Schutz der Demokratie: Appell der Nachfahren deutscher Widerstandskämpfer

Die Nachkommen deutscher Widerstandskämpfer aus der NS-Zeit haben einen dringenden Appell veröffentlicht, der dazu aufruft, die Demokratie vor dem wachsenden Rechtsextremismus zu schützen. Mehr als 280 Personen, darunter Nachfahren von Dietrich Bonhoeffer, Claus Schenk Graf von Stauffenberg, Carl Friedrich Goerdeler sowie von Freya und Helmuth James von Moltke, haben den Aufruf unterzeichnet. Zu den Unterstützern gehört auch Mathias Bonhoeffer, Pfarrer an der Kartäuserkirche in der Evangelischen Gemeinde Köln. Unter der Überschrift „Aus der Geschichte lernen, die Demokratie stärken!“ warnen die Unterzeichner eindringlich vor dem zunehmenden Zuspruch für Populisten und Feinde der Demokratie in vielen Ländern.

Der Appell im Wortlaut:

Aus der Geschichte lernen, die Demokratie stärken!

Unzufriedenheit, Pessimismus, Zukunftsangst: In vielen Ländern gewinnen Populisten und Feinde der Demokratie an Zustimmung. Sie schüren Ängste: vor sozialem Abstieg, vor Fremden, vor allem Neuen. Sie schüren Misstrauen und Hass: auf die Medien, auf die Regierung, auf „Eliten“, auf Minderheiten, auf alle, die „anders“ sind. In Krisenzeiten sind Menschen dafür besonders empfänglich. Wir haben in Deutschland schon einmal erlebt, wohin das führen kann.

Es waren unsere Eltern, Großeltern und Urgroßeltern, die sich dem NS-Unrecht damals als Widerstandskämpfer entgegengestellt haben. Deshalb melden wir uns als Angehörige und Nachkommen heute zu Wort und fordern alle Mitbürger dazu auf, der Neuen Rechten in unserem Land und europaweit die Stirn zu bieten. Wir sollten uns alle dafür verantwortlich fühlen, die liberale und rechtsstaatliche Demokratie zu bewahren und sie zu verteidigen.

Die meisten Menschen in unserem Land haben aus der Katastrophe der NS-Diktatur gelernt. Aber viele haben vergessen, wie schnell Enttäuschung und Perspektivlosigkeit verführbar machen. Wenn selbst Bundestagsabgeordnete von millionenfacher „Remigration“ sprechen, wenn rechtsextreme Parteien in mehreren Bundesländern die Umfragen anführen und demokratische Parteien hilflos zwischen Anbiederung, abgrenzender Arroganz und Verbotsfantasien schwanken, dann müssen bei allen Anhängern der offenen Gesellschaft die Alarmglocken schrillen. Demokratische Strukturen und Institutionen können zusammenbrechen, wenn die Bürger nicht hinter ihnen stehen und sie bewahren helfen. Wir brauchen ein stärkeres Engagement der Demokratinnen und Demokraten.

Es ist deshalb ein ermutigendes Zeichen, wenn seit den Veröffentlichungen des Medienhauses „Correctiv“ über die Pläne von Rechtsextremisten immer mehr Menschen auf die Straße gehen und sich „gegen rechts“ engagieren. Aber Demonstrationen allein reichen nicht aus. Noch wichtiger ist es, wählen zu gehen.

Bei der Europawahl am 9. Juni steht aufgrund zu niedriger Beteiligung zu befürchten, dass vor allem rechte Parteien zu den Gewinnern in Europa zählen könnten. Mit Sorge beobachten wir, dass die demokratischen Parteien bisher zu wenig Wahlkampf betreiben.

Auch die Landtagswahlen in Brandenburg, Thüringen und Sachsen dürfen nicht zugunsten der AfD ausgehen. Da ist unsere Stimme als Demokraten gefragt, aber auch die politische Debatte mit Freunden, Bekannten, Kollegen und in den Medien.

Wir sind überzeugt, dass es eine gute Zukunft geben kann – wenn wir es schaffen, gemeinsam daran zu arbeiten. Lasst uns aus der Geschichte lernen und die Demokratie stärken!

Als Nachkommen von Frauen und Männern des deutschen Widerstands gegen den Nationalsozialismus unterzeichnen:

