Unser Adventskalender: Das sind wir! Öffnen Sie das 9. Türchen mit Susanne Beuth

 Unser Adventskalender 2024: Das sind wir! ⭐ Evangelisch in Köln und Region – dahinter stehen engagierte Köpfe, die sich mit Herz und Leidenschaft für die Menschen vor Ort einsetzen.  Hinter jedem Türchen steckt eine andere Geschichte. Lassen Sie uns gemeinsam die Freude und das Licht der Vorweihnachtszeit teilen!  Susanne Beuth, Pfarrerin der Kirchengemeinde Köln-Klettenberg und Superintendentin des Evangelischen Kirchenkreises Köln-Mitte, steht hinter dem 9. Türchen:

Ein Highlight 2024? Bei der Grundsteinlegung für den Campus Kartause am Reformationstag hat der Architekt die Bedeutung dieses Rituals mit den Worten „Jetzt geht es vom Planen zum Tun“ zusammengefasst. In dieser riesigen Baugrube mit ihren Baugeräuschen erklangen dann die Mittagsglocken von drei Kirchen. Das war so ein heiliger Moment mit der Botschaft: Unser Auftrag für die Menschen ist es, von Gott und dem Glauben zu sprechen – und es kommt darauf an, es zu tun.

Mein Highlight 2025? Ich freue mich schon jetzt auf Sonntag, den 15. Juni 2025. Endlich wieder ein ökumenischer Brückenweg, erstmals mit einem Familiengottesdienst im Kölner Dom. Und der wird dann hoffentlich so lebendig und wuselig wie die Krippenspielgottesdienste in unseren Gemeinden an Heiligabend.

Mein persönliches Highlight zur Weihnachtszeit? Am 1. Weihnachtstag ganz früh aufstehen und vor dem Gottesdienst, den ich um 10 Uhr halte, in aller Ruhe die Gans fertigmachen und in den Ofen schieben: Das ist eine ganz meditative Zeit – und ab Mittag ist dann alles voller Trubel und Leben mit Kindern und Enkelkindern. Wunderbar.

Text: Susanne Beuth/APK
Foto(s): Susanne Beuth/APK

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Weihnachtlicher Orgelabend in der Trinitatiskirche: Johannes Güdelhöfer spielt Werke vom Barock bis zur Gegenwart

Feierlich, besinnlich, abwechslungsreich: Wer für den zweiten Weihnachtsfeiertag, Donnerstag, 26. Dezember, noch eine besondere Unternehmung sucht, kann um 19.30 Uhr in der Trinitatiskirche den letzten Orgelabend dieses Jahres erleben. Organist Johannes Güdelhöfer hat ein besonderes Programm zusammengestellt, das von Johann Sebastian Bach bis zu den avantgardistischen Klängen Mauricio Kagels reicht. Mit diesem Konzert endet die sechzehnteilige Reihe, während der in diesem Jahr viele internationale Gäste an der Klais-Orgel zu hören waren.

„Die Orgel der Trinitatiskirche, mit ihrer beeindruckenden klanglichen Vielseitigkeit, bietet die Möglichkeit, Werke verschiedenster Epochen und Stile authentisch und ausdrucksstark zu interpretieren“, erläutert Güdelhöfer. „Mein Ziel war es, die gesamte Bandbreite des Instruments zu zeigen und die Akustik der Kirche für ein abwechslungsreiches Hörerlebnis zu nutzen.“ Die stilistische Vielfalt – von der barocken Meisterschaft Bachs über die Romantik bis hin zur zeitgenössischen Avantgarde Kagels – biete den Zuhörern eine facettenreiche musikalische Reise.

„Am zweiten Weihnachtstag, in der katholischen Kirche das Fest des heiligen Diakons Stephanus, war es mir zudem ein Anliegen, festliche Werke in das Programm aufzunehmen“, fährt der junge Organist fort. „So eröffnet Edward Elgars Allegro maestoso aus der Sonata in G-Dur das Konzert mit majestätischen und feierlichen Klängen. Auch weihnachtliche Werke wie Sigfrid Karg-Elerts ,Hymn to the Stars und Max Regers Choralfantasie ,Wie schön leuchtet der Morgenstern setzen festliche Akzente, die die Weihnachtszeit in ihrer ganzen Pracht musikalisch aufleben lassen. Diese Mischung aus feierlicher, besinnlicher und abwechslungsreicher Musik ist ideal, um die Besonderheiten dieses Festtages in der Trinitatiskirche stimmungsvoll zu unterstreichen.“

