gesellschaftliche Diskurse in Gang gesetzt und Heilungen ermöglicht – sogar zwischen Opfern und Tätern.

„Dogan Akhanlis besonnene und bescheidene Art, sein undogmatisches, weites und weltverbindendes Denken  und sein beherztes, mutiges Handeln haben wir sehr geschätzt und hat uns sehr beflügelt“, erklären Martin Bock und Dorothee Schaper. Sein Lebensweg verdiene hohen Respekt. Die Welt verliere einen diktaturkritischen, weltverbundenen und lebensklugen Schriftsteller. Die Akademie verliere einen sehr besonderen, engagierten und menschenfreundlichen Dozenten. „Wir sind dankbar für die gemeinsame Zeit. Wir sind traurig und unser Mitgefühl ist mit seiner Familie, seinen Angehörigen und zugehörigen Freund:innen.“

Text: Martin Bock und Dorothee Schaper/APK
Foto(s): Engelbert Broich

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Unsere Wochentipps: Vortrag, Podiumsdiskussion und Studientagung

Bei unseren Wochentipps sind diesmal mit Vortrag, Podiumsdiskussion und Studientagung viele theoretische Impulse dabei: Es gibt die Onlinelesung für Eltern mit Kindern „Mimi und der Bestimmertag“, die theologische Studientagung: „In der Nacht, da Jesus verraten ward“ und die Podiumsdiskussion „Macht Covid-19 unsere Gesellschaft krank?“. Außerdem stellt Stadtsuperintendent Bernhard Seiger in einem Vortrag zur „Via Reformata“ den neuen Geschichtspfad vor. In dieser Woche findet auch eine ökumenische Adventsvesper in St. Aposteln und das Konzert „InVocare“ sowie ein Benefiz-Konzert für die Opfer der Flutkatastrophe statt. Die Zusammenfassung in der Übersicht:

18.11.2021, 14:00
Ev. Familienbildungsstätte Köln
Mit Anmeldung bis 18.11.: „Mimi und der Bestimmertag“
Onlinelesung für Eltern mit Kindern ab 4 Jahre
Am Freitag, 19. November, findet wieder der bundesweite Vorlesetag statt. Aus diesem Anlass lädt die Evangelische Familienbildungsstätte Köln von 18 bis 19 Uhr zu einer Online-Lesung mit der Kölner Kinderbuchautorin Anna Lisicki-Hehn ein. Bei dem gemütlichen Leseabend per Zoom liest sie aus ihrem Buch „Mimi und der Bestimmertag“ vor. Die Teilnahme ist kostenlos. Eine Anmeldung bis Donnerstag, 18. November, 14 Uhr, ist erforderlich um rechtzeitig den Link zugeschickt zu bekommen.

www.fbs-koeln.org

18.11.2021, 18:00
Melanchthon-Akademie
Karl Rahner-Akademie, Jabachstr. 4
Theologischer Studientagung: „In der Nacht, da Jesus verraten ward.“
Antijudaismus im christlichen Gottesdienst

Die Gottesdienste der christlichen Konfessionen sind mit lebendiger jüdischer Tradition verbunden. Daneben finden sich auch Elemente des Antijudaismus wie etwa die Einsetzungsworte, die nahe legen, dass Jesus von seinem Volk „verraten“ wurde. Dazu kommt, dass christliche Gottesdienste in einem öffentlichen Raum stattfinden, der auch von Antisemitismus und Ressentiments geprägt ist. Auf einer Tagung am Donnerstag, 18. November, 18 bis 21 Uhr, in der Karl Rahner Akademie, Jabachstraße 4, werden antijüdische Elemente im Gottesdienst aufgezeigt und diskutiert, was getan werden muss, damit in der Feier eines Gottesdienstes die Fortschritte im christlich-jüdischen Dialog auch umgesetzt und sichtbar werden. Die Tagung der Kölnischen Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit findet in Zusammenarbeit mit der Karl Rahner Akademie und der Melanchthon-Akademie, dem Katholischen Bildungswerk Köln und dem Katholischen Stadtdekanat Köln. Die Teilnahme kostet 11 Euro, ermäßigt 5,50 Euro. Eine Anmeldung per E-Mail an anmeldung@melanchthon-akademie.de ist erforderlich.

Anmeldung erforderlich, Tel: 0221 931 803 0, anmeldung@melanchthon-akademie.de
www.melanchthon-akademie.de

Freitag, 19.11.2021 – Macht Covid-19 unsere Gesellschaft krank?
Eine Podiumsdiskussion über die Auswirkungen der Pandemie auf unser Miteinander

Die Covid-19-Pandemie wird zum sozialen Belastungstest. Wie wirken sich die Einschränkungen auf uns aus? Wie und inwieweit „infiziert“ das Virus unser Sozialverhalten – und das unserer Kinder? Wird es unsere Freiheit und unsere Gesellschaft dauerhaft verändern? Wie schaffen wir es, daraus das Richtige zu lernen?  Prof. Dr. Armin Nassehi ist einer der einflussreichsten Soziologen Deutschlands, und macht sich viele Gedanken über die Auswirkungen von Covid-19 auf unsere Gesellschaft. Er studierte Erziehungswissenschaften, Philosophie und Soziologie und leitet seit 1998 den Lehrstuhl I für Soziologie an der Ludwig-Maximilians-Universität München. Seine Aufgabengebiete sind Kultursoziologie, Politische Soziologie, Religionssoziologie, Wissens- und Wissenschaftssoziologie. Vielfach preisgekrönt wurde er 2020 in die Nationale Akademie der Wissenschaften Leopoldina aufgenommen.

Die Plätze für eine präsentische Teilnahme sind ausgebucht. Bitte melden Sie sich online oder über unser Sekretariat für die Online-Übertragung an.

Eine Veranstaltung der Stiftung Allgemeinmedizin und der Melanchthon-Akademie.

https://www.melanchthon-akademie.de/programm/theologie-treiben/kurs/17069-macht-covid-19-unsere-gesellschaft-krank/

18.11.2021, 19:30
Evangelische Kirchengemeinde Köln-Bayenthal
Reformationskirche, Mehlemer Straße 29/Ecke Goethestraße, 50968 Köln
Vortrag zur „Via Reformata“
Stadtsuperintendent Bernhard Seiger stellt den neuen Geschichtspfad vor

Der Ökumenische Arbeitskreis der Evangelischen Kirchengemeinde Köln-Bayenthal lädt am Donnerstag, 18. November, 19.30 Uhr, zu einem Vortrags- und Gesprächsabend in die Reformationskirche, Mehlemer Straße 29, ein. Pfarrer Bernhard Seiger, Stadtsuperintendent des Evangelischen Kirchenverbandes Köln und Region, stellt die „Via Reformata“ vor – einen neuen Kölner Gedenkweg zur Reformation.

www.kirche-bayenthal.de
20.11.2021, 19:30
Evangelisch Leben in Köln und Region
St. Aposteln, Neumarkt 30, 50677 Köln
Anmeldung bis 20.11.: Ökumenische Adventsvesper in St. Aposteln
Die Evangelische Kirche im Rheinland und das Erzbistum Köln laden gemeinsam ein

Zur jährlichen ökumenischen Adventsvesper in der Basilika St. Aposteln, Neumarkt 30, laden Dr. Thorsten Latzel, Präses der Evangelischen Kirche im Rheinland, und Weihbischof Rolf Steinhäuser, Apostolischer Administrator des Erzbistums Köln, am Samstag, 27. November, 19.30 Uhr, ein. Die musikalische Gestaltung des Gottesdienstes übernimmt der Mädchenchor am Kölner Dom unter der Leitung von Domkantor Oliver Sperling. An der Orgel ist Basilikakantor Vinvent Heitzer zu hören. Um Anmeldung bis Samstag, 20. November, unter Telefon 0221/16427200 oder per E-Mail an Dialog@Erzbistum-Koeln.de wird gebeten.

