„Du bist wunderbar gemacht“: Der „Mehr-als-Noten-Segen“ am letzten Schultag in Köln und Region mit großer Resonanz
Am 17. Juli, dem letzten Schultag vor den Sommerferien in NRW, erhielten Schülerinnen und Schüler ihre Zeugnisse und machten sich auf den Nachhauseweg. Wer wollte, konnte sich auch in diesem Jahr an verschiedenen Orten in Köln und darüber hinaus den „Mehr-als-Noten-Segen“ zusprechen lassen. Das Projekt des Netzwerkes „hier+weiter – Evangelisch leben in Köln“ wird unterstützt von zahlreichen Kirchengemeinden und dem Evangelischen Schulreferat.
Dass unabhängig von Zeugnisnoten oder beruflichen Erfolgen – und Misserfolgen – jede und jeder wertvoll ist und „wunderbar gemacht“ wurde, das wurde auch vielen Menschen auf dem Vorplatz von St. Nikolaus an der Berrenrather Straße in Köln-Sülz zugesagt. Dort, in relativer Schulnähe, errichtet seit der Premiere 2024 Mareike Maeggi, Pfarrerin der Evangelischen Kirchengemeinde Köln-Klettenberg, ein mit farbigen Kreppbändern geschmücktes und von Seifenblasen umwehtes „Segenstor“.

Mareike Maeggi empfand die diesjährige Aktion erneut als sehr schön und intensiv. „Zahlreiche Kinder haben sich segnen lassen, auch Jugendliche und Erwachsene, die ebenso dankbar für den persönlichen Zuspruch gewesen sind“, freute sich die Pfarrerin über rund achtzig Besuchende. Darunter Absolventinnen einer Erzieherinnen-Ausbildung sowie Schülerinnen, die ihre Familien per Videoanruf zuschalteten. In diversen Gesprächen erfuhr Maeggi unter anderem, dass einige Schülerinnen die Segnung am Beginn der Ferien schon als Tradition ansehen. Große Freude bereitete Jung und Alt nicht nur das angebotene erfrischende Wassereis. Auch der jüngst entworfene Aufkleber mit einem Regenbogen-Motiv und dem Mutmachspruch „Du bist gut genug“ kam sehr gut an.
„Segen für dich!“
Nicht nur in Sülz nahmen die Gesegneten gerne eine Segenskarte mit ermutigendem Text in Empfang. „Segen für dich!“, ist die Textversion für Schülerinnen und Schüler überschrieben: „Für jede durchgehaltene Stunde, jedes Über-dich-hinaus-Wachsen, jedes Gegen-den-Strom-Schwimmen, deinen Mut, dich etwas zu trauen oder nein zu sagen. Ein weiteres Schuljahr geschafft. Manches war gut, anderes nicht. Jetzt sind Ferien und du bist gut so wie du bist.“
„Segenstore“ auch in Köln-Lindenthal, -Braunsfeld, -Riehl und Bergheim
Pfarrer Gerd Maeggi und Prädikantin Dr. Heike Henneken aus der Evangelischen Kirchengemeinde Köln-Lindenthal verteilten im Zuge ihrer Segnungen auf dem Karl-Schwering-Platz rund 200 Wassereis. Auch aus der Evangelischen Clarenbach-Kirchengemeinde Köln-Braunsfeld erhielt Mareike Maeggi eine sehr positive Rückmeldung von Pfarrerin Ulrike Graupner, die Schülerinnen und Schüler auf dem Clarenbachplatz empfing. Ein bunt geschmückter Bogen, eine Seifenblasenmaschine und Poster sowie Segenskarten und Wassereis zum Mitnehmen markierten ebenso den Segensort auf dem Riehler Gürtel. Dort, nahe der beiden Grundschulen im Stadtteil, segnete Pfarrerin Anna-Maari Tölle von der Evangelischen Kirchengemeinde Köln Niehl-Riehl gemeinsam mit

Diakon Dirk Küffen von der benachbarten Katholischen Kirchengemeinde St. Engelbert und St. Bonifatius. Laut Henrike Berg, Managerin der Evangelischen Kirchengemeinde, wurde „das Angebot von über hundert Personen wahrgenommen“. Die Resonanz, auch die der „unbeteiligten Passanten“, bezeichnete sie als „durchweg positiv“.
Die Evangelische Trinitatis-Kirchengemeinde an der Erft lud zum „Mehr-als-Noten-Segen“ direkt vor dem Gemeindezentrum Arche in der Fußgängerzone in Bergheim ein.
Schulreferent warb im Vorfeld an Schulen um Beteiligung
Wie im letzten Jahr hatte Pfarrer Thomas vom Scheidt vom Evangelischen Schulreferat im Vorfeld der Veranstaltung Kontakt zu Schulen im Gebiet des Kirchenverbandes Köln und Region geknüpft. Diese dienten als Multiplikatoren, so der Schulreferent. In einigen der kooperierenden Schulen seien die Schülerinnen und Schüler über die Aktion und die Segensorte der Kirchengemeinden informiert worden. „In anderen wurden die zur Verfügung gestellten Segenskarten direkt mit dem Zeugnis oder auf dem Schulhof ausgegeben.“ Für 2027 wolle man „diese schöne Idee verbreiten und an noch mehr Schulen tragen“, so vom Scheidt.
Text: Engelbert Broich
Foto(s): Engelbert Broich / Frank Weinert
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