Unser Adventskalender: Milieukrippe in der Badorfer Jakobuskirche

Die  Milieukrippe in der Badorfer Jakobuskirche wurde von Mitgliedern der Kirchengemeinde geplant und gebaut. Federführend war der Badorfer Erwachsenenkreis unter Leitung vom damaligen Pfarrer Hans-Ludwig Vielhauer. Baubeginn war der 27. Januar 1999 mit dem Modellieren der Köpfe im Badorfer Erwachsenenkreis. Im Laufe des Jahres wurden die Köpfe angemalt, die Körper aus Kaninchendraht gefertigt und die Bekleidung geschneidert. Zwischendurch fanden immer wieder „Anproben“ und Planungsgespräche statt. Schon bald wurde die Jakobuskirche als Baustelle für die Krippenumgebung festgelegt worden.

Die Krippe wurde zum Weihnachtsfest 1999 zum ersten Mal aufgebaut. In den folgenden Jahren wurden immer weitere Teile ergänzt. So wurde im Jahr 2001 im Eingangsbereich der Tempel mit den fünf Propheten, die die Ankunft des Messias hingewiesen haben, gebaut.

Vorgeschichte Propheten 2022(1)
Maria vor Hospitälchen 2021(1)
Maria vor dem Hospitälchen 2022(1)
Krippe Jakobuskirche 2021(1)
Krippe bis 2019 Panorama(1)
Krippe 2022 mit H3Kö(1)
Josef bei der Arbeit 2022(1)

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Die gute ökumenische Zusammenarbeit in Brühl wird durch die drei Geistlichen der evangelischen Kirche, der katholischen Kirche und der orthodoxen Kirche verdeutlicht. Die Krippe wird immer entsprechend der Weihnachtszeit verändert. So arbeitet Josef vor Weihnachten als Handwerker und Maria sitzt vor dem Brühler Hospitälchen mit dem Mütterpass in der Hand zur Vorsorgeuntersuchung. Die Grundgedanken zum Bau der Krippe in der Jakobuskirche: Die biblische Geschichte der Geburt Christi soll im Badorfer Milieu dargestellt werden. Dabei soll Bezug auf die kirchliche Entwicklung der Umgebung (Kloster Benden in Brühl-Heide und Kloster Walberberg) genommen werden.

Unser Adventskalender: Krippenkunst in Köln

In den zahlreichen Kirchen dieser Stadt findet man Krippendarstellungen, die auf eine lange Tradition zurückblicken. Wunderschön geschnitzte Figuren, kunstvolle Kulissen und liebevoll gestaltete Details erwecken die Weihnachtsgeschichte zum Leben. Diese Krippen laden Besucherinnen und Besucher jeden Alters ein, die wundervolle Atmosphäre der Weihnachtszeit zu spüren und sich daran zu erfreuen. In unserem Adventskalender möchten wir Ihnen diese besonderen Krippen vorstellen. Täglich öffnen wir ein Türchen und präsentieren Ihnen eine neue Krippe aus Köln und der Region.

Wo steht die Krippe?

Evangelische Jakobuskirche, Unter Eschen 24, 50321 Brühl-Badorf

Text: APK
Foto(s): Peter Pfannkuche/APK

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„Jeder ist anders. Das ist normal“: Pfarrer Rainer Schmidt beim Jahresempfang

„Meine schwer versehrten Damen und Herren“, begrüßte Rainer Schmidt die Gäste in der Kartäuserkirche. Und das war keineswegs despektierlich gemeint, wie sich später herausstellen sollte. Schmidt, Pfarrer und Theologischer Vorstand der Diakonie Michaelshoven, hielt den Vortrag beim Jahresempfang des Evangelischen Kirchenverbandes Köln und Region.  Sein Thema: „Der Dienst der Diakonie – Inklusion als Beispiel für Perspektiven“.

Von Geburt an fehlen Rainer Schmidt beide Unterarme, nur am linken Oberarm sitzt ein kleiner Daumenansatz. Auch sein rechtes Bein ist verkürzt, er trägt eine Prothese und die Beeinträchtigungen mit Humor. „Es ist schwer in Zeiten der Inklusion, jemanden inklusiv zu begrüßen. Es gibt große Verunsicherungen. Wie soll man jemandem die Hand geben, wenn der keine hat?“

Schmidt, der bei den Paralympics im Tischtennis sehr erfolgreich und auch schon als Kabarettist unterwegs war, erzählte von einer Begebenheit in einem mondänen Hotel in Paderborn. Dort war für ihn ein Zimmer reserviert, und beim Einchecken legte der Rezeptionist den Meldeschein routiniert und ohne hinzuschauen auf den Tresen. Dann sah er Schmidt, stutzte und sagte: „Ach, der Schein ist nicht so wichtig.“ Und um Schmidt zu entlasten: „Sie können ihn ja unterschreiben. Machen Sie doch einfach einen Kringel.“ Schmidt hat dann mit „Rainer Kringel“ unterschrieben und hatte nach dieser Anekdote die Lacher auf seiner Seite. „Ich hätte moralisch reagieren können. Den Direktor holen lassen und Diskriminierung anprangern. Ich nehme das lieber mit Humor.“ Inklusion sei immer ein Glatteisprojekt. „Ich spreche heute zu Ihnen vielleicht nicht immer politisch korrekt, aber ehrlich. Ich bin gesund, nur ohne Hände.“

Dann wurde der Pfarrer grundsätzlich: „Inklusion ist die Kunst des Zusammenlebens von verschiedenen Menschen. Aber wir leben in einer Klassengesellschaft.“ In der Geschäftsführung der Diakonie Michaelshoven sei man per Du, mit den anderen Mitarbeitern per Sie. Es gebe unterschiedliche Dienstwagen. Inklusion, und da ging Schmidt zurück auf die ungewöhnliche Begrüßung zu Beginn seines Vortrags, heiße, es gebe nur noch Menschen mit Behinderungen. Aus ärztlicher Sicht sei er behindert, ein Normabweichler.

