„Orange Days“ – ein deutliches Zeichen gegen Gewalt gegen Frauen

Die „Orange Days“ setzen in diesen Tagen ein deutliches Zeichen gegen Gewalt gegen Frauen. Die Vereinten Nationen haben den Zeitraum zwischen dem 25.11. und dem 10.12. als „Orange Days“ ausgerufen. Der heutige 25.11. ist der Internationale Tag gegen Gewalt gegen Frauen, der 10.12. der Tag der Menschenrechte. „Die Farbe Orange hat eine Signalwirkung, zugleich ist Orange bzw. Gelb die Farbe des Lichts. Es soll Licht geworfen werden auf Gewalt an Frauen und auf Themen wie Prostitution, Zwangsheirat, Menschenhandel und sexuelle Gewalt aufmerksam gemacht werden“, erklärt Dorothee Schaper, Frauenbeauftragte des evangelischen Kirchenverbandes Köln und Region. „Dafür erstrahlen prominente Gebäude an diesen Tagen in Orange.“

Die Gesellschaft nimmt Anteil an diesen Schicksalen

Die Soroptimistinnen erklären: Frauen sollen damit ermutigt werden, sich zu wehren, Gewalttaten anzuzeigen und Hilfsangebote wahrzunehmen. Es soll gezeigt werden: Die Gesellschaft nimmt Anteil an diesen Schicksalen. „Laut UN Women wird in Deutschland an jedem dritten Tag eine Frau von ihrem (Ex-)Partner getötet, mehr als ein Mal pro Stunde wird eine Frau durch ihren Partner gefährlich körperlich verletzt. 7 von 10 Frauen sind von sexueller oder körperlicher Gewalt betroffen. Nur 20% der Frauen zeigen diese Gewalttaten auch an“, so Dorothee Schaper.

Beleuchtete Kirchen und Kirchengebäude

Letztes Jahr erstrahlte die Kartäuserkirche in Köln zum ersten Mal in Orange. Dieses Jahr werden weitere Kirchen und Kirchengebäude illuminiert. Heute (25.11.) sind von 16 bis 22 Uhr beispielsweise das Haus der Kirche, Kartäusergasse 9-11, die Kartäuserkirche, Kartäusergasse 7, die Christuskirche, Dorothee Sölleplatz 1, das Tersteegenhaus, Emmastrasse, die Evangelische Kirche Lechenich, An der Vogelrute 8, die Erlöserkirche, Burgstrasse 75 und die Melanchthon-Akademie, Kartäuserwall 24b, beleuchtet.

Gottesdienste zu „Orange Days“

Heute (25.11.), um 18 Uhr, gibt es in der Severinskirche, Severinstraße, ein interreligiöses Abendgebet „Auch Gewalt ist pandemisch“, bei dem Fakten benannt werden, Elend beklagt wird und Strategien gegen Gewalt an Frauen und Mädchen bedacht werden.

Auch der Arbeitskreis Männer und Frauen des Kirchenkreises beteiligt sich an den „Orange Days“ und setzt ein deutliches Zeichen gegen Gewalt gegen Frauen. Am Dienstag, 30.11., um 19 Uhr, wird es in der Zeltkirche Kippekausen, Am Rittersteg 1 , 51427 Bergisch Gladbach/Refrath, einen Gottesdienst des Kirchenkreises Rechtsrheinisch „Nein zu Gewalt“ geben.

Am 21.11. gab es zudem einen Gottesdienst des Kirchenkreises Köln-Mitte zur Aufarbeitung von sexualisierter Gewalt in der evangelischen Kirche: „Wer Ohren hat zu hören, der höre!“ Seit Mitte 2020 befasst sich ein Arbeitskreis an der Christuskirche mit der Aufarbeitung in der Vergangenheit geschehenen Unrechts und begünstigenden Strukturen.

Veranstaltungen zu dem Thema finden Sie auch in unserem Veranstaltungskalender: https://www.kirche-koeln.de/veranstaltungen/

Weitere Informationen:

UN-Kampagne 16 Days of Activism against Gender-Based Violence:

www.unwomen.org

Text: Dorothee Schaper/APK
Foto(s): Dorothee Schaper

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Einsamkeit kann jeden treffen: Podiumsdiskussion im Altenberger Forum

Das 26. Altenberger Forum befasste sich mit einem brandaktuellen Thema, der Einsamkeit. Eine hochkarätige Diskussionsrunde diskutierte viele Aspekte der Einsamkeit, auch das Publikum konnte sich direkt einbringen. Dazu gab es zunächst eine Andacht im Altenberger Dom, in deren Verlauf die Lesung sowie Superintendentin Andrea Vogel in ihrer Predigt auf das Thema einstimmten. Einsamkeit war schon zu Jesu Zeiten ein Thema. In der Lesung wurde aus Johannes zitiert, dort ist die Rede davon, dass Jesus einen Menschen fand, der 38 Jahre krank war. Auf die Frage, ob er gesund werden wolle, kam nur die Antwort: Herr, ich habe keinen Menschen. „Einsamkeit tut weh, weil es ein Mangelzustand ist. Die Beziehung fehlt, das Gegenüber fehlt, Nähe und Wärme fehlen“, so Andrea Vogel in ihrer Predigt. In der Pandemie sei das Gefühl von Einsamkeit weiter gewachsen und in allen Gesellschaftsschichten angekommen. Ob Seniorinnen und Senioren, Kinder und Jugendliche oder Menschen mitten im Leben „Einsamkeit ist zu einem Massenphänomen geworden.“

Podium: Einsamkeit aus verschiedenen Blickwinkeln

Moderatorin Melanie Wiekens eröffnete die Diskussion  mit einer Statistik. Nach wissenschaftlichen Untersuchungen würden sich 12,8 Prozent der Deutschen einsam fühlen, bei den jüngeren Menschen seien das sogar 14,8 Prozent. In verschiedenen Statements beleuchteten die Diskussionsteilnehmer Einsamkeit aus ihrer Sicht.

Autor und Journalist Egon Koch, der ein Radiofeature zum Thema Einsamkeit gemacht hat, warnt davor, Einsamkeit nur mit Senioren zu verbinden. „Das macht man zwar im ersten Anlauf, aber das trifft auch junge Menschen.“ In seinem Feature hat er zwei junge Männer näher begleitet und festgestellt, dass beide Vertrauensverluste in jungen Jahren erlitten haben. Hauptursache für Einsamkeit sei das verloren gegangene Urvertrauen, es gebe Angst vor Bindungen, schnell finde der Mensch sich einsam wieder. „Einsamkeit ist ein Teufelskreis, der Weg aus dem Schneckenhaus wird mit der Zeit immer länger.“

Die CDU-Politikerin und Autorin Diana Kinnert hat sich gerade in einem Buch mit dem Thema Einsamkeit befasst. Auch sie sieht Einsamkeit als gesellschaftlich relevantes Problem. „Oft ist die heutige Schnelligkeit Ursache von Einsamkeit, weil viele einfach nicht mitkommen.“ In Großbritannien habe man das Problem offiziell als gesellschaftlich relevant angesehen und zu Zeiten von Premierministerin Theresa May ein Ministerium gegen Einsamkeit gegründet, bei dessen Aufbau sie mitgewirkt hat. „Das Internet schafft Entgrenzung, auch wenn man das Handy auf Flugmodus hat, wird auf einen zugegriffen.“ Genau das mache Beziehungen schwierig. Auch die zunehmende Belastung durch die Korrektheitsansprüche der Gesellschaft trügen das Ihre dazu bei.

