Kirche in Bewegung: Rückblick auf ein vielfältiges Jahr in Köln und der Region

Im vergangenen Jahr hat sich die Evangelische Kirche in Köln und der Region an vielen Orten sichtbar, hörbar und wirksam eingebracht: ob im Einsatz für Demokratie und Menschenwürde bei „Köln stellt sich quer“, im gemeinsamen Gedenken gegen Antisemitismus, bei großen Festen des Glaubens wie der Kölner Kirchennacht, dem Kirchentag oder Evangelisch läuft, bei queeren Gottesdiensten zum CSD, jecken Segnungen am 11.11., in der Jugendarbeit, auf dem Campus Kartause oder bei wichtigen Weichenstellungen in Kirche und Leitung. Sie hat Haltung gezeigt, Hoffnung geteilt und Räume geöffnet – für queeres Leben, für junge Menschen, für Engagement in Stadt und Gesellschaft und für mutige Schritte in die Zukunft. Unser Wunsch: Wir möchten Kirche als einen Ort der Nächstenliebe und der Gemeinschaft erfahrbar machen: mitten in Köln und der Region, nah bei den Menschen.

Unser Jahresrückblick:

 

 

Text: APK
Foto(s): APK/Canva

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Unsere Archivale für Dezember: „[…] klopft er für und für so stark an unsers Herzens Tür“ – Gedanken zum Advent und zum Vermächtnis von Pfarrer Fritz Schellenburg

Eine ganz besondere Zeit hat nun begonnen: der Advent. Das Wort „Advent“ bedeutet „Ankunft“. Damit verbunden ist im christlichen Verständnis der Beginn eines neuen Kirchenjahres. Ein Neuanfang soll gewagt werden. Neue Perspektiven und Blickwinkel sollen eingenommen werden. Im Leitartikel der UK (Unsere Kirche), Ausgabe Nr. 49 vom 30.11.2025, heißt es: „Ein Neuanfang muss nicht auf den richtigen Zeitpunkt warten und nicht perfekt vorbereitet sein.“ Letztlich muss er durch den Menschen aus freien Stücken bewusst gemacht und begonnen werden.

Vielleicht hatte Pfarrer Friedrich (Fritz) Wilhelm Schellenburg, als er sich 1948 mit einer Einladung zum Weihnachtsgottesdienst an die Mitglieder der Gemeinde Nippes wandte, etwas Ähnliches im Sinn. Er rief die Gemeindemitglieder dazu auf, sich trotz der schmerzlichen, entbehrungsreichen und verlustvollen Zeit der letzten Kriegs- und Nachkriegsjahre nicht der christlichen Botschaft zu verschließen, sondern der Ankunft Jesu mit Freude und offenem Herzen entgegenzusehen. Die Hoffnung und Zuversicht, die dem Advent innewohnen, sollten angenommen werden. Die Sorgen und Nöte des alten Jahres sollten – so gut es geht – losgelassen und ein neuer Anfang gewagt werden. Dabei sollten die Mitmenschen nicht aus dem Blick geraten, sondern Arme, Heimatlose und Kranke aktiv in den Blick genommen werden. Schellenburg appellierte an die Nächstenliebe und das Bedürfnis nach Halt und Gemeinschaft.

„Wir sollen nicht verloren werden,
Gott will, uns soll geholfen sein;
deswegen kam der Sohn auf Erden
und nahm hernach den Himmel ein;
deswegen klopft er für und für
so stark an unsers Herzens Tür.“

Ein Leben in Verantwortung

Friedrich Schellenburg wurde am 24.11.1909 in Düsseldorf geboren. Er studierte Theologie in Münster, Marburg und Bonn. 1935 legte er sein erstes theologisches Examen ab, zwei Jahre später folgte das zweite Examen in Barmen. Seit 1937 war er illegal im Hilfsdienst in der Gemeinde Köln-Nippes tätig, wo er Pfarrer Hans Encke unterstützte. Nach Enckes Abreise aus Köln während des Zweiten Weltkriegs übernahm Schellenburg die alleinige Betreuung dehttps://www.kirche-koeln.de/verbandsarchiv/r gesamten Gemeinde (Nippes, Riehl, Mauenheim und Alt-Longerich). Nach dem Einmarsch der Amerikaner nahm Schellenburg – aufgrund seiner Zugehörigkeit zur Bekennenden Kirche – eine zentrale Rolle ein. Er initiierte die Rückkehr von Hans Encke nach Köln, um den Kirchenkreis Köln zu leiten und den Wiederaufbau zu organisieren. Seine erste reguläre Pfarrstelle konnte Schellenburg erst 1946 antreten – als Pfarrer in Weidenpesch. Es folgte eine Pfarrstelle in der neugegründeten Gemeinde Gartenstadt-Nord (1965–1979). Dort blieb Fritz Schellenburg bis zu seiner Emeritierung.

