Evangelisches Krankenhaus Bergisch Gladbach: Neue Physiopraxis auf dem Gesundheitscampus Quirlsberg eröffnet

Der Gesundheitscampus Quirlsberg wächst weiter: Mit der Eröffnung der neuen Physiopraxis des Markenbereichs Qfit ist ein weiterer wichtiger Baustein für eine moderne und ganzheitliche Gesundheitsförderung an den Start gegangen. Die Praxis befindet sich direkt neben dem Evangelischen Krankenhaus Bergisch Gladbach (EVK) und ergänzt das stationäre physiotherapeutische Angebot durch eine hochwertige ambulante Versorgung.

Unter der Leitung von Paulina Kleinschmidt-Rynkowska, einer erfahrenen Physiotherapeutin mit vielseitiger Fachkompetenz, bietet die Praxis ein breites Behandlungsspektrum für Patientinnen und Patienten mit Heilmittelverordnung oder Privatrezept. Das Angebot reicht von klassischer Krankengymnastik und Manueller Therapie über neurologische Behandlungsmethoden bis hin zu spezialisierten Verfahren wie Beckenbodentraining, CMD-Kiefergelenkbehandlung, osteopathischen Techniken und myofaszialen Therapien.

Beweglichkeit sowie Lebensqualität nachhaltig verbessern

„Unser Anspruch ist es, gemeinsam mit den Patientinnen und Patienten individuelle Ziele zu definieren und ihre Beweglichkeit sowie Lebensqualität nachhaltig zu verbessern“, betont Kleinschmidt-Rynkowska. Jede Behandlung beginnt mit einer ausführlichen Befunderhebung, welche die Grundlage für einen individuell zugeschnittenen Therapieplan bildet.

Marcel Kleinschmidt, Leiter von Qfit, freut sich über den Start der neuen Einrichtung: „Mit der Physiopraxis setzen wir unsere Vision eines vernetzten Gesundheitsangebots konsequent um. Sie ist eine wichtige Ergänzung zu unseren bestehenden Kurs- und Rehabilitationsangeboten. Wir möchten die Menschen dabei unterstützen, aktiv und selbstbestimmt etwas für ihre Gesundheit zu tun.“

Sebastian Haeger, Geschäftsführer des Gesundheitscampus Quirlsberg, sieht in der Eröffnung ebenfalls einen wichtigen Schritt: „Die neue Physiopraxis bringt uns dem Ziel näher, unsere Gesundheitsangebote in Bergisch Gladbach ganzheitlich und vernetzt weiterzuentwickeln. Der Bedarf an ambulanter Physiotherapie in der Region ist groß – umso wichtiger ist ein gut erreichbares, qualifiziertes Angebot direkt hier auf dem Campus.“

Die Praxisräume befinden sich im Ärztehaus 1 an der Ferrenbergstraße 24a direkt neben dem Hauptgebäude des Klinikums. Behandelt werden Krankheitsbilder aus Bereichen wie Traumatologie, Orthopädie, Sportmedizin, Onkologie, Neurologie, Gynäkologie und Innerer Medizin.

Terminvereinbarungen sind telefonisch unter Tel.: 02202 / 122 7330 oder per E-Mail an physiopraxis@evk.de möglich. Die Öffnungszeiten sind Montag bis Donnerstag von 8 bis 16 Uhr, freitags bis 14:30 Uhr – sowie nach individueller Vereinbarung.

Text: Daniel Beer
Foto(s): Daniel Beer

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Vorstellung neuer Diakone in der Evangelischen Kirchengemeinde Volberg

Die Gemeinde am Volberg durfte über einen besonderen Moment freuen: Die Vorstellung der neuen Diakonin Silke Blatt stand im Mittelpunkt eines berührenden Oster-Gottesdienstes in der voll besetzten Kirche am Volberg.

Herzlich willkommen!

Die Vorsitzende des Presbyteriums, Monika Mattern-Klosson, begrüßte die Gläubigen sowie die neue Diakonin herzlich im Namen der Gemeinde. Silke Blatt wird sich vor allem der Seniorenarbeit widmen. Durch den Gottesdienst führte Silke Blatt, Pfarrer Thomas Rusch hielt eine bewegende Predigt.

Maria aus Magdala im Zentrum

Monika Mattern-Klosson, Thomas Rusch, Silke Blatt (von links)
Monika Mattern-Klosson, Thomas Rusch, Silke Blatt (von links)

Die Predigt von Pfarrer Thomas Rusch stand ganz im Zeichen der Osterbotschaft. Er erinnerte daran, dass mit der Auferstehung von Jesus Christus Himmel und Erde sich berühren und die irdische Wirklichkeit aufgebrochen wird. „Die erste Zeugin der Auferstehung Christi war mit Maria aus Magdala ausgerechnet eine Frau, die dazu noch eine Vergangenheit als Prostituierte hatte“.

Die Predigt zeichnete Marias mehrfache Wendung nach: von der Trauer am leeren Grab, über das Erkennen Jesu, bis hin zur Sendung an die anderen. „Zunächst fand sie das leere Grab, dann erkannte sie Jesus nicht auf Anhieb und hielt ihn für den Gärtner, der den Leichnam weggebracht habe, bevor sie, nachdem Jesus sich zu erkennen gab, zur ersten Predigerin wurde.“ Ihre Geschichte zeige, wie wenig Gott sich an menschliche Maßstäbe in der Beurteilung von Menschen hält. “Was hat sich Gott dabei gedacht?” fragte Pfarrer Rusch. Und gab gleich die Antwort: „Jesus Christus wendet sich jedem Menschen zu – ganz gleich, mit welcher Vergangenheit oder woher er kommt“.

Pfarrer Thomas Rusch bei der Predigt.
Pfarrer Thomas Rusch bei der Predigt.

Maria von Magdala habe eine besondere Bedeutung auch für alle Christen: „Lange Zeit wurde sie missverstanden oder verkannt, erfährt durch Jesus Befreiung, Anerkennung und neue Würde. Ihre Geschichte ist auch unsere Geschichte und eine Einladung an jeden von uns, sich selbst immer wieder neu Jesus zuzuwenden“.

