Trauerfeier für den Altpräses Manfred Kock in der Trinitatiskirche

Sehr bewegende und persönliche Worte fand Ulrich Kock-Blunk bei der Trauerfeier für seinen Vater Manfred Kock in der Trinitatiskirche. „Ich habe einen Vater erlebt, der sich interessiert hat für uns. Der alles stehen und liegen ließ, wenn wir ihn brauchten. Er hat die Ausübung seines Berufes nicht selten mit unserem Familienleben vermischt. Das allerdings war nicht immer einfach.“ Der Vater habe viele Rollen in seinem beruflichen Leben gespielt, sei aber immer er selbst geblieben. „Wir haben Hammelkeulen gebraten, wir sind gesegelt, haben über Bücher gesprochen, gestritten, Musik gemacht und gehört und auch herumgealbert.“

Man habe gemeinsam mit Trauer und Wut auf die Schattenseiten der Welt geblickt und geschimpft auf die Borniertheit der Mächtigen. Nach einem Sturz im Mai sei Manfred Kock auf Unterstützung angewiesen. Damit habe er gehadert. Das Herannahen des „dunklen Gesellen“ habe ihm keine Angst gemacht. „Wir wissen ihn in guten Händen. Wir hätten ihn gern noch behalten.“

Berufliche Stationen von Kock

Dr. Torsten Latzel, Präses der Evangelischen Kirche im Rheinland (EKiR), hielt die Trauerrede im Gottesdienst. Er erinnerte an die beruflichen Stationen von Kock: Wissenschaftlicher Assistent in Bethel, Vikar und Pfarrer in Recklinghausen, Jugendpfarrer in Köln, Gemeindepfarrer in Bickendorf, Superintendent des Kirchenkreises Köln-Nord, Stadtsuperintendent in Köln, Präses der EKiR und schließlich Ratsvorsitzender der EKD. Tätig sei der Verstorbene auch in unzähligen Ehrenämtern gewesen. „Manfred war ein Sturmtrotzer, Kümmerer und Seelsorger. Leidenschaftlicher Pfarrer und Ökumeniker des Herzens. Ein Mensch des Dialogs, der gut zuhören konnte. Ethisch klar und unbeirrbar konstruktiv. Einer, der sich auch in kritischen Zeiten nicht aus der Ruhe bringen ließ. Manfred war ein Fels. Felsenmann und Brückenbauer in einem. Nur dass sich seine Festigkeit nicht aus einer Philosophie der emotionalen Unberührbarkeit speiste, sondern aus dem tiefen Glauben, dass Gott sein Fels ist, und gerade aus seiner Haltung unbedingter Mitmenschlichkeit, in der ihn das Leid anderer immer berührt hat.“

Manfred Kock, so der Präses, sei Sprecher und Gesicht der evangelischen Kirche, ja des Protestantismus gewesen: bei den friedensethischen Diskussionen um den Balkankrieg, bei den ökumenischen Disputen um die Rechtfertigungslehre oder die Erklärung Dominus Iesus, beim bioethischen Streit um Gentechnik oder Paragraph 218, bei medienethischen Fragen um die damals neuen Formen des Privatfernsehens, beim Trauergottesdienst nach dem Absturz der Concorde und beim Anschlag von 9/11 unmittelbar vor seinem 65. Geburtstag. „Er hat aufmerksam, auch kritisch alle unsere kirchenleitenden Prozesse begleitet. Nach der Landessynode im Januar dieses Jahres kam er nach meinem Präsesbericht zu mir: ,Torsten, das hast du gemacht. Aber folgende Punkte hätte ich mir noch gewünscht.‘“

„Er hat die Ehre Gottes und das Heil der Menschen gesucht“

Für einen selbstbestimmten, freiheitsliebenden Menschen wie Manfred Kock sei es eine Zumutung gewesen, als sein Körper nicht mehr gewollt habe. „Die Rechtfertigung des Gottlosen allein aus Gnade, die uns alle gleichermaßen zu Bettlern macht, ganz gleich wie reich, ehrbar oder angesehen wir sind, sie hat Manfred bestimmt. Manfred ist immer geerdet geblieben. Er hat die Ehre Gottes und das Heil der Menschen gesucht. Nun kehrt er heim. Danke, Gott, für diesen besonderen einzigartigen Menschen, für all die Liebe, die Hoffnung, den Segen, die wir durch ihn erfahren durften.“

Altpräses Nikolaus Schneider predigte in dem Trauergottesdienst über Psalm 31. „Gott, du bist mein Fels und meine Burg. Um deines Namen willen wolltest du mich leiten und führen. Du stellst meine Füße auf weiten Raum“, zitierte Schneider. „Geborgenheit in Gott, Wegweisung und Stärkung durch Gottes Wort im ,Tun des Gerechten‘ und dabei einen weiten Raum für sein Denken, Reden und Handeln eröffnet sehen – davon gibt uns Manfred Kocks Lebensweg und Lebenszeit ein nachhaltiges Zeugnis. In diesem Raum wurden für ihn etwa manche der Grenzen zwischen den Konfessionen zweitrangig.“ Kock habe, wie viele der biblischen Texte, eine realistische Weltsicht verbunden mit einem widerständigen Gottvertrauen. Zusammen mit Friedhelm Mennekes habe er 1999 geschrieben: „Unsere Weltzeit hat apokalyptische Strukturen. Die aufgeklärte Vernunft hat ihren alten Optimismus verloren. Düstere Prognosen vorauszusagen, ist normales Geschäft des Verstandes. Ozonloch und Verschmutzung, Sterben von Ländern und Meeren, die Welt vor ihrer Selbstvernichtung: Tschernobyl und alle Scheußlichkeiten aus den Schreckensküchen der A-, B- und C-Waffen-Produzenten. Das sind Kennzeichen einer menschlich machbaren Weltkatastrophe.“ Diese schonungslose Weltsicht habe Kock verbunden mit seiner Glaubensgewissheit, dass Gott selbst sich auf diese Welt und die Menschen eingelassen habe und einlasse. „Ich aber, Herr, hoffe auf dich und spreche: Du bist mein Gott. Meine Zeit steht in deinen Händen.“

Kock habe eine freundliche Gelassenheit ausgestrahlt

Diese Hoffnung und dieses Bekenntnis hätten über Manfred Kocks irdischem Leben gestanden. Und dieses hoffnungsvolle Bekenntnis gelte über seinen Tod hinaus, für Manfred Kock und alle anderen. „Die eigene Zeit in Gottes Händen zu wissen, das ist kein Freibrief für menschliche Verantwortungslosigkeit und Untätigkeit. Seine Zeit in Gottes Händen zu wissen, das war für Manfred Kock Kraftquelle und Ermutigung, die eigene Zeit und die eigenen Hände in den Dienst für andere Menschen und für seine Kirche zu stellen.“ Er habe eine freundliche Gelassenheit ausgestrahlt. „Manfred Kock sind in seinem Leben und mit seinem Wirken viele Ansätze gelungen, die Zeichen der Liebe, des Friedens und der Gerechtigkeit erkennbar und sogar erfahrbar machen.“ Manfred Kock werde schon jetzt vermisst, so der Altpräses: „Aber das ist nicht das Einzige, was wir sagen können. Wir leben in und mit der begründeten Hoffnung: Manfreds Leben und Wirken ist jetzt beendet. Manfred gehört jetzt zu den ,unverlierbaren Toten‘, die in Gott zu uns gehören und wir zu ihnen. Im vollendeten Gottesreich werden wir mit Manfred in Gottes direkter Gegenwart feiern. Jesus Christus war Manfred Bürge dieser Gewissheit. Und das gilt auch für uns. Mit Manfred bezeugen wir diese Gewissheit, jetzt ,immer versehrter‘ unter Trauer und Tränen, aber zugleich auch ,immer heiler‘ getröstet und getragen.“

Text: Stefan Rahmann
Foto(s): epd-bild/Guido Schiefer

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Diakoniespende 2025/2026: Würde bewahren, Wege öffnen – Fürs Diakoniehaus Salierring spenden!