Advent in der Gegenwart

Das Team des Archivs des Evangelischen Kirchenverbandes Köln und Region hofft, dass Sie – trotz aller persönlichen und weltpolitischen Herausforderungen – für die christliche Botschaft des Advent empfänglich bleiben und wünscht Ihnen ein gesegnetes Weihnachtsfest sowie einen guten Rutsch ins neue Jahr.

Noch mehr Archivalien finden Sie hier:

Text: Stefanie Sternemann
Foto(s): Stefanie Sternemann

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Altenberger Fernsehgottesdienst berührt an Weihnachten mit Musik, Ökumene und Esel

Es liegt ein Gemurmel in der Luft, in dem ein bisschen Aufregung mitschwingt. Ob das daher rührt, dass es der Tag vor Heiligabend ist, oder ob es doch die großen und kleinen Fernsehkameras in allen Winkeln und das große Technikpult im Hintergrund sind – wer kann das vor dem heutigen Gottesdienst sagen? Vor 50 Jahren wurde schon einmal im Altenberger Dom ein Gottesdienst zum Fernsehereignis. Damals holten die Kameras den Pfingstgottesdienst in die Wohnzimmer, nun ist es eine Christvesper.

Kameras, Technik – und ein bisschen Aufregung

Ein Team von rund 60 Mitarbeitenden des WDR ist vor Ort, um den ökumenischen Gottesdienst, der unter dem Motto „Gott träumt uns“ steht, aufzuzeichnen. Geleitet wird der Gottesdienst von Pfarrerin Claudia Posche und dem katholischen Pfarrer Thomas Taxacher. Dass der Gottesdienst ökumenisch gehalten wird, war beiden wichtig. Claudia Posche betont: „Wir wollen zeigen, wie gut es gemeinsam geht.“ Und Thomas Taxacher ist überzeugt: „Menschen, die beide Konfessionen in ihren Familien haben, freuen sich, wenn sie zusammen den Gottesdienst erleben können.“

Ein Gottesdienst, der verbindet

Schon früh sind alle Plätze besetzt, wer keine Sitzmöglichkeit mehr findet, wird höflich nach hinten gebeten, denn die Kameras brauchen freie Bahn in Seiten- und Mittelgang. Hinten im blau-golden ausgeleuchteten Dom recken dann alle ein bisschen die Hälse, um gut sehen zu können. Zu schön und stimmungsvoll sieht der Altarraum mit den Bäumen voller Lichter und dem kleinen Plüschesel unter dem Christbaum aus. Der Esel wird übrigens noch eine Rolle spielen, doch davon später.

„Gott träumt uns“ – ökumenisch und gemeinsam

Landespfarrerin Petra Schulze ist Rundfunkbeauftragte des WDR. Sie macht ein kurzes „Warm up“ zu Beginn der Aufzeichnung. Denn so vertraut das alles hier wirkt, ein bisschen anders ist es eben auch. Sie bittet die Besucherinnen und Besucher, die sich vorab anmelden mussten, nicht direkt in die Kameras zu schauen. Ein kleiner Junge wird das im Verlauf der Dreiviertelstunde doch tun, an Heiligabend bei der Ausstrahlung lässt seine offenkundige Freude und Faszination lächeln. Auch sollen die Blicke interessiert sein und der Gesang gut zu hören. „Playback gilt heute nicht“, betont Schulze vor dem kurzen Einsingen mit der Gemeinde. Im Anschluss an den Gottesdienst ist sie begeistert: „Das hat heute alles richtig schön lebendig gewirkt. So hatten wir uns das gewünscht. Aber schon die Probe gestern war ein großer Genuss.“ Sie erzählt außerdem davon, dass Katja Naseband von der Tierwerkstatt Altenberg mit Esel Flip in das Projekt eingebunden war. „Esel Flip ist in kleinen Einspielern zu sehen.“ Denn, wie gesagt, die freundlichen grauen Tiere sind Teil dieses Gottesdienstes.

