Unsere Wochentipps: Selbstverteidigung, Orgelklang und sommerliche Begegnungen

Die neue Woche hält ein buntes Programm bereit – von kraftvollen Impulsen bis zu feinen Tönen. Seniorinnen und Senioren können in Köln-Riehl lernen, wie sie sich im Ernstfall wirkungsvoll behaupten. Wer lieber den Klang einer großen Orgel genießen möchte, findet gleich mehrere Gelegenheiten: Bach pur in der Trinitatiskirche, Orgelromantik aus drei Ländern am Altenberger Dom und ein sommerliches Konzert in Brühl, das Lyrik und Musik zur Farbe Blau verbindet. Dazu lädt ein Hofflohmarkt in Ostheim zum Stöbern und Verweilen ein, ein Biergarten in Worringen macht mit Live-Musik Sommerstimmung, und in Bergheim steht das gemeinsame Singen gegen Einsamkeit im Mittelpunkt. Zum 350. Todestag von Paul Gerhardt erklingt außerdem ein berührender Liederabend in der Versöhnungskirche. Für jeden ist etwas dabei – lasst euch inspirieren!

Selbstverteidigung für Seniorinnen und Senioren

Einfache Techniken gegen Angriffe – zwei Kurse in Köln-Riehl
Dass ältere Menschen im Ernstfall durchaus in der Lage sind, sich zu wehren, zeigt Frank Weinert am Donnerstag, 30. Juli, in zwei Kursen um 10 Uhr und um 15 Uhr im großen Gemeinderaum der Evangelischen Kirchengemeinde Köln Niehl-Riehl, Brehmstraße 4-6. Der Selbstverteidigungskurs richtet sich an Seniorinnen und Senioren, die häufig als leichte Opfer für Einbrecher und Diebe gelten – zu Unrecht, wie Weinert zeigt. Er vermittelt einfache Verteidigungstechniken, für die keine große Kraft nötig ist, und erklärt, wie sich Ängste kontrollieren lassen, um in Gefahrensituationen schnell reagieren zu können. Schon der Überraschungseffekt einer entschlossenen Reaktion kann dazu führen, dass ein Angreifer die Flucht ergreift. Eine telefonische Anmeldung im Gemeindebüro unter Telefon 0221/766333 wird erbeten.
www.ev-kirche-niehl-riehl.de

BACH pur: Die Königin und ihr Meister

Orgelkonzert mit Hoonbyeong Chae in der Trinitatiskirche
Organist Hoonbyeong Chae präsentiert am Donnerstag, 30. Juli, 19.30 Uhr, in der Trinitatiskirche, Filzengraben 4, ein Programm mit Werken von Johann Sebastian Bach. Zu hören sind die Toccata in E (BWV 566) aus der Arnstadt-Lübecker Zeit, das Concerto d-Moll (BWV 596) aus der Weimarer Zeit sowie Werke aus der Leipziger Schaffensperiode: Fantasie und Fuge a-Moll (BWV 904), die drei Kyrie-Sätze aus der Clavierübung Teil III (BWV 669, 670, 671), das Trio super „Allein Gott in der Höh sei Ehr“ (BWV 664) sowie Präludium und Fuge e-Moll (BWV 548). Hoonbyeong Chae ist Kantor der Kirche St. Bruno in Köln-Klettenberg und seit Juli 2025 Assistenzorganist am Kölner Dom. Der Eintritt ist frei.
www.trinitatiskirche-koeln.de

Biergartenwoche – mit Live Musik der Wojus

Sommerabend mit Band-Sound an der Friedenskirche
Die Wojus bringen am Freitag, 31. Juli, ab 19.30 Uhr Live-Musik in die Biergartenwoche der Evangelischen Hoffnungsgemeinde im Kölner Norden an der Friedenskirche Worringen, Hackenbroicher Straße 59–61. Der Biergarten öffnet bereits um 17 Uhr mit Snacks, Hüpfburg, Spielplatz und Kicker – bis 21 Uhr.
www.hoffnungsgemeinde-koeln.de

Hofflohmarkt an der Auferstehungskirche Ostheim

Markt der schönen Dinge mit Miniworkshops und Schmuckreparatur
Der traditionelle Hofflohmarkt rund um die Evangelische Auferstehungskirche, Heppenheimer Straße 7, findet am Samstag, 1. August, von 10 bis 16 Uhr, statt. Die Evangelische Kirchengemeinde Köln-Rath-Ostheim lädt zum „Markt der schönen Dinge“ ein: Schattige und sonnige Plätze zum Verweilen stehen bereit, für das leibliche Wohl ist gesorgt. Als besonderes Extra gibt es in diesem Jahr Miniworkshops für Jung und Alt, deren Zeitplan am Tag selbst bekanntgegeben wird. Wer defekten Modeschmuck mitbringt, der zu neuem Leben erweckt werden soll, kann ihn vor Ort reparieren lassen – gegen eine Spende.
www.kirchengemeinde-rath-ostheim.de

Orgelromantik aus Italien, England und Ungarn

Luciano Zecca aus Lecco zu Gast am Altenberger Dom
Orgelmusik aus drei Ländern erklingt am Sonntag, 2. August, 14.30 Uhr, im Altenberger Dom, Eugen-Heinen-Platz 2. Der italienische Organist Luciano Zecca aus Lecco spielt Werke von Marco Enrico Bossi, Edward Elgar und Frigyes Hidas – drei Komponisten, die die Orgelromantik in Italien, England und Ungarn geprägt haben. Der Eintritt ist frei.
www.dommusik-aktuell.de

„Musik für die Seele“ – Ein sommerlicher Liederabend

Zum 350. Todestag von Paul Gerhardt
Ein sommerlicher Liederabend mit dem Titel „Musik für die Seele“ findet am Sonntag, 2. August, 16 Uhr bis 18.30 Uhr, in der Evangelischen Versöhnungskirche, Erlöserkirchstraße 1, statt. Der Abend der Evangelischen Kirchengemeinde Köln-Rath-Ostheim widmet sich dem Liederdichter Paul Gerhardt, der in diesem Jahr seinen 350. Todestag hat. Pfarrer Dr. Gerhard Wenzel gestaltet biographische und aktualisierende Texteinlassungen; am Klavier und an der Orgel wirkt Klaus Gerling mit, Charlotte Rettig und Ulrike Kaltenbrunner sowie eine Harfenspielerin sind ebenfalls dabei. Auch das Publikum kann mitsingen.
www.kirchengemeinde-rath-ostheim.de

Christuskirche Brühl: „Mit meinem Blau male ich Sterne“

Sommerkonzert mit Lesung und Orgelmusik
Lyrik rund um die Farbe Blau und Orgelmusik verbinden sich am Sonntag, 2. August, 17 Uhr, in der Christuskirche, Mayersweg 10, zu einem Sommerkonzert der Evangelischen Kirchengemeinde Brühl. Pfarrerin Renate Gerhard liest Texte, die Blau in all seinen Schattierungen nachspüren – als Farbe von Himmel und Meer, als Symbol von Leichtigkeit, Sehnsucht und Transzendenz, als Blaue Blume der Romantik und als Inspiration für Dichterinnen und Dichter durch die Jahrhunderte. Kantorin Marion Köhler begleitet die Lesung an der Orgel. Der Eintritt ist frei.
www.kirche-bruehl.de

