Diakoniespende 2022/2023 – Anke Bruns: „GULLIVER gibt Obdachlosen Respekt und Würde“

In den kommenden Monaten, bis September 2023, steht die Überlebensstation GULLIVER im Bahnbogen 1 in der Trankgasse am Hauptbahnhof im Mittelpunkt der Diakoniespende 2022/2023 des Evangelischen Kirchenverbandes Köln und Region. Die Spende soll unter anderem dazu dienen, die Öffnungszeiten der Überlebensstation auszuweiten. Denn die Anlaufstelle für obdachlose Menschen, die täglich rund 200 Gäste zählt, möchte an 365 Tagen im Jahr statt von 8 bis 15 Uhr von 8 bis 18 Uhr für die Menschen da sein. Der Evangelische Kirchenverband Köln und Region verdoppelt bis zum 30.9.2023 jeden gespendeten Cent bis zu einem Gesamtspendenaufkommen in Höhe von 100.000 Euro für die Überlebensstation GULLIVER. Ein Gespräch mit Journalistin Anke Bruns, eine der Unterstützerinnen der Diakoniespende 2022/23:

Warum sollten Menschen die Diakoniespende und damit das Gulliver unterstützen?

Anke Bruns: Weil obdachlose Menschen gerade in der Nähe des Bahnhofs eine feste Anlaufstelle benötigen. Einen Ort, an dem sie mit dem Notwendigsten versorgt werden, wo sie einen Happen essen, duschen, sich im Winter aufwärmen und bei Bedarf ihre Klamotten waschen können. Und je länger so eine Anlaufstelle mit Hilfe der Diakoniespende geöffnet ist, um so besser.

Wie sind Sie auf die Arbeit der Überlebensstation aufmerksam geworden?

Anke Bruns: Ich weiß gar nicht mehr so genau, wann ich das erste Mal von der Idee gehört habe, dass in den Bahnbögen eine Überlebensstation für Obdachlose eingerichtet werden soll. Ich habe in der zweiten Hälfte der 90er Jahre diverse Veranstaltungen im Domforum zum Thema „Obdachlosigkeit in Köln“ moderiert. Da haben Obdachlose immer wieder kritisiert, dass sie von der Polizei oder vom Ordnungsamt weggescheucht werden, wenn sie sich tagsüber am Hauptbahnhof aufhalten. In dem Kontext erfuhr ich dann, dass in den Bahnbögen eine Art Obdachlosen-Café entstehen soll.

Was verbindet Sie mit dem Gulliver?

Anke Bruns: Wen ich ehrlich bin, im Alltag wenig. Obwohl das Gulliver nur einen Steinwurf von meiner Wohnung entfernt liegt und ich dort fast täglich vorbei gehe. Es ist ja eine Überlebensstation für Obdachlose. Ich bin nur im Gulliver, wenn dort Veranstaltungen stattfinden, die mich interessieren. Und einmal war ich sogar auf einer Party im Gulliver. Aber das ist seeeehr lange her. Thomas Münch hatte dort kurz nach der Eröffnung 2001 seinen runden Geburtstag gefeiert. Da war ich mit dabei.

Was ist für Sie das Besondere des Gulliver?

Anke Bruns: Dass obdachlosen Menschen dort so viel Respekt und Würde entgegengebracht wird. Wir blicken oft mit Mitleid auf Menschen, die aus welchen Gründen auch immer auf der Straße leben. Mitleid finde ich wichtig, weil es aus meiner Sicht notwendig ist, um die Not eines Menschen zu erkennen und zu handeln. Klar kann man jemandem ein, zwei Euro in die Hand drücken. Aber das hilft ihm oder ihr mittelfristig nicht, die eigenen inneren Ressourcen (wieder) zu heben. Und an der Stelle gefällt mir das Konzept im Gulliver sehr. Die Gäste im Gulliver müssen für ihr Essen etwas zahlen. Nicht viel. Aber es gibt es eben auch nicht umsonst. So wie auch viele andere Dienstleistungen nicht kostenlos sind. Wohl aber erschwinglich. Ich bin weder Sozialarbeiterin, noch Psychologin. Aber ich glaube schon, dass es auch für Menschen in Not wichtig ist, sich selbst immer wieder auch als Gebende zu erfahren. Das stärkt den eigenen Selbstwert. Deshalb finde ich auch den Ansatz gut, dass die Gäste im Gulliver selbst mit anpacken dürfen.

Was waren Ihre ersten Gedanken nach der Anfrage, Unterstützerin der Diakoniespende zu werden?

Anke Bruns: Das war ein kleines Hin und Her in meinem Kopf. Mein erster Gedanke war: Ja! Natürlich mache ich das. Mein zweiter: Darf ich das denn überhaupt, als unabhängige Journalistin, die sich viel im sozialen Bereich tummelt, öffentlich für ein einzelnes soziales Projekt werben? Mein dritter Gedanke war: Ja. Das darf ich. Weil es wichtig und sinnvoll ist, dass das Gulliver seine Öffnungszeiten ausweiten kann.

Kennen Sie von sich oder aus Ihrem Umfeld Berührungsängste mit obdachlosen Menschen?

