„Rückblick mit einem Lächeln und einer Träne“: Entpflichtung von Pfarrer Stephan Romot in Lindlar

Die Jubilate-Kirche in Lindlar war bis auf den letzten Platz gefüllt, denn Pfarrerin Jennifer Scheier begrüßte die Gemeinde „zu einem ganz besonderen Gottesdienst“. Der langjährige Pfarrer Stephan Romot wurde im Rahmen eines Gottesdienstes entpflichtet und in einen neuen Lebensabschnitt entlassen: „Den Rückblick sehen wir mit einem Lächeln und einer Träne.“ Mit dabei waren viele Wegbegleiter, Vertreter der Gemeinde und die Familie von Stephan Romot.

Der Gottesdienst war geprägt von der Verarbeitung von Unsicherheit, die durch die allgemeine Weltlage weiter verstärkt werde. So ging das erste Gebet auf Psalm 119 ein: “Öffne mir die Augen, damit ich die Wunder erkenne, die dein Gesetz enthält.“ Auch die Lesung thematisierte Gottes Fürsorge für den Menschen. Noah hatte auf seiner Arche Mensch und Tier versammelt und wartete, bis das Wasser der Sturmflut wieder verschwunden war. Gott forderte Noah auf, mit allen Tieren und Menschen die Arche zu verlassen. Gott sprach: „Ich habe meinen Bund mit euch, euren Nachkommen und allen Tieren der Erde geschlossen: Nie wieder sollen alle Wesen aus Fleisch vom Wasser der Flut ausgerottet werden, nie wieder soll eine Flut kommen und die Erde verderben.“ Als Zeichen des geschlossenen Bundes verwies Gott auf den Regenbogen, der erscheint, wenn Regentropfen noch in der Luft sind, sich die Wolken aber verzogen haben, und die Sonne wieder scheint.

Abschiedspredigt über Trennungen, Grenzgänger und Augenkontakt

Zum letzten Mal betrat Stephan Romot die Kanzel in der Jubilate-Kirche, um in seiner Funktion als Pfarrer der Gemeinde eine Predigt zu halten. Kernthema war der Ausdruck in den Augen des Menschen gegenüber: „Augen drücken offene Herzlichkeit, aber auch schwer verdauliches aus. Ich habe in viele Augen geschaut, viele Augen haben auf mich geschaut.“ Wenn Menschen Augen-Blicke miteinander teilten, werde oft eine sofortige Nähe und Verbundenheit spürbar.

In vielen Augen habe er allerdings auch Elend gesehen, besonders in Trennungssituationen: „Viel Angst spielt hier mit, Angst vor der Zukunft, Angst um die Kinder.“ Manchmal müsse das Leben allerdings neu gedeutet werden. Auch die Bibel erzähle von vielen Trennungen und radikalen Wendungen in einem Leben. „Loslassen bedeutet auch verlieren, etwas aufgeben. Auch ich muss mich jetzt trennen, trennen von dieser Gemeinde. Wir werden in einem neuen Ort sesshaft werden, wir ziehen in die Eifel.“ Stephan Romot verwies zum Schluss seiner Predigt auf die Skulptur “Auf in Aug“ der Züricher Künstlerin Marti Faber, die zwei Gesichter erkennen lässt, die einander in die Augen blicken. „Unser Gott gibt uns seinen Segen für die neue Deutung des Lebens.“

Entpflichtung durch Superintendent Torsten Krall

Nach der Lesung entpflichtete Superintendent Torsten Krall Pfarrer Stephan Romot. Dazu kamen Vertreter des Presbyteriums und der Gemeinde nach vorne an den Altar. Der Superintendent dankte Stephan Romot ausdrücklich für die geleistete Arbeit. „Ich möchte hiermit im Namen der evangelischen Kirche meine Wertschätzung ausdrücken.“ Besonders bemerkenswert fand er in einem kurzen Rückblick, dass Stephan Romot zu Beginn seiner Tätigkeit in einem Wohnmobil in der Gemeinde aufgetaucht sei und dort einige Zeit gelebt habe – und seine Zeit jetzt ebenso in einem Wohnmobil in Lindlar wieder beenden werde. „Du warst immer unterwegs und nahe bei den Menschen. Du hast Akzente gesetzt, die Menschen spüren durch dich, Gott bleibt bei ihnen.“ Stephan Romot sei ein guter Prediger, doch die wahre Predigt entstehe oft im Zwiegespräch in Situationen, wo der Seelsorger gebraucht werde. „So warst du und so bleibst du.“ Stephan Romot war auch in der Notfallseelsorge aktiv, „das wird er genau wie seine Predigten im Ruhestand fortsetzen“.

Mit guten Wünschen und Segensbitten von Gemeindemitgliedern und Vertretern des Presbyteriums wurde Stephan Romot unter starkem Beifall vom Pfarrersamt entbunden. „Gott segne dich und den Weg, den du nun gehst – alles Gute dir“, sagte Torsten Krall.

Zum Abschluss spielte der Posaunenchor „Gott stets in mir“ von John Rutter, bevor alle zu einem Empfang im Jubilate-Forum eingeladen waren, um sich zu verabschieden.

Text: Dr. Klemens Surmann
Foto(s): Dr. Klemens Surmann

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Solidarität mit den Opfern des Terrors gegen Israel: Schweigegang am 8.11.

Am 8. November 2023 findet um 18 Uhr ein Schweigegang vom Roncalliplatz über die Glockengasse zur Synagoge in der Roonstraße statt. Stadtsuperintendent Bernhard Seiger, Stadtdechant Msgr. Robert Kleine und der Katholikenausschussvorsitzende Gregor Stiels rufen gemeinsam zum Schweigegang am Vorabend des Gedenkens an das Novemberpogrom von 1938 in der Synagoge auf.

Schon vor den menschenverachtenden und durch nichts zu rechtfertigenden Terrorangriffen gegen Israel am 7. Oktober und den sich anschließenden antisemitischen Übergriffen auch in Deutschland wurden Stadtdechant Msgr. Robert Kleine und Stadtsuperintendent Bernhard Seiger vom Vorstand der Synagogen-Gemeinde Köln gebeten, die Festrede zum Gedenken am 9. November in der Synagoge zu halten. Sie haben diese ehrenvolle Aufgabe gerne angenommen.

Gemeinsam mit dem Vorsitzenden des Katholikenausschusses, Herrn Gregor Stiels, ist es ihnen ein Anliegen, mit dem Schweigegang nun auch ein öffentliches Zeichen der Anteilnahme und Verbundenheit mit Israel und den jüdischen Mitbürger*innen Kölns zu setzen.

Die Aufrufenden freuen sich, wenn möglichst viele weitere Organisationen, Gemeinden oder Gruppen den Gang unterstützen.

Wenn Gemeinden oder Organisationen den Gang unterstützen möchten, können sie dies bis zum 6. November mitteilen unter: schweigegang@kirchekoeln.de. Bei einem erneuten kurzfristigen Aufruf können sie dann als Unterstützer*innen mit genannt werden.

Text: APK
Foto(s): APK

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„Selig sind die Sanftmütigen, denn sie werden das Land erben“: Zentrale Reformationsfeier in der Trinitatiskirche

Die aktuellen Ereignisse in Israel und Gaza haben auch die Zentrale Reformationsfeier des Evangelischen Kirchenverbandes Köln und Region in der Trinitatiskirche geprägt. „Wir kommen zusammen in bewegter Zeit. Atemlos verfolgen wir die tägliche Nachrichtenentwicklung in Israel und Gaza. Wir sind entsetzt über die Opfer des schrecklichen Massakers der Hamas in Israel. Wir stehen als Kirchen und als Gesellschaft an der Seite unserer jüdischen Mitbürgerinnen und Mitbürger in unserer Stadt und zeigen das auch klar“, sagte Stadtsuperintendent Bernhard Seiger zur Begrüßung der Gäste in der gut besetzten Kirche.

Man trauere um die Opfer auf beiden Seiten. „Wir sehen die Komplexität des politischen und ethischen Konflikts. Wir sind in großer Sorge um die weitere internationale Entwicklung. Wir versuchen, die Sicht der verschiedenen Seiten wahrzunehmen. Wir spüren die Tragik und unsere Unsicherheit und unsere Ohnmacht.“ Und suche Schutz in Gottes Haus, suche nach Wegen, Worten und Orientierung, nach Schutz für die aufgewühlten Seelen. Seiger verwies auch auf den Krieg in der Ukraine.