Mitsingkonzert mit Martin Michalski

Gemeinsames Singen gegen Einsamkeit in Bergheimer Stadtteilen
Ein Mitsingkonzert mit dem Bergheimer Musiker Martin Michalski findet am Mittwoch, 5. August, 16 bis 17 Uhr, in der Christuskirche Zieverich, Aachener Straße 1, statt. Die Veranstaltung ist Teil einer monatlichen Konzertreihe, die die Kreisstadt Bergheim in Kooperation mit ortsansässigen Gruppen organisiert, die sich um ältere Menschen und Menschen kümmern, die sich einsam fühlen. Michalski, vielen bekannt durch das Duo Hätz und Siel, macht seit fast 50 Jahren Musik und bringt seine Leidenschaft für Beatles-Songs und kölsches Liedgut mit. Im Mittelpunkt steht das gemeinsame Singen ohne Anspruch auf Perfektion: Die Songs werden gemeinsam mit dem Musiker ausgewählt, Noten und Texte stellt die Kreisstadt Bergheim zur Verfügung. Der Eintritt ist frei.
www.trinitatis-kirchengemeinde.de

Text: APK
Foto(s): APK/AI

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„Kirche radelt“ – 10.488 Kilometer für Klimaschutz und Schöpfungsverantwortung

Beim STADTRADELN 2026 hat das ökumenische Team „Kirche radelt“ erneut ein starkes Zeichen für nachhaltige Mobilität gesetzt. Wie bereits zum Auftakt der Aktion berichtet, startete das Team – bestehend aus dem Evangelischen Kirchenverband Köln und Region, dem Katholischen Stadtdekanat Köln und dem Katholikenausschuss in der Stadt Köln – am 10. Juni in die dreiwöchige Aktionsphase. Nun steht das Ergebnis fest: Mit 54 Radelnden, 10.488 gemeinsam zurückgelegten Kilometern und 1.488 Fahrten landete das kirchliche Team in der regionalen Gesamtwertung auf Platz 50 von 654 teilnehmenden Teams – und zählt damit zu den besten rund acht Prozent der Region.

1.731,8 Kilogramm CO_2 eingespart – die Marke von 10.000 Kilometern erneut geknackt

Besonders bemerkenswert: Trotz eines ambitionierten Ziels von mehr als 100 aktiven Radlerinnen und Radlern, das nicht erreicht wurde, hielt die engagierte Gruppe von 54 Teilnehmenden die Kilometerleistung des Vorjahres und überbot erneut die symbolträchtige 10.000er-Marke. Dabei wurden rund 1.731,8 Kilogramm CO_2 vermieden – ein Ergebnis, das die Verbundenheit vieler Menschen aus den Kölner Gemeinden mit dem Thema Klimaschutz eindrucksvoll belegt.

„Jeder Kilometer, den wir gemeinsam zurücklegen, ist gelebte Verantwortung für die Bewahrung der Schöpfung“, betont Stadt- und Domdechant Msgr. Robert Kleine. „Dass wir uns unter mehr als 650 Teams einen vorderen Platz im Peloton erradelt haben, zeigt: Klimaschutz und christliche Gemeinschaft gehören zusammen. Das ist für uns kein Schlusspunkt, sondern Ansporn – im kommenden Jahr wollen wir noch mehr Menschen für die Aktion begeistern.“

Auch Stadtsuperintendent Bernhard Seiger zieht eine positive Bilanz: „Ich freue mich über die Aktion zum Klimaschutz, weil sie so einfach zu unterstützen ist. Dass trotz der zeitweise großen Hitze der letzten Tage so viele in unserer Gruppe fleißig geradelt sind, ist ein hoffnungsvolles Zeichen.“ Er hofft, dass „Kirche radelt“ zum festen Programmpunkt im ökumenischen Kirchenjahr wird: „Ich setze darauf, dass nächstes Jahr die Gemeinden noch intensiver einsteigen und so praktischen Klimaschutz in der Mobilität als Zeichen christlicher Grundhaltung zum Ausdruck bringen.“

Schon jetzt vormerken: STADTRADELN 2027

Das Katholische Stadtdekanat Köln und der Evangelische Kirchenverband Köln und Region laden schon jetzt alle Interessierten herzlich ein, beim STADTRADELN 2027 wieder gemeinsam mit „Kirche radelt“ in die Pedale zu treten. Jeder Kilometer zählt – und jeder neue Mitfahrende bringt das Team seinem Ziel ein Stück näher.

Weitere Infos unter: https://www.stadtradeln.de/home

Text: APK
Foto(s): Klima-Bündnis Services/STADTRADELN/kirchekoeln/ Felix Krammer

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Zeichen gegen Hass: Video zum Queeren Gedenkgottesdienst in Köln-Deutz

Nach dem tödlichen Anschlag beim Christopher Street Day in Berlin kamen am 26. Juli hunderte Menschen in der St. Johannes-Kirche in Köln-Deutz zusammen — um zu trauern, innezuhalten und Solidarität zu zeigen. Die Queere Kirche Köln und die Evangelische Kirche in Köln und Region setzten damit ein klares Zeichen: Hass und Gewalt haben nicht das letzte Wort. Hier ist unser Video vom Abend:

Text: APK
Foto(s): APK

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„Die, die hassen, definieren nicht, wer wir sind“ – Queerer Gottesdienst nach Anschlag auf Berliner CSD

„Die, die hassen, die, die verletzen, ja, die, die töten, definieren nicht, wer wir sind, nicht unser Sein, nicht unsere Liebe.“ Mit diesen Worten setzte Lisa Kluge am Sonntagabend im queeren Gottesdienst in der St. Johannes-Kirche in Köln-Deutz ein deutliches Zeichen gegen Hass und Menschenverachtung. Nach dem tödlichen Anschlag beim Christopher Street Day (CSD) in Berlin kamen so viele Menschen, dass die Kirche bis auf den letzten Platz gefüllt war. Immer wieder mussten zusätzliche Stühle aufgestellt werden, damit alle Besucherinnen und Besucher am Gottesdienst teilnehmen konnten.

Vikarin Lisa Kluge

Die Vikarin leitete den Gottesdienst als Urlaubsvertretung für Pfarrer Tim Lahr, Leiter der Queeren Kirche Köln, der sich zum Zeitpunkt des Anschlags in Berlin befand. Bereits zu Beginn machte Lisa Kluge deutlich, wie sehr die Ereignisse den ursprünglich geplanten Gottesdienst verändert hatten. Eigentlich habe der Abend unter dem Thema „Queer Joy“ – der Freude über queeres Leben, Lieben und Gemeinschaft – stehen sollen. Stattdessen standen Trauer, Wut und Fassungslosigkeit im Mittelpunkt.