Das theologische Menschenbild sei ein anderes: „Jeder ist anders. Das ist normal.“ Die Einteilung der Menschen in Gruppen sei fatal. „Du hast eine Brille, rüber zu den Behinderten. Zahnersatz? Die Blonden nach links, die Brünetten nach rechts. Was ist mit den Gefärbten? Und den Glatzköpfen? Die Arier und die Nichtarier. In der zweiten Stufe der Ausgrenzung bekommen sie Etiketten: Sozialschmarotzer. Dann werden sie entmenschlicht, etwa als Schweine. Und dann ist es nicht mehr weit bis zur Vernichtung.“ Sobald Menschen in Gruppen aufgeteilt würden, werde es sehr schnell perfide.

Darum gehe es: Möglichkeiten zu schaffen

Schmidt erinnerte sich an seine Schulzeit. Als er sich dem Direktor seines zukünftigen Gymnasiums vorstellte, habe der einen prägenden Satz gesagt: „Herr Schmidt, was müssen wir tun, damit Sie hier zur Schule gehen können?“ Darum gehe es: Möglichkeiten zu schaffen. „Gibt es eine Grenze für Inklusion? Rechtlich nein, de facto ja. Zu einer privaten Geburtstagsfeier darf ich, wenn ich will, nur Männer einladen. Aber wenn man als einziges Kind der Schulklasse nicht zu einem Geburtstag eingeladen wird, tut das echt weh.“ Es gebe allerdings doch Grenzen. „Wenn ich sehe, dass ein Pilot erkennbar blind ist, würde ich ihn fragen: Willst du das Ding jetzt wirklich fliegen?“

In seinem Sportunterricht habe er einmal einen 1000-Meter-Lauf absolvieren müssen. Er war am längsten von allen unterwegs. Der Sportlehrer habe ihm eine Neun als Note geben wollen. Daraufhin sei in der Klasse eine Diskussion entbrannt. Man dürfe die Leistung eines Mädchens mit 80 Kilogramm Körpergewicht nicht mit der eines 50-Kilo-Leichtgewichtes vergleichen. Und ein 1,90-Meter-Hüne habe einfach eine längere Schrittlänge als einer mit 1,50 Metern. So sei es generell im Schulunterricht. Bei der einen werde zu Hause nur Türkisch gesprochen, der andere bekomme Gute-Nach-Geschichten von Hermann Hesse vorgelesen.

Die Quintessenz: „Vergleiche nie ein Kind mit einem anderen.“ Es gelte, das System zu stärken, aber nicht jeden Einzelnen. Früher habe es integrative Kindergärten gegen. Da seien Logopäden selbstverständlicher Teil des Teams gewesen. Heute gebe es inklusive Kitas und die Förderung werde extern außerhalb geleistet. Es seien im Übrigen nicht die Menschen mit Behinderungen, die am meisten von der sozialen Teilhabe ausgeschlossen seien. „Es sind die Armen. Sie haben mehr Stress, werden häufiger gemobbt und diskriminiert.“ Und zum Schluss: „Wir brauchen Inklusion. Wir brauchen gleiche Rechte für alle.“

Zu Beginn hatte Stadtsuperintendent Bernhard Seiger die Gäste willkommen geheißen: Oberbürgermeisterin Henriette Reker, Abraham Lehrer, Vorstand der Synagogengemeinde und stellvertretender Vorsitzender des Zentralrats der Juden, Stadtdechant Robert Kleine und zahlreiche Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Verwaltung und Kirche. „Dieses Jahr soll es um Diakonie gehen, um den praktischen Dienst der Kirche in der Gesellschaft. Anlass für unser Thema ist, dass wir im nächsten Jahr ,100 Jahre evangelische Diakonie in Köln und Region‘ feiern. 1924 wurde das ,Zentrale Jugend- und Wohlsfahrtsamt der Evangelischen Gemeinden Großkölns‘ in der Antoniterstraße gegründet.“

Seitdem habe sich die Diakonie enorm weiterentwickelt. „Tausende Menschen arbeiten in der Diakonie und der Caritas und in den kirchlichen Verbänden und Initiativen. Sie sorgen dafür, dass Menschen gute Chancen zur Entwicklung ihres Potentials bekommen und weitgehend selbstbestimmt leben können.“ Seiger erinnerte an die Demonstration der Liga der Wohlfahrtsverbände in der vergangenen Woche. 8000 Menschen hätten für den Erhalt der Sozialangebote demonstriert. „Die Inflation, Tarifsteigerungen und die unzureichende Ausfinanzierung vieler Leistung ist teilweise nicht mehr zu tragen und wird existenzbedrohend, weil die Zuweisungen nicht auskömmlich sind. Das Subsidiaritätsprinzip, das uns so weit gebracht hat, bekommt große Risse.“

Schwierigkeiten der öffentlichen Haushalte

Er wisse sehr wohl um die Schwierigkeiten der öffentlichen Haushalte. „Trotzdem braucht es angesichts der prekären Lage solche deutlichen Zeichen, damit allen klar wird, dass der soziale Zusammenhalt in unserer Gesellschaft auch an diesen Investitionen hängt und manches zusammenbrechen wird, wenn die Finanzierung nicht besser wird.“ Seiger bedankte sich beim Bläserensemble „Cologne Concert Brass“ für die musikalische Begleitung des Empfangs.