Monica Gräfin Adelmann, Pater Marcel Albert, Felicitas von Arentin, Bernd Graf von Arnim, Christine von Arnim, Barbara Babic-Heuss, Martina Bäurle, Sophie von Bechtolsheim, Cornelia Eleonore Beck, Juri von der Becke, Lili von der Becke geb. Habermann, Maitane von der Becke, Johann-H. Graf von Bernstorff, Johann-Hartwig Graf von Bernstorff, Maria von Bismarck geb. von Schlabrendorff, Corinna Bleienheuft, Josef D. Blotz, Götz Blumenberg, Christine Blumenberg-Lampe, Gabriele Bode, Karin Bode, Philipp Bode, Golda Bonhoeffer, Hannah Bonhoeffer, Jona Bonhoeffer, Mathias Bonhoeffer, Sabine Bonhoeffer, Franz-Alexander Freiherr von dem Bottlenberg-Landsberg, Maria Theodora Freifrau von dem Bottlenberg-Landsberg geb. Freiin zu Guttenberg, Hanna Brinkmann, Charlotte Gräfin von Kielmansegg, Elisabeth Conradi, Friedrich Conradi, Hans Coppi, Barbara Decker, Andrea Delbrück, Esther Delp, Fritz Delp, Melitta Delp, Tobias Delp, Leonhard von Dobschütz, Johannes von Dohnanyi, Adelheid Barbara Döll, Carl Graf von Drechsel, Ferdinand Graf von Drechsel, Maximilian Graf Drechsel, Franziska Eick, Hester M. Eick, Amélie Fellgiebel, Barbara Fellgiebel, Christian Flügel-Bleienheuft, Astrid Galen, Maximilian Galen, Carl Goerdeler, Rainer Goerdeler, Cornelius Grossmann, Hinnerk Habermann, Moritz Habermann, Dorothea von Haeften, Adrian von Hammerstein, Benjamin von Hammerstein, Hannah Sharona von Hammerstein, Kaspar von Hammerstein, Marie Louise von Hammerstein, Minna Louise von Hammerstein, Simone von Hammerstein, Stephan von Hammerstein, Gisela Hampel, Frauke Hansen, Silke Hansen, Reinhard Freiherr von Hanxleden, Hermann Harder, Kerstin Harder, Nele Harder, Rieke C. Harmsen, Rieke Harmsen, Johann-Philipp von Hase, Christiane Haushofer, Agnes Hautz, Hanjo Hautz, Henri Hautz, Johan Hautz, Moritz Hayessen, Konstanze Hayessen, Volker Hayessen, Sascha Heider, David Heinemann, Beatrix Heintze, Marielle Hemingway geb. von Breitenbuch, Stephanie Gräfin Hendrikoff, Henriette Sieber, Anna Hermes-Schmitz, Ludwig Theodor Heuss, Sophia von Hodenberg, Adda Benita von Hofacker, Christiane von Hofacker, Jan von Hofacker, Nikolaus von Hofacker, Katharina Hoffmann, Lena Hoffmann, Matthias Horst, Sylvia Horst, Konstantin von Jagow, Wilhelmine Jaskiewicz geb. Körner, Caroline von Jeinsen-Hofmann, Catharina Jessen, Julia Freiin von Hanxleden, Ursula Kadereit, Sonja von Kaehne, Nina Katzemich, Katharina Kennemann, Verena Khadjavi-Gontard, Stephanie König, Jan Kordt, Charlotte Korenke, Christoph Korenke, Clara Korenke, Elisabeth Korenke, Jacob Korenke, Jonas Korenke, Ruben Korenke, Theresa Korenke, Tobias Korenke, Ronald Korn, Hubertus von Krauß, Nikolaus Kretz, Marietheres Kreuz-Katzer, Fabian von Kuenheim, Konstanze von Kuenheim, Katharina Kumbrink, Claudia Landsberg, Luca Leitz, Walter Leitz, Clarissa Lejeune-Jung, Marion Leverkus, Christian Lindemann, Anne-Katrin von Linstow, Hans-Harald von Linstow, Ingrid von Linstow, Roderich Freiherr von Loe, Luise Gräfin zu Lynar, Bettina Gräfin zu Lynar, Friederike Gräfin zu Lynar-Lassen, Beatrice Magnus-Wiebel, Barnim von Maltzahn, Christine von Maltzahn, Maximilian von Medem, Maximilian Meichßner, Victoria Meinertz geb. Smend, Victoria Meinertz geb. Smend, Hubertus Meyer-Burckhard, Frieder Meyer-Krahmer, Kristina Meyer-Krahmer, Ulrike Meyer-Krahmer, Katharina Meyer-Krahmer, Sabine Moffett, Anja von Moltke, Daniel von Moltke, Johannes von Moltke, Johnatan von Moltke, Ulrike von Moltke, Heiko Morgenweck, Ida Morgenweck, Janne Morgenweck, Kay Morgenweck, Paul Morgenweck, Ulrike Morgenweck, Cornelie Müller-Hofstede, Daniel Müller-Hofstede, Luise Müller-Hofstede, Caroline Müller-Hofstede, Clarita Müller-Plantenberg, Caroline Neubauer, Patrick Olbricht, Valeska Onken, Verena Onken von Trott, Almut Friederike Patt, Vera Pechel, Georg Perels, Tatjana Perels, Hans von Pfuhlstein, Corrado Pirzio-Biroli, Philip von Platen, Dorothea von Plettenberg, Gemma Pörzgen, Mascha Pörzgen, Joachim Püllen, Simone Püllen, Hermann Pünder, Fabian von Rabenau, Wittigo von Rabenau, Christian Holthaus, Christina Rahtgens, Hans-Manfred Rahtgens, Magdalena Rahtgens, Theresa Rahtgens, Sabine Reichwein, Valerie Riedesel Freifrau zu Eisenbach, Ilse-Marie Riepe, Dorothee Roehrig, Sophie Roehrig, Friederike Roll, Boris Ruge, Elisabeth Ruge, Christian Sadrozinski, Rainer Sadrozinski, Carolin Sadrozinski, Rica zu Salm-Rechberg, Sabine Sänger-Leitz, Agnes von Schack, Christian Schede, Bärbel Schindler-Saefkow, Clemens von Schlabrendorff, Andreas Schleicher, Johannes Schleicher, Katharina Schleicher, Ruggero Schleicher-Tappeser, Johanna Schmidt, Joachim Schmitz-Justen, Martin Schmitz-Justen, Ursula Schmitz-Justen, Benjamin Schneider, Peter Schneider, Carmen von Schöning, Karl-Viktor von Schöning, Inga Schröder, Helmut Schweckendieck, Anna Schwerin, Franz Graf von Schwerin, Maximilian Schwerin, Ulrich von Schwerin, Moritz Senarclens de Grancy, John Sieber, Juliane Sieber, Sylvia Sieber, Andrea Siemsen, Louisanne Simon-Hallensleben, Nikolai Simon-Hallensleben, Tete Simonsen, Torsten Simonsen, Axel Smend, Percy Smend, Simon Smend, Eugen Solf, Christa Speidel, Hans Speidel, Kathrin Speidel, Ulrike Speidel, Karl Schenk Graf von Stauffenberg, Caroline von Steinau-Steinrück, Christiane von Steinau-Steinrück, Giso von Steinau-Steinrück, Robert von Steinau-Steinrück, Sandra von Steinau-Steinrück, Arnold Steinhardt, Herzeleide Stökl, Juliane Gräfin zu Stolberg-Stolberg, Albrecht von Stülpnagel, Donata von Stülpnagel, Karl Heinrich von Stülpnagel, Sylvia von Stülpnagel, Johanna Sydow, Ursula Sydow, David Tappeser, Valentin Tappeser, Annemarie Traenckner, Isabel Traenckner-Probst, Clemens von Trott zu Solz, Ulrike Morgenweck, Kolja Unger, Klaus Völker, Maria Weiss, Philipp Wendland-Henssel, Christoph Truchsess von Wetzhausen, Henriette Whitmore-von Breitenbuch, Alexandra Valerie Wirth, Erik von Witzleben, Gisela von Witzleben, Judith von Witzleben-Sadowsky, Günter Wohlfahrt, Lieselotte Wohlfahrt.

Initiatoren: Tobias Korenke, Berlin; Gemma Pörzgen, Berlin, Ruggero Schleicher-Tappeser, Berlin.

Text: Frauke Komander/APK
Foto(s): Frauke Komander/APK

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Valentinstag: Gottesdienste mit Segensmöglichkeit für Liebende

Ob frisch verliebt, verlobt oder bereits verheiratet – diese Gottesdienste schaffen einen besonderen Rahmen, um die Liebe zu feiern und zu stärken: Am Valentinstag bieten evangelische Kirchengemeinden im Bereich Köln und Region verschiedene Möglichkeiten für Liebende, ihre Verbundenheit zu zelebrieren. Von ökumenischen Gottesdiensten für Verliebte bis hin zu musikalischen Segensgottesdiensten: Die Gottesdienste bieten Raum für Gebete, Musik, Reflexion und natürlich die Möglichkeit, sich segnen zu lassen.

Köln

14.02.2024, 19:00
Evangelische Kirchengemeinde Porz
Pauluskirche Zündorf, Houdainer Straße 32, 51143 Porz
Ökumenischer Gottesdienst für Verliebte
Am Aschermittwoch ist alles vorbei – aber natürlich nicht die Liebe. Darauf macht die Evangelische Kirchengemeinde Porz am Valentinstag, Mittwoch, 14. Februar, in einem ökumenischen Gottesdienst für Verliebte in der Pauluskirche Zündorf, Houdainer Straße 32, aufmerksam. In diesem Jahr fallen Aschermittwoch und Valentinstag auf den selben Tag. Eingeladen sind Paare, gleich welchen Alters. Die Worship-Band Captivated sorgt für die musikalische Gestaltung. Im Anschluss an den Gottesdienst sind alle zu einem Umtrunk eingeladen.
www.kirche-porz.de

14.02.2024, 19:00
Evangelische Kirchengemeinde Köln-Dellbrück/Holweide
Pauluskirche Dellbrück, Thurner Straße 105, 51069 Köln
Musikalischer Segensgottesdienst für Paare und Verliebte
An Valentinstag, Mittwoch, 14. Februar, 19 Uhr,  lädt die Evangelische Kirchengemeinde Köln-Dellbrück/Holweide zu einem musikalischen Segensgottesdienst für Paare und Verliebte in die Pauluskirche Dellbrück, Thurner Straße 105, ein. Pfarrerin Sybille Noack-Mündemann und Pfarrer Klaus Völkl gestalten den Gottesdienst.
www.eikdh.de

14.02.2024, 18:00
Evangelische Kirchengemeinde Ehrenfeld
Epiphaniaskirche Bickendorf, Erlenweg 39, 50827 Köln
Ökumenischer Gottesdienst für Liebende
Paare können sich segnen lassen
Am Valentinstag, Mittwoch, 14. Februar, 18 Uhr, lädt die Evangelische Kirchengemeinde Ehrenfeld zu einem ökumenischen Gottesdienst für Liebende in die Epiphaniaskirche Bickendorf, Erlenweg 39, ein. Gemeinsam mit Diakon Tobias Wiegelmann und Pfarrer Nico Buschmann machen sich die Teilnehmenden Gedanken darüber, was Partnerschaft so schön und manchmal auch so schwer macht. Es wird Musik geben und wer möchte kann sich segnen lassen. Im Anschluss gibt es ein geselliges Beisammensein bei einem kleinen Imbiss.
www.gemeinde-bickendorf.de

15.02.2024, 19:15
Evangelische Kirchengemeinde Köln-Klettenberg
Tersteegenhaus, Emmastraße 6, 50937 Köln
FeierAbendZeit für Liebende
„Love is all around“
Im Februar fällt die FeierAbendZeit auf den Tag nach dem Valentinstag. Das nimmt Pfarrerin Mareike Maeggi zum Anlass, um den Gottesdienst aus der Reihe „FeierAbendZeit“ am Donnerstag, 15. Februar, 19.15 Uhr, im Tersteegenhaus, Emmastraße 6, im Zeichen der Liebe zu gestalten. Unter dem Titel „Love is all around – FeierAbendZeit für Liebende“ kommen Paare, Familien, Freunde und Einzelperson für eine halbe Stunde zusammen, um gemeinsam zu hören, zu singen und zu beten. Wer mag, kann sich einen persönlichen Segen zusprechen lassen. Am Klavier musiziert Christoph Krauß.
www.kirche-klettenberg.de

