Unsere Wochentipps: Pubquiz, Kunst, Musik und ein großes Veedelsfest – die Woche der Diakonie voller Begegnungen

Die kommende Woche hat einiges zu bieten: Beim Pubquiz-Abend in Lechenich kann Wissen mit Spaß verbunden werden, während in der Friedenskirche Mülheim eine beeindruckende Vernissage mit Tanzperformance eröffnet wird. In Klettenberg lädt das Johannesfest Jung und Alt zu einem bunten Veedelsfest ein, und in der Zeltkirche Kippekausen sorgt ein sommerlicher Liederabend für Musikgenuss der besonderen Art. Dazu gastiert der Chamber Chor der Universität Manchester mit einem hochkarätigen Konzert in der Trinitatiskirche. Den roten Faden der Woche bildet die Woche der Diakonie unter dem Motto #raumgeben – zehn Tage lang öffnen kirchliche Einrichtungen in Köln und der Region ihre Türen für Begegnung, Beratung und Gemeinschaft. Schauen Sie vorbei, machen Sie mit – es lohnt sich!

Pubquiz im Bistro der Evangelischen Kirchengemeinde Lechenich

Wissen, Spaß und gute Gespräche in gemütlicher Runde
Wer sein Wissen unter Beweis stellen möchte, ist am Freitag, 12. Juni, 19 Uhr, im Bistro der Evangelischen Kirchengemeinde Lechenich, An der Vogelrute 8, genau richtig: Das Bistro-Team veranstaltet dort einen Pubquiz-Abend mit spannenden Fragen, guten Gesprächen und leckeren Snacks. Ob allein oder im Team – der Abend richtet sich an alle, die Freude an geselliger Unterhaltung haben. Zur besseren Planung ist eine Anmeldung per E-Mail an barbara.rudolph.1@ekir.de erwünscht; spontanes Vorbeikommen ist ebenfalls willkommen.
www.kirche-lechenich.de

Momentum – Vom Akt des Zeichnens

Vernissage mit Tanzperformance in der Friedenskirche Mülheim
Die Evangelische Kirchengemeinde Mülheim am Rhein lädt am Freitag, 12. Juni, 19 Uhr, zur Vernissage in die Friedenskirche, Wallstraße 70, ein. Zu sehen sind Arbeiten von Birgit Schlechtriemen, einer Kölner Künstlerin mit Atelier in Mülheim, die sich der Zeichnung und Malerei widmet. Christiane von Scheven führt in die Werke der Ausstellung ein. Suza Richter gestaltet eine Tanzperformance zur Eröffnung.
www.kirche-koeln-muelheim.de

Woche der Diakonie 2026: #raumgeben

Zehn Tage, viele Orte, ein Thema
Zuhören, begleiten, schützen, stärken: Unter dem Motto #raumgeben findet die Woche der Diakonie von Freitag, 13. Juni, bis Sonntag, 21. Juni, mit zahlreichen Veranstaltungen in Köln und der Region statt. Kirchliche und diakonische Einrichtungen öffnen ihre Türen und schaffen Raum für Beratung, Begegnung, Zuflucht und Fürsorge – auch bei sensiblen Themen wie Demenz, Sucht im Alter, Erziehungsfragen und Trauer. Erstmals dabei sind in diesem Jahr die Melanchthon-Akademie, die Johanniter-Unfall-Hilfe und die Evangelische Beratungsstelle für Kinder, Jugendliche und Erwachsene. Zu den Highlights zählen die „Sundowner im Kartäuserhof – Genießen und Gutes tun“ am Donnerstag und Freitag, 18. und 19. Juni, jeweils 17 bis 23 Uhr, im Innenhof der Kartäuserkirche, Kartäusergasse 7: Bei Cocktails, Kölsch, internationalen Snacks und Musik können Besucherinnen und Besucher einen entspannten Feierabend verbringen – und gleichzeitig Menschen im Kirchenasyl unterstützen, denn alle Erlöse kommen dieser Arbeit zugute. Ebenfalls auf dem Programm steht der Gesprächsabend „Krank und unversorgt“ am Montag, 15. Juni, 18 bis 20 Uhr, im Citykirchenzentrum, Antoniterstraße 14–16: Menschen aus Köln berichten aus der Praxis rund um den Anonymen Krankenschein. Am Mittwoch, 17. Juni, lädt die Kirchengemeinde Ehrenfeld von 11 bis 13 Uhr am Lenauplatz dazu ein, auf dem roten Sofa Platz zu nehmen und ins Gespräch zu kommen. Am Donnerstag, 18. Juni, feiert der DiakoniePunkt Chorweiler mit Sozialpsychiatrischem Zentrum und Suchtberatung seine Eröffnung in den Räumen am Pariser Platz 32. Den Abschluss bilden am Sonntag, 21. Juni, gleich mehrere Feste: das Jubiläum 40 Jahre Evangelischer Sozialdienst in der Evangelischen Kirche Frechen, Hauptstraße 209, der Gottesdienst zur Eröffnung des Zentrums für Kirchenasyl in der Kreuzkirche, Wuppertaler Straße 21, sowie der Festgottesdienst zur Wiedereröffnung der Stadtkirche Chorweiler, Pariser Platz 32. Das vollständige Programm ist abrufbar unter www.diakonie-koeln.de/woche-der-diakonie.
www.diakonie-koeln.de/woche-der-diakonie

Johannesfest in Klettenberg

Großes Veedelsfest rund um die Johanneskirche
Die Evangelische Kirchengemeinde Köln-Klettenberg feiert am Sonntag, 14. Juni, 11 Uhr, das Johannesfest rund um die Johanneskirche, Nonnenwerthstraße 78. Den Auftakt macht ein lebendiger Festgottesdienst für alle Generationen mit der Johanneskantorei, Kindergartenkindern, Kantorin Eva-Maria Förster und Pfarrer Ivo Masanek. Ab 12 Uhr verwandelt sich das Gelände in ein buntes Veedelsfest mit Tombola, Steinmalerei, Stockbrot, Hüpfburg, Schminken und Glücksrad. Für das leibliche Wohl sorgen Gegrilltes und Veganes, ukrainische Speisen, Reibekuchen, Gourmet-Pommes, Crèpes, Eis, Waffeln, Popcorn, hundert Kuchen und Salate sowie Kölsch und Softdrinks. Das Bühnenprogramm bietet Irish Folk (12 Uhr), die Johannesbläser (13 Uhr), Club Kreuznach Superstar (13.30 Uhr), Vorlesetheater (13.45 und 14.45 Uhr), Dudelsack und Orgel (14.15 Uhr), eine Orgelführung (14.30 Uhr), Gardetanz (15.15 Uhr), Tänze zum Mitmachen (15.30 Uhr), Stepptanz (16 Uhr) und das Sextett Jazzgarden (16.45 Uhr). Ab 19 Uhr gibt es Public Viewing des WM-Spiels Deutschland gegen Curaçao mit Gegrilltem und Getränken. Der Erlös des Johannesfestes kommt der Arbeit mit Menschen mit Behinderung in der Gemeinde zugute.
www.kirche-klettenberg.de

