70 Jahre Jubilate-Kirche Lindlar: Ein Fest für Heimat, Generationen und Gemeinschaft

Heimat ist, was Menschen füreinander tun – Pfarrerin Jennifer Scheier beim Gottesdienst zum Kirchenjubiläum.

Die zahlreichen Fächer, die den Menschen Kühlung verschaffen sollen, bringen vielfarbige Tupfen in die Reihen der Stühle. Das Licht, das hell durch die bunten Fenster der Jubilate-Kirche in Lindlar scheint, verbreitet Fröhlichkeit. Schon an der Kirchentür lässt ein Schild die Gesichter aufleuchten: „Ab hier bitte lächeln“ steht darauf geschrieben. Die Reihen sind gut gefüllt mit den Menschen, die den Gottesdienst unter der Leitung von Pfarrerin Jennifer Scheier zum 70-jährigen Bestehen ihrer Kirche genießen möchten. Ein älterer Herr kommt etwas später, drei Jugendliche stehen auf, bieten ihm ihre Plätze an, er setzt sich lächelnd. Eine Geste, die viel von dem Geist erzählt, der diese Gemeinde prägt. Die Generationen begegnen sich, Tradition lässt sich hier mühelos mit Moderne verbinden. Darum passt es auch so gut, dass Pfarrerin Scheier nach den – mit viel Beifall bedachten – Auftritten der Jubilate-Singers und der Jubilate-Kids unter der Leitung von Laia Genc von Heimat erzählt. Einer Heimat in Gott, die im Grunde nicht am Gebäude hängt, sondern an dem, was die Menschen rund um das Gebäude verbindet. „Gott ist überall bei uns. Dass wir das gemeinsam erleben, ist ein Geschenk, das wir feiern dürfen. Gott macht uns die Kirche nicht zur Heimat. Das machen wir mit unserem Einsatz.“

Dennoch sei es wichtig, daran zu erinnern, dass Menschen, die vor rund 80 Jahren als Vertriebene ihre Wurzeln verloren hatten, in Lindlar eine Gemeinde aufbauten, in der Heimat erlebbar wurde. Einen Kirchenbau, der aber zugleich etwas von einem Zelt hat und so immer den möglichen Aufbruch im Hinterkopf behält. Vom Zelt Gottes erzählte auch die Lesung aus dem Buch Exodus, in der es um die Herrlichkeit des Herrn ging, die das Zelt erfüllte. Bilder aus der Entstehungszeit der Lindlarer Kirche ergänzten die Lesung.

Weltflüchtlingstag und Kirchenjubiläum: Ein Bogen, der zur heutigen Zeit passt

Und schließlich erinnerte Gemeindemitglied Rosemarie Fliegner daran, dass der 20. Juni, der Tag von Jubiläum und Gemeindefest, ebenso der offizielle Weltflüchtlingstag ist: „Das passt gut, denn hier haben Geflüchtete aus dem Osten sich eine Gemeinde geschaffen. Das schlägt einen guten Bogen zur heutigen Zeit.“ Rosemarie Fliegner erlebte die Entstehung der Kirchengemeinde als junges Mädchen, engagierte sich im Kindergottesdienst und ist heute im Team, das die besonderen Gottesdienste vorbereitet. Sie berichtete von Anfängen, Pfarrpersonen, Diskussionen und Veränderungen und davon, dass die Jubilate-Gemeinde einladend sei, sie den schönen Gesang, die vielen freundlichen Gesichter, den immer wieder neuen Blumenschmuck genieße. Pfarrer Torsten Krall, Superintendent im Kirchenkreis Köln-rechtsrheinisch, bezeichnete im Zuge des Gemeindefestes nach dem Gottesdienst die Jubilate-Kirche als „Ausrufezeichen im Ort!“. „Ich schätze die Vielfalt hier, das sich bewusst Beheimaten der Menschen, die aber dennoch nicht stehen bleiben, sondern immer wieder neue Ideen entwickeln.“ Bürgermeister Sven Engelmann, ehemaliger Presbyter, hielt ein augenzwinkerndes Grußwort: „Dank dieser Gemeinde ist es inzwischen normal, im eigentlich sehr katholischen Lindlar evangelisch zu sein!“ Er erinnerte daran, dass im Aufbau der Kirche und ihrer Gemeinde Großes von den Gründerinnen und Gründern geleistet wurde.

Posaunenchor, Hüpfburg und Kirchenführungen: Ein Gemeindefest für alle. 

Nach dem Gottesdienst gehörte der Vorplatz allen – Groß und Klein feierten gemeinsam 70 Jahre Jubilate-Kirche.

Und dann wurde ein buntes Gemeindefest gefeiert. Der Posaunenchor spielte, die Hüpfburg lud zum Toben ein, es wurde gebastelt, Kaffee und Kuchen begleiteten den Austausch vieler Erinnerungen, die beiden Kirchenführungen beleuchteten noch einmal ausführlich die 70-jährige Geschichte. Und natürlich stand Sonnencreme parat – denn in dieser Gemeinde achten die Mitglieder aufeinander.

Text: Katja Pohl
Foto(s): Matthias Pohl

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Beim Kirchentag setzt Düsseldorf auf Köln – Nachrichten von der Verbandsvertretung des Ev. Kirchenverbandes Köln und Region

„Wir hätten gern ein paar Jugendliche dabeigehabt. Aber keine Chance, deshalb erfüllen wir hier unseren Auftrag, Jugendliche zu vertreten zu unchristlichen Zeiten.“ – Mit diesen Worten begrüßte Noël Braun zusammen mit Daniel Drewes, Claudia Klein-Adorf, Siggi Schneider, allesamt Mitarbeitende des Jugendreferates, die Delegierten und Besucherinnen und Besucher der Verbandsvertretung des Ev. Kirchenverbandes Köln und Region in der Kartäuserkirche. Gemeinsam mit Stadtsuperintendent Bernhard Seiger feierten sie den Abendmahlsgottesdienst zum Auftakt der Verbandssynode. Zu Beginn und am Ende spielten sie Zitate von Jugendlichen ein, in denen diese Auskunft gaben, in welchen Situationen Kirche für sie mehr gewesen ist als nur ein Gebäude.

Jugendreferent Noël Braun

„Sie sind die Ultras des Kirchenverbandes“, sagte Jugendreferent Braun zu Beginn seiner Predigt und wertschätzte so die Delegierten, die trotz der hohen sommerlichen Temperaturen am frühen Samstagmorgen gekommen waren. Mit Blick auf die Zitate wies er darauf hin, dass Jugendgruppen Orte seien, an denen junge Menschen nicht einsam sind und authentisch sein könnten. Braun erinnerte an das Gleichnis vom „Sämann“. „Nicht alles in der Jugendarbeit trägt Früchte, manche Jugendliche ziehen weiter. Sie leben in schwierigen Zeiten. Sie haben Angst um den Frieden, befürchten, mit der Wehrpflicht Teil eines Krieges zu werden, und dass die AfD die Regierung übernimmt. Und sie sind enttäuscht, dass viele bei der Olympia-Bewerbung entscheiden durften, die bei der Austragung der Spiele wahrscheinlich nicht mehr leben“, fasste Braun die Probleme der Jugendlichen zusammen, mit denen evangelische Jugendarbeit konfrontiert sei. Daniel Drewes, Leiter des Jugendreferats, sagte, Jugendarbeit müsse diese Probleme angehen. „Wir müssen verlässliche Stütze sein. In Dankbarkeit, was da wächst und in der Gewissheit, dass Gottes Geist uns stets Neues weist.“

Oberkirchenrätin Dr. Wibke Janssen

Oberkirchenrätin Dr. Wibke Janssen ging auf der anschließenden Verbandsvertretung in ihrem Grußwort auf den Kirchentag in Düsseldorf im kommenden Jahr ein. „Wir aus Düsseldorf setzen auf Köln“, bemerkte die Leiterin der Abteilung Theologie der Landeskirche. Sie stehe noch ganz unter dem Eindruck des bundesweiten Projektes „Einfach heiraten“, bekannte Janssen, an dem auch das Kölner Segensbüro Hätzjeföhl teilnimmt. „So viel Zuwendung zu den Menschen und ihrer Liebe, so viel Freude an der eigenen Berufung. Das Einlösen dieses Formats ist natürlich nur möglich mit den Gemeinden vor Ort. So kann Kirche sein.“ Bei dem Besuch der Kirchenleitung im Ahrtal fünf Jahre nach der Flut habe sie erfahren, wie wichtig die Kirchen und Gemeindezentren als Orte der Ruhe gewesen seien und auch an die Angebote der Notfallseelsorge habe man sich dankbar erinnert. Von der Flutkatastrophe waren auch Köln und Teile der Region, wie zum Beispiel Erftstadt, betroffen. „Wie einfühlsam und solidarisch, so kann Kirche sein.“

Stadtsuperintendent Bernhard Seiger

Stadtsuperintendent Bernhard Seiger wies in den Mitteilungen die Mitglieder der Verbandsvertretung darauf hin, dass das neue Schutzkonzept für den gesamten Verband am 1. Juni 2026 in Kraft getreten ist. Es könne online eingesehen werden, Druckfassungen würden zeitnah an die Gemeinden versandt. Der Stadtsuperintendent freute sich, dass es gelungen ist, für das Gäste- und Tagungshaus „Haus Wiesengrund“ in Nümbrecht einen Käufer zu finden. Es werde weiterhin als Tagungshaus betrieben und könne als solches von den Gemeinden weiterhin genutzt werden.