Ein ganz besonderer Moment

Besonders bewegend war ein persönliches Gebet von Silke Blatt, das anschließend im Gottesdienst gesprochen wurde: “Jesus, du bist anders. Du hältst zu denen, die von allen verachtet werden. Du liebst die Armen, du heilst Kranke. Du starbst am Kreuz, als alle feierten. Jesus, ich danke dir, dass du anders bist.” Die spätere Kollekte zugunsten von „Brot für die Welt“  wurde begleitet von einer Empfehlung von Präses Dr. Thorsten Latzel für diese Kollekte.

Im Anschluss an den Gottesdienst versammelten sich viele bei sonnigem Wetter zum gemütlichen Beisammensein bei Kaffee und Kuchen mit guten Gesprächen, viel Lachen und einer spürbaren Freude auf das, was nun gemeinsam wächst.

Text: Dr. Klemens Surmann
Foto(s): Dr. Klemens Surmann

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Ein Allrounder tritt nach 40 Jahren ab: Andreas Meisner verabschiedet sich mit zwei Konzerten vom Altenberger Dom

Für die Kirchenmusik am Altenberger Dom geht im Mai eine Epoche zu Ende. Andreas Meisner tritt nach 40 Jahren als Domorganist und -kantor in den Ruhestand. Vier Jahrzehnte sind eine beinahe biblische Zeit, in der Meisner die Kirchenmusik nicht nur in Altenberg, sondern in der Großregion rund um Köln nachhaltig geprägt hat.

„Herr der 6.000 Pfeifen“

Vom Kölner Stadtanzeiger wurde Meisner vor kurzem als „Herr der 6.000 Pfeifen“ bezeichnet. Gemeint ist damit „seine“ Domorgel – ein bemerkenswertes Instrument mit 6.000 Pfeifen, welches er seit seiner Erbauung im Jahr 1980 fast täglich gespielt hat und in- und auswendig kennt. Gefragt, wie er denn 1985 an diese hochattraktive Position gekommen sei, antwortet Andreas Meisner in der ihm eigenen, bescheidenen Art:

„Es gab keine wirkliche Bewerbung. Mein Vorgänger Volker Hempfling wurde zum Professor für Chorleitung berufen. Ich war zu dem Zeitpunkt Assistenzorganist, hatte mich profiliert und ich ,rutschte‘ da so einfach rein.“ Rückblickend lässt sich ohne Übertreibung festhalten: Hier war der richtige Mann zur richtigen Zeit am richtigen Ort. Gefragt, was denn das Besondere an der Kirchenmusikerstelle in Altenberg für ihn ist, antwortet Meisner:

„Vieles ist besonders: die wunderschöne Kirche, die fantastische Orgel, die Lage der Kathedrale im ,Wald‘ und dennoch gut an Köln, Düsseldorf und Wuppertal angebunden. Und eine sehr große, verlässliche Zuhörerschar, die diese Vielzahl an Veranstaltungen, die wir anbieten, ermöglicht. Und natürlich auch die gute Zusammenarbeit mit der katholischen Domgemeinde und ihrem Domorganisten, Rolf Müller.“

Internationale Konzerttätigkeit

Auch wenn die Altenberger Domorgel ein herausragendes und weit über Deutschland hinaus bekanntes Instrument ist, ließ sich Andreas Meisner als Orgelsolist nicht nur in Altenberg hören. „Die Zahl aller gespielten Konzerte liegt über 1.000“, sagt Meisner mit Blick auf seine internationale Konzerttätigkeit, die ihn in fast jedes europäische Land, aber auch nach Asien, Australien, Neuseeland, Canada und in die USA führte. Und er verrät: „Ich würde gerne noch Konzerte in Afrika und Südamerika geben.“

Gefragt, welche besonderen Highlights in seiner 40-jährigen Dienstzeit waren, antwortet Meisner: „Der Umbau und Erweiterung der Domorgel (Tuba und Contrabombarde 32), besondere Chorkonzerte wie das Requiem von Berlioz, das War Requiem von Britten, die zweite Mahler, der 100. Psalm von Reger und vieles mehr. Aber auch der ökumenische Gottesdienst zum 500-jährigen Reformationsjubiläum. So voll war der Dom noch nie!“

Neben diesen Meilensteinen sind es aber auch mehr als 1.500 Geistliche Musiken gewesen, die er als Domorganist veranstaltet und organisiert hat. Dieses konzertante Format mit sparsamer liturgischer Rahmung sonntags um 14.30 Uhr hat über Jahrzehnte eine große Zuhörerschaft gefunden und ist für viele Musikfreundinnen und Musikfreunde zu einem festen Termin sonntags geworden.

Kirchenmusiker spielen nicht nur Orgel. Auch die Chorleitung gehört fest zum Berufsbild. Auch auf diesem Arbeitsfeld war Andreas Meisner in 40 Jahren besonders umtriebig und erfolgreich: „Den Oratorienchor Köln habe ich von 1986 bis 2018 geleitet, den Kleinen Chor Köln von 1987 bis 2013 und die Domkantorei Altenberg von 1998 bis heute“, berichtet der scheidende Domkantor und Chorleiter.

Viele „Lieblings“-Komponisten

Gefragt nach seinen „Lieblings“-Komponisten antwortet Meisner: „Natürlich Bach und dazu die Spätromantiker, Dvorak, Verdi, Mahler und an der Orgel Vierne, Karg-Elert und viele andere mehr.“ In vierzig Jahren hat Andreas Meisner auch verschiedene Veränderungen und Entwicklungen miterlebt und mitgestaltet. Etwas nachdenklich sagt er: „Das musikalisch-theologische ,Wissen‘ hat stark abgenommen. Man kann immer weniger voraussetzen. Gleichwohl lassen sich die Menschen fast stärker als früher von der Kirchenmusik berühren und begeistern. Die flächendeckende Form der Kirchenmusik wird stark zurückgehen, aber in Zentren, in Leuchttürmen wird die Kirchenmusik weiterhin eine gute Zeit haben.“

Für die Zukunft seines „Unruhestandes“ hat er sehr konkrete Pläne: „Ich möchte gerne noch weiter Orgelkonzerte geben. Dazu hoffentlich noch weitere private Interessen wie Politik und Gesellschaft.“