Eine weitere weltweite Krise sei der Klimawandel. „Wir sehen die Naturkatastrophen, die Zunahme von Wetterextremen, die Ausbreitung von Dürren und den Nahrungsmangel in der südlichen Hemisphäre. Die Abholzung von Wäldern und der CO2-Ausstoß sind wesentliche Ursachen dafür.“ Von der jungen Generation würden zu Recht unangenehme Fragen nach der Bewahrung der Schöpfung gestellt. Es gelte Antworten zu finden auf die Frage: „Wie können wir mit Blick auf folgende Generationen verantwortungsvoll leben und es tun, ohne dabei die reformatorische Botschaft von der Freiheit eines Christenmenschen aufzugeben?“

Bewegende Worte fand Pfarrerin Charlotte Horn zum Thema in einem Impuls vor der Predigt. Horn unterrichtet evangelische Religionslehre an der Erzbischöflichen Ursulinenschule und ist Pfarrerin der rheinischen Landeskirche. „In Pakistan gab es 2022 die schwerste Flut seit den Wetteraufzeichnungen. Während in Deutschland Klima-Aktivisten kriminalisiert werden, läuft den Menschen in Pakistan die Zeit davon.“ Es wurde ein Brief von Lars Werner verlesen, der eine mehrmonatige Haftstrafe verbüßt, weil er sich auf eine Straße geklebt hat: „Ich sehe mich im Gefängnis nicht als Opfer. Habe ich doch mein Schicksal selbst in die Hand nehmen können. Und ich habe ein Dach über dem Kopf. Nicht wie die 30 Millionen in Pakistan, die ihres bei der Flut verloren haben.“ Der Club of Rome habe schon in den 70er Jahren vor den katastrophalen Folgen ungebremsten Wirtschaftswachstum gewarnt, erinnerte Horn.

„Wer will ich einmal gewesen sein?“

„Wir Boomer hätten es wissen müssen. Die sogenannte ,Letzte Generation‘ ist ja nicht die Generation vor dem Kipp-Punkt, sondern die zwischen den Kipp-Punkten.“ Horn nannte das Buch „Hoffnung durch Handeln“ von Joanna Macy als Beispiel für den Umgang mit den Schuldgefühlen der Boomer. „Wenn Menschen sich dem Strom ihres Lebens öffnen, fällt ihnen eine Last von den Schultern. Die Tiefe ist schwarz, aber nicht bodenlos.“ Horn hat neben einer festgeklebten Kirchenmusikerin und Klima-Aktivistin auf der Straße gesessen. Die habe die entscheidende Frage gestellt: „Wer will ich einmal gewesen sein?“ Diese Frage müsse sich jeder selbst stellen. Aber: „Erfolgsgarantie war noch nie eine prophetsiche Kategorie.“

Stadtsuperintendent Bernhard Seiger.
Stadtsuperintendent Bernhard Seiger.

Die Predigt im Reformationsgotttesdienst hielt Oberkirchenrätin Dr. Wibke Janssen, in der Landeskirchenleitung zuständig für Theologie und Ökumene sowie für die vier Kölner Kirchenkreise: „Liebe Gemeinde, ganz klar: Die Predigt, die wir vor neun Monaten für diesen Gottesdienst vereinbart hatten, muss ich heute anders halten. ,Selig sind die Sanftmütigen, denn sie werden das Land erben‘ sollte ich bedenken, mit Fokus auf die Bewahrung der Schöpfung und die unterschiedlichen Wege, die Menschen dazu für richtig halten. Nach dem brutalen Angriff der Hamas auf Israel vor 24 Tagen steht das Thema ,Land‘ noch in einer anderen, unendlich bitteren Dimension im Raum. Gleichzeitig bleibt die Klimakrise Wirklichkeit.“ Der Reformationstag rufe in ein Spannungsfeld von Widerstand gegen etwas, das unbedingt anders werden müsse, und pro-testare, also Zeugnis ablegend für etwas.

„Selig sind die Sanftmütigen, denn sie werden das Land erben.“

Mit Bezug auf die Bergpredigt und die Worte „Selig sind…“, erklärte die Oberkirchenrätin: „Jesus wendet sich den Verunsicherten zu, die an Gott zweifeln und den Traurigen, den Trauernden, die sich nach Trost sehnen.“ Und er rufe auf: mit einem Hunger nach Gerechtigkeit, mit den Aufgaben, Frieden zu stiften und aktiv zu werden für die gerechte Sache. „Politische Themen. Wir sind mittendrin, in Gefühlen und Fragestellungen, zu denen Jesus vor langer Zeit lehrt, und die uns heute sehr bewegen.“ Und weiter: „,Selig sind die Sanftmütigen, denn sie werden das Land erben.‘ Ein sanftes Gemüt, das auf Einmütigkeit setzt, macht friedliches Land-Erbe wahrscheinlich. Haltung, die auf Verständigung, nicht auf Behauptung angelegt ist, lässt auf gute Nachbarschaft hoffen. Wer hingebungsvoll sein Tagwerk tut, wird Land, das ihm/ihr zuteil wird, bestellen, für gute Ernte sorgen und zum Wohl aller beitragen. Wer wahrnehmend und respektvoll auf der Erde unterwegs ist, wird die Schöpfung nicht schädigen, sondern bewahren.“

Oberkirchenrätin Dr. Wibke Janssen.
Oberkirchenrätin Dr. Wibke Janssen.

Die Grenzen dieses Modells würden beim Konflikt zwischen Palästina und Israel deutlich. Juden und Jüdinnen seien mit ein unvorstellbar grausamen Gegenbild von Sanftmut konfrontiert. Und gemünzt auf die Klimakrise: „,Selig sind die Sanftmütigen, denn sie werden das Land erben.‘ – ,Da gibt es irgendwann, bald, nichts mehr zu erben‘ ist der Einwand der ,Letzten Generation‘. Die Sanftmütigkeit mit der Schöpfung, die nötig wäre, um die Klimakrise auf dem Weg in die Klimakatastrophe deutlich zu bremsen, tritt einfach nicht ein. Trotz besserer Einsicht, trotz wissenschaftlicher Absicherung, die Wende geschieht nur bedingt, zu langsam, zu wenig.“ Sanftmut habe Grenzen. Oft könne man sie nicht gewährleisten.

„Und doch! Ich bin tief berührt, in Stimmen von Überlebenden und von Angehörigen der Opfer des terroristischen Überfalls auf Israel zu hören, dass für sie durch weitere Gewalt keine Lösung gefunden werden kann. Ich bin beeindruckt, wenn hier in Köln Vertreter von vier muslimischen Verbänden die Synagoge und ihre Gemeinde besuchen und sich von der Gewalt der Hamas distanzieren. Ich sehe Einsicht und Mut, anders zu ackern, zu essen, zu reisen, zu heizen, zu produzieren. Ich erlebe herausfordernde Beschlüsse und Entscheidungen in unserer Kirche, die dem Klima dienen. Der Mensch kann Sanftmut, aber: der Mensch kann auch ganz und ganz erschreckend anders.“

„Reich der Himmel“

Zurück zum Land, das die Sanftmütigen erben. Das könne man nicht kaufen, nicht mit einem Vertrag in Besitz nehmen. „Ich weiß deshalb, dass der Boden, auf dem ich stehe, nicht wirklich mir gehört, auch, wenn ich im Grundbuch stehe. Ich weiß, dass ich nicht aus meiner Kraft entstanden bin, sondern mich verdanke. Ich weiß um meine Grenzen und Abgründe.“ Demut vor Gott, die nichts damit zu tun habe, sich zu ducken oder klein zu machen, bewahre vor Größenwahn und fördere die Sanftmut. Jesus eröffne das „Reich der Himmel“, ein Land, in dem die Güter der Erde so gerecht verteilt seien, dass alle satt würden, alle, an allen Orten, nachhaltig, alle Generationen und in dem Gegensätze nebeneinanderstehen könnten, ohne sich zu beeinträchtigen. „Unfassbar, wir sind ja schon froh, wenn wir Gegensätze vorübergehend aushalten.“

Politik machen könne man mit der Bergpredigt indes nicht. „Ich kriege sie nicht in den Griff, ich kann sie nicht handhaben. Nur durch die Bergpredigt hindurch kann ich zu persönlichen und politischen Entscheidungen kommen. Durch sie hindurch mit aller Mühe (es geht bergauf) und Konfusion, die das bedeutet.“ Janssen riet, sich mit Jesu Worten von Land zu befassen, um die Hoffnung nicht aufzugeben, dass beide auf eine Weise Land besitzen können, „die ich mir noch nicht vorstellen kann“.