Die stellvertretende Stadtsuperintendentin Kerstin Herrenbrück fasste die geplanten Aktivitäten zusammen, die Köln für den Kirchentag in Düsseldorf plant. Sie erklärte, dass Düsseldorf mit viel Unterstützung aus Köln rechnen könne. Pfarrer Sebastian Baer-Henney vom Segensbüro „Hätzjeföhl“ berichtete zum Beispiel von seinen Vorbereitungen: „Die Segensbüros aus Essen und Köln werden zusammen mit Mitarbeitenden aus der evangelischen Kirche in Düsseldorf Popup-Taufen im Biergarten „Rheinstrand“ anbieten. Wir sind hier schon länger im Gespräch, und die Zusammenarbeit ist sehr fruchtbringend.“ Oder genauer: „Die vom Rheinstrand haben auf uns gewartet. Die haben gesagt, endlich kommt mal jemand und fragt uns, ob er beim Kirchentag etwas bei uns machen kann. Die Segensbüros müssen keine Miete für die Strandfläche zahlen.“ Daniel Drewes warb für den Kölner Treff, den es auch beim Kirchentag in Düsseldorf geben wird. Der sei wie immer in zwei Bereiche aufgeteilt. „Im Café werden jeden Tag 1.000 faire und nachhaltige Essen zu bezahlbaren Preisen ausgegeben. Und dann gibt es den Bereich für die Mitmachaktionen für Jugendliche.“ Kerstin Herrenbrück empfahl den Anwesenden die Teilnahme am „Abend der Begegnung“ am 7. Mai des kommenden Jahres beim Kirchentag.

Dr. Rainer Lemaire und Thomas vom Scheidt

Dr. Rainer Lemaire und Thomas vom Scheidt stellten den mündlichen Bericht ihrer Einrichtung der Verbandsvertretung vor. Nach einem Vorstellungsvideo warteten sie in ihrem Bericht über die Arbeit des Schulreferats mit eindrucksvollen Zahlen auf. 473 Schulen stehen auf dem Gebiet des Evangelischen Kirchenverbandes Köln und Region. 265 davon sind Grundschulen. 990 Lehrerinnen und Lehrer unterrichten hier evangelische Religionslehre. „Es gibt immer weniger Menschen, die dieses Fach an der Uni studieren“, berichtete vom Scheidt. Ihm liegen die Zertifikatskurse am Herzen, die Lehrerinnen und Lehrer belegen müssen, wenn sie Religionslehre als drittes Unterrichtsfach unterrichten möchten. Am Ende dieser Ausbildung steht die notwendige kirchliche Lehrerlaubnis. Pro Jahr bildet das Schulreferat 15 bis 25 neue Lehrkräfte aus. An den 128 Fortbildungen nahmen im vergangenen Jahr insgesamt 1.069 Lehrerinnen und Lehrer teil. Als zentrale Aufgaben des Schulreferats nannten Lemaire und vom Scheidt die Unterstützung der Lehrkräfte, die Weiterentwicklung von Unterrichtsinhalten und die Stärkung der Zusammenarbeit von Schulen und Gemeinden. Große Hoffnungen setzen die beiden auf den Campus Kartause, das Zusammenwachsen der Bildungseinrichtungen und die vielen Kooperationsmöglichkeiten, die sich daraus ergeben sollen.

Der Campus Kartause war ein wichtiges Stichwort für Bernhard Seiger. „Wir liegen voll im Zeitplan. Und die Kosten liegen wohl unter dem Budget-Ansatz“, berichtete er der Verbandsvertretung. Eröffnet wird der Campus am 27. November 2026, im Januar ziehen die ersten Mieter ein, der Umzug der Bildungseinrichtungen soll im Februar und März 2027 erfolgen. Die christliche Wohngemeinschaft wird es nicht geben. Es hätten sich 20 Personen für ein Appartement interessiert, aber letztendlich seien bis auf zwei alle zu der Einsicht gelangt, dass es für sie nicht passe. „Als Studierender fällt es einem leichter, in eine WG zu ziehen als mit 55 oder 65″, stellte Bernhard Seiger fest. Nun suche man Seniorengemeinschaften, die in einer WG leben möchten. Da sei man in aussichtsreichen Gesprächen. In Kürze werde eine Arbeitsgruppe überlegen, wie man den großen Saal des Campus in das öffentliche Leben einbinde. Zu klären seien Fragen über die Höhe der Miete und ob kirchliche Einrichtungen Ermäßigungen bekommen könnten. Eine Erfolgsgeschichte ist die Spendenaktion für den Brunnen. „Wir haben tatsächlich Privatpersonen gefunden, die 240.000 Euro für den Brunnen gespendet haben“, freute sich Bernhard Seiger.

Superintendent Torsten Krall stellte das überarbeitete Konzept der Krankenhausseelsorge vor. Herausragend sei die Rund-um-die-Uhr-Rufbereitschaft. Jederzeit stehe eine Pfarrerin oder ein Pfarrer bereit, Patienten und Angehörigen beizustehen. Dafür sollen in Zukunft auch Ehrenamtliche gewonnen werden. Krankenhausseelsorgerinnen und -seelsorger des Evangelischen Kirchenverbandes Köln und Region arbeiten derzeit an der Uniklinik, den Städtischen Kliniken Köln, der LVR-Klinik und am Kinderkrankenhaus.

Als Nachfolger von Dr. Ulrich Gröschel wählte die Verbandsvertretung Pfarrer Michael Miehe, Mitglied des Bevollmächtigtenausschusses des Kirchenkreises Köln-Linksrheinisch, in den Stiftungsrat der Gemeinschaftsstiftung Diakonie. Außerdem beschlossen die Delegierten, die 5. Verbandspfarrstelle für die Gefängnisseelsorge und die 8. Verbandspfarrstelle für die Gehörlosenseelsorge aufzuheben.

Die nächste Sitzung der Verbandsvertretung findet am Freitag, dem 27. November 2026, um 16:00 Uhr statt.

Text: Stefan Rahmann
Foto(s): Stefan Rahmann / APK

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Kochen im Einklang mit den Jahreszeiten! Die 5-Elemente-Küche & KinderKochWerkstatt – NEU im 2. Halbjahr 2026

Wir sind begeistert, euch ein brandneues Kursformat vorzustellen! Die 5-Elemente-Küche – Kochen im Einklang mit den Jahreszeiten ist unsere neue Kochkursreihe, die Ernährung, Natur und Wohlbefinden auf wunderbare Weise verbindet. In jedem Kurs taucht ihr gemeinsam mit unserer gelernten 5-Elemente-Köchin Maria in eine Jahreszeit ein – mit saisonalen Zutaten, die alle fünf Elemente (Holz, Feuer, Erde, Metall und Wasser) in Balance bringen. Anti-entzündlich, die Mitte stärkend und voller Lebensfreude – diese Küche nährt Körper und Geist gleichermaßen.

Und auch für die kleinen Kochkünstler haben wir jede Menge zu bieten! In unserer KinderKochWerkstatt wird das ganze Jahr über gebrutzelt, gebacken und genascht: vom Sommerpicknick über Green Sushi und gruseligen Halloween-Schmaus bis hin zu schokoladigen Weihnachtsgeschenken und der Adventsbäckerei.

Für jede Jahreszeit, jedes Alter und jeden Geschmack – die FBS Köln macht Kochen zum Erlebnis! Alle Kurse sind einzeln buchbar. Anmeldung und weitere Informationen direkt über die verlinkten Kurse.

 

5-Elemente-Küche. Kochen im Einklang mit den Jahreszeiten. Sommer.

Kursnr. 261F5121
Beginn Fr., 17.07.2026,
18:00 – 21:45 Uhr
Dauer 1 x 5
Gebühr 41,00 €
https://www.fbs-koeln.org/programm/erwachsene/kw/bereich/kursdetails/kurs/261F5121/kursname/5-Elemente-Kueche%20Kochen%20im%20Einklang%20mit%20den%20Jahreszeiten%20Sommer/kategorie-id/393/

5-Elemente-Küche. Kochen im Einklang mit den Jahreszeiten. Herbst.

Kursnr. 262F5115
Beginn Fr., 16.10.2026,
18:00 – 21:45 Uhr
Dauer 1 x 5
Gebühr
44,50 €
https://www.fbs-koeln.org/programm/kw/bereich/kursdetails/kurs/262F5115/kursname/5-Elemente-Kueche%20Kochen%20im%20Einklang%20mit%20den%20Jahreszeiten%20Herbst/

5-Elemente-Küche. Kochen im Einklang mit den Jahreszeiten. Winter.

