Mitfeiern: Erntedankfest am 5. Oktober in den evangelischen Kirchengemeinden Kölns

Erntedank ist der Sonntag im Kirchenjahr, an dem Kirchengemeinden für die Früchte der Erde und das „tägliches Brot“ danken. Sichtbar gemacht wird das in festlichen Gottesdiensten mit Familien, Musik und oft gemeinsamem Essen, in geschmückten Altären und Sammlungen für soziale Zwecke. In diesem Jahr fällt Erntedank auf den Sonntag, 5. Oktober. Manche Gemeinden feiern bereits eine Woche früher (teils auch schon am 21. September). Rund um Köln und die Region reicht die Palette vom Familiengottesdienst mit Kita-Beteiligung über Abendmahl und Brunch bis zu Gemeindefesten, Konzerten und Aktionen. Das Erntedankfest ist ein guter Anlass, Dankbarkeit zu teilen und gemeinsam zu feiern.

KÖLN

Evangelische Gemeinde Köln

– Antoniterkirche, Schildergasse 57, 50667 Köln
05.10.2025, 10:00
Evangelische Messe zum Erntedankfest
Im Anschluss gibt es Kartoffelsuppe
Mit einem farbenfrohen Gottesdienst feiert die Evangelische Gemeinde Köln am Sonntag, 5. Oktober, 10 Uhr, das Erntedankfest in der Antoniterkirche, Schildergasse 57. Die Evangelische Messe leitet Pfarrer Markus Herzberg. Die Kirche ist traditionell mit Obst, Gemüse, Sonnenblumen und Kornähren geschmückt. Das Erntedankfest erinnert daran, dass die wirklich wichtigen Dinge des Lebens nicht gemacht, sondern empfangen werden, wie etwa die Erntegaben. Im Anschluss an den Gottesdienst sind alle zum Gespräch bei einer Kartoffelsuppe eingeladen. Wer nicht vor Ort sein kann, hat die Möglichkeit, den Gottesdienst im Livestream unter www.antonitercitykirche.de mitzufeiern.
www.antonitercitykirche.de

– Christuskirche – Evangelische Gemeinde Köln, Dorothee-Sölle-Platz 1, 50672 Köln
05.10.2025, 18:00
Gottesdienst zu Erntedank mit Begrüßung der neuen Konfis

Pfarrer Christoph Rollbühler

– Lutherkirche, Martin-Luther-Platz 4, 50677 Köln
05.10.2025, 11:30
Erntedank- Familiengottesdienst mit Abendmahl und Taufen
Pfarrerin Nicola Thomas-Landgrebe, KiTa Kartause

– Thomaskirche, Neusser Wall 61, 50670 Köln
05.10.2025, 10:00
Erntedank Familiengottesdienst mit Abendmahl
Pfarrer Christoph Rollbühler

Evangelische Kirchengemeinde Köln-Deutz/Poll

– Kapelle der Stille, Poll, An den Rolshover Gärten 18, 51105 Köln
05.10.2025, 10:00
Erntedank-Gottesdienst mit Abendmahl und Frühstück
Pfarrer Roger Brandl & Team

Evangelische Kirchengemeinde Köln-Klettenberg

– Johanneskirche Klettenberg, Nonnenwerthstraße 78, 50937 Köln
21.09.2025, 11:00
Erntedank Open-Air an der Johanneskirche
Gottesdienst im Park mit Pfarrer Ivo Masanek und der Kita
Dankbar feiern und teilen: Am Sonntag, 21. September, 11 Uhr, lädt die Evangelische Kirchengemeinde Köln-Klettenberg zu einem Erntedankgottesdienst unter freiem Himmel im Park hinter der Johanneskirche, Nonnenwerthstraße 78, ein. Gemeinsam mit der Kita Grafenwerthstraße gestaltet Pfarrer Ivo Masanek den festlichen Gottesdienst. Damit der Altar reich geschmückt ist, werden haltbare Lebensmittel als Erntegaben erbeten – beispielsweise Kaffee, Konserven, Süßes oder haltbares Obst und Gemüse. Die Spenden werden im Anschluss durch das „Sölzer Körvje“ an Seniorinnen und Senioren weitergegeben, die von Altersarmut betroffen sind.
www.kirche-klettenberg.de

05.10.2025, 11:00
Erntedankgottesdienst „Gemüse für alle“
Erntedankfest mit Quiz
In der Johanneskirche Klettenberg, Nonnenwerthstraße 78, wird am Sonntag, 5. Oktober, 11 Uhr, das Erntedankfest gefeiert. Im Gottesdienst steht neben einem festlich geschmückten Altar die Predigt von Pfarrer Eckhart Altemüller zum Thema „Gemüse für alle“ im Mittelpunkt. Im Anschluss an den Erntedankgottesdienst lädt die Gemeinde zu einem heiteren „Gemüsequiz“ ein, bei dem es kleine Preise zu gewinnen gibt. Damit der Altar reich geschmückt ist, werden haltbare Lebensmittel als Erntegaben erbeten – beispielsweise Kaffee, Konserven, Süßes oder haltbares Obst und Gemüse. Die Spenden werden im Anschluss durch das „Sölzer Körvje“ an Seniorinnen und Senioren weitergegeben, die von Altersarmut betroffen sind.
www.kirche-klettenberg.de

– Tersteegenhaus, Emmastraße 6, 50937 Köln
28.09.2025, 10:00
Erntedank mit Kita
Pfarrerin Mareike Maeggi und Kita

Am 28.9. laden die Kita Tersteegenhaus und Pfarrerin Mareike Maeggi zum Erntedankfest in das Tersteegenhaus ein. Damit der Altar mit Erntegaben reich geschmückt ist, wird darum gebeten, Lebensmittel mitzubringen. Diese werden am Freitag darauf durch das „Sölzer Körvje“ an Seniorinnen und Senioren, die von Altersarmut betroffen sind, im Tersteegenhaus verteilt. Daher bieten sich haltbare Lebensmittel an, die gerne auch im Supermarkt „geerntet“ werden können: z.B. Kaffee, Konserven, „Süßes“, haltbares Obst und Gemüse.

05.10.2025, 10:00
Erntedankfest mit Gottesdienst und Quiz
Im Tersteegenhaus, Emmastraße 6, wird am Sonntag, 5. Oktober, 10 Uhr, das Erntedankfest gefeiert. Im Gottesdienst steht neben einem festlich geschmückten Altar die Predigt von Pfarrer Eckhart Altemüller zum Thema „Gemüse für alle“ im Mittelpunkt. Im Anschluss an den Erntedankgottesdienst lädt die Gemeinde zu einem heiteren „Gemüsequiz“ ein, bei dem es kleine Preise zu gewinnen gibt. Damit der Altar reich geschmückt ist, werden haltbare Lebensmittel als Erntegaben erbeten – beispielsweise Kaffee, Konserven, Süßes oder haltbares Obst und Gemüse. Die Spenden werden im Anschluss durch das „Sölzer Körvje“ an Seniorinnen und Senioren weitergegeben, die von Altersarmut betroffen sind.
www.kirche-klettenberg.de

Evangelische Kirchengemeinde Köln-Nippes

– Lutherkirche, Siebachstraße 85/ Merheimer Straße 112, 50733 Köln
05.10.2025, 11:00
Gottesdienst Gemeinsam zu Erntedank
Pfarrerin Dorothea Ugi
www.lutherkirche-nippes.de

Evangelische Kirchengemeinde Köln Niehl-Riehl

– Stephanuskirche, Brehmstraße 4-6, 50735 Köln
05.10.2025, 11:00
Erntedank-Gottesdienst mit Verabschiedung von Pfarrerin Grit de Boer
Festgottesdienst mit anschließendem Umtrunk
Mit einem festlichen Gottesdienst am Sonntag, 5. Oktober, 11 Uhr, in der Stephanuskirche, Brehmstraße 4–6, verabschiedet die Evangelische Kirchengemeinde Köln Niehl-Riehl Pfarrerin Grit de Boer in den Ruhestand. An diesem Erntedanktag wird sie offiziell von ihren pfarramtlichen Aufgaben entpflichtet. Im Anschluss lädt die Gemeinde zu einem Umtrunk ein, bei dem Gelegenheit besteht, Pfarrerin de Boer persönlich Lebewohl zu sagen. In den vergangenen vier Jahren war sie Pfarrerin in der Kirchengemeinde in Niehl-Riehl.
www.ev-kirche-niehl-riehl.de

Evangelische Kirchengemeinde Ehrenfeld

– Emmauskirche Vogelsang, Birkhuhnweg 2, 50829 Köln
28.09.2025, 10:45
Erntedankfest in der Emmauskirche
Familiengottesdienst mit Kita-Beteiligung und Herbstfeuer
Am Sonntag, 28. September, 10.45 Uhr, feiert die Evangelische Kirchengemeinde Ehrenfeld das Erntedankfest in der Emmauskirche Vogelsang, Birkhuhnweg 2. Mit dabei sind Kinder und Familien der Kindertagesstätte. Im Anschluss an den Familiengottesdienst mit Pfarrer Torsten Sommerfeld gibt es ein kleines Gemeindefest mit Stockbrot am Herbstfeuer sowie Essen und Trinken für Groß und Klein. Gaben für den Erntedankaltar sind herzlich willkommen.
www.evangelisch-ehrenfeld.de

– Epiphaniaskirche Bickendorf, Erlenweg 39, 50827 Köln
05.10.2025, 10:45
Kindergottesdienst zu Erntedank

Evangelische Kirchengemeinde Köln-Pesch

– Ev. Gemeindezentrum, Montessoristraße, 50767 Köln
05.10.2025, 18:00
Abendimpuls mit Abendmahl an Erntedank
Erntedank in Köln-Pesch mit anschließendem Beisammensein
Die Evangelische Kirchengemeinde Köln-Pesch feiert am Sonntag, 5. Oktober, 18 Uhr, im Evangelischen Gemeindezentrum, Montessoristraße 15, Erntedank. Der Gottesdienst mit Abendmahl lädt dazu ein, Dankbarkeit für die Fülle des Lebens und für das tägliche Brot zum Ausdruck zu bringen. Im Anschluss an den Abendimpuls gibt es Gelegenheit zum Beisammensein bei Federweißem und Zwiebelkuchen.
www.dem-himmel-so-nah.de