Spannend bleibt es auch, wie es nun mit der Kirchenmusik am und rund um den Altenberger Dom weitergehen wird. Aktuell läuft es, wie Andreas Meisner weiß, auf eine vorläufige Zwischenlösung hinaus: „Da meine Stelle aus verschiedensten Gründen nicht direkt wiederbesetzt werden kann, gibt es für zwei Jahre eine Interimslösung. Dort werden meine Aufgaben auf fünf Kirchenmusiker aufgeteilt, die die Arbeit im Nebenamt durchführen. Ein leitender Kirchenmusiker, eine Dirigentin für die Domkantorei und zwei Organisten für die Gottesdienste. Ich selber werde in vorwiegend beratender Tätigkeit mit ganz wenigen Stunden weiterarbeiten. Ich bin zuversichtlich, dass wir so alles im Niveau und Umfang halten können und das gerade auch in Zusammenarbeit mit der katholischen Dommusik alles vollumfänglich weiter angeboten wird. Wichtig ist nur, dass das wirklich eine ,Interimslösung‘ ist und die Zeit dafür genutzt wird um eine gute Lösung für die Wiederbesetzung der Stelle (in anderem ,Setting‘) zu finden.“

Abschied mit zwei großen Konzerten im Altenberger Dom

Den Abschied nach vier Jahrzehnten wird Andreas Meisner mit zwei großen Konzerten im Altenberger Dom begehen. Am Samstag, 17. Mai, wird er ab 14 Uhr die „Messa da Requiem“ von Giuseppe Verdi dirigieren. Die Domkantorei Altenberg wird dabei von der Neuen Philharmonie Westfalen begleitet und als Solisten wirken Jessica Muirhead (Sopran), Ann-Beth Solvang (Mezzosopran), Gerard Schneider (Tenor) und Simon Bailey (Bass) mit. Die Eintrittskarten kosten zwischen 35 und 20 Euro und sind unter anderem im Altenberger Dom-Laden erhältlich. Aufgrund der großen Nachfrage ist bereits eine zusätzliche Aufführung in Altenberg am Donnerstag, 15. Mai, um 20 Uhr angesetzt.

Für den Abschied als Organist wird es am Freitag, 23. Mai, eine „große Musiknacht“ im Altenberger Dom geben. „Andreas Meisner and Friends“ lautet ab 19 Uhr das Motto. Dabei wirken neben dem Orgelduo Andreas Meisner und Rolf Müller auch die Bläser-Ensembles Harmonic Brass München und das Trompetenconsort Thibaud Robinne mit. Außerdem musizieren als Solisten Hanna Schlubeck (Panflöte), Susanne Ehrhard (Blockflöte), Stephan Fellhauer (Horn, Gudrun Höbold (Violine), Eva Morsbach (Traversflöte), Ina Stock (Oboe) und Martin Burkhard (Cello).

Text: Wolf-Rüdiger Spieler
Foto(s): Wolf-Rüdiger Spieler

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Wochentipps: Cosplay-Weltraum-Gottesdienst, Hüschs Geburtstag, Konzerte und „in den Mai singen“

Ob verkleidet im Gottesdienst, nachdenklich bei einer Gesprächsrunde, feierlich beim Geburtstag eines Humor-Großmeisters oder musikalisch bei Gitarrenklängen: Diese Woche wird laut, leise, herzlich und himmlisch gut.

04.05.2025, 11:00
Evangelische Kirchengemeinde Bensberg
Ev. Kirche Bensberg, Friedhofsweg 9, 51429 Bergisch Gladbach
Cosplay Gottesdienst
Gottesdienst in der Evangelischen Kirche in Bensberg
Zu einem Cosplay Gottesdienst am Sonntag, 4. Mai, 11 Uhr, lädt Pfarrer Samuel Dörr in die Evangelische Kirche Bensberg, Friedhofsweg 9, ein. Alle dürfen gerne verkleidet kommen. Nach dem Gottesdienst wird zum Kirchenkaffee eingeladen.
www.kirche-bensberg.de

04.05.2025, 18:00
Melanchthon-Akademie
Haus der Ev. Kirche, Kartäusergasse 9-11, 50678 Köln
„Herzlichen Glückwunsch, Hanns Dieter!“
„Mensch sein auf den Punkt gebracht“: 100 Jahre Hanns Dieter Hüsch
Vor 100 Jahren wurde der deutsche Schriftsteller und Kabarettist Hanns Dieter Hüsch (gestorben 2005) am Niederrhein geboren. Pfarrerin Dorothee Schaper lädt am Sonntag, 4. Mai, 18 Uhr bis 19.30 Uhr, zu einer Hommage an den feinen und großen Menschenkenner, den Genie des gepflegten Humors, den leidenschaftlichen Leidverwandler, Psalmdichter und Gottesdienstfreund in das Haus der Evangelischen Kirche, Kartäusergasse 9-11, ein. Die Teilnahme kostet 6 Euro. Eine Anmeldung per E-Mail an anmeldung@melanchthon-akademie.de ist erforderlich.
Anmeldung erforderlich, Tel: 0221 931 803 0, anmeldung@melanchthon-akademie.de
www.melanchthon-akademie.de

03.05.2025, 15:00
Evangelische Kirchengemeinde Ehrenfeld
Auferstehungskirche Bocklemünd, Görlinger Zentrum 39, 50829 Köln
Mitsingkonzert: „Singen im Mai“
Kleinkunstduo bittet zum Gesang
Das Kleinkunstduo Monika Kampmann und Ingrid Ittel-Fernau sowie Mitglieder des „Mut-Mach-Chores Köln“ laden am Samstag, 3. Mai, 15 Uhr, zu einem Frühlingskonzert in hochdeutscher und kölscher Mundart in die Auferstehungskirche Bocklemünd, Görlinger Zentrum 39, ein. Mit Gesang und Gitarre werden die Lieder begleitet. Die Teilnehmenden sind eingeladen, mitzusingen. Der Eintritt ist frei, um Spenden wird gebeten. Das Konzert-Café ist bereits eine Stunde vor Konzertbeginn geöffnet.
www.kirche-ehrenfeld.de

