Kirche2go fragt: Was ist Notfallseelsorge?

Kirche2go fragt: Was ist Notfallseelsorge? Notfallseelsorgerinnen und -seelsorger bemühen sich zum Beispiel in den ersten Stunden nach einem Unfall oder anderen Katastrophen um Augenzeugen, Opfer, Opferangehörige, Vermissende, Hinterbliebene oder auch Verursacher. Wer in der Notfallseelsorge tätig ist, und was die Ziele von Notfallseelsorge sind, erfahren Sie in dieser Kirche2go-Folge.

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Der gesamte Text zum Nachlesen:

Kirche2go fragt: Was ist Notfallseelsorge?

Die Notfallseelsorge ist ein kirchlicher Dienst für alle Menschen in seelischen Notlagen. Sie ist über die örtlichen Notfallzentralen, das sind die Einsatzleiter von Polizei und Rettungsdienst, jederzeit erreichbar. Dort sind entsprechende Rufbereitschaften fest installiert, die eine schnelle und unkomplizierte Hilfe ermöglichen.

Notfallseelsorgerinnen und -seelsorger bemühen sich zum Beispiel in den ersten Stunden nach einem Unfall oder anderen Katastrophen um Augenzeugen, Opfer, Opferangehörige, Vermissende, Hinterbliebene oder auch Verursacher. Sie werden von Rettungskräften oder der Polizei an die Einsatzorte gerufen, um bei akuten Trauer‐ und Belastungssituationen Betroffene zu begleiten, zu stabilisieren und erste Hilfen zu vermitteln.

Mitarbeitende der Notfallseelsorge werden durch die christlichen Kirchen in Deutschland für ihren Dienst beauftragt. Sie sind entweder Pfarrerinnen oder Pfarrer oder eigens für diesen Dienst ausgebildete Ehrenamtliche. Sie durchlaufen alle eine qualifizierte Grundausbildung und werden auch in ihrem Dienst weiter geschult und begleitet.

Ziel der Notfallseelsorge ist es, schnell zu helfen und betroffenen Menschen schnell zur Seite zu stehen. Die Notfallseelsorge arbeitet nach den Standards der weltweit anerkannten Krisenintervention. Die Mitarbeitenden der Notfallseelsorge sind auf der Basis eines christlichen Menschenbildes tätig.

Text: APK
Foto(s): APK

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Wochentipps: Improvisiert, getanzt, gesegnet – der Sommer zeigt sich vielfältig

Von Orgelklängen bis Tiersegnung, von Tanz-Party bis Kunstausstellung: Die Evangelische Kirche in Köln und Region lädt in dieser Woche zu besonderen Momenten der Begegnung, Kreativität und Besinnung ein. Ob musikalische Experimente im Altenberger Dom, ein Tanzabend mit Retro-Feeling oder ein Gottesdienst für Mensch und Tier – diese Veranstaltungen feiern den Sommer in all seinen Facetten:

07.08.2025, 20:00
Evangelische Kirchengemeinde Altenberg/Schildgen
Altenberger Dom, Eugen-Heinen-Platz 2, 51519 Odenthal
Abschlusskonzert der Internationalen Orgelakademie
Teilnehmer präsentieren Improvisationen im Altenberger Dom
Zum Abschluss der 36. Internationalen Orgelakademie für Improvisation gestalten die Teilnehmenden am Donnerstag, 7. August, 20 Uhr, ein festliches Konzert im Altenberger Dom, Eugen-Heinen-Platz 2. Traditionell gehört die Bühne am letzten Abend den Nachwuchsorganistinnen und -organisten, die ihre im Kurs erarbeiteten Improvisationen präsentieren – stilistisch vielfältig, überraschend und virtuos. Das Konzert zeigt eindrucksvoll die künstlerische Bandbreite und Lebendigkeit der diesjährigen Akademie. Der Eintritt ist frei, um Spenden wird gebeten.
www.dommusik-aktuell.de

08.08.2025, 19:00
Evangelische Kirchengemeinde Köln-Klettenberg
Johanneskirche Klettenberg, Nonnenwerthstraße 78, 50937 Köln
Tanz-Party in der Johanneskirche
Musik und Tanz für alle Altersgruppen
Am Freitag, 8. August, 19 bis 23 Uhr, lädt die Evangelische Kirchengemeinde Köln-Klettenberg zu einer fröhlichen Tanz-Party in den großen Saal der Johanneskirche, Nonnenwerthstraße 78, ein. DJ Wallum sorgt mit den besten Hits der 60er-, 70er- und 80er-Jahre für Stimmung und Tanzvergnügen. Die Party richtet sich an alle Altersgruppen. Der Eintritt kostet 9 Euro.
www.kirche-klettenberg.de

10.08.2025, 10:45
Evangelische Begegnungsgemeinde Köln
Ev. Immanuelkirche Longerich, Paul-Humburg-Straße 11, 50737 Köln-Longerich
Gottesdienst für Mensch und Tier
Open Air an der Immanuelkirche in Longerich
Am Sonntag, 10. August, 10.45 Uhr, lädt die Evangelische Begegnungsgemeinde Köln zu einem besonderen Gottesdienst auf den Vorplatz der Immanuelkirche, Paul-Humburg-Straße 11, ein: Beim Gottesdienst für Mensch und Tier sind alle willkommen – mit oder ohne tierische Begleitung. Ob Hund, Katze, Kaninchen oder Meerschweinchen: Wer sein Haustier mitbringen möchte, darf das gerne tun. Pfarrerin Christina Schlarp und Pfarrerin Susanne Zimmermann gestalten den Gottesdienst, der die Vielfalt der Schöpfung Gottes würdigt, an verstorbene Tiere erinnert und mit einer Segnung von Mensch und Tier endet. Im Anschluss sind alle zu einem geselligen Beisammensein mit Erfrischungen eingeladen.
www.begegnungsgemeinde.de

10.08.2025, 17:00
Evangelische Kirchengemeinde Brühl
Christuskirche, Mayersweg 10, 50321 Brühl
Sommerkonzert: Musik „mit Tanz“ des Brühler Blechbläserquintetts BBQ
Tanzmusik von Ballett bis Ragtime in der Christuskirche
Unter dem Motto „mit Tanz“ präsentieren die fünf Musiker des Brühler Blechbläserquintett BBQ am Sonntag, 10. August, 17 Uhr, in der Christuskirche, Mayersweg 10, ein abwechslungsreiches Programm mit insgesamt zehn Stücken. Das Repertoire reicht von klassischen Ballettmelodien bis zu flotten Tangorhythmen und mitreißendem Ragtime. Das Ensemble setzt auf klangliche Lebendigkeit und freut sich darauf, das Publikum mit Musik zu begeistern, die „in die Füße geht“. Die Musiker des BBQ sind Claudia Gaßler und Sven-Mario Alisch (Trompeten), Eberhard Finkbeiner (Horn), Jens Hämmerling (Posaune) sowie Ulrich Finkbeiner (Tuba) und Marion Köhler an der Orgel. Der Eintritt ist frei, Spenden am Ausgang sind erwünscht.
www.kirche-bruehl.de