21.11.2021, 17:00
Trinitatiskirche
Trinitatiskirche, Filzengraben 4, 50676 Köln
„InVocare“ – Konzert des Forums Alte Musik Köln
Madrigalvertonungen des 16. und frühen 17. Jahrhunderts

Es darf geweint, geseufzt und gelacht werden! Das junge Vokalensemble „InVocare“ aus Basel besingt am Sonntag, 21. November, 17 bis 19 Uhr, die Macht der Göttin Fortuna, Glück oder Unglück über die Menschen zu bringen. Im Konzert „O Fortuna!“ in der Trinitatiskirche, Filzengraben 4, erklingt eine Auswahl von Renaissance-Madrigalen von Luca Marenzio, Sigismondo d’India, Orazio Vecchi, Carlo Gesualdo, Giaches de Wert, Claudio Monteverdi, Heinrich Schütz, John Dowland und anderen. Der Eintritt kostet 20 Euro, ermäßigt 12 Euro. Die Teilnahme ist nach den 3G-Regeln möglich.

www.trinitatiskirche-koeln.de

21.11.2021, 17:00
Evangelische Kirchengemeinde Köln-Rath-Ostheim
Auferstehungskirche Ostheim, Heppenheimer Straße 7, 51107 Köln
Benefiz-Konzert für die Opfer der Flutkatastrophe
Die Chöre „Peters Kunden“ und „Go East“ treten auf

Zu einem Benefiz-Konzert mit dem Chor „Peters Kunden“ aus Neubrück und dem Gospelchor „Go East“ aus Ostheim lädt die Evangelische Kirchengemeinde Köln-Rath-Ostheim am Ewigkeitssonntag, 21. November, 17 Uhr, ein. Der Eintritt ist frei, um großzügige Spenden wird gebeten. Der Erlös aus dem Chorkonzert in der Auferstehungskirche, Heppenheimer Straße 7, wird an die Opfer der Flutkatastrophe gespendet. Der Einlass erfolgt gemäß der 3G-Regel. Das Publikum wird gebeten, während des gesamten Konzerts eine Mund-Nase-Bedeckung zu tragen.

www.kirchengemeinde-rath-ostheim.de

Text: APK
Foto(s): APK

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Buß- und Bettag – ein Tag der Besinnung und Neuorientierung

Der morgige Buß- und Bettag (17.11.) ist für evangelische Christinnen und Christen ein Tag der Besinnung und Neuorientierung mit Blick auf das persönliche und gesellschaftliche Leben. Viele Kirchengemeinden laden am Abend des Buß- und Bettages zu Andachten ein. Es gibt viele Abendgottesdienste, die oft in ökumenischer Verbundenheit mit (katholischen) Nachbargemeinden oder sogar bei den Nachbarn – wie in Bickendorf bei der Evangelisch-methodistischen Gemeinde – gefeiert werden. Einige haben die Flutkatastrophe zum Thema. Andere bleiben bei ihrer Tradition und feiern am Buß- und Bettag Friedensandachten/-gebete. In Bensberg gibt es einen „Tag der offenen Kirche“. Die Zusammenstellung:

Evangelische Gemeinde Köln

– AntoniterCityKirche, Schildergasse 57, 50667 Köln

17.11.2021, 18:00, Evangelische Messe

 

Evangelische Kirchengemeinde Köln-Klettenberg

– Tersteegenhaus, Emmastraße 6, 50937 Köln

17.11.2021, 18:30, Ökumenischer Gottesdienst zu Buß- und Bettag, Thema: „Stolpersteine – Erinnern für die Zukunft“ im Rahmen des Gedenkjahres „1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland“

www.kirche-klettenberg.dewww.kirche-klettenberg.de

 

Evangelische Kirchengemeinde Köln-Lindenthal

– Paul-Gerhardt-Kirche, Gleueler Straße 106, 50935 Köln

17.11.2021, 18:00, Buß- und Bettag – Friedensgebet, Pfarrerin Gebhardt u. Pfarrer Beuscher, www.evangelisch-in-lindenthal.de

– Matthäuskirche, Dürener Straße 83/ Herbert-Lewin-Straße, 50931 Köln

17.11.2021, 07:15, Andacht am Mittwochmorgen: Gedanken, Gebet und Stille, Pfarrer Armin Beuscher

 

Evangelische Kirchengemeinde Köln-Riehl

– St. Engelbert, Garthestraße 15, 50735 Köln

17.11.2021, 12:00, Ökumenischer Gottesdienst am Buß- und Bettag

www.ev-kirche-niehl-riehl.de

 

Evangelische Kirchengemeinde Bedburg-Niederaußem-Glessen

– Friedenskirche Bedburg, Langemarckstraße 26, 50181 Bedburg

17.11.2021, 19:00, [ONLINE] Ökumenischer Gottesdienst live und online, Pfarrer Gebhard Müller

– Erlöserkirche Niederaußem, Oberaußemer Straße 80, 50181 Bedburg-Niederaußem

17.11.2021, 19:00, Gottesdienst zum Buß- und Bettag, Pfarrer Thorsten Schmitt und der Kirchenchor

 

Evangelische Clarenbach-Kirchengemeinde Köln-Braunsfeld

– Evangelische Clarenbach-Kirche Braunsfeld, Aachener Straße 458, 50933 Köln

17.11.2021, 19:00, Ökumenischer Gottesdienst am Buß- und Bettag, Thema: „Das Wasser steht mir bis zum Hals“ – Gedenken an die Flutopfer

Es gilt die 3G-Regel. Pfarrerin Ulrike Graupner, Diakon Klaus Bartonitschek, Team der Ökumene-AG

www.clarenbachgemeinde.de

 

Evangelische Kirchengemeinde Köln-Pesch

– Gemeindezentrum Pesch, Montessoristraße 15, 50767 Köln

17.11.2021, 19:00, Ökumenisches Friedensgebet am Buß- und Bettag. Die Evangelische Kirchengemeinde Köln-Pesch und der Katholische Kirchengemeindeverband Kreuz-Köln-Nord laden am Mittwoch, 17. November, 19 Uhr, zu einem ökumenischen Friedensgebet zum Thema „Ausgrenzung überwinden“ in das Evangelische Gemeindezentrum Köln-Pesch ein.

 

Evangelische Nathanael-Kirchengemeinde Köln-Bilderstöckchen

– St. Heinrich+ Kunigunde, Nippes

17.11.2021, 19:00, Ökumenischer Abendgottesdienst

 

Evangelische Kirchengemeinde Pulheim

– Gnadenkirche, Gustav-Heinemann-Straße 28c, 50259 Pulheim

17.11.2021, 19:00, Gottesdienst im Gedenken an die Flutopfer

 

Evangelische Dietrich-Bonhoeffer-Gemeinde Junkersdorf

– Dietrich-Bonhoeffer-Kirche, Junkersdorf, Birkenallee 20, 50858 Köln

17.11.2021, 19:00, Gottesdienst am Buß- und Bettag mit Musik des Posaunenchors, Pfarrerin Doffing

 

Evangelische Kirchengemeinde Ichthys

– Gemeindehaus Unter Gottes Gnaden, Zum Dammfelde 37, 50859 Köln-Widdersdorf

17.11.2021, 20:00, Ökumenischer Gottesdienst zum Buß- und Bettag. Die Teilnahme ist nur mit vorheriger Anmeldung über die Homepage möglich. Es gilt die 3G-Regel. Bitte Nachweis mitbringen. Eine FFPs-Maske ist zu tragen.

www.evkirche-ichthys.de

 

Evangelische Trinitatis-Kirchengemeinde an der Erft

– Christuskirche Zieverich, Aachener Straße 1, 50126 Bergheim-Zieverich

17.11.2021, 19:00, Gottesdienst zum Buß-und Bettag

– Petri-Kirche, Lutherstraße 27, 50127 Bergheim-Quadrath-Ichendorf

17.11.2021, 19:00, Gottesdienst zum Buß- und Bettag

 

