Segnung mit Hätzjeföhl: Jeckes „Ja ich will“ am 11.11. in der Christuskirche

Der Matrose bützt die Matrosin auf Kommando des Kapitäns: Pfarrer Sebastian Baer-Henney. Er hat den Wecker gestellt und dafür gesorgt, dass der Kuss pünktlich um 11 Uhr 11 erfolgt. Ute und Jürgen Selbach haben den besonderen Termin ergattert und lassen sich genau mit dem Startschuss der Session segnen. Sie sind eines von zahlreichen Paaren, die am 11.11. in der Christuskirche „ja“ sagen – bei Krapfen, Kölsch und dem passenden traditionellen Liedgut.

Evangelisches Segensbüro bietet jeckes „Ja“ mit Herz

Das vor anderthalb Jahren gegründete evangelische Segensbüro „Hätzjeföhl“ des Evangelischen Kirchenverbands Köln und Region bietet das karnevalistische Segnungs-Ritual zum zweiten Mal an. Das Büro ist auf Segenswünsche unter jecken Bedingungen spezialisiert, wie im Fall der Selbachs:

Jürgen und Ute Selbach sind bereits seit sieben Jahren standesamtlich verheiratet. Heute lassen sie sich von Sebastian Baer-Henney segnen.

Sie sind bereits seit sieben Jahren standesamtlich verheiratet. Der kirchliche Segen fehlte allerdings bislang. Er ist dem katholischen Paar verwehrt, denn sie waren vorher bereits verheiratet – in einer Kirche, die das Ehesakrament als unauflösbar betrachtet. Scheidung und eine zweite Hochzeit sind dort undenkbar. „Ich gelte dort nun nicht mehr als vollwertiges Mitglied und darf nicht mehr an der Eucharistie teilnehmen“, sagt Ute Selbach. Sie ist deswegen aus der katholischen Kirche ausgetreten. „Meine Verbindung zu Gott ist aber immer noch vorhanden“, betont sie. „Als ich von der Möglichkeit erfahren habe, hier am 11.11. zu heiraten, habe ich uns sofort angemeldet. Das fehlte in unserem Herzen, und wir sind ja beide in Köln geboren und aufgewachsen.“

Das kölsche Mädel aus Deutz und der Jung aus Ehrenfeld kennen und mögen sich aber bereits seit über 33 Jahren. „Wir haben aber immer aneinander vorbeigeheiratet“, erzählt Selbach. Den Fehler haben sie irgendwann korrigiert – und sich nun auch kirchlich getraut, dank der evangelischen Kirche, die die Ehe nicht als unauflösbares Sakrament betrachtet. Und als Matrosenpaar: Das Kostüm ist bewusst gewählt. „Wir sind gemeinsam auf den Wellen des Lebens unterwegs, bei Wind und Sturm“, sagt Ute Selbach. Der Segnungs-Spruch lautet passend: „Zu zweit ist keiner allein.“

Zweiter kirchlicher Segen für Paare mit bewegender Geschichte

Eheringe haben sie schon. Der Pfarrer hat für das jecke Hochzeitsformat aber sowieso ein anderes Ritual vorgesehen als einen Ringtausch.„Einer mag überwältigt werden“, zitiert er den Bibelvers aus dem Buch „Prediger“ 4,12, „aber zwei können widerstehen, und eine dreifache Schnur reißt nicht leicht.“ Die beiden bekommen drei miteinander verbundene Bänder: „Eine Schnur steht für dich, Ute, eine für dich, Rainer, und eine dritte für Gott“, sagt Baer-Henney. Und beide flechten nun einen Zopf, den sie am Ende mitnehmen. Auch einen Orden gibt es bei der jecken Zeremonie, genauso wie eine Urkunde.

Gabi und Rainer Bausch kennen und lieben sich seit über 50 Jahren.

Eine andere Braut – im rot-weißen Ringeloutfit, mit langer Schlafmütze auf dem Kopf – lässt sich heute zu ihrer eigenen Überraschung mit dem Mann im Partnerlook segnen. Der hat sie unter einem Vorwand in die Christuskirche gelockt. Vor über fünfzig Jahren hat er sie an einer Bushaltestelle im Königsforst angesprochen – und nun wieder einen jecken Plan verfolgt: Am 11.11. erhalten Gabi und Rainer Bausch nun zum zweiten Mal den kirchlichen Segen. In der kommenden Woche feiern sie goldene Hochzeit. Der erneute Segen war sein Überraschungsgeschenk. „Weil wir eine so schöne Zeit miteinander verbracht haben“, erläutert Bausch. Die Tochter war eingeweiht und ist mit Ehemann und Sohn gekommen. Der Mutter stehen die Tränen in den Augen. Pfarrer Baer-Henney kann Bauschs Wunsch verstehen. „Das hat ganz viel mit Dankbarkeit zu tun“, sagt er.

Dreifache Schnur und jecker Zopf: Rituale mit Symbolkraft

Das Segensbüro „Hätzjeföhl“ ist für Segnungen aller Art zuständig. „Wir geben Halt, wenn es wackelt, bei Lebensumbrüchen“, sagt Baer-Henney, „nicht nur bei schönen, wie bei der Geburt eines Kindes oder bei Hochzeiten.“ Er hat schon die verschiedensten Segenswünsche erfüllt: „Ich habe ein Kind gesegnet, das Angst vor der weiterführenden Schule hatte, eine Frau, die sich mit sich selbst aussöhnen wollte.„Wir machen das“, sagt Baer-Henney, „weil wir die Menschen ernst nehmen in ihrem Leben. Oft haben sie ein Bild von Kirche vor Augen, das zu eng ist. Und so dürfen Segnungen auch karnevalistisch sein – wie an diesem Tag, an dem der Pfarrer auch mit den Paaren schunkelt. Spontane sind ebenfalls willkommen. Schnapsideen sind nicht darunter. Die Christuskirche liegt zu abseits vom Trubel und Vollrausch.

Stephanie und Daniel Nagel genießen die Segnung nur zu zweit, bevor sie die Kinder aus der Kita abholen.

Als Nächstes sind Stephanie und Daniel Nagel angemeldet. Auch sie sind bereits standesamtlich und kirchlich verheiratet, haben aber den 11.11. genutzt, weil beide Töchter in der Kita sind. „Wir möchten uns als Paar damit selbst einfach noch einmal etwas Gutes tun“, sagt Stephanie Nagel.

Mehr jeck-verliebte Bilder in unserem Video vom 11.11. aus der Christuskirche Köln: https://youtube.com/shorts/0mItk0ipweM?si=KIUmN0kOq43sLs_U

   https://www.haetzjefoehl.de/

Text: Susanne Esch
Foto(s): Susanne Esch

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Unsere Wochentipps: Wohnzimmerkirche, Frauentag und Doc Esser

Unsere Wochentipps sind wieder randvoll mit inspirierenden Veranstaltungen in Köln und Umgebung! Beim Frauentag in Niehl-Riehl geht es um starke Frauen in der Bibel, in Lindenthal verzaubert das Musiktheater „Liri und der Blauvogel“, und in Weidenpesch lädt ein offenes SoulCollage-Atelier zum kreativen Arbeiten ein. Doc Esser gibt in Bensberg Tipps für ein langes, gesundes Leben, und in Michaelshoven verwandelt sich die Kirche in ein gemütliches Wohnzimmer mit Autorin Carla Berling. In der Trinitatiskirche stehen gleich drei musikalische Highlights auf dem Programm: „Credo. Vom Glauben singen“, Purcells „Funeral Anthems“ und das Konzert „Aufbruch“ mit dem Gürzenich-Chor. Außerdem erklingen Mozarts Requiem in Wesseling und die „Clavier-Spiele“ in Rondorf.

Mit Anmeldung bis 13.11.: Frauentag: „Starke Frauen in der Bibel“

Beim diesjährigen Frauentag der Evangelischen Kirchengemeinde Köln Niehl-Riehl stehen am Samstag, 15. November, 14.30 Uhr, im großen Gemeinderaum, Brehmstraße 4–6, Frauen aus der Bibel im Mittelpunkt. Gabriele Gölz und Barbara Strupp-Müller laden dazu ein, sich mit ihren Lebenswegen und ihrer Stärke auseinanderzusetzen und zu entdecken, welche Bedeutung ihre Geschichten heute haben können. Eine Meditation in der Kirche, gemeinsames Singen und ein zusammen zubereitetes Abendessen runden den Nachmittag ab. Eine Anmeldung bis Donnerstag, 13. November, über das Gemeindebüro oder das Online-Formular unter www.ev-kirche-niehl-riehl.de ist erforderlich.
www.ev-kirche-niehl-riehl.de

Musiktheater „Liri und der Blauvogel“ in Lindenthal

Mehr als 500 Kinder aus Kölner Grundschulen bringen derzeit das Musiktheaterstück „Liri und der Blauvogel“ auf die Bühne – ein Projekt des Evangelischen Kirchenkreises Köln-Süd im Rahmen der Initiative „Kirche macht Schule“. Das berührende Stück erzählt von Liri, einem syrischen Mädchen, das nach ihrer Flucht in Deutschland Zuflucht findet und durch die Begegnung mit dem geheimnisvollen Blauvogel neuen Mut schöpft. Musik, Sprache und Spiel verbinden sich zu einer bewegenden Geschichte über Einsamkeit, Freundschaft und Hoffnung. Am Donnerstag, 13. November, 18 Uhr, ist „Liri und der Blauvogel“ in der Paul-Gerhardt-Kirche, Gleueler Straße 106, zu erleben. Begleitet werden die Kinder von Schauspielerin Chaymae M’stfa, einem interkulturellen Ensemble mit klassischen und arabischen Instrumenten sowie einer professionellen Lichtregie. Die Regie führt Michael Mienert, die Gesamtleitung liegt bei Kreiskantor Samuel Dobernecker. Das rund 55 Minuten lange Musiktheater richtet sich an Kinder und Erwachsene gleichermaßen. Der Eintritt ist frei, Spenden sind willkommen. Gefördert wird das Projekt durch den Evangelischen Kirchenkreis Köln-Süd, den Landschaftsverband Rheinland (LVR), den Landesmusikrat NRW und die Sparkassenstiftung. Weitere Informationen und Gruppenanmeldungen unter ruth.dobernecker@ekir.de.
www.kkk-sued.de