23.02.2024, 18:00
Evangelische Begegnungsgemeinde Köln
Erlöserkirche Weidenpesch, Derfflinger Straße 9, 50737 Köln
Ein Abend für die Liebe zum Valentinstag
„…aber die Liebe ist die Größte unter ihnen.“ (1.Korinther 13,13)
Für Paare, ob junge oder in die Jahre gekommene, für alle, die einem anderen Menschen Danke sagen wollen für eine gelungene Beziehung, eine kostbare Freundschaft, eine gute Nachbarschaft, ist der „Abend für die Liebe zum Valentinstag“ am Freitag, 23. Februar, 18 Uhr, in der Erlöserkirche Weidenpesch, Derfflinger Straße 9, gedacht. Die Evangelische Begegnungsgemeinde Köln lädt zum Zusammensein mit Musik und Stationen zum Gespräch, Austausch, Ermutigung und Segen ein. Der Ausklang zu Ehren der Liebenden und der Freundschaft findet im nahegelegenen Brauhaus statt. Um Anmeldung im Gemeindebüro per E-Mail an begegnungsgemeinde@ekir.de oder per Telefon 0221/74 89 47 wird gebeten.
www.begegnungsgemeinde.de

Rhein-Erft-Kreis

14.02.2024, 19:00
Evangelische Kirchengemeinde Sindorf
Christus-Kirche, Carl-Schurz-Str. 2 / Ecke Kerpener Straße, 50170 Kerpen-Sindorf
Gottesdienst am Valentinstag mit Sektempfang
„Weil ich mit dir wachse…“
Zu einem Gottesdienst für alle, die sich in Liebe mit einander verbunden fühlen: frisch verliebt, verlobt, verheiratet; Jung und Alt; fromm und weniger fromm; erst kurz zusammen oder schon seit Jahren gemeinsam unterwegs – Der Gottesdienst mit Pfarrer Hendrik Schnabel am Mittwoch, 14. Februar, 19 Uhr, in der Christus-Kirche Sindorf, Carl-Schurz-Str. 2/Ecke Kerpener Straße, wird musikalisch, stimmungsvoll, kreativ und bietet die Möglichkeit zur Segnung. Anschließend sind alle zu einem Sektempfang eingeladen.
www.evangelisch-in-sindorf.de

16.02.2024, 19:00
Evangelische Kirchengemeinde Lechenich
St. Kilian, Franz-Busbach-Straße 10 , 50374 Erftstadt
Gottesdienst zum Valentinstag
„Ein Segen für die Liebe – als Paar gemeinsam unterwegs“
Am Freitag, 16. Februar, 19 Uhr, findet in der Pfarrkirche St. Kilian, Franz-Busbach-Straße 10, der diesjährige ökumenische Gottesdienst für Paare zum Valentinstag statt. Unter dem Motto „Ein Segen für die Liebe – als Paar gemeinsam unterwegs“ sind alle Paare eingeladen zu einem (be)sinnlichen Gottesdienst mit Bildern, Texten, Gebeten und Live-Musik und anschließendem Beisammensein.
www.kirche-lechenich.de

Rheinisch-Bergischer Kreis

18.02.2024, 14:00
Evangelische Kirchengemeinde Altenberg/Schildgen
Altenberger Dom, Eugen-Heinen-Platz 2, 51519 Odenthal
Gottesdienst für Verliebte
Pfarrerin Claudia Posche/Band: LivingNextDoor
Zu einem Gottesdienst für Verliebte lädt Pfarrerin Claudia Posche am Sonntag, 18. Februar, 14 Uhr, in den Altenberger Dom, Eugen-Heinen-Platz 2, ein. Der besondere Gottesdienst wird mit Musik der Band „LivingNextDoor“ gestaltet.
www.altenberg-dom.de

Text: APK
Foto(s): APK

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Unsere Wochentipps: Fotoausstellung, Familienkonzert und Beginn der Passionszeit

Unsere Wochentipps: Unter anderem wird in der Klinikkirche St. Johannes der Täufer ein Gedenkgottesdienst für Körperspender und ihre Angehörigen stattfinden, bei dem sich die Medizinstudierenden musikalisch einbringen. Die Fotoausstellung „Entlang der Strunde“ lädt Interessierte ein und die Melanchthon-Akademie lädt zu einem Vortrag über die Rhetorik der parlamentarischen Rechten ein, während in der Christuskirche in Brühl ein Familienkonzert mit dem Titel „Polly und das Cello“ aufgeführt wird. Zahlreiche Passionsandachten und Diskussionen zu aktuellen Themen bieten zudem vielfältige Möglichkeiten zur persönlichen Weiterentwicklung und zum Austausch.

15.02.2024, 14:00
Evangelisch Leben in Köln und Region
Klinikkirche St. Johannes der Täufer, Joseph-Stelzmann-Straße/ Ecke Kerpener Straße, 50931 Köln
Gedenkgottesdienst für Körperspender und ihre Angehörigen
Studierende der Medizin bedanken sich
Jedes Jahr gestalten Klinikseelsorgerinnen und -seelsorger der Uniklinik Köln zusammen mit dem Professor für Anatomie und Medizinstudierenden eine Gedenkfeier für die Körperspenderinnen und -spender und deren Angehörige. Dieses Jahr ist der Termin am Donnerstag, 15. Februar, 14 Uhr, in der Klinikkirche St. Johannes der Täufer, Joseph-Stelzmann-Straße/ Ecke Kerpener Straße. Die Medizinstudierenden gestalten den Gottesdienst musikalisch, verlesen die Namen der Spenderinnen und Spender und entzünden Kerzen. Im Gedenkgottesdienst wird der Dank ausgesprochen, dass sie am menschlichen Körper dessen Anatomie begreifen und erlernen konnten. Der Gottesdienst wird auch von Caroline Schnabel, Pfarrerin der Evangelischen Seelsorge an der Uniklinik Köln und am Evangelischen Klinikum Köln Weyertal, mitgestaltet.

15.02.2024, 19:00
Melanchthon-Akademie
Karl Rahner Akademie, Jabachstr. 4-8
Was heißt hier „wir“?
Zur Rhetorik der parlamentarischen Rechten
Rechte Politikerinnen und Politiker sprechen von „Entsorgung“, von „Umvolkung“, von „Kopftuchmädchen“ und „Messermännern“. Davon, dass die Hitlerzeit ein „Vogelschiss“ gewesen sei. Und vor allem nehmen sie für sich in Anspruch, für „uns“ und „unser Deutschland“ zu sprechen. Doch was für ein „Wir“ setzen sie da überhaupt voraus? Der Literaturwissenschaftler und Leibniz-Preisträger Heinrich Detering wirft in einer Veranstaltung der Karl-Rahner-Akademie und der Melanchthon-Akademie am Donnerstag, 15. Februar, 19 Uhr bis 20.30 Uhr, einen unaufgeregten wie scharfen Blick auf die Rhetorik der parlamentarischen Rechten und zeigt auf, wie der Anspruch, für „das Volk“ zu sprechen, in totalitäre Ermächtigungsvorstellungen, Rache- und Vernichtungsphantasien führt. Er macht außerdem vor, wie sich solche rhetorischen Strategien durchschauen lassen können. Aufgrund des Neubaus am Standort der Melanchthon-Akademie findet die Veranstaltung in der Karl Rahner Akademie, Jabachstraße 4-8, statt. Die Teilnahme kostet 12 Euro. Eine Anmeldung per E-Mail an anmeldung@melanchthon-akademie.de ist erforderlich.
Anmeldung erforderlich, Tel: 0221 931 803 0, anmeldung@melanchthon-akademie.de
www.melanchthon-akademie.de