Anke Bruns: Natürlich kenne ich die. Bei mir selbst und auch bei anderen. Ich glaube, dass obdachlose Menschen in uns allen unterschiedlichste Gefühle erzeugen können. Je nachdem, wen wir wo und wie treffen und in welcher Verfassung wir selbst sind. Ich gebe Ihnen mal ein Beispiel: Manchmal sitzt vor meinem Supermarkt eine obdachlose Frau. Sie sagt nichts, sitzt einfach nur still da und hofft, dass ihr jemand Geld in die Schale wirft. Wenn ich nicht gerade in Eile bin, spreche ich kurz mit ihr. Manchmal frage ich sie auch, ob ich ihr was mitbringen kann. Ich habe bei ihr keinerlei Berührungsängste. Am Breslauer Platz treffe ich wiederum regelmäßig eine obdachlose Frau, die oft mehrere Lagen diverser Kleidungsstücke übereinander trägt und immer wieder etwas wirr gehetzt von einer Ecke zur nächsten läuft. Auf sie würde ich nicht offen zugehen. Bei ihr habe ich Berührungsängste. Ich kann gar nicht genau sagen, wieso. Ich glaube, dass eine tiefsitzende Unsicherheit dahintersteckt. Wie begegne ich jemandem, der ganz widersprüchliche Gefühle in mir auslöst? Um den ich vielleicht einen Bogen machen möchte, weil er ganz und gar nicht gut riecht. Der mir aber zugleich leidtut, weil ich spüre, dass er oder sie in Not ist. Ich finde darauf nicht immer gute Antworten und Wege für mich. Deshalb: Ja, ich habe Berührungsängste. Nicht immer. Aber manchmal.

www.diakoniespende-koeln.de

Text: Katja Pohl
Foto(s): Uli van Beveren

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„Glaube bewegt“ – Weltgebetstag am Freitag, 3. März

Jedes Jahr am ersten Freitag im März laden Frauen aller Konfessionen in 150 verschiedenen Ländern gemeinsam zum Weltgebetstag ein. Über Konfessions- und Ländergrenzen hinweg engagieren sich Frauen beim Weltgebetstag dafür, dass Mädchen und Frauen überall auf der Welt in Frieden, Gerechtigkeit und Würde leben können.

Die Texte, Gebete und Lieder des Gottesdienstentwurfes stammen dabei jeweils von Frauen eines anderen Landes. Unter dem Titel „Glaube bewegt“ kommt der Weltgebetstag 2023 aus Taiwan. Er wird am Freitag, 3. März 2023, gefeiert.

Im Mittelpunkt des Gottesdienstentwurfes steht der biblische Vers „Ich habe von eurem Glauben gehört“, aus dem Brief an die Gemeinde in Ephesus (Eph 1,15-19). Mit dieser Bibelstelle machen die Frauen deutlich, dass sie ihre Stärke aus ihrem Glauben beziehen – eine Stärke, die sie benötigen, um existenzielle Probleme in Taiwan mutig anzugehen.

Rund 180 Kilometer trennen Taiwan vom chinesischen Festland. Doch es liegen Welten zwischen dem demokratischen Inselstaat und dem kommunistischen Regime in China. Die Führung in Peking betrachtet Taiwan als abtrünnige Provinz, Taiwan hingegen pocht auf seine Eigenständigkeit.

Ein zentraler Gottesdienst zum Weltgebetstag 2023 Taiwan wird auf BibelTV und online übertragen: Freitag, 3. März 2023, um 19 Uhr (Wiederholung auf BibelTV am Samstag, 4.3.23 um 14 Uhr und Sonntag, 5.3.23 um 11:30 Uhr).

Hier können Sie an Weltgebetstag-Gottesdiensten in Köln und der Region teilnehmen:

Evangelische Kirchengemeinde Porz-Wahn-Heide

03.03.2023, 00:00
– St Margaretha Libur, Pastor-Huthmacher-Straße 9, 51147 Köln
Ökumenischer Gottesdienst zum Weltgebetstag
Der Gottesdienst zum Weltgebetstag am Freitag, 3. März, findet in diesem Jahr in der Nachbargemeinde in der Kirche St. Margaretha Libur, Pastor-Huthmacher-Straße 9, statt. Im Anschluss an den ökumenischen Gottesdienst besteht die Möglichkeit einer kurzen Begegnung in der Kirche.

 

 

Evangelische Kirchengemeinde Köln Niehl-Riehl

03.03.2023, 17:00
– Stephanuskirche, Brehmstraße 6, 50735 Köln
Gottesdienst zum Weltgebetstag der Frauen
Pfarrerin Grit de Boer lädt zu einem Gottesdienst zum Weltgebetstag am Freitag, 3. März, 17 Uhr, in die Stephanuskirche, Brehmstraße 6, ein. Jedes Jahr steht ein anderes Land im Mittelpunkt der Gottesdienste, die weltweit immer am ersten Freitag im März gefeiert werden. Die Gottesdienstordnung wurde in diesem Jahr von Frauen aus Taiwan vorbereitet.

 

 

Evangelische Hoffnungsgemeinde im Kölner Norden

03.03.2023, 15:00
– Christi Verklärung, Taborplatz, 50767 Köln
„Glaube bewegt“ – ökumenischer Weltgebetstag
Gottesdienst bei den katholischen Nachbarn

Unter dem Motto „Glaube bewegt“ feiert die Evangelische Hoffnungsgemeinde im Kölner Norden am Freitag, 3. März, 15 Uhr, einen ökumenischen Gottesdienst zum Weltgebetstag. Der Gottesdienst findet in der Kirche Christi Verklärung, Taborplatz, statt.

 

03.03.2023, 17:00
– St. Pankratius, Sankt-Tönnis-Straße 35, 50769 Köln
Gottesdienst: „Glaube bewegt“

Ökumenischer Weltgebetstag
Unter dem Motto „Glaube bewegt“ feiert die Evangelische Hoffnungsgemeinde im Kölner Norden am Freitag, 3. März, 17 Uhr, einen ökumenischen Gottesdienst zum Weltgebetstag. Der Gottesdienst findet in ökumenischer Verbundenheit in der katholischen Nachbargemeinde in der Kirche St. Pankratius, Sankt-Tönnis-Straße 35, statt.

Evangelische Kirchengemeinde Köln-Klettenberg

 

03.03.2023, 15:00

– Tersteegenhaus, Emmastraße 6, 50937 Köln
Weltgebetstagsgottesdienst
Pfarrerin Susanne Beuth leitet die Liturgie
Frauen aus Taiwan haben in diesem Jahr Texte, Gebete und Lieder für den Weltgebetstag der Frauen entworfen und zusammengestellt. Nach deren Vorlage werden am 3. März, weltweit Gottesdienste unter dem Motto „Glaube bewegt“ gefeiert. Auch die Evangelische Kirchengemeinde Köln-Klettenberg lädt an diesem Tag zu einem Gottesdienst ein, der um 15 Uhr im Tersteegenhaus, Emmastraße 6, beginnt. Die Liturgie wird von Pfarrerin Susanne Beuth, Superintendentin des Evangelischen Kirchenkreises Köln-Mitte, geleitet.

