Evangelische Jugend auf der Gamescom 2026: Kirche mittendrin

Die Gamescom in Köln-Deutz ist der Treffpunkt der internationalen Gaming-Community. 2026 kamen 368.000 Besucherinnen und Besucher aus 131 Ländern zur weltweit größten Messe für Computer- und Videospiele.

Mittendrin war auch in diesem Jahr die Evangelische Jugend Köln und Region – bereits zum 14. Mal. Das Jugendreferat brachte Bewegung, Mitmachangebote und persönliche Begegnungen auf das Messegelände. Kinder, Jugendliche und Eltern konnten aktiv werden, miteinander ins Gespräch kommen und die Evangelische Jugend direkt vor Ort erleben. Für das Jugendreferat ist die Gamescom mehr als ein Großevent: Sie bietet die Möglichkeit, Jugendliche in ihrer Lebenswelt zu erreichen und zu zeigen, wofür evangelische Jugendarbeit steht – für Offenheit, Respekt und eine Gesellschaft, in der alle dazugehören.

Über hundert ehrenamtlich Engagierte machten den Auftritt möglich. Sie betreuten die Angebote, kamen mit den Besuchenden ins Gespräch und zeigten: Kirche ist dort, wo junge Menschen sind.

Im Video erzählen Daniel Drewes (Geschäftsführer Ev. Jugendreferat Köln), Besuchende und ehrenamtlich Mitarbeitende, was den Gamescom-Auftritt ausmacht:
https://youtube.com/shorts/yRzavRYxNmI

Hier die schönsten Bilder vom Stand und den Angeboten des Jugendreferates auf der Gamescom

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Wochentipps: Musik, Wandel und neue Perspektiven in Köln und der Region

Diese Woche wird es musikalisch, gesellschaftlich und überraschend vielseitig: In der Antoniterkirche treffen US-amerikanische Folksongs auf jüdische Klangtraditionen, während in Frechen die Frage im Mittelpunkt steht, wie Kirche im Wandel neue Gestalt gewinnen kann. Ukrainische Künstlerinnen und Künstler bringen in der Trinitatiskirche Werke aus ihrer Heimat und Europa zu Gehör. Dazu laden ein Nachhaltigkeitsmarkt in Lechenich, ein stimmgewaltiger Konzertabend in der Stephanuskirche und ein besonderes Cembalo-Erlebnis in Westhoven zum Entdecken ein. Den Auftakt in die zweite Jahreshälfte gibt außerdem die Melanchthon-Akademie mit Büchern, Brot und Gesprächen über das, was sich vielleicht nicht reparieren lässt.

„Let my people go“ in der Antoniterkirche

Folksongs aus den USA mit Reggie Harris und Rabbi Jonathan Kligler
Folksongs aus den USA stehen am Freitag, 4. September, 20.30 Uhr, in der Antoniterkirche, Schildergasse 57, auf dem Programm. Singer-Songwriter Reggie Harris tritt gemeinsam mit Rabbi Jonathan Kligler (Gitarre und Gesang) und Robert Bard (Kontrabass) auf. Das Konzert ist Teil des Festivals SHALOM-MUSIK.KOELN, das jüdische Musik in ihrer ganzen Vielfalt – von Klezmer und Folk bis zu Jazz und Klassik – an Spielorten in der ganzen Stadt erlebbar macht und den Austausch zwischen jüdischen und nichtjüdischen Künstlerinnen und Künstlern fördert. Der Eintritt ist frei. Weitere Informationen unter www.shalom-musik.koeln.
www.antonitercitykirche.de

Stiftungsforum zum Thema „Kirche im Wandel“. Pfarrer Dr. Birger Falcke ist zu Gast in Frechen

„Wie kann Kirche in Zeiten des Wandels neue Gestalt gewinnen?“ Um diese Frage geht es beim nächsten Stiftungsforum der Evangelischen Kirchengemeinde Frechen am Freitag, 4. September, 19.30 Uhr, im Gemeindesaal, Hauptstraße 209. Pfarrer Dr. Birger Falcke, der in der Stabsstelle Transformation im Evangelischen Kirchenkreis Hamm tätig ist, spricht darüber, wie Krisen in der Kirchengeschichte immer wieder zur Entwicklung neuer Formen kirchlichen Lebens geführt haben und welche Bedeutung unterschiedlichen Gemeindemodellen im gegenwärtigen Veränderungsprozess zukommt. Falcke arbeitet seit längerem praktisch und theoretisch zu Fragen der Kirchenentwicklung, unter anderem in einem Probedienst als Dezernent für strategische Innovation der Evangelischen Kirche im Rheinland, und absolviert derzeit neben dem Pfarrdienst in Hamm eine Ausbildung zum Changemanager an der Akademie für Kirche und Diakonie. Im Anschluss an den Vortrag gibt es Gelegenheit zur Diskussion. Der Eintritt ist frei. Spenden für die Stiftung „Türen zum Nächsten“ sind willkommen.
http://www.kirche-frechen.de

Matinee-Konzert in der Trinitatiskirche

Künstler aus der Ukraine mit Werken ukrainischer und europäischer Komponisten
Vier Künstlerinnen und Künstler aus der Ukraine gestalten am Sonntag, 6. September, 11 Uhr, ein Matinee-Konzert in der Trinitatiskirche, Filzengraben 4. Auf dem Programm stehen Werke verschiedener Komponisten, darunter auch Stücke ukrainischer Komponisten. Volodymyr Milushkin (Bassbariton) beeindruckt mit seiner voluminösen Stimme. Im zweiten Programmteil wird er von Julia Seckler (Odessa) am Klavier begleitet. Darüber hinaus sind Oleh Kytskai (Violine) und Serhij Kovalov (Piano) zu hören. Der Eintritt ist frei, Spenden sind willkommen.
www.trinitatiskirche-koeln.de

Dritter Nachhaltigkeitsmarkt im Gemeindezentrum Lechenich

Kellerschätze, Upcycling und Selbstgemachtes sind im Angebot
Dingen ein zweites Leben zu geben – das ist die Idee hinter dem Nachhaltigkeitsmarkt, der am Sonntag, 6. September, 11 Uhr, zum dritten Mal im Evangelischen Gemeindezentrum Lechenich, An der Vogelrute 8, stattfindet. Hier wird Schnäppchenjägern eine bunte Auswahl angeboten: Kellerschätze, Trödeliges, Upcycling-Projekte und mit Liebe Selbstgemachtes warten auf neue Besitzerinnen und Besitzer. Auch das beliebte Bistro lädt wieder ein, bei kleinen Snacks, Kuchen und Getränken zu verweilen.
www.kirche-lechenich.de

Junger Chor NRW zu Gast in der Stephanuskirche

Konzert „Headlines“. Der Junge Chor NRW präsentiert am Sonntag, 6. September, 17 Uhr, in der Stephanuskirche, Brehmstraße 4–6, unter der Leitung von Anna Goeke-Paganetti das Konzertprogramm „Headlines“. Das Konzert ist Teil der fünfteiligen Konzertreihe „Auftakte“, in der der Chor in dieser Saison mit fünf verschiedenen Dirigentinnen und Dirigenten auftritt. „Was bewegt die Welt – und wie klingt das?“ Dieser Frage geht das Programm nach, indem Überschriften aus Zeitungen, Newslettern und Nachrichtendiensten als verbindende Elemente zwischen den Musikstücken fungieren und einen Dialog zwischen Gegenwart und Musik schaffen. Das Repertoire führt durch verschiedene Epochen und Klangwelten: Werke von Heinrich Schütz, Claudio Monteverdi, Johann Sebastian Bach und Johannes Brahms treffen auf Kompositionen neuerer Zeit, etwa von Eric Whitacre und Kenneth Pelmear. Der Eintritt ist frei.
www.ev-kirche-niehl-riehl.de

Cembalokonzert in der Johanneskirche Westhoven

Yuko Inoue und Ketil Haugsand spielen Bach und Couperin. An zwei historischen Tasteninstrumenten sind Yuko Inoue und Ketil Haugsand am Sonntag, 6. September, 18 Uhr, in der Johanneskirche Westhoven, Berliner Straße 5, zu erleben. Die Musikerin und der Musiker spielen abwechselnd auf Cembalo und Fortepiano Werke von Johann Sebastian Bach, Wilhelm Friedemann Bach, François Couperin und anderen Komponisten. Das Repertoire für zwei Cembali ist klein, dafür umso interessanter und unterhaltsamer. Der Eintritt ist frei.
www.kirche-porz.de