10.08.2025, 20:00
Evangelische Kirchengemeinde Köln-Brück-Merheim
Johanneskirche , Köln-Brück, Am Schildchen 15, 51109 Köln
Werkstattkonzert „Musik und Improvisation“ in der Johanneskirche Brück
Improvisierte Klänge, spontane Besetzungen und überraschende Begegnungen
Nach einem dreitägigen Workshop mit dem Tubisten und Komponisten Carl Ludwig Hübsch lädt die Evangelische Kirchengemeinde Köln-Brück-Merheim am Sonntag, 10. August, 20 Uhr, zum öffentlichen Werkstattkonzert in die Johanneskirche, Am Schildchen 15, ein. Das Konzert bildet den Abschluss eines beliebten Improvisationsworkshops, an dem sowohl erfahrene Musikerinnen und Musiker als auch solche ohne Vorerfahrung teilnehmen. Wer an diesem Abend gemeinsam musiziert, entscheidet das Los – das Publikum darf sich also auf ungewöhnliche Besetzungen und kreative Klangräume freuen. Der Eintritt ist frei.
www.brueck-merheim.de

11.08.2025, 00:00
Evangelische Kirchengemeinde Köln-Lindenthal
Matthäuskirche, Dürener Straße 83/ Herbert-Lewin-Straße, 50931 Köln
Ausstellung „Vater und Sohn“ in der Matthäuskirche Lindenthal
Zwei Generationen, zwei Bildsprachen – ein künstlerischer Dialog
Noch bis Montag, 25. August, ist im Clubraum der Matthäuskirche, Dürener Straße/Ecke Herbert-Lewin-Straße, eine besondere Ausstellung in der Evangelischen Kirchengemeinde Köln-Lindenthal zu sehen. Unter dem Titel „Vater und Sohn“ treten zwei Künstlergenerationen in einen bildnerischen Austausch: Uwe Schwarzkamp (68 Jahre alt) zeigt abstrakte, teils surreale Fotoarbeiten in Schwarz-Weiß, sein Sohn Felix Holstein (20 Jahre alt) bringt mit farbstarken, hart konturierten Zeichnungen eine expressive, an Keith Haring erinnernde Bildsprache ein. Was auf den ersten Blick gegensätzlich erscheint – alt versus jung, analog versus digital, introvertiert versus expressiv – erweist sich als visuelle Kommunikation über gemeinsame Themen. Die Ausstellung soll sichtbar machen, wie sich Generationen in der Kunst, jenseits von Form und Technik begegnen. Für den Besuch kann ein Termin vereinbart werden mit Uwe Schwarzkamp unter Telefon 0179/1121466 oder per E-Mail an schwarzkamp@arcor.de sowie mit Felix Holstein unter Telefon 0157/83434873 oder per E-Mail an thewydahsyndicate@gmail.com.
www.evangelisch-in-lindenthal.de

12.08.2025, 20:00
Evangelische Kirchengemeinde Brühl
Christuskirche, Mayersweg 10, 50321 Brühl
Sommergespräche: „Einfach Sommer!“
Literaturabend mit Texten von Meckel, Kästner, Novak und anderen
Am Dienstag, 12. August, 20 Uhr, lädt die Evangelische Kirchengemeinde Brühl zu einem literarischen Sommerabend in die Christuskirche, Mayersweg 10, ein. Unter dem Titel „Einfach Sommer!“ stehen Texte von Christoph Meckel, Helga M. Novak, Erich Kästner, Gottfried Benn, Ernst Jandl und anderen im Mittelpunkt. Zwischen lauen Nächten, Licht, Lachen und dem Duft blühender Gärten entfalten sich Stimmungen, die zum Schwelgen und Nachdenken einladen – über die Fülle des Sommers und das Leichte im Leben. Die Leitung hat Pfarrerin Renate Gerhard.
www.kirche-bruehl.de

Text: APK
Foto(s): APK / KI-Chatgpt

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Diakoniespende 2024/2025: Kunst kann Trost sein – unterstützen Sie die kreative Gemeinschaft im Vringstreff

Ana Maria Landa schaut beseelt auf die großen Seerosen, die über die Wände wandern. Mit ihrem Smartphone filmt sie die bunten Blumen, ihr beglücktes Lächeln ist ansteckend. An diesem sommerlichen Tag hat sich die Malgruppe des Vringstreff zu einem Ausflug verabredet. Ana Maria Landa hatte vorgeschlagen, sich diesmal die immersive Ausstellung „Monets Garten“ in Ehrenfeld anzuschauen. „Ich habe neben einer Dokumentation im Fernsehen auch ein Video von der Schau in Paris gesehen und war begeistert. Das Video habe ich in unsere Gruppe geschickt und auch die anderen hatten Lust, sich Monets Werke anzuschauen“, freut sie sich.

Der Vringstreff im Severinsviertel, zu dem die wöchentlich am Mittwochnachmittag stattfindende Malgruppe gehört, ist noch bis Ende September Empfänger der Diakoniespende des Evangelischen Kirchenverbandes Köln und Region. Marion Schmidt steht den Kunstschaffenden seit mehr als sechs Jahren mit ihrer Fachkenntnis als Leiterin zur Seite und fand die Idee, sich mit Claude Monets Malerei zu beschäftigen toll. Zwei bis drei Ausstellungen im Jahr besuchen die Teilnehmenden der Malgruppe, oft kommt ein Vorschlag aus der Runde der Malerinnen und Maler. „Wir haben auf diese Weise schon viele sehr beeindruckende Ausstellungen gesehen.“

Ingrid Schamretta entpuppt sich schnell als wunderbar vorbereitet und gibt lachend zu, ihr Wissen unter anderem aus einem Kochbuch zu haben, das sie auf einem Flohmarkt erstand. „Das Buch heißt ,Zu Gast bei Monet, Rezepte aus Giverny‘. Darin sind nicht nur schöne Rezepte, sondern auch viele spannende Hintergrundinfos“, erläutert sie. Begeistert ist die ganze Gruppe, dass es die Möglichkeit gibt, selbst Seerosen auszumalen. Die bunten Blumen können anschließend gescannt werden und tauchen dann in einem, in den Boden eingelassenen digitalen „Teich“ auf. Voller Freude spitzen die Besucherinnen Buntstifte an, wählen Farben und Muster und dokumentieren beim Malen, wie kreativ sie sind. Jede Seerose, die schließlich ihren Weg über den Scanner in den Teich findet, wird mit Freude in Augenschein genommen.

Es geht weiter in den Raum, in dem eine ganze Wand vor Farben sprüht. Hier nimmt das Bild die Körperbewegungen des Betrachtenden auf und verändert sich entsprechend. „Wunderbar, ganz wunderbar“, findet Ingrid Schamretta das und schwenkt lachend die Arme, während das Bild sich immer neu formt. Nicht wenige Fotos, die die Besucherinnen gegenseitig von sich machen, später, geht die Gruppe in den großen Raum, in dem ein Film über Monets Leben und Schaffen auf die Wände projiziert ist. Hier ist nach so viel Möglichkeit, sich einzubringen, nun genug Zeit, die Kunst des Malers zu genießen und auf sich wirken zu lassen. Die Mitglieder der Malgruppe nehmen Platz und schauen, lächeln und sind begeistert. Ana Maria Landa sagt: „Monets Technik ist beeindruckend.“ Und Ingrid Schamretta begeistert sich für die Wahl der Farben, während Ana Maria Landa sie darin bestätigt: „Die Kombination der Farbtöne ist außergewöhnlich.“

Inspiriert fühlen sich alle nach diesem Nachmittag, viele Ideen werden sicherlich in das nächste Treffen der Malgruppe einfließen und ganz sicher, erhalten die Mitglieder, die nicht dabei sein konnten, eine begeisterte Schilderung der Ausstellung.