Hilfe für Menschen in Wohnungslosigkeit – mitten in Köln

Bernhard Seiger, Stadtsuperintendent des Evangelischen Kirchenverbandes Köln und Region:

Bernhard Seiger, Stadtsuperintendent des Evangelischen Kirchenverbandes Köln und Region (M.), Michael Lampa und Maja Schumacher vom Diakonischen Werk Köln und Region.
Bernhard Seiger, Stadtsuperintendent des Evangelischen Kirchenverbandes Köln und Region (M.),
Michael Lampa und Maja Schumacher vom Diakonischen Werk Köln und Region.

„In Zeiten, in denen die gesellschaftlichen Herausforderungen spürbar zunehmen, ist es umso wichtiger, Orte zu haben, an denen Menschlichkeit, Respekt und Würde gelebt werden. Das Diakoniehaus Salierring ist ein solcher Ort – mitten in Köln, mitten im Leben. Hier finden Menschen, die wohnungslos oder von Wohnungslosigkeit bedroht sind, nicht nur einen Platz zum Ausruhen, sondern Wärme, Sicherheit und die Chance, neue Wege zu gehen.

Besonders der Tagestreff ist für viele der erste Schritt zurück in ein Leben mit Perspektive. Hier kann man frühstücken, ein warmes Mittagessen genießen, duschen, Wäsche waschen oder einfach in Ruhe ankommen. Das Team begegnet allen Gästen auf Augenhöhe – unabhängig von Herkunft, Religion oder Lebensgeschichte. Diese Haltung macht das Diakoniehaus zu einem Ort, an dem sich Menschen willkommen fühlen, selbst wenn das Leben aus der Bahn geraten ist. Dieser soll mit der Spende aufgewertet werden.

Ein besonderes Herzstück ist die Krankenwohnung: Sechs Betten stehen für wohnungslose Menschen bereit, die nach einem Krankenhausaufenthalt einen geschützten Ort brauchen, um gesund zu werden. Medizinische und pflegerische Betreuung, ergänzt durch soziale Beratung, helfen, wieder auf die Beine zu kommen – körperlich und seelisch. Für viele ist diese Unterstützung der Beginn eines neuen Kapitels. Hier sollen u. a. die sanitären Anlagen erweitert und modernisiert werden.

Mit Ihrer Spende helfen Sie, diese wertvolle Arbeit möglich zu machen. Der Evangelische Kirchenverband Köln und Region verdoppelt jeden gespendeten Cent bis zu einem Gesamtbetrag von 100.000 Euro. So wirkt Ihre Hilfe doppelt – und schenkt Hoffnung, wo sie dringend gebraucht wird.

Lassen Sie uns gemeinsam dazu beitragen, dass Menschen im Diakoniehaus Salierring weiterhin einen Ort der Würde, der Fürsorge und der neuen Chancen finden. Ihre Unterstützung ist ein Zeichen der Nächstenliebe – mitten in unserer Stadt.“

„Würde, Zeit und Hoffnung geben“ – Daniel Wallroth, Moderator Radio Köln:

Daniel Wallroth, Moderator Radio Köln.
Daniel Wallroth, Moderator Radio Köln.

„Wer keine Wohnung hat, hat keinen Rückzugsort – erst recht nicht, wenn er krank ist. Genau DAS ist das Tolle an der Krankenwohnung, die genau DAS zurückgibt: Würde, Zeit, Hoffnung.

Wenn ihr was bewegen wollt – hier ist die Chance: Spendet für die Krankenwohnung! Der Evangelische Kirchenverband legt sogar nochmal was drauf. Jeder Euro hilft – und zusammen schaffen wir mehr, um die Menschen der Stadt, denen es nicht so gut geht, zu stärken und vor allem für sie da zu sein, wie ich es auch jeden Morgen im Radio für die Menschen tue und da bin.

Keine Spende ist zu klein! Also: GO FOR IT! Unterstützt die Krankenwohnung am Salierring, damit niemand krank und ohne Rückzugsort bleiben muss. Um es in den Worten von Kasalla auszudrücken: ‚Mer zesamme, mer sin eins!‘“

Ein Ort der Würde und neuen Perspektiven: Das Diakoniehaus Salierring

Das Diakoniehaus Salierring ist seit 1998 eine feste Anlaufstelle für Menschen in sozialen Notlagen – direkt im Herzen Kölns. Es gehört dem Evangelischen Kirchenverband Köln und Region, Träger der sozialen Angebote ist das Diakonische Werk Köln und Region. Ziel ist es, Menschen in akuten Krisen beizustehen, ihnen zuzuhören, sie zu stärken und ihnen Wege in ein selbstbestimmtes Leben zu eröffnen.

 Michael Lampa und Luzie Gebhardt vom Diakonischen Werk Köln und Region.
Michael Lampa und Maja Schumacher vom Diakonischen Werk Köln und Region.

Der Tagestreff ist dabei oft der erste Kontaktpunkt. Von Montag bis Freitag öffnet er seine Türen für rund 30 wohnungslose Männer und Frauen täglich. Sie kommen, um ein günstiges Frühstück oder eine warme Mahlzeit zu erhalten, zu duschen, ihre Wäsche zu waschen oder neue Kleidung aus der Kleiderkammer zu bekommen. Pro Jahr werden fast 1.000 Säcke Wäsche zum Waschen abgegeben. Auch ein einfaches Gespräch oder das Gefühl, an einem sicheren Ort willkommen zu sein, kann hier der erste Schritt aus Isolation und Perspektivlosigkeit sein.

Die Fachberatung im Haus hilft bei Anträgen, vermittelt an Hilfsangebote und begleitet den Weg zurück in ein geregeltes Leben. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter helfen mehr als 4.000 Mal im Jahr den bedürftigen Menschen.

Ein einzigartiges Angebot in Köln ist die Krankenwohnung. Sechs Plätze stehen für Menschen bereit, die nach einem Krankenhausaufenthalt nicht auf die Straße zurückkehren können. Hier erhalten sie medizinische Versorgung durch den mobilen medizinischen Dienst, Betreuung durch das Diakoniehaus und den ambulanten Pflegedienst, sowie Unterstützung im Alltag. So wird Gesundheit wieder möglich – oft der Schlüssel für einen Neuanfang.

Darüber hinaus gibt es im Haus Betreutes Wohnen: 23 Appartements sowie Außenwohnplätze bieten bis zu 49 Menschen die Chance, in einem geschützten Rahmen zu leben und schrittweise in die Selbstständigkeit zurückzufinden. Dabei werden Fähigkeiten gestärkt, um dauerhaft in einer eigenen Wohnung zurechtzukommen.

Das Diakoniehaus ist mehr als ein Gebäude – es ist ein Netzwerk aus Fürsorge, Respekt und praktischer Hilfe. Ob im Kooperationsprojekt Viadukt zur Wohnraumvermittlung, in psychosozialen Beratungen oder durch niedrigschwellige Angebote im Tagestreff: Hier geht es darum, Menschen zu sehen, ernst zu nehmen und ihnen die Unterstützung zu geben, die sie brauchen.

Ihre Spende hilft, dass all dies möglich bleibt. Sie sorgt dafür, dass im Tagestreff jeden Tag Frühstück, warme Mahlzeiten, frische Wäsche und ein Platz zum Ausruhen angeboten werden können. Sie macht es möglich, dass in der Krankenwohnung unbürokratisch geholfen wird, auch wenn noch keine Kostenübernahme geklärt ist. Sie unterstützt das qualifizierte Team dabei, mit Herz und Kompetenz für Menschen da zu sein, die gerade keinen festen Platz im Leben haben.

Viele Gäste sagen, dass das Diakoniehaus Salierring für sie wie ein Stück Zuhause ist – ein Ort, an dem sie nicht nur durchatmen, sondern auch neu anfangen können. Dass dies gelingt, liegt an der Haltung, mit der hier gearbeitet wird: Würde bewahren. Wege öffnen.