18.02.2024, 15:00
Evangelische Kirchengemeinde Brühl
Christuskirche, Mayersweg 10, 50321 Brühl
„Polly und das Cello“
Familienkonzert in der Christuskirche
Auf eine neue Reise mit Hamsterdame Polly und schönen Tönen laden Laura Lüdicke (Erzählerin/Polly), Klaus Giesler (Violoncello) und Ruth Dobernecker (Klavier) am Sonntag, 18. Februar, 15 Uhr, in die Christuskirche, Mayersweg 10, ein. Es erklingt der Zyklus von zehn Kinderstücken „In aller Frühe“ von Alexander Gretchaninoff. Das Konzert richtet sich an Familien mit kleinen und großen Kindern. Die jungen Gäste dürfen sich während des Konzerts auf Sitzkissen bequem machen.
www.kirche-bruehl.de

18.02.2024, 16:00
Evangelische Kirchengemeinde Ehrenfeld
Epiphaniaskirche Bickendorf, Erlenweg 39, 50827 Köln
„Von schaurig bis heiter“
Balladen – gesprochen – gesungen – erklärt
In einer Veranstaltung am Sonntag, 18. Februar, 16 Uhr (Einlass 15 Uhr ins Kirchenfoyer zum Konzert-Café), in der Epiphaniaskirche Bickendorf, Erlenweg 39, werden Werke von Wilhelm Busch, Adelbert von Chamisso, Annette von Droste-Hülshoff, Johann Wolfgang von Goethe, Heinrich Heine und anderen vorgestellt und vorgetragen. Auch wenn in ihnen Probleme der Entstehungszeit behandelt werden, erweisen sich die meisten als erstaunlich aktuell. Die sprecherischen Darbietungen werden durch Balladen-Vertonungen von Franz Schubert, Clara und Robert Schumann und Frank Wedekind umrahmt. Ausführende sind Werner Seuken (Rezitation), Sybille Koch (Gesang) sowie Axel Tillmann (Klavier). Der Eintritt ist frei, um eine Spende für die Künstler wird gebeten.
www.gemeinde-bickendorf.de

21.02.2024, 19:00
Evangelische Kirchengemeinde Köln-Dellbrück/Holweide
Versöhnungskirche Holweide, Buschfeldstraße 30, 51067 Köln
Fotoausstellung: „Entlang der Strunde“
Ein Projekt vom „Fotoblick Holweide“
Mit einer kleinen Vernissage wird am Mittwoch, 21. Februar, 19 Uhr, in der Versöhnungskirche Holweide, Buschfeldstraße 30, die Ausstellung „Entlang der Strunde“ der Gruppe „Fotoblick Holweide“ vom Runden Tisch Holweide eröffnet. 10 Fotografinnen und Fotografen waren zu verschiedenen Jahres- und Tageszeiten an der Strunde unterwegs auf der Suche nach besonderen Orten des Innehaltens und der Meditation an diesem langsam fließenden Gewässer. Bei der Motivsuche haben sie auf die ein oder andere Art auch die Bibel zur Hilfe genommen. Bild und Bibel passen gut in den Kirchraum der Versöhnungskirche. Die Ausstellung ist bis Samstag, 23. März, während der Öffnungszeiten der Kirche, montags bis freitags, 9 bis 16 Uhr, und samstags, 17 bis 18 Uhr, zu sehen.
www.eikdh.de

21.02.2024, 20:00
Evangelische Gemeinde Köln
Lutherkirche, Martin-Luther-Platz 2-4, 50677 Köln-Südstadt
Lösungen statt Abschottung – Ideen für eine neue Asyl- und Migrationspolitik
Vortrag und Diskussion mit Professorin Gesine Schwan
Welche Ideen gibt es für eine veränderte Asyl- und Migrationspolitik? Zur stärkeren Abschottung der Europäischen Union gegenüber fliehenden Menschen gibt es Gegenentwürfe, die die Interessen der Geflüchteten und der europäischen Staaten vereinen möchten. Am Mittwoch, 21. Februar, 20 Uhr, stellt Professorin Gesine Schwan, Präsidentin der Denkfabrik „Berlin Governance Platform“, Vorsitzende der SPD-Grundwertekommission und zweifache Kandidatin für das Amt der Bundespräsidentin, in der Lutherkirche, Martin-Luther-Platz 2-4, ihre Ideen für eine neue Asyl- und Migrationspolitik vor. Dazu gehören beispielsweise Matchingsysteme zwischen Kommunen und Flüchtlingen. Diese wird sie im Gespräch mit Pfarrer i. R. Hans Mörtter vorstellen und zur Diskussion stellen. Der Eintritt ist frei, Spenden gern gesehen
www.lutherkirche-suedstadt.de

Hier gibt’s außerdem eine Auswahl an Veranstaltungen zur Fasten- und Passionszeit:

KÖLN

14.02.2024, 18:00
Evangelische Kirchengemeinde Köln-Deutz/Poll
St. Johannes-Kirche, Tempelstraße 31, 50679 Köln
„7 Wochen ohne Alleingänge!“ – Fastenaktion der evangelischen Kirche
Sieben Treffen in der St. Johanneskirche Deutz
Das diesjährige Motto der Fastenaktion der evangelischen Kirche „7 Wochen ohne Alleingänge!“ ermutigt dazu, die Passionszeit von Mittwoch, 14. Februar, bis Mittwoch, 27. März, nicht allein zu durchwandern, sondern sich miteinander zu verbinden und gemeinsam bereichernde Erfahrungen zu machen. Pfarrer Tim Lahr lädt immer mittwochs, 18 bis 20 Uhr,  in die St. Johannes-Kirche Deutz, Tempelstraße 31, ein. Die Themen der Woche im Einzelnen: 1. Woche (14. Februar): Gemeinsamer Auftakt – Miteinander gehen (Lukas 24,13-16); 2. Woche (21. Februar): Mit den Liebsten (Hohelied 2,8-10); 3. Woche (28. Februar): Mit denen da drüben (Lukas 19,5-7); 4. Woche (6. März): Mit der Schöpfung (Genesis 2,15); 5. Woche (13. März): Mit der weiten Welt (Apostelgeschichte 16,9); 6. Woche (20. März): Mit den Anvertrauten (Johannes 19,25-27); 7. Woche (27. März): Mit Gott (Psalm 139,9-10). Um Anmeldung wird gebeten.
www.evangelisch-deutzpoll.de

14.02.2024, 18:00
Evangelische Kirchengemeinde Köln Niehl-Riehl
Stephanuskirche, Brehmstraße 4-6, 50735 Köln
Passionsandachten
Einladung in die Stephanuskirche
Zu zwei Passionsandachten am Mittwoch, 14. Februar, und Mittwoch, 13. März, jeweils 18 Uhr, lädt die Evangelische Kirchengemeinde Köln Niehl-Riehl in die Stephanuskirche, Brehmstraße 4-6, ein.
www.ev-kirche-niehl-riehl.de

14.02.2024, 19:00
Evangelische Begegnungsgemeinde Köln
Erlöserkirche Weidenpesch, Derfflinger Straße 9, 50737 Köln
Fastenbeginn „Komm rüber! Sieben Wochen ohne Alleingänge“
Einladung zu regelmäßigen Treffen in der Erlöserkirche
Pfarrerin Susanne Zimmermann
Am Aschermittwoch beginnt die Fastenzeit. Die Evangelische Begegnungsgemeinde Köln schließt sich der Fastenaktion „Sieben Wochen ohne“ der Evangelischen Kirche an und lädt unter dem Motto „Komm rüber! 7 Wochen ohne Alleingänge“ zu regelmäßigen Treffen in der Erlöserkirche Weidenpesch, Derfflinger Straße, ein. Los geht es am Mittwoch, 14. Februar, 19 Uhr, mit einem Motivationstreffen mit Pfarrerin Susanne Zimmermann. Weitere Informationen und Anmeldung zu den Terminen erfolgt über Pfarrerin Susanne Zimmermann per E-Mail an susanne.zimmermann@ekir.de.
www.begegnungsgemeinde.de

