Ehrenamtliche Seelsorge-Ausbildung startet im September 2025 – noch Plätze frei

Menschen empathisch begleiten, zuhören und unterstützen:

Der Evangelische Kirchenverband Köln und Region bietet ab Mitte September 2025 eine neu ausgerichtete, kostenlose Ausbildung für Ehrenamtliche in der Seelsorge an. Bewerbungen sind weiterhin möglich.

Die Ausbildung richtet sich an Personen, die bereits ehrenamtlich in der Seelsorge tätig sind oder dies künftig sein möchten. Mögliche Einsatzfelder umfassen die Krankenhaus-, Altenheim-, Gefängnis- oder Gehörlosenseelsorge sowie Besuchsdienste in evangelischen Kirchengemeinden und die Evangelische TelefonSeelsorge Köln.

Interessierte sollten Offenheit, Lebenserfahrung und Belastbarkeit mitbringen, über ausgeprägtes Einfühlungsvermögen verfügen und sich mit den Werten der evangelischen Kirche identifizieren können. Zudem werden die Bereitschaft zur persönlichen Reflexion sowie Freude an Weiterbildung erwartet.

Kostenfreie Ausbildung mit umfassender Praxisbegleitung

Die etwa einjährige Ausbildung umfasst 150 Unterrichtsstunden, die sowohl an Wochenenden als auch in regelmäßigen Abendseminaren stattfinden. Zentrale Inhalte sind Grundlagen der seelsorglichen Gesprächsführung, Umgang mit Tod und Trauer, Einsamkeit, Glaubens- und Sinnkrisen, Krankheit, Schuld, Beziehungskonflikte sowie Suizidalität. Ein wichtiger Schwerpunkt liegt auf der bewussten Reflexion eigener Erfahrungen und Wahrnehmungen.

Nach erfolgreichem Abschluss verpflichten sich die Teilnehmenden, mindestens drei Jahre lang ehrenamtlich in einem Seelsorgefeld des Evangelischen Kirchenverbands Köln und Region oder eines Kölner Kirchenkreises tätig zu sein. Während dieser Zeit erhalten sie begleitende Supervision und regelmäßige Fortbildungsangebote durch die zuständigen Pfarrerinnen Dagmar Schwirschke und Dr. Dorit Felsch.

Die Ausbildung steht Interessierten jeden Alters, aller Geschlechter und unabhängig vom beruflichen Hintergrund offen.

Kontakt und Anmeldung:

Angelika Hansmann (Büro Seelsorge-Ausbildung)
Telefon: 0176 – 326 370 38 (Di. und Mi. 9–15 Uhr)
E-Mail: seelsorge-ausbildung.kirche-koeln@ekir.de

Text: APK
Foto(s): APK

Der Beitrag Ehrenamtliche Seelsorge-Ausbildung startet im September 2025 – noch Plätze frei erschien zuerst auf Evangelischer Kirchenverband Köln und Region.

Wiederauflage des „Mehr-als-Noten-Segens“

Im letzten Jahr feierte die Aktion „Mehr-als-Noten-Segen“ ihre sehr gut angenommene Premiere. Zur Neuauflage am letzten Schultag vor den Sommerferien hatte Pfarrerin Mareike Maeggi den bewährten Torbogen in die Laufrichtung der jüngeren wie älteren Passanten auf dem Vorplatz von St. Nikolaus an der Berrenrather Straße gedreht. Obendrein war das Metallgestell mit noch mehr farbigen Kreppbändern geschmückt. Diese bewegten sich im Wind und machten das Arrangement zu einem bezaubernden Blickfang. „Wirklich neu in diesem Jahr ist aber, dass unsere Aktion vom Netzwerk ,hier+weiter – Evangelisch leben in Köln’ und ,#himmelaufkoeln’ organisiert worden ist“, informierte Maeggi.

Zwei Standorte, ein Gedanke

In Köln-Sülz also lud die Pfarrerin seitens der Evangelischen Kirchengemeinde Köln-Klettenberg insbesondere Schülerinnen und Schüler ein, bald nach der Zeugnisausgabe das Segenstor zu durchschreiten und sich von ihr – unabhängig von den Schulnoten – zum Ferienstart segnen zu lassen. Ein weiterer Segensort befand sich am Karl-Schwering-Platz. Dort bot ein Team der Evangelischen Kirchengemeinde Köln-Lindenthal, darunter Maeggis Gatte und Kollege Gerd Maeggi, den Segen am Vormittag an.

Schulen in der Nähe – ein Vorteil

Gemeinsam ist beiden Adressen, dass sich im nahen Einzugsgebiet mehrere Schulen befinden. Und so musste auch die Klettenberger Pfarrerin nicht lang auf die erste Schülerin warten. Wie viele weitere Kinder und Jugendliche, aber auch Lehrkräfte, Eltern und „interessierte Laufkundschaft“, freute diese sich über die begleitend von mehreren Geräten erzeugten Seifenblasen und schließlich ein leckeres Eis.

Persönlicher Zuspruch und kleine Freuden

„Im Vorfeld der Aktion haben wir Schulen angeschrieben und in Schulgottesdiensten auf sie hingewiesen“, sagte Mareike Maeggi. Parallel seien Segenskarten an Lehr­einrichtungen verteilt worden, mit einer eigenen Textvariante jeweils für Schülerinnen und Schüler sowie für Lehrkräfte und Eltern. Diese Segenstexte gab die Pfarrerin Interessierten auch vor Ort in die Hand.