„Brot & Buch & Innenhof“ – Semestereröffnung der Melanchthon-Akademie

Leitmotiv: „Action speaks louder than words?!“ Die Melanchthon-Akademie eröffnet ihr Programm für die zweite Jahreshälfte am Montag, 7. September, 18 bis 21 Uhr, mit dem Format „Brot & Buch & Innenhof“ auf dem Kartäusergelände, Kartäusergasse 7. Das gesamte Team zieht durch Ecken und Innenhöfe des Geländes und stellt Lieblingsbücher zum Stichwort „Un-reparierbar?“ vor: „Was ist reparierbar – an unserer Welt, unserem Kontinent, unserer Stadt, unseren Seelen und Herzen?“ und „Wie gehen wir mit dem um, was sich der Reparatur entzieht?“ Aus den verschiedenen Perspektiven des Programms wollen die Mitarbeitenden diesen Fragen auf den Grund gehen und bei Brot und Getränken ins Gespräch kommen. Die Teilnahme ist kostenfrei. Das neue Halbjahresprogramm steht unter dem Leitmotiv „Action speaks louder than words?!“ und rückt Erfahrungsräume in den Mittelpunkt, in denen Theorie in gelebte Praxis übergeht. Zu den Highlights zählen die EFI-Bildungswerkstatt für Menschen im nachberuflichen Leben (Dienstag, 6. Oktober), ein Workshop zu Qigong in der Trauerarbeit (Samstag, 7. November) sowie ein Angebot zum „Un/Doing Age“, das Fragen des Älterwerdens körperbezogen erkundet (Samstag, 12. September). Außerdem spricht die Bundestagsabgeordnete Katrin Göring-Eckardt am Freitag, 25. September, im Kölner Dom und tritt am Montag, 28. September, 18 Uhr, im Haus der Evangelischen Kirche in einen Dialog mit Abraham Lehrer, dem stellvertretenden Vorsitzenden des Zentralrates der Juden in Deutschland. Das neue Programm mit rund 300 Veranstaltungen ist online unter www.melanchthon-akademie.de einsehbar.
Anmeldung erforderlich, Tel: 0221 931 803 0, anmeldung@melanchthon-akademie.de
www.melanchthon-akademie.de

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Zuhören, da sein, aushalten: Queere Seelsorge startet in Köln

Ein neues Seelsorgeangebot stellt queeren Menschen in Krisen und schwierigen Lebenssituationen verlässliche Unterstützung zur Seite. Am heutigen 1. September startet die Queere Peer-to-Peer-Seelsorge: Qualifizierte Seelsorger*innen und Berater*innen, die selbst queer sind, bieten kostenlose und vertrauliche Gespräche an.

Das Angebot richtet sich an alle Menschen, die sich dem LGBTQIA+-Spektrum zugehörig fühlen – unabhängig von Alter, Herkunft, Wohnort sowie Kirchen- oder Religionszugehörigkeit. Im Mittelpunkt stehen die Anliegen der Menschen, die das Gespräch suchen. Themen können beispielsweise Identität und Coming-out, Beziehungen und Sexualität, Einsamkeit und Trauer, Krankheit, Spiritualität oder die Suche nach Sinn sein. Ebenso können ganz alltägliche oder persönliche Sorgen Raum bekommen.

„Queere Seelsorge heißt: gemeinsames Aushalten und miteinander da sein in Krisen und bei Problemen von Menschen, die queer sind“, sagt Dr. Dorothea Ugi, evangelische Pfarrerin und eine der Initiatorinnen des Angebots. „Wir wollen einen sicheren Raum schaffen, in dem alles besprechbar ist und in dem wir das Schwere miteinander da sein lassen.“

Ein sicherer Raum von queeren Menschen für queere Menschen

Die Idee einer queeren Peer-to-Peer-Seelsorge ist aus dem Wunsch entstanden, Menschen eine Begleitung anzubieten, bei der sie nicht erst erklären müssen, was es bedeutet, queer zu sein. Das Team besteht ausschließlich aus Menschen, die selbst queer sind und über eine qualifizierte Seelsorge- oder Beratungsausbildung verfügen.

„Gerade in einer Zeit, in der queere Menschen zunehmend zum Feindbild rechtsextremer Akteur*innen gemacht werden, erleben wir einen besonderen Bedarf nach Begleitung und Gesprächen“, so Ugi. Zahlreiche Anfragen bei der Queeren Kirche Köln hätten gezeigt, wie wichtig ein solches Angebot sei.

Die Gespräche finden in Räumen der St.-Johannes-Kirche in Köln-Deutz sowie in der Melanchthon-Akademie Köln statt. Auch Onlinegespräche sind möglich. Die Seelsorgegespräche sind kostenlos; nach einem ersten Gespräch können bei Bedarf weitere Termine vereinbart werden.

Seelsorge ohne Rezept und ohne Kosten

Mit dem Angebot möchte die Queere Kirche Köln eine niedrigschwellige Anlaufstelle schaffen. „Für Seelsorge braucht es kein Rezept, kein Geld und wir hoffen: keine Warteliste“, sagt Ugi. Gerade in Köln und der Region gebe es viele queere Menschen, für die es schwierig sei, passende Begleitung in Krisen und bei persönlichen Problemen zu finden.

Dabei versteht sich die Queere Seelsorge ausdrücklich nicht als Ersatz für Psychotherapie oder andere professionelle medizinische und therapeutische Angebote. Sie möchte vielmehr einen zusätzlichen Raum eröffnen: zum Zuhören, zum Sortieren, zum Aushalten und dafür, mit dem eigenen Anliegen nicht allein bleiben zu müssen.

Weitere Informationen und die Möglichkeit zur Kontaktaufnahme gibt es auf der Website:
https://www.queere-kirche-koeln.de/queere-seelsorge-beratung/

Text: APK
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Tag des offenen Denkmals im September: Kirchen, Architektur und Geschichte in Köln entdecken

Jedes Jahr im September lädt der Tag des offenen Denkmals dazu ein, historische Bauwerke und Orte zu entdecken, die sonst nicht oder nur selten zugänglich sind. Der bundesweite Aktionstag macht Geschichte erlebbar – und die evangelische Kirche in Köln ist mit einem vielfältigen Programm dabei.

Am Wochenende, 12. und 13. September, sind Kirchenführungen, Friedhofswanderungen, eine Architekturexkursion und eine fotografische Zeitreise durch die Kölner U-Bahn-Geschichte zu erleben – alle kostenlos und offen für alle Interessierten. Zu den Stationen gehören die Trinitatiskirche, der Geusenfriedhof, der Melatenfriedhof, der Evangelische Friedhof in Mülheim, die Kartäuserkirche, die Melanchthonkirche in Zollstock, das Diakoniedorf Michaelshoven, sowie zwei Zeugnisse moderner Sakralbaukunst in Lindenthal. Mehrere Führungen finden in Kooperation des Evangelischen Kirchenverbandes Köln und Region mit AntoniterCityTours statt.

Tag des offenen Denkmals: Die Trinitatiskirche öffnet Ihre Türen

Zum Tag des offenen Denkmals ist die Trinitatiskirche, Filzengraben 4, am Samstag und Sonntag, 12. und 13. September, jeweils 12 Uhr, für eine knapp einstündige Führung mit Orgelmusik geöffnet. Durch die Geschichte des eindrucksvollen Kirchenbaus führt Wolf-Rüdiger Spieler, Programm- und Organisationsleiter der Trinitatiskirche. Im Anschluss ist die Kirche jeweils bis 14 Uhr zur freien Besichtigung geöffnet. Der Tag des offenen Denkmals ist ein bundesweiter Aktionstag, an dem historische Bauwerke ihre Türen für die Öffentlichkeit öffnen. Der Eintritt ist frei.