14.02.2024, 19:30
Evangelische Brückenschlag-Gemeinde Köln-Flittard/Stammheim
Immanuel-Kirche, Bonhoefferstraße 10, 51061 Köln
Passionszeit in der Immanuel-Kirche
30 Minuten „Ruhepunkt“
In der Fastenzeit lädt die Evangelische Brückenschlaggemeinde Köln-Flittard/stammheim immer mittwochs zu siebenmal „Ruhepunkt“ in die Immanuel-Kirche, Bonhoefferstraße 10, ein. Von Mittwoch, 14. Februar, bis Mittwoch, 27. März, immer 19.30 Uhr, können Besuchende bei spirituellen und musikalischen Angeboten für eine halbe Stunde zur Ruhe und innerer Einkehr finden.
www.brueckenschlag-gemeinde.de

15.02.2024, 18:00
Evangelische Kirchengemeinde Ehrenfeld
Versöhnungskirche, Eisheiligenstraße 32-42, 50825 Köln
„möglich! Ein 50 Tage Abenteuer“
In der Fastenzeit nachhaltig leben
Zur Fasten- und Passionszeit, die am Aschermittwoch, 14. Februar, beginnt und mit Ostern endet, schließt sich die Evangelische Kirchengemeinde Ehrenfeld der Aktion „möglich! Ein 50 Tage Abenteuer“ an. Es geht um die Frage, ob und wie es möglich ist, noch das Ziel zu erreichen, die Erderwärmung auf 1,5 Grad zu begrenzen. Immer donnerstags, 18 Uhr bis 18.30 Uhr, zwischen Aschermittwoch und Ostern, treffen sich Interessierte in der Versöhnungskirche, Eisheiligenstraße 32-42. Der erste Termin findet am Donnerstag, 15. Februar, 18 Uhr, statt. Es geht darum, sich eine Herausforderung zu suchen und dann mutige und nachhaltige Schritte zu gehen. In der begleiteten Gruppe geht es dann um die gegenseitige Unterstützung und Motivation. Auch spirituelle Impulse kommen nicht zu kurz.
www.oikos-institut.de

15.02.2024, 18:30
Evangelische Kirchengemeinde Köln-Dünnwald
Tersteegenkirche, Amselstraße 22, 51069 Köln
Auszeit – „Komm rüber! Sieben Wochen ohne Alleingänge”
Sechs Andachten in der Evangelischen Kirchengemeinde Köln-Dünnwald
„Komm rüber! Sieben Wochen ohne Alleingänge” – unter diesem Motto steht die diesjährige
Fastenaktion der Evangelischen Kirche. Pfarrer Thomas Fresia lädt in der Passions- und Fastenzeit dazu ein, rüber ins Foyer des Gemeindehauses der Tersteegenkirche, Amselstraße 22, zu kommen und die Wochen vor Ostern gemeinsam zu unterbrechen mit guten Gedanken, geistlichem Impuls und stimmungsvoller Musik. Das erste Treffen findet am Donnerstag, 15. Februar, 18.30 Uhr bis 19 Uhr, statt. Danach treffen sich Interessierte noch an folgenden Terminen: 22. und 29. Februar sowie 7., 14. und 21. März.
www.evangelisch-in-duennwald.de

15.02.2024, 19:00
Evangelische Kirchengemeinde Ehrenfeld
Versöhnungskirche, Eisheiligenstraße 32-42, 50825 Köln
Abendandachten in der Passionszeit
„Komm rüber! Sieben Wochen ohne Alleingänge“
Pfarrer Stefan Dross
Mit Texten aus der Bibel, Zitaten aus Literatur und Theologie, Gebeten und Liedern wird die Evangelische Kirchengemeinde Ehrenfeld die Abendandachten in der Passionszeit jeweils donnerstags, 19 Uhr, in der Versöhnungskirche, Eisheiligenstraße 32-42, feiern. Lassen Sie sich einladen zu 7 spannenden Abenden. Am Ende der sieben Abende wird die Osterkerze angezündet. Beginn ist am Donnerstag, 15. Februar, 19 Uhr.
www.kirche-ehrenfeld.de

Rhein-Erft-Kreis

14.02.2024, 18:00
Evangelische Trinitatis-Kirchengemeinde an der Erft
Christuskirche Zieverich, Aachener Straße 1, 50126 Bergheim-Zieverich
Passionsandachten in der Christuskirche
Im Mittelpunkt steht die biblische Passionsgeschichte Jesu
An drei Abenden, immer mittwochs, 18 Uhr, am 14. und 28. Februar sowie am 13. März lädt die Evangelische Trinitatiskirchengemeinde an der Erft zu Passionsandachten in die Christuskirche Zieverich, Aachener Straße 1, ein. Die Andachten werden von Pfarrer Martin Trautner und Pfarrerin Ronja Voldrich gestaltet.
www.trinitatis-kirchengemeinde.de

14.02.2024, 19:00
Evangelische Kirchengemeinde Brühl
Christuskirche, Mayersweg 10, 50321 Brühl
Sieben Wochen – mal anders
Passionsandachten in der Christuskirche
Von Aschermittwoch bis Ostern lädt die Evangelische Kirchengemeinde Brühl zu einer Reihe von Passionsandachten in die Christuskirche, Mayersweg 10, ein. Immer mittwochs, 19 Uhr, 14., 21. und 28. Februar sowie 6., 13., 20. und 27. März soll gemeinsam der Frage nachgespürt und entdeckt werden „Wo überall Gott in meinem Leben mich überraschen kann?“
www.kirche-bruehl.de

15.02.2024, 19:00
Evangelische Kirchengemeinde Kerpen
Johanneskirche Kerpen, Filzengraben 19, 50171 Kerpen
Passionsandachten 2024 in Kerpen
Einladung in die Johanneskirche
In diesem Jahr feiert die Evangelische Kirchengemeinde Kerpen ihre Passionsandachten mit ausgewählten Passionsliedern aus unterschiedlichen Epochen. Pfarrerin Dr. Yvonne Brunk und das Vorbereitungsteam laden jeweils donnerstags, 19 Uhr, in die Johanneskirche Kerpen, Filzengraben 19, ein. Die Termine: 15., 22. und 29. Februar, sowie 7., 14. und 21. März.
www.evangelisch-in-kerpen.de

Text: APK
Foto(s): APK

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„Evangelisches Fähnchen hochhalten“: Debut beim Rosenmontagszug

Für Stadtsuperintendent Bernhard Seiger und Torsten Krall, Superintendent des Kirchenkreises Köln-Rechtsrheinisch, war es eine Premiere: Zum ersten Mal waren sie, in den Reihen der KG Uhu, Teil des Kölner Rosenmontagszuges. Die KG Uhu feiert in diesem Jahr ihr 100-jähriges Bestehen, und so war die Freude groß, zu diesem besonderen Zug sozusagen aus der „Pole-Position“ der Kartause starten zu dürfen.

Insgesamt machten sich ein Wagen, zwei Kapellen, zwei Fußgruppen sowie das legendäre „Schnäuzerballett“ der KG Uhu auf den etwa 7,5 km langen Zugweg. Da es in der Regel etwa fünf Stunden dauert, bis sich alle Teilnehmenden aufgestellt haben, und sich die Uhus mit der Startnummer 55 erst relativ weit hinten in den 68 Gruppen umfassenden Zug einreihen mussten, blieb genug Zeit, um sich in der Kartause ganz entspannt mit Brötchen, Kaffee, Kölsch und Erbsensuppe für den Weg zu stärken.

„Wir sind froh, dass wir das evangelische Fähnchen hochhalten können“, meinte Stadtsuperintendent Bernhard Seiger und bekannte: „Je länger ich dabei bin, desto mehr Spaß macht mir der Karneval! Man fühlt sich sofort willkommen.“

Superintendent Torsten Krall findet den Karneval „für den Zusammenhalt im Veedel sehr wichtig“, auch für die „Integration“ der Evangelischen in das katholisch geprägte Köln. Das ausgiebige gemeinsame Singen betrachtet Krall als eine „besondere Qualität“ Kölns.

Für Bernhard Seiger sind vor allem die Schull- und Veedelszöch ein „Integrationsprojekt“ und er zeigte sich auch begeistert von der „textilen Seite“ des Karnevals – Fantasie und Kreativität bei den Kostümen, oft verbunden mit viel Handarbeit.

„Kirche und Karneval verbindet die Zuversicht“

Und wo sind die Verbindungslinien zwischen Kirche und Karneval? Bernhard Seiger fällt dazu einiges ein: „Es geht ja um ein bewusstes Leben mit der Zeit“, erklärte er und verwies auf den Wechsel von Fülle und Verzicht, der ja eng mit den Ursprüngen des Karnevals verbunden ist.