„Du bist gut so wie du bist“ – Segenskarten im Fokus

„Segen für dich!“, ist der Schüler-Text überschrieben. „Für jede durchgehaltene Stunde, jedes Über-dich-hinaus-Wachsen, jedes Gegen-den-Strom-Schwimmen, deinen Mut, dich etwas zu trauen oder nein zu sagen. Ein weiteres Schuljahr geschafft. Manches war gut, anderes nicht. Jetzt sind Ferien und du bist gut so wie du bist.“

Resonanz und Ausblick

An beiden Orten hätten sich insgesamt rund 250 Menschen segnen lassen, summiert Mareike Maeggi. Menschen, die zu Fuß, auf einem Fahrrad, mit einem Roller, im Rollstuhl unterwegs gewesen seien. Oder mit einem Puppenwagen, wie die beiden Kitakinder in Begleitung ihrer Oma. Das Ambiente rief bei dem Trio großes Staunen hervor. Selbstverständlich wurde auch ihnen ein Segen zuteil. „Es war eine sehr schöne Veranstaltung mit viel Resonanz“, zog die Pfarrerin wie im Vorjahr ein sehr positives Fazit. „Es bereitet große Freude, Schülerinnen und Schüler auf diese segensreiche Art und Weise in die Ferien zu verabschieden.“

Kirche, die ankommt

Die Mutter von drei Schülerinnen, die gemeinsam mit ihrer Freundin durch Mareike Maeggi Gottes Zuspruch erhielten, „gefällt dieses Angebot tatsächlich sehr gut. Es bringt Kindern Kirche näher. Die Kirche wird dadurch nahbarer.“ Eine ihrer Töchter empfand die Aktion als „sehr passend zum Ferienbeginn. Sie gibt auch Sicherheit, man fühlt sich gut begleitet.“ Mareike Maeggi hofft, im nächsten Jahr noch mehr Segensorte anbieten zu können.

Text: Engelbert Broich
Foto(s): Engelbert Broich

Der Beitrag Wiederauflage des „Mehr-als-Noten-Segens“ erschien zuerst auf Evangelischer Kirchenverband Köln und Region.

Wochentipps – Sommerabende, Klangwelten und kreative Begegnungen im Kölner Kirchenkreis

Ob kreatives Kinderprogramm, gemeinsames Kochen oder musikalische Höhepunkte: Die kommenden Tage bieten ein vielfältiges Programm im Raum Köln und Umgebung. Von entspannten Begegnungen bis zu geistlichen Klangräumen – die evangelischen Gemeinden laden zu offenen Formaten für alle Generationen ein.


Donnerstag, 24. Juli 2025

17:00–21:00 Uhr
Friedenskirche, Hackenbroicher Straße 59–61, 50769 Köln-Worringen
Kreativprogramm für Kinder im Biergarten
Die Evangelische Hoffnungsgemeinde lädt zum offenen Feriennachmittag in den Biergarten der Friedenskirche ein. Geboten werden Hüpfburg, Kicker, Spielplatz, Snacks und Getränke.
Eintritt frei
www.hoffnungsgemeinde-koeln.de


19:00–22:00 Uhr
DiakoniePunkt Nippes, Yorckstraße 10, Köln
Eat ’n‘ Greet: Feierabendtreff für 25–40-Jährige
Kochen, essen, ins Gespräch kommen – das Netzwerk „hier+weiter – Evangelisch leben in Köln“ lädt zum offenen Treff für junge Erwachsene. Eine Anmeldung ist erforderlich.
Kostenfrei – Anmeldung per Mail erforderlich
marina.vonameln@diakonie-koeln.de
www.lutherkirche-nippes.de


20:00 Uhr
Altenberger Dom, Eugen-Heinen-Platz 2, 51519 Odenthal
Internationales Orgelfestival: „Bach plus“
Matthias Maierhofer, Domorganist und Professor in Freiburg, präsentiert ein Orgelkonzert mit Werken von Bach, Mozart, Walton und Pärt.
Abendkasse: 10 € | Vorverkauf: 11 €
www.dommusik-aktuell.de


Samstag, 26. Juli 2025

18:00 Uhr
Kartäuserkirche, Kartäusergasse 7, 50678 Köln
Klosterchillin‘ in der Südstadtoase
Sommerabend im Klostergarten mit Lounge-Musik von DJane S’bin, kühlen Getränken und Abendlicht unter alten Mauern.
Eintritt frei
www.kartaeuserkirche-koeln.de


Sonntag, 27. Juli 2025

17:00 Uhr
Christuskirche, Mayersweg 10, 50321 Brühl
Sommerkonzert: Musikalische Bergpredigt mit Duo Zia
Texte, Musik und Improvisation verbinden sich zu einer außergewöhnlichen Klangreise. Mit Trompete, Orgel, Percussion und mehr.
Eintritt frei – Spenden erbeten
www.kirche-bruehl.de

Text: APK
Foto(s): APK

Der Beitrag Wochentipps – Sommerabende, Klangwelten und kreative Begegnungen im Kölner Kirchenkreis erschien zuerst auf Evangelischer Kirchenverband Köln und Region.

Tanzen auf der Orgel: Vincent Dubois aus Paris konzertiert am 31. Juli in der Trinitatiskirche

Die Orgelkonzertreihe in der Kölner Trinitatiskirche macht keine Sommerpause. Im Gegenteil: Der nächste Orgelabend, der am Donnerstag, 31. Juli, um 19.30 Uhr stattfindet, wird sogar ein besonderes Highlight. Zu Gast ist Vincent Dubois, Organist an der weltberühmten Kathedrale Notre-Dame in Paris.

Die Kirche Notre-Dame ist nicht erst seit dem verheerenden Brand 2019 und dem kürzlich abgeschlossenen Wiederaufbau in aller Munde. Sie ist nicht nur – zusammen mit dem Eiffelturm – das Wahrzeichen der französischen Hauptstadt. Notre-Dame ist die Hauptkirche Frankreichs und eine der weltweit bedeutendsten Kathedralen. Sie steht damit in einer Reihe mit dem Petersdom in Rom, der St. Paul’s Cathedral in London, der Sagrada Familia in Barcelona oder auch dem Kölner Dom.

Entsprechend dieser Bedeutung von Kirche und Orgel werden nur Ausnahmekünstler in das Organistenamt von Notre-Dame berufen. Gerne erinnert sich der Franzose an das Berufungsverfahren: „Es gab einen riesigen Wettbewerb. Insgesamt vier Tage plus ein Wochenende Messen zu spielen – das war die Finalrunde. Die erste Runde bestand aus Improvisation, Literatur, Begleitung, Transponierung etc.“

International gefragter Organist

Der 1980 geborene Vincent Dubois gehört zu den bedeutendsten Organisten weltweit und kann auf eine beeindruckende Karriere zurückblicken: Nach seinem Studium am Conservatoire de Paris bei Prof. Olivier Latry gewann er bereits 2002 zwei bedeutende Orgelwettbewerbe – den Calgary International Organ Competition und den Wettbewerb in Toulouse.

