Vier Wände, die Leben verändern: Ambulant Betreutes Wohnen bei der Diakoniespende 2025/26

26 Plätze gibt es im Ambulant betreuten Wohnen in Außenwohnprojekten der Diakonie Köln und Region, die durch die beiden Mitarbeitenden im Diakoniehaus Salierring betreut werden. Aufgeteilt sind diese Plätze auf drei Wohnprojekte – eines in Rath, zwei in Dünnwald. In Rath gibt es sechs Plätze in einem Haus, das die evangelische Kirche der Diakonie vermietet; in Dünnwald gehört der Wohnraum der Antoniter Siedlungsgesellschaft und der Dr. Peter Deubner-Stiftung. Entstanden ist das Angebot, das derzeit gemischtgeschlechtliche Wohngemeinschaften wie auch reine Frauen-WGs vorsieht, in den 1990er-Jahren. So viel zu den nüchternen Eckdaten. Diese allerdings können nicht einmal ansatzweise beschreiben, wie wertvoll das Angebot der Diakonie für viele Menschen im Laufe der Jahre geworden ist. Denn eigener Wohnraum hilft, wieder in einen strukturierten Alltag zu finden, schenkt Geborgenheit und Sicherheit. Sich in die eigenen vier Wände zurückziehen zu können gibt Ruhe, schenkt Privatsphäre. Die eigene Wohnung – sei es auch, wie im Wohnprojekt, nur auf Zeit – ermöglicht einen Neustart in Richtung Ausbildung oder Beruf. Unterstützt werden die Menschen, die das Wohnprojekt nutzen, durch Sonja Walbert und Florian Grüters vom Diakoniehaus Salierring aus.

Das Diakoniehaus ist bis zu diesem September Empfänger der Diakoniespende des Kirchenverbandes Köln und Region und hat es sich zum Ziel gesetzt, wohnungslose oder obdachlose Menschen bestmöglich zu unterstützen. Das betreute Wohnen in den Außenwohnprojekten ist dabei eines von vielen Angeboten. Es richtet sich an Menschen zwischen 21 und 65 Jahren in besonders schwierigen Lebensverhältnissen – sei es durch Schulden, fehlende berufliche Qualifikation oder psychosoziale Schwierigkeiten.

„Wer seine Lebenssituation positiv verändern möchte, kann bei uns Hilfe erhalten“

Michael Lampa, Fachdienstleiter im Diakoniehaus Salierring, erläutert: „Wer seine Lebenssituation positiv verändern möchte, kann bei uns Hilfe erhalten.“ Dazu gehört die Unterstützung bei der materiellen Existenzsicherung, Hilfe bei psychischen oder gesundheitlichen Problemen, eine Entschuldung und die Rückkehr in ein Leben mit sozialer Teilhabe. Wer das Wohnprojekt verlässt, um eine eigene Wohnung langfristig zu beziehen, erhält rund sechs Monate lang weiter eine sozialarbeiterische, auf den Bedarf abgestimmte Unterstützung.

Michael Lampa weiß, dass das Ambulant betreute Wohnen für viele Männer und Frauen ein Weg war und ist, ins Leben zurückzufinden. Aber er sieht auch die Schwierigkeiten. „Bezahlbaren Wohnraum für Menschen mit größeren Problemen zu finden, war immer schwierig. Inzwischen gibt es weitere Unterstützungsangebote wie unseres, was die Suche noch einmal deutlich erschwert hat.“ Auch die Verweildauer habe sich entsprechend verlängert. Geplant waren etwa ein bis zwei Jahre, doch diese Zeitspanne reicht oft nicht mehr, um sich neu zu orientieren und eine eigene Wohnung auf Dauer zu finden.

Jeder Mensch zählt – und jede Spende auch

Trotzdem ist auch dem Fachbereichsleiter klar, wie wichtig das Angebot der Diakonie ist. „Jeder Mensch, dessen Leben wir durch unsere Arbeit eine Zukunft und eine Perspektive schenken können, ist ein Gewinn.“

SPENDEN SIE AN

Ev. Kirchenverband Köln und Region
Stichhttps://www.diakoniespende-koeln.de/wort: Diakoniehaus Salierring
Kreissparkasse Köln
IBAN DE10 3705 0299 0000 0044 04
BIC COKSDE33XXX

Text: Katja Pohl
Foto(s): Matthias Pohl

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