Orgelzyklus mit verspielten und humorvollen Werken

Ein besonderes Highlight des Programms ist die Komposition *Rrrrrrrr…* des argentinisch-deutschen Komponisten Mauricio Kagel. Kagel hatte seinen Lebensmittelpunkt bis zu seinem Tod im Jahr 2008 in Köln. Johannes Güdelhöfer dazu: „*Rrrrrrrr…* ist ein Zyklus von acht Charakterstücken für Orgel, 1981 veröffentlicht. Der Titel spielt humorvoll auf den Buchstaben R an, der in vielen musikalischen Begriffen vorkommt, und eröffnet eine Klangwelt voller Ironie und Experimentierfreude.“ Die drei gewählten Stücke zeigen laut Güdelhöfer Kagels Kreativität eindrucksvoll: „Raga lässt sich von indischen Musiktraditionen inspirieren und entfaltet eine hypnotische, klanglich dichte Atmosphäre. Ragtime Waltz ist verspielt und humorvoll, mit neckischen Motiven und überraschenden Wendungen. Rossignol enrhumé (Die erkältete Nachtigall) entwirft ein parodistisches Klangbild, das durch dissonante und kränklich wirkende Klänge verblüfft und amüsiert.“ Diese Werke laden dazu ein, „die Orgel als vielseitiges Klangexperiment zu erleben und das Publikum auf eine Reise in die avantgardistische Welt Kagels mitzunehmen“.

Johannes Güdelhöfer war bereits vor einigen Jahren im Rahmen einer Orgelvesper in der Trinitatiskirche zu hören. Mittlerweile kann der 25-jährige Organist auf eine beachtliche Karriere schauen. Nach seinem Bachelor-Orgel- und Kirchenmusikexamen an der Kölner Musikhochschule erlangte er den Masterabschluss an der Hochschule in Leipzig. Nachdem er beide Studiengänge mit Bestnoten und Auszeichnungen abgeschlossen hat, wurde er zum Meisterklassenstudium Orgel und Orgelimprovisation bei Prof. Martin Schmeding in Leipzig zugelassen.

International ausgezeichnet

Güdelhöfer war zudem bereits Preisträger in verschiedenen Wettbewerben: Im Jahr 2020 gewann er den Bachpreis beim „Northern Ireland International Organ Competition“. 2023 war er Preisträger beim XVI. Internationalen Gottfried-Silbermann-Orgelwettbewerb. Zusätzliche musikalische Impulse erhielt Güdelhöfer durch Meisterkurse bei renommierten Organisten wie Ben van Oosten, David Cassan, Lorenzo Ghielmi und anderen.

Von 2018 bis 2022 wirkte Johannes Güdelhöfer als Kirchenmusiker in Brauweiler, wo er die Chorgemeinschaft „Cantabile 1890“ leitete. Zudem war er Mitgründer und Organisator der musikalischen Reihe „NachTklang“. Seine Konzerttätigkeit führte ihn bereits an bedeutende Orte, darunter der Freiberger Dom, die Thomaskirche Leipzig, St. Wenzel in Naumburg, die Bachkirche in Arnstadt, das Bonner Münster, St. Lambertus in Münster, der Essener Dom und St. Albans in der Nähe von London.

Menschen mit Musik berühren

„Für das kommende Jahr stehen viele spannende Projekte auf dem Programm. Neben Konzerten in verschiedenen Städten bereite ich mich auf internationale Wettbewerbe vor, die eine wichtige Etappe in meiner musikalischen Entwicklung darstellen“, gibt Güdelhöfer einen Ausblick. „Von besonderer Bedeutung ist der Abschluss meines Konzertexamens, ein Höhepunkt meiner bisherigen Ausbildung. Darüber hinaus freue ich mich auf die nächste Phase meiner Laufbahn als Kirchenmusiker, in der ich die Möglichkeit haben werde, Menschen im kirchlichen Kontext mit Musik zu berühren und inspirierende Momente zu schaffen.“

Das neue Konzertjahr 2025 beginnt in der Trinitatiskirche gleich im Januar mit drei Orgelkonzerten. Am 16., 23. und 30. Januar findet zum Jahresauftakt das „Improvisationstriduum“ statt, in dem es improvisierte Orgelmusik, Rezitationen und eine Stummfilmvertonungen geben wird. Am 11. Januar lädt der Evangelische Kirchenverband Köln und Region zusätzlich zu einer Orgelvesper ein. Weitere Informationen zu allen Veranstaltungen und Konzerten in der Trinitatiskirche gibt es auf der Internetseite

www.trinitatiskirche-koeln.de

Text: Wolf-Rüdiger Spieler/APK
Foto(s): Privat

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Unser Adventskalender: Das sind wir! Öffnen Sie das 8. Türchen mit Jürgen Lauff