„Ich bin so unfassbar wütend, dass ich diesen Satz umformulieren muss. Wir denken an alle Queers in Berlin und drumherum, an Verwundete und Verletzte, an eine Verstorbene, an Hinterbliebene. Dieser Gottesdienst soll uns allen Raum sein. Für alles ist Platz. Für die Wut. Für die Leere. Für die Angst. Für die Verzweiflung.“

Im Votum sprach Kluge von einem Gott, der Leid und Schmerz nicht fernbleibt: „Ich glaube, dass Gott mitleidet, mitwütend ist, mitschreit, dass Gott auf der Seite derer ist, die lieben und frei sein wollen.“ Zugleich erinnerte sie daran, dass die queere Community seit jeher von gegenseitiger Fürsorge und Solidarität getragen werde.

In ihrer Predigt sprach Lisa Kluge über die alltägliche Wachsamkeit, mit der viele queere Menschen leben müssen – von Sicherheitsfragen bei Veranstaltungen bis hin zur Sorge auf dem Heimweg. Sie berichtete von Gesprächen über Sicherheitskonzepte, von Hasskommentaren und persönlichen Erfahrungen mit Gegendemonstrationen vor queeren Veranstaltungen. „Jede queere Person kennt das. Die Wachsamkeit, die unterschwellige, aber doch spürbare Wachsamkeit. Die Sorge, das Aufatmen, wenn alle sicher heimgekommen sind.“

Dem ursprünglich geplanten Thema „Queer Joy“ stellte sie den Begriff „Queer Grief“ gegenüber – die gemeinsame Trauer einer Gemeinschaft, die immer wieder Gewalt erlebt. „Queer Grief ist mehr als nur individuelle Trauer. Es ist die Trauer um all die Queers, die nicht sie sein durften, die sich verstecken mussten und die sich weiter verstecken.“ Diese Trauer gelte den Opfern von Berlin ebenso wie all jenen, die wegen ihrer Identität Angst erleben oder Gewalt erfahren. Gleichzeitig blieb die Predigt nicht bei der Trauer stehen. Lisa Kluge erinnerte an die Solidarität, die unmittelbar nach dem Anschlag spürbar geworden war – an Nachrichten mit der Frage „Bist du okay?“, an Menschen, die füreinander da waren und sich gegenseitig stärkten.

„In all dem Hass, der Wut, der Gewalt erschöpft sich unsere Geschichte nicht. Nicht mal annähernd. Unsere Geschichte ist eine andere. Eine der gegenseitigen Fürsorge, eine des Ermutigens.“ Mit diesen Worten leitete sie zum Ausblick ihrer Predigt über und richtete den Blick auf Hoffnung und Zusammenhalt: „Unsere Geschichte ist eine andere. Unser Traum, unsere Vision, unser Sein sind bunt, laut, kämpferisch, zärtlich, radikal, schön, frei und wild. Diese Schönheit. Diese Freiheit. Diese Liebe, diese Fürsorgemeinschaft ist unverwüstlich.“

Einen besonders bewegenden Moment bildete die Schweigeminute für die Opfer des Anschlags in Berlin. Die Gemeinde erhob sich von ihren Plätzen und gedachte der getöteten Person sowie der zahlreichen Verletzten. Im Anschluss entzündeten viele Besucherinnen und Besucher Kerzen und brachten so ihre Trauer, ihre Solidarität, ihre Bitten und ihre Hoffnung zum Ausdruck. Die Fürbitten galten den Hinterbliebenen, den Verletzten, allen Betroffenen von Hass und Gewalt sowie den Einsatzkräften, Seelsorgenden und Helfenden. Mitarbeitende der Queeren Seelsorge und des Awareness-Teams standen vor und nach dem Gottesdienst für Gespräche zur Verfügung.

Musikalisch wurde der Gottesdienst von Hannah Böß und dem Queeren Kirchenchor gestaltet. Taizé-Gesänge, moderne Kirchenmusik und gemeinsame Gebete verliehen dem Abend einen tröstenden und zugleich hoffnungsvollen Charakter. Bereits zu Beginn hatte Lisa Kluge die Besucherinnen und Besucher eingeladen, sich gegenseitig Halt zu geben: „Nehmt euch den Raum, den ihr braucht. Nehmt euch in den Arm. Lasst die Tränen laufen.“

Mit dem bis auf den letzten Platz gefüllten Gottesdienst setzte die Queere Kirche Köln gemeinsam mit der Evangelischen Kirche in Köln und Region ein sichtbares Zeichen der Solidarität mit den Opfern des Anschlags in Berlin und mit der queeren Community. Die große Resonanz machte deutlich, wie groß das Bedürfnis vieler Menschen war, ihrer Trauer gemeinsam Ausdruck zu verleihen und zugleich Hoffnung und Zusammenhalt zu stärken.

Text: APK
Foto(s): APK

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Rede von Gott, der alle umarmt. Stadtkirche der Hoffnungsgemeinde in Chorweiler nach Sanierung wiedereröffnet.

Heller, offener und freundlicher präsentiert sich die Stadtkirche Chorweiler, die eineinhalb Jahre lang saniert und jetzt mit einem Festgottesdienst wiedereröffnet wurde. Die Hoffnungsgemeinde feierte im Anschluss gleich das traditionelle Gemeindefest und verfügt jetzt wieder über eine eigene Predigtstätte. Gebetet wurde dort nach der langen Pause schon früher. Am Ostersonntag feierte die Gemeinde ihren ersten Gottesdienst im erneuerten Haus, allerdings noch mit reichlich Improvisation. Nun ist alles fertig. Für die Kirche, die seit 1978 zusammen mit der katholischen Nachbarkirche und dem Bezirksrathaus den zentralen Pariser Platz prägt, ist es mehr als ein neuer Anstrich. Der kompakte Ziegelbau war nach mehr als 40 Jahren buchstäblich in die Jahre gekommen. Guido Steffen aus dem Presbyterium spricht von einem „arg bestoßenen“ Zustand. Leitungen waren schadhaft, das Dach undicht, dazu kamen weitere Mängel. Schon 2018 entstand deshalb der Wunsch, das Gebäude gründlich zu modernisieren.

Licht, Holz und offene Arme – ein Kirchraum neu gedacht

Die Wiedereröffnung der Stadtkirche Chorweiler, Pariser Platz 32, wurde mit einem Festgottesdienst und anschließendem Gemeindefest gefeiert.

Wer jetzt ins Foyer tritt, steht in einem freundlichen Haus. Weiße Wände, heller Holzboden, viel Licht: Der Kirchenraum wirkt aufgeräumt, aber nicht kühl. Das Kreuz hängt in einer Ecke ein Stück vor der Wand, sodass Licht und Schatten mitspielen. Altar, Taufstein und Ambo – das Lesepult – sind als schlichte Kuben gestaltet. Festgeschraubt ist nichts. Je nach Anlass kann die Gemeinde den Raum anders ordnen. Neu ist auch eine kleine Dachterrasse. Damit hat das Haus erstmals einen Außenbereich. Den Eingang zum Platz versteht die Gemeinde als Geste nach außen, als Öffnung in den Stadtteil – ausdrücklich nicht als Abkehr von der katholischen Nachbarschaft. Die hatte während der Sanierungszeit ihre Kirche den evangelischen Brüdern und Schwestern für Gottesdienste zur Verfügung gestellt. Zwei Aufzüge machen das Gebäude künftig barrierefrei.