05.05.2025, 18:30
Evangelische Kirchengemeinde Köln Niehl-Riehl
Gemeindesaal Brehmstraße
„Spring without Confusion“
Gesprächsrunde mit Pfarrerin Grit de Boer
Eine neue Gesprächsrunde mit Pfarrerin Grit de Boer unter dem Motto „Spring without Confusion“ startet am Montag, 5. Mai, 19.30 Uhr, im Gemeindesaal der Stephanuskirche, Brehmstraße 4-6. In Zeiten der Verwirrung, in denen vieles aus dem Ruder zu laufen scheint, soll darüber nachgedacht und gesprochen werden, wo Klarheit herkommen kann und wie man sich gegen die Verwirrung stärken kann. Für das leibliche Wohl wird mit Getränken und Laugengebäck gesorgt. Die Abende sollen immer montags stattfinden. Jeder Abend steht für sich und Interessierte können jederzeit teilnehmen.
www.ev-kirche-niehl-riehl.de

07.05.2025, 20:00
Evangelische Kirchengemeinde Köln-Nippes
Lutherkirche, Siebachstraße 85/ Merheimer Straße 112, 50733 Köln
Anna Ternheim – Premonitions Tour 2025
Konzert in der Kulturkirche Nippes
Die Sängerin Anna Ternheim macht auf ihrer Premonitions Tour 2025 einen Stopp in Köln und gibt am Mittwoch, 7. Mai, 20 Uhr, in der Kulturkirche Nippes (Lutherkirche), Siebachstraße 85/ Merheimer Straße 112, ein Konzert. Die Tour erinnert an die Anfänge, lange vor der Veröffentlichung ihres ersten Albums. Anna Ternheim trat auf, spielte unbekannte Lieder und merkte, was ankam und was nicht. So entstand ihr erstes Album mit Songs, die sie jahrelang gespielt hatte und danach erst aufnahm. Alle weiteren Alben entstanden genau umgekehrt. Mit der Premonitions Tour geht die Sängerin zurück in die Zeit, in der es kein Netz oder doppelten Boden gab. Der Eintritt kostet 40 Euro zuzüglich Vorverkaufsgebühr. Tickets gibt es im Vorverkauf unter www.kvstickets.com und in den Buchhandlungen in Nippes.
www.kulturkirche-koeln.de

Text: APK
Foto(s): APK

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Kölner Meile 2025: „mutig, stark, beherzt“ auf dem Kirchentag

Unter dem Motto „mutig, stark, beherzt“ findet vom 30. April bis 4. Mai 2025 der 39. Deutsche Evangelische Kirchentag in Hannover statt. Zu diesem Glaubens- und Kulturfestival mit erwarteten rund 100.000 Teilnehmenden​ steuert die Evangelische Jugend Köln und Region auch dieses Mal einen besonderen Höhepunkt bei: die „Kölner Meile“. Dabei handelt es sich um einen gemeinsamen Auftritt zahlreicher Gemeinden aus Köln und Region, die an einem Ort ihre Vielfalt und Kreativität präsentieren. „Für uns wird das Haupthighlight bei diesem Kirchentag sein, dass wir im Zentrum Jugend in diesem Jahr sehr nah an den anderen Kirchentagsveranstaltungen auf dem Messegelände untergebracht sind“, sagt Daniel Drewes, Leiter des Evangelischen Jugendreferates Köln und Region. „Wir haben hervorragende Bedingungen, mit einer toll ausgestatteten Küche und einem Riesenpavillon für die rheinischen Dörfer. Köln wird auch in diesem Jahr wieder mit über 100 Jugendlichen vor Ort sein und das wird einfach toll.“

Die mehr als 100 jungen Menschen aus Köln und Region bereiten kreative Mitmach-Stationen vor, die in Hannover zum Ausprobieren einladen. Das Angebot ist dabei bunt gemischt – einige Stationen laden zum kreativen Gestalten ein, andere regen zum Nachdenken an oder fordern zur aktiven Teilnahme auf. Bei einer gemeinsamen Generalprobe in Köln konnten die Jugendlichen ihre Ideen bereits testen und weiterentwickeln, sodass nun alle bestens vorbereitet und voller Vorfreude auf Hannover blicken können. Diese jugendliche Begeisterung und Vielfalt wird auf dem Kirchentag für eine besondere Atmosphäre an der Kölner Meile sorgen.

Veranstaltungen mit Kölner Beteiligung

Nicht nur an Ständen auf dem Markt der Möglichkeiten in den Messehallen in Hannover, sondern auch in zahlreichen Veranstaltungen sind Vertreter:innen aus Köln und Region aktiv. In Podien, Workshops, kulturellen Beiträgen und Gottesdiensten bringen sie ihre Perspektiven ein. So werden beispielsweise biblische Impulse, Diskussionsrunden und kulturelle Events durch Kölner Akteur:innen bereichert. Die Themen reichen von zeitgemäßer Verkündigung in den sozialen Medien über Fragen von Glauben und Gesellschaft bis hin zur Kirchenmusik. Unter anderem treten folgende Personen aus Köln und Region auf:

  • Pfarrer Tim Lahr (Köln) – Ein Kölner Pfarrer und Influencer, der als Social-Media-Seelsorger neue Wege der Verkündigung geht und seine Erfahrungen in Kirchentagsforen einbringt​. Mit seinem digitalen Engagement steht er für eine innovative und nahbare Kirche, die gerade junge Menschen anspricht.
  • Arnd Henze – Journalist (WDR) und EKD-Synodaler, der an Diskussionsveranstaltungen teilnimmt. Er bringt als erfahrener Medienprofi und engagierter Christ kritische und konstruktive Perspektiven zu aktuellen gesellschaftlichen Themen ein.
  • Rainer Schmidt – Theologe und Kabarettist aus dem Rheinland, der mit humorvollen Beiträgen für inspirierende Impulse sorgt. Als Pfarrer mit Handicap und bekanntes Gesicht der inklusiven Kabarettszene verbindet er Tiefgang und Humor und erreicht so die Herzen vieler Besucher:innen.