Evangelische Begegnungsgemeinde Köln

– Ev. Immanuelkirche Longerich, Paul-Humburg-Straße 11, 50737 Köln-Longerich
27.09.2025, 14:00
Gemeindefest zu Erntedank – Zu Gast im Kaffeehaus Gottes
Erntedankgottesdienst, Begegnung und kulinarische Vielfalt in Longerich
Am Samstag, 27. September, 14 Uhr, lädt die Evangelische Begegnungsgemeinde Köln zum Erntedankgottesdienst mit anschließendem Gemeindefest auf das Gelände der Immanuelkirche, Paul-Humburg-Straße 11, ein. Unter dem Motto „Zu Gast im Kaffeehaus Gottes“ wird die Kirche in eine duftende „Cafédrahle“ verwandelt, in der Gastfreundschaft, Genuss und Gemeinschaft im Mittelpunkt stehen. Im Anschluss an den Gottesdienst mit Pfarrerin Christina Schlarp erwartet die Besucherinnen und Besucher ein buntes Programm für alle Generationen. Bei Kaffee, Kuchen, Herzhaftem, Musik, Kreativangeboten und einem gemeinsamen Singen am Abend klingt das Fest in entspannter Atmosphäre aus.
www.begegnungsgemeinde.de

Evangelische Nathanael-Kirchengemeinde Köln-Bilderstöckchen

– Nathanaelkirche Bilderstöckchen, Escher Straße 160, 50739 Köln
28.09.2025, 15:30
Erntedank-Gottesdienst
Pfarrerin Widdig, Pastor Abeke

Evangelische Dietrich-Bonhoeffer-Gemeinde Junkersdorf

– Kirmesparkplatz P6, Salzburger Weg, 50858 Köln-Junkersdorf
05.10.2025, 11:00
Ökumenischer Kirmes-Gottesdienst zu Erntedank
Pfarrerin Judith Schaefer
www.ev-in-junkersdorf.de

Evangelische Gemeinde Weiden/Lövenich

– Ev. Kirche Weiden/Lövenich, Aachener Straße 1208, 50858 Köln
05.10.2025, 11:00
Familiengottesdienst zu Erntedank mit Taufen
Pfarrerin Dagmar Müller

Evangelische Kirchengemeinde Ichthys

– Gemeindehaus Unter Gottes Gnaden, Zum Dammfelde 37, 50859 Köln-Widdersdorf
05.10.2025, 11:00
Familiengottesdienst zum Erntedankfest, mitgestaltet von den Konfirmanden

Evangelische Hoffnungsgemeinde im Kölner Norden

– Friedenskirche, Hackenbroicher Straße 59-61, 50769 Köln
04.10.2025, 14:00
Familiengottesdienst zu Erntedank mit Taufmöglichkeit
Pfarrer Volker Hofmann-Hanke
05.10.2025, 09:30
Frühstücks-Gottesdienst zu Erntedank
Pfarrer Volker Hofmann-Hanke

Evangelische Kirchengemeinde Köln-Brück-Merheim

– Johanneskirche , Köln-Brück, Am Schildchen 15, 51109 Köln
28.09.2025, 10:30
Familiengottesdienst zum Erntedankfest
Pfarrer Daniel Rösler

Evangelische Kirchengemeinde Köln-Dellbrück/Holweide

– Pauluskirche Dellbrück, Thurner Straße 105, 51069 Köln
05.10.2025, 11:15
Abendmahlsgottesdienst zum Erntedankfest
Prädikant Grube
www.eikdh.de

– Christuskirche Dellbrück, Dellbrücker Mauspfad /Ecke Bergisch Gladbacher Straße, 51069 Köln
05.10.2025, 10:00
Abendmahlsgottesdienst zum Erntedankfest
Im Anschluss an den Gottesdienst findet ein Markt der Möglichkeiten statt.

Pfarrer Kock-Blunk und Team
www.eikdh.de

Evangelische Kirchengemeinde Köln-Höhenhaus

– Pauluskirche Höhenhaus, Dreisamweg 9, 51061 Köln
06.10.2025, 11:00
Erntedankfest in der Pauluskirche
Familienkirche und gemeinsamer Brunch
Am Sonntag, 5. Oktober, 11 Uhr, lädt die Evangelische Kirchengemeinde Köln-Höhenhaus zur Familienkirche in die Pauluskirche, Dreisamweg 9–11, ein. Gemeinsam wird ein festlicher Erntedankgottesdienst gefeiert. Im Anschluss beginnt um 12 Uhr ein Brunch, zu dem jede und jeder etwas mitbringt. Unter dem Motto „Alle werden satt“ entsteht so ein vielfältiges Buffet, das zum Teilen und Genießen einlädt.
www.kirche-hoehenhaus.de

Evangelische Kirchengemeinde Mülheim am Rhein

– Kreuzkirche, Köln-Buchheim, Wuppertaler Straße 21, 51067 Köln
28.09.2025, 11:30
Erntedank-Gottesdienst für Klein und Groß mit Kita „Kleine Arche“
Pfarrer Johannes Vorländer und Kita „Kleine Arche“

Evangelische Kirchengemeinde Porz

– Johanneskirche Westhoven, Berliner Straße 5, 51149 Köln
05.10.2025, 10:00
Erntedankfest in der Johanneskirche
Gottesdienst und traditioneller Herbstbasar
In der Johanneskirche Westhoven, Berliner Straße 5, feiert die Evangelische Kirchengemeinde Porz am Freitag, 3. Oktober, 10 Uhr, ihren Erntedankgottesdienst. Der Chor wirkt musikalisch mit, das Team gestaltet die Liturgie. Im Anschluss lädt die Gemeinde zum traditionellen Herbstbazar ein.
www.kirche-porz.de

– Pauluskirche Zündorf, Houdainer Straße 32, 51143 Porz
28.09.2025, 11:00
Erntedankgottesdienst in der Pauluskirche
Familiengottesdienst mit der Lukas-Kita
Die Evangelische Kirchengemeinde Porz lädt zum Erntedankfest in die Pauluskirche Zündorf, Houdainer Straße 32, ein. Am Sonntag, 21. September, 11 Uhr, gestalten das Team der Lukas-Kita und Pfarrer Theobald gemeinsam den Familiengottesdienst.Im Anschluss sind alle eingeladen, noch beisammenzubleiben und die Erntegaben zu teilen.
www.kirche-porz.de

Evangelische Kirchengemeinde Porz-Wahn-Heide

– Martin – Luther – Kirche, Sportplatzstraße 63-65, 51147 Köln
05.10.2025, 10:00
Gottesdienst mit Abendmahl zu Erntedank
Pfarrer Dirk Vanhauer

Evangelische Kirchengemeinde Kalk-Humboldt

– Jesus-Christus-Kirche, Köln-Kalk, Buchforststraße 2, 51103 Köln
05.10.2025, 10:30
Gottesdienst für Groß und Klein Erntedank mit Kalkbrass und der Ev. Kita Kalk
Pfarrerin Selma Thiesbonenkamp

Evangelische Kirchengemeinde Köln-Bayenthal

– Reformationskirche, Mehlemer Straße 29, 50968 Köln
05.10.2025, 10:30
Gottesdienst und Brunch am Erntedankfest
Familiengottesdienst mit den Kindergartenkindern
Die Evangelische Kirchengemeinde Köln-Bayenthal lädt am Sonntag, 5. Oktober, 10.30 Uhr, zum Erntedankfest in die Reformationskirche, Mehlemer Straße 29, ein. Im Familiengottesdienst mit Pfarrer André Kielbik wirken Kinder aus dem Kindergarten mit und bringen ihren eigenen Dank für die Gaben des Lebens zum Ausdruck. Im Anschluss an den Gottesdienst sind alle herzlich eingeladen zum gemeinsamen Brunch im Martin-Luther-Haus, Mehlemer Straße 7.
www.kirche-bayenthal.de

Evangelische Philippus-Kirchengemeinde Köln-Raderthal

– Philippuskirche, Albert-Schweitzer-Straße 3-5, 50968 Köln
28.09.2025, 10:00
Familiengottesdienst mit der KiTa zum Erntedankfest und Vorstellung der neuen Katechumen*innen
Pfarrer Klaus Eberhard, Vorbereitungsteam KiTa

Evangelische Kirchengemeinde Köln-Zollstock

– Melanchthonkirche, Breniger Straße 18, 50969 Köln
05.10.2025, 10:00
Familiengottesdienst mit anschließendem Kirchencafé und „Kinderkleider-Tausch-Veranstaltung“ im Spökes
Pfarrer Oliver J. Kießig

Evangelische Kirchengemeinde Rodenkirchen

– Erlöserkirche, Sürther Straße 34, 50996 Köln
28.09.2025, 10:00
Erntedankfest und Jubelkonfirmation
Festlicher Gottesdienst mit Kantorei
In der Erlöserkirche, Sürther Straße 34, feiert die Evangelische Kirchengemeinde Rodenkirchen am Sonntag, 28. September, 10 Uhr, einen festlichen Gottesdienst zum Erntedankfest mit Jubelkonfirmation. Die Predigt hält Pfarrer Miehe über 1. Petrus 5, 5b–11. Musikalisch wird der Gottesdienst von der Kantorei Rodenkirchen unter der Leitung von Barbara Mulack gestaltet.
www.erloeserkirche-rodenkirchen.de

Evangelische Kirchengemeinde Rondorf

– Emmanuelkirche, Carl-Jatho-Straße 1, 50997 Köln
28.09.2025, 11:00
Erntedank- und Gemeindefest in Rondorf
Familiengottesdienst, Musik und buntes Programm für Groß und Klein
Bunt und fröhlich wird es am Sonntag, 28. September, 11 Uhr, wenn die Evangelische Kirchengemeinde Rondorf ihr Erntedank- und Gemeindefest in und rund um die Emmanuelkirche, Carl-Jatho-Straße 1, feiert. Den Auftakt bildet ein Familiengottesdienst, der von den Kindern des Kindergartens mitgestaltet wird. Im Anschluss laden Spiel- und Mitmachangebote für Kinder – darunter Stockbrotbacken, eine Hüpfburg und ein Kasperletheater – zum Mitmachen und Staunen ein. Für das leibliche Wohl sorgen Grillstand, Kaffee- und Kuchenbuffet sowie ein gut bestückter Getränkewagen. Musikalisch wird das Fest von der Band „Cologne Concert Brass“ und der Musikschule Papageno begleitet.
www.rondorf.de

RHEIN-ERFT-KREIS

Evangelische Kirchengemeinde Pulheim

– Friedenskirche Sinnersdorf, Horionstraße 12, 50259 Pulheim
05.10.2025, 11:00
Gottesdienst mit Abendmahl zu Erntedank
Anschließend Versteigerung der Gaben zugunsten der Obdachlosen-Suppenküche am Appellhofplatz
Pfarrer Johannes Böttcher

– Gnadenkirche Pulheim, Gustav-Heinemann-Straße 28, 50259 Pulheim
05.10.2025, 09:30
Gottesdienst mit Abendmahl zu Erntedank
Pfarrer Johannes Böttcher

– Kreuzkirche Stommeln, Paul-Schneider-Straße 2, 50259 Pulheim
28.09.2025, 11:00
FamilienKirche Erntedank – nach Möglichkeit open air
Mit anschließendem Kartoffelsuppe-Essen im Garten
Pfarrer Meiling und Team