SPENDEN SIE AN

Ev. Kirchenverband Köln und Region
Stichwort: VRINGSTREFF
Kreissparkasse Köln
IBAN: DE10 3705 0299 0000 0044 04
BIC: COKSDE33XXX

Hier gehts zur Online-Spende.

Vringstreff: Spendenscheck in Höhe von 308 381 Euro übergeben

Bis zu einer Spendensumme von 100 000 Euro, das verspricht der Kirchenverband, wird die Diakoniespende traditionell verdoppelt. Zur Halbzeit wurde daher ein erster Scheck überreicht, der eine sehr beeindruckende Summe zeigte: Seit dem Start am 1. Oktober waren bereits im März 208 381 Euro zusammengekommen, plus die 100 000 Euro, die der Kirchenverband dazugibt. Klicken Sie hier für mehr Infos:

Text: Katja Pohl
Foto(s): Matthias Pohl

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Zwischen Eierlikör und Abschied Ein Lachen im Hospiz

Anna Schulze koordiniert den Sozialen Dienst und das Ehrenamt im Hospiz am Quirlsberg – neue Ehrenamtlerinnen und Ehrenamtler sind herzlich willkommen.

Wenn Anna Schulze von ihrer Arbeit im Hospiz am Quirlsberg erzählt, klingt das weit weniger schwermütig, als es sich viele Menschen vorstellen. „Als ich zum ersten Mal durch die Tür ging, habe ich aus der Küche lachen gehört. Das hat mich überrascht. Ich hatte vorher kein richtiges Bild von einem Hospiz, aber ich wusste direkt: Hier fühle ich mich wohl.“

Neue Wege nach der Auszeit

Seit gut einem halben Jahr gehört die gebürtige Bonnerin nun zum Team des stationären Hospizes auf dem Gesundheitscampus Quirlsberg und ist dort für den Sozialen Dienst und die Koordination des Ehrenamts verantwortlich. Sie ist zurück ins Rheinland gekommen, nachdem sie in Hamburg Erziehungs- und Bildungswissenschaften mit dem Schwerpunkt Erwachsenenbildung studiert hatte. Anschließend arbeitete sie zwei Jahre in einer Kita und entschied sich danach für eine Auszeit, um zu verreisen. Als sie schließlich im vergangenen Sommer ins Berufsleben zurückkehren wollte, stieß sie online auf die Stellenanzeige des Hospizes. „Ich war neugierig und es klang spannend. Deshalb habe ich mich einfach ohne großes Vorwissen beworben.“

Mitten im Leben – trotz Abschied

Im Bewerbungsgespräch und bei der Hospitation fiel ihr sofort die positive Atmosphäre auf. „Alles fühlte sich richtig an“, sagt Schulze rückblickend. Heute schätzt sie besonders die gute Stimmung unter Kolleginnen und Kollegen und das Miteinander mit Gästen und Angehörigen. „Natürlich gehören Tod und Trauer bei uns zum Alltag“, sagt sie. „Aber auch dieser Teil ist würdevoll und schön. Jeder Mensch wird mit Respekt verabschiedet.“

Ehrenamt mit Herz

In ihrer täglichen Arbeit ist Anna Schulze viel im Austausch: mit Angehörigen, mit dem Pflegeteam und natürlich mit den Hospiz-Gästen. Sie spricht, hört zu, klärt Fragen, hilft bei der Aufnahme, kümmert sich um Anträge und bringt sich bei Festen und alltäglichen Begegnungen ein. „Kuchen essen und mit Eierlikör oder Sekt anstoßen ist Teil meines Jobs“, sagt sie und lacht.

Ein besonderer Aufgabenbereich ist die Koordination der aktuell 35 Ehrenamtlichen. Sie sorgen für Begegnung, Zeit und Zuwendung: Sie kommen zum Vorlesen, zum Musikhören, für Spaziergänge, zur Gartenpflege oder auch einfach auf einen Plausch bei Kaffee und Kuchen. Andere spenden Blumen oder backen regelmäßig für die Gäste.

Wer helfen möchte, ist willkommen

„Unsere Ehrenamtlichen bringen so viel Wärme und Leben ins Haus“, sagt Schulze. „Und wir freuen uns über jede neue helfende Hand.“ Voraussetzungen für eine ehrenamtliche Tätigkeit im Hospiz gibt es keine – außer Offenheit für die Hospizarbeit und etwas Zeit. Schulze: „Wer sich vorstellen kann, uns zu unterstützen, darf sich sehr gerne bei mir melden.“

Dass sie jeden Tag gerne zur Arbeit kommt, liegt für Anna Schulze vor allem an der Haltung, die im Hospiz am Quirlsberg spürbar ist: „Wir feiern das Leben bis zuletzt. Mit allem, was dazugehört.“


Kontakt bei Interesse am Ehrenamt
Hospiz am Quirlsberg
Anna Schulze
hospiz@evk.de
02202 / 122 4466

Text: Hospiz am Quirlsberg/APK
Foto(s): Daniel Beer

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Pfarrerin Dr. Dorit Felsch als Leiterin der Evangelischen TelefonSeelsorge Köln verabschiedet

Abschied in der Kartäuserkirche

Seit April 2017 leitete Pfarrerin Dr. Dorit Felsch die Evangelische TelefonSeelsorge Köln als Vakanzvertretung, ab 2019 in der entsprechenden Pfarrstelle. Nun wurde sie in einem Gottesdienst in der Kartäuserkirche verabschiedet. Superintendent Torsten Krall nahm die Entpflichtung vor. Ihm assistierten Pfarrerin und Supervisorin Miriam Haseleu sowie die Ehrenamtliche Andrea Schneider, die beide auch liturgisch mitwirkten. Für die exzellente wie vielfältige musikalische Gestaltung sorgte Michaela Wiskirchen mittels Klavier, Blockflöte und Orgel.

Wechsel in neue Leitungsaufgabe

Felsch wechselte bereits im Juni in die Leitung der Ausbildung Ehrenamtlicher in Seelsorge im Evangelischen Kirchenverband Köln und Region. Diesen Bereich verantwortet sie gemeinsam mit Pfarrerin Dagmar Schwirschke.

Ein Gottesdienst voller Dankbarkeit

Der Gottesdienst in der Kölner Südstadt, an dem zahlreiche der aktuell rund neunzig ehrenamtlichen Mitarbeitenden der Evangelischen TelefonSeelsorge Köln sowie Pfarrerin Charlotte Horn als Felsch’ Nachfolgerin teilnahmen, war bestimmt vom gegenseitigen Ausdruck von Dankbarkeit und Wertschätzung. In ihrer Begrüßung dankte Felsch unter anderem Superintendent Krall, dass er der TelefonSeelsorge Köln sichtbar und unsichtbar den Rücken freigehalten habe.