Einsamkeit durchbrechen

Pfarrerin Dr. Dorit Felsch, gleichzeitig Leiterin der evangelischen Telefonseelsorge, hat täglich mit dem Thema Einsamkeit zu tun. Etwa ein Fünftel der Gespräche drehe sich um dieses Thema. „Am Telefon sind die unterschiedlichsten Menschen, wir haben keine Gesichter dazu, doch wir sind da, wo die Menschen uns gerade brauchen.“ Durch Gespräche gelinge es oft, Einsamkeit zu durchbrechen.

Psychotherapeut und Buchautor Dr. Dieter Funke sieht Einsamkeit als hochsubjektives Gefühl „Wir wollen Individuen sein, der Preis dafür ist eine Art Einsamkeit.“ Eine Hauptursache für Einsamkeit sieht er in den zunehmend fragilen Beziehungsnetzwerken, was dazu führt, dass Menschen immer wieder verlassen werden können. „Einsamkeit braucht einen Zufluchtsort. Der sei in den ersten Lebensjahren entstanden.“ Ein Kind brauche Respekt, Bindung und Emotion, was Urvertrauen schafft.  Das sei heute oft gefährdet, „da Eltern oft selbst einsam sind und das Kind als Ersatzpartner sehen.“ Damit werde die Bindungsfähigkeit der Kinder gestört.

Einigkeit in der Diskussion – Einsamkeit ist in der Gesellschaft angekommen

Von allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern wurde festgestellt, dass Einsamkeit ein Phänomen sei, was alle betreffen würde. „Einsamkeit tötet mehr als rauchen“ – diese These aus einem Buch von Manfred Spitzer machte hellhörig. „Wer einsam ist, hat erhöhte körperliche Risiken, daraus entstehen Krankheiten mit Todesfolge“, erläuterte Egon Koch. Diana Kinnert ergänzte, dass „die medizinischen Folgen der Einsamkeit wissenschaftlich in Studien erwiesen wurden.“ Das Home Office werde von vielen Unternehmen dahingehend ausgenutzt, dass Gemeinschaften zerschlagen und so die Solidarität unter den Angestellten nicht mehr aufgebaut werden könne.

Die große Frage aus dem Publikum war, wie man Einsamkeit überwinden kann. Dazu gab es verschiedene Vorschläge. Man solle mit der Stigmatisierung einsamer Menschen aufhören, die Leute seien das selber schuld. Nur so bekommen sie eine Chance, der Einsamkeit zu entkommen. Die Kirche habe eine wichtige Rolle, sie biete eine echte Gemeinschaft an. Sie muss da sein, wo der einsame Mensch gerade ist, das sei eine riesige Hilfe. Dr. Dieter Funke wünscht sich eine Kultur der Verbundenheit. „Das Wort Einsamkeit soll einfach gestrichen werden, das ist total negativ besetzt.“ Diana Kinnert wünscht sich schließlich eine gesellschaftliche Debatte, aus der reale Verbindungen entstehen mit all ihren Konflikten und Problemen. „Wir müssen verstehen, dass Beziehung nicht nur harmonisch ist, dann können wir auch wieder richtige Beziehungen eingehen.“

Die Veranstaltung kann man sich auf YouTube in voller Länge ansehen: https://www.youtube.com/watch?v=Zd2Z7KvtZnc

Text: Dr. Klemens Surmann
Foto(s): Dr. Klemens Surmann

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Wochentipps: „Christmas Carol Singing“ und „Weihnachten in der Literatur“

Unsere Wochentipps bieten diesmal für jeden etwas, sowohl Online- als auch Präsenzveranstaltungen – und Weihnachtsstimmung kommt auf. Es gibt ein interreligiöses Abendgebet, eine Benefiz-Kunstausstellung in Bayenthal, eine Buchvorstellung und eine Lesung in der Versöhnungskirche „Weihnachten in der Literatur“, Choräle und Kerzenlicht und einen Gottesdienst mit Einführung von Pfarrerin Grit de Boer. „Christmas Carol Singing“ wird im Altenberger Dom angeboten, ein Online-Vortrag zum Thema „Begegnung und Vergegnung“ und ein Gottesdienst im Rahmen der Orange Days „Nein zu Gewalt an Frauen“ finden statt. Zudem läuft eine Online-Diskussion zum Thema: „In der Kirche geht es um Macht“. Die Zusammenfassung in der Übersicht:

Aufgrund der aktuellen Entwicklungen der Corona-Pandemie kann es kurzfristig zu Veränderungen kommen. Eventuell müssen Gottesdienste oder Veranstaltungen abgesagt oder in Online-Formate abgewandelt werden. Bitte erkundigen Sie sich bei jeweiligen Kirchengemeinden und Einrichtungen, ob es beim jetzigen Stand der Planungen bleibt.

25.11.2021, 18:00
Evangelisch Leben in Köln und Region
Kirche St. Severin, Severinskirchplatz, 50667 Köln
Interreligiöses Abendgebet
„Auch Gewalt ist pandemisch“
Christinnen, Musliminnen und Bahá‘í laden am „Internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen“, Donnerstag, 25. November, 18 Uhr, zu einem Interreligiösen Abendgebet in die Kirche St. Severin, Severinskirchplatz, ein. Der Abend steht unter dem Motto „Auch Gewalt ist pandemisch“. Das Gebet wird musikalisch von Dirk Richartz unterstützt. Veranstalter ist der Kölner Aktionskreis 2021, dem unter anderem der Evangelische Kirchenverband Köln und Region, der Katholikenausschuss in der Stadt Köln sowie die Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen Köln angehört.

26.11.2021, 18:00
Evangelische Kirchengemeinde Köln-Bayenthal
Gemeindehaus an der Reformationskirche, Mehlemer Straße 27, 50968 Köln
Benefiz-Kunstausstellung in Bayenthal
Der Verkaufserlös ist für die Dachsanierung der Reformationskirche
Eine Benefiz-Kunstausstellung im Gemeindesaal der Evangelischen Kirchengemeinde Köln-Bayenthal, Mehlemer Straße 27, mit Arbeiten von Brigitta Zeumer, Georg Meistermann, Marianne Lemmen, Dieter Kraemer, Walter Haehn, Thilo Heiermann und Anneliese Planken möchte zeigen, dass Kunst gleichermaßen zwischenmenschliche und internationale Bindungen schaffen und aufzeigen kann. Mit einer Vernissage am Freitag, 26. November, 18 Uhr, wird die Verkaufsausstellung als kleine Alternative zur Art Cologne eröffnet. Die Ausstellung wurde mit ehrenamtlicher Unterstützung des Kurators Uwe Holl aus Bayenthal zusammengestellt. Der Verkaufserlös kommt zu einem wesentlichen Teil der Dachsanierung der Reformationskirche zugute. Die Ausstellung dauert bis Sonntag, 5. Dezember.