Evangelische Trinitatis-Kirchengemeinde an der Erft

– Christuskirche Zieverich, Aachener Straße 1, 50126 Bergheim-Zieverich
05.10.2025, 10:00
Erntedank mit dem Rad – Gemeinsame Andacht
Ausklang bei Brot und Kartoffeln

Am Sonntag, 5. Oktober, 10 Uhr, lädt die Evangelische Trinitatis-Kirchengemeinde an der Erft zur gemeinsamen Fahrradtour zum Erntedankgottesdienst in der Christuskirche Zieverich, Aachener Straße 1, ein. Die Touren starten an den drei Standorten der Kirchengemeinde an der Friedenskirche Bedburg, Langemarckstraße 26, an der Lutherkirche Elsdorf, Köln-Aachener Straße 172-174, sowie an der Petrikirche, Lutherstraße 27, in Quadrath-Ichendorf, jeweils mit einem geistlichen Impuls. Von dort aus führt die gemeinsame Radtour zur Christuskirche, wo gegen 11 Uhr eine Andacht gefeiert wird. Im Anschluss an den Erntedankgottesdienst sind alle zum gemeinsamen Essen in geselliger Runde bei Schmalzbroten, Würstchen, Kartoffeln und Getränken eingeladen. Wer nicht mit dem Fahrrad fahren kann, ist eingeladen, direkt zur Christuskirche zu kommen. Bei Unterstützungsbedarf in der Beförderung wird um rechtzeitige Rückmeldung in den Gemeindebüros gebeten.
www.trinitatis-kirchengemeinde.de

Evangelische Kirchengemeinde Brühl

– Jakobuskirche, Unter Eschen 24, 50321 Brühl

05.10.2025, 09:00
Gottesdienst zum Erntedankfest
Anschließend Brunch in gemeinschaftlicher Runde
Die Evangelische Kirchengemeinde Brühl feiert am Sonntag, 5. Oktober, 9 Uhr, in der Jakobuskirche, Unter Eschen 24, Erntedank. Der festliche Gottesdienst lädt dazu ein, gemeinsam Dank zu sagen und die Fülle der Schöpfung zu feiern. Im Anschluss an den Gottesdienst sind alle zu einem Brunch eingeladen, bei dem es neben gutem Essen auch Gelegenheit zu Gesprächen und Begegnungen gibt. Damit das Buffet bunt und vielfältig wird, sind kleine Beiträge zum Teilen – ob süß oder herzhaft – herzlich willkommen.
www.kirche-bruehl.de

Evangelische Kirchengemeinde Frechen

– Evangelische Kirche, Hauptstraße 209, 50226 Frechen
28.09.2025, 10:30
Scheckübergabe beim Erntedank-Gottesdienst
Stiftung „Türen zum Nächsten“ unterstützt diakonische Arbeit in Frechen
Am Sonntag, 28. September, 10.30 Uhr, wird im Rahmen des Erntedank-Gottesdienstes in der Evangelischen Kirche Frechen, Hauptstraße 209, eine Scheckübergabe zugunsten der diakonischen Einrichtungen der Evangelischen Kirchengemeinde Frechen stattfinden. Mit der Spende dankt die Stiftung „Türen zum Nächsten“ allen Unterstützerinnen und Unterstützern, die das diakonische Engagement der Gemeinde seit Jahren mittragen.
www.kirche-frechen.de

Evangelische Kirchengemeinde Horrem

– Kreuzkirche Horrem, Mühlengraben 10 – 14, 50169 Kerpen-Horrem
05.10.2025, 10:00
Familiengottesdienst zum Erntedankfest
Suppenbuffet unter dem Motto „Kunterbunter Herbstzauber“
Am Sonntag, 5. Oktober, 10 Uhr, feiert die Evangelische Kirchengemeinde Horrem mit Pfarrer Jens Greve ihren Familiengottesdienst zum Erntedankfest in der Evangelischen Kreuzkirche Horrem, Mühlengraben 10-14. Im Anschluss an den Gottesdienst sind alle zu einem großen Suppenbuffet in das Gemeindehaus eingeladen, das in diesem Jahr unter dem Motto „Kunterbunter Herbstzauber“ steht. Wer möchte, kann sich mit einer Suppe, einem Nachtisch oder tatkräftiger Hilfe beteiligen. Die Speisen können am Festtag ab 9.30 Uhr in der Küche des Gemeindehauses abgegeben werden. Damit besser geplant werden kann, wird um Rückmeldung bis Mittwoch, 1. Oktober, gebeten – telefonisch unter 02235/461092 oder per E-Mail an dagmar.nikolin@gmail.com.
www.kirche-horrem.de

Evangelische Friedenskirchengemeinde in Erftstadt

– Friedenskirche, Schlunkweg 50, 50374 Erftstadt
28.09.2025, 15:00
Erntedankfest rund um die Friedenskirche Liblar
Gottesdienst für Jung und Alt mit Basar und Begegnung
Die Evangelische Friedenskirchengemeinde in Erftstadt lädt am Sonntag, 28. September, 15 Uhr, zu einem festlichen Erntedankgottesdienst in die Friedenskirche Liblar, Schlunkweg 52, ein. Der Gottesdienst richtet sich an Jung und Alt und stellt Dankbarkeit und Freude über die Gaben der Schöpfung in den Mittelpunkt. Im Anschluss sind alle ins Gemeindehaus eingeladen. Dort warten Getränke und Kuchen, ein Basar zugunsten der Partnergemeinde in Durban/Südafrika, Gespräche sowie verschiedene Erntedankstationen.
www.efkgie.de

Evangelische Kirchengemeinde Wesseling

– Kreuzkirche, Kronenweg 67, 50389 Wesseling
05.10.2025, 11:00
Erntedankfest in der Kreuzkirche
Gottesdienst „eine(r) für alle“
Die Evangelische Kirchengemeinde Wesseling lädt am Sonntag, 5. Oktober, 11 Uhr, in die Kreuzkirche, Kronenweg 67, zum Erntedankfest ein. Gefeiert wird ein Gottesdienst „eine(r) für alle“, der Jung und Alt zusammenführt. Das Erntedankfest bietet Gelegenheit, innezuhalten und für die Gaben der Natur, für Gesundheit, Gemeinschaft und vieles mehr Dank zu sagen. In diesem Jahr gilt der besondere Dank den vielen ehrenamtlich Mitarbeitenden, die sich das ganze Jahr über engagieren.
www.evangelisch-wesseling.de

Evangelische Kirchengemeinde Kerpen

– Johanneskirche Kerpen, Filzengraben 19, 50171 Kerpen
05.10.2025, 10:00
Gottesdienst – Erntedank (T) – Konfirmandengottesdienst
Pfarrerin Dr. Brunk

Evangelische Kirchengemeinde Hürth

– Friedenskirche in Hürth-Efferen, Martin-Luther-Straße 12, 50354 Hürth
05.10.2025, 09:30, Erntedank mit Abendmahl, Pfarrerin Franziska Boury; Presbyter Manuel Busch

– Mitte: Kaminzimmer, Villering 38, 50354 Hürth
05.10.2025, 11:00
Erntedank und Begrüßung der neuen Konfis
Pfarrerin Christiane Birgden; Presbyter Manuel Busch

RHEINISCH-BERGISCHER KREIS

Evangelische Kirchengemeinde Bensberg

– Ev. Kirche Kippekausen, Am Rittersteg 1, 51427 Bergisch Gladbach
05.10.2025, 18:00
Erntedank-Vesper mit dem Ensemble „Quinta Plus“
Klassik und Moderne erklingen auf Zupfinstrumenten

Am Sonntag, 5. Oktober, 18 Uhr, findet in der Zeltkirche Kippekausen, Am Rittersteg 1, die Erntedank-Vesper zum Abschluss des Musikalischen Herbstes statt. Das international besetzte Ensemble „Quinta Plus“ spielt klassische und moderne Werke auf Zupfinstrumenten, begleitet von Klavier, Schlagzeug und Gesang. Robert Dwornicki liest dazu passende Texte. Der Eintritt ist frei, am Ausgang wird um eine Spende gebeten.
www.kirche-bensberg.de

– Ev. Gemeindezentrum Herkenrath, Straßen 54, 51429 Bergisch Gladbach
28.09.2025, 11:00
Ernte Dank Gottesdienst gemeinsam für Bensberg und Herkenrath
Im Anschluss: Herzliche Einladung zum Kirchenkaffe
Ehepaar Flohr
www.kirche-bensberg.de

– Ev. Kirche Refrath, Vürfels 26, 51427 Bergisch Gladbach
05.10.2025, 09:45
Erntedank-Gottesdienst mit Abendmahl und anschließendem Kirchenkaffee
Pfarrer i. R. Wolfgang Pöttgen
www.kirche-bensberg.de

Evangelische Kirchengemeinde Bergisch Gladbach

– Gnadenkirche, Hauptstraße 256, 51465 Bergisch Gladbach
28.09.2025, 11:00
Erntedank-Gottesdienst am 4. Sonntag im Monat

– Kirche Zum Frieden Gottes, Martin-Luther-Straße 13, 51469 Bergisch Gladbach
05.10.2025, 10:00
Familien-Gottesdienst zu Erntedank

Evangelische Kirchengemeinde Delling

– Evangelische Kirche Delling, Delling 8, 51515 Kürten
05.10.2025, 10:00
Gemeinschaftsgottesdienst mit Erntedankfest
Buntes Programm für Groß und Klein
Am Sonntag, 5. Oktober, beginnt das Erntedankfest der Evangelischen Kirchengemeinde Delling um 10 Uhr mit einem Festgottesdienst mit Pfarrer Ralph Knapp in der Evangelischen Kirche Delling, Delling 8. Daran schließt sich ein fröhliches Gemeindefest rund um das Gemeindehaus an. Bis 16 Uhr gibt es ein vielfältiges Programm mit Kindermitmachaktionen, einem Platzkonzert des Musikvereins Olpe, Auftritten der „Jecken Kids“ und vielem mehr. Für das leibliche Wohl ist gesorgt.
www.kirche-delling.de

Evangelische Gemeinde Volberg-Forsbach-Rösrath

– Volberger Kirche, Volberg 1, 51503 Rösrath
05.10.2025, 10:30
Erntedank-Gottesdienst mit Live-Stream auf YouTube
Pfarrer Thomas Rusch

Weitere Gottesdienste, Informationen und Angebote unter www.kirche-koeln.de

Text: APK, Stand: 11.09.2025
Foto(s): APK

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Ehrenamt plus Herzblut: Diakonie Köln und Region und Bahnhofsmission beim Kölner Ehrenamtstag

Eric Müller, Sozialarbeiter/ Berater für geflüchtete Menschen, Henrike Baldus, Koordinatorin Ehrenamt Diakonisches Werk Köln und Region, und Karsten Quaschnig vom Kölner Obdachlosenfrühstück.
Eric Müller, Sozialarbeiter/ Berater für geflüchtete Menschen, Henrike Baldus, Koordinatorin Ehrenamt Diakonisches Werk Köln und Region, und Karsten Quaschnig vom Kölner Obdachlosenfrühstück.
Henrike Baldus, Koordinatorin Ehrenamt Diakonisches Werk Köln und Region, und Marina von Ameln, Pfarrerin/ Koordination Gemeindenahe Diakonie. 
Henrike Baldus, Koordinatorin Ehrenamt Diakonisches Werk Köln und Region, und Marina von Ameln, Pfarrerin/ Koordination Gemeindenahe Diakonie.