Psalm 42 als theologischer Leitfaden

Ihrer Predigt legte Felsch den auszugsweise vorgetragenen Psalm 42 zugrunde. Dabei setzte sie das Gehörte in Beziehung zur verantwortungsreichen Tätigkeit der Mitarbeitenden in der Telefonseelsorge.
„Was ist eigentlich Seelsorge?“ Diese Frage habe sie von auszubildenden Ehrenamtlichen manches Mal gestellt bekommen. Und immer habe sie in den letzten acht Jahren auch anderen gesagt: „Wir machen keine Beratung. Wir machen Seelsorge.“ Der Begriff „Seele“ sei schwer greifbar. Psalm 42 beginne mit den Sätzen: „Wie eine Hirschkuh nach Wasserbächen verlangt, so verlangt meine Kehle nach dir, Gott! Meine Kehle dürstet nach der Gottheit, nach dem lebendigen Gott.“

Die Stimme als Ort der Seele

„Meine Kehle“, so laute es in der am hebräischen Urtext sich orientierenden Übersetzung der Bibel in gerechter Sprache. „Meine Seele verlangt und dürstet nach Gott“ habe Luther übertragen. „Beide Übersetzungen sind richtig“, so Felsch. Denn das hebräische Wort Nefesh habe mehrere Bedeutungsfacetten. „Es steht für ein konkretes Körperteil: den Rachen oder die Kehle als Organ der Nahrungsaufnahme, der Atmung und der Stimme.“

Die Kehle verbinde uns in besonderer Weise mit unserer Umwelt. In der zweiten biblischen Schöpfungsgeschichte werde der Mensch dadurch zu einem lebendigen Wesen, dass Gott dem Menschen den Atem des Lebens in die Kehle einhauche. Die Nefesh werde zum Begriff für Lebenshunger und Lebensdurst, für „Lebenskraft, Lebendigkeit“ und „Leben“ selbst. „All das gehört zu dem, was wir mit ‚Seele‘ übersetzen. Die jüdisch-biblische Theologie trennt nicht zwischen ‚körperlich‘ und ‚geistig‘.“ In der alttestamentlichen Tradition gehöre beides untrennbar zusammen.

Ein Rückblick auf acht Jahre TelefonSeelsorge

„Meine Tränen sind mir zum Brot geworden Tag und Nacht.“ Diesen Satz aus dem Psalm würden die Ehrenamtlichen gut kennen. „Aus den vielen Gesprächen am Telefon – Tag und Nacht. Menschen, denen ihre Tränen zum Brot geworden sind – die Tränen rinnen also die Kehle herunter, die Tränen gehen in die Seele. Und Tag und Nacht seid ihr da und hört zu. Fühlt euch ein. Gebt Resonanz. Sucht nach Hoffnung und haltet das Dunkel aus“, so Felsch. „Das macht ihr ausschließlich mit der Stimme. Mit dem also, was aus der Kehle – aus der Seele – kommt. Seufzen und Weinen, auch schweigen, mal schreien und ganz viel reden – Äußerungen der Kehle, der Seele.“

„Es war etwas Besonderes für mich, acht Jahre lang Teil der Gemeinschaft der TelefonSeelsorge zu sein. Euch dafür ausrüsten und dabei begleiten zu dürfen, diese besondere Arbeit zu tun. Die Aufgabe, die ihr ehrenamtlich übernehmt, ist nicht ohne und sie fordert einiges“, führte Felsch aus. Naheliegend seien auch die Organisation und Leitung dieser Aufgabe nicht immer nur einfach, erinnerte sie an Punkte, „an denen wir uns gerieben haben“. Auch die erlebte Gemeinschaft und Solidarität habe viel mit der Seele zu tun: „mit gemeinsamem Lachen und Weinen. Dinge werden geteilt, die tief aus der Kehle kommen, die Seele berühren.“

Psalmen als Spiegel seelsorglicher Gespräche

„Den Psalmen ist nichts an menschlichen Gefühlen fremd. Alles kommt in ihnen vor und darf gesagt werden: Jubel und Dankbarkeit, Wut, Trauer, Resignation und Zweifel, Schmerz und Hoffnung, Glaube und Unglaube.“ Die Psalmen seien selbst ein Ausdruck des Lebensdurstes der Kehle-Seele. Der Verlauf des Psalms 42 habe sie in der Gottesdienst-Vorbereitung erstaunlich an ein Seelsorgegespräch erinnert. „Auf die erste große Klage der Not folgt eine Erinnerung an frühere, bessere Zeiten.“ In dieser Erinnerung sei die Zugehörigkeit und das Gesehensein von Gott spürbar.

Die Verfassenden der Psalmen hätten schon vor zweieinhalbtausend Jahren gewusst, was neuere Hirnforschung und Traumatherapie erklärten: „Die Vergegenwärtigung guter Erfahrungen wirkt auf das emotionale Gedächtnis und schüttet Glücks- und Beruhigungshormone aus – in das Blut, in die Seele.“ In der Traumatherapie und auch in der Trauerbegleitung spreche man aktuell vom „pendelnden Gespräch“. Dieses wechsele zwischen belastenden Erfahrungen und positiven Erinnerungen.

Positive Erinnerung löse die Not der Gegenwart nicht auf, so Felsch. Und manchmal komme die Frage nach Positivem viel zu früh. „Die Leugnung der existenziellen Not ist keine Lösung. Damit die Kehle, Seele Luft bekommt, muss sie klagen dürfen!“ Die berechtigte Klage brauche Raum und Resonanz. Dann könne am Ende etwas Leises, Vorsichtiges Neues aufblitzen. „Das Dürsten nach dem, was die Kehle-Seele nährt, hat noch kein Ende. Aber es gibt eine Ahnung davon, dass Gottesnähe, dass Lebenskraft wieder zu spüren sein werden.“

„Ein Psalm wie ein Telefonseelsorgegespräch. Oder eher umgekehrt: Telefonseelsorgegespräche im Sinne der Psalmen“, stellte Felsch fest. In der Rahmenordnung unserer Stelle stehe: „Für uns wird der verborgene Gott dort sichtbar, wo wir hinschauen und hinhören.“ Nichts weniger als das täten die ehrenamtlichen Mitarbeitenden. Felsch dankte ihnen dafür von ganzem Herzen. Dafür, dass „wir darin miteinander unterwegs waren“. Abschließend wünschte die Pfarrerin allen in der TelefonSeelsorge Köln Tätigen, „dass ihr den Segen erfahrt, der in dieser Arbeit liegt, und dass ihr angesichts neuer Strukturen und veränderter Bedingungen gut damit in die Zukunft gehen könnt.“

Ein persönlicher Dank von Superintendent Krall

Krall wiederum wandte sich vor dem offiziellen Akt der Entpflichtung mit sehr persönlichen Worten an seine Kollegin: „Du hast mir Freude bereitet mit deinem Tun.“ Das sage er im Namen vieler Menschen, „die hier sitzen oder woanders sind“. Im Namen auch ganz vieler Anrufer, „die vielleicht gar nicht wissen, dass es dich als Leiterin gegeben hat“.