www.kirche-bayenthal.de
26.11.2021, 19:30
Evangelische Kirchengemeinde Köln-Dellbrück/Holweide
Versöhnungskirche Holweide, Buschfeldstraße 30, 51067 Köln
„Weihnachten in der Literatur“
Buchvorstellung und Lesung in der Versöhnungskirche
Am Freitag, 26. November, 19.30 Uhr, geht es in der Reihe „Holweide liest“ um das Buch „Weihnachten in der Literatur“. Professor Dr. Helmut Schmiedt stellt sein Buch in einer Lesung in der Evangelischen Versöhnungskirche, Buschfeldstraße 30, vor. Das Fest der Geburt Jesu ist in der Literatur ein außerordentlich beliebtes Thema. Seit Jahrhunderten haben Schriftsteller und Schriftstellerinnen ihren Glauben mit literarischen Mitteln beschrieben. Die Veranstaltung wird ein historischer Streifzug mit einigen herausragenden Beispielen und ein Überblick zu den grundlegenden Veränderungen im Umgang mit Weihnachten. Der Eintritt ist frei. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

www.evangelisch-in-koeln-dellbrueck-holweide.de

27.11.2021, 18:00
Evangelische Kirchengemeinde Ehrenfeld
Blücherpark
Choräle und Kerzenlicht
Kirche einmal anders in den „Erprobungsräumen“
Neue Wege möchten viele Kirchengemeinden im Gebiet der Evangelischen Kirche im Rheinland mit den sogenannten „Erprobungsräumen“ gehen. Mit dabei ist die Evangelische Kirchengemeinde Ehrenfeld. An den Advents-Samstagen, 27. November und 11. Dezember, lädt sie von 18 Uhr bis 18.45 Uhr zum stimmungsvollen Weihnachtsliedersingen in den Blücherpark ein. Alle Teilnehmenden werden gebeten, ein Teelicht in einem alten Marmeladenglas sowie einen Becher mit Glühwein, Kinderpunsch oder anderem mitzubringen. Beim Singen alter und neuer Weihnachtslieder auf Abstand aber in Gemeinschaft können sich Jung und Alt auf Weihnachten einstimmen.

www.evangelisch-ehrenfeld.de

28.11.2021, 11:00
Evangelische Kirchengemeinde Köln-Riehl
Stephanuskirche, Brehmstraße 6, 50735 Köln
Gottesdienst mit Einführung von Pfarrerin Grit de Boer
Die Amtseinführung erfolgt durch Superintendentin Susanne Beuth
Pfarrerin Grit de Boer wird am Sonntag, 28. November, 11 Uhr, in ihr Amt als Pfarrerin in der Evangelischen Kirchengemeinde Köln-Riehl eingeführt. Die Einführung erfolgt durch Pfarrerin Susanne Beuth, Superintendentin des Evangelischen Kirchenkreises Köln-Mitte, in einem Gottesdienst in der Stephanuskirche, Brehmstraße 6. Im Anschluss findet ein Empfang statt.

www.ev-kirche-niehl-riehl.de
28.11.2021, 14:30
Evangelische Kirchengemeinde Altenberg/Schildgen
Altenberger Dom, Altenberg, 51519 Odenthal-Altenberg
„Christmas Carol Singing“ im Altenberger Dom
Offenes Singen von Advents- und Weihnachtsliedern
Zu einem Offenen Singen von Advents- und Weihnachtsliedern nach englischer Tradition am Sonntag, 28. November, 14.30 Uhr, lädt die Evangelische Kirchengemeinde Altenberg/Schildgen in den Altenberger Dom, Eugen-Heinen-Platz 2, ein. Das Ensemble des Posaunenwerkes der Evangelischen Kirche im Rheinland sowie Kirchenmusikdirektor Andreas Meisner an der Orgel gestalten das „Christmas Carol Singing. Der Eintritt ist frei.

www.altenberg-dom.de
30.11.2021, 19:00
Melanchthon-Akademie
Online-Vortrag
Online-Vortrag: „Begegnung und Vergegnung“ ONLINE
1700 Jahre jüdisches Leben nördlich der Alpen
Zum Online-Vortrag „Begegnung und Vergegnung“ von Professor Matthias Morgenstern am Dienstag, 30. November, 19 bis 21 Uhr, lädt die Melanchthon-Akademie ein. Für das Judentum sind die rabbinischen Schriften von Talmud und Midrasch grundlegend. Die Juden, die 321 in Köln lebten, kannten den Talmud aber noch nicht, und wahrscheinlich sprachen und beteten sie nicht in hebräischer, sondern in griechischer Sprache. Erst später, im frühen Mittelalter, wird der Talmud in Westeuropa bekannt. Dadurch veränderte sich vieles im Verhältnis von Juden und Christen. Im jüdisch-christlichen Verhältnis geht es heute darum, dass auch Christen ein konstruktives Verhältnis zur rabbinischen Tradition aus Midrasch und Talmud finden. Die Teilnahme kostet 5 Euro. Eine Anmeldung per E-Mail an anmeldung@melanchthon-akademie.de ist erforderlich.

Anmeldung erforderlich, Tel: 0221 931 803 0, anmeldung@melanchthon-akademie.de
www.melanchthon-akademie.de

30.11.2021, 19:00
Evangelische Kirchengemeinde Bensberg
Kirche Kippekausen, Am Rittersteg 1, 51427 Bergisch Gladbach-Kippekausen
„Nein zu Gewalt an Frauen“
Gottesdienst im Rahmen der Orange Days
Erstmals lädt der Synodale Fachausschuss „Gemeinschaft von Frauen und Männern“ im Evangelischen Kirchenkreis Köln Rechtsrheinisch (MuF) zu einem Gottesdienst in die Evangelische Zeltkirche Kippekausen, Am Rittersteg 1, ein. Im Rahmen der Orange Days, der UN-Kampagne „16 Days of Activism against Gender Violence“, wird am Dienstag, 30. November, 19 Uhr, das Thema „Nein zu Gewalt an Frauen“ biblisch bedacht. Es gilt die 3G-Regel mit Nachweis. Um Anmeldung per Telefon 02204/61165 oder per E-Mail an K_D.W@web.de wird gebeten. Die Teilnahme ist kostenlos.

www.kirche-rechtsrheinisch.de
01.12.2021, 19:00
Melanchthon-Akademie
Internet
Online: In der Kirche geht es um Macht ONLINE
Schattenseiten – Anstößiges aus der Theologie
Christliche Kirchen betonen bei internen Abstimmungen gerne die Einmütigkeit, mit der sie zu einer Entscheidung gekommen sind. Dies ist tief im Selbstverständnis der Kirchen verankert. Diese Orientierung hat eine sehr große theologische Bedeutung und ist auch im ökumenischen Miteinander unterschiedlicher Kirchen immer wieder leitend. Doch zugleich weicht das Leben der Christinnen und Christen von dieser Norm immer wieder ab. Schon im Neuen Testament gibt es versteckte und offene Hinweise auf Meinungsverschiedenheiten und Konflikte. Der Frage „Wie kann man die Verwerfungen, die das Ringen um Macht immer wieder hervorruft, so gestalten, dass die Existenzgrundlage von Kirchen, Leib Christi zu sein, nicht verleugnet wird?“ diskutiert Professorin Rebekka Klein am Mittwoch, 1. Dezember, 19 bis 21 Uhr, über die Online-Software Zoom mit den Teilnahmenden der Veranstaltung. Die Teilnahme ist kostenlos. Um eine Anmeldung per E-Mail an anmeldung@melanchthon-akademie.de wird gebeten.

