Quirlsberg Akademie: 19 frisch examinierte Pflegekräfte

Ein weiterer Jahrgang der Quirlsberg Akademie hat erfolgreich die dreijährige Ausbildung zu Pflegefachfrauen und Pflegefachmännern abgeschlossen. 19 frisch examinierte Pflegefachkräfte der gemeinsamen Pflegeschule des Evangelischen Krankenhauses Bergisch Gladbach (EVK) und der zugehörigen diakonischen Einrichtungen des Gesundheitscampus Quirlsberg sowie des Krankenhauses Wermelskirchen haben ihre Examensurkunden erhalten. Sie sind nach dem Wechsel zur generalistischen Pflegeausbildung der zweite Abschlussjahrgang mit der neuen Berufsbezeichnung.

Schulleiter Georg Kerkhoff erinnerte im Rahmen der Examensfeier an die vielfältigen Herausforderungen, die von Schülern, Lehrern und den Praxisanleitern in den Einrichtungen gemeistert werden mussten, denn der Kurs startete im Herbst 2020 inmitten der Corona-Pandemie: „Die Theorie mussten sie alle sich zunächst überwiegend alleine und zu Hause aneignen. Der Einstieg in die Praxis während einer weltweiten Pandemie war ebenfalls eine große Herausforderung“, sagte Kerkhoff. „Ich freue mich deshalb umso mehr, dass sie die Ausbildung gemeistert haben.“

Eine Premiere war der Kurs für Lehrer Marcus Lüghausen, der zum ersten Mal die Kursleitung übernahm und zum Start selbst noch in der Endphase seines Masterstudiums steckte: „Euch werde ich immer in besonderer Erinnerung behalten. Vielen Dank. Ich und das gesamte Lehrerteam sind sehr stolz auf euch.“

Die generalistische Pflegeausbildung vereint seit 2020 die Berufsbilder Krankenpflege, Kinderkrankenpflege und Altenpflege. Für das EVK Bergisch Gladbach und die zugehörigen diakonischen Einrichtungen auf dem Quirlsberg gratulierten Betriebs- und Pflegedienstleiter Thomas Stokowy und Thomas Miedzinski als Einrichtungsleiter der Einrichtungen von Quirlsberg Pflege & Wohnen. Im Namen des Krankenhauses Wermelskirchen überbrachte Pflegedienstleiter Thomas Rittershaus die Glückwünsche des Hauses.

Im Namen des Abschlussjahrgangs dankten die beiden Kurssprecherinnen Bianca Ley und Anna Garz für die Unterstützung im Rahmen der Ausbildung und darüber hinaus: „Alle Beteiligten haben in einer herausfordernden Zeit regelmäßig organisatorische Meisterleistungen vollbracht.“

Die erfolgreichen Absolventinnen und Absolventen:

Bergisch Gladbach

Hannah Altenbach, Hanna Bartel, Jessica Brantsch, Kim Emonds, Anna Garz, Jacqueline Gengnagel, Jana Kemper, Rea Lang, Siham El Aissaoui, Silvia Hasan, Johanna Radix, Erblina Zequiri

Wermelskirchen

Irem Igdeli, Özge Keser, Louisa Koch, Annabelle Krauß, Hannah Krauß, Bianca Ley, Michelle Wrona, Mikaela Atak (Gesundheits- und Krankenpflegerin)

Text: Robert Schäfer
Foto(s): Daniel Beer

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Kirche2go fragt: Was war die Hauptbotschaft Jesu?

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Hier der ganze Text zum Nachlesen:

Was war eigentlich die Hauptbotschaft Jesu? Ich weiß nicht, was dir vielleicht gerade einfällt. Worum hat Jesus wohl am meisten geredet? War es über die Frage, wer in den Himmel kommt, wer in die Hölle kommt oder was man tun muss, um irgendwie bei Gott zu sein? Eigentlich dreht sich die Hauptbotschaft Jesu immer wieder um das Reich Gottes auf Erden, also um den Traum von einer Gesellschaft, in der alle Menschen gut miteinander umgehen, in der etwas von der Liebe Gottes in dieser Welt spürbar wird, in der es um Gerechtigkeit, Frieden und die Bewahrung der Schöpfung geht. Darüber hat Jesus eigentlich hauptsächlich geredet. Und ich persönlich, als Christ, denke, dass es auch meine Aufgabe ist, an diesem Reich in dieser Welt weiterzubauen. Dabei geht es mir weniger darum, wer jetzt in den Himmel oder in die Hölle kommt, sondern darum, etwas von Gottes Liebe in dieser Welt jetzt schon sichtbar werden zu lassen. Vielleicht hast du ja Lust, mitzubauen.

Text: Nico Buschmann
Foto(s): APK

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Schweigegang vom Dom zur Synagogen-Gemeinde: Solidarität mit Israel und den Jüdinnen und Juden in der Stadt

„Ich bin sehr bewegt“, sagte Stadtsuperintendent Bernhard Seiger im strömenden Regen vor der Synagoge an der Roonstraße nach dem Schweigegang. „Dass so viele Menschen unter diesen widrigen Umständen gekommen und bis zum Ende mitgegangen sind, ist ein starkes Zeichen für die Solidarität der Menschen in dieser Stadt mit den jüdischen Mitbürgerinnen und Mitbürgern in Köln.“ 3000 Teilnehmende hatten sich zu Beginn des Schweigegangs auf dem Roncalliplatz am Dom versammelt. Eingeladen hatten der Evangelische Kirchenverband Köln und Region, das Katholische Stadtdekanat, der Katholikenausschuss für die Stadt Köln sowie zahlreiche Institutionen und Initiativen. Auch evangelische Gemeinden hatten zur Teilnahme aufgerufen. Die Einladung stand unter der Überschrift: „Wir trauern um die Opfer des Terrors gegen Israel. Wir stehen an der Seite unserer jüdischen Mitbürger*innen!“

Unter den Teilnehmenden waren auch der nordrhein-westfälische Ministerpräsident Hendrik Wüst, Innenminister Herbert Reul, Medienminister Nathanael Liminski, sowie Justizminister Benjamin Limbach (Grüne) und Bildungsministerin Dorothee Feller (CDU). Die Leitung der Evangelischen Kirche im Rheinland wurde unter anderem vertreten durch Präses Dr. Thorsten Latzel und Oberkirchenrätin Dr. Wibke Janssen. Auch Abraham Lehrer, Vorstand der Synagogen-Gemeinde Köln und Vizepräsident des Zentralrats der Juden in Deutschland, und Guido Assmann, Generalvikar des Erzbistums Köln, gingen vom Dom zur Glockengasse und anschließend zur Synagoge.

