Christi Himmelfahrt: Gemeinden in Köln und Region laden zu Gottesdiensten ein

Der Himmelfahrtstag am 9. Mai 2024 wird in vielen Gemeinden des Evangelischen Kirchenverbands Köln und Region mit besonderen Gottesdiensten gefeiert: vom Waldgottesdienst mit Musik von der Kapelle „Blos mer jet“ über Open-Air-Gottesdienste bis hin zum ökumenischen Gang zum Gipfelkreuz auf der Glessener Höhe mit Andacht oder dem Outdoor-Gottesdienst „Kein Bock auf Zoff“. Im Rahmen des Vatertags am gleichen Tag lädt die Stephanuskirche zu einem Vater-Kind-Treffen ein, bei dem Väter und ihre Kinder zusammenkommen, um gemeinsam zu grillen und zu spielen.

Christi Himmelfahrt findet immer vierzig Tage nach Ostern statt. Nach dem Bericht des Lukasevangeliums (24,44-52, vgl. Apostelgeschichte 1,9-11) wird der auferstandene Christus von Gott „erhöht“. Er gibt seinen Freunden den Auftrag zur Verkündigung des Evangeliums und verspricht ihnen dazu den Heiligen Geist. Auch im Alten Testament gibt es Schilderungen einer Himmelfahrt: Henoch und Elia werden entrückt (1. Mose 5,24; 2. Könige 2,11).

KÖLN

09.05.2024, 09:30
Evangelische Kirchengemeinde Porz
Lukaskirche, Porz-Mitte, Mühlenstraße 2, 51143 Köln
Gottesdienst zu Christi Himmelfahrt
Mit dem Zitat „Ja, die Welt ist dunkel. Nur ja die Ohren nicht hängen lassen! Nie! Denn es wird regiert, nicht nur in Moskau oder in Washington oder in Peking, aber von ganz oben, vom Himmel her.“ lädt die Evangelische Kirchengemeinde Porz am Donnerstag, 9. Mai, 9.30 Uhr, zum Himmelfahrt-Gottesdienst mit Abendmahl in die Lukaskirche Porz-Mitte, Mühlenstraße 2, ein. Die Worte sprach Karl Barth am Vorabend seines Todes am 8.12.1968. Der Gottesdienst wird von Pfarrer i.R. Herr Klimek geleitet.
www.kirche-porz.de

09.05.2024, 10:00
Evangelische Kirchengemeinde Köln-Deutz/Poll
„Düxer Bock“, Am Düxer Bock, 50679 Köln
Ökumenischer Gottesdienst outdoor „Am Düxer Bock“
Thema: „Kein Bock auf Zoff“
Die Evangelische Kirchengemeinde Köln-Deutz/Poll und der Katholische Kirchengemeindeverband Deutz/Poll laden am Donnerstag, 9. Mai, 10 Uhr, zum ökumenischen Gottesdienst am „Düxer Bock-Brunnen“ von Gerhard Marcks, Am Düxer Bock, ein. Unter dem Motto „Kein Bock auf Zoff“ feiern die Gemeinden gemeinsam das Fest Christi Himmelfahrt. Bei sehr schlechtem Wetter findet der Gottesdienst in der St. Johanneskirche, Tempelstraße 31, statt.
www.evangelisch-deutzpoll.de

09.05.2024, 10:00
Evangelische Kirchengemeinde Porz-Wahn-Heide

Evangelische Kirchengemeinde Porz
Martin – Luther – Kirche, Sportplatzstraße 63-65, 51147 Köln
Tauffest an Christi Himmelfahrt
Gemeinden Porz und Porz-Wahn-Heide feiern gemeinsam
An Christi Himmelfahrt, Donnerstag, 9. Mai, 10 Uhr, feiern die Evangelischen Kirchengemeinden Porz und Porz-Wahn-Heide gemeinsam ein Tauffest in der Martin-Luther-Kirche Wahnheide, Sportplatzstraße 63-65. Den Gottesdienst leiten Pfarrerin Stefanie Eschbach und Pfarrer Andreas Daniels. Wer sein Kind oder sich selber taufen lassen möchte, kann sich bei Pfarrer Daniels unter Telefon 02203/32486 anmelden

09.05.2024, 10:00
Evangelische Gemeinde Köln
Antoniterkirche, Schildergasse 57, 50667 Köln
Evangelische Messe an Christi Himmelfahrt
Open-Air-Gottesdienst auf dem Kirchplatz der Antoniterkirche
Auf dem Kirchplatz der Antoniterkirche, Schildergasse 57, feiern Pfarrer Markus Herzberg und Team am Donnerstag, 9. Mai, 10 Uhr, eine evangelische Messe zu Christi Himmelfahrt. Für die musikalische Begleitung sorgt ein Bläserensemble. Wer nicht vor Ort dabei sein kann, kann den Gottesdienst auch im Livestream unter www.antonitercitykirche.de mitfeiern.
www.antonitercitykirche.de

09.05.2024, 10:00
Evangelische Kirchengemeinde Rodenkirchen
Erlöserkirche, Sürther Str. 34, 50996 Köln
Gottesdienst an Christi Himmelfahrt mit Abendmahl
mit Pfarrer Simon Manderla
www.erloeserkirche-rodenkirchen.de

09.05.2024, 10:30
Evangelische Brückenschlag-Gemeinde Köln-Flittard/Stammheim
Immanuel-Kirche, Bonhoefferstraße 10, 51061 Köln
Gottesdienst
Unterbrechung des Alltag. Auszeit für die Seele. Raum zum Luftholen. Im Hier und Jetzt und mit dem Himmel verbunden.

09.05.2024, 10:30
Evangelische Kirchengemeinde Köln-Brück-Merheim
Petruskirche Merheim, Kieskaulerweg 53, 51109 Köln
Gottesdienst mit Konfirmation
Pfarrer Rösler

09.05.2024, 10:30
Evangelische Kirchengemeinde Ichthys
Gemeindehaus Unter Gottes Gnaden, Zum Dammfelde 37, 50859 Köln-Widdersdorf
Gottesdienst mit Taufe und Konfirmation

09.05.2024, 10:45
Evangelische Begegnungsgemeinde Köln
Ev. Immanuelkirche Longerich, Paul-Humburg-Straße 11, 50737 Köln-Longerich
Gottesdienst zu Himmelfahrt
Steve Klink Trio spielt beim Jazzfrühschoppen
Christi Himmelfahrt wird in der Evangelischen Begegnungsgemeinde Köln am Donnerstag, 9. Mai, 10.45 Uhr, mit einem Gottesdienst mit anschließendem Jazzfrühschoppen auf dem Kirchvorplatz gefeiert. Mit dabei ist wieder das Steve Klink Trio. Das Trio besteht aus Steve Klink (Piano), Volker Heinze (Bass) und Marcus Rieck. An diesem Tag wird auch die neue „Begegnungsfahne“ auf dem Vorplatz gehisst und ein gemeinsames Kunstwerk gestaltet.
www.begegnungsgemeinde.de

09.05.2024, 10:45
Evangelische Kirchengemeinde Ehrenfeld
Epiphaniaskirche Bickendorf, Erlenweg 39, 50827 Köln
Gottesdienst zu Himmelfahrt

09.05.2024, 11:00
Evangelische Kirchengemeinde Köln-Lindenthal
Stadtwald, Dürener Straße/Ecke Fürst-Pückler-Straße, 50935 Köln
Stadtwaldgottesdienst
Christi Himmelfahrt unter freiem Himmel
Am Donnerstag, 9. Mai, 11 Uhr, feiert die Evangelische Kirchengemeinde Köln-Lindenthal einen Gottesdienst unter freiem Himmel im Eingangsbereich des Stadtwaldes, auf der Wiese zwischen Fürst-Pückler-Straße und Dürener Straße. Die Liturgie gestaltet Pfarrerin Katja Korf.
www.kirche-lindenthal.de

09.05.2024, 11:00
Evangelische Kirchengemeinde Ehrenfeld
Geisselmarkt, Geisselstraße 1, 50823 Köln
Open-Air-Gottesdienst an Himmelfahrt
Ökumenische Einladung auf den Geisselmarkt in Ehrenfeld
www.evangelisch-ehrenfeld.de

09.05.2024, 11:00
Evangelische Dietrich-Bonhoeffer-Gemeinde Junkersdorf
Köln-Junkersdorf, Birkenallee 20, 50858 Köln
Open-Air-Gottesdienst mit Taufe
Pfarrerin Regina Doffing, Lektorin Sylvana Enk

09.05.2024, 11:00
Evangelische Kirchengemeinde Köln-Zollstock
Gemeindezentrum/Kindergarten, Breniger Straße 18, 50969 Köln
Gottesdienst für Kinder an Christi Himmelfahrt

09.05.2024, 11:00
Evangelische Gemeinde Weiden/Lövenich
Ev. Kirche Weiden/Lövenich, Aachener Straße 1208, 50858 Köln
Gottesdienst an Christi Himmelfahrt mit Konfirmationen
Pfarrerin Dagmar Müller

09.05.2024, 11:00
Evangelische Kirchengemeinde Köln-Klettenberg
Johanneskirche Klettenberg, Nonnenwerthstraße 78, 50937 Köln
Christi Himmelfahrt Open-Air
Gottesdienst im Park neben der Johanneskirche
An Christi Himmelfahrt, Donnerstag, 9. Mai, 11 Uhr, feiert die Evangelische Kirchengemeinde Köln-Klettenberg im Park hinter der Johanneskirche, Nonnenwerthstraße 78, einen Gottesdienst für alle Generationen unter freiem Himmel und mit dem Gras unter den Füßen. Wer mitfeiern möchte, trifft sich im Verbindungspark zwischen Berrenrather Straße und Luxemburger Straße. Der Gottesdienst wird von Pfarrer Ivo Masanek, den Johannesbläsern und Kirchenmusikerin Eva-Maria Förster gestaltet. Nach der Feier sind alle zu Getränken und Snacks eingeladen. Der Weltladen hat geöffnet. Bei Regen findet die Feier in der Kirche statt.
www.kirche-klettenberg.de

09.05.2024, 11:00
Evangelische Kirchengemeinde Vingst-Neubrück-Höhenberg
Wiese an der Erlöserkirche Höhenberg-Vingst, Burgstraße 75, 51103 Köln
Open-Air-Gottesdienst an Christi Himmelfahrt
Predigt-Gottesdienst
Auf die Wiese an der Erlöserkirche Höhenberg-Vingst, Burgstraße 75, lädt Pastor Jörg Wolke an Christi Himmelfahrt, Donnerstag, 9. Mai, 11 Uhr, zu einem Predigt-Gottesdienst ein. Im Anschluss an den Gottesdienst im Freien sind alle zum Kirchenkaffee eingeladen.
www.vingstneubrueckhoehenberg.de