Ein Esel mit Geschichte

Rund 500.000 Menschen werden den Gottesdienst an ihren Fernsehern verfolgen. Da er ein Jahr lang in der ARD-Mediathek zur Verfügung steht, wird diese Zahl in den kommenden Monaten voraussichtlich noch deutlich höher. Sie werden den Gesang der Domkantorei unter der Leitung von Minga Chrystal Seo erleben und ein strahlendes „Jauchzet, frohlocket“ aus dem Bachschen Weihnachtsoratorium genießen. Sie hören Ella Balzer, Ida Hopstein und Mila Praski von der Elberfelder Mädchenkurrende ein zartes „Tochter Zion“ singen und die großen Klänge der Trompete von Thibaud Robinne sowie der Orgel, die Jens-Peter Enk und Rolf Müller spielen. Alles wurde vorher genau geprobt, die Predigt mit der Stoppuhr geübt, jeder Blick, jeder Satz, jede Bewegung soll passen.

Musik, Predigt und feierliche Stimmung

Pfarrerin Claudia Posche und ihr katholischer Kollege Pfarrer Thomas Taxacher

Und nun kommt auch endlich der Esel ins Spiel, denn er begleitet durch den Gottesdienst. Immerhin gehört zur langen Geschichte des Domes ein solches Grautier. Ein Esel traf nämlich laut Legende die Wahl des Standortes von Kloster und Kirche, die die Zisterzienser schließlich im 12. Jahrhundert im Dhünntal bauten. Pfarrerin Claudia Posche erinnert in der Christvesper daran. Und ein Esel wird auch in der Lesung zitiert. Elke Pich, Sängerin der Domkantorei, lässt den Esel davon erzählen, wie er vorsichtig die hochschwangere Maria trug. Wie er später die Flucht der Heiligen Familie nach Ägypten, um den Mordabsichten König Herodes zu entkommen, begleitete.

Ein vertrauter Ort in neuem Licht

Schließlich galt es, den späteren Friedensfürsten zu beschützen, damit Gottes Traum von Versöhnung wahr werden könne. In den Fürbitten wird dieser Gedanke aufgegriffen, auch Pfarrer Thomas Taxacher spricht vom Traum von Frieden. Und schließlich geht dieser Gottesdienst mit dem Segen und „Oh du fröhliche“ zu Ende. Die Besuchenden, um einen stimmungsvollen Gottesdienst und eine spannende Erfahrung reicher, spenden Beifall, das WDR-Team räumt allmählich zusammen. Ganz vertraut ist das alles – und doch ein bisschen anders.

Text: Katja Pohl
Foto(s): Matthias Pohl

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Kirche2go fragt: Was ist die Weihnachtsgeschichte?

Kirche2go fragt: Was ist die Weihnachtsgeschichte? Die Weihnachtsgeschichte von der Geburt Jesu Christi kennen viele Menschen. Sie wird im Neuen Testament in der Bibel erzählt, doch es gibt mehrere Varianten dieser Geschichte. Die Überlieferung der Geburt von Jesus Christus setzt sich aus zwei Berichten zusammen, die unterschiedliche Aspekte betonen. Was im Lukasevangelium im Mittelpunkt steht, erfahren Sie in diesem Video.

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Der gesamte Text zum Nachlesen:

Die Weihnachtsgeschichte von der Geburt Jesu Christi ist vielen Menschen bekannt. Sie wird im Neuen Testament in der Bibel erzählt, doch es gibt nicht die EINE Geschichte. Die Überlieferung der Geburt von Jesus Christus setzt sich aus zwei Berichten zusammen, die unterschiedliche Aspekte betonen. Im Lukasevangelium beginnt die Geschichte von der Geburt von Jesus Christus mit der Ankündigung, der so genannten Verheißung der Geburt. Der Engel Gabriel sagt Maria, dass sie bald schwanger werden wird und einen Sohn bekommt. Das Kind soll sie Jesus nennen. In der damaligen der Zeit hatte der regierende Kaiser Augustus eine Volkszählung anordnet. Alle Menschen im römischen Reich mussten sich an ihrem „väterlichen“ Herkunftsort registrieren lassen. Die inzwischen hochschwangere Maria und ihr Verlobter Josef reisten daher von Nazareth nach Betlehem. Dort angekommen fanden die beiden keine Unterkunft, da alle Herbergen voll waren. Josef und Maria konnten nur noch in einem Stall unterkommen. Dort wurde dann ihr erstes Kind, Jesus, geboren. Da der Evangelist Lukas aber lediglich von vollen Herbergen und einer „Krippe“, einem Futtertrog, berichtet, in den Jesus nach der Geburt gelegt wurde, vermuten einige Theologinnen und Theologen, dass die junge Familie bei Verwandten von Josef untergekommen ist. Die Krippe haben sie daher vermutlich nur zufällig als Wiege genutzt. Außerdem beschreibt Lukas, wie ein Engel einigen Hirten ankündigt, dass in Bethlehem der Messias geboren worden sei… und die Hirten gingen nach Bethlehem und fanden das neu geborene Kind. Hier endet der Bericht des Evangelisten Lukas. Die Heiligen drei Könige zum Beispiel kommen in seiner Fassung der  Weihnachtsgeschichte nicht vor.