Kursnr. 262F5116
Beginn Mi., 02.12.2026,
18:00 – 21:45 Uhr
Dauer 1 x 5
Gebühr 44,50 €
https://www.fbs-koeln.org/programm/kw/bereich/kursdetails/kurs/262F5116/kursname/5-Elemente-Kueche%20Kochen%20im%20Einklang%20mit%20den%20Jahreszeiten%20Winter/

FerienKochWerkstatt: Sommerpicknick – coole Drinks und fancy Snacks ab 5 Jahren.

Kursnr. 261F2405
Beginn Sa., 18.07.2026,
15:30 – 19:15 Uhr
Dauer 1 x 5
Gebühr
40,00 €
https://www.fbs-koeln.org/programm/kinder/kw/bereich/kursdetails/kurs/261F2405/kursname/FerienKochWerkstatt%20Sommerpicknick%20-%20coole%20Drinks%20und%20fancy%20Snacks%20ab%205%20Jahren/kategorie-id/392

KinderKochWerkstatt. Green Sushi. -(Groß-) Eltern und Kindern von 8-12 Jahren

Kursnr. 262F24061
Beginn So., 27.09.2026,
15:00 – 18:00 Uhr
Dauer 1 x 4
Gebühr 34,00 €
https://www.fbs-koeln.org/programm/kinder/kw/bereich/kursdetails/kurs/262F24061/kursname/KinderKochWerkstatt%20Green%20Sushi%20-Gross-%20Eltern%20und%20Kindern%20von%208-12%20Jahren/kategorie-id/392/

FerienKochWerkstatt: Gruselschmaus für (Groß-) Väter und Kinder ab 5 Jahren

Kursnr. 262F2401
Beginn Sa., 24.10.2026,
16:00 – 19:00 Uhr
Dauer 1 x 4
Gebühr 39,00 €
https://www.fbs-koeln.org/programm/kw/bereich/kursdetails/kurs/262F2401/kursname/FerienKochWerkstatt%20Gruselschmaus%20fuer%20Gross-%20Vaeter%20und%20Kinder%20ab%205%20Jahren/

ONLINE COOKING FerienKochWerkstatt: Partysnacks für Kinder ab 10 Jahren

Kursnr. 262F2405
Beginn Di., 27.10.2026,
16:00 – 18:15 Uhr
Dauer 1 x 3
Gebühr 23,00 €
https://www.fbs-koeln.org/programm/kw/bereich/kursdetails/kurs/262F2405/kursname/ONLINE%20COOKING%20FerienKochWerkstatt%20Partysnacks%20fuer%20Kinder%20ab%2010%20Jahren/

FerienKochWerkstatt: Gruselschmaus für (Groß-) Väter und Kinder ab 5 Jahren

Kursnr. 262F2401
Beginn Sa., 24.10.2026,
16:00 – 19:00 Uhr
Dauer
1 x 4
Gebühr 39,00 €
https://www.fbs-koeln.org/programm/kw/bereich/kursdetails/kurs/262F2401/kursname/FerienKochWerkstatt%20Gruselschmaus%20fuer%20Gross-%20Vaeter%20und%20Kinder%20ab%205%20Jahren/

KinderKochWerkstatt: schokoladige Geschenke aus der Küche, Kinder ab 6 Jahren

Kursnr. 262F2402
Beginn Sa., 14.11.2026,
10:00 – 13:00 Uhr
Dauer 1 x 4
Gebühr 38,00 €
https://www.fbs-koeln.org/programm/kw/bereich/kursdetails/kurs/262F2402/kursname/KinderKochWerkstatt%20schokoladige%20Geschenke%20aus%20der%20Kueche%20Kinder%20ab%206%20Jahren/

KinderKochWerkstatt: Adventsbäckerei für Eltern und Kinder ab 3 Jahren

Kursnr. 262F2403
Beginn
Sa., 28.11.2026,
10:00 – 13:00 Uhr
Dauer 1 x 4
Gebühr 32,00 €
https://www.fbs-koeln.org/programm/kinder/kw/bereich/kursdetails/kurs/262F2403/kursname/KinderKochWerkstatt%20Adventsbaeckerei%20fuer%20Eltern%20und%20Kinder%20ab%203%20Jahren/kategorie-id/392/

Anschlusskurs: Kursnr. 262F2404
Beginn Sa., 28.11.2026,
14:00 – 17:00 Uhr
Dauer 1 x 4
Gebühr 32,00 €
https://www.fbs-koeln.org/programm/kw/bereich/kursdetails/kurs/262F2404/kursname/KinderKochWerkstatt%20Adventsbaeckerei%20fuer%20Eltern%20und%20Kinder%20ab%203%20Jahren/

Warum mitmachen?

Die Ferienwerkstätten der fbs sind mehr als nur Beschäftigung: Sie sind Orte für Begegnung, Lernen, Kreativität und gemeinsames Erleben. In kleinen Gruppen und unter fachkundiger Anleitung entsteht Raum für das, was im Alltag oft zu kurz kommt – echte Qualitätszeit miteinander.

Veranstalter:

Evangelische Familienbildungsstätte Köln
Kartäusergasse 9–11, 50678 Köln
www.fbs-koeln.org

Jetzt anmelden – die Wintermonate werden warm, kreativ und gemeinschaftlich!

Text: APK
Foto(s): APK/ AI

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„gefährdet leben“: Wanderausstellung über queere Menschen im Nationalsozialismus in der St. Johannes-Kirche Köln-Deutz

Ausstellung. Neue Station. Köln. 4. Juli - 16. August 2026. St.-Johannes-Kirche, Köln-Deutz.” Das Foto im Hintergrund zeigt eine Tafel der Wanderausstellung mit dem Titel “gefährdet leben. Queere Menschen 1933-1945”. Gestaltungselement: Icon der Skyline Kölns.
4. Juli – 16. August 2026 in der St.-Johannes-Kirche, Köln-Deutz: Das Foto im Hintergrund zeigt eine Tafel der Wanderausstellung mit dem Titel “gefährdet leben. Queere Menschen 1933-1945”. Gestaltungselement: Icon der Skyline Kölns.

Die Evangelische Kirchengemeinde Deutz/Poll setzt ein Zeichen für Vielfalt, Erinnerung und Menschenwürde – passend zum Christopher Street Day (CSD) in Köln: Die Ausstellung „gefährdet leben. Queere Menschen 1933–1945″ der Bundesstiftung Magnus Hirschfeld ist ab Samstag, 4. Juli, bis Sonntag, 16. August, in der St. Johannes-Kirche, Tempelstraße 31, in Köln-Deutz zu sehen. Die historisch-dokumentarische Wanderausstellung, die bereits im Deutschen Bundestag gezeigt wurde, zeichnet anhand von Dokumenten, Fotografien und persönlichen Biografien die Lebensgeschichten queerer Menschen im Nationalsozialismus nach – darunter auch bislang unveröffentlichtes Material.

Interessierte sind herzlich eingeladen, an der Vernissage der Ausstellung am Donnerstag, 9. Juli 2026, um 18:30 Uhr in der St. Johannes-Kirche, Tempelstraße 31, 50679 Köln, teilzunehmen und über die Ausstellung sowie ihre Eröffnung zu berichten. Hier finden Sie die Anmeldung.

Die Ausstellung gliedert sich in fünf Themeninseln: Sie thematisiert die Zerstörung queerer Infrastrukturen, die Ausgrenzung aus der sogenannten Volksgemeinschaft und die Praktiken der Verfolgung, aber auch Wege der Selbstbehauptung und des Eigensinns. Weitere Schwerpunkte sind Haftgründe und Haftorte sowie die Situation queerer Menschen nach 1945 – zwischen Weiterverfolgung und emanzipatorischen Handlungsräumen. Die Ausstellung erzählt damit keineswegs nur Verfolgungsgeschichten, sondern gibt auch Einblick in widerständige Lebenswege in einer widrigen Lebensrealität. Der Eintritt ist frei.