09.05.2024, 11:00
Evangelische Kirchengemeinde Köln-Dellbrück/Holweide
Pauluskirche Dellbrück, Thurner Straße 105, 51069 Köln
Open-Air-Gottesdienst mit Tauffest an Christi Himmelfahrt
Evangelische Kirchengemeinde Köln-Dellbrück/Holweide lädt ein
Zu einem großen Tauffest an Christi Himmelfahrt, Donnerstag, 9. Mai, 11 Uhr, lädt die Evangelische Kirchengemeinde Köln-Dellbrück/Holweide auf die Wiese vor der Pauluskirche Dellbrück, Thurner Straße 105, ein. Kinder, Jugendliche und Erwachsene sind eingeladen, sich im Open-Air-Gottesdienst, auf Picknickdecken, Stühlen und Bänken, taufen zu lassen. Musikalisch begleitet wird das Fest vom Bläserensemble „Heilix Blechle“. Anschließend wird gepicknickt. Wer sich taufen lassen möchte, kann sich über Pfarrerin Sybille Noack unter Telefon 01775299810, Pfarrer Ulrich Kock-Blunk unter Telefon 0221/682155, Pfarrer Klaus Völkl unter Telefon 0221/6804868 oder das Gemeindebüro unter Telefon 0221/682465 anmelden.
www.eikdh.de

09.05.2024, 11:00
Evangelische Clarenbach-Kirchengemeinde Köln-Braunsfeld
Evangelische Clarenbach-Kirche Braunsfeld, Aachener Straße 458, 50933 Köln
Gottesdienst an Christi Himmelfahrt
Prädikant Achim Schüler
www.clarenbachgemeinde.de

09.05.2024, 11:00
Evangelische Kirchengemeinde Köln-Zollstock

Evangelische Kirchengemeinde Köln-Bayenthal

Evangelische Philippus-Kirchengemeinde Köln-Raderthal

Melanchthonkirche, Breniger Straße 18, 50969 Köln
Gemeinsamer Himmelfahrtsgottesdienst
Drei Gemeinden feiern vor der Melanchthonkirche Zollstock
Die Evangelischen Kirchengemeinden Köln-Bayenthal und Köln-Zollstock sowie die Philippus-Kirchengemeinde Köln-Raderthal feiern am Donnerstag, 9. Mai, 11 Uhr, einen Open-Air-Himmelfahrtsgottesdienst vor der Melanchthonkirche Zollstock, Breniger Straße 18. Die Liturgie gestalten Pfarrer Oliver Mahn und Vikar Bischoff. Die Predigt halten Pfarrer Klaus Eberhard und Pfarrer André Kielbik. Die Erzieherinnen der Kindergärten bieten parallel zum Gottesdienst ein Programm für die „Kleinen“ an. Im Anschluss an den Gottesdienst wird zum Grillen eingeladen. Bei schlechtem Wetter findet der Gottesdienst zu Christi Himmelfahrt in der Kirche statt.

09.05.2024, 11:00
Evangelische Kirchengemeinde Köln-Rath-Ostheim
Königsforst, Forsbacher Str., 51107 Köln
Waldgottesdienst mit Taufen
Mit Musik von der Kapelle „Blos mer jet“
Am Donnerstag, 9. Mai, 11 Uhr, findet im Königsforst, Forsbacher Straße/Ecke Schiefer Hauweg, ein Waldgottesdienst zu Christi Himmelfahrt statt. Gemeindeglieder, Tauffamilien und neugierige Spaziergänger sind eingeladen, einen fröhlichen Gottesdienst mit vielen Liedern zu feiern. Für die musikalische Begleitung sorgt die Kapelle „Blos mer jet“. Wer möchte, kann sich einen Mittagsimbiss mitbringen. Getränke und Kaffee werden von der Evangelischen Kirchengemeinde Köln-Rath-Ostheim angeboten. Bei Dauerregen findet der Gottesdienst in der Versöhnungskirche, Erlöserkirchstraße 1, statt.
www.kirchengemeinde-rath-ostheim.de

09.05.2024, 11:00
Evangelische Kirchengemeinde Köln-Dünnwald
Gottesdienst an Christi Himmelfahrt
Pfarrer Torsten Krall

09.05.2024, 18:00
Evangelische Kirchengemeinde Rondorf
Emmanuelkirche, Carl-Jatho-Straße 1, 50997 Köln
Gottesdienst

09.05.2024, 15:00
Evangelische Kirchengemeinde Köln Niehl-Riehl
Kirchplatz der Stephanuskirche, Brehmstraße 4-6, 50735 Köln
Vatertag und Christi Himmelfahrt
Vater-Kind-Treffen vor der Stephanuskirche
Küster Frank Weinert und Vikar Elias Mögling aus der Evangelischen Kirchengemeinde Köln Niehl-Riehl möchten an die Tradition von Pfarrer Uwe Rescheleit anknüpfen und laden am Donnerstag, 9. Mai, 15 Uhr, zu einem Vater-Kind-Treffen auf den Kirchplatz vor der Stephanuskirche, Brehmstraße 4-6, ein. Für die Pänz gibt es Staßenkreide, Spiele und viel Platz zum Toben. Für die Väter gibt es die Möglichkeit, Kontakte zu knüpfen und sich mit anderen Vätern auszutauschen. Dazu gibt es Bratwurst vom Grill und Getränke. Für eine bessere Planung wird um Anmeldung gebeten. Kurzentschlossene sind auch willkommen.
www.ev-kirche-niehl-riehl.de

RHEIN-ERFT-KREIS

09.05.2024, 10:00
Evangelische Trinitatis-Kirchengemeinde an der Erft
Petrikirche Quadrath-Ichendorf, Lutherstraße 27, 50127 Bergheim
Zentralgottesdienst im Garten der Petrikirche
Einen Open-Air-Gottesdienst zu Christi Himmelfahrt für alle Bezirke feiert die Evangelische Trinitatis-Kirchengemeinde an der Erft am Donnerstag, 9. Mai, 10 Uhr. Der Gottesdienst im Garten der Petrikirche, Quadrath-Ichendorf, Lutherstraße 27, gestalten Pfarrerin Ronja Voldrich, Pfarrer Gebhard Müller, Pfarrer Martin Trautner sowie Prädikat Dr. Ulrich Hörer.
www.trinitatis-kirchengemeinde.de

09.05.2024, 10:30
Evangelische Kirchengemeinde Sindorf

Evangelische Kirchengemeinde Kerpen

Evangelische Kirchengemeinde Horrem

Evangelische Kirchengemeinde Brüggen/Erft
Christus-Kirche, Carl-Schurz-Straße 2, 50170 Kerpen
Open-Air-Gottesdienst zu Himmelfahrt mit anschließendem Grillen
Vier Kerpener Gemeinden feiern gemeinsam
Seit einigen Jahren ist es gute Tradition, dass alle vier Kerpener Gemeinden den Gottesdienst an Christi Himmelfahrt miteinander feiern. Am Donnerstag, 9. Mai, 10.30 Uhr, findet dieser fröhliche und familienfreundliche Gottesdienst mit Pfarrer Hendrik Schnabel und Pfarrer Jens Greve in der Evangelischen Kirchengemeinde Sindorf vor der Christus-Kirche, Carl-Schurz-Straße 2, statt. Im Anschluss an den Gottesdienst sind alle zu einem gemütlichen Beisammensein bei Kölsch und Grillwürstchen eingeladen. Bei Regen wird der Gottesdienst in die Kirche verlegt.
www.evangelisch-in-sindorf.de

09.05.2024, 11:00
Evangelische Kirchengemeinde Pulheim
Kreuzkirche Stommeln, Paul-Schneider-Straße 2, 50259 Pulheim
Gottesdienst mit Abendmahl
Pfarrer Meiling

09.05.2024, 11:00
Evangelische Kirchengemeinde Wesseling
Apostelkirche, Antoniusstraße 8, 50389 Wesseling
Open-Air-Gottesdienst an Christi Himmelfahrt
An Christi Himmelfahrt, Donnerstag, 9. Mai, 11 Uhr, feiert die Evangelische Kirchengemeinde Wesseling einen Open-Air-Gottesdienst mit Pfarrerin Verena Miehe vor der Apostelkirche, Antoniusstraße 8. Nach dem Gottesdienst sind alle eingeladen, bei einem Imbiss zusammenzubleiben und miteinander ins Gespräch zu kommen.
www.evangelisch-wesseling.de

09.05.2024, 11:00
Evangelische Kirchengemeinde Hürth
Martin-Luther-Kirche in Hürth-Gleuel, Am Hofacker 41, 50354 Hürth
Himmelfahrtsgottesdienst mit Taufen
Pfarrerin Mareike Maeggi, Kantorin Denise Seidel und Posaunenchor

09.05.2024, 11:00
Evangelische Kirchengemeinde Lechenich
Kirche der Versöhnung Lechenich, An der Vogelrute 8, 50374 Erftstadt
Gottesdienst mit Posaunenchor
Pfarrerin Friederike Schädlich

09.05.2024, 11:30
Evangelische Kirchengemeinde Brühl
Andreaskirche, Andreaskirchplatz 1, 50321 Brühl
Picknick an Christi Himmelfahrt
Posaunenchor sorgt für die musikalische Gestaltung
Am Tag der Himmelfahrt Christi, Donnerstag, 9. Mai, 11.30 Uhr, feiert die Evangelische Kirchengemeinde Brühl einen Gottesdienst unter freiem Himmel im Garten hinter der Andreaskirche, Andreaskirchplatz 3. Mit dabei ist der Posaunenchor der Kirchengemeinde. Im Anschluss an den Gottesdienst findet ein Potluck-Picknick statt: Jeder bringt etwas mit, das für zwei weitere Personen reicht. Die Getränke werden gestellt. Wer nichts mitbringen kann, ist trotzdem herzlich willkommen. Bei ganz schlechtem Wetter wird die Himmelfahrtsfeier in die Kirche verlegt.
www.kirche-bruehl.de