Blauer Himmel, gute Gespräche und gelebtes Engagement: Beim Ehrenamtstag der Stadt Köln am Rheinauhafen war auch das Diakonische Werk Köln und Region gemeinsam mit der Bahnhofsmission vertreten.

Bei bestem spätsommerlichem Wetter hatten dort interessierte und engagierte Menschen die Zeit und den Raum, sich vorzustellen, zu vernetzen, über aktuelle Entwicklungen auszutauschen und auch die Möglichkeit, neue Interessierte zu gewinnen. Dieser jährliche Fixpunkt bietet gerade im Bereich des Ehrenamtes und des bürgerlichen Engagements eine gute Möglichkeit, die Vielfältigkeit an möglichen Engagement-Formen für sich zu entdecken.

Vielfalt der diakonischen Bereiche

Das Diakonische Werk Köln und Region und die Bahnhofsmission (unter der Trägerschaft von IN VIA und Diakonie Köln und Region) haben dabei besonders die Vielfalt der diakonischen Bereiche der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Unterstützt wurde der Stand von verschiedenen Mitarbeitenden, die den Stand lebendig begleiteten. Sie stellten Angebote wie das Obdachlosenfrühstück, die Demenzinitiative TANDEm, das Projekt Zuflucht sowie das Engagement in den Diakonie-Kitas vor.

Neben den bekannten Wohlfahrts- und Sozialträgern dieser Stadt traf man dort beispielsweise auch auf den Brand- und Katastrophenschutz, den Gesundheits-, Sport-, Natur- und Kultursektor, Städtepartnerschaftsvereine und Selbsthilfevereinigungen. Mehr als 100 der vielfältigen Stände waren vertreten, um sich zu präsentieren und über Wissenswertes der eigenen Tätigkeit zu informieren. Zusätzlich bietet die Veranstaltung auch die Möglichkeit, dass kleine Vereine und Initiativen ihre Tätigkeitsfelder vorstellen.

Mehr Informationen auf: www.diakonie-koeln.de.

Text: Henrike Baldus
Foto(s): Henrike Baldus

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Evangelische Kirche trauert um Alt-Präses Manfred Kock

Der Evangelische Kirchenverband Köln und Region trauert um Pfarrer i.R. Manfred Kock, der im Alter von 88 Jahren am 11. September 2025 verstorben ist. Manfred Kock war EKD-Ratsvorsitzender, Präses der Evangelischen Kirche im Rheinland, Stadtsuperintendent des Evangelischen Kirchenverbandes Köln und Region und Superintendent des Evangelischen Kirchenkreises Köln-Nord. Ausgezeichnet wurde er mit dem Großen Bundesverdienstkreuz und dem Verdienstorden des Landes Nordrhein-Westfalen. Als herausragende Persönlichkeit des Protestantismus hat er die zurückliegenden Jahrzehnte maßgeblich mitgeprägt. Er hat Dinge beim Namen genannt und mit politisch Verantwortlichen, Parteien und Regierungen gesprochen. Er wollte, dass seine Kirche am gesellschaftlichen Diskurs mitwirkt, besonders bei Fragen, die das Gewissen des Menschen berühren. „Kirche kann sich weder das Recht noch die Pflicht absprechen lassen, Stellung zu nehmen.“ Diese Grundhaltung prägte sein Wirken.

„Ich habe Manfred Kock als großen Unterstützer in den Jahren der Reformationsdekade erlebt, als er schon im Ruhestand war und ich die Formate unserer Region als Vorsitzender des Kölner Ausschusses Reformationsdekade 2007-2017 koordiniert habe“, sagt  Pfarrer Bernhard Seiger, Stadtsuperintendent des Evangelischen Kirchenverbandes Köln und Region. „Er hat befürwortet, dass wir unsere reformatorischen Schätze in Köln ins Schaufenster stellen. Er hat auch im Jahr 2006 mit seinem Buch „Freiheit. Über das Verständnis evangelischer Freiheit“ eine zeitgemäße Auslegung von Luthers Freiheitsansatz geliefert, die zeigt, dass er tief im reformatorischen Denken verhaftet war und als Superintendent, Präses und Ratsvorsitzender auf hohem theologischem Niveau Orientierung gegeben hat. Mit Manfred Kock verbinde ich neben allem Einsatz für gesellschaftliche und soziale Themen die Liebe zum Geschenk der Freiheit, die ihn vor Enge bewahrt hat.“

Geboren wurde Manfred Kock am 14. September 1936 in Burgsteinfurt im Münsterland. Nach dem Abitur studierte er Evangelische Theologie in Bielefeld-Bethel, Münster und Tübingen. In einer Bergarbeitergemeinde in Recklinghausen trat er 1962 seine erste Pfarrstelle an. 1970 wechselte er zunächst als Jugendpfarrer nach Köln. Er wurde Gemeindepfarrer in Köln-Bickendorf, später Superintendent des Kirchenkreises Köln-Nord. 1988 wählte ihn die Verbandsvertretung zum Stadtsuperintendenten des Evangelischen Kirchenverbandes Köln und Region, der damals noch „Evangelischer Stadtkirchenverband Köln“ hieß. Manfred Kock fühlte sich in der Domstadt heimisch, er schätzte die lebensfrohe Mentalität der Kölnerinnen und Kölner und deren „großzügigen Gott“.

Eigentlich wollte Manfred Kock nach vielen Arbeitsjahren in unterschiedlichen kirchlichen Leitungsämtern im Jahr 1996 beruflich kürzertreten. Aber als sein Freund, Präses Peter Beier, plötzlich starb, war die Synode der Evangelischen Kirche im Rheinland im Januar 1997 überzeugt, dass nur Manfred Kock das schwere Amt der Nachfolge von Beier antreten könne. Im Herbst des gleichen Jahres war er turnusgemäß Gastgeber der Synode der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) in Wetzlar. Die Synode der EKD suchte einen Nachfolger für den EKD-Ratsvorsitzenden Klaus Engelhardt. Als aussichtsreichster Kandidat galt der Berliner Bischof Wolfgang Huber. Doch unverhofft stimmten 116 von 137 Mitgliedern der Synode für Präses Manfred Kock. Mit ihm wurde erstmals ein Rheinländer höchster Repräsentant der Protestanten in Deutschland. Bis zum Jahr 2003 übte er beide Ämter aus.

Manfred Kock war sein ganzes Pfarrerleben lang ein Mann der Ökumene. Er veröffentlichte mehrere Schriften, unter anderem das immer noch aktuelle Buch „Wider die ökumenische Eiszeit“. Wie kein Zweiter stand er für die „versöhnte Verschiedenheit“ von katholischer und evangelischer Kirche. Dass die Zukunft der Kirche ökumenisch sein werde, stand für ihn fest. Ihn verband ein enges persönliches Verhältnis mit Bischof Karl Lehmann, dem damaligen Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz. Als dieser in Rom die Kardinalswürde empfing, war Präses Kock als persönlicher Gast im Vatikan mit dabei. Das tiefe persönliche Verhältnis der beiden höchsten Kirchenmänner des Landes entschärfte viele ökumenische Fragen, bevor diese zu einem Problem werden konnten. Mit dem Jesuitenpater Friedhelm Mennekes organisierte er gemeinsame Kunstausstellungen und Gottesdienste. Aber Manfred Kock konnte auch unbeugsam sein, zum Beispiel als er im Jahr 2000 eine Erklärung des Vatikans zur katholischen Kirche als „Rückschlag für das ökumenische Miteinander“ kritisierte.

Superintendent Markus Zimmermann erinnert sich wie folgt an ihn: „Ich habe Manfred Kock als Pfarrer; Superintendent des Kirchenkreises Köln-Nord und später – da allerdings mehr aus der Ferne – als Präses und EKD-Ratsvorsitzenden erlebt. Bei der Unterschiedlichkeit seiner Ämter, blieb er sich stets treu: Immer hatte er ein offenes Ohr und nahm sich mit seiner freundlichen und zugewandten Art Zeit für die Menschen, auf die er traf. Besonders lagen ihm auch die am Glauben und der Kirche Zweifelnden am Herzen. Jede Form von Dogmatismus und Bürokratismus in der Kirche lehnte er ab. Er verfügte über eine große Menschenliebe, Zuversicht und Gelassenheit. Neuen, auch unkonventionellen Ansätzen seiner Kolleginnen und Kollegen im Pfarramt gegenüber stand er offen und unterstützend gegenüber. Das hat unseren Kirchenkreis Köln-Nord geprägt und profiliert. Auch die maßgeblich von ihm auf der Ebene des damaligen Ev. Stadtkirchenverband Köln Anfang der 90er Jahre initiierte Kampagne „Misch Dich ein“ hat nicht nur innerkirchlich vieles in Bewegung gebracht, sondern zu einer hohen öffentlichen Aufmerksamkeit geführt, weit über Köln und der Region hinaus.“

Weitere wichtige Themen seiner Amtszeit waren neben dem ökumenischen Dialog und dem Verhältnis von Christen und Juden die Friedensethik und die Medizin- und Bioethik sowie die Zuwanderung und der Wandel des Sozialstaates. In diesem Zusammenhang sprach er sich immer wieder gegen „die Zwänge des Mammons“ aus und solidarisierte sich mit den Armen und Schwachen. Religiös begründete Gewalt und Fanatismus verurteilte er aufs Schärfste, ebenso wie Gewalt gegen Frauen. Er war der Auffassung, dass sich die Kirche stetig erneuern muss, auch 500 Jahre nach der Reformation.

In seiner Amtszeit wirkte Kock als Moderator und Brückenbauer – sowohl zwischen den Interessen und Strömungen der EKD als auch im Dialog zwischen den Kulturen und Religionen. Er bezog klar Stellung und wirkte zugleich bedächtig und ausgleichend. Im Umgang mit dem sichtbaren Islam etwa durch Burka und Burkini riet er zur Gelassenheit: Die Diskussion darüber habe nicht mit realen Integrationsproblemen zu tun und schaffe erst Probleme.