Text: APK
Foto(s): APK

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Weihnachten feiern – mit einem Moment des Segens

Pünktlich zu den festlichen Tagen lädt diese persönliche Weihnachtsbotschaft aus dem Segensbüro dazu ein, innezuhalten und auf die kleinen, guten Momente des Jahres zurückzublicken. Wo war Gott spürbar dabei? Zwischen Trubel und Tradition entsteht so Raum für Dankbarkeit, Ruhe und Segen. Wir wünschen euch allen da draußen „frohe und gesegnete Weihnachten“.

Text: APK
Foto(s): APK/AI

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Unsere Wochentipps: Alle Weihnachtsgottesdienste, Silvesterkonzert und weitere Highlights

Musik, Besinnung und gemeinsame Wege durch die Weihnachtszeit: Auch zwischen den Feiertagen und zum Jahreswechsel laden zahlreiche Veranstaltungen in Köln und der Region dazu ein, die festliche Zeit bewusst zu gestalten. Ob weihnachtliche Orgelklänge, englische Chormusik, ein gemeinsamer Krippengang durch die Innenstadt, feine kammermusikalische Akzente oder ein festliches Silvesterkonzert – die aktuellen Wochentipps zeigen musikalische und spirituelle Vielfalt.

Der ökumenische Weihnachtsgottesdienst für die ARD aus dem Altenberger Dom mit Pfarrerin Claudia Posche wird heute um 16 Uhr im Programm „Das Erste“ ausgestrahlt.

„Tochter Zion, freue Dich“ – Weihnachtliche Orgelmusik

Der Evangelische Kirchenverband Köln und Region lädt am Donnerstag, 25. Dezember, 19.30 Uhr, zu einem festlichen Orgelkonzert in die Trinitatiskirche, Filzengraben 4, ein. Unter dem Titel „Tochter Zion, freue Dich“ gestaltet Wolf-Rüdiger Spieler den musikalischen Weihnachtsabend mit konzertanter Orgelmusik über bekannte weihnachtliche Lied- und Choralthemen. Das Konzert bildet den Abschluss der Orgelabendreihe des Jahres 2025. Der Eintritt ist frei, Spenden sind willkommen.
www.trinitatiskirche-koeln.de

„A Ceremony of Carols“ – Englische Weihnachtsmusik

Zum Abschluss der Weihnachtstage lädt die Evangelische Kirchengemeinde Hürth am Freitag, 26. Dezember, 17 Uhr, in die Martin-Luther-King-Kirche, Villering 38, ein. In diesem besonderen Gottesdienst singt die Kantorei Auszüge aus „A Ceremony of Carols“ des englischen Komponisten Benjamin Britten – einem Werk, das mit gregorianisch anmutenden Melodien, lebhaften vierstimmigen Sätzen und Kanons die Weihnachtsgeschichte musikalisch eindrucksvoll nachzeichnet.
www.evangelisch-in-huerth.de

Weihnachtlicher Krippengang durch die Kölner Innenstadt

Das Stadtführungsprogramm AntoniterCityTours lädt am Sonntag, 28. Dezember, 11 bis 13 Uhr, zu einem weihnachtlichen Krippengang mit Günter Leitner ein. Der Rundgang beginnt an der Kirche St. Maria in Lyskirchen, An Lyskirchen 10, und führt – sofern zugänglich – zu ausgewählten Krippen wie denen in den Kirchen St. Maria im Kapitol und Groß St. Martin. Die Teilnahme kostet 12 Euro, ermäßigt 10 Euro.
www.antonitercitytours.de