„Wohnungslosigkeit betrifft uns alle“ – Michael Lampa, Fachdienstleitung Wohnungsnotfallhilfe

Michael Lampa, Fachdienstleitung Wohnungsnotfallhilfe.
Michael Lampa, Fachdienstleitung Wohnungsnotfallhilfe.

Warum ist Ihre Arbeit gerade heute so wichtig?

Das Besondere an unserer Arbeit ist, dass wir uns mit einem Thema beschäftigen, das im Augenblick jeder wahrnimmt. Die Wohnungslosigkeit ist auf dem höchsten Stand seit dem Ende der Nachkriegsjahre. Jeder, der offenen Auges durch die Stadt geht, kann das feststellen. Es ist überall in Köln zu sehen, dass Menschen wohnungslos und häufig auch in einer schlimmen Verfassung sind. Dem möchten wir mit unserer Arbeit entgegenwirken.

Welche Erfahrungen aus Ihrem Alltag in der Wohnungsnotfallhilfe würden Sie gerne stärker ins öffentliche Bewusstsein bringen?

Ich denke, dass viele Menschen nicht sehen, wie tief die Wohnungsnot in die Gesellschaft vorgedrungen ist. Das, was in der öffentlichen Wahrnehmung liegt, ist nur die Spitze des Eisbergs, weil die nicht sichtbare Wohnungslosigkeit sehr viel größer ist. Es betrifft nicht nur die Menschen, die vor den Geschäften, in U-Bahnhöfen, Parks und an anderen öffentlichen Plätzen sitzen. Es betrifft sehr viel mehr Menschen, die in Notschlafstellen, Wohnprojekten, Hotels oder bei Verwandten und Bekannten auf dem Sofa schlafen.

Wie muss man sich die Situation vorstellen, wenn jemand direkt nach einer Operation auf die Straße zurückgeschickt wird?

Jeder, der schon einmal krank war oder nach einer Krankenhausbehandlung nach Hause entlassen wurde, weiß, wie dünnhäutig man in so einer Situation ist. Häufig muss man noch Medikamente nehmen und Wunden müssen weiter versorgt werden. Außerdem soll auf Schonung und Hygiene geachtet werden. Das ist nicht möglich, wenn man auf der Straße lebt. Für diese Notsituation haben wir die Krankenwohnung für wohnungslose Menschen, die ein wichtiges und gut genutztes Angebot ist.

IHRE HILFE WIRKT DOPPELT

Der Evangelische Kirchenverband Köln und Region verdoppelt jeden gespendeten Cent bis zu einem Gesamtspendenaufkommen in Höhe von 100.000 Euro im Zeitraum vom 01.10.2025 bis zum 30.09.2026.

SPENDEN SIE AN
Ev. Kirchenverband Köln und Region
Stichwort: Diakoniehaus Salierring
Kreissparkasse Köln
IBAN DE10 3705 0299 0000 0044 04
BIC COKSDE33XXX

weitere Informationen unter:
www.diakoniespende-koeln.de

Diakoniespende 2024/2025: Danke für die Unterstützung für den Vringstreff e.V.

Stadtsuperintendent Bernhard Seiger vor dem Vringstreff.
Stadtsuperintendent Bernhard Seiger vor dem Vringstreff.

Mit großer Freude blicken wir auf die Diakoniespende 2024/2025 zurück: Für den Vringstreff e.V. in der Kölner Südstadt kamen beeindruckende 310.673,17 Euro zusammen – inklusive der Verdopplung von 100.000 Euro durch den Evangelischen Kirchenverband Köln und Region. Dieses Ergebnis übertraf alle Erwartungen.

Der Vringstreff leistet seit Jahrzehnten wertvolle Arbeit: Er gibt Menschen in sozialen Notlagen Wärme, Rat, ein regelmäßiges Mittagessen und Hilfe im Alltag. Mit „Housing First“ werden wohnungslose Menschen auf dem Weg in eine eigene Wohnung unterstützt.

Dank der Spenden konnten bereits Bistro und Toiletten saniert, Vorhänge und Teppich erneuert, ein energiesparendes Beleuchtungskonzept entwickelt und die Akustik verbessert werden. Auch die Vergütung des Küchenteams um Koch Benjamin Hameleers ist gesichert. Gemeinsam haben wir gezeigt: Für die Würde der Menschen einzustehen, macht vieles möglich.

Text: APK/Frauke Komander
Foto(s): Matthias Pohl/APK

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Rheinteam Köln gewinnt den Präses-Cup

Große Freude beim „Rheinteam“: Die Fußballmannschaft aus Köln und Region hat Ende September den traditionsreichen Präses-Cup der Evangelischen Kirche im Rheinland gewonnen. Damit holten die Kölner bereits zum vierten Mal den Wanderpokal. Im Finale setzten sie sich mit 1:0 gegen die 1. Mannschaft der Diakonie Michaelshoven durch.

Das Turnier wurde im Leichtathletikstadion von Eintracht Duisburg ausgetragen und von Präses Dr. Thorsten Latzel sowie Sportreferentin Svenja Mai begleitet.  Vor Spielbeginn hatte Präses Latzel des am 11. September verstorbenen Altpräses und ehemaligen EKD-Ratsvorsitzenden Manfred Kock gedacht: „Heute ist das Turnier auch eine Erinnerung an ihn.“ Vor 26 Jahren hatte Kock den Wanderpokal gestiftet.

Insgesamt kämpften zehn Teams aus Kirchenkreisen und diakonischen Einrichtungen um den Pokal, darunter neben dem Drittplatzierten Düsseldorf noch die Kirchenkreise Wuppertal und Jülich. Die Diakonie Michaelshoven kam sogar mit zwei Teams. Mit der Diakonie Vohwinkel war eine weitere diakonische Mannschaft am Start. Darüber hinaus schickten das landeskirchliche Theodor-Fliedner-Gymnasium, die BSG Kirchliche Versorgungskassen und das Landeskirchenamt je ein Team.

„Ungeschlagen, den ersten Platz und somit den begehrten Pokal wieder in Köln“

Sportbeauftragter Marco Beumers zeigte sich begeistert von der Leistung seines Teams: „Unsere Geschichte sollte an dem Tag erst noch geschrieben werden. Ungeschlagen, den ersten Platz und somit den begehrten Pokal wieder in Köln. Ein Riesen-Kraftakt aller Beteiligten.“

In der Vorrunde dominierte das Rheinteam mit einem klaren Ergebnis von 15:1 Toren und zog als Gruppenerster ins Halbfinale ein. Dort wartete mit Düsseldorf ein alter Bekannter. „Das Elfmeterschießen half den Düsseldorfern allerdings auch nicht weiter. Am Ende nach vielen Glanzparaden vom Torwart, hieß es 3:1 für Köln“, so Beumers.

Spannendes Finale gegen Michaelshoven

Im Finale kam es zum erneuten Aufeinandertreffen mit der Diakonie Michaelshoven. Nachdem Köln im Vorjahr im Endspiel noch knapp gescheitert war, drehte das Team diesmal den Spieß um. „Das Spiel war eng, hatten es allerdings weitestgehend unter Kontrolle, so dass wir das Finale in der zweiten Hälfte für uns entscheiden konnten.“

Teamgeist als Schlüssel

Für Beumers, der mit 44 Jahren selbst noch auf dem Platz steht, war der Zusammenhalt entscheidend: „Ich bin sehr stolz als auch dankbar, mit einer so coolen und teamorientierten Mannschaft beim Präses Cup antreten zu dürfen. Mit 44 Jahren ist man nur noch Regisseur und auch nicht mehr ganz so geschmeidig.“ (lacht)

Doch die Mischung aus Erfahrung und jungen Kräften machte den Unterschied: „Umso mehr freut es mich, junge und körperlich fitte Spieler in unseren Reihen zu haben, die den Unterschied ausmachen können.“