„Du hast TelefonSeelsorge gelebt. Du hast wirklich dich ganz eingesetzt.“ Der Dienst am Telefon brauche großen Einsatz. „Und der Dienst im Hintergrund, in der Ausbildung, genauso“, konstatierte Krall. „Man begibt sich am Telefon auf unsicheres Gelände. Die Seelenlandschaften, in die man geführt wird, sind selten im Paradiesgarten, sonst würden die Menschen nicht anrufen.“ Da brauche es jemand im Hintergrund, der Halt geben könne. Jemand, der ganz viele Fäden im Hintergrund knüpfe, damit dann der eine Faden am Telefon gut geknüpft sei.

Würdigung für gelebte Seelsorge

„Für Menschen am Telefon braucht es Menschen im Hintergrund. Du hast dafür gesorgt, dass es euch gut geht“, würdigte er Felschs Einsatz. „Erstmal mit einer sehr guten Ausbildung, dann mit Supervision und allem was dazugehört.“ Als Krall die TelefonSeelsorge näher kennengelernt habe, habe ihn der hier herrschende Grad der Professionalität beeindruckt – obwohl es ja fast alles Ehrenamtliche seien. „Das ist vorbildlich. Es gibt es an wenigen Stellen in unserer Kirche, dass Ehren- und Hauptamt so zusammenwirken auf so einem Niveau. Mit ganz viel Einsatz, ganz viel Überlegen, mit ganz viel Herz und Kopf.“

Felsch habe sich mit allem, was sie ausmache, eingebracht in die Telefonseelsorge: „Und das ist sehr viel. Du bist oft sehr schnell, sehr engagiert, mit Herz und Verstand immer dabei.“ Sie habe sich ebenso engagiert über diesen Kreis hier hinaus. „Du warst im Fachvorstand der TelefonSeelsorge Deutschland und hast auch in der Landeskirche einiges für die TelefonSeelsorge geleistet. Ich denke, dass die TelefonSeelsorge Köln so gut aufgestellt ist, das liegt zum großen Teil an Dir. Das liegt an ihnen“, richtete Krall sich an die Ehrenamtlichen, „aber auch an dir“, betonte er. „Heute ist auch der Augenblick, dass es dir gesagt sein darf.“

„Wir machen Seelsorge, wir machen keine Beratung.“
Das sei ein Unterschied, meinte Krall, „weil da immer noch jemand dabei sei, den wir mit uns haben, die uns unterstützen, die uns Kraft geben. Und auch das hast du gelebt: zu wissen, von welchen Quellen wir uns eigentlich nähren, wenn unsere Kraft mal ausgeht. Genau das wünsche ich dir, dass du diese Geistkraft, die im Psalm steckt, weiterträgst, dass sie dich weiter begleitet.“

Text: Engelbert Broich
Foto(s): Engelbert Broich

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Wochentipps: Zwischen Klangraum, Spieltisch und Poesie

Ein Sommerprogramm zwischen Orgelvirtuosität, Spieltischen, poetischer Lyrik und klangbasierter Selbsterfahrung. Die folgende Auswahl bietet Einblicke in kreative und spirituelle Formate aus dem kirchlichen Umfeld – kostenfrei, offen für alle Generationen, und mit liebevoller Umsetzung vor Ort.


31.07.2025 · 19:00 Uhr

Sommerabend – Casino-Abend light
Evangelische Kirchengemeinde Köln-Pesch
Ev. Gemeindezentrum, Montessoristraße 15, 50767 Köln
Würfel, Karten und Chips – Spielspaß ohne Risiko. An verschiedenen Stationen laden Würfelspiele, Kartentische und Jetons zu einem unterhaltsamen Abend ganz im Zeichen des Glücks ein – ohne finanziellen Einsatz. Die Teilnahme ist kostenlos, eine Anmeldung nicht erforderlich.
www.dem-himmel-so-nah.de


31.07.2025 · 19:30 Uhr

„Tanzen auf der Orgel!“ – Orgelkonzert mit Vincent Dubois
Trinitatiskirche Köln
Trinitatiskirche, Filzengraben 4, 50676 Köln
Vincent Dubois, Titularorganist der Kathedrale Notre-Dame de Paris, zählt zu den international gefragtesten Konzertorganisten. Das Programm umfasst Werke von Bach, Franck, Vierne, Ravel und Dupré sowie eine freie Improvisation. Das Konzert wird von Johannes Kircher unterstützt. Der Eintritt ist frei, Spenden sind erbeten.
www.trinitatiskirche-koeln.de


01.08.2025 · ab 16:50 Uhr

Ritual Music – „Field 5. Aura“ von Wojtek Blecharz
Christuskirche am Stadtgarten
Dorothee-Sölle-Platz 1, 50672 Köln
Eine persönliche Eins-zu-eins-Performance zwischen Klangkunst und Zeremonie. Sieben kabellose Lautsprecher, ein Performer, eine hörende Person – eine Klangbegegnung als heilsames Ritual. Kuratiert von Sophie Emilie Beha. Treffpunkt ist vor dem Haupteingang der Christuskirche. Buchung erforderlich unter:
www.ritual-music.de
www.christuskirche-koeln.de


02.08.2025 · 10:00–16:00 Uhr

Markt der schönen Dinge rund um die Auferstehungskirche
Evangelische Kirchengemeinde Köln-Rath-Ostheim
Auferstehungskirche Ostheim, Heppenheimer Straße 7, 51107 Köln
Im Rahmen des Ostheimer Hofflohmarkts lädt die Kirchengemeinde zu einem vielseitigen Markt mit nostalgischem Trödel, DIY-Produkten, Schmuck, Hausrat und Büchern. Nachhaltige Upcycling-Artikel ergänzen das Angebot. Für das leibliche Wohl sorgen Kaffee, Kuchen und Würstchen.
www.kirchengemeinde-rath-ostheim.de


05.08.2025 · 20:00 Uhr

Sommergespräche: Peter Härtling – Engel und Lebensfragen
Evangelische Kirchengemeinde Brühl
Christuskirche, Mayersweg 10, 50321 Brühl
Im Zentrum des Abends steht Peter Härtlings Gedichtzyklus über Engel – ein stilles Zeugnis seines christlichen Glaubens. Die lyrischen Texte berühren mit Tiefe und Nachdenklichkeit. Pfarrerin Renate Gerhard moderiert den Abend. Der Eintritt ist frei, eine Anmeldung nicht erforderlich.
www.kirche-bruehl.de

Text: APK
Foto(s): AI

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Evangelischer Gottesdienst zum Christopher-Street-Day in der Antoniterkirche

Die Parade zieht durch die Schildergasse

Die bunte Parade zum Christopher-Street-Day in Köln zog traditionell auch über die Schildergasse. „Für Queerrechte. Viele. Gemeinsam. Stark.“ lautete das Motto der Demonstration, an der sich die Evangelische Kirche und Diakonie in Köln mit einem Festwagen und einer großen Fußgruppe beteiligten. Dabei passierten die insgesamt rund 60.000 Teilnehmenden auch die AntoniterCityKirche.

Evangelische Messe zum CSD: Ökumenisch und überfüllt

Wie gewohnt hatte dort am Abend zuvor eine Evangelische Messe mit ökumenischer Beteiligung zum CSD stattgefunden. Wie üblich musste zu dieser Veranstaltung früh vor Ort sein, wer unter vielen hundert Besuchenden einen Sitzplatz ergattern wollte.

