Dank für die Schöpfung: Ökumenisches Morgengebet zur Kreistierschau

Jagdhornklänge, ein ökumenisches Morgengebet und Landwirtschaft zum Anschauen, Anfassen und ins Gespräch kommen: Auf dem Hebborner Hof dreht sich an einem Tag alles um Tiere, Landwirtschaft und die Schöpfung. Alle vier Jahre findet, im Wechsel mit dem Oberbergischen Kreis, dem Rhein-Sieg-Kreis und dem Kreis Mettmann, die Kreistierschau im Rheinisch-Bergischen statt. In diesem Jahr kamen mehr als 2000 große und kleine Besuchende auf das Gelände des Hebborner Hofs, um einen Eindruck der regionalen Landwirtschaft zu erhalten, um mit Imkern, Züchterinnen und Züchtern, Landwirtinnen und Landwirten und Vertreterinnen und Vertretern der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald ins Gespräch zu kommen.

Der großen Veranstaltung voraus ging ein Ökumenisches Morgengebet in der Reithalle, musikalisch umrahmt durch das Jagdhornbläserkorps des Hegerings Bergisch Gladbach, das Auszüge der „La Grande Messe de St. Hubert“ spielte. Gestaltet wurde die Andacht durch Superintendent Torsten Krall vom Evangelischen Kirchenkreis Köln-Rechtsrheinisch und Kreisdechant Norbert Hörter. Zu den Teilnehmenden am Morgengebet gehörten Innenminister Herbert Reul, die Bundestagsabgeordnete Caroline Bosbach, der Landtagsabgeordnete Martin Lucke, Landrat und Schirmherr Arne von Boetticher sowie Peter Lautz, Gastgeber und Vorsitzender der Kreisbauernschaft, der anschließend weitere Gäste aus Politik, Verwaltung und Landwirtschaft begrüßte.

Bewusst dankbar sein

„Kein Beruf ist so eng mit der Schöpfung verbunden wie der des Landwirts. Ernährungssicherheit beginnt in Ställen, Gewächshäusern und auf Feldern. Die Zusammenarbeit der Landwirte mit den Verantwortlichen vor Ort steht auf einem guten Fundament“, betonte Peter Lautz, passend zu der mit regionalem Obst, Gemüse und üppig blühenden Sonnenblumen geschmückten Bühne und nahm damit die Gedanken aus der Predigt Torsten Kralls auf. Der Superintendent hatte im Zuge des Morgengebets zuvor daran erinnert, dass die Schöpfung ein Geschenk Gottes ist, das er den Menschen anvertraut hat. „Es ist unsere Aufgabe, diese Schöpfung zu erhalten und uns daran zu erinnern, für diese Fülle dankbar zu sein“, betonte der Pfarrer.

In der Lesung aus dem 2. Buch Mose ging es um das Bild eines Landes, in dem Milch und Honig fließen. „Wenn man sich Israel und auch andere Länder so anschaut, fließen doch eher bei uns Milch und Honig. Doch fühlt sich das gerade auch tatsächlich so an?“, fragte Torsten Krall die Besucherinnen und Besucher. Diese Frage habe ihn schon bei der Morgenandacht auf der Kreistierschau vor vier Jahren beschäftigt und tue es immer noch. „Wir hätten durchaus gute Gründe zur Freude, wirklich große Möglichkeiten, und Zukunftsperspektiven doch vielen Menschen fällt es aktuell schwer, diese zu benennen.“

Vielleicht, so gab der Superintendent zu bedenken, wäre es an der Zeit, bewusst dankbar zu sein. Denn darin liege die Kraft, anders auf die Dinge zu schauen. Und dann erzählte er von seinem Besuch in der Nelson-Mandela-Hauptschule in Köln-Buchheim, wo er mit der Schülerschaft einen Apfelbaum gepflanzt hat – in Kooperation mit der Stadt Köln und einem Gärtner, der unterstützt. „Das war ein wunderbarer Grund zur Freude. Solche Erlebnisse wirken in Herz und Seele hinein.“ Dieser Reichtum, den Gott schenke, sei gerade auf der Kreistierschau deutlich spürbar, schloss der Pfarrer seine Predigt, bevor mit den Fürbitten und einem gemeinsamen Segen von Kreisdechant und Superintendent die Andacht zu Ende ging.

Text: Katja Pohl
Foto(s): Matthias Pohl

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Erntedankfest 2026: Dankbar feiern, teilen und Gemeinschaft erleben

Beim Erntedankfest danken Christinnen und Christen für die Gaben der Natur und für alles, was Menschen zum Leben erhalten und wachsen lassen. Dabei richtet sich der Blick nicht nur auf Obst, Gemüse und Getreide, sondern auch auf die Arbeit und den Einsatz vieler Menschen sowie auf die Gemeinschaft, in der Teilen und gegenseitige Unterstützung möglich werden.

In den Gemeinden des Evangelischen Kirchenverbandes Köln und Region wird Erntedank mit festlichen Gottesdiensten und vielfältigen Veranstaltungen gefeiert. In Köln gehören dazu Familiengottesdienste mit Kindertagesstätten, Gemeindefeste, ein Food-Festival, ein Erntedank-Open-Air und ein ökumenisches Fest mit orthodoxen, römisch-katholischen und evangelischen Christinnen und Christen. Im Rhein-Erft-Kreis verbinden Gemeinden den Dank für die Ernte unter anderem mit Ernte-Brunch, Suppenbuffet, einem internationalen Gemeindefest oder einer Fahrradtour zu einem gemeinsamen Gottesdienst. Im Rheinisch-Bergischen Kreis stehen Familiengottesdienste, Gemeindefeste, musikalische Erntedankvespern und die Unterstützung der Tafel Rösrath durch Lebensmittelsammlungen auf dem Programm.

Die folgenden Ankündigungen geben einen Überblick über Erntedankgottesdienste und Feste in den Gemeinden des Evangelischen Kirchenverbandes Köln und Region (Stand: 23.09.2026):

KÖLN

27.09.2026, 10:30
Evangelische Kirchengemeinde Köln-Brück-Merheim
Johanneskirche Brück, Am Schildchen 15, 51109 Köln
Familiengottesdienst zum Erntedank
Thema: „Was steckt im Apfel?“
Die Evangelische Kirchengemeinde Köln-Brück-Merheim feiert gemeinsam mit ihrem Kindergarten am Sonntag, 27. September, 10.30 Uhr, einen Erntedankgottesdienst in der Johanneskirche Brück, Am Schildchen 15. Im Mittelpunkt steht die Frage, was ein Apfel braucht, damit er wachsen und gedeihen kann. Die Feier nimmt die Vielfalt der Gaben der Natur in den Blick und lädt dazu ein, für die Ernte, Gottes gute Gaben und die Menschen im eigenen Leben dankbar zu sein. Ein festlich geschmückter Erntedankaltar gibt dem Gottesdienst einen besonderen Rahmen. Groß und Klein, Familien, Freunde und alle Interessierten sind willkommen. Im Anschluss gibt es bei Kaffee, Cappuccino, Erntebrot und weiteren Getränken Gelegenheit zum Beisammensein und Gespräch.
www.brueck-merheim.de

27.09.2026, 10:45
Evangelische Kirchengemeinde Ehrenfeld
Emmauskirche Vogelsang, Birkhuhnweg 2, 50829 Köln
Erntedank Familiengottesdienst
Pfarrer Torsten Sommerfeld

27.09.2026, 12:00
Evangelische Nathanael-Kirchengemeinde Köln-Bilderstöckchen
Nathanaelkirche Bilderstöckchen, Escher Straße 160, 50739 Köln
Erntedank-Gottesdienst
anschließend von 13 bis 17 Uhr Food-Festival
Pfarrerin Widdig

03.10.2026, 14:00
Evangelische Hoffnungsgemeinde im Kölner Norden
Friedenskirche, Hackenbroicher Straße 59-61, 50769 Köln
Gottesdienst zu Erntedank mit Abendmahl und Mittagessen
Gemeinsam feiern in der Friedenskirche Worringen
Die Evangelische Hoffnungsgemeinde im Kölner Norden feiert am Samstag, 3. Oktober, 14 Uhr, in der Evangelischen Friedenskirche Worringen, Hackenbroicher Straße 59–61, einen Erntedank-Gottesdienst mit anschließendem Mittagessen zum Thema „Frieden und Düfte“. Im Gottesdienst wird gesungen, gebetet und zugehört, bevor es einen herzhaften Imbiss gibt und gemeinsam gegessen wird. Pfarrer Volker Hofmann-Hanke gestaltet die Liturgie. Eine Anmeldung unter Telefon 0221/78 23 28, auch über den Anrufbeantworter, ist erforderlich.
www.hoffnungsgemeinde-koeln.de

03.10.2026, 14:00
Evangelische Begegnungsgemeinde Köln
Immanuelkirche Longerich, Paul-Humburg-Str. 11, 50737 Köln
Erntedankgottesdienst und Gemeindefest
Pfarrteam

03.10.2026, 18:00
Evangelische Kirchengemeinde Köln-Dellbrück/Holweide
Versöhnungskirche, Buschfeldstr. 30, 51067 Köln
Abendmahlsgottesdienst zum Erntedankfest
Pfarrer Kock-Blunk

04.10.2026, 10:00
Evangelische Kirchengemeinde Mülheim am Rhein
Friedenskirche, Köln-Mülheim, Wallstraße 70, 51063 Köln
Gottesdienst mit Abendmahl zum Erntedankfest Friedenskirche
Vikarin Antonia Köpf

04.10.2026, 10:00
Evangelische Gemeinde Köln
Antoniterkirche, Schildergasse 57, 50667 Köln
Evangelische Messe zum Erntedankfest
Pfarrer Markus Herzberg, Heiner Wiberny (Saxophon) und Kirchenmusikdirektor Johannes Quack (Orgel) gestalten am Erntedanktag eine Evangelische Messe. An diesem Tag ist die Kirche festlich geschmückt mit Obst und Gemüse, mit Kornähren und Sonnenblumen. Traditionell steht der Dank für die Ernte im Mittelpunkt – und dazu Dank für alles, was gelungen ist. Das Erntedankfest erinnert daran: Was wirklich wichtig ist im Leben, kann nur empfangen. Der Gottesdienst kann auch im Livestream mitgefeiert werden. Im Anschluss an den Erntedank-Gottesdienst sind alle zum Kartoffelsuppe-Essen eingeladen.
www.antonitercitykirche.de

04.10.2026, 10:00
Evangelische Philippus-Kirchengemeinde Köln-Raderthal
Philippuskirche, Albert-Schweitzer-Straße 3-5, 50968 Köln
Familiengottesdienst zum Erntedank mit der Kita
Mit der Einführung von Küster Wolf und Taufe

Pfarrer Klaus Eberhard

04.10.2026, 10:00
Evangelische Kirchengemeinde Köln-Dellbrück/Holweide
Christuskirche, Dellbrücker Mauspfad 363, 51069 Köln
Abendmahlsgottesdienst zum Erntedankfest
Pfarrer Kock-Blunk

04.10.2026, 10:00
Evangelische Kirchengemeinde Köln-Dünnwald
Tersteegenkirche, Köln-Dünnwald, Amselstr. 22, 51069 Köln
Gottesdienst zum Erntedank mit Abendmahl
Pfarrer Torsten Krall