Bis ins hohe Alter war Kock aktiv, hielt Gottesdienste und gab Seminare. Auch in der Melanchthon-Akademie war er regelmäßig als Gast und Dozent anzutreffen. Dort nahm er zuletzt öfter als Gast von Podiumsdiskussionen teil. Der Titel einer Öffentlichkeitskampagne aus seiner Amtszeit als Stadtsuperintendent war auch im hohen Alter für ihn noch Programm: „Misch Dich ein!“

Text: APK
Foto(s): Engelbert Broich

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Kartäuserkirche: Pfarrerin Charlotte Horn als Leiterin der Evangelischen TelefonSeelsorge Köln eingeführt

Ein Vierteljahrhundert war Charlotte Horn Pfarrerin im Schuldienst, davon 23 Jahre an der Erzbischöflichen Liebfrauenschule in Köln. Gleichzeitig engagierte sie sich die letzten acht Jahre ehrenamtlich in der Evangelischen TelefonSeelsorge Köln. Seit dem 1. Mai leitet sie diese Einrichtung hauptamtlich in der Nachfolge von Pfarrerin Dr. Dorit Felsch. Nun wurde Horn in der Kartäuserkirche von Superintendent Torsten Krall in ihr Amt eingeführt.

Krall sprach in seiner Begrüßung von einem wunderschönen Ereignis. Denn in dem von Kirchenmusikdirektor Johannes Quack musikalisch gestalteten Gottesdienst führte ihrerseits Horn Philipp Heinicke, zuletzt Lehrer für Mathematik und Evangelische Religionslehre, als Stellvertretenden Leiter ein. Ebenso wurden zehn frisch in der TelefonSeelsorge ausgebildete Ehrenamtliche eingeführt und mit Dankesworten drei langjährige Mitarbeitende aus dem großen Team der Ehrenamtlichen verabschiedet.

Bei Gott bedeutet reden immer auch machen

Superintendent Torsten Krall führt Charlotte Horn in die Leitung ein.
Superintendent Torsten Krall führt Charlotte Horn in die Leitung ein.

In seiner Vorrede zur Einführung Horns ging Krall auf die gehörte Lesung Jesaja (Kapitel 55) ein. Jesaja verdeutliche, dass bei Gott reden immer auch machen bedeute. „Gott sprach, es werde Licht und es ward Licht.“ Klar, wenn Gott rede, passiere etwas. Jesaja spreche vom Wort Gottes, das kein hohles sei, sondern wirklich etwas bewirke. „Ich bin nicht Gott. Meine Worte sind oft leer und hohl“, bekannte der Superintendent, dass Jesajas Wort auch eine große Sehnsucht in ihm wecke. Danach, dass das, was Krall sage, wovon er erzähle, nicht ohne Wirkung bleibe. „Das wünsche ich mir sehr.“

Mitfühlen, vor dem inneren Auge mitsehen, welche Geschichte jemand zu erzählen hat

Krall sehnt sich danach, dass jemand, der seine Worte höre und durch sie in seine Welt ein Stück weit hineinkomme, sich einladen lasse und sich hineinbewege mit Kopf, Geist und vor allem Herz. Dass jemand mitfühle und mitspüre und mitsehe vor dem inneren Auge, was ihn, Krall, gerade umtreibe. „Was bewegt mich, was ist wirklich innendrin in mir, welche Geschichte habe ich zu erzählen?“

Dem anderen ein Stück weit Ebenbild Gottes werden

„Diese Sehnsucht wird am Telefon oft erfüllt“, stellte Krall fest. „Menschen erzählen von sich, erzählen Geschichten, malen Bilder, finden starke Worte dafür, wie es ihnen gerade geht. Und es gibt euch, die dem Bedeutung verleihen und die Sehnsucht wahrmachen. Die dem anderen ein Stück weit Ebenbild Gottes werden.“ Am Telefon könne das Gegenüber ein Stück weit Ebenbild Gottes werden, so wie es im Anfang uns versprochen worden sei. „Weil eine Welt lebendig wird beim anderen und wirklich wird, wenn ich sie ausspreche. Wenn jemand anders mir deutlich macht, ich verstehe. Es ist nicht meine Welt, aber ich gehe ein Stück mit hinein.“

Krall findet es schön, dass Horn diese Aufgabe jetzt übernehme: zu leiten, zu begleiten, nach vorne zu bringen. Horn bringe viel mit in ihrer Biografie, damit das wahr werden könne. Zu solchem Zuhören gehöre manches dazu. Als einen Faktor, der Menschen zur TelefonSeelsorge bringe, nannte Krall „dass man selber auch schon mal in den Abgrund geguckt und gleichzeitig erlebt hat, es gibt etwas, was trägt. Es gibt mindestens etwas, was mich das aushalten lässt. Diese Erfahrung bringe ich mit, um mit anderen am Telefon zu weinen. Oder, noch wichtiger, um andere Menschen zu ermutigen, ans Telefon sich zu setzen.“

„Sie müssen es nicht glauben. Aber ich glaube es.“

Karola Mischak-Struckmann (v.l.), Superintendent Torsten Krall, Charlotte Horn und Philipp Heinicke.
Karola Mischak-Struckmann (v.l.), Superintendent Torsten Krall, Charlotte Horn und Philipp Heinicke.

Krall erinnerte an einen Film über eine Partnervermittlung, in dem er zumindest interessant fand, was die Rolle der Hauptdarstellerin ausgemacht habe. Diese ermutige in einer Szene eine hoffnungslose Klientin, dass auch sie einen Mann finden werde. „Das kann ich ihnen nicht glauben“, antwortet die Suchende. Die Vermittlerin erwidert: „Das verstehe ich. Aber ich glaube es. Sie müssen es nicht glauben.“ Für ihn, so Krall, „hat das viel mit Seelsorge zu tun“.

„,Ich glaube es‘ – in der TelefonSeelsorge ist es oft so, und ich habe es erlebt, dass sie das verkörpern und mitbringen“, richtete der Pfarrer sich nicht nur an die Einzuführenden. „Dass sie gleichzeitig viel mitbringen an Lebenserfahrung und Lust darauf haben, Neues auf die Beine zu stellen und Dingen auf den Grund zu gehen. Wir sind dankbar, dass wir sie hier haben.“

„Die Welt braucht Achtung vor dem Mitgefühl.“

Bevor Karola Mischak-Struckmann, Mitglied im EKV-Vorstand und in dieser Funktion dem Arbeitskreis TelefonSeelsorge angehörend, die Lesung Lukas 10,25-37 (Gleichnis vom barmherzigen Samariter) vortrug, wies Horn kritisch auf eine Äußerung des Unternehmers/Politikers Elon Musk im Frühjahr hin: „Die grundlegende Schwäche der westlichen Zivilisation ist Empathie.“ Nicht wenige hätten ihn dafür bejubelt. „Mitgefühl zu zeigen“, so Horn, „kann bedeuten, dass wir dafür verachtet werden.“ Die Welt brauche Achtung vor dem Mitgefühl.

Wir sind „vielleicht die Herberge für diese Minuten am Telefon“.

In ihrer Predigt berichtete Horn, wie sie in den ersten Wochen im Amt unverhofft in eine Geschichte verwickelt worden sei, an deren Ende sie sich „in allen Rollen“ wiedergefunden habe. Diese begann mit der Frage eines Teilnehmers einer von Horn geleiteten Infoveranstaltung für am Ehrenamt in der TelefonSeelsorge Interessierte: „Ich habe einen Bekannten, der macht TelefonSeelsorge. Er hat mir gesagt, wir sind so etwas wie Samariter. Wir tragen die Leute bis zur nächsten Herberge.“ Horn erwiderte: „Wenn es zur Begegnung kommt, sind wir vielleicht die Herberge für diese Minuten am Telefon.“

Auf ihrem Weg nach Hause erreichte die Leiterin auf ihrem Diensthandy der Anruf einer jungen Frau. Horn sei doch Pfarrerin und müsse ihr helfen. Sie sei ohne Papiere und Aufenthaltstitel, müsse Deutschland bald verlassen, zudem wohnungslos und ohne Essen. „Ich sage ihr alle möglichen Notfallstellen in Köln, die in diesen Fällen in Frage kommen, aber das lehnt sie ab, und das Gespräch gewinnt eine verzweifelnde Tiefe“, so Horn. Schließlich sagt die Anruferin: „Man gibt mir hier das Gefühl, dass ich überflüssig bin.“

Gefühl der Ohnmacht

Nach dem Gespräch empfand Horn ein Gefühl der Ohnmacht, „was viele in der TelefonSeelsorge kennen“. Und sie habe sich gefragt, ob sie die Herausforderung angenommen und sich der Verantwortung gestellt habe oder, wie in der Bibelgeschichte, eine Vorübergehende sei. „Wollte ich genug tun, habe ich genug getan?“, mit dieser Frage habe sie die Anruferin zurückgelassen.

„Mich lässt das nicht los“, erinnert Horn. Zuhause habe sie eine gute Freundin angerufen. Die in der Flüchtlingsarbeit erfahrene Sozialarbeiterin ihr zwei Dinge gesagt, die sie entlasteten: „Viele Menschen ohne festen Aufenthaltstitel haben genau dieses Gefühl, überflüssig zu sein.“ Zweitens: „Ich glaube, du hast getan, was du konntest.“ In diesem Moment sei ihr die Freundin in der Geschichte des Samariters die Herberge gewesen. „Sie hat mir Obdach gegeben für diese Geschichte.“

In der TelefonSeelsorge bei der Herberge anfangen

Horn beließ es nicht bei der Rekapitulation dieser Geschichte, sondern nahm die Arbeit der Ehrenamtlichen, ja die Grundlage der Tätigkeit in der TelefonSeelsorge in den Blick. „Ich empfehle, dass wir in der TelefonSeelsorge bei diesem Evangelium, bei der Herberge anfangen. Wir sind nicht die Samariter, die sofort auf die Straße rennen und Leuten helfen. Das Geheimnis guter Seelsorge liegt darin, dass ich selber einen Ort habe oder schon einmal gehabt habe, an dem ich Obdach hatte, an dem ich sein durfte. An dem etwas offenbart wurde von der Liebe, die uns trägt. Wo ich getröstet wurde.“

„Seelsorge heißt, am Anfang immer einen Ort zu haben, wo ich getragen bin.“

Die Menschen in der TelefonSeelsorge seien keine Samariterinnen, keine Samariter. „Wir beginnen woanders, hier an diesem Ort. Und wer war eurer Wirt, eure Wirtin, wer in eurem Leben eure Herberge? An diesem Abend war es meine Freundin“, erklärte Horn. „Seelsorge heißt, am Anfang immer einen Ort zu haben, wo ich getragen bin.“ Von dort her rolle sich die Geschichte erst auf, auf der Straße zu sein. Horn wünschte allen, „dass wir diesen Ort haben, wo wir sein dürfen. Und ich habe erfahren, dass auch die Gemeinschaft der TelefonSeelsorge so ein Ort werden kann“.