„Selig sind die Sanftmütigen, denn sie werden das Land erben“. Sanftmütig seien die Menschen im Umgang mit der Erde und den Ressourcen wohl nicht. „Aus den Schöpfungsberichten der Bibel ist in weiten Teilen der Kirchengeschichte dem Menschen eine besondere Rolle zugedacht worden: Macht euch die Erde untertan, vermehrt euch, benennt Geschöpfe. Anders ausgedrückt: Es geht vor allem um dich, Mensch, nimm dir, was du brauchst, breite dich aus, die Deutungshoheit über den Rest der Schöpfung liegt bei dir. Das ist eine Ideologie mit politischer Wirksamkeit.“ Die Dreiheit von Gerechtigkeit, Frieden und Bewahrung der Schöpfung gelinge nicht. “ Vielleicht sollten wir dabei darüber nachdenken, die Reihenfolge umzustellen, wie Jesus es tut, der in den Seligpreisungen die Möglichkeit, die Erde zu erben und zu erhalten der Gerechtigkeit und dem Frieden voranstellt.“ Die „Letzte Generation“ signalisiere schon im Namen, dass es keinen Spielraum mehr gebe, es gehe um alles.

„Keine Sanftmut mehr, sondern Widerstand, gewaltfrei, aber unbequem und bewusst störend, für die höhere Sache. Die ,Letzte Generation‘ vollzieht eine Abkehr von der Sanftmut, um Sanftmütigkeit für die Schöpfung zu erkämpfen. Das Ziel teilen wir und die Motivation überzeugt. Die Mittel, die die ,Letzte Generation‘ nutzt, sehe ich kritisch, aber nicht so, dass es einem Dialog entgegenstehen könnte. Das, was durch die Praxis der Präventivhaft und Tendenz der Kriminalisierung geschieht, halte ich für ungerecht. Da sind wir als Kirche gefordert, seelsorglich sowieso und mit sehr genauem Hinschauen.“ Nötig sei allerdings auch der Dialog mit denen, die sich in den Maßnahmen zur Klimawende zurückgelassen fühlen: „Kirche im Auftrag der Sanftmütigkeit ist Raum für Gespräche über Meinungs- und Parteigrenzen, über unterschiedliche Zustimmungs- und Widerstandkulturen hinweg.“

Die Ökumene war vertreten durch Stadtdechant Monsignore Robert Kleine, der aus dem Matthäus-Evangelium las. Abraham Lehrer, Vorstand der Synagogen-Gemeinde Köln, Vizepräsident des Zentralrats der Juden in Deutschland, war ebenfalls der Einladung gefolgt. Musikalisch begleitet wurde der Gottesdienst an der Orgel von Kreiskantor Thomas Pehlken und dem Oratorienchor Köln unter der Leitung von Joachim Geibel. Stadtsuperintendent Seiger bedankte sich beim Vorbereitungskreis der Reformationsfeier und insbesondere bei Torsten Krall, Superintendent im Kirchenkreis Köln-Rechtsrheinisch, der sich für die Liturgie verantwortlich zeichnete.

 

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Text: Stefan Rahmann
Foto(s): Stefan Rahmann/APK

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Unsere Wochentipps: Konzert „Mit Feuer und Flamme“ und Paargeschichten „König Frosch“

Mittwoch, Zeit für die Wochentipps! Die Melanchthon-Akademie lädt zur Tagung „Spiritualität und bürgerschaftliches Engagement“ ein. In der Erlöserkirche Höhenberg-Vingst wird eine Autorenlesung von Eva Vieh und Hajo Müller unter dem Titel „König Frosch – Paargeschichten“ stattfinden. Die Evangelische Kirchengemeinde Porz-Wahn-Heide feiert den 50. Geburtstag ihrer Friedenskirche. Und die Evangelische Gemeinde Weiden/Lövenich präsentiert das Konzert „Mit Feuer und Flamme“ des Ensembles Meridiem, das musikalische Werke mit dem Thema Feuer zum Ausdruck bringt.

04.11.2023, 10:00
Melanchthon-Akademie
AntoniterCityZentrum, Schildergasse
Spiritualität und bürgerschaftliches Engagement
Traditionen, Innovationen, Herausforderungen für die Zukunft
Freiwillige Mitgestaltung und Verantwortungsübernahme wird in Deutschland als Gradmesser für den sozialen Zusammenhalt geführt, als essenzielle Ressource, wenn es um die Bewältigung etwa der Krise des Sozialstaats, des demografischen Wandels und die dynamischen Migrationsprozesse geht. Insbesondere die religiösen Gemeinschaften in Deutschland spielen dabei eine zentrale Rolle. Auf einer Tagung am Samstag, 4. November, 10 bis 16 Uhr, im AntoniterQuartier, Antoniterstraße 14-16, soll in exemplarischer Weise aus der Perspektive der Hizmet-Bewegung in Nordrhein-Westfalen und der evangelischen Kirche in Köln aufgezeigt werden, wie freiwilliges Engagement und Dialog gelebt werden und wie das Spannungsfeld von traditionellem Ehrenamt und innovativem Engagement gestaltet wird. Der Eintritt ist frei. Eine Anmeldung per E-Mail an anmeldung@melanchthon-akademie.de ist erforderlich.
Anmeldung erforderlich, Tel: 0221 931 803 0, anmeldung@melanchthon-akademie.de
www.melanchthon-akademie.de

04.11.2023, 17:00
Evangelische Kirchengemeinde Vingst-Neubrück-Höhenberg
Erlöserkirche Höhenberg-Vingst, Burgstraße 75, 51103 Köln
„König Frosch“ – Paargeschichten
Lesung in der Erlöserkirche
Eva Vieh und Hajo Müller, alias Jove Viller, haben Paargeschichten geschrieben und in ihrem Buch „König Frosch“ veröffentlicht. Am Samstag, 4. November, 17 Uhr, kommen sie zu einer Autorenlesung in die Erlöserkirche Höhenberg-Vingst, Burgstraße 75. Interessierte sind herzlich willkommen. Die Evangelische Kirchengemeinde Vingst-Neubrück-Höhenberg hat sich für die Veranstaltung noch eine Überraschung überlegt, bei der es einen Preis zu gewinnen geben wird. Der Eintritt ist frei.
www.joveviller.com

05.11.2023, 11:00
Evangelische Kirchengemeinde Porz-Wahn-Heide
Friedenskirche Urbach, Kastanienweg 8-10, 51145 Köln
Die Friedenskirche in Urbach wird 50 Jahre alt
Festgottesdienst mit Pfarrer Dirk Vanhauer
Die Evangelische Kirchengemeinde Porz-Wahn-Heide feiert den 50. Geburtstag ihrer Friedenskirche Urbach, Kastanienweg 8-10, und lädt zu einem Festgottesdienst am Sonntag, 5. November, 11 Uhr, ein. Am 4. November 1973 wurde die Friedenskirche eingeweiht. Als Gemeindezentrum und Predigtstätte bietet die Friedenskirche auf zwei Etagen vielfältige Angebote für Gruppen und Begegnungen. Mit dem Bau des Glockenturms, der Ausgestaltung des Gottesdienstraumes, der Anschaffung der Edskes-Orgel, der baulichen Verbesserungen innen und außen, wurde der Kirchbau in den vergangenen Jahrzehnten verschönert und ist für den Bedarf der Gemeinde noch einladender geworden.
www.kirche-porz-wahnheide.de