Bei diesem Bild stehe ich vor meiner Ente (Citroen 2cv6 Bj. 1983) mit deren Vollrestauration ich in diesem Jahr begonnen habe. Auf dem kleinen Bild stehe ich auch vor meiner damailigen Ente – vor genau 40 Jahren.
Bei diesem Bild stehe ich vor meiner Ente (Citroen 2cv6 Bj. 1983) mit deren Vollrestauration ich in diesem Jahr begonnen habe. Auf dem kleinen Bild stehe ich auch vor meiner damailigen Ente – vor genau 40 Jahren.

 Unser Adventskalender 2024: Das sind wir! ⭐ Evangelisch in Köln und Region – dahinter stehen engagierte Köpfe, die sich mit Herz und Leidenschaft für die Menschen vor Ort einsetzen.  Hinter jedem Türchen steckt eine andere Geschichte. Lassen Sie uns gemeinsam die Freude und das Licht der Vorweihnachtszeit teilen! Jürgen Lauff, Leiter des Haus Wiesengrund, steht hinter dem 8. Türchen:

Wofür sind Sie mit Blick auf das Jahr 2024 besonders dankbar?

Jürgen Lauff: Ich bin dankbar für die vielen tollen Gäste im Haus Wiesengrund, die schönen Begegnungen und Gespräche – und dass wir als Team den Betrieb aufrecht halten konnten, trotz des erheblichen Personalmangels.

Was wünschen Sie sich für das Jahr 2025?

Jürgen Lauff: Ich wünsche mir, dass viele Menschen den Psalm 34 /14;15 lesen und leben. (Dann achtet auf das, was ihr sagt: Keine Lüge, kein gemeines Wort soll über eure Lippen kommen. Wendet euch ab von allem Bösen und tut Gutes! Setzt euch unermüdlich und mit ganzer Kraft für den Frieden ein!, Anm. d. Red.)

Haben Sie eine besondere Tradition in der Adventszeit?

Jürgen Lauff: Da unsere Kinder an verschiedenen Orten in Deutschland wohnen, treffen wir uns alle jedes Jahr bei unserem Sohn in der Nähe von Kiel, um gemeinsam als Familie mit Freunden und Verwandten die Weihnachtstage zu verbringen.

Text: Jürgen Lauff/APK
Foto(s): Jürgen Lauff/APK

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Kirche2go fragt: Wieso gehören Engel zu Weihnachten?

Kirche2go fragt: Wieso gehören Engel zu Weihnachten? Die Antwort gibt’s in diesem Video. Auch wenn viele Menschen Engel eher als kritisch empfinden: Ein Weihnachten ohne Engel ist eigentlich nicht möglich. Engel sind ein fester Bestandteil der Berichte in der Bibel über die Geburt von Jesus Christus und sind daher vom Weihnachtsfest nicht wegzudenken.

Haben Sie Interesse an weiteren Videos? Dann schauen Sie doch rein und abonnieren Sie unseren YouTube-Kanal: www.youtube.com/kirchekoeln

Der gesamte Text zum Nachlesen:

Wieso gehören Engel zu Weihnachten? Engel sind ein fester Bestandteil der Berichte in der Bibel über die Geburt von Jesus Christus und sind daher vom Weihnachtsfest nicht wegzudenken. In der Bibel gibt es verschiedene Texte, in denen Engel vorkommen. Sie handeln im Auftrag Gottes und bringen Menschen zum Beispiel Botschaften. Im alten Testament berichtet Daniel, dass ein Engel dem Löwen das Maul zugehalten hat, als er die Löwengrube geworfen wurde. Im neuen Testament ist es ein Engel, der Maria von ihrer Schwangerschaft mit Jesus berichtet. Und es war ein Engel, der den Hirten auf dem Feld bei Betlehem von der Geburt Jesu berichtete. Und das war auch ein Engel, der den Frauen am Grab die Botschaft brachte, dass Jesus Christus auferstanden ist. Auch wenn viele Menschen Engel eher als kritisch empfinden: Ein Weihnachten ohne Engel ist eigentlich nicht möglich.