Konzert „Summer Cheeks“ in der Zeltkirche Kippekausen

Sommerlicher Liederabend mit Lara Jones und Hannah Morrison
Mit einem sommerlichen Liederabend unter dem Titel „Summer Cheeks“ sind Lara Jones (Klavier) und Hannah Morrison (Gesang) am Sonntag, 14. Juni, 18 Uhr, in der Evangelischen Zeltkirche Kippekausen, Am Rittersteg 1, zu erleben. Die beiden Künstlerinnen verbindet seit vielen Jahren nicht nur eine enge Freundschaft, sondern auch die gemeinsame Leidenschaft für die Liedkunst. Das Programm spannt einen weiten Bogen: von Werken Clara Schumanns, Fanny Hensels, Wolfgang Amadeus Mozarts und Edvard Griegs über Musical-Songs von Leonard Bernstein, Rodgers und Hammerstein und Irving Berlin bis hin zu Pop – darunter „Fields of Gold“ von Sting. Der Eintritt ist frei, um eine angemessene Spende wird gebeten.
www.kirche-bensberg.de

Chor- und Orchesterkonzert der Universität Manchester

Chamber Chor und Symphony Orchestra zu Gast in der Trinitatiskirche
Der Chamber Chor und das Symphony Orchestra der Universität Manchester gastieren am Mittwoch, 17. Juni, 19.30 Uhr, in der Trinitatiskirche, Filzengraben 4. Auf dem Programm stehen Werke von Felix Mendelssohn Bartholdy, Johann Sebastian Bach, Gustav Holst, Eric Whitacre und anderen. Der Eintritt ist frei, um Spenden wird gebeten.
www.trinitatiskirche-koeln.de

Text: APK
Foto(s): APK

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240 Stimmen, ein Klang – Festliches Mitsingkonzert feiert den neuen Kirchenkreis Köln-Linksrheinisch

„Singt fröhlich Gott, der unsere Stärke ist. Jauchzt dem Gott Jakobs!“ war als Motto im Liederheft zu lesen. Fröhlich war es allemal, das „Festliche Mitsingkonzert“ anlässlich der Gründung des Kirchenkreises Köln-Linksrheinisch, der seit dem 1. Januar aus den früheren Kirchenkreisen Köln-Nord, -Mitte und -Süd besteht. „Gestern drei, heute eins – drei Kirchenkreise gehen ihren Weg zukünftig gemeinsam, sie wachsen nicht und werden doch größer, sie re-formieren und straffen sich für den Weg in eine gemeinsame Zukunft. Auch das muss gefeiert werden“, schrieb Kreiskantor Samuel Dobernecker vorab.

Aus allen drei Kirchenkreisen: Gemeinsam in der Trinitatiskirche

Gemeinsam war ein gutes Stichwort. Aus allen drei früheren Kirchenkreisen waren Musikanten, Sängerinnen und Sänger in die Trinitatiskirche gekommen. Großen Applaus erhielt die Junge Kantorei, das neue Jugendprojekt im Kirchenkreis Köln-Linksrheinisch. Sie zog zu Beginn des Konzertes durch den Mittelgang in die Trinitatiskirche ein und begeisterte mit dem „Jubilate Deo“. Die Jugendlichen kommen aus sechs Chören des Kirchenkreises, in denen sie für das gemeinsame Repertoire proben. Nach zwei gemeinsamen Chorfahrten 2024 nach London und 2025 nach Dresden ist für den Herbst dieses Jahres ein Probenwochenende in Trier geplant. Die Jugendkantorei wird bei der zentralen Reformationsfeier des Evangelischen Kirchenverbands Köln und Region in der Trinitatiskirche singen. Auch ein Auftritt beim nächsten Deutschen Evangelischen Kirchentag in Düsseldorf im kommenden Jahr ist geplant.

„Zusammen geht viel mehr als allein“

Stadtsuperintendent Bernhard Seiger begrüßte die Mitwirkenden. „Heute sind hier 240 Musikerinnen und Musiker versammelt. Wir feiern in dem Wissen, dass zusammen viel mehr geht als allein.“ 60 Jahre hätten die drei Kirchenkreise bestanden. Es sei gut, „viele verschiedene Stimmen zusammenzubringen“. Dann rief der Stadtsuperintendent die Chöre einzeln auf, die jeweils lautstark auf sich aufmerksam machten. Die Junge Kantorei bestand aus Mitgliedern des Kinder- und Jugendchors Braunsfeld, des Evangelischen Kinder- und Jugendchors Brühl, des Ehrenfelder Jugendchors, der Rondorfer Kurrende, des Kinderchors An der Erft aus Bergheim und des Evangelischen Jugendchors Bayenthal.

Chöre, Posaunen und Orgel: Ein Klangkörper aus dem ganzen Kirchenkreis

Ein gemeinsames Repertoire hat in den vergangenen Monaten auch ein „Chor der Kantoreien“ einstudiert. Folgende Chöre führten dieses Repertoire beim Mitsingkonzert auf: die Johanneskantorei Köln-Klettenberg, die Evangelische Kantorei Brühl, der Lutherchor der Evangelischen Gemeinde Köln, die Kantorei Rodenkirchen, die Evangelische Kantorei Frechen, die Evangelische Kantorei Hürth, der Chor Königsdorf der Evangelischen Christusgemeinde an der Glessener Höhe, der Melanchthon-Gospelchor Köln-Zollstock und das Vokalensemble an der Reformationskirche in Bayenthal. Für die musikalische Begleitung sorgen der Evangelische Posaunenchor Hürth, der Posaunen-Projektchor Köln-Linksrheinisch, David Andres am Kontrabass, Carl Zinsius am Schlagzeug, Felix Zimmermann am Cello sowie Johannes Quack und Wolf-Rüdiger Spieler an der Orgel. Zum Schluss noch einmal Kreiskantor Samuel Dobernecker: „Wer singt, betet doppelt. Im Singen werden wir hörbar zu einer Gemeinschaft, die trägt, die Nähe schafft und einfach gut tut.“

Text: Stefan Rahmann
Foto(s): Stefan Rahmann

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Musik ist kein Luxus! Nach 17 Monaten: Die Orgel der Christuskirche Dellbrück ist zurück

Die ‚Königin der Instrumente‘ ist zurück: Nach umfassender Restaurierung und Erweiterung durch die Orgelbaufirma Hubert Fasen erklang die Orgel der Christuskirche Dellbrück an Pfingstmontag zum ersten Mal in neuem Glanz. Foto: Thomas Ahrendt / studio157.de

Leises Säuseln, wildes Brausen oder unaussprechliches Seufzen – das alles kann die Orgel. Aber auch der Heilige Geist macht sich so bemerkbar. Sowohl das Lateinische (anima) als auch das Hebräische (Ruach) verwenden für „Geist“ und „Hauch“ dasselbe Wort. Könnte es also einen passenderen Termin für die Wiedereinweihung einer Orgel geben als Pfingsten? Die 1965 von der Orgelwerkstatt Willi Peter erbaute Orgel der Christuskirche in Dellbrück war vollständig ausgebaut und von der Orgelbaufirma Hubert Fasen aus der Eifel in deren Werkstatt gereinigt, überholt und grundlegend erneuert worden.