Musikalische Sternstunde

Einen stimmungsvollen Ausklang des Jahres bietet die Evangelische Kirchengemeinde Köln-Brück-Merheim am Sonntag, 28. Dezember, 16 Uhr, in der Johanneskirche, Am Schildchen 15. Unter dem Titel „Weihnachtliche Musik für Blockflöte und Cembalo“ gestalten Meike Herzig (Blockflöten) und Anne-Catherine Bucher (Cembalo) eine feine musikalische Stunde mit festlichen und barocken Werken. Die Veranstaltung findet in Zusammenarbeit mit der Initiative „Lebendiges Brück“ statt. Der Eintritt ist frei.
www.brueck-merheim.de

Silvesterkonzert für Orgel „zu vier Händen und vier Füßen“

Zu einem Silvesterkonzert an der Orgel im Altenberger Dom, Eugen-Heinen-Platz 2, „zu vier Händen und vier Füßen“ laden Kirchenmusikdirektor Jens-Peter Enk (Wuppertal/Altenberg) und Rolf Müller (Domorganist Altenberger Dom) am Mittwoch, 31. Dezember, 15.30 Uhr, ein. Zu hören ist Musik der Komponisten Maurice Ravel (Bolero), Wolfgang Amadeus Mozart, Johann Georg Albrechtsberger und anderen. Das Konzert wird am Neujahrstag, Donnerstag, 1. Januar, 15.30 Uhr, wiederholt. Der Eintritt ist frei.
www.dommusik-aktuell.de

Text: APK
Foto(s): APK/AI

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Traditioneller Weihnachts-Brunch für Wohnungslose im Haus Salierring

Zum vierten Mal hat das Diakonische Werk Köln und Region am 4. Advent obdachlose und von Wohnungslosigkeit bedrohte Menschen zu einem kostenlosen weihnachtlichen Brunch in das Diakoniehaus Salierring eingeladen. Dort sind verschiedene Unterstützungen – insbesondere die Wohnungsnotfallhilfe, Fachberatung sowie weitere unterstützende Angebote – unter einem Dach gebündelt und miteinander vernetzt.

Begegnung auf Augenhöhe
Ein leckeres Frühstücksangebot in einer Atmosphäre gegenseitiger Wertschätzung erwartete die Gäste. Im Tagestreff begrüßten ehren- und hauptamtliche Mitarbeitende in zwei Durchgängen insgesamt 75 Menschen im Alter von zwanzig bis 75 Jahren. Viele von ihnen hatten im Laufe des Jahres die Hilfsangebote des Fachdienstes „Wohnungslosenhilfe“ genutzt oder leben in einem der vom Diakoniehaus betreuten Wohnprojekte. Nun genossen sie weihnachtlich gestimmt das reichhaltige Frühstück und das Miteinander. „In einer Atmosphäre von gegenseitiger Wertschätzung bedankten sich die zufriedenen, gutgelaunten Gäste bei den Mitarbeitenden, die viel Spaß bei ihrer Arbeit hatten“, fasste Michael Lampa, Fachdienstleiter der Wohnungsnotfallhilfe, zusammen.

Wärme, Gemeinschaft und Geschenke

Diakoniehaus Salierring / Ecke Am Duffesbach

Im Diakoniehaus Salierring wird montags bis freitags von 8:30 bis 12:30 Uhr ein Frühstück und an festen Tagen regelmäßig ein Mittagessen angeboten. „Wir frühstücken hier jeden Werktag“, sagte ein Stammgast. „Hier herrscht immer eine gute Atmosphäre“, würdigte er die zuvorkommenden Mitarbeitenden. „Wir sind froh, dass es dieses Angebot weiterhin gibt.“ Sein Nachbar ergänzte, dass es ihm gar nicht so sehr um das Essen gehe. „Ich finde es besonders schön, hier Leute treffen und sprechen zu können“, will er diese Anlaufstelle nicht missen.