Seine internationale Konzerttätigkeit führte ihn durch ganz Europa, die USA, Kanada und verschiedene Länder in Asien. Neben Orgelsolo-Programmen arbeitet Dubois auch regelmäßig mit bedeutenden Orchestern zusammen – stellvertretend seien das Philadelphia Orchestra, das Los Angeles Philharmonic Orchestra oder das Orchestre National de France genannt.

Dubois ist regelmäßiger Gast in renommierten Sälen wie der Berliner Philharmonie, dem Wiener Konzerthaus, dem Maison de Radio France, dem Mariinsky-Theater oder der Spivey Hall in Atlanta.

Kirchenmusiker und Pädagoge

Auch als Kirchenmusiker hatte Dubois bereits wichtige Posten inne: 1996 wurde er Organist an der Kathedrale von Saint-Brieuc, 2001 an der Kathedrale von Soissons, bevor er 2016 nach Paris berufen wurde.

Seit 2011 ist Dubois Direktor des Conservatoriums von Straßburg und seit 2022 auch Professor für Orgel und Improvisation an der Musikhochschule Saarbrücken.

Stilistisch offen – mit Wurzeln in der französischen Romantik

Nach seinem Repertoire gefragt, antwortet Vincent Dubois: „Ich habe diese Etikette, dass ich ein symphonischer, romantischer Literaturorganist bin. Aber ich spiele alles – vom 16. Jahrhundert bis heute. Ich bin nicht spezialisiert wie ein paar Kollegen im Barock oder in der alten Musik. Ich spiele alles. Meine DNA liegt mehr in der Tradition der französischen Symphonie- und Romantikorgel und auch moderner Orgel.“

Konzertmotto: „Tanzen auf der Orgel“

Entsprechend dieser stilistischen Vielseitigkeit hat Vincent Dubois für sein Konzert in der Kölner Trinitatiskirche ein sehr vielseitiges und ausgesprochen virtuoses Programm vorbereitet. Das Konzertmotto lautet „Tanzen auf der Orgel“ und schlägt eine Brücke zwischen den beiden „Orgelländern“ Deutschland und Frankreich.

Neben Musik von Johann Sebastian Bach erklingen Kompositionen französischer Komponisten wie César Franck, Louis Vierne, Maurice Ravel und Marcel Dupré. Zum Abschluss ist noch eine freie Improvisation vorgesehen.

Eintritt frei – Spende erbeten

Der Eintritt zum Konzert ist frei – um eine Spende am Ausgang wird gebeten.

Über das genaue Programm informiert die Internetseite: www.trinitatiskirche-koeln.de.

Text: Wolf-Rüdiger Spieler
Foto(s): Vincent Dubois / Wolf-Rüdiger Spieler

Der Beitrag Tanzen auf der Orgel: Vincent Dubois aus Paris konzertiert am 31. Juli in der Trinitatiskirche erschien zuerst auf Evangelischer Kirchenverband Köln und Region.

„Kirche radelt“: Evangelischer Kirchenverband Köln und Region feiert erfolgreichen Stadtradeln-Einstand

42 Teilnehmende, über 10.000 gefahrene Kilometer und drei Ehrungen – der Evangelische Kirchenverband Köln und Region hat erstmals mit seiner Gruppe „Kirche radelt“ am Kölner Stadtradeln teilgenommen und ein deutliches Zeichen für Klimaschutz und Mobilität gesetzt. Drei Wochen lang sammelten Mitarbeitende und Engagierte des Kirchenverbands Kilometer auf dem Rad. Am Ende stand Platz 49 in der städtischen Wertung – und die Erkenntnis, dass Radfahren nicht nur sportlich, sondern auch gemeinschaftsstärkend wirkt.

Stadtsuperintendent Seiger: „Nächstes Jahr über 100 Teilnehmende“

Stadtsuperintendent Bernhard Seiger zeigt sich begeistert: „Wir haben als evangelische Kirche in Köln diesmal zum ersten Mal mit einer eigenen Gruppe teilgenommen, weil wir denken, dass die Aktion dazu beiträgt, Bewusstsein zu schaffen, wie viel man mit dem Fahrrad zurücklegen kann und wie sehr man damit umweltbewusst unterwegs ist. Ich finde es toll, dass wir im ersten Jahr schon 42 Menschen begeistern konnten – und nächstes Jahr wollen wir über 100 werden.“

Die drei Spitzenradfahrer:innen im Porträt

Zum Abschluss wurden die drei fleißigsten Radfahrerinnen und Radfahrer ausgezeichnet: Thomas König, MAV-Vorsitzender des Diakonischen Werkes Köln und Region, führte mit 1.175 Kilometern, gefolgt von Britta Brill, Leiterin der Abteilung Finanzen im Kirchenverband, (800 km) und Personalleiterin Kirstin Schmied (746 km). Thomas König betont: „Das Fahrrad ist für mich das nachhaltigste Bewegungsmittel, das man sich vorstellen kann. Es schafft Distanzen, bringt den Kopf nach der Arbeit frei und verbindet mit der Natur. Über solche Aktionen kann man viele motivieren und eine Dynamik schaffen.“

Auch Britta Brill sieht in der Aktion mehr als sportliche Leistung: „Ich finde es wirklich eine gute Sache. Ich habe auch im Bekanntenkreis viel davon erzählt und gemerkt, wie ansteckend die Begeisterung ist. Man kriegt richtig Lust, andere zu motivieren, auch mitzumachen.“ Kirstin Schmied hebt die entspannende Seite hervor: „Ich genieße es einfach, mich nachmittags aufs Rad zu setzen und die Gedanken durch den Fahrtwind wegwehen zu lassen. Es hat wirklich Spaß gemacht.“

Fahrrad als Motivation, Entspannung und Nachhaltigkeit

Das Stadtradeln, ein bundesweiter Wettbewerb für mehr Radverkehr und Klimaschutz, wird jährlich in zahlreichen Städten ausgetragen. Köln ist seit Jahren dabei, doch der evangelische Kirchenverband war 2025 erstmals offiziell mit einem eigenen Team vertreten – und will die Teilnahme weiter ausbauen. Der Evangelische Kirchenverband Köln und Region plant, das Projekt ab 2026 deutlich zu erweitern: mit mehr Teilnehmenden, größerer Öffentlichkeitsarbeit und erstmals in Kooperation mit der katholischen Kirche in Köln.

