Unsere Wochentipps: Segensfeste, Sommerklänge, Veggie-Burger und queere Geschichte – 7 Tage voller Begegnungen
Unsere Wochentipps spiegeln wieder einmal, wie vielfältig evangelisches Leben im Sommer sein kann. Kölner Klostergärten und Kirchen werden zu Orten des Aufbruchs – für Musik, Erinnerung, Gemeinschaft und Feier. Eine historische Ausstellung in Deutz erzählt von queeren Lebensgeschichten im Nationalsozialismus, während im Grünen vor Rösrath Paare jeden Hintergrunds ihren Segen empfangen können. Der Kölner Sommer zeigt sich von seiner geselligen Seite: beim Kochen und Chillen im After-Office-Format, beim Sommerfest mit Graffiti und Livemusik in Wesseling und beim Soundgarden-Festival, das jungen Musikerinnen eine besondere Bühne unter freiem Himmel gibt. Wer die Woche ausklingen lassen möchte, findet im Martin-Luther-Haus ein Benefizkonzert der Extraklasse – mit einem Pianisten, dessen Biografie so außergewöhnlich ist wie sein Programm.
Beats & Burger – Junger Campus Sommernacht Kochevent
Veggie-Burger kochen, Beats genießen – After-Office im Kölner Sommer
Brutzeln, Schnippeln und Austauschen bei chilligen Klängen steht am Donnerstag, 9. Juli, 18 bis 21 Uhr, im Casino des Evangelischen Kirchenverbandes Köln und Region, Kartäusergasse 9–11, auf dem Programm. Im Rahmen der Sommernächte in der Reihe „Junger Campus“ und in Kooperation mit dem Ernährungsrat der Stadt Köln veranstaltet die Evangelische Familienbildungsstätte Köln eine Veggie-Burger-Kochsession. Anschließend wird auf der begrünten Terrasse gemeinsam gegessen und das After-Office-Event entspannt ausklingen gelassen. Die Teilnahme kostet 15 Euro, inklusive aller Lebensmittel und Getränke. Eine Anmeldung unter www.fbs-koeln.org ist erforderlich.
www.fbs-koeln.org
„gefährdet leben. Queere Menschen 1933–1945″
Ausstellung in der St. Johannes-Kirche Köln-Deutz
Die Ausstellung „gefährdet leben. Queere Menschen 1933–1945″ der Bundesstiftung Magnus Hirschfeld ist ab Samstag, 4. Juli, bis Sonntag, 16. August, in der St. Johannes-Kirche, Tempelstraße 31, in Köln-Deutz zu sehen. Eröffnet wird sie mit einer Vernissage am Donnerstag, 9. Juli, 18.30 Uhr, zu der Pfarrer Tim Lahr, Leiter der Queeren Kirche Köln, einlädt. Die historisch-dokumentarische Wanderausstellung, die bereits im Deutschen Bundestag gezeigt wurde, zeichnet anhand von Dokumenten, Fotografien und persönlichen Biografien die Lebensgeschichten queerer Menschen im Nationalsozialismus nach – darunter auch bislang unveröffentlichtes Material. Die Ausstellung gliedert sich in fünf Themeninseln: Sie thematisiert die Zerstörung queerer Infrastrukturen, die Ausgrenzung aus der sogenannten Volksgemeinschaft und die Praktiken der Verfolgung, aber auch Wege der Selbstbehauptung und des Eigensinns. Weitere Schwerpunkte sind Haftgründe und Haftorte sowie die Situation queerer Menschen nach 1945 – zwischen Weiterverfolgung und emanzipatorischen Handlungsräumen. Die Ausstellung erzählt damit keineswegs nur Verfolgungsgeschichten, sondern gibt auch Einblick in widerständige Lebenswege in einer widrigen Lebensrealität. Der Eintritt ist frei.