Die Jungfrau im Dreigestirn – ein Zeichen queerer Sichtbarkeit

„Im gottesdienstlichen Kontext kann es nichts Größeres in der Kirche geben als die Jungfrau“, begrüßte Citykirchenpfarrer Markus Herzberg namentlich nur einen Gast: Hendrik. Er verkörperte als Marlis die Jungfrau im ersten schwulen Kölner Dreigestirn. „Manche haben schon blöd geguckt, als es hieß, drei schwule Männer bilden das Dreigestirn 2024/25“, so Herzberg. Die drei von der Karnevalsgesellschaft StattGarde Colonia Ahoj e.V. hätten der queeren Familie einen Riesendienst geleistet, dankte der Pfarrer.

Musik als verbindende Kraft

Für die musikalische Gestaltung sorgten der von Manuel Busch geleitete Shanty-Chor aus demselben Karnevalsverein, das Saxophon-Ensemble „Die Fläshmöpse“ unter Leitung von Michael Lauscher sowie Roland Steinfeld an der Orgel. Ihre Aufführung von englischen, deutschen und kölschen Stücken, in die viele der Teilnehmenden inbrünstig einstimmten, sorgte für eine feierliche, emotionale Atmosphäre. Die Kollekte ist für den rubicon e.V. bestimmt. Der Kölner Verein engagiert sich mit zahlreichen Beratungs- und Unterstützungsangeboten für LGBTIQ*-Personen und setzt sich für deren Rechte ein.

Eine bewegende Predigt über Liebe und Verantwortung

Der Gottesdienst mit Abendmahl, in dem die Vielfalt, Gottes Liebe und die der Menschen gewürdigt wurden, hielt erneut eine eindringliche und zugleich pointierte Predigt Herzbergs bereit. Er dankte zunächst, dass er hier stehen dürfe. Früher habe er es nicht für möglich gehalten, dass man Pfarrer werden dürfe, wenn man schwul sei. Dies hätten Menschen vor ihm erkämpft. Die heutige Generation müsse ihrerseits Vorbild sein für nachfolgende.

Der Regenbogen als göttliches Versprechen

Heute vor acht Jahren habe er in einem Fernsehstudio die Live-Übertragung der Bundestags-Debatte zur Ehe für alle mitmoderiert, erinnerte Herzberg eingangs seiner Ansprache. „Als klar war, dass die Mehrheit der Abgeordneten die Ehe für alle beschlossen hatte, musste ich mich echt zusammenreißen, nicht zu heulen.“ Seitdem heiße es in §1353 des Bürgerlichen Gesetzbuches: „Die Ehe wird von zwei Personen verschiedenen oder gleichen Geschlechts auf Lebenszeit geschlossen.“

Das traditionelle Eheverständnis sei endlich erweitert worden und habe sich der Lebenswirklichkeit vieler Menschen angepasst. „Liebe und Gerechtigkeit haben gewonnen.“ Herzberg zitierte Ministerpräsident Winfried Kretschmann, der damals im Bundesrat begründet hatte: „Entscheidend ist doch nicht, was die Verfasser und Verfasserinnen des Grundgesetzes damals unter dem Begriff Ehe verstanden haben, sondern was heute für uns Ehe bedeutet.“

„Nie wieder“ – ein politisch-theologisches Leitmotiv

Im Gegensatz zu heute habe der CSD damals jährlich wechselnde Mottos formuliert. Eines davon griff Herzberg nochmals auf: „Nie wieder.“ Er empfinde es als wichtiger denn je. Dieses Motto sei angelehnt an einen gesellschaftlichen Konsens, den wir in Deutschland seit dem Zweiten Weltkrieg etabliert hätten. „Nie wieder sollten sich die schrecklichen Ereignisse der damaligen Zeit wiederholen.“ Auch schwule Männer und als „asozial“ herabgewürdigte lesbische Frauen seien damals stigmatisiert, verfolgt und in Konzentrationslager verschleppt worden.

Noch 1957 sei in der Bundesrepublik entschieden worden, dass der Homosexualität kriminalisierende Nazi-Paragraph 175 nicht dem deutschen Grundgesetz widerspreche. Erst 1994 wurde er vollständig aufgehoben. „In einer Gesellschaft und in einer Welt, die spürbar politisch immer weiter nach rechts rückt, müssen wir daran erinnern und auch heute deutlicher denn je wieder fordern: ‚Nie wieder‘“, betonte der Pfarrer.

Der Ruf zur Liebe – und zur Selbstliebe

„Nie wieder“ sei für ihn nicht nur ein Blick in die Vergangenheit, sondern eine Forderung für das Hier, das Jetzt und unsere Zukunft. Beispielsweise sollten nie wieder Schwule und Lesben, bi und trans* Menschen und alle, die nicht in das Weltbild einer heteronormativen Normalität passten, auf offener Straße angefeindet oder von der eigenen Bundesregierung diskriminiert werden. Nie wieder sollten Paare gleichen Geschlechts blöd angeschaut werden, „nur weil sie händchenhaltend durch die Stadt gehen und für sich beanspruchen, was für andere doch so herrlich normal ist“.

Gott als Liebhaberin des Lebens

„In diesem ‚Nie wieder‘ steckt auch die große Chance, dass wir als Menschen die Kraft und Verantwortung haben, Dinge anders machen zu können. Es ist ja nicht so, als würden wir hier in Stein gemeißelt sein.“ Die Gesetzesänderung zur Ehe für alle zeige, dass sich Dinge im Laufe der Zeit verändern können.

Selbst Gott bekomme es hin, seine Meinung zu ändern, erinnerte Herzberg an die Sintflut. An deren Ende sage Gott: „Ich habe meinen Bund mit euch geschlossen, und nie wieder sollen alle Wesen aus Fleisch vom Wasser der Flut ausgerottet werden.“ Der Regenbogen sei das Zeichen Gottes, das Zeichen seines Versprechens und seines Bundes mit allen Menschen. „Der Regenbogen wird zum Zeichen für Frieden, Gerechtigkeit und Liebe. Und nicht umsonst ist vielleicht gerade der Regenbogen heute unser aller Zeichen.“ Die Regenbogenfahne finde sich überall in unserer Stadt und sei Symbol für die von Gott geschenkte Vielfalt.

„Jesus ruft seinen Jüngerinnen und Jüngern zu: ‚Bleibt alle gemeinsam in der Liebe‘. Das ist die Kernbotschaft des christlichen Glaubens, vielleicht die PR-Botschaft aller Religionen dieser Erde.“ Jesus mache immer wieder klar, dass die Liebe das Größte sei. Gott selbst sei die Liebe. „Gott liebt uns, obwohl wir so sind, wie wir sind. Deswegen kann ich als Antwort Gott zurücklieben – und ich kann vor allem mich selber lieben. Und wenn ich das kann, kann ich mein Gegenüber lieben.“ Eigenliebe sei nichts Egoistisches, sondern von Gott geschenkt. „Die Kirche selbst hat das lange Zeit nicht verstanden.“ Sie habe nicht immer die Liebe gepredigt, ganz im Gegenteil. Viel zu lange habe sie Anderssein und homosexuelle Liebe als Sünde und Perversion gebrandmarkt.