32 Register, 1.645 Pfeifen – und eine Nacht bis zum Morgengrauen

Windladen und Register wurden neu angeordnet, eine mechanische Spieltraktur neu erstellt und zusätzliche Register eingebaut. Das Instrument verfügt nun über 32 Register, 1.645 Pfeifen und eine MIDI-Schnittstelle. Auch wenn Orgelbauer Hubert Fasen und sein Team dafür noch bis in die frühen Morgenstunden arbeiten mussten, durfte die Evangelische Gemeinde Köln-Dellbrück-Holweide am Pfingstmontag in der Christuskirche nach 17 Monaten, in denen eine Truhenorgel als Ersatz gedient hatte, endlich den nun deutlich facettenreicheren Klang ihrer restaurierten und erweiterten Orgel genießen. Außerdem sorgte die Kantorei „Coro con Spirito“ unter der Leitung von Mechthild Brand dafür, dass der Gottesdienst einen festlichen musikalischen Rahmen erhielt.

Auch die Vorsitzende des Presbyteriums, Helga Heyder-Späth, nahm in ihrer Begrüßung die Parallelen zwischen Gottes Geist und dem Orgelwind auf. Sie freute sich nicht nur über Besuch aus der katholischen Nachbargemeinde, sondern zudem über einige interessierte Kirchenmusiker*innen. Heyder-Späth wies darauf hin, dass die Orgel nun in Teilen auch von unten aus angesteuert werden könne, und erklärte, dass die Choralvorspiele – unter anderem von J. S. Bach, Carsten Klomp und Dietrich Buxtehude – die Liedauswahl für diesen besonderen Gottesdienst beeinflusst hätten.

„Dem Innersten einen Weg nach außen bauen“ – Mut in Zeiten des Wandels

Pfarrer Ulrich Kock-Blunk bedankte sich persönlich bei Orgelbauer Hubert Fasen (l.).

Pfarrer Ulrich Kock-Blunk durfte die offizielle Einweihung der runderneuerten und erweiterten „Königin der Instrumente“ vornehmen – die sich allerdings technisch bisweilen von ihrer divenhaften Seite zeigte. „Wozu ist die Orgel da?“, fragte er und gab die Antwort gleich selbst: „Dem Innersten einen Weg nach außen zu bauen!“ Kock-Blunk lobte den „Mut des Presbyteriums“ in „Zeiten von Niedergang und Abbruch“ sowie das Engagement so vieler Unterstützer, darunter die Fördervereine und mehrere Firmen. Nicht zu vergessen: kreative Ideen wie der Verkauf von „Orgelwein“ und „Orgelplätzchen“. Mehr als 125.000 Euro seien bereits zusammengekommen – und noch immer können Orgelbegeisterte gegen eine Spende Pfeifenpatin oder Pfeifenpate werden.

Seine Predigt stellte Ulrich Kock-Blunk unter ein Wort aus einer modernen Übertragung von Psalm 150: „Preist ihn mit der schönsten und schrillsten Musik!“ „Bis zur Industrialisierung waren Orgeln die technisch anspruchsvollsten Maschinen, die der Mensch bauen konnte“, würdigte er zunächst jenes Tasteninstrument, das seit Jahrhunderten fester Bestandteil des christlichen Gottesdienstes ist.

Pfingsten als Fest der Spracherneuerung: Wenn Musik weiter reicht als Worte

Kirchenmusikerin Mechthild Brand am Spieltisch der restaurierten Orgel – das Instrument verfügt nun über 32 Register, 1.645 Pfeifen und eine MIDI-Schnittstelle.

Die Gemeinde habe für das Restaurierungsprojekt viel Geld in die Hand genommen. „Geld, das man auch anders hätte ausgeben können.“ Aber dennoch sei die Orgelsanierung eine lohnende Investition in die Zukunft. „Musik ist kein Luxus!“, betonte Ulrich Kock-Blunk – in Anlehnung an den Satz aus einem Essay der amerikanischen Schriftstellerin und Aktivistin Audre Lorde: „Poetry is not a luxury“. „Musik erweitert unsere Sprache“, stellte er fest und verwies damit nicht nur auf die enge Verbindung zwischen Sprache und Musik, ihre kommunikative Funktion, sondern auch auf ihre emotionale Unmittelbarkeit. Bereits in den „Merseburger Zaubersprüchen“ aus dem 10. Jahrhundert, der ältesten althochdeutschen textlichen Überlieferung, werde poetische Sprache in Verbindung mit Befreiung und Heilung gebracht. Pfingsten sei das Fest der Sprachzerstörung und der Spracherneuerung. Dabei komme es gar nicht so sehr auf wohlgesetzte Worte an, denn „Schönheit wäre viel zu wenig, wenn es darum geht, von Gott zu sprechen.“

Auch nach dem Gottesdienst stand dieser Pfingstmontag ganz im Zeichen der Orgel: Im Gemeindehaus konnten sich die Jüngsten am Bau einer Mini-Orgel („Organetto“) versuchen und so spielerisch viel über die Funktionsweise des Instruments lernen. Außerdem gab es Orgelführungen und am Nachmittag ein Konzert mit Professor Christian Rieger, der die Orgel bereits vor ihrer Restaurierung musikalisch „verabschiedet“ hatte.

Einladung Wiedereinweihung Orgel Karte

Text: Priska Mielke
Foto(s): Priska Mielke / Thomas Ahrendt / studio157.de.

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Gemeinsam mitfiebern, jubeln und feiern: Public Viewing in evangelischen Gemeinden

Bald rollt der Ball: Am Sonntag, 14. Juni, startet die Fußball-Weltmeisterschaft und die Vorfreude wächst. Gemeinsam mit anderen Fans mitfiebern, jubeln und spannende Spiele erleben – das macht Public Viewing zu etwas Besonderem. Auch in mehreren evangelischen Gemeinden Kölns wird die WM zum Gemeinschaftserlebnis. Ob unter freiem Himmel, im Gemeindesaal oder in der Kirche: Wer die Spiele der deutschen Nationalmannschaft nicht allein vor dem Fernseher verfolgen möchte, findet hier Gelegenheit, Fußball, Begegnung und gute Stimmung miteinander zu verbinden.