09.05.2024, 15:00
Evangelische Christusgemeinde an der Glessener Höhe
Zur Glessener Höhe, 50129 Bergheim
Ökumenischer Gang zum Gipfelkreuz auf der Glessener Höhe mit Andacht
Treffpunkt ist der Sportplatz in Glessen
An Christi Himmelfahrt, Donnerstag, 9. Mai, 15 Uhr, feiert die Evangelische Christusgemeinde an der Glessener Höhe am Gipfelkreuz auf der Glessener Höhe eine ökumenische Andacht. Wer Lust hat, läuft gemeinsam zum Gipfelkreuz. Treffpunkt ist um 14 Uhr der Sportplatz, Zur Glessener Höhe, in Glessen. Auch Christinnen und Christen aus Niederaußem und Königsdorf sind mit dabei. Der katholische Pfarrgemeinderat sorgt für Tische und Bänke. Thematisch geht es um die Beziehung von Mensch und Tier. Gerne dürfen Tiere mitgebracht werden. Wer möchte, darf etwas zu seinem Tier und der besonderen Beziehung sagen. Gestaltet wird die Andacht von Pfarrer Thorsten Schmitt und Pfarrer Achim Brennecke, Dechant des katholischen Seelsorgebereichs Bergheim Ost.
www.evangelische-christusgemeinde.de

09.05.2024, 18:00
Evangelische Friedenskirchengemeinde in Erftstadt
Friedenskirche, Schlunkweg 50, 50374 Erftstadt
Gottesdienst mit Abendmahl

RHEINISCH BERGISCHER KREIS

09.05.2024, 10:30
Evangelische Kirchengemeinde Altenberg/Schildgen
Unterscheider Wald, 51467 Bergisch Gladbach
Open-Air-Tauffest im Wald
Evangelische Kirchengemeinde Altenberg/Schildgen lädt ein
Was im letzten Jahr in guter Erinnerung geblieben ist, soll in diesem Jahr wiederholt werden: Die Evangelische Kirchengemeinde Altenberg/Schildgen lädt am Donnerstag, 9. Mai, zu einem Open-Air-Gottesdienst mit vielen Taufen in den Unterscheider Wald ein. Für die musikalische Gestaltung sorgt der Posaunenchor unter der Leitung von Gerhard Heywang. Im Anschluss an den Gottesdienst im „maiengrünen“ Wald sind alle zu einem gemeinsamen Picknick mit Mitbringbüfett. Wer sein Kind oder sich selber zur Taufe anmelden möchte, kann Kontakt per E-Mail an eva.manderl@ekir.de aufnehmen.
www.andreaskirche-schildgen.de

09.05.2024, 09:30
Evangelische Kirchengemeinde Bergisch Gladbach
Kirche Zum Frieden Gottes, Martin-Luther-Straße 13, 51469 Bergisch Gladbach
Kerzenkranz-Andacht

09.05.2024, 10:00
Evangelische Kirchengemeinde Delling
Christuskirche Biesfeld, Im Binsenfeld, 51515 Kürten
Gottesdienst an Christi Himmelfahrt mit Konfirmationen

09.05.2024, 10:00
Evangelische Kirchengemeinde Delling
Evangelische Kirche Delling, Delling 8, 51515 Kürten
Gottesdienst

09.05.2024, 10:00
Evangelische Kirchengemeinde Bergisch Gladbach
Kirche zum Heilsbrunnen, Im Kleefeld 23, 51467 Bergisch Gladbach
Predigtgottesdienst

09.05.2024, 11:00
Evangelische Kirchengemeinde Bergisch Gladbach
Gnadenkirche, Hauptstraße 256, 51465 Bergisch Gladbach
Himmelfahrt: Abendmahls-Gottesdienst

09.05.2024, 11:00
Evangelische Gemeinde Volberg-Forsbach-Rösrath
Franziskaschacht, Am Förderturm, 51503 Rösrath
Gottesdienst im Grünen mit Taufen
Gemeinsame Wanderung zum Franziskaschacht
Die Evangelische Gemeinde Volberg-Forsbach-Rösrath lädt am Donnerstag, 9. Mai, 11 Uhr, zu einem Open-Air-Familiengottesdienst am Franziskaschacht in Rösrath. Musikalisch gestaltet wird der Gottesdienst zu Christi Himmelfahrt von Holger Twittenhoff (Posaune) und Gästen. Pfarrer Rusch und Pfarrerin Brill-Pflümer gestalten die Liturgie. Wer möchte, beginnt den Tag um 10 Uhr mit einer gemeinsamen Wanderung zum ehemaligen Förderturm ab der Volberger Kirche, Volberg 1. Im Anschluss an den Gottesdienst mit Taufen gibt es für alle einen herzhaften Eintopf.
www.evkirche-roesrath.de

09.05.2024, 11:00
Evangelische Kirchengemeinde Delling
Versöhnungskirche Bechen, St. Antoniusweg, 51515 Kürten
Gottesdienst

09.05.2024, 11:00
Evangelische Kirchengemeinde Bensberg
Dorfplatz Moitzfeld, Rotdornweg 13, 51429 Bergisch Gladbach
Familiengottesdienst an Christi Himmelfahrt
„Der Himmel bist Du“
Diakon Rainer Beerhenke von der Evangelischen Kirchengemeinde Bensberg lädt am Donnerstag, 9. Mai, 11 Uhr, zu einem Open-Air-Familiengottesdienst an Christi Himmelfahrt auf den Marktplatz in Moitzfeld ein. Für das leibliche Wohl sorgen ein „Cappuccino-Mobil“ und ein „BBQ“.
www.kirche-bensberg.de

09.05.2024, 11:30
Evangelische Gemeinde Volberg-Forsbach-Rösrath
Stephanuskapelle, Pestalozziweg 77, 51503 Rösrath
Open-Air-Gottesdienst
Tradition in Stephansheide wird fortgeführt
Am Donnerstag, 9. Mai, dem Himmelfahrtstag, feiert die Evangelische Gemeinde Volberg-Forsbach-Rösrath einen Open-Air-Gottesdienst in Stephansheide in der Stephanuskapelle, Pestalozziweg 77, der um 11.30 Uhr beginnt. Der Gottesdienst wird mit vorbereitet von Kindern und Jugendlichen aus Stephansheide. Die Liturgie gestaltet Pfarrer Armin Kopper. Im Anschluss an den Gottesdienst können die Besucherinnen und Besucher das Gelände mit seinen unterschiedlichen Attraktionen und kulinarischen Angeboten erkunden. Stephansheide ist ein Standort der Diakonie Michaelshoven. Hier leben Kinder und Jugendliche, die aus unterschiedlichen Gründen nicht mehr bei ihren Eltern leben können.
www.evkirche-roesrath.de

09.05.2024, 14:00
Evangelische Kirchengemeinde Altenberg/Schildgen
Altenberger Dom, Eugen-Heinen-Platz 2, 51519 Odenthal
Konfirmationsgottesdienst an Christi Himmelfahrt mit dem Gospelchor Altenberg
„You’ll never walk alone“

Unter dem Motto „You’ll never walk alone“ findet in diesem Jahr die Konfirmation im Altenberger Dom, Eugen-Heinen-Platz 2, am Donnerstag, 9. Mai, 14 Uhr, statt. Musikalisch wird der Gottesdienst vom Gospelchor Altenberg unter der Leitung von Michael Kristahn gestaltet. Pfarrerin Claudia Posche und Diakonin Sabine Gresser-Ritter gestalten die Liturgie.

Text: APK
Foto(s): APK

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„RealAtionship – reale Beziehungen“: Beim ersten Kölner KonfiCamp Gemeinschaft erleben und Freundschaften knüpfen

Das KonfiCamp vom 9. bis 12. Mai in Wegberg ist eine Veranstaltung von Kirchengemeinden aus den Kirchenkreisen Köln-Mitte, Köln-Nord und Köln-Rechtsrheinisch und findet zum ersten Mal in dieser Form statt. Das Steuerungsteam – bestehend aus der Jugendleiterin Ina Fimpeler, Nina Paganotto, Jugendreferentin beim Evangelischen Jugendreferat Köln und Region, und Pfarrer Christoph Rollbühler – spricht über das Leitthema „RealAtionship – reale Beziehungen“, die Gestaltung des Programms, die Förderung des Gemeinschaftsgefühls unter den Jugendlichen und die Herausforderungen bei der Organisation des Events:

Was war die Inspiration und Idee hinter dem KonfiCamp?

Die Zusammenarbeit über die Kirchtürme hinaus wird unsere Zukunft sein. Nach dem Tauffest und der PopUp-Hochzeit soll nun das 1. Kölner KonfiCamp diese Zusammenarbeit stärken. Kontakte über Kirchenkreisgrenzen hinaus ermöglichen: Wir wollen ein Gefühl von großer evangelischer Gemeinschaft für Jugendliche erlebbar machen. Die Kirchenmitgliedschaftsuntersuchung 2023 zeigt uns, wie sehr Erfahrungen aus der Konfizeit mit positiven Erlebnissen verknüpft werden. Hier lohnt es sich jetzt und zukünftig Energie hineinzugeben. In der Organisation eines solchen Großevents lernen wir alle voneinander – und wir inspirieren einander. Wir tauschen Methoden und Ideen aus: Die einen sind sehr gut darin, an alles zu denken, was wir brauchen, die anderen können fantastisch inhaltliche Konzepte aufs Papier bringen. Es braucht alle Begabungen und Kompetenzen. Ein Anliegen ist aber auch: Die Ressourcen auf allen Ebenen (Personal, Geld, Zeit) werden knapper. Es ist wichtig, dass wir langfristig über Gemeindekonzepte nachdenken. Das geht am besten, wenn man schon mal vormacht, wie es gehen kann.

Mit „RealAtionship – reale Beziehungen“ als Leitthema: Was genau können die Jugendlichen in Bezug auf Freundschaft und Beziehungen erwarten?

„Alles wirkliche Leben ist Begegnung“: Das weiß nicht nur der Religionsphilosoph Martin Buber. Wenn wir die Konfis fragen, was wichtig im Leben ist, dann sind es neben der Familie immer die Freunde. Uns geht es inhaltlich darum, hier anzuknüpfen. Und es gibt nicht nur die Beziehungen zu Familie und Freunden. In einem besonderen Alter verändert sich auch die Beziehung, die die Jugendlichen zu sich selbst haben: Pubertät nennt sich diese Zeit. Die Beziehung zu Gott „strickt“ sich auch besonders in diesem Alter grundlegend neu. Alles hängt miteinander zusammen: Ich – du – wir – Gott. Das sind die Themen der Workshops. Sie bieten unterschiedliche Erfahrungen durch kreative, spirituelle, spielerische Impulse mit anderen Jugendlichen.

Wie wird die Gestaltung des Programms aussehen, damit die verschiedenen Interessen und Hintergründe der Konfirmanden berücksichtigt werden?