Mieter im Obergeschoss: Diakonie stärkt das Gemeinschaftskonzept

Ganz allein wird die Gemeinde dort aber nicht mehr sein. Um Sanierung und steigende Betriebskosten zu finanzieren, werden das zweite und dritte Obergeschoss vermietet, unter anderem an das Sozialpsychiatrische Zentrum Chorweiler der Diakonie Köln und Region. Till-Karsten Hesse, Pfarrer an der Stadtkirche, begrüßte die „schwitzende Festgemeinde in der Kirche mitten in der Stadt. Hier steht das City-Center, hier fährt die U-Bahn, ringsum Hochhäuser. Mehr mittendrin geht nicht.“ Markus Zimmermann, ehemals Superintendent im Kirchenkreis Köln-Nord und jetzt Vorsitzender des Bevollmächtigtenausschusses des Kirchenkreises Köln-Linksrheinisch, verwies in seiner Predigt auf das neue Kreuz, das eine Umarmung symbolisiere. „Gott umarmt uns alle.“ Wie der Vater im Gleichnis seinen verlorenen Sohn. „In diesem Kirchraum sehe ich sie, die offenen Arme.“ Die Gemeinde sei ein Ort, an dem niemand verloren gehe.

Gleichnis vom verlorenen Sohn – Hoffnung für alle Menschen

(v.l.): Lydia Roh, Pfarrer Till-Karsten Hesse, Pfarrer Volker Hofmann-Hanke, Markus Zimmermann, Guido Steffen.

Der verlorene Sohn sei einmal falsch abgebogen und habe zuletzt Schweine hüten müssen. Damals ein Job ganz unten im gesellschaftlichen Ansehen. Dann sei er zurückgekehrt, und der Vater sei auf ihn zugelaufen und habe ihn mit offenen Armen begrüßt. Der ältere Bruder beklagt sich und empfindet es als ungerecht, dass für den verlorenen Sohn ein großes Fest veranstaltet wird. „Warum beklagst du dich?“, fragt ihn der Vater: „Du hast doch alles. Freu dich doch, dass dein Bruder zurück ist.“ Zimmermann ging auch auf den Diakonie-Punkt ein, der im Obergeschoss des Kirchgebäudes untergebracht wird: „Dort erhalten Menschen Beratung und damit Hoffnung und Zuversicht. Auch Menschen, die nicht so viel erreicht haben, erfahren die Umarmung durch Gott.“

Text: Stefan Rahmann
Foto(s): Stefan Rahmann

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Raus in den Wald. Rein in den Moment: Waldbaden & Achtsamkeit in der Natur des Forstbotanischen Gartens Köln

Der Wald wartet. Unter Mammutbäumen, Riesen-Lebensbäumen und alten Linden lädt die FBS Köln ab Herbst 2025 zu besonderen Kursformaten ein – mitten im Forstbotanischen Garten. Ob du achtsam in den Freitagmorgen starten möchtest, tief in die Praxis des Waldbadens eintauchen oder in einer kleinen Frauengruppe regelmäßig zur Ruhe kommen willst: Hier findest du deinen Weg. Unsere zertifizierte Kursleiterin für Waldbaden und Achtsamkeit in der Natur begleitet dich mit gezielten Übungen für Körper, Atem und Sinne. Kein Vorwissen nötig – nur die Bereitschaft, einen Schritt zu verlangsamen.

Alle Kurse sind einzeln buchbar. Anmeldung und weitere Informationen direkt über die verlinkten Kurse.

 

Morning Soul Walk, freitags im Forstbotanischen Garten, Einzeltermine

Kursnr. 262F591, 262F592, 262F593
Beginn Fr., 04.09.2026, 10:00 – 12:15 Uhr
Dauer 1 x 3
Gebühr 17,50 €

In diesem neuen Kursformat wirst du eingeführt in die Achtsamkeit in der Natur und in Übungen zur achtsamen Bewegung (Atmen/Gehen). Der Kurs ist offen für alle Erwachsenen, mit und ohne Erfahrung. Unsere ausgebildete Leiterin für Waldbaden und Achtsamkeit in der Natur lädt dich ein, deinen Tag mit einem Spaziergang für die Sinne zu beginnen. Du wirst unter Mammutbäumen, Riesen-Lebensbäumen und Linden verschiedene Möglichkeiten des achtsamen Gehens und Wahrnehmens ausprobieren, um mehr im Körper und im Augenblick anzukommen. Anregende Impulse von Lehrern der Achtsamkeit werden dich in der gemeinsamen Praxis begleiten. Mit jedem Schritt kehrt mehr innere Ruhe ein. Einige Wegabschnitte verbringst du in Stille, so dass Raum entsteht, die Natur und Dich selbst mehr zu erleben. Der Morning Soul Walk ist eine wunderbare Möglichkeit, achtsam in den Tag zu starten.
10-12.15h
4.9. https://www.fbs-koeln.org/programm/kw/bereich/kursdetails/kurs/262F591/kursname/Morning%20Soul%20Walk%20im%20Forstbotanischen%20Garten/
11.9. https://www.fbs-koeln.org/programm/kw/bereich/kursdetails/kurs/262F592/kursname/Morning%20Soul%20Walk%20im%20Forstbotanischen%20Garten/
16.10. https://www.fbs-koeln.org/programm/kw/bereich/kursdetails/kurs/262F593/kursname/Morning%20Soul%20Walk%20im%20Forstbotanischen%20Garten/

 

Stress las nach. Waldbaden und Achtsamkeit für Frauen im Forstbotanischen Garten

Kursnr. 262F594
Beginn Fr., 18.09.2026, 10:00 – 12:15 Uhr
Dauer 3 x 3
Gebühr 44,50 €

Umgeben von den Mammut-, Riesen-Lebensbäumen und Ahornbäumen des Forstbotanischen Gartens lade ich dich an drei Terminen zu einer regelmäßigen Auszeit ein. An jedem Termin gibt es gezielte Übungen und Impulse zum weiten Spektrum der Achtsamkeit, welche in der Woche dazwischen eigenständig geübt werden können. Die Kursreihe hat einen hohen Selbsterfahrungsanteil, um herauszufinden, was Dir wirklich gut tut. Wir werden Phasen in Stille und Allein verbringen, es wird Übungen zu zweit oder in der Gruppe geben. In Reflexions- und Feedbackrunden kommen wir zu den Erfahrungen in den Austausch. Für die Teilnahme brauchst Du kein Wissen und keine Vorerfahrung, es ist toll wenn du Offenheit für die Gruppe und den Prozess mitbringst. Darauf darfst du dich freuen: Du wirst spürbar ruhiger und gelassener. Du bist in einem sicheren Raum, in dem Gedanken und Gefühle Platz haben dürfen. Du bekommst Impulse und Miniübungen für zuhause an die Hand, für mehr Achtsamkeitsmomente im stressigen Alltag. Dieser Kurs ist für alle Frauen, die sich eine regelmäßige Auszeit wünschen und Energie tanken möchten. Unsere zertifizierte Kursleiterin für Waldbaden und Achtsamkeit lädt dich ein.
3x freitags, Kursreihe 18.9. / 25.9. /9.10.
https://www.fbs-koeln.org/programm/kw/bereich/kursdetails/kurs/262F594/kursname/Stress%20las%20nach%20Waldbaden%20und%20Achtsamkeit%20fuer%20Frauen%20im%20Forstbotanischen%20Garten/

 

Waldbaden für Erwachsene im Forstbotanischen Garten.