Text: APK
Foto(s): APK

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Unser Adventskalender: Das sind wir! Öffnen Sie das 7. Türchen mit Martina Schönhals

 Unser Adventskalender 2024: Das sind wir! ⭐ Evangelisch in Köln und Region – dahinter stehen engagierte Köpfe, die sich mit Herz und Leidenschaft für die Menschen vor Ort einsetzen.  Hinter jedem Türchen steckt eine andere Geschichte. Lassen Sie uns gemeinsam die Freude und das Licht der Vorweihnachtszeit teilen! Martina Schönhals, Geschäftsführerin des Diakonischen Werks Köln und Region, steht hinter dem 7. Türchen:

Wofür sind Sie mit Blick auf das Jahr 2024 besonders dankbar?

Martina Schönhals: Ich bin dankbar für sehr viele engagierte Mitarbeitende, deren Herz trotz unsicherer Zeiten für die diakonische Arbeit schlägt und die immer ganz nah am Menschen sind. Das 100-jährige Jubiläum unter dem Motto #einefüralle hat uns das ganze Jahr über begleitet, Höhepunkte waren für mich das Familienfest für Mitarbeitende im Juni und das Begegnungsfest im September, aber es gab auch viele weitere schöne Events wie die Wochen der Diakonie und die Diakonie-Gottesdienste in zahlreichen Kirchengemeinden.

Welche Person oder welches Ereignis hat Sie in diesem Jahr inspiriert?

Martina Schönhals:  Die Großdemo gegen Rechtspopulismus im Januar in Köln, wie die Menschen da über die Brücken strömten hin zum Deutzer Rheinufer – Gänsehaut pur!

Welche Ziele und Wünsche haben Sie mit Blick auf das kommende Jahr?

Martina Schönhals: Stabile Perspektiven für die Arbeitsbereiche des Diakonischen Werkes und damit auch ein gutes soziales Angebot für Köln und Region. Ich wünsche mir einen Wandel im gesellschaftlichen Diskurs hin zu mehr solidarischem Miteinander und gegenseitigem Respekt. Und ich wünsche mir, dass wir als Kirche und Diakonie noch mehr gemeinsam sichtbar werden.

Haben Sie eine besondere Tradition in der Adventszeit?

Martina Schönhals: Ich gehe gerne auf den kleinen Weihnachtsmarkt der KG Ponyhof an der Kartäuserkirche. Mein liebstes Weihnachtsessen ist Bratapfel mit Vanillesauce und Marzipan. Im Advent backe ich Spritzgebäck nach Omas Rezept mit dem guten alten „Fleischwolf“ und mein liebstes Weihnachtslied ist „War is over“ von John Lennon.

Text: Martina Schönhals/APK
Foto(s): Martina Schönhals/APK

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Unser Adventskalender: Das sind wir! Öffnen Sie das 6. Türchen mit Torsten Krall

 Unser Adventskalender 2024: Das sind wir! ⭐ Evangelisch in Köln und Region – dahinter stehen engagierte Köpfe, die sich mit Herz und Leidenschaft für die Menschen vor Ort einsetzen.  Hinter jedem Türchen steckt eine andere Geschichte. Lassen Sie uns gemeinsam die Freude und das Licht der Vorweihnachtszeit teilen! Torsten Krall, Pfarrer der Evagelischen Kirchengemeinde Köln-Dünnwald und Superintendent des Kirchenkreises Köln-Rechtsrheinisch, steht hinter dem 6. Türchen:

Welche Person oder welches Ereignis hat Sie in diesem Jahr inspiriert?

Torsten Krall: Besonders inspirierend war für mich im Jahr 2024, dass das „Hätzjeföhl“ in die Welt gekommen ist. Solches konnte man ja schon immer unter Christinnen und Christen in Köln und Region finden, aber jetzt gibt es das Segensbüro, das es ganz offiziell im Namen trägt. Und dazu beiträgt, dass sich der Segen Gottes noch weiter unter die Menschen verbreitet.

Worauf freuen Sie sich mit Blick auf das Jahr 2025?

Torsten Krall: Für das nächste Jahr freue ich mich besonders darauf, dass es eine ganze Pfarrstelle geben wird für die Ausbildung von Ehrenamtlichen zu Seelsorgenden. Schon bisher haben sich viele Menschen bei der Telefon- oder Notfallseelsorge engagiert oder haben Menschen im Krankenhaus, im Gefängnis oder im Pflegeheim besucht. Sie wurden bisher an verschiedenen Stellen dazu ausgebildet. Dies werden wir zusammenführen und dadurch neue Möglichkeiten schaffen. So können noch ganz neue Felder entdeckt werden.