04.10.2026, 10:30
Evangelische Kirchengemeinde Kalk-Humboldt
Jesus-Christus-Kirche, Köln-Kalk, Buchforststraße 2, 51103 Köln
Erntedankfest, Gottesdienst für Groß und Klein
Am Erntedanktag feiert die Evangelische Kirchengemeinde Kalk-Humboldt den Gottesdienst für Groß und Klein mit der KiTa Kalk. Im Gottesdienst wird es einen geschmückten Erntedanktisch geben. Dieser soll mit haltbaren Lebensmitteln bereichert werden, die später an Bedürftige weitergegeben werden. Um Spenden von haltbaren Lebensmitteln wird gebeten und im Voraus herzlich gedankt. Die Lebensmittel können im Gemeindebüro abgegeben werden oder direkt in den Gottesdienst mitgebracht werden.
Pfarrerin Thiesbonenkamp

04.10.2026, 10:30
Evangelische Kirchengemeinde Köln-Bayenthal
Reformationskirche, Mehlemer Straße 29, 50968 Köln
Familiengottesdienst und Brunch am Erntedankfest
Erntedank in der Reformationskirche und dem Martin-Luther-Haus
Zum Erntedankfest feiert die Evangelische Kirchengemeinde Köln-Bayenthal am Sonntag, 4. Oktober, 10.30 Uhr, einen Familiengottesdienst in der Reformationskirche, Mehlemer Straße 29/Ecke Goethestraße, unter Leitung von Pfarrer André Kielbik und mit Mitwirkung des Kindergartens. Im Anschluss treffen sich die Gottesdienstbesucherinnen und -besucher zum gemeinsamen Brunch im Martin-Luther-Haus, Mehlemer Straße 7. Die Gemeinde bittet darum, etwas zum bunten Buffet beizutragen – willkommen sind Vorspeisen, Salate, Schnittchen, Frikadellen, Käse, Quarkspeisen, Muffins, Kuchen und Ähnliches; die Getränke stellt die Gemeinde. Mitgebrachtes kann vor dem Gottesdienst im Gemeindehaus abgegeben werden. Der Eintritt ist frei.
www.kirche-bayenthal.de

04.10.2026, 10:45
Evangelische Kirchengemeinde Ehrenfeld
Epiphaniaskirche Bickendorf, Erlenweg 39, 50827 Köln
Erntedankfest in der Epiphaniaskirche Bickendorf
Familiengottesdienst mit der Kita und Gemeindefest
Mit einem bunten Familiengottesdienst feiert die Evangelische Kirchengemeinde Ehrenfeld das Erntedankfest am Sonntag, 4. Oktober, 10.45 Uhr, in der Epiphaniaskirche, Erlenweg 39. Gute Gaben für den Erntedankaltar sind willkommen. Im Anschluss gibt es ein kleines Gemeindefest mit Herbstfeuer, Stockbrotbacken und leckerem Essen und Trinken.
www.kirche-ehrenfeld.de

04.10.2026, 10:45
Evangelische Kirchengemeinde Ehrenfeld
Auferstehungskirche Bocklemünd, Görlinger Zentrum 39, 50829 Köln
Erntedank Familiengottesdienst
Pfarrer Torsten Sommerfeld

04.10.2026, 11:00
Evangelische Hoffnungsgemeinde im Kölner Norden
Kirche St. Johannes XXIII., Pariser Platz, 50765 Köln
Gottesdienst Erntedank mit Abendmahl und Chor Terra Nova
Pfarrer Till-Karsten Hesse

04.10.2026, 11:00
Evangelische Kirchengemeinde Köln-Rath-Ostheim
Ev. Versöhnungskirche Rath/Heumar, Erlöserkirchstraße 1, 51107 Köln
Familiengottesdienst zum Erntedankfest
Mit anschließendem Kirchencafé

Es können gerne auch wieder vor oder zu Beginn des Gottesdienstes Gaben (Obst, Gemüse etc.) vor dem Altar abgelegt werden. Das Gottesdienstteam zieht gemeinsam mit den Kindern der KITA und ihren Gaben ein.
Pfarrer Wenzel

04.10.2026, 11:00
Evangelische Gemeinde Köln
Kartäuserkirche, Kartäusergasse 7, 50678 Köln
Erntedank-Familiengottesdienst mit der KiTa Kartause und dem Clara-Elisen-Stift
Anschließend Empfang
Pfarrer Mathias Bonhoeffer, Pfarrerin Nicola Thomas-Landgrebe, Prädikantin Almute Löber

04.10.2026, 11:00
Evangelische Kirchengemeinde Köln-Zollstock
Melanchthonkirche, Breniger Straße 20, 50969 Köln
Gottesdienst an Erntedank mit Ordination von Jenny Rath
Anschließend gibt es einen Empfang
Die Ordination von Pfarrerin Jenny Rath feiert die Evangelische Kirchengemeinde Köln-Zollstock am Sonntag, 4. Oktober, 11 Uhr, im Gottesdienst zu Erntedank in der Melanchthonkirche, Breniger Straße 20. Die Ordination nimmt Pfarrer Bernhard Seiger, Superintendent des Evangelischen Kirchenkreises Köln-Linksrheinisch, vor. Pfarrer Oliver Kießig ist als Assistierender am Gottesdienst beteiligt. Im Anschluss sind alle zu einem Empfang eingeladen. Jenny Rath hat ihr zweieinhalbjähriges Vikariat in Zollstock absolviert, dort Gemeindeglieder getauft, getraut und beerdigt, Konfirmandinnen und Konfirmanden begleitet sowie Gottesdienste mitgestaltet. Mit der Ordination wird sie als Pfarrerin in den Dienst der Evangelischen Kirche aufgenommen. Ihren Probedienst wird sie im Oberbergischen in Eckenhagen gehen.
www.melanchthonkirche.de

04.10.2026, 11:00
Evangelische Kirchengemeinde Köln-Klettenberg
Park hinter der Johanneskirche, Nonnenwerthstraße 78, 50937 Köln
Erntedank-Open-Air mit beiden Kindertagesstätten
Gemeinsames Fest für alle Generationen
Die Evangelische Kirchengemeinde Köln-Klettenberg feiert am Sonntag, 4. Oktober, 11 Uhr, im Park hinter der Johanneskirche, Nonnenwerthstraße 78, ein Erntedankfest unter freiem Himmel. Zum ersten Mal gestalten die Kindertagesstätte Tersteegenhaus und die Kindertagesstätte Grafenwerthstraße das Fest gemeinsam. Auch Pfarrer Ivo Masanek und Vikar Simon Di Matteo Gareis wirken mit. Für den Erntealtar können haltbare Lebensmittel wie Kaffee, Konserven, Süßigkeiten sowie haltbares Obst und Gemüse mitgebracht werden. Die Gaben verteilt das „Sölzer Körvje“ am darauffolgenden Freitag im Tersteegenhaus an Seniorinnen und Senioren, die von Altersarmut betroffen sind.
www.kirche-klettenberg.de

04.10.2026, 11:00
Evangelische Kirchengemeinde Vingst-Neubrück-Höhenberg
Trinitatiskirche, Köln-Neubrück, Europaring 35, 51109 Köln
Abendmahlsgottesdienst zum Erntedankfest mit der KiTa Regenbogen
Prädikant A. Helmer

04.10.2026, 11:00
Evangelische Kirchengemeinde Köln Niehl-Riehl
Stephanuskirche, Brehmstraße 4-6, 50735 Köln
Familiengottesdienst zum Erntedankfest
Mit anschließendem Begegnungssonntag und gemeinsamem Mittagessen
Die Evangelische Kirchengemeinde Köln Niehl-Riehl feiert am Sonntag, 4. Oktober, 11 Uhr, in der Stephanuskirche, Brehmstraße 4–6, einen Familiengottesdienst zum Erntedankfest. Pfarrerin Anna-Maari Tölle gestaltet den Gottesdienst gemeinsam mit dem Kinderkirch-Team. Im Anschluss steht ein Begegnungssonntag auf dem Programm, bei dem im großen Gemeinderaum ein gemeinsames Mittagessen angeboten wird.
www.ev-kirche-niehl-riehl.de

04.10.2026, 11:00
Evangelische Kirchengemeinde Porz
Johanneskirche, Berliner Straße 5, 51149 Köln
Erntedankfest mit Herbstbasar
Gottesdienst und Basar in der Johanneskirche
Die Evangelische Kirchengemeinde Porz feiert am Sonntag, 4. Oktober, 11 Uhr, in der Johanneskirche, Berliner Straße 5, Erntedank mit einem Gottesdienst und anschließendem Herbstbasar des Fördervereins. Bei Kaffee oder Tee und Kuchen können Besucherinnen und Besucher in der Auslage stöbern und kleine und große Schätze für zu Hause entdecken.
www.kirche-porz.de

04.10.2026, 11:15
Evangelische Kirchengemeinde Köln-Dellbrück/Holweide
Pauluskirche, Thurner Str. 105, 51069 Köln
Abendmahlsgottesdienst zum Erntedankfest
Pfarrer i. R. Langenberg

04.10.2026, 11:30
Evangelische Kirchengemeinde Mülheim am Rhein
Kreuzkirche, Köln-Buchheim, Wuppertaler Straße 21, 51067 Köln
Gottesdienst mit Abendmahl zum Erntedankfest
Vikarin Antonia Köpf

04.10.2026, 14:00
Evangelische Hoffnungsgemeinde im Kölner Norden
St. Dimitrios, Geranienweg 27-29, 50769 Köln
Ökumenisches Fest zu Erntedank
Orthodoxe, römisch-katholische und evangelische Christinnen und Christen feiern gemeinsam
Die Evangelische Hoffnungsgemeinde im Kölner Norden feiert gemeinsam mit der orthodoxen und der römisch-katholischen Kirche am Sonntag, 4. Oktober, 14 Uhr, in der St. Dimitrios-Gemeinde, Geranienweg 27-29, ein ökumenisches Erntedankfest. In der prächtig ausgeschmückten griechisch-orthodoxen Kirche in Köln-Seeberg kommen Menschen verschiedener kirchlicher Traditionen zusammen, um für das Vergangene zu danken und den Blick auf das Kommende zu richten. Zum Fest gehört ein buntes Programm.
www.hoffnungsgemeinde-koeln.de

04.10.2026, 15:00
Heilig Geist Gemeinde Köln Land
Unter Gottes Gnaden, Zum Dammfelde 37, 50859 Widdersdorf
Gottesdienst zum Erntedank
Pfarrerin Maike Pungs

04.10.2026, 18:00
Evangelische Gemeinde Köln
Christuskirche, Dorothee-Sölle-Platz 1, 50672 Köln
Gottesdienst zu Erntedank
Pfarrer Christoph Rollbühler und Diakon Andreas Mittmann

04.10.2026, 18:00
Evangelische Kirchengemeinde Köln-Pesch
Evangelisches Gemeindezentrum, Montessoristraße, 50767 Köln
Erntedank-Abendimpuls und anschließendes Beisammensein
Mit Vorstellung und Begrüßung der neuen Vikarin Barbara Matt

Pfarrerin Sylvia Wacker

RHEIN-ERFT-KREIS:

27.09.2026, 11:00
Heilig Geist Gemeinde Köln Land
Kreuzkirche Stommeln, Paul-Schneider-Straße 2, 50259 Pulheim
FamilienKirche Erntedank
Pfarrer Meiling und Team

27.09.2026, 11:15
Heilig Geist Gemeinde Köln Land
St. Cornelius Geyen, Von-Harff-Straße 4, 50259 Pulheim
Gottesdienst zum Erntedank
Pfarrerin Maike Pungs

27.09.2026, 15:00
Evangelische Friedenskirchengemeinde in Erftstadt
Friedenskirche Liblar, Schlunkweg 50, 50374 Erftstadt-Liblar
Gottesdienst zum Erntedankfest
Theaterstück, Kaffee und Kuchen und ein Basar
Die Evangelische Friedenskirchengemeinde in Erftstadt feiert am Sonntag, 27. September, 15 Uhr, in der Friedenskirche Liblar, Schlunkweg 50, einen bunten Gottesdienst mit Theaterstück zum Erntedankfest. Anschließend gibt es im Gemeindehaus Kaffee und Kuchen sowie einen Basar zugunsten der Partnergemeinde in Durban, Südafrika.
www.kirche-erftstadt.de

04.10.2026, 09:00
Evangelische Kirchengemeinde Brühl
Jakobuskirche, Unter Eschen 24, 50321 Brühl
Erntedankfest in der Jakobuskirche
Gottesdienst und Ernte-Brunch
Die Evangelische Kirchengemeinde Brühl feiert am Sonntag, 4. Oktober, 9 Uhr, in der Jakobuskirche, Unter Eschen 24, einen Erntedankgottesdienst. Im Anschluss gibt es einen Ernte-Brunch mit Kaffee, Tee und Saft. Für das Buffet werden süße und herzhafte Spenden erbeten.
www.kirche-bruehl.de

04.10.2026, 10:00
Evangelische Kirchengemeinde Kerpen
Johanneskirche Kerpen, Filzengraben 19, 50171 Kerpen
Erntedankgottesdienst für Groß und Klein
„Bei Jesus werden alle satt“
Die Evangelische Kirchengemeinde Kerpen feiert am Sonntag, 4. Oktober, 10 Uhr, einen Erntedankgottesdienst für Familien in der Johanneskirche, Filzengraben 19. Unter dem Motto „Bei Jesus werden alle satt“ steht die biblische Geschichte von der Speisung der 4000 (Markus 8, 1-9) im Mittelpunkt. Pfarrerin Dr. Yvonne Brunk gestaltet den Gottesdienst gemeinsam mit ihrem Team für Kinder und Erwachsene.
www.evangelisch-in-kerpen.de

04.10.2026, 10:00
Heilig Geist Gemeinde Köln Land
Gnadenkirche, Gustav-Heinemann-Straße 28, 50259 Pulheim
Erntedankfest und Jubelkonfirmation in der Gnadenkirche
Festgottesdienst und Sektempfang
Die Heilig Geist Gemeinde Köln Land feiert am Erntedanktag, Sonntag, 4. Oktober, 10 Uhr, in einem Gottesdienst in der Gnadenkirche, Gustav-Heinemann-Straße 28, die Jubelkonfirmation. Eingeladen sind alle, die vor 50, 60, 65 oder 70 Jahren konfirmiert wurden und damit Goldene, Diamantene, Eiserne oder Gnadenkonfirmation feiern. Im Anschluss an den Festgottesdienst beginnt um 11 Uhr ein Sektempfang für die Jubelkonfirmandinnen und Jubelkonfirmanden sowie ihre Gäste. Weitere Informationen und die Anmeldung mit Angabe des Konfirmationsspruchs über das evangelische Gemeindebüro Pulheim unter Telefon 02238/50938 oder per E-Mail an gnadenkirche-pulheim@ekir.de.
www.heiliggeistgemeinde.de

04.10.2026, 10:00
Melanchthon-Kirchengemeinde Kerpen
Lukaskirche Brüggen, Kirchweg 7, 50169 Kerpen-Brüggen
Erntedankfest in der Lukaskirche
Familiengottesdienst mit Suppenbuffet
Die Melanchthon-Kirchengemeinde Kerpen feiert am Sonntag, 4. Oktober, 10 Uhr, in der Lukaskirche Brüggen, Kirchweg 7, einen Familiengottesdienst zum Erntedank. Im Anschluss gibt es ein Suppen- und Nachtischbuffet unter dem Motto „Aus Gottes buntem Garten“. Wer eine Suppe oder einen Nachtisch beisteuern möchte, kann die Speisen am selben Tag, 9.30 Uhr, in der Küche des Gemeindehauses abgeben. Eine kurze Rückmeldung mit Angabe des geplanten Beitrags wird bis Mittwoch, 30. September, bei Dagmar Nikolin unter Telefon 02235/461092 oder per E-Mail an dagmar.nikolin@gmail.com erbeten.
www.melanchthongemeinde-kerpen.de

04.10.2026, 10:00
Melanchthon-Kirchengemeinde Kerpen
Kreuzkirche in Horrem, Mühlengraben 10-14, 50169 Kerpen
Gottesdienst mit Abendmahl zum Erntedank
Diakon Joachim Richter

04.10.2026, 10:15
Evangelische Kirchengemeinde Brühl
Christuskirche, Mayersweg 10, 50321 Brühl
Erntedankgottesdienst in der Christuskirche
Festlich geschmückter Altar und Abendmahl
Die Evangelische Kirchengemeinde Brühl feiert am Sonntag, 4. Oktober, 10.15 Uhr, in der Christuskirche, Mayersweg 10, einen Erntedankgottesdienst. Der Kirchenraum ist mit Gemüse, Obst und Blumen festlich geschmückt. Im Abendmahl steht die Dankbarkeit für Gottes gute Gaben im Mittelpunkt.
www.kirche-bruehl.de

04.10.2026, 10:15
Evangelische Christusgemeinde an der Glessener Höhe
Erlöserkirche Niederaussem, Oberaußemer Straße 76, 50129 Bergheim-Niederaussem
Familiengottesdienst zum Erntedankfest mit anschließendem Stehcafé
Diakonin Frauke Leist

04.10.2026, 10:30
Evangelische Kirchengemeinde Frechen
Evangelische Kirche, Hauptstraße 209, 50226 Frechen
Erntedank mit der KiTa Löwenherz
www.kirche-frechen.de

04.10.2026, 11:00
Evangelische Kirchengemeinde Hürth
Martin-Luther-King-Kirche, Villering 38, 50354 Hürth
Erntedank-Gottesdienst und mehr
Vielfalt feiern bei „Gemeinde International“
Die Evangelische Kirchengemeinde Hürth feiert am Sonntag, 4. Oktober, 11 Uhr, in der Martin-Luther-King-Kirche, Villering 38, einen Erntedank-Gottesdienst. Dabei werden die neuen Konfirmandinnen und Konfirmanden begrüßt. Anschließend steht bei „Gemeinde International“ die Vielfalt der Gemeinde im Mittelpunkt: Menschen aus 74 verschiedenen Staaten und mit 1760 verschiedenen Geburtsorten kommen zusammen. Zu dem kulinarischen Fest gehört ein großes Mitbringbüfett. Unter dem Begriff „Gemeinde International“ bieten christliche Gemeinden in Hürth verschiedene gottesdienstliche und interkulturelle Angebote an.
www.evangelisch-in-huerth.de

04.10.2026, 11:00
Evangelische Trinitatis-Kirchengemeinde an der Erft
Christuskirche Zieverich, Aachener Straße 1, 50126 Bergheim
Zentralgottesdienst zum Erntedank
Mit Fahrradtour und anschließendem Essen
Pfarrerin Voldrich, Pfarrer Trautner und Prädikant Dr. Höver
Die Evangelische Trinitatis-Kirchengemeinde an der Erft feiert am Sonntag, 4. Oktober, ab 10 Uhr in Bedburg, Elsdorf und Quadrath sowie ab 11 Uhr in der Christuskirche Zieverich, Aachener Straße 1, das Erntedankfest. Der Tag beginnt an den jeweiligen Standorten mit einem geistlichen Impuls, anschließend fahren die Teilnehmenden mit Fahrrädern nach Zieverich, wo der Gottesdienst fortgesetzt wird. Im Anschluss gibt es ein gemeinsames Essen mit Schmalzbroten, Würstchen und Kartoffeln sowie Getränken. Wer nicht mit dem Fahrrad fahren kann, kommt direkt zur Christuskirche. Die Andachten und der Gottesdienst werden gestaltet von Pfarrerin Ronja Voldrich, Pfarrer Martin Trautner und Prädikant Dr. Ulrich Höver.
www.trinitatis-kirchengemeinde.de

04.10.2026, 11:00
Heilig Geist Gemeinde Köln Land
Friedenskirche Sinnersdorf, Horionstraße 12, 50259 Pulheim
Erntedankgottesdienst
Pfarrerin Maike Pungs

RHEINISCH-BERGISCHER-KREIS:

27.09.2026, 11:00
Evangelische Kirchengemeinde Bensberg
Ev. Gemeindezentrum Herkenrath, Straßen 54, 51429 Bergisch Gladbach
Familiengottesdienst zu Erntedank in Herkenrath
Motto: „Ich bin was, ich kann was, ich bin wertvoll für diese Welt!“
Einen fröhlichen Familiengottesdienst zu Erntedank feiert die Evangelische Kirchengemeinde Bensberg am Sonntag, 27. September, 11 Uhr, im Gemeindezentrum Herkenrath, Straßen 54. Unter dem Motto „Ich bin was, ich kann was, ich bin wertvoll für diese Welt!“ geht es um mehr als den Dank für die Gaben der Natur: Der Gottesdienst thematisiert, was jeder Mensch mitbringt, wie etwa seine Begabungen, seine Fähigkeiten und seinen ganz eigenen Wert. Die Botschaft: Jeder Mensch ist ein Wunder und bereichert die Welt mit seinen Talenten. Bei gutem Wetter findet der Gottesdienst unter freiem Himmel statt. Im Anschluss gibt es ein BBQ und Kaffee vom Cappuccinomobil.
www.kirche-bensberg.de

04.10.2026, 10:00
Evangelische Kirchengemeinde Bensberg
Kirche Refrath-Vürfels, Vürfels 26, 51427 Bergisch Gladbach-Refrath
Stationengottesdienst an Erntedank
Gottesdienst für Groß und Klein mit Abendmahl und Einführung
Die Evangelische Kirchengemeinde Bensberg feiert am Sonntag, 4. Oktober, 10 Uhr, in der Evangelischen Kirche am Vürfels, Vürfels 26, einen Stationengottesdienst zum Erntedankfest für Alt und Jung. Im Mittelpunkt steht die Frage, wofür Dankbarkeit besteht, was im vergangenen Jahr gewachsen ist, was nicht aufgegangen ist und was geerntet werden konnte. Außerdem wird Abendmahl gefeiert und Gemeindepädagogin Edda Roederer in ihr Amt eingeführt.
www.kirche-bensberg.de