„Als Queere Kirche Köln erleben wir selbst, dass queere Menschen auch heute wieder verstärkt Anfeindungen ausgesetzt sind. Wir mussten bereits zusätzliche Sicherheitsmaßnahmen bei Veranstaltungen organisieren und haben erlebt, wie queerfeindliche Demonstrationen direkt vor unseren Veranstaltungen stattfanden. Gerade deshalb wollten wir einen Ort schaffen, an dem Geschichte sichtbar wird und zum Nachdenken anregt“, sagt Pfarrer Tim Lahr. „Kirchen waren über Jahrhunderte nicht selten Orte, an denen queere Menschen Ablehnung erfahren haben. Umso wichtiger ist es, wenn Kirche heute Verantwortung übernimmt, Erinnerungsarbeit ermöglicht und deutlich macht: Menschenwürde ist unteilbar. Für Köln ist die Ausstellung ebenfalls von großer Bedeutung. Köln gilt als eine der queeren Metropolen Europas. Gerade deshalb sollten wir nicht nur Vielfalt feiern, sondern auch die Geschichte kennen, auf der unsere heutigen Freiheiten aufbauen. Viele Rechte, die heute selbstverständlich erscheinen, mussten hart erkämpft werden – und sie sind nicht selbstverständlich für die Zukunft.“

Er erklärt: „Die Ausstellung erinnert daran, wohin es führen kann, wenn Menschen ausgegrenzt, entmenschlicht und zu Sündenböcken gemacht werden. Sie fordert uns auf, früh hinzusehen und Verantwortung zu übernehmen – nicht erst dann, wenn Diskriminierung in offene Gewalt umschlägt. Gerade in einer Demokratie ist Erinnerungsarbeit kein Blick zurück, sondern eine Investition in die Zukunft. Sie stärkt unsere Wachsamkeit und erinnert uns daran, dass Freiheit, Menschenwürde und Demokratie jeden Tag neu verteidigt werden müssen.“

Christopher Street Day

Der CSD Köln 2026 findet vom 19. Juni bis 5. Juli 2026 statt, wobei das Straßenfest vom 3. bis 5. Juli auf Heumarkt und Alter Markt gefeiert wird. Höhepunkt ist die große CSD-Demonstration am Sonntag, den 5. Juli 2026, in der Innenstadt, die als eines der größten Pride-Events in Europa gilt. Mehr Infos zum CSD finden Sie hier:

Text: APK
Foto(s): Foto: David Renz

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40 Jahre Sozialdienst in Frechen: Wo Menschen in Not eine offene Tür finden

Aktuell kommen Menschen vor allem mit Problemen rund um das Thema Wohnen zum Sozialdienst der evangelischen Gemeinde in Frechen. „Gegen die Wohnungsnot können wir natürlich nichts tun“, sagt dessen Leiterin Dorothea Heßler-Vorwerk. „Wir können aber bei Mietrückständen und Ähnlichem helfen.“ Die Tür im Erdgeschoss des Hauses an der Hauptstraße 209 steht Menschen in schwierigen Situationen offen – seit 40 Jahren. Zur Feier des Jubiläums sind viele Gäste erschienen, auch aus der Politik und Fachleute. Die Einrichtung pflegt ein großes Netzwerk, das sie sich seit Jahrzehnten aufgebaut hat.

Der evangelische Sozialdienst bietet eine erste unkomplizierte Hilfe an vier Tagen in der Woche, jeweils von 10 bis 13 Uhr, für Menschen, die arbeitslos, arbeitssuchend, überschuldet oder bereits auf staatliche Unterstützung angewiesen sind. Es gibt eine Kleiderkammer, einen Begegnungs- und einen Frühstückstreff sowie zweimal in der Woche einen Mittagstisch für Menschen, die gemeinsam essen möchten. Ehrenamtlerinnen und Ehrenamtler kochen. Die Tafel Frechen steuert Teilchen, Brötchen und Lebensmittel bei. Menschen können auch einfach auf einen Kaffee hereinkommen.

Mehr als ein konkretes Anliegen – die eigentliche Not dahinter

Der Sozialdienst der evangelischen Gemeinde in Frechen an der Hauptstraße 209.

Vor allem aber ist der Sozialdienst eine erste Anlaufstelle in der Not: „Im Gespräch muss ich meist erst einmal erfassen, was das eigentliche Problem ist“, schildert Heßler-Vorwerk. „Die Menschen kommen oft mit einem konkreten Anliegen, etwa dass sie Hilfe im Austausch mit der Ausländerbehörde benötigen.“ Oft verberge sich dahinter mehr: ein abgelaufener Ausweis, dadurch ausbleibende finanzielle Unterstützung, Mietrückstände, unbezahlte Stromrechnungen. Manche seien nicht krankenversichert. „Diese Menschen kann ich dann an den Malteser Hilfsdienst verweisen, der sie ohne Krankenschein behandelt“, sagt Heßler-Vorwerk. Manchmal sei auch die Schuldnerberatungsstelle die richtige Adresse. Heßler-Vorwerk und ihre Mitarbeiterin vermitteln weiter, helfen bei Anträgen, vor allem auch digitaler Art.

Computer stehen dafür bereit. Die Pfarrerin der Gemeinde, Almuth Koch-Torjuul, hat die Erfahrung gemacht, dass gerade diese Hilfestellung sehr gefragt ist: „Menschen bitten uns, für sie einen Termin beim Arzt zu organisieren, weil das mittlerweile meist digital läuft. Anträge müssen digital eingereicht werden, beim Jobcenter, der Agentur für Arbeit oder anderen Behörden.“ Viele seien damit überfordert. „Während Corona haben wir an Familien Laptops verschenkt, weil die Kinder ihre Hausaufgaben auf dem Smartphone der Mutter machten“, erzählt Koch-Torjuul.

Ein rühriger Pfarrer, 40 Jahre Ringen – und eine Gemeinde, die kämpft

Viele Gäste füllten die Räume des Sozialdienstes der evangelischen Gemeinde in Frechen.

Die Geschichte des Hilfsprogramms begann im Jahr 1986 mit einem „rührigen Pfarrer, der ein großes diakonisches Herz hatte.“ So beschreibt Koch-Torjuul ihren Vorgänger Harald Steindorf. „Im Laufe der 40 Jahre gab es allerdings ein ständiges Ringen um Fördermittel und Refinanzierungsmöglichkeiten für den Sozialdienst“, sagt sie. Den Löwenanteil habe stets die Gemeinde geschultert. Seit dem Jahr 2000 habe auch das Land das Angebot finanziell unterstützt. Das habe sich allerdings 2008 geändert. „Plötzlich hieß es, dass man staatlich geförderte Arbeitslosenzentren nicht mehr braucht“, erinnert sich Koch-Torjuul. „Wir haben dann sehr gekämpft.“ Ein Jahr lang sei die Stadt Frechen eingesprungen. Dann hatten die Wohlfahrtsverbände ihren Kampf gewonnen und es gab wieder Fördergelder.

Das änderte sich im Coronajahr 2020: „Das Ministerium für Arbeit und Gesundheit unter Minister Karl Laumann fand Arbeitslosenzentren nicht mehr sinnvoll und legte stattdessen das Projekt ‚Beratungsstellen Arbeit‘ auf“, schildert Koch-Torjuul. Zwar habe sich der evangelische Sozialdienst erfolgreich für die Fördermittel bewerben können, doch die sehr spezielle Ausrichtung des Projekts hatte ihren Preis: Die geforderte Beratung zu „prekärer Beschäftigung“ habe mit den Nöten der Menschen vor Ort wenig zu tun gehabt.

Neu aufgestellt – mit Gottvertrauen und Fundraising in die Zukunft

Und so verabschiedete sich der Sozialdienst im vergangenen Jahr aus dem Programm und wird nun neu aufgestellt: Die Gemeinde wolle ein Ort sein, wo Menschen in Not Hilfe finden, sagt Koch-Torjuul. „Das ist uns durch Jesus Christus aufgegeben.“ Momentan könne die Kirchengemeinde die Einrichtung aus eigenen Mitteln finanzieren, ergänzt durch kleine Zuschüsse und Spenden. „Zukünftig wird ein intensives Fundraising nötig sein“, so Koch-Torjuul. „Wir haben ja nun schon 40 Jahre lang Übung, mit der Ungewissheit umzugehen. Eine Portion Gottvertrauen gehört auch dazu.“

Text: Susanne Esch
Foto(s): Susanne Esch

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“Action speaks louder than words”?! Neues Programm der Melanchthon-Akademie für die zweite Jahreshälfte

Das neue Programm der Melanchthon-Akademie für die zweite Jahreshälfte ist nun erschienen und an mehr als 4300 Haushalte, an öffentliche Kultur-Orte und Gemeinden in Köln und Region verschickt worden. Interessierte können das Programm ab sofort online einsehen, sich informieren und anmelden.

In einer zunehmend komplexen Welt neigen Menschen dazu, Krisen, gesellschaftlichen Umbrüchen und persönlichen Herausforderungen rein kognitiv zu begegnen: Sie analysieren, debattieren und theoretisieren – und stoßen dabei oft an die Grenzen dessen, was sich begreifen und verbal benennen lässt. Unter dem Leitmotiv „Action speaks louder than words?!“ wagt das neue Programm der Melanchthon-Akademie das bewusste Überschreiten der reinen Intellektualisierung, um Lernerfahrungen zu ermöglichen, die nicht nur den Kopf ansprechen, sondern den ganzen Menschen. Das Ziel: Ein praktischer, weltzugewandter und spürbarer Zugang zur Wirklichkeit, der neben dem Denken auch den Körper, das gelebte Handeln und die Emotionen als genuine Erkenntnisquellen nutzt. Dabei werden Räume eröffnet, in denen Erkenntnis nicht nur durch das Vermitteln von Theorien entsteht, sondern durch Begegnung, Bewegung, gemeinsames Tun und gelebte Praxis.