Anmeldung erforderlich, Tel: 0221 931 803 0, anmeldung@melanchthon-akademie.de
www.melanchthon-akademie.de

Text: APK
Foto(s): APK

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Gedenkfeier mit Schülern an der Kindergedenkstätte Löwenbrunnen

„Es ist wirklich wichtig und gut, dass wir heute hier wieder zusammen sind und den Faden des Erinnerns gemeinsam in der Hand halten“, begrüßte Dr. Rainer Lemaire an der Kindergedenkstätte Löwenbrunnen zur Gedenkstunde. Erinnert wurde an die Pogrome des 9./10. November 1938 gegen jüdische Menschen sowie an die deportierten und ermordeten beziehungsweise geretteten jüdischen Kinder und Jugendlichen aus Köln und Umgebung. Zu den Teilnehmenden zählten auch Jugendliche der Erzbischöflichen Liebfrauenschule in Köln-Lindenthal, des Montessori-Gymnasiums in Köln-Nippes und Schaurte-Gymnasiums in Köln-Deutz. Wie gewohnt waren Beiträge von Schüler*innen in das Programm eingebettet. Gerade in Zeiten eines in der Gesellschaft erneut Raum greifenden Antisemitismus und Rassismus zeigten sich die Mitglieder des veranstaltenden Arbeitskreises „Lern- und Gedenkort Jawne“ froh über „Eure und Ihre heutige Beteiligung“, sagte Lemaire.

Zentrum jüdischen Lebens und Lernens

Mit der von Dieter und Irene Corbach initiierten Gedenkstätte auf dem Erich-Klibansky-Platz an der Helenenstraße wird namentlich der über 1.100 deportierten und ermordeten jüdischen Kinder und Jugendlichen aus Köln und Umgebung gedacht. Der achteckige Brunnen steht in unmittelbarer Nähe zum ehemaligen Areal des einstigen jüdischen Reform-Realgymnasium Jawne und der Synagoge der orthodoxen Gemeinde in Köln. Dort befand sich ein Zentrum jüdischen Lebens und Lernens.

„Man wollte das Vermögen der Juden haben.“

Dr. Michael Rado, Vorstandsmitglied der Synagogen-Gemeinde Köln, dankte den Anwesenden für ihre „nicht selbstverständliche“ Teilnahme. Er zitierte unter anderem das vom NS-Regime erlassene Verbot für Juden, Kraftfahrzeuge zu besitzen oder zu fahren. „Stellen Sie sich mal vor, Ihnen wird gesagt, Sie dürfen nicht mehr fahren, denn Sie könnten ja deutsches Leben gefährden – einfach nur weil Sie sind, wie Sie sind.“ Die Juden seien wie Ratten und Ungeziefer eingestuft worden. Man habe sie umgebracht, weil sie Juden gewesen seien. Aber natürlich habe es einen weiteren Grund gegeben. „Man wollte das Vermögen der Juden haben.“

Er wünschte sich, dass die Schüler*innen über ihre heutige Anwesenheit und ihre aktuelle Beschäftigung mit dem Thema hinaus versuchten, in eine Art Familienforschung hineinzugehen; zu klären, wie so etwas habe passieren können. „Und wenn Sie es nicht verstehen – ich verstehe es auch nicht“, stellte Rado fest. Aber eines müssten sie wissen, beschwor Rado die Jugendlichen: „Halten Sie an dieser Demokratie fest.“ Er appellierte aufzupassen und die Demokratie zu bewahren. „Dafür sind ie heute gekommen, um das zu verstehen. Das ist mir ein Anliegen, das liegt mir am Herzen, bitte, bitte tun Sie das.“ Anschließend beeindruckte Kantor Mordechai Tauber mit seinen Vorträgen eines Psalms und des Gebets El Male Rachamim für die Opfer der Shoa.

In seinem Grußwort im Namen der Stadt Köln dankte Bürgermeister Andreas Wolter (Grüne) Rado für seinen Vortrag. Er spreche allen Demokraten aus dem Herzen. Aufklärung, Wissen um das Geschehene, sei die beste Art, um gegen antisemitisches, rechtes und rassistisches Gedankengut vorzugehen. Nicht nur in unserem Land versuchten Radikale Minderheiten abzuwerten. Regierungen wie in Ungarn verfolgten auf Kosten von Minderheiten politische Ziele. Große Anerkennung zollte Wolter dem Arbeitskreis „Lern- und Gedenkort Jawne“. Er bewahre die Erinnerung an die jüdischen Kinder und Jugendlichen, verankere dauerhaft das Gedenken. Das wichtigste sei, schloss der Bürgermeister, in Familien, Schulen und an anderen Stellen über das Geschehene zu reden. Nur so gelinge eine Aufarbeitung. „Das ist unser aller Verpflichtung.“

Schüler*innen des Montessori-Gymnasiums in Köln-Nippes hatten vor der Veranstaltung im Galerieraum des Lern- und Gedenkortes einen Workshop besucht. Dabei recherchierten sie in mehreren Gruppen zu Biographien insbesondere mit Kindertransporten nach England geretteter jüdischer Mädchen und Jungen. Ihre Ergebnisse präsentierten sie graphisch unterstützt in der Gedenkstunde. Sie berichteten von Lore Robinson und Henny Franks. Beide leben heute fast hundertjährig in London. Der 13-jährige Fritz Penas habe nach seiner Ankunft im Januar 1939 in England seinen Eltern Briefe geschrieben. Ihnen habe er anfangs von seinen angenehmen Eindrücken und Erlebnissen berichtet. Aber bald schon sei zu lesen von seiner starken Sehnsucht nach Mutter und Vater. Beide sollte er nie wiedersehen. Zitiert wurde außerdem aus dem Tagebuch von Hanna Halamisch. Sie konnte 1933 mit ihrer Familie nach Palästina auswandern.

„Eie Explosion der nackten Gewalt“

Von Henry Gruen (Heinz Grünebaum) wurde der Ausschnitt eines Radio-Interviews eingespielt. Darin nennt der 2013 verstorbene Sohn eines Kantors und Lehrers die Ereignisse während des Pogroms in der Köln-Ehrenfelder Körnerstraße, wo eine Synagoge und das Wohnhaus der Familie stand, „die Explosion der nackten Gewalt“. Er habe Uniformierten die Synagoge geöffnet, wo sie mit Äxten alles zertrümmert hätten. „Das entzog einem den Boden“, sprach Gruen von einem zerreißenden Erlebnis und schockartigen Zustand. Eine andere Gruppe der NS-Schergen habe im Haus das Mobiliar auf die Straße geworfen. Auf Bitten seines Vaters sei er zu Freunden geradelt. Im Gepäck ein Schlafanzug und ein Klavierbüchlein von Bach, welches er als „das“ Erinnerungsstück dieser Zeit bezeichnete. Aus der vor dem Haus versammelten Menschenmenge habe er keine hörbare Reaktion vernommen. „Wir wollen die Namen der Schüler*innen lebendig halten“, betonte Lemaire eines der maßgeblichen Ziele des Lern- und Gedenkortes.