Die Oberbürgermeisterin warf einen verhalten optimistischen Blick in die Zukunft. Die zwei Millionen, die in diesem Jahr im Stärkungspakt übrig geblieben seien, werde man in das nächste Jahr übertrage. „Wir wollen alles retten, was zu retten ist.“ Reker bedankte sich bei den Kirchenvertretern, „dass sie das alles organisieren, worauf wir als Kommune angewiesen sind.“ Toleranz werde in den Wohlfahrtsinstitutionen zur Gegenwart. „Und ich spreche Ihnen meinen ausdrücklichen Respekt aus vor Ihrer Haltung beim Grundrecht auf Asyl.“ Weniger Migranten bedeuteten nicht automatisch weniger Rechtsextremismus. „Das ist blauäugig.“

Es gebe viel tiefer liegende Probleme, mit denen sich die Gesellschaft auseinandersetzen müsse. Die Oberbürgermeisterin bedauerte, dass der Bezug zu den Werten der Heiligen Schrift zunehmend verloren gehe. „Die Kirchen gehören zu den Fundamenten unseres Zusammenlebens. Wir müssen ihre Botschaften als Teil des Alltags inventarisieren.“

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Text: Stefan Rahmann
Foto(s): Stefan Rahmann

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Unser Adventskalender: Krippe der Bahnhofsmission am Hauptbahnhof

In der Bahnhofsmission am Hauptbahnhof Köln, genauer gesagt am Gleis 1, Abschnitt E, befindet sich eine besondere Krippe, die die Verbindung zwischen Weihnachten und der Bahnhofsmission symbolisiert. Jedes Jahr wird die Krippe umgestellt, um verschiedene Figuren und Szenen zu präsentieren, die das Geschehen am Bahnhof während der Weihnachtszeit widerspiegeln.

Im Jahr 2018 wurde eine Krippe geschaffen, die die vielfältigen Tätigkeitsbereiche der Bahnhofsmission Köln darstellt. Günter Winckler, ein ehrenamtlicher Mitarbeiter der Bahnhofsmission und bekannter Künstler, entwarf und realisierte diese Krippe.

Die Krippe zeigt verschiedene Situationen, die im Alltag der Bahnhofsmission vorkommen und verdeutlicht die wichtige Arbeit, die dort geleistet wird. Die Figuren und Szenen wurden detailreich gestaltet und vermitteln den Besucherinnen und Besuchern einen Eindruck von der bedeutsamen Rolle der Bahnhofsmission am Hauptbahnhof Köln.

Die Krippe der Bahnhofsmission am Hauptbahnhof Köln ist nicht nur eine sehenswerte künstlerische Darstellung, sondern auch eine Möglichkeit, die Arbeit der Bahnhofsmission kennenzulernen und die Bedeutung von Hilfe und Unterstützung in der Weihnachtszeit zu würdigen.

Unser Adventskalender: Krippenkunst in Köln

In den zahlreichen Kirchen dieser Stadt findet man Krippendarstellungen, die auf eine lange Tradition zurückblicken. Wunderschön geschnitzte Figuren, kunstvolle Kulissen und liebevoll gestaltete Details erwecken die Weihnachtsgeschichte zum Leben. Diese Krippen laden Besucherinnen und Besucher jeden Alters ein, die wundervolle Atmosphäre der Weihnachtszeit zu spüren und sich daran zu erfreuen. In unserem Adventskalender möchten wir Ihnen diese besonderen Krippen vorstellen. Täglich öffnen wir ein Türchen und präsentieren Ihnen eine neue Krippe aus Köln und der Region.

Wo steht die Krippe?

Bahnhofsmission, Hauptbahnhof Köln, Gleis 1 E, 50667 Köln

Text: APK
Foto(s): Hildegard Mathies/APK

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„You’ll never walk alone“: Stadtsuperintendent Bernhard Seiger führt Daniel Drewes als Geschäftsführer des Jugendreferates ein

Es sei eine schöne Tradition der evangelischen Kirche, leitende Mitarbeitende in einem Gottesdienst in ihre Ämter einzuführen, sagte Stadtsuperintendent Bernhard Seiger zu Beginn der Feier in der Kartäuserkirche: „Das verweist darauf, in wessen Auftrag wir arbeiten. In Gottes Auftrag.“ Das gelte selbstverständlich auch für die Jugendarbeit des Evangelischen Kirchenverbands Köln und Region.