Evangelische Kirchengemeinde Altenberg/Schildgen

– Altenberger Dom, Altenberg, 51519 Odenthal-Altenberg

17.11.2021, 19:00, Ökumenischer Gottesdienst am Buß- und Bettag

– Andreaskirche Schildgen, Voiswinkler Straße 40, 51467 Bergisch Gladbach-Schildgen

17.11.2021, 18:30, Ökumenische Versöhnungsfeier am Buß- und Bettag (mit 3 G Regeln)

 

Evangelische Kirchengemeinde Bensberg

– Kirche Refrath-Vürfels, Vürfels 26, 51427 Bergisch Gladbach-Refrath

17.11.2021, 19:30, Ökumenischer Buß- und Bettagsgottesdienst

– Evangelische Kirche Bensberg, Friedhofsweg 9, 51429 Bergisch Gladbach

17.11.2021, 10:00, Buß- und Bettag – Tag der offenen Kirche. Die Evangelische Kirchengemeinde Bensberg möchte ihr Angebot in diesem Jahr ausweiten und lädt am Mittwoch, 17. November, von 10 bis 18 Uhr zum Tag der offenen Kirche in die Evangelische Kirche Bensberg, Friedhofsweg 9, ein. Diakon Rainer Beerhenke und Team bieten den Besuchenden Zeit und Raum für Begegnung und Gespräch sowie Ruhe und Besinnung an. www.kirche-bensberg.de

 

Evangelische Kirchengemeinde Bergisch Gladbach

– Heilig-Geist-Kirche, Handstraße 247, 51469 Bergisch Gladbach

17.11.2021, 18:00, [ONLINE] Präsenzgottesdienst und Live-Stream auf YouTube

– Kirche Zum Frieden Gottes, Martin-Luther-Straße 13, 51469 Bergisch Gladbach

17.11.2021, 19:00, Buß- und Bettag – Gottesdienst in der Kirche Zum Frieden Gottes, Pfarrerin Jennifer Scheier

17.11.2021, 19:20, Ökumenischer Abendmahlsgottesdienst zu Buß- und Bettag mit der Evangelischen Kantorei, Pfarrerin Jennifer Scheier

 

Evangelische Kirchengemeinde Delling

– Versöhnungskirche Bechen, St. Antoniusweg, 51515 Kürten

17.11.2021, 19:00, Ökumenischer Gottesdienst an Buß- und Bettag

 

Evangelische Kirchengemeinde Köln-Dellbrück/Holweide

– Pauluskirche Dellbrück, Thurner Straße 105, 51069 Köln

17.11.2021, 19:00, Ökumenischer Gottesdienst zum Buß- und Bettag, Pfarrer Roland Tschunitsch und Pfarrer Klaus Völkl,

– Versöhnungskirche Holweide, Buschfeldstraße 30, 51067 Köln

17.11.2021, 19:00, Ökumenischer Gottesdienst zum Buß- und Bettag. Es singt die Kantorei „Coro Con Spirito“. Pfarrerin Sybille Noack-Mündemann und Pfarrer Sebastian Bremer, www.evangelisch-in-koeln-dellbrueck-holweide.de

 

Evangelische Kirchengemeinde Porz-Wahn-Heide

– Martin-Luther-Kirche, Sportplatzstraße 63, 51147 Köln

17.11.2021, 18:00, Gemeinsamer Gottesdienst zu Buß- und Bettag

www.kirche-porz-wahnheide.de

 

Evangelische Kirchengemeinde Köln-Dünnwald

– Kirche St. Hedwig, von-Ketteler-Straße 2, 51061 Köln

17.11.2021, 19:30, Ökumenischer Gottesdienst zur Frage „Alles wieder gut?“, Pfarrer Torsten Krall

 

Evangelische Kirchengemeinde Vingst-Neubrück-Höhenberg

– Ev. Trinitatiskirche Neubrück, Europaring 31-35, 51109 Köln

17.11.2021, 18:00, Ökumenischer Gottesdienst mit Pastor Wolke

 

Evangelische Kirchengemeinde Köln-Rath-Ostheim

– Auferstehungskirche Ostheim, Heppenheimer Straße 7, 51107 Köln

17.11.2021, 19:00, Musikalische Abendandacht mit Pfarrerin A. Stangenberg

 

Evangelische Kirchengemeinde Lindlar

– Jubilate-Kirche, Auf dem Korb, 51789 Lindlar

17.11.2021, 19:00, Gottesdienst am Buß- und Bettag im Gedenken an die Flutopfer. Um Anmeldung wird gebeten. Es gilt die 3G-Regel. Pfarrer Stephan Romot

 

Evangelische Kirchengemeinde Porz

– Pauluskirche, Zündorf, Houdainer Straße 32, 51143 Porz

17.11.2021, 18:30, Gottesdienst Buß- und Bettag, Pfarrer Dr. Rolf Theobold

 

Evangelische Gemeinde Volberg-Forsbach-Rösrath

– Versöhnungskirche, Hauptstraße 16, 51503 Rösrath

17.11.2021, 19:00, Gottesdienst

 

Evangelische Kirchengemeinde Brüggen/Erft

– Lukaskirche Brüggen, Kirchweg 7, 50169 Kerpen-Brüggen

17.11.2021, 18:30, Gottesdienst zum Buß- und Bettag mit den Konfis

 

Evangelische Kirchengemeinde Brühl

– St. Blasius-Kirche Meschenich, Brühler Landstraße 425

17.11.2021, 19:00, Ökumenischer Gottesdienst am Buß- und Bettag. Nach der Entwidmung der Thomaskirche feiern die beiden christlichen Gemeinden in Meschenich nun einen ersten gemeinsamen Gottesdienst am Buß- und Bettag. Vikarin Astrid Brus (Brühl) und Pfarrer Christoph Hittmeyer (katholische Kirchengemeinde), www.kirche-bruehl.de

 

Evangelische Kirchengemeinde Frechen

– Evangelische Kirche, Hauptstraße 209, 50226 Frechen

17.11.2021, 18:00, Ökumenische Andacht am Buß- und Bettag, Pfarrerin Landgrebe, www.kirche-frechen.de

 

Evangelische Kirchengemeinde Horrem

– Kreuzkirche Horrem, Mühlengraben 10 – 14, 50169 Kerpen-Horrem

17.11.2021, 19:00, Ökumenischer Gottesdienst zum Buß- und Bettag, Greve, Kraus, Ponier

 

Evangelische Kirchengemeinde Köln-Bayenthal

– Reformationskirche, Mehlemer Straße 29/Ecke Goethestraße, 50968 Köln

17.11.2021, 18:00, Andacht mit Abendmahl zum Buß- und Bettag, Pfarrer Kielbik, www.kirche-bayenthal.de

 

Evangelische Philippus-Kirchengemeinde Köln-Raderthal

– Ev. Philippuskirche, Albert-Schweitzer-Straße 3, 50968 Köln

17.11.2021, 19:00, Gottesdienst zu Buß- und Bettag, Pfarrer Klaus Eberhard mit Konfirmanden und Katechumenen

www.kirche-raderthal.de

 

Evangelische Kirchengemeinde Köln-Zollstock

– Melanchthonkirche, Breniger Straße 18, 50969 Köln

17.11.2021, 19:00, Ökumenischer Gottesdienst am Buß- und Bettag gemeinsam mit der Kath. Kirche Zum Heiligen Geist. Pfarrer Oliver J. Mahn und Pfarrer Andreas Brocke

 

Evangelische Kirchengemeinde Lechenich

– Kirche der Versöhnung, An der Vogelrute 8, 50374 Erftstadt-Lechenich

17.11.2021, 18:00, Ökumenischer Gottesdienst mit Posaunenchor am Buß- und Bettag, www.kirche-lechenich.de

 

Evangelische Friedenskirchengemeinde in Erftstadt

– Friedenskirche Liblar, Schlunkweg 52, 50374 Erftstadt-Liblar

17.11.2021, 19:00, Ökumenischer Gottesdienst zu Buß- und Bettag im Gedenken an die Flutopfer

 

Evangelische Kirchengemeinde Wesseling

– Apostelkirche, Antoniusstraße 8, 50389 Wesseling

17.11.2021, 19:00, Taizé-Gottesdienst am Buß- und Bettag. Am Mittwoch, 17, November, 19 Uhr, lädt die Evangelische Kirchengemeinde Wesseling zu einem Taizé-Gottesdienst am Buß- und Bettag in die Apostelkirche, Antoniusstraße 8, ein. Eine mit vielen Kerzen erleuchtete Kirche und eine Lichtinstallation im Altarraum schaffen eine stimmungsvolle Atmosphäre. Unter der Leitung von Thomas Jung bringt die Kantorei bekannte und weniger bekannte Taizé-Lieder zu Gehör, die zum Mitsingen oder einfach zum Zuhören einladen.