Schmunzeln über vergessenen Pokal

Ein kleines Kuriosum sorgte am Rande für Heiterkeit: Die Versorgungskasse Dortmund hatte den Wanderpokal schlicht zu Hause vergessen. „Dass der Wanderpokal diesmal fehlte, weil die Versorgungskasse Dortmund ihn zu Hause vergessen hatte, hat uns eher zum Schmunzeln gebracht. Eine kleine Neckerei sei uns erlaubt.“

Dankbarkeit und Ausblick

Am Ende war die Freude über den Titelgewinn groß. Beumers zieht ein klares Fazit: „Jeder von uns hat für den anderen gespielt, wir haben uns aufeinander verlassen, zusammengehalten und gemeinsam durchgezogen. Am Ende bleibt: Es war ein großartiger sonniger Tag. Spaß, Einsatz, Teamgeist und das Gefühl, dass wir noch lange nicht fertig sind.“ (lacht)

Und er ergänzt augenzwinkernd: „Wir nehmen uns vor, beim nächsten Mal etwas mehr Zeit ins Training zu investieren, aber das Wichtigste haben wir schon jetzt: eine Mannschaft, die zusammensteht. Pokalsieger 2025 – das macht stolz. Vielen Dank!“

Text: APK/AI/ekir
Foto(s): Marco Beumers

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Unsere Wochentipps: Klangwelten der Viola, ein „spiritueller Lauf“ und kosmische Fragen

Unsere Wochentipps führen diesmal in ganz unterschiedliche Erlebniswelten von Musik, Spiritualität und Gemeinschaft. Das Ensemble NeoBarock entdeckt die Klanggeschichte der Bratsche neu, während der Churchtrail Bewegung und Besinnung auf einem besonderen Lauf durch Kölner Kirchen verbindet. Im Altenberger Dom geht es mit Professor Heino Falcke um die großen Fragen von Urknall bis Apokalypse. Ein Einführungsgottesdienst mit Gospelchor bringt festliche Stimmung nach Junkersdorf. In Erftstadt lädt ein ökumenischer Schöpfungstag mit Tiersegnung ein, Natur und Glauben zu verbinden. Zum Wochenabschluss eröffnet in Brühl eine literarische Reise in den Herbst mit Texten von Rilke, Domin und anderen.

Viola da braccio – Klangwelten eines verkannten Instruments

Kaum ein anderes Instrument erträgt die Witze über sich mit solcher Gelassenheit wie die Viola – und hat doch mit ihrem warmen, tiefen Klang viele heimliche Verehrer. Am Freitag, 3. Oktober, 19 Uhr, zeichnet das Ensemble NeoBarock in der Christuskirche, Dorothee-Sölle-Platz 1, die Lebensgeschichte der Bratsche von den ersten Soloauftritten im 18. Jahrhundert bis zu Raritäten der Avantgarde nach. Auf dem Programm stehen Werke von Michel Corrette, Wilhelm Friedemann Bach, Franz Benda, Vladimir Volkonsky und Paul Hindemith. Mitwirkende sind Maren Ries (Barockviola, klassische und moderne Viola), Stanislav Gres (Cembalo, Hammerflügel und Klavier) und Carly Power (Sopran). Der Eintritt kostet 15 Euro, ermäßigt 10 Euro. Tickets sind unter www.koelnticket.de, unter www.kurzlinks.de/viola sowie an der Abendkasse erhältlich.
www.christuskirche-koeln.de

Churchtrail 2025 in Köln – Spiritueller Lauf mit Impulsen an sieben Stationen

Startpunkt für den Churchtrail ist am Samstag, 4. Oktober, die Sportkirche St. Joseph in Köln-Ehrenfeld, Venloer Straße 286. Von dort führt die 9,4 Kilometer lange Strecke über die Evangelische Friedenskirche, das Kolumbarium auf dem Friedhof Melaten, die St.-Thomas-Morus-Kirche, das Krieler Dömchen und den Park der Menschenrechte bis zur Kirche St. Mechtern, bevor der Weg zurück zur Sportkirche führt. Der Lauf verbindet Bewegung und Spiritualität: In jeder Kirche oder an jedem Ort gibt es Impulse, die den Raum und seine Geschichte aufgreifen und mit kleinen Bewegungsübungen verbinden. Gelaufen wird in mehreren leistungsabhängigen Gruppen mit Begleitung. Im Ziel werden Getränke und Snacks angeboten. Die Teilnahme ist kostenfrei, eine Anmeldung unter www.sportkirche-koeln.de ist erforderlich.
www.sportkirche-koeln.de

Zwischen Urknall und Apokalypse im Altenberger Dom

Im Altenberger Dom, Eugen-Heinen-Platz 2, spricht am Samstag, 4. Oktober, 20 Uhr, Professor Heino Falcke über die großen Fragen von Anfang und Ende: Sein Vortrag „Zwischen Urknall und Apokalypse“ zeichnet die Geschichte der Erde nach und verbindet naturwissenschaftliche Erkenntnisse mit einer kosmischen Perspektive. Anlass des Abends ist die Veröffentlichung seines gleichnamigen Buches. Heino Falcke ist Professor für Astroteilchenphysik und Radioastronomie an der Radboud Universität Nijmegen und zugleich Laienprediger der Evangelischen Kirche im Rheinland. In seiner Arbeit zeigt er, dass sich wissenschaftliche Forschung und christlicher Glaube nicht ausschließen, sondern einander inspirieren können. Pfarrerin Claudia Posche führt in den Abend ein, musikalisch begleitet wird die Veranstaltung von Kirchenmusikdirektor Jens-Peter Enk an der Orgel. Der Eintritt ist frei, Spenden werden erbeten.
www.altenberg-dom.de

Einführungsgottesdienst von Pfarrerin Judith Schaefer

Gospelchor singt in der Dietrich-Bonhoeffer-Kirche
In einem festlichen Gottesdienst wird Judith Schaefer am Sonntag, 5. Oktober, 15 Uhr, in der Dietrich-Bonhoeffer-Kirche, Birkenallee 20, in ihr Amt als Pfarrerin in der Evangelischen Dietrich-Bonhoeffer-Gemeinde Junkersdorf eingeführt. Für die musikalische Gestaltung des Gottesdienstes sorgt der Gospelchor.
www.ev-in-junkersdorf.de

Ökumenischer Schöpfungstag – Gottesdienst mit Tiersegnung

Unter freiem Himmel und mitten in der Natur lädt das Umweltzentrum Erftstadt „Friesheimer Busch“, Friesheimer Busch 1, am Sonntag, 5. Oktober, 15 Uhr, zu einem ökumenischen Gottesdienst zum Schöpfungstag ein. Weihbischof Rolf Steinhäuser und Oberkirchenrätin Dr. Wibke Janssen gestalten den besonderen Gottesdienst, in dessen Mittelpunkt die Verbundenheit von Mensch, Tier und Natur steht. Passend zum Psalmwort „Gott, du hilfst Menschen und Tieren“ werden auch Tiere gesegnet – sie dürfen angeleint mitgebracht werden. Im Anschluss an den Gottesdienst gibt es Kaffee, Tee und ein Kuchenbuffet, außerdem Angebote für Kinder und Erwachsene auf dem Gelände. Ein Schöpfungsforum mit Informationsständen verschiedener Initiativen lädt ein, konkrete Schritte zu nachhaltigem Handeln kennenzulernen. Eine Anmeldung ist erwünscht per E-Mail an dialog@erzbistum-koeln.de oder per Telefon 0221/16427200.