04.10.2026, 10:00
Evangelische Kirchengemeinde Delling
Evangelische Kirche Delling, Delling 8, 51515 Kürten
Erntedank in Delling
„Zusammen feiern, danken und genießen“
Mit einem Festgottesdienst und einem anschließenden Gemeindefest feiert die Evangelische Kirchengemeinde Delling am Sonntag, 4. Oktober, in und an der Kirche Delling, Delling 8, das Erntedankfest. Der Gottesdienst mit Pastor Keller beginnt um 10 Uhr. Anschließend wird bis 16 Uhr unter dem Motto „Zusammen feiern, danken und genießen!“ weitergefeiert. Auf dem Programm stehen Speisen und Getränke, Kuchen sowie Angebote für Kinder. Auch verschiedene Aktionsstände sorgen für ein abwechslungsreiches Fest, das die Gemeinschaft in Delling zusammenbringt.
www.kirche-delling.de

04.10.2026, 10:30
Evangelische Gemeinde Volberg-Forsbach-Rösrath
Volberger Kirche, Volberg 1, 51503 Rösrath
Erntedankgottesdienst in der Kirche Volberg
Lebensmittelsammlung für die Tafel Rösrath
Die Evangelische Gemeinde Volberg-Forsbach-Rösrath feiert am Sonntag, 4. Oktober, 10.30 Uhr, in der Evangelischen Kirche Volberg, Volberg 1, einen Erntedankgottesdienst. Dazu werden für die Tafel Rösrath Lebensmittelspenden gesammelt, die im Gottesdienst mitgebracht und vor dem Altar abgelegt werden können. Benötigt werden unter anderem Nudeln, Reis, Mehl, H-Milch, Zucker, Salz, Konserven mit Gemüse, Obst, Fisch und Wurst, frisches haltbares Gemüse wie Kartoffeln, Kohlsorten, Kürbisse und Zwiebeln sowie Marmelade, Honig, Kaffee, Tee, verpackte Backwaren und Nüsse. Spenden können außerdem in der Versöhnungskirche in Rösrath abgegeben werden. Die Mitarbeitenden der Tafel Rösrath holen die Gaben zeitnah ab und geben sie an bedürftige Menschen in der Stadt weiter. Der Gottesdienst wird auch auf YouTube unter @evangelischegemeinde-volbe5614 übertragen.
www.evkirche-roesrath.de

04.10.2026, 11:00
Evangelische Kirchengemeinde Bergisch Gladbach
Heilig-Geist-Kirche, Handstraße 247, 51469 Bergisch Gladbach
Kinderkirchentag zum Erntedankfest
Es wird gemeinsam gespielt, gebacken und gefeiert

04.10.2026, 18:00
Evangelische Kirchengemeinde Bensberg
Ev. Kirche Kippekausen, Am Rittersteg 1, 51427 Bergisch Gladbach
Erntedankvesper in der Zeltkirche Kippekausen
Barocke Musik und Orgelimprovisationen zum Erntedankfest
Mit barocker Musik und Orgelimprovisationen zum Erntedankfest gestaltet die Evangelische Kirchengemeinde Bensberg am Sonntag, 4. Oktober, 18 Uhr (Einlass 17.30 Uhr), eine Erntedankvesper in der Zeltkirche Kippekausen, Am Rittersteg 1. Das musikalische Programm verbindet festliche Klänge mit dem Thema „Ernte und Dankbarkeit“. Pfarrer Robert Dwornicki liest passende Texte. Der Eintritt ist frei, um eine angemessene Spende am Ausgang wird gebeten.
www.kirche-bensberg.de

Text: APK
Foto(s): APK/Archiv

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Zwischen Kriegstüchtigkeit und Friedensfähigkeit: Kirche im Gespräch über Krieg und Frieden

„Welt in Unordnung“ – auf diese knappe Formel bringt der Titel der jüngsten EKD-Denkschrift von 2025 die Herausforderung gegenwärtiger Friedensethik. Doch es bleiben mehr Fragen als Antworten: Welche Aufgabe hat die Militärseelsorge in den sich dramatisch veränderten Zeiten? Und wie gehen wir gesellschaftlich und seelsorglich mit jungen Menschen um, die von der neuen Wehrpflicht betroffen sind? Welche Stimmen hören wir?

So ging es an diesem Abend im Rahmen der Reihe TheoLogisch der Antoniter Citykirche vor allem darum, Gesprächsräume zu öffnen, auch für Ängste, Befürchtungen und Zerrissenheiten. Das Thema: „Krieg und Frieden – Zwischen Kriegstüchtigkeit und Friedensfähigkeit“

Dr. Martin Bock, Leiter der Melanchthon-Akademie, nannte neben der vieldiskutierten Denkschrift auch ein Pfarrkonvent als „Auslöser“ für diesen Abend. Thema war damals ein „geistlicher Operationsplan Deutschland“ – Anlass für kontroverse Gespräche und zum Nachdenken über die Rolle der Kirche in einer Welt, in der militärische Konflikte vom hypothetischen Ernstfall zu einer Art geopolitischem „Grundrauschen“ geworden sind.

Im Antonius Saal des Citykirchenzentrums diskutierten die Militärpfarrerin (und gelernte Augenoptikerin) Hanna Lehnert und die stellvertretende Vorsitzende der Evangelischen Jugend Köln und Region Ramona Wilke. Die Moderation teilten sich Martin Bock und Citykirchenpfarrer Markus Herzberg.

„Die Soldaten haben dieselben Probleme wie zivile Menschen“

Für Hanna Lehnert, die in einem Pfarrhaus aufgewachsen ist, waren der Afghanistaneinsatz der Bundeswehr und der anschließende Umgang mit traumatisierten Soldaten und deren Familien ein wesentlicher Anstoß, in die Militärseelsorge zu gehen. Erschrocken war sie über die Äußerung einer Kommilitonin, die Soldaten generell das Recht auf Seelsorge absprach. Eine Haltung, die für Lehnert nicht mit der Botschaft des Neuen Testaments in Einklang zu bringen ist. Heute besteht der Alltag der 45-Jährigen zum großen Teil in der Begleitung der Soldatenfamilien. Während es im „zivilen“ Pfarrberuf eher die Ausnahme ist, gehören das Überbringen einer Todesnachricht und die Trauerbegleitung vor Ort für sie zum Arbeitsalltag. Dennoch betonte Hanna Lehnert: „Die Soldaten haben dieselben Probleme wie zivile Menschen.“

Respektvoller Umgang und einander zuhören: Hanna Lehnert (r.) und Ramona Wilke zeigten, wie man auch über kontroverse Themen konstruktiv ins Gespräch kommen kann.
Respektvoller Umgang und einander zuhören: Hanna Lehnert (r.) und Ramona Wilke zeigten, wie man auch über kontroverse Themen konstruktiv ins Gespräch kommen kann.

Ramona Wilke (22 Jahre alt, gelernte Bestatterin) leiten bei ihrem kirchlichen Engagement vor allem zwei Fragen: „Was kann Kirche leisten?“ und „Wie könnte die Kirche der Zukunft aussehen?“ Der Wehrdienst sei ein Thema, das junge Menschen extrem beschäftige und belaste, berichtete sie. Dementsprechend wachse auch der Bedarf an Beratung zum Thema Kriegsdienstverweigerung. „Das System wurde massiv hochgefahren“, so ihre Bestandsaufnahme. Ziel sei die Gewissensbildung. Ramona Wilke rief angesichts der Wehrpflichtdebatte dazu auf, „die Jugend nicht zu vergessen, die das am Ende alles ausbaden muss.“

Markus Herzberg erinnerte sich an ein Streitgespräch mit einer radikal pazifistisch gesinnten Dame im Bibelkreis. Dieser habe er mit der Frage geantwortet: „Was wäre, wenn die Alliierten Deutschland damals nicht befreit hätten?“ Hanna Lehnert warf ein: „Es gibt keinen Soldaten, mit dem ich gesprochen habe, der gesagt hat: Ich möchte Krieg!“, stattdessen höre sie oft: „Ich tue meinen Dienst, weil ich diesem Land etwas zurückgeben möchte.“ Auch die Beratung der Militärseelsorge sei ergebnisoffen. Im Fokus stehe dabei die Frage nach der Intention.

Die Idee vom  „Staatsbürger/ der Staatsbürgerin in Uniform“ gelte immer noch, stellte Martin Bock fest, während Markus Herzberg auf die zunehmende Spaltung der Gesellschaft verwies angesichts der Vielschichtigkeit und Komplexität unseres Alltags. Ramona Wilke beklagte, es gebe keine Lobby für junge Menschen. Diese seien oft überfordert von so vielen Möglichkeiten und Einflüssen. Außerdem mangele es an Medienkompetenz und aufgrund der langen Schultage fehle den Jugendlichen die Zeit für Hobbys.

„Kirche muss relevant bleiben!“, forderte Ramona Wilke und kehrte zurück zum Ausgangspunkt der Diskussion, der Denkschrift der Evangelischen Kirche: „Die Denkschrift soll dazu anregen, eigene Fragen zu stellen.“  Eine davon: Was macht eigentlich einen gerechten Frieden aus? Dieses vielzitierte Schlagwort wird in der Denkschrift durch vier Aspekte definiert: Schutz vor Gewalt, Förderung von Freiheit, Abbau von Not und kulturelle Vielfalt.

Zum Schluss kamen die Teilnehmenden mit ihren Fragen und Anmerkungen zu Wort.
Zum Schluss kamen die Teilnehmenden mit ihren Fragen und Anmerkungen zu Wort.

Und plötzlich stand eine ganz konkrete Frage im Raum, die vermutlich auch den einen oder die andere im Publikum bewegte: „Was tun die beiden Kirchen für den Frieden außer beten?“ Für Hanna Lehnert gehören das „Hinausgehen zu den Menschen“ und niederschwellige Angebote zu den „friedenswirksamen“ Aufgaben der Kirche. Durch den Glauben könne sie „Friedensspuren sichtbar werden lassen“.

Ramona Wilke merkte an, dass die Bundeswehr noch immer sehr männlich und wenig divers sei: „Als queere Frau war da kein Platz für mich“, lautete ihr Fazit, auch wenn sich mittlerweile mehr Offenheit wahrnehmen ließe und die Frauenquote steige.

„Ich freue mich, dass Sie einander so gut zugehört haben“, wandte sich Martin Bock in seinem Schlusswort an die beiden Diskutantinnen. Ziel der Veranstaltung sei es gewesen, „Gesprächsräume zu schaffen“, denn „wenn wir die Dinge herunterschlucken, ergreifen die Falschen das Wort!“

So hatten dann auch die Teilnehmenden die Gelegenheit, Fragen zu stellen oder ihre Gedanken zum Gehörten zu teilen. Dabei reichten die Wortmeldungen von kritischen Anmerkungen zur Denkschrift über die Frage nach dem Pazifismus bis hin zur Suche nach Begegnungs- und Beratungsangeboten, denn wenn an diesem Abend eines klar wurde: Die Kirchen werden gebraucht im Ringen um den Frieden – und sei es „nur“ als Orte für ein ernsthaftes und respektvolles Reden und Zuhören.

Text: Priska Mielke
Foto(s): Priska Mielke

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Unsere Wochentipps: Orgelkunst, Friedensdialog und Musikvielfalt in Köln und Region

Die Wochentipps vom 24. bis 28. September 2026 bieten ein vielfältiges Programm aus Musik, Gottesdienst, Begegnung und gesellschaftlichem Dialog. In Köln und der Region laden Kirchen und kirchliche Einrichtungen zu Konzerten, besonderen Gottesdiensten und Gesprächsveranstaltungen ein.