Das anschließende Sommerfest brachte im Refektorium Ehren- und Hauptamtliche zusammen. Dabei begeisterten Horns Freundin, die Kontra-Altistin Birgit Breidenbach, und der Pianist Thomas Greifenberg mit Liedern aus den 1920er Jahren.

Text: Engelbert Broich
Foto(s): Engelbert Broich

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Diaspora als Chance: 250 Jahre Evangelische Kirchengemeinde Bergisch Gladbach

Zumindest die ältesten Steine der Gnadenkirche müssten sich noch an den Einweihungsgottesdienst vor zweieinhalb Jahrhunderten erinnern können. Nun durften sie den Festgottesdienst zum 250-jährigen Bestehen der Evangelischen Kirchengemeinde Bergisch Gladbach „miterleben“. Pfarrer Carsten Bierei begrüßte die Gäste und erinnerte daran, wie diese Geschichte damals angefangen hatte, nämlich im Jahr 1775 mit einem Schreiben einer Gruppe Katholiken an den preußischen König Friedrich den Großen, mit der Bitte, im Herzogtum Kleve eine Gemeinde gründen zu dürfen. Der in Religionsdingen aufklärerisch-moderat eingestellte Monarch knüpfte seine Zusage an eine Bedingung: Im Gegenzug musste auch eine evangelische Gemeinde im Herzogtum Berg gegründet werden.

Nach erfolgter Genehmigung gingen die fünf Papiermühlenbesitzer Heinrich Schnabel (1706 – 1796), Gerhard Martin Fues, Abraham Fues, Peter Käsmann, Franz Heinrich Fauth und Gerhard Jakob Fues ans Werk und bereits 1777 wurde die Gnadenkirche fertiggestellt. Nachzulesen ist die wechselvolle Geschichte der Evangelischen Kirchengemeinde Bergisch Gladbach in der von dem Autorenteam Peter Lückerath, Irmtraud Schumacher, Michael Werling und Jo Wittner als hochwertiger Text-Bildband gestalteten Festschrift (ISBN 978-3-947779-53-6), die nach dem Gottesdienst am Büchertisch erworben werden konnte.

„Suchet der Stadt Bestes!“

Präses Dr. Thorsten Latzel hatte seine Festpredigt unter das Leitwort „Suchet der Stadt Bestes“ gestellt und erinnerte zunächst daran, dass, allem kühnen Unternehmergeist zum Trotz, am Anfang kein Gebäude, sondern der Geist Gottes stand.

Die erste Predigt in den insgesamt 17.531 Gottesdiensten, die seitdem in der Gnadenkirche gefeiert worden seien, habe Epheser 1,2 („Gnade sei mit euch und Friede von Gott und unserm Vater, und dem Herrn Jesus Christus!“) zum Gegenstand gehabt, einen der sogenannten „Kanzelsegen“. Heute werde jedoch mehr über Kriegsfähigkeit als über Friedensfähigkeit gesprochen. Die Gnadenkirche sei „ein Ort der Einkehr, wo jeder Mensch willkommen ist“. Die Geschichte der Stadt Bergisch Gladbach sei verbunden mit der Papierindustrie und dem reformierten Glauben.

„Baut Häuser und wohnt darin!“

Dann ordnete Latzel den Predigttext „Suchet der Stadt Bestes!“ in seinen historischen Kontext ein: Der Prophet Jeremia verkündet dem Volk Israel im 70-jährigen Exil eine Verheißung, die „innere Freiheit des Glaubens“. Thorsten Latzel forderte angesichts der sinkenden Mitgliederzahlen und einer säkularisierten Gesellschaft „Diasporafähigkeit“ und ging auf die vier Ratschläge des Propheten Jeremia an seine Landsleute im Exil ein: „Baut Häuser und wohnt darin!“ Latzel bezog diesen Appell auf die Evangelische Kirchengemeinde Bergisch Gladbach als Bauherrin und Vermieterin.

„Pflanzt Gärten und esst ihre Früchte!“

Die Aufforderung „Pflanzt Gärten und esst ihre Früchte!“ interpretierte der Präses  zum einen sehr konkret in Hinblick auf die Arbeit der knapp 1.000 Essenstafeln in Deutschland mit ihren über 1,5 Millionen Gästen und ging zum anderen auf die Rolle von Grünflächen für den Hitzeschutz ein, vor dem Hintergrund von zehntausenden Hitzetoten jährlich in Europa.

„Lebt Beziehungen!“

Wenn es bei Jeremia heißt „Lebt Beziehungen!“, könnte dies auch ein Lösungsansatz für aktuelle Integrationsprobleme sein. Thorsten Latzel führte aus, dass es drei Strategien des Umgangs mit dem Fremdsein gebe: Abschottung, Anpassung oder den kreativen Austausch. Das etwas anachronistisch anmutende „Mehrt euch, damit ihr nicht weniger werdet!“ brachte Latzel auf die Formel „Fröhlich kleiner werden und dabei wachsen wollen“. Gott verheiße uns Frieden und Zukunft, ermutigte er die Festgemeinde und setzte der verbreiteten Krisenstimmung einen Perspektivwechsel entgegen: „Der Horizont der Ewigkeit Gottes ist heilsam gegen unsere Kurzsichtigkeit. Es wäre schlicht  unrealistisch, nicht an Wunder zu glauben!“

Die Erste stellvertretende Bürgermeisterin Anna Maria Scheerer lobte den Beitrag der Gemeinde zu Daseinsvorsorge und Gemeinwohl.
Die Erste stellvertretende Bürgermeisterin Anna Maria Scheerer lobte den Beitrag der Gemeinde zu Daseinsvorsorge und Gemeinwohl.

Nach dem Gottesdienst wurde auf einem Empfang im „Engel am Dom“ weitergefeiert. Dort konnte zunächst Kreisdechant Norbert Hörter seine Glückwünsche überbringen. Die Evangelische Kirchengemeinde habe 250 Jahre Stadtgeschichte mitgestaltet. Kirche sei für viele Menschen heute nur noch eine Institution, beklagte Hörter, aber das Haus Gottes bestehe „nicht aus toten Steinen“, betonte er, sondern Christen sollten „lebendige Steine“ sein. Und: „Diese Aufforderung ist zeitlos!“

Heimat, Zugehörigkeit und Identität

Die Erste stellvertretende Bürgermeisterin Anna Maria Scheerer richtete die Grüße von Bürgermeister Frank Stein aus und beschrieb die Gnadenkirche  als „wichtigen Ankerpunkt für alle Menschen in der Gemeinde“, oder – protestantisch gesprochen – eine „feste Burg“. Die Gemeinde sei der Ort, wo Menschen nach Antworten auf das Wohin, Woher und Warum ihres Lebens suchen würden. Die Gemeinde leiste mit ihren Kitas und ihrer Seniorenarbeit einen wichtigen Beitrag zur Daseinsvorsorge. Sie sei ein Ort, der Menschen zusammenbringe, ein „Stück Heimat, Zugehörigkeit und Identität“.

Von der engen Verbindung zwischen der Evangelischen Kirchengemeinde und dem Evangelischen Krankenhaus Bergisch Gladbach wusste Personalleiter Otmar Hahn zu berichten.
Von der engen Verbindung zwischen der Evangelischen Kirchengemeinde und dem Evangelischen Krankenhaus Bergisch Gladbach wusste Personalleiter Otmar Hahn zu berichten.

Statt des verhinderten Geschäftsführers des Evangelischen Krankenhauses Sebastian Haeger, war Personalleiter Otmar Hahn unter den Gratulanten und Gratulantinnen und erinnerte zunächst daran, dass das Jahr 1777 auch weltgeschichtlich betrachtet ein sehr ereignisreiches Jahr war. Die Gnadenkirche am Fuße des Quirlsbergs verglich er mit einer „Quelle lebendigen Wassers, die bis heute sprudelt und in diesem Falle auch bergauf fließt“. Bis 1970 war die Klinik Teil der Evangelischen Kirchengemeinde und bis heute stehen dieser zwei Sitze im Aufsichtsrat zu. Dort geschähen „Werke der christlichen Nächstenliebe“ – in Verbindung mit modernster Medizin. Zudem sei der Gesundheitscampus auf dem Quirlsberg „ein Ort der Ausbildung und der pädagogischen Begleitung“, mit „einem Auftrag, der über das eigene Interesse hinausgeht“. Eine Mitarbeiterin habe dies einmal in die Worte gefasst: „Wir helfen, das Leben schöner zu gestalten.“

Als „Botschafterin“ der benachbarten Kirchengemeinde Altenberg/ Schildgen war Presbyterin Andrea Grafenschäfer angereist. Sie fragte sich: „Wovon würden wohl die Mauern berichten, die Zeuge so vieler menschlicher Schicksale waren, so viel gesehen und erlebt haben?“ Für die Zukunft wünschte sie der Gemeinde „Offenheit für das Füreinander und Miteinander“.

Bevor die Gäste sich ganz dem Fingerfood widmen durften, hatten noch die Delegierten aus den beiden Partnergemeinden Bourgoin Jallieu (Frankreich) und dem Kirchensprengel Lugau, Eichholz, Fischwasser (Brandenburg), das Wort und wenn es stimmt, dass Martin Luther gesagt hat: „Und wenn ich wüsste, dass morgen die Welt unterginge, ich würde heute noch ein Apfelbäumchen pflanzen“, dann könnte es wohl kaum ein passenderes und hoffnungsvolleres Geburtstagsgeschenk geben als ein Bäumchen einer uralten Apfelsorte aus der Niederlausitz.

Text: Priska Mielke
Foto(s): Priska Mielke

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Unsere Wochentipps: „Farbenspiel der Natur“, Goethe und „Tag des offenen Denkmals“

Unsere Wochentipps bieten einen Überblick über das vielfältige kirchliche und kulturelle Programm im Raum Köln. Heino Falcke stellt in der Kulturkirche sein neues Buch vor, in Mülheim eröffnet eine Fotoausstellung, in Ehrenfeld gibt es einen Workshop zum Ruhestand, und gleich mehrere Gemeinden feiern besondere Anlässe – darunter eine Ordination, ein Gemeindejubiläum und ein musikalisch-literarischer Salon. Die Melanchthon-Akademie lädt zur Semestereröffnung ein. Und last but noch least: der Tag des offenen Denkmals!