Wir bieten ein vielfältiges Programm auf dem KonfiCamp an, zum Beispiel wird es dort die Möglichkeit geben, sich sportlich am Menschenkicker, beim Federballspiel und Wikinger-Schach oder mit Frisbees auszutoben sowie an einem Singangebot in der Kapelle teilzunehmen. Jugendliche, die sich für Erste-Hilfe-Maßnahmen interessieren, können praktisch üben. Es gibt auch kreative und künstlerische Bastelaktivitäten und ein Bistro mit Chillout-Area. Das KonfiCamp bietet die Möglichkeit, sowohl in der Natur zu zelten als auch im Haus zu schlafen. Jeden Abend bieten wir etwas anderes an, unter anderem ein großes Bandfestival mit tollen Bands. Die Band „October Red“ reist extra aus Kroatien an. Es gibt Angebote in der großen Gemeinschaft, die Gemeinden werden aber auch zu bestimmten Zeiten für sich sein.

Das KonfiCamp legt einen starken Fokus auf Gemeinschaft und Zusammenhalt. Wie fördern Sie das Gemeinschaftsgefühl unter den Jugendlichen?

Das gesamte Camp ist darauf ausgelegt, dass man sich als eine Gemeinschaft wahrnehmen kann. So treffen wir uns zum Beispiel morgens und abends vor der großen Bühne zu Impulsen, die thematisch zum Tag passen. Außerdem haben wir eine eigene KonfiCamp-Band. Mit anderen Worten: Wir werden alle zusammen ganz viel singen. Wir freuen uns schon sehr auf den Trubel, das Lachen, das Gewusel und auch die stillen Einheiten von mehr als 200 Jugendlichen.

Welche Herausforderungen gab es bei der Organisation dieses großen Events und wie wurden diese bewältigt?

Ein erfolgreiches Event erfordert eine sorgfältige Planung, koordinierte Absprachen und das Zusammenspiel eines multiprofessionellen Teams, das sich in einem gemeinsamen Aushandlungsprozess auf den Weg begibt. Beim KonfiCamp 2024 war dies nicht anders. Hier trafen sich engagierte Köpfe aus verschiedenen Bereichen, um gemeinsam ein unvergessliches Erlebnis zu schaffen. Es braucht alle! Herausfordernd war sicher die Finanzierung. Es ist wirklich toll, wie die Kirchenkreise hier finanziell unterstützen. Wir freuen uns sehr über die großzügige Spende der ASG. Und auch die Eltern spendeten. Es sind aber nicht nur die Finanzen, die stimmen müssen. Die ganze Idee muss getragen sein und das wird sie durch die Gemeinden, das Jugendreferat und viele Menschen, die ihre Arbeitszeit und ihre Kreativität investieren. Neben der finanziellen Unterstützung stellte auch die Vielfalt des Planungsteams eine Herausforderung dar. Hier trafen unterschiedliche Konzepte der Konfiarbeit und Herangehensweisen aufeinander. Doch genau diese Diversität erwies sich letztendlich als Bereicherung für das KonfiCamp und die beteiligten Gemeinden. Durch den offenen Austausch und die Zusammenarbeit konnte das KonfiCamp in seiner Gesamtheit profitieren und neue Impulse setzen. Die Spannung steigt. Wir freuen uns auf ein großartiges KonfiCamp!

Text: Frauke Komander/APK
Foto(s): KonfiCamp

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„Alles, was Ihr tut, geschehe in Liebe“: Gottesdienst und Jahresempfang in Bergisch-Gladbach

Viele Gemeindemitglieder und auch viele Gäste waren in der Heilig-Geist-Kirche in Bergisch Gladbach versammelt, als der imposante Chor sich vor der Gemeinde aufstellte und den Gottesdienst mit einem eingängigen Gesangsstück eröffnete. Pfarrer Carsten Bierei begrüßte anschließend alle Gäste auch aus der katholischen Kirche und freute sich besonders, mit Pfarrer Rainer Fischer, evangelischer Seelsorger am EVK, den Gottesdienst zu gestalten. Als Gastprediger war Pfarrer Dr. Michael Haarmann, Leiter der Evangelischen Hauptstelle der Familien- und Lebensberatung im Rheinland, mit dabei. Ein besonderer Dank galt den Chören der evangelischen Kirchengemeinde Bergisch Gladbach unter der Leitung von Joanna Lenk und Dr. Norbert Bolin.

Was ist uns verloren gegangen?

„Wir haben die schnellsten Verbindungswege unserer Zeit, aber die Einsamkeit nimmt zu. Wir haben beste technische Möglichkeiten, aber immer weniger Zeit. Wir wissen immer mehr über Kommunikation, verstehen uns aber immer weniger.“ Pfarrer Fischer stellte die Frage: „Was ist und verloren gegangen? Barmherzigkeit und Solidarität nehmen immer weiter ab.“

„Ich teile diese Sorgen“, stimmte Pfarrer Bierei zu. „Heute sind allerdings wohl ausnahmslos Menschen versammelt, die diese Sorgen auch teilen. Ihnen wollen wir Mut machen.“ Dazu diene die Jahreslosung der Kirche, die auch diesen Gottesdienst bestimmt: „Alles, was Ihr tut, geschehe in Liebe.“  Das wurde auch im Psalmgebet berücksichtigt: „Vieles, was wir tun, geschieht nicht in Liebe, wir werden selbstgerecht. Wir bitten Gott, dass dieser Gottesdienst ein Fest der erneuerten Liebe wird.“

Auch die Lesung befasste sich mit dem Thema Liebe und nahm Bezug auf den ersten Korintherbrief. „Ohne Liebe bin ich nichts, egal was ich tue, ohne Liebe hat alles keinen Sinn. Die Liebe ist zuverlässig, will nicht beherrschen, ist nicht egoistisch, sie freut sich mit anderen an der Wahrheit. Die Liebe gibt niemals auf. Als Kind redete und dachte ich wie ein Kind. Als Erwachsener ließ ich das zurück.“

Alles tun mit Liebe – ist das zu viel?

„Wir blicken gerade in Abgründe, wir erleben Umbrüche und Abbrüche – wie passt das zur Jahreslosung?“ Pfarrer Haarmann kam gleich zur Sache, als er die sexuelle Gewalt in der Kirche ansprach. „Das ist eine menschliche und theologische Katastrophe, das widerspricht allem, was mit Liebe zu tun hat.“ Liebe sei in erster Linie Beziehungsfähigkeit, kein Gefühl. Damit interpretiert er den Korintherbrief von Paulus: „Paulus geht es nicht um jedes einzelne Tun, sondern um die Grundlage.“ Die Liebe solle die Grundlage für all mein Tun sein. Paulus habe gegen die Lieblosigkeit zu seiner Zeit angeschrieben, die Reichen hätten geschlemmt, die Armen seien hungrig geblieben. „Menschen sollen ausgegrenzt werden, es wird ein Gegeneinander aufgebaut.“ Die Kirche sei weit vom Ziel des Paulus entfernt. „In den aktuellen Krisen erleben wir unsere Ohnmacht. Das Geschehen ist weit entfernt, aber es erschüttert uns zutiefst.“ Darauf gebe es keine einfache Antwort. „Als Christen müssen wir sagen, was unsere Kraftquelle ist. Als Beispiel kann man Ostern sehen: Karfreitag scheint die Gewalt zu siegen, Ostern wendet Gott die Geschichte, Gottes Liebe siegt über die Gewalt.“ Paulus mahne uns alle zur Wachsamkeit: „Gebt die Welt nicht auf. Haltet fest an Gottes Liebe. Wir übertragen Paulus mit unserer Jahreslosung in unsere Zeit.“

Nach einem Abschlussgebet leitete der Chor zum Segen über, bevor man sich im Foyer zum Jahresempfang traf und viele Gedanken aus diesem Gottesdienst aufnahm, um sich auszutauschen.

Text: Dr. Klemens Surmann
Foto(s): Dr. Klemens Surmann

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Der Tag des Babys: Kurse der fbs bieten Elternsupport und Austausch

Heute ist der Tag des Babys: Heute sollten alle Babys unabhängig von ihrem Geburtstag gefeiert werden! Obwohl das Leben mit einem Baby wunderschön und erfüllend sein kann, ist die erste Zeit für viele Eltern auch herausfordernd: Sie können sich alleine gelassen fühlen und sich nach Unterstützung und Austausch sehnen. Die fbs Evangelische Familienbildungsstätte erkennt diese Bedürfnisse und bietet eine Vielzahl von Kursen und Veranstaltungen an, um Eltern bei der Elternschaft zu unterstützen. Von Babymassagen über interaktive Vorträge zur Elternschaft bis hin zu Online-Infoabenden zur Kommunikation mit Babys werden verschiedene Kurse angeboten, die Eltern helfen, sich besser auf ihre Kinder einzustellen und sich mit anderen Eltern auszutauschen. Zudem werden auch Kurse zur Ersten Hilfe bei Säuglingen und Kleinkindern angeboten, damit Eltern die nötigen Fertigkeiten erhalten, um in Notfällen richtig handeln zu können. Die fbs ist eine verlässliche Anlaufstelle für Eltern, um Hilfe und Anleitung zu erhalten und sich mit anderen in ähnlichen Lebenssituationen zu verbinden.

Babymassage (Kinder geboren Mitte Februar bis Mitte April 2024)

Ein guter Start für die Babymassage ist zwischen der 4. und 16. Lebenswoche. Aber auch darüber hinaus ist ein Start jederzeit möglich, bis die Kinder sich drehen können. Der Kurs findet ab dem 23. Mai 2024 von 9:30 bis 11:00 Uhr statt und umfasst insgesamt 5 Einheiten à 2 Stunden. Babys haben ein Urbedürfnis nach Wärme, Berührung und Zärtlichkeit. Die Babymassage ist eine wundervolle Möglichkeit, die Bedürfnisse von Babys nach Wärme, Berührung und Zärtlichkeit zu erfüllen. Liebevolle Massagen und Streicheleinheiten können das Vertrauen der Babys stärken, ihre Sinne anregen und ihre Entwicklung unterstützen. Die qualifizierte Kursleiterin wird zu Beginn des Kurses zeigen, wie die Signale des Babys am besten über die Haut bei der Massage wahrgenommen werden können. Im weiteren Verlauf des Kurses werden neben der Massage auch Bewegungsanregungen, Spiele und Gespräche eine Rolle spielen. In einer angenehmen und entspannten Atmosphäre erhält man zudem hilfreiche Anregungen für den Familienalltag mit dem Baby. Die Kursgebühr beträgt 43 Euro.