Die Evangelische Kirchengemeinde Bensberg überträgt das Spiel in der Kirche

Fußball und Kirche vereinen sich am Sonntag, 14. Juni, in der Evangelischen Kirche Bensberg, Friedhofsweg 9: Die Evangelische Kirchengemeinde Bensberg überträgt unter dem Motto „Anpfiff in der Kirche“ das Spiel Deutschland gegen Curaçao bei der Fußball-Weltmeisterschaft. Ab 18 Uhr sorgt ein BBQ für das leibliche Wohl, um 19 Uhr ist Anpfiff. Besucherinnen und Besucher sind eingeladen, gemeinsam zu jubeln, mitzufiebern und die besondere Gemeinschaft zu genießen. Die Kirche wird dabei zum Treffpunkt für Fußballfans aller Generationen. Der Eintritt ist frei, jedoch nur mit Ticket: Pro Person sind maximal zwei Tickets erhältlich im Café Amelie, Schloßstraße 7, montags bis samstags von 9 bis 19 Uhr.
www.kirche-bensberg.de

Ein Gottesdienst zur Fußball-WM in der Friedenskirche

Ein Gottesdienst zur Fußball-Weltmeisterschaft in der Reihe „Der andere Gottesdienst“ findet am Sonntag, 14. Juni, 17 Uhr, in der Friedenskirche der Evangelischen Hoffnungsgemeinde im Kölner Norden, Hackenbroicher Straße 59–61, statt. Unter dem Titel „Gott im Stadion“ greifen Marie Goltz und ihr Team das Thema Fußball-Weltmeisterschaft auf. „Der andere Gottesdienst ist ein Format, das keine feste Form kennt und jedes Mal neu gestaltet wird. Im Anschluss an den Gottesdienst gibt es Getränke und Gegrilltes, und wer möchte, kann gemeinsam das erste Deutschlandspiel gegen Curaçao verfolgen. Wer bei der Vorbereitung mitwirken möchte, kann sich per E-Mail an mc.goltz@web.de wenden.
www.hoffnungsgemeinde-koeln.de

Familienfreundliches Treffen in der Emmauskirche Vogelsang

Zum Public Viewing der Vorrundenspiele der Deutschen Nationalmannschaft bei der Fußballweltmeisterschaft lädt die Evangelische Kirchengemeinde Ehrenfeld an drei Terminen in die Emmauskirche, Birkhuhnweg 2, ein. Gezeigt werden Deutschland gegen Curacao am Sonntag, 14. Juni, 19 Uhr, Deutschland gegen die Elfenbeinküste am Samstag, 20. Juni, 22 Uhr, sowie Deutschland gegen Ecuador am Donnerstag, 25. Juni, 22 Uhr. Einlass ist jeweils eine Stunde vor dem Anstoß. Neben spannenden Spielen gibt es Kaltgetränke und Würstchen, und beim beliebten Tippspiel können attraktive Preise gewonnen werden.
www.evangelisch-ehrenfeld.de

Public Viewing zur Fußball-WM 2026 in der Lutherkirche Südstadt

Fußball-WM-Atmosphäre mitten in der Kölner Südstadt: Der Förderverein Südstadtleben zeigt alle Deutschlandspiele der Vorrunde open air im Hof der Lutherkirche, Martin-Luther-Platz 2-4, und zwar am Sonntag, 14. Juni, 19 Uhr (Einlass 18 Uhr), das Spiel Deutschland gegen Curaçao, am Samstag, 20. Juni, 22 Uhr (Einlass 21 Uhr), Deutschland gegen Elfenbeinküste, sowie am Donnerstag, 25. Juni, 22 Uhr (Einlass 21 Uhr), Deutschland gegen Ecuador. Der Hof ist mit Schirmen überdacht, sodass auch leichter Regen kein Hindernis ist; bei Dauerregen weicht das Public Viewing in die Kirche aus. Für Kölsch, Wein, Softgetränke und Würstchen vom Grill ist gesorgt; mitgebrachte Getränke sind nicht erlaubt. Sollte die deutsche Mannschaft die Vorrunde überstehen, plant Südstadtleben, auch die weiteren Spiele zu zeigen. Der Eintritt ist frei. Tickets gibt es unter www.rausgegangen.de.
www.suedstadt-leben-koeln.de

Public Viewing im „Lichtblick – Café + mehr“

Zwei Spiele der Fußball-Weltmeisterschaft zeigt das „Lichtblick – Café + mehr“, Gisbertstraße 98, live auf der Leinwand: Am Sonntag, 14. Juni, beginnt um 19 Uhr das Spiel Deutschland gegen Curaçao, am Donnerstag, 25. Juni, steht ab 22 Uhr Deutschland gegen Ecuador auf dem Programm. Einlass ist jeweils eine halbe Stunde vor Anpfiff. Getränke und Snacks sind gegen Bezahlung erhältlich. Der Eintritt ist frei.
www.brueckenschlag-gemeinde.de

Gemeinsam jubeln in der Johanneskirche Klettenberg

Zum Public Viewing der Fußball-Weltmeisterschaft der Herren öffnet die Evangelische Kirchengemeinde Köln-Klettenberg am Sonntag, 14. Juni, 19 Uhr, den großen Saal unter der Johanneskirche Klettenberg, Nonnenwerthstraße 78. Gezeigt werden alle Spiele mit deutscher Beteiligung – und wer früh kommt, ist gut versorgt: Gegrilltes, Salate und Getränke stehen bereits eine Stunde vor Spielbeginn bereit. Der Erlös aus dem Verkauf von Gegrilltem, Salat und Kölsch kommt den Förderkreisen der Kirchengemeinde zugute.
www.kirche-klettenberg.de

Text: APK
Foto(s): APK/Canva

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„Vielfalt ist unser größter Schatz“ – Abschied von Pfarrer Helmut Müller beim internationalen Pfingstgottesdienst in Bonn

„Mit einer Schokolade in der Tasche gehe ich erfüllt und summend nach Hause, Melodien der Lieder im Kopf und Hoffnung im Herzen: Lasst es uns laut aussprechen – Vielfalt ist unser größter Schatz.“ Was an diesem Pfingstsonntag in der Friedenskirche Bonn spürbar wurde, war mehr als ein Gottesdienst. Es war ein lebendiges Zeichen dafür, was Kirche sein kann: ein Raum, in dem Menschen mit ganz unterschiedlichen Geschichten zusammenkommen – nicht trotz ihrer Unterschiede, sondern gerade durch sie verbunden.

Gemeinsam musizieren – Stimmen und Klänge aus verschiedenen Kontinenten verbanden sich beim internationalen Pfingstgottesdienst in der Friedenskirche Bonn. (Foto: Achterberg)

Am 24. Mai 2026 versammelten sich in der Friedenskirche in Bonn-Kessenich Menschen mit unterschiedlichen Lebenswegen, Sprachen und Erfahrungen – und feierten gemeinsam. Ein gemeinsames Vertrauen, ein gemeinsames Hoffen. Die Sehnsucht nach Frieden, nach Begegnung, nach einem Miteinander, das trägt. Und die Erfahrung: Wir reden darüber nicht nur – wir leben es.

Musik, die Grenzen überwindet

Die Atmosphäre des gesamten Gottesdienstes wurde von der Musik getragen. Die Marimba-Gruppe „Karibu Sounds of Marimbas“ eröffnete den Raum mit warmen, rhythmischen Klängen. Der Kisuaheli-Chor unter der Leitung von Obadia Mwaipaja ließ Stimmen aus verschiedenen Kontinenten zusammenklingen. Immer wieder verband sich alles im gemeinsamen Gesang – Grenzen lösten sich auf, Stimmen fanden zusammen. „Tusimwache mtu nyuma“ von Rise’n’Shine – Lasst keinen Menschen zurück. Dieser Ruf wurde mehr als ein Lied. Er wurde zur Haltung, zur gemeinsamen Sprache dieses Gottesdienstes. Auch „Mungu ni pendo – Gott ist die Liebe“ machte hörbar, was diesen Tag getragen hat: eine tiefe, gelebte Überzeugung, dass Gemeinschaft möglich ist – über Sprach- und Kulturgrenzen hinweg.