Diese und weitere Kölner Stimmen machen den Kirchentag in Hannover zu einem Ort der Begegnung, an dem die Vielfalt der Evangelischen Kirche Köln erlebbar wird. Ob in Diskussionen, Andachten oder Konzerten – die Beiträge aus Köln zeichnen sich durch Herzlichkeit, Kreativität und Engagement aus und tragen wesentlich zum offenen Dialog des Kirchentags bei. Mehr Informationen zum Kirchentag 2025 in Hannover auf www.kirchentag.de

Text: APK
Foto(s): APK

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Kirche für junge Menschen: So unterstützt kirche.me/umzug beim Neustart in Köln

Die neue Internetseite kirche.me/umzug ist ein digitales Angebot der Evangelischen Kirche Köln und Region, das sich gezielt an Menschen richtet, die neu in der Stadt oder in einem neuen Lebensabschnitt angekommen sind – mit besonderem Augenmerk auf junge Erwachsene. Sie ist Teil eines Pilotprojekts für die Landeskirche, neue Wege zu gehen, die Vielfalt ihrer Mitglieder stärker in den Blick zu nehmen und den veränderten Lebenswelten junger Menschen gerecht zu werden.

Ankommen erleichtern

Im Zentrum steht die Idee, das Ankommen zu erleichtern – sei es in einer neuen Wohnung, einem neuen Stadtteil oder einem neuen Lebensabschnitt. Dabei geht es nicht nur um organisatorische Hilfen, sondern auch um das Gefühl, irgendwo wirklich willkommen zu sein. Die Seite bietet zum Beispiel kreative und nachhaltige DIY-Ideen für das neue Zuhause, die zeigen, dass Kirche auch alltagsnah, inspirierend und umweltbewusst sein kann. Gleichzeitig finden sich Anregungen, wie man am neuen Ort Kontakte knüpfen kann – etwa durch Tipps, wie aus Nachbarn Freundschaften werden können. Auch das soziale Miteinander wird hier als wichtiger Teil des kirchlichen Verständnisses von Gemeinschaft ernst genommen.

Mehr als ein Willkommensgruß

Besonders wichtig ist die Verbindung zu konkreten Menschen in der Region. Die Seite stellt Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner aus der Kirche vor – Menschen, die greifbar sind, zuhören, begleiten. Viele von ihnen sind auf modernen Kanälen wie Instagram aktiv und bauen so eine Brücke zwischen Kirche und der digitalen Lebenswelt junger Menschen. Ergänzt wird das durch Hinweise zu den evangelischen Gemeinden in Köln und Umgebung – für alle, die Anschluss suchen oder neugierig sind, wie Kirche heute vor Ort gelebt wird.

Die neue Internetseite ist damit mehr als ein Willkommensgruß – sie ist ein Ausdruck dafür, wie sich Kirche verändert, öffnet und neu denkt: mit einem echten Interesse an dem, was junge Menschen bewegt, und mit der Haltung, gemeinsam neue Wege zu gehen.

Pilotprojekt für die Landeskirche

Es handelt sich um ein Projekt der „Arbeitsgruppe Mitgliederbindung“, die 2023 initiiert wurde, um Konzepte zur Stärkung der Bindung der Gemeindemitglieder zu entwickeln. Das Pilotprojekt konzentriert sich darauf, sowohl ländliche als auch städtische Gemeinden aus allen vier Kirchenkreisen einzubeziehen. Dazu wurden gezielt Gemeinden aus verschiedenen Teilen der Region ausgewählt. Durch die breite Abdeckung möchte der EKV sicherstellen, dass Stimmen aus unterschiedlichsten Lebensrealitäten gehört werden.

Weitere Internetseiten im Rahmen des Projekts finden Sie hier:

 

Text: APK
Foto(s): APK/Screenshots der Internseite

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Unsere Archivale im April: Haus Dürscheid – ein Zeugnis für Eigenverantwortlichkeit in der Kirche

„Wer recht in Freuden wandern will, der geht der Sonn entgegen.“ So könnte es in der Nähe von Dürscheid im bergischen Land öfter mal aus jugendlichen Kehlen der Mitglieder der evangelischen Volksjugend bei Wanderungen durch die Umgebung geschallt haben.

Rast werden sie im Haus „Am Winterberg“ oder auch bekannt als Haus Dürscheid gemacht haben. Das Gebäude gehörte seit 1899 der evangelischen Gemeinde Köln, die es der Jugendvereinigung ihrer Gemeinde als Ruheort, Besinnungs- und Gemeinschaftsort und Ausgangsort für gemeinsame Ausflüge zur Verfügung stellte. Sowohl männliche als auch weibliche Gruppen kehrten dort ein.

Im Zuge der Machtergreifung Hitlers und des bald darauffolgenden Gleichschaltungsgesetzes wurde die Evangelische Volksjugend aufgelöst und der Hitler Jugend einverleibt. Die evangelische Gemeinde Köln übernahm das Haus wieder und konnte festlegen, dass das Haus nur für Zwecke der Wohlfahrt genutzt werden dürfe.

Unterbringungsort für Flüchtlinge und Evakuierte im Zweiten Weltkrieg

Während des Krieges und bis in die 1950er Jahre hinein, diente das Haus als Unterbringungsort für Flüchtlinge und Evakuierte. Bemühungen der evangelischen Gemeinde, das Haus wieder als Freizeitheim für evangelische Jugendgruppen nutzen zu können, scheiterten. Die Gemeinde entschloss sich 1952 Gebäude und Grundstück an den Kirchenkreis Köln zu veräußern. Die Synode griff die Pläne der Gemeinde wieder auf und prüfte verschiedene Möglichkeiten das Haus wieder freizubekommen, um wieder ein Freizeitheim zu errichten. 1953 zog die letzte evakuierte Familie aus.