Offenes SoulCollage-Atelier – Resilienz (wieder-)entdecken

Im Rahmen der Ausstellung „Apokalypse“ von Thomas Baumgärtel lädt Pfarrerin Susanne Zimmermann am Donnerstag, 13. November, 19 bis 22 Uhr, in die Erlöserkirche Weidenpesch, Derfflingerstraße 9, zu einem kreativen Workshop ein. Im offenen SoulCollage-Atelier können die Teilnehmenden ihre inneren Bilder gestalten und der Frage nachgehen, was sie in apokalyptischen Zeiten trägt. Durch das intuitive Arbeiten mit Bildern und Symbolen entsteht Raum, persönliche Stärke und Resilienz neu zu entdecken. Das Material wird gestellt. Eine Anmeldung bei Pfarrerin Susanne Zimmermann per E-Mail an Susanne.Zimmermann@ekir.de ist erbeten.
www.begegnungsgemeinde.de

Doc Esser in der Evangelischen Kirche Bensberg

Am Donnerstag, 13. November, 19 Uhr, ist Doc Esser in der Evangelischen Kirche Bensberg, Friedhofsweg 9, zu Gast. Unter dem Titel „Wie werde ich 100?“ geht er der Frage nach, welche Wege wirklich zu einem langen und gesunden Leben führen können. Dafür hat er verschiedene Ernährungsweisen getestet, mit Altersforschern, Biohackern und vitalen Seniorinnen und Senioren gesprochen. Seine Erkenntnisse teilt er in einem unterhaltsamen Vortrag, der zeigt, welche Faktoren entscheidend sind, um körperlich und geistig fit alt zu werden – vielleicht sogar bis ins biblische Alter von 100 Jahren. Die Teilnahme kostet 23,50 Euro pro Person, inklusive Snack und Getränk. Tickets sind erhältlich im Evangelischen Gemeindezentrum Bensberg, Im Bungert 3 (dienstags 10 bis 14 Uhr), sowie in der Buchhandlung Zeilenreich, Kölner Straße 19–21 (montags bis freitags 9 bis 18.30 Uhr, samstags 9 bis 14 Uhr).
www.kirche-bensberg.de

Wohnzimmerkirche mit Carla Berling

Die Erzengel-Michael-Kirche auf dem Gelände der Diakonie Michaelshoven, Pfarrer-te-Reh-Straße 7, verwandelt sich am Freitag, 14. November, 16 Uhr (Einlass 15 Uhr), in einen gemütlichen Ort zum Zurücklehnen und Lauschen: Bei Kerzenlicht, Lichterketten, Sofas und Sesseln entsteht eine stimmungsvolle Wohnzimmeratmosphäre, die zum Besinnen, Genießen und Entspannen einlädt. Autorin Carla Berling liest aus ihrem Buch „Der Alte muss weg“ und nimmt das Publikum mit auf eine humorvolle und zugleich berührende literarische Reise mitten aus dem Leben. Der Eintritt ist frei.
www.diakonie-michaelshoven.de

„Credo. Vom Glauben singen“

Ein Streifzug durch die Vertonungen des Glaubensbekenntnisses erwartet die Teilnehmenden am Samstag, 15. November, 13 Uhr, in der Trinitatiskirche, Filzengraben 4. Unter dem Titel „Credo. Vom Glauben singen“ beleuchten Wolf-Rüdiger Spieler und Martin Bock anlässlich des 1700-jährigen Jubiläums des Konzils von Nicäa die theologische und musikgeschichtliche Dimension des Credo. Beginnend bei der Gregorianik führt die musikalische Reise durch die Jahrhunderte bis in die Gegenwart. Vorgestellt werden unter anderem Messvertonungen von Palestrina, Johann Sebastian Bach (h-Moll-Messe), Ludwig van Beethoven, Franz Schubert und Frank Martin. Zahlreiche Hörbeispiele machen die Vielfalt der Vertonungen erlebbar. Die Teilnahme kostet 8 Euro. Eine Anmeldung per E-Mail an anmeldung@melanchthon-akademie.de oder per Telefon 0221/9318030 ist erforderlich.
Anmeldung erforderlich, Tel: 0221 931 803 0, anmeldung@melanchthon-akademie.de
www.melanchthon-akademie.de

Orgelvesper – „Funeral Anthems“ von Purcell

Der Evangelische Kirchenverband Köln und Region lädt zu einem Programm mit Werken von Henry Purcell, Johann Hermann Schein, Felix Mendelssohn Bartholdy und Johannes Brahms am Samstag, 15. November, 18 Uhr, in die Trinitatiskirche, Filzengraben 4, ein. Es musizieren und singen: Vokalensemble Audiamus sowie Svenja Wieschrath und Claudia Sledz (beide Sopran), Barbara Boddenberg-Pätzold und Eva-Maria Förster (beide Alt), Markus Jarchow (Tenor) und Tobias Buscher (Bass). Die musikalische Leitung hat Wolf-Rüdiger Spieler an der Orgel. Pfarrerin Susanne Beuth gestaltet die Liturgie. Neben Purcells „Funeral Anthems“ stehen Scheins Motette „Wie lieblich sind deine Wohnungen“, Mendelssohns „Wer bis an das Ende beharrt“ und Brahms’ Kantate „Mit Fried und Freud ich fahr dahin“ auf dem Programm, ergänzt durch Orgelmusik aus Barock und Romantik. Der Eintritt ist frei, eine Kollekte wird erbeten.
www.trinitatiskirche-koeln.de

„Wandlung und Abschied“ – Mozarts Requiem in Wesseling

In der Kreuzkirche Wesseling, Kronenweg 67, erklingt am Samstag, 15. November, 18 Uhr, Mozarts Requiem in der Fassung von Robert D. Levin. Die Kantoreien aus den Evangelischen Kirchengemeinden Brühl, Wesseling und Lechenich haben sich zu einem außergewöhnlichen Projekt zusammengefunden, um dieses Meisterwerk gemeinsam zur Aufführung zu bringen. Unter der Leitung von Thomas Jung erwartet die Besucherinnen und Besucher ein eindrucksvolles Konzerterlebnis, getragen von den vereinten Chorstimmen, einem professionellen Orchester und Solistinnen und Solisten. Neben dem Requiem wird auch Mozarts „Ave verum corpus“ aufgeführt, wodurch das Programm eine besondere Ergänzung erfährt. Nähere Informationen zu Eintrittskarten, die auch an der Abendkasse erhältlich sind, finden sich unter www.evangelisch-wesseling.de.
www.evangelisch-wesseling.de

Festival „Clavier-Spiele“ in der Emmanuelkirche Rondorf

Der Verein zur Förderung der Orgelmusik in der Evangelischen Kirchengemeinde Rondorf lädt am Samstag und Sonntag, 15. und 16. November, jeweils 19 Uhr, zu den „Clavier-Spielen“ in die Emmanuelkirche, Carl-Jatho-Straße 1, ein. Das Festival widmet sich dem musikalischen Ausdruck der Epoche des Sturm und Drang, in der Gefühl und Leidenschaft das Denken und Schaffen bestimmten. Am ersten Abend erklingen Werke auf historischen Tasteninstrumenten, gespielt von Frank Stanzl an Harmonium und Orgel, Yuko Inoue und Cristina Esclapez am Hammerflügel, Ketil Haugsand am Cembalo, Johannes Geffert am Clavichord und Boleslav Martfeld am Konzertflügel. Goethes „Werther“, Carl Philipp Emanuel Bachs fein nuancierte Kompositionen und Daniel Gottlob Türks humorvolle Klangbilder bilden den Hintergrund dieses Abends, in dem sich auch Beethovens frühe Virtuosität spiegelt. Der zweite Abend steht im Zeichen des Rodenkirchener Kammerorchesters unter der Leitung von Peter Stein. Zu hören sind Werke von Wolfgang Amadeus Mozart, Joseph Haydn, Johann Christoph Bach und Joseph Martin Kraus. Yuko Inoue tritt als Solistin am Klavier auf, Konzertmeister Go Yamamoto spielt Haydns Violinkonzert und leitet Mozarts Divertimento. Beide Konzerte verbinden feine Empfindsamkeit mit leidenschaftlicher Ausdruckskraft. In den Pausen werden Getränke und Fingerfood angeboten. Der Eintritt ist frei, um eine Spende wird gebeten.
www.rondorf.de

Konzert „Aufbruch“ mit Diskussion in der Trinitatiskirche

Ein Konzert über Übergänge, Neubeginn und künstlerische Aufbrüche gestaltet der Gürzenich-Chor Köln am Sonntag, 16. November, 17 Uhr, in der Trinitatiskirche, Filzengraben 4,. Im Mittelpunkt steht die Uraufführung der Auftragskomposition „Sonst ist Stille“ von Marc L. Vogler, einer Vertonung von Heinrich Bölls Gedicht „Spaziergang am Rhein“ für Chor und Violoncello. Im anschließenden Podiumsgespräch kommen der Komponist und der Cellist Benedict Kloeckner selbst zu Wort. Neben diesem neuen Werk erklingen „In Paradisum“ von Ēriks Ešenvalds und „Stufen“ nach Hermann Hesse von Matthias Bonitz , dazu romantische Klänge wie „Nachtgruß vom Rhein“ von Joachim Raff und „Vorwärts“ von Clara Schumann. Den Abschluss bilden „Six Chansons“ nach Texten von Rainer Maria Rilke von Paul Hindemith, der in diesem Jahr seinen 150. Geburtstag feiert. Mitwirkende sind Benedict Kloeckner (Violoncello), Marc L. Vogler (Klavier), Anne Cloidt (Viola), Tino Plener (Klarinette), Valerie Haunz (Sopran) sowie der Gürzenich-Chor Köln unter Leitung von Christian Jeub. Der Eintritt kostet 20 Euro, ermäßigt 15 Euro. Tickets sind online unter www.kvstickets.com/guerzenich-chor-aufbruch und an der Abendkasse erhältlich.
www.trinitatiskirche-koeln.de

Text: APK
Foto(s): APK

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Alaaf und Amen! Heute mit Gottes Segen heiraten

Wenn die Jecken heute in Köln die neue Session eröffnen, herrscht Ausnahmezustand in der Stadt – Musik, Kostüme und gute Laune überall. Schon früh am Morgen klingen die ersten Karnevalshits durch die Straßen, Menschen tanzen, lachen, schunkeln. Die Stadt ist auf den Beinen, bunt, laut, fröhlich – einfach Köln, wie es singt und lacht. Zwischen „Viva Colonia“ und Pappnasenblinken ist das Leben selbst die Bühne – und mittendrin öffnet die Christuskirche am Stadtgarten ihre Türen für einen Moment voller Liebe und Segen.