05.11.2023, 17:00
Evangelische Gemeinde Weiden/Lövenich
Ev. Kirche Weiden/Lövenich, Aachener Straße 1208, 50858 Köln
Konzert „Mit Feuer und Flamme“
In Weiden ist das Ensemble Meridiem zu Gast
Feuer steht für die Liebe, für Kraft und Energie, aber auch für Schmerz und Leid. Das Ensemble Meridiem bringt am Sonntag, 5. November, 17 Uhr, in der Evangelischen Kirche Weiden/Lövenich, Aachener Straße 1208, Musikstücke zum Klingen, die vom Feuer erzählen. Das Programm umfasst zum einen expressive italienische Madrigale von Luca Marenzio und Claudio Monteverdi, die das Liebesfeuer aufgreifen. In geistlichen Kompositionen von Melchior Franck und Henry Purcell geht es hingegen um das Feuer des heiligen Geistes und das Feuer des Zornes. Zum anderen erklingen auch weltliche Kompositionen, wie beispielsweise eine wilde spanische Ensalada von Mateo Flecha, in der das Fegefeuer besungen wird. Der Eintritt ist frei.
www.ev-kirche-weiden.de

Text: APK
Foto(s): APK

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„Diese Generation! Schöpfung zwischen Ohnmacht und Hoffnung“: Zentrale Reformationsfeier in der Trinitatiskirche

Die Bedeutung der Seligpreisungen der Bergpredigt für unseren Umgang mit der Schöpfung: Oberkirchenrätin Dr. Wibke Janssen predigt am heute, 18 Uhr, im zentralen Gottesdienst des Evangelischen Kirchenverbandes Köln und Region zum Reformationstag in der Trinitatiskirche, Filzengraben 4. „Selig sind die Sanftmütigen, denn sie werden das Erdreich besitzen“ (Matthäus 5,5): Die beiden Schöpfungsberichte auf den ersten Seiten der Bibel beschreiben das, was vom Menschen im Umgang mit der Schöpfung erwartet wird, unterschiedlich: untertan machen, herrschen, bebauen, bewahren. Manche der Worte in der Übersetzung Martin Luthers haben beigetragen zu unserer Haltung gegenüber der Schöpfung, die in Vielem nicht sanftmütig ist und die Schöpfung gefährdet.

„Diese Generation! Schöpfung zwischen Ohnmacht und Hoffnung“: Können die Seligpreisungen der Bergpredigt, Predigttext für den Reformationstag 2023, Anregung und Anstoß sein, Schöpfung zu bewahren und zu retten? Oberkirchenrätin Wibke Janssen versucht eine Antwort auf diese Frage zu geben. Seit September 2022 ist sie Leiterin der Abteilung Theologie und Ökumene der Evangelischen Kirche im Rheinland (EKiR). Sie war zuvor Vorsitzende des Theologischen Ausschusses der EKiR und Pfarrerin an einer Schule in Bonn.

Pfarrer Torsten Krall, Superintendent des Evangelischen Kirchenkreises Köln-Rechtsrheinisch, gestaltet die Liturgie.

Für die musikalische Gestaltung sorgen Thomas Pehlken (Orgel) und der Oratorienchor Köln unter der Leitung von Joachim Geibel. Der Chor besteht seit 1957 und verfügt über ein umfangreiches Repertoire mit Chorwerken des Barock, der Klassik, der Romantik und der Moderne.

Im Anschluss an den Gottesdienst sind alle zu einem Empfang in das Foyer der Trinitatiskirche, mit Gesprächen, Getränken und Gesalzenem, eingeladen.

Reformationstag

Seit 1667 feiern evangelische Christinnen und Christen den Reformationstag am 31. Oktober. Dieses Datum geht zurück auf eine Anordnung Georg II. von Sachsen, der damit das Reformationsgedenken aller Protestanten auf diesen Tag legte. Der Evangelische Kirchenverband Köln und Region feiert seit seinem Bestehen diesen Tag mit einem zentralen Gottesdienst, zu dem immer alle eingeladen sind. Dieser Gottesdienst hat stets besondere, eigens eingeladene (Predigt-)Gäste, herausragende musikalische Angebote und ist besonders gastlich – in der Regel wird zu einem abschließenden, gastlichen Beisammensein eingeladen.

www.trinitatiskirche-koeln.de

Weitere Veranstaltungen:

Text: APK
Foto(s): Wolfgang-Rüdiger Spieler

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Gemeinden werden Regionen bilden – Herbstsynode des Kirchenkreises Köln-Rechtsrheinisch befasst sich intensiv mit der Zukunft

Zentrales Thema bei der Herbstsynode des Evangelischen Kirchenkreises Köln-Rechtsrheinisch war die Bildung von Regionen. „Dabei geht es um nichts weniger als die Zukunft der Gemeinden“, sagte Superintendent Torsten Krall, der mit Synodalassessorin Kerstin Herrenbrück im Kirchenkreis die Synode leitete. „Wir werden weniger“, sagte Krall. Weniger Gemeindeglieder, weniger Pfarrpersonen und weniger Menschen, die darüber hinaus in der Kirche arbeiten. „Wir glauben es noch nicht so recht, aber es ist nicht mehr zu verschweigen. Kommt das? Wollen wir das? Das sind nicht mehr die Fragen. Stattdessen müssen wir Antworten finden auf: Wie gehen wir damit um?“ Denn eines steht fest: „Wenn wir jetzt nicht eilig handeln, müssen wir irgendwann panisch handeln.“

Kirchenkreis Kleve: Innovative Regionenbildung und Entlastung in der Gemeindearbeit

Hans-Joachim Wefers, Superintendent des Ev. Kirchenkreises Kleve, berät und berichtet von Erfahrungen

Herrenbrück stellte als Gast der Synode Hans-Joachim Wefers vor, Superintendent im Kirchenkreis Kleve und Pfarrer in Xanten. Wefers hat in seinem Kirchenkreis zwischen 2017 und 2022 Regionen gebildet und eine sogenannte Erprobungsverordnung entwickelt. Dabei bleiben die Gemeinden selbstständig, verbünden sich aber zu größeren Einheiten, die gemeinsam Entscheidungen treffen. Pfarrpersonen werden bei sinkenden Gemeindegliederzahlen „geteilt“. „Das birgt Chancen für die Gottesdienste. Unterschiedliche Prediger werden als Gewinn erlebt“, erklärte Wefers. „Es gibt Entlastung bei der Konfirmandenarbeit. Und auch die Zahl der Teilnehmenden in der Erwachsenenbildung ist gestiegen, hat er beobachtet. In anderen Gemeinden heißt es dann: „Die machen was. Da müssen wir hin.“ Die Zusammenarbeit in den Gemeindebüros hat sich deutlich verbessert. Man vertrete sich im Kirchenkreis Kleve in Krankheitsfällen gegenseitig. „Ich bin aber kein Schönwetterverkäufer“, räumte der Superintendent ein.

Herausforderungen und Chancen der Regionenbildung

Teile der Kreissynode bei einer Abstimmung

Die in Rede stehenden Prozesse brauchen Zeit. Große Gemeinden neigen strukturell dazu, sich selbst zu retten. Zunächst gilt es, Vertrauen aufzubauen und sich anzunähern. Ein gemeinsames Gemeindefest ist ein guter Anfang. Ein gemeinsamer Gemeindebrief mit Seiten nur für die jeweilige Gemeinde ist ein wichtiges Signal. Aber auch im Kirchenkreis Kleve ist die Motivation eher gering, für einen Sonntagsgottesdienst die Kirche im Nachbarort zu besuchen, wenn in der eigenen kein Gottesdienst gefeiert wird. „Da muss man schon etwas Besonderes bieten. Etwa zum Erntedankfest. Wir müssen uns in der Region verbünden, um gemeinsam den Herausforderungen standzuhalten, das Verbünden als Chance begreifen und Nachbargemeinden nicht als Konkurrenten sehen“, schloss Wefers.

Synode beschließt Bildung von Regionen

Danach entwickelte sich eine lebhafte Diskussion, in der schnell klar wurde, dass eine deutliche Mehrheit die Gespräche in den Gemeinden über die Bildung von Regionen zügig weiterführen möchte. Eine Minderheit hingegen möchte die Gespräche nicht blockieren, aber doch verlangsamen, um mehr Zeit zum Nachdenken zu gewinnen. Am Ende beschloss die Synode bei sieben Gegenstimmen und 13 Enthaltungen die Bildung von vier Regionen im Kirchenkreis. Zwei liegen im Bergischen Land, zwei im rechtsrheinischen Köln. Dazu wird es in nächster Zeit weitere Workshops geben.