Haben Sie eine besondere Weihnachtstradition?

Torsten Krall: An der Advents- und Weihnachtszeit liebe ich besonders, dass es viele Gelegenheiten gibt, gemeinsam zu singen. Weihnachtslieder verbinden viele Generationen, das schätze ich sehr.

Text: APK
Foto(s): APK

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Haushaltskürzungen – Kölner Jugendring gibt Ehrenamtspreis 2024 zurück – Großdemo am 11.12.

Als Zeichen des Protests gegen die Sparpläne Kölns hat der Kölner Jugendring e.V. symbolisch den „Kölner Ehrenamtspreis 2024“, den sie von der Oberbürgermeisterin erhalten haben, zurückgegeben. Der aktuelle Entwurf für den Doppelhaushalt 2025/26 sieht gravierende Kürzungen im Bereich der Jugendverbandsarbeit vor – eine Reduzierung um 32 Prozent im Jahr 2026. Diese Kürzungen bedrohen die Substanz der Jugendarbeit in Köln, mit Folgen, die weit über die Jugendverbände hinausgehen.

Im Sommer 2024 hatte der Kölner Jugendring e.V. den Ehrenamtspreis der Stadt Köln erhalten. Der Jugendring ist ein freiwilliger Zusammenschluss von insgesamt 22, meist ehrenamtlich geführten, Jugendverbänden und -organisationen aus Köln, unter anderem dem Evangelischen Jugendreferat Köln und Region. Sie setzen sich dafür ein, dass Köln eine kinder- und jugendfreundliche Stadt wird.

Der aktuelle Haushaltsentwurf trifft nicht nur den Kölner Jugendring ganz konkret hart, sondern jeden Bereich, in dem sich hunderttausende Ehrenamtliche in Köln einsetzen. Mehrere tausend ehrenamtliche Jugendleitende aus den Verbänden arbeiten jeden Tag für ein soziales, diverses, queeres und ökologisches Köln.

Der Kölner Jugendring schreibt: „Eine Stadt, die sich kinder- und jugendfreundliche Kommune nennt, darf ihre Jugendverbände nicht im Stich lassen.“ Die Folgen der Kürzungen seien Schließungen und Angebotsverluste: „Ohne ausreichende Mittel müssen wir Standorte schließen und Angebote streichen. Strukturen, die einmal verloren gehen, lassen sich nicht wiederherstellen.“ Teilhabe werde unerschwinglich: „Drastisch steigende Teilnahmebeiträge würden Familien mit niedrigem Einkommen ausschließen.“ Und ehrenamtliche Strukturen werden zu stark belastet: „Die Krise der letzten Jahre hat das Ehrenamt bereits geschwächt. Weitere Einsparungen würden dessen Wiederaufbau nahezu unmöglich machen.“

„Köln lebt doch vom Ehrenamt. Das kann man nicht so kaputtsparen“

Der Jugendring fordert: „Wir appellieren an die Verantwortlichen im Kölner Stadtrat: Sichern Sie die Finanzierung der Jugendverbandsarbeit! Statt Kürzungen brauchen wir breite Investitionen in die Kinder- und Jugendarbeit!“

„Der Haushaltsentwurf kürzt alle Ferienangebote in Köln drastisch zusammen. Ferienfreizeiten und Stadtranderholung können sich dann nur noch reiche Familien leisten. Nach Corona sind viele Ehrenamtliche in Köln an der Belastungsgrenze. Viele Strukturen werden die flächendeckenden Kürzungen nicht überstehen. Es fühlt sich nicht richtig an, den Preis zu behalten, wenn wir sehen, dass Arbeit wie unsere in Köln gleichzeitig massiv unter Druck gerät. Köln lebt doch vom Ehrenamt. Das kann man nicht so kaputtsparen“, sagt Konrad Schmitz, Vorsitzender des Kölner Jugendrings.

Mittwoch, 11. Dezember 2024, 10.30 Uhr, Ottoplatz in Deutz: Großdemonstration gegen die Kürzungen

Am Mittwoch, 11. Dezember 2024, organisiert die LIGA (Zusammenschluss der Kölner Wohlfahrtsverbände) eine Großdemonstration, die mit einer Schließung aller Einrichtungen an diesem Tag einhergeht. Los geht es um 10.30 Uhr am Ottoplatz in Deutz, wo die 4,80 Meter hohe Beachflag des Kölner Jugendrings steht. Es werden etwa 10.000 Teilnehmende erwartet. Sie ziehen gemeinsam durch die Kölner Innenstadt, um ein starkes Zeichen gegen die geplanten Kürzungen zu setzen.