Das Segensbüro Hätzjeföhl, unter anderem mit Pfarrer Sebastian Baer-Henney, lädt Paare ein, sich im jecken Karnevalsambiente segnen zu lassen. „Das sind Paare, die jeck sind und Karneval feiern wollen – die kriegen einen Jeckensegen“, erklärt der Pfarrer mit einem Augenzwinkern. „Wer sagt: Ich möchte einfach nur so einen Segen haben als Paar, kann das auch gerne machen. Weil ich glaube, dass Paarsein auch immer heißt, an Grenzen zu kommen. Und dann ist es gut, wenn da jemand mit draufguckt – und ich meine nicht uns, sondern den da oben.“

Heiraten am 11.11. mit Gottes Segen

Beim Segens-Event sind alle Liebesgeschichten willkommen – egal ob standesamtlich verheiratet oder nicht. Gesegnet wird, wer einfach „Ja“ zueinander sagen möchte. Und das ganz unkompliziert: Man kann spontan vorbeikommen oder sich vorher anmelden. „Man hat ein kleines Vorgespräch, klärt Dinge, sucht sich einen Bibelvers aus. Und dann ist eine Viertelstunde Ritual. Man kann sich ein kölsches Lied aussuchen, das dann live gespielt wird. Und das alles natürlich in karnevalistischem Surrounding. Es wird bunt und jeck“, sagt Baer-Henney. Einige Paare haben sich bereits verbindlich angemeldet – andere überlegen noch.

Segen, Musik und jede Menge kölsches Lebensgefühl – am 11.11. in der Christuskirche Köln. Das Segensbüro Herzgefühl freut sich über jedes Paar, das sich traut, auch mitten im Karneval „Ja“ zueinander zu sagen. Alle Infos gibt’s unter www.haetzjefoehl.de.

Text: APK
Foto(s): APK/AI

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Jetzt ist Zeit – Kirche im Wandel: Nachrichten von der Herbstsynode des Kirchenkreises Köln-Rechtsrheinisch

v.l. Christiane Averbeck und Tim Herzog

„Jetzt ist Zeit, uns geistlich einzustimmen auf das, was vor uns liegt“, eröffneten Pfarrerin Christiane Averbeck aus Kalk-Humboldt und Pfarrer Tim Herzog aus Bergisch Gladbach den Abendmahlsgottesdienst in der Kartäuserkirche zur Herbstsynode des Kirchenkreises Köln-Rechtsrheinisch. In ihrer gemeinsamen Predigt legten sie das Jesus-Wort „Liebt eure Feinde, tut wohl denen, die euch hassen; segnet, die euch verfluchen, bittet für die, die euch beleidigen (…)“ (Lukas 6,27-35) aus. 

„Wenn die Welt so wäre, dann wäre sie wirklich sehr anders.“

„Liebt eure Feinde“ – je länger sie darüber nachdenke, desto mehr Fragen habe sie, so Averbeck. Konfis in Kalk hätten etwas ratlos auf diesen Satz geschaut: „Das macht doch keinen Sinn.“ Doch eine Jugendliche habe festgestellt: „Aber wenn die Welt so wäre, dann wäre sie wirklich sehr anders, wenn Menschen so leben würden.“ Averbeck und Herzog warben dafür, in dieser Thematik mutig zu sein und Rollen und Bilder zu überdenken. Schließlich nannten sie Feindesliebe einen Gamechanger. Die Kollekte in Höhe von über 367 Euro ist für das Ökumenische Netzwerk Asyl in der Kirche in NRW e.V. mit Sitz in Köln bestimmt.

Dank an den Kreiskantor Thomas Wegst

Thomas Wegst

Den Gottesdienst musikalisch mitgestaltet hatte Thomas Wegst. Zum 31. Dezember scheidet der Kreiskantor aus diesem Amt aus. Superintendentin Kerstin Herrenbrück dankte ihm im Namen der Synodalen herzlich für sein langes, umfangreiches Wirken im und für den Kirchenkreis.  Man werde ihn in dieser Aufgabe vermissen, dürfe ihn – „ein kleiner Trost und ein großes Geschenk“ – aber als Musiker der Kirchengemeinde Porz noch eine Weile im Kirchenkreis behalten, sagte Herrenbrück. Er trainiere sich jetzt schon ein bisschen im Loslassen, so Wegst.

Mitte 2027 verlasse er die Porzer Kirchengemeinde. 

74 stimmberechtigte Mitglieder der Kreissynode

Zur Eröffnung der Synode mit 74 stimmberechtigten Mitgliedern und weiteren Gästen im Haus der Evangelischen Kirche in der Kölner Südstadt nahm Superintendent Torsten Krall Jesu Aufforderung „Liebt eure Feinde“ auf. Er empfand diese in der Predigt verständlich dargelegt, ohne dass die Liturgen es hätten „übergriffig“ werden lassen. „Wir sollten bei uns anfangen.“ Die Mitglieder des flächenmäßig umfangreichen und strukturell vielfältigen rechtsrheinischen Kirchenkreises beschrieb er als ein buntes Völkchen. „Uns verbindet die Aufgabe, in unserer Kirche Verantwortung zu übernehmen.“

Werbung für den Evangelischen Kirchentag 2027 in Düsseldorf

Martin Kran zum Kirchentag

Der Synodalälteste und Ehrenamtskoordinator Dr. Thomas Dräger moderierte die Vorstellung des nächsten Deutschen Evangelischen Kirchentages (DEKT). Die 40. Auflage findet vom 5. bis 9. Mai 2027 in Düsseldorf statt. Das Motto lautet „Du bist kostbar“. Martin Kran vom landeskirchlichen Team, das „als Scharnier dient zwischen dem Kirchentags-Verein und der gastgebenden Landeskirche“, informierte über den Stand der Vorbereitungen und die Mitwirkungsmöglichkeiten. Er warb insbesondere für ein ehrenamtliches Engagement. Die Gruppe der Helfenden, circa 4.000 bis 5.000 Menschen, ermögliche erst den Kirchentag. Grüße richtete er aus von Susanne Hermanns. Sie sei lange im Kirchenkreis Köln-Rechtsrheinisch aktiv gewesen und nun eine der beiden Beauftragten im landeskirchlichen Team.

Grußwort von Oberkirchenrätin Wibke Janssen 

Oberkirchenrätin Wibke Janssen

In ihrem Grußwort seitens der rheinischen Landeskirche bezog sich Oberkirchenrätin Wibke Janssen auf den Hebräerbrief, dessen Verfasser die große Zahl an Glaubenszeugen als Wolke verbildlicht. Janssen sprach von einer Wolke aus Zugvögeln, die „deutlich gemeinschaftlich unterwegs“ seien in einer Verbindung von Kraft und Anmut, Gelassenheit und Schwung. Diese wünsche sie sich auch für die kirchliche Gemeinschaft, um den Herausforderungen zu begegnen. Oder sie könne als störende Gewitterwolke unterwegs sein, auf die Straße gehen und unangenehme Themen ansprechen.

Gebäudebedarfsplanung  2027/2035 und Gemeindemitgliederentwicklung

Gemeindegliederentwicklung im Kirchenkreis 1975 – 2024

Landeskirchliche Beschlüsse verpflichten Kirchenkreise zu einer kreiskirchlichen Gebäudebedarfsplanung. Danach müssten die Gebäude, die nach dieser bis zum 31. Dezember 2027 vorzulegenden Bedarfsplanung benötigt würden und mittel- und langfristig finanziert werden könnten, bis 2035 klimaneutral ertüchtigt werden, hieß es auf der Synode. Die für den Kirchenkreis Köln-Rechtsrheinisch bereits ermittelten grundlegenden Daten würden nun ausgewertet und die erstellten Gebäudesteckbriefe den Presbyterien zur Verfügung gestellt. „Am 31. Januar 2026 finden Regionen-Workshops statt, bei denen jeweils zwei Vertreter*innen der Gemeinden einer jeden Region gemeinsam in die Auswertung gehen.“ Nutzungszeiten allein seien kein Argument für Abriss oder Erhaltung von Gebäuden, gab Krall zu bedenken. 

Die Gemeindegliederentwicklung falle in den vier Regionen sehr unterschiedlich aus, konstatierte Krall. Ebenso wichen der Altersdurchschnitt und die Altersverteilung deutlich voneinander ab. „Die Gemeinden stehen vor ganz unterschiedlichen Herausforderungen.“ 

Beteiligung an ev-angel-isch gGmbH beschlossen

Manguela Fokuhl

Die von den Kirchenkreisen Köln-Nord und Köln-Mitte gegründete ev-angel-isch gGmbH ist auch im Kirchenkreis Köln-Rechtsrheinisch tätig. Beispielsweise als Trägerin von Offenen Ganztagsschulen (OGS). Daher beriet der Kreissynodalvorstand (KSV) über eine Beteiligung des Kirchenkreises Köln-Rechtsrheinisch an der gemeinnützigen Gesellschaft. Als Ergebnis der Gespräche wurde die Beteiligung mit einem Anteil am Stammkapital in Höhe von 6.250 Euro vereinbart. Die Kreissynode stimmte nun dieser Beteiligung und dem Gesellschaftsvertrag zu.

„Zentrales Kirchenasyl im Kirchenkreis“ beschlossen

Sebastian Baer-Henney

Die Zustimmung der Kreissynode erfolgte ebenso für den Beginn des Projekts „Zentrales Kirchenasyl im Kirchenkreis“ gemäß dem vorgelegten Konzept. Es sieht vor, dass in Kooperation mit dem linksrheinischen Projekt „Zuflucht – Zentrum Kirchenasyl“ der Kirchenkreis Träger des auf drei Jahre befristeten Projekts wird. Dabei sollen Räume des Kirchenkreises im Verwaltungshaus in Buchheim genutzt werden. Die entstehenden Kosten von jährlich circa 40.000 € sollen zum Teil durch Spenden und Kooperationen refinanziert werden. Skriba Pfarrer Sebastian Baer-Henney: „Wenn die einzelnen das nicht wuppen können, dann wäre es doch schlau, das zusammen zu machen.“ Da man in zwei Wohnungen bis zu zehn Menschen unterbringen wolle, brauche man für die Koordination der Ehrenamtlichen eine hauptamtliche Kraft, reagierte Krall auf Fragen nach Notwendigkeiten. 

Bericht der Superintendentin Kerstin Herrenbrück und des Superintendenten Torsten Krall

Superintendentin Kerstin Herrenbrück

Ohne Reformation gäbe es uns nicht, sagte Superintendentin Kerstin Herrenbrück anfangs ihres Berichtes. „Sie war und bleibt Geschenk und Segen.“ Evangelische Christinnen und Christen verstünden Reformation vor allem als Auftrag. „Sie ist Auftrag, hinzuschauen, hinzuhören, zu prüfen, was in Kirche noch zeitgemäß ist. Sie ist Auftrag, sich immer wieder neu in die Beziehung mit Gott zu begeben, fragend, suchend, vertrauend.“ Ebenso sei sie Auftrag zu Gerechtigkeit, Frieden und Bewahrung der Schöpfung, also auch Auftrag, politisch zu sein.