Evangelische Kirchengemeinde Porz

03.03.2023, 15:00

– Johanneskirche Westhoven, Berliner Straße 5, 51149 Köln
Gottesdienst zum Weltgebetstag

03.03.2023, 17:00
– Hoffnungskirche, Finkenberg, Theodor-Heuss-Straße 1, 51149 Köln
Ökumenischer Gottesdienst zum Weltgebetstag

03.03.2023, 19:00
– Pauluskirche Zündorf, Houdainer Straße 32, 51143 Porz
Ökumenischer Gottesdienst zum Weltgebetstag

03.03.2023, 19:00
– St. Mariae Geburt
Ökumenischer Gottesdienst zum Weltgebetstag

Evangelische Kirchengemeinde Köln-Brück-Merheim

 

03.03.2023, 16:00

– Petruskirche Merheim, Kieskaulerweg 53, 51109 Köln
Gottesdienst zum Weltgebetstag
Vorbereitet vom Ökumene-Team

 

03.03.2023, 17:00
– Kirchengemeinde St. Hubertus, Olpener Str. 954, 51109 Köln
Gottesdienst zum Weltgebetstag
Vorbereitet vom Ökumene-Team

Evangelische Kirchengemeinde Köln-Dellbrück/Holweide

 

03.03.2023, 16:00
– Christuskirche Dellbrück, Dellbrücker Mauspfad /Ecke Bergisch Gladbacher Straße, 51069 Köln
Ökumenischer Weltgebetstagsgottesdienst
„Glaube bewegt“ – unter diesem Motto feiert die Evangelische Kirchengemeinde Köln-Dellbrück/Holweide am Freitag, 3. März, 16 Uhr, in der Christuskirche Dellbrück, Dellbrücker Mauspfad/Ecke Bergisch Gladbacher Straße, einen Gottesdienst aus Anlass des Weltgebetstags der Frauen. Er wurde von Christinnen aus Taiwan vorbereitet. Der ökumenische Gottesdienst wird von allen Bezirken der evangelischen und katholischen Gemeinden in Dellbrück und Holweide gemeinsam veranstaltet. Anschließend sind alle Teilnehmenden zu einem Imbiss und zum Austausch über das, was bewegt, eingeladen.

 

Evangelische Kirchengemeinde Köln-Lindenthal

03.03.2023, 16:00
– Dietrich-Bonhoeffer-Kirche Lindenthal, An der Decksteiner Mühle 1, 50935 Köln
Weltgebetstag der Frauen in Lindenthal
Gottesdienst in der Dietrich-Bonhoeffer-Kirche
Pfarrerin Ulrike Gebhardt lädt zu einem Gottesdienst zum Weltgebetstag der Frauen am Freitag, 3. März, 16 Uhr, in die Dietrich-Bonhoeffer-Kirche Lindenthal, An der Decksteiner Mühle 1, ein. Unter dem Motto „Glaube bewegt“ feiern jedes Jahr am 1. Freitag im März weltweit Menschen verschiedener Konfessionen den Weltgebetstag. Der Gottesdienstentwurf kommt jeweils aus einem anderen Land. Für dieses Jahr haben Frauen aus Taiwan Texte, Lieder und Gebete entworfen und zusammengestellt.

 

Evangelische Kirchengemeinde Köln-Höhenhaus

03.03.2023, 16:00
– St. Nikolaus, Prämonstratenserstraße, 51069 Köln-Dünnwald
Ökumenischer Gottesdienst zum Weltgebetstag
Einstimmung mit Kaffee, Kuchen und Liedern
Taiwanische Christinnen haben die Gebete, Lieder und Texte für den Weltgebetstag 2023 zusammengestellt und verfasst. Am Freitag, 3. März, feiern Menschen in über 150 Ländern der Erde Gottesdienste. Die Evangelische Kirchengemeinde Höhenhaus feiert an diesem Tag gemeinsam mit der katholischen Nachbargemeinde in Dünnwald in der Kirche St. Nikolaus, Prämonstratenserstraße, den Weltgebtstag. Eine gemeinsame Einstimmung mit Kaffee, Kuchen und Liedern beginnt um 16 Uhr im Gemeindehaus. Der ökumenische Gottesdienst beginnt um 17 Uhr in der Kirche.

 

Evangelische Kirchengemeinde Köln-Zollstock

03.03.2023, 16:00
– St. Pius Zollstock, 50969 Köln
Weltgebetstagsgottesdienst in Zollstock
Die Liturgie wurde von Frauen aus Taiwan vorbereitet

 

Evangelische Kirchengemeinde Vingst-Neubrück-Höhenberg

03.03.2023, 16:30
– Trinitatiskirche Neubrück, Europaring 31-35, 51109 Köln
Gottesdienst zum Weltgebetstag
Pfarrerin Andrea Stangenberg-Wingerning und Team

Evangelische Immanuelgemeinde Köln-Longerich

03.03.2023, 17:00
– Immanuelkirche Longerich, Paul-Humburg-Straße 11, 50737 Köln
Ökumenischer Gottesdienst zum Weltgebetstag
Liturgie kommt aus Taiwan
In der Immanuelkirche Longerich, Paul-Humburg-Straße 11, feiern die Evangelische Immanuel-Gemeinde Köln-Longerich und die Evangelische Kirchengemeinde Köln-Mauenheim-Weidenpesch gemeinsam mit der katholischen Nachbargemeinde am Freitag, 3. März, 17 Uhr, einen ökumenischen Gottesdienst zum Weltgebetstag. Der Gottesdienst mit dem Motto „Glaube bewegt“ wird von Prädikantin Dr. Beate Lehndorff, Pfarrerin Christina Schlarp sowie Pastoralreferentin Beate Schultes und einem Team gestaltet. Die Liturgie haben Frauen aus Taiwan vorbereitet.