1955 wechselte das Gebäude noch einmal seinen Besitzer. Der Gesamtverband evangelischer Kirchengemeinden in Köln übernahm es. Dieser suchte einen Ort, an dem sich das Männerwerk und seine Arbeitsgruppen treffen konnten. Das Männerwerk richtete sich vor allem an den „im industriellen Leben stehenden Mann“, der sich „in seiner Kirche nicht mehr fremd fühlen“ sollte. Ob Lehrling oder Betriebsleiter, alle sollten im Männerwerk eine sie aufnehmende und ernstnehmende Gemeinschaft finden. Das Haus „Am Winterberg“ bot nun die Gelegenheit und den benötigten Platz für Seminare, Versammlungen und Freizeiten. Für diese Zwecke bedurfte es einiger Umbaumaßnahmen. Da es jedoch an ausreichend finanziellen Mittel von Seiten des Gesamtverbandes fehlte, nahmen die Mitglieder des Männerwerks das Projekt selbst in die Hand.

Männerwerk baut Waldheim in Eigenregie aus

In seiner Ansprache zur feierlichen Eröffnung des neuen Waldheims am 24.06.1956, bemerkte Pfarrer Walter Bienert (Beauftragter für Männerarbeit im Kirchenkreis Köln), dass „dieses Heim ein Zeugnis sei für die Eigenverantwortlichkeit in der Kirche“ (zitiert nach Ulrich Laug, Geschichte des Evangelischen Sozialwerks im Evangelischen Stadtkirchenverband Köln, S.10). Im Laufe der Zeit entstanden, auch wieder in Eigenleistung, ein Spielplatz, eine Waldbühne, ein Springbrunnen und auch die Pflege der Parkanlage wurde durch das Männerwerk organisiert.

Ab 1956 fand dort auch der Tag der Begegnung statt. Ein Fest für die ganze Familie, das am Himmelfahrtstag gefeiert wurde. Das Haus erfreute sich reger Beliebtheit, sogar Gruppen aus Berlin und dem Ausland wie bspw. England und Schottland kamen zu Besuch. Das Männerwerk ging schließlich im Sozialwerk des evangelischen Stadtkirchenverbandes auf. Dieses wiederum fusionierte 2004 mit der Melanchthon-Akademie.

Anfang der 2000er-Jahre wurde deutlich, dass das Haus „Am Winterberg“ nicht mehr den räumlichen Erfordernissen für Veranstaltungen des Stadtkirchenverbandes entsprach, so dass der Vorstand Dezember 2004 beschloss das Haus zu verkaufen.

Text: Stefanie Sternemann
Foto(s): Stefanie Sternemann

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Kirche2go fragt: Was ist eigentlich der Himmel?

Kirche2go fragt: Was ist eigentlich der Himmel? Vom Himmel ist in der Bibel oft die Rede. „Der Himmel, das ist erstmal Wirkungsraum Gottes. Aber es ist eben auch der Raum, in dem die Vögel zum Beispiel fliegen und auch die Flugzeuge“, sagt Laura Kadur. Sie war Pfarrerin in Köln und arbeitet nun in Hochdahl. Laura Kadur geht in dieser Kirche2go-Folge darauf ein, wie der Himmel in anderen Sprachen definiert wird. Und ganz persönlich, was der Himmel für sie bedeutet.

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Hier der Text zum Nachlesen:

Was ist eigentlich der Himmel? Ich glaube an Gott, den Vater, den Allmächtigen, der Himmel und Erde geschaffen hat. Der Himmel, das ist erstmal Wirkungsraum Gottes. Aber es ist eben auch der Raum, in dem die Vögel zum Beispiel fliegen und auch die Flugzeuge. Das Englische hat da etwas einfacher, weil sie unterscheiden quasi zwischen Sky und Heaven. Heaven als der Wohnort Gottes und Sky als der Ort, wo die Flugzeuge fliegen. Wir kennen das Wort Himmel aus der Bibel ganz, ganz oft. Zum Beispiel auch aus dem „Vater Unser im Himmel“ oder halt so, wie ich gerade gesagt habe aus dem Glaubensbekenntnis. Viele glauben, dass auch die Verstorbenen in den Himmel kommen. Also, dass es da irgendwie auch einen Ort für sie gibt. Wir bekennen im Glaubensbekenntnis, dass Jesus aufgefahren ist in den Himmel und er von dort kommen wird. Wir haben das Gefühl, dass der Himmel uns ganz umspannt. Dass er irgendwie auch mit zu Gottes Schöpfung gehört. Und immer wieder gibt es auch diese Fingerzeige, dass sich Himmel und Erde berühren. Dass Gott immer wieder auch was zu tun hat hier mit dieser Welt. Dass er eben nicht nur der Schöpfer ist, der in seinem Machtbereich des Himmels sitzt, sondern dass es immer wieder Situationen gibt, wo der Himmel auf Erden kommt. Und ich glaube, dass ist auch das was so Jesu Botschaft war im Neuen Testament. Dass wir ein Stück des Himmels hier schon auf Erden wahr werden lassen. Dass wir Gottes Reich und Gottes Liebe für uns – so wie sie quasi auch gewollt und gedacht ist – hier schon auf der Erde, die noch nicht erlöst ist, quasi anfangen umzusetzen. Das ist doch einfach himmlisch, oder?

Text: APK
Foto(s): APK

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Unsere Wochentipps: Vom Feierabendtreff bis zur bunten Show

Ob gemeinsam kochen in Nippes, eine glitzernde Show in Hürth oder eine Mitmachbühne in Forsbach – die evangelischen Kirchengemeinden in Köln und Umgebung laden in der kommenden Woche zu abwechslungsreichen Veranstaltungen ein. Auch eine Domführung für Kinder in Altenberg und ein außergewöhnliches Chorkonzert in Niehl stehen auf dem Programm.