Kursnr. 262F595, 262F596
Beginn So., 06.09.2026, 11:00 – 14:00 Uhr
Dauer 1 x 4
Gebühr 22,00 €

Du brauchst eine Auszeit vom Alltag? Dann komm mit uns in den Wald. Unsere ausgebildete Kursleiterin für Waldbaden – Achtsamkeit in der Natur begleitet dich durch den vielfältigen Wald des Forstbotanischen Gartens in Köln. Du gehst angeleitet durch Übungen, die dir helfen deine Sinne zu öffnen und deinen Atem und Körper bewusster wahrzunehmen. Im gemeinsamen Tun werden wir kreativ und es eröffnen sich neue Perspektiven. Die in Japan populäre Praxis des Waldbadens, eine grüne Dusche, entschleunigt dich und fördert dein gesundheitliches Wohlbefinden. Ruhe kehrt ein durch das Ankommen im Jetzt und Hier. Es gibt nichts zu leisten, nichts zu müssen, nichts zu sollen, es ist Zeit für dich. In der Begegnung mit der Natur und im Austausch sind wir achtsam. Wir hören einander zu, verweilen Momente in Stille und sind offen für was die Natur uns zeigt. Dieser Kurs ist offen für alle Erwachsenen, egal ob Anfänger oder Profis im Waldbaden. Der Kurs ist für alle Menschen, die sich eine regelmäßige Auszeit wünschen und Energie tanken möchten.
Sonntag, 6.9. 11-14h
https://www.fbs-koeln.org/programm/kw/bereich/kursdetails/kurs/262F595/kursname/Waldbaden%20fuer%20Erwachsene%20im%20Forstbotanischen%20Garten/
Sonntag, 4.10. 11-14h
https://www.fbs-koeln.org/programm/kw/bereich/kursdetails/kurs/262F596/kursname/Waldbaden%20fuer%20Erwachsene%20im%20Forstbotanischen%20Garten/

 

Warum mitmachen?

Die Ferienwerkstätten der fbs sind mehr als nur Beschäftigung: Sie sind Orte für Begegnung, Lernen, Kreativität und gemeinsames Erleben. In kleinen Gruppen und unter fachkundiger Anleitung entsteht Raum für das, was im Alltag oft zu kurz kommt – echte Qualitätszeit miteinander.

Veranstalter:

Evangelische Familienbildungsstätte Köln
Kartäusergasse 9–11, 50678 Köln
www.fbs-koeln.org

Jetzt anmelden – die Wintermonate werden warm, kreativ und gemeinschaftlich!

Text: APK
Foto(s): APK/AI

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„Fahre hinaus, wo es tief ist“ – Evangelische Gemeinde Frechen verabschiedet Pfarrerin Almuth Koch-Torjuul nach 26 Jahren

26 Jahre versah Almuth Koch-Torjuul ihren Dienst als Pfarrerin der Evangelischen Kirchengemeinde Frechen. Jetzt wurde sie in einem Gottesdienst mit anschließendem Empfang in der von ihr so geschätzten historischen Kirche in den Ruhestand verabschiedet. Die mehrheitlich von der Pfarrerin ausgewählten, weil sie bewegenden Lieder gestalteten insbesondere die Kantorei, der Posaunenchor sowie Grundschüler aus Frechen-Grefrath mit. Viele, viele Dankesworte wurden an die scheidende Theologin adressiert. Auch von Vertretenden der Kirchengemeinde Kerpen. In dieser wirkte die Seelsorgerin seit 2013 aufgrund einer pfarramtlichen Verbindung mit Frechen auf einer zusätzlichen 50%-, später 25%-Stelle. Dort war sie bereits im Juni verabschiedet worden. Ihrerseits dankte sie nun allen in der Frechener Gemeinde, ausdrücklich ihren vier Kindern und ihrem Mann, dem weiterhin amtierenden Pfarrer Sven Torjuul. Mit ihm gemeinsam wurde sie 2000 auf die 2. Pfarrstelle der Gemeinde eingeführt.

„Beharrliche Netzwerkerin und Fürsprecherin“

Stadtsuperintendent Bernhard Seiger bei seiner Ansprache. Foto: Engelbert Broich

Die Entpflichtung nahm Stadtsuperintendent Bernhard Seiger vor. In seiner vorangestellten Ansprache ging er kurz auf Koch-Torjuuls Studien- und Tätigkeitsorte Bonn, Hamburg, Johannesburg, Essen und Köln ein. Insbesondere würdigte er ihr engagiertes, fruchtbares Wirken in Frechen und für den Kirchenkreis Köln-Süd. Koch-Torjuul habe sich in der langen Zeit „gut organisiert und hinspürend“ auf unterschiedliche Herausforderungen und Settings eingestellt, inbegriffen das bunte, vielfältige ihres Familienlebens; hob Seiger zudem die gute Teamarbeit des Ehepaares mit den Pfarrkollegen hervor. „Besonders schwer war es, Beruf und Familie gleichermaßen gerecht zu werden“, rekapitulierte der Stadtsuperintendent: „Und das bei jeweils 50% Stellenanteil.“ Seiger betonte, dass Koch-Torjuul sich nicht nur auf ihre Gemeinde in Frechen bezogen, sondern stets den Horizont geweitet und gesehen habe die Verantwortung für unsere Kirche als Ganzes: „Welches Erscheinungsbild haben wir in der Öffentlichkeit, um was für Themen kümmern wir uns?“ 2008 bis 2016 sei sie als (stellvertretende) Skriba im Kreissynodalvorstand des Kirchenkreises Köln-Süd in die weitere Verantwortung gegangen. „Du hast ein feines Gespür für Zwischentöne. Und du siehst die Aufträge, die unsere Kirche hat. Du hast immer politisch gedacht und aktiv die besondere Perspektive von Frauen in der Kirche und in der Gesellschaft in das Miteinander eingebracht.“ Koch-Torjuul habe treu und zuverlässig für so viele Seiten des Evangelisch-Seins gestanden, nannte Seiger etwa die soziale und gesellschaftliche Verantwortung und Sichtbarkeit des Evangeliums im Alltag. So bleibe ihr Name als Verantwortliche auch mit dem Sozialen Dienst hier in Frechen verbunden. Der „beharrlichen Netzwerkerin und Fürsprecherin für Menschen, die Zuwendung und Hilfe brauchen“ dankte Seiger zunächst persönlich für die gemeinsame Wegstrecke. „Wir sind dankbar für dein Wirken, deine klugen Gedanken, deine Herzenswärme, dein immer spürbares Bemühen um das Zusammenfinden“, richtete er sich auch im Namen der Gemeinde und des Kirchenkreises an die Pfarrerin.