„Ein schöner Tag voller menschlicher Wärme“
Zum Abschluss erhielten die Gäste Geschenktüten mit Weihnachtsgebäck, Schokolade, einen Supermarkt-Einkaufsgutschein über 25 Euro und, auf Wunsch, auch Rauchwaren. Zudem konnten sie sich über warme Socken freuen: Mitglieder der Initiative Hobbyschneiderin24 hatten im Laufe des Jahres über 200 Paar gestrickt und gespendet. „In Zeiten von steigenden Preisen wird der Einkauf immer schwieriger und der Besuch eines Weihnachtsmarkts für viele zum Luxusgut“, so Lampa. „Darum möchten wir mit unserer Aktion etwas weihnachtlichen Glanz in das Leben von Menschen in Armut bringen. Ganz besonders freuen wir uns aber darüber, dass es für alle ein sehr schöner gemeinsamer Tag voller menschlicher Wärme war.“

Diakoniespende stärkt Krankenwohnung
Bis Ende September 2026 ist das Diakoniehaus Salierring Empfänger der aktuellen Diakoniespende des Evangelischen Kirchenverbandes Köln und Region. Jeder gespendete Cent wird vom Kirchenverband bis zu einem Gesamtbetrag von 100.000 Euro verdoppelt. Der Erlös soll primär für die Erweiterung und Modernisierung der Krankenwohnung in der Einrichtung am Salierring / Ecke Am Duffesbach eingesetzt werden. Mehr Informationen zur Diakoniespende finden Sie hier.

Text: Engelbert Broich
Foto(s): Engelbert Broich

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Evangelische TelefonSeelsorge Köln ist rund um die Uhr da – auch an Weihnachten

Gerade in der Weihnachtszeit, wenn sich viele Menschen nach Nähe und Austausch sehnen, kann es besonders wohltuend sein, mit anderen Menschen zu sprechen und das auszusprechen, was einen belastet oder bedrückt. In solchen schwierigen Lebenssituationen kann die Evangelische TelefonSeelsorge Köln eine wichtige Anlaufstelle sein. Hier finden Ratsuchende Menschen, die ihnen zuhören, Verständnis zeigen und mit ihnen gemeinsam nach Lösungen suchen. Egal, ob es um persönliche Fragen, Probleme oder Ängste geht, die freiwilligen Mitarbeitenden der TelefonSeelsorge nehmen sich Zeit für jedes Anliegen und bieten anonyme Beratung an.

Besonders an Heiligabend, den Weihnachtsfeiertagen und auch danach steht die TelefonSeelsorge rund um die Uhr zur Verfügung, um Menschen in einsamen Momenten beizustehen und ihnen eine offene und einfühlsame Gesprächspartnerin oder Gesprächspartner zu bieten. Die kostenfreie und anonyme Erreichbarkeit unter den Telefonnummern 0800 1110111 und 0800 1110222 macht es leicht, Hilfe in Anspruch zu nehmen und seine Gedanken und Sorgen zu teilen. Niemand muss alleine sein, denn die Evangelische TelefonSeelsorge Köln ist da, um Menschen in schwierigen Zeiten beizustehen und ihnen eine unterstützende Hand zu reichen.

Telefonnummer

Erreichbar ist die Telefonseelsorge unter 0800 1110111 und 0800 1110222 (kostenfrei und anonym).

Text: APK
Foto(s): APK

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Advent in der Klinik: Wie Seelsorgerin Caroline Schnabel Menschen in Krisen begleiten

In Krankenhäusern wird Advent und Weihnachtsfest ganz anders erlebt als Zuhause. Michael Scheppe von „Erststimme“, dem Podcast der Konrad-Adenauer-Stiftung e.V., hat mit den Seelsorgerinnen der Uniklinik Köln, Pfarrerin Caroline Schnabel von der Evangelischen Kirche und Pastoralreferentin Stefanie Bartsch von der Katholischen Kirche, gesprochen. Wie begleiten sie Menschen in schweren Zeiten? Was bedeutet Weihnachten in der Klinik für Patienten und Angehörige? Und wie kann ihnen Zuversicht gespendet werden?

Im Advent verändert sich die Atmosphäre in der Klinik. Pfarrerin Caroline Schnabel erzählt, „dass man in der Advents- und Weihnachtszeit beobachten kann, dass sich die Stationen viel Mühe geben, das Besondere dieser Zeit sichtbar zu machen. Da sind dann auf einer Station alle Türen der Patientenzimmer weihnachtlich oder adventlich geschmückt, Angehörige bringen Weihnachtsschmuck mit und dekorieren die Zimmer.“ Sie erinnert sich an einen Patienten, der einen kleinen Weihnachtsbaum in seinem Zimmer auf der Palliativstation hatte: „Da merkt man, es soll etwas von der Atmosphäre hier in die Klinik gebracht werden, auch wenn dadurch, dass man in der Klinik ist, alles so anders ist als sonst und als man es vielleicht gerne hätte.“