Bericht des Superintendenten

v.l. Synodalassessorin Kerstin Herrenbrück, Superintendent Torsten Krall und Skriba Sebastian Baer-Henney

Auch den Bericht „des Superintendenten“ teilte sich die Doppelspitze. „Unser Bericht bewegt sich rund um die Fragen von Berührungspunkten und Begegnungen. Wir schauen dabei auf die allgemeine kirchliche Lage, auf das, was sich so in unserem Umfeld getan hat und dann noch ein wenig auf die Welt um uns herum“, begann Krall. Er bedauerte zunehmendes Desinteresse an der Kirche. Aber: „Menschen gehen an der Kirche vorbei, auch weil meine Kirche an den Menschen vorbeigeht.“

Nicht genau genug hingeschaut habe man beispielsweise bei den Fällen von Missbrauch und sexualisierter Gewalt in der evangelischen Kirche. Eine Studie dazu wird im kommenden Jahr erscheinen. „Wir werden sehen, was auch bei uns geschehen ist, welche Fälle wir nicht aufgeklärt haben. Und es wird darauf ankommen, nicht wegzusehen und weiterzugehen, sondern dem ins Auge zu schauen. Wir können dafür sorgen, dass sich unser Blick schärft, wo wir Menschen besser schützen können und wo wir, wenn etwas geschehen ist, helfen.“

Ehrenamt und Strukturen in der Kirche: Herausforderungen und Zukunftsperspektiven

Synodalassessorin Kerstin HerrenbrückHerrenbrück dankte den Ehrenamtlichen und insbesondere den Presbyterinnen und Presbytern. Wichtig ist, „dass wir auch die Personen, die ehrenamtlich Leitungsfunktion in unserer Kirche, in unseren Gemeinden übernehmen, gut im Blick haben; und dass wir einander gut stärken und entlasten – weil geteilte Verantwortung sich leichter tragen lässt.“ Die Kirche folgt einem gesellschaftlichen Trend. Immer weniger Menschen sind bereit, für längere Zeit verbindlich ein Ehrenamt auszuüben. „Und wir ahnen, dass wir auch von landeskirchlicher Seite dringend eine Nachschärfung für die Strukturen ehrenamtlicher Gremienarbeit benötigen, um auch künftig auf dem Boden des presbyterial-synodalen Prinzips entscheidungs- und handlungsfähig zu bleiben.“

Herrenbrück erinnerte an die Visitation der Gemeinde Altenberg/Schildgen im ablaufenden Jahr. Der Besuch war „schön und bereichernd“. Sie lobte den Konfi-Tag im Kirchenkreis mit 180 Jugendlichen und die Integration des Jugendreferats in das neu gebildete Jugendreferat auf Ebene des Evangelischen Kirchenverbandes Köln und Region. Krall warf auch einen Blick zurück. Im Gedächtnis geblieben sind ihm das Tauffest an der Dhünn und die Pop-up-Hochzeiten rund um die Christuskirche im Belgischen Viertel in Köln:

Popup-Hochzeit und Solidarität mit Israel

„Zwei stellen sich unter Segen Gottes. Wir gehen mal raus und bewerben das an Orten, wo das sonst nicht beworben wird, auf Postkarten in Kneipen-Klos. 87 Paare haben das in Anspruch genommen. Das war eine wirklich gelungene Aktion und ein Fingerzeig auf das, was wir regelmäßig in unserem Kirchenkreis an vielen Stellen tun.“ Herrenbrück versicherte die uneingeschränkte und unverbrüchliche Solidarität des Kirchenkreises mit Israel und den jüdischen Gemeinden in der Stadt. Hinter einem bedingungslosen Ja zu Israel und zum jüdischen Volk möchten wir nicht zurück, und jeder Form antisemitischer Haltung ist Einhalt zu gebieten.

Gegen Vorurteile und Polarisierung in der Gesellschaft

Gottesdienst vor der Herbstsynode in der Kartäuserkirche

Ebenso wenig dürfen wir es zulassen, dass Muslime und Muslima, dass Palästinenser und Palästinenserinnen, mit denen wir gemeinsam zu dem einen Gott beten, unter Generalverdacht des Terrors gestellt werden. Lassen Sie uns wachsam sein, dass auch Rassismus bei uns keinen Platz haben darf.“ Krall wies hin auf die zunehmende Polarisierung in der Gesellschaft. „Beschrieben wird ein Phänomen der Abgrenzung. Wir gegen die. Linien, die sich nach Haltungen und Meinungen bilden. Berührungspunkte ergeben sich nur noch innerhalb der eigenen Überzeugungen.“ Den Kirchen kommt in solchen Zeiten eine große Bedeutung zu: „Als Gemeinden, als Gemeinschaften, die sich auf Zeit in Krankenhaus und Schule bilden. Wir erleben einen Ort, der Berührungspunkte ermöglicht. Damit sind wir in der öffentlichen Diskussion nicht immer vorne dabei. Damit laufen wir immer unter dem Radar, weil die Pole die Aufmerksamkeit auf sich ziehen. Aber wir bieten Orte jenseits der modernen Bekenntnislinien. Orte, an denen Menschen einfach sein können und gesehen werden und selber sehen.“

Finanzen

Die Synode war auch mit dem Jahresabschluss befasst. Unter der Moderation von Finanzkirchmeister Jörg Rehnitz nahmen die Synodalen den Abschluss mit einer Bilanzsumme von 6,29 Millionen Euro und einem Bilanzergebnis von 524.175 Euro zur Kenntnis. Ein Anteil in Höhe von 216.080 wurde an die Kirchengemeinden ausgeschüttet. Es werden 200.000 Euro der Rücklage Klimaschutz-Fonds zugeführt, und 20.000 Euro sind für den Erprobungsraum Beymeister vorgesehen. Die verbleibende Summe von 88.095 Euro wird einer Rücklage für Pfarrstellen mit besonderem Auftrag zugeführt. Für die nächsten zwei Jahre ist diese Rücklage für die Refinanzierung der Beymeister-Stelle bei der Landeskirche vorgesehen.

Zugehörigkeit der Evangelischen Kirchengemeinde Köln-Deutz/Poll

Mit einem sympathischen Auftritt warb der Deutz-Poller Pfarrer Roger Brandl für das Anliegen seiner Gemeinde, in den nächsten Jahren aus dem Kirchenkreis Köln-Mitte in den Kirchenkreis Köln-Rechtsrheinisch zu wechseln. Die Synodalen signalisierten Zustimmung. Aber bis es so weit ist, werden alle Gemeinden der beiden Kirchenkreise um Stellungnahmen gebeten.

Personalia

Pfarrer Jörg Schmidt tritt 2024 in den Ruhestand

Pfarrer Jörg Schmidt tritt im kommenden Jahr in den Ruhestand. Er ist seit 1995 Pfarrer im Kirchenkreis, aktuell in Herkenrath. Er vertritt den Kirchenkreis seit 2005 in der Landessynode und ist Vorsitzender des Nominierungsausschusses im Kirchenkreis. Zur neuen Vorsitzenden des Nominierungsausschusses wählte die Synode Eva Rath aus der Gemeinde Bergisch Gladbach. Manguela Fokuhl wurde zur 2. stellvertretenden nichttheologischen Abgeordneten bei der Landessynode gewählt. Dr. Gerhard Wenzel, Pfarrer in Rath-Ostheim, leitet in Zukunft den Theologischen Ausschuss des Kirchenkreises. Joachim Höh aus der Gemeinde Volberg-Forsbach-Rösrath wurde zum Vorsitzenden des Diakonieausschusses bestimmt. Pfarrer Samuel Dörr aus Bensberg wurde Synodalbeauftragter für die Konfirmandenarbeit. Pfarrer Andreas Daniels aus Porz kümmert sich künftig als Synodalbeauftragter um die Prädikantinnen und Prädikanten.

 

Text: Stefan Rahmann
Foto(s): Stefan Rahmann, APK

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Spiritualität und bürgerschaftliches Engagement: Tagung im AntoniterQuartier am 4.11.

Diskussion um das Spannungsfeld zwischen traditionellem Ehrenamt und innovativem Engagement: Freiwillige Mitgestaltung und Verantwortungsübernahme wird in Deutschland als Gradmesser für den sozialen Zusammenhalt geführt, als essenzielle Ressource, wenn es um die Bewältigung etwa der Krise des Sozialstaats, des demografischen Wandels und die dynamischen Migrationsprozesse geht. Insbesondere die religiösen Gemeinschaften in Deutschland spielen dabei eine zentrale Rolle.