Heino Falcke in der Kulturkirche Köln

Am Donnerstag, 11. September, 20 Uhr (Einlass 19 Uhr), stellt der renommierte Astrophysiker Heino Falcke in der Kulturkirche Köln, Siebachstraße 85, erstmals sein neues Buch „Zwischen Urknall und Apokalypse. Die große Geschichte unseres Planeten vor“. In einer spannenden Mischung aus Lesung, Gespräch und Konzert geht es um nicht weniger als die großen Fragen des Daseins: „Woher kommen wir? „, „Was ist der Mensch?“ und „Welche Rolle spielt Gott im Universum?“. Frank Arnold, vielfach ausgezeichneter Hörbuchsprecher, liest aus dem Buch. Im Gespräch mit Moderator Joachim Frank (Kölner Stadt-Anzeiger) vertieft Falcke zentrale Gedanken des Werks. Musikalisch begleitet wird der Abend von FALCKE, dem Sohn des Autors, mit einer Mischung aus Hip-Hop, Filmmusik und spirituellen Klangräumen. Der Eintritt kostet 18 Euro zuzüglich Vorverkaufsgebühr. Tickets sind unter www.kvstickets.com oder an den bekannten Vorverkaufsstellen erhältlich.
www.kulturkirche-koeln.de

Fotoausstellung in der Friedenskirche

Die Evangelische Kirchengemeinde Mülheim am Rhein lädt am Freitag, 12. September, 19 Uhr, zur Vernissage der Fotoausstellung „Farbenspiel der Natur, Einblicke in eigenwillige Ausschnitte“ in die Friedenskirche, Wallstraße 70, ein. Gezeigt werden Fotografien von Edmund Lichtenfels, die Naturmotive aus ungewöhnlichen Blickwinkeln inszenieren. Bei der Eröffnung stellen Edmund Lichtenfels und Jens Olensen die Werke in einem Gespräch vor. Die musikalische Begleitung übernimmt Roman Kushniarou am Saxophon. Die Ausstellung ist anschließend von Samstag, 13. September bis Mittwoch, 5. November, jeweils samstags und sonntags von 15 bis 18 Uhr sowie nach Vereinbarung geöffnet. Der Eintritt ist frei.
www.muelheim.kirchekoeln.de

Mit Anmeldung bis 12.09.: Workshop: „Wenn der Wecker nicht mehr klingelt“

Mit dem Eintritt in den Ruhestand beginnt ein neuer Lebensabschnitt. In einem Abendworkshop am Freitag, 19. September, 19 Uhr, im Ernst-Flatow-Haus, Vogelsanger Straße 153, lädt die Evangelische Kirchengemeinde Ehrenfeld dazu ein, die eigene Lebensgeschichte in den Blick zu nehmen und neue Perspektiven für die Zukunft zu entwickeln. Der Workshop richtet sich an Menschen, die am Übergang in den Ruhestand stehen oder ihn gerade erlebt haben. In gemeinsamer Reflexion sollen Erfahrungen gewürdigt und Kraftquellen sichtbar gemacht werden. Ziel ist es, Mut und Orientierung zu gewinnen, um die kommenden Jahre bewusst und erfüllt zu gestalten. Die Teilnahme ist kostenfrei. Eine Anmeldung bis Freitag, 12. September, per E-Mail an ehrenfeld@ekir.de ist erforderlich.
www.kirche-ehrenfeld.de

Ordination von Oliver Klempel

Superintendentin Kerstin Herrenbrück ordiniert Prädikant Oliver Klempel in einem Gottesdienst der Evangelischen Kirchengemeinde Bergisch Gladbach am Sonntag, 14. September, 10 Uhr, in der Kirche zum Heilsbrunnen, Im Kleefeld 23. Alle Interessierten sind herzlich eingeladen.
www.heilsbrunnen.de

450 Jahre Evangelische Kirchengemeinde Frechen

Vor 450 Jahren, im Jahr 1575, gaben sich die Evangelischen in Frechen erstmals eine Ordnung als reformierte Gemeinde. Dieses historische Jubiläum wird am Sonntag, 14. September, mit einem Festgottesdienst, der um 10.30 Uhr in der Evangelischen Kirche Frechen, Hauptstraße 209, beginnt, gefeiert. Die Predigt hält Pfarrer Bernhard Seiger, Stadtsuperintendent des Evangelischen Kirchenverbandes Köln und Region. Parallel dazu findet ein Kinder- und Familiengottesdienst unter dem Titel „Minimax“ statt. Im Anschluss an den Gottesdienst lädt die Gemeinde zu einem Beisammensein mit Musik, Essen, Trinken, historischen Bezügen und einem Kinderprogramm ein. Das Fest endet gegen 15 Uhr. Am 14. September ist „Tag des offenen Denkmals“. Aus diesem bietet die Kirchengemeinde eine Kirchenführung an, die um 14 Uhr beginnt. Die Kirche ist anschließend bis 18 Uhr geöffnet, vor Ort gibt es Informationen zur Geschichte der Kirche und der Gemeinde sowie eine Auswahl an Broschüren und Ansprechpartnern für Rückfragen.
www.kirche-frechen.de

Musikalisch-literarischer Salon – Goethe und Beethoven

Literatur und Musik treten in einen außergewöhnlichen Dialog, wenn die Evangelische Kirchengemeinde Rodenkirchen erstmals zu einem Musikalisch-literarischen Salon einlädt. Am Sonntag, 14. September, 17.30 Uhr, öffnet der große Saal neben der Erlöserkirche, Sürther Straße 34, seine Türen für ein Programm, das Johann Wolfgang von Goethe und Ludwig van Beethoven in den Mittelpunkt stellt. Professor Manfred Osten, international renommierter Goetheforscher, gibt Einblicke in die Aktualität von Goethes Beethoven-Bild unter dem Leitgedanken „Energischer, inniger, zusammengeraffter habe ich noch keinen Künstler gesehen“. Den musikalischen Teil gestaltet Professor Ilja Scheps mit Beethovens Klaviersonaten „Sonata quasi una Fantasia“ (Opus 27 Nr. 2) und „Grande Sonate Pathétique“ (Opus 13). Der Abend wird in Zusammenarbeit mit dem Lions-Hilfswerk Köln-Caligula e. V. veranstaltet. Der Eintritt kostet 15 Euro, ermäßigt 5 Euro. Karten sind an der Tageskasse erhältlich.
www.erloeserkirche-rodenkirchen.de

„Brot & Buch & Innenhof“ – Semestereröffnung der Melanchthon-Akademie

Mit der Veranstaltung „Brot & Buch & Innenhof“ eröffnet die Melanchthon-Akademie am Mittwoch, 17. September, 18 bis 20 Uhr, das neue Semester in den Innenhöfen des Hauses der Evangelischen Kirche, Kartäusergasse 9–11. Das Semester steht unter dem Thema „Raum für Risse“ – eine Einladung, Worte in Räume zu stellen, die selbst Geschichten von Brüchen und Spuren erzählen. Die Akademie richtet den Blick auf das Spannungsverhältnis zwischen Klang, Resonanz und Mitwelt. Nach der Vorstellung ausgewählter Bücher durch bietet der Abend Gelegenheit, bei Brot und Wein miteinander ins Gespräch zu kommen. Die Teilnahme ist kostenfrei, um Anmeldung unter www.melanchthon-akademie.de wird gebeten.
www.melanchthon-akademie.de

 

Text: APK
Foto(s): APK/AI

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Künstliche Schwalbennester und NABU-Plakette: So engagiert sich die ASG für den Artenschutz

Im Rahmen des Projekts ‚Grüne Oase‘ hat eine ASG-Wohnanlage nun die NABU-Plakette ‚Schwalbenfreundliches Haus‘ erhalten – ein weiterer Schritt im Einsatz für eine naturnahe Umgebung.

Im Jahr 2021 startete Sven Berkowicz sein Projekt „Grüne Oase – Renaturierungsflächen“  in den Gärten der ASG-Wohnanlagen und bot damit unzähligen Insekten die perfekte Oase zum Leben. Er ist Teamleiter des Baum- und Gartenpflegeteams der Grube & Räther GmbH (G&R) – eine Tochtergesellschaft der Antoniter Siedlungsgesellschaft (ASG) im Evangelischen Kirchenverband Köln und Region.

Naturnah gestalteten Flächen

Die naturnah gestalteten Flächen bieten zahlreichen Insekten geeigneten Lebensraum. Die naturnahen Flächen sind dabei nicht nur ein Paradies für Krabbeltiere, sondern auch ein Erlebnis für Groß und Klein: Für Anwohnende, insbesondere Kinder, entsteht so die Möglichkeit, Natur aus nächster Nähe zu beobachten und ökologische Zusammenhänge unmittelbar zu erleben.

Seit kurzem wurde nun genau diese Umgebung um eine weitere Plakette erweitert: Die NABU-Plakette für ein „Schwalbenfreundliches Haus“ wurde von Jana Romero und Lukas Steck an Sven Berkowicz überreicht. Zukünftig sollen in der Anlage Schwalben ein neues Zuhause finden, indem künstliche Schwalbennester und Nistkästen angebracht werden. In enger Zusammenarbeit mit der NABU will die Grube & Räther GmbH (G&R) den Schwalben eine Chance bieten, sich wieder zu erholen.

Artenschutz am Gebäude: So kann der Mensch helfen

In Deutschland gelten mehrere Schwalbenarten – wie etwa die Rauchschwalbe oder die Mehlschwalbe – als gefährdet. Sie stehen auf der sogenannten „Roten Liste“, einem Verzeichnis bedrohter Tierarten, das aufzeigt, welche Arten im Bestand zurückgehen oder vom Aussterben bedroht sind. Der Verlust von Lebensräumen, fehlende Nistmöglichkeiten und ein Rückgang an Insekten als Nahrungsquelle machen den Tieren zu schaffen. Daher sind sie auf gezielte Unterstützung durch den Menschen angewiesen – etwa durch das Anbringen von künstlichen Nestern, den Schutz bestehender Brutplätze oder durch eine insektenfreundliche Gestaltung der Umgebung.

Sollten auch Sie Schwalben am Haus oder am Stall haben, können Sie sich ebenfalls beim NABU für die Plakette „Schwalbenfreundliche Haus“ bewerben.

Grube & Räther GmbH (G&R) – eine Tochtergesellschaft der Antoniter Siedlungsgesellschaft (ASG)

Die Grube & Räther GmbH (G&R) ist eine Tochtergesellschaft der Antoniter Siedlungsgesellschaft (ASG) und bietet seit 2009 umfassende Dienstleistungen rund um die Immobilie an – darunter Garten- und Baumpflege, Hausmeisterservice, Handwerkerdienste und Gebäudereinigung. Ihr Hauptsitz befindet sich in Köln-Rath, wo ein professionelles Team aus Gärtnern, Handwerkern und Reinigungskräften tätig ist. G&R arbeitet nicht nur für die ASG, sondern bietet ihre Leistungen auch externen Partnern wie Kirchengemeinden an.