35 Jahre Dienst für Gerechtigkeit und Frieden

Gefeiert wurde der internationale Pfingstgottesdienst gemeinsam von der Friedenskirchengemeinde Bonn, der Swahili-Gemeinde und dem Regionalen Dienst der Vereinten Evangelischen Mission (VEM) – unter dem Thema „Verständigung – Understand one another“. In diesem Rahmen wurde Pfarrer Helmut Müller von Almut van Niekerk, Superintendentin des Kirchenkreises an Sieg und Rhein, und vielen Weggefährtinnen und Weggefährten feierlich aus seinem aktiven Dienst entpflichtet.Nach 35 Dienstjahren – davon sieben Jahre mit Schwerpunkt in der weltweiten Ökumene und seit 2022 im Regionalen Dienst der VEM in Köln/Bonn – tritt er in den Ruhestand. Was diesen Abschied so besonders machte, waren nicht nur Worte, sondern eine spürbare Übereinstimmung in den Werten: Wir stehen gemeinsam ein für Frieden und verlernen, Krieg zu führen. Wir glauben an Begegnung. Wir setzen uns für ein gerechtes Finanz- und Wirtschaftssystem ein. Wir sehen Vielfalt als Stärke. Und: Wir begnügen uns nicht damit, darüber zu sprechen – wir gestalten Kirche und Gesellschaft aktiv als Ort dieser Vielfalt. Genau das hat Helmut Müller in seinem Berufsleben verkörpert. Hierarchien abbauen, Menschen auf Augenhöhe begegnen, Räume öffnen für globale Solidarität – und immer wieder daran erinnern, dass Verständigung möglich ist. Seine Predigt nahm die Realität ernst: die Spaltungen, die Ängste, die Herausforderungen unserer Zeit. Und gleichzeitig setzte sie einen anderen Ton dagegen – Hoffnung, die nicht naiv ist, sondern getragen von der Kraft des Heiligen Geistes. Eine Kraft, die nicht trennt, sondern verbindet. Die nicht entmutigt, sondern stärkt. Dass Verständigung kein Automatismus ist, sondern eine Aufgabe – das klang ebenso an wie die Überzeugung: Sie ist möglich.

Ein Übergang, keine Zäsur

So war dieser Gottesdienst kein Abschluss im klassischen Sinne, sondern ein Übergang. Ein Moment des Dankes – und zugleich eine Einladung, das weiterzutragen, was gewachsen ist: in der Begegnung, im Engagement für Frieden und Gerechtigkeit, in einer Kirche, die Vielfalt nicht nur aushält, sondern lebt und feiert.Und vielleicht bleibt am Ende genau dieses Bild: Menschen, die gemeinsam singen, lachen, beten – getragen von der Überzeugung, dass niemand zurückgelassen werden soll.

Text: APK/ Dr. Anne-Christina Achterberg
Foto(s): APK/ Dr. Anne-Christina Achterberg

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Komm mit! Kirche und Diakonie beim CSD Köln

Evangelische Kirche und Diakonie sind zum vierten Mal beim Christopher Street Day (CSD) mit einer Fußgruppe vertreten. Dank der Unterstützung der Queeren Kirche, der beiden Kölner-Kirchenkreise, der Diakonie Michaelshoven, des Diakonischen Werks Köln und Region sowie zahlreicher Gemeinden in und um Köln können sie sogar mit einem eigenen Wagen teilnehmen. „Wir laden alle Menschen aus unseren Kirchen und diakonischen Einrichtungen herzlich ein, Teil dieser kraftvollen Demonstration für Menschenrechte, Vielfalt und gelebte Nächstenliebe zu sein“, sagt Pfarrer Tim Lahr für das Team der Queeren Kirche Köln. „Gerade für queere Mitarbeitende ist diese Beteiligung ein starkes Zeichen der Wertschätzung. Ihre Sichtbarkeit zeigt: Unsere Kirche steht für eine offene, inklusive und menschenfreundliche Gesellschaft.“ Der CSD Köln 2026 findet vom 19. Juni bis 5. Juli 2026 statt, wobei das Straßenfest vom 3. bis 5. Juli auf Heumarkt und Alter Markt gefeiert wird. Höhepunkt ist die große CSD-Demonstration am Sonntag, den 5. Juli 2026, in der Innenstadt, die als eines der größten Pride-Events in Europa gilt.

Anmeldung zur Teilnahme unter folgendem Link: https://forms.churchdesk.com/f/lton8xxKVo 

Rückfragen gerne an: queere-kirche-koeln@ekir.de

Eine weitere Auswahl an Veranstaltungen:

03.07.2026, 19:00 Uhr, Queerer Gottesdienst zum CSD Köln

Als Auftakt ins Christopher-Street-Day-Wochenende feiern die queere Community und alle Allies am Freitag, 3. Juli, 19 Uhr, einen Gottesdienst in der St. Johannes-Kirche, Tempelstraße 31. Pfarrer Tim Lahr und sein Team feiern den Gottesdienst mit allen, die sich für das Pride-Wochenende gemeinsam segnen lassen möchten. Egal ob queer, homo, trans, nicht-binär oder questioning – alle sind willkommen. Im Anschluss an den Gottesdienst wird gefeiert: mit Kölsch, Gloria und queerer Freude. Der Eintritt ist frei.
www.evangelisch-deutzpoll.de

04.07.2026, 18:00 Uhr, Evangelische Messe zum Cologne-Pride

Am Vorabend der großen CSD-Demonstration feiern die queere Community, ihre Allies und ökumenische Gäste am Samstag, 4. Juli, 18 Uhr, gemeinsam eine Evangelische Messe in der Antoniterkirche, Schildergasse 57.  Pfarrer Markus Herzberg gestaltet die Messe gemeinsam mit Pfarrer Jürgen Wenge, Alt-Katholischen Pfarrgemeinde Christi Auferstehung. Der Gottesdienst ist ein ökumenisches Zeichen, das die Unterschiedlichkeit der Menschen dankbar als Geschenk Gottes bejaht. Für mitreißende Musik sorgen die Bordkapelle und der Shantychor der StattGarde Colonia Ahoj e. V. Im Anschluss an den Gottesdienst verwandelt sich der Kirchhof im AntoniterQuartier in einen bunten Ort der Begegnung mit Musik und Getränken (19 bis 22 Uhr). Ein Pop UP von „Love is schøn.“ präsentiert Selected House & Disco Music by Karlito & Friends und serviert leckere Drinks. Das erste Kölsch geht aufs Haus.
www.antonitercitykirche.de

05.07.2026, 11:00 Uhr, Pop Up mit „Love is schøn.“ auf dem Kirchhof des AntoniterQuartiers