Als Eltern gut genug sein

Unter dem Namen „Als Eltern gut genug sein“ bietet die fbs Evangelische Familienbildungsstätte einen interaktiven Vortrag an, der Eltern dabei unterstützt, sich mit wichtigen Fragen rund um das Elternsein auseinanderzusetzen. Der Kurs läuft am 14. Mai 2024 von 20 bis 22:15 Uhr. Als Eltern steht man manchmal vor Herausforderungen, über die man sich im Vorfeld wenig Gedanken gemacht hat. Wie wollen wir unsere Familie leben? Welche Werte sind uns wichtig? Welcher Erziehungsstil passt am besten zu uns? In dem Vortrag der fbs wird die beziehungsorientierte Begleitung als ein Weg für eine positive Elternschaft hervorgehoben, der zunehmend an Bedeutung gewinnt. Der Abend bietet den Eltern die Möglichkeit, gemeinsam über viele Fragen zu diskutieren und nach Antworten zu suchen. Was braucht es, um gute Eltern zu sein? Was ist das Beste für unsere eigenen Kinder? Welche Stolperfallen können uns begegnen? Wie finden wir unseren ganz persönlichen Weg als Eltern? Die Kosten betragen 10 Euro.

Online-Infoabend „Mit Babys kommunzieren“

In dem Online-Infoabend „Mit Babys kommunizieren“ am Mittwoch, 15. Mai 2024, von 17.30 und 19.45 Uhr werden Interessierte in einfache Kommunikationsformen mit den Kleinsten eingeführt – und wie man diese im Alltag erfolgreich anwenden kann. Über das richtige Deuten erster Laute bis hin zu Babyzeichen-Sprache, auch bekannt als „Babygebärden- oder „Zwergensprache“, lernen die Teilnehmenden einfache Handzeichen, um mit Babys zu kommunizieren, bevor sie sprechen können. Dabei wird ausreichend Zeit für Fragen eingeräumt. Die Kosten betragen 10 Euro.

Erste Hilfe bei Säuglingen und Kleinkindern

In dem Kurs „Erste Hilfe bei Säuglingen und Kleinkindern“ können Teilnehmende lernen, wie sie in Notfallsituationen schnell handeln und ihrem Kind sofortige Hilfe leisten können, um negative gesundheitliche Konsequenzen zu vermeiden. Der Kurs läuft am Samstag, 15. Juni 2024, von 10 bis 16 Uhr. Notfallsituationen können verschiedene akute Erkrankungen, wie beispielsweise Fieberkrämpfe, Pseudokrupp oder Hirnhautentzündungen, umfassen. Leider passieren auch Bagatellverletzungen oder Unfälle mit potenziell lebensbedrohlichen Folgen trotz aller Vorsicht immer wieder. Durch fundiertes Hintergrundwissen und praktische Übungen an naturgetreuen Säuglings- und Kleinkindpuppen werden die Teilnehmer in die Lage versetzt, angemessen und schnell zu reagieren. Dieser Kurs richtet sich an Erwachsene, die lernen möchten, wie sie in solchen Situationen richtig handeln können. Die Teilnahme vermittelt Sicherheit und das Wissen, das man braucht, um schnell und effektiv zu handeln. Die Kursgebühr beträgt 38 Euro.

Träger der fbs ist der Verein „Familienbildung im Evangelischen Kirchenverband Köln und Region e.V.“ Das neue Kursprogramm der fbs für das 2. Halbjahr geht am 6. Juni online. Ab dann können die Kurse bis 31. Dezember 2024 gebucht werden.

Text: Frauke Komander/APK
Foto(s): Frauke Komander/APK

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Unsere Wochentipps: Motorrad-Gospel-Gottesdienst und „Quatuor Bozzini“ in der Trinitatiskirche

Heute macht der Tag der Arbeit auf soziale Gerechtigkeit, bessere Arbeitsbedingungen und faire Löhne aufmerksam: Ein freier Tag, der die Möglichkeit gibt, sich zu erholen, zu feiern und sich für seine Rechte und Interessen einzusetzen. Passend dazu gibt’s heute unsere Wochentipps: Die Evangelische Kirchengemeinde Ehrenfeld präsentiert am Freitag Blues- und Popmusik mit der Band Crossroad, während die Evangelische Kirchengemeinde Köln-Bayenthal eine musikalische Andacht als Abschluss des Kinderchortags des Kirchenkreises Köln-Süd anbietet. Die Evangelische Gemeinde Volberg-Forsbach-Rösrath veranstaltet einen Motorrad-Gospel-Gottesdienst. Der reger chor köln gibt ein Benefizkonzert in der Trinitatiskirche zu Gunsten der Initiative „Kinder krebskranker Eltern“. In der Stephanuskirche lädt die Evangelische Kirchengemeinde Köln Niehl-Riehl zu einer offenen Gesprächsreihe über das Leben ein. Zudem steht ein Konzert des Streichquartetts Quatuor Bozzini im Rahmen des Acht-Brücken-Musikfestivals in der Trinitatiskirche auf dem Programm.

03.05.2024, 19:00
Evangelische Kirchengemeinde Ehrenfeld
Friedenskirche, Rothehausstraße 54a, 50823 Köln
Crossroads: Hermann Hesse und der „liebe Gott“
Reihe KunstSpuren in der Friedenskirche
Reichlich Blues- und Popmusik mit der Band Crossroad und dazu kurze Texte von Pfarrer i.R. Siegfried Kuttner sind am Freitag, 3. Mai, 19 Uhr, in der Friedenskirche, Rothehausstraße 54a, zu hören. Das Programm heißt Hermann Hesse und der „liebe Gott“. Religion spielte für den Dichter von „Steppenwolf“ und „Siddhartha“ eine große Rolle. Hermann Hesse glaubte an einen Gott, der sich im Leben selbst zeigt und der dem Leben Tiefe und Kraft gibt. Der Eintritt ist frei, Spenden sind erwünscht.
www.evangelisch-ehrenfeld.de

04.05.2024, 17:00
Evangelische Kirchengemeinde Köln-Bayenthal
Reformationskirche, Mehlemer Straße 29, 50968 Köln
Abschluss des Kinderchortags des Kirchenkreises Köln-Süd
Musikalische Andacht in Bayenthal
Zum Abschluss des Kinderchortags des Evangelischen Kirchenkreises Köln-Süd am Samstag, 4. Mai, 17 Uhr, findet in der Reformationskirche, Mehlemer Straße 29, eine musikalische Andacht statt. Die Kinder lassen darin ihre gelernten Lieder erklingen. Außerdem wirken mit: Marc-Robin Bischoff, Ruth Dobernecker, Samuel Dobernecker, Tina Jacobs, Denise Seidel sowie Barbara Bannasch.
www.kirche-bayenthal.de

05.05.2024, 10:30
Evangelische Gemeinde Volberg-Forsbach-Rösrath
Volberger Kirche, Volberg 1, 51503 Rösrath
Motorrad-Gospel-Gottesdienst
Anschließend Mittagessen und Ausfahrt durchs Bergische
Am Sonntag, 5. Mai, 10.30 Uhr, findet in der Volberger Kirche gefeiert, Volberg 1, der 17. Motorrad-Gospel-Gottesdienst (MoGoGo) statt. In diesem Jahr wird der MoGoGo von den Evangelischen Kirchengemeinden Rösrath und Delling organisiert. Pfarrer Ralph Knapp wird den Gottesdienst mitgestalten. Ziel der anschließenden Ausfahrt ist die Evangelische Kirchengemeinde Delling, Delling 16. Dort wird es gegen 13 Uhr ein zünftiges Mittagessen geben. Zum Gottesdienst und dem anschließenden Mittagessen in Delling sind alle eingeladen. Auch Menschen, die ohne Motorrad unterwegs sind. Für die etwa 120 Kilometer lange Rundtour durchs Bergische Land sollten die Mopeds mindestens 125 ccm haben. Um Anmeldung per E-Mail an mogogo-roesrath@web.de wird gebeten.

05.05.2024, 17:00
Trinitatiskirche
Trinitatiskirche, Filzengraben 4, 50676 Köln
Benefizkonzert des reger chor köln
Musik für Chor und Orgel
Seit vielen Jahren engagiert sich der reger chor köln in Form von Benefizkonzerten gemeinsam mit der Kölner Universitätsklinik für die Initiative „Kinder krebskranker Eltern“ des Vereins LebensWert. Im diesjährigen Konzert in der Trinitatiskirche, Filzengraben 4, am Sonntag, 5. Mai, 17 Uhr, erklingen unter der Leitung von Wolf-Rüdiger Spieler Werke für Chor und Orgel aus verschiedenen Jahrhunderten. Dazu gehört auch die Motette „Jesu meine Freude“ von Johann Sebastian Bach sowie Chorwerke der Romantik und Spätromantik. Der Eintritt kostet 20 Euro. Karten gibt es im Vorverkauf per E-Mail an kinder-krebskranker-eltern@uk-koeln.de oder unter Telefon 0221/478-97188.
www.trinitatiskirche-koeln.de

07.05.2024, 18:30
Evangelische Kirchengemeinde Köln Niehl-Riehl
Großer Gemeinderaum der Stephanuskirche, Brehmstraße 4-6, 50735 Köln
„Spring of Optimism“
Offene Gesprächsreihe über das Leben
In Anlehnung an den englischen Ausdruck „Spirit of Optimism“ (übersetzt Aufbruchstimmung), lädt Pfarrerin Grit de Boer zu einer weiteren Gesprächsreihe im Mai ein. Zu diesen offenen Gesprächsabenden sind alle eingeladen, die gerne mit anderen laut darüber nachdenken mögen, was man zum Leben braucht und was im Leben stärkt und trägt. Bei Laugengebäck und einem Glas Wein können die Themen der Gesprächsrunde noch vertieft werden. Die nächsten Treffen im großen Gemeinderaum der Stephanuskirche, Brehmstraße 4-6, finden jeweils dienstags am 7., 14., 21. und 28. Mai, statt.
www.ev-kirche-niehl-riehl.de