Internationaler Orgelwettbewerb – öffentliches Finale

Zum siebten Mal richtet der Evangelische Kirchenverband Köln und Region einen internationalen Orgelwettbewerb (22. bis 24. September) aus. Das Finale findet am Donnerstag, 24. September, 18 Uhr, in der Trinitatiskirche, Filzengraben 4, statt. Der Wettbewerb fördert junge Organistinnen und Organisten und stellt die Kunst der liturgischen und konzertanten Orgelmusik in den Mittelpunkt. Das Finale verspricht einen künstlerisch wertvollen Abend mit den besten Nachwuchstalenten des international ausgeschriebenen Wettbewerbs. Der gesamte Wettbewerb ist öffentlich. Die genauen Uhrzeiten der ersten beiden Wettbewerbstage sind tagesaktuell auf der Internetseite der Trinitatiskirche (www.trinitatiskirche-koeln.de) zu finden. Der Jury gehören Kirchenmusikdirektorin Melanie Jäger-Waldau, Otto Maria Krämer, Professorin Mareile Krumbholz, Professor Thierry Mechler sowie Wolf-Rüdiger Spieler (Vorsitz) an. Im Anschluss an die Vorspiele sind Teilnehmende und Publikum zu einem Beisammensein mit Getränken eingeladen. Der Eintritt ist frei.
www.trinitatiskirche-koeln.de

„Zum Frieden verpflichtet – Köln, lass uns reden.“

„Zum Frieden verpflichtet – Köln, lass uns reden.“ Mit einem ökumenischen Gottesdienst und einer anschließenden Soirée widmet sich das Programm am Freitag, 25. September, den Fragen nach Zusammenhalt und dem Umgang mit Verschiedenheit in einer polarisierten Gesellschaft. Den Auftakt bildet um 16.45 Uhr der von der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen Köln (ACK) verantwortete Gottesdienst im Kölner Dom, Domkloster 4, anlässlich der Dreikönigswallfahrt. In einer Dialogpredigt thematisieren Professorin Dörte Diemert, Stadtdirektorin und Stadtkämmerin der Stadt Köln, und Katrin Göring-Eckardt, Mitglied des Bundestages für Bündnis 90/Die Grünen, christliche Perspektiven auf gesellschaftlichen Frieden. Zugleich wird an die vor 20 Jahren von zahlreichen Kölner Religionsgemeinschaften unterzeichnete Friedensverpflichtung erinnert. Musikalisch begleitet den Gottesdienst der Kölner Jugendchor St. Stephan unter der Leitung von Michael Kokott. Ab 18.30 Uhr setzt die Soirée im DOMFORUM, Domkloster 4, das Gespräch fort: Rolly Brings, kölscher Poet und Liedermacher, Dörte Diemert, Katrin Göring-Eckardt und Serap Güler, Mitglied des Bundestages und Staatsministerin im Auswärtigen Amt, diskutieren auf dem Podium. Die Moderation übernehmen Carolin Hostert-Hack, Leiterin des Katholischen Bildungswerks Köln, und Norbert Bauer, Leiter der Karl-Rahner-Akademie. Veranstalter sind der Kölner Dom, die Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen Köln, das Katholische Bildungswerk Köln, die Karl-Rahner-Akademie und die Melanchthon-Akademie.
www.oekumene-koeln.de

Einführung von Pfarrer Tim Herzog

Pfarrerin Kerstin Herrenbrück, Superintendentin des Kirchenkreises Köln-Rechtsrheinisch, führt Pfarrer Tim Herzog am Samstag, 26. September, 16 Uhr, in einem Festgottesdienst in der Gnadenkirche, Hauptstraße 256, in sein Amt als Inhaber der 1. Pfarrstelle der Evangelischen Kirchengemeinde Bergisch Gladbach ein. Im Anschluss an den Gottesdienst findet ein Empfang im benachbarten Gebäude „Engel am Dom“ statt. Eine Anmeldung bis Freitag, 18. September, per E-Mail an gemeindebuero-heidkamp@ekir.de oder unter Telefon 02202/37888 ist erforderlich.
www.gnadenkirche-gl.de

Erstes Konzert der „Panoramakinder“

Beim ersten Konzert der Panoramakinder erleben Gäste am Samstag, 26. September, 19 Uhr, in der Stadtkirche Chorweiler, Pariser Platz 32, klassische Musik und Einblicke in das Panorama-Projekt der Evangelischen Hoffnungsgemeinde im Kölner Norden. Panorama ist ein soziales Bildungsprojekt, das Kinder durch das Erlernen eines sinfonischen Instruments bestärkt, an sich zu glauben, eigene Fähigkeiten zu entdecken und Gemeinschaft zu erleben. In Chorweiler richtet sich das Angebot an Kinder ohne Kindergartenplatz sowie an Vorschulkinder in einer Kindertagesstätte. In regelmäßigen Musikstunden lernen sie spielerisch musikalische Grundlagen und entwickeln dabei Selbstvertrauen, Konzentration und soziale Kompetenzen. Im Konzert singen die Kinder zunächst das Panoramalied, das sie seit ihrer ersten Stunde kennen, und begleiten es nun auf der Geige. Anschließend spielt das Jugend-CJD-Orchester das „Konzertstück für vier Hörner und Orchester“ von Robert Schumann sowie Franz Schuberts 8. Symphonie. Die Schirmherrschaft hat der Kölner Oberbürgermeister Torsten Burmester übernommen. Der Eintritt ist frei, Spenden sind willkommen. Karten gibt es unter info@panoramakinder.de oder unter Telefon 0175/9480218.
www.hoffnungsgemeinde-koeln.de

Barocke Celloduos und Songs im Dialog mit der Orgel

Das Duo Cellcanto mit Ulrike Tiedemann und Gunther Tiedemann (beide Violoncello) spielt am Samstag, 26. September, 19.30 Uhr, in der Christuskirche, Dellbrücker Mauspfad 363, Werke von Willem de Fesch, Johann Sebastian Bach, Jacques Offenbach, Miles Davis und Gunther Tiedemann. Auf dem Programm stehen barocke und romantische Melodien sowie Songs von Sting als Dialoge zweier Celli. Als dritter Spielpartner tritt die frisch überarbeitete Orgel der Christuskirche hinzu – die „Organo fantasma“: Mit ihrer neuen MIDI-Funktion wird sie mit einem Sequenzer verbunden und eröffnet so Klangwelten, die ein Organist allein nie spielen könnte. Zu hören sind Kompositionen und Arrangements, die eigens für dieses Konzert entstanden sind. Der Eintritt ist frei, Spenden für die Orgel sind erwünscht.
www.evangelisch-in-koeln-dellbrueck-holweide.de

Beatmesse in der Johanneskirche

Die ökumenische Beatmesse der Evangelischen Kirchengemeinde Köln-Klettenberg beginnt am Sonntag, 27. September, 11 Uhr, in der Johanneskirche Klettenberg, Nonnenwerthstraße 78. Unter dem Motto „Zwischen Wut, Mut und Hoffnung“ gestalten Dominikanerpater Diethard Zils, Pfarrerin Julia Strecker, Pfarrer Ivo Masanek und das Beatmessenteam den Gottesdienst. Die Band „RUHAMA Trio und Konsorten“ singt gemeinsam mit dem Workshopchor und allen Mitfeiernden Lieder vom Vertrauen. Die Predigt hält Marcus Bensmann, Investigativjournalist beim Recherchenetzwerk Correctiv. Im Mittelpunkt stehen das Versagen kirchlicher Verantwortlicher im Missbrauchsskandal sowie die Aufarbeitung sexualisierter Gewalt in den Kirchen. Bensmann zeigt auf, wo Verantwortung nicht übernommen wurde, und spricht zugleich über die Bedeutung der Kirchen für die Gesellschaft und die Hoffnung auf Veränderung. Der Beatmessentag wird um 12.45 Uhr mit einem gemeinsamen Mittagessen fortgesetzt. Um 13.45 Uhr folgt der Correctiv-Film „Die Akten des Missbrauchs“, um 15 Uhr schließt sich ein Austausch mit Marcus Bensmann an. Außerdem gibt es Raum für vertrauliche Gespräche. Die Beatmesse ist auch im Livestream unter www.beatmesse.de zu sehen. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Der Eintritt ist frei.
www.kirche-klettenberg.de

Klanggeschichten aus Indien

Mit klassischer und traditioneller Musik aus Indien gastieren Hindol Deb (Sitar und Gesang) und Shankh Lahiri (Tabla) am Sonntag, 27. September, 17 Uhr, in der Friedenskirche, Wallstraße 70. Hindol Deb und Shankh Lahiri entführen das Publikum in die Klangwelten Indiens, in denen Sitar, Stimme und Tabla einen fein gesponnenen Dialog entfalten. Der Eintritt ist frei.
www.kirche-koeln-muelheim.de

„Deutschland, lass uns reden. Eine Reise durch die Seele der Republik“

Ein Gesprächsabend über Zustand und Zukunft der Demokratie mit Katrin Göring-Eckardt, Autorin des 2025 erschienenen Buches „Deutschland, lass uns reden. Eine Reise durch die Seele der Republik“, und Abraham Lehrer, stellvertretender Vorsitzender des Zentralrats der Juden in Deutschland und Vorstandsmitglied der Synagogengemeinde Köln, findet am Montag, 28. September, 18 bis 20 Uhr, im Haus der Evangelischen Kirche, Kartäusergasse 9–11, statt. Unmittelbar nach den Landtagswahlen in Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern geht es in einer gesellschaftlichen Situation mit stetig wachsendem Antisemitismus und Rassismus um die Frage, wie es um die Demokratie in Deutschland steht und wie ihre Zukunft gestaltet werden kann. Die Veranstaltung findet in Kooperation mit der Melanchthon-Akademie, der Evangelischen Studierendengemeinde Köln und der Karl-Rahner-Akademie statt. Die Teilnahme ist kostenfrei. Eine Anmeldung unter Telefon 0221/9318030 oder per E-Mail an anmeldung@melanchthon-akademie.de ist möglich.
www.melanchthon-akademie.de

Text: APK
Foto(s): APK

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Mehr als 100 Gäste feiern Begegnungsfest in Kalk-Humboldt

Draußen regnete es Bindfäden aus grauen Wolken, drinnen hätte es bunter und fröhlicher kaum sein können – über 100 Gemeindeglieder und Gäste waren beim Begegnungsfest der Gemeinde Kalk-Humboldt in der Jesus-Christus-Kirche dabei. Die vielen Angebote für Kinder wurden einfach in den hinteren Bereich der Kirche verlegt, im Vorraum lockte ein kulinarisches Angebot, das von syrischem Kuchen über kongolesische Speisen der afrikanischen Gemeinde bis zu Fleisch vom Grill reichte, der gerade noch unter dem Vordach Platz fand.