„Gott ist schließlich die Liebhaberin des Lebens, die uns fähig macht zu lieben in dieser Welt. Fähig, durch diese Welt zu gehen und zu lieben und nicht die anderen zu moralisieren.“ Herzberg schloss mit den Worten:
„Wenn wir irgendwann mal vor unserer Schöpferin oder unserem Schöpfer stehen, dann wird dieser Gott uns nur eine Frage stellen: Liebst du?“

Text: Engelbert Broich
Foto(s): Engelbert Broich

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Trauerfeier für Körperspender: Die Gabe für die Wissenschaft würdigen

Normalerweise wird Menschen mit einer würdigen Bestattung eine letzte Ehre erwiesen. Aber was passiert, wenn der Leichnam nicht – sei es nun im Sarg oder in der Urne – in die Erde kommt? Was, wenn der oder die Verstorbene zu Lebzeiten entschieden hat, ihren Körper der Wissenschaft zu spenden? Wie kann dann eine Trauerfeier für diese Menschen aussehen?

Simon Schomäcker war bei einer solchen Zeremonie dabei: „Wir stehen heute hier, um uns bei Menschen zu bedanken, die mit ihrem Entschluss, Körperspender zu werden, etwas Außergewöhnliches geleistet haben.“

Dank und Musik in der Klinikkirche

Eine Gruppe Medizinstudentinnen steht am Altar der Kölner Klinikkirche St. Johannes der Täufer und hält abwechselnd eine Ansprache. Die Bankreihen sind bis auf den letzten Platz besetzt, dahinter stehen weitere Menschen – vor allem Angehörige von Verstorbenen, die ihren Körper nach dem Tod der Wissenschaft gespendet haben.

In ihrer Rede betonen die angehenden Ärztinnen, wie bedeutsam diese außergewöhnlichen Leihgaben für ihren Präparierkurs waren: „Was mich durch den Kurs begleitet hat, ist eine unermessliche Faszination für den menschlichen Körper, seine Zusammenhänge und auch die Variationen, die jeder Einzelne von uns mit sich trägt. Das lässt sich in einem Lehrbuch nicht annähernd erfassen.“

Jedes Jahr veranstaltet das Zentrum für Anatomie der Universität zu Köln eine solche Gedenkfeier. Neben Wortbeiträgen haben einzelne Studierende auch passende Musikstücke vorbereitet. Im vergangenen Semester standen 90 Körperspenden zur Verfügung.

Zwischen Forschung und Abschiedsschmerz

Laut Prof. Dr. Martin Scaal, Direktor des Zentrums für Anatomie, ist diese Zahl seit über zehn Jahren relativ konstant geblieben. Auch die Motivation der Körperspenderinnen und Körperspender bleibt ähnlich: „Sie möchten einfach, wenn man schon sterben muss, dass man damit noch etwas Gutes tun kann.“

Für die medizinische Ausbildung ist diese Entscheidung von unschätzbarem Wert – für die Angehörigen jedoch oft eine emotionale Belastung. Die Körper verbleiben bis zu zwei Jahre am Institut, eine Trauerfeier direkt nach dem Tod entfällt. Pfarrerin Caroline Schnabel begleitet viele dieser Prozesse seelsorglich: „Bei klassischen Bestattungen hören wir oft: Es ist gut, wenn dieser Tag geschafft ist – der Tag der Trauerfeier. Da werden Worte gesagt, da kommt man als Familie zusammen. Danach beginnt ein neuer Abschnitt der Trauer. Und genau das fehlt hier erst einmal. Diese Zeit ist schwer zu durchleben.“

Die Trauerfeier ist daher anders aufgebaut. Es geht nicht um einzelne Lebensgeschichten, sondern um das Gemeinsame: die Verbindung zu den Verstorbenen. Die Angehörigen kennen Persönliches – die Studierenden entdecken Zeichen gelebten Lebens am Körper selbst: ein Herzschrittmacher, eine künstliche Hüfte. Auch das lässt Rückschlüsse zu.

Eine stille Ehre – und ein bleibender Dank

Unter musikalischer Begleitung verlesen die Studierenden alle Namen der Spenderinnen und Spender und entzünden Kerzen am Altar. In Rheinland-Pfalz etwa werden die Leichname nach der Kremation meist anonym bestattet – auf Wunsch auch auf einem Friedhof der Wahl.

Manche Fakultäten, wie in Bielefeld, richten eigens dafür Gräberfelder ein. Martina Hollmann von der dortigen Friedhofsverwaltung beschreibt eine neue 800 m² große Rasenfläche mit Bäumen und zentralem Gedenkplatz. Namen sollen auf Bodenplatten verewigt werden, auch bei anonymen Beisetzungen.

In Köln jedoch bleiben die Namen unsichtbar. Prof. Scaal verweist auf eine steinerne Stele vor der Klinikkirche: „Da steht drauf: Mortui vivos docent – die Toten lehren die Lebenden. Und darunter einfach ein Dankeswort an die anonymen Körperspenderinnen und Körperspender.“

Dieser Gedanke zieht sich durch die ganze Feier – bis hin zum Abschlusswort der Studierenden: „Ihre Eltern, Partner, Freunde, Familie leben nicht nur in Ihnen – sondern vielleicht auch ein kleines bisschen in uns weiter. Sie haben uns sehr, sehr viel gelehrt – was uns in unserem Beruf als Ärztinnen und Ärzte, als Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler und auch als Menschen begleiten und prägen wird.“

Ein Podcast von Deutschlandfunkkultur.de zur besonderen Trauerfeier

Text: APK
Foto(s): Engelbert Broich

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Unsere Archivale für Juli: Die Anfänge – Städtepartnerschaft zwischen Köln und Liverpool seit 1952

Was verbindet Köln mit Liverpool – abgesehen von Musik und Fußball? Mehr, als man denkt – denn zwischen Köln und Liverpool ist über Jahrzehnte hinweg eine lebendige ökumenische Freundschaft gewachsen, die einst aus Ruinen entstand und heute Brücken zwischen Menschen, Gemeinden und Kulturen baut.

Die Idee der Städte- und Gemeindepartnerschaften entstand nach dem Zweiten Weltkrieg. Die britische Besatzung verfolgte das Ziel, über ein solches Projekt freundliche Beziehungen zwischen deutschen und britischen Städten aufzubauen und so den in den Kriegsjahren geschürten Vorurteilen und Anfeindungen entgegenzuwirken.

Verbindung zwischen Köln und Liverpool im Jahr 1952

Die erste Verbindung, die die Stadt Köln nach dem Zweiten Weltkrieg einging, war mit der britischen Stadt Liverpool im Jahr 1952. Doch nicht nur auf kommunaler Ebene wurden die Fühler ausgestreckt. 1985 suchte Revd. David Wills von der Gemeinde Mossley Hill eine Partnergemeinde in Köln. Er richtete sich an den Evangelischen Stadtkirchenverband Köln (Vorgängerinstitution des Evangelischen Kirchenverbands Köln und Region), und dieser wiederum leitete das Schreiben an die Gemeinde Lindenthal weiter. Pfarrer in Lindenthal war zu dieser Zeit Martin Hüneke. Er hatte jahrelang in England gelebt und gearbeitet und schien daher der geeignete Ansprechpartner zu sein. Die Gemeinde Lindenthal gründete daraufhin im November desselben Jahres einen Partnerschaftskreis mit sieben Studierenden und England-Interessierten.