 

Evangelische Kirchengemeinde Sindorf

– Christus-Kirche, Carl-Schurz-Str. 2 / Ecke Kerpener Straße, 50170 Kerpen-Sindorf

17.11.2021, 19:00, Gottesdienst zum Buß- und Bettag, Pfarrer Frank Drensler

 

Evangelische Kirchengemeinde Hürth

– Friedenskirche Efferen, Martin-Luther-Straße 12, 50354 Hürth-Efferen

17.11.2021, 18:00, Ökumenischer Gottesdienst

 

Evangelische Christusgemeinde Brauweiler-Königsdorf

-St. Nikolaus Abteikirche Brauweiler, Ehrenfriedstraße 19, 50259 Pulheim

17.11.2021, 19:30, Ökumenischer Gottesdienst am Buß- und Bettag

Pfarrer Christoph Nötzel

 

Evangelische Kirchengemeinde Bickendorf

– Auferstehungskirche Bocklemünd, Görlinger Zentrum 39, 50829 Köln
17.11.2021, 18:00, Ökumenischer Gottesdienst am Buß- und Bettag, Pfarrerin Uta Walger

– Evangelisch-methodistische Markuskirche, Herbigstraße 18-20, 50825 Köln

17.11.2021, 19:00, Ökumenischer Gottesdienst am Buß- und Bettag

Pfarrer Nico Ballmann und Pfarrer Dr. Rainer Bath

 

Evangelische Kirchengemeinde Köln-Brück-Merheim

– St. Hubertus Brück, Olpener Str. 954, 51109 Köln

17.11.2021, 19:00, Ökumenische Vesper am Buß- und Bettag, Pfarrer Rösler und Ökumeneteam

(Stand: 15.11.2021)

Text: APK
Foto(s): Dirk Mailänder

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Die Vielfalt der Kirche abbilden und Menschen eine Heimat geben – Nachrichten von der Herbst-Synode des Evangelischen Kirchenkreises Köln-Rechtsrheinisch

Es hätte ein analoges Treffen zum Gottesdienst in der Kölner Kartäuserkirche und anschließender Synode im benachbarten Haus der Evangelischen Kirche des Kirchenverbandes werden sollen. Doch die steigenden Inzidenzzahlen in Köln und Umgebung ließen keine andere Entscheidung zu, als die Herbstsynode des Kirchenkreises Köln-Rechtsrheinisch nun schon zum dritten Mal digital durchzuführen. „Schweren Herzens“, wie Superintendentin Andrea Vogel zugab. Für sie war es auch schon ein Stück weit Abschied. Die Theologin geht im kommenden Sommer in den Ruhestand und leitete zum letzten Mal die Herbstsynode. Gerne hätten auch die Synodalen sich präsentisch getroffen. So sagte Torsten Steinrück, als Landessynodaler Gast der Synode aus Herkenrath: „Ich hätte mich über den Austausch in den Pausen und ein persönliches Kennenlernen sehr gefreut.“

Trotz der räumlichen Entfernung der rund 90 stimmberechtigten Synodalen wurde auch auf digitalem Weg intensiv beraten, es wurden Entscheidungen getroffen und, wie Superintendentin Andrea Vogel es beschrieb: „In unseren Themen ist die ganze Vielfalt der Kirche abgebildet.“

Andacht

Pfarrerin Selma Thiesbonenkamp
Pfarrer Florian Hankwitz

Gestartet ist die Synode mit einer Andacht, gehalten von Pfarrerin Selma Thiesbonenkamp und Pfarrer Florian Hankwitz. Schon in den Worten der Pfarrerin der Gemeinde Kalk-Humboldt schwang mit, was den gesamten Beratungstag begleiten sollte: die Frage nach der Zukunft der evangelischen Kirche. „Altes verabschieden, Neues entstehen lassen. Das kostet Mut und kann für Konflikte sorgen. Auch wenn wir noch nicht wissen, wo es hingeht, müssen wir den Menschen eine spirituelle Heimat bieten.“

Freizeitheim Stolzenberg

Ein guter Ort, der für viele Menschen über Generationen im Rahmen von Freizeiten Heimat bietet, war in den vergangenen Jahrzehnten das Freizeitheim Stolzenberg. Finanzkirchmeister Jörg Rehnitz  erläuterte die Situation des Hauses in Wermelskirchen und stellte Möglichkeiten vor, wie es mit dem Haus weitergehen könnte. Sein Vorschlag, einen Arbeitskreis zu bilden, der Ideen wie eine Verpachtung an einen Dienstleister oder die Gründung eines Trägervereins diskutieren könnte, wurde positiv beschieden. Erste Mitglieder sind Jörg Rehnitz selbst und Pfarrer Torsten Krall, Assessor im Kirchenkreis. Weitere Mitglieder aus den Kirchengemeinden sind willkommen.

beymeister

Eine Heimat anderer Art für Menschen auf spiritueller Suche war in den vergangenen sieben Jahren der Erprobungsraum der Mülheimer beymeister. Die beymeister wollen mit ihrem Konzept, mit neuen Ideen in ihr Veedel hineinzugehen, Menschen erreichen, die sich selbst als kirchenfern beschreiben, die auf einer geistlichen Suche sind, aber tradierte Formen von Kirche als nicht passend für sich empfinden. Nun allerdings stehen Veränderungen an, denn zwei der Motoren der beymeister werden sich zurückziehen. Miriam Hoffmann wird sich in den kommenden Monaten anderen Aufgaben zuwenden und auch Pfarrer Sebastian Baer-Henney hat vor, sich in die zweite Reihe zurückzuziehen.

Janneke Botta wird mit den beymeistern neue Wege ausprobieren

Pfarrerin Janneke Botta, seit einem Jahr im Team, wird bleiben und jetzt noch einmal neue Wege ausprobieren. Um das zu realisieren, bat sie um Unterstützung durch die Synode, um: „Weiterhin das Heilige mit dem Weltlichen verbinden zu können.“ Die Synodalen entschieden, das Projekt mit insgesamt 40.000 Euro in den kommenden zwei Jahren zu unterstützen. Zudem wird es für den Erprobungsraum der beymeister einen Synodal-Platz mit beratender Funktion geben. Weiterhin beschließt die Synode die Errichtung einer auf zwei Jahre befristeten Pionierstelle des Kirchenkreises.