Ein Zeichen der Trauer

Die Einladung stand unter der Überschrift: "Wir trauern um die Opfer des Terrors gegen Israel. Wir stehen an der Seite unserer jüdischen Mitbürger*innen!"
Die Einladung stand unter der Überschrift: „Wir trauern um die Opfer des Terrors gegen Israel. Wir stehen an der Seite unserer jüdischen Mitbürger*innen!“

Stadtsuperintendent Bernhard Seiger und Stadtdechant Robert Kleine begrüßten die Teilnehmenden in kurzen Statements auf dem Roncalliplatz. Kleine rief auf zum Gebet für Frieden im Nahen Osten. „Der Hamas-Angriff vom 7. Oktober ist der ,tödlichste Tag‘ für Juden seit dem Holocaust. Es herrscht Krieg in Israel. Im Gazastreifen. Es gibt Tote und Verletzte auf beiden Seiten. Das ist furchtbar. Menschliches Leid, Tod und Zerstörung in Israel und im Gazastreifen können und dürfen nicht gegeneinander aufgewogen werden. Jedes Opfer ist eines zu viel. Und wir trauern um die, die unverschuldet aus dem Leben gerissen oder verletzt wurden“, sagte Kleine. Der Schweigegang sei zunächst ein Zeichen der Trauer und der Anteilnahme mit den Opfern des barbarischen Massakers, mit den Toten, den Verletzten, den Verschleppten, ihren Familien und allen Trauernden.

Der evangelische Stadtsuperintendent Bernhard Seiger betonte, der Hamas-Angriff dürfe durch nichts gerechtfertigt werden, und fügte hinzu: „Wir stehen unverbrüchlich an der Seite der jüdischen Mitbürger und Mitbürgerinnen Kölns.“ Und weiter: „Seit dem mörderischen Angriff der Hamas müssen wir in vielen Ländern und auch bei uns in Deutschland erleben, dass es nicht nur Gleichgültigkeit und Kälte gegenüber den jüdischen Opfern gibt, sondern dass sich offener Antisemitismus Bahn bricht auf Demonstrationen und in den Sozialen Netzwerken; er zeigt sich in Schmierereien an Wänden und Angriffen auf jüdische Geschäfte. Aber er bricht auch in den Alltag unserer jüdischen Mitbürgerinnen und Mitbürger in unserem Land und in unserer Stadt ein. Man hat fast das Gefühl, Antisemitismus ist salonfähig geworden und nicht mehr nur ein Thema der extremen Rechte, sondern auch in Teilen des linken, des migrantischen und des kulturellen Milieus.“ Seiger fuhr fort: „Wir gehen deshalb heute Abend gegen jede Form von Antisemitismus auf die Straße! Trauer und Betroffenheit brauchen eine Form. Diese ist heute am Vorabend des 9. November das Schweigen. Es gibt, wie es im Testament des Volkes Israel heißt, eine Zeit des Redens und eine Zeit des Schweigens.“

Am Standort der ehemaligen Synagoge hielt man kurz inne. Sie stand bis zur Pogromnacht 1938 neben der heutigen Oper. Dort steht heute ein Bürohaus. Im Erdgeschoss werden Golf-Artikel verkauft. Seiger erinnerte an die Geschichte: „Die Glockengasse war von 1802 bis 1938 eines der wichtigsten jüdischen Zentren Kölns. Die Synagoge hier war die erste Synagoge Kölns in der Neuzeit. Der prachtvolle Bau wurde von dem protestantischen Dombaumeister Ernst Friedrich Zwirner erbaut, eingeweiht 1861.“ Schlägertrupps der Nazis hätten die Synagoge und umgebende jüdische Geschäfte niedergebrannt. „Das Ziel war, jüdische Bürgerinnen und Bürger zutiefst zu beschämen und ihnen zu zeigen: Ihr habt hier keinen sicheren Ort und seid nicht erwünscht.“

Stadtdechant Kleine fügte hinzu: „Vor genau einem Jahr wurde die Fassade bei einer Lichtinstallation mit Bildern des alten Baus und des Zerstörungshandelns angestrahlt, um an den Bau und dieses schreckliche Ereignis zu erinnern. Heute, nach 85 Jahren wissen wir: Der Hass auf jüdische Menschen ist nicht vorbei. Wir trauen mit unseren jüdischen Geschwistern um die Opfer vor 85 Jahren und die Opfer des Massakers am 7. Oktober in Israel.“

Von der Glockengasse ging es weiter zur heutigen Synagoge an der Roonstraße. Dort beteten der Rabbiner der Gemeinde, Yechiel Bruckner, und der Kantor Mordechaj Tauber für die Opfer des Angriffs der Hamas. Anschließend stellten die Teilnehmenden am Schweigegang brennende Kerzen auf eine Mauer vor der Synagoge und hielten inne zum Gedenken der Opfer.