Daniel Drewes wurde am 1. September zum Geschäftsführer des Evangelischen Jugendreferates Köln und Region bestellt und der Stadtsuperintendent gab ihm nun auch den kirchlichen Segen mit auf den Berufsweg. Gelesen wurde aus Markus 8, 1-9 über die Speisung der 4000. „Die Menschen haben Bedarf in der Wüste. Sie haben Hunger. Die Aufgabe besteht darin alle satt zu machen. Und dann geschah das Wunder.“ Dieser Bibeltext mache aber auch deutlich, dass man nicht vor einer Aufgabe kneifen solle, sondern die Ressourcen sammeln. „Jeder bringt ein, was er kann.“

Drewes, gebürtiger Augsburger, kennt kirchliche Jugendarbeit aus vielen Perspektiven: „In der Evangelischen Jugendarbeit habe ich vom Praktikum über die Jugendleitung bis hin zur Landeskirche in allen Bereichen meine Erfahrungen sammeln dürfen.“ Drewes hat an der TH in Köln seinen Bachelor und Master in Sozialer Arbeit gemacht. Darauf hat er noch einen MBA-Abschluss gesetzt und ist somit „Master of Business Administration“.

Als Geschäftsführer hat er nun Verantwortung für das Jugendreferat des Verbandes. Das Evangelische Jugendreferat Köln und Region ist die Facheinrichtung des Evangelischen Kirchenverbandes Köln und Region zur Förderung und Unterstützung der Kinder- und Jugendarbeit in den zugehörigen 54 Gemeinden und vier Kirchenkreisen sowie die Geschäftsstelle der Evangelischen Jugend Köln und Umgebung.

Kinder- und Jugendarbeit vor Ort

Das Jugendreferat akquiriert öffentliche Finanzmittel und gibt diese nach Prüfung entsprechend der jeweiligen Zuschussrichtlinien an die Kirchengemeinden und angeschlossenen Vereine weiter. Es unterstützt die Kinder- und Jugendarbeit vor Ort in den Gemeinden und Jugendhäusern und organisiert gemeinsame Veranstaltungen für alle Gemeinden in den Kirchenkreisen. Das Jugendreferat führt darüber hinaus übersynodale und übergemeindliche Angebote, Aktionen, Projekte und Fachtagungen durch und fördert durch die Vertretung der evangelischen Kinder- und Jugendarbeit in den relevanten kirchlichen und öffentlichen Gremien die Kinder- und Jugendarbeit vor Ort.

Simon Sandmann hatte während des Gottesdienstes die Kult-Hymne „You’ll never walk alone“ gesungen und sich dabei auf der Gitarre begleitet. Sie ist bekannt geworden als Lied, das die Fans des FC Liverpool vor dem Anpfiff der Spiele in ihrem Stadion an der Anfield Road singen. Die Anhänger von Borussia Dortmund tun es ihnen gleich im Westfalenstadion vor Bekanntgabe der Mannschaftsaufstellung.

„Du gehst nicht allein“, übersetzte Seiger den Refrain. „Das hat ganz viel mit uns als Christen zu tun.“ Der Stadtsuperintendent erinnerte an den Dreiklang von Körper, Seele und Geist. „Alle Dimensionen machen uns aus.“ Der Körper stehe im Mittelpunkt bei der Bewegung, dem Sport und auch bei der Ernährung. Die Seele kommuniziere mit dem Schöpfer und halte Räume vor für Spiritualität. Seiger verwies auf den Raum der Stille, der in einigen Jahren auf dem Campus Kartause stehen werde. Und der Geist, die Vernunft, befähige die Menschen, klar zu denken, Worte zu finden, Lösungen zu denken, Spannungen darzustellen und im Dialog Argumente in Balance zu bringen.

„Wir wollen Mut machen, Jungen und Mädchen stark machen.“

„Es gibt ein Buch über die Geschichte von ,You’ll never walk alone’“, sagte Seiger. Youtube-Videos zeigten Menschen, die das Lied sängen und dazu tanzten. Während eines aussichtslos scheinenden Spiels hätten die Liverpooler Fans die Hymne angestimmt. „Das Spiel ging gut aus.“  Manchmal brauche es nur einen Menschen, der einem Mut mache. Manchmal viele, wie etwa beim Kirchentag. Man könne von dem Lied lernen, dass man nicht allein sei. „Don’t bei afraid – Fürchte dich nicht. Und wenn man eine Niederlage einsteckt, dann ist das so. Das muss man hinnehmen und wieder aufstehen, um erfolgreich zu sein.“

Beim Fußball gehe es darum, einen Gegner zu besiegen. „Aber gibt es Gegner in der kirchlichen Jugendarbeit?“, fragte der Stadtsuperintendent und lieferte einige Antworten gleich mit. Negative Botschaften für die Zukunft seien erklärte Gegner aller Mitarbeitenden im Jugendreferat. Und Resignation, der Rückzug ins Private, in die Gamewelt, Einsamkeit, fruchtlose Konkurrenzkämpfe, Orientierungslosigkeit, Angst vor dem Leben. „Wir wollen Mut machen, Jungen und Mädchen stark machen.“ Dann gehe es noch um die Spielweise, mit der man den Gegnern begegne. „Offensiv, defensiv, taktisch oder kampfbetont? Wir spielen fair und gemeinsam. Wir geben Acht auf unsere Mitspieler und -spielerinnen und gehen ihnen nach, wenn sie Kummer haben.“