Nele, Alex und Til von der Liebfrauenschule trugen eindringlich und sehr reflektiert vor, dass es an jedem einzelnen liege, gegen antisemitische und menschenverachtende Äußerungen vorzugehen. Das erfordere Eigeninitiative, Solidarität, Toleranz und Mut. Die drei Gymnasiast*innen, die 2022 ihr Abitur ablegen, hoben hervor, dass Antisemitismus und judenfeindliches Gedankengut uns auch heute noch, „in unserer Generation“ begegne. Beispielsweise in Hakenkreuz-Kritzeleien auf Schulmobiliar, in Hass- und Hetze-Sprüchen in Unterführungen, an Litfaßsäulen oder Mauern. „Und die meisten von uns gehen einfach weiter“, so Til. Leider seien Wände und Tische nicht die einzigen Medien, die für unbegründete Hassmitteilungen genutzt würden. Die Urheber hätten auch Twitter, Instagram, Tik Tok und Co für sich entdeckt. Diesem Risiko seien wir alle ausgesetzt. Insbesondere aber uninformierte Kinder und Jugendliche. Es dauere nur wenige Sekunden, um auf antisemitische Posts und Hashtags zu stoßen. „Vor allem zu Themen wie dem Nahost-Konflikt oder dem Holocaust werden Relativierungen  und Leugnungen des Völkermordes an Menschen jüdischen Glaubens verbreitet.“

Pflicht, Menschen aufzuklären und zu informieren

Rasch und ungewollt könne die junge Generation Verbreiter von Antisemitismus werden. Viele wüssten nicht, dass sie sich in Blasen begeben, in welchen etwa israelfeindliche Hashtags kursierten. „Durch Reposts bieten sie dabei Menschen eine Stimme, die häufig antisemitischen und menschenverachtenden Hass verbreiten wollen.“ Die sozialen Medien ermöglichten eine noch schnellere Verbreitung dieses Hasses. Das Trio kritisierte stark, dass die Plattformen nicht konsequent genug gegen solche menschenverachtenden Inhalte vorgehen. Sie übernähmen keine Verantwortung, „lassen junge Menschen ins offene Messer laufen“. Deshalb sei es unsere Pflicht, Menschen aufzuklären und zu informieren. Nele, Alex und Til nannten Bildung als einen der Schlüssel, um Antisemitismus und Rechtextremismus zu bekämpfen. „Wir sehen auch unsere Pflicht und die unserer Generation darin, Verantwortung zu übernehmen und unsere Gesellschaft durch Werte der Vernunft und Nächstenliebe zu prägen.“

Text: Engelbert Broich
Foto(s): Engelbert Broich

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Erster Fachtag für alle evangelischen und diakonischen Kitaleitungen

„Es gibt keinen vorgegebenen Ablauf – Sie sind heute die Agenda.“ Mit dieser Ansage begrüßte Kristina Ehret 58 Leiterinnen und 3 Leiter von evangelischen und diakonischen Kindertageseinrichtungen, die Mitte November in die Kölner Jugendherberge gekommen waren. Unter der Überschrift „Wieder sehen – weiter denken“ trafen sie sich zum ersten gemeinsamen Fachtag aller evangelischen und diakonischen Kindertageseinrichtungen im Bereich des Evangelischen Kirchenverbandes Köln und Region.

Die Erwartungen an diese Premiere waren groß. Der verbandsübergreifende Fachtag – für viele das erste größere Treffen nach eineinhalb Jahren Corona – sollte dem kollegialen Austausch dienen, aber auch zum Arbeiten einladen und das ohne festes Programm. Hierzu hatten die einladenden Verbände gemeinsam mit der systemischen Beraterin und Moderatorin Kristina Ehret verschiedene Räume vorbereitet. Diese bespielten die Vertretungen der Verbände persönlich.

Kerzen, Kissen, Klagemauer

Constanze Moths vom Kitaverband Köln-Nord, Jochen Zanders von der Diakonie Michaelshoven, Petra Beitzel und Jörg Zeyßig vom Diakonischen Werk Köln und Region (von links).

Im „Innenraum“ gab Jörg Zeyßig vom Diakonischen Werk Köln und Region zusammen mit Kristina Ehret Tipps zu Achtsamkeit und Resilienz. Pfarrer Torsten Krall vom Kirchenkreis Köln-Rechtsrheinisch stellte im Raum „Leiten“ unter anderem die Frage „Woran erkennt man, dass Ihre Kita evangelisch ist?“. Dabei spielte auch die Frage nach der Bibel eine Rolle. Bibeltexte waren ebenfalls zu finden im „Spirituellen Zwischenraum“. Diesen hatte Pfarrerin Dr. Dorit Felsch, kurzfristig eingesprungen für den Kirchenkreis Köln-Mitte, mit Kerzen, Kissen und Gebetstexten bestückt. Auf einer Klagemauer durfte „alles Schwere und Belastende abgegeben werden in Gottes Hände, in Gottes Ohr“. Über das Evangelische Profil diskutierten Pfarrerin Miriam Haseleu vom Evangelischen Kitaverband Köln-Nord und Jochen Zanders von der Diakonie Michaelshoven mit den Teilnehmenden. Alle konnten spontan entscheiden, wie lange sie welchen Raum besuchen und wo sie mitarbeiten wollten.

Landkarte, Zeitstrahl, Perlenkette und graphic recording

Im großen Begegnungsraum kamen dann immer wieder alle zusammen. Auch hier gab es Mitmachaktionen: Auf einer Karte des Evangelischen Kirchenverbandes wurden die Standorte der Einrichtungen farbig markiert. Von Bedburg ganz im Westen bis Lindlar am östlichen Rand und von Worringen im Norden bis nach Wesseling im Süden kamen fast 90 Punkte zusammen. Auf einem Zeitstrahl konnten die Kitaleitungen eintragen, wie lange sie schon in einer evangelischen oder diakonischen Kita arbeiten. Mit den meisten Jahren punktete eine Mitarbeiterin, die 1978 angefangen hat. „Da waren viele andere Teilnehmerinnen noch gar nicht geboren“, meinte Petra Beitzel, Fachberaterin des Diakonischen Werkes, die den Begegnungsraum leitete. Auf einer mehrere Meter langen Schnur wurden bunte Perlen aufgefädelt, die die Zahl der Mitarbeitenden pro Team symbolisierten. Gezeichnet fand sich die Perlenkette am Ende des Tages wieder auf einem mehrere Meter breiten Wandbild, auf dem Christoph Illigens die Ergebnisse des Tages visualisierte. Die Methode des „graphic recording“ war nur eine von vielen kreativen Ansätzen des Tages.