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Text: Stefan Rahmann
Foto(s): Stefan Rahmann/ (c) Henning Schoon / APK

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Gedenkveranstaltungen zum 9. November: Erinnerung an die Reichspogromnacht

Heute, 9. November, finden in Köln und Umgebung verschiedene Gedenkveranstaltungen statt, um an die schrecklichen Ereignisse der Reichspogromnacht vor 85 Jahren zu erinnern. Die Evangelische Kirche engagiert sich gemeinsam mit anderen Religionsgemeinschaften, Schulen und der Stadt, um das Gedenken an die Opfer der Gewaltherrschaft der Nationalsozialisten aufrechtzuerhalten und ein Zeichen gegen das Vergessen zu setzen. Von Gedenkstunden, Lesungen und musikalischen Darbietungen bis hin zu Schweigegängen und Gebeten bieten die Veranstaltungen eine Möglichkeit für Menschen unterschiedlicher Hintergründe, gemeinsam zu trauern und sich aktiv für eine tolerante und demokratische Gesellschaft einzusetzen:

09.11.2023, 12:00
Evangelisch Leben in Köln und Region
Löwenbrunnen, Erich-Klibansky-Platz, 50667 Köln
Gedenkstunde am Löwenbrunnen
Erinnern an die Shoa am Lern- und Gedenkort Jawne
Am Donnerstag, 9. November, 12 bis 13 Uhr, findet am Löwenbrunnen, Erich-Klibansky-Platz, am Lern- und Gedenkort Jawne, eine Gedenkstunde mit Vertretern der Jüdischen Gemeinde, der Evangelischen Kirche Köln und Region sowie mit Schülerinnen und Schülern statt. Mit Gebeten, Lesungen und Musik wird der Opfer der Shoa gedacht. An diesem Ort wird besonders an die deportierten und ermordeten jüdischen Kinder und Jugendlichen aus Köln erinnert. Hier befand sich von 1884-1942 ein Zentrum jüdischen Lebens in Köln unter anderem mit dem Jüdischen Gymnasium Jawne. Auf dem Rand des Löwenbrunnens stehen die rund 1.160 Namen dieser Kinder und Jugendlichen. Der Lern- und Gedenkort Jawne befindet sich in direkter Nachbarschaft in der Albertusstraße 26.
www.reli-koeln.de

09.11.2023, 17:30
Evangelisch Leben in Köln und Region
Synagoge, Roonstr. 50, 50674 Köln
Veranstaltung zum Gedenken an das Novemberpogrom vor 85 Jahren
„Demokratie in Gefahr – never again is now!“
Am 9. November, 17:30 Uhr findet in der Synagoge, Roonstr. 50, 50674 Köln, eine Veranstaltung zum Gedenken der Novemberpogroms vor 85 Jahren statt. Die Reichspogromnacht stellte den Beginn der systematischen Verfolgung und Ermordung von Jüdinnen und Juden in ganz Europa und auf anderen Kontinenten dar. Auch in diesem Jahr wird dieses Verbrechens gedacht und gemeinsam um die Opfer getrauert. Unter dem Leitgedanken „Demokratie in Gefahr – never again is now!“ sind in diesem Jahr diverse Redebeiträge zu hören, u.a. von Dr. Michael Rado, dem Vorstand der Synagogen-Gemeinde Köln; Henriette Reker, der Oberbürgermeisterin der Stadt Köln; Dr. Bernhard Seiger, dem Stadtsuperintendenten des Evangelischen Kirchenverbands Köln und Region; Msgr. Robert Kleine, dem Stadtdechanten des Katholischen Stadtdekanats, und Prof. Dr. Jürgen Wilhelm, dem Vorsitzenden der Kölnischen Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit. Er erfolgt eine Kranzniederlegung mit Kaddisch-Gebet in der Trauerhalle der Synagoge. Einlass ab 17.00 Uhr. Die männlichen Teilnehmer werden gebeten, eine Kopfbedeckung zu tragen.
www.kirche-koeln.de

09.11.2023, 18:00
Evangelische Gemeinde Köln
Antoniterkirche, Schildergasse 57, 50667 Köln
Gedenken der Pogromnacht
Pfarrer Herzberg, Prädikant Weiler
Gottesdienst gegen das Vergessen
Angesichts der derzeitigen Entwicklung im Nahen Osten und des weltweit aufflammenden Antisemitismus gewinnt das Gedenken an die Pogromnacht, das die Evangelische Gemeinde Köln am Donnerstag, 9. November, 18 Uhr, in der Antoniterkirche, Schildergasse 57, begeht, eine erschreckende Aktualität. Gerade in diesen Zeiten ist die Warnung vor ideologischer Verblendung und menschenverachtendem  Hass, vor Terror, Gewalt und dem bequemen Wegschauen besonders notwendig. Pfarrer Markus Herzberg und Prädikant Martin Weiler leiten die Gedenkstunde, die an die Geschichte erinnert und für die Gegenwart mahnt. Das musikalische Rahmenprogramm gestaltet das Kammermusikensemble „Sinfonietta VivazzA“ unter der künstlerischen Leitung von Pamela Coats.

www.antonitercitykirche.de

09.11.2023, 18:00
Evangelische Kirchengemeinde Wesseling
Pfarrkirche St. Germanus, Bonner Straße 11, 50389 Wesseling
„Gang des Gedenkens“
Erinnerung an die Pogromnacht vom 9. November 1938
Am Donnerstag, 9. November, laden die christlichen Kirchen Wesselings zum „Gang des Gedenkens“ in Erinnerung an die Reichspogromnacht im November 1938 ein. Um 18 Uhr treffen sich die Teilnehmenden an der Pfarrkirche St. Germanus, Bonner Straße 11. Von dort führt der Weg zum Gedenkstein der ehemaligen Synagoge und findet seinen Abschluss am alten jüdischen Friedhof, Römerstraße. Mit dem „Gang des Gedenkens“ wird an die schrecklichen Ereignisse im Zusammenhang mit der Vernichtung jüdischen Lebens, vor 85 Jahren, auch in Wesseling, erinnert.
www.kirche-wesseling.de