Auf der Tagung „Spiritualität und bürgerschaftliches Engagement“ am Samstag, 4. November, 10 bis 16 Uhr, im AntoniterQuartier, Antoniterstraße 14-16, soll in exemplarischer Weise aus der Perspektive der Hizmet-Bewegung in Nordrhein-Westfalen und der Evangelischen Kirche in Köln und Region aufgezeigt werden, wie freiwilliges Engagement und Dialog gelebt werden und wie das Spannungsfeld von traditionellem Ehrenamt und innovativem Engagement gestaltet wird.

Vorträge, Diskussionsrunden und Vorstellung von Ehrenamtsprojekten

Die Programm-Highlights umfassen inspirierende Vorträge am Vormittag, interaktive Diskussionsrunden und die Vorstellung innovativer Ehrenamtsprojekte am Nachmittag. Die hochkarätigen Experten, darunter Seniorprofessorin Dr. Annette Zimmer von der WWU Münster, Rafael Nikodemus, Kirchenrat im Landeskirchenamt der Evangelischen Kirche im Rheinland in Düsseldorf, und Hilal Akdeniz, wissenschaftliche Mitarbeiterin der Stiftung Dialog und Bildung in Berlin, werden neue Perspektiven aufzeigen und sich mit den Gästen über verschiedene Bereiche des Ehrenamts austauschen.

In der Zukunftswerkstatt zivilgesellschaftliches Engagement geht es am Nachmittag um die Vorstellung der folgenden gelungenen und innovativen Projekten im ehrenamtlichen Engagement:

  • Coexister: Jugendbewegung für sozialen Frieden, gesellschaftlichen Zusammenhalt und Freundschaften zwischen Menschen mit unterschiedlichen Glaubensüberzeugungen und Weltanschauungen
  • Community organizing Köln
  • Diakonisches Werk Köln und Region: Sozialräume transkulturell gestalten
  • Forum für Willkommenskultur: unterstützt Kölner Willkommensinitiativen und weitere Akteure in der Flüchtlingsarbeit
  • Outline e. V.: Kulturelle Bildung für Jugendliche in Köln-Chorweiler“ (Grafiti, Hip-Hop)
  • Verband engagierte Zivilgesellschaft in NRW e. V.: Soziale Verantwortung in Hizmet

„In einer Zeit, in der freiwillige Mitgestaltung und die Übernahme von Verantwortung tragende Säulen des gesellschaftlichen Zusammenhalts in Deutschland sind, spielt unsere Veranstaltung eine entscheidende Rolle“, sagt Martina Schönhals, Geschäftsführerin des Diakonischen Werkes Köln und Region.“ Gemeinsam möchten wir gesellschaftliche Herausforderungen wie den demografischen Wandel, Migrationsprozesse und die Zukunft des Sozialstaats durch freiwilliges Engagement meistern.“

Der Eintritt ist frei. Eine Anmeldung per E-Mail an anmeldung@melanchthon-akademie.de ist erforderlich, Tel: 0221 931 803 0, anmeldung@melanchthon-akademie.de.

www.melanchthon-akademie.de

Das Programm

9:30 Uhr Stehempfang/ Kaffee

10:00 Uhr Begrüßung und Einführung
Genc Osman Esen
Verband engagierte Zivilgesellschaft in NRW e. V., Köln
Joachim Ziefle
Melanchthon Akademie, Köln

10:15 Uhr Grußwort
Dr. Harald Rau
Sozialdezernet der Stadt Köln

10:30 Uhr Impulsvortrag
Gemeinsam füreinander: Zivilgesellschaftliches Engagement als Weg zu Gottes Wohlgefallen
Hilal Akdeniz
Wissenschaftliche Mitarbeiterin Stiftung Dialog und Bildung, Berlin
Rafael Nikodemus
Kirchenrat im Landeskirchenamt der Ev. Kirche im Rheinland, Düsseldorf

11:00 Uhr Keynote
Zivilgesellschaft im Wandel: Herausforderung für Ehrenamt und bürgerschaftliches Engagement
Seniorprof.‘in Dr. Annette Zimmer
Westfälische Wilhelms-Universität Münster, Deutsche und Europäische Sozialpolitik und Vergleichende Politikwissenschaften

11:45 Uhr Kaffeepause

12:00 Uhr Panel
Das Ehrenamt im Wandel: Perspektiven und Handlungsempfehlungen
Seniorprof.‘in Dr. Annette Zimmer
Rafael Nikodemus
Hilal Akdeniz

13:15 Uhr Mittagsbuffet

14:15 Uhr World Café
Zukunftswerkstatt zivilgesellschaftliches Engagement: Vorstellung von gelungenen und innovativen Projekten im ehrenamtlichen Engagement

15:30 Uhr Abschluss und Ausblick
Zusammenfassung der Ergebnisse aus dem World-Café

16:00 Uhr Ausklang der Tagung

Text: APK
Foto(s): Screenshot Flyer/APK

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Zeichen gegen sexualisierte Gewalt: Plakataktion und Unterstützung für Betroffene

Die Evangelischen Kirchenkreise in Köln und Region setzen sich aktiv dafür ein, sexualisierte Gewalt zu bekämpfen und Betroffene zu unterstützen: Im Rahmen einer Plakataktion werden in Kirchen, Gemeindehäusern und Schaukästen deutliche Signale gesetzt. Unterstützung und Beratung finden Betroffene unter anderem bei den Vertrauenspersonen (s.u.).

Stadtsuperintendent Bernhard Seiger und Christian Gröger, Leiter der Evangelischen Beratungsstelle Köln, Bensberg und Frechen beim Evangelischen Kirchenverband Köln und Region, fassen die Fakten im Interview zusammen:

Warum haben Sie diese Plakate dort verteilt, wo sie zu sehen sind?

Bernhard Seiger: Wir finden es wichtig, dass breit bekannt wird: Wir nehmen als Kirche das Thema von Grenzverletzungen sexualisierter Art sehr ernst. Wir haben die Plakate in Kirchen, Gemeindehäusern und Schaukästen aufgehängt, weil wir damit zeigen: Wir kümmern uns aktiv um das Thema. Unsere kirchlichen Angebote sollen stets so sein, dass sich Kinder, Jugendliche und Erwachsene bei uns sicher und behütet fühlen. Damit setzen wir Signale, weil wir wissen, dass in der Vergangenheit von Übergriffigkeit Betroffenen nicht immer geglaubt wurde und sie häufig nicht die Unterstützung bekommen haben, die sie brauchten. Bei den auf den Plakaten angegebenen Stellen ist klar, dass hier die Anliegen Betroffener ernst genommen werden und man sich aktiv um ihre Anliegen kümmert.

Wer soll sich hierauf melden?

Bernhard Seiger: Zielgruppe sind Menschen, die selber in der Vergangenheit Grenzverletzungen sexualisierter Art erlebt haben oder sie aktuell erleben, aber auch die, die wissen, dass Menschen aus dem Bekanntenkreis solche Erfahrungen gemacht haben. Die Plakate erreichen aber auch die, die heute ihre Augen aufmachen und so in geschütztem Raum ansprechen können, wenn sie Beobachtungen machen, dass die Regeln unserer Schutzkonzepte möglicherweise nicht befolgt werden.

Was geschieht, nachdem sich Menschen an die Hotline/Vertrauenspersonen gewendet haben?

Christian Gröger: Die Hotline ist für alle Menschen, die von sexualisierter Gewalt betroffen sind oder Zeuge geworden sind oder sich unsicher sind. Ihnen wird zuallererst Gehör geschenkt. Danach überlegt man sich gemeinsam, wo sich die anrufende Person hinwenden kann, bzw. was nächste sinnvolle Schritte wären. Über den Kopf des Anrufenden hinweg werden keine Schritte unternommen. Die Vertrauensperson und auch die Ansprechstelle sind Stellen, die nur im Interesse und mit dem Einverständnis der Betroffenen handeln. Was dann weiter passiert und vereinbart wird, hängt also von dem Anliegen und der meldenden Person ab.

Werden Hilfen angeboten? Welche?