Predigt: „Fahre hinaus, wo es tief ist“

Koch-Torjuul legte das gehörte Evangelium Lukas 5,1-11 (Der Fischzug des Petrus) und den Begriff der Tiefe perspektivreich aus. Zunächst: Simon und seine Leute folgen entgegen ihrer Routine und Erfahrung Jesu Rat, nicht in der Nacht, sondern am Tag zu fischen, und hinaus auf den See Genezareth zu fahren, „wo es tief ist“. Simon, von Lukas mit dem Beinamen Petrus versehen, komme von diesem Fischzug verändert zurück, so Koch-Torjuul. „Er ist überwältigt. Die Tiefe des Sees, auf den er sich hinauswagt, wird zum Erfahrungsraum für etwas Größeres.“ Beim Hinausfahren aufs tiefe Wasser und beim Einholen der unerwartet prallgefüllten Netze habe Petrus begriffen: „All das vorher, das war nur die Oberfläche. Und jetzt kennt er die Tiefe.“ Die Fischer seien auf einer ganz anderen Ebene berührt. „Ich bin so klein und mit Schwächen behaftet“, habe Simon reagiert. Für die Pfarrerin verdeutlicht diese biblische Geschichte, „was Ehrfurcht ist: Demut und eine tief empfundene Bescheidenheit, mit der Menschen die eigenen Grandiositätswünsche hinter sich lassen.“ Um Ehrfurcht zu lernen, bräuchten wir Erfahrungen, die uns mit der Tiefe von allem in Berührung brächten. Simon Petrus sei das lebendige Beispiel dafür, „wie ein Mensch immer wieder hin- und herschwankt zwischen Glauben und Befürchtungen, zwischen Hingabe und Wichtigseinwollen“. Nach diesem Fischzug stehe Simon in seiner normalen Menschlichkeit „für die Haltung des Glaubens. Ab jetzt wird er mit einem Sinn für die Tiefe leben, einem Sinn für das ‚Mehr als alle Dinge’“, stellte die Pfarrerin fest. Und er werde sich ins Ungewisse hinauswagen in der kleinen Nussschale seiner eigenen Existenz. „Manchmal wird einem jeden klar, dass wir kleine winzige Menschlein sind“, blickte Koch-Torjuul auf uns alle. Zugleich habe das Bild von dem kleinen Schiff auf dem weiten Meer „etwas wunderbar Tröstliches. Ein Versprechen: Das Meer, die große Tiefe, tragen uns. Jeden Augenblick, jeden Tag.“
Pfarrerin Almuth Koch-Torjuul in ihrer Abschiedspredigt. Foto: Engelbert Broich

„Fahre hinaus, wo es tief ist.“ Laut Koch-Torjuul sagt uns auf ganz einfache Weise dieses Evangelium, was unsere Aufgabe als Kirche und was insbesondere das Amt der Pfarrerinnen und Pfarrer ist: Der angesprochene Petrus seien „ja wir im Verkündigungsdienst“. Damit sei auch sie selbst, seien andere Frauen gemeint, obwohl sich Petri Nachfolger fast 2000 Jahre lang keine Frauen im Verkündigungsdienst und Pfarramt hätten vorstellen können: „Aber da haben sie sich wohl auch eher an der Oberfläche bewegt.“ Und, hängte die Pfarrerin an, da könne sich im kirchlichen Rahmen ja noch viel entwickeln … Den Ruf von Jesus an Petrus allen Menschen weiterzusagen und auf Tiefe hinzuweisen, hält Koch-Torjuul im Kern für die Aufgabe des Pfarrberufs. Die in uns allen vorhandene Sehnsucht nach Gott müsse schon geweckt und dann auch geübt werden. Mehr als manche Predigt könnten dabei beispielsweise emotional mitnehmende Lieder oder Gebete bewirken. Tiefe Glaubenserfahrung sei ebenso in Gesprächen an Orten und bei Leuten weit außerhalb der kirchlichen Räume und der frommen Formen möglich. „An die Tiefe erinnern“ werde zukünftig zu einer besonderen Aufgabe der Kirchen gehören, vermutet Koch-Torjuul. Denn mediale Reizüberflutung lasse uns kaum noch zur Ruhe kommen. Dabei dürfe weder die Sprache des Glaubens noch das verkümmern, was für die Seele wichtig sei – „was aus der Tiefe aufsteigen will, oder: was mir das Gewissen sagt“. Für die Pfarrerin ist es wunderbar, dass die Kirche trotz der Veränderung auch ihrer Situation – „wir werden weniger“ – dafür Ressourcen habe: Nämlich Inhalte, Räume und Formen. „Es sind zu Wort, Klang und Stein gewordene Hinweise auf Gott. Sie sind Ergebnis der intensiven Wahrheitssuche ganz vieler Generationen. Sie geben den existenziellen Fragen Raum. Und sie sensibilisieren für die Tiefe, ohne die unser Leben leer wäre.“

Pläne im Ruhestand

Koch-Torjuul freut sich unter anderem darauf, rumzubummeln und im Garten zu arbeiten. Dass das Wort „rumbummeln“ Freiheit atme, meinte Seiger. „Dein Job ist es nicht mehr, irgendwelche Lücken zu füllen“, gab er der nun Ruheständlerin mit auf den Weg. „Mit der Entpflichtung erwartet unsere Kirche nichts mehr von dir.“ Gleichwohl möchte die ausgeschiedene Pfarrerin sich weiter um die Stiftung „Türen zum Nächsten“ der Gemeinde kümmern sowie ab und an predigen.

Text: Engelbert Broich
Foto(s): Engelbert Broich

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„Du bist wunderbar gemacht“: Der „Mehr-als-Noten-Segen“ am letzten Schultag in Köln und Region mit großer Resonanz

Am 17. Juli, dem letzten Schultag vor den Sommerferien in NRW, erhielten Schülerinnen und Schüler ihre Zeugnisse und machten sich auf den Nachhauseweg. Wer wollte, konnte sich auch in diesem Jahr an verschiedenen Orten in Köln und darüber hinaus den „Mehr-als-Noten-Segen“ zusprechen lassen. Das Projekt des Netzwerkes „hier+weiter – Evangelisch leben in Köln“ wird unterstützt von zahlreichen Kirchengemeinden und dem Evangelischen Schulreferat.

Dass unabhängig von Zeugnisnoten oder beruflichen Erfolgen – und Misserfolgen – jede und jeder wertvoll ist und „wunderbar gemacht“ wurde, das wurde auch vielen Menschen auf dem Vorplatz von St. Nikolaus an der Berrenrather Straße in Köln-Sülz zugesagt. Dort, in relativer Schulnähe, errichtet seit der Premiere 2024 Mareike Maeggi, Pfarrerin der Evangelischen Kirchengemeinde Köln-Klettenberg, ein mit farbigen Kreppbändern geschmücktes und von Seifenblasen umwehtes „Segenstor“.