www.evangelisch-deutzpoll.de
Hochzeit im Grünen – Pop-up-Hochzeit in Rösrath
Das Hätzjeföhl-Segensbüro segnet Paare in der Kirche und im Freien
Paare, die ihre Beziehung segnen lassen möchten, sind am Samstag, 11. Juli, ab 10 Uhr, an der Volberger Kirche, Volberg 1, willkommen. Das Segensbüro „Hätzjeföhl“ des Evangelischen Kirchenverbandes Köln und Region richtet dort eine Pop-up-Hochzeit aus: Rund ein Dutzend segnende Personen stehen bereit, um Paaren in persönlichen kleinen Ritualen den Segen zuzusprechen – ob in der Kirche, draußen im Grünen, an einem stillen Ort oder mitten im Dorf. Auch die Musik ist frei wählbar: Stehgeiger, Gitarre oder Orgel. Ob heterosexuell oder queer, ob standesamtlich verheiratet oder nicht – alle Paare sind willkommen, denn niemand soll aus formalen Gründen auf einen Segen verzichten müssen. Vor der Segnung gibt es ein Kennenlerngespräch, danach ein Glas Sekt und ein Hochzeitsfoto. Wer spontan vorbeikommen möchte, ist herzlich willkommen; wer eine feste Uhrzeit bevorzugt, kann sich vorab anmelden. Weitere Informationen und Anmeldung unter www.haetzjefoehl.de
www.haetzjefoehl.de
Sommerfest und Sommerserenade an der Kreuzkirche
Ein buntes Fest für Jung und Alt – mit Graffiti-Workshop
Mit einem bunten Programm für Jung und Alt feiert die Evangelische Kirchengemeinde Wesseling am Samstag, 11. Juli, 15 Uhr, ihr Sommerfest an der Kreuzkirche, Kronenweg 67. Neben Essen und Trinken gibt es ab 13 Uhr einen Graffiti-Workshop. Ab 18 Uhr schließt sich die Sommerserenade an, die ein abwechslungsreiches musikalisches Programm bietet.
www.evangelisch-wesseling.de
„Soundgarden Festival – Young Women on Stage im Klostergarten
Mini-Festival im Freien an der Kartäuserkirche
Zum ersten Mal findet im Klostergarten der Kartäuserkirche, Kartäusergasse 7, am Samstag, 11. Juli, 19 Uhr bis 22.30 Uhr, das Mini-Festival „Soundgarden – Young Women on Stage“ statt. Das Projekt „Blaupause“ präsentiert vier junge Musikerinnen: Cara, das Alias der Kölner Singer-Songwriterin Cara Luisa Bäumer, erzählt in ihren Liedern schonungslos und poetisch von Selbstfindung, Liebe, Verlust und Familie. Das Indie-Folk-Trio Animat aus Paderborn mit Anna Meier, Tabea Niewerth und Milena Wagner ergänzt das Festival mit mehrstimmigem Gesang und Geschichten über Erwachsenwerden und neue Hoffnung. Tickets sind erhältlich unter www.rausgegangen.de. Der Eintritt kostet zwischen 16,50 und 27,10 Euro. Mit dem Kauf eines Tickets wird das gemeinnützige Projekt „Blaupause“ unterstützt, das Kulturschaffende und Menschen mit Unterstützungsbedarf fördert.
www.kartaeuserkirche-koeln.de
Klavierkonzert mit Michael Yanovitsky – Benefizveranstaltung im Martin-Luther-Haus
Mikhail Yanovitsky, Pianist und Klavierprofessor an der Temple University in Philadelphia, gibt am Sonntag, 12. Juli, 18 Uhr, ein Benefizkonzert im Martin-Luther-Haus, Mehlemer Straße 27. Am August-Förster-Flügel präsentiert der in Sankt Petersburg geborene und am Tschaikovski Konservatorium in Moskau ausgebildete Ausnahmepianist ein virtuoses und vielfältiges Programm: Es erklingen die Goldbergvariationen von Johann Sebastian Bach, die Sonate Nr. 22 von Ludwig van Beethoven sowie Werke von Alexander Skrjabin und Maurice Ravels „La Valse“. Nach der ersten Konzerthälfte gibt es eine Pause mit Getränken und Snacks. Das Konzert dauert etwa zwei Stunden. Ermöglicht wird die Benefizveranstaltung durch die Unterstützung der Volksbank Köln/Bonn. Der Eintritt ist frei, Spenden sind erbeten. Die Spenden kommen dem Deutschen Kinder- und Jugendhospizverein zugute, der Kinder und Jugendliche mit lebensverkürzenden Erkrankungen und ihre Familien durch Ehrenamtliche begleitet. Eine Mitarbeiterin des Vereins stellt die Arbeit zu Beginn des Konzerts vor.
www.kirche-bayenthal.de
Text: APK
Foto(s): APK/AI
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