Evangelische Brückenschlag-Gemeinde Köln-Flittard/Stammheim

 

03.03.2023, 17:00
– Katholische Kirche St. Pius X. Flittard, René-Bohn-Straße 1, 51061 Köln
Ökumenischer Weltgebetstagsgottesdienst

Evangelische Kirchengemeinde Rondorf

 

03.03.2023, 17:00
– Emmanuelkirche, Carl-Jatho-Straße 1, 50997 Köln
„Glaube bewegt“ – Gottesdienst zum Weltgebetstag 2023
Einladung in die Emmanuelkirche Rondorf
In jedem Jahr halten am Weltgebetstag Christinnen und Christen aller Konfessionen weltweit einen Gottesdienst mit einer gemeinsamen Liturgie und Themenstellung. Frauen jeweils einer Nation oder eines Kulturkreises gestalten dafür eine einheitliche Liturgie. Für Freitag, 3. März, haben Frauen aus Taiwan das Thema vorbereitet. Der Gottesdienst in der Emmanuelkirche Rondorf, Carl-Jatho-Straße 1, beginnt um 17 Uhr und wird von Marianne Leverenz gehalten.

Evangelische Kirchengemeinde Köln-Bayenthal

03.03.2023, 19:30
– Reformationskirche, Mehlemer Straße 29, 50968 Köln
Weltgebetstags-Gottesdienst
Im Mittelpunkt steht das Land Taiwan
Am Freitag, 3. März, 19.30 Uhr, feiert die Evangelische Kirchengemeinde Köln-Bayenthal in der Reformationskirche, einen Gottesdienst anlässlich des Weltgebetstages. Die Gottesdienstordnung wurde von Frauen aus Taiwan vorbereitet.

 

 

Rhein-Erft

 

 

 

Evangelische Trinitatis-Kirchengemeinde an der Erft

03.03.2023, 14:45
– Petrikirche Quadrath-Ichendorf, Lutherstraße 27, 50127 Bergheim
Weltgebetstag 2023
Taiwan steht im Mittelpunkt der Gottesdienste
Einladung zum Gottesdienst anlässlich des Weltgebetstages am Freitag, 3. März, 14.45 Uhr, in die Petrikirche Quadrath-Ichendorf, Lutherstraße 27. Der Gottesdienst wird von Pfarrerin Ronja Voldrich gestaltet.

 

03.03.2023, 15:00
– Kath. Kirche in Thorr, Römerstraße 35, 50127 Bergheim- Thorr
Einladung zum ökumenischen Weltgebetstag der Frauen
Die Evangelische Trinitatis Kirchengemeinde an der Erft (Bezirk Bergheim) lädt zu einem ökumenischen Weltgebetstag in die kath. Kirche in Berheim-Thorr, Römerstr 35, ein.

Evangelische Kirchengemeinde Lechenich

03.03.2023, 15:00
– Emmauskirche Gymnich, Moselstraße 24, 50374 Erftstadt
Gottesdienst zum Weltgebetstag
Taiwan steht im Mittelpunkt im Gottesdienst in der Emmauskirche
In der Emmauskirche Gymnich, Moselstraße 24, findet am Freitag, 3. März, 15 Uhr, ein Gottesdienst zum Weltgebetstag 2023 statt. Frauen aus Taiwan haben die Liturgie gestaltet.

03.03.2023, 15:00

St. Marin, Auf dem Kreuzberg, 50374 Erftstadt
Ökumenischer Gottesdienst in Friesheim
Weltgebetstag 2023
Die ev. Kirchengemeinde Lechenich (Gemeindezentrum Friesheim) lädt herzlich zu einem ökumenischen Gottesdienst am Weltgebetstag, Freitag, den 3. März ein. Der Gottesdienst steht unter der Überschrift „Glaube bewegt“ und findet in der Kirche St. Martin, Auf dem Kreuzberg, statt.

 

03.03.2023, 15:00
– St. Kilian, Lechenich, Franz-Busbach-Straße 10, 50374 Erftstadt

Ökumenischer Gottesdienst in Lechenich
Weltgebetstag 2023
Die ev. Kirchengemeinde Lechenich lädt zu einem ökumenischen Gottesdienst am Weltgebetstag, Freitag, den 3. März ein. Der Gottesdienst steht unter der Überschrift „Glaube bewegt“ und findet in der Kirche St. Kilian. Franz-Busbach-Straße 10, statt.

Evangelische Kirchengemeinde Pulheim

03.03.2023, 15:00
– St. Kosmas und Damian, Escher Str. 4, 50259 Pulheim
Ökumenischer Gottesdienst zum Weltgebetstag 2023
Die ev. Kirchengemeinde Pulheim lädt zu einem ökumenischen Gottesdienst am Weltgebetstag, Freitag, den 3. März, in die Kirche St. Kosmas und Damian ein.

03.03.2023, 15:00
– St. Bruno Stommelerbusch, 50259 Pulheim
Ökumenischer Gottesdienst zum Weltgebetstag 2023
Die ev. Kirchengemeinde Pulheim (Bezirk Stommeln) lädt zu einem ökumenischen Gottesdienst am Weltgebetstag, Freitag, den 3. März, in die Kirche St. Bruno Stommelerbusch ein.

03.03.2023, 15:00
– St. Hubertus Sinnersdorf, Kölner Straße 76, 50259 Pulheim
Ökumenischer Gottesdienst zum Weltgebetstag 2023
Die ev. Kirchengemeinde Pulheim (Bezirk Sinnersdorf) lädt zu einem ökumenischen Gottesdienst am Weltgebetstag, Freitag, den 3. März in die Kirche St. Hubertus, Kölner Straße 76, ein.