www.trinitatiskirche-koeln.de

Führungen durch das denkmalgeschützte Diakoniedorf Michaelshoven

Fünf kostenfreie Führungen durch das denkmalgeschützte Diakoniedorf Michaelshoven bietet die Diakonie Michaelshoven am Samstag, 12. September, 14 Uhr und 16 Uhr, sowie am Sonntag, 13. September, 12 Uhr, 14 Uhr und 16 Uhr, an. Anlässlich des Tags des offenen Denkmals führt Carlos Stemmerich durch das Gelände, das Architektur, Sakralkunst und die Geschichte der Diakonie zu einem besonderen Zeugnis der Nachkriegszeit verbindet. Im Mittelpunkt des Rundgangs steht die Erzengel-Michael-Kirche mit ihrer in Köln einzigartigen Zeltform, deren Fenster von Frère Éric aus Taizé den Kirchenraum je nach Sonnenstand in wechselnde Lichtstimmungen tauchen. Der Rundgang führt zudem durch das Ensemble der 1950er- und 60er-Jahre mit seinen charakteristischen Gestaltungselementen sowie durch den denkmalgeschützten Park im Zentrum des Geländes. Die barrierearmen Führungen starten jeweils am Gertrud-Bäumer-Haus, Pfarrer-te-Reh-Straße 1, und dauern etwa 90 Minuten. Die Teilnahme ist kostenlos. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

www.diakonie-michaelshoven.de

Der Geusenfriedhof – Das unbekannte Juwel Kölner Friedhöfe

Drei Führungen über den Geusenfriedhof stehen zum Tag des offenen Denkmals auf dem Programm: am Samstag, 12. September, 15 Uhr, sowie am Sonntag, 13. September, 15.30 Uhr und 16.30 Uhr. Durch die Geschichte des ältesten protestantischen Friedhofs Kölns führt Dagmar Lutz. Der Geusenfriedhof wurde 1576 angelegt und war bis 1829 die einzige Begräbnisstätte der Protestanten in Köln; die verwitterten Grabsteine und Grabplatten erzählen bis heute ausführliche Geschichten. Festes Schuhwerk und beinbedeckende Kleidung werden empfohlen. Der Tag des offenen Denkmals öffnet bundesweit historische Orte für die Öffentlichkeit. Die Führungen finden in Kooperation des Evangelischen Kirchenverbandes Köln und Region mit AntoniterCityTours statt. Interessierte treffen sich am Eingang zum Friedhof an der Kerpener Straße. Die Teilnahme ist kostenlos.

www.antonitercitytours.de

Architekturführung zum Tag des offenen Denkmals in Lindenthal

Zwei Zeugnisse moderner Sakralbaukunst stehen am Sonntag, 13. September, 9.30 Uhr, im Mittelpunkt einer Architekturführung mit Dr. Thomas van Nies. Die Kirche Sankt Stephan von Margot und Joachim Schürmann sowie die Matthäuskirche von Peter Busmann und Gottfried Haberer zeigen mit klaren Grundrissen und asketischen Formen zeitgenössische Tendenzen der Moderne – gewürdigt auch als Beitrag zum 100. Geburtstag von Professor Joachim Schürmann und zum 50-jährigen Bestehen der Matthäuskirche. Die Führung findet im Rahmen des Tages des offenen Denkmals statt, der bundesweit die Türen zu historischen Bauwerken für die Öffentlichkeit öffnet. Die Führung findet in Kooperation des Evangelischen Kirchenverbandes Köln und Region mit dem Stadtführungsprogramm AntoniterCityTours statt. Interessierte treffen sich auf dem Platz vor der Kirche Sankt Stephan, Bachemer Straße 106. Die Teilnahme ist kostenlos.

www.antonitercitytours.de

Der Melatenfriedhof – Das Gedächtnis der Stadt

Erlebte Stadt-, Kunst- und Personengeschichte bietet eine Führung über den Melatenfriedhof am Sonntag, 13. September, 11 Uhr, mit Günter Leitner. Friedhofswanderungen machen das Gedächtnis der Stadt erfahrbar – Leitner verbindet auf seinem Gang Stadtgeschichte, Kunstgeschichte und Personengeschichte zu einem lebendigen Bild. Der Rundgang gehört zum Programm von „Tag des offenen Denkmals“. Er ist ein Aktionstag, an dem bundesweit historische Orte für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden. Die Führung findet in Kooperation des Evangelischen Kirchenverbandes Köln und Region mit dem Stadtführungsprogramm AntoniterCityTours statt. Interessierte treffen sich an der Trauerhalle am Eingang Piusstraße. Die Teilnahme ist kostenlos.

www.antonitercitytours.de


Von der Eisenbahn zur Kulturkirche – Führung und Quiz in der Lutherkirche

Die Evangelische Kirchengemeinde Köln-Nippes beteiligt sich am Tag des offenen Denkmals und lädt am Sonntag, 13. September, 12.30 Uhr bis 13.15 Uhr, zur Führung durch die Lutherkirche, Siebachstraße 85 /Merheimer Straße 112, ein. Unter dem Motto „NetzWERKE: Denkmale & Infrastruktur“ geht es in Nippes um den Weg von der Eisenbahn zur Kulturkirche. Vikarin Maria Coors führt Erwachsene durch das Kirchengebäude. Für Grundschulkinder steht von 12 bis 14 Uhr das Kirchenquiz „Denkmal-Detektiv*innen“ auf dem Programm. Weitere Informationen zum Tag des offenen Denkmals in Köln gibt es unter www.stadt-koeln.de.

www.lutherkirche-nippes.de

Die Kartäuserkirche – Von Mönchen, Engeln und Protestanten

Die wechselvolle Geschichte der Kartäuserkirche steht am Sonntag, 13. September, 14 Uhr, im Mittelpunkt einer Führung mit Dagny Lohff. Der Gang durch Kirche und Kartause gibt Einblick in die Zeit der Kartäusermönche, die Nutzung als Lazarett während der französischen Besatzung und die heutige Funktion als evangelische Predigtstätte. Besonders bemerkenswert: 2017 wurden bei Routinearbeiten drei verschollene Kapellen in der historischen Klosteranlage wiederentdeckt. Die Führung wird im Rahmen des Tags des offenen Denkmals angeboten. Der bundesweite Aktionstag stellt der Öffentlichkeit historische Orte und Bauwerke vor. Die Führung findet in Kooperation des Evangelischen Kirchenverbandes Köln und Region mit AntoniterCityTours statt. Los geht es an der Kartäuserkirche, Kartäusergasse 7. Die Teilnahme ist kostenlos.

www.antonitercitykirche.de

Führung über den Evangelischen Friedhof Mülheim

Im Rahmen des Tags des offenen Denkmals führt Pfarrer im Ruhestand Dietrich Grütjen am Sonntag, 13. September, 14.30 Uhr, über den Evangelischen Friedhof Mülheim am Rhein, Bergisch-Gladbacher Straße 86. Der Friedhof ist ein Spiegel der besonderen Geschichte Mülheims: Seit 1610 konnten Protestantinnen und Protestanten hier ihren Glauben unbehelligt leben – in Köln war das erst 200 Jahre später möglich. Dies machte Mülheim über Jahrhunderte zu einem Anziehungspunkt für Evangelische aus vielen Regionen Deutschlands und trug zur Blüte der bis 1914 unabhängigen Stadt bei. Die Führung dauert rund 90 Minuten. Interessierte treffen sich am Eingangstor. Die Teilnahme ist kostenfrei.

www.kirche-koeln-muelheim.de

Fotoexkursion – Die U-Bahn-Passage Appellhofplatz

Eine Zeitreise zwischen 1968 und 2006 bietet am Tag des offenen Denkmals, Sonntag, 13. September, 15 Uhr, die neue Fotoexkursion durch die U-Bahn-Passage Appellhofplatz mit Angelika Putzig. Vom Kattenbug bis zur Opernpassage zeigen die Stationen unterschiedliche Baustile im jeweiligen Zeitgeist – darunter auch die „Kölner Köpfe“. Eine Kamera darf gerne mitgebracht werden. Hinweis: Die Führung ist nicht barrierefrei. Der Tag des offenen Denkmals stellt bundesweit historische Orte der Öffentlichkeit vor. Die Führung findet in Kooperation des Evangelischen Kirchenverbandes Köln und Region mit AntoniterCityTours statt. Wer dabei sein möchte, trifft sich am Römerbrunnen, Burgmauer 68. Die Teilnahme ist kostenlos.

www.antonitercitytours.de

Tag des offenen Denkmals – Führung durch die Melanchthonkirche

Beim Tag des offenen Denkmals, einem bundesweiten Aktionstag, bei dem historische Baudenkmäler ihre Türen für die Öffentlichkeit öffnen, führt Kirchenmusikerin Barbara Bannasch am Samstag, 13. September, 16 Uhr, durch die Melanchthonkirche der Evangelischen Kirchengemeinde Köln-Zollstock. Die Melanchthonkirche entstand 1929 bis 1930 nach Plänen des Kölner Architekten Theodor Merrill und ist Teil einer Siedlungsanlage, die zwischen 1925 und 1931 in Zollstock mit Ladengeschäften, Grünanlage und evangelischer Kirche errichtet wurde. Wer mehr erfahren möchte, trifft sich auf dem Kirchenvorplatz am Hauptportal, Breniger Straße 20. Die Führung ist barrierefrei über den Gemeindegarten zugänglich. Die Teilnahme ist kostenlos.

www.melanchthonkirche.de

Text: APK, Stand: 13.08.2026
Foto(s): APK/Canva

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Dreifache Auszeichnung: EVK Bergisch Gladbach glänzt erneut mit Top-Medizinern

Das Evangelische Krankenhaus Bergisch Gladbach (EVK) darf sich erneut über eine besondere Anerkennung freuen: Das Magazin Focus Gesundheit zählt gleich drei Chefärzte des Hauses auch in diesem Jahr zu den besten Medizinerinnen und Medizinern Deutschlands. Prof. Dr. med. Christian Rudlowski, Prof. Dr. Hans-Peter Hermann und Dr. med. Andreas Hecker sind erneut in die renommierte Top-Mediziner-Liste aufgenommen worden – eine Bestätigung für die hohe Qualität der medizinischen Versorgung am EVK.