Die Evangelische Jugend Köln und Region schließt sich den anderen Jugendverbänden und Organisationen unter der Leitung des Kölner Jugendrings e.V. an.  Auch diejenigen, die von den Kürzungen nicht direkt betroffen sind, sind herzlich eingeladen, an der Seite der betroffenen Bereiche (Kinder, Jugend, Familie, Frauen, Migration, Behinderung u.v.m.) zu demonstrieren.

Ein Appell der Vertreter*innen der Kölner Jugendverbände finden Sie hier zum Download.

Text: APK/Jugendring
Foto(s): APK/Jugendring

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Unser Adventskalender: Das sind wir! Öffnen Sie das 5. Türchen mit Monika Crohn

 Unser Adventskalender 2024: Das sind wir! ⭐ Evangelisch in Köln und Region – dahinter stehen engagierte Köpfe, die sich mit Herz und Leidenschaft für die Menschen vor Ort einsetzen.  Hinter jedem Türchen steckt eine andere Geschichte. Lassen Sie uns gemeinsam die Freude und das Licht der Vorweihnachtszeit teilen! Pfarrerin Monika Crohn, Assessorin im Kirchenkreis Köln-Nord, steht hinter dem 5. Türchen:

Wofür sind Sie mit Blick auf das Jahr 2024 besonders dankbar?

Monika Crohn: Ich bin im Blick auf das zu Ende gehende Jahr allen Bediensteten der Krankenhäuser dankbar, in denen mein Mann behandelt wurde und liebevoll und kompetent begleitet wurde. Und allen Freund*innen, die schon eine so lange Zeit fest an unserer Seite sind. Das wichtigste Ereignis war der Umzug in eine barrierefreie Wohnung, die wir dringend benötigten, weil mein Mann nun im Rollstuhl sitzt. Sehr bewegt hat mich, dass alle Gemeinden unseres Kirchenkreises Köln-Nord auf unserer Herbstsynode alle Beschlüsse zur Bildung eines neuen Kirchenkreises Köln-Linksrheinisch einstimmig gefasst haben.

Was wünschen Sie sich für das Jahr 2025?

Monika Crohn: Für 2025 erhoffe ich mir, dass die weiteren Vorarbeiten für den neuen Kirchenkreis gut und zügig vorangehen. Auch in unserer Gemeinde mögen die Fusionsschritte gut vorangehen. Dort ist diese für 1.1.2027 beschlossen.

Haben Sie eine besondere Weihnachtstradition?

Monika Crohn: Ein besonderer Ort in den Weihnachtstagen sind mir neben der Kirche die Straßen in der Gemeinde. Der eine und andere Spaziergang dort lässt mich um Frieden bitten und gegenseitiges Verständnis bei aller Unterschiedlichkeit. Die zufälligen Begegnungen dabei sind mir dann etwas Besonderes.

Text: APK
Foto(s): APK

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Melanchthon-Akademie: “Mission impossible?” – Interreligiöser Dialog in Konflikten am 7. Dezember

“Mission impossible?”: Die Melanchthon-Akademie lädt am 7. Dezember von 10 bis 16 Uhr zu einem Studientag im Haus der Evangelischen Kirche, Kartäusergasse 9-11, ein. Thema ist, wie der interreligiöse Dialog in Konfliktsituationen helfen kann.

In den letzten Jahren hat der Dialog zwischen den Religionen oft zu mehr Verständnis und einem friedlicheren Miteinander beigetragen. Doch welches Potenzial hat der Dialog noch, wenn es direkte Konflikte gibt? Aktuelle Spannungen sowie wachsender Antisemitismus und Muslimfeindlichkeit seit dem 7. Oktober 2023 sind hierbei große Herausforderungen.

Unter anderem wird John Munayer, Experte für Dialog und Friedensbildung in Israel, von seinen Erfahrungen berichten. Weitere muslimische und christliche Expert*innen für den interreligiösen Dialog und die interreligiöse Theologie aus Deutschland werden ebenfalls ihre Perspektiven einbringen.