Zum Abschluss des Cologne Pride wird der Kirchhof im AntoniterQuartier, Antoniterstraße 14–16, zum Treffpunkt für alle, die feiern und ein Zeichen für Toleranz, Offenheit und Respekt setzen wollen. Das Pop-Up-Format „Love is schøn.“ bespielt den Kirchhof an zwei Terminen: am Samstag, 4. Juli, 19 bis 22 Uhr, sowie am Sonntag, 5. Juli, 11 bis 22 Uhr. Karlito & Friends sorgen mit Selected House und Disco Music für die Stimmung, dazu gibt es Barbetrieb. Am Samstag startet das Pop-Up direkt im Anschluss an den CSD-Gottesdienst, der in der Antoniterkirche stattfindet. Alle Gottesdienstbesuchenden erhalten das erste Kölsch aufs Haus. Am Sonntag beginnt das Programm zur Einstimmung auf die große Demonstration des Christopher Street Days, die als eines der größten Pride-Events Europas gilt und an diesem Tag durch die Kölner Innenstadt zieht.
www.antonitercitykirche.de

Text: APK
Foto(s): Pascal Kiefer/APK-Archiv

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Wenn Medizin allein nicht mehr reicht – Klinikseelsorge an den Unikliniken Köln

Es gibt Momente im Leben, in denen Medizin allein nicht mehr reicht. Momente, in denen ein Mensch nicht nur einen Arzt braucht – sondern jemanden, der einfach da ist. Der zuhört. Der aushält. Der nicht wegschaut.

Genau das ist die Aufgabe von Caroline Schnabel. Die evangelische Pfarrerin arbeitet seit knapp sieben Jahren als Klinikseelsorgerin an der Uniklinik Köln – und begleitet Menschen täglich in den verletzlichsten Phasen ihres Lebens. Am Krankenbett. In der Diagnose. Im Abschiednehmen. „Wenn Menschen zu uns ins Krankenhaus kommen, bedeutet das eigentlich immer eine Art von Einschnitt und Krise“, sagt Caroline. „Und in dieser Situation ist es unsere Aufgabe beizustehen – und da zu sein.“ Gemeinsam mit ihrer Kollegin Antje Hofmann bildet sie ein eingespieltes Team. Zwei Frauen, zwei Blickwinkel, eine gemeinsame Haltung: Seelsorge für alle – unabhängig von Religion oder Konfession. Denn wer Halt braucht, soll ihn finden. Ohne Wenn und Aber. Was diese Arbeit so besonders macht? Sie geschieht leise. Abseits großer Schlagzeilen, ohne Applaus. Und entfaltet genau dort ihre Kraft – in den Momenten, die zählen.

In unserem neuen Video gewähren Caroline und Antje einen seltenen und bewegenden Einblick in ihren Alltag an den Uniklinik Köln. Was trägt sie? Was bewegt sie? Und warum ist Klinikseelsorge weit mehr als ein Gebet?

 Jetzt reinklicken – und eine Arbeit kennenlernen, die berührt.

https://youtube.com/shorts/kgmtGQGFmQU

Text: APK
Foto(s): APK

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Ein Leben im Dienst der Suchenden – Pfarrer Roger Brandl von Superintendentin Kerstin Herrenbrück in einem bunten Openair-Gottesdienst nach 30 Jahren entpflichtet

Superintendentin Kerstin Herrenbrück entpflichtete Roger Brandl auf den Poller Wiesen – ein sonniger Abschied nach drei Jahrzehnten im Dienst der Gemeinde.

Herzerwärmende, offene Zugewandtheit wird spürbar, als Roger Brandl die Gäste begrüßt, die zu seiner Entpflichtung gekommen sind. Er lächelt, schenkt Umarmungen und freundliche Worte, freut sich sichtlich, dass der Kreis, der ihn umgibt, so viele Menschen zählt. Nach rund 30 Jahren Dienst in der evangelischen Kirchengemeinde Köln-Deutz/Poll wurde der Pfarrer in einem bunten Festgottesdienst, mitten in der Sonne auf den Poller Wiesen, aus seinem Amt verabschiedet und von Superintendentin Kerstin Herrenbrück entpflichtet. Pfarrer Tim Lahr hatte die begrüßenden Worte gesprochen.

Abschied nach 30 Jahren: Ein Festgottesdienst auf den Poller Wiesen

Vor seiner Entpflichtung, für die er sich gewünscht hatte, im Kreis der Gottesdienstbesuchenden zu stehen, hatte der 66-Jährige eine Predigt gehalten, in der es um die Suche nach dem Glück ging, darum, dass auch die Theologie nicht das reine Glück zu schenken imstande ist, aber hilft, Wahrheiten zu finden. Doch es ging nicht nur um Glück. Roger Brandl sprach auch über einen Text des Mystikers Rumi – die Zeilen um den goldenen Schatz, der jedem Menschen innewohnt, hatte die Gemeinde zuvor gehört und gesungen – und von seiner Dankbarkeit, die Kirche als einen Ort der Suchenden erlebt zu haben. „Wir sind so unterschiedlich, manchmal schwierig und überfordert, auch ich nehme mich davon nicht aus, aber unsere Suche eint uns. Die Suche nach Gott und nach dem Moment, in dem wir einfach sein dürfen.“ Gemeinde sei ein Resonanzort für diese Suche, die Liebe Jesu und die Liebe Gottes dort spürbar. „Wenn ich Liebe nicht spüre, ist das auch schwierig mit dem Glauben. Doch wann fühle ich wirklich?“

Meditation als Glaubensanker – seit dem 19. Lebensjahr

Pfarrer Tim Lahr begleitete den Festgottesdienst – vom Grußwort bis zum Abendmahl. Ein Abschied, getragen von Vertrauen und Gemeinschaft.

Für Roger Brandl gibt es dazu eine besondere Antwort: In der Meditation. Mit 19 hat der Theologe angefangen, sich darin zu üben, bis heute begleitet das Meditieren ihn. Denn er sagt, so sei es möglich, Glaubenskrisen zu lösen, Meditation dekonstruiere vorgefasste Annahmen. In seiner Zeit als Pfarrer in Poll hat der Kölner im Rahmen der spirituellen Körperarbeit Yogakurse und Meditation etabliert – beides wurde gerne wahrgenommen, wie er berichtet. Die 30 Jahre in der Gemeinde, zunächst in Deutz, dann in Poll, beschrieb er mit den Worten des Benediktinermönchs und Zenmeisters Willigis Jäger: „Wir sind ein Tanzschritt der Ewigkeit.“ Ein poetisches Schlusswort, das zum Abendmahl, geleitet von Tim Lahr, und schließlich zur Entpflichtung überleitete. Pfarrerin Herrenbrück sagte, sie sei zwar nur ein kurzes Stück des Weges mit Roger Brandl gegangen, doch schon in dieser Zeit habe es sehr vertraute Gespräche gegeben. „Ich habe erlebt, dass Roger Brandl als Suchender unterwegs ist, der aber immer wieder auch Besonderes findet“, nahm sie den Inhalt der Predigt auf, bevor sie den Pfarrer segnete. Die Chöre St. Johannes und die Pollogne Singers hatten gemeinsam mit dem Bläserkreis und Kantor Daniel Konrad für den mitreißenden musikalischen Rahmen gesorgt, der Lesungstext kam von Prädikant Bernd Franzen. Celine Koch, engagiert in der Kinder- und Jugendarbeit der Kirchengemeinde, nahm im Gottesdienst das Bild aus dem Rumi-Lied auf – es gab in goldenes Papier gewickelte Bonbons für jeden. Symbol für den Goldschatz, den jeder Mensch in sich birgt, aber auch Möglichkeit, beim Schmecken der Süße kurz innezuhalten, um sich an die Begegnungen mit Roger Brandl zu erinnern.