Kann es wirklich besinnlich sein im Krankenhaus? Caroline Schnabel sagt: „Es ist natürlich ein Betrieb, der manchmal von Hektik und von straffen Zeitplänen geprägt ist und das ist in der Advents- und Weihnachtszeit nicht anders als sonst auch, weil bestimmte Dinge hier einfach getan werden müssen und manchmal auch schnell und unter Druck. Trotzdem würde ich sagen, es gibt immer wieder besinnliche Momente, weil es für die Menschen, die hier arbeiten, ja auch eine besondere Zeit ist.“

„Wenn jemand an Weihnachten verstirbt, dann wird jedes zukünftige Weihnachtsfest davon geprägt sein“

Sie geben sich jedes Jahr viel Mühe, eine Weihnachtskarte zu gestalten, die an Heiligabend oder in den Weihnachtstagen an alle Patienten ausgeteilt wird. „Wir bringen sie außerdem persönlich an viele Stellen, mit denen wir zu tun haben. Ein Beispiel ist die Zentralpforte der Uniklinik, die unsere Rufbereitschaft verwaltet. Das ist eine Gelegenheit, noch einmal Kontakt herzustellen mit den vielen, vielen Stellen, mit denen wir über das Jahr so zu tun haben. In der Weihnachtskarte steht dann natürlich auch inhaltlich etwas, was wir als Weihnachtsbotschaft in diesem Jahr gerne in die Klinik tragen wollten.“ Auch die Veranstaltungen sind besonders: „Es gibt zu bestimmten Zeitpunkten Andachten, die wir feiern, oder auch besondere Gottesdienste, die gefeiert werden.“

Macht es einen Unterschied mit der Trauer, wenn ein Mensch an einem besonderen Tag wie Weihnachten stirbt? Caroline Schnabel sagt im Podcast: „Ja, ich glaube, es macht einen Unterschied, vor allem für die Zukunft. Wenn jemand ausgerechnet an Weihnachten oder an einem anderen besonderen Tag im Jahr verstirbt, dann wird jedes zukünftige Weihnachtsfest natürlich von der Erinnerung an diesen Tod geprägt sein. Das macht das Ereignis an sich nicht schlimmer oder weniger schlimm, aber es prägt das Leben vielleicht auf eine andere Weise – etwa dann, wenn es bedeutet: Ich werde auch in Zukunft an Heiligabend immer daran denken, dass an diesem Tag die Person gestorben ist, die mir wichtig war.“

„Das aushalten, was da ist, und nicht sofort etwas ändern zu wollen“

Wie spendet sie Trost an die Angehörigen? „Da fällt mir ein Satz ein, den unser Kollege mal gesagt hat. Er hat es ungefähr so formuliert: Trost kann dann entstehen, wenn man nicht unbedingt den Trost ansteuert, sondern den Kummer. Und er meinte damit, dem Kummer Raum zu geben – oder dem Leid und den Fragen und der Hilflosigkeit und der Trauer oder der Wut, all den schweren Gefühlen, die so auftreten können –, ihnen Raum zu geben, sie sein zu lassen, sie mit auszuhalten und darüber ins Gespräch zu kommen. Und sie nicht kleinzureden oder zu sagen: ,Sei doch dankbar für irgendwas‘ oder so, sondern erst einmal einfach alles da sein zu lassen, so wie es ist. Dann kann das etwas Tröstliches haben.“ Sie erklärt: „Das ist die eine Aufgabe, die wir haben: das auszuhalten, was da ist, und nicht sofort etwas ändern zu wollen oder schnell irgendwelche Lösungen herbeizuschaffen. Das ist nicht unsere Rolle, würde ich sagen. Unsere Rolle ist es vielmehr, bei dem Menschen zu sein, in Kontakt miteinander zu sein, unser Gegenüber ernst zu nehmen, interessiert und offen nachzufragen, da zu sein und mit auszuhalten – alles das mit auszuhalten, was eben da ist.“ Sie fügt hinzu: „Und darüber hinaus würde ich sagen, ist es in dem Gespräch dann auch unsere Rolle, vielleicht eine neue Perspektive zu eröffnen oder eine andere Sichtweise anzubieten, die Dinge aus einer anderen Perspektive zu betrachten – als Angebot. Ob das Gegenüber das dann annimmt oder nicht, das liegt nicht in unserer Hand. Denn ich würde sagen: Das eine ist das Mit-Aushalten, und das andere ist dann eben, im Gespräch möglicherweise noch einmal gemeinsam eine andere Sichtweise zu entwickeln.“