Am Ende der Veranstaltung wird ein Projektpreis der Interreligiösen Arbeitsstelle INTR°A von 5000 Euro für ein innovatives interreligiöses Projekt vergeben.

Die Tagung findet als Hybrid-Veranstaltung mit Präsenz- und Zoom-Teilnahme statt.

Referent*innen:

Prof. Dr. Idris Nassery, Paderborn
John Munayer, Jerusalem
Prof. Dr. Perry Schmidt-Leukel, Münster
Kosten: 15 Euro (Präsenz), 10 Euro (online).

anmeldung@melanchthon-kirche.de und www.melanchthon-akademie.de

Text: APK
Foto(s): APK

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Minister Karl-Josef Laumann sprach beim Jahresempfang: Motto des Abends war der „Beitrag der Diakonie für den Zusammenhalt unserer Gesellschaft“

Bis auf den letzten Platz besetzt war die Kartäuserkirche, als Stadtsuperintendent Bernhard Seiger die Gäste zum Jahresempfang des Evangelischen Kirchenverbandes Köln und Region begrüßte. Wie immer waren zahlreiche Vertretende von Politik, Verwaltung und Institution unter den Gästen. Gekommen waren unter anderem Vertretende der Jüdischen Synagogengemeine, unter anderem Abraham Lehrer, Bettina Levi und Dr. Felix Schotland, Vorsitzende der Ratsfraktionen, die Kämmerin Professor Dr. Dörte Diemert, Bürgermeisterin Brigitta von Bülow und Vertreter des Arbeitskreises Christlicher Kirchen in Köln. Musikalisch begleitet wurde der Abend von „Con Spirito“, dem Ensemble des Posaunenwerkes Rheinland, unter der Leitung von Jörg Häusler. Der Empfang stand unter dem Motto „Der Beitrag der Diakonie für den Zusammenhalt unserer Gesellschaft“. „Die Freie Wohlfahrtspflege ist eine feste Säule im Sozialstaat Bundesrepublik Deutschland. Die christlichen Verbände Diakonie und Caritas arbeiten in dieser partnerschaftlichen Gemeinschaft mit den öffentlichen Sozialleistungsträgern. Gemeinsames Ziel sind passgenaue soziale Unterstützungsangebote“, hieß es weiter in der Einladung.

„Vom Einstein des Staatsrechts Böckenförde stammt der kluge Satz: ,Der freiheitliche, säkulare Staat lebt von Voraussetzungen, die er selbst nicht garantieren kann`“, erklärte Seiger. Dazu gehöre eine christliche Haltung des Dienstes für das Gemeinwohl. Dazu gehörte aber vor allem hunderttausende Mitarbeitende in Pflege- und medizinischen Berufen, die oft in kirchlichen Krankenhäusern, in diakonischen und karitativen Einrichtungen tätig seien. Dort leisten hoch motivierte Menschen vom Ausbildungsalter bis ins Rentenalter treue Dienste, ihnen geht es um die Menschen.

„Dort wird das gelebt, was unser christlicher Glaube mit Nächstenliebe beschreibt,“ fuhr Seiger fort. Es gehe nicht nur darum, soziale Dienstleistungen zu erbringen, zum Beispiel in Kindertagesstätten und in der Geflüchtetenarbeit, die dann vom Land und den Kommunen mehr oder weniger refinanziert würden. Sondern es gehe auch um die passgenaue Organisation der Arbeit, um qualitätvolle Ausbildung und berufliche Weiterbildung, um Gewinnung von Fachkräften, um die Prägung einer Haltung des Dienstes und eine wache Anpassung an jeweils neue Anforderungen: seien es Schutzkonzepte, oder Anforderungen der Inklusion, der Bekämpfung von Rassismus und der Förderung von Diversität und Partizipation.

„Solidarität und Eigenverantwortung sind die Schlüsselworte“

Karl-Josef Laumann, Minister für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen, war Gastredner beim Jahresempfang des Evangelischen Kirchenverbandes Köln und Region. Er sprach über das Motto des Empfangs, den „Beitrag der Diakonie für den Zusammenhalt unserer Gesellschaft“. Das Diakonische Werk Köln und Region besteht in diesem Jahr seit 100 Jahren. Laumann erklärte, er sei froh, dass die sozialen Leistungen traditionell in Deutschland nicht in erster Linie vom Staat geleistet würden, sondern von selbst verwalteten Sozialversicherungen. Das sei schon in der Weimarer Republik so gewesen. „Der Staat tritt nur dann als Akteur in Erscheinung, wenn man niemanden anderen findet. Und wir haben die Wohlfahrtsverbände mit ihren unzähligen Einrichtungen, mit den Haupt- und Ehrenamtlichen. Solidarität und Eigenverantwortung sind die Schlüsselworte. Ohne die Strukturen der Verbände wäre Sozialpolitik nicht zu machen.“