„Wir erleben in der Erwachsenenbildung oft Momente, in denen reines Faktenwissen zurücktreten muss, damit sich echtes Erfahrungs- und Lebenswissen entfalten kann“, erklärt Dr. Martin Bock, Leiter der Melanchthon-Akademie. Das aktuelle Veranstaltungsmagazin setzt genau hier an und rückt Erfahrungsräume in den Fokus, in denen Theorie in lebendige Praxis übergeht. Wie die Bewegung von der Kognition zum „Hands-on“-Erleben gelingt, zeigen unter anderem vier programmatische Highlights:

EFI – Erfahrungswissen für Initiativen

Die EFI-Bildungswerkstatt setzt auf das, was Menschen im nachberuflichen Leben bereits mitbringen: Erfahrungen, Fähigkeiten und gelebtes Wissen. Mithilfe des im Beruf gesammelten Expert:innenwissens entsteht hier ein gemeinsamer Lernraum, in dem Teilnehmende ihre Ideen entwickeln, Projekte anstoßen und gesellschaftliche Verantwortung praktisch übernehmen. Hier wird Demokratie diskutiert und gleichzeitig durch die unmittelbare, gemeinschaftliche Entwicklung von Initiativen als lebendiges Handeln erfahrbar gemacht.
EFI-Bildungswerkstatt: Startdatum Di., 6.10., 10 Uhr. Dozentinnen: K. Nell, L. Frohn, E. Antz

Qigong als heilsame Kraft in der Trauerarbeit

Wenn der Verlust eines geliebten Menschen zu Schock und innerer Lähmung führt, versagen rein kognitive Bewältigungsstrategien und Worte oft gänzlich. Trauer ist mehr als ein Gedanke – sie lebt im Körper. Dieses Angebot eröffnet im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Mitten im Leben – Tod, Sterben und Trauer“ einen Zugang, der nicht primär über Worte oder Erklärungen führt, sondern über Atem, Bewegung und Achtsamkeit. Man übt, dem Stillstand des Todes mit fließenden, körperlichen Bewegungen zu begegnen. Das Denken tritt behutsam in den Hintergrund, während ein intuitives Körperwissen Platz greift und die emotionale Erstarrung über das physische Spüren gelöst wird.
Qigong als heilsame Kraft in der Trauer: Sa., 7.11., 10 Uhr. Dozentin: B. Calenberg

Wir werden, wer wir sind – Un/Doing Age
Wie entsteht Alter eigentlich? Und welche Bilder von Alter tragen wir in uns? Das Älterwerden wird soziologisch und biologisch meist als unveränderliche Tatsache oder starre Kategorie analysiert. Der Ansatz des „Un/Doing Age“ lenkt den Blick sensibel darauf, dass Alter ein fortwährender, aktiver Prozess der eigenen Inszenierung und des körperlichen Erlebens ist. Der Workshop lädt dazu ein, diese Fragen nicht nur theoretisch zu diskutieren, sondern die eigenen Altersrollen und Zuschreibungen wahrzunehmen, zu hinterfragen und spielerisch und körperbezogen auszuprobieren, um im Spannungsfeld gesellschaftlicher Erwartungen unsere zeitlose, innere Identität lebendig ausdrücken zu können.
Über die Kunst, das Altern neu zu gestalten. Doing Age: 12.9., 11 Uhr. Dozentin: E. Hopstein

Katrin Göring-Eckardt: „Köln, Deutschland lass uns reden“ – im ökumenischen Gottesdienst und im Gespräch mit Abraham Lehrer
Politische Verantwortung und demokratischer Widerstand erschöpfen sich in Zeiten von Krisen oft in theoretischen Debatten oder starren, medialen Schlagabtauschen. Im Zentrum dieser Begegnung steht nicht das fertige Urteil, sondern die demokratische Praxis des Gesprächs. Wie gelingt Zusammenhalt trotz unterschiedlicher Perspektiven? Wie wird aus politischer Verantwortung konkretes Handeln? Hier wird das „Sich-Verstehen-Wollen“ zu einer aktiven Beziehungsarbeit im städtischen Raum, in der lebendiger Dialog nicht nur Thema ist, sondern eingeübt und erlebt werden kann.
Katrin Göring-Eckardt, MdB und ehemalige Vizepräsidentin des Bundestages, wird – auf Einladung der Arbeitsgemeinschaft christlicher Kirchen in Köln – am Fr., 25.9. im Kölner Dom in einem ökumenischen Gottesdienst sprechen und am Mo., 28.9., 18 Uhr, in den Dialog mit Abraham Lehrer, dem stv. Vorsitzenden des Zentralrates der Juden in Deutschland im Haus der ev. Kirche, treten.

Die Melanchthon-Akademie des Ev. Kirchenverbandes Köln und Region ist eine anerkannte Einrichtung der Erwachsenenbildung und hält ein vielseitiges Programm vor. In jedem Semester finden rund 300 Veranstaltungen statt.

Kontakt:

Melanchthon-Akademie
Sachsenring 6, 50677 Köln

www.melanchthon-akademie.de

Text: MAK
Foto(s): APK

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„Das Ohnmachtsgefühl darf nicht die Macht übernehmen“ – Heribert Prantl plädiert für ein AfD-Verbotsverfahren

„Liebe Demokratinnen und Demokraten in Köln“ – so begrüßte Heribert Prantl die Gäste in der bis auf den letzten Platz besetzten Lutherkirche und machte damit sogleich deutlich, worum es ihm an diesem Abend vor allem gehen würde. „Demokratie verteidigen – Verantwortung leben“ hatte er sein leidenschaftliches Plädoyer für die Beantragung der Prüfung eines AfD-Verbots überschrieben. „Warum sind die Widerstände so groß?“, fragte Prantl. „Wir Deutschen sind Weltmeister im Prüfen“, stellte er fest und attestierte den politisch Verantwortlichen „mangelndes demokratisches Selbstbewusstsein“. Das Auftreten der AfD widerspreche der Würde des Parlaments. Er verwies auf den Artikel 18 des Grundgesetzes, der vorsieht, dass, wer seine Grundrechte missbraucht, um gegen die freiheitlich-demokratische Grundordnung vorzugehen, diese Grundrechte – von besonderer Bedeutung wäre hier das passive Wahlrecht – verwirkt. Ein besonderes Lob hatte Heribert Prantl hingegen für die beiden großen Kirchen, die sich klar und unmissverständlich gegen die AfD ausgesprochen hätten.

Demokratie ist mehr als ein Wahltag

Nicole Schweiß führte in der Lutherkirche durch einen Abend voller Engagement und Dringlichkeit.

„Wahltage sind die Geburtstage der Demokratie“, erklärte Prantl, mahnte aber gleichzeitig, sich nicht auf diese „Stippvisiten“ zu verlassen, sondern demokratische Prinzipien auch zwischen den Wahlterminen zu leben und zu verteidigen. Vielmehr sei die Demokratie eine „Wertegemeinschaft“. Die Würde des – also jedes! – Menschen sei unantastbar. Dabei gehe es um den konkreten Schutz von Menschen. Prantl forderte „Mut zur Intoleranz“ gegenüber den Feinden der Demokratie. Eine gute Demokratie sei nicht werteneutral. „So ein Prüfverfahren ist nichts Unanständiges“, betonte der promovierte Jurist und forderte: „Wir dürfen den 8. Mai 1945 nicht vom 30. Januar 1933 trennen.“ Gleichzeitig warnte er: „81 Jahre nach dem Ende des Holocaust befindet sich Deutschland in der Situation eines trockenen Alkoholikers.“

Prantl wies darauf hin, dass das Grundgesetz neben besagtem Artikel 18, der sich auf Einzelpersonen bezieht, mit dem Artikel 21 auch einen Artikel beinhalte, der in Absatz 2 ausdrücklich die Möglichkeit des Verbots verfassungswidriger Parteien vorsieht. Heribert Prantl kritisierte, dass es bisher noch keinen Antrag gemäß Artikel 18 gegeben habe, obwohl jeder Ministerpräsident / jede Ministerpräsidentin einen solchen Antrag stellen könnte.