Literatur im Gespräch: „Dein Traum hat Herbstaugen“

Texte von Rilke, Domin, Kästner und anderen
Gedichte und Prosa über die facettenreiche Jahreszeit Herbst stehen am Montag, 6. Oktober, 20 Uhr, im Gemeindesaal der Christuskirche Brühl, Mayersweg 10, im Mittelpunkt. Unter dem Titel „Dein Traum hat Herbstaugen“ werden Texte von Hilde Domin, Rainer Maria Rilke, Marie Luise Kaschnitz, Erich Kästner, Mascha Kaléko, Rose Ausländer und weiteren Autorinnen und Autoren gelesen. Die Veranstaltung lädt dazu ein, den Herbst in seiner Poesie zwischen Fülle und Vergänglichkeit neu zu entdecken und miteinander ins Gespräch zu kommen. Die Gesprächsleitung hat Pfarrerin Renate Gerhard.
www.kirche-bruehl.de

Text: APK
Foto(s): APK/Canva

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Engagement, das bewegt: Oberbürgermeisterin Reker übergibt Verdienstorden an Bernd Flamming, Janka Betz und Irmin Schmidt

Einsatz für andere im Fokus: Henriette Reker, Oberbürgermeisterin der Stadt Köln, hat drei Bürgerinnen und Bürger mit dem Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland ausgezeichnet. Dabei handelt es sich um den Synodalältesten Bernd Flamming, Evangelische Kirchengemeinde Köln-Höhenhaus, Janka Betz mit außerordentlichem Engagement in der Evangelischen Gemeinde Köln, sowie Irmin Schmidt mit herausragendem kulturellem Engagement. Die Geehrten haben vor allem im sozialen oder kulturellen Bereich auszeichnungswürdige Verdienste erworben.

„Unsere Demokratie lebt vom Mitmachen“ – die Oberbürgermeisterin

Henriette Reker betonte, es sei ihr ein wichtiges Anliegen und zugleich eine Ehre, im Namen des Bundespräsidenten Menschen auszuzeichnen, die sich in herausragender Weise um die Gesellschaft verdient gemacht hätten. Deren Leistungen seien nie eingefordert worden – und doch von unschätzbarem Wert. Alle Geehrten hätten sich weit über die staatsbürgerliche Pflicht hinaus für das Gemeinwesen eingesetzt. Das verdiene Respekt und öffentliche Anerkennung, die man ihnen auch an diesem Tag zuteilwerden lassen wolle. Ohne den ehrenamtlichen Einsatz, so hob sie hervor, wären die Stadt und die Demokratie nicht so lebendig, solidarisch und menschlich, wie sie es seien. Sie wies darauf hin, dass nicht alles, was eine Gesellschaft zum Funktionieren brauche, vom Staat allein geschultert werden könne. Die Demokratie lebe vom Mitmachen – von Menschen, die sich einbrächten und damit entscheidend zur Vielfalt, zur Offenheit, zum Zusammenhalt und zur Humanität in der Gesellschaft beitrügen.

Bernd Flamming – Pädagoge mit weltweitem Einsatz für Kinder

Bernd Flamming hat sein Leben insbesondere den jungen Generationen gewidmet – beruflich als Lehrer ebenso wie durch sein umfassendes Engagement im Bereich der Kinder- und Jugendhilfe. Sein ehrenamtlicher Einsatz begann bereits in den 1970er Jahren, etwa mit der Verteilung von Lebensmitteltüten an Bedürftige in der Adventszeit. Als Lehrer initiierte er Spenden- und Sponsorenläufe für Menschen in Not. 1989 gründete er den Verein Kinderhilfe Osteuropa, dessen Vorsitz er 20 Jahre lang innehatte. Der Verein organisierte zunächst Konvois, die Lebensmittel, Medikamente, Kleidung und medizinische Gerätschaften vor allem nach Rumänien brachten, aber auch nach Russland und Polen. Die Hilfsgüter kamen insbesondere Kindern und Jugendlichen zugute – und nicht selten begleitete Flamming die Transporte selbst. Auf diesen Reisen erfuhr er mehr über die Probleme vor Ort und half in vielen Fällen bei deren Milderung, etwa indem er gemeinsam mit seinen Schülerinnen und Schülern ein rumänisches Kinderheim renovierte. Bemerkenswert ist, wie umfassend er sich für notleidende Kinder einsetzte – ob in den Kriegen auf dem Balkan, bei der Oderflut 1997 oder nach der Tsunami-Katastrophe im Indischen Ozean 2004. Konsequent entwickelte sich die Kinderhilfe Osteuropa so schließlich zur Kinderhilfe International weiter.

Janka Betz – unermüdliches Engagement für Menschen

Janka Betz hat einen großen Teil ihrer Lebenskraft für andere Menschen eingesetzt. Das gilt sowohl für ihre Tätigkeit als Krankenschwester als auch für ihr ehrenamtliches Engagement in der Evangelischen Gemeinde Köln, wo sie als tragende Säule der Gemeindearbeit bekannt ist. Dort organisierte sie ungezählte Veranstaltungen, bei denen die Begegnung im Mittelpunkt stand – etwa den Seniorenclub, das Senioren Café, das Café Zeitlos, das Trauercafé und weitere Gemeindefeste. Darüber hinaus schenkte sie pflegebedürftigen und einsamen Menschen ihre Zeit, indem sie Besuchsdienste übernahm. Sie betreute psychisch kranke Menschen und bot Kindern Stadtführungen sowie Nachhilfestunden an. Ihre Gemeinde konnte sich stets auf sie verlassen: Überall dort, wo Hilfe benötigt wurde, war sie zur Stelle – und band dabei auch ihre Familie in die ehrenamtliche Arbeit ein.

Irmin Schmidt – Von Köln aus in die Welt der Musikgeschichte

Irmin Schmidt lebt zwar nicht mehr in Köln, doch sein Wunsch, hier geehrt zu werden, ist angesichts seiner künstlerischen und persönlichen Verbundenheit zu dieser Stadt folgerichtig. Köln verdankt ihm und der von ihm mitbegründeten Gruppe CAN einen ewigen Platz in den Annalen der Rock- und Popgeschichte. Schmidt lernte Holger Czukay in den 1960er Jahren bei den „Kölner Kursen für Neue Musik“ von Karlheinz Stockhausen kennen, die dieser an der Rheinischen Musikschule abhielt. In diesem Geist der Offenheit für Neues gründete er mit Czukay und weiteren Musikern die bis heute weltweit verehrte Band CAN. Mit CAN und durch sein umfangreiches Soloschaffen schrieb Schmidt Musikgeschichte. Sein Werk steht für einen ganz eigenen musikalischen Ausdruck: Er komponierte weit über 100 Musiken für Film- und Fernsehproduktionen sowie eine moderne Oper, veröffentlichte avantgardistische Klaviermusik und arbeitete immer wieder mit jüngeren Musikern zusammen. Gemeinsam mit seiner Frau Hildegard und seiner Tochter Sandra verwaltet er mit großer Hingabe das musikalische Erbe von CAN und macht dieses durch ungewöhnliche Arrangements und regelmäßige Veröffentlichungen einem jüngeren, internationalen Publikum zugänglich. 2015 wurde Schmidt in Frankreich vom Kulturministerium als „Ritter des Ordens der Künste und der Literatur“ geehrt, 2019 erhielt er als erster Musiker den Holger Czukay Preis für Popmusik, den die Stadt Köln nach seinem verstorbenen Freund und Mitmusiker benannt hat. Sein Schaffen beeinflusst weiterhin die Popkultur-Szene in Köln und wird noch viele Generationen über die Stadt hinaus inspirieren.

Text: APK
Foto(s): Stadt Köln / Dörthe Boxberg

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Unsere Archivale für August: Köln zu Gast auf Spiekeroog

Gerade sind die Sommerferien zu Ende gegangen und schon stehen die Herbstferien vor der Tür. Da stellt sich für viele Familien die Frage, sollen wir wegfahren? Etwas Passendes und Bezahlbares zu finden, fällt oftmals schwer. Dies ist nicht nur ein Problem der Gegenwart, sondern auch der Vergangenheit.

Ein Ferienhaus für kirchliche Mitarbeitende: Das „Kölner Haus“ auf Spiekeroog

Der Gesamtverband evangelischer Kirchengemeinden des Kirchenkreises Köln (Vorgängerinstitution des Evangelischen Kirchenverbandes Köln und Region) sowie der Kirchenkreis Köln (ab 1964 vier Kirchenkreise) schufen das Angebot für ihre Mitarbeitenden, Ferien auf der Nordseeinsel Spiekeroog zu machen. Geplant und gebaut wurde zwischen 1959 und 1964. Es entstand ein Mehrzweckhaus.