 

Evangelische Kirchengemeinde Wesseling

03.03.2023, 16:30
– St. Josef, Hubertusstraße, 50389 Wesseling
Ökumenischer Gottesdienst
Frauen aus Taiwan gestalten die Gottesdienstordnung
Der ökumenische Frauenarbeitskreis der Evangelischen Kirchengemeinde Wesseling und der katholischen Nachbargemeinde lädt am internationalen Weltgebetstag, Freitag, 3. März, 16.30 Uhr, zu einem ökumenischen Gottesdienst in die die Kirche St. Josef, Hubertusstraße, ein. In diesem Jahr steht das Land Taiwan im Mittelpunkt der Gottesdienste, die weltweit an diesem Tag gefeiert werden. Frauen aus Taiwan haben die Gottesdienstordnung vorbereitet.

 

Evangelische Kirchengemeinde Sindorf

03.03.2023, 16:30
– Christus-Kirche, Carl-Schurz-Str. 2 / Ecke Kerpener Straße, 50170 Kerpen-Sindorf
Gottesdienst zum Weltgebetstag
Aufruf zu Spenden für benachteiligte Frauen und Mädchen weltweit
Zu einem ökumenischen Gottesdienst zum Weltgebetstag am Freitag, 3. März, 16.30 Uhr, lädt die Evangelische Kirchengemeinde Sindorf ein. In der Christus-Kirche, Carl-Schurz-Straße 2 / Ecke Kerpener Straße, wird dieser Gottesdienst, dessen Liturgie von Christinnen aus Taiwan vorbereitet wurde, gefeiert. Die Kollekte ist für die Projektarbeit des Deutschen Weltgebetstagskomitees erbeten. Es unterstützt weltweit Frauen darin, ihre politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Rechte durchzusetzen.

 

Evangelische Kirchengemeinde Brühl

03.03.2023, 17:00
– St. Blasius (Meschenich), Brühler Landstraße 425, 50997 Köln
Ökumene in Meschenich
Weltgebetstag 2023
Den Gottesdienst zum Weltgebetstag, am Freitag, 3. März, 17 Uhr, in der Kirche St. Blasius, Brühler Landstraße 425, haben Frauen aus Brühl und Meschenich in ökumenischer Gemeinschaft vorbereitet. Die Liturgie für den Gottesdienst kommt von Frauen aus Taiwan. Jedes Jahr steht ein anderes Land im Mittelpunkt des Weltgebetstages.

 

Evangelische Kirchengemeinde Horrem

03.03.2023, 18:00
– Kreuzkirche Horrem, Mühlengraben 10 – 14, 50169 Kerpen-Horrem
Ökumenischer Gottesdienst zum Weltgebetstag

 

 

 

Rhein-Berg:

 

 

Evangelische Kirchengemeinde Altenberg/Schildgen

 

03.03.2023, 15:00
– Andreaskirche, Voiswinkeler Straße 40, 51467 Bergisch Gladbach
„Glaube bewegt“ – ökumenischer Gottesdienst am Weltgebetstag
Anschließend Kaffeetrinken im Gemeindesaal
Das ökumenische Weltgebetstags-Team der Evangelischen Kirchengemeinde Altenberg/Schildgen lädt am Freitag, 3. März, 15 Uhr, zu einem Gottesdienst in die Andreaskirche Schildgen, Voiswinkeler Straße 40, ein. In diesem Jahr haben Frauen aus Taiwan die Gottesdienstordnung mit Texten, Liedern und Gebeten zusammengestellt. Anschließend sind alle zum gemeinsamen Kaffeetrinken und zum Austausch eingeladen.

03.03.2023, 17:00
– Altenberger Dom, Eugen-Heinen-Platz 2, 51519 Odenthal
Weltgebetstag mit Pfarrerin Claudia Posche

 

 

Evangelische Kirchengemeinde Bensberg

03.03.2023, 15:00
Evangelische Kirchengemeinde Bensberg
– Kirche Kippekausen, Am Rittersteg 1, 51427 Bergisch Gladbach-Kippekausen
Ökumenischer Gottesdienst zum Weltgebetstag
Mit anschließendem Beisammensein
Das Land Taiwan und seine Bewohnerinnen und Bewohner stehen im Mittelpunkt des diesjährigen Weltgebetstages unter dem Motto „Glaube bewegt“. Die Evangelische Kirchengemeinde Bensberg lädt dazu am Freitag, 3. März, 15 Uhr, zu einem ökumenischen Gottesdienst in die Zeltkirche Kippekausen, Am Rittersteg 1, ein. Im Anschluss sind alle zum Austausch und zur Begegnung bei Kaffee, Tee und Kuchen eingeladen.

 

03.03.2023, 17:00
Evangelische Kirchengemeinde Bensberg
– Ev. Gemeindezentrum Herkenrath, Straßen 54, 51429 Bergisch Gladbach
„Glaube bewegt“ – Weltgebetstag 2023
Gottesdienst und Verkostung in Herkenrath
Der Weltgebetstags-Gottesdienst mit Informationen zum Land Taiwan wird im Gemeindezentrum Herkenrath, Straßen 54, am Freitag, 3. März, 17 Uhr, gefeiert. Im Anschluss sind die Gottesdienstbesucherinnen und -besucher noch zu einer Verkostung von taiwanischen Spezialitäten eingeladen, denn der diesjährige Weltgebetstag steht unter dem Motto „Glaube bewegt“ und kommt aus Taiwan.

03.03.2023, 17:00
Evangelische Kirchengemeinde Bensberg
– Pfarrkirche St. Lucia, Kielsberg 1, 51491 Overath-Immekeppel
Ökumenischer Gottesdienst in Immekeppel
Weltgebetstag 2023: „Glaube bewegt“
Die Evangelische Kirchengemeinde Bensberg ist zur Feier eines ökumenischen Gottesdienstes zum Weltgebetstag am Freitag, 3. März, 17 Uhr, in der Pfarrkirche St. Lucia, Kielsberg 1, in Overath-Immekeppel zu Gast.

Evangelische Gemeinde Volberg-Forsbach-Rösrath

03.03.2023, 15:00
– Versöhnungskirche Rösrath, Hauptstraße 16, 51503 Rösrath
Einladung zuum ökumenischen Weltgebetstag
Die ev. Kirchengemeinde Rösrath lädt zusammen mit der kath. Nachbargemeinde zu einem ökumenischen Gottesdienst zu dem Thema „Glaube heilt“ in die Versöhnungskirche, Hauptstraße 16, ein.