Langjährige Expertise – vielfach bestätigt

Prof. Rudlowski, Chefarzt des Zentrums für Frauenheilkunde, wird bereits zum sechsten Mal in Folge für die Behandlung gynäkologischer Tumoren empfohlen. Zum fünften Mal in Folge erhält er zudem die Auszeichnung für die Behandlung von Brustkrebs – und erstmals auch für gynäkologische Operationen. Seit 2012 verantwortet er am EVK die Bereiche Gynäkologie, Geburtshilfe, das Brustzentrum sowie das Gynäkologische Krebszentrum.

Prof. Hermann, Chefarzt der Klinik für Kardiologie, wird zum dritten Mal in Folge für seine Expertise in der Behandlung von Bluthochdruck ausgezeichnet. Unter seiner Leitung seit 2007 hat sich die Klinik zur führenden Einrichtung für Herz-Kreislauf-Erkrankungen in der Region entwickelt – insbesondere bei der Versorgung akuter Herzinfarkte, Herzklappenerkrankungen, Herzschwäche und der Behandlung mit Herzschrittmachern.

Dr. Hecker, Chefarzt der Klinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie, gehört laut Focus zum vierten Mal in Folge zu den führenden Spezialisten für Hernienchirurgie sowie Tumorerkrankungen des Verdauungstrakts. Darüber hinaus wird er nach der Erstauszeichnung im Vorjahr erneut in der Kategorie Proktologie gelistet. Seit 2005 leitet er die Klinik und hat die minimal-invasive Chirurgie am EVK maßgeblich weiterentwickelt.

Vertrauen, das trägt

Für den Ärztlichen Direktor Dr. Hecker sind die Auszeichnungen mehr als eine Ehrung: „Diese Anerkennung freut uns sehr. Sie zeigt, dass unser hoher medizinischer Qualitätsanspruch wahrgenommen wird und die Menschen uns ihr Vertrauen schenken.“

Die Focus-Ärzteliste erscheint jährlich und wird seit über 20 Jahren vom Magazin Focus Gesundheit veröffentlicht. Für die Datenerhebung ist das unabhängige Rechercheinstitut FactField zuständig. In die Bewertung fließen unter anderem Empfehlungen von niedergelassenen Ärztinnen und Ärzten sowie Klinikmedizinern, Patientenweiterempfehlungen, wissenschaftliche Publikationen, durchgeführte Studien und das gesamte Behandlungsspektrum der ausgezeichneten Medizinerinnen und Mediziner ein.

Text: APK/ Susanne Prothmann
Foto(s): Susanne Prothmann

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Veranstaltungen mit Dr. Christina Münk an der Melanchthon-Akademie: Philosophie für ein selbstbestimmtes Leben

Wie gelingt ein selbstbestimmtes Leben – gerade in einer Zeit voller Unsicherheiten? Dr. Christina Münk spricht im Interview über die Bedeutung philosophischer Reflexion für ein selbstbestimmtes Leben. Sie erläutert, warum Selbstreflexion, Achtsamkeit und innere Arbeit wichtige Voraussetzungen für persönliche Entwicklung sind, weshalb gesellschaftlicher Wandel immer auch bei der eigenen Haltung beginnt und wie neue Gedanken zu richtungsweisenden Entscheidungen führen können. Wer diese Themen gemeinsam mit Dr. Christina Münk vertiefen möchte, hat dazu an der Melanchthon-Akademie gleich dreimal Gelegenheit: beim Workshop „Wie will ich leben? – Den inneren Kompass ausrichten“, beim Vortrag mit Austausch „Den Menschen feind? – Wie eine hoffnungsvolle Misanthropie uns jetzt helfen kann“ sowie beim Workshop „Mit mir auf meiner Seite – Die Kraft der Selbstfreundschaft entdecken“.

Weshalb ist die philosophische Reflexion so spannend für die Persönlichkeitsentwicklung?

Christina Münk: Sokrates soll gesagt haben: „Nur ein geprüftes Leben ist es wert, gelebt zu werden“. Mir gefällt diese ziemlich radikale Aussage. Ich würde sagen, dass Selbstreflexion und das Prüfen von Meinungen, Gewohnheiten und Üblichkeiten die Basis für eine selbstbestimmte Lebensgestaltung sind. Insofern ist die philosophische Reflexion für mich nicht nur eine Denkmethode, sondern eine grundlegende Haltung – eine Art, in der Welt zu sein, die ich auch in meinen Veranstaltungen vermitteln möchte.

Welcher Wunsch steht hinter dieser Haltung? Geht es darum „bei sich selbst anzukommen“ – ist das überhaupt ein erreichbarer Zustand?

Christina Münk: In der Existenzphilosophie, die mich sehr geprägt hat, wird die Vorstellung, man könnte bei sich selbst ankommen und wäre dann sozusagen fertig, als Illusion kritisiert. Das sehe ich auch so: Wir sind als Menschen niemals fertig. Solange wir leben, sind wir nie vollständig angekommen – und dieser Gedanke ist zugleich beunruhigend und befreiend!

Denn das bedeutet einerseits, dass wir uns von der Vorstellung verabschieden müssen, ein glückliches Leben bestehe darin, in totaler Selbstzufriedenheit, ohne Zweifel und innere Konflikte einfach „man selbst“ zu sein. Dafür sind wir als Wesen mit Bewusstsein einfach nicht gemacht. Andererseits heißt das aber: Es ist nie zu spät, sich zu verändern und dem eigenen Weg eine neue Richtung zu geben.

… und wie kann das gelingen?

Christina Münk: Am Anfang stehen Selbstreflexion und Selbsterkenntnis. Und zur Frage nach dem Ziel fällt mir die Formulierung ein „mit sich selbst einverstanden sein“. So hat der Philosoph Peter Bieri die Voraussetzung für ein gutes Leben beschrieben. Gemeint hat er damit, dass wir in unserem Denken, Fühlen, Wollen und Handeln immer mehr zu der Person werden können, die wir sein möchten. Das bedeutet: Durch Reflexion und innere Arbeit können wir unser Leben immer mehr in Einklang mit unseren eigenen Werten bringen. Dieses Einverstanden-Sein mit sich ist kein statischer Idealzustand, sondern ein dynamischer, unperfekter Prozess – eine lebenslange Aufgabe, aber eine sehr lohnende.

Sie betonen hierfür die Relevanz von Achtsamkeit, Selbstwahrnehmung und innerer Arbeit – sehen Sie darin auch eine Antwort auf gesellschaftliche Krisen?

Christina Münk: Ich bin überzeugt, dass die Arbeit an sich selbst und die persönliche Entwicklung immer auch eine politische Dimension haben. Wir werden von den gesellschaftlichen Strukturen geprägt, in denen wir leben. Sich persönlich weiterzuentwickeln heißt daher auch, diese Strukturen zu prüfen und kritisch zu hinterfragen – und genau das ist eine Voraussetzung für gesellschaftlichen Wandel.

Aktuell fällt es in diesen unsicheren Zeiten manchmal schwer den Mut zu bewahren. Wie bleiben wir verbunden und können an einer besseren Zukunft mitwirken?