Leute machen lassen. Vertrauen und Netzwerken

„Diakonie und Kirche darf zusammenwachsen“ hat der Graphic recorder als eine wichtige Erkenntnis aus Arbeitsgruppen und Plenum festgehalten und „Evangelisch leiten heißt: Leute machen lassen. Vertrauen und Netzwerken“. Jörg Zeyßig, Geschäftsführer des Diakonischen Werkes, freute sich am meisten darüber, „dass es zum allerersten Mal gelungen ist, alle evangelischen und diakonischen Kitaverbände zusammenzubringen.“ Und eine Teilnehmerin rundete das gemeinsame Ende im Begegnungsraum ab mit dem Wunsch: „Das schreit nach Wiederholung.“

Text: Martina Schönhals
Foto(s): Martina Schönhals

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Archivale des Monats: Geheimnisse eines Buches

Als Archivale des Monats stellen wir diesmal ein ganz besonderes Stück vor. Es handelt sich um einen Prachtband aus dem 19./20. Jahrhundert.

  • Einband

Der Einband besteht aus Leder. Auf der Vorder- und Rückseite befinden sich vier bzw. fünf Buckel aus Messing. Eine Ganzmetallschließe aus Messing hält das Buch zusammen. Auf der Vorderseite prangt mittig auf einem dunkel blauen Samtkissen in Kreuzform der preußische Adler. Auch er ist aus vergoldetem Messingblech gefertigt. Er trägt in seinen Klauen Zepter und Reichsapfel ebenfalls aus Messing. Auf seinem Haupt trägt er eine Krone. Auf der Brust des Adlers befinden sich die Initialen „FR“ Fredericus Rex.

Die schöne und ansprechende Gestaltung findet sich auch im Inneren wieder. Die ersten sechs Seiten widmen sich der Entstehungsgeschichte des Kartäuserklosters. Dabei treten die Satz- und Kapitelanfänge sowie alle Nomen durch eine farblich, kunstvolle Gestaltung hervor. Neue Abschnitte werden durch kunstvolle Linien deutlich gemacht. Angefertigt wurde dieser Teil 1917.

  • Fotografien

Im Anschluss finden sich 27 Fotografien, die den Zustand der Kartause als Lazarett dokumentieren. Zu sehen sind beispielsweise das Kapitelhaus als Pferdestall und Lagerraum. Auch diese Bilder stammen aus dem Jahr 1917.

 

 

 

  • Eintragungen

Im letzten Drittel des Buches findet sich noch ein ganz besonderer Schatz. Eintragungen aus dem Garnisonslazarett Köln aus den Jahren 1839-1916. Es handelt sich dabei sowohl um Prüfberichte als auch Eintragungen zu besonderen Ereignissen wie bspw. den Besuch der Kaiserin am 26.11.1872.

 

 

  • Kontrollen

Kontrollen des Lazaretts fanden wohl monatlich statt. Viele Vermerke machen deutlich, dass es oftmals an Sauberkeit, ausreichend Licht sowie Platz und frischer Luft in den „Krankenstuben“ mangelte. Aber nicht nur die Zimmer wurden überprüft, sondern auch das Verhalten des Pflegepersonals standen unter Beobachtung. Bspw. wurde am 24.03.1867 ein Unteroffizier der 7.Kompanie 65ten Regiments vom Revidierenden beim Rauchen in einer Krankenstube erwischt. Dieser leugnete die Tat und wurde daraufhin von der Kommandantur zu drei Tagen Mittelarrest verurteilt. Um was sich dabei handelt, ist unklar.

Wie die beiden Teile des Buches zusammengefunden haben, ist nicht überliefert. Beide Buchteile sind spannende Zeitzeugnisse und bieten unterschiedliche Aspekte sowie Einblicke in die bzw. auf die Geschichte der Kartause in Köln.

Text: Stefanie Sternemann
Foto(s): Stefanie Sternemann

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Kirche2go fragt: Was ist Vergebung?

Kirche2go fragt: Was ist Vergebung? „Vergebung ist ein Geschenk“, sagt Pfarrer Nico Ballmann bei „Kirche2go“. Menschen sind nicht perfekt und machen Fehler. „Ich gehöre zu einer Religion, die ja eine Religion des Vergebens ist. Und ich bin der festen Überzeugung, dass das tatsächlich möglich ist. Vielleicht nicht für alles, vielleicht nicht im Hier und Jetzt“, sagt Nico Ballmann. Warum Vergebung so wichtig ist, was sie mit einem Selbst und dem Gegenüber macht und was sich der Pfarrer wünscht, sehen Sie in dieser „Kirche2go“-Folge.

 

 

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Hier der Beitrag zum Nachlesen:

Vergebung. Im Leben passiert es, dass wir uns gegenseitig verletzen. Das ist einfach so. Menschen sind Beziehungswesen und Beziehungen sind ganz häufig auch mal gestört. Jeder kennt aber auch den Spruch: „Vergeben und vergessen.“ Bei so Kleinigkeiten, bei so kleinen Verletzungen, ist das wahrscheinlich auch ganz einfach, auch nicht so schwierig. Aber es gibt auch Dinge, die sind schwerwiegend, und wenn Verletzungen so schwerwiegend sind, dass wir halt eben nicht mehr vergeben und vergessen können, dann belasten sie unser Leben. Ich gehöre zu einer Religion, die ja eine Religion des Vergebens ist. Wir glauben daran, dass Gott uns Menschen vergibt für all das, was wir in dieser Welt vielleicht an schlimmen Dingen machen. Für all die Ferne, die wir zu ihm haben, und vor allen Dingen auch dafür, ja, dass wir Menschen halt einfach nicht perfekt sind und es auch niemanls sein können – von daher ist unsere Religion eigentlich etwas, was uns lehrt Vergebung einzuüben.

Und ich bin der festen Überzeugung, dass das tatsächlich möglich ist. Vielleicht nicht für alles, vielleicht nicht im Hier und Jetzt. Aber dass wir irgendwann, wenn wir bei Gott sind, uns gegenseitig so gut verstehen, dass wir uns vergeben können. Dass wir die Gründe hinter Verletzung verstehen, dass wir verstehen, warum Menschen in bestimmten Situationen so reagiert haben, wie sie reagieren. Dass wir vielleicht, wenn wir in diesem Leben feststellen, Vergebung ist hier und jetzt noch nicht möglich, dass wir aber daran glauben, dass diese Konflikte irgendwann aufgelöst werden können bei Gott. Daran glaube ich – und ich glaube vor allen Dingen daran, dass Vergebung ein Geschenk ist. Ein Geschenk, das man, wenn man es vielleicht eingeübt hat, hier und da im Leben gut benutzen könnte. Denn jeder kennt dieses Gefühl, wenn so ein Riesen-Konflikt plötzlich sich auflöst in einem „Ich vergebe dir und ich weiß, dass es nicht so gemeint war“ – dann öffnet man Türen und dann kann man sich wieder neu begegnen. Ja, und das wünsche ich natürlich allen, die gerade in Konflikten stehen, dass wir zu dem Punkt vielleicht gelangen können, dass wir schon hier Frieden stiften können, indem wir einander vergeben.