Materialien zum Weltgebetstag der Frauen stehen auf der Internetseite www.weltgebetstag.de zum Download bereit.

Text: APK
Foto(s): Rolf Oeser / fundus-medien.de

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38. Deutscher Evangelischer Kirchentag in Nürnberg mit kölscher Rockband Brings

Nicht mehr lange bis zum 38. Deutschen Evangelischen Kirchentag in Nürnberg: Die Programmvorbereitungen gehen in den Endspurt. Zu diesem großen Kirchenevent werden vom 7. bis 11. Juni 2023 bis zu 120.000 Besucherinnen und -besucher erwartet. Der Landesausschuss der Evangelischen Kirche im Rheinland war jetzt auf einer Erkundungsfahrt in Nürnberg, um sich vorab ein Bild zu den Veranstaltungsorten zu machen und Informationen zum Programm, Anmeldung und Unterkunft zu erhalten, um diese in den jeweiligen Kirchenkreisen an die Gemeinden weiterzugeben.

Landesausschussmitglieder erkunden die Kirchentagsstadt

Insgesamt wird es dieses Mal drei Veranstaltungszentren in der Nürnberger Altstadt, Messe und Fürth geben – alles mit öffentlichen Verkehrsmitteln gut und schnell erreichbar. Hier sind insgesamt rund 2000 Veranstaltungen an 120 Veranstaltungsorten geplant. Traditionell beginnt der Kirchentag mit zwei Eröffnungsgottesdiensten am Nürnberger Hauptmarkt und am Kornmarkt. Als Landesbischof der gastgebenden Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern wird Heinrich Bedford-Strohm die Predigt beim Eröffnungsgottesdienst auf dem Hauptmarkt halten. Der Gottesdienst wird vom Bayerischen Rundfunk im Fernsehen übertragen. Beim Eröffnungsgottesdienst auf dem Kornmarkt wird die Theologin und Schriftstellerin Christina Brudereck aus Essen predigen.

Anschließend lädt die Bayrisch-Lutherische Landeskirche zum Abend der Begegnung im Stadtzentrum ein und wird mit zahlreichen Verpflegungsständen und Mitmachaktionen sowie auf sieben Open-Air-Bühnen die Gäste aus ganz Deutschland und der Welt willkommen heißen.

Kölsche Rockband Brings beim Kirchentag

Die Themen des fünftägigen Glaubensfestivals, das diesmal unter dem Motto „Jetzt ist die Zeit“ (Markus 1,15) steht, sind wie immer sehr vielseitig und werden in verschiedenen Formaten, wie Podiumsreihen, Zentren, Thementagen, Workshops, Bibelarbeiten, Hauptvorträgen und mehr auf dem Kirchentag behandelt. Das genaue Programm wird Mitte März veröffentlicht. Über eine Kirchentags-App können alle Besucherinnen und Besucher schnell die für sie passenden Veranstaltungen finden und sich zeitnah über Programmänderungen informieren. Neben all den kulturellen, gesellschaftlich-theologischen und politisch-theologischen Angeboten und vielen Sonderformaten wird es auch wieder ein „Zentrum Jugend“ rund um die Jugendkirche Lux im Nordosten der Stadt geben – mit der U-Bahn in etwa 15 Minuten vom Nürnberger Stadtzentrum aus zu erreichen.

Über ein besonderes Event werden sich vor allem die Rheinländerinnen und Rheinländer freuen: Den Programmverantwortlichen ist es gelungen, die kölsche Rockband Brings einzuladen.

Der Abschlussgottesdienst auf dem Hauptmarkt wird von der ARD und Deutschlandfunk in Fernsehen und Radio übertragen.

www.kirchentag.de

Text: Susanne Hermanns
Foto(s): Susanne Hermanns

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Fastenaktion „Leuchten“ – Sieben Wochen ohne Verzagtheit mit Superintendent Torsten Krall

„Morgenlicht leuchtet“ ist ein schöner Ausdruck für die Hoffnung und Möglichkeiten, die ein neuer Tag bringt. Es erinnert uns daran, dass jeder Tag eine Chance ist, um neue Ziele zu setzen und alte Herausforderungen zu bewältigen. „Leuchten – 7 Wochen ohne Verzagtheit“ – das Motto der diesjährigen Fastenaktion – zeigt, dass Veränderung und Wachstum auch eine kontinuierliche Anstrengung erfordern. Es ist wichtig, sich auf das Ziel zu konzentrieren und nicht aufzugeben, auch wenn es schwierig wird. Und mit Gott an unserer Seite können wir die Kraft finden, um jeden Tag mit Zuversicht und Optimismus zu begegnen. Der Kommentar von Torsten Krall „Jeder Morgen ist ein neuer Anfang“ trifft den Kernpunkt. Jeder Morgen bietet die Möglichkeit, einen neuen Weg einzuschlagen und Veränderungen herbeizuführen. Es ist wichtig, positiv zu denken und an unsere Fähigkeiten zu glauben, um ein erfülltes und glückliches Leben zu führen.