Text: APK
Foto(s): APK

Der Beitrag „Kirche radelt“: Evangelischer Kirchenverband Köln und Region feiert erfolgreichen Stadtradeln-Einstand erschien zuerst auf Evangelischer Kirchenverband Köln und Region.

Kirche2go fragt: Was ist Seelsorge?

Kirche2go fragt: Was ist Seelsorge? Seelsorge bedeutet Dasein – mit und für einen Menschen, auch und gerade dann, wenn dieser es sehr schwer hat. Seelsorge bedeutet auch Aushalten – den Schmerz, die Trauer, das, was schwer ist, – damit niemand damit alleine sein muss. Seelsorge ist meist ein persönliches Gespräch unter vier Augen, in dem Menschen über ihre Sorgen und Nöte sprechen und Lebens- oder Glaubenshilfe erfahren.

Haben Sie Interesse an weiteren Videos? Dann schauen Sie doch rein und abonnieren Sie unseren YouTube-Kanal: www.youtube.com/kirchekoeln

Der gesamte Text zum Nachlesen:

Kirche2go fragt: Was ist Seelsorge? Anderen Menschen beistehen, sich in ihre Lebenssituation einfühlen und Freude und Not mittragen – so beschreiben Seelsorgerinnen und Seelsorger oft selbst ihre Arbeit. Seelsorge bedeutet Dasein – mit und für einen Menschen, auch und gerade dann, wenn dieser es sehr schwer hat. Seelsorge bedeutet auch Aushalten – den Schmerz, die Trauer, das, was schwer ist, – damit niemand damit alleine sein muss. Egal, ob es Zoff im Job, Unstimmigkeiten in einer Beziehung gibt, ein Mensch sich alleine oder isoliert fühlt, einen anderen Menschen verloren hat oder Mist im Leben gebaut hat, – Seelsorgerinnen und Seelsorger sind für sie in ihren persönlichen Situationen da und bieten Hilfe an. Für die Helfenden sind alle Menschen Geschöpfe und Ebenbilder Gottes. Daher ist der Kirche die „Sorge für die Seele“ so ein wichtiges Thema. Früher wurde Seelsorge oft nur im Zusammenhang mit der Beichte gesehen. Heute ist Seelsorge meist ein persönliches Gespräch unter vier Augen, in dem Menschen über ihre Sorgen und Nöte sprechen und Lebens- oder Glaubenshilfe erfahren. Hier sind meist die Pfarrerinnen und Pfarrer, aber auch ausgebildete Ehrenamtliche in den Kirchengemeinden vor Ort, die richtigen Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner. Seelsorge kann von jedem Menschen in Anspruch genommen werden. Sie geschieht auf Basis eines christlichen Menschenbildes und wird kostenfrei angeboten. Neben Seelsorgeangeboten in den Gemeinden bieten die Kirchen zum Beispiel auch in Krankenhäusern, Altenheimen, Gefängnissen, in der Notfallseelsorge oder auch in der Telefonseelsorge Hilfe an. Grundsätzlich stehen jede Pfarrerin und jeder Pfarrer als Seelsorgerin und Seelsorger zur Verfügung. Alle unterliegen einer seelsorglichen Schweigepflicht und dem Beichtgeheimnis. Es gehört zum Christsein dazu, anderen Menschen beizustehen, sich einzufühlen und ihre Freude und ihre Not mitzutragen. So hat es Jesus Christus vorgelebt. Daher bilden viele Kirchen auch Ehrenamtliche in der Seelsorge aus. Sie unterliegen auch der seelsorglichen Schweigepflicht und werden für diesen Dienst beauftragt und darin begleitet. Selbst vor Gericht haben Seelsorgende ein Aussageverweigerungsrecht. Jeder Mensch kann sich daher in der Seelsorge ohne Angst vor den Folgen Dinge von der Seele reden. Auch wenn Seelsorge meist im Verborgenen geschieht, ist sie ein essenzieller Bestandteil von Kirche.

Text: APK
Foto(s): APK

Der Beitrag Kirche2go fragt: Was ist Seelsorge? erschien zuerst auf Evangelischer Kirchenverband Köln und Region.

Frühstücksidee mit Nachklang: Country-Gospel-Gottesdienst in Lindlar

Bei einem Frühstück mit Burritos im April wurde die Idee geboren: Pfarrerin Jennifer „Jenny“ Scheier saß bei ihrer Freundin Rita De Los Angeles in der Küche und fragte sie, ob die Musikerin sich vorstellen könnte, einen Country-Gospel-Gottesdienst in der Lindlarer Jubilate-Kirche zu gestalten. Rita De Los Angeles konnte es sich nicht nur vorstellen – sie war begeistert. Die Sängerin und Gitarristin aus Lindlar begann sofort, sich in die Lieder der Country-Gospelmusik einzuhören. „Tagelang habe ich nichts anderes gehört und mich dabei immer mehr in die Stücke verliebt. Ich komme aus der Countrymusik, aber die Songs, die im Sinne des Gospels vom Glauben erzählen, habe ich jetzt erst so richtig entdeckt“, erzählt sie.

Das Lied „Amazing Grace“ durfte in der Setlist natürlich nicht fehlen – ein besonderes Stück, das Herzen berührt. Für Rita De Los Angeles sorgte es schon vor dem eigentlichen Gottesdienst für einen unvergesslichen Moment. „Am Samstag saß ich allein in der Kirche und habe geprobt. Es war eigentlich ein trüber Tag, aber bei der dritten Strophe von ,Amazing Grace‘ kam die Sonne raus, schien durch die bunten Fenster – und alles war in Licht getaucht! Großartig.“ Ihre Beziehung zu Gott sei immer da, auch wenn sie nicht täglich in der Bibel lese. „Ich weiß: In meiner Musik ist Gott bei mir.“

Cowboyhüte, Tanz und Taufsegen

Auch die Besucherinnen und Besucher empfanden diesen besonderen Gottesdienst als großartig. Viele kamen stilecht in Hut und Stiefeln. Mit Bine Morawitz und Rosi Blume waren sogar zwei Line-Dancerinnen von „Biene’s Crazy Girls“ aus dem sauerländischen Hemer – gute anderthalb Stunden Fahrtzeit entfernt – angereist. Sie tanzten im Kirchenraum und erzählten, sie seien durch den Kontakt zu Rita De Los Angeles, die sie bei einem Line-Dance-Event in der Wipperfürther Drahtzieherei erlebt hatten, auf den Gottesdienst aufmerksam geworden. „Das war ein richtig schönes Erlebnis“, sagte Bine Morawitz.