Der Ruhestand ruft – und mit ihm neue Horizonte

Aufgewachsen in Buchheim, Theologe aus Leidenschaft, Pfarrer mit Herz – und bald Student. Roger Brandl blickt nach vorne.

Der Pfarrer selbst freut sich auf den Ruhestand, denn er plant unter anderem, in Köln noch einmal zu studieren. „Ich denke darüber nach, Persisch zu lernen und mich für Ostasienstudien einzuschreiben“, sagt er. Aufgewachsen in Buchheim, konvertierte er als junger Mann zum evangelischen Glauben, war beheimatet im CVJM Holweide. „Dort wurde ein sehr persönlicher Glaube gelebt.“ Theologie studierte er in Köln und Bonn, war Vikar in Klettenberg und schließlich in Essen-Freisenbruch im Hilfsdienst. „Ich bin in den Beruf hineingewachsen, habe viel Jugendarbeit gemacht“, blickt er zurück. 1996 trat er die Pfarrstelle in Deutz an. Er machte die Ausbildung zum Psychodrama-Leiter und bildete sich im Bereich der Supervision bei der Deutschen Gesellschaft für Supervision und Coaching fort. Roger Brandl ist verheiratet und hat zwei Söhne.

Text: Katja Pohl
Foto(s): Matthias Pohl

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Unsere Wochentipps: Come-Together-Cup, Stadtradeln und Freund*innensegen

Unsere Wochentipps bieten zahlreiche Gelegenheiten für Gemeinschaft, Engagement und inspirierende Begegnungen: Am Donnerstag steht der Come-Together-Cup für Vielfalt und Begegnung auf dem Spielplan. Am Freitag lädt ein Benefizkonzert zum Jubiläum von „Bensberg isst was“ ein. Am Sonntag wird in Porz-Wahn-Heide die Ordination von Pfarrerin Dagny Weyermanns gefeiert. Der Dienstag steht im Zeichen eines besonderen Segens für Freundschaften. Am Mittwoch startet die Aktion „Kirche radelt“, außerdem kommen Menschen jüdischen, christlichen und muslimischen Glaubens zu einer Begegnungsfeier zusammen.

32. Come-Together-Cup in Köln-Müngersdorf

Der 32. Come-Together-Cup findet am Donnerstag, 4. Juni, ab 8.30 Uhr, auf den Vorwiesen des RheinEnergieSTADION, Aachener Straße 999, statt. Auch die evangelische Kirche ist in diesem Jahr wieder mit einem eigenen Team dabei. Über 95 Mannschaften, rund 25.000 Besucherinnen und Besucher sowie ein ganztägiges Rahmenprogramm machen das Turnier zu weit mehr als einem Fußballwettkampf. Ab 12 Uhr öffnet der „Boulevard der Vielfalt“, ab 13.30 Uhr beginnt das Bühnenprogramm mit DJ Blues, zwei Kinderkonzerten der Bands „Pelemele“ und „Planschemalöör“, dem Promi-Spaßkick um 16.30 Uhr sowie Auftritten der Veedelperlen, der BoKa der StattGarde Colonia Ahoj und Planschemalöör. Den Abschluss bildet Cat Ballou um 20.45 Uhr. Durch den Tag führen Moderatorin Julie Voyage und Kommentator Manni Breuckmann. Der Come-Together-Cup zeigt, was Köln gut kann: offen sein, herzlich sein und Menschen zusammenbringen, unabhängig von Herkunft, Lebensrealität oder Fußball-Sachverstand. Willkommen sind ausdrücklich auch alle, die einfach als Besucherinnen und Besucher vorbeikommen möchten.
www.come-together-cup.de

Ein Jahrzehnt der Menschlichkeit – „Bensberg isst was“

Zum zehnjährigen Jubiläum der Suppenküche „Bensberg isst was“ gibt die iranische Sängerin Maryam Akhondy mit ihrem Ensemble Barbad am Freitag, 5. Juni, 19 Uhr, in der Evangelischen Kirche Bensberg, Friedhofsweg 9, ein Benefizkonzert. Die vielfach ausgezeichnete Künstlerin und Trägerin des WDR-Jazzpreises verbindet klassischen persischen Gesang mit traditioneller Volksmusik und schlägt mit ihrer ausdrucksstarken Stimme eine Brücke zwischen den Kulturen. Begleitet wird sie von Syavash Rastani an Tombak und Daf sowie Iman Aghajanloo an Tar und Tanbur. „Bensberg isst was“ hilft Menschen, die Unterstützung, Gemeinschaft und eine warme Mahlzeit benötigen. Das Jubiläumskonzert wird vom Lions Club Bensberg-Königsforst unterstützt. Der Eintritt kostet 23,50 Euro im Vorverkauf und 25 Euro an der Abendkasse. Tickets gibt es ausschließlich gegen Barzahlung in der Buchhandlung Zeilenreich, Kölner Straße 19–21 (Montag bis Freitag, 9 bis 18.30 Uhr, Samstag 9 bis 14 Uhr). Das Angebot „Suppe & Begegnung“ kostet zusätzlich 10 Euro.
www.kirche-bensberg.de

Ordination von Pfarrerin Dagny Weyermanns

Die Evangelische Kirchengemeinde Porz-Wahn-Heide feiert am Sonntag, 7. Juni, 15 Uhr, in der Martin-Luther-Kirche, Sportplatzstraße 63, die Ordination von Pfarrerin Dagny Weyermanns. Ordiniert wird sie von Pfarrerin Kerstin Herrenbrück, Superintendentin des Evangelischen Kirchenkreises Köln-Rechtsrheinisch. Die musikalische Gestaltung übernehmen das Symphonische Blasorchester und der Jubilate Chor. Die Ordination ist die kirchliche Beauftragung zum öffentlichen Dienst an Wort und Sakrament sowie zur Seelsorge.
www.kirche-porz-wahnheide.de

Freund*innen-Segen im Tersteegenhaus

Pfarrerin Mareike Maeggi und Vikarin Lisa Kluge gestalten am Dienstag, 9. Juni, 19 Uhr, einen Freund*innen-Segen im Tersteegenhaus, Emmastraße 6, in Köln-Sülz. Der Abend richtet sich an alle, die ihre Freundschaft feiern möchten, egal ob sie sich schon viele Jahre kennen oder gerade erst. Das Programm des Projekts hier+weiter umfasst Musik der Singer-Songwriterin Hannah-Marie Böß, einen persönlichen Segen sowie im Anschluss Gespräche und Getränke.
www.hierundweiter.de