Christina Münk: Erich Fromm schrieb 1976: „Das physische Überleben der Menschheit hängt heute von einer radikalen Veränderung des Herzens ab“. Dieser Gedanke ist jetzt, 50 Jahre später, aktueller denn je. Wir leben in extrem herausfordernden Zeiten und viele spüren: So kann es nicht weitergehen. Gerade deshalb ist es wichtig, sich bei der inneren Arbeit auch mit Gleichgesinnten auszutauschen. Das hilft zu erkennen, dass man mit dem Wunsch, persönlich und gesellschaftlich etwas zum Besseren zu verändern, nicht allein ist.

In meinen Workshops schaffe ich bewusst Raum für diesen Austausch – und die Teilnehmenden nutzen das sehr gerne. Denn wir alle wünschen uns, unseren eigenen Weg zu gehen und gleichzeitig Teil einer Gemeinschaft zu sein, in der wir gesehen, respektiert und wertgeschätzt werden.

Sie heben hervor, dass Entscheidungen oft „nur einen Gedanken entfernt“ sind – wie passt das zu der oft langen und schwierigen inneren Veränderung?

Christina Münk: Persönliche Entwicklung ist meiner Erfahrung nach beides: ein langfristiger, oft auch langwieriger Prozess und immer wieder auch ein spontanes Ereignis, das zu einer neuen Entscheidung führt. Ich habe oft erlebt – bei mir selbst und bei anderen –, dass ein Impuls, ein Gedanke oder ein einzelner Satz plötzlich etwas in Bewegung bringen kann.

In Beratung, Therapie oder in Workshops sind das tolle Momente: wenn ein Satz plötzlich auf eine ganz besondere Weise wirkt und nicht nur die Gedanken verändert, sondern einen Raum im Inneren öffnet, der sogar körperlich spürbar wird.

Mein Wunsch ist es, dass Menschen aus meinen Veranstaltungen mit einem neuen Gedanken herausgehen, der in ihnen weiterarbeiten und ihre nächste Entscheidung bereichern darf.

 

Veranstaltungstipps bei der Melanchthon-Akademie:

Wie will ich leben?

Den inneren Kompass ausrichten

Sa, 19.09.  I 10-14 Uhr I 35 € I Nr. 3232BR

 

Den Menschen feind?

Wie eine hoffnungsvolle Misanthropie uns jetzt helfen kann. Vortrag mit Austausch

Fr, 06.11. I 18-19.30 Uhr I 10€ I Nr. 6244F

 

Mit mir auf meiner Seite

Die Kraft der Selbstfreundschaft entdecken

Sa., 28.11. I 10-14 Uhr I 35 € | Nr. 3230BR

Text: MAK
Foto(s): Christina Münk

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Kirche neu denken: Warum wirtschaftliche Klugheit über ihre Zukunft entscheidet

Die Herausforderungen für die evangelische Kirche sind groß: Wirtschaftsingenieur und Arbeitswissenschaftler Dr. Hanjo Bergfeld hat in Solingen aufgezeigt, wie strategisches Handeln, Klimaschutz und gesellschaftliche Verantwortung zusammenwirken können. Sinkende Mitgliederzahlen, rückläufige Kirchensteuereinnahmen, ein großer Gebäudebestand und steigende Anforderungen an den Klimaschutz zwingen Kirchengemeinden bundesweit dazu, ihre Zukunft neu zu gestalten. Vielerorts beginnt die Diskussion mit der Frage, welche Kirche oder welches Gemeindehaus aufgegeben werden muss.

Für Dr. Hanjo Bergfeld, Umweltbeauftragter und stellvertretender Baukirchmeister im Kirchenkreis Solingen, greift dieser Ansatz jedoch zu kurz. In seinem Vortrag am 28. Juli 2026 in der evangelischen Kirchengemeinde Solingen-Dorp, zu dem er und der Klimaschutzkoordinator Manuel Ernst interessierte Personen aus dem Evangelischen Kirchenkreis Köln-Rechtsrheinisch eingeladen hatten, machte er deutlich, dass erfolgreiche Veränderungsprozesse nicht bei Gebäuden beginnen – sondern bei einer klaren Strategie. „Leere Kirchen zu unterhalten ist das Teuerste, was man machen kann“, brachte der Vortragende die Situation auf den Punkt. Ein Gebäude verursache unabhängig von seiner Nutzung Kosten für Heizung, Instandhaltung, Versicherung und Verkehrssicherung. Deshalb gehe es nicht darum, möglichst viele Immobilien zu erhalten, sondern jene Gebäude zukunftsfähig zu machen, die den kirchlichen Auftrag langfristig tragen können.

Zuerst über die Zukunft sprechen – dann über Gebäude

Nach Bergfelds Beobachtung liegt einer der größten Fehler vieler kirchlicher Strukturprozesse darin, dass zu früh über Gebäude diskutiert wird. Noch bevor klar ist, wie sich Mitgliederzahlen, Finanzen oder Personal entwickeln werden, kreisen die Debatten bereits um Kirchen, Gemeindehäuser oder Pfarrhäuser. Dabei müsse zunächst beantwortet werden, welche Aufgaben eine Gemeinde in zehn oder zwanzig Jahren überhaupt noch erfüllen wolle.

Wie viele Menschen werden sich künftig engagieren? Welche Angebote sollen bestehen bleiben? Welche Schwerpunkte setzt die Gemeinde? Erst wenn diese Fragen geklärt seien, könne entschieden werden, welche Gebäude dafür tatsächlich benötigt werden. „Gebäude müssen der kirchlichen Arbeit dienen – nicht die kirchliche Arbeit den Gebäuden“, machte Bergfeld deutlich.

Weg von der Mangelverwaltung

Über viele Jahre sei in der Kirche eine Kultur entstanden, die vor allem vom Sparen geprägt sei. Immer neue Einsparrunden führten dazu, dass Veränderungen häufig als Verlust wahrgenommen würden. Bergfeld plädierte deshalb für einen Perspektivwechsel. Kirche müsse lernen, ihre Ressourcen strategisch einzusetzen und langfristig zu planen.

Wirtschaftliches Denken sei dabei kein Gegensatz zum Glauben. „Professionelles Handeln bedeutet nicht, Gewinnmaximierung zu betreiben“, erklärte er. „Es bedeutet, verantwortlich mit den anvertrauten Mitteln umzugehen, damit Kirche auch künftig handlungsfähig bleibt.“

Immobilien als Vermögen begreifen

Ein besonderer Schwerpunkt des Vortrags lag auf dem Umgang mit kirchlichen Immobilien. Die Kirchen besitzen deutschlandweit zahlreiche Grundstücke und Gebäude in attraktiven Lagen. Gleichzeitig steigen die Unterhaltskosten kontinuierlich. Die klassische Reaktion besteht häufig darin, Immobilien zu verkaufen. Nach Bergfeld löst dies das eigentliche Problem jedoch nur kurzfristig. Mit jedem Verkauf verliere die Kirche dauerhaft Vermögen und Gestaltungsmöglichkeiten. Hinzu komme, dass Verkaufserlöse nach kirchlichem Recht oftmals nur wieder in Bauprojekte investiert werden dürften. Für Personal, Kinder- und Jugendarbeit oder neue Formen kirchlichen Lebens stünden diese Mittel dann nicht zur Verfügung. Nachhaltiger sei es deshalb, Immobilien so weiterzuentwickeln, dass sie dauerhaft Erträge erwirtschaften und gleichzeitig einen gesellschaftlichen Mehrwert schaffen.

Gemeinsam mit Kommunen Lösungen entwickeln

Eine zentrale Rolle spielt dabei die Zusammenarbeit mit Städten und Gemeinden. Viele Kommunen kämpfen mit einem erheblichen Mangel an bezahlbarem Wohnraum. Gleichzeitig verfügen Kirchengemeinden über Grundstücke, die sie für ihre eigene Arbeit künftig nicht mehr vollständig benötigen. Hier sieht Bergfeld große Chancen.

Anstatt Grundstücke zu verkaufen, könnten sie im Eigentum der Kirche bleiben und gemeinsam mit kommunalen Partnern entwickelt werden. So entstünden Sozialwohnungen oder bezahlbarer Wohnraum auf kirchlichen Flächen, während die Kirche langfristige Einnahmen aus Vermietung oder Erbbaurechten erziele.

„Es ist wichtig, mit vielen Akteuren zu sprechen und sie ins Boot zu holen“, betonte Bergfeld. Nur wenn Kirche, Politik, Verwaltung, Wohnungswirtschaft, Denkmalpflege und Fördermittelgeber frühzeitig gemeinsam an Lösungen arbeiteten, könnten Projekte entstehen, die wirtschaftlich tragfähig und gesellschaftlich sinnvoll seien.