Bericht der Superintendentin

Andrea Vogel beim Bericht der Superintendentin

In ihrem Bericht blickte Pfarrerin Vogel auf viele Veränderungen zurück. 2008 zum ersten Mal zur Superintendentin gewählt, trug sie Neustrukturierungen mit, erlebte Fusionen von Gemeinden und das Nachdenken über die Zukunft der Kirche. So zitierte sie aus einem Positionspapier der Kirchenleitung der Evangelischen Kirche im Rheinland, in dem es heißt: „Strukturfragen sind theologisch oft stark aufgeladen. Das führt trotz hoher Belastung von Ehren- und Hauptamtlichen zur Beharrung in tradierten, überholten Formen kirchlicher Arbeit.“ Hier müsse umgedacht werden, mahnte die Theologin. „Ich denke, es wäre gut, innezuhalten, zu überlegen und zu verabreden, welche Ziele wir verfolgen wollen, bevor wir in die notwendigen Veränderungsprozesse aufbrechen.“

Geschäftsführer des Evangelischen Verwaltungsverbandes Peter Ebenfeld

Zudem ging sie in ihrem Bericht auf Projekte ein, um dem neu wachsenden Antisemitismus etwas entgegenzusetzen, dem Klimawandel und der Corona-Pandemie zu begegnen. Die Flutkatastrophe im Juli und die Pandemie machten das vergangene Jahr erneut enorm anstrengend, so die Pfarrerin. In ihrem Bericht erinnerte sie auch daran, dass es Diskussionen zur Fusion der vier Kölner Kirchenkreise gibt. „Vor einer Fusion wird die Frage der Verwaltung zu klären sein. Ist eine große Verwaltung sinnvoll oder arbeitet eine kleinere effektiver?“ Der rechtsrheinische Kirchenkreis habe zwar aktuell keinen Handlungsbedarf, müsse aber eine Position finden. Dazu passt auch der Satz, der Andrea Vogel in ihrer Zeit als Superintendentin begleitete: „Prüft alles und behaltet das Gute“.

Synodalassessor Torsten Krall moderierte die Aussprache über die vorliegenden Berichte aus den Kirchengemeinden und Ämter und Einrichtungen

Er passt auch zu einem Thema, das innerhalb der Synode für kontroverse Diskussionen sorgte. Der Antrag an die Landessynode der Arbeitsgruppe Taufe des Kirchenverbandes Köln und Region (AG Taufe) beinhaltet die Bitte, den Text des Lebensordnungsgesetzes zu ändern. Vorgeschlagen wurde die Veränderung, dass ein Kind unter bestimmten Bedingungen auch dann getauft werden kann, wenn die Eltern nicht der Kirche angehören. Die Presbyterien der Kirchengemeinden Bergisch Gladbach sowie Köln Rath-Ostheim beantragten die Ablehnung des Antrags. Auch die Synodalen entschieden sich mit großer Mehrheit, den Antrag nicht an die Landessynode weiterzugeben. Das Thema wird im theologischen Ausschuss des Kirchenkreises weiter bearbeitet.

Auch das Thema globale Impfgerechtigkeit hat mit dem Wort „Heimat“ zu tun, denn, wie Pfarrer Ulrich Kock-Blunk von der Gemeinde Köln Dellbrück-Holweide ausführte, fehlt weltweit Impfstoff gegen eine Covid 19-Erkrankung. „Wer in ärmeren Ländern erkrankt, hat keine Möglichkeit, seine fehlenden Einkünfte auszugleichen. Die ungleiche Verteilung des Impfstoffes führt zu wachsender Armut, dem Verlust der Heimat und mehr globaler Ungerechtigkeit“, gab er zu bedenken. Die Synodalen stimmten dem Antrag des Fachausschusses für Mission und Ökumene zu, dass die Kirche hier in der Verantwortung ist, sich in Richtung der Bundesregierung zu äußern. Sie beschlossen, die kreiskirchliche Kollekte im März 2022 für den Partnerkirchenkreis Kalungo im Kongo unter dem Stichwort „Impfgerechtigkeit“ zu erbitten. Die Kollekte im Februar geht an das ökumenische Café Lichtblick in Stammheim, die im Juli 2022 an die Evangelische Telefonseelsorge Köln und Region.

Finanzen

Einen Überblick über die Gesamtfinanzsituation des Kirchenkreises gab Jörg Rehnitz vom Finanzausschuss. Er erklärte: „Aus dem Jahresergebnis 2020 ergibt sich ein Überschuss, der zum Teil an die Kirchengemeinden ausgeschüttet werden kann. Es erfolgt eine Ausschüttung an die Kirchengemeinden in Höhe von 2,50 Euro pro Gemeindeglied. Der verbleibende Betrag von rund 270.000 Euro wird für zukünftige Ausgaben, wie die Unterstützung der beymeister und die freiwillige Rücklage des Kirchenkreises verwendet.“ Zudem stimmten die Synodalen dafür, sich der Kassengemeinschaft des Evangelischen Verwaltungsverbandes Köln-Rechtsrheinisch anzuschließen.

Die nächsten Kreissynoden finden statt: Freitag, 29. April, und Samstag, 12. November 2022, jeweils im Bürgerzentrum Steinbreche, Dolmanstraße 17, Bergisch Gladbach.

Wahlen

Sebastian Baer-Henney wurde durch die Synode zum Skriba (zweiter Stellvertreter der Superintendentin) bis 2024 gewählt.

Als Skriba bis 2024 wurde Pfarrer Sebastian Baer-Henney gewählt. Er folgt auf Martin Häusling.

Ab dem 1. Januar 2022 wird Pfarrer Jörg Schmidt, bislang als Stellvertreter tätig, dem Nominierungsausschuss vorsitzen. Er übernimmt das Amt von Pfarrer Walter Kunz. Stellvertreterin ist nun Pfarrerin Selma Thiesbonenkamp.

Zum stimmberechtigten Mitglied wurde Tatjana Fornoff gewählt, Stellvertreter ist Dr. Gernot Strehl. Pfarrer Andreas Daniels ist stimmberechtigtes Mitglied, Manguela Fokuhl ist stellvertretendes Mitglied. Mitglied im synodalen Jugendausschuss ist Linda Kalinke. Zu ihrer Stellvertreterin wurde Eva Löllgen bestimmt. Neues Mitglied im Finanzausschuss ist Hans Pfau. Pfarrerin Astrid Krall-Packbier wählten die Stimmberechtigten zur Synodalbeauftragten für Kindergottesdienst.

Text: Katja Pohl
Foto(s): Katja Pohl/APK

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Altenberger Forum 2021: „Einsamkeit – Ich, allein zu Haus“

Zum 26. Mal lädt der Ökumeneausschuss gemeinsam mit dem Landrat des Rheinisch-Bergischen Kreises zum Altenberger Forum ein. Zum Thema „Einsamkeit – Ich, allein zu Haus“ diskutieren am Dienstag, 16. November, um 19 Uhr Fachleute aus Politik, Psychologie, Seelsorge und Journalismus über Gründe und Handlungsmöglichkeiten zu diesem durch die Corona-Pandemie noch verstärkten gesellschaftlichen Problem und beleuchten Notwendigkeiten und Ressourcen von Kirche und Politik. In Deutschland sagen fast 15 Millionen Menschen, dass sie sich einsam fühlen. Unabhängig von der aktuellen Pandemie sind soziale Isolation, aber auch Phänomene von Einsamkeit, die auch durch die fortschreitende Digitalisierung entstehen, immer markanter und generationsübergreifender geworden. Welche psychischen Formen von Einsamkeit gibt es heute? Welche gesellschaftlichen Faktoren wirken hier ein? Wie gehen wir als Gesellschaft und als Kirche damit um?

Mit dabei sind die Politikerin und Bloggerin Diana Kinnert, der Psychoanalytiker Dr. Dieter Funke, die Leiterin der Evangelischen Telefonseelsorge Köln, Dr. Dorit Felsch und der Journalist Egon Koch. Der Abend startet um 19 Uhr mit einem Ökumenischen Gottesdienst im Altenberger Dom, Eugen-Heinen-Platz, 51519 Odenthal-Altenberg. Das anschließende Podiumsgespräch findet im Martin-Luther-Haus, Uferweg 1 in Altenberg statt.

Die Teilnahme ist kostenfrei.