Haben Sie Interesse an weiteren Videos? Dann schauen Sie doch rein und abonnieren Sie unseren YouTube-Kanal: www.youtube.com/kirchekoeln

 

Der Text zum Nachlesen:

„Morgenlicht leuchtet“ oder im Original „morning has broken“ von Cat Stevens. Jeden Tag knipst Gott neu das Licht an, er ist dabei ganz sanft. Seine Lichter, die haben einen Dimmer. Sanft, fast unmerklich, aber doch unwiderstehlich wird es heller und ein neuer Tag beginnt. Jeder Tag ist neu geschaffen. Als Kind habe ich das noch deutlicher gemerkt. Vor allem abends habe ich das deutlich gemerkt. Denn jeden Abend hieß auch Abschied nehmen und man wusste nicht so genau, ich wusste nicht so genau, kommt da morgen ein neuer Tag? Heute weiß ich: Mond, Sonne, Erde, das bewegt sich immer weiter, egal ob Tag oder Nacht. Und doch weiß ich auch jeden Morgen: Das ist nicht selbstverständlich, dass es einen neuen Tag gibt. Jeder Tag ist ein Geschenk an mich. Jeder Tag ist ein Geschenk an meine Liebsten, die jeden Tag neu bei mir sind. Jeder Tag ist eine neue Schöpfung. Auch ich erblicke jeden Morgen das Licht der Welt neu. Das ist ein großes Versprechen. Neu geschaffen liegt er vor mir, dieser Tag, ich kann neu beginnen und das was mich heute vielleicht nicht einschlafen lässt, die Sorge, was könnte alles kommen, das kann neu geschaffen werden. Gott hat damals aus nichts Licht werden lassen. Er kann heute aus meinen Sorgen etwas ganz anderes machen. Jeder Tag – ein neues Morgenlicht leuchtet.

Text: Torsten Krall
Foto(s): Thorsten Levin

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„Nacht der Liebenden“ mit Segen: „Ganz, ganz toller Abend“

Romantische Stimmung: Ein Candle-Light-Dinner mit der oder dem Liebsten. Sorgfältig wie liebevoll eingedeckte Tische, auf denen farbenfrohe Blumen die Sinne erfreuen. Schmackhafte Speisen und Getränke. Und im Hintergrund musikalische Untermalung. Nichts Ungewöhnliches am Valentinstag. Hingegen speziell ist ein solches Arrangement dann, wenn man es in einer Kirche antrifft. So herrschte zuletzt in der Friedenskirche der Evangelischen Kirchengemeinde Mülheim am Rhein eine „einmalige Atmosphäre“.

Zum „Fest der Liebenden“ ließ sich federführend Pfarrer Sebastian Baer-Henney einen „Abend für Paare und die Liebe“ in der Friedenskirche einfallen. „Wir haben eine fremde Idee neu interpretiert, waren dabei sehr stark an unseren Bedürfnissen orientiert“, sagte Baer-Henney. „Für uns war wichtig, etwas sehr Besonderes zu schaffen.“ Dieses Besondere lag nicht nur darin, zehn Paaren ein italienisches Drei-Gänge-Menü bei Kerzenschein zu zivilen Preisen zu ermöglichen, sie zu umsorgen und ihnen eine schöne Zeit zu bereiten. Das Besondere begründete sich vor allem mit dem Anspruch des Veranstalters und kirchlichem Ambiente. Liebe sei nicht nur schön, sondern Gott selbst die Liebe, erklärte der Pfarrer. „Und Liebe ist daher Gottesdienst. Unsere Aufgabe ist, diese Liebe zu stärken“, nannte er den Grund der Einladung zur „Nacht der Liebe“.

Um den intimen Rahmen zu wahren, war das Angebot auf zehn Paare begrenzt. Angesichts einer deutlich höheren Anmeldezahl musste gelost werden. Zu den Glücklichen zählten Menschen zwischen Anfang zwanzig und Mitte siebzig, hetero- und homosexuelle Paare, Protestanten, Katholiken, Muslime, Kirchenferne…

Man habe zuletzt eine stressige Zeit erlebt, erklärte ein Paar. „Da habe ich gesagt, jetzt ist erstmal Schluss. Zuviel Stress ist ungesund, und jetzt machen wir Mal was Schönes.“ Ein weiblicher Gast schwärmte von einem „ganz, ganz tollen Abend“. Zudem sei er „auch der erste Abend, den wir wieder zu zweit verbringen. Unsere Tochter ist drei Monate alt und ist jetzt mit der Tante Zuhause. Darum ist das noch Mal besonders für uns.“ Andere zeigten sich positiv „sprachlos“. Ein weiteres Paar meinte, dass ihnen auch im Traum nicht eingefallen wäre, am Valentinstag ein Restaurant zu besuchen. Jedoch großartig fanden es die Eltern, nach Einschränkungen und Homeoffice in der Pandemie sowie zuletzt Umzugsstress, in der Kirche einen gemeinsamen Schutzraum zu finden.

Dass die meisten den Verlauf des Abends als unerwartet bezeichneten, bestätigte Baer-Henney in seinem Anliegen. Und erfüllt wurde auch seine Hoffnung, dass einige Gäste das Angebot annahmen, sich anschließend segnen, auch geistig stärken zu lassen. „Was braucht ihr für euch? Für eure Beziehung, was ist euch wichtig?“, fragte der Pfarrer und wünschte den Paaren unter anderem „offene Augen“ füreinander. Ein Paar habe für die Segnung sogar Fotos der verstorbenen Eltern mitgebracht und Baer-Henney sah darin „ein Stück weit Vergewisserung“.

Neue Wege gehen

Mit dem Pfarrer haben vier weitere Menschen aus der Gemeinde den Abend vorbereitet. Und sie haben mit einer einladenden Raumgestaltung, liebevoller Tischdekoration sowie im Service dessen Gelingen erst ermöglicht. „Ich war neugierig auf das Projekt“, begründete eine der Damen ihre Unterstützung. Bevor die ersten Gäste an ihre Tische geleitet wurden, löschte sie das zentrale Kunstlicht, so dass der Schein der Kerzen dominierte. „Das ist dem Anlass angemessen“, sprach die Gemeinde-Gartengruppen-Mitarbeiterin von einer sehr harmonischen und sanften Atmosphäre. Eine Presbyterin nannte als Motivation für ihre Unterstützung zunächst die „einfach tolle Idee“. Sie sprach von ihrer Verbundenheit mit der Kirchengemeinde und von einer guten Entwicklung „auch auf neuen Wegen“. Denn es sei immer einen Versuch wert, neue Wege zu gehen. „Solche Dinge müssen unterstützt werden.“

„Wir bleiben im Viertel und unterstützen es“, betonte die Presbyterin. Das Essen stamme von einer Gastronomie in der Nachbarschaft, die Tische habe ein nahes Café zur Verfügung gestellt. „Schön, dass viele Akteure vor Ort mitgemacht haben“, freute sich Baer-Henney auch darüber, dass die „Blumen vom Laden um die Ecke stammen“. Die kleinen Zweiertische hatte das Organisationsteam locker um einen zentralen großen positioniert. Es handelte sich um den flexibel einsetzbaren runden Altar, der an diesem Abend Kerzen und Speisen trug.