Ehrenamt braucht professionelle Unterstützung

Die Anforderungen an Presbyterien seien in den vergangenen Jahren erheblich gestiegen. Heute müssten ehrenamtliche Leitungsgremien Entscheidungen über Bauphysik, Förderprogramme, Finanzierung, Denkmalschutz, Klimaschutz oder Projektentwicklung treffen – Themen, die hohe fachliche Kompetenz erfordern. Aus diesem Grund spricht sich der Vortragende für eine stärkere Einbindung von Experten aus. Arbeitswissenschaftler, Wirtschaftsingenieure, Architekten, Juristen, Energieberater und Finanzfachleute könnten Kirchengemeinden dabei unterstützen, fundierte Entscheidungen zu treffen und Projekte professionell umzusetzen. Nur so könne Kirche auf Augenhöhe mit Kommunen, Banken oder Investoren verhandeln.

Klimaschutz braucht Gesamtkonzepte

Auch beim Klimaschutz warnte Bergfeld vor Schnellschüssen. Nicht jede Kirche eigne sich automatisch für eine Wärmepumpe, und nicht jede energetische Maßnahme sei wirtschaftlich sinnvoll. Vor jeder Investition müsse zunächst analysiert werden, wie ein Gebäude tatsächlich genutzt werde, welche Wärmeverluste bestehen, wie gut die Gebäudehülle sei und welche Kombination aus Dämmung, Heiztechnik, Photovoltaik oder Batteriespeicher den größten Nutzen bringe. Klimaschutz bedeute deshalb vor allem, intelligente Gesamtkonzepte zu entwickeln. Richtig umgesetzt könnten sie nicht nur den CO₂-Ausstoß deutlich reduzieren, sondern langfristig auch erhebliche Betriebskosten einsparen.

Menschen gestalten Veränderung mit

Technische Lösungen allein reichen jedoch nicht aus. Ebenso wichtig sei die Beteiligung der Menschen. Veränderungsprozesse würden nur dann erfolgreich sein, wenn Betroffene frühzeitig eingebunden würden. Bergfeld schilderte das Beispiel eines Jugendhauses, das aufgegeben werden musste. Die Jugendlichen seien nicht lediglich über die Schließung informiert worden. Stattdessen hätten sie ihre neuen Räume von Anfang an mitgestaltet – von der Raumaufteilung bis zur Position von Steckdosen und Medienanschlüssen. Dadurch entstand nicht das Gefühl, etwas zu verlieren, sondern etwas Neues gemeinsam aufzubauen. Aus Frustration wurde Identifikation.

Wirtschaftliche Vernunft dient dem kirchlichen Auftrag

Immer wieder machte der Vortragende deutlich, dass wirtschaftliche Professionalität kein Selbstzweck sei. Kirche müsse nicht unternehmerisch handeln, um Gewinne zu maximieren. Sie müsse unternehmerisch denken, um ihren eigentlichen Auftrag dauerhaft erfüllen zu können: Seelsorge, Gottesdienste, Kinder- und Jugendarbeit, Bildung, Musik und Diakonie benötigten finanzielle und organisatorische Grundlagen. Deshalb gehöre verantwortungsvolles Wirtschaften ebenso zur Zukunft der Kirche wie Verkündigung und Gemeindeleben.

Die eigentliche Zukunftsfrage

Die Kirche wird sich in den kommenden Jahren verändern müssen. Daran ließ der Vortrag keinen Zweifel. Entscheidend wird jedoch sein, ob sie diese Veränderungen lediglich verwaltet oder aktiv gestaltet. Nicht die Frage, welche Kirche geschlossen wird, entscheidet über ihre Zukunft. Die entscheidende Frage lautet vielmehr:

Wie können Gebäude, Grundstücke, finanzielle Ressourcen und das Engagement der Menschen so eingesetzt werden, dass Kirche auch in zwanzig oder dreißig Jahren noch lebendig, handlungsfähig und gesellschaftlich wirksam ist?

Die Antwort darauf beginnt nicht beim Abrissbagger und auch nicht bei der Heizungsanlage. Sie beginnt mit einer klaren Vision, strategischem Denken und der Bereitschaft, neue Wege zu gehen. Genau dazu ermutigte Bergfeld die Zuhörerinnen und Zuhörer in Solingen – und machte deutlich, dass wirtschaftliche Klugheit und christlicher Auftrag keine Gegensätze sind, sondern sich gegenseitig stärken können.

Text: Manuel Ernst
Foto(s): Manuel Ernst, Dr. Hanjo Bergfeld, Hans Michael Jüngling

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Impressionen nach 35 Jahren Seelsorge im Gefängnis: Interview mit Pfarrerin Claudia Malzahn

Pfarrerin Claudia Malzahn hat 35 Jahre lang Menschen in der JVA Köln seelsorglich begleitet. Im Interview spricht sie über Schuld und Vergebung, die besonderen Herausforderungen des Lebens in Haft, Veränderungen im Strafvollzug und darüber, was sie in mehr als drei Jahrzehnten Gefängnisseelsorge als Pfarrerin und als Mensch geprägt hat. Sie war Pfarrerin in der Gefängnisseelsorge von Oktober 1991 bis März 2026 in der JVA Köln und in der Evangelischen Kirchengemeinde Köln-Niehl von 1991 bis 2000.

Sie haben über viele Jahrzehnte Menschen im Gefängnis begleitet. Was haben Sie dabei über Schuld, Vergebung und die Fähigkeit von Menschen gelernt, sich zu verändern?

Claudia Malzahn: Schuldig zu werden ist ein unausweichlicher Teil menschlichen Lebens. Und doch: Schuld sehe ich schnell beim anderen – ungern bekenne ich mich selbst zu einer Schuld.

Im Gefängnis sitzen Menschen ein, die in Untersuchungshaft eines Gesetzesbruchs beschuldigt werden oder in Strafhaft rechtskräftig verurteilt sind.

Das Gefängnis ist ein Ort der extremen Isolation, insofern sind Gefangene absolut auf sich selbst geworfen. Für Menschen, die ansonsten ständig mit anderen über Handy und real in Verbindung sein können, ist also mit der Inhaftierung ein echter Schock verbunden.

Die eigene Schuld des/der Angeklagten wird im rechtlichen Sinn bei Gericht von der Staatsanwaltschaft vorgetragen, von der Verteidigung in ein verhältnismäßiges Licht zum Leben des/der Angeklagten und zu den Umständen der Tat gebracht und vom Richter*innengremium mit einem Urteil zur Strafhaft in Jahren und Monaten abgeurteilt.

Im Einzelgespräch in der Gefängnisseelsorge wird der rechtliche Prozess gesehen und begleitet. Daneben kommen aber auch andere Aspekte zur Sprache, für die die/der Angeklagte sich schuldig fühlt: Schuld und Scham im Blick auf die Tat können ausgesprochen werden. Gravierend wiegt auch die Schuld den eigenen Angehörigen gegenüber. In Briefen, kurzen Besuchszeiten und minimalem Telefonkontakt sind die Angehörigen diejenigen, die Wichtiges für den/die Gefangene regeln müssen. Wenn der/die Gefangene vorher Geld in die Familie eingebracht hat, verursacht er/sie jetzt Kosten für die Familie. Denn Arbeit in Haft ist – zumindest in der Untersuchungshaft – schwer zu bekommen und wird im Übrigen sehr schlecht bezahlt.

Inhaftiert zu sein ist eine Härte, die nicht von selbst dazu führt, dass ein Mensch in der Lage ist, sich selbst zu verändern, Vergebung anzustreben und sich und anderen gegenüber die eigene Schuld einzugestehen. Arbeit und Ausbildung in Haft, Tataufarbeitung und Entlassung nach einer Phase im offenen Vollzug – diese Möglichkeiten humanen Strafvollzugs geben Raum für Resozialisierung.

Seelsorgliche Verschwiegenheit und Beichtgeheimnis sind im Gefängnis, wo alles dokumentiert und gegebenenfalls auch weitergegeben werden muss, ein besonderes Gut, das intensiv wahrgenommen wird. Schuld, Vergebung und Veränderung zu einem gelingenden Leben finden hier Raum. Über die Jahre habe ich viele Veränderungen wahrnehmen können: bei den Menschen, die einmal kamen und dann nie mehr, bei denen, die aufgrund von Suchterkrankung regelmäßig im Gefängnis „einfuhren“, genauso wie bei den Mitarbeitenden im Gefängnis und bei mir selbst.