Auch Pia (5), Pferdenärrin und Cowgirl mit Hut und Stiefeln, fand den Gottesdienst spannend. Sie saß mit anderen Kindern vor dem Altarraum auf dem Boden und verfolgte mit großen Augen das Geschehen. „Ich hätte auch Lust zu tanzen“, hatte sie vorab angekündigt – überließ das Tanzen dann aber doch lieber den Großen.

Taufmoment mit besonderem Klang

Für Sina und Marco Müller aus Frielingsdorf, die mit ihrem Sohn Lio gekommen waren, war der Vormittag ebenfalls sehr besonders. Der fünf Monate alte Lio wurde im Gottesdienst getauft. Vater Marco lachte, als er sich daran erinnerte, wie Pfarrerin „Jenny“ im Vorgespräch davon erzählte, wie anders dieser Gottesdienst sein würde. „Wir haben gleich zugestimmt, die Taufe in diesem Rahmen stattfinden zu lassen. So haben wir jetzt alle eine ganz besondere Erinnerung.“ Ein langgezogenes „Ah“ vor „Swing low, sweet Chariot“ und ein leises „Yee Haw“ nach „In the sweet By and By“ zeigten, wie sehr das Publikum diesen Gottesdienst genoss.

„Ich kann nicht mehr“ – und dann kommt Gott

Pfarrerin Scheier hatte das besondere Format gleich zu Beginn eingeordnet: „Die Kirche ist für uns da – und nicht wir für die Kirche. Ich glaube, wir sind hier und heute nah dran an dem, wie Jesus Gottesdienst gefeiert hätte.“ Country-Gospelthemen seien eng mit dem Leben verknüpft – mit Leid, Freude und Glauben. In der Predigt ging es um den Stoßseufzer: „Ich kann nicht mehr.“ Ein Satz, der sowohl zum Gospel als auch zur Countrymusik passt. Hilfe komme in solchen Momenten von Gott, der Pausen schenke – Zeiten, in denen man loslassen und sich etwas Schönes gönnen darf, etwa am Sonntag. „Was wir dann tun, kann ganz unterschiedlich sein. Wichtig ist, dass wir loslassen dürfen.“ Beten gehöre zu den Dingen, die guttun, erklärte Jennifer Scheier. „Gott hört zu und schenkt uns Glück.“

 

Text: Katja Pohl
Foto(s): Matthias Pohl

Der Beitrag Frühstücksidee mit Nachklang: Country-Gospel-Gottesdienst in Lindlar erschien zuerst auf Evangelischer Kirchenverband Köln und Region.

„Ich glaube an die Hoffnung“ – Abschied von Pfarrerin Noack-Mündemann in der Versöhnungskirche Holweide

Pfarrerin Kerstin Herrenbrück, Superintendentin des Evangelischen Kirchenkreises Köln-Rechtsrheinisch, hat Pfarrerin Sybille Noack-Mündemann in einem Gottesdienst in der Versöhnungskirche Holweide offiziell von ihrem Dienst entpflichtet. Noack-Mündemann war seit 2018 in der Evangelischen Kirchengemeinde Köln-Dellbrück-Holweide tätig. Sie geht nun in den Ruhestand, und möchte sich ehrenamtlich in der Evangelischen Beratungsstelle Köln in der systemischen Beratung engagieren.

Ein Leben für die Kirche und den Frieden

Wenn die 62-Jährige zurückblickt, erinnert sie sich an eine evangelische Kirche, die sie bereits als Jugendliche in Köln durch ihre Offenheit überzeugte. Kirche war für sie ein Ort der Erprobung, der Kreativität und der Ideen – ein Raum, in dem Ende der 1970er Jahre intensive Friedensarbeit geleistet wurde. Sybille Noack-Mündemann engagierte sich in der Jugendarbeit des CVJM und wurde Teil eines Netzwerks unterschiedlicher evangelischer Gemeinden. Kurz vor dem Abitur stand eine Entscheidung zwischen einem Psychologie- und einem Theologiestudium an. Sie entschied sich für die Theologie und studierte in Göttingen, Hamburg und Bonn.

Theologische Prägung und beruflicher Weg

In ihrem Pfarrdienst setzte sie in verschiedenen Lebensphasen unterschiedliche Schwerpunkte. Als ihre Kinder klein waren, war ihr vor allem die Jugendarbeit besonders nah. Später rückte die Arbeit mit Erwachsenen stärker in den Fokus. Und immer, so berichtet sie, sei Friedenserziehung ein zentrales Anliegen gewesen: „Politik und Kirche lassen sich in meinen Augen niemals trennen. Darum war es uns in meinen Gemeinden unter anderem stets ein Anliegen, geflüchtete oder obdachlose Menschen zu unterstützen, ihnen beizustehen.“

Glaube als Hoffnungskraft

Ein Gedanke zieht sich wie ein roter Faden durch ihr Wirken: „Ich glaube an die Hoffnung. Wer Hoffnung hat, verändert aktiv die Welt zum Guten – und Glaube drückt sich vor allem im Tun aus. Wir Christinnen und Christen können besonders gut von der Hoffnung sprechen.“ Für sie ist klar: „Meine Zuversicht kommt aus meinem Glauben. Gott ist für mich etwas, das ich zwar nicht in seiner oder ihrer Gänze erfassen kann, das aber immer etwas Gutes ist.“

Ein politisches Glaubensverständnis

In ihrer Predigt im Entpflichtungsgottesdienst erinnerte sie daran, dass auch die Bewahrung der Schöpfung politisch sei. Es sei zutiefst christlich, für moralische Grundsätze einzustehen. Grundlage der Predigt waren Verse aus dem Buch Micha, in denen der Prophet Gottes Güte und sein Erbarmen hervorhebt. Es seien tröstliche Worte, so Noack-Mündemann, von einem Propheten, der in nur sieben Kapiteln immer wieder seinen Finger in die Wunden legte und Korruption sowie Rechtsbeugung anprangerte. „Menschen wie Micha braucht die Welt auch heute noch! So wie Bischöfin Marianne Budde, die leise und sanft, aber überzeugend für Menschlichkeit eingetreten ist.“ Jeder solle nach seinen Kräften für Frieden und Hoffnung eintreten, so die Theologin: „Damit Gottes Idee von Frieden und Gerechtigkeit eines Tages wahr wird.“