24.04.2025, 19:00
Evangelische Kirchengemeinde Köln-Nippes
DiakoniePunkt Nippes, Yorkstraße 10, 50733 Köln
Eat ’n‘ Greet – Feierabendtreff im Veedel
Ein geselliges Angebot für alle zwischen 25 und 40 Jahren
Zu einem geselligen Feierabendtreff im Veedel Nippes für alle im Alter zwischen 25 und 40 Jahren lädt das Netzwerk „hier+weiter – Evangelisch leben in Köln“ am Donnerstag, 24. April, 19 Uhr, ein. Im DiakoniePunkt Nippes, Yorckstraße 10, sind alle willkommen, um gemeinsam zu kochen, neue Leute zu treffen und den Abend gemeinsam zu genießen.
www.diakonie-koeln.de

 

ENTFÄLLT und muss leider verschoben werden:
25.04.2025, 19:30
Evangelische Kirchengemeinde Hürth
Martin-Luther-Kirche in Hürth-Gleuel, Am Hofacker 41, 50354 Hürth
Kulturkirche Hürth: Kordula Klabustra – „Do bin isch“
Travestieshow in der Martin-Luther-Kirche in Hürth-Gleuel
Jede Menge Glamour in der Kulturkirche Hürth: Auf der Bühne der Martin-Luther-Kirche, Am Hofacker 41, tanzt, singt und plaudert am Freitag, 25. April, 19.30 Uhr (Einlass 19 Uhr), Kordula Klabustra mit ihrem Programm „Do bin isch“.  Kordula Klabustra ist ein international gefragtes Showgirl. Auf ihrer Tournee macht sie mit ihrer Travestieshow, bei der sie kein Blatt vor den Mund nimmt, auch einen Zwischenstop  in der Kulturkirche Hürth. Der Eintritt kostet 15 Euro. Tickets gibt es im Vorverkauf unter www.evangelisch-in-huerth.de/kulturkirche.
www.evangelisch-in-huerth.de

 

26.04.2025, 14:00
Evangelische Kirchengemeinde Altenberg/Schildgen
Altenberger Dom, Eugen-Heinen-Platz 2, 51519 Odenthal
Domführung für Kinder – Die Tiere im Altenberger Dom
Einladung zum Altenberger Klostermarkt
Im Rahmen des Kultur- und Kinderprogramms des Klostermarktes am Altenberger Dom, Eugen-Heinen-Platz 2, bietet Pfarrerin Claudia Posche eine Domführung für Kinder an. Thema sind die Tierdarstellungen im Altenberger Dom. Die Teilnahme ist kostenlos. Wer teilnehmen möchte, kommt am Samstag, 26. April, 14 Uhr, zum Treffpunkt vor dem Domportal. Weitere Informationen zum Klostermarkt, der am Wochenende, Samstag, 26. April, 13 bis 19 Uhr, und am Sonntag, 27. April, 10 bis 18 Uhr, geöffnet hat, gibt es unter www.odenthal-altenberg.de/kultur/cisterscapes/altenberger-klostermarkt.
www.altenberg-dom.de

 

26.04.2025, 19:30
Evangelische Kirchengemeinde Köln Niehl-Riehl
Stephanuskirche, Brehmstraße 4-6, 50735 Köln
„Second Circle“ trifft auf das Stephan Görg Quartett
„Abflug“ erzählt von Neubeginn und Zuversicht
Der neu gegründete Chor „Second Circle“ präsentiert unter der Leitung von Jan-Hendrik Herrmann am Samstag, 26. April, 19.30 Uhr, in der Stephanuskirche, Brehmstraße 4-6, ein vielseitiges Programm. Neben eigenen Stücken der Chormitglieder werden Jazz- und Popklassiker wie etwa von Stevie Wonder, Peter Gabriel, Paul Simon und Sara Bareilles zu hören sein. Der Chor besteht aus ehemaligen Sängerinnen und Sängern des Jazzchores der Uni Bonn und dem Chor Vocal Journey der Hochschule für Musik und Tanz Köln. Ein besonderes Highlight des Abends ist die Zusammenarbeit mit dem Stephan Görg Quartett mit einer Hommage an Keith Jarrett und sein legendäres „The Köln Concert“. Der Eintritt ist frei, Spenden sind willkommen.
www.ev-kirche-niehl-riehl.de

 

30.04.2025, 19:00
Evangelische Gemeinde Volberg-Forsbach-Rösrath
Christuskirche, Bensberger Straße 238, 51503 Rösrath-Forsbach
„Bühne frei!“ in der Christuskirche Forsbach
Mitmach-Aufführung
Auch in diesem Jahr lädt die Evangelische Gemeinde Volberg-Forsbach-Rösrath zur Mitwirkung bei der Veranstaltung „Bühne frei!“ in der Christuskirche Forsbach, Bensberger Straße 238, am Mittwoch, 30. April, 19 Uhr, ein. Menschen, die ein Lied singen können, ein Instrument spielen, einen oder mehrere Witze erzählen können, sind eingeladen den Altarraum der Christuskirche zu erobern und etwas vorzuführen. Spiele, Gedichte, Kunst, Literatur, Ernstes und Heiteres – vieles ist möglich. Wer etwas zu dem vergnüglichen Abend beitragen möchte, kann sich per E-Mail an katharina.wulzinger@ekir.de oder persönlich bei Katharina Wulzinger anmelden. In der Kirche stehen ein Klavier, eine Orgel und ein Cembalo zur Verfügung.
www.evkirche-roesrath.de

Text: APK
Foto(s): APK

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Mehr Wissen, weniger Pathos! – „Kluges Widerstehen“ im Geiste Dietrich Bonhoeffers

„Wer nicht über Religion nachdenkt, glaubt alles.“

Graffiti an der Universität in Amsterdam

„Jeder Satz der Theologie ist ein politisch wirkender Satz – oder er ist überflüssig.“

Karl Barth

Mit diesen beiden auf die Schnittstelle von Theologie und Politik abzielenden Zitaten begrüßte Martin Bock, Leiter der Melanchthon-Akademie, in der Kartäuserkirche die Besucher*innen des Podiumsgesprächs „Streit um Bonhoeffer. Versuche rechter Vereinnahmung“ – zum 80. Todestag des Theologen und Widerstandskämpfers. Die Veranstaltung war eine Kooperation der Evangelischen Gemeinde Köln, der Melanchthon-Akademie und der Evangelischen Akademie im Rheinland.

Martin Bock verortete den Jahrestag inmitten eines medialen Streites um die Deutungshoheit über Bonhoeffers geistiges Vermächtnis und betonte die Gefahr für die Meinungsfreiheit, die von einer solchen Vereinnahmung ausgehe.

Impulse der Podiumsgäste

Zunächst hielten die drei Gäste jeweils einen 10-minütigen Impulsvortrag.

Die Theologin Philine Lewek hielt den ersten der drei Impulsvorträge.