Welche gesellschaftlichen Vorstellungen über Gefangene halten Sie aufgrund Ihrer Erfahrungen für falsch oder zumindest zu kurz gegriffen?

Claudia Malzahn: Wer Buchtitel oder Fernsehprogramme über die Jahre verfolgt, hat die steigende Zahl der Krimis wahrgenommen. Beinahe jede Region und viele Städte haben ihre eigenen Produkte. Daneben ist das Genre „true crime“ mit einem wachsenden Markt in Print-, Audio- oder Filmvarianten zu nennen. Das Erschaudern vor dem Entsetzlichen, und sich selbst damit gut unterhalten fühlen, ist offensichtlich lukrativ. Wenn ein spannender Krimi zu Ende ist und die Täter geschnappt sind, frage ich mich immer: Wie geht die Geschichte wohl jetzt hinter Gittern weiter?

Sucht, Armut, Obdachlosigkeit als Ursache für Kriminalität zu sehen, ist in der Kriminologie und bei der Straffälligenhilfe bekannt, aber im gesellschaftlichen Denken nur wenig bedacht. Angst und Schrecken bringen Aufmerksamkeit und Klicks. Aber die mühsame Arbeit gegen Ursachen von Straffälligkeit und mit Straffälligen ist wenig spektakulär. Wenn in Sozialpolitik sowie Kinder- und Jugendförderung oder Straffälligenarbeit gekürzt wird, wird das schwerwiegende Spätfolgen haben.

Wenn Sie auf Ihre Zeit in der JVA Köln zurückblicken: Welche Begegnung oder Erkenntnis hat Sie als Pfarrerin und als Mensch besonders geprägt?

Claudia Malzahn: Wenn ich in der Stadt unterwegs bin, begegne ich hin und wieder ehemaligen Gefangenen. Oft kommt es zu einem erfreulichen Kurzkontakt, manchmal auch zu einem Erschrecken über den aktuell schwierigen Zustand.

Es gibt Orte in Köln, an denen ich nicht umhin kann, an Taten zu denken, die hier vor Jahren passiert sind. Diese Orte haben für mich ihre Unschuld verloren.

Besonders eindringlich waren für mich immer wieder die Begleitungen von schwangeren Frauen. Frauen sind ja nur 6 % der Inhaftierten und alle Regelungen sind stark am Männervollzug orientiert, sodass die Situation dieser zahlenmäßig verschwindend kleinen Gruppe besondere Unterstützung auch der Seelsorge nötig macht.

Unvergessen sind auch Begegnungen mit Menschen, die mit dem Schlauchboot nach Europa gekommen waren und jetzt in Haft saßen, weil sie gegen ausländerbehördliche Auflagen verstoßen hatten.

Die Möglichkeit, als Pfarrerin in der Situation der Inhaftierung, des Gerichtsprozesses, der langen Haftdauer oder der bevorstehenden Entlassung Orientierung bieten zu können, war im Einzelgespräch immer wieder positiv zu erleben. Begegnungen mit Mitarbeitenden aus den verschiedenen Berufsgruppen, die dem humanen Strafvollzug dienten, waren erfreulich. Zunehmendes Einschränken und Machtausüben statt Augenhöhe sind im Vollzugsalltag schwer erträglich. Das Miteinander von Menschen aus unterschiedlichsten Kontexten und Kulturen im Gefängnis hat mich stark geprägt. Die Kooperation mit ehrenamtlichen Seelsorgenden und den Kolleginnen und Kollegen in der Gefängnisseelsorge vor Ort, aber auch überregional, hat mich gestärkt.

In der Gottesdienstgruppe im Team mit Gefangenen und Seelsorgenden haben wir Lebensthemen und biblische Texte für die Gottesdienste bearbeitet. Das hat durch die Jahre hinweg getragen.

Wie hat sich die Arbeit mit Gefangenen im Laufe der Jahre verändert – und was ist trotz aller Veränderungen gleich geblieben?

Claudia Malzahn:  Zunächst nenne ich die Fachliteratur: „Strafe – Tor zur Versöhnung“, die alte EKD-Denkschrift aus dem vergangenen Jahrhundert, beschreibt in vielem die Situation „Gefängnis“ nach wie vor treffend.

Die Leitlinien der Gefängnisseelsorge von 2009 geben einen fundierten Einblick in die Aufgaben der Gefängnisseelsorge.

Und: Zum 100. Jubiläum der bundesweiten evangelischen Vereinigung von Gefängnisseelsorgenden wird 2027 ein Handbuch Gefängnisseelsorge erscheinen, das ein gutes Kompendium für alle Interessierten an diesem Arbeitsfeld bietet.

Als ich 1991 in der JVA Köln meinen Dienst begann, trugen die Bediensteten im Frauenbereich zivil und die gefangenen Frauen hatten täglich mehrere Stunden, in denen die Zellen offen waren, den sogenannten Aufschluss. Ohne erkennbaren Missbrauch oder Sicherheitsprobleme wurden die Haftbedingungen im Laufe der Jahre an die des Männervollzuges angeglichen, mit Uniform und ohne Aufschluss.

Im Männerbereich gab es eine Abteilung für Ersttäter mit halboffenem Vollzug und eine Abteilung für Entlassungsvorbereitung. Beide Abteilungen wurden geschlossen und dem Frauenvollzug zugeschlagen. Mit der Konsequenz, dass nun Frauen und Männer über den Sportplatz hinweg Sichtkontakt haben – mit allen erdenklichen Konsequenzen.

Es ist im Sommer schon immer stickig im Klingelpütz mit dem Isolierungsstand der 1960-er Jahre gewesen. Der Klimawandel hat zum Teil zu unerträglichen Temperaturen geführt, vor allem in den Zellen unter dem Flachdach, wo kein Durchzug hergestellt werden kann. Insofern ist dem Neubau der JVA Köln bei laufendem Betrieb gutes Gelingen zu wünschen!

Der Aufbruch der Strafvollzugsreform der 70er Jahre war zu meinem Dienstbeginn noch deutlich zu spüren. In den Jahren nach der Föderalismusreform von 2006 erlebten wir als Gefängnisseelsorgende, wie die Diskrepanz zwischen fortschrittlichen Gesetzen und realem Vollzugsalltag immer offensichtlicher wurde.

Die bleibende Aufgabe scheint mir, in Kooperation mit Gleichgesinnten der verschiedenen Berufsgruppen für humanen Strafvollzug einzustehen und zu kämpfen.

Sie sind nun in den Ruhestand gegangen. Worauf freuen Sie sich in dieser neuen Lebensphase am meisten?

Claudia Malzahn: Ich bin nach Schleswig-Holstein gezogen und erfreue mich an einem Leben ohne Gitter, ohne 40 Grad auf Zelle und mit selbstgewählten Aufgaben und Erlebnissen.

Text: APK
Foto(s): C. Malzahn, U.Walger

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Unsere Wochentipps: Französisches Orgelfestival, Fest der Religionen und symphonischer Spaziergang

Orgelklänge, interreligiöse Begegnungen und ein Blick in die Kölner Kirchengeschichte: Unsere Wochentipps starten am Donnerstag, 27. August, um 19.30 Uhr mit einem Orgelkonzert von Alice Nardo in der Trinitatiskirche. Um 20 Uhr erklingt französische Orgelmusik beim Internationalen Orgelfestival im Altenberger Dom. Am Samstag, 29. August, findet um 11 Uhr im Kölner Dom die ökumenische Fußball-Andacht statt. Am Sonntag, 30. August, wird Pfarrer Christoph Breer um 10 Uhr in Bergisch Gladbach aus seinem Dienst in der Kirchengemeinde entpflichtet. Um 12 Uhr beginnt in Porz das Fest der Religionen mit einem Gottesdienst, ab 14 Uhr geht es mit dem interkulturellen Fest weiter. Am Mittwoch, 2. September, erinnert schließlich ab 18 Uhr eine Soiree im Haus der Evangelischen Kirche an den ersten Kölner Stadtsuperintendenten Hans Encke.