Würdigung durch Kolleg:innen und Gemeinde

Superintendentin Kerstin Herrenbrück erinnerte vor der anschließenden Entpflichtung daran, dass Pfarrerin Sybille Noack-Mündemann sich in Holweide mit „Tat- und Geistkraft eingesetzt hat“. Neugierig, lebendig und in Verbundenheit mit den Menschen habe sie ihr Amt ausgeübt. Mit einem Segen entließ Herrenbrück die Pfarrerin offiziell aus dem Dienst. Weitere Segenswünsche kamen von Pfarrer Klaus Völkl, Pfarrer Ulrich Kock-Blunk sowie von Wegbegleiterinnen und Wegbegleitern.

Musik, Segen und Abschied bei Empfang

Der musikalische Gottesdienst wurde gestaltet von den Chören der Gemeinde, dem Bläserensemble „Heilix Blechle“, Mechthild Brand (Orgel und Klavier), Thomas Becker (Klavier), Ulrike Tiedemann (Cello), Christine Neufang (Flöte) und Christian Vosseler. Im Anschluss fand ein Empfang statt, bei dem sich Gemeinde und Pfarrerin in Ruhe voneinander verabschieden konnten.

Text: Katja Pohl
Foto(s): Matthias Pohl

Der Beitrag „Ich glaube an die Hoffnung“ – Abschied von Pfarrerin Noack-Mündemann in der Versöhnungskirche Holweide erschien zuerst auf Evangelischer Kirchenverband Köln und Region.

Wochentipps: Musik, Begegnung, Besinnung

Ob großes Festival, sommerliche Leichtigkeit oder tiefe spirituelle Fragen – die evangelischen Gemeinden in Köln und Region laden in dieser Woche zu vielfältigen Veranstaltungen ein: Freuen Sie sich auf internationale Orgelkunst im Altenberger Dom, junge Musik aus London in der Kartäuserkirche und kölsche Töne beim ESG-Konzert in Klettenberg. In Brühl spielt ein Flötenquartett den Sommer herbei, während in der Clarenbachkirche über Vergebung nachgedacht wird. Eine meditative Orgelvesper, gemeinsames Schlagersingen in Efferen und eine kreative Biergarten-Woche in Worringen runden das Programm ab. Entdecken Sie, was Ihre Kirche bewegt – musikalisch, spirituell und gemeinschaftlich!

Hier sind unsere Wochentipps:

17.07.2025, 20:00
Evangelische Kirchengemeinde Altenberg/Schildgen
Altenberger Dom, Eugen-Heinen-Platz 2, 51519 Odenthal-Altenberg
Internationales Orgelfestival – Mendelssohn und polnische Orgelmusik
Roman Perucki aus Danzig ist zu Gast im Altenberger Dom
Am Donnerstag, 17. Juli, 20 Uhr, konzertiert der renommierte Organist Roman Perucki aus Gdańsk (Polen) im Rahmen des Internationalen Orgelfestivals im Altenberger Dom, Eugen-Heinen-Platz 2. Im Zentrum des Programms steht die erste Orgelsonate von Felix Mendelssohn Bartholdy, ergänzt durch Werke polnischer Komponisten: Feliks Nowowiejski, Mieczysław Surzyński, Feliks Borowski und Andrzej Sawa. Die ausgewählten Stücke bieten einen Einblick in die Vielfalt und Ausdruckskraft der polnischen Orgellandschaft.  Der Eintritt kostet 10 Euro. Karten sind an der Abendkasse erhältlich.
www.dommusik-aktuell.de

17.07.2025, 20:30
Evangelische Gemeinde Köln
Kartäuserkirche, Kartäusergasse 7, 50678 Köln
Konzert der Enfield Grammar School
Freier Eintritt in die Kartäuserkirche
Zu einem Konzert bei freiem Eintritt der Enfield Grammar School lädt die Evangelische Gemeinde Köln am Donnerstag, 17. Juli, 20.30 Uhr, in die Kartäuserkirche, Kartäusergasse 7, ein. Zur Enfield Grammar School in London gehören ein Popchor, mehrere Rockbands, eine Konzertband und ein kleines Orchester. Sie spielen ein abwechslungsreiches Programm, das Pop, Rock, Soundtracks und leichte klassische Musik umfasst. Die Schule unternimmt jeden Sommer eine Musiktournee, und die Schüler treten in ganz Europa auf Musikpodien, Stadtplätzen und lokalen Festivals auf.
www.kartaeuserkirche-koeln.de

18.07.2025, 19:30
Evangelische Kirchengemeinde Köln-Klettenberg
Johanneskirche Klettenberg, Nonnenwerthstraße 78, 50937 Köln
Semesterabschlusskonzerte der ESG-Chöre Köln und Bonn
Klassiker, Kölsche Töne und Filmmusik in der Johanneskirche
Am Freitag, 18. Juli, 19.30 Uhr, lädt der ESG-Chor Köln (Evangelische Studierendengemeinde) zum Semesterabschlusskonzert in die Johanneskirche Klettenberg, Nonnenwerthstraße 78, ein. Unter der Leitung von Lucas Förster präsentiert das Ensemble ein abwechslungsreiches Programm mit Klassikern von Simon & Garfunkel, kölschen Melodien der Bläck Fööss und Filmmusik aus „Der Hobbit“. Am Samstag, 19. Juli, folgt ein gemeinsames Konzert mit dem ESG-Chor Bonn. Ort und Uhrzeit werden noch bekanntgegeben. Der Eintritt zu beiden Konzerten ist frei, um Spenden wird gebeten.
www.esgkoeln.de