Philine Lewek, Theologin, verwies auf einen Prozess der Heroisierung Bonhoeffers und zitierte Todd Komarnicki, Regisseur des aktuellen Bonhoeffer-Films, der Bonhoeffer als „the greatest hero of all times“ bezeichnet. Ihr Großvater war Mitglied der Bekennenden Kirche, durch dessen Zeitzeugenberichte sie ein differenzierteres Bild erhalten habe. Lewek beobachtet eine zunehmende Vereinnahmung Bonhoeffers durch neurechte christliche Theologie – etwa durch Beatrix von Storch, die das Gleichnis vom barmherzigen Samariter migrationspolitisch umdeutete. Auch am Beispiel der Bonhoeffer-Biografie von Eric Metaxas verdeutlichte sie, dass Deutungskonflikte stets mit Machtansprüchen verbunden seien.

Arnd Henze, Journalist, kritisierte das Widerstandspathos, insbesondere in den USA, das Bonhoeffer mit Adolf Hitler gleichsetzenden Aussagen in Verbindung bringt. So seien nach dem Sturm auf das Kapitol die Inhaftierten als „Bidens persönliche Gefangene“ bezeichnet worden. Auch sei der Begriff „Assassin“ im Filmtitel problematisch, da er reaktionäre Assoziationen wecke. Der Film sei letztlich in den amerikanischen Kinos gefloppt. Henze setzte dem Pathos ein anderes Bild entgegen: eine alte Dame mit Transparent gegen Donald Trump. Widerstand, so Henze, müsse zuerst bedeuten, die Politik an ihre Aufgaben zu erinnern – bevor man „dem Rad in die Speichen greift“.

Pfarrer Mathias Bonhoeffer, Großneffe von Dietrich Bonhoeffer, erklärte, es gebe in der Familie ein „sehr klares und gemeinsames Bild“ seines prominenten Vorfahren, den er als „lebensfroh und durchaus woke“ beschrieb. Der Weg in den Widerstand sei „nicht geplant und nicht gewollt“ gewesen. Er zog Parallelen zwischen Trumps „Project 2025“ und Hitlers Mein Kampf – beide Texte seien Ankündigungen zukünftigen Handelns.

Das Podiumsgespräch

In der moderierten Diskussion (Frank Vogelsang, Evangelische Akademie im Rheinland, und Dorothee Schaper, Melanchthon-Akademie) vertieften die drei Gäste ihre Perspektiven.

Philine Lewek stellte die Frage:
„Wie sieht es in unserer Kirche aus?“ – und bekannte offen: „Widerstand ist gar nicht so mein Wortlaut.“

Mathias Bonhoeffer forderte: „Das Erste ist, dass wir uns informieren!“ Er warnte vor einer „TikTok only“-Strategie und plädierte für vielfältige Informationsquellen. „Das Wichtige ist, dass man sich dafür Zeit nimmt.“

Frank Vogelsang identifizierte das „geheime Thema“ des Abends als den Spannungsbogen zwischen Eindeutigkeit und Vielfalt. Christen seien berufen, sich Eindeutigkeiten zu entziehen.

Lewek rief zu einem faktenbasierten Gegennarrativ auf.
Arnd Henze unterstrich: „Ich habe gar nichts gegen Pathos – sondern nur gegen Widerstandspathos.“ Er verwies auf die problematische Bezugnahme auf die „Weiße Rose“ in Corona-Protesten.

Mathias Bonhoeffer berichtete von täglich drei Anfragen zum Thema Kirchenasyl. Er kritisierte: „Die Migrationsdebatte ist der Hammer der AfD – dann wird jedes Problem zum Nagel.“
Dorothee Schaper verwies auf das neue Zentrum Kirchenasyl in Köln-Bilderstöckchen, das bis zu zehn Menschen Schutz bietet: kurzlinks.de/zukunft-spenden

Widerstand, Toleranz & Kirche als Raum für Diskurs

Einige zentrale Gedanken aus dem Publikum und der Abschlussrunde:

  • „Was wie Scheitern aussieht, kann zum Sieg werden!“ – Mathias Bonhoeffer über die Passion Jesu
  • „Ist die Kirche zu leise?“
  • „Wie geht man mit Abstumpfung und Gleichgültigkeit um?“

Philine Lewek: „Wir müssen die im Blick behalten, die der Hass trifft.“
Arnd Henze: Plädoyer für „kluges Widerstehen“ und die Suche nach Wirksamkeitserfahrungen
Martin Bock: „Wie können Gemeinden Biotope der Vielfalt werden?“

Auf die Frage nach rechtem Framing in Ostdeutschland verwies Lewek auf eine „Widerständigkeit der Basisgemeinden gegenüber allem, was von oben kommt“ und betonte die Notwendigkeit von Vernetzung.

Ein Zuschauer verglich die beiden Bonhoeffer-Filme „Die letzte Stufe“ (2000) und das neue Biopic. Mathias Bonhoeffer urteilte: Der ältere Film sei besser – aber auch nicht ohne Schwächen.

Letzte Impulse

Pfarrer Mathias Bonhoeffer hatte sich mit weiteren Familienangehörigen in einem offenen
Brief gegen die ideologische Vereinnahmung Dietrich Bonhoeffers gewandt

Zum Schluss kamen Fragen zur Diskussionskultur in der Kirche:

  • „Wo entsteht Klarheit?“
  • „Wie vermittelt man pluralistische Information?“
  • „Sollte Kirche nicht der Ort sein, wo man miteinander redet?“

Arnd Henze:
„Wir brauchen Räume, um mit Komplexität fertig zu werden.“
Er schlug ein „Friedenskonzil“ vor und betonte die Rolle der Kommunikation mit der jungen Generation. Ziel müsse sein: „Weitblick und Dringlichkeit.“

Mathias Bonhoeffer konterte:
„Es gibt Situationen, da ist ausmoderiert.“ Es gebe Grenzen der Toleranz – aber: „Wir machen keinen Gesinnungstest.“

Die Diskussion wurde bei einem Getränk weitergeführt.
Die Kollekte des Abends kam dem Zentrum Kirchenasyl Köln zugute.

Text: Priska Mielke
Foto(s): Priska Mielke

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