„Reformation ist Mut zur Veränderung, wo es nötig erscheint oder einfach nötig ist“, so die Pfarrerin. Reformation sei ein Getragen-Sein von der Hoffnung, dass Neues wachsen und es gut werden könne.

„Wir merken alle, dass es offenbar gerade wieder Zeit ist für einen größeren Reformprozess in unserer Landeskirche und auch in allen Landeskirchen der EKD.“ Kirche brauche Reformation. Dies zeigten mehr als deutlich viele Themen, Fragen und Diskussionen auch in der heutigen Versammlung.

Dabei werde immer wieder deutlich, dass es nur gemeinsam gehe: „Auf allen Ebenen und über alle Ebenen hinweg, in denen wir in der Kirche unterwegs sind.“ Die Gemeinschaft im Glauben benannte Herrenbrück als das, „was uns trägt“. Sie ging etwa ein auf das be-geisternde gemeinschaftliche Feiern des 250jährigen Jubiläums der Evangelischen Kirchengemeinde Bergisch Gladbach. Auf das Feiern von Ordinationen von fünf Prädikantinnen und Prädikanten und einer Pfarrerin. Herrenbrück sprach davon, wie wichtig es sei, „dass Kirchenleitung immer wieder gespiegelt bekommt, was bei den Menschen vor Ort oben aufliegt, und dass „Sie als Gemeindemenschen spüren, dass da – ohne Interessenskonflikte wegreden zu wollen – schon auch Dinge auf den Weg gebracht werden, die für die Gemeinden in ihren unterschiedlichen Formen vor Ort hilfreich sind und die uns dienen“.

Angesichts von Mitgliederschwund stelle niemand die Frage, ob Kirche sich verändern müsse. Auch nicht angesichts der FORUM-Studie, „die aufgedeckt hat, wie sehr manche unserer Strukturen es möglich gemacht haben und machen, dass Menschen, und insbesondere Kinder und Jugendliche, aber auch andere Personen sexualisierte Gewalt in kirchlichen Räumen und durch Kirchenmenschen erfahren haben und leider auch immer noch erfahren“.

Im Evangelischen Kirchenverband Köln und Region werde gerade mit Menschen aus allen vier Kölner Kirchenkreisen ein neues Schutzkonzept erarbeitet. Es solle für den Verband und die Kirchenkreise gelten. Die Presbyterien hätten die Möglichkeit, das neue Schutzkonzept für ihre Gemeinde zu übernehmen und anzupassen.

Superintendent Torsten Krall

„Warum gibt es uns eigentlich als KSV? Wenn er denn nicht in der Kirchenordnung stehen würde, warum müsste man ihn erfinden?“ Diesen Fragen, so Torsten Krall in seinem Bericht, sei der neue KSV unter der Begleitung von Katharina Haubold nachgegangen. Krall stellte das erarbeitete Leitmotto vor: „Wir glauben, dass Kirche ein lebendiger Raum ist, in dem das Evangelium wirksam bleibt. Deshalb gestalten, begleiten und leiten wir Veränderungen, damit Gemeinden und Mitarbeitende zukunftsfähig bleiben und die Geistkraft Gottes Wirk-Raum findet.” Insgesamt habe man neun Maßstäbe und Ziele formuliert, an denen man die Arbeit des KSV messen lassen wolle. Dazu zählen erstens „Begleiten, beraten, unterstützen: Wir stehen Gemeinden zur Seite, um sie aktiv auf ihrem Weg zu begleiten und zu stärken.“ Zweitens wolle man „vermitteln und vernetzen: Wir fördern den Austausch zwischen Gemeinden und Verantwortlichen, um Synergien zu schaffen.“

Zudem wolle man Rahmenbedingungen so gestalten, „dass Gemeinden sich auf ihre Kernaufgaben konzentrieren können“. Man wolle dabei helfen, „Perspektiven zu erweitern und innovative Wege zu finden“. Der KSV ziele darauf ab, nicht hierarchisch zu agieren, sondern unterstützend „vorne und dahinter“ – um den Rücken freizuhalten – zu stehen. Man verfolge „Aufsicht mit Augenmaß: Wir sorgen für Ordnung und Struktur, ohne zu bevormunden“. Es gehe darum, „Kirche anschlussfähig machen: Wir entwickeln die Kirche weiter, damit sie relevant und zukunftsfähig bleibt“. Es gelte, „Erfahrungsaustausch und Innovation zu fördern, Räume für Dialog und neue Ideen zu schaffen“. Schließlich fungiere die „theologische Überzeugung als Grundlage: Unser Handeln basiert auf einer tiefen theologischen Verwurzelung“.

Als KSV wolle man nicht den Mangel verwalten: „Hätte Luther nur den Mangel verwaltet, gäbe es uns nicht.“ Aber es gebe die Evangelische Kirche, „weil sie sich bewegen lässt. Weil sie sich mitnehmen lässt von diesem Gott, der spätestens seit 2000 Jahren sich sichtbar zu den Menschen aufgemacht hat.“ Seit 1517 gehöre der Wandel zu unserer DNA und vielleicht auch zu unserer Kernkompetenz, stellte der Superintendent fest.

„Handreichung für ein gutes Miteinander“ in der Kirchenmusik

Manguela Fokuhl

Die Synodalälteste Manguela Fokuhl informierte über eine „Handreichung für ein gutes Miteinander“ von Presbyterien, Pfarrpersonen und Kirchenmusiker*innen. Sie soll helfen, Zuständigkeiten klar zu regeln, gut zu kommunizieren und so Kirchenmusik als integralen Teil von Gottesdienst, Gemeindeleben und Öffentlichkeitsarbeit zu stärken. Fokuhl betonte, dass sich alle Beteiligten auf Augenhöhe begegnen müssten. Wichtig sei ein guter, verlässlicher Austausch, um Wege „klar zu machen und zu überprüfen“. Angestoßen haben dieses Projekt laut Herrenbrück die Kantorinnen und Kantoren im Kirchenkreis. Erarbeitet wurde die „Handreichung“ auf Initiative des Kreissynodalvorstandes durch eine AG, zu der Frau Fokuhl als KSV-Mitglied, Herr Wegst als Kreiskantor, Frau Brandt und Frau Lenk als zwei Kantorinnen im Kirchenkreis und Frau Herrenbrück als Superintendentin gehörten. Die Kreissynode beschloss die vorgelegte „Handreichung“ als Empfehlung und Hilfe für die Beteiligten.

Antrag: Arbeitsstelle für geistlichen Aufbruch in der Landeskirche

Janneke Botta

Beschlossen hat die Kreissynode die Weiterleitung eines von „Kalk Kennen“ (Tsegya Hagos/Tobias Diekmeyer) und „Mütopia“ (Katharina Haubold/Janneke Botta) konzipierten Antrags an die Landessynode. In diesem wird beantragt, dass die Landessynode die Einrichtung einer Arbeitsstelle für geistlichen Aufbruch in der Landeskirche beschließen möge. Damit sollen innovative Ausdrucksformen von Kirche als beständige Expertise in der Landeskirche implementiert werden.

Feststellung des Jahresabschlusses 2022 und Entlastung für den Jahresabschluss 2023

Marcel Cossijns

Die Synodalen stellten einstimmig den Jahresabschluss des Kirchenkreises zum 31.12.2022 mit einer Bilanzsumme von 6.921.675,35 Euro und einem positiven Bilanzergebnis von 437.331,99 Euro unter Berücksichtigung der Entnahmen aus Rücklagen in Höhe von 36.219,12 Euro und der Einstellung in Rücklagen in Höhe von 12.291,82 Euro, sowie einem Jahresüberschuss in der Ergebnisrechnung in Höhe von 413.404,69 Euro fest. Ebenso einstimmig wurden auf der Grundlage des festgestellten Jahresabschlusses 2023 und der vorgelegten Entlastungsempfehlung der Rechnungsprüfungsstelle die an der Ausführung des Haushalts Beteiligten entlastet.

Personalien

Torsten Krall und Bernd Flamming

Aus persönlichen Gründen hat der stellvertretende Synodalälteste Jörg Schröder sein Amt niedergelegt. Die Synode wählte als Nachfolger Hans Pfau aus der Kirchengemeinde Porz-Wahn-Heide. 

Niedergelegt hat Bernd Flamming seine gemeinsam mit Pfarrer Andreas Daniels ausgeübte Synodalbeauftragung für Prädikant*innen. Für Flamming wurde Bernd Franzen aus der Evangelischen Kirchengemeinde Köln-Deutz/Poll in diese Synodalbeauftragung berufen.

Zurückgetreten ist Jörg Schröder als Vorsitzender des Finanzausschusses des Kirchenkreises. Als sein Nachfolger wurde der bisherige stellvertretende Vorsitzende Marcel Cossijns aus der Ev. Kirchengemeinde Porz berufen. Neue stellvertretende Vorsitzende des Finanzausschusses ist Katja Gärtner aus der Ev. Kirchengemeinde Bergisch Gladbach.

Nächste Synode am 12. Juni 2026

Die nächste Kreissynode des Kirchenkreises Köln-Rechtsrheinisch findet statt am Freitag, 12. Juni 2026, im Bürgerzentrum Steinbreche in Refrath.

Mehr Fotos und Impressionen von der Kreissynode













































Text: Engelbert Broich
Foto(s): Engelbert Broich/APK

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Segensbüro Hätzjeföhl: Heiraten am 11.11. mit Gottes Segen

Am 11.11. herrscht in Köln Ausnahmezustand – die Jecken starten in die neue Session. Mitten im bunten Treiben öffnet die Christuskirche am Stadtgarten ihre Türen für etwas ganz Besonderes: Hier gibt es nicht nur Musik und Kamelle, sondern auch ganz viel Liebe.

Denn Paare können sich im jecken Karnevalsambiente segnen lassen – organisiert vom Segensbüro Hätzjeföhl, unter anderem von Pfarrer Sebastian Baer-Henney. „Das sind Paare, die jeck sind und Karneval feiern wollen – die kriegen einen Jeckensegen“, erklärt der Pfarrer. „Wer sagt, ich möchte einfach nur so einen Segen haben als Paar, kann das auch gerne machen. Weil ich glaube, dass Paar sein auch immer heißt, an Grenzen zu kommen. Und dann ist es doch ganz gut, wenn da eine Instanz ist, die noch mit drauf guckt. Und ich meine nicht uns, sondern ich meine den da oben.“

Beim Segens-Event sind alle Liebesgeschichten willkommen – egal ob standesamtlich verheiratet oder nicht. Gesegnet wird, wer einfach „Ja“ zueinander sagen möchte. Und das ganz unkompliziert: Man kann spontan vorbeikommen oder sich vorher anmelden. „Man hat ein kleines Vorgespräch, klärt Dinge, sucht sich einen Bibelvers aus. Und dann ist eine Viertelstunde Ritual. Man kann sich ein kölsches Lied aussuchen, das dann live gespielt wird. Und das alles natürlich in karnevalistischem Surrounding. Es wird bunt und jeck“, sagt Baer-Henney. Einige Paare haben sich bereits verbindlich angemeldet – andere überlegen noch.