Podiumsgespräch mit:

Diana Kinnert: Politikerin, Bloggerin, Buchautorin: „Die neue Einsamkeit – und wie wir sie als Gesellschaft überwinden können“

Egon Koch: Journalist, Feature u.a.: „Einsamkeit – Leben mit einem Stigma“

Dr. Dorit Felsch: Leiterin Evangelische Telefonseelsorge Köln

Dr. Dieter Funke: Psychotherapeut und Psychoanalytiker, Buchautor

Moderation:

Melanie Wielens: Coach, Systemische Beratung, Journalistin

Anmeldung:

Eine Anmeldung mit Namen und Mailadresse ist aufgrund der Corona-Pandemie erforderlich:

www.bildungswerk-gladbach.de oder
info@bildungswerk-gladbach.de

Nähere Informationen: 02202 9363966

Die Veranstaltung wird gestreamt und kann online unter diesen Links verfolgt werden:

www.rbk-direkt.de oder
www.bildungswerk-gladbach.de

Text: APK
Foto(s): APK

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Die Zukunft der Kultur: Lena Marie Felde ist neue Studienleiterin in der Melanchthon-Akademie

Lena Marie Felde hat die ersten Wochen in ihrem neuen Job hinter sich. Und der Anfang ist schon mal ziemlich vielversprechend. „Bisher wurden meine Ideen gut aufgenommen“, zieht die neue Studienleiterin der Melanchthon-Akademie ein mehr als positives Fazit. Sie ist Nachfolgerin von Leonore Kampe und zuständig für die Fachbereiche Kultur und Kreativität. Das heißt, sie beackert ein weites Feld. Die gebürtige Remscheiderin ist gut vorbereitet auf die Feldarbeit. Nach dem Abitur hat sie Kulturwissenschaften an der Universität Lüneburg studiert und sich dort mit kunstwissenschaftlichen und kulturphilosophischen Themen beschäftigt. Nach ihrem Abschluss war sie zunächst an der Uni Lüneburg und danach an der Universität zu Köln als wissenschaftliche Mitarbeiterin tätig. Dort hat sie zu Kultur und Bildung geforscht.

Die nächste Station war der Kölner Kulturrat. Dessen Mitglieder vertreten die Belange der Kultur gegenüber Politik und Verwaltung. „Dort habe ich ein Symposium zu kulturellen Zukunftsthemen geplant“, wirft die Studienleiterin einen Blick zurück. Und voraus: „Es wird sicher mehr digitale Formate geben. Und Hybrid-Veranstaltungen. Die kann ich mir gut für Lesungen vorstellen.“ Während der Corona-Pandemie war Lena Marie Felde am „Kulturgenerator“ beteiligt: „Hier wurden Werke von bekannten und unbekannten Kölner Künstlerinnen und Künstlern versteigert. Nicht zuletzt, um die Kulturszene in schwierigen Zeiten zu unterstützen.“

Jetzt also die Melanchthon-Akademie. „Wir sind die Akademie im Veedel, und wir sind interessiert an dem, was darüber hinaus passiert“, beschreibt sie den Grundgedanken. Das nächste Akademie-Jahr hat als Schwerpunkt-Thema die „Stadt der Zukunft“. Da wird es um das Nachbarschaft, Beheimatung und Gemeinschaft, Spiritualität und Kultur in den nächsten Jahrzehnten gehen. Auch die Mobilität wird eine Rolle spielen.

Über die Zukunft von Kunst in der Stadt nachdenken

Thema wird für Lena Marie Felde auch die Kulturentwicklungsplanung sein. Kein besonders kreatives Wort für eine wichtige Sache, findet sie. Sie möchte mit Akteuren der Kulturszene über die Zukunft von Kultur in der Stadt nachdenken: „Die Melanchthon-Akademie ist auch ein Kulturort, wo Begegnung und Kultur stattfinden. Wir wollen auch in der Akademie die Zukunft der Kultur weiterdenken.“ Ohne Kultur sei eine Stadt nicht lebenswert. Kritisch sieht sie die Räumung des Eifelwalls. Dort hatten sich in einer für Autos gesperrten Zone Anwohner den öffentlichen Raum angeeignet, ein Sofa aufgestellt und Hüpfkästchen auf den Asphalt gemalt. Ob Orte Unorte seien, sei eine politische Frage. Auch eine kulturpolitische. Die Studienleiterin hat einige Zeit in Hamburg gelebt und ist nach Lüneburg gependelt. „In Hamburg kocht jeder sein eigenes Süppchen. Die Leute in Köln haben Lust, ihre Nachbarschaft zu verschönern.“

„Tag des guten Lebens“

Daran ist Lena Marie Felde nicht ganz unbeteiligt. Sie sitzt im Vorstand des Vereins Agora Köln, der den „Tag des guten Lebens“ organisiert. Dieser Tag ist einerseits ein autofreier Sonntag in einem Kölner Stadtviertel und gleichzeitig ein partizipatives Projekt: Der Tag wird gestaltet von Nachbarn und Nachbarinnen, Vereinen und Institutionen, die sich für eine bessere Nachbarschaft und eine vielfältige Stadtgesellschaft einsetzen. „Das ist eine Aufgabe an der Schnittstelle zwischen Kultur und Nachhaltigkeit“, beschreibt die neue Studienleiterin die Zielsetzung des Vereins.

Das Thema Kunst und insbesondere die Wahrnehmung und Sichtbarkeit von Künstlerinnen möchte Lena Marie Felde in nächster Zeit in den Fokus nehmen. Auch neue Ausstellungskonzepte etwa in digitaler Form werden eine Rolle spielen. Aber auch die Praxis wird nicht zu kurz kommen. Es wird einen Workshop zum Papierschöpfen geben. Auch in Sachen künstlerische Verfahren wird sich was tun. Es werden Druckverfahren ohne Presse vorgestellt.

Lena Marie Felde ist offen für viele Themengebiete: „Ich bin auch an spirituellen Themen interessiert. Es gibt zum Beispiel ein Kursformat ,Produktive Stille‘, das ich gemeinsam mit meiner Kollegin, der Studienleiterin für Persönlichkeitsentwicklung und Gesundheit, Daniela Krause-Wack, entwickelt habe. Hierbei geht es darum, durch Aktivitäten wie Malen und Tanzen einen meditativen Zustand zu erreichen.“ Und dann möchte sie Kinofilme im Garten der Melanchthon-Akademie zeigen.

 

Text: Stefan Rahmann/APK
Foto(s): Stefan Rahmann/APK

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Unsere Wochentipps: Gospelkonzert, Orgelvesper und „Mahnmale der Erinnerung“

Die Wochentipps sind diesmal bunt gemischt: Es gibt das Gospelkonzert der „Gospelpearls“, die Orgelvesper „Vergänglichkeit und Trost“ bei einer spirituellen Atempause und Musik mit dem Gershwin-Quartett und Ursula Döll an der Orgel sowie das Bläserkonzert mit “Spirit of Brass”. In Rodenkirchen wird ein Kinderflohmarkt stattfinden, Günter Leitner bietet den Rundgang der AntoniterCityTours „Mahnmale der Erinnerung“ und ein mittelalterliches Mysterienspiel „Ludus Danielis“ wird Daniel in der Löwengrube thematisieren. Es wird Aufstandsgebete und Gottespoesie gegen sexuellen Missbrauch geben und das Altenberger Forum Kirche und Politik 2021 mit dem Thema: „Einsamkeit – Ich, allein zu Haus“. Die Zusammenfassung in der Übersicht:

13.11.2021, 14:30
Evangelische Kirchengemeinde Altenberg/Schildgen
Altenberger Dom, Altenberg, 51519 Odenthal-Altenberg
Bayer Philharmoniker konzertieren im Altenberger Dom
Nachholtermin des Kultursommers
Am Samstag, 13. November, 14.30 Uhr spielen die Bayer Philharmoniker unter der Leitung der Dirigentin Bar Avni und mit dem Domorganisten Andreas Meisner im Altenberger Dom, Eugen-Heinen-Platz 2, das Orgelkonzert Nr. 2 g-Moll, op. 177 von Joseph Gabriel Rheinberger und die Sinfonie Nr. 3 D-Dur, op. 29 von Pjotr Iljitsch Tschaikowski. Das Konzert ist ein Nachholtermin des Altenberger Kultursommers. Der Vorverkauf findet über koelnticket statt.