Darin befanden sich fünf unterschiedlich große Wohneinheiten, die in der Nebensaison ab 20 DM (Einzelzimmer mit Schlafcouch/ Hauptsaison 23 DM) oder ab 75 DM in der Nebensaison (Doppelwohnung mit vier bis sieben Betten mit zwei Toiletten/ Hauptsaison 90 DM) gebucht werden konnten. Gebucht werden konnte für maximal drei Wochen. Das Haus erhielt den Namen „Kölner Haus“ und befand sich nur wenige Gehminuten vom Badestrand entfernt. Erholung und Entspannung an der frischen Luft wurden nicht nur durch die Nähe zum Strand garantiert, sondern Spiekeroog war damals wie heute autofreie Zone.

Autos mussten auf dem Festland in Neuharlingersiel in zu mietenden Garagen abgestellt werden. In Ausnahmefällen konnten Mitarbeitende auch einen Fahrdienst (Dienstwagen des Verwaltungsleiters) dazu buchen. Allerdings fielen zu den Fahrtkosten auch Kosten für die Unterbringung und Verpflegung des Fahrers an.

Erholung, Hygiene und ein Stück Kölner Sozialgeschichte

Neben den bis heute noch typischen Regelungen bei Mietungen von Ferienwohnungen zum Umgang mit Mobiliar und anderer Ausstattung, stand auf dem Merkblatt zur Vermietung einer Wohnung im Kölner Haus folgendes:

„Sollte der Mieter oder einer seiner Angehörigen von einer ansteckenden oder seuchenhaften Krankheit befallen werden, so ist dies unverzüglich dem Hausverwalter anzuzeigen. Ist nach ärztlicher Anordnung eine Entseuchung der Wohnung erforderlich, so hat der Mieter mit den zu seinem Haushalt gehörenden Personen die Wohnung 8 Tage vor Beendigung des Mietverhältnisses zum Zweck der Entseuchung zu räumen.“ Die Kosten für den Arzt sowie die Entseuchung mussten vom Mieter getragen werden.

Der Begriff „Entseuchung“ weckt Erinnerungen an die Corona-Pandemie, die das Reisen vor einige Herausforderungen sowohl für Mietende als Vermietende stellte. In den 1960er bis 1990er Jahren kam es immer wieder zu weltweiten Ausbrüchen von verschiedenen Influenza-Viren und Cholera-Ausbrüchen[1], so dass eine gewisse Vorsicht geboten war und Hygieneregeln eingehalten werden mussten.

Anfang der 1990er Jahre wurde das Kölner Haus auf der ostfriesischen Insel aus Kostengründen verkauft.

Noch mehr Archivalien finden Sie hier:

Text: Stefanie Sternemann
Foto(s): Stefanie Sternemann/APK

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Churchtrail lädt am 4. Oktober ein – Spiritueller Lauf durch Köln

Am Samstag, 4. Oktober 2025, lädt die Sportkirche St. Joseph, Venloer Straße 286 in Köln-Ehrenfeld, zum diesjährigen Churchtrail ein. Start- und Zielpunkt ist die Sportkirche St. Joseph , von der aus der spirituelle Lauf durch die Stadt beginnt.

Die rund 9,4 Kilometer lange Strecke ist diesmal neu. Sie führt über die Evangelische Friedenskirche, das Kolumbarium auf dem Friedhof Melaten, die St.-Thomas-Morus-Kirche, das Krieler Dömchen, den Park der Menschenrechte und die Kirche St. Mechtern.

Churchtrail Flyer 2025

Überblick

1. Sportkirche St. Joseph (Start)

2. Friedenskirche

3. Columbarium auf Melaten

4. St. Thomas Morus Hohenlind

5. Krieler Dömchen bzw St. Albertus Magnus

6. Park der Menschenrechte

7. St. Mechtern

8. Sportkirche St. Joseph (Abschluss)

Mit etwas herbstlicher Sonne im Rücken und der Kölner Kulisse vor Augen bietet sich die perfekte Gelegenheit, neue Seiten der Stadt Köln sowie Kirchen kennenzulernen. An jeder Station gibt es kurze Impulse, die den Ort und seine Geschichte aufgreifen und mit kleinen Bewegungsübungen verbinden.

Gemeinschaftliches Laufen mit spirituellen Impulsen

Gelaufen wird in mehreren Gruppen unterschiedlicher Leistungsstufen mit Begleitung.  Jeder findet sein Tempo, und am Ende zählt das gemeinsame Erlebnis, eine sportlich beeindruckende Erfahrung, die verbindet. Im Ziel an der Sportkirche werden Getränke und Snacks angeboten.

Die Teilnahme ist kostenfrei, eine Anmeldung über https://www.djkdvkoeln.de/de/Kalender/kalender/ ist erforderlich.

Text: APK
Foto(s): DJK

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Tiefe Bereitschaft dem Ruf Gottes zu folgen: Oliver Klempel als Prädikant eingeführt

In einem musikalischen Festgottesdienst wurde Oliver Klempel in der evangelischen Kirche Zum Heilsbrunnen in Bergisch Gladbach als Prädikant durch Superintendentin Kerstin Herrenbrück in sein Amt eingeführt. Pfarrer Christoph Breer ist die Freude anzumerken. In der Begrüßung zu Beginn des Gottesdienstes in der evangelischen Kirche zum Heilsbrunnen betonte er: „Es ist ein Schatz, wenn Prädikanten ihre Begabungen in den Dienst der Gemeinde stellen. Oliver Klempel ist seit vielen Jahren Teil der Gemeinde, seine Ordination ist ein Festtag für uns.“

Seit rund 15 Jahren Teil der Kirchengemeinde

Oliver Klempel selbst berichtet, dass er seit rund 15 Jahren Teil der Kirchengemeinde ist und zum Organisationsteam der Willkommensgottesdienste gehört. „Diese Gottesdienste bieten wir speziell für Menschen auf der Suche an. Sie sind interaktiv, so dass unsere Gäste Fragen stellen und in einen Dialog kommen können. Beim anschließenden Mittagessen lassen sich solche Gespräche weiter vertiefen“, berichtet er und sagt: „Ich bin ja selbst ein Suchender, stelle mir viele Fragen, deren Antworten ich oft im Glauben finde.“

Schwerpunkt auf das Sakrament der Taufe

Als Prädikant möchte er zukünftig einen Schwerpunkt auf das Sakrament der Taufe legen. Er lächelt, als der Vater einer Tochter und eines Sohnes davon erzählt, dass er sich auf die oft sehr persönlichen Gespräche mit den jungen Eltern freut. In den Gottesdiensten, die er gestaltet hat und weiterhin gestalten wird, möchte der Bergisch Gladbacher sein eigenes Erleben mit Gott weitergeben, in „einer Tonalität, abseits der allzu sakralen Sprache“ weitergeben. „Gott ist für mich ein Gegenüber, das mich trägt und begleitet. Scheitern im Glauben gehört auch dazu, selbst meine Frage bleiben teilweise offen.“

Für Oliver Klempel, der als Geschäftsführer einer Kölner Werbeagentur im Beruf oft sehr gefordert ist, ist sein Engagement in der Kirchengemeinde ein sehr sinnstiftender Ausgleich. Als er gefragt wurde, ob er die Ausbildung zum Prädikanten in Wuppertal angehen wolle, fiel die Entscheidung daher wenig schwer. Ehefrau Elke Klempel-Fritzen unterstützte ihn. „Sie hält viel von lebenslangem Lernen und ist selbst Christin. Sie wusste, was mir diese Aufgabe bedeuten würde“, schildert Oliver Klempel.