Text: Nico Ballmann/APK
Foto(s): APK

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Melanchthon-Akademie: Nachruf auf Dozenten Dogan Akhanli

Dogan Akhanli ist tot. „Die Melanchthon-Akademie Köln trauert um ihren Dozenten und Gesprächspartner“, erklären Akademieleiter Martin Bock und Pfarrerin Dorothee Schaper, die bei der Melanchthon-Akadmie für die für die Fachbereiche christlich-muslimische und interreligiöse Begegnung zuständig ist. „Dogan Akhanli war ein großer Geist, ein lebenserfahrener Schriftsteller und Denker mit einem weiten Herz und einer gewalterfahrenen Seele mit einer klaren und entschiedenen Haltung für die Aufrechterhaltung von Menschenrechten in der Türkei, in Deutschland und weltweit. Das machte ihn zu einem sehr besonderen Dozenten und Weggenossen.“

Georg Fritze-Gedächtnisgabe des evangelischen Kirchenkreises Köln-Mitte

2014 erhielt Dogan Akhanli die Georg Fritze-Gedächtnisgabe des evangelischen Kirchenkreises Köln-Mitte. In seiner Dankesrede zu diesem Preis sprach er von der dringenden Notwendigkeit transnationaler Erinnerungsräume. Die Melanchthon-Akademie griff diese Aufforderung zum Weiterdenken auf und veranstaltete mit Dogan Akhanli mehrere Vorträge und Seminare in diesem Themenfeld. Desweiteren kooperierte sie mit Dogan Akhanli im Zusammenhang des Gedenkens an den armenischen Genozid insbesondere im Einsatz für die Gedenkstele ‚Dieser Schmerz betrifft uns alle‘ der Initiative ‚Völkermord erinnern‘ .

Fatih Akin sagte in seiner Laudatio anlässlich der Verleihung der Georg-Fritze-Gedächtnisgabe an Dogan Akhanli: „Wer ihm begegnet, den lässt er an seiner Wärme und Weichheit teilhaben, die auch mit seiner eigenen Geschichte zu tun hat. Denn er ist ein Mensch, dem zwar Brutalität und Gewalt Wunden geschlagen haben, dessen Lehre daraus aber weit weg von diesen Schrecknissen führt. Menschen wie er ertragen ihre Schmerzen nicht dadurch, dass sie anderen ebenfalls Gewalt antun, wie das leider so oft geschieht. Sie können diese Schmerzen deshalb ertragen, weil sie mit dem selbst erlittenen Unrecht und dem, das andere erdulden mussten, behutsam und zartfühlend umgehen. Dogan Akhanlı tut genau das. Daher rührt seine große Überzeugungskraft.“ Er habe gesellschaftliche Diskurse in Gang gesetzt und Heilungen ermöglicht – sogar zwischen Opfern und Tätern.

„Dogan Akhanlis besonnene und bescheidene Art, sein undogmatisches, weites und weltverbindendes Denken  und sein beherztes, mutiges Handeln haben wir sehr geschätzt und hat uns sehr beflügelt“, erklären Martin Bock und Dorothee Schaper. Sein Lebensweg verdiene hohen Respekt. Die Welt verliere einen diktaturkritischen, weltverbundenen und lebensklugen Schriftsteller. Die Akademie verliere einen sehr besonderen, engagierten und menschenfreundlichen Dozenten. „Wir sind dankbar für die gemeinsame Zeit. Wir sind traurig und unser Mitgefühl ist mit seiner Familie, seinen Angehörigen und zugehörigen Freund:innen.“

Text: Martin Bock und Dorothee Schaper/APK
Foto(s): Engelbert Broich

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Kirche2go fragt: Warum feiern wir eigentlich den Buß- und Bettag?

 

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Hier der gesamte Beitrag zum Nachlesen:

Ab Mitte November überschlagen sich immer so ein bisschen die Ereignisse. Und zwar gibt es da einen Feiertag, der leider gar kein Feiertag mehr ist. Das ist der Buß- und Bettag. Ich glaube, dass der Buß- und Bettag ein Tag der Umkehr ist. Also der uns immer wieder daran erinnert, all das, was wir angehäuft haben, an Schuld also, wo wir uns persönlich schuldig fühlen. Da sind wir immer wieder in der Lage, diesen Weg zu verlassen und zurückzukehren. Das ist ein total schwieriges Bild, denn wenn man so ganz verstrickt ist in sich selber, dann sieht man manchmal auch überhaupt keinen Ausweg und denkt Umkehr, was soll das denn heißen. Das ist ein blöder biblischer Begriff, das hat überhaupt nichts mit meinem Leben zu tun. Also wenn ich darüber nachdenke, was Umkehr heißt, dann ist das nicht immer das große Ganze, sondern es fängt quasi im Kleinen an. Also mit einer Sache am Tag, die ich anders mache als sonst, oder mit einer Begegnung, die mich so geprägt hat, das ich sage, ich ziehe da ‚was raus für mein Leben. Und das verändert mich. Das ist für mich eine Form, auch der Umkehr, Unschuld zu haben oder schuldig zu werden. Das ist was nur menschliches und es ist gut und wichtig, dass wir an diesen Tag denken, auch wenn wir ihn gar nicht mehr feiern – leider nicht mehr feiern – aber es ist gut zu wissen, es gibt solche Tage, die uns daran erinnern: Du machst Fehler, aber du bist jederzeit in der Lage, diese Fehler hinter dir zu lassen, umzukehren, einen neuen Weg einzuschlagen, den Kurs nochmal auszurichten, sich noch mal ein bisschen selber anzuschauen, wie mache ich es eigentlich oder was kann ich ändern an mir. Und deshalb finde ich den Buß- und Bettag so wichtig.

Text: Kaldur/Ebels
Foto(s): APK

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Unsere Wochentipps: Vortrag, Podiumsdiskussion und Studientagung

Bei unseren Wochentipps sind diesmal mit Vortrag, Podiumsdiskussion und Studientagung viele theoretische Impulse dabei: Es gibt die Onlinelesung für Eltern mit Kindern „Mimi und der Bestimmertag“, die theologische Studientagung: „In der Nacht, da Jesus verraten ward“ und die Podiumsdiskussion „Macht Covid-19 unsere Gesellschaft krank?“. Außerdem stellt Stadtsuperintendent Bernhard Seiger in einem Vortrag zur „Via Reformata“ den neuen Geschichtspfad vor. In dieser Woche findet auch eine ökumenische Adventsvesper in St. Aposteln und das Konzert „InVocare“ sowie ein Benefiz-Konzert für die Opfer der Flutkatastrophe statt. Die Zusammenfassung in der Übersicht:

18.11.2021, 14:00
Ev. Familienbildungsstätte Köln
Mit Anmeldung bis 18.11.: „Mimi und der Bestimmertag“
Onlinelesung für Eltern mit Kindern ab 4 Jahre
Am Freitag, 19. November, findet wieder der bundesweite Vorlesetag statt. Aus diesem Anlass lädt die Evangelische Familienbildungsstätte Köln von 18 bis 19 Uhr zu einer Online-Lesung mit der Kölner Kinderbuchautorin Anna Lisicki-Hehn ein. Bei dem gemütlichen Leseabend per Zoom liest sie aus ihrem Buch „Mimi und der Bestimmertag“ vor. Die Teilnahme ist kostenlos. Eine Anmeldung bis Donnerstag, 18. November, 14 Uhr, ist erforderlich um rechtzeitig den Link zugeschickt zu bekommen.

www.fbs-koeln.org

18.11.2021, 18:00
Melanchthon-Akademie
Karl Rahner-Akademie, Jabachstr. 4
Theologischer Studientagung: „In der Nacht, da Jesus verraten ward.“
Antijudaismus im christlichen Gottesdienst