Drewes Rolle in Zukunft sei die des Coaches, der die Mannschaftsaufstellung bestimme, die Taktik und den „Turnierplan“ des Jahres. „Ich weiß, dass Sie am liebsten total mittendrin sind“, wandte sich Seiger an den Geschäftsführer: „Aber jeden Tag 30 Flanken üben, muss jetzt nicht mehr sein.“

Text: Stefan Rahmann
Foto(s): Stefan Rahmann

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Unser Adventskalender: Krippe in der Evangelische Kirche zum Heilsbrunnen, Bergisch Gladbach

In der Evangelischen Kirche zum Heilsbrunnen in Bergisch Gladbach, Im Kleefeld 23, 51467 Bergisch Gladbach, wird eine besondere Krippe ausgestellt. Die Krippe trägt den Namen „Erzählkrippe“ und wurde von Pfarrer Achim Dehmel gestaltet. Die Idee hinter dieser Krippe entstand aus dem Wunsch, die Weihnachtsgeschichte für Kinder lebhaft werden zu lassen. Jede Szene in der Krippe ist mit einem bestimmten Bibelvers verbunden.

Die Erzählkrippe wurde im Jahr 2016/2017 geschaffen und hat seitdem viele Besucherinnen und Besucher angezogen. Pfarrer Dehmel ist es wichtig, dass Kinder die Weihnachtsgeschichte auf eine spielerische und anschauliche Weise erleben können. Die Krippe ist ein wahrer Blickfang und beeindruckt durch die liebevoll gestalteten Figuren und Kulissen.

Besucherinnen und Besucher der Evangelischen Kirche zum Heilsbrunnen haben die Möglichkeit, die Erzählkrippe zu bewundern und die Weihnachtsgeschichte auf eine einzigartige Art und Weise zu erleben.

Unser Adventskalender: Krippenkunst in Köln

In den zahlreichen Kirchen dieser Stadt findet man Krippendarstellungen, die auf eine lange Tradition zurückblicken. Wunderschön geschnitzte Figuren, kunstvolle Kulissen und liebevoll gestaltete Details erwecken die Weihnachtsgeschichte zum Leben. Diese Krippen laden Besucherinnen und Besucher jeden Alters ein, die wundervolle Atmosphäre der Weihnachtszeit zu spüren und sich daran zu erfreuen. In unserem Adventskalender möchten wir Ihnen diese besonderen Krippen vorstellen. Täglich öffnen wir ein Türchen und präsentieren Ihnen eine neue Krippe aus Köln und der Region.

Wo steht die Krippe?

Evangelische Kirche zum Heilsbrunnen, Im Kleefeld 23, 51467 Bergisch Gladbach

Text: APK
Foto(s): Emmanuella Jenkins/APK

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Unser Adventskalender: Krippe der fbs – Familienzeit und Botschaft der Liebe

Geschenke aus der Küche, veganes Weihnachtsmenü und Weihnachtsgrußkarten gestalten: Die Evangelische Familienbildungsstätte Köln (fbs) ist nicht nur eine angesehene Weiterbildungseinrichtung, sondern auch ein Ort, der den Geist der Weihnachtszeit aufleben lässt. Die Krippe der fbs symbolisiert den Wert des Zusammenseins, der Gemeinschaft und des Familienlebens. In dieser besinnlichen Zeit des Jahres steht die Krippe für die christliche Botschaft der Liebe und des Friedens.

Die fbs hat das Ziel, Familien in verschiedenen Lebensphasen zu begleiten und zu unterstützen. Sie gibt Familien die Chance, sich auszutauschen, neue Kontakte zu knüpfen und Erfahrungen zu teilen – sei es bei gemeinsamen Bastelaktionen, Weihnachtsfeiern oder kreativen Workshops. Die Krippe ist ein greifbares Symbol dafür, dass die Weihnachtszeit eine Zeit ist, in der Menschen zusammenkommen, Traditionen pflegen und Werte wie Empathie und Solidarität leben. Denn inmitten des hektischen Alltags finden sich in der Adventszeit auch Raum und Zeit für das Wesentliche: das Zusammensein mit den Liebsten.

Unser Adventskalender: Krippenkunst in Köln

In den zahlreichen Kirchen dieser Stadt findet man Krippendarstellungen, die auf eine lange Tradition zurückblicken. Wunderschön geschnitzte Figuren, kunstvolle Kulissen und liebevoll gestaltete Details erwecken die Weihnachtsgeschichte zum Leben. Diese Krippen laden Besucherinnen und Besucher jeden Alters ein, die wundervolle Atmosphäre der Weihnachtszeit zu spüren und sich daran zu erfreuen. In unserem Adventskalender möchten wir Ihnen diese besonderen Krippen vorstellen. Täglich öffnen wir ein Türchen und präsentieren Ihnen eine neue Krippe aus Köln und der Region.

Wo steht die Krippe?