Die Menschen, die im Krankenhaus sind, befänden sich mehrheitlich in einer Krisensituation, weil ein Klinikaufenthalt immer auch Krise bedeute. Caroline Schnabel hat den Eindruck: „Es gibt bei vielen Menschen einen Bedarf – unabhängig davon, welcher Religion oder Weltanschauung sie angehören –, ein Gegenüber zu haben, mit dem sie sprechen können, ein Gegenüber, das zuhört und vielleicht mitsortiert oder mit aushält, all das. Dabei spielt die religiöse Zugehörigkeit nicht in erster Linie eine Rolle.“ Ihr Verständnis von Spiritualität ist ein sehr weites. „Wir verstehen es im Sinne von Spiritual Care.“ Spiritual Care bedeute Sorge um die spirituelle Dimension des Menschen. „Das heißt, wir gehen davon aus, dass jeder Mensch eine Spiritualität hat. Und wir meinen damit etwas, das dem Menschen Sinn und Halt gibt, auch dann, wenn alles andere irgendwie haltlos ist. Das kann etwas explizit Religiöses sein, eine christliche Glaubensüberzeugung, aber es können auch andere Dinge sein – etwa die Familie, das Freiheitsgefühl beim Segeln oder das Wandern und das Ankommen oben auf dem Berg, dieses Gefühl, wenn man auf die anderen Berge schaut. Darüber kommen wir mit den Menschen ins Gespräch. Und dafür sind wir zuständig: für alle Fragen nach Sinn und Halt, nach der Frage, was uns eigentlich im Leben trägt – unabhängig von religiöser oder weltanschaulicher Zugehörigkeit, wohl aber von unserem christlichen Standpunkt aus, den wir dort zur Verfügung stellen, wo es angemessen erscheint.“

„Ich glaube, manchmal ist schwach sein auch in Ordnung“

Als Seelsorgerin ist sie auch in der Adventszeit täglich mit Krankheit, Tod, Verlust konfrontiert. Wenn man sie fragt, wie man stark bleibt, auch in schwierigen Zeiten, antwortet sie: „Ich weiß gar nicht, ob stark sein immer das Ziel ist. Ich glaube, manchmal ist schwach sein auch in Ordnung. Aber die Frage zielt ja auch in die Richtung: Wie hält man das aus, so viel mit diesen Themen konfrontiert zu sein? So verstehe ich sie jedenfalls. In mir löst diese Arbeit oft eine große Demut und Dankbarkeit aus, weil mir hier jeden Tag so bewusst wird, wie schnell sich das Leben verändern kann oder wie schnell es auch zu Ende gehen kann. Und das ist natürlich herausfordernd, damit ständig konfrontiert zu sein. Aber es führt bei mir eher zu einer großen Wertschätzung für das Leben und für das, was da ist, und zu einer großen Dankbarkeit für die Beziehungen, die ich habe.“ Es schärfe den Blick für das Wesentliche im Leben: „Worum geht es denn eigentlich? Oder was ist denn eigentlich wichtig im Leben? Und das ist dann eben wiederum etwas, das mich auch trägt. Abgesehen davon ist mein Glaube ein Boden, der mich trägt – also das Vertrauen darauf, dass da einer ist, der da ist und der uns hält und trägt, egal, was wir erleben.“

Text: APK
Foto(s): APK/MedizinFoto Köln

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Meine KircheKöln&Region: Zwischen Trubel und Plätzchenduft – wo das Wesentliche wartet

Nur noch ein paar Mal schlafen, dann ist es soweit. Haben Sie schon alles erledigt? Die Plätzchen sollen gebacken werden, Geschenke müssen gekauft sein. Ach, und der Baum, der muss ja auch noch geschmückt werden. Und dann noch die vielen Weihnachtsfeiern. Geht das eigentlich bei diesen ganzen Erledigungen vielleicht ein bisschen was unter? Was, wenn das Wunder schon da ist? Klein, leise und unschuldig. Vielleicht steckt es eben nicht in dem hektischen Treiben und dem bunten Trubel. Vielleicht liegt es auch gar nicht unter einem Baum, sondern ist schon mitten in unserem Alltag. Nur wer hinschaut, sieht mehr.

Text: APK
Foto(s): APK/AI

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