Buntes Begegnungsfest trotz Dauerregen

„Kurz vor Beginn unseres Festes hatten wir schon Sorge, ob überhaupt jemand kommt, denn fast alle Angebote waren für draußen geplant“, sagte Pfarrerin Selma Thiesbonenkamp. „Aber dann waren schon zum Familiengottesdienst um 10.30 Uhr viele Besucher da, und über den Tag kamen immer wieder neue dazu, darunter auch Menschen, die wir bisher noch nicht kannten. Das hat uns sehr gefreut, denn genau das ist unser Anliegen als offene und vielgestaltige Gemeinde mitten im Veedel.“

Eröffnet wurde das Begegnungsfest mit einem Familiengottesdienst, den Thiesbonenkamp gemeinsam mit Pfarrerin Christiane Averbeck und zahlreichen Gemeindegliedern gestaltete. Da hielt es einen kleinen FC-Fan im Mini-Trikot nicht die ganze Zeit auf den Bänken, statt einer Predigt gab es die Geschichte vom Wal Wendelin. Unterdessen durften die Kinder in kleinen Gruppen auf bunte Pappen malen, was sie an der Unterwasserwelt des Wals faszinierte, und ihre kleinen Kunstwerke dann stolz präsentieren.

Ein Wal erzählt von Freundschaft und Gemeinschaft

Wendelin, ein einsamer und trauriger Wal, sammelt im Ozean alles, was glitzert und wertvoll aussieht: Muscheln, Gegenstände aus Schiffswracks und andere Schätze. Er glaubt, dass er irgendwann glücklich sein wird, wenn er noch mehr besitzt. Doch je mehr er anhäuft, desto größer wird seine innere Leere. Durch eine Begegnung mit anderen Meerestieren und der kleinen Krabbe Krissy erkennt er, dass er eigentlich nicht nach Gegenständen gesucht hat, sondern nach Nähe und Freundschaft. Er singt mit den anderen Meeresbewohnern ein Lied seiner Mutter, das er lange vergessen hatte, und erlebt, dass es ihn glücklich macht, zu einer Gemeinschaft zu gehören und zu teilen.

Taufe mitten im Begegnungsfest

Da passte es gut, dass Pfarrerin Christiane Averbeck während des Gottesdienstes den vierjährigen Majesty taufte, der mit seiner Mutter Victoria und seiner Schwester Manifest (6) zur Gemeinde gehört. „Gott ist auch in schwierigen Zeiten bei Dir. Wenn es einmal nicht weitergeht und du traurig bist, dann kannst du auf Gott zählen“, gab Averbeck dem Täufling unter anderem mit auf den Weg. „Wir haben hier sehr viel Hilfe bekommen, die Menschen hier sind unglaublich freundlich“, sagte seine Mutter, die sich selbst in die Gemeinde einbringt. „Ich freue mich sehr, dass die Taufe am Tag des Begegnungsfestes möglich war. So können alle unsere Freunde in der Gemeinde mit uns feiern.“

Mitmachen, experimentieren und gemeinsam singen

Nach dem Gottesdienst wurde dann auch gleich weiter gefeiert. Sofort belagert war der Stand mit Klebetattoos und Perlen, später konnten die Kinder Zirkustricks lernen oder unter Anleitung Experimente mit Wasser gestalten. Dem Regen trotzten die Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr Kalk. Sie waren mit einem großen Löschfahrzeug gekommen, zeigten den Kindern, wie sie Feuer bekämpfen, ließen sie in der Fahrerkabine sitzen und beantworteten geduldig Fragen.

Für die Erwachsenen gab es am Nachmittag gleich zwei Chor-Workshops. Der Chor für junge Menschen stellte sich ebenso vor wie der Nachbarschaftschor aus Humboldt – beide luden alle, die Lust hatten, vor Ort zum gemeinsamen Singen ein.

Gemeinde als offener Ort im Veedel

„Das Besondere hier ist, dass die Menschen so unglaublich leicht miteinander in Kontakt kommen und dass unkompliziert und unprätentiös gemacht wird, was nötig ist“, sagte Presbyter Michael Ehlscheid. Das sei für ihn auch der Grund gewesen, sich als Presbyter zu engagieren und daran mitzuarbeiten, eine offene Gemeinde zu gestalten. Dazu blickte er auf eine ganz persönliche Erfahrung zurück. „Als wir in den Stadtteil zogen, habe ich gerade meine Doktorarbeit geschrieben und hatte keinen ruhigen Ort in unserer Wohnung, wo ich arbeiten konnte“, erzählte der Familienvater. „Im Kirchencafé habe ich damals das Angebot bekommen, einen der Räume der Gemeinde kostenlos zu nutzen. Das hat mir unglaublich geholfen.“

„Unsere Gemeinderäume werden auch von der afrikanischen und der bosnischen Gemeinde genutzt. Oder vom internationalen Müttercafé, das sich mit einem Stand am Begegnungsfest beteiligt“, sagte Thiesbonenkamp. „Es ist gerade in einem Viertel wie Kalk so wichtig, dass Begegnungsräume für die Menschen geschaffen werden, die nahezu kostenfrei genutzt werden können.“ Deshalb dürfe auch die Initiative „Solidarische Landwirtschaft“ ihre Waren einmal in der Woche im Zelt des Kirchengartens ausgeben, der Verein „Rosa Rot“ im Dezember einen veganen Weihnachtsmarkt auf dem Vorplatz der Kirche veranstalten, schilderte die Pfarrerin.

Musik zum Abschluss eines bunten Tages

Unterdessen freuten sich die Gemeindeglieder, Freunde und Gäste beim Begegnungsfest, das bis in den späten Nachmittag dauerte, über die Musik von kalkbrass und dem Singer-Songwriter Mischa Vernov. Unbestrittener Höhepunkt war der Auftritt des „Kunstorchesters Kwaggawerk“.

„Wir haben unglaublich viele positive Rückmeldungen bekommen“, freute sich Pfarrerin Selma Thiesbonenkamp, dies zeige auch, dass das Team der Gemeinde auf einem guten Weg sei. „Wir versuchen, hier Menschen verschiedener Kulturen und verschiedener Milieus zusammenzubringen, zu zeigen, dass unsere Gesellschaft bunt und vielfältig ist. Und ein lebendiges Christentum zu leben.“

Text: Gabi Bossler
Foto(s): Gabi Bossler

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„Gott sorgt für uns“: Maike Pungs als Pfarrerin in Köln-Widdersdorf eingeführt

Evangelische Heilig Geist Gemeinde Köln Land: Der Name kommt vielen Gemeindegliedern noch nicht wirklich flüssig über die Lippen. Seit dem 1. Januar sind die Evangelischen aus Pulheim, Widdersdorf, Stommeln, Sinnersdorf, Geyen, Sinthern, Manstedten und Stommelerbusch unter einem Dach zusammengefasst und dabei, sich immer besser kennenzulernen. Umso glücklicher ist man, Maike Pungs zu haben, die Pfarrerin in der neuen Gemeinde ist. Die kennen die Gemeindeglieder schon länger. In einem Gottesdienst im Widdersdorfer Gemeindehaus wurde Pungs in ihr „neues“ sozusagen erweiterte Amt eingeführt.

Den feierlichen Akt übernahm Ronja Voldrich, Pfarrerin der  Trinitatis-Kirchengemeinde an der Erft und stellvertretendes Mitglied des Bevollmächtigtenausschusses des Kirchenkreises Köln-Linksrheinisch. Der Gottesdienst-Raum im Gemeindehaus war bis auf den letzten Platz gefüllt. Abgesandte aller früheren Gemeinden waren zahlreich vertreten. Maike Pungs: „Wir stehen vor Herausforderungen: Weltweit, in den Gemeinden und ich auch persönlich“, sagte die Pfarrerin. Maike Pungs verwies in ihrer Predigt auf Genesis 2, 4-9, 15. „Da machte Gott der Herr den Menschen aus Staub von der Erde und blies ihm den Odem des Lebens in seine Nase.“ Gott habe am Anfang viel zu tun gehabt. Gott habe aus Staub Menschen gemacht, keine Superhelden. „Wir stoßen immer wieder an unsere Grenzen.“

„Er schenkt uns die Freude, wenn etwas gelingt“

An den Atem Gottes könne man sich erinnern, wenn einem die Puste ausgehe. Wichtig sei in dieser Schöpfungsgeschichte, dass zuerst der Garten da gewesen sei, bevor Gott den Menschen schuf. „Gott sorgt für uns. Aber der Mensch ist vorgesehen als Gärtner, nicht als Eigentümer des Gartens. Er soll bewahren, und das heißt beschützen. Er soll düngen und gießen. Er soll Gutes bewahren, Dinge loslassen und, wo nötig, Neues wachsen lassen, was in die Zukunft weist.“

„Pfarrerinnen und Pfarrer sind oft Begleiter und Begleiterinnen von Übergängen“, erklärte Ronja Voldrich zu Beginn der Einführung und nannte Taufen, Konfirmationen, Trauungen und Beerdigungen als Vergleiche. „Vor einem Dreivierteljahr wurden hier aus zwei Gemeinden eine. Das ist nicht immer einfach. Und manchmal auch kein Spaß.“ Sie habe sich sehr gefreut, Maike Pungs in die veränderte Pfarrstelle einführen zu dürfen. „Dafür hat noch nicht einmal die Landeskirche ein Formular. Und eigentlich hat sie für Alles das passende Formular“, brachte sie die Gemeindeglieder zum Lachen. Es stehe ihr nicht an, einer gestandenen Pfarrerin zu sagen, was sie in ihrem Amt zu tun und zu lassen habe, sagte Voldrich, als es ganz „offiziell“ wurde. Und: „Andere zu segnen, ist einfach ein Geschenk und macht Spaß.“ Sie stellte die Veränderung der Gemeinde noch einmal mehr unter den Schutz Gottes. „Er schenkt uns die Freude, wenn etwas gelingt.“ Voldrich gab ihrer Kollegin einen Satz aus 2 Timotheus 1,7 mit auf den Weg: „Gott hat uns nicht gegeben den Geist der Furcht, sondern der Kraft, der Liebe und der Besonnenheit.“ Und sie warf noch einen Blick in die Zukunft: „Es könnte spannend werden. Und abwechslungsreich.“

Maike Pungs wurde in Essen geboren. Ihr Vater war evangelischer Pfarrer. Als Fünfjährige zog sie mit ihrer Familie nach Porz, weil ihr Vater dort eine Pfarrstelle antrat. Theologie studierte Pungs in Wuppertal, Heidelberg und Jerusalem. Und sie begann ein Mathematikstudium, das sie 2005 beendete. Seit 2010 arbeitete die Mutter von drei Kindern als Pfarrerin in Sinnersdorf.

Text: Gabi Bossler
Foto(s): Gabi Bossler

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Präses-Cup 2026: Acht Mannschaften kickten um den Wanderpokal

Am Ende des Turniers konnten sich die Fußballspielerinnen und Fußballspieler aus Wuppertal freuen: Die Mannschaft gewann das Finale des Präses-Cups 2026 mit 2:0 gegen das Team der Diakonie Michaelshoven 1. Der Kirchenkreis Köln-rechtsrheinisch sicherte sich den sechsten Platz.

Ausgetragen wurde das traditionsreiche Kleinfeldturnier kirchlicher und diakonischer Mannschaften am Montag (14. September) im Leichtathletikstadion von Eintracht Duisburg. Acht Teams waren bei der 24. Auflage des Turniers dabei.