Evangelische Familienbildungsstätte Köln (fbs), Kartäuserwall 24b, 50678 Köln

Text: APK
Foto(s): Katrin Przybilla/APK

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Neues Kursprogramm der fbs lädt zum Entdecken und Erleben ein

Die Evangelische Familienbildungsstätte Köln (fbs) hat nun ihr neues Kursprogramm online veröffentlicht. Mit einer Vielzahl von Angeboten aus den Bereichen Bewegung, Kreativität und Kulinarik bietet die fbs spannende Möglichkeiten zur persönlichen Weiterentwicklung und gemeinsamen Aktivitäten für Eltern und ihre Kinder. Von Yoga-Kursen für Väter, Mütter und Babys bis hin zu Nähwerkstätten für absolute Anfänger und Kochkursen für Jung und Alt: Die fbs lädt ein, neue Fähigkeiten zu entdecken und gemeinsam schöne Erlebnisse zu schaffen.

Neues aus dem Bewegungsbereich

Im Bereich Bewegung bietet die fbs den Kurs „Breathe Baby“ an, ein Yoga-Kurs, der sich an Väter, Mütter und Babys im Alter von 3-12 Monaten richtet. Hier liegt der Fokus nicht nur auf den Erwachsenen, sondern auch auf dem Baby. Die Übungen beinhalten Elemente wie Atmen, Achtsamkeit, Beugen, Balancieren, Dehnen und Drehen. Durch die Einbindung des Babys lernt man, wie man es in das Yoga einbinden kann, während man gleichzeitig die positiven Auswirkungen der Übungen auf den eigenen Körper spürt.

Für die ganz Kleinen bietet die fbs den Krabbelkurs „Mini-Flöhe“ an. Hier haben Eltern die Möglichkeit, gemeinsam mit ihren Babys die Welt zu erkunden. Durch das Robben, Krabbeln und erste Laufenlernen werden die motorischen Fähigkeiten der Babys gefördert. Der Kurs beinhaltet Lieder und Fingerspiele sowie verschiedene feinmotorische Spielmaterialien, um die Sinne der Babys zu schärfen und ihre Entwicklung zu unterstützen.

Neues aus der Kreativecke

Für kreative Köpfe gibt es bei der fbs ebenfalls eine Vielzahl von Angeboten. In der freien Nähwerkstatt für absolute Anfänger können Teilnehmer das Quilten erlernen. Dabei werden dreilagige Decken hergestellt, die aus Top, Füllung und Rückseite bestehen. Das Quilten bietet viele Möglichkeiten, verschiedene Musterblocks nach Lust und Laune zu kombinieren und so ein individuelles Quilt zu gestalten.

Ein weiteres Angebot ist der Workshop „Patchwork“, bei dem die Teilnehmer aus Stoffresten und gebrauchten Stoffen einen Kissenbezug nähen. Hier kann man seiner Kreativität freien Lauf lassen und ein einzigartiges und individuelles Stück gestalten.

Für alle, die ihre künstlerischen Fähigkeiten auf Porzellan ausdrücken möchten, bietet die fbs einen Workshop zur Porzellanmalerei an. Dabei sind der Fantasie keine Grenzen gesetzt – von schlichten und modernen Designs über klassische Blumenmotive bis hin zum Gestalten von lustigem Kindergeschirr kann man einzigartige Kunstwerke kreieren. Dieser Workshop findet in einem Atelier in Vogelsang statt.

Neues aus der Küche

Auch in der Küche bietet die fbs eine Vielzahl von interessanten Kursen an. Eltern können beispielsweise gemeinsam mit ihren Kindern beim „Pizzabacken mit Vätern“ die Welt der Pizza entdecken. Für diejenigen, die gerne Backen, gibt es die „Festtagsbäckerei: Ostern“. Wer gerne internationale Küche ausprobieren möchte, kann an den kulinarischen Reisen nach Thailand, in die USA, nach Persien und Italien teilnehmen.

Darüber hinaus gibt es auch weitere spannende Themenkurse in der Küche. Zum Beispiel bietet die fbs einen Kurs zur „geballten Power der Hülsenfrüchte“ an, bei dem man entdecken kann, wie vielfältig und gesund diese Lebensmittel sind. Wer neugierig auf Fermentation ist, kann beim Kurs „Kimchi und Sauerkraut“ lernen, wie man diese traditionellen und probiotischen Gerichte selbst herstellt. Für diejenigen, die gerne draußen unterwegs sind und die Natur lieben, gibt es einen Kochkurs mit Wildkräutern, der auch einen Wildkräuterspaziergang beinhaltet. Und auch junge Erwachsene kommen nicht zu kurz: Mit der zweiteiligen Kochreihe „Studentenfutter“ können sie lernen, wie man mit einfachen Zutaten leckere und gesunde Gerichte zaubert.

Umzug #direktumseck

An dem bisherigen Standort der fbs in der Südstadt wird der „Campus Kartause“ der Evangelischen Kirche Köln und Region entstehen. Neben Wohnungen und einem Studierendenwohnheim wird hier das „Haus der Bildung“ gebaut werden, in das die fbs – gemeinsam mit dem Jugendreferat, der Melanchthon-Akademie und weiteren Bildungsanbietern der Evangelischen Kirche Köln und Region – nach Fertigstellung einziehen werden. Für die Bauphase wird die fbs in ein Zwischenquartier ziehen: Ab Februar 2024 werden sie im Sachsenring 2-4 erreichbar sein, ca. 150m von dem bisherigen Haus entfernt und damit #direktumseck. Die Südstadt-Kurse werden ab dem 15. Februar am neuen Standort stattfinden sowie im Haus der Evangelischen Kirche, Kartäusergasse 9-11 (ca. 300m entfernt). Dort werden sie die Koch-, Näh- und ein Großteil der Bewegungsangebote durchführen.