09.11.2023, 18:00
Evangelische Kirchengemeinde Lechenich
„Weiterhin das Erinnern bewahren“
Gedenken an die Gräuel der November-Pogrome
Gegen das Vergessen und in Erinnerung an die Gräuel der November-Pogrome nationalsozialistischer Gewaltherrschaft von 1938 lädt der Ökumene-Ausschuss der Evangelischen Kirchengemeinde Lechenich und der katholischen Pfarrgemeinde St. Kilian am Donnerstag, 9. November, 18 Uhr, zu einem Schweigegang ein. Die Teilnehmenden treffen sich am alten Jüdischen Friedhof, An der Weltersmühle. Dort sprechen Pfarrerin Sabine Pankoke und Bürgermeisterin Carolin Weitzel Grußworte. Schülerinnen und Schüler des Gymnasiums Lechenich tragen auf dem Marktplatz eigene Texte und Gedanken vor. An der nächsten Station, der ehemaligen Synagoge, Judenstraße, an die Ereignisse des Jahres 1938 und die 29 jüdischen Mitbürgerinnen und Mitbürger aus Lechenich erinnern, die Opfer der Gewaltherrschaft wurden. Die Veranstaltung endet am Neuen Jüdischen Friedhof, Am Römerhofweg, mit Gedanken von Jochen Schindler zu aktuellen politischen Entwicklungen. Für die musikalische Gestaltung sorgen Hubert Schröder (Flöte) und ein abschließendes Klarinettenspiel.
www.kirche-lechenich.de

09.11.2023, 19:00
Evangelische Immanuelgemeinde Köln-Longerich / Evangelische Kirchengemeinde Köln-Mauenheim-Weidenpesch
Katholischen Kirche St. Quirinus, Bergstraße 91, 50739 Köln
Ökumenisches Gedenken an die Reichspogromnacht
Lesung mit Musik in der Kirche St. Quirinus
Zu einem ökumenischen Gedenken an die Reichspogromnacht und die Opfer der Gewaltherrschaft der Nationalsozialisten am Donnerstag, 9. November, 19 Uhr, laden die evangelischen und katholischen Kirchengemeinden in Mauenheim, Weidenpesch und Longerich ein. In der katholischen Kirche St. Quirinus, Bergstraße 91, findet eine Lesung mit Musik statt.
www.kirche-mauwei.de

09.11.2023, 19:00
Evangelische Kirchengemeinde Porz
Lukaskirche, Porz-Mitte, Mühlenstraße 2, 51143 Köln
Gedenkfeier Reichspogromnacht
Zeichen der Hoffnung in der Lukaskirche Porz
Zu einer Gedenkfeier in Erinnerung an die Gräuel der Reichspogromnacht von 1938 lädt der Arbeitskreis der Religionen in Porz ein. In der Lukaskirche Porz-Mitte, Mühlenstraße 2, soll am Donnerstag, 9. November, 19 Uhr, in solidarischer Verbundenheit getrauert werden. Zugleich möchten die Veranstalter dazu ermutigen, in der heute nötigen Wachsamkeit und Verantwortung für die Gesellschaft und die Zukunft nicht nachzulassen und ein Zeichen der Hoffnung setzen.
www.kirche-porz.de

Text: APK
Foto(s): Canva/APK

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Unsere Wochentipps: Kammerchor VoxBona und „Literatur in der Kirche“

Unsere Wochentipps laden ein! Am Freitag feiert der Förderverein Kirchenmusik in der Antoniterkirche sein 20-jähriges Jubiläum mit einem Konzert namens „KirchenTöne“. Am Sonntag steht die Einführung von Pfarrer Gerd Maeggi in der Paul-Gerhardt-Kirche auf dem Programm und ein musikalischer Abend unter dem Motto „Musik trifft Lyrik – Momente des Friedens“ lädt in die Andreaskirche Schildgen. Die Trinitatiskirche präsentiert ein Konzert mit dem Kammerchor VoxBona und dem Sinfonieorchester der Kreuzkirche Bonn. Des Weiteren findet ein Vortrag zur aktuellen Lage der Krisen in Deutschland statt, geleitet von Politikwissenschaftler Prof. Dr. Christoph Butterwegge. Die Kirchengemeinde Sindorf veranstaltet einen literarischen Abend mit Spiegel-Bestseller-Autorin Alena Schröder in der Christus-Kirche.

Die Tipps in der Übersicht:

10.11.2023, 18:15
Evangelische Gemeinde Köln
Antoniterkirche, Schildergasse 57, 50667 Köln
20 Jahre Förderverein Kirchenmusik
Konzert KirchenTöne in der Antoniterkirche
Vor 20 Jahren wurde der Förderverein Kirchenmusik gegründet. Aus diesem Anlass lädt der Förderverein zu einem Konzert am Freitag, 10. November, 18.15 Uhr, in die Antoniterkirche, Schildergasse 57, ein. Das Orchester der Antoniterkirche unter der Leitung von Kirchenmusikdirektor Johannes Quack, Peter Scheerer (Trompete), Geo del Valle Miranda und Paul Rhee (beide Horn) sowie Johannes Geffert (Orgel) lassen Werke von Georg Friedrich Händel, Leopold Mozart und Josef Rheinberger erklingen. Und noch etwas gibt es an diesem Tag zu feiern: die Einweihung der „Chimes“ in der Antoniterorgel. Bei den „Chimes“ handelt es sich um besondere Röhrenglocken, die vom Spieltisch angeschlagen werden und das Klangrepertoire des Instrumentes erweitern. Sie sind einmalig in Köln und wurden durch Spenden finanziert. Der Eintritt ist frei, Spenden für die musikalische Arbeit an der Antoniterkirche sind erwünscht.
www.antonitercitykirche.de