www.altenberg-dom.de

13.11.2021, 16:00
Evangelische Kirchengemeinde Bickendorf
Auferstehungskirche Bocklemünd, Görlinger Zentrum 39, 50829 Köln
Gospelkonzert der „Gospelpearls“
„Stimmstark und mitten ins Herz hinein“
Die „Gospelpearls“ – das sind Martina Gassmann und Janina Krömer (beide Gesang) und Philip Roesler (Klavier und Gesang). Das stimmgewaltige Trio aus Köln singt sich seit mehr als 14 Jahren bei ihren vielen Auftritten im ganzen Land in die Herzen seines Publikums. Am Samstag, 13. November, 16 Uhr, sind die „Gospelpearls“ zu Gast in der Auferstehungskirche Bocklemünd, Görlinger Zentrum 39. Der Eintritt ist frei, um eine Spende für das Trio wird gebeten. Der Einlass zum Konzert erfolgt gemäß der „3-G-Regel“.

www.gemeinde-bickendorf.de

13.11.2021, 18:00
Trinitatiskirche
Trinitatiskirche, Filzengraben 4, 50676 Köln
Thema „Vergänglichkeit und Trost“ bei einer spirituellen Atempause
Orgelvesper am Wochenende in der Trinitatiskirche
Werke zum Thema „Vergänglichkeit und Trost“ laden am Samstag, 13. November, 18 Uhr, zum Verweilen in der Trinitatiskirche, Filzengraben 4, ein. In der Reihe „Orgelvespern in der Kölner Innenstadt“ ist Kirchenmusikdirektor Johannes Quack an der Orgel zu hören, Pfarrer Carsten Schraml gestaltet die Liturgie. Die Orgelvespern in der Kölner Innenstadt machen das Angebot zu einer spirituellen Atempause am Wochenende. Abwechselnd in der Trinitatiskirche und der Antoniterkirche werden auf das Kirchenjahr bezogene Orgelwerke in eine sparsame liturgische Gestaltung mit biblischer Lesung und Gebet eingebunden. Der Eintritt ist frei, um eine Spende wird gebeten.

www.trinitatiskirche-koeln.de

13.11.2021, 18:00
Evangelische Clarenbach-Kirchengemeinde Köln-Braunsfeld
Evangelische Clarenbach-Kirche Braunsfeld, Aachener Straße 458, 50933 Köln
Bläserkonzert mit “Spirit of Brass”
„Ein musikalisches Kirchenjahr“
Choralbearbeitungen – teils in neuem und unerwartetem Gewand – präsentiert der Posaunenchor „Spirit of Brass“ am Samstag, 13. November, 18 Uhr, in der Clarenbach-Kirche Braunsfeld, Aachener Straße 458. Kim Unger leitet das Konzert mit dem Titel „Ein musikalisches Kirchenjahr“, in dem auch Hanna Wolf-Bohlen an der Orgel zu hören ist. Beim Einlass gilt die „3G-Regel“. Der Eintritt ist frei.

www.clarenbachgemeinde.de

13.11.2021, 19:00
Evangelische Kirchengemeinde Köln-Lindenthal
Paul-Gerhardt-Kirche, Gleueler Straße 106, 50935 Köln
Musik mit dem Gershwin-Quartett und Ursula Döll an der Orgel
Konzert zum Gedenkjahr „1700 Jahre jüdisches Leben in Köln“
Das Gershwin-Quartett gibt im Rahmen des Gedenkjahres „1700 Jahre jüdisches Leben in Köln und in Deutschland“ am Samstag, 13. November, 19 Uhr, in der Paul-Gerhardt-Kirche, Gleueler Straße/Ecke Lindenthalgürtel, ein Konzert. Michel Gershwin (Violine), Nathalia Raithel (Violine), Juri Gilbo (Bratsche) und Domitrij Gornowskij (Cello) spielen Werke von Erwin Schulhoff, Bernard Herrmann, Karl Jenkins sowie „Kol Nidrei“ von Max Bruch. Außerdem lässt Ursula Döll, Kantorin der Evangelischen Kirchengemeinde Köln-Lindenthal, auf der Orgel Werke von Ernest Bloch und Philip Glass erklingen. Der Eintritt ist frei. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Jedoch ist ein Impf- bzw. Genesenennachweis oder ein aktuelles Testergebnis erforderlich.

www.evangelisch-in-lindenthal.de und www.321.koeln

14.11.2021, 11:00
Evangelische Kirchengemeinde Rodenkirchen
Erlöserkirche, Sürther Straße 34, 50996 Köln
Kinderflohmarkt in Rodenkirchen
Kleiderkammer verkauft für einen guten Zweck
Gut erhaltene Kinderkleidung und Spielzeug aus der Kleiderkammer der Evangelischen Kirchengemeinde Rodenkirchen werden bei einem Basar am Sonntag, 14. November, 11 bis 16 Uhr, zum Verkauf angeboten. Der Erlös aus dem Trödelmarkt fließt in die Unterstützung bedürftiger Menschen in der Kirchengemeinde. Der Zutritt erfolgt gemäß der „2-G-Regel“ nur für Geimpfte oder Genesene. Außerdem gilt im gesamten Gemeindehaus während des Basars Maskenpflicht.

www.erloeserkirche-rodenkirchen.de

14.11.2021, 14:00
AntoniterCityTours
„Mahnmale der Erinnerung“
Rundgang der AntoniterCityTours mit Günter Leitner
Die Mahnmale der Erinnerung in Köln sucht Stadtführer Günter Leitner bei der gleichnamigen Stadtführung am Sonntag, 14. November, 14 Uhr, auf. Darunter sind das Edith-Stein-Denkmal, das Denkmal des Unbekannten Deserteurs, das El-DE- Haus, der Offenbachplatz, der Lern- und Gedenkort Jawne, Ernst Barlachs Schwebender in der Antoniterkirche und die Trauernden Eltern von Käthe Kollwitz in Alt St.-Alban. Die Teilnehmenden der Stadtführung der AntoniterCityTours treffen sich im Lichhof von St. Maria im Kapitol, Kasinostraße 6. Die Teilnahme kostet 10 Euro, ermäßigt 8 Euro. Die Teilnehmendenzahl ist begrenzt. Eine Anmeldung über die Internetseite www.antonitercitytours.de oder über KölnTicket ist erforderlich.

www.antonitercitytours.de
14.11.2021, 18:00
Evangelische Kirchengemeinde Ehrenfeld
Friedenskirche, Rothehausstraße 54a, 50823 Köln
„Ludus Danielis“
Ein mittelalterliches Mysterienspiel über Daniel in der Löwengrube
In einer Inszenierung von Adrian Schvarzstein und Thomas Höft kommt am Sonntag, 14. November, 18 Uhr, im Rahmen der 97. Ehrenfelder Abendmusik, in der Friedenskirche, Rothehausstraße 54a, „Ludus Danielis“ zur Aufführung. In diesem mittelalterlichen Mysterienspiel über Daniel in der Löwengrube treten Jalda Reblin (Chasan und Rezitation), Dietrich Henschel (Belsazar), Maria Jonas (Königin), Cora Schmeiser (Daniel) sowie das Ensemble Ars Choralis Cöln unter der Leitung von Maria Jonas auf. Der Eintritt ist frei, am Ausgang wird um eine Spende gebeten. Zu diesem Konzert ist eine Anmeldung per E-Mail an th.hoeft@web.de erforderlich.

www.evangelisch-ehrenfeld.de

16.11.2021, 19:00
Melanchthon-Akademie
Orange days 2021 – Carola Moosbach: „Ins leuchtende Du“
Aufstandsgebete und Gottespoesie gegen sexuellen Missbrauch
Die Autorin Carola Moosbach schreibt Aufstandsgebete und Gottespoesie gegen sexuellen Missbrauch. Am Dienstag, 16. November, 19 bis 21 Uhr, stellt Dr. Aurica Jax, eine der Herausgeberinnen, das neue Buch Moosbachs zur Theopoesie in der Christuskirche, Dorothee-Sölle-Platz 1, vor. Die Vewranstaltung findet mit Blick auf die Orange Days, den Internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen am 25. November statt. An diesem Tag machen Organisationen und Frauenrechtsbewegungen weltweit darauf aufmerksam, dass Frauen und Mädchen immer noch Gewalt und Unterdrückung erleben müssen. An diesem Tag leuchten zahlreiche Gebäude in Orange und setzen damit ein starkes Signal gegen Gewalt. Die Teilnahme ist kostenlos. Eine Anmeldung ist erforderlich.