www.fbs-koeln.org

Text: APK
Foto(s): Canva/APK

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Unser Adventskalender: Worringer Krippe in der Friedenskirche

Die Worringer Krippe: Eine „diakonische“ Krippe steht vom ersten Advent bis Mitte Januar unter dem Altar in der evangelischen Friedenskirche. Sie zeigt keine Idylle, sondern einfach Besucher an der Krippe im Stall aus dem Alltag. Menschen mit ihren Nöten, Belastungen, Schmerzen und Problemen. Eine „diakonische“ Krippe. Und welche Besucher zeigt die Worringer Krippe? Unter anderem einen Blinden, einen Gefangenen, einen alten Menschen mit Kind, einen Menschen mit Behinderung, einen Kranken und die Schwangere mit Kind. „Nichts Besonderes“, könnte man sagen, aber das ist eben das Besondere. Die herrlichen Krippenfiguren stammen aus den Händen von Renate Löhr, einer Töpfermeisterin aus Schleswig. Pfarrer Rosemeier hatte die Idee, in der Friedenskirche in der Weihnachtszeit eine Krippe aufzustellen. Die Kosten von damals rund 5000 Mark konnten durch Spenden aus der Gemeinde aufgebracht werden. Später kam eine weitere Figur zu der Gruppe hinzu: die Schwangere mit Kind. Diese Figur wurde der Gemeinde vom katholischen Seniorenclub St. Pankratius geschenkt. Dieser Kreis war neun Monate in der Gemeinde zu Gast, weil der eigene Raum umgebaut wurde.

Unser Adventskalender: Krippenkunst in Köln

In den zahlreichen Kirchen dieser Stadt findet man Krippendarstellungen, die auf eine lange Tradition zurückblicken. Wunderschön geschnitzte Figuren, kunstvolle Kulissen und liebevoll gestaltete Details erwecken die Weihnachtsgeschichte zum Leben. Diese Krippen laden Besucherinnen und Besucher jeden Alters ein, die wundervolle Atmosphäre der Weihnachtszeit zu spüren und sich daran zu erfreuen. In unserem Adventskalender möchten wir Ihnen diese besonderen Krippen vorstellen. Täglich öffnen wir ein Türchen und präsentieren Ihnen eine neue Krippe aus Köln und der Region.

Wo steht die Krippe?

Friedenskirche Worringen, Hackenbroicher Straße 59-61, 50769 Köln

Text: APK
Foto(s): Evangelische Hoffnungsgemeinde/APK

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Unser Adventskalender: Johanneskrippe in der Antoniterkirche

Bei der „Johanneskrippe“ in der Antoniterkirche handelt es sich um eine oberbayerische Schnitzarbeit. Die handgeschnitzten Figuren aus hellem Lindenholz sind im Stile von Ernst Barlach in klaren, schlichten Formen ohne Farbe gehalten. Damit stehen sie in Bezug zu den drei Barlach-Kunstwerken in der Antoniterkirche, namentlich zum „Schwebenden“, dem Hauptwerk des Künstlers. Die Krippe und deren Aufstellung hat mehrere Besonderheiten: So rückt der räumliche Bezug zum Altar und zum spätgotischen Chorfenster die Krippe in einen liturgischen und theologischen Gesamtzusammenhang: Das Kind in der Krippe ist eben auch der Mann am Kreuz, dem wir in jedem Abendmahl, in jeder Evangelischen Messe neu begegnen können. Interessant ist auch, dass Josef in dieser Krippe nicht wie häufig üblich als alter Mann, sondern als junger Vater dargestellt ist. Da die Krippe bereits vor dem Advent Aufstellung findet, nimmt für die gesamte Adventszeit (bis Heiligabend) eine Kerze die Stelle des erwarteten Christuskindes ein.

Unser Adventskalender: Krippenkunst in Köln

In den zahlreichen Kirchen dieser Stadt findet man Krippendarstellungen, die auf eine lange Tradition zurückblicken. Wunderschön geschnitzte Figuren, kunstvolle Kulissen und liebevoll gestaltete Details erwecken die Weihnachtsgeschichte zum Leben. Diese Krippen laden Besucherinnen und Besucher jeden Alters ein, die wundervolle Atmosphäre der Weihnachtszeit zu spüren und sich daran zu erfreuen. In unserem Adventskalender möchten wir Ihnen diese besonderen Krippen vorstellen. Täglich öffnen wir ein Türchen und präsentieren Ihnen eine neue Krippe aus Köln und der Region.

Wo steht die Krippe?

Antoniterkirche, Schildergasse 57, 50667 Köln

Text: APK
Foto(s): Evangelische Gemeinde Köln, AntoniterCityKirche/APK

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Diakoniespende 2023/24: „Lokal Vielfalt“ ist ein Ort der Begegnung – und soll erweitert werden

Fenja Petersen ist seit dem Sommer die Projektleiterin des „Lokal Vielfalt“. Dieses Projekt wird getragen durch einen Steuerungskreis, zu dem neben dem Diakonischen Werk Köln und Region auch die Melanchthon-Akademie und mehrere Kirchengemeinden gehören. Das „Lokal Vielfalt“ ist Empfänger der Diakoniespende 2023/24 des Evangelischen Kirchenverbandes Köln und Region. Das Besonderes daran: Der Kirchenverband verdoppelt jede Summe bis zu einem Spendenaufkommen von 100.000 Euro.