„Kirche und Karneval verbindet die Zuversicht“, stellte Seiger außerdem fest, eine „Resilienzkraft“, die nicht vor den Herausforderungen des Lebens kapituliert, sondern ihnen mit Heiterkeit und Gottvertrauen entgegentritt. Zudem würden zum Karneval eine gewisse Widerständigkeit und kritische Distanz gehören – also im Grunde „urprotestantische“ Tugenden.

Wahrhaftig kein „Novize“ im organisierten Karneval ist Pfarrer i.R. Otmar Baumberger, seit 25 Jahren Mitglied bei den Uhus und ebenso lange deren Regimentspfarrer. „Seine“ KG Uhu beschrieb er als „ein bisschen verrückt“ und erinnerte sich beispielsweise an die „Ordensverleihung to go“ während der Pandemie.

15 Jahre lang hat er selbst im „Schnäuzerballett“ mitgetanzt und der Prots-Sitzung stand er viele Jahre als Präsident vor. Für Baumberger ist auch der ökumenische Aspekt des Karnevals wichtig, dass jeder mitmachen darf, ohne Ansehen von Herkunft oder Konfession.

Text: Priska Mielke
Foto(s): Priska Mielke

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Gott befohlen – und „Kölle Alaaf!“

Welche Themen aufgegriffen werden, welche Persönlichkeiten aufs Korn genommen werden und wie das von den Wagenbauern kreativ umgesetzt wurde: Die Motivwagen sind die „Schmuckstücke“ des Kölner Rosenmontagszuges. Auf etwa 7,5 km Zugweg kann einiges passieren und daher ist es Tradition, dass die Wagen, die am Montag durch die Straßen Kölns gezogen werden, vorher vor der Wagenhalle am Karnevalsmuseum unter den Segen Gottes gestellt werden.

In ökumenischer Verbundenheit übernahmen Pfarrer i.R. Ottmar Baumberger (langjähriger Präsident der Prots-Sitzung) und Stadtdechant Msgr. Robert Kleine diese Aufgabe vom Wagen des Zugleiters Holger Kirsch aus. Ausdrücklich an die Jecken jeder Konfession, Religion und Weltanschauung gerichtet, sagte Robert Kleine: „Wir wollen, dass es friedvolle, schöne, unfallfreie Tage werden.“

„Gott hat ein Ohr für die Kölner Jecken!“

„Das Wichtigste ist, dass wir die Liebe haben, dass wir alle zueinander halten und dass wir in ökumenischer Verbundenheit, aber auch mit einem kölsch Häätz bei der Sache sind“, stellte Ottmar Baumberger fest und appellierte damit auch an die Feiernden. „Gott hat ein Ohr für die Kölner Jecken!“, versprachen die beiden Geistlichen den versammelten Neugierigen. In ihren abwechselnd gesprochenen Fürbitten dachten sie zunächst an die beiden Kriege, die die tollen Tage in diesem Jahr überschatten, aber auch an das große und das kleine Dreigestirn, die Wagenbauer, die berittenen Korps, die Fuß- und Musikgruppen, die Helfer am Weg, die Sicherheitskräfte, Polizisten und nicht zuletzt an die Zuschauenden am Straßenrand.

„Bei aller ökumenischen Verbundenheit, eines haben wir mehr“, erklärte Stadtdechant Kleine mit einem freundschaftlichen Seitenhieb auf seinen protestantischen Kollegen und meinte damit das Weihwasser, mit dem er die Anwesenden, in der ersten Reihe das Kinderdreigestirn, besprengte. Ob das, wie Robert Kleine wünschte, der einzige Regen sein wird, der auf die Jecken niedergeht, bleibt abzuwarten – ansonsten gilt Psalm 91, 1: „Wer unter dem Schirm des Höchsten sitzt …“

Text: Priska Mielke
Foto(s): Priska Mielke

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Fröhlich und jeck trotz Regen: Bahnhofsmission feiert beim Zoch der Karnevalsgesellschaft Jan von Werth

Trotz des regnerischen Wetters ließ sich das Team der Bahnhofsmission nicht die gute Laune verderben und feierte fröhlich und jeck beim Zoch der Karnevalsgesellschaft Jan von Werth an Weiberfastnacht in der Kölner Südstadt. Gemeinsam mit dem Reiterkorps Jan von Werth und 15 weiteren Gruppen zogen die Jecken vom Chlodwigplatz über die Severinstraße bis zum Alter Markt. In ihren rut und wiess gestreiften Outfits und den Westen der Bahnhofsmission trotzen sie den Regenschauern und verbreiteten eine ausgelassene Stimmung entlang der Zugstrecke.

Motto „Mer stonn zesamme für Frieden und Vielfalt“

Trotz des ungemütlichen Wetters wurde gesungen, gelacht und natürlich Kamelle geworfen. Eine Spende ermöglichte zudem die Verteilung zahlreicher Samenbomben von Brot für die Welt, um in den kommenden Monaten BaIkonen, Gärten und Kölner Parks mit farbenfroher Pracht zu schmücken. Strahlende Gesichter und lautstarkes Alaaf hallten entlang der Strecke, während sich Jung und Alt bestens gegen den Regen gewappnet hatten.

Unter dem Motto „Mer stonn zesamme für Frieden und Vielfalt“ waren auch Mitarbeitende der beiden Träger, IN VIA und der Diakonie Köln und Region, beim Zoch dabei. Im Jahr 2024 steht für beide Organisationen ein besonderes Jubiläum an: Die Bahnhofsmission feiert 125-jähriges Bestehen und das Diakonische Werk Köln und Region wird 100 Jahre alt. Zahlreiche Veranstaltungen sind geplant, um über die sozialen Angebote in Stadt und Region zu informieren und gemeinsam zu feiern.

Bahnhofsmission, Alaaf! – IN VIA und Diakonie, Alaaf! – Kölle, Alaaf!

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Text: Marina von Ameln/APK
Foto(s): Marina von Ameln/APK

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„Das Motto dieser Session ist wunderbar gewählt“: Karnevalsgottesdienst mit Stadtsuperintendent Bernhard Seiger

„Egal, wie das Leben uns verändert durch das, was wir erleben und was uns aufgelegt wird, egal wie das Leben uns prüft, ermutigt und zerzaust, in welcher Verkleidung wir auch sind, wir sind immer Kinder Gottes“, sagte Stadtsuperintendent Bernhard Seiger beim ökumenischen Karnevalsgottesdienst im Kölner Dom im Januar.

Lesen Sie hier den Wortlaut:

„Liebe Schwestern und Brüder, wir haben ja gerade in dem Lied von Brings gehört, was damit gemeint ist.

Liebe Schwestern und Brüder, liebe Karnevalsfreunde, liebes Dreigestirn, liebes Kinderdreigestirn, gut, dass wir hier sind.

Wat e Theater – wat e jeckespill.

Das Motto unserer Session.

Heinz-Günther Hunold von den Roten Funken hat einmal gesagt, auf der Suche nach der inneren Freiheit ist es nicht verkehrt, ein Narr zu sein.

Nein, es ist nicht verkehrt, ein Narr zu sein und es ist auch nicht verkehrt, Theater zu spielen.

Warum ist das so?

Weil der Narr, der Clown, der Schauspieler in eine Rolle hineingehen, die es erlauben, das Leben aus einem anderen Blickwinkel anzusehen.

Damit gewinnen wir eine Freiheit zu den Verhältnissen, die einem oft die Lebensfreude und die Luft nehmen.

Deshalb findet sich schon in der Bibel zum Beispiel bei den Propheten das Theater und das Rollenspiel, um Leute wach zu kriegen.

Wir hörten ja gerade auch in der Predigt davon, wie das bei Jesus war.

Dazu gehört die Irritation.

Ja und Karneval ohne Irritation geht ja auch nicht.

Und ja, wir spielen doch alle Rollen.

Der Stadtdechant und ich und all die anderen, die liturgische Gewänder tragen, wir spielen ja auch eine Rolle.

Wir tragen liturgische Gewänder, um zu sagen, wir machen jetzt etwas in dieser Rolle und die verweist auf etwas Größeres.