Während die Paare sich zunächst dem eingelegten Gemüse, zum Hauptgang der Lasagne mit oder ohne Fleisch und abschließend dem Tiramisu widmeten, begleitete Ilona Popova mit melodischen Stücken am Klavier. Sie liebe es, Menschen mittels Musik Freude und schöne Momente schenken zu dürfen, begründete die Sängerin und Dirigentin ihr Mitwirken. Popova zeigte sich fasziniert von der Möglichkeit eines solchen Angebotes in einer Kirche. In ihrer Heimat Lettland seien kirchliche Traditionen viel strenger. „Ein solcher Abend würde bei uns niemals stattfinden.“

In Köln-Mülheim schon. Aber es sei nicht so, dass die Gäste ein Entertainmentprogramm erwarteten, so Baer-Henney. „Sie sollten einfach einen schönen Abend für sich haben.“ Einen Abend auch mit Impulsen. „Wir haben vier beschriftete Karten auf dem Tisch, mit denen die Paare sich beschäftigen konnten. Mit denen sie um die Ecke gedachte Fragen stellen konnten zur Beziehung, die sie sich vielleicht sonst noch nicht gestellt haben.“ Ein Beispiel: „Angenommen, Gott würde dir zuhören, was würdest du ihm sagen, was ist ihm an der Person dir gegenüber gut gelungen.“

„Unsere Erwartungen sind insgesamt übertroffen worden“

Ein weiteres primäres Ziel sei es gewesen, den Menschen zu zeigen, „dass die Kirche etwas mit ihrem Leben zu tun hat“, so der Pfarrer. Gerade auch mit Perspektivwechseln könne Kirche ihnen etwas mitgeben. Und es zeige sich, „wenn man relevant für die Leute arbeitet, dann kommen sie auch“. Baer-Henneys Fazit fällt sehr positiv aus. So habe er auch festgestellt, dass die Grenze zwischen den Gästen und Helfenden im Verlauf des Abends „verschmolzen“ sei. „Unsere Erwartungen sind insgesamt übertroffen worden“, kündigte er an, etwas Ähnliches für nächstes Jahr in den Blick zu nehmen.

Einen Radiobericht im WDR über die „Nacht der Liebenden“ findet ihr hier.

Text: Engelbert Broich
Foto(s): Engelbert Broich

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Unsere Wochentipps 23.-1.3.

Die Tipps in der Übersicht:

23.02.2023, 19:30
Trinitatiskirche
Trinitatiskirche, Filzengraben 4, 50676 Köln
Geburtstagskonzert für und mit Johannes Geffert
Organisten-Musik

Zu einem Konzert mit Johannes Geffert (Orgel), Gudrun Höbold (Violine), Konstantin Paganetti (Bariton) sowie Roel Dieltiens (Violoncell) am Donnerstag, 23. Februar, 19.30 Uhr, in der Trinitatiskirche, Filzengraben 4, lädt der Evangelische Kirchenverband Köln und Region ein. Die Musiker und die Musikerin tragen Werke von Georg Friedrich Händel (1685-1759), Johann Sebastian Bach (1685-1750), Kai Schreiber (*1975) und Nikolaus Bruhns (1665-1697) vor. der Eintritt ist frei.

www.trinitatiskirche-koeln.de

26.02.2023, 10:00
Evangelische Kirchengemeinde Köln-Zollstock
Melanchthonkirche, Breniger Straße 18, 50969 Köln
Rundfunk-Gottesdienst aus der Melanchthonkirche ONLINE
Beginn der Fastenzeit: „Sieben Wochen ohne Verzagtheit“

Am Sonntag, 26. Februar, 10 Uhr, wird aus der Melanchthonkirche Zollstock, Berniger Straße 18, ein Rundfunk-Gottesdienst im Radiosender Deutschlandfunk übertragen. Thema des Gottesdienstes ist der Beginn der Fastenzeit und die Fastenaktion „Sieben Wochen ohne Verzagtheit“ der Evangelischen Kirche in Deutschland. Pfarrer Oliver Mahn (Predigt), der Ad hoc-Chor sowie H.D. Rothe (Trompete) und Susanne Schubert (Violine) gestalten den Gottesdienst.

www.melanchthon-kirche.de

26.02.2023, 18:00
Evangelische Kirchengemeinde Köln-Dellbrück/Holweide
Pauluskirche Dellbrück, Thurner Straße 105, 51069 Köln
Konzert „Trezmorim“
Klezmer-Musik in der Pauluskirche Dellbrück

Ein Klezmer-Ensemble mit Christine Hellweg (Gesang), Carola Jeschke (Klarinette) und Jürgen Ostmann (Akkordeon) musiziert am Sonntag, 26. Februar, 18 Uhr, in der Pauluskirche Dellbrück, Thurner Straße 105, traditionellen Klezmer und jiddische Lieder. Der Eintritt zum Konzert ist frei, um Spenden wird gebeten.

www.evangelisch-in-koeln-dellbrueck-holweide.de

28.02.2023, 19:30
Evangelische Kirchengemeinde Köln-Mauenheim-Weidenpesch
Erlöserkirche Weidenpesch, Derfflinger Straße 9, 50737 Köln
Weltgebetstag 2023: Taiwan
Länderabend in der Erlöserkirche

Die Liturgie des diesjährigen Weltgebetstages wurde von Frauen aus Taiwan vorbereitet. Er wird weltweit am ersten Freitag im März gefeiert. Ein Länderabend in der Erlöserkirche Weidenpesch, Derfflinger Straße 9, am Dienstag, 28. Februar, 19.30 Uhr, gibt erste Einblicke in das