12.11.2023, 10:00
Evangelische Kirchengemeinde Köln-Lindenthal
Paul-Gerhardt-Kirche, Gleueler Straße 106, 50935 Köln
Einführung von Pfarrer Gerd Maeggi
Gottesdienst mit Superintendentin Susanne Beuth
Am Sonntag, 12. November, 10 Uhr, wird Pfarrer Gerd Maeggi in der Paul-Gerhardt-Kirche, Gleueler Straße 106, in sein neues Amt als Pfarrer der Evangelischen Kirchengemeinde Köln-Lindenthal, eingeführt. Die Einführung erfolgt durch Pfarrerin Susanne Beuth, Superintendentin des Evangelischen Kirchenkreises Köln-Mitte.
www.kirche-lindenthal.de

12.11.2023, 17:00
Evangelische Kirchengemeinde Altenberg/Schildgen
Ev. Andreaskirche Schildgen, Voiswinkeler Str. 40, 51467 Bergisch Gladbach
Musik trifft Lyrik – Momente des Friedens
Klavierstücke ukrainischer Komponisten und Rezitation
Klavierminiaturstücke ukrainischer und anderer Komponisten sowie Gedichte und kleine Geschichten verschiedener Autorinnen und Autoren tragen Ulrike Mütze und Bettina Sonnenschein (beide Rezitation) sowie Holger Koslowski (Klavier) am Sonntag, 12. November, 17 Uhr, in der Andreaskirche Schildgen, Voiswinkeler Straße 40, vor. Der Abend steht unter dem Motto „Musik trifft Lyrik – Momente des Friedens“. Der Eintritt ist frei, um eine Spende zugunsten des Fördervereins der Andreaskirche wird gebeten
www.andreaskirche-schildgen.de

12.11.2023, 19:00
Trinitatiskirche
Trinitatiskirche, Filzengraben 4, 50676 Köln
„Mozart, Bach, Mendelssohn“
Konzert mit dem Kammerchor VoxBona und Sinfonieorchester der Kreuzkirche Bonn
VoxBona, der vielfach preisgekrönte Kammerchor der Kreuzkirche Bonn wird am Sonntag, 12. November, 19 Uhr, die Musik von Johann Sebastian Bach und Wolfgang Amadeus Mozart gemeinsam mit dem Sinfonieorchester der Kreuzkirche Bonn bei einem Konzert in der Trinitatiskirche, Filzengraben 4, interpretieren. Auf dem Programm stehen die Werke „Requiem in d-Moll“ (Mozart), „Bist du bei mir, so geh ich mit Freuden“ (Bach) sowie „Psalm 42“ von Felix Mendelssohn Bartholdy. Der Eintritt kostet 15 Euro, ermäßigt 7 Euro. Kinder bis 12 Jahre haben freien Eintritt. Eintrittskarten gibt es im Vorverkauf über KölnTicket unter Telefon 0221/2801 oder online unter www.koelnticket.de.
www.trinitatiskirche-koeln.de

12.11.2023, 19:30
Evangelische Kirchengemeinde Köln-Klettenberg
Tersteegenhaus, Emmastraße 6, 50937 Köln
Abendgespräch zur Sache
Eine Vortrags- und Diskussionsveranstaltung mit dem Politikwissenschaftler und Armutsforscher Prof. Dr. Christoph Butterwegge
Am Sonntag, 12. November, 19.30 Uhr bis 21 Uhr, findet im Tersteegenhaus, Emmastraße 6, das nächste Abendgespräch zur Sache statt. Der Referent ist der Armutsforscher Christoph Butterwegge, der von 1998 bis 2016 Politikwissenschaften an der Universität zu Köln gelehrt und zuletzt die Bücher „Kinder Ungleichheit. Wie sich die Gesellschaft ihrer Zukunft beraubt“ und „Die polarisierende Pandemie. Deutschland nach Corona“ veröffentlicht hat. Er wird über die aktuellen Krisen (Klima, Pandemie, Energie, Inflation, Krieg) sprechen – was sie für den sozialen Zusammenhalt und die ökologische Transformation bedeuten und wie sie bewältigt werden können – sozial gerecht und im Sinne von Natur- und Klimaschutz. Zu dem Abendgespräch laden die evangelische und katholische Kirchengemeinde in Sülz und Klettenberg mit der Ökumenischen Initiative Eine Welt ein. Der Eintritt frei.
Kontaktperson: Heribert Sticker, Tel. 43 56 21, Email: heribert@sticker.name
www.kirche-klettenberg.de

15.11.2023, 19:30
Evangelische Kirchengemeinde Sindorf
Christus-Kirche, Carl-Schurz-Str. 2 / Ecke Kerpener Straße, 50170 Kerpen-Sindorf
Spiegel-Bestseller: „Bei euch ist es immer so unheimlich still“
Reihe „Literatur in der Kirche“ in Sindorf
Spiegel-Bestseller-Autorin Alena Schröder ist am Mittwoch, 15. November, 19.30 Uhr (Einlass 19 Uhr), zu Gast in der Christus-Kirche Kerpen, Carl-Schurz-Straße 2, und liest aus ihrem neuen Roman „Bei euch ist es immer so unheimlich still“. In der Reihe „Literatur in der Kirche“, der Evangelischen Kirchengemeinde Sindorf, lesen die Autoren und Autorinnen live. Es können Fragen vom Publikum gestellt werden. Der Eintritt kostet 12 Euro. Darin enthalten ist ein kleiner Snack mit Selbstgemachtem und verschiedene Getränke. Karten gibt es im Vorverkauf in der VHS Bergheim, Bethlehemer Straße 25, im Soziokulturellen Zentrum, Mittelstraße 23, sowie in der Buchhandlung Sindorf, Kerpener Straße 81.
www.evangelisch-in-sindorf.de

Text: APK
Foto(s): APK

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Schweigegang vom Dom zur Synagoge: Stadtsuperintendent Seiger und Stadtdechant Kleine solidarisch mit Israel

Die beiden großen christlichen Kirchen sind sich ohne Wenn und Aber einig: Sie stehen an der Seite Israels nach dem terroristischen Angriff der palästinensischen Hamas am 7. Oktober. Und sie handeln: Ein Schweigegang startet morgen, 8. November, um 18 Uhr auf dem Roncalliplatz. Nach einer kurzen Begrüßung durch Stadtdechant Monsignore Robert Kleine und den Stadtsuperintendenten Bernhard Seiger gehen die Teilnehmenden vom Dom zur Synagoge an der Roonstraße. „Wir wollen mit dem Gang an die Pogromnacht von 1938 erinnern“, erklärte Seiger.