„Christus spricht: Meine Gnade ist alles, was du brauchst!“

Im Festgottesdienst wurde er durch Superintendentin, Pfarrerin Kerstin Herrenbrück in sein Amt eingeführt und gesegnet. Sie nahm Bezug auf den Leitspruch der Ordination aus dem zweiten Buch der Korinther 12,9: „Christus spricht: Meine Gnade ist alles, was du brauchst! Denn meine Kraft zeigt sich gerade in deiner Schwäche.“ Es sei ein Vers, der daran erinnere, sich auf Gott als Segen zu besinnen: „Die Gnade Gottes ist ein großartiges Liebesgeschenk ohne Wenn und Aber. Sie ist dann besonders kraftvoll, wenn ich schwach bin.“ Mit dem Segen der Superintendentin verbanden sich viele liebevolle Segenswünsche von Familie und Gemeindemitgliedern. In Gedanken daran, sagt Oliver Klempel: „Ich war regelrecht überwältigt.“

„Der Glaube kann unser Leben verändern und uns Sicherheit geben“

In seiner auf die Ordination folgenden Predigt ging es um die Begegnung der Jünger mit Jesus, nachdem dieser qualvoll den Tod am Kreuz gestorben war. Allgemein ist die Geschichte aus dem Johannesevangelium als „Der ungläubige Thomas“ bekannt. Doch Oliver Klempel sieht das anders. Für ihn hat Thomas berechtigte Zweifel, die er äußert. „Die Auferstehung ist eine Herausforderung für unser Denken. Ich verstehe Thomas, der sich weigert, so etwas ohne echten Beweis zu glauben.“ Als Thomas schließlich Christus gegenübersteht, verliert er den Zweifel und entdeckt dafür das pure Leben. „Das macht ihn unglaublich sympathisch“, findet Oliver Klempel und erklärt: „Schließlich zweifeln wir doch alle mal. Aber der Glaube kann unser Leben verändern und uns Sicherheit geben. Davon bin ich überzeugt.“

Text: Katja Pohl
Foto(s): Matthias Pohl

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„Unglaublich. Bekennen heute“ – 1700 Jahre Nicänisches Glaubensbekenntnis am 26.9

Screenshot

Mit einem ökumenischen Gottesdienst im Kölner Dom, Domkloster 4, am Freitag, 26. September, 16.30 bis 17.30 Uhr, und einer anschließenden Soiree im Domforum, Domkloster 3, 18 bis 20 Uhr, wird das 1700-jährige Jubiläum des Nicänischen Glaubensbekenntnisses begangen. Den Auftakt bildet die weltweite Uraufführung „Credo. Six Composers – Six Parts – One Christian Faith“, eine interkulturelle Komposition von sechs Komponistinnen und Komponisten aus aller Welt, die das Bekenntnis musikalisch neu interpretieren. Mit dabei ist auch Samuel Dobernecker, Kreiskantor des Evangelischen Kirchenkreises Köln-Süd. Die Predigt im Gottesdienst hält Erzpriester Radu Constantin Miron, Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen von 2019 bis 2025.

 Bedeutung des Nicänischen Glaubensbekenntnisses

Musikalisch gestalten den Gottesdienst das Vokalensemble Kölner Dom unter Leitung von Domkapellmeister Alexander Niehues, der Kammerchor der Propsteimusik Bochum unter Leitung von Professor Christopher Brauckmann sowie der Evangelische Projektchor Kölner Kantoreien unter Leitung von Yuko Nishimura-Kopp und Thomas Frerichs. In der Soiree widmen sich Professor Dirk Ansorge, Superintendentin Susanne Beuth, Dr. Reiner Lerch, Erzpriester Radu Constantin Miron und Landeskirchenrat Markus Schaefer der Frage nach der heutigen Bedeutung des Nicänischen Glaubensbekenntnisses. Das Bekenntnis entstand im 4. Jahrhundert und verbindet Christen weltweit bis heute. Die Moderation übernehmen Norbert Bauer und Pfarrer Dr. Martin Bock.   Der Eintritt ist frei. Anmeldung: http://www.melanchthon-akademie.de

Text: Susanne Maroldt
Foto(s): AI

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Unsere Wochentipps: Erkundungstag „Raum für Risse“, Orgeljubiläum und „Holweide liest“

Unsere Wochentipps stecken diesmal voller vielseitiger Perspektiven auf Spiritualität, Musik, Glaube und Gemeinschaft. Mit „Raum für Risse“ lädt die Melanchthon-Akademie zu einem kreativen Erkundungstag, bei dem Kunst, Klang und Theologie miteinander in Dialog treten. Gleichzeitig stehen besondere musikalische Ereignisse im Fokus: das Orgeljubiläum in Wesseling, das Finale des Internationalen Orgelwettbewerbs in der Trinitatiskirche sowie das Abschlusskonzert „himmelwärts“ in der Clarenbachkirche. Der Kölner Dom wird zum Schauplatz einer ökumenischen Feier anlässlich 1700 Jahre Nicänisches Glaubensbekenntnis. Darüber hinaus: eine literarische Hommage an Mascha Kaléko, ein Ausstellungsauftakt zur „Cafédrale Immanuel“, ein feierlicher Ordinationsgottesdienst sowie sportlicher Teamgeist beim 23. Präses-Cup.

Orgeljubiläum in der Kreuzkirche

Am Donnerstag, 25. September, 18 Uhr, lädt die Evangelische Kirchengemeinde Wesseling herzlich zum Orgeljubiläum in die Kreuzkirche, Kronenweg 67, ein. Christoph Morschheuser von der Orgelbaufirma Weimbs und Kirchenmusiker Thomas Jung gestalten gemeinsam einen unterhaltsamen Abend und geben Einblicke in die Welt des Orgelbaus, die Geschichte der Orgel sowie die großen und kleinen Pfeifen in und vor der Orgel. Bei kleiner Verpflegung und Getränken gibt es Wissenswertes und Kurioses rund um das Instrument zu entdecken. Weimbs Orgelbau wurde 1927 gegründet, ist ein Familienbetrieb aus der Eifel und baut und restauriert Orgeln in ganz Deutschland. Der Eintritt ist frei. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.
www.evangelisch-wesseling.de

Internationaler Orgelwettbewerb in memoriam Albert Schweitzer

Das große Finale des sechsten Internationalen Orgelwettbewerbs findet am Donnerstag, 25. September, 18 Uhr, in der Trinitatiskirche, Filzengraben 4, statt. Junge Organistinnen und Organisten aus dem In- und Ausland präsentieren dort ihre musikalische Vielfalt in einem spannenden Abschlusskonzert. Das Publikum erwartet ein künstlerisch hochkarätiger Abend mit Orgelwerken und Improvisationen – ganz im Geist des Namensgebers Albert Schweitzer. Der Evangelische Kirchenverband Köln und Region richtet den Wettbewerb in diesem Jahr in memoriam Albert Schweitzer aus, dessen 150. Geburtstag und 60. Todestag 2025 begangen werden. Schweitzer war nicht nur Theologe, Arzt und Pazifist, sondern auch einer der wichtigsten Bach-Interpreten seiner Zeit und Mitbegründer der Orgelbewegung. Der Eintritt ist frei, um Spenden wird gebeten. Nach dem Finale am Donnerstag sind Publikum und Teilnehmende zu einem Beisammensein mit Getränken eingeladen. Der Jury gehören Wolf-Rüdiger Spieler (Vorsitz), Melanie Jäger-Waldau, Otto Maria Krämer, Mareile Krumbholz sowie Thierry Mechler an.
www.trinitatiskirche-koeln.de