Segen, Musik und jede Menge kölsches Lebensgefühl – am 11.11. in der Christuskirche Köln. Das Segensbüro Herzgefühl freut sich über jedes Paar, das sich traut, auch mitten im Karneval „Ja“ zueinander zu sagen. Alle Infos gibt’s unter www.haetzjefoehl.de.

Dieser Beitrag ist auch zu hören in der Sendung Himmel und Erde bei Radio Erft.

Text: Sammy Wintersohl/APK
Foto(s): Haetzjeföhl

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Zeit für Umkehr und Neuanfang: Am Buß- und Bettag innehalten

Im Bereich des Evangelischen Kirchenverbandes Köln und Region laden am Mittwoch, 19. November, zahlreiche Gemeinden zu Gottesdiensten und Andachten ein. Der Buß- und Bettag bietet Gelegenheit, innezuhalten, das eigene Leben zu überdenken und neue Wege zu suchen. Er ist ein Tag der Besinnung und der Umkehr – persönlich, gesellschaftlich und geistlich. Buße meint dabei nicht Strafe, sondern die Bereitschaft, falsche Wege zu erkennen und neu zu beginnen.

Seit Jahrhunderten begehen evangelische Christinnen und Christen diesen Tag als Moment des Nachdenkens und der Erneuerung. Auch wenn der Buß- und Bettag als gesetzlicher Feiertag 1995 abgeschafft wurde, behalten die Gemeinden seine Bedeutung lebendig. In Köln, im Rhein-Erft-Kreis und im Rheinisch-Bergischen Kreis laden sie zu vielfältigen Feiern ein – von stillen Andachten über ökumenische Gottesdienste bis hin zu musikalischen Abendveranstaltungen.

Hier eine Übersicht:

KÖLN

19.11.2025, 19:00
Evangelische Hoffnungsgemeinde im Kölner Norden
kath. Kirche Christi Verklärung, Taborplatz 2, 50767 Köln-Heimersdorf
Ökumenischer Gottesdienst
Guido Steffen

19.11.2025, 19:00
Evangelische Kirchengemeinde Ichthys
Gemeindehaus Unter Gottes Gnaden, Zum Dammfelde 37, 50859 Köln-Widdersdorf
Abendgottesdienst am Buß- und Bettag
Ökumenischer Gottesdienst mit Gospelchor
Die Evangelische Kirchengemeinde Ichthys lädt zum Abendgottesdienst am Buß- und Bettag in das Gemeindehaus „Unter Gottes Gnaden“, Zum Dammfelde 37, ein. Beginn ist am Mittwoch, 19. November, 19 Uhr. Musikalisch wird der Gottesdienst vom Gospelchor gestaltet. Auch in diesem Jahr wird er von einem ökumenischen Team vorbereitet. Ein aktuelles Thema entsteht in den gemeinsamen Vorbereitungstreffen, zu denen Interessierte herzlich eingeladen sind. Im Anschluss an den Gottesdienst wird zu einem Imbiss eingeladen.
www.evkirche-ichthys.de

19.11.2025, 19:00
Evangelische Begegnungsgemeinde Köln
Erlöserkirche Weidenpesch, Derfflingerstraße 9, 50737 Köln
Ökumenischer Buß- und Bettags-Gottesdienst mit Agape-Mahl
„Aufstehen gegen den Apokalyptischen Reiter ‚Krieg‘“
Pfarrerin Christina Schlarp und Pfarrer Bagherzadeh gestalten den ökumenischen Gottesdienst mit Agape-Mahl zum Buß- und Bettag, Mittwoch, 19. November, 19 Uhr. Christinnen und Christen treffen sich in der Erlöserkirche Weidenpesch, Derfflingerstraße 9. Thema ist: „Komm den Frieden wecken: Aufstehen gegen den Apokalyptischen Reiter ‚Krieg‘“.
www.begegnungsgemeinde.de

19.11.2025, 11:30
Evangelische Kirchengemeinde Köln Niehl-Riehl
Stephanuskirche, Brehmstraße 4-6, 50735 Köln
Ökumenischer Wortgottesdienst zum Buß- und Bettag
Die Gemeindemitglieder der Evangelischen Kirchengemeinde Köln Niehl-Riehl, der Katholischen Pfarrgemeinde St. Engelbert & St. Bonifatius sowie alle Bürgerinnen und Bürger Riehls sind herzlich eingeladen, an Buß- und Bettag, Mittwoch, 19. November, 11.30 Uhr, den ökumenischen Wortgottesdienst in der Stephanuskirche, Brehmstraße 4-6, zu besuchen.Pfarrer Uwe Rescheleit und Diakon Dirk Küffen gestalten den Gottesdienst.

19.11.2025, 18:00
Evangelische Kirchengemeinde Köln-Lindenthal
Paul-Gerhardt-Kirche, Gleueler Straße 106, 50935 Köln
Abendgottesdienst mit Amnesty International und Pfarrer Gerd Maeggi
Buß- und Bettag in der Paul-Gerhardt-Kirche

19.11.2025, 18:00
Evangelische Gemeinde Köln
Kartäuserkirche, Kartäusergasse 7, 50678 Köln
Ökumenischer Gottesdienst an Buß- und Bettag
„Der Balken und der Splitter“

Pfarrer Mathias Bonhoeffer und der Ökumenekreis

19.11.2025, 18:00
Evangelische Kirchengemeinde Kalk-Humboldt
Jesus-Christus-Kirche, Köln-Kalk, Buchforststraße 2, 51103 Köln
Taizégottesdienst zum Buß- und Bettag
Besinnliche Lieder, Kerzenlicht und Stille
Am Mittwoch, 19. November, 18 Uhr, lädt die Evangelische Kirchengemeinde Kalk-Humboldt zum Taizégottesdienst in die Jesus-Christus-Kirche, Buchforststraße 2, ein. Pfarrerin Selma Thiesbonenkamp gestaltet den Abend mit meditativen Taizéliedern, Kerzenlicht und Gebeten. Der Gottesdienst am Buß- und Bettag bietet Raum für Besinnung, Einkehr und Stille. Im Anschluss besteht Gelegenheit zum Verweilen bei Brot und Wein oder Traubensaft.
www.evangelisch-kalk-humboldt.de

19.11.2025, 18:00
Evangelische Gemeinde Köln
Antoniterkirche, Schildergasse 57, 50667 Köln
Buß- und Bettag – Bußgottesdienst
Bußgottesdienst am Buß- und Bettag
Pfarrer Markus Herzberg  gestaltet den Gottesdienst zum Buß- und Bettag am Mittwoch, 19. November, 18 Uhr, in der Antoniterkirche, Schildergasse 57, zum Thema „Ich bin da, wenn du mich brauchst“. Der Buß- und Bettag ist ein Tag der Umkehr und der heilsamen Neuausrichtung. Zur Ehrlichkeit mit sich selbst, zu einem wahrhaftigen Blick auf die eigenen Schwächen ruft der Buß- und Bettag auf.

19.11.2025, 18:30
Evangelische Kirchengemeinde Köln-Bayenthal
Reformationskirche, Mehlemer Straße 29, 50968 Köln
Andacht mit Abendmahl am Buß- und Bettag
Prädikantin Wisotzki

19.11.2025, 18:30
Evangelische Kirchengemeinde Köln-Klettenberg
Tersteegenhaus, Emmastraße 6, 50937 Köln
Buß- und Bettag im Tersteegenhaus
„Die Welt reparieren“ – Ökumenischer Gottesdienst
„Die Welt reparieren“ – unter diesem Leitgedanken steht der ökumenische Gottesdienst am Buß- und Bettag, Mittwoch, 19. November, 18.30 Uhr, im Tersteegenhaus, Emmastraße 6, zu dem die Evangelische Kirchengemeinde Köln-Klettenberg einlädt. Der Abend wird mit ausgewählten Bibeltexten von Pfarrer Eckhart Altemüller sowie musikalischen Akzenten gestaltet. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie Hoffnung bewahrt, im Gebet große Wünsche formuliert und im Alltag mutige Schritte gegangen werden können. Im Anschluss besteht Gelegenheit zum Verweilen bei Getränken und Crackern.
www.kirche-klettenberg.de

19.11.2025, 19:00
Evangelische Kirchengemeinde Köln-Brück-Merheim
Petruskirche , Köln-Merheim, Kieskaulerweg 53, 51109 Köln
Ökumenischer Gottesdienst mit Tauferinnerung
Mit Chormusik zum Buß- und Bettag
In ökumenischer Verbundenheit feiert die Evangelische Kirchengemeinde Köln-Brück-Merheim am Buß- und Bettag, Mittwoch, 19. November, 19 Uhr, in der Petruskirche, Kieskaulerweg 53, einen ökumenischen Gottesdienst mit Tauferinnerung. Die liturgische Gestaltung übernehmen Pfarrer Daniel Rösler und ein ökumenisch besetztes Team. Für die musikalische Gestaltung sorgt ein Chor.
www.brueck-merheim.de

19.11.2025, 19:00
Evangelische Brückenschlag-Gemeinde Köln-Flittard/Stammheim
Immanuel-Kirche, Bonhoefferstraße 10, 51061 Köln
Taizé-Gottesdienst zum Buß- und Bettag
Gemeinschaft – Gebet – Stille
Auf stimmungsvolle Art und Weise feiert die Evangelische Brückenschlag-Gemeinde Köln-Flittard/Stammheim am Buß- und Bettag, Mittwoch, 19. November, 19 Uhr, in der Immanuel-Kirche, Bonhoefferstraße 10, einen Gottesdienst. Mit Liedern aus der Kommunität von Taizé, meditativen Elementen sowie mit „Gut-tu-Stationen“. Im Anschluss gibt es ein leckeres Catering.
www.brueckenschlag-gemeinde.de.