07.05.2024, 20:00
Trinitatiskirche
Trinitatiskirche, Filzengraben 4, 50676 Köln
„Quatuor Bozzini“ in der Trinitatiskirche
Konzert im Rahmen des Acht-Brücken-Musikfestivals
Das in Montreal beheimatete Streichquartett Quatuor Bozzini gibt sein Debüt beim Musikfestival „ACHT BRÜCKEN – Musik für Köln“ am Dienstag, 7. Mai, 20 Uhr, in der Trinitatiskirche, Filzengraben 4. Das Festival widmet sich der Musik der Moderne und findet von Samstag bis Sonntag, 4. bis 12. Mai, an verschiedenen Orten in Köln statt. Auf dem Programm steht Sarah Davachis (*1987) Long Gradus, das Werk wurde von dem Quartett bei der 1987 in Kanada geborenen Komponistin in Auftrag gegeben hat. Das Werk kann variabel gespielt werden und so eine Länge zwischen 20 und 70 Minuten erreichen. Auch die litauische Komponistin Egidja Medeksaite (*1979) hat ihr Werk Megh Malhar für das Bozzini Quartett komponiert. Das letzte Werk des 2006 verstorbenen amerikanischen Komponisten James Tenney beschreibt mit seinem Titel Arbor Vita einen Baum als zentrale Metapher für die harmonische Struktur der Komposition. Eine deutsche Erstaufführung eines Werkes der kanadischen Komponistin Bekah Simms (*1990) rundet das Programm des Konzertes ab. Das Ensemble mit Clemens Merkel (Violine), Alissa Cheung (Violine), Stéphanie Bozzini (Viola), Isabelle Bozzini (Violoncello) ist eines der wagemutigsten Streichquartette auf dem Gebiet der zeitgenössischen und experimentellen Musik. Der Eintritt kostet 25 Euro. Tickets gibt es unter www.achtbruecken.de
www.achtbruecken.de

Text: Frauke Komander/APK
Foto(s): Frauke Komander/APK

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„Einsamkeit macht messbar krank“: Professorin Dr. Susanne Bücker im Haus der Evangelischen Kirche

Stadtsuperintendent Bernhard Seiger begrüßte die Teilnehmer und Teilnehmerinnen zum Auftakt des Symposiums „Einsamkeit in der Stadtgesellschaft – alles nur Privatsache“ im Haus der Evangelischen Kirche. Das Symposium organisiert hatten der Förderverein der Evangelischen Telefonseelsorge Köln und die Melanchthon-Akademie.

Einsamkeit in der Stadtgesellschaft: „Die Telefonseelsorge weiß um die einsamen Stunden vor allem an Feiertagen“, sagte Seiger. Das Thema sei ihm vor allem bei Hausbesuchen im geschützten Raum begegnet. Einsamkeit müsse man in ihrer soziologischen, politischen und theologischen Dimension betrachten. Der Stadtsuperintendent erinnerte an das Motto der Fastenaktion „7 Wochen ohne“. Das lautete: „Komm rüber. Sieben Wochen ohne Alleingänge“.

Jeder fünfte Jugendliche und junge Erwachsene fühlt sich einsam

Im November sei eine Einsamkeitsstudie veröffentlicht worden. Jeder fünfte Jugendliche und junge Erwachsene habe angegeben, sich einsam zu fühlen. „Die Kommunikation hat sich verändert“, so Seiger. Auf vielen Social Media-Kanälen werde nur das Schöne gezeigt, Einsamkeit komme dort nicht vor. „Traurigkeit gehört zum Leben wie Glück und Liebe.“ Der Einsamkeit entgegenwirken werde man mit einer Umplanung des Campus Kartause. Statt in Einzelzimmern werden die Studierenden, die dort einmal wohnen, zu zweit in einer Wohnung leben. In Gesprächen mit dem Kölner Studierendenwerk habe man erfahren, dass die Studierenden sich diese Form der Gemeinschaft wünschen.

In Psalm 139 heiße es: „Herr, du durchschaust mich, du kennst mich durch und durch.“ Wer so sprechen könne, sei nicht einsam, erklärte Seiger. Es sei tröstlich, so angenommen zu sein. „Gott ist nichts Menschliches fremd.“ Glaube mache resilient gegen Einsamkeit. Aber auch die Telefonseelsorge sei ein wichtiger Baustein gegen Einsamkeit. Zur Eröffnung des Symposiums war auch Matthias Heidmaier gekommen, Staatssekretär im Landesministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales. „Das Thema ist politisch. Es betrifft Kinder, Jugendliche, Betagte, Alleinerziehende und auch pflegende Angehörige.“

2035 werde es in NRW fünf Millionen Menschen geben, die über 65 Jahre alt sind. Der demografische Wandel werde dafür sorgen, dass Einsamkeit zunehme. Vor allem müsse man darauf achten, dass das Ehrenamt nicht „zum billigen Jakob“ für die Lösung politischer Probleme werde. Zwar stiegen die Ausbildungszahlen im Pflegeberuf leicht an. Aber die Mehrheit der Älteren werde zu Hause gepflegt. In Corona-Zeiten habe man viel Nachbarschaftshilfe erlebt. Die gelte es in Zukunft zu stärken und von Bürokratie zu befreien. Die Babyboomer gingen „topfit“ in Rente. Gleichzeitig verlasse jeder fünfte Jugendliche die Schule ohne Ausbildungsperspektive. Die könnten jemand Älteren als „Paten“ gut gebrauchen. Und der Pate täte etwas gegen Einsamkeit.

Professorin Dr. Susanne Bücker lehrt Entwicklungspsychologie und Pädagogische Psychologie an der Fakultät für Gesundheit, Department für Psychologie und Psychotherapie an der Universität Witten/Herdecke. Sie forscht seit sieben Jahren zum Thema Einsamkeit. Bücker, ganz Wissenschaftlerin, lieferte erst einmal eine Definition: „Einsamkeit ist die wahrgenommene Diskrepanz zwischen den gewünschten und den tatsächlich bestehenden sozialen Beziehungen.“ Die Qualität der Beziehungen sei häufig wichtiger als die Quantität. Sie unterschied zwischen emotionaler Einsamkeit etwa in einer Paarbeziehung, sozialer in einem Netzwerk und kollektiver in einer Gesellschaft, in der man keinen Platz finde.

„Einsamkeit macht messbar krank“

Bücker identifizierte Menschen aus sogenannten vulnerablen Gruppen, die überdurchschnittlich von Einsamkeit betroffen sind: Empfänger von Sozialleistungen und Menschen mit geringem Einkommen, Menschen mit Behinderungen und mit Pflegebedarf, Menschen mit Migrationsgeschichte, Menschen mit psychischen Störungen, junge Eltern und Alleinerziehende sowie pflegende Angehörige. Risikofaktoren seien die Geburt des ersten Kindes, der Eintritt in die Rente und der Tod des Partners. Praktische Auswirkungen auf die Gesundheit der Vereinsamten seien schlechte Ernährung, weniger physische Aktivitäten, schlechter Schlaf, Rauchen und Alkohol sowie fehlende medizinische Betreuung. Dazu erzeuge Einsamkeit Stress, Depressionen und Angstgefühle.

„Einsamkeit macht messbar krank“, resümierte die Professorin. „Einsamkeit ist verbunden mit einem circa 40 Prozent gestiegenen Risiko, an Demenz zu erkranken, unabhängig von sozialer Isolation und genetischen Risikofaktoren.“ Darüber hinaus führe Einsamkeit zur Selbststigmatisierung: „Ich bin nichts wert.“ Dieses Stigma entpuppe sich als Hindernis für die Inanspruchnahme psychosozialer Versorgung. „Wie oft am Tag denken Sie an Ihre Zahngesundheit? Wie oft am Tag denken Sie an Ihre soziale Gesundheit?“, fragte Bücker in die Runde. Im Kampf gegen Einsamkeit forderte sie, Risikofaktoren zu benennen und beispielsweise Armut zu verhindern sowie regelmäßige Check-Ups der sozialen Einbindung etwa durch Hausärzte, Schulen und Pflegekräfte. Die Unterstützung müsse nachhaltig sein, um Rückfällen vorzubeugen. Die Professorin warb für das Kompetenznetz Einsamkeit, das einen wichtigen Beitrag leiste gegen Vereinsamung.

 Evangelische TelefonSeelsorge Köln

Die Evangelische TelefonSeelsorge Köln können Sie unter der Rufnummer 0 800 111 0 111 Tag und Nacht kostenlos anrufen – auch an Wochenenden und Feiertagen. Immer ist dort jemand zu sprechen, eine Mitarbeiterin oder ein Mitarbeiter, die/der erfahren und geschult ist. Alle sind gerne bereit, Ihnen aufmerksames Interesse und Anteilnahme in einem Gespräch entgegenzubringen. Tausende Anrufe erreichen jährlich die Evangelische TelefonSeelsorge Köln, rund 80 ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter engagieren sich hier.

Text: Stefan Rahmann
Foto(s): Stefan Rahmann

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„Meine Zeit liegt in Gottes Händen“ – Präses Latzel beim Jahrestreffen der Gemeinschaft Evangelischer Zisterzienser-Erben

Zu ihrem 30. Jahrestreffen ist die Gemeinschaft Evangelischer Zisterzienser-Erben im Altenberger Dom und den umliegenden Tagungsstätten zusammengekommen. Damit kehrt man nach 2019, dem letzten Treffen dieser Art in Altenberg, an die traditionsreiche Stätte zurück, die bereits 1133 Teil des Zisterzienser-Klosters Altenberg war. Nach einem Begrüßungskaffee und einem Abendessen startete die Tagung mit einem gemeinsamen Gottesdienst und ganz besonderer Chormusik im Altenberger Dom. An den folgenden Tagen konnte man an verschiedenen Vorträgen und Diskussionsrunden teilnehmen.

Zunächst einmal begrüßte die Orgel mit kräftigen Klängen die Gottesdienstteilnehmer im Altenberger Dom. Beeindruckend war die Konsole der Orgel, die mitten im Dom aufgebaut war, sodass man die Organisten Rolf Müller und Andreas Meisner hautnah beobachten konnte.

„Worüber können wir jubeln?“

Pfarrerin Claudia Posche begrüßte neben den Zisterziensern und Gottesdienstbesuchern auch viele Gäste wie den katholischen Pfarrer Thomas Taxacher, den stellvertretenden Bürgermeister Christof Jochum sowie Landrat Stephan Santelmann sowie Pfarrer Dr. Thorsten Latzel, Präses der Evangelischen Kirche im Rheinland: „Jubilate – so ist dieser Sonntag überschrieben, doch worüber können wir jubeln?“ Es gebe den Jubel über den Meistertitel, doch der Blick auf das Weltgeschehen zeige eher das Gegenteil. „Worüber können wir trotzdem jubeln? Schöpfung und Neuschöpfungen sind die Kraft unseres Lebens. Mit Gott können wir immer wieder neu anfangen. Paulus sagt, das Alte ist vergangen, es ist alles neu. Das gilt besonders nach Ostern. Mit Gott kann jeder immer neu anfangen, gerade wenn man ganz unten ist. Mit Gott an unserer Seite verzweifeln wir nicht, mit Gott kann man immer wieder neu jubeln.“

Psalm 66 sage dann auch, lauscht zu Gott, lobsinget Gott und sehet seine Werke. „Gott hält unsere Seele am Leben.“ Die Lesung bezog sich auf Johannes 15: „Christus sagt, ich bin der wahre Weinstock, mein Vater ist der Gärtner. Welche Rebe keine Frucht an mir bringt, nimmt er weg. Ihr müsst an mir bleiben, Ihr seid die Reben, ohne mich könnt ihr nichts tun. Wenn ihr an mir bleibt, werden Eure Bitten erhört.“

Glaube als Trotzkraft gegen Krisen

Eine beeindruckende Leistung bot der Chor der Domkantorei Altenberg.
Eine beeindruckende Leistung bot der Chor der Domkantorei Altenberg.