20.07.2025, 17:00
Evangelische Kirchengemeinde Brühl
Christuskirche, Mayersweg 10, 50321 Brühl
Sommerkonzert: Mit Schwung in den Sommer
Aulos Flötenquartett spielt in der Christuskirche
Das Aulos Flötenquartett lädt am Sonntag, 20. Juli, 17 Uhr in die Christuskirche, Mayersweg 10, zu einem Sommerkonzert ein. Unter dem Motto „Mit Schwung in den Sommer“ präsentieren die vier Musikerinnen ein abwechslungsreiches Programm von barocken bis hin zu jazzigen Klängen. Auf dem Programm stehen unter anderem Ivonne Desportes’ „Suite Italienne“, Joe Zawinuls „Birdland“ und Georg Friedrich Händels „Königin von Saba“. Das Quartett mit Karen Fälker-Herkenhöher, Angela Spliesgar, Christiane Reuter und Andrea Will zeigt die gesamte stilistische Bandbreite der Flötenmusik – von der großen Flöte bis zur Bassflöte. Ein großes Orchester wird dabei niemand vermissen.
www.kirche-bruehl.de

20.07.2025, 18:00
Evangelische Clarenbach-Kirchengemeinde Köln-Braunsfeld
Evangelische Clarenbachkirche Braunsfeld, Aachener Straße 458, 50933 Köln
Thomasmesse in der Clarenbachkirche
„Vergebung – mehr als nur ein Wort?“
Das Team der Thomasmesse lädt zum nächsten „Gottesdienst für Suchende, Zweifelnde und andere gute Christen“ am Sonntag, 20. Juli, 18 Uhr, in die Clarenbachkirche Braunsfeld, Aachener Straße 458, (KVB Linie 1 „Clarenbachstift“), ein. Unter dem Titel „Vergebung – mehr als nur ein Wort?“ soll ein bisschen genauer hingeschaut werden: „Wann ist Vergebung dran, und wann nicht?“. Unter anderem wird ein Sketch mit zwei Jüngern Jesus gezeigt, der Anlass zum Gespräch über Vergebung, besonders bei der Kirche, gibt. Für die musikalische Unterhaltung sorgt der Pianist Simon Flock. Die Liturgie wird von Pfarrerin Ulrike Graupner und Team gestaltet.
www.clarenbachgemeinde.de

20.07.2025, 18:00
Evangelische Kirchengemeinde Lechenich
Kirche der Versöhnung Lechenich, An der Vogelrute 8, 50374 Erftstadt
Orgelvesper mit Werken von Johann Ludwig Krebs
Musik und Besinnung in der Kirche der Versöhnung
Am Sonntag, 20. Juli, 18 Uhr, lädt die Evangelische Kirchengemeinde Lechenich zur Orgelvesper in die Kirche der Versöhnung, An der Vogelrute 8, ein. Im Mittelpunkt stehen Werke von Johann Ludwig Krebs (1713–1780), einem der bedeutendsten Orgelkomponisten des Rokoko und hochbegabten Schüler Johann Sebastian Bachs. Pfarrerin Friederike Schädlich gestaltet die Liturgie. In der besonderen Atmosphäre dieses Abendgebets verbinden sich Musik, Besinnung und Gebet zu einem Moment der Einkehr und inneren Ruhe.
www.kirche-lechenich.de

21.07.2025, 15:00
Evangelische Kirchengemeinde Hürth
Gleuel: Gemeindesaal, Am Hofacker 41, 50354 Hürth
Schlager singen in Efferen
Gemeinsames Singen und Begegnen
Die Evangelische Kirchengemeinde Hürth lädt am Montag, 21. Juli, von 15 bis 17 Uhr zum Mitsingen beliebter Schlager-, Fahrten- und Volkslieder in das Gemeindehaus der Friedenskirche, Martin-Luther-Straße 12 in Hürth-Efferen, ein. Begleitet von schöner Musik, guter Laune und kleinen Leckereien wie Bowle, Eis und Obst gestalten Diakonin Iria Fränzel und Kantorin Denise Seidel einen beschwingten Nachmittag zum Mitsingen, Zuhören und Austauschen für alle Generationen. Eine Anmeldung ist unter Telefon 02233/33216 oder unter www.eih.digital/schlagersingen möglich.
www.evangelisch-in-huerth.de

22.07.2025, 00:00
Evangelische Hoffnungsgemeinde im Kölner Norden
Friedenskirche, Hackenbroicher Straße 59-61, 50769 Köln
Biergarten-Woche an der Friedenskirche in Köln-Worringen
Tägliches Programm mit Musik, Mitmachaktionen und Familienprogramm
Von Dienstag bis Sonntag, 22. bis 27. Juli, lädt die Evangelische Hoffnungsgemeinde im Kölner Norden zur Biergarten-Woche an der Friedenskirche, Hackenbroicher Straße 59–61, in Köln-Worringen ein. An jedem Tag erwartet die Besucherinnen und Besucher ein abwechslungsreiches Programm in entspannter Gartenatmosphäre. Den Auftakt bildet das Sommerfest der Kita Villa Maus mit Kreativprogramm für Kinder (ab dem Nachmittag) sowie ein Konzert des Brigosco-Gospelchors (Dienstag, 22. Juli, 19.30 Uhr). Es folgen ein Ukulele-Live-Abend (Mittwoch, 23. Juli, 19.30 Uhr), ein Kinder-Kreativprogramm (Donnerstag, 24. Juli) und sowie ein Kinotag mit (Freitag, 25. Juli) mit Kinderkino (tagsüber) und Open-Air-Kino mit einem Kurzfilm aus der Reihe „Tatortreiniger“ (19 Uhr) mit anschließender Gesprächsrunde. Der Samstag, 26. Juli, steht im Zeichen des Kindertrödels mit Spielsachen von und für Kinder (tagsüber). Am Sonntag, 27. Juli, 14 Uhr, klingt die Woche mit Kaffee und Kuchen, einem Open-Air-Gottesdienst (15 Uhr) und einem abschließenden Kreativprogramm für Kinder aus. Der Biergarten schließt an diesem Tag um 19 Uhr. Während der gesamten Woche sorgen Hüpfburg, Spielplatz, Kicker, kühle Getränke und Snacks für sommerliches Flair. Der Eintritt ist frei, Spenden sind willkommen. Der Erlös geht an den Förderverein für Kinder- und Jugendarbeit der Gemeinde.
www.hoffnungsgemeinde-koeln.de

Text: APK
Foto(s): APK

Der Beitrag Wochentipps: Musik, Begegnung, Besinnung erschien zuerst auf Evangelischer Kirchenverband Köln und Region.