Symphonischer Spaziergang zwischen dem 19. und 20. Jahrhundert

Ein symphonischer Spaziergang durch zwei Jahrhunderte Orgelmusik erwartet das Publikum am Donnerstag, 27. August, 19.30 Uhr, in der Trinitatiskirche, Filzengraben 4, mit der italienischen Organistin Alice Nardo. Das Programm führt von Franz von Suppés Ouvertüre „Ein Morgen, ein Mittag und ein Abend in Wien“ über Alexandre Guilmants „March on a Theme by Haendel“ und Franz Liszts „Funérailles“ bis zu César Francks „Cantabile“ und Maurice Duruflés „Prélude, Adagio et Choral varié sur le Veni Creator“. Alice Nardo, 1993 in Padua geboren, studierte am Konservatorium Padua und gewann 2019 den zweiten Preis beim Orgelwettbewerb Timorgelfest in Timișoara. Der Eintritt ist frei, eine Spende wird erbeten.
www.trinitatiskirche-koeln.de

Internationales Orgelfestival „à la francaise“

Französische Orgelkunst steht am Donnerstag, 27. August, 20 Uhr, im Altenberger Dom, Eugen-Heinen-Platz 2, im Mittelpunkt. Andreas Boltz aus Frankfurt spielt Werke von Charles-Marie Widor, Louis Vierne und Maurice Duruflé – drei Meistern der französischen Orgelromantik, die den Klang der großen Kathedralorgeln wie kaum andere geprägt haben. Der Eintritt kostet 10 Euro. Eintrittskarten sind an der Abendkasse ab 19.15 Uhr sowie im Altenberger Domladen erhältlich.
www.dommusik-aktuell.de

Fußball-Andacht im Kölner Dom

Zum Beginn der neuen Fußballsaison findet am Samstag, 29. August, 11 Uhr (Einlass 10 Uhr), im Kölner Dom die ökumenische Fußball-Andacht statt. Seit ihrer Premiere 2014 hat sich die Andacht für alle Fußballfreundinnen und Fußballfreunde zu einer festen Kölner Tradition entwickelt. Geleitet wird die feierliche Zeremonie von Domdechant Monsignore Robert Kleine und Pfarrer Bernhard Seiger, Stadtsuperintendent des Evangelischen Kirchenverbandes Köln und Region. Ein besonderer Moment folgt zum Abschluss der Feier: Gemeinsam singen die Besucherinnen und Besucher traditionsgemäß die FC-Hymne „Mer stonn zo dir, FC Kölle“. Begleitet wird der Gesang von der großen Orgel des Kölner Doms. Wie in jedem Jahr sind besonders die Anhängerinnen und Anhänger des 1. FC Köln in Trikots und mit Fanschals willkommen –  ebenso aber auch Fans aller anderen Vereine. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Der Eintritt ist frei.
www.koelner-dom.de

Entpflichtung von Pfarrer Christoph Breer

Pfarrer Torsten Krall, Superintendent des Kirchenkreises Köln-Rechtsrheinisch, entpflichtet Pfarrer Christoph Breer am Sonntag, 30. August, 10 Uhr, in einem Gottesdienst in der Kirche zum Heilsbrunnen, Im Kleefeld 23, aus seinem Dienst in der Evangelischen Kirchengemeinde Bergisch Gladbach. Der Gemeindepfarrer war vier Jahre in der Kirchengemeinde tätig und versieht künftig einen nicht stellengebundenen Auftrag im Kirchenkreis Köln-Rechtsrheinisch. Im Anschluss an den Gottesdienst gibt es einen Empfang, bei dem Gelegenheit besteht, miteinander ins Gespräch zu kommen. Eine Anmeldung bis Montag, 10. August, per E-Mail an patricia.sebode@ekir.de ist erforderlich.
www.heilsbrunnen.de

Fest der Religionen in Porz: „Shalom-Frieden-Salam“

Mit einem regionalen Gottesdienst in der Johanneskirche Westhoven, Berliner Straße 5, beginnt das Fest der Religionen am Sonntag, 30. August, 12 Uhr, bevor das Programm von 14 bis 17 Uhr auf dem Gelände und im Gebäude des Jugend- und Gemeinschaftszentrums Glashütte, Glashüttenstraße 20, in Köln-Porz weitergeht. Pfarrer Dr. Rolf Theobold begleitet beide Veranstaltungen. Unter dem Motto „Porzer Religionen begegnen sich – Shalom-Frieden-Salam“ findet das traditionsreiche Fest in diesem Jahr erstmals an neuer Location statt: Die Glashütte bietet mit ihren Außenflächen, den Bäumen und der Lage direkt neben dem neuen Park ideale Voraussetzungen – auch für ein jüngeres Publikum. Getragen wird das Fest vom Arbeitskreis der Porzer Religionen, dem unter anderem die Alevitische Gemeinde, die Bahá’í-Gemeinde, evangelische und katholische Kirchengemeinden, die Moschee-Gemeinde und die Synagogen-Gemeinde angehören, sowie vom Team der Glashütte. Durch das Programm führt der Vorsitzende des Arbeitskreises Christian Joisten. Die Schirmherrschaft übernimmt Bezirksbürgermeister Lutz Tempel. Die beteiligten Religionen präsentieren sich mit musikalischen und kulturellen Beiträgen auf der Bühne, verbunden mit kurzen spirituellen Impulsen. Kulinarische Spezialitäten aus verschiedenen Traditionen runden den Nachmittag ab. Die Veranstaltung wird durch die Bezirksvertretung Porz gefördert.
www.kirche-porz.de

Soiree zum 50. Todestag von Hans Encke

Am Mittwoch, 2. September, 18 bis 21 Uhr, erinnert eine Soiree im Haus der Evangelischen Kirche, Kartäusergasse 9–11, an Hans Encke, der als Pfarrer und erster Stadtsuperintendent des Evangelischen Stadtkirchenverbandes Köln zu den prägenden Gestalten der Kölner Kirchengeschichte zählt. Sein Todestag jährt sich in diesem Jahr zum 50. Mal. Der Abend würdigt Enckes Wirken für den Wiederaufbau des evangelischen Lebens in Köln nach dem Zweiten Weltkrieg, seinen Einsatz für Bedürftige und Notleidende sowie sein Engagement für Jüdinnen und Juden und Judenchristen während des NS-Regimes. Encke war 1958 an der Gründung der Kölnischen Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit beteiligt. Mit Beiträgen sind vertreten: Professor Dr. Siegfried Hermle, Karin Bettina Encke, Professor Dr. Jürgen Wilhelm, Dr. Martin Bock, Pfarrerin Dorothee Schaper, Lisa Kluge, Guido Stephan und Kirchenmusikdirektor Johannes Quack. Der Eintritt ist frei.
www.kirche-koeln.de

Text: APK
Foto(s): APK/AI/Canva

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„Shalom · Frieden · Salam“: Fest der Religionen lädt am 30. August in Porz ein

Gottesdienst und interkulturelles Fest an zwei Orten: Mit einem regionalen Gottesdienst in der Johanneskirche Westhoven, Berliner Straße 5, beginnt das Fest der Religionen am Sonntag, 30. August, 12 Uhr, bevor das Programm von 14 bis 17 Uhr auf dem Gelände und im Gebäude des Jugend- und Gemeinschaftszentrums Glashütte, Glashüttenstraße 20, in Köln-Porz weitergeht. Pfarrer Dr. Rolf Theobold begleitet beide Veranstaltungen.

Unter dem Motto „Porzer Religionen begegnen sich – Shalom · Frieden · Salam“ findet das traditionsreiche Fest in diesem Jahr erstmals an neuer Location statt: Die Glashütte bietet mit ihren Außenflächen, den Bäumen und der Lage direkt neben dem neuen Park ideale Voraussetzungen – auch für ein jüngeres Publikum.

Kulinarische Spezialitäten aus verschiedenen Traditionen

Getragen wird das Fest vom Arbeitskreis der Porzer Religionen, dem unter anderem die Alevitische Gemeinde, die Bahá’í-Gemeinde, evangelische und katholische Kirchengemeinden, die Moschee-Gemeinde und die Synagogen-Gemeinde angehören, sowie vom Team der Glashütte. Durch das Programm führt der Vorsitzende des Arbeitskreises Christian Joisten. Die Schirmherrschaft übernimmt Bezirksbürgermeister Lutz Tempel.

Die beteiligten Religionen präsentieren sich mit musikalischen und kulturellen Beiträgen auf der Bühne, verbunden mit kurzen spirituellen Impulsen. Kulinarische Spezialitäten aus verschiedenen Traditionen runden den Nachmittag ab. Die Veranstaltung wird durch die Bezirksvertretung Porz gefördert.

www.kirche-porz.de

Text: APK
Foto(s): APK/Canva/AI

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