„Unglaublich. Bekennen heute“ – 1700 Jahre Nicänisches Glaubensbekenntnis

Mit einem ökumenischen Gottesdienst im Kölner Dom, Domkloster 4, am Freitag, 26. September, 16.30 bis 17.30 Uhr, und einer anschließenden Soiree im Domforum, Domkloster 3, 18 bis 20 Uhr, wird das 1700-jährige Jubiläum des Nicänischen Glaubensbekenntnisses begangen. Den Auftakt bildet die weltweite Uraufführung „Credo. Six Composers – Six Parts – One Christian Faith“, eine interkulturelle Komposition von sechs Komponistinnen und Komponisten aus aller Welt, die das Bekenntnis musikalisch neu interpretieren. Mit dabei ist auch Samuel Dobernecker, Kreiskantor des Evangelischen Kirchenkreises Köln-Süd. Die Predigt im Gottesdienst hält Erzpriester Radu Constantin Miron, Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen von 2019 bis 2025. Musikalisch gestalten den Gottesdienst das Vokalensemble Kölner Dom unter Leitung von Domkapellmeister Alexander Niehues, der Kammerchor der Propsteimusik Bochum unter Leitung von Professor Christopher Brauckmann sowie der Evangelische Projektchor Kölner Kantoreien unter Leitung von Yuko Nishimura-Kopp und Thomas Frerichs. In der Soiree widmen sich Professor Dirk Ansorge, Superintendentin Susanne Beuth, Dr. Reiner Lerch, Erzpriester Radu Constantin Miron und Landeskirchenrat Markus Schaefer der Frage nach der heutigen Bedeutung des Nicänischen Glaubensbekenntnisses. Die Moderation übernehmen Norbert Bauer und Pfarrer Dr. Martin Bock. Der Eintritt ist frei.
www.melanchthon-akademie.de

Realisierungswettbewerb: Neubau Cafédrale Immanuel

In der Immanuelkirche Longerich, Paul-Humburg-Straße 11, wird am Freitag, 26. September, 18 Uhr, die Ausstellung zum Realisierungswettbewerb „Neubau Cafédrale Immanuel“ eröffnet. Gezeigt werden die Entwürfe für einen Ort, der Café und Kirche miteinander verbindet und als Treffpunkt für alle Generationen, Religionen und Kulturen gedacht ist. Die geplante „Cafédrale Immanuel“ soll zudem künftig Raum bieten für Musik, Co-Working, Ausstellungen, Konzerte, Kinoabende, Meditationen und Andachten. Das Konzept steht für eine neue Form von Kirche, die Spiritualität mit Gastfreundschaft und Kultur zusammenführt. Die Ausstellung mit den Wettbewerbsbeiträgen ist von Samstag, 27. September, bis Donnerstag, 9. Oktober, jeweils dienstags von 9 bis 11 Uhr und samstags von 15 bis 18 Uhr, außerdem zu allen Zeiten, in denen Veranstaltungen im Gemeindezentrum stattfinden, geöffnet.
www.begegnungsgemeinde.de

„Holweide liest“ – Mascha Kaléko

Zum 50. Todestag von Mascha Kaléko spricht die Germanistin und Historikerin Heike Baller am Freitag, 26. September, 19.30 Uhr, in der Evangelischen Versöhnungskirche, Buschfeldstraße 30, über Leben und Werk der Dichterin. Kaléko gilt als prägende Stimme der Neuen Sachlichkeit. Ihr besonderer Schreibstil machte sie bereits in den 1930er-Jahren bekannt. Auch nach dem Zweiten Weltkrieg blieb sie literarisch aktiv, wenn auch weniger im Rampenlicht. Die Referentin des Abends liest aus ausgewählten Texten und geht der Frage nach, ob Kaléko ihrem Stil bis zuletzt treu blieb. Der Eintritt ist frei.
www.evangelisch-in-koeln-dellbrueck-holweide.de

Raum für Risse – Kreativer Erkundungstag in der Kartäuserkirche

Am Samstag, 27. September, lädt die Melanchthon-Akademie von 11 bis 17 Uhr zu einem besonderen Erkundungsgang in die Kartäuserkirche, Kartäusergasse 7, 50678 Köln, ein. Unter dem Titel „Raum für Risse“ begegnen sich Kunst und Kultur, Theater und Gebet, Lesung und Klang. Dorothee Schaper, Lena Felde, Lea Braun, Dr. Dorit Felsch und Miriam Haseleu gestalten diesen Tag gemeinsam. Im Mittelpunkt stehen das Aushalten von Brüchen, das Wahrnehmen von Schmerz, aber auch die Suche nach Trost – und eine leise Prise Hoffnung. Der Erkundungstag findet im Rahmen des Semester-Themas „Risse“ der Melanchthon-Akademie statt. Dieser Gedanke liegt der Kooperation der Melanchthon Akademie, der Ausbildung Ehrenamtlicher in Seelsorge und der Lutherkirche Nippes zugrunde, die gemeinsam einen kreativen Erkundungsraum auf dem Gelände der Kartäuserkirche entwickelt haben. Die Teilnahme ist kostenfrei. Eine Anmeldung unter Telefon 0221/931803-0 oder per E-Mail an anmeldung@melanchthon-akademie.de ist erwünscht.
www.melanchthon-akademie.de

„himmelwärts“ – Abschlusskonzert in der Clarenbachkirche

Am Samstag, 27. September, 18 Uhr, lädt die Evangelische Clarenbach-Kirchengemeinde Köln-Braunsfeld zu einem Konzert mit Chor und Streichorchester unter der Leitung von Jakob Valder in die Clarenbachkirche, Aachener Straße 458, ein. Im Rahmen seines Studienabschlusses im Fach Dirigieren präsentiert er gemeinsam mit Studierenden der Hochschule für Musik und Tanz Köln ein etwa einstündiges Programm unter dem Titel „himmelwärts“. Der musikalische Blick richtet sich dabei auf den Himmel als physikalische Sphäre wie auch als spirituellen Raum. Werke von Ramy El Ruheibany, Ola Gjeilo, Felix Mendelssohn Bartholdy, Stephan Seifert, Jakob Valder und Graham Waterhouse spannen einen musikalischen Bogen zwischen Himmelskörpern und spiritueller Sehnsucht. Solistin ist Emilie Siegemund (Sopran), begleitet von Terēza Spogis (Violoncello). Der Eintritt ist frei.
www.clarenbachgemeinde.de

Ordinationsgottesdienst in der Kartäuserkirche

Am Sonntag, 28. September, 18 Uhr, wird Prädikantin Almute Löber durch Pfarrerin Susanne Beuth, Superintendentin des Evangelischen Kirchenkreises Köln-Mitte, ordiniert. Im Gottesdienst in der Kartäuserkirche, Kartäusergasse 7, wirken darüber hinaus Pfarrer Mathias Bonhoeffer sowie der Lutherchor unter der Leitung von Thomas Frerichs mit. Prädikantinnen und Prädikanten engagieren sich ehrenamtlich in evangelischen Kirchengemeinden und übernehmen dort verantwortungsvoll Aufgaben in der Wortverkündigung sowie der Sakramentsverwaltung. Eine zweijährige Ausbildung bereitet auf das Amt vor.
www.kartaeuserkirche-koeln.de

23. Präses-Cup der Evangelischen Kirche im Rheinland

Am Montag, 29. September, findet zum 23. Mal der Präses-Cup der Evangelischen Kirche im Rheinland statt. Unter der Schirmherrschaft von Präses Dr. Thorsten Latzel treten Mannschaften aus Kirchenkreisen und Einrichtungen im Leichtathletikstadion von Eintracht Duisburg am Kalkweg neben der MSV-Arena im Fußball gegeneinander an. Gespielt wird ab 9.30 Uhr mit Torwart und sechs Feldspielern, geprüfte Schiedsrichterinnen und Schiedsrichter sorgen für faire Partien. Der begehrte Wanderpokal wurde vom früheren Präses Manfred Kock gestiftet. Für das leibliche Wohl sorgt die Kirchengemeinde Duisburg-Wanheimerort mit einem Grillstand. Mit dabei ist auch das Rheinteam aus Köln und der Region, das seit seiner ersten Teilnahme 2022 stets in die Top Drei gespielt hat – 2022 mit dem Turniersieg, 2023 auf Platz drei und 2024 als Vize. Für 2025 ist das Ziel klar: wieder ganz vorne mitzuspielen – mit Einsatz, Teamgeist und fairen Duellen auf dem Kleinfeld. Die Teilnahme am Turnier ist kostenlos, auch Zuschauerinnen und Zuschauer sind willkommen.

Text: APK
Foto(s): APK/Canva

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