Christian Gröger: Es kommen verschiedene Hilfen in Betracht und die Vertrauensperson und auch die Ansprechstelle haben viele Informationen, wo sich Betroffene von sexualisierter Gewalt Hilfe holen können. Falls dies gewünscht ist, kann die Vertrauensperson und Ansprechstelle auch in Beratungsstellen, an Jugendämter oder andere vermitteln. Eine weitere Möglichkeit ist, den Vorfall an das Interventionsteam und Leitungspersonen weiterzugeben. Das Ziel ist es dann, Betroffene gut zu schützen und sexualisierte Gewalt im konkreten Fall verlässlich zu beenden. Natürlich können auch medizinische, rechtsanwaltliche oder polizeiliche Hilfen angezeigt sein.

Gibt es etwas, was Menschen beachten müssen, wenn sie sich an diese Stellen wenden?

Christian Gröger: Zu beachten ist, dass die benannten Vertrauenspersonen nur Lotsen sind: Die betroffenen Menschen können sich Ihnen anvertrauen und Hinweise und Beratung erhalten, wo sie sich jetzt am besten hinwenden können. Wird gemeinsam entschieden, dass das Interventionsteam oder Leitungspersonen eingeschaltet werden, so kommen strukturierte Abläufe in Gang, die im Schutzkonzept des EKV und der Kirchenkreise festgelegt sind. Wenn Mitarbeitende Zeugen von sexualisierter Gewalt geworden sind, kann es auch zu weiteren Pflichten als Mitarbeitende kommen.

Gibt es noch etwas, dass Sie Betroffenen sagen möchten?

Christian Gröger: Ja, wir wünschen uns, dass sich Menschen melden, die von sexualisierter Gewalt oder Grenzverletzungen durch Mitarbeitende der evangelischen Kirche betroffen sind oder diese beobachtet haben. Auch wenn Sie sich nicht sicher sind, wie ihr Fall einzuordnen ist, bitte suchen Sie Beratung bei der Vertrauensperson oder Ansprechstelle.

Text: APK
Foto(s): APK

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Kirche2go fragt: Wer war Martin Luther?

Kirche2go fragt passend zum Reformationstag in der kommenden Woche: Wer war Martin Luther? Martin Luther (1483 -1546) war für die Reformation in Deutschland verantwortlich – die Bandbreite der Bezeichnungen für diesen Mann reichen von Ketzer, Befreiungsheld, Reformator, Kirchenspalter bis zu Rebell. Schnell erzählten und schrieben die Menschen noch zu seinen Lebzeiten Legenden und Mythen über den ehemaligen Mönch aus Wittenberg. Unstrittig ist sicherlich, dass die Reformation eines der folgenreichsten Ereignisse für die Kirche und die Geschichte ist. Das Video Kirche2go „Wer war Martin Luther?“ erklärt wichtige Stationen aus Martin Luthers Leben.

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Hier der ganze Text zum Nachlesen:

Wer war Martin Luther? Kirche2go fasst wichtige Stationen aus seinem Leben zusammen.

Martin Luther stammt aus dem heutigen Sachsen-Anhalt und wurde am 10. November 1483 in Eisleben geboren. Sein Lebensweg führte ihn von dort unter anderem nach Magdeburg, Eisenach, Erfurt, Wittenberg, Rom, Köln, Heidelberg, Leipzig, Worms und Marburg. Am 18. Februar 1546, im Alter von 62 Jahren, verstarb er in Eisleben.

Luther studierte zunächst Rechtswissenschaften, geriet jedoch in dieser Zeit in eine Lebenskrise. In einem schweren Sommergewitter am 2. Juli 1505 erlebte er, der Überlieferung nach, Todesangst und entschied, Mönch zu werden. Er erwarb den Doktortitel in Theologie und erhielt eine Professur für Bibelauslegung in Wittenberg.

Am 31. Oktober 1517 kritisierte Luther den Ablasshandel der Kirche in Deutschland. Mit Ablassbriefen konnten Menschen angeblich die Sündenvergebung von der Kirche erkaufen. In 95 Thesen sprach er sich gegen die Kirchenpolitik aus, was den Beginn der Reformation markierte und zur Entstehung der evangelischen Kirche führte.

Im Jahr 1518 begann der sogenannte Römische Prozess gegen Luther, der trotz der drohenden Konsequenzen an seinen Thesen festhielt. Um Luther zu schützen, wurde er 1521 auf Anweisung des sächsischen Kurfürsten Friedrich des Weisen auf die Wartburg entführt. Dort nutzte Luther die Zeit des Wartens und übersetzte das Neue Testament in die deutsche Sprache. Die erste Ausgabe erschien 1522.

Noch während der sogenannten Bauernkriege heiratete der ehemalige Mönch Martin Luther die ehemalige Nonne Katharina von Bora. Bis zu seinem Tod im Jahr 1546 verfasste der Reformator viele Texte, dichtete Kirchenlieder und setzte sich unter anderem für die Umgestaltung des Schulwesens ein.

Text: APK
Foto(s): APK

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Unsere Wochentipps: Reformationstag, Frauenmahl und Schnibbel-Disco

Unsere Wochentipps zeigen ein vielfältiges kulturelles Programm: In der Kirchengemeinde Ehrenfeld können Besucher einen berührenden Lese-Lieder-Abend mit Judy Bailey und Patrick Depuhl erleben, während die Melanchthon-Akademie eine Debatte über die Notwendigkeit eines Paradigmenwechsels von militärischer zu ziviler Sicherheitspolitik im Angesicht des Ukrainekriegs und weltweiter Spannungen abhält. Für Freunde des guten Essens bietet die Evangelische Familienbildungsstätte Köln mit dem „Offenen Kochtopf“ ein kulinarisches Highlight und der Kölner Ernährungsrat sorgt für gute Laune und musikalische Begleitung. Die Evangelische Kirche Weiden lädt zum Frauenmahl am Morgen ein, während eine Motorradfahrer-Gedenkfahrt zum Altenberger Dom auf ein sichereres Miteinander im Straßenverkehr aufmerksam machen möchte. Der Reformationstag in der Trinitatiskirche wird mit einer zentralen Reformationsfeier gefeiert, bei der Oberkirchenrätin Dr. Wibke Janssen in ihrer Predigt zur Bewahrung und Erhaltung der Schöpfung anregt.

26.10.2023, 19:00
Evangelische Kirchengemeinde Ehrenfeld
Friedenskirche, Rothehausstraße 54a, 50823 Köln
„Das Leben ist nicht schwarz-weiß“
Ein Lese-Lieder-Abend mit Judy Bailey & Patrick Depuhl
„Das Leben ist nicht schwarz-weiß“ ist der Titel einer Konzertlesung am Donnerstag, 26. Oktober, 19 Uhr, in der Friedenskirche, Rothehausstraße 54a. Judy Bailey und Patrick Depuhl feiern Vielfalt, Begegnungen, Familie, Glaube, Liebe und Hoffnung und schenken den Besucherinnen und Besuchern des Lese-Lieder-Abends einen Abend voller Herz, Hirn und Humor. Mit Musik, die in den Bauch und Geschichten, die unter die Haut gehen. Für Snacks und Getränke in der Pause ist gesorgt. Der Eintritt kostet zwischen 10 und 20 Euro, je nach Selbsteinschätzung. Tickets können per E-Mail an ingrid.illmann@ekir.de bestellt werden.
www.evangelisch-ehrenfeld.de

26.10.2023, 19:30
Melanchthon-Akademie
Domforum, Domkloster 3, 50667 Köln
Veranstaltung: „Sicherheit neu denken“
Zivile Sicherheitspolitik angesichts des Ukrainekriegs
Ralf Becker, Koordinator der Initiative www.sicherheitneudenken.de, stellt in einer Veranstaltung am Donnerstag, 26. Oktober, 19.30 Uhr, im Domforum, Domkloster 3, das angesichts des Ukrainekriegs und der Spannungen zwischen China und Taiwan aktualisierte Szenario des notwendigen Paradigmenwechsels von militärischer zu ziviler Sicherheitspolitik vor. Aktuell reagiert Europa auf die sicherheitspolitischen Herausforderungen mit Erhöhungen seiner Militärbudgets. Mittel- und langfristig wird Sicherheit, gerade angesichts der Klimakrise, weltweit nur mit Hilfe ziviler Konfliktlösung und durch internationale Kooperation gewährleistet werden können. Der Abend ist eine Kooperation des Katholischen Bildungswerks Köln, der Melanchthon- Akademie und des Friedensbildungswerks. Der Eintritt ist frei, Spenden sind erwünscht. Tickets können unter www.domforum.de gebucht werden.
www.domforum.de