Laumann erklärte, er sei fest davon überzeugt, dass diese Idee ohne die christliche Soziallehre undenkbar sei. Der Minister erinnerte an das Gebot der christlichen Nächstenliebe, in deren Geist Diakonie und Caritas ihre Arbeit leisten würden. „Wir finden so eine Antwort auf die Frage, wie wir eine Gesellschaft gestalten, die auch in diesem Leben das Dasein lebenswert macht.“ Das Versprechen der 50er Jahre, „Wohlstand für alle“, sei heutzutage eingelöst. Daran sei die Sozialpolitik maßgeblich beteiligt.

Aber die Wohlfahrtsverbände, auch die christlichen, wüssten, dass es Strukturen brauche für Solidarität und Eigenverantwortung. Ohne Strukturen könne man der Verantwortung für die Menschen nicht gerecht werden. Für alle Träger würden die gleichen Spielregeln gelten. Und dennoch sei die soziale Landschaft unterschiedlich. Bei der Diakonie und der Caritas treffe man auf andere Charismen als bei anderen Trägern. „Das würden wir als Staat nie hinkriegen“, so Laumann.

„Wir haben eine extreme Misstrauenskultur in unserem Sozialstaat“

Dank der Nähe zu den Menschen hätten die Mitarbeitenden Träger eine große Sensibilität beim Aufspüren von Problemen. Staatliche Institutionen hätten diese Nähe nicht. Dennoch gebe es ein Problem: Der Fachkräftemangel: „Es ist einfach, einen Investor zu finden, der ein Pflegeheim mit 80 Betten baut. Und es ist einfach, 80 Bewohner zu finden. Aber wir haben ganz große Probleme, die 100 Pflegekräfte zu finden, mit denen man das Heim betreibt.“ Laumann plädierte für Bürokratieabbau. „Wir haben eine extreme Misstrauenskultur in unserem Sozialstaat. Überall Kontrolle, Dokumentation und Bürokratie. Den Pflegekräften wird immer mehr Zeit genommen, das zu tun, wofür sie ihren Beruf ergriffen haben.“ Laumann plädierte für eine höhere „Vertrauenskultur“. Allerdings müsse man dann damit umgehen, dass es in Einzelfällen zu Fehlern komme.

Der Minister ist nach eigenen Worten froh, „dass es noch Menschen gibt, die kein erotisches Verhältnis zu Akten haben“. Für eine Reform brauche es Menschen, die das System sehr genau kennen würde. Laumann erinnerte an die „Erfolgsgeschichte“ der Krankenhausplanung.

„Eine Gesellschaft ohne Barmherzigkeit ist kalt“

Der Sozialstaat fuße darauf, dass die Menschen Rechte hätten und nicht von Gnade abhängig seien. Diese Rechtsansprüche seien demokratische Errungenschaften. Natürlich müsse der Sozialstaat ein aktivierender sein. Ziel sei, dass die Menschen in Arbeit kämen und nicht abhängig seien, etwa von den Lebensmitteltafeln. „Eine Gesellschaft ohne Barmherzigkeit ist kalt. Was nutzt mir ein Rechtsanspruch, wenn vor Ende des Monats von der Grundsicherung nichts mehr übrig ist?“ Laumann warnte davor, etwa die Grundsicherung zu kürzen und auf die Tafeln zu verweisen. „Dann werden Ehrenamtliche ausgenutzt.“

Bürgermeisterin Brigitta von Bülow sprach über die Haushaltsprobleme der Stadt Köln. „Alle müssen einen Beitrag zur Konsolidierung leisten. Auch die Kosten für die sozialen Pflichtaufgaben steigen.“ Aber Köln gebe immer noch ein Fünftel des städtischen Haushaltes von sechs Milliarden Euro für Soziales aus. „Daran hält der Stadtrat fest.“ Das soziale Köln sei immer ein Gemeinschaftswerk gewesen. „Und vielleicht ist der Advent ein schöner Zeitpunkt, um uns an Werte wie Verantwortung, Gerechtigkeit und Solidarität zu erinnern.“

Text: Stefan Rahmann
Foto(s): Stefan Rahmann

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