In diesem Jahr überreichte Vizepräses Antje Menn dem siegreichen Team am Nachmittag den Pokal. Das Team der Diakonie Michaelshoven 1 konnte sich den zweiten Platz erspielen. Platz drei sicherte sich das Team der Kirchenkreise Lennep/Leverkusen nach dem Sieg gegen das Team der Diakonie Michaelshoven 2 im Elfmeterschießen. Für die Spielenden der Teams auf den Plätzen eins bis drei gab es Medaillen, die von der Bank für Kirche und Diakonie gestiftet worden waren.

Erstmals grüne Karten für faires Spiel

Zum ersten Mal wurden bei der 24. Auflage des Präses-Cups grüne Karten für Fairplay vergeben. Insgesamt sechs der neu eingeführten Karten standen im Turnier lediglich einer vergebenen gelben Karte gegenüber. Die Spiele pfiffen wie in den vergangenen Jahren auch erfahrene DFB-Schiedsrichter und Schiedsrichterinnen. Für Ingo Schellenberg, den Geschäftsführer des Christlichen Friedhofsverbands in Wuppertal, war das Kleinfeldturnier mit dem Sieg seines Teams „Evangelisch in Wuppertal“ eine schöne Gelegenheit, eine Woche vor dem bevorstehenden Ruhestand nach 40 Dienstjahren mit den Kollegen zu feiern.

Team des Kirchenkreises Düsseldorf musste Turnier abbrechen

Insgesamt acht Mannschaften aus der Evangelischen Kirche im Rheinland und verbundenen Einrichtungen waren in diesem Jahr angetreten, darunter die Kirchenkreise Köln-Rechtsrheinisch, Jülich, Düsseldorf und Wuppertal mit jeweils einem Team sowie das Fußballteam der Kirchenkreise Lennep/Leverkusen. Die Mannschaft des Landeskirchenamts/Haus der Landeskirche nahm ebenfalls teil. Vor Ort entschied die Diakonie Michaelshoven am Turniermorgen, aufgrund der Vielzahl an Spielern mit zwei Mannschaften anzutreten. Das Team des Kirchenkreises Düsseldorf musste das Turnier nach zwei Spielen wegen verletzter Teammitglieder abbrechen.

 Präses-Cup

Der Präses-Cup wird seit 1999 ausgetragen. Der Wanderpokal wurde vom damaligen Präses Manfred Kock gestiftet. Traditionell treten Mannschaften aus verschiedenen Kirchenkreisen, kirchlichen Organisationen und der Diakonie gegeneinander an.

Die Platzierungen:

  1. Kirche Wuppertal
  2. Diakonie Michaelshoven 1
  3. Kirchenkreis Lennep/Leverkusen
  4. Diakonie Michaelshoven 2
  5. Team Landeskirchenamt/Haus der Landeskirche
  6. Kirchenkreis Köln rechtsrheinisch
  7. Kirchenkreis Jülich
  8. Kirchenkreis Düsseldorf (verletzungsbedingte Aufgabe in der Vorrunde)

Text: Julia Prenzel, Evangelische Kirche im Rheinland
Foto(s): Evangelische Kirche im Rheinland/privat

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„Lass uns reden!“ – Zwei MAK-Veranstaltungen über Frieden und Demokratie

Unmittelbar nach den Landtagswahlen in Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern, in einer gesellschaftlichen Situation mit stetig anwachsendem Antisemitismus und Rassismus, lädt die Melanchthon-Akademie gemeinsam mit verschiedenen Kooperationspartnern zu zwei besonderen Veranstaltungen in Köln ein, die sich aktuellen gesellschaftlichen Fragen widmen. Zu Gast ist jeweils Katrin Göring-Eckardt, MdB Die Grünen und Autorin des Buches (2025) „Deutschland, lass uns reden. Eine Reise durch die Seele der Republik“.

Am Freitag, 25. September, werden unter dem Titel „Zum Frieden verpflichtet – Köln, lass uns reden“ die folgenden Fragen diskutiert: Wie kann Zusammenhalt gelingen? Wie kann Verschiedenheit ausgehalten werden? Überlegungen aus christlichen Perspektiven bieten Prof. Dr. Dörte Diemert und Katrin Göring-Eckardt in ihrer Dialogpredigt im Rahmen des ACK-Gottesdienstes anlässlich der Dreikönigswallfahrt. In diesem Gottesdienst wird auch an die vor 20 Jahren von zahlreichen Kölner Religionsgemeinschaften unterzeichnete Friedensverpflichtung erinnert. In der anschließenden Soirée im DOMFORUM kommen beide Predigerinnen mit Rolly Brings und Serap Güler ins Gespräch. Veranstalter sind der Kölner Dom, ACK Köln, Katholisches Bildungswerk Köln, Karl Rahner Akademie und die Melanchthon-Akademie.

Am Montag, 28. September, lädt die Melanchthon-Akademie gemeinsam mit ihren Kooperationspartnern unter dem Titel „Deutschland, lass uns reden!“ zu einem Gesprächsabend über Zustand und Zukunft der Demokratie ein. Katrin Göring-Eckardt spricht mit Abraham Lehrer, stellvertretender Vorsitzender des Zentralrates der Juden in Deutschland und Vorstandsmitglied der Synagogengemeinde Köln. Die Veranstaltung ist eine Kooperation mit der Kölnischen Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit, der Evangelischen Studierendengemeinde Köln und der Karl Rahner-Akademie.

„Was ist los mit uns und unserem Land? Ich bin ratlos, weil die so willkürliche wie nicht zu stillende Wut offensichtlich nichts mit dem Anliegen, wohl aber mit der Seelenlage insgesamt zu tun hat“, sagt Katrin Göring-Eckardt. „Wer Angst hat, sieht nur Gefahren, aber keine Chancen. Wir müssen frei von Angst leben können. Dazu müssen wir uns trauen, Dinge auch anders zu machen. Wir müssen mutig sein.“

Beide Abende sind kostenlos.

„Zum Frieden verpflichtet – Köln, lass uns reden“ mit Katrin Göring-Eckardt

Freitag, 25. September,

16.45 Ökumenischer Gottesdienst im Kölner Dom mit Dialogpredigt mit Dialogpredigt von Prof. Dr. Dörte Diemert und Katring Göring-Eckardt

18.30 Soiree im DOMFORUM mit den Predigerinnen und weiteren Gästen

Kölner Dom, Domkloster 4, 50667 Köln

Hier geht es zu weiteren Informationen und zur Anmeldung:

https://www.melanchthon-akademie.de/programm/kurs/21320-zum-frieden-verpflichtet

„Deutschland, lass uns reden!“ Ein Gesprächsabend über Zustand und Zukunft unserer Demokratie mit Katrin Göring-Eckardt und Abraham Lehrer

Montag, 28. September, 18 bis 20 Uhr

Evangelischer Kirchenverband, Kartäusergasse 9-11

Hier geht es zu weiteren Informationen und zur Anmeldung:

https://www.melanchthon-akademie.de/programm/kurs/21308-deutschland-lass-uns-reden-ein-gespraechsabend-ueber-zustand-und-zukunft-unserer-demokratie

Text: APK/MAK
Foto(s): Foto: Laurence Chaperon und Thomas Lohnes fuer Zentralrat der Juden

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„Dein Weg geht weiter“ – Pfarrer Eckhart Altemüller in den Ruhestand verabschiedet

Rund zwei Jahre gehörte Eckhart Altemüller dem Pfarrteam der Evangelischen Kirchengemeinde Köln-Klettenberg an. Im Tersteegenhaus im Stadtteil Sülz wurde der 66-jährige gebürtige Braunschweiger nun in einem besonderen Abendmahlsgottesdienst in den Ruhestand verabschiedet. Die Entpflichtung nahm Pfarrerin Miriam Haseleu vor. Sie ist die stellvertretende Vorsitzende des Bevollmächtigtenausschusses des Evangelischen Kirchenkreises Köln-Linksrheinisch.

Leitmotiv des Gottesdienstes: „…vergiss nicht, was er dir Gutes getan hat.“

Der Presbyteriumsvorsitzende Pfarrer Ivo Masanek wies in seiner Begrüßung darauf hin, dass Altemüller selbst sich nicht nur für das Gottesdienst-Leitmotiv „…vergiss nicht, was er dir Gutes getan hat“ aus Psalm 103 entschieden habe. Er war auch verantwortlich für die Auswahl der zahlreichen musikalischen Beiträge und deren Ausführenden. Neben der Johanneskantorei unter Leitung von Eva-Maria Förster und Zvetanka Spruck an der Orgel wirkten langjährige Musikerfreunde des aktiven Streich- und Zupfinstrumentalisten und musikbegeisterten Pfarrers mit: Bernhard Zapp, Reinhold Müller, Eckart Wüster sowie Pastor Jan Albert Roetman aus Lille. In der nordfranzösischen Stadt bekleidete Altemüller von 2008 bis 2015 ein Pfarramt innerhalb der Reformierten Kirche von Frankreich. Dort begegnete er erstmals auch seiner späteren zweiten Gattin.

„Schön, dass du auf einen positiven Weg mit Dankbarkeit zurückschaust“, bezog sich Wylka Blütefisch auf das Leitmotiv. „Du hast auch unserer Gemeinde sehr viel Gutes getan“, dankte die stellvertretende Presbyteriumsvorsitzende. Sie hieß neben den vielen Gemeindegliedern Angehörige Altemüllers, zahlreiche seiner Freunde, Kollegen und Weggefährten aus allen Himmelsrichtungen willkommen – auch in französischer Sprache. Nach dem Gottesdienst und vor dem Empfang im Foyer richteten noch im Kirchsaal etliche Menschen aus nah und fern sehr persönliche Gruß- und Dankesworte an den scheidenden Pfarrer.

Intensive Predigt

Pfarrer Eckhart Altemüller in seiner Predigt.
Pfarrer Eckhart Altemüller in seiner Predigt.

Am Beginn seiner Predigt reagierte Altemüller auf das zuvor in zwei Lesungen Gehörte. „Welche der Geist Gottes treibt, die sind Gottes Kinder“, blickte er auf Paulus´ Römerbrief (8,14-17). „Was mir am Heiligen Geist immer so gefallen hat: Er ist die Gleichstellungsbeauftragte des Christentums. Ohne Ausnahme – da ist nicht eine oder einer, der von diesem Geist nicht angepustet wird.“ Kinder erbten, so Altemüller. „Und Erben sind eines Tages Erwachsene, freie Menschen, die verantwortlich handeln sollten und nicht wie Knechte auf die Befehle ihrer Vorgesetzten warten.“ Diese Erbschaft bezeichnete der Pfarrer gleichzeitig als schwierig und schön, denn sie beinhalte Leiden und Herrlichkeit.

Im 1. Buch Mose (28,10-18) verlasse Jakob sein Elternhaus. Sein Name klinge ein bisschen wie Jacke,  meinte Altemüller. Im Hebräischen handele es sich um ein Wortspiel mit „akav“, erläuterte er. „Das heißt betrügen, Jakob ist ein Betrüger, der sich auf den Weg gemacht hat“ und die Härte der Flucht spüre. Im Traum erscheine ihm eine in den Himmel führende Leiter, auf der Boten Gottes „rauf und runter gehen“. Dazu tröste ihn die Stimme eines barmherzigen Gottes: „Du bist nicht allein. In dir und deinen Nachkommen werden alle Geschlechter der Erde gesegnet.“ Auf einmal merkten wir, dass wir, wie beim Heiligen Geist, auch mitgemeint seien und als Jakobs Nachfahrende „mit ins Spiel kommen“, sagte Altemüller.