Text: Sebastian Emer/APK
Foto(s): Joyce Seide

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Du hast die Wahl! – Der Kölner Jugendring begleitet die Kommunalwahl mit zwei Aktionen

Fernsehtalkshows, Flyer und Broschüren, Interviews und Podiumsdiskussionen sind gängige Kommunikationsformen zwischen Politikern und Politikerinnen und Bürger und Bürgerinnen. Das Problem: Jugendliche und junge Erwachsene werden so nur selten erreicht. Der Kölner Jugendring, zu dessen 22 Mitgliedsverbänden auch die Evangelische Jugend in Köln und Umgebung gehört, möchte die anstehende Kommunalwahl am 14. September zum Anlass nehmen, neugierig auf Politik zu machen, politische Bildung stärken und nicht zuletzt die Anliegen junger Menschen hörbar und sichtbar werden lassen. Dazu gehören Klimagerechtigkeit, Sicherheit im öffentlichen Raum, (Im)Mobilität, mentale Gesundheit, wachsender Leistungsdruck und – ganz generell – das Gefühl, nicht ernst genommen zu werden.

Zunächst organisiert der Kölner Jugendring vom 1. bis zum 5. September in Köln die U-16-Kommunalwahl, d.h. alle jungen Kölner und Kölnerinnen, die das 16. Lebensjahr noch nicht vollendet haben und daher bei den „echten“ Wahlen noch keine Stimme hätten, dürfen in angemeldeten Wahllokalen in Einrichtungen wie Schulen, Jugendzentren oder Räumlichkeiten von Jugendverbänden ihr Votum abgeben. Der Kölner Jugendring sammelt die Stimmen und führt die Ergebnisse zusammen. Da die verfügbaren Tools die Anliegen junger Menschen oft zu wenig berücksichtigen, hat sich der Kölner Jugendring auch am Jugend-Wahl-O-Mat beteiligt –  ein interaktives, jugendgerechtes Tool, entwickelt von der JUGZ gemeinsam mit jungen Menschen.

Wie die zukünftigen Wahlberechtigten entschieden haben, wird dann im Rahmen des, ebenfalls vom Kölner Jugendring organisierten, heutigen Demokratiefestivals „Turn Up in CGN“ präsentiert, das in diesem Jahr zum dritten Mal stattfindet. Die Idee kam von den Jugendlichen, die sich vor allem eine Kommunikation „auf derselben Ebene“ (also keine erhöhte Bühne, kein Podium!) und Interaktion wünschten. Auf dem Gelände des Kulturhof Kalk (Dillenburger Straße 65) gibt es einiges zu entdecken. Auf der Bühne sind Acts wie Retrogott, KET, Future of Battlerap, Johannes Zeijl oder No Limits zu erleben. Kreativstationen, Sportaktionen, Chillout-Areas und natürlich leckeres Essen und kühle Getränke sorgen für echtes Festival Feeling.

Mit Politikern und Politikerinnen ins Gespräch

Außerdem haben junge Menschen die Möglichkeit, direkt mit Politikern und Politikerinnen ins Gespräch zu kommen, die ihren Wahlkreis in Köln haben. Das geschieht in Diskussionsrunden, in einer spielerischen Challenge zwischen Jugend und Politik oder einfach im informellen Austausch zwischendurch. Angekündigt haben sich nicht nur die Fraktionsvorsitzende Katharina Dröge (Bündnis 90/ Die Grünen), die Bundestagsabgeordneten Lea Reisner (Die Linke), Sanae Abdi (SPD) und Nyke Slawik (Bündnis 90/ Die Grünen), sondern auch der Abgeordnete des Europaparlaments Kai Tegethoff (Volt) und Landtagsabgeordnete wie Florian Braun (CDU),  Yvonne Gebauer (FDP), Jochen Ott (SPD) und Carolin Kirsch (SPD) sowie zahlreiche Kommunalpolitiker und Kommunalpolitikerinnen. Auch Oberbürgermeisterin Henriette Reker hat ihr Kommen zugesagt und darf von 15 bis 16 Uhr nach Herzenslust mit Fragen „gelöchert“ werden.

Das Highlight des Festivals ist die Wahlarena mit allen neun Bürgermeister-Kandidaten und Kandidatinnen. Ab 18 Uhr müssen sie sich 11:11 Minuten lang den Fragen aus dem Publikum stellen.

„Turn Up in CGN – das Jugendfestival“ wird von Jugendlichen mitgeplant und vom Bundeministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend im Rahmen des Programms „Demokratie leben!“ gefördert.

Jugendbeteiligung, Diskussionen und Mitmachaktionen

„Turn Up in CGN“ bringt junge Menschen in Köln zusammen, um Demokratie aktiv erlebbar zu machen. Im Kulturhof Kalk, Dillenburger Straße 65/Eingang Kalk-Mülheimer Straße 58, treffen sich am Freitag, 5. September, 14 Uhr, Jugendliche, Engagierte sowie politische Akteure. Die Evangelische Jugend Köln und Region ist mit einem Mitmachstand vor Ort und lädt ein, vorbeizuschauen. Das Programm startet am Nachmittag mit Live-Auftritten von Künstlerinnen und Künstlern wie Retrogott, Ket und No Limits.

Text: Priska Mielke
Foto(s): Priska Mielke

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„Brot & Buch & Innenhof“: Semestereröffnung der Melanchthon-Akademie am 17. September

Mit der Veranstaltung „Brot & Buch & Innenhof“ eröffnet die Melanchthon-Akademie am Mittwoch, 17. September, 18 bis 20 Uhr, das neue Semester in den Innenhöfen des Hauses der Evangelischen Kirche, Kartäusergasse 9–11. Das Semester steht unter dem Thema „Raum für Risse“ – eine Einladung, Worte in Räume zu stellen, die selbst Geschichten von Brüchen und Spuren erzählen.

Die Akademie richtet den Blick auf das Spannungsverhältnis zwischen Klang, Resonanz und Mitwelt. Nach der Vorstellung ausgewählter Bücher durch bietet der Abend Gelegenheit, bei Brot und Wein miteinander ins Gespräch zu kommen. Die Teilnahme ist kostenfrei, um Anmeldung wird gebeten.

Studienleiterin Lea Braun spricht über Risse, Unvollkommenheit und Verletzlichkeit:

Das Semester steht unter dem Motto ‚Raum für Risse‘. Was bedeutet dieses Bild für die Arbeit der Akademie – und warum halten Sie es gerade jetzt für wichtig, Worte und Geschichten in Räume voller Brüche zu stellen?

Lea Braun.
Lea Braun.

Lea Braun: Zu diesem Bild wurden wir durch Kintsugi inspiriert. Das ist eine japanische Reparaturkunst, in dem der Raum zwischen zerbrochenen Scherben in einem aufwändigen Prozess mit Gold sichtbar wieder zusammengefügt wird. Wir folgen in diesem Semester biografischen, aber auch gesellschaftlichen Rissen. Wir stellen uns dem Unvollkommenen und unserer Verletzlichkeit. Wir wollen die Mehrdimensionalität der Risse entdecken. Hier ist Platz für Schmerz und Schönheit, für Aushalten, für Trost, für Hoffnung und für Prozess.

„Brot & Buch & Innenhof“ verbindet Literatur mit Begegnung und Austausch. Was macht für Sie den Reiz dieses Formats aus – und was unterscheidet es von einer klassischen Semestereröffnung?

Lea Braun: Für mich liegt der Reiz des Formats in der Verbindung von Literatur, unserem neuen Programm und der konkreten Umgebung in den Innenhöfen. Buch&Brot&Innenhöfe gibt uns Studienleitenden die Möglichkeit das Gelesene in den Kontext unserer Ideen zu setzen, die wir in die Veranstaltungen haben einfließen lassen. Daher ist die Literatur für mich oft ein Spiegel der Themen, die uns in der Akademie beschäftigen. Außerdem kann ich das Kommen allen empfehlen, die auf der Suche nach Buchtipps sind!

www.melanchthon-akademie.de

Text: APK
Foto(s): Melanchthon-Akademie

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Gedenkstättenfahrt für Jugendliche ab 16 Jahren: Auschwitz und Krakau vom 5. bis 10. Oktober

Ge[h]denken 2025: Gedenkstättenfahrten gehören zum Profil der Evangelischen Jugend im Kontext historisch-politischer Bildung. Im Rahmen der politischen Bildungsarbeit und zur sozialen Bildung als Beitrag zur Auseinandersetzung mit den Verbrechen der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft führt das Evangelische Jugendreferat Köln und Region jedes Jahr Gedenkstättenfahrten zu unterschiedlichen Orten durch. Damit soll das Interesse an politischer Beteiligung gestärkt, die Fähigkeit zu kritischer Beurteilung politischer Vorgänge und Konflikte weiterentwickelt und durch aktive Mitgestaltung politischer Vorgänge zur Persönlichkeitsentwicklung beigetragen werden. Dabei spielt auch die Auseinandersetzung mit neuen Formen des Rechtsextremismus eine besondere Rolle.

Auschwitz/Birkenau

Das ehemalige Vernichtungslager Auschwitz ist der bekannteste Ort der Welt, der von menschlichem Leid und Vernichtung gekennzeichnet ist. Dieses Konzentrationslager wurde zum Symbol des Holocaust, Völkermord und Terror, zum Symbol des Bruchs mit allen grundlegenden Menschenrechten. Es ist ein schreckliches Beispiel dafür, wozu Rassismus, Antisemitismus und Intoleranz führen können. Im Zentrum der Fahrt steht der Besuch der KZ-Gedenkstätten Auschwitz I (Stammlager) und Auschwitz II (Birkenau). Auf dem Programm der Fahrt stehen geführte Rundgänge durch die Gedenkstätten, Gespräche mit Historikern und Historikerinnen und Pädagogen und Pädagoginnen sowie Workshops zur gemeinsamen Reflexion.

Krakau

Ergänzt wird die Fahrt durch den Besuch der Stadt Krakau – eine der ältesten und schönsten Städte Polens. Bei einem Rundgang durch das jüdische Viertel Kazimierz tauchen die Jugendlichen ein in die vielfältige jüdische Geschichte der Stadt. Dabei geht es auch um die Frage: Was bedeutet Erinnerung und Verantwortung für uns heute?

Die Fahrt richtet sich an Jugendliche und junge Erwachsene ab 16 Jahren. Sie bietet nicht nur historisches Lernen, sondern auch die Möglichkeit zum Austausch in der Gruppe und zur persönlichen Weiterentwicklung.

Erinnern – Verstehen – Verantwortung übernehmen: Unter diesem Motto lädt das Evangelische Jugendreferat Köln und Region Jugendliche ein, sich auf den Weg zu machen. Die Teilnahme ist ein starkes Zeichen gegen das Vergessen und für eine menschenwürdige, gerechte Gesellschaft.

Weitere Informationen sowie Anmeldemöglichkeiten gibt es unter https://www.evangelische-jugend.koeln/aktionen/gedenkstaettenfahrten/

Text: Claudia Klein-Adorf
Foto(s): Evangelisches Jugendreferat Köln und Region

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