Anmeldung erforderlich, Tel: 0221 931 803 0, anmeldung@melanchthon-akademie.de
www.melanchthon-akademie.de

16.11.2021, 19:00
Evangelische Kirchengemeinde Altenberg/Schildgen
Altenberger Dom, Altenberg, 51519 Odenthal-Altenberg
Altenberger Forum Kirche und Politik 2021
Thema: „Einsamkeit – Ich, allein zu Haus“
Zum 26. Mal lädt der Ökumeneausschuss im Rheinisch-Bergischen Kreis gemeinsam mit dem Landrat des Rheinisch-Bergischen Kreises am Dienstag, 16. November, 19 Uhr, zum Altenberger Forum Kirche und Politik in den Altenberger Dom, Eugen-Heinen-Platz 2, ein. Zum Thema „Einsamkeit – Ich, allein zu Haus“ diskutieren Fachleute aus Politik, Psychologie, Seelsorge und Journalismus über Gründe und Handlungsmöglichkeiten zu diesem durch die Corona-Pandemie noch verstärkten gesellschaftlichen Problem. Mit dabei sind die Politikerin und Bloggerin Diana Kinnert, der Psychoanalytiker Dr. Dieter Funke, die Leiterin der Evangelischen Telefonseelsorge Köln, Dr. Dorit Felsch und der Journalist Egon Koch. Der Abend beginnt mit einem ökumenischen Gottesdienst im Altenberger Dom. Das anschließende Podiumsgespräch findet im Martin-Luther-Haus, Uferweg 1, statt. Die Teilnahme ist kostenlos. Eine Anmeldung per E-Mail an info@bildungswerk-gladbach.de ist erforderlich.

www.bildungswerk-gladbach.de

Text: APK
Foto(s): APK

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„Pulheimer Dialoge“: Spurensuche im Hinblick auf jüdisches Leben im Rheinland

Jüdisches Leben in Deutschland blickt auf eine Geschichte von 1700 Jahren zurück. Und doch ist es bis in die Gegenwart hinein oft nicht sichtbar geworden. Schmerzhaft sichtbar wird es immer dann, wenn antisemitische Übergriffe zeigen, dass es den jahrhundertewährenden Hass gegenüber Juden nach wie vor gibt, dass Menschen jüdischen Glaubens bis heute vorsichtig sein müssen.

Um das jüdische Leben in Deutschland wahrnehmbarer zu machen, ist in diesem Jahr, in dem es viele Aktionen und Kreativität zu „1700 Jahre jüdisches Leben in Köln und in Deutschland“ gibt, ein ökumenisches Projekt der evangelischen und der katholischen Kirche Köln unter dem Namen „321.koeln“ angestoßen worden. So heißt es auf der Website der Initiative: Die beiden Kirchen möchten einen Beitrag dazu leisten, in Kirche, Schule und Gesellschaft jüdisches Leben wahrzunehmen, kennenzulernen und sich für eine gute Nachbarschaft von nicht jüdischen Menschen mit Menschen jüdischen Glaubens einzusetzen.

Rund um den heutigen 9. November gibt es viele Veranstaltungen in Erinnerung an deportierte und ermordete jüdische Menschen – es wird in Köln unter anderem einen Rundgang, eine Gedenkstunde, Gottesdienst, Lesung und Gedenkfeier geben. Die Zusammenfassung in der Übersicht: https://www.kirche-koeln.de/gedenken-9-11-erinnerung-an-deportierte-und-ermordete-juedische-menschen/

Statement für das gemeinsame Leben von Juden und Nichtjuden

Das digitale Dialogprojekt ist beheimatet im Kunstraum Synagoge Pulheim-Stommeln. Die Gespräche unter dem Oberbergriff „Pulheimer Dialoge“ sollen zu einer Spurensuche im Hinblick auf die Geschichte der Synagoge selbst, aber auch mit Blick auf das Leben der Menschen jüdischen Glaubens im Rheinland werden. So sagt Dr. Martin Bock, Leiter der Kölner Melanchthon-Akademie, Ziel dieser Dialoge sei es auch, ein „Statement für das gemeinsame Leben von Juden und Nichtjuden in unserem Land zu setzen – als Zeichen gegen den wachsenden Antisemitismus.“

Gespräche wird es geben mit Rabbiner Yechiel Brukner von der Synagogen-Gemeinde Köln, mit einer Kölner jüdischen Familie sowie mit Tamar Dreyfus, jüdische Pulheimer Bürgerin und Mit-Autorin des Kinderbuches „Sag niemals, das ist dein letzter Weg“. Außerdem gestalten Christiane Twiehaus, Leiterin der Abteilung Jüdische Geschichte und Kultur im Museum „MiQua. Jüdisches Museum im Archäologischen Quartier“ und Rabbinerin Natalia Verzhbovska von der Jüdischen Liberalen Gemeinde in Köln die Pulheimer Dialoge mit.

Beeindruckende Installationen

Den Anfang macht Angelika Schallenberg, Leiterin der Kulturabteilung der Stadt Pulheim, die mit Dr. Martin Bock auf die Geschichte der Synagoge Stommeln zurückblickt und erläutert, was den Raum als Ort der Kunst so besonders macht. Seit 1991 setzen sich international bekannte Künstler mit dem Raum auseinander, lassen sich von der Stille und der Spiritualität der Synagoge ansprechen und schaffen beeindruckende Installationen zu ihren Gedanken.

Besondere Atmosphäre

Das Gebäude als Kunstraum geht zurück auf den damaligen Kulturdezernenten, Dr. Gerhard Dornseifer, der sich dafür einsetzte, die Synagoge durch die Künstler in der Gegenwart zu verankern. Denn eigentlich, so führt Angelika Schallenberg aus, sei das Haus geprägt gewesen durch Abwesenheit. Schon seit Mitte der 1920er Jahre gab es kein reguläres jüdisches Gemeindeleben mehr in Stommeln. Vielmehr wurde das Gebäude, das von der Synagogengemeinde Köln gekauft worden war, schließlich zum Eigentum eines Landwirtes, der es für seine Zwecke nutzte, den Davidstern hinter Putz verbarg und offenbar so die Synagoge vor der Vernichtung durch die Nationalsozialisten rettete. In den 1980er Jahren erfolgten eine grundlegende Restaurierung und eine Wiedereinweihungsfeier, die Jüdische Liberale Gemeinde beging hohe Feiertage in der Synagoge, bis sie in Köln ein eigenes Haus nutzen konnte.

Heute ist die Synagoge durch ihre zurückgesetzte Lage zwar immer noch ein Stück weit verborgen und nicht immer geht es in der Kunst darum, gegen das Vergessen zu arbeiten, doch die besondere Atmosphäre spricht die Kunstschaffenden an, so Angelika Schallenberg.

Alle Video-Dialoge sind auf dieser Homepage und auf der ökumenischen Plattform 321.koeln zu sehen.

Haben Sie Interesse an weiteren Videos? Abonnieren Sie unseren Videokanal auf YouTube: www.youtube.com/kirchekoeln

Text: Katja Pohl/APK
Foto(s): APK

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