Die Diakoniespende soll dafür verwendet werden, das Angebot des „Lokal Vielfalt“ um einen festen, zentral gelegenen Standort sowie ein „Lokal Mobil“ zu erweitern. Denn die Räumlichkeiten des Turmcafés der Evangelischen Gemeinde in Bilderstöckchen reichen nicht mehr aus.

Was das Projekt ausmacht, berichtet Fenja Petersen.

Was beinhaltet das Projekt „Lokal Vielfalt“?

Fenja Petersen: Das „Lokal Vielfalt“ ist ein Ort für Begegnung. Hier können wir gemeinsam neue Projekte und Ideen entwickeln, wie Hausaufgabenhilfe, Sprachcafés, Wohnungssuche, Nachbarschaftstreffen, Empowerment und vieles mehr. Wir wollen einen Raum schaffen, für Menschen mit und ohne Fluchtgeschichte, die im Kölner Norden leben und Interesse haben an Austausch, Begegnung, Vernetzung, Unterstützung, Mitgestaltung und Teilhabe. Menschen, die Lust haben, sich in der Nachbarschaft einzubringen sind herzlich willkommen, Teil des Projektes „Lokal Vielfalt“ zu werden.

Welche Pläne gibt es für die nächsten Monate?

Fenja Petersen: Es wird weiterhin die bestehenden Gruppenangebote geben, wie Basteln für alle, Computerkurse, ein Café der Kulturen, Beratung für Menschen aus der Ukraine und Konversationstreffen. Die Angebote werden unter anderem in Kooperation mit Willkommen in Nippes, Colongecares sowie den Vereinen Wipe a Tear, Dako und Pamoja Afrika durchgeführt. Außerdem gibt es für das nächste Jahr schon Menschen, die gerne eine Garten-Arbeitsgemeinschaft und eine Fahrrad-Arbeitsgemeinschaft gründen möchten. Wir möchten unseren Schwerpunkt dahingehend erweitern, ein generationenübergreifendes Projekt zu werden, das alle Altersgruppen anspricht. Zudem sind wir gerade konkret in der Planung für das Lokal Mobil. Mit den Spenden der Diakoniespende wollen wir als Erstes ein mobiles Gefährt anschaffen und das mit unseren Gruppen so umbauen, dass wir damit Kaffee und Tee ausschenken können, Platz für Spiele und Infomaterial haben und die Möglichkeit mit anderen ins Gespräch zu kommen. Das Lokal Mobil ist dazu da, mit Menschen in der Nachbarschaft, an öffentlichen Orten, aber auch speziell in Unterkünften für Geflüchtete in den Austausch zu kommen. Es soll Werbung machen und ein Angebot sein, den Alltag zu verschönern. Dabei wollen wir die Möglichkeit geben, sich über aktuelle Angebote in Köln zu informieren, ins Gespräch zu kommen und (besonders für die Kleineren) zu spielen.

Wie sind die ersten Ideen angelaufen?

Fenja Petersen: Die ersten Ideen sind gut angekommen. Besonders das Event People of Deutschland in der Kulturkirche am Tag des guten Lebens in Nippes war geprägt von interessanten Gesprächen, Austausch und kultureller Begegnung. Das war ein toller Tag mit spannenden Lesungen, Panels und Musik-Acts. Der Tag zeigte, dass wir mit Respekt, Menschlichkeit und dem vollen Vertrauen in unsere freiheitlich-demokratischen Werte, gemeinsam immer stärker dastehen. Außerdem haben wir eine neue Gruppe zur Weihnachtszeit: Basteln für alle, was besonders von Kindern gut angenommen wird.

Was sagen die Besuchenden?

Fenja Petersen: Es wird deutlich, dass viele Menschen Unterstützung brauchen und nach Gemeinschaft suchen. Gerade die Beratungsangebote und Möglichkeiten zum Austausch werden rege genutzt.  Aktuell besteht bei uns in den Gruppen der Wunsch unsere Räumlichkeiten gemütlicher zu gestalten und mehr zu einem erweiterten Wohnzimmer zu werden.

Wie wird die Diakoniespende verwendet?

Fenja Petersen: Mit der Diakoniespende soll das Lokal Mobil gekauft werden, es soll zum Verweilen einladen, Informieren und den Austausch anregen. Das Rad soll flexibel für Beratung, Austausch, Spiel und Spaß eingesetzt werden. Also lasst uns ins Gespräch kommen. Außerdem brauchen unsere Räume dringend einen neuen Anstrich, deshalb wollen wir diese grundlegend erneuern. Dazu kommt, dass wir uns neue zentrale Räume in Nippes anschauen und aktuell in Verhandlung stehen für ideale Räume. Einen Teil der Spende möchten wir deshalb nutzen, um diese Räume anzumieten und zu renovieren, um einen Ort für alle zu schaffen.

Mehr zur Diakoniespende:

www.diakoniespende-koeln.de

www.lutherkirche-nippes.de/projekte/raumfuervielfalt

Text: Katja Pohl
Foto(s): Matthias Pohl

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