Die Gottesdienste der christlichen Konfessionen sind mit lebendiger jüdischer Tradition verbunden. Daneben finden sich auch Elemente des Antijudaismus wie etwa die Einsetzungsworte, die nahe legen, dass Jesus von seinem Volk „verraten“ wurde. Dazu kommt, dass christliche Gottesdienste in einem öffentlichen Raum stattfinden, der auch von Antisemitismus und Ressentiments geprägt ist. Auf einer Tagung am Donnerstag, 18. November, 18 bis 21 Uhr, in der Karl Rahner Akademie, Jabachstraße 4, werden antijüdische Elemente im Gottesdienst aufgezeigt und diskutiert, was getan werden muss, damit in der Feier eines Gottesdienstes die Fortschritte im christlich-jüdischen Dialog auch umgesetzt und sichtbar werden. Die Tagung der Kölnischen Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit findet in Zusammenarbeit mit der Karl Rahner Akademie und der Melanchthon-Akademie, dem Katholischen Bildungswerk Köln und dem Katholischen Stadtdekanat Köln. Die Teilnahme kostet 11 Euro, ermäßigt 5,50 Euro. Eine Anmeldung per E-Mail an anmeldung@melanchthon-akademie.de ist erforderlich.

Anmeldung erforderlich, Tel: 0221 931 803 0, anmeldung@melanchthon-akademie.de
www.melanchthon-akademie.de

Freitag, 19.11.2021 – Macht Covid-19 unsere Gesellschaft krank?
Eine Podiumsdiskussion über die Auswirkungen der Pandemie auf unser Miteinander

Die Covid-19-Pandemie wird zum sozialen Belastungstest. Wie wirken sich die Einschränkungen auf uns aus? Wie und inwieweit „infiziert“ das Virus unser Sozialverhalten – und das unserer Kinder? Wird es unsere Freiheit und unsere Gesellschaft dauerhaft verändern? Wie schaffen wir es, daraus das Richtige zu lernen?  Prof. Dr. Armin Nassehi ist einer der einflussreichsten Soziologen Deutschlands, und macht sich viele Gedanken über die Auswirkungen von Covid-19 auf unsere Gesellschaft. Er studierte Erziehungswissenschaften, Philosophie und Soziologie und leitet seit 1998 den Lehrstuhl I für Soziologie an der Ludwig-Maximilians-Universität München. Seine Aufgabengebiete sind Kultursoziologie, Politische Soziologie, Religionssoziologie, Wissens- und Wissenschaftssoziologie. Vielfach preisgekrönt wurde er 2020 in die Nationale Akademie der Wissenschaften Leopoldina aufgenommen.

Die Plätze für eine präsentische Teilnahme sind ausgebucht. Bitte melden Sie sich online oder über unser Sekretariat für die Online-Übertragung an.

Eine Veranstaltung der Stiftung Allgemeinmedizin und der Melanchthon-Akademie.

https://www.melanchthon-akademie.de/programm/theologie-treiben/kurs/17069-macht-covid-19-unsere-gesellschaft-krank/

18.11.2021, 19:30
Evangelische Kirchengemeinde Köln-Bayenthal
Reformationskirche, Mehlemer Straße 29/Ecke Goethestraße, 50968 Köln
Vortrag zur „Via Reformata“
Stadtsuperintendent Bernhard Seiger stellt den neuen Geschichtspfad vor

Der Ökumenische Arbeitskreis der Evangelischen Kirchengemeinde Köln-Bayenthal lädt am Donnerstag, 18. November, 19.30 Uhr, zu einem Vortrags- und Gesprächsabend in die Reformationskirche, Mehlemer Straße 29, ein. Pfarrer Bernhard Seiger, Stadtsuperintendent des Evangelischen Kirchenverbandes Köln und Region, stellt die „Via Reformata“ vor – einen neuen Kölner Gedenkweg zur Reformation.

www.kirche-bayenthal.de
20.11.2021, 19:30
Evangelisch Leben in Köln und Region
St. Aposteln, Neumarkt 30, 50677 Köln
Anmeldung bis 20.11.: Ökumenische Adventsvesper in St. Aposteln
Die Evangelische Kirche im Rheinland und das Erzbistum Köln laden gemeinsam ein

Zur jährlichen ökumenischen Adventsvesper in der Basilika St. Aposteln, Neumarkt 30, laden Dr. Thorsten Latzel, Präses der Evangelischen Kirche im Rheinland, und Weihbischof Rolf Steinhäuser, Apostolischer Administrator des Erzbistums Köln, am Samstag, 27. November, 19.30 Uhr, ein. Die musikalische Gestaltung des Gottesdienstes übernimmt der Mädchenchor am Kölner Dom unter der Leitung von Domkantor Oliver Sperling. An der Orgel ist Basilikakantor Vinvent Heitzer zu hören. Um Anmeldung bis Samstag, 20. November, unter Telefon 0221/16427200 oder per E-Mail an Dialog@Erzbistum-Koeln.de wird gebeten.

21.11.2021, 17:00
Trinitatiskirche
Trinitatiskirche, Filzengraben 4, 50676 Köln
„InVocare“ – Konzert des Forums Alte Musik Köln
Madrigalvertonungen des 16. und frühen 17. Jahrhunderts

Es darf geweint, geseufzt und gelacht werden! Das junge Vokalensemble „InVocare“ aus Basel besingt am Sonntag, 21. November, 17 bis 19 Uhr, die Macht der Göttin Fortuna, Glück oder Unglück über die Menschen zu bringen. Im Konzert „O Fortuna!“ in der Trinitatiskirche, Filzengraben 4, erklingt eine Auswahl von Renaissance-Madrigalen von Luca Marenzio, Sigismondo d’India, Orazio Vecchi, Carlo Gesualdo, Giaches de Wert, Claudio Monteverdi, Heinrich Schütz, John Dowland und anderen. Der Eintritt kostet 20 Euro, ermäßigt 12 Euro. Die Teilnahme ist nach den 3G-Regeln möglich.

www.trinitatiskirche-koeln.de

21.11.2021, 17:00
Evangelische Kirchengemeinde Köln-Rath-Ostheim
Auferstehungskirche Ostheim, Heppenheimer Straße 7, 51107 Köln
Benefiz-Konzert für die Opfer der Flutkatastrophe
Die Chöre „Peters Kunden“ und „Go East“ treten auf

Zu einem Benefiz-Konzert mit dem Chor „Peters Kunden“ aus Neubrück und dem Gospelchor „Go East“ aus Ostheim lädt die Evangelische Kirchengemeinde Köln-Rath-Ostheim am Ewigkeitssonntag, 21. November, 17 Uhr, ein. Der Eintritt ist frei, um großzügige Spenden wird gebeten. Der Erlös aus dem Chorkonzert in der Auferstehungskirche, Heppenheimer Straße 7, wird an die Opfer der Flutkatastrophe gespendet. Der Einlass erfolgt gemäß der 3G-Regel. Das Publikum wird gebeten, während des gesamten Konzerts eine Mund-Nase-Bedeckung zu tragen.

www.kirchengemeinde-rath-ostheim.de

Text: APK
Foto(s): APK

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