Ermutigungsgeschichte aus dem Lukasevangelium

Pfarrer Eckhart Altemüller (Mitte) mit dem Pfarrteam und Presbyterium der Ev. Kirchengemeinde Köln-Klettenberg sowie Pfarrerin Miriam Haseleu (4.v.l., Stellvertretende Vorsitzende des Bevollmächtigtenausschusses des Evangelischen Kirchenkreises Köln-Linksrheinisch).
Pfarrer Eckhart Altemüller (Mitte) mit dem Pfarrteam und Presbyterium der Ev. Kirchengemeinde Köln-Klettenberg sowie Pfarrerin Miriam Haseleu (4.v.l., Stellvertretende Vorsitzende des Bevollmächtigtenausschusses des Evangelischen Kirchenkreises Köln-Linksrheinisch).

Ausführlich und immer wieder begeisternd die Bedeutung von Namen und Begriffen erhellend, widmete Altemüller sich schließlich dem Predigttext aus dem Lukasevangelium (19,1-10) für diesen Sonntag – die Begegnung Jesu mit Zachäus, einem reichen Oberen der Zöllner. Riesig gefreut habe sich der vom Volk als Sünder abgestempelte Zachäus, dass Jesus bei ihm habe wohnen wollen. Auf dessen Hinweis habe der Zöllner angeboten, die Hälfte seines Besitzes den Armen zu geben, und möglicherweise begangene Unterschlagungen vierfach zu ersetzen. „In diese Situation hinein sagt Jesus: Diesem Haus ist Heil widerfahren, hier kennt sich einer in der Bibel aus.“ Aber weil Zachäus auch Fehler mache, könnten wir uns vielleicht in ihm ganz gut wiedererkennen.“ Laut Altemüller verdeutlicht diese biblische Ermutigungsgeschichte auch das: „Es gibt nicht nur etwas auf der Erde, sondern noch eine höhere Dimension.“

„Es gibt eben noch die Bibel“, verwies Altemüller auf DEN Maßstab. Man könne vieles sagen und tun. „Aber eins muss aus dir werden. Du musst erwachsen werden. So oder so“, stellte der Pfarrer fest. Sicher sei, dass es immer weitergehe. „Und dann zu wissen, wie Jakob oder Paulus oder Zachäus, dass man sich nicht zu fürchten braucht, dass es Lösungsmöglichkeiten gibt, das ist dann doch eine feine und wichtige Sache“, formulierte Altemüller. Die Weisung der Bibel stelle Regeln des Zusammenlebens für uns Menschen auf und ermutige uns immer wieder neu. In der Tageslosung heiße es deshalb: „Gott hat uns nicht den Geist der Furcht gegeben, sondern der Kraft und der Liebe und der Besonnenheit.“

Altemüllers Leben „auf der Grundmelodie des Gotteslobes“

In ihrer der offiziellen Entpflichtung vorausgehenden Ansprache sprach Haseleu von einem ganzen Leben und Wirken Altemüllers „auf der Grundmelodie des Gotteslobes“: Sie erinnerte etwa an seine vielfältige Tätigkeit als Pfarrer in mehreren Landeskirchen und an unterschiedlichen Orten – in  den Hochalpen und an der Ostsee, im französischen Lille und an der Mecklenburgischen Seenplatte. Als junger Pfarrer in der pommerschen Diaspora habe er sich nicht nur durch die Bibel „durchgepredigt“. Zudem habe er lange als theologischer Beauftragter am Institut für Kirchenmusik und Musikwissenschaft in Greifswald angehende Kirchenmusizierende in den theologischen Grundlagen unterrichtet.

Durch all die genannten Stationen ziehe sich Altemüllers ökumenisches und interreligiöses Nachdenken und Engagieren, hielt Haseleu fest. „So viele Stationen, so viele Begegnungen.“ In der Klettenberger Gemeinde habe er nach eigener Aussage ganz besonders die Kollegialität schätzen gelernt, so Haseleu. Sie ergänzte: „Du hast sie auch ganz besonders gelebt.“ In den beiden Jahren als Pfarrer in Köln habe er nicht nur seelsorgerische Aufgaben übernommen, Kolleginnen und Kollegen entlastet, sondern auch die Zukunftsarbeit vor Ort unterstützt.

„Dein Weg geht weiter“, ermutigte Haseleu. Neue Türen würden für ihn aufgehen, neue Stationen folgen. „Reisen nach Frankreich. Predigen an Urlaubsorten, Biografiearbeiten mit den Briefen deiner väterlichen Familie: Geschichten, die noch von dir erzählt werden wollen. Musik, Singen, Konzerte, der Garten – Kraftquellen, die bleiben“, stellte Haseleu fest.

„Lieber Eckhart, heute ist die Gelegenheit, dir zu danken für all das, was du in der Zeit deines segensreichen Berufslebens gegeben und geknüpft hast, was du in den letzten zwei Jahren als Pfarrer in der Gemeinde Köln-Klettenberg, im Kirchenkreis Köln-Mitte und Köln-Linksrheinisch bewegt hast“, sprach sie ihrem Kollegen ganz persönlich und „sehr, sehr gerne auch im Namen der ganzen Evangelischen Kirche im Rheinland“ Dank aus.

Text: Engelbert Broich
Foto(s): Engelbert Broich

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Unsere Wochentipps: „Loss mer singe!“, Vernissage und „Das Lied von der Glocke“

Musik, Kunst, Nachbarschaft und Klimaschutz gibt’s in unseren Wochentipps: Die evangelischen Gemeinden in Köln laden zu einem vielfältigen Programm ein. Beim kölschen Mitsing-Konzert in Weidenpesch wird gemeinsam gesungen, in Mülheim eröffnet eine neue Fotoausstellung und in Nippes verwandeln sich autofreie Straßen in Orte der Begegnung. Rund um die Christuskirche dreht sich beim „ParkPlatzTag“ mit Eckart von Hirschhausen alles um Klima und Gesundheit. Musikalisch klingt das Wochenende in der Trinitatiskirche mit Schillers „Lied von der Glocke“ aus.

„Loss mer singe!“ – Kölsches Mitsing-Konzert

Zum kölschen Mitsing-Konzert „Loss mer singe!“ kommen Musikfreunde am Freitag, 18. September, 18 Uhr, auf dem Vorplatz der Erlöserkirche Weidenpesch, Derfflingerstraße 9, zusammen. Richard Hunsdorf führt durch den Abend und sorgt für gemeinsames Singen unter freiem Himmel. Getränke und Knabbereien stehen bereit. Der Eintritt ist frei, Spenden sind erwünscht.
www.begegnungsgemeinde.de

Vernissage: „Blick. Winkel. Außergewöhnlich.“

Mit einer Vernissage eröffnet der Kölner Kamera-Club 1951 am Samstag, 19. September, 17 Uhr, seine Fotoausstellung „Blick. Winkel. Außergewöhnlich.“ in der Friedenskirche Köln-Mülheim, Wallstraße 70. Zu sehen ist eine Auswahl von Fotografien der Clubmitglieder. Dr. Christiane von Scheven übernimmt die Begrüßung, Anke Kamphausen führt in die Ausstellung ein. Musikalisch begleitet José Luís Henriques den Abend, der mit Austausch und Umtrunk ausklingt. Die Ausstellung ist anschließend bis Sonntag, 18. Oktober, samstags und sonntags, 15 bis 18 Uhr, sowie nach Vereinbarung zu besichtigen.
www.kirche-koeln-muelheim.de

Nachbarschaftsfest „Auf die Straße, Veedel, los!“

Die Evangelische Kirchengemeinde Köln-Nippes beteiligt sich am Sonntag, 20. September, 11 bis 18 Uhr, an dem Nachbarschaftsfest „Auf die Straße, Veedel, los!“ auf der Siebachstraße und der Steinbergerstraße. In der dritten Runde verwandeln sich die autofreien Straßen in einen Ort für nachbarschaftliche Aktivitäten und Begegnungen. Geplant sind unter anderem Bastelaktionen, ein Trödelmarkt und Konzerte. Der mobile Kaffeewagen von hier+weiter, einem Projekt der Evangelischen Kirche zur Erprobung neuer Formen kirchlichen Lebens und zur Weiterentwicklung bestehender Angebote, steht ab 12 Uhr am Kirchentor der Lutherkirche, Siebachstraße 85/Merheimer Straße 112, und bietet Leckereien von Himmel & Bohne an. Um 17 Uhr spielt Pelemele ein Konzert für Kinder und Erwachsene in der Lutherkirche.
www.lutherkirche-nippes.de

„ParkPlatzTag“: Live-Talk mit Eckart von Hirschhausen

Der Stadtgarten e. V. veranstaltet am Sonntag, 20. September, 12 Uhr, rund um die Christuskirche, Dorothee-Sölle-Platz 1, den 3. „ParkPlatzTag“ in Köln. Oliver Krischer, Umweltminister von Nordrhein-Westfalen eröffnet die Veranstaltung im Rahmen der bundesweiten „Woche der Klimaanpassung“. Im Mittelpunkt steht die Diskussion „100 Ideen für Köln“ des Kölner Stadt-Anzeigers mit Eckart von Hirschhausen, dem Gründer der Stiftung „Gesunde Erde – Gesunde Menschen“. Thematisiert werden die Zusammenhänge von Klima und Gesundheit sowie Wege zu einer resilienten Stadtentwicklung. Beteiligt sind außerdem Menschen aus dem Veedel.
www.stadtgarten-verein.koeln

„Das Lied von der Glocke“ in der Trinitatiskirche

Schillers berühmte Ballade „Das Lied von der Glocke“ in der Vertonung von Andreas Romberg erklingt am Sonntag, 20. September, 19 Uhr, in der Trinitatiskirche, Filzengraben 4, als Festkonzert zur Gründung des Evangelischen Kirchenkreises Köln-Linksrheinisch. Andreas Romberg (1767–1821), als Geiger neben Beethoven Mitglied der Bonner Hofkapelle, übersetzte Schillers profilierte Sprachbilder kongenial ins Musikalische: Das Werk verbindet eine Dokumentation der Kunst des Glockengießens mit einem Abriss menschlicher Lebensstationen, die stets von Glockengeläut begleitet werden. Bis in die erste Hälfte des 20. Jahrhunderts oft aufgeführt, geriet die Komposition dann in Vergessenheit und erlebt seit einigen Jahren eine Renaissance. Es singen Elisabeth Menke (Sopran), Sita Grabbe (Alt), Henning Jendritza (Tenor), Norbert Keßler (Bass) und Johannes Hill (Bass). Das Neue Rheinische Kammerorchester und die Kreiskantorei Köln-Linksrheinisch musizieren unter der Leitung von Kreiskantor Thomas Pehlken. Der Eintritt ist frei, Spenden sind erbeten.
www.trinitatiskirche-koeln.de

Text: APK
Foto(s): APK/Canva/AI

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