Das Grundgesetz als lebendiges Dokument

Wie sehr das Grundgesetz immer wieder auf aktuelle Ereignisse und Erfordernisse reagiert hat und somit alles andere als ein starrer, bisweilen anachronistischer Verfassungstext ist, zeigte Heribert Prantl anhand von Art. 20, Abs. 4 – dem sogenannten „Widerstandsartikel“ – auf. Dieser wurde erst 1968 hinzugefügt, erlebte zu Corona-Zeiten ein eher unerfreuliches Revival und schreibt fest: „Sollte die demokratische Ordnung abgeschafft werden und keine anderen Abhilfemöglichkeiten bestehen, haben alle Deutschen das Recht zum Widerstand gegen diejenigen, die diese Ordnung beseitigen wollen.“ Zu diesem Widerstand zählte Prantl auch die Aktionen des Bündnisses „AfD-Verbot jetzt!“ als Mitveranstalter des Abends und mutmaßte: „Die Erfinder der wehrhaften Demokratie – die Politologen Karl Löwenstein und Karl Mannheim (P.M.) – würden sich über die Aktionen freuen.“

Einen der zentralen Programmpunkte der AfD bildet eine Verschärfung der Migrationspolitik, gipfelnd in der – nun auch im Parteiprogramm so genannten – „Remigration“. Heribert Prantl erinnerte in diesem Zusammenhang an den seit 2001 begangenen Weltflüchtlingstag (20. Juni). „Recht bleibt auch dann Recht, wenn die Mächtigen sich nicht darum scheren!“ Prantl bezeichnete die 2013 gegründete AfD als eine „Partei in der Verwandlung“, die sich von einer „Rechtsaußenpartei“ zu einer „Rechtsdraußenpartei“ entwickelt habe. Alice Weidel und Tino Chrupalla seien die „Protagonisten der finalen Radikalisierung“. Zwar gab Prantl zu, dass ein Parteiverbot den Rechtsradikalismus nicht beseitigen werde; dieses würde jedoch zum Beispiel verhindern, dass weiterhin zweistellige Millionenbeträge in die Finanzierung der parteinahen Desiderius-Erasmus-Stiftung flössen. Der 1536 verstorbene Gelehrte könne sich nicht mehr gegen die Vereinnahmung wehren. Für Prantl ein Vorgang von „Orwellscher Perfidie“. Am Schluss seines engagierten Vortrags stand daher ein eindringlicher Appell: „Wir sollten nicht warten, bis es zu spät ist!“

Lebhafte Diskussion und ein Wunsch ans Parlament

Im Foyer konnten sich die Teilnehmenden noch an der Unterschriftenaktion für ein AfD-Verbotsverfahren beteiligen

Erwartungsgemäß war der Diskussionsbedarf an diesem Abend groß. Unter anderem wurde auf die politische Lage in den östlichen Bundesländern hingewiesen: „Stellen Sie sich vor, Sie wären Oberbürgermeister von Görlitz …“, forderte ein Teilnehmer Heribert Prantl auf. Dieser äußerte die Hoffnung, ein Verbotsverfahren könnte eine disziplinierende Wirkung auf die AfD haben – im Gegensatz zu der Ansicht, in der Regierungsverantwortung würde sich die Partei mit Sachzwängen konfrontiert sehen und sich „selbst entzaubern“. Auch die von der AfD in den neuen Bundesländern gerne angenommene Rolle der bürgernahen „Kümmererpartei“ kam zur Sprache. Viele Wortmeldungen bezogen sich auf die Möglichkeit der konkreten Ansprache (potenzieller) AfD-Wähler*innen. An Argumenten sollte es nach diesem Abend wohl nicht mangeln. Schließlich wünschte sich eine Teilnehmerin, Heribert Prantl möge diese Rede vor dem Deutschen Bundestag halten. Prantl wäre jedenfalls nicht abgeneigt …

Text: Priska Mielke
Foto(s): Priska Mielke

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Unsere Wochentipps: Heiraten auf der Rheinfähre, Erzählcafé und Rheintaufe

Ob Kabarett, Musik, Taufen im Rhein oder eine Trauung auf dem Wasser – die kommenden Tage bieten in Köln zahlreiche besondere Wochentipps. Am Donnerstag erzählt die Kabarettistin Nessi Tausendschön aus ihrem Leben, am Freitag stehen eine Sommerserenade und die Aktion „Einfach heiraten“ auf dem Rhein auf dem Programm. Der Sonntag lädt unter anderem zur Rheintaufe, zu außergewöhnlicher Chormusik in der Trinitatiskirche und zur ökumenischen Orgelwanderung durch Dellbrück ein.

Erzählcafé mit Nessi Tausendschön

Die Diseuse und Kabarettistin Nessi Tausendschön erzählt am Donnerstag, 25. Juni, 15 Uhr, im Erzählcafé in der Kartäuserkirche, Kartäusergasse 7, aus ihrem Leben. Der Eintritt ist frei; über Geld- und Essensspenden (Kuchen) freuen sich die Veranstalterin, die Evangelische Gemeinde Köln. Um Anmeldung bei Sonja Schlegel unter Telefon 0151/64129097 oder per E-Mail an sonja.schlegel@ekir.de wird gebeten.
www.kartaeuserkirche-koeln.de

„Einfach heiraten“ – auf dem Rhein

Kirchlich trauen oder segnen lassen – ganz unkompliziert und mitten auf dem Rhein: Die Evangelische Kirchengemeinde Porz beteiligt sich am Freitag, 26. Juni, 18 bis 22 Uhr, an der bundesweiten Aktion „Einfach heiraten“ der Evangelischen Kirche in Deutschland und empfängt Paare auf der Personenfähre „Krokolino“ sowie am Anleger in Köln-Zündorf. Paare, die ihren Bund segnen lassen möchten, können einfach vorbeikommen; wer sich kirchlich trauen lassen möchte, bringt die standesamtliche Eheurkunde mit – und mindestens einer der Partner muss evangelisch sein. Ein Team aus drei Liturginnen und Liturgen sowie Ehrenamtlichen ist vor Ort. Wer im Vorfeld Kontakt aufnehmen möchte, erreicht Pfarrer Peter Grafe per E-Mail an peter.grafe@ekir.de oder mobil unter 0177/5263955. Weitere Informationen zur Aktion gibt es unter www.einfachheiraten.info.
www.kirche-porz.de

Sommerserenade in der Friedenskirche

Mit Werken von Wolfgang Amadeus Mozart, Robert Schumann, Maurice Ravel und Francis Poulenc gestalten Roman Kushniarou (Klarinette) und Cosmin Boeru (Klavier) am Freitag, 26. Juni, 19 Uhr, eine Sommerserenade in der Friedenskirche der Evangelischen Kirchengemeinde Mülheim am Rhein, Wallstraße 70. Das Konzert ist Teil der Reihe „Kultur im Veedel – Offene Friedenskirche“. Der Eintritt ist frei.
www.kirche-koeln-muelheim.de

11. Rheintaufe – Gesamtgemeindlicher Taufgottesdienst am Rhein

Unter freiem Himmel feiert die Evangelische Gemeinde Köln am Sonntag, 28. Juni, 11 Uhr, einen gesamtgemeindlichen Taufgottesdienst im Rheinpark Deutz bei Stromkilometer 689,5. Getauft wird in kleinen Gruppen direkt im Rhein – mit Blick auf den Dom. Die Pfarrerinnen und Pfarrer Nicola Thomas-Landgrebe, Christoph Rollbühler, Markus Herzberg und Mathias Bonhoeffer gestalten den Gottesdienst gemeinsam; für die Musik sorgt Kantor Thomas Frerichs. Das Angebot richtet sich an alle, die sich für ihre Taufe einen besonderen Rahmen wünschen. Eine Anmeldung ist erforderlich.
www.ev-gemeinde-koeln.de

„Quell des Lebens“ in der Trinitatiskirche

Der Kammerchor der Universität zu Köln unter der Leitung von Michael Ostrzyga und die Camerata Vocalis der Universität Tübingen unter der Leitung von Philipp Amelung gastieren am Sonntag, 28. Juni, 11 Uhr, in der Trinitatiskirche, Filzengraben 4. Es wird Chormusik für 8, 12, 16 und 40 Stimmen aus dem 16. und 20. Jahrhundert aufgeführt. Hauptwerk des Programms ist Frank Martins Messe für Doppelchor. Zudem Kompositionen für 8 und 12 Stimmen von Henryk Górecki sowie zwei spektakuläre 40-stimmige Werke der Renaissance: Alessandro Striggios „Ecce beatam lucem“ und Thomas Tallis‘ „Spem in alium“. Die Ensembles singen von verschiedenen Positionen im Kirchenraum und schaffen so ein besonderes Klangerlebnis. Die Teilnahme kostet 18 Euro, ermäßigt 10 Euro. Karten sind ausschließlich online erhältlich unter www.qultor.de oder unter www.collmus.com.
www.trinitatiskirche-koeln.de

Ökumenische Orgelwanderung „Verleih uns Frieden“

Zur 23. Ökumenischen Orgelwanderung durch Dellbrück laden die evangelischen und katholischen Kirchenmusikerinnen und Kirchenmusiker am Sonntag, 28. Juni, 15 Uhr, ein. Startpunkt ist die Pauluskirche, Thurner Straße 105. Die Wanderung führt von dort zu den Kirchen St. Joseph, St. Norbert und zur Christuskirche. Unter dem Titel „Verleih uns Frieden“ erklingen Orgelwerke aus unterschiedlichen Jahrhunderten, gespielt von den Kantorinnen Mechthild Brand und Anja Dewey sowie von den Kantoren Joseph Dahlberg und Thomas Becker. Der Eintritt ist frei.
www.eikdh.de

Text: APK
Foto(s): APK/AI

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Mit Segen in die Sommerferien: Gottesdienste und Aktionen in Köln und Region

Ferien bedeuten Aufbruch – und manchmal auch das Innehalten davor. Rund um den Start der Sommerferien feiern Evangelische Kirchengemeinden im Bereich des Evangelischen Kirchenverbandes Köln und Region Gottesdienste mit Reisesegen und Mehr-als-Noten-Segen: für alle, die verreisen, für alle, die bleiben, und für alle, die ein Schuljahr hinter sich gebracht haben – mit allem, was gut war, und mit allem, was schwer war. Am letzten Schultag stehen Teams mit Segenstoren an Schulen und auf dem Nachhauseweg bereit. In den Wochen darauf laden Gemeinden zu Gottesdiensten ein – als Open-Air-Familienfest auf der Wiese, als stiller Abendimpuls oder als festlicher Gottesdienst mit Chor und Band.