„Niemand soll allein bleiben“ – Wie Erftstadt aus der Flutkatastrophe lernen will

Vier Jahre nach der Flutkatastrophe von 2021 blickt Erftstadt auf die Ereignisse zurück – mit bedrückender Klarheit, aber auch mit neuen Perspektiven. Rund 80 Menschen kamen am Samstag, 12. Juli 2025, in der Bürgerhalle Bliesheim zur Podiumsdiskussion über Hochwasserschutz, Lehren und offene Fragen mit dem Titel „Katastrophen Resilienz / Katastrophen Demenz“ zusammen. Auf dem Podium saßen Vertreterinnen und Vertreter aus den Kommunen Erftstadt und Rösrath, von Katastrophenhilfeorganisationen und einer Selbsthilfegruppe. Eine Gesprächsteilnehmerin war Andrea Schnackertz vom Diakonischen Werk Köln und Region. Seit Januar 2022 ist sie Teil des mobilen Hochwasserhilfeteams und begleitet Betroffene beim Wiederaufbau. In ihrer Arbeit erlebt sie, wie zermürbend dieser Weg oft ist – gerade für Menschen, die kaum Unterstützung erhalten haben. „Viele haben nie einen Antrag gestellt – sie wussten einfach nicht, dass es Hilfen gibt“, sagte Schnackertz.

Kommunikation, Beratung, Solidarität

Schnackertz betonte, wie sehr Betroffene neben finanziellen Sorgen auch unter strukturellen Mängeln litten – unklare Zuständigkeiten, fehlende Fachberatung, schwierige Antragssysteme. „Wir erleben heute noch Menschen, deren Häuser falsch saniert wurden, weil sie sich auf Halbwissen oder falsche Versprechen verlassen mussten“, so Schnackertz. Ihre Forderung: „Beratung muss früher ansetzen – und besser kommuniziert werden.“ Auch Noa Hillebrecht von den Johannitern betonte die Bedeutung psychosozialer Begleitung: „Der Wiederaufbau ist nicht nur eine bauliche, sondern eine seelische Herausforderung.“ Viele Menschen bräuchten mehr als nur Geld – sie bräuchten ein Gegenüber, das zuhört und Orientierung bietet.

Verwaltungsrealität und Wiederaufbauhemmnisse

Dirk Schulz, Technischer Beigeordneter der Stadt Erftstadt, verwies auf die Komplexität der Planungs- und Genehmigungsverfahren. „Man sieht oft nicht, was im Hintergrund läuft – aber vieles dauert, weil es rechtlich sehr anspruchsvoll ist.“ Der Wiederaufbau verlaufe schleppend, nicht zuletzt wegen Fachkräftemangel und fehlender Planungskapazitäten. Auch Reiner von Kempen, Vertreter der Hochwasserinitiative Erftstadt, mahnt an, dass Bürger:innen mehr beteiligt werden müssten: „Wir brauchen endlich Strukturen, die Bürgerinnen und Bürger ernsthaft einbinden – nicht nur informieren, sondern beteiligen.“ Die Initiative erarbeite derzeit ein neues Meldeformular, um Starkregenereignisse systematisch zu erfassen.

Der Blick auf die Akutsituation 2021

Bondina Schulze, Bürgermeisterin von Rösrath, schilderte eindrücklich ihre Erlebnisse in der Flutnacht: „Ich war erst wenige Monate im Amt – und plötzlich musste ich mitten in der Nacht zur Einsatzleitung, während sich der Wasserstand rasant erhöhte. Ich bin an meine Grenzen gekommen.“ Ihre Stadt habe einen Todesfall zu beklagen gehabt, der sie bis heute bewege. In Rösrath war unter anderem der Kindergarten der Evangelischen Kirchengemeinde durch die Fluten zerstört worden. Die Kita wird zurzeit wieder aufgebaut und steht kurz vor der Fertigstellung.

Auch Alexander Kern, zuständig für Gefahrenabwehr in Erftstadt, hob hervor, wie sehr die Flut auch die Kommunikationsinfrastruktur lahmgelegt habe: „Es fehlten Redundanzen, viele Geräte fielen aus – wir haben daraus gelernt.“ Inzwischen seien sogenannte Leuchttürme eingerichtet worden, die im Krisenfall als zentrale Informationspunkte dienen.

Aus Fehlern lernen: Kommunikation und Konzept

Ein zentrales Problem während der Katastrophe war das Versagen der Kommunikation – sowohl auf technischer als auch auf organisatorischer Ebene. Mobilfunk, Funkverbindungen, Alarmierung: Vieles fiel aus, manches kam zu spät. Die Stadt Erftstadt hat darauf reagiert. Neben redundanten Systemen wie Satellitenfunk und analoger Technik wird auch an einem neuen Hochwasserschutzkonzept gearbeitet. Ziel ist es, gefährdete Bereiche besser zu erfassen, Schutzmaßnahmen anzupassen und Bürger:innen gezielter zu informieren. „Wir haben einiges geschafft – aber der Weg ist noch lang“, sagte Dirk Schulz. Das Konzept befinde sich in der finalen Abstimmung mit den Fachbehörden. Erste Umsetzungen seien geplant – mit Blick auf 2030.

Fazit: Was sich ändern muss

Am Ende der Diskussion formulierten alle Podiumsteilnehmenden ihren Wunsch für die Zukunft. Andrea Schnackertz sagte: „Ich wünsche mir, dass niemand allein bleibt mit dem, was passiert ist – und dass wir endlich eine Hilfelandschaft schaffen, die Betroffene nicht erst suchen müssen, sondern die sie findet.“ 

Die Flut hat Wunden hinterlassen – in Gebäuden, in Biografien, in Systemen. Dass sie nicht folgenlos bleibt, daran arbeiten in Erftstadt, Rösrath und anderen Kommunen viele – mit Geduld, Kritik und einem klaren Ziel: besser vorbereitet zu sein, wenn das Wasser das nächste Mal kommt.











Text: APK
Foto(s): Daniel Pfeiffer / APK

Der Beitrag „Niemand soll allein bleiben“ – Wie Erftstadt aus der Flutkatastrophe lernen will erschien zuerst auf Evangelischer Kirchenverband Köln und Region.