Pfarrer Dr. Thorsten Latzel, Präses der Evangelischen Kirche im Rheinland, nahm in seiner Predigt auf den Psalm 31 Bezug. „Es gehört zu unserer Zeit, alles ins Kleinste zu zerhäckseln. Gott im Teebeutelformat – das passt in die digitale Zeit. Die Tiefe geht dabei verloren, das ist wie ein Glaube ohne Tiefe.“  Das erinnere an Psalm 31, der voller netter Versatzstücke sei, den Jesus am Kreuz gesprochen habe. Man müsse den Psalm im Zusammenhang sehen. „Hier können wir von der Tradition der Zisterzienser lernen. Gerade in einer Hochschwelligkeit liegt die Bedeutung dieser ihrer Tradition.“

David gehe hier weiter in die Tiefe, er habe sich Gott ganz ergeben. Er vertraue ihm auch seine Angst, seinen Hass an. „In deine Hände befehle ich meinen Geist, ich hasse die Götzen, du kennst die Not meiner Seele. Herr sei mir gnädig, mir ist angst. Meine Kraft ist verfallen, ich bin allen eine Last geworden. Ich hoffe auf dich, errette mich vor meinen Feinden, lass mich nicht zu Schanden werden.“ David betone die Güte Gottes auch gegenüber Feinden.  Er bete weiter: „Du hörtest die Stimme meines Flehens.“ Welche Schlüsse könne man daraus ziehen?

Erstens: „Da betet ein Mensch in tiefster Einsamkeit ganz unten. Er klagt über seine Feinde. Das hören wir nicht gerne. Zorn, Hass und Wut in mir haben aber einen Platz vor Gott. Hatte Jesus auch diesen Teil des Psalms im Sinn? Wir in der Kirche sind schnell bei der Vergebung. Aber Hass und Feindklagen gehören zu mir, genau das gehört vor Gott.“

Zweitens: Die Trotzkraft des Glaubens. „Der Psalm ist voll damit. Ich aber hoffe auf Gott, ich vertraue auf den Herrn.  Ohne Streit und Anfechtung ist Glaube nicht zu haben. Der Glaube ist eine Hoffnung, eine Trotzkraft gegen alle aktuellen Krisen. Glaube braucht Übung.“

Drittens: Die Unverfügbarkeit meines Lebens. „Meine Zeit liegt in Gottes Händen, ich kann nicht bestimmen, wie mein Leben verläuft. Das ist eine Zumutung, ich bin mir selbst entzogen. Ich tue so, als wäre ich meines Lebens Schmied. Doch ein kleiner Herzinfarkt, ein Sturz macht alles zunichte. Wenn ich aber auf deine Gotteshände vertrauen kann, wenn du mich vor meinen Feinden schützt, in deine Hände befehle ich meinen Geist“.

Viertens: Meine Freiheit. „Du stellst meine Füße auf weiten Raum. Damit sind wir hier am Dom angekommen, den die Zisterzienser vor 900 Jahren gebaut haben. Hier spüre ich Freiheit und Weite durch Bindung mit dem Verweis auf die Erhabenheit Gottes. Solche Hoffnungskirchen müssen wir durch die Jahrhunderte pflegen. Hier ist ein Ort heilsamen Widerstandes, ein Ort, wo das Gleichnis der Unsterblichkeit niemals verstummt.“

Abschluss mit einem vierhändigen Orgelstück

Nach einem gemeinsamen Lied wurde in den Fürbitten für Verständigung, den Segen für die Tagung sowie die Erfüllung mit Liebe gebeten.

Zum Abschluss des Gottesdienstes gab es ein ganz besonderes Orgelstück, die Toccata Campanella von Andreas Willscher für vier Hände. Anschließend trafen sich alle zu einem Empfang im Martin-Luther-Haus, Grußworte gab es vom Superintendenten Pfarrer Torsten Krall, von Landrat Stephan Santelmann sowie dem stellvertretenden Bürgermeister Christof Jochum.

An den nächsten Tagen wartete ein ausführliches Veranstaltungsprogramm auf die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Zisterzienser-Tagung. Ein Highlight war dabei einerseits der Vortrag „Raum und Liturgie“ von Frater Aloysius Maria Zierl (Heiligenkreuz), andererseits der Abend der Gemeinschaft mit Esther Schmitz, die im echten Leben Dorothee Schaper (Studienleiterin Melanchton-Akademie, Köln) heißt. Sie enthüllte in ihrem Programm „Tanzende Fontänen, Kölsch un Flönz“ die Geheimnisse des rheinischen Protestantismus.

Im Dom selbst konnte man den Stummfilm „Der Galiläer“ (1921) sehen und dabei über die Orgelkunst des katholischen Domorganisten Rolf Müller staunen.

Text: Dr. Klemens Surmann
Foto(s): Dr. Klemens Surmann

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Transformation der Versöhnungskirche in Holweide: Beim Architektenwettbewerb gibt es einen klaren Sieger

Im Rahmen des Realisierungswettbewerbs für die Umnutzung und Umgestaltung der Versöhnungskirche in Köln-Holweide wurden verschiedene Architekturbüros eingeladen, alternative Lösungsvorschläge zu präsentieren – und der Entwurf von Schilling Architekten aus Köln wurde als erster Preisträger ausgewählt.

Die Evangelische Kirchengemeinde Dellbrück / Holweide in Köln beabsichtigte eine Umnutzung und Umgestaltung der Versöhnungskirche in Köln-Holweide. Doch wie soll dies architektonisch umgesetzt aussehen? Welche funktionalen Anforderungen hat die Gemeinde? Wie wird das Raumprogramm in der bestehenden Kubatur bedarfsgerecht untergebracht? Wie sind die ökologischen Anforderungen? Um in diesem wichtigen Findungsprozess Realisierungsmöglichkeiten zu diesen und weiteren Fragen zu entwickeln, schrieb die Gemeinde einen Architektenwettbewerb aus. Ziel dieses Wettbewerbs war es, alternative Lösungsvorschläge zu erhalten und ein geeignetes Architekturbüro als Auftragnehmer für die Realisierung der Planungsaufgaben zu ermitteln.

Die Antoniter Siedlungsgesellschaft übernahm – finanziert durch den Ev. Kirchenverband Köln und Region – die Wettbewerbsbetreuung. Gemeinsam mit der Kirchengemeinde als Ausloberin meldete die ASG einen „geladenen, anonymen Realisierungswettbewerb für die Umnutzung / Umgestaltung der Versöhnungskirche“ bei der Architektenkammer Nordrhein-Westfalen (AKNW) an. Ein Anforderungskatalog für die teilnehmenden Architekturbüros wurde ausgearbeitet und den Büros in Form einer Auslobung übermittelt.

Nach dem Kolloquium im November 2023 – mit der Möglichkeit für Rückfragen zum Wettbewerbsverfahren und konkret zur Auslobung – reichten von sechs eingeladenen Architekturbüros alle Teilnehmer anonym ihre Entwürfe ein. Die Vorprüfung der Arbeiten erfolgte durch die ASG und wurde den Mitgliedern des Preisgerichtes in Form eines umfangreichen Vorprüfberichtes zur Verfügung gestellt.

Im Februar 2024 tagte das Preisgericht bestehend aus vier Fachpreisrichtern und Fachpreisrichterinnen (Architekten und Architektinnen) und vier Sachpreisrichtern und Sachpreisrichterinnen nebst den jeweiligen Stellvertretungen in der Versöhnungskirche. Den Vorsitz hatte der Architekt Herr Kaspar Kraemer. In der Preisgerichtssitzung wurden alle eingereichten Entwürfe vorgestellt und in insgesamt drei Bewertungsdurchgängen begutachtet. Einstimmig entschied man sich für den Entwurf des Büros Schilling Architekten aus Köln als ersten Preisträger. Als 2. Preisträger wurde das Büro Lepel & Lepel prämiert. Der geteilte 3. Platz ging an die Büros Gernot Schulz und Maier Architekten.

„Präsent im Stadtraum, offen und zwanglos“

„Es geht uns um Offenheit, Würde, um Bezüge zu zeitgemäßen gesellschaftlichen und kulturellen Themen und um das Leben der Bewohner des Stadtviertels“, so beschreiben die Schilling Architekten ihren Entwurf. „Die Grundlage für eine Transformation der Versöhnungskirche in eine gute Zukunft liegt nicht allein in dem, was wir uns heute vorstellen, sondern auch in ihren eigenen und eigentlichen Raumeigenschaften. Gleichzeitig ist eine grundlegende Veränderung richtig und notwendig, um diese Eigenschaften für die Zukunft sichtbar und wirksam werden zu lassen.“ Das, was bereits ist, wollten sie mit einem „minimalistischen räumlichen Trick verzaubern“: Immer noch da, solle es gleichzeitig etwas gänzlich Neues und Anderes sein.

„Alles, was wir dazu benötigen, ist im Wesentlichen ein schönes Haus aus Lehm und Holz, welches man theoretisch rückstandslos wieder beseitigen und dem natürlichen Kreislauf zuführen kann, ein Kreuz aus robusten, recyclebaren Stahlträgern und mobile farbige Flächenelemente – textilbespannt mit veränderbarer, bemalbarer und plakatierbarer Oberfläche, welche dem Leben im Laufe der Zeit weiterhin einen sich wandelnden Ausdruck geben können. Sie enthalten als anregende Grundlage Farbstimmungen aus Stadt und Natur“, so die Schilling Architekten weiter. „Im Zentrum der Pfarrgemeinde könnte hier ein wirkliches Forum für das kulturelle und öffentliche Leben des Stadtteils entstehen. Präsent im Stadtraum, offen und zwanglos. Es entstehen flexible Möglichkeiten für Nutzungen aller Art: Andachtsraum, Konzertsaal, Filmhaus, Bürgerforum, Treffpunkt für alle Generationen. Ein Gebäude, in das man aus vielen Gründen unbedingt hinein gehen will.“

Text: Daniel Schmitz/APK
Foto(s): Schilling Architekten

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Uniklinik Köln übernimmt Evangelisches Klinikum Weyertal

Die Uniklinik Köln hat rückwirkend zum 1. Januar 2024 das benachbarte Evangelische Klinikum Köln Weyertal, welches bereits seit 2017 als Minderheitsbeteiligung ein enger Kooperationspartner des Universitätsklinikums ist, übernommen. Durch die Aufstockung der Geschäftsanteile an der Evangelische Klinikum Köln Weyertal (EVK) GmbH von 49 auf 100 Prozent übernimmt die Uniklinik Köln nunmehr die Führung des Klinikums und erwirbt zudem die zum EVK zugehörigen Grundstücke.