Der Termin am Vorabend der großen Gedenkveranstaltung habe „Nachtcharakter“ und das Schweigen sei Ausdruck der Bedrückung, die man empfinde. „Wir wollen das Erinnern nicht durch Reden relativieren“, fuhr Seiger fort. Eine Ausnahme ist auf der Glockengasse geplant. Dort wollen Kleine und Seiger daran erinnern, dass dort bis zur Pogromnacht eine Synagoge gestanden hat.

Der Gang sei auch als Zeichen der Solidarität mit den Opfern des Terrors gegen Israel bei dem Überfall der Hamas am 7. Oktober zu verstehen, ergänzte Kleine. „Die Stimmung in unserer Gesellschaft ist gar nicht so sehr von Entsetzen geprägt“, hat der Stadtdechant beobachtet. „Wenn ich lese, wie da exekutiert und gefoltert wurde, gefriert mir das Blut. Das ist ein Terrorangriff, den man mit dem 11. September vergleichen kann. Die Terroristen hatten damals wie jüngst das Ziel, möglichst viele Menschen zu ermorden.“ Natürlich sei jedes Opfer im Gazastreifen eins zu viel. „Wir aber fühlen uns verbunden mit Israel.“

Gefahr eines Antisemitismus

Kleine sieht die Gefahr eines Antisemitismus in Deutschland, der zunehmend salonfähig werden. Und er verweist auf Beispiele in anderen Ländern. In Dagestan habe ein antisemitischer Mob ein israelisches Flugzeug attackiert. „In der Türkei hängen Plakate an Geschäften, auf denen steht, dass Juden dort nicht einkaufen sollen.“ Und auf der Domplatte hat Kleine gesehen: „Aus den Kreisen mit den Flaggen der Länder, die Straßenkünstler malen, ist die israelische seit dem 7. Oktober verschwunden. Und auf der palästinensischen Flagge liegt immer Geld.“

Das Ziel der Hamas sei die Vernichtung des israelischen Staates und der Juden und Jüdinnen, die dort leben, erklärte Seiger. „Das ist wie bei der Shoa. Jüdisches Leben soll ausgelöscht werden. Unser Platz als Kirche ist ganz klar an der Seite Israels. Und auch an der Seite unserer jüdischen Mitbürger und Mitbürgerinnen in Köln.“ Das Existenzrecht Israels dürfe niemals zur Debatte stehen. Seiger und Kleine räumten ein, dass die Theologie der beiden christlichen Kirchen in früherer Zeit dazu beigetragen habe, dass Antisemitismus entstanden sei. „Wir haben daraus gelernt. Für uns heißt es ,Nie wieder‘. Und da gibt es auch keine theologischen Differenzen“, fasste der Stadtsuperintendent zusammen.

Klar auf Seiten Israels habe sich auch der Rat der Religionen nach seiner jüngsten Sitzung positioniert, sagte Kleine: „Auch die DITIB hat sich dem angeschlossen.“ Vertreter der Synagogengemeinde und der DITIB hätten sich nach der Hamas-Attacke gegenseitig besucht. Der Stadtdechant betonte, dass es neben Stadtdekanat, Katholikenausschuss und Evangelischer Kirchenverband Köln und Region zahlreiche weitere Institutionen gebe, die sich dem Aufruf zur Teilnahme am Schweigegang angeschlossen hätten. „Wirklich jede und jeder ist eingeladen.“

Text: Stefan Rahmann
Foto(s): Stefan Rahmann

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Bikerinnen und Biker trotzen dem Herbstwetter bei Motorrad-Gedenkfahrt zum Altenberger Dom

Bei schmuddeligem Herbstwetter kamen nur die härtesten Bikerinnen und Biker zum Treffpunkt am Militärring, um von Köln aus Richtung Altenberger Dom zu fahren und verstorbenen Bikern mit einem Gottesdienst zu gedenken. Veranstaltet wurde das Ganze von der Aktion Bauer Punkt, der Motorradorganisation innerhalb der evangelischen Kirche Rheinland. So konnte der Tross ziemlich pünktlich starten und ohne große Verzögerungen nach Altenberg fahren.

Ziel war der Altenberger Dom, wo Motorradpfarrer Ingolf Schulz und sein Kollege Thomas Rusch, ebenfalls begeisterter Motorradfahrer, auf die Bikerinnen und Biker warteten. Die Teilnehmenden mussten bei der Fahrt besonders aufpassen, nasse Straßen und feuchtes Laub sind nicht des Bikers Freund. Gefahren wurde mit Polizeibegleitung, einige Straßen und Kreuzungen waren für den Autoverkehr gesperrt. Die Gruppe war überschaubar, so kamen die Maschinen schnell voran, alle waren rechtzeitig am Altenberger Dom, um dem Gottesdienst zuzuhören und sich erst einmal mit einer Bratwurst zu stärken und vor allem wieder aufzuwärmen.

„Der Gottesdienst ist der Ursprung des Ganzen“

Pfarrer Thomas Rusch gab dem Ganzen gleich den richtigen Rahmen: „Die Fahrt ist ja ganz nett, aber der Gottesdienst ist der Ursprung des Ganzen.“ Im Dom gab es noch ein paar Vorbereitungen, der Küster war erst in letzter Minute zum Dom geeilt, um das Gotteshaus hochzufahren, ihm war der Termin gar nicht bekannt. Auch das vierte Mitglied der Band war überraschend noch dazu gestoßen, doch Pfarrer Ingolf Schulz behielt eine stoische Ruhe und konnte kurz vor 14 Uhr den Gottesdienst starten.