Denn die Gewänder sind ja nicht mit uns verwachsen.

Wir sind ja nicht immer in der Rolle, Geistliche und Botschafter Jesu Christi zu sein.

Wir können auch in anderen Rollen sein, eben weil das Leben so vielfältig ist.

In den Rollen steckt aber Wahrheit.

So hat der Apostel Paulus im ersten Korintherbrief mal gesagt, wer unter euch meint weise zu sein in dieser Welt, der werde ein Narr, dass er weise werde.

Der Narr hat die Freiheit, sich von seinem Bild in den Augen anderer zu verabschieden und zu sagen, es ist nicht wichtig, wie viel Ehre jemand hat, wie jemand angesehen ist, geachtet ist, sondern ob er demütig sein kann und ehrlich in den Spiegel sehen kann und sich gerade so nicht für den Nabel der Welt hält.

Wie sind wir denn vor Gott?

So geachtet, wie wir im Gefüge sein mögen, in dem wir leben, im Beruf, in der Familie, in den Karnevalsgesellschaften.

Wir sind bei Licht betrachtet alle gleich und alle gleich abhängig.

Abhängig von der Luft, die wir atmen, von der Liebe und Wärme anderer Menschen und von dem Frieden, der niemals sicher ist, aber den Frieden, den wir brauchen, um uns entfalten zu können.

Nackt kommen wir auf die Welt und nackt sind wir, wenn wir an irgendeinem Tag von einem freundlichen Bestatter einmal in schönen Kleidern in den Sarg gelegt werden.

Vor Gott sind wir mit leeren Händen da, wir können das Entscheidende nur empfangen.

Das zeigt und sagt uns der Nahe, der sein Ansehen, seine Titel und den Alltag loslassen kann.

Ja, wir sind alle unterwegs auf den Bühnen des Lebens.

Mal mehr vorne, mal mehr hinten.

Und im Karneval wollen wir, das verbindet uns alle heute und in den nächsten Wochen, ein Stück Theater spielen.

Die Rolle des Funken, des treuen Hosars, des Uhus, die Rolle des Prinzen, des Bauers, der Jungfrau oder der Tanzmarie oder welche anderen Rollen wir noch alle unter uns heute gerade hier vor Augen haben.

Und es geht schon beim Verkleiden im Kindergarten los.

Manche erinnern sich vielleicht daran, wie das in ihrer Kindergartenzeit war.

Also ausprobieren, was so geht und spüren, wie es sich anfühlt, so unterwegs zu sein.

So ein Theater schenkt Freiheit.

Und ist denn nicht jeder Gottesdienst, den wir feiern, auch ein Theaterspiel, eine Inszenierung?

Ja, was ist das für ein Theater, bei dem wir, wenn es gut geht, ins Staunen kommen.

Wir kommen ins Staunen, weil uns versichert wird, so und so ist der Himmel und deshalb ist es hier und da schon so, dass wir ein Stück vom Himmel erleben, wenn wir so leben, wie wir gerade im Lied von Brings gehört haben.

Vor der Kulisse des Doms sind wir auch wir, weil wir Menschen mit Herz und Händen und Füßen sind, aber eben auch Kinder Gottes.

Schwestern und Brüder, die die gleiche Mutter, den gleichen Vater haben.

Das sind wir immer, aber hier spüren wir es.

Wie gut, dass wir im Letzten doch keine Schauspielerrolle spielen.

Egal, wie das Leben uns verändert durch das, was wir erleben und was uns aufgelegt wird, egal wie das Leben uns prüft, ermutigt und zerzaust, in welcher Verkleidung wir auch sind, wir sind immer Kinder Gottes.

Ja, das Motto dieser Session ist wunderbar gewählt, Kompliment für die, die es ausgesucht haben, denn das Spielen hat etwas Kindliches, Unbedarftes.

Das erinnert daran, dass manches viel leichter geht, wenn man sich und seine Überzeugung nicht gar so ausnimmt.

Die Narren, Gaukler und Theaterspieler stehen für diese Gegenwelt und halten damit der Welt den Spiegel vor.

Ob Machthaber, Hüben und Trüben fähig sind zu spielen und zu weilen, von sich selbst Abstand zu gewinnen, es wäre ihnen und uns allen so zu wünschen.

Der Karneval bietet die Chance, dem Spiel und damit der Freiheit ganz viel Raum zu verschaffen.

Und ich stelle mir vor, dass auch der Schöpfer dieses wunderbaren Daseins gerne spielt.

Wie sollte es anders sein, da er so frei und kreativ war, sich diese wunderbare, vielfältige und lebendige Welt auszudenken.

Noch einmal, Hunold, auf der Suche nach der inneren Freiheit ist es nicht verkehrt, ein Narr zu sein.

Wie gut, wie gut, dass Gott uns dazu die Freiheit schenkt.

Dem designierten Dreigestirn und euch dem Kinderdreigestirn viele gute Erfahrungen in den nächsten Wochen.

Ich wünsche euch und uns allen eine gesegnete Zeit.

Wache Augen für den Nächsten und Spaß an all dem Theater.“

Hier das Grußwort noch einmal ansehen/anhören

Text: APK
Foto(s): Stefan Rahmann

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Schunkeln bei kölschen Liedern, Ähzezup und Berlinern: Seniorenkarneval bei der ASG

Mit kölschen Liedern, Ähzezup, Berlinern und Büttenreden wird hier kölsches Brauchtum gefeiert: Traditionell organisiert das Sozialmanagement der Wohnungsbaugesellschaft jedes Jahr in der jecken Zeit Karnevalsveranstaltungen für ältere Menschen. Gut 60 Prozent der Mieterinnen und Mieter der Antoniter Siedlungsgesellschaft mbH im Evangelischen Kirchenverband Köln und Region sind älter als 60 Jahre. Die meisten Bewohnerinnen und Bewohner der ASG-Seniorenwohnanlagen sind echte „Kölsche“. Das merkt man besonders an Karneval, denn da ist bekanntermaßen in Köln niemand zu bremsen.

So folgten in der Seniorenwohnanlage im Dreisamweg in Köln-Höhenhaus gut 50 Personen der Einladung zur Karnevalsparty mit Livemusik zweier Musiker aus dem Quartier. Bei alkoholfreiem Bier und kölschem Essen wurde geschunkelt und gefeiert und vor allem lautstark mitgesungen. Die Freude stand den Teilnehmenden ins Gesicht geschrieben. „Sobald kölsche Lieder erklingen, wird bei den Kölnerinnen und Kölnern – egal in welchem Alter – ein Schalter umgelegt. Es ist herrlich, zu sehen, dass auch unseren alten Bewohnerinnen und Bewohner noch so aus sich herausgehen können und unser Angebot so freudig annehmen“, sagt der Teamleiter des Sozialmanagements, Frank Nieder.

Kleinste Karnevalssitzung der Welt

Bereits zum zweiten Mal kam der Erfinder der „Kleinsten Karnevalssitzung der Welt“, Uli Kievernagel zur ASG – diesmal in die Seniorenwohnanlage Henleinstraße in Köln-Ostheim. „Karnevalssitzungen sind das ‚Hochamt‘ des Fastelovends. Deshalb: Loss mer fiere!“ So lautet sein Motto. Beamer, Lautsprecher und eine laute Stimme – mehr brauchte der überzeugte Karnevalist und Kölner Stadtführer nicht, um den alten Menschen einen schönen Nachmittag zu bereiten, bei dem viel geschunkelt, gesungen und vor allem gelacht wurde. Eine Stunde und 11 Minuten dauerte die Karnevalssitzung – live und in Farbe.

Mit dabei: Kölsche Bands, Büttenredner, eine Tanzgruppe, das Dreigestirn, ein kölsches Traditionskorps und vieles mehr. Und das alles dargestellt von Uli Kievernagel. Ausgestattet mit diversen karnevalistischen Kopfbedeckungen schlüpfte er unter anderem in die Rolle von Sitzungspräsident, Elferrat, Prinz, Bauer und Jungfrau ebenso wie bereits verstorbener Karnevalisten und Büttenredner wie Karl Berbuer, Willi Ostermann, Doof Nuss oder Colonia Duett.