Mutter und Tochter empfangen vor St. Nikolaus den „Mehr-als-Noten-Segen“ von Pfarrerin Mareike Maeggi. Foto: Engelbert Broich

Mareike Maeggi empfand die diesjährige Aktion erneut als sehr schön und intensiv. „Zahlreiche Kinder haben sich segnen lassen, auch Jugendliche und Erwachsene, die ebenso dankbar für den persönlichen Zuspruch gewesen sind“, freute sich die Pfarrerin über rund achtzig Besuchende. Darunter Absolventinnen einer Erzieherinnen-Ausbildung sowie Schülerinnen, die ihre Familien per Videoanruf zuschalteten. In diversen Gesprächen erfuhr Maeggi unter anderem, dass einige Schülerinnen die Segnung am Beginn der Ferien schon als Tradition ansehen. Große Freude bereitete Jung und Alt nicht nur das angebotene erfrischende Wassereis. Auch der jüngst entworfene Aufkleber mit einem Regenbogen-Motiv und dem Mutmachspruch „Du bist gut genug“ kam sehr gut an.

„Segen für dich!“

Nicht nur in Sülz nahmen die Gesegneten gerne eine Segenskarte mit ermutigendem Text in Empfang. „Segen für dich!“, ist die Textversion für Schülerinnen und Schüler überschrieben: „Für jede durchgehaltene Stunde, jedes Über-dich-hinaus-Wachsen, jedes Gegen-den-Strom-Schwimmen, deinen Mut, dich etwas zu trauen oder nein zu sagen. Ein weiteres Schuljahr geschafft. Manches war gut, anderes nicht. Jetzt sind Ferien und du bist gut so wie du bist.“

„Segenstore“ auch in Köln-Lindenthal, -Braunsfeld, -Riehl und Bergheim

Pfarrer Gerd Maeggi und Prädikantin Dr. Heike Henneken aus der Evangelischen Kirchengemeinde Köln-Lindenthal verteilten im Zuge ihrer Segnungen auf dem Karl-Schwering-Platz rund 200 Wassereis. Auch aus der Evangelischen Clarenbach-Kirchengemeinde Köln-Braunsfeld erhielt Mareike Maeggi eine sehr positive Rückmeldung von Pfarrerin Ulrike Graupner, die Schülerinnen und Schüler auf dem Clarenbachplatz empfing. Ein bunt geschmückter Bogen, eine Seifenblasenmaschine und Poster sowie Segenskarten und Wassereis zum Mitnehmen markierten ebenso den Segensort auf dem Riehler Gürtel. Dort, nahe der beiden Grundschulen im Stadtteil, segnete Pfarrerin Anna-Maari Tölle von der Evangelischen Kirchengemeinde Köln Niehl-Riehl gemeinsam mit

Am Riehler Gürtel spendeten den Segen Pfarrerin Anna-Maari Tölle (Evangelische Kirchengemeinde Köln Niehl-Riehl) und Diakon Dirk Küffen (Katholische Kirchengemeinde St. Engelbert und St. Bonifatius). Foto: Foto Frank Weinert

Diakon Dirk Küffen von der benachbarten Katholischen Kirchengemeinde St. Engelbert und St. Bonifatius. Laut Henrike Berg, Managerin der Evangelischen Kirchengemeinde, wurde „das Angebot von über hundert Personen wahrgenommen“. Die Resonanz, auch die der „unbeteiligten Passanten“, bezeichnete sie als „durchweg positiv“.

Die Evangelische Trinitatis-Kirchengemeinde an der Erft lud zum „Mehr-als-Noten-Segen“ direkt vor dem Gemeindezentrum Arche in der Fußgängerzone in Bergheim ein.

Schulreferent warb im Vorfeld an Schulen um Beteiligung

Wie im letzten Jahr hatte Pfarrer Thomas vom Scheidt vom Evangelischen Schulreferat im Vorfeld der Veranstaltung Kontakt zu Schulen im Gebiet des Kirchenverbandes Köln und Region geknüpft. Diese dienten als Multiplikatoren, so der Schulreferent. In einigen der kooperierenden Schulen seien die Schülerinnen und Schüler über die Aktion und die Segensorte der Kirchengemeinden informiert worden. „In anderen wurden die zur Verfügung gestellten Segenskarten direkt mit dem Zeugnis oder auf dem Schulhof ausgegeben.“ Für 2027 wolle man „diese schöne Idee verbreiten und an noch mehr Schulen tragen“, so vom Scheidt.

Text: Engelbert Broich
Foto(s): Engelbert Broich / Frank Weinert

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Neuer Name, neues Konzept: Das Jugendzentrum Chilly in Königsdorf feiert Neueröffnung.

Das Jugendzentrum OKJA startet mit frischem Konzept, neuem Namen und neuem Erscheinungsbild in die Zukunft: Seit Januar 2026 befindet sich die Einrichtung in einer umfangreichen Umstrukturierung. Künftig trägt die Einrichtung den Namen „Chilly – Jugendzentrum Königsdorf“ und möchte sich noch stärker für Jugendliche öffnen. Während sich die Angebote bisher hauptsächlich an Kinder im Alter von sechs bis zwölf Jahren richteten, erweitert das Jugendzentrum nun seine Zielgruppe und schafft bewusst mehr Raum für Jugendliche und junge Erwachsene. Ziel ist es, einen offenen Treffpunkt zu gestalten, an dem junge Menschen ihre Freizeit verbringen, sich kreativ entfalten und eigene Ideen einbringen können.

Mit dem Rebranding erhält das Jugendzentrum nicht nur einen neuen Namen, sondern auch ein neues Logo und ein modernes Konzept. Die bestehenden Angebote werden erweitert und neue Projekte entwickelt, die gezielt Jugendliche ansprechen. Geplant sind neben dem bereits bestehenden Koch- und Backworkshop ab 12 Jahren kreative und sportliche Freizeitangebote sowie Möglichkeiten zur aktiven Mitgestaltung des Programms.

Jugendliche gestalten mit – Beteiligung als zentrales Prinzip

Besonders wichtig ist dem Team dabei die Beteiligung der Jugendlichen selbst. Sie sollen die Möglichkeit bekommen, eigene Projekte umzusetzen, Wünsche für bestimmte Angebote einzubringen und das Jugendzentrum aktiv mitzugestalten. Auch langfristig sind bereits weitere Ideen geplant: In Zukunft soll ein Jugendcafé entstehen, außerdem sind internationale Jugendbegegnungen sowie Ferienfahrten vorgesehen. Damit möchte das Jugendzentrum Chilly einen Ort schaffen, an dem Gemeinschaft, kultureller Austausch und persönliche Entwicklung im Mittelpunkt stehen.