„Ich bin dankbar, dass unsere Krankenhausholding ,Evangelische Kliniken Rheinland gGmbH‘ eine gute Lösung für das Evangelische Krankenhaus Weyertal gefunden hat“, sagt Bernhard Seiger, Stadtsuperintendent des Evangelischen Kirchenverbandes Köln und Region, zu dem Verkauf des EVK. „Uns ist bewusst, dass die Krankenhauslandschaft in Köln enorm unter Druck steht. Alle Krankenhausträger der Region müssen zukunftsweisende Konzepte entwickeln, um ihre Häuser in eine sichere Zukunft zu führen. Mit dem Verkauf des EVK Weyertal an die Kölner Uniklinik wird der bewährte Gesundheitsstandort Weyertal erhalten. Die Uniklinik, mit der wir seit 2018 im medizinischen Bereich kooperieren, ist ein starker und verlässlicher Partner.  Für die Mitarbeitenden des Hauses ist damit ihre berufliche Zukunft vor Ort gesichert.“

Synergieeffekte nutzen

„Die Versorgung unserer Patientinnen und Patienten wird zukünftig unter Berücksichtigung der Leistungsschwerpunkte der Uniklinik und des EVK noch effektiver gesteuert und auf diese Weise weiter verbessert. So kann in beiden Kliniken die beste Versorgung entsprechend der Spezialisierung erfolgen und Synergieeffekte sowohl im Sinne der Patientensicherheit als auch der Wirtschaftlichkeit genutzt werden“, so Univ.-Prof. Dr. Edgar Schömig, Vorstandsvorsitzender und Ärztlicher Direktor der Uniklinik Köln.

„Der Erwerb der Grundstücke in unmittelbarer Nähe zum Hauptcampus bietet der Uniklinik zudem die medizinstrategisch wichtige Chance, zukünftig weiter flexibel wachsen zu können“, so Prof. Schömig weiter. „Für die zukünftige Nutzung des Standortes planen wir zudem den Betrieb eines Hospizes in Kooperation mit der Evangelischen Kirche“, so der Vorstandsvorsitzende der Uniklinik Köln abschließend. Bernhard Seiger sagt hierzu: „Wir wollen uns als evangelische Kirche nicht vollständig vom Standort Weyertal zurückziehen. Es ist geplant, dass wir uns an der Entwicklung eines Hospiz- und Palliativangebotes im Haus Weyertal in der Trägerschaft der Uniklinik beteiligen. Damit bleibt erkennbar, dass wir das seit 1898 bestehende evangelische Engagement im Krankenhausbereich (1902 wurde das Evangelische Klinikum Weyertal eingeweiht) mit einem heute passenden Beitrag in die Zukunft fortführen.“

„Die vollständige Übernahme des Evangelischen Klinikums Köln Weyertal durch die Kölner Uniklinik ist der logische nächste Schritt einer bereits seit vielen Jahren gut funktionierenden Zusammenarbeit“, sagt Norbert Lenke, Aufsichtsratsvorsitzender der Evangelischen Kliniken Rheinland. „In enger Abstimmung und Verzahnung der medizinischen Versorgung der Uniklinik als Maximalversorger und dem EVK als Haus der Grund- und Regelversorgung ist hier in den vergangenen Jahren ein vorbildliches gestuftes Versorgungskonzept entwickelt worden. Vor dem Hintergrund der Krankenhausplanungen in NRW sehen wir eine große Chance, dieses Erfolgsmodell weiter zu professionalisieren und im Sinne der Kölner Bürgerinnen und Bürger auszubauen.“

Neuer Kaufmännischer Geschäftsführer des EVK ist Niels Ruppenthal. Gemeinsam mit dem Ärztlichen Geschäftsführer Dr. Jan-Peter Gloßmann trägt er im EVK damit die Verantwortung für die über 500 Beschäftigten des Grund- und Regelversorgers: „Ich freue mich sehr auf diese Herausforderung und insbesondere auf die Zusammenarbeit mit den neuen Kolleginnen und Kollegen. Zusammen mit unserem starken Partner Uniklinik Köln schaffen wir so für unsere Patientinnen und Patienten das Beste aus zwei Welten: exzellente Patientenversorgung mit Herz kombiniert mit universitärer Spitzenmedizin.“

www.evk-koeln.de

Text: APK/Uniklinik Köln
Foto(s): APK

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Kein Wahlkampf auf Kosten von Geflüchteten: Kölner Kirchen überwachen Fairness-Vereinbarung im Vorfeld der Europawahl

Stadtsuperintendent Bernhard Seiger und Gregor Stiels, Vorsitzender des Katholikenausschusses in der Stadt Köln, werden als Schiedsleute den Europa-Wahlkampf der demokratischen Parteien überwachen, die das Fairnessabkommen des Kölner Runden Tisches für Integration unterzeichnet haben.

Die Formulierung darin könnte eindeutiger nicht sein: „Die unterzeichnende Partei verpflichtet sich ausdrücklich im Wahlkampf zur Wahl des Europäischen Parlaments am 9. Juni 2024 die Vielfalt in unserer Gesellschaft zu achten und sich für gute Lebensbedingungen, Toleranz und ein friedliches Miteinander der Menschen unterschiedlicher Herkunft, Kulturen und Religionen einzusetzen.“ Verpflichtet dazu haben sich im Vorfeld der Europawahl die demokratischen Parteien, die auch im Kölner Stadtrat vertreten sind. Dies sind die CDU, die SPD, Die Linke, Die Grünen, FDP und Volt. Dr. Wolfgang Uellenberg-van Dawen, Sprecher des Kölner Runden Tisches für Integration, stellte das Papier gemeinsam mit Bernhard Seiger und Gregor Stiels im Haus der Evangelischen Kirche vor.

Die beiden Vertreter der Kirchen werden im Wahlkampf als Schiedsleute agieren und bei Verstößen gegen das Abkommen intervenieren. Das wird zunächst in einem vertraulichen Gespräch stattfinden. „Wir werden aber, wenn in diesem Gespräch ein Konsens nicht möglich ist, an die Öffentlichkeit gehen“, erklärte Gregor Stiels. Er betrachtet die Fairness-Vereinbarung „als präventives und nicht als drohendes Papier“. Es gehe in erster Linie darum, wie die Parteien mit dem Thema Migration umgingen, betonte Wolfgang Uellenberg-van Dawen.

„Die Parteien haben sich mit dem Fairnessabkommen eine Selbstverpflichtung gegeben, sich an diese Grundsätze zu halten. Sie sind das Commitment eingegangen, Herrn Stiels und mich als Ombudsleute zu akzeptieren, an die man sich in kritischen Fällen wenden kann“, erklärte Bernhard Seiger die Rolle der beiden Schiedsleute. Bei einer Meldung würden sich die beiden mit dem Runden Tisch für Integration und untereinander absprechen und sich dann an die zuständigen Parteivorsitzenden wenden. Diese seien in der Verantwortung, dass sich alle Repräsentantinnen und Repräsentanten ihrer Partei im Wahlkampf an die Vereinbarung halten. „Ich finde, das ist eine Form hoher politischer Kultur. Sie trägt zur Glaubwürdigkeit der Parteien bei, denn sie ist die Grundlage dafür, dass gewählte Vertreterinnen und Vertreter, hier konkret Abgeordnete im Europaparlament, das Vertrauen der Wählerinnen und Wähler haben,“ sagte Bernhard Seiger weiter.

Gregor Stiels dankte, dass man den beiden kirchlichen Vertreten das Vertrauen entgegenbringe, die Aufgabe als Schiedsleute zu erledigen. Er erinnerte an eine einstimmige Entscheidung der Deutschen Bischofskonferenz, dass rassistische Parteien nicht wählbar seien. „Ich habe das Gefühl, dass der gesellschaftliche Konsens, den auch die Kirchen mitgetragen haben, bröckelt.“ Es gebe Kreise, in denen würde Migrantinnen und Migranten verantwortlich gemacht für Probleme wie fehlende Schulplätze und fehlende Infrastruktur. Es gelte, sich an dem moralischen Kompass klar auszurichten und um einen gesellschaftlichen Konsens zu bemühen. Basis sei die unantastbare, unverfügbare Würde des Menschen.

Stadtsuperintendent Bernhard Seiger zeigte sich dankbar gegenüber den Menschen, die sich für das Gemeinwesen, für die Politik im Land und Europa engagieren. Und natürlich gehörten dazu auch unterschiedliche Meinungen: „Es ist eine Frage der Kultur, einen offenen und wertschätzenden politischen Diskurs pflegen zu können. Die Fairness-Vereinbarung leistet dazu einen Beitrag.“ Der Stadtsuperintendent erinnerte auch an einen Besuch in der Kölner Synagoge vor wenigen Tagen: „Ich konnte spüren, wie sehr die letzten Monate die Angst der jüdischen Gemeindeglieder vor Antisemitismus geschürt haben. Man freut sich über alle, die die Lage jüdischer Menschen in Köln verstehen. Zugleich ist klar, man ist auch gegen Antiislamismus und Rassismus in jeder Form.“ Das Fairnessabkommen positioniere sich da mehr als deutlich. „Ich denke, die Weimarer Republik ist vor allem daran zugrunde gegangen, dass die extremen Positionen links und rechts zusammen gegen die demokratische Mitte vorgegangen sind und die demokratische Mitte nicht stark genug war. Das darf und wird sich nicht wiederholen, aber deshalb müssen wir eben bei den politischen Positionen, die Menschengruppen ausgrenzen, aber auch schon bei der Sprache aufmerksam sein.“

Meldung bei den Schiedsleuten

Jeder, der einen Verstoß der unterzeichnenden Parteien gegen das Abkommen feststelle, sollte sich bei den Schiedsleuten melden. Das ist unter der E-Mail-Adresse info@rundertischkoeln.de jederzeit möglich.

Hier der Link zum Fairnessabkommen.

Text: Stefan Rahmann
Foto(s): Stefan Rahmann

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