Strahlende Gesichter bei kölschen Tönen

Die Liedtexte präsentierte er zum Mitsingen auf einer Leinwand, die Musikbegleitung kam vom Band. Gesungen wurde allerdings live und mit guter Textsicherheit von allen Teilnehmenden. Kein Wunder, denn viele sind in Köln aufgewachsen. Man sah es den strahlenden Gesichtern an, wie die Menschen bei den kölschen Tönen auflebten. „Kölsche Lieder sind kölsche Kultur und gehören zum Leben gebürtiger, aber auch schon lange zugezogener Kölner dazu“, so Nieder. „Man spürt, dass diese Lieder und Geschichten zu ihrem Leben gehören und sie sich wieder jung fühlen können.“

Text: Susanne Hermanns
Foto(s): Susanne Hermanns

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Kirche2go fragt: Passen Karneval und Kirche zusammen?

Kirche2go fragt: Passen Karneval und Kirche zusammen? Otmar Baumberger, Pfarrer i.R. und Karnevalsjeck, erklärt, dass Jesus sowohl Lachen als auch Weinen kannte und dass es wichtig ist, alle Emotionen zuzulassen, um eine starke Gemeinschaft zu bilden. Er betont die Bedeutung von Gemeinschaft und Zusammenhalt, insbesondere in Zeiten von Hass und Terror, und zeigt, dass sowohl bei Kirche als auch beim Karneval Menschen zusammenkommen, um das Leben zu feiern und die Herausforderungen des Lebens anzugehen.

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Der ganze Beitrag zum Nachlesen

Liebe Fastelovend-Gemeinde. Liebe Fastelovendfründe, würd man normal in einer Karnevalssitzung jetzt sagen. Wir Evangelischen haben da schon viel Ähnlichkeiten, mit dem, was sich im Kölner Karneval im Fasteleer sich ja alles tut. In der Welt ist dieses und jenes los. Da gibt’s Kriege, da gibt’s ganz schlimme Sachen, Hass, Terror, die ganzen unsozialen Medien sind voll davon. Dass wir in dieser Zeit sagen: wir nehmen davor kein Reißaus, wir sind Menschen, die thematisieren das. Das sieht man Rosenmontagszug, das sieht man überall, dass man merkt, das muss zum Thema gemacht werden. Aber rundherum um das Kreuz sind helle Farben, da ist Gold, da ist Rot, da ist etwas von Leben. Das ist wie das Leben nach dem Tod – aber schon vorher, schon bei den Menschen ein bisschen zu zeigen. Dafür sind wir Christen und Karnevalisten zusammen. Dass wir das zusammen mit den Menschen feiern können: jo jo, ne ne, jo jo, ne ne… Das ist, was der Kölsche dazu meint. Aber das ist endlich das schöne, dass wir das zusammen machen können. Und so kann man sagen, ich kann noch stundenlang weiterreden, man kann sagen, das ist so etwas, was Karneval und Kirche, was Frauen und Männer, große, kleine, Knechte, Herren, alles zusammen miteinander machen. Da soll der Jesus dabei sein und er wird bestimmt jedes Mal nach und mit uns kriesche. Hanns Dieter Hüsch hat gesagt: Und siehe da, Christus lächelt. Eine schöne Session uns allen zusammen. Alaaf!

Text: Otmar Baumberger
Foto(s): Thorsten Levin

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Dreigestirn besucht Haus der evangelischen Kirche – Parallelen zwischen Kirche und Karneval

Wenn solche schillernden Ehrengäste wie das Kölner Dreigestirn, Prinz Sascha I., Bauer Werner und ihre Lieblichkeit, Jungfrau Frieda, mit Gefolge das Haus der evangelischen Kirche besuchen, ist es ja fast schon folgerichtig, dass sich auch ein Kardinal die Ehre gibt. Walter Oel, einer der vielen Gäste an diesem Nachmittag, lacht, als er auf sein Kostüm angesprochen wird: „In der Kirche sind doch alle gleich. Da geht auch ein bisschen Ökumene.“

Mit diesem Satz hat er ausgesprochen, was Stadtsuperintendent Bernhard Seiger etwas später in seiner Begrüßung bekräftigen wird, als er an die ökumenische Feier im Dom zur Eröffnung der Karnevalssession erinnert. Dazu skizziert er die Parallelen von Kirche und Karneval, die ja ohnehin schon immer irgendwie zusammengehört haben: „Zuversicht zu schenken ist unsere gemeinsame Aufgabe.“

„Karneval ist bunt und soll auch so bleiben“

Dass dem Dreigestirn aus dem Hause Klupsch der Besuch der Kartause wichtig war, betont Bauer Werner. „Wir wollen zeigen: Wir sind allen Religionen verbunden. Karneval ist bunt und soll auch so bleiben.“ Prinz Sascha I., im richtigen Leben Neffe des Bauern, spricht ebenfalls von seinem Wunsch, die fünfte Jahreszeit als friedliches und fröhliches Fest zu feiern und stellt den Besuch unter das Motto „Fastelovend für alle!“ Das ganz offizielle Motto der Tollitäten lautet übrigens „Wat e Theater – Wat e Jeckespill“.

Ein Dreigestirn, das diesmal aus Vater, Sohn und Onkel besteht, ist nicht nur eine Besonderheit, sondern passt auch gut zum Prinzen, der zur Begrüßung klarstellt: „Familie ist wichtig, und wir Jecke sind doch alle eine Familie, egal wo wir herkommen.“

Deutliche Sätze von Pfarrer Thomas Herzberg, seines Zeichens Regimentspfarrer der Karnevalsgesellschaft Treue Husaren Blau-Gelb von 1925, die seit 24 Jahren zum ersten Mal wieder das karnevalistische Zuhause des Dreigestirns ist, lassen die bunt kostümierten Gäste erst still werden und dann umso lauter applaudieren. Markus Herzberg zitiert eine Mainzer Büttenrede aus dem Jahr 2022. Darin heißt es unter anderem, hier umgemünzt auf Köln: „Köln ist weltoffen, ihr nehmt uns die Freiheit nicht. Juden, Christen und Muslime leben hier zusammen, die Demokratie wird triumphieren, dieses Land werdet ihr niemals regieren.“

Eine Hommage an die Vielfalt

Und es ist sicherlich auch kein Zufall, dass das Medley, mit dem das Dreigestirn schließlich alle zum Tanzen und Singen bringt, mit dem „Jröne Papagei“ von Kasalla und Eko Fresh, einer Hommage an die Vielfalt, startet. Ja, kräftig tanzen lässt das singende Dreigestirn, unterstützt von Kantor Thomas Frerichs, seine Gäste und hat sogar Zeit für Fotos, trotz weiterer Termine – mehr als 400 sind es insgesamt in dieser ziemlich kurzen Session, ein gutes Dutzend stehen am Tag des Besuchs im Haus der evangelischen Kirche auf der Liste.

Auch bei den Terminen herrscht Vielfalt, wie Bernhard Seiger betont: „Es ist ganz wunderbar, dass ihr auch soziale Einrichtungen besucht. Das zeigt euer waches Gewissen. Der Verein ,Kleine Hilfen Köln`, den wir, ebenso wie ihr, unterstützen, ist eine weitere Verbindung zwischen uns.“

Auffällig viele als Bauarbeiterinnen und Bauarbeiter Verkleidete

Der Stadtsuperintendent hatte sich übrigens erneut die Zimmermannskluft angezogen, während auffällig viele gut gelaunte Bauarbeiterinnen und Bauarbeiter die Räume bevölkerten. Ein „subtiler“ Hinweis auf das Projekt „Campus Kartause“, das als Haus der Bildung schon bald in der Kölner Südstadt Form annehmen wird. Ab Ende 2026 sollen die Melanchthon-Akademie, die Evangelische Familienbildungsstätte, das Evangelische Jugendreferat, das Schulreferat und das Pfarramt für Berufskollegs dort ein neues Zuhause finden. Dazu sind Wohnungen, ein Studierendenwohnheim und Büros für Verwaltung geplant.

Und zum Schluss des bunten Besuchs durfte natürlich eins nicht fehlen: Die feierliche Übergabe der Beffchentorte, die mit einigem Pomp durch den Raum getragen und dankend von einem fröhlichen Dreigestirn angenommen wurde.

Text: Katja Pohl
Foto(s): Matthias Pohl

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