„Heute beginnen wir mal mit einem Dank an alle Ehrenamtlichen, die uns diese Veranstaltung ermöglichen“, begrüßte Ingolf Schulz die Gemeinde. „Auch das passt zu dem heutigen Tag – wir starten mit dem letzten Lied auf Eurem Liedblatt.“ Das war der Motorradfahrerblues, der sehr an Honky Tonk Woman der Stones erinnerte. „Wir denken jetzt daran, dass das hier keine Spaßveranstaltung ist, sondern der Erinnerung an die verstorbenen Bikerinnen und Biker dient.“ Dazu wurde eine Liste herumgereicht, in die jeder ‚seinen‘ Verstorbenen eintragen konnte, dessen Name dann später im Gottesdienst verlesen wurde.

„Dank Gott kommen wir am Fahrtziel unseres Lebens an“

Nach einem Eröffnungsgebet sprachen beide Pfarrer das Glaubensbekenntnis für Motorradfahrer. „Wir erleben Jesus als unsichtbaren Sozius, er kennt und leitet unser Leben, auch der Tod ist ihm nicht fremd. Gott brachte den Motor des Lebens bei Jesu wieder ans Laufen. Freude bestimmt unser Fahren, Gott zerreißt den Strafzettel unseres Lebens, dank Gott kommen wir am Fahrtziel unseres Lebens an.“

Die Kollekte war in diesem Jahr zugunsten traumatisierter Kinder und Jugendlicher, die aus ihrem Zuhause geholt werden mussten. „Wir sammeln hier nicht für uns, sondern das Geld geht komplett an diese Einrichtung.“

„Achtsamkeit kann Menschen verändern“

Die Predigt gestaltete Thomas Rusch in Teilen interaktiv. „Kennt jemand die Jahreslosung der evangelischen Kirche?“ Keine Hand ging in die Höhe, verschmitzt nutzte Thomas Rusch die Gelegenheit und machte das Angebot, nach dem Gottesdienst zu ihm zu kommen und wieder in die Kirche einzutreten. „Ich habe auch noch was Spezielles dabei – die ersten drei Eintritte bekommen einen besonderen Segen und ein kleines Kreuz von mir.“

Natürlich verriet er auch das Jahresmotto, was dann auch Thema seiner Predigt war: „Du bist ein Gott, der mich sieht.“ Er erzählte die Geschichte von Zachäus, einem Zöllner, der sich der herrschenden Klasse andiente und dort durch Betrügereien reich geworden ist. Vom Volk wurde er verachtet. Jesus kam in sein Dorf, er wollte unbedingt Jesus sehen und kletterte auf einen Baum. „Jesus ging an dem Baum vorbei, blieb stehen und redete Zachäus mit Namen an, er möge doch herunterkommen und mit ihm in sein Haus gehen.“ Der völlig überraschte Zachäus tat genau das, hörte Jesus zu und sagte ergriffen, dass er seinen Reichtum zur Hälfte teilen wolle und alles durch Betrug erwirtschaftete Geld zurückgeben werde. „Die tiefe Wertschätzung durch Jesus veränderte Zachäus, Jesus nahm ihm die Zöllnermaske ab.“ Jesus habe Zachäus Achtsamkeit geschenkt, das könne man auf das eigene Leben übertragen. „Wie ist unsere Blickführung im Leben? Schenken wir Achtsamkeit? Erfahren wir Achtsamkeit? Gerade auf dem Bike ist es wichtig, achtsam zu sein.“ Die Konflikte in der Welt würden sich erst lösen, wenn die Menschen sich wieder in die Augen schauen.

Gedenken an verstorbene Bikerinnen und Biker

Einer der Höhepunkte des Gottesdienstes waren die Fürbitten, während derer die verstorbenen Biker namentlich genannt wurden, die vorher in die Listen eingetragen wurden. Für jeden Toten wurde eine Kerze entzündet, zu jedem wurde ein persönliches Wort gesagt, was die Gemeinde still und bewegt zur Kenntnis nahm.

„Wir freuen uns auf nächstes Jahr und sehen uns alle gesund am 26. Oktober 2024 hier wieder“, verabschiedete Ingolf Schulz die Gemeinde, nicht ohne noch eine Rocknummer seiner Band zum Besten zu geben.

Text: Dr. Klemens Surmann
Foto(s): Dr. Klemens Surmann

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„Trauer in dir – Eine Woche voller Kraft“: Ausstellung, Konzerte und ein Fest der Toten in Mülheim

„Trauer in dir – Eine Woche voller Kraft“: Von Sonntag bis Samstag, 19. bis 25. November, findet im Kölner Stadtteil Mülheim eine ökumenische Trauerwoche mit einer Reihe von Veranstaltungen zum Thema Sterben, Tod und Trauer statt. Das Thema wird oft tabuisiert oder an den Rand gedrängt. Mit dem Blick auf das Sterben aus unterschiedlichen Blickwinkeln möchten die Veranstalter, die Evangelische Kirchengemeinde Mülheim am Rhein, die Katholische Pfarrgemeinde St. Clemens und St. Mauritius sowie der Hospizverein Köln Mülheim, das Thema mitten ins Leben holen und Berührungsängste abbauen.