11.07.2026, 16:00
Heilig Geist Gemeinde Köln Land
Kreuzkirche Stommeln, Paul-Schneider-Straße 2, 50259 Pulheim
Open Air Familienkirche mit Reisesegen
Gottesdienst auf der Wiese mit Musik, Anspiel und Grillabend
Die Evangelische Heilig Geist Gemeinde Köln Land feiert am Samstag, 11. Juli, 16 Uhr, einen Familiengottesdienst im Freien auf der Wiese an der Kreuzkirche Stommeln, Paul-Schneider-Straße 2. Kurz vor den Sommerferien gibt es im Gottesdienst mit Pfarrer Volker Meiling einen Reisesegen. Wer möchte, bringt eine Picknickdecke mit und erlebt flotte Musik sowie ein kleines Anspiel. Im Anschluss gibt es ein gemütliches Beisammensein bei Grill und Kaltgetränk. Für die Kinder gibt es verschiedene Angebote zur Unterhaltung.
www.heiliggeistgemeinde.de

11.07.2026, 16:00
Heilig Geist Gemeinde Köln Land
Gemeindehaus Gnadenkirche Pulheim, Gustav-Heinemann-Straße 28, 50259 Pulheim
Gottesdienst „kreuz+quer“ mit Sommersegen
Generationenübergreifend für Jung und Alt
Der Gottesdienst „kreuz+quer“ der Evangelischen Heilig Geist Gemeinde Köln Land findet am Samstag, 11. Juli, 16 Uhr, im Gemeindehaus der Gnadenkirche Pulheim, Gustav-Heinemann-Straße 28, statt. Das Format richtet sich an alle Generationen – an Kinder, Jugendliche, Erwachsene und Senioren gleichermaßen. Pfarrer Johannes Böttcher und das „kreuz+quer-Team“ gestalten den Gottesdienst mit Sommersegen.
www.heiliggeistgemeinde.de

12.07.2026, 09:30
Evangelische Kirchengemeinde Hürth
Friedenskirche in Hürth-Efferen, Martin-Luther-Straße 12, 50354 Hürth
Morgengottesdienst mit Reisesegen und Taufe
Zum Start in die Sommerferien
Zu einem Morgengottesdienst mit Reisesegen und Taufe lädt die Evangelische Kirchengemeinde Hürth am Sonntag, 12. Juli, 9.30 Uhr, in die Friedenskirche Efferen, Martin-Luther-Straße 12, ein. Pfarrerin Christiane Birgden gestaltet die Liturgie.
www.evangelisch-in-huerth.de

12.07.2026, 10:30
Evangelische Kirchengemeinde Köln-Brück-Merheim
Petruskirche , Köln-Merheim, Am Schildchen 15, 51109 Köln
Reisesegen-Gottesdienst mit Sommerfest und Chören
Kirchengemeinde feiert den Start in die Sommerzeit
Mit einem Reisesegen-Gottesdienst im Garten der Petruskirche, Am Schildchen 15, startet die Evangelische Kirchengemeinde Köln-Brück-Merheim am Sonntag, 12. Juli, 10.30 Uhr, gemeinsam in die Sommerzeit. Pfarrer Daniel Rösler bringt Vorfreude, Sehnsucht nach Erholung und die Wege des Sommers vor Gott – für sichere Reisen, gute Begegnungen und Momente, in denen die Seele baumeln darf. Im Anschluss an den Gottesdienst feiern die Teilnehmerinnen und Teilnehmer im Garten der Petruskirche ein kleines Sommerfest mit Snacks, Getränken und guten Gesprächen, kleinen Überraschungen und dem Auftritt der Chöre.
www.brueck-merheim.de

12.07.2026, 11:00
Evangelische Kirchengemeinde Hürth
Martin-Luther-King-Kirche in Hürth-Mitte, Villering 38, 50354 Hürth
Gottesdienst mit Reisesegen und Taufe
Einladung in die Martin-Luther-King-Kirche
Zu einem Gottesdienst mit Reisesegen und Taufe lädt die Evangelische Kirchengemeinde Hürth am Sonntag, 12. Juli, 11 Uhr, in die Martin-Luther-King-Kirche, Villering 38, ein. Pfarrerin Christiane Birgden gestaltet die Liturgie.
www.evangelisch-in-huerth.de

12.07.2026, 18:00
Evangelische Kirchengemeinde Köln-Pesch
Ev. Gemeindezentrum, Montessoristraße, 50767 Köln
Abendimpuls mit Sommersegen und Abendmahl
Pfarrerin Sylvia Wacker gestaltet Gottesdienst zum Ferienbeginn
Zu einem Abendgottesdienst mit Abendmahl und Sommersegen lädt die Evangelische Kirchengemeinde Köln-Pesch am Sonntag, 12. Juli, 18 Uhr, in das Evangelische Gemeindezentrum, Montessoristraße 15, ein. Pfarrerin Sylvia Wacker gestaltet den Abendimpuls, der den bevorstehenden Ferienbeginn in den Blick nimmt.
www.dem-himmel-so-nah.de

15.07.2026, 19:15
Evangelische Kirchengemeinde Köln-Klettenberg
Tersteegenhaus, Emmastraße 6, 50937 Köln
FeierAbendZeit mit Reisesegen
Kurzer Gottesdienst mit Jazz- und Popchor im Tersteegenhaus
Pfarrerin Mareike Maeggi, Pfarrerin Julia Strecker und der Jazz- und Popchor gestalten am Mittwoch, 15. Juli, 19.15 Uhr, eine FeierAbendZeit mit Reisesegen im Tersteegenhaus der Evangelischen Kirchengemeinde Köln-Klettenberg, Emmastraße 6. Das Format findet immer am 15. eines Monats statt und verbindet einen kurzen Gottesdienst mit Musik und einem Impuls mit anschließender Begegnung bei Wein, Käse und Crackern.
www.kirche-klettenberg.de

19.07.2026, 10:15
Evangelische Kirchengemeinde Brühl
Christuskirche, Mayersweg 10, 50321 Brühl
„Sei behütet auf deinen Wegen“ – Gottesdienst mit Reisesegen
Mit Pfarrerin Renate Gerhard in der Christuskirche Brühl
Zum ersten Feriensonntag feiert die Evangelische Kirchengemeinde Brühl am Sonntag, 19. Juli, 10.15 Uhr, einen Gottesdienst mit Reisesegen in der Christuskirche, Mayersweg 10. Unter dem Motto „Sei behütet auf deinen Wegen“ gestaltet Pfarrerin Renate Gerhard einen Gottesdienst, der den Sommer als Zeit der Atempause in den Blick nimmt – ob Meer oder Berge, weite Ferne oder überraschende Schätze ganz in der Nähe.
www.kirche-bruehl.de

19.07.2026, 11:00
Evangelische Kirchengemeinde Köln-Zollstock
Melanchthonkirche, Breniger Straße 20, 50969 Köln
Gottesdienst mit Reisesegen
Melanchthon-Hausband spielt – anschließend Kirchencafé
Mit Musik der Melanchthon-Hausband feiert die Evangelische Kirchengemeinde Köln-Zollstock am Sonntag, 19. Juli, 11 Uhr, einen Gottesdienst mit Reisesegen in der Melanchthonkirche, Breniger Straße 20. Im Anschluss lädt die Gemeinde zum Kirchencafé ein.
www.melanchthonkirche.de

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„Mehr-Als-Noten-Segen“

17.07.2026, 10:30
Evangelische Kirchengemeinde Köln-Klettenberg
St. Nikolaus, Nikolausplatz 17, 50937 Köln
Mehr-als-Noten-Segen vor St. Nikolaus
Segen, Seifenblasen und Eis am letzten Schultag in Köln-Klettenberg
Am letzten Schultag vor den Sommerferien steht Pfarrerin Mareike Maeggi von der Evangelischen Kirchengemeinde Köln-Klettenberg am Freitag, 17. Juli, 10.30 Uhr bis 13 Uhr, mit ihrem Team und dem Segenstor vor der katholischen Kirche St. Nikolaus, Nikolausplatz 17, bereit. Der Mehr-als-Noten-Segen richtet sich an Schülerinnen und Schüler, Lehrkräfte und Eltern, die einen persönlichen Segen mit in die Ferien nehmen möchten – begleitet von Seifenblasen und Eis. Das Angebot ist Teil einer stadtweiten Aktion von „hier+weiter“, dem Segensbüro sowie verschiedenen Kirchengemeinden, bei der Teams an verschiedenen Orten in Köln Segenstore aufstellen.
www.kirche-klettenberg.de