Begegnungen auf beiden Seiten des Kanals

In den Jahren 1986 bis 1988 erfolgten regelmäßige Besuche zwischen den beiden Gemeinden, die teils offiziell, teils informell stattfanden. Dabei zeigte sich: Viele Herausforderungen sind typisch für moderne Großstädte – ganz gleich, ob sie am Mersey oder am Rhein liegen.

„Faith in the City“ und soziale Projekte

Eine Grundlage für den Austausch bildete die von der anglikanischen Kirche durchgeführte soziologische Erhebung zur Rolle der Kirchen in Brennpunkt-Gegenden, die 1985 unter dem Titel „Faith in the City“ veröffentlicht wurde. Daraus ergaben sich die Einrichtung eines Fonds („Urban Priority Fund“) und die Gründung der Organisation „Merseyside and Region Churches Ecumenical Assembly“ (MARCEA). Beide Initiativen zielten auf die Bekämpfung von Armut und die Verbesserung des interkulturellen Zusammenlebens ab – und förderten auch internationale, ökumenische Projekte.

Fachlicher Austausch im Sozialraum

Auf Ebene des Stadtkirchenverbandes entwickelte das Sozialwerk den Austausch von Pfarrerinnen und Pfarrern sowie Presbyteriumsmitgliedern weiter zu einer Fortbildungsreihe für Beschäftigte in der Gemeinwesen- und Sozialarbeit. Dabei tauschten sie sich wechselseitig über ihre Arbeit mit benachteiligten Menschen aus. Das Projekt wurde jedoch aufgrund anderer personeller und finanzieller Bindungen nicht fortgeführt. Ende der 1990er-Jahre stockte der Austausch zwischen Lindenthal und Liverpool infolge von personellen und finanziellen Umstrukturierungen – sowohl in Liverpool als auch in Köln.

Neuer Schwung ab 2000

Richtig Fahrt nahm die ökumenische Beziehung zu Liverpool erst wieder Anfang der 2000er-Jahre auf. Zum 50-jährigen Bestehen der Städtepartnerschaft zwischen den Metropolen am Rhein und Mersey kamen zwei Delegationen aus der britischen Stadt. Gleichzeitig fand die Feier „200 Jahre evangelisches Köln“ statt. Ein Highlight des Zusammentreffens war die Predigt des Methodistenpredigers John Taylor, der in der Antoniterkirche auf Deutsch predigte. Um die Beziehungen dieses Mal dauerhaft zu gestalten, wurde durch die Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen (ACK) und die Liverpooler Freunde eine Kooperation in zehn Projekten angestrebt.

Heute: gelebte Partnerschaft

Im September 2003 konstituierte sich der ökumenische Partnerschaftsausschuss, in dem der Stadtkirchenverband durch das Ökumene-Referat, die Melanchthon-Akademie und das Sozialwerk vertreten war. Die Beziehungen zu Liverpool bestehen bis heute, und auch der Evangelische Kirchenverband Köln und Region ist Teil der lokalen Arbeitsgruppe der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen.

Noch mehr Archivalien finden Sie hier:

Text: Stefanie Sternemann
Foto(s): Stefanie Sternemann

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Am Ufer des Glaubens – 10. Rheintaufe der Ev. Gemeinde Köln: Ein Gottesdienst zwischen Fluss, Erinnerung und Aufbruch

Interview mit Pfarrer Markus Herzberg zur 10. Rheintaufe in Köln

Zum zehnten Mal feierte die evangelische Kirche in Köln ihre besondere Rheintaufe – unter freiem Himmel, direkt am Wasser, gemeinsam mit 21 Familien. Einer der Mitwirkenden war Pfarrer Markus Herzberg. Im Interview spricht er über die Atmosphäre am Flussufer, berührende Momente, feuchte Überraschungen – und über das, was diese Form des Gottesdienstes für ihn als Theologen besonders macht.

1. Atmosphäre und Besonderheit

„Die Rheintaufe fand ja unter freiem Himmel statt – was hat diese Atmosphäre am Rhein für Sie als Pfarrer anders gemacht als einen klassischen Gottesdienst in der Kirche?“

Die Atmosphäre ist schon deswegen eine ganz andere, weil so viele Familien und Täuflinge mit ihren unterschiedlichen Perspektiven und Erfahrungen gleichzeitig zusammenkommen. Im Hintergrund der Rhein, auf dem die Schiffe an uns vorbeifahren, am Wegesrand bleiben Spazierende stehen und beobachten das Geschehen, der offene Himmel über uns: einfach beeindruckend. Als ich zur Taufe in den Rhein ging, schaute ich ins Wasser und sah, dass um unsere Füße ein kleine Gruppe Fische schwamm. Das fand ich besonders schön, da eine der Lesungen zum Gedenktag der Apostel Petrus und Paulus (auf den Tag fiel die Rheintaufe) besagte „Siehe, ich will viele Fischer aussenden, spricht der Herr, die sollen sie fischen;“ Jeremia 16,16.

2. Emotionaler Moment

„21 Tauffamilien waren dabei, manche ließen bereits ihr zweites oder drittes Kind hier taufen. Welcher Moment hat Sie persönlich am meisten berührt?“

Besonders emotional für mich war, dass ich ein Kind taufen durfte von einem Mann, dessen Frau vor Jahren gestorben und war. Ich hatte die beiden damals getraut und die Ehefrau später auch am Sterbebett besucht. Nun hat er eine neue Liebe gefunden und ist Vater geworden. Das hat mich sehr bewegt.

3. Praktische Herausforderungen mit Humor

„Von Sandalen bis Gummistiefel war ja alles dabei – wie haben Sie sich als Pfarrer eigentlich auf einen Gottesdienst vorbereitet, bei dem das Wetter so unberechenbar sein konnte?“

Im letzten Jahr hatte ich Surferschuhe getragen, die aber dann den ganzen restlichen Gottesdienst nass blieben, darum habe ich mir für dieses Jahr Gummistiefel besorgt. Als ich dann im Rhein stand, kam ein ziemlich großer Tanker an uns vorbeigefahren. Er machte so große Wellen, dass beide Stiefel bis zum Rand mit Wasser vollliefen. Gott scheint nicht zu wollen, dass ich mit trockenen Füßen aus dem Rhein steige

4. Gemeinschaftsgefühl

„Das ganze Pfarrteam hat diesen Gottesdienst gemeinsam gestaltet. Wie haben Sie diese Teamarbeit am Rheinufer erlebt – ist da eine andere Dynamik entstanden als sonst?“

Es ist schon eine schöne Erfahrung als gesamtes Pfarrteam diesen Gottesdienst vorzubereiten und zu feiern, so dass wir alle gleichermaßen vorkommen und mit unseren je eigenen Persönlichkeiten zusammen wirken.

5. Tradition und Zukunft

„Die Rheintaufe gab es nun schon zum 10. Mal – warum glauben Sie, ist diese Tradition so gut angekommen? Und was wünschen Sie sich für die Zukunft dieses besonderen Gottesdienstes?“

Ich wünsche mir für die Zukunft, dass dieser Gottesdienst die Menschen auch ein Stück weit an die Kirchengemeinde bindet und ihren Glauben stärkt und es nicht zu einem bloßen Event wird.

Text: APK
Foto(s): Niki Siegenbruck / Ev. Gemeinde Köln

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