Interaktiver Trauerparcours „So sad – so good“

Die Ausstellung „Trauertattoos“ zeigt, wie Menschen sich Erinnerungen im wahrsten Sinne des Wortes in die Haut einprägen. Ebenfalls täglich von 15 bis 18 Uhr, können Kinder und Erwachsene an dem interaktiven Trauerparcours „So sad – so good“ teilnehmen. Am Sonntag, 19. November, 17 Uhr, wird vom Kammerchor Cantus firmus das klassische Trauerstück Fauré-Requiem aufgeführt. Eine Trauerclownin führt am Montag, 20. November, einfühlsam und humoristisch Kinder (16 Uhr) und Erwachsene (19 Uhr) in die Kunst des Kicherns ein. Einen praktischen Einblick in das Thema, Arten und Kosten von Trauerfeiern gibt ein Bestatter am Dienstag, 21. November, 19 Uhr. Mit der dialogischen Darstellung der Bestattungsleistungen soll das Thema insgesamt enttabuisiert werden. Die Dellbrücker Symphoniker spielen am Mittwoch, 22. November, 19 Uhr, ein Orchesterkonzert mit Werken von Johann Sebastian Bach, Hans Zimmer, Samuel Barber und Charles Ives.

Die Autorin Monika Vogeler liest am Freitag, 24. November, 19 Uhr, aus ihrem Buch „Wir werden immer vier sein: Wie ich mir ein neues Leben aufbaute, als der Krebs mir meinen Mann nahm“. Eine lebendige, lustige, kluge und anrührende Revue mit Musik und Geschichten unter dem Titel „Letzte Lieder“ präsentiert Stefan Weiller am Samstag, 25. November, 17 Uhr. Der Autor hat mit Sterbenden gesprochen. Alle Veranstaltungen finden in der katholischen Kirche Herz Jesu, Danzierstraße 53, statt.

„Fest der Toten“

Zu einer Führung über den Evangelischen Friedhof Mülheim, Bergisch Gladbacher Straße 86, sind am Samstag, 25. November, 10.30 Uhr, Familien eingeladen. Mit dem „Fest der Toten“ am Samstag, 25. November,17 Uhr, in der Trauerhalle auf dem Alten Evangelischen Friedhof, Bergisch Gladbacher Straße 86, endet die Trauerwoche.

Die Teilnahme an allen Veranstaltungen ist kostenlos, bei den Konzerten wird um eine Spende gebeten.

www.kirche-koeln-muelheim.de

Text: APK
Foto(s): Flyerausschnitt/APK

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Aufruf zum Schweigegang: Gemeinsam gegen Antisemitismus und für Solidarität

Machen Sie mit und setzen Sie ein starkes Zeichen gegen Antisemitismus und für Solidarität! Am Mittwoch, 8. November, findet um 18 Uhr der Schweigegang vom Roncalliplatz über die Glockengasse zur Synagoge in der Roonstraße statt. Stadtsuperintendent Bernhard Seiger, Stadtdechant Msgr. Robert Kleine und der Katholikenausschussvorsitzende Gregor Stiels rufen gemeinsam zum Schweigegang am Vorabend des Gedenkens an das Novemberpogrom von 1938 in der Synagoge auf.

Es geht darum, ein starkes Zeichen gegen antisemitische Gewalt und Hass in jeglicher Form zu setzen. Die schrecklichen Terrorangriffe gegen Israel am 7. Oktober und die darauffolgenden antisemitischen Übergriffe in Deutschland haben gezeigt, dass der Kampf gegen Antisemitismus heute genauso relevant ist wie je zuvor.

Die Resonanz im Vorfeld für den Schweigegang ist überwältigend. Viele Menschen haben bereits ihre Unterstützung zugesagt und ihre Teilnahme angekündigt. Auch viele Gemeinden und Organisationen unterstützen den Gang und haben zur Teilnahme aufgerufen. Die Veranstalter freuen sich, wenn möglichst viele Menschen diesen wichtigen Schweigegang unterstützen und ihre Solidarität zum Ausdruck bringen möchten.

Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Weitere Informationen finden Sie hier:

Text: APK
Foto(s): APK

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Evangelische Beratungsstelle Köln bietet Beratung bei unerfülltem Kinderwunsch an

Catharina Backes, psychologische Beraterin bei der Evangelischen Beratungsstelle Köln, bietet kostenlose Beratung bei unerfülltem Kinderwunsch an. In diesem sensiblen Prozess helfen sie und ihr Team, individuelle Wege zu finden, die zum eigenen „Alles“ passen. Paare können hier Unterstützung erhalten, um Fragen zur Dauer der Behandlung, Abbruchkriterien und partnerschaftliche Harmonie zu klären, ohne sich gegenseitig zu verlieren. Catharina Backes betont: „Wir beraten für die Frau und das Paar, nicht gegen sie.“

Haben Sie Interesse an weiteren Videos? Dann schauen Sie doch rein und abonnieren Sie unseren YouTube-Kanal.

Der ganze Text zum Nachlesen:

In der evangelischen Schwangeren-Beratungsstelle bieten wir auch Beratung bei unerfülltem Kinderwunsch an, und das kostenfrei, wenn ein Paar sich in Kinderwunschbehandlung befindet und es nicht klappt. Oft stellt sich die Frage: Haben wir denn alles gemacht? Nun ja, aber diese „Alles“ ist sehr individuell und persönlich und unterscheidet sich oft von dem, was medizinisch alles noch möglich ist. Oft verlieren Paare leider in diesem Prozess auch ihr persönliches „Alles“ aus den Augen und gehen über ihre Grenzen. Genau da wollen wir mit der Beratung ansetzen und die richtigen Fragen stellen: Was ist eigentlich für uns stimmig? Wie lange wollen wir das machen? Was sind unsere Kriterien dafür, dass wir irgendwann aufhören können? Wie gehen wir damit um, wenn wir unterschiedlicher Meinung sind? Und wie schaffen wir es, dass wir uns als Paar nicht aus den Augen verlieren? Diese Fragen können Teil eines Beratungsprozesses sein, bei dem es darum geht, den für sich vertretbaren Weg zu finden. Wir beraten für die Frau und das Paar, nicht gegen sie.

Text: APK
Foto(s): APK

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