27.10.2023, 17:00
Ev. Familienbildungsstätte Köln
Evangelische Familienbildungsstätte Köln (fbs), Kartäuserwall 24b, 50678 Köln
„Offener Kochtopf“- eine Schnibbel-Disco für alle
Ein Angebot des Kölner Ernährungsrates
Ein leckeres, kostenfreies Event für Groß und Klein, der „offene Kochtopf“ des Kölner Ernährungsrates, ist am Freitag, 27. Oktober, 17 bis 20 Uhr, in der Evangelischen Familienbildungsstätte Köln (fbs), Kartäuserwall 24b, zu Gast. Er wandert von Ort zu Ort und stellt regelmäßig ein Lebensmittel ins Rampenlicht. Alle sind willkommen, Erwachsene genauso wie Kinder und Jugendliche, wenn in der fbs das Gemüse der Herbstküche (Kartoffeln, rote Beete und Kürbis) geschnibbelt und zu Köstlichkeiten verarbeitet werden. Mit dabei sind Kirsten und Maik, alias Torben, vom Gorilla-Ernährungstheater. Sie sorgen für Musik und gute Laune. Die Teilnahme ist kostenlos. Alle sollten eine Schürze und geeignete Behälter für Reste mitbringen. Die Anzahl der Plätze ist begrenzt. Eine Anmeldung über die Homepage www.fbs-koeln.org ist erforderlich.
www.fbs-koeln.org

 

28.10.2023, 09:30
Evangelischer Kirchenkreis Köln-Nord
Evangelische Kirche Weiden / Gemeindezentrum Jochen-Klepper-Haus, Aachener Straße 1208, 50858 Köln-Weiden
„Jetzt ist die Zeit für Solidarität und Gerechtigkeit“
Frauenmahl am Morgen in der Evangelischen Kirche Weiden
Der Theologinnenkonvent des Evangelischen Kirchenkreises Köln-Nord lädt aus Anlass des Reformationstages (31. Oktober) zum Frauenmahl am Morgen am Samstag, 28. Oktober, 9.30 Uhr bis 13 Uhr, in die Evangelische Kirche Weiden/Gemeindezentrum Jochen-Klepper-Haus, Aachener Straße 1208, ein. „Jetzt ist die Zeit für Solidarität und Gerechtigkeit – Kölnerinnen damals und heute kämpfen weiter“ lautet das Motto. Zu Wort kommen zwei Kölnerinnen: Matilde Franziska Anneke, eine weltoffene Revolutionärin aus dem 19. Jahrhundert, und Melek Henze, Leiterin des Lindweiler Treffs, interkulturelle Beraterin und Stimme von heute gegen Armut und für Gerechtigkeit der Kulturen. Nach dem Ankommen mit Empfang und Büchertisch ab 9.30 Uhr, beginnt um 10 Uhr die Begrüßung mit Vorstellung der Rednerinnen. Die Statements der jungen und alten Sozialrevolutionärinnen werden von den Pfarrerinnen Ronja Voldrich und Uta Walger vorgetragen. Es schließt sich ein Interview und „Rede zur Solidarität jetzt!“ von und mit Melek Henze an. Dazu wird ein Dreigänger Lunch gereicht. Das Frauenmahl zeichnet sich durch Tischreden in der Tradition des Reformationstages, ein kleines Menü und Gesprächsrunden aus. Die Teilnahme kostet 12 Euro. Darin enthalten sind Essen und Getränke. Um Anmeldung bis Montag, 23. Oktober, per E-Mail an superintendentur.koeln-nord.@ekir.de oder per Telefon 0221/8209051 wird gebeten. Die Reihenfolge der Anmeldung entscheidet über die Platzvergabe.

28.10.2023, 12:00
Evangelisch Leben in Köln und Region
Verteilerkreis Köln-Süd, 50968 Köln
Motorradfahrer-Gedenkfahrt von Köln ins Bergische Land
Abschlussfeier im Altenberger Dom
Die Aktion Blauer Punkt lädt am Samstag, 28. Oktober, zu einer Motorradfahrer-Gedenkfahrt von Köln zum Altenberger Dom mit anschließendem Gottesdienst ein. Der Korso mit bis zu 5.000 Motorradfahrerinnen und Motorradfahrern findet zum Gedenken der zu Tode gekommenen Bikerinnen und Biker der vergangenen Saison statt. Gleichzeitig ist die Fahrt eine Demonstration für mehr Weitsicht und Rücksichtnahme im Straßenverkehr. Korsostart ist um 12 Uhr (Aufstellung ab 11 Uhr) am Verteilerkreis in Köln-Süd. Der Gedenkgottesdienst im Altenberger Dom beginnt um 14 Uhr. Zum Organisationsteam gehören viele freiwillige Helferinnen und Helfer unter der Leitung von Pfarrer Ingolf Schulz, Beauftragter für die Motorradfahrer-Seelsorge in der Evangelischen Kirche im Rheinland.
www.aktion-blauer.de

29.10.2023, 09:00
Evangelische Kirchengemeinde Altenberg/Schildgen
Altenberger Dom, Eugen-Heinen-Platz 2, 51519 Odenthal-Altenberg
Festgottesdienst zum Reformationstag
Die Predigt hält Präses Dr. Thorsten Latzel
Ein Festgottesdienst zum Reformationstag findet am Sonntag, 29. Oktober, 9 Uhr, im Altenberger Dom, Eugen-Heinen-Platz 2, statt. Zu Gast ist Pfarrer Dr. Thorsten Latzel, Präses der Evangelischen Kirche im Rheinland, der die Predigt hält. Die Domkantorei Altenberg und Kirchenmusikdirektor Andreas Meisner tragen Werke von César Franck und Louis Vierne vor.
www.dommusik-aktuell.de

 

31.10.2023, 18:00
Trinitatiskirche
Trinitatiskirche, Filzengraben 4, 50676 Köln
„Diese Generation! Schöpfung zwischen Ohnmacht und Hoffnung“
Zentrale Reformationsfeier in der Trinitatiskirche
Oberkirchenrätin Dr. Wibke Janssen predigt am Dienstag, 31. Oktober, 18 Uhr, im zentralen Gottesdienst des Evangelischen Kirchenverbandes Köln und Region zum Reformationstag in der Trinitatiskirche, Filzengraben 4. „Selig sind die Sanftmütigen, denn sie werden das Erdreich besitzen.“ (Matthäus 5,5) Die beiden Schöpfungsberichte auf den ersten Seiten der Bibel beschreiben das, was vom Menschen im Umgang mit der Schöpfung erwartet wird, unterschiedlich: untertan machen, herrschen, bebauen, bewahren. Manche der Worte in der Übersetzung Martin Luthers haben beigetragen zu unserer Haltung gegenüber der Schöpfung, die in Vielem nicht sanftmütig ist und die Schöpfung gefährdet. Können die Seligpreisungen der Bergpredigt, Predigttext für den Reformationstag 2023, Anregung und Anstoß sein, Schöpfung zu bewahren und zu retten? Oberkirchenrätin Wibke Janssen versucht eine Antwort auf diese Frage zu geben. Seit September 2022 ist sie Leiterin der Abteilung Theologie und Ökumene der Evangelischen Kirche im Rheinland (EKiR). Sie war zuvor Vorsitzende des Theologischen Ausschusses der EKiR und Pfarrerin an einer Schule in Bonn. Pfarrer Torsten Krall, Superintendent des Evangelischen Kirchenkreises Köln-Rechtsrheinisch, gestaltet die Liturgie. Für die musikalische Gestaltung sorgen Thomas Pehlken (Orgel) und der Oratorienchor Köln unter der Leitung von Joachim Geibel. Der Chor besteht seit 1957 und verfügt über ein umfangreiches Repertoire mit Chorwerken des Barock, der Klassik, der Romantik und der Moderne. Im Anschluss an den Gottesdienst sind alle zu einem Empfang in das Foyer der Trinitatiskirche, mit Gesprächen, Getränken und Gesalzenem, eingeladen.
www.trinitatiskirche-koeln.de

Text: APK
Foto(s): APK

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