17.07.2026, 11:00
Evangelische Kirchengemeinde Köln Niehl-Riehl
Riehler Gürtel, 50735 Köln
Mehr-als-Noten-Segen am letzten Schultag
Evangelische Kirchengemeinde Köln Niehl-Riehl segnet Schülerinnen und Schüler
Am letzten Schultag vor den Sommerferien, Freitag, 17. Juli, 11 Uhr, sind Pfarrerin Anna-Maari Tölle und Diakon Dirk Küffen am Riehler Gürtel in Köln unterwegs, um Schülerinnen, Schüler und Lehrkräfte zu segnen. Der Mehr-als-Noten-Segen ist ein Format des kirchlichen Projekts hier+weiter und findet auf Schulhöfen und auf dem Nachhauseweg statt. Mit einem bunt geschmückten Rosenbogen als Segenstor, Seifenblasen und Segenskarten zum Mitnehmen wird ein Ort geschaffen, der über Noten und Leistung hinausweist. Die Segenskarten nehmen alle in den Blick, die ein weiteres Schuljahr durchgehalten haben – mit allem, was gut war, und mit allem, was schwer war.
www.ev-kirche-niehl-riehl.de

Text: APK
Foto(s): APK/Canva

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10 Jahre „Bensberg isst was“: Wie eine Suppenküche Gemeinschaft stiftet – und wie Sie helfen können

Maryam Akhondy mit Syavash Rastani (rechts) und Iman Aghajanloo (links)

Bewegender Gesang persischer Klassik mit seinen Momenten vollkommener Stille, traditionelle Küchenlieder, mitreißende Stücke persischer Popmusik – Maryam Akhondy & Ensemble Barbad zogen die Zuhörenden in der evangelischen Kirche Bensberg auf immer neue Weise in ihren Bann. Die iranische Sängerin, die Musiker Syavash Rastani an den persischen Trommeln Tombak und Daf sowie Iman Aghajanloo, der die Langhalslauten Tar und Tanbur virtuos beherrschte, gaben Anlass zu konzentriertem Staunen, mitfühlender Trauer und schließlich zu ausgelassener Freude. Mit dem Konzert feierte die evangelische Gemeinde das zehnjährige Bestehen ihrer Suppenküche „Bensberg isst was“. Den Auftritt der vielfach ausgezeichneten Künstlerin finanzierte der Lions Club Bensberg-Königsforst. Maryam Akhondy hat unter anderem 2023 als erste Frau den WDR-Jazzpreis in der Kategorie Musikkulturen erhalten – die Jury begründete dies auch mit ihrer „Rolle als Brückenbauerin zwischen den verschiedenen Musikkulturen, persischen und europäischen, klassischen und modernen Spielweisen“. Die Bethe-Stiftung von Erich und Roswitha Bethe unterstützt die Suppenküche zum Jubiläum mit einer ganz besonderen Aktion: Bis zum 4. September verdoppelt sie drei Monate lang alle Spenden bis zu einem Gesamtbetrag von 15.000 Euro. Auftakt war die Verdopplung des Erlöses des Benefizkonzertabends in Höhe von 1.993 Euro.

Maryam Akhondy und ihr Ensemble nahmen das Publikum mit in die Welt der alten persischen Volksmusik und auch in das, was die Künstlerin, die als junge Frau nach Deutschland gekommen ist, im Hier und Jetzt bewegt. „Sie hat über die dramatische Lage im Iran und die Not der Menschen dort gesprochen“, erläuterte Diakon Rainer Beerhenke, der das Konzert initiiert hatte. Im Anschluss habe das Ensemble traditionelle Lieder gespielt, mit denen Menschen ihren Schmerz und ihre Trauer zum Ausdruck bringen. Konzentriert folgten die Gäste danach den Erläuterungen zur Tradition und zum historischen Einsatz der persischen Instrumente. Und schließlich überraschten die Musiker ihr Publikum mit persischer Popmusik. „In der letzten Phase des etwa eineinhalbstündigen Konzertes klatschte und schnipste ein Teil des Publikums den Rhythmus der Popsongs mit, die Stimmung war unglaublich schön und ausgelassen“, schilderte Beerhenke. Die muss wohl auch Akhondy und den Musikern gefallen haben: Sie gingen erst nach der dritten Zugabe endgültig von der Bühne.

Mehr als ein Mittagessen: Was „Bensberg isst was“ den Menschen gibt

Zwei Generationen, ein Herzensanliegen: Manfred Beistein (72) und Lisa von Dake (34) halten „Bensberg isst was“ seit Jahren am Laufen – mit viel Engagement und noch mehr Freude an der Begegnung.

Die Suppenküche „Bensberg isst was“ im Gemeindezentrum Bensberg öffnet seit zehn Jahren einmal in der Woche ihre Türen für Menschen, die Unterstützung, Gemeinschaft und ein warmes Essen benötigen. Sie ist ein fester Bestandteil des Gemeindelebens. Gegründet wurde sie von Diakon Rainer Beerhenke und dem ehemaligen Gemeindepfarrer Wolfgang Graf. Das Gründungsteam aus fünf Damen ist bis heute aktiv, und auch Manfred Beilstein war von Anfang an dabei. „Damals war ich der Jüngste“, sagte der 72-Jährige schmunzelnd. Seine Mitstreiterinnen seien heute alle 80 Jahre oder älter. Verstärkung hat das Team durch Lisa von Dake bekommen. Die 34-Jährige hat große Freude an der Arbeit im Team. „Und es ist unheimlich schön, wie dankbar und freundlich unsere Gäste sind, wenn sie hier ein warmes Essen bekommen und in netter Gesellschaft ein oder zwei Stunden verbringen können“, sagte sie. Das findet auch Beilstein: „Einsamkeit ist ein Thema für Viele hier.“ Vor dem Konzert feierten die Gäste und Helfer mit der Veranstaltung „Suppe & Begegnung“ das runde Jubiläum der Suppenküche „Bensberg isst was“.

Das Angebot umfasst nicht nur eine warme Mahlzeit, Kaffee und ein Stückchen Kuchen, sondern auch die Möglichkeit, direkt vor Ort eine Sozialberatung oder eine seelsorgerische Betreuung in Anspruch zu nehmen. Außerdem sind auch die Kleiderstube und das Gemeindebüro mittags geöffnet. Dreißig bis vierzig Menschen kommen regelmäßig jede Woche, zwei Drittel von ihnen sind Stammgäste. Die Sozialberatung nutzen vor allem Menschen, die Schwierigkeiten haben, Anträge für städtische Ämter auszufüllen oder bei anderen bürokratischen Fragen Hilfe benötigen, so Diakon Rainer Beerhenke, der jede Woche vor Ort ist. Immer wieder wird während dieser Zeit auch das Angebot eines Seelsorgegesprächs angenommen, für das ein Raum im Gemeindezentrum bereitsteht. „Oft hilft es den Menschen schon, wenn sie einfach in geschütztem Rahmen eine halbe Stunde über ihre Schwierigkeiten sprechen können“, schilderte Beerhenke. In die Suppenküche kann jeder kommen, der möchte. „Wir sind immer ein sehr bunter Kreis: Es kommen Menschen, die einfach ein bisschen Gesellschaft haben möchten, Ältere mit geringer Rente oder auch Jüngere, die gerade im Bürgergeld­bezug stecken“, erzählte der Diakon. „Einige der Gäste sind jünger als 30 Jahre, die meisten sind zwischen 40 und 60 Jahre alt, aber es gibt auch eine feste Stammgruppe von Senioren, es kommen immer wieder neue ältere Gäste und auch Menschen, die auf der Straße leben.“ Etliche Menschen nehmen auch das Angebot von Lebensmittelgutscheinen an, die ihnen meist über die letzte Woche des Monats helfen. Vor zehn Jahren habe es auch skeptische Stimmen gegeben, erinnerte sich Beerhenke: „‚In Bensberg brauchen wir keine Suppenküche‘ – aber dann wuchs der Kreis der Gäste des ökumenischen Mittagstisches schnell.“ „Wir sehen in diesem Angebot, das bedürftige Menschen unterstützt und Gemeinschaft ermöglicht, einen unserer zentralen Aufträge als Kirche“, so Beerhenke.

Jetzt spenden – und die Bethe-Stiftung verdoppelt Ihren Beitrag

Damit es die Suppenküche auch weiterhin geben kann, ist die Gemeinde auf Spenden angewiesen: Für das Essen und die Finanzierung der Sozialberatung muss sie monatlich gut 1.000 Euro aufbringen. „Wer uns unterstützen möchte, soll das unbedingt jetzt oder bis zum 4. September tun“, warb der Diakon. „Aktuell verdoppelt die Bethe-Stiftung in einer großzügigen Aktion jeden gespendeten Euro bis zur Gesamtsumme von 15.000 Euro.“ Kommt diese Spendensumme zusammen, stehen der Suppenküche insgesamt 30.000 Euro zur Verfügung – damit wäre die Finanzierung des rege genutzten Angebotes der Evangelischen Gemeinde Bensberg für zweieinhalb Jahre gesichert.

Hier sind die Bankdaten:

Ev. Kirchengemeinde Bensberg IBAN: DE49 3506 0190 1010 6100 16 BIC: GENODED1DKD Verwendungszweck: Verdopplung Bethe-Stiftung

Text: Gabi Bossler
Foto(s): Gabi Bossler

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