Stadtradeln 2026: „Kirche radelt“ macht mit

Mit dem Start des Stadtradeln am Mittwoch, 10. Juni, geht das Team „Kirche radelt“ des Evangelischen Kirchenverbandes Köln und Region in seine zweite Runde – drei Wochen lang können alle Interessierten mitradeln und gemeinsam Kilometer für Klimaschutz und nachhaltige Mobilität sammeln. Im vergangenen Jahr nahmen 42 Personen teil und legten zusammen über 10.000 Kilometer zurück; in der städtischen Wertung erreichte das Team Platz 49. Für 2026 ist das Ziel, mehr als 100 Mitradelnde zu gewinnen. Alle Fahrten, die während der dreiwöchigen Aktionszeit mit dem Fahrrad zurückgelegt werden zählen – ob im Alltag, auf dem Weg zur Arbeit oder in der Freizeit, unabhängig vom Ort. Eingetragen werden die Kilometer online im Kilometer-Buch oder über die Stadtradeln-App. Wer keinen Internetzugang hat, kann die Kilometer wöchentlich per Erfassungsbogen melden. Ausgeschlossen sind lediglich Fahrten bei Radwettkämpfen sowie Einheiten auf stationären Fahrrädern. Nach Ende des Aktionszeitraums können Kilometer noch sieben Tage lang nachgetragen werden. Die Anmeldung zum Team „Kirche radelt“ ist möglich unter www.stadtradeln.de.
www.stadtradeln.de

Dialog mal anders – Jüdisch-Christlich-Muslimische Begegnungsfeier

Zu einem trialogischen Abend unter dem Titel „Dialog mal anders“ kommen die Jüdische Liberale Gemeinde Köln Gescher LaMassoret, die Ahmadiyya Muslim Jamaat Köln und der Evangelische Kirchenkreis Köln-Linksrheinisch am Mittwoch, 10. Juni, 18 Uhr, in der Moschee Bait-un-Nasr, Eichhornstraße 2-4, in Köln-Nippes zusammen. Als Gesprächspartner sind Synodalbeauftragter Dr. Ulrich Höver (Evangelischer Kirchenkreis Köln-Linksrheinisch), Imam und Theologe Shakeel Ahmad (Ahmadiyya Muslim Jamaat) sowie Rafi Rothenberg, Vorsitzender der Jüdischen Liberalen Gemeinde Köln Gescher LaMassoret, dabei. Im Anschluss gibt es kulinarische Spezialitäten.
www.evangelisch-linksrheinisch.de

Text: APK
Foto(s): APK

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Vier Wände, die Leben verändern: Ambulant Betreutes Wohnen bei der Diakoniespende 2025/26

26 Plätze gibt es im Ambulant betreuten Wohnen in Außenwohnprojekten der Diakonie Köln und Region, die durch die beiden Mitarbeitenden im Diakoniehaus Salierring betreut werden. Aufgeteilt sind diese Plätze auf drei Wohnprojekte – eines in Rath, zwei in Dünnwald. In Rath gibt es sechs Plätze in einem Haus, das die evangelische Kirche der Diakonie vermietet; in Dünnwald gehört der Wohnraum der Antoniter Siedlungsgesellschaft und der Dr. Peter Deubner-Stiftung. Entstanden ist das Angebot, das derzeit gemischtgeschlechtliche Wohngemeinschaften wie auch reine Frauen-WGs vorsieht, in den 1990er-Jahren. So viel zu den nüchternen Eckdaten. Diese allerdings können nicht einmal ansatzweise beschreiben, wie wertvoll das Angebot der Diakonie für viele Menschen im Laufe der Jahre geworden ist. Denn eigener Wohnraum hilft, wieder in einen strukturierten Alltag zu finden, schenkt Geborgenheit und Sicherheit. Sich in die eigenen vier Wände zurückziehen zu können gibt Ruhe, schenkt Privatsphäre. Die eigene Wohnung – sei es auch, wie im Wohnprojekt, nur auf Zeit – ermöglicht einen Neustart in Richtung Ausbildung oder Beruf. Unterstützt werden die Menschen, die das Wohnprojekt nutzen, durch Sonja Walbert und Florian Grüters vom Diakoniehaus Salierring aus.

Das Diakoniehaus ist bis zu diesem September Empfänger der Diakoniespende des Kirchenverbandes Köln und Region und hat es sich zum Ziel gesetzt, wohnungslose oder obdachlose Menschen bestmöglich zu unterstützen. Das betreute Wohnen in den Außenwohnprojekten ist dabei eines von vielen Angeboten. Es richtet sich an Menschen zwischen 21 und 65 Jahren in besonders schwierigen Lebensverhältnissen – sei es durch Schulden, fehlende berufliche Qualifikation oder psychosoziale Schwierigkeiten.

„Wer seine Lebenssituation positiv verändern möchte, kann bei uns Hilfe erhalten“

Michael Lampa, Fachdienstleiter im Diakoniehaus Salierring, erläutert: „Wer seine Lebenssituation positiv verändern möchte, kann bei uns Hilfe erhalten.“ Dazu gehört die Unterstützung bei der materiellen Existenzsicherung, Hilfe bei psychischen oder gesundheitlichen Problemen, eine Entschuldung und die Rückkehr in ein Leben mit sozialer Teilhabe. Wer das Wohnprojekt verlässt, um eine eigene Wohnung langfristig zu beziehen, erhält rund sechs Monate lang weiter eine sozialarbeiterische, auf den Bedarf abgestimmte Unterstützung.

Michael Lampa weiß, dass das Ambulant betreute Wohnen für viele Männer und Frauen ein Weg war und ist, ins Leben zurückzufinden. Aber er sieht auch die Schwierigkeiten. „Bezahlbaren Wohnraum für Menschen mit größeren Problemen zu finden, war immer schwierig. Inzwischen gibt es weitere Unterstützungsangebote wie unseres, was die Suche noch einmal deutlich erschwert hat.“ Auch die Verweildauer habe sich entsprechend verlängert. Geplant waren etwa ein bis zwei Jahre, doch diese Zeitspanne reicht oft nicht mehr, um sich neu zu orientieren und eine eigene Wohnung auf Dauer zu finden.

Jeder Mensch zählt – und jede Spende auch

Trotzdem ist auch dem Fachbereichsleiter klar, wie wichtig das Angebot der Diakonie ist. „Jeder Mensch, dessen Leben wir durch unsere Arbeit eine Zukunft und eine Perspektive schenken können, ist ein Gewinn.“

SPENDEN SIE AN

Ev. Kirchenverband Köln und Region
Stichhttps://www.diakoniespende-koeln.de/wort: Diakoniehaus Salierring
Kreissparkasse Köln
IBAN DE10 3705 0299 0000 0044 04
BIC COKSDE33XXX

Text: Katja Pohl
Foto(s): Matthias Pohl

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