Großes Eröffnungsfest am 12. September 2026

Ein besonderer Höhepunkt des Rebrandings wird das große Eröffnungsfest am 12. September 2026 sein. Besucherinnen und Besucher erwartet ein buntes Programm für Groß und Klein. Geplant sind unter anderem ein Fotobooth, ein Graffiti-Workshop, bei dem der Außenbereich des Jugendzentrums gemeinsam neu gestaltet wird, eine DJ’in mit musikalischer Begleitung, ein Cajón-Workshop, Kinderschminken sowie viele weitere Mitmach-Angebote.

Auch für das leibliche Wohl ist gesorgt: Neben einem Grillstand wird es eine Bier- und Cocktailbar sowie weitere Getränke und Snacks geben. Mit dem neuen Konzept möchte das Jugendzentrum Chilly einen modernen, lebendigen und offenen Ort schaffen, an dem sich Kinder und Jugendliche gleichermaßen willkommen fühlen und ihre Freizeit aktiv gestalten können.

Weitere Informationen zum Jugendzentrum Chilly und zum Eröffnungsfest folgen in den kommenden Wochen über die offiziellen Kanäle des Hauses.

Text: Benjamin Härte
Foto(s): Margit Kaulen

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Unsere Wochentipps: Kirchenräume, die leuchten. Musik, Witz und Gemeinschaft vom Rhein bis ins Bergische

Konzertabende, die bewegen, ein Jubiläum mit Schneewittchenbowle und ein Kabarettist, der seit Jahrzehnten nachwirkt – die evangelischen Gemeinden rund um Köln verwandeln ihre Kirchen in lebendige Orte des Erlebens. Von der Auferstehungskirche Sürth, wo „ChurchChill“ Livemusik und Stand-up-Comedy in die Kirchenbänke bringt, über das Altenberger Dom-Konzert eines britischen Jugendorchesters bis hin zur Hanns-Dieter-Hüsch-Lesung in Zündorf: Das Programm vom 23. bis 29. Juli zeigt, wie vielgestaltig kirchliches Kulturleben sein kann – und wie sehr es Menschen zusammenbringt.

„ChurchChill“ in der Auferstehungskirche Köln-Sürth

Livemusik, Comedy und Lounge-Atmosphäre
Ein ungewöhnlicher Abend mit Livemusik, Stand-up-Comedy und Getränken findet am Freitag, 24. Juli, 19 Uhr (Einlass 18 Uhr), in der Evangelischen Kirchengemeinde Köln-Rodenkirchen, Auferstehungskirche, Auferstehungskirchweg 7, statt. Das Projekt „ChurchChill“ veranstaltet einen Abend, der bewusst zwischen Konzert, Lounge und Comedy angesiedelt ist. Eine Live-Band sorgt für warme, unaufdringliche Klänge, dazwischen setzen feinsinnige Stand-up-Comedy-Momente Akzente – kein Klamauk, sondern ein kluges Augenzwinkern. Drinks und Snacks runden das Programm ab. Der historische Kirchenraum ist dabei nicht bloße Kulisse, sondern Teil des Erlebnisses. Der Eintritt kostet 25 Euro. Tickets und weitere Informationen gibt es unter www.church-chill.de.
www.kirche-suerth.de

Oxfordshire County Youth Orchestra zu Gast im Altenberger Dom

Junges Symphonieorchester spielt Werke aus Klassik und Romantik
Das Oxfordshire County Youth Orchestra aus Großbritannien gibt am Freitag, 24. Juli, 19.30 Uhr, ein Konzert im Altenberger Dom, Eugen-Heinen-Platz 2. Der Eintritt ist frei.
www.dommusik-aktuell.de

„Klatsch und Tratsch im Veedel“ in Bocklemünd

Zehn Jahre Kulturcafé – Jubiläumsnachmittag in der Auferstehungskirche
Mit Kaffee, Erfrischungsgetränken und der berühmt-berüchtigten Schneewittchenbowle – mit und ohne Alkohol – feiert das Kulturcafé in der Auferstehungskirche Bocklemünd, Görlinger Zentrum 39, am Samstag, 25. Juli, 15 Uhr, sein zehnjähriges Bestehen. Veranstaltet wird der Nachmittag von der Evangelischen Kirchengemeinde Ehrenfeld gemeinsam mit dem Seniorennetzwerk im Stadtteil Bocklemünd. Ein festes Programm gibt es nicht – dafür jede Menge Raum für Gespräche, spontane Beiträge auf Hochdeutsch oder in kölscher Mundart und gute Gesellschaft. Der Eintritt ist frei, um eine Spende wird gebeten.
www.kirche-ehrenfeld.de

Sommerkonzert des JugendSinfonieOrchesters Mannheim

Werke von Lyadov, Tschaikowsky und Dvořák in der Trinitatiskirche
Das JugendSinfonieOrchester Mannheim unter der Leitung von Jan-Paul Reinke gastiert am Samstag, 25. Juli, 19 Uhr, in der Trinitatiskirche, Filzengraben 4. Auf dem Programm stehen „Baba-Jaga“ op. 56 von Anatoli Ljadow, die Fantasie-Ouvertüre „Romeo und Julia“ von Peter Tschaikowsky sowie die Sinfonie Nr. 8 G-Dur op. 88 von Antonín Dvořák. Der Eintritt ist frei, Spenden sind erbeten.
www.trinitatiskirche-koeln.de

Sommerkonzert: „Alte? böse Lieder“ – Georg Kreisler

Daniela Bosenius und Marion Köhler in der Christuskirche Brühl
Daniela Bosenius und Marion Köhler präsentieren am Sonntag, 26. Juli, 17 Uhr, in der Christuskirche, Mayersweg 10, einen Querschnitt durch das Liederschaffen von Georg Kreisler. Der Komponist, Sänger und Dichter war ein virtuoser Meister der Sprache, Mimik und Gestik und äußerte sich immer wieder kritisch gegenüber seinen Mitmenschen. Vor allem mit seinen Liedern ist er unsterblich geworden. Das Programm klingt mal hintergründig, mal boshaft, mal albern – immer konsequent und von Herzen. Das Konzert ist Teil der Reihe „Sommerkonzerte“ der Evangelischen Kirchengemeinde Brühl. Der Eintritt ist frei.
www.kirche-bruehl.de

Hanns-Dieter-Hüsch-Lesung mit Musik in der Pauluskirche Zündorf

Texte und Akkordeon zum 100. Geburtstag des Kabarettisten
In der Pauluskirche Zündorf, Houdainer Straße 32, findet am Sonntag, 26. Juli, 19 Uhr (Einlass 18.30 Uhr), eine Lesung mit Musik zu Ehren von Hanns Dieter Hüsch statt. Elisabeth Verhoeven, Rundfunksprecherin und Rezitatorin aus Mainz, trägt biographische, politische und kabarettistische Texte des literarischen Kabarettisten, Poeten und Menschenfreunds vor; Hartmut Magon begleitet sie am Akkordeon. Hüsch, der am 6. Mai 2025 hundert Jahre alt geworden wäre, gilt als eine der markantesten Stimmen des deutschsprachigen Kabaretts. Der Eintritt ist frei, Spenden sind erbeten.
www.kirche-porz.de

Text: APK
Foto(s): APK/AI

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