19.11.2025, 19:00
Evangelische Kirchengemeinde Köln-Rath-Ostheim
Ev. Versöhnungskirche Rath/Heumar, Erlöserkirchstr. 1, 51107 Köln
Ökumenischer Buß- und Bettags-Gottesdienst mit Basardank
Pfarrer Dr. Gerhard Wenzel

19.11.2025, 19:00
Evangelische Kirchengemeinde Köln-Pesch
Ev. Gemeindezentrum, Montessoristraße, 50767 Köln
Ökumenisches Friedensgebet am Buß- und Bettag
„Erinnern heißt Handeln“ – In Erinnerung an Margot Friedländer
Das ökumenische Friedensgebet der Evangelischen Kirchengemeinde Köln-Pesch am Mittwoch, 19. November, 19 Uhr, im Evangelischen Gemeindezentrum, Montessoristraße, steht im Zeichen von Margot Friedländer. Bis zu ihrem Tod mit 103 Jahren hat sie sich unermüdlich für Menschlichkeit, Versöhnung und gegen das Vergessen eingesetzt. Ihre Botschaft „Tut etwas – solange ihr es noch könnt!“. Am Buß- und Bettag sind alle eingeladen, sich von ihrem Mut und ihrer Hoffnung anregen zu lassen und selbst Friedenstifterinnen und Friedenstifter zu werden.
www.dem-himmel-so-nah.de

19.11.2025, 19:00
Evangelische Kirchengemeinde Köln-Dellbrück/Holweide
Pauluskirche Dellbrück, Thurner Straße 105, 51069 Köln
Ökumenischer Gottesdienst
Pfarrer Völkl und Diakon Tschunitsch
Wie schon seit vielen Jahren feiert die Evangelische Kirchengemeinde Köln-Dellbrück/Holweide am Buß- und Bettag, Mittwoch, 19. November, 19 Uhr, den Gottesdienst zusammen mit der Römisch-Katholischen Nachbargemeinde in der Pauluskirche Dellbrück, Thurner Straße 105. Im Anschluss gibt es Gelegenheit zu Gesprächen.
www.eikdh.de

19.11.2025, 19:00
Evangelische Kirchengemeinde Köln-Rath-Ostheim
Ev. Auferstehungskirche Ostheim, Heppenheimer Straße 7, 51107 Köln
Taizegottesdienst
Frau Atten

19.11.2025, 19:00
Evangelische Clarenbach-Kirchengemeinde Köln-Braunsfeld
Evangelische Clarenbachkirche Braunsfeld, Aachener Straße 458, 50933 Köln
Ökumenischer Gottesdienst
Pfarrerin Graupner
www.clarenbachgemeinde.de

19.11.2025, 19:00
Evangelische Kirchengemeinde Mülheim am Rhein
Kreuzkirche, Köln-Buchheim, Wuppertaler Straße 21, 51067 Köln
Gottesdienst am Buß- und Bettag mit Taizé-Gebet und Gemeindechor
Pfarrer Heiko Kruse

19.11.2025, 19:00
Evangelische Philippus-Kirchengemeinde Köln-Raderthal
Philippuskirche, Albert-Schweitzer-Straße 3-5, 50968 Köln
Gottesdienst zum Buß- und Bettag
Pfarrer Klaus Eberhard und Vikarin Isabell Reichert

19.11.2025, 19:30
Evangelische Kirchengemeinde Köln-Dünnwald
Tersteegenkirche, Köln-Dünnwald, Amselstr. 22, 51069 Köln
Ökumenischer Gottesdienst zum Buß- und Bettag
Ökumeneteam

RHEIN-ERFT-KREIS

19.11.2025, 00:00
Evangelische Friedenskirchengemeinde in Erftstadt
Friedenskirche Liblar, Schlunkweg 52, 50374 Erftstadt-Liblar
Ökumenischer Gottesdienst zum Buß- und Bettag
Tradition in der Friedenskirche Erftstadt
Seit vielen Jahren begehen Christinnen und Christen den Buß- und Bettag gemeinsam in Erftstadt: Am Mittwoch, 19. November, 19 Uhr, findet dazu in der Friedenskirche, Schlunkweg 50, ein ökumenischer Gottesdienst statt. Gestaltet wird er von Theologen der Pfarreien St. Barbara und St. Alban sowie von Pfarrerin Andrea Döhrer.
www.efkgie.de

19.11.2025, 18:00
Evangelische Kirchengemeinde Hürth
Friedenskirche in Hürth-Efferen, Martin-Luther-Straße 12, 50354 Hürth
Ökumenischer Gottesdienst zum Buß- und Bettag
Pfarrerin Franziska Boury, Diakon Hans-Jörg Ganslmeier, Kirchenmusikerin Veronika Metzger

19.11.2025, 18:30
Evangelische Kirchengemeinde Brüggen/Erft
Lukaskirche in Brüggen/Erft, Kirchweg 7, 50169 Kerpen
Buß- und Bettag in Brüggen/Erft
Mit den Konfirmandinnen und Konfirmanden
Zum Buß- und Bettag gestalten die Konfirmandinnen und Konfirmanden der Evangelischen Kirchengemeinde Brüggen/Erft am Mittwoch, 19. November, 18.30 Uhr, in der Lukaskirche, Kirchweg 7, einen Gottesdienst. In Liedern, Texten und Gebeten greifen die Jugendlichen gemeinsam mit Pfarrerin Gesa Francke Fragen nach Vergebung, Dankbarkeit und Orientierung im Leben auf und laden zu einem Moment des Innehaltens mitten in der Woche ein.
www.kirche-brueggen.de

19.11.2025, 19:00
Evangelische Kirchengemeinde Kerpen
Johanneskirche Kerpen, Filzengraben 19, 50171 Kerpen
Buß- und Bettag in der Johanneskirche Kerpen
Abendgottesdienst mit Pfarrerin Almuth Koch-Torjuul
„Schweres Herz und leere Hände?“ – Der Abendgottesdienst in die Johanneskirche Kerpen, Filzengraben 19, am Buß- und Bettag, Mittwoch, 19. November, 19 Uhr, greift diese Frage auf und bietet Raum für Einkehr und Hoffnung. Die Evangelische Kirchengemeinde Kerpen lädt dazu ein, mit Liedern aus Taizé und Iona, Belastendes vor Gott abzulegen. Angelehnt an den Psalm des Tages „Denn bei Gott ist die Gnade und viel Erlösung bei ihm“ (Psalm 130) prägt der Gottesdienst mit Pfarrerin Koch-Torjuul ein hoffnungsvoller Ton. Auf Wunsch besteht die Möglichkeit, sich segnen zu lassen.
www.evangelisch-in-kerpen.de

19.11.2025, 19:00
Evangelische Trinitatis-Kirchengemeinde an der Erft
Petrikirche Quadrath-Ichendorf, Lutherstraße 27, 50127 Bergheim
Zentralgottesdienst
Pfarrerin Voldrich

19.11.2025, 19:00
Evangelische Kirchengemeinde Wesseling
Apostelkirche, Antoniusstraße 8, 50389 Wesseling
Taizé-Gottesdienst am Buß- und Bettag
Kerzenschein, Musik und Besinnung in der Apostelkirche
Die Evangelische Kirchengemeinde Wesseling lädt am Mittwoch, 19. November, 19 Uhr, in die Apostelkirche, Antoniusstraße 8, zu einem Taizé-Gottesdienst zu Buß- und Bettag ein. In einer von vielen Kerzen erleuchteten Kirche und mit einer Lichtinstallation im Altarraum entsteht eine eindrucksvolle Atmosphäre, die zum Innehalten anregt. Der Chor „Cantisto“ unter der Leitung von Nadja Bulatovic bringt bekannte und weniger bekannte Taizé-Lieder zu Gehör, die die Besucherinnen und Besucher zum Mitsingen oder zum stillen Zuhören einladen.
www.evangelisch-wesseling.de

19.11.2025, 19:00
Evangelische Kirchengemeinde Pulheim
Gnadenkirche Pulheim, Gustav-Heinemann-Straße 28, 50259 Pulheim
Jugendgottesdienst
Pfarrer Johannes Böttcher, Luisa Brenner

19.11.2025, 19:00
Evangelische Kirchengemeinde Brühl
St. Blasius (Meschenich), Brühler Landstraße 425, 50997 Köln
Ökumenischer Gottesdienst zu Buß- und Bettag
Pastoralreferentin Pia Odenhausen (Pfarrgemeinde Hl. Drei Könige)
www.kirche-bruehl.de

19.11.2025, 19:00
Evangelische Kirchengemeinde Sindorf
Christus-Kirche, Carl-Schurz-Straße 2, 50170 Kerpen
Gottesdienst zum Buß-und Bettag
Meditation, Gebet und Austausch
Am Mittwoch, 19. November, 19 Uhr, lädt die Evangelische Kirchengemeinde Sindorf zum Buß- und Bettag in die Christus-Kirche, Carl-Schurz-Straße 2, ein. Unter dem Thema „Komm in unsere stolze Welt“ gestaltet Pfarrer Hendrik Schnabel einen Abend mit Meditation, Gebet und Austausch.
www.evangelisch-in-sindorf.de

19.11.2025, 19:00
Evangelische Kirchengemeinde Brühl
Christuskirche, Mayersweg 10, 50321 Brühl
Gottesdienst zu Buß- und Bettag
Pfarrerin Renate Gerhard
www.kirche-bruehl.de

RHEINISCH-BERGISCHER-KREIS

19.11.2025, 00:00
Evangelische Kirchengemeinde Bensberg
Kirche St. Antonius Abbas, Im Fronhof 28, 51429 Bergisch Gladbach
Buß- und Bettag in Herkenrath
Ökumenischer Gottesdienst in St. Antonius Abbas
In der katholischen Kirche St. Antonius Abbas in Herkenrath, Im Fronhof 28, wird am Mittwoch, 19. November, 19.30 Uhr, ein ökumenischer Gottesdienst zum Buß- und Bettag gefeiert. Pfarrerin Birgit Dwornicki und ihr Team widmen sich dem Thema „Kirche(n) in Auflösung?!“. Der Buß- und Bettag ruft dazu auf, über den eigenen Glauben und die Verantwortung in der Gesellschaft nachzudenken.
www.kirche-bensberg.de

19.11.2025, 15:00
Evangelische Kirchengemeinde Bensberg
Ev. Kirche Kippekausen, Am Rittersteg 1, 51427 Bergisch Gladbach
Gottesdienst an Buß- und Bettag in der Evangelischen Kirche Kippekausen
Pfarrer Robert Dwornicki
www.kirche-bensberg.de

19.11.2025, 18:00
Evangelische Kirchengemeinde Bergisch Gladbach
Kirche Zum Frieden Gottes, Martin-Luther-Straße 13, 51469 Bergisch Gladbach
30 Jahre ökumenischer Buß- und Bettag
Buß- und Bettag – Zentralgottesdienst

19.11.2025, 18:30
Evangelische Kirchengemeinde Altenberg/Schildgen
Herz-Jesu-Kirche, Altenberger-Dom-Straße 140, 51467 Bergisch Gladbach
Ökumenischer Gottesdienst zum Buß- und Bettag in der Pfarrkirche Herz Jesu
Pfarrer Thomas Biju, Pfarrerin Eva Manderla, Frauenchor der Andreaskirche

19.11.2025, 19:00
Evangelische Kirchengemeinde Altenberg/Schildgen
Altenberger Dom, Eugen-Heinen-Platz 2, 51519 Odenthal-Altenberg
Ökumenischer Gottesdienst zu Buß- und Bettag
Pfarrerin Claudia Posche

19.11.2025, 19:00
Evangelische Gemeinde Volberg-Forsbach-Rösrath
Volberger Kirche, Volberg 1, 51503 Rösrath
Abendandacht zum Buß- und Bettag
Pfarrer Rusch

19.11.2025, 19:00
Evangelische Kirchengemeinde Bensberg
Evangelische Kirche Bensberg, Friedhofsweg 9, 51429 Bergisch Gladbach
„Buß- und Bettag mal anders“ in Bensberg
Mit Diakon Rainer Beerhenke und Sebastian Leins Band
Am Mittwoch, 19. November, 19 Uhr, findet in der Evangelischen Kirche Bensberg, Friedhofsweg 9, ein besonderer Gottesdienst unter dem Titel „Buß- und Bettag mal anders“ statt. Diakon Rainer Beerhenke und Sebastian Leins Band gestalten den Abend musikalisch und thematisch neu. Der Buß- und Bettag lädt dazu ein, innezuhalten, Altes loszulassen und Neues zu wagen.
www.kirche-bensberg.de

19.11.2025, 19:30
Evangelische Kirchengemeinde Bensberg
Kirche Refrath-Vürfels, Vürfels 26, 51427 Bergisch Gladbach-Refrath
Buß- und Bettag in Refrath
Ökumenischer Gottesdienst mit Agapemahl
In der Evangelischen Kirche Refrath-Vürfels, Vürfels 26, feiern Pfarrerin Marion Rauber und Gemeindereferent Armin Wirth am Mittwoch, 19. November, 19.30 Uhr, einen ökumenischen Gottesdienst zum Buß- und Bettag mit Agapemahl. Dabei geht es nicht um Strafe, sondern um Umkehr und Neubeginn: Buße meint, von falschen Wegen zurückzufinden und sich Gottes Gnade zuzuwenden. Diese Botschaft steht im Zentrum des gemeinsamen Feierns.
www.kirche-bensberg.de

19.11.2025, 19:30
Evangelische Kirchengemeinde Bensberg
Katholische Kirche St. Antonius Abbas, Im Fronhof 28, 51429 Bergisch Gladbach
Ökumenische Herbstgespräche in Herkenrath
„Lasst euch verwandeln durch die Erneuerung des Denkens“
Unter dem Leitthema „Kirche(n) in Auflösung?!“ findet der dritte Abend im Rahmen der Reihe „Ökumenische Herbstgespräche in Herkenrath“ am Buß- und Bettag, Mittwoch, 19. November, 19.30 Uhr bis 21.45 Uhr, in der Katholischen Kirche St. Antonius Abbas, Im Fronhof 28, statt. Pfarrerin Birgit Dwornicki spricht über die Bibelstelle „Lasst euch verwandeln durch die Erneuerung des Denkens“ (Römerbrief 12,2).
www.kirche-bensberg.de

Text: APK, Stand: 04.11.2025
Foto(s): APK/AI

Der Beitrag Zeit für Umkehr und Neuanfang: Am Buß- und Bettag innehalten erschien zuerst auf Evangelischer Kirchenverband Köln und Region.

Gemeinsames Gedenken in Köln: Mehr als 200 Menschen setzen Zeichen gegen Antisemitismus

„Wir gedenken der Opfer von Holocaust und Judenhass. Wir stehen an der Seite unserer jüdischen Nachbar*innen!“ So war es auf dem Banner und entsprechenden Transparenten zu lesen, mit denen über 200 Teilnehmende auf einem ökumenischen Schweigegang zum Jahrestag der Novemberpogrome 1938 ein deutliches Zeichen der Solidarität setzten. Sie waren der Einladung des Evangelischen Kirchenverbandes Köln und Region, des Katholischen Stadtdekanats Köln und des Katholikenausschusses in der Stadt Köln gefolgt. Der Gang führte vom Neubau des Jüdischen Museums vorbei am Neumarkt und Rudolfplatz zur Synagoge in der Roonstraße.

Der evangelische Stadtsuperintendent Bernhard Seiger freute sich über die breite Unterstützung des stillen Gedenkens durch viele weitere Organisationen und dankte den zahlreichen Menschen für ihr Eintreten gegen Antisemitismus. „Wir sind hier in international bewegten politischen Tagen und mit der Hoffnung auf Frieden im Nahen Osten, der leider immer noch sehr fragil ist.“ Umso wichtiger sei es, mit klarem Verstand und wachem Herzen einen guten Kompass für das Leben zu haben, betonte Seiger: „Gerade in dieser Woche.“ Er erinnerte daran, dass vor 87 Jahren auch in Köln die Synagogen brannten. „Jüdisches Leben wurde beschämt und verächtlich gemacht. Und das war erst der Anfang größtmöglicher Menschenverachtung.“

Seiger: „Wir stehen fest an der Seite unserer jüdischen Geschwister und Nachbarn.“

In Köln und hierzulande nähmen unsere Nachbarn jüdischer Herkunft den international wie bundesweit wachsenden Antisemitismus wahr. Unseren Kirchen sei uns heute wichtig, deutlich und ökumenisch zu sagen: „Wir stehen fest an der Seite unserer jüdischen Geschwister und Nachbarn. Wir teilen ihre Sorge und zeigen unsere Verbundenheit mit ihnen.“ Seiger überbrachte den herzlichen Gruß der demokratischen Kölner Ratsfraktionen, deren Mitglieder an der zeitgleich laufenden konstituierenden Sitzung des Stadtrates teilnahmen. „Es macht Mut, dass wir gemeinsam hier sind und gemeinsam gedenken. Es ist manchmal viel mehr, wenn wir Stille aushalten, als Parolen und selbstsichere Reden zu halten“, formulierte Seiger. „Wir können spüren, was ist, und halten die Stille und den Schmerz aus.“

Kleine: „Solidarisch mit dem Herzen zur Roonstraße gehen.“

Man habe nach dem Schrecken des Holocausts und des Naziregimes immer von einem scheinbar latenten Antisemitismus bei wenigen gewusst, stellte Stadtdechant Msgr. Robert Kleine fest. Mit Entsetzen habe er nach dem barbarischen Massaker der Hamas 2023 an Menschen in Israel bemerkt, dass sich im Laufe der Wochen sich so etwas wie eine Büchse der Pandora geöffnet habe. Gemerkt, „dass es plötzlich wieder sprachfähig wurde, Israels Existenzrecht abzusprechen, aber auch Menschen jüdischen Glaubens anzugehen mit Hasstiraden und sogar handgreiflich. Dafür müssen wir auf die Straße gehen.“ Wir müssten unsere Demokratie schützen und das elementare Grundrecht Religionsfreiheit verteidigen: „Wegen unserer jüdischen Mitbürgerinnen und Mitbürger.“ Man wolle solidarisch mit dem Herzen zur Roonstraße gehen. „Wir sind vielleicht im Moment schweigend. Aber ich hoffe doch, dass wir in unserer Stadt die Mehrheit sind, die sagt: ´Nie mehr wieder ist jetzt!´“

Erinnerung an die Städtische Israelitische Volksschule

Auf dem Hof des städtischen Berufskollegs Lindenstraße skizzierte Alexander Recht die Historie der Einrichtung und seiner direkten Nachbarschaft als ganz besonderen Ort jüdischer Geschichte in Köln. Der dem erweiterten Schulleitungs-Team angehörende Lehrer verwies auf ein Gebäude im Rücken der Teilnehmenden, in dem sich von 1917 bis 1938 die Städtische Israelitische Volksschule in der Lützowstraße 8-10 befand. „In den 1920er Jahren war sie die größte öffentliche jüdische Volksschule Deutschlands.“ Die Verschärfung der antijüdischen Maßnahmen des NS-Regimes habe 1938 zur Schließung der Einrichtung geführt. Später seien zahlreiche der Schüler und Lehrer mit ihren Familien in den Osten verschleppt worden. „Nur wenige überlebten.“ Anfang der 1950er Jahre sei dort eine städtische Handelsschule eingezogen. Aus dieser sei das Berufskolleg hervorgegangen. Wir hätten es dem Engagement des Ehepaares Irene und Dieter Corbach zu verdanken, dass seit den 1980er Jahren die lange verdrängte jüdische Geschichte dieses Ortes „wieder in den Blick der Öffentlichkeit gerückt worden ist“, so Recht.

Gebet und Dank vor der Synagoge in der Roonstraße

An der Synagoge in der Roonstraße begrüßten Mitglieder der Synagogen-Gemeinde Köln die Teilnehmenden. Vor zahlreich platzierten Blumen und brennenden Kerzen trug Kantor Mordechaj Tauber das Gebet El Male Rachamim (Gott voller Erbarmen) in der erweiterten Version im Gedenken an die Opfer der Schoa vor. „Wir spüren den Schmerz“, dankte Seiger stellvertretend den Vorstandsmitgliedern Bettina Levy und Dr. Felix Schotland, „dass sie uns willkommen heißen und wir hier zusammen stehen dürfen“. Er würdigte ebenso die Frauen und Männer, „die mitgegangen sind, ohne große Worte, sondern im Spüren dessen, was heute zu spüren ist“.

Levy bedankte sich herzlich im Namen der jüdischen Gemeindeglieder und derer, die es nicht können, für das Engagement der Teilnehmenden. Dieses sei nicht selbstverständlich. „Es hat einen ganz großen Widerhall bei uns. Diese Lichter bringen ein bisschen Licht und sie zeigen, dass sie zu uns stehen und sie den Toten und den Menschen, die heute nicht hier sind, weil sie ermordet wurden, ihre Ehre erweisen. Das kommt an bei den Lebenden.“

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Text: Engelbert Broich
Foto(s): Engelbert Broich/Susanna Ohlen

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Diakoniespende 2025/2026: Mehr Raum, mehr Würde – Hilfe für das Diakoniehaus am Salierring

Sozialarbeiterin Imke Domas kümmert sich um erkrankte wohnungslose Menschen – und unterstützt sie auf dem Weg durch das Hilfesystem.

Die Diakoniespende des Evangelischen Kirchenverbandes Köln und Region ermöglicht konkrete Verbesserungen für Menschen, die krank und ohne Wohnung sind. Das Diakoniehaus am Salierring ist noch bis Ende September Empfänger der Diakoniespende des Evangelischen Kirchenverbandes Köln und Region. Bis zu einem Spendenaufkommen von 100.000 Euro verdoppelt der Kirchenverband die Summe. Im Diakoniehaus gibt es einen Tagestreff, eine Kleiderkammer und seit 1998 auch eine Krankenwohnung für obdachlose und wohnungslose Menschen. Vornehmlich die Erweiterung der Krankenwohnung sowie die Sanierung des Badezimmers sollen durch die Spende finanziert werden.

Hürden abbauen beim Zugang zu Leistungen

Imke Domas ist seit April 2022 Ansprechperson für die Krankenwohnung. Die Sozialarbeiterin B.A. führt die Aufnahmegespräche mit den Erkrankten, beantragt Leistungen, unterstützt bei Rentenanträgen. Gerade der Wechsel von Bürgergeld zu Rente sei oft schwierig, hat sie beobachtet: „Es ist nun einmal nicht leicht für wohnungslose oder obdachlose Menschen, im Blick zu behalten, welche Leistungen ihnen zustehen.“

Michael Lampa koordiniert die Wohnungslosenhilfe der Diakonie Köln – mit Blick auf Versorgung, Vernetzung und Weiterentwicklung.

Im Team mit ihrer Kollegin Svenja Kuhlmann kümmert sie sich um die Gäste, die in der Krankenwohnung versorgt werden, hält den Kontakt zu den Krankenhäusern und hat immer ein offenes Ohr. Zweimal pro Woche kommen Ärztinnen vom Mobilen Medizinischen Dienst des Gesundheitsamtes, dazu versorgen die Mitarbeitenden eines ambulanten Pflegedienstes die Menschen täglich in der Krankenwohnung. Häufig geht es um eine regelmäßige Wundversorgung oder darum, Menschen mit einer Diabeteserkrankung zu helfen. Auch psychische Erkrankungen beobachtet Imke Domas immer häufiger. „Wenn wir zum Beispiel erkennen, dass eine Depression vorliegt, versuchen wir, Hilfe zu vermitteln oder mit Unterstützung der Ärztinnen eine Reha-Maßnahme zu beantragen.“

Warteliste trotz Sommerzeit

Imke Domas erzählt, dass die sechs Betten der Krankenwohnung im Grunde immer belegt sind, außerdem eine Warteliste mit weiteren Anfragen geführt wird. „Selbst in den Sommermonaten sind wir durchgehend ausgelastet.“ Derzeit gibt es zwei Einzelzimmer und zwei Doppelzimmer. Mit der Diakoniespende soll dieses Angebot um zwei weitere Betten erweitert werden. Außerdem, so berichtet die Sozialarbeiterin, sei es wichtig, das Badezimmer endlich barrierefrei zu gestalten. „Mit einem Rollstuhl oder Rollator ist es nicht möglich, durch die Tür zu kommen. Da unsere Gäste aber im Schnitt älter als 55 Jahre sind, sind sie relativ häufig mit einem Rollator unterwegs. Darum wünschen wir uns Barrierefreiheit.“ Mit der Diakoniespende könnten diese Wünsche erfüllt werden.

SPENDEN SIE AN

Ev. Kirchenverband Köln und Region
Stichwort: Diakoniehaus Salierring
Kreissparkasse Köln
IBAN DE10 3705 0299 0000 0044 04
BIC COKSDE33XXX

Der Evangelische Kirchenverband Köln und Region verdoppelt jeden gespendeten Cent bis zu einem Gesamtspendenaufkommen in Höhe von 100.000 Euro im Zeitraum vom 01.10.2025 bis zum 30.09.2026.

m vom 01.10.2025 bis zum 30.09.2026.

 

Text: Katja Pohl
Foto(s): Matthias Pohl

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Aufruf zum Schweigegang heute in Köln

Der Evangelische Kirchenverband Köln und Region, das Katholische Stadtdekanat Köln und der Katholikenausschuss in der Stadt Köln rufen heute gemeinsam zu einem Schweigegang zum Jahrestag der Pogromnacht vor 87 Jahren (9. November 1938) auf.

„Wir laden zum 6.11.2025 als Kirchen Kölns dazu ein, dass viele Bürgerinnen und Bürger ihre Verbundenheit mit ihren jüdischen Nachbarn bei einem Gang vom jüdischen Museum zur Synagoge in der Roonstraße ausdrücken können“, sagt Bernhard Seiger, Stadtsuperintendent des Evangelischen Kirchenverbandes Köln und Region. „Wir beobachten, dass viele jüdische Bürger in unserer Nähe sich allein gelassen fühlen, weil die Stimmung weltweit, im Land und auch in unserer Stadt immer offener antisemitisch wird. Bundesweit ereignen sich im Schnitt täglich 24 antisemitische Vorfälle, eine Zunahme von 2023 bis 2024 um 77 Prozent auf 8.627 registrierte Vorfälle. Das muss uns alarmieren! Als Begründung für antijüdische Haltungen wird oft der Nahost-Konflikt genannt. Es darf aber nicht sein, dass jüdische Bürger in unserer Stadt verantwortlich gemacht werden für politisches Handeln in Israel, auf das sie keinen Einfluss haben. Wir wollen ein respektvolles und vertrauensvolles Zusammenleben mit unseren jüdischen Nachbarn, denn in Köln stehen wir zusammen. Das drücken wir mit unserem Schweigegang aus. Wir hoffen auf breite Unterstützung, Zivilcourage und einen wachen inneren Kompass unserer Stadt.“

„Auch in diesem Jahr – mehr als zwei Jahre nach dem Angriff der Hamas auf Israel – möchten die beiden großen christlichen Kirchen wieder ein lichtvolles Zeichen gegen Antisemitismus und Judenhass setzen“, sagt Msgr. Robert Kleine, Stadtdechant des Katholischen Stadtdekanats Köln. „Wir gehen schweigend und mit brennenden Kerzen durch die Straßen, um so unsere Solidarität mit den Menschen auszudrücken, die seit zwei Jahren unter dem veränderten Klima in unserer Gesellschaft leiden. Seit rund drei Wochen gibt es zwischen Israel und der Hamas erste Schritte hin zu einem Friedensplan. Auch wenn mich diese Nachricht gefreut hat, müssen wir sehr schnell feststellen, dass viele Fragen weiterhin ungeklärt sind und es noch ein steiniger Weg ist, bis die Menschen auf beiden Seiten den Frieden wirklich erleben können. Es ist schön zu sehen, dass unser Aufruf wieder von vielen Organisationen und Gruppierungen aus unserer Stadtgesellschaft unterstützt und mitgetragen wird. Durch ihre Unterstützung an diesem stillen, durch das Licht geprägten Schweigegang erfahren unsere jüdischen Mitbürgerinnen und Mitbürger gelebte Solidarität. Und er soll auch ein Zeichen in die ganze Stadtgesellschaft hinein sein, dass wir trotz der vielen Dunkelheiten in unserer derzeitigen Welt an das Licht und die Hoffnung glauben.“

„Es ist nicht hinnehmbar, dass Menschen in dieser Stadt Angst haben ihre Religionszugehörigkeit offen zu zeigen und ihre Religion frei auszuüben“, sagt Gregor Stiels, Vorsitzender des Katholikenausschusses in der Stadt Köln. „Wir müssen unseren jüdischen Freundinnen und Freunden, Nachbarinnen und Nachbarn zeigen, dass wir fest an ihrer Seite stehen und damit ein wichtiges Zeichen für Demokratie und Zusammenhalt senden.“

Start: Donnerstag, 6. November 2025, 18.00 Uhr, Jüdisches Museum (Kreuzung Obenmarspforten / Unter Goldschmied)

Ziel: Synagoge an der Roonstraße 50, Ende des Gangs gegen 19.30 Uhr

Unterstützt wird der Schweigegang in Köln von den Kirchen, gesellschaftlichen Organisationen und Netzwerken sowie Vertreterinnen und Vertretern der Stadtgesellschaft. Unter anderem hat Nathanael Liminski, Minister für Bundes- und Europaangelegenheiten, Internationales sowie Medien und Chef der Staatskanzlei, seine Teilnahme angekündigt.

Schweigend möchten wir der Opfer von Krieg und Terror gedenken und ein starkes Zeichen der Anteilnahme und Verbundenheit für unsere jüdischen Nachbarinnen und Nachbarn setzen, die von anhaltendem Antisemitismus betroffen sind. Wir wollen gemeinsam schweigen und verzichten auf Reden. Wir bitten darum, keine Transparente und Fahnen mitzuführen.

Den Aufruf finden Sie auch auf der Internetseite www.oekumenischer-schweigegang.de. Dort finden Sie auch die Liste der Unterstützerinnen und Unterstützer, die laufend aktualisiert wird.

gez.
Stadtsuperintendent Bernhard Seiger, Gregor Stiels, Vorsitzender Katholikenausschuss, Stadtdechant Msgr. Robert Kleine

Text: APK
Foto(s): APK/Archiv

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Heiraten am 11.11. – mit Gottes Segen und kölschem Hätz

Wenn in Köln am 11.11. die Karnevalsglocken läuten, schlagen auch Herzen höher. Viele Paare wünschen sich, an diesem jecken Datum „Ja“ zu sagen – doch die Standesämter sind meist ausgebucht.

Das Segensbüro Hätzjeföhl der Evangelischen Kirche in Köln und Region bietet deshalb eine offene Alternative: Am 11. November 2025 können sich Paare in der Christuskirche am Stadtgarten oder – bei gutem Wetter – vor der Kirche segnen lassen.

Egal ob als kirchliche Trauung nach dem Standesamt oder als Segnung einer Beziehung: Im Mittelpunkt steht die Liebe zwischen Menschen. „Sie ist ein Geschenk Gottes, das wir sehr gerne segnen“, sagt das Hätzjeföhl-Team. Herkunft, Geschlecht oder Lebensform spielen dabei keine Rolle.

Die Zeremonien dauern rund eine halbe Stunde. Paare können spontan kommen oder sich vorab anmelden. Für Musik sorgen kölsche Töne, für das leibliche Wohl Krapfen und Kölsch.

„Wir feiern Hochzeit zu Beginn des Fastelovend – jeck, aber respektvoll, bunt und ernsthaft“, so das Team. Das Angebot wurde im Vorjahr erstmals erprobt – mit begeisterter Resonanz.

Die Segnungen übernehmen Pfarrer*innen und Prädikant*innen der Evangelischen Kirche in Köln und Region.

Wann: Dienstag, 11. November 2025, 10–16 Uhr

Wo: Christuskirche am Stadtgarten, Köln

Veranstalter: Hätzjeföhl – Segensbüro der Evangelischen Kirche in Köln und Region

Info & Anmeldung: www.haetzjefoehl.de

Text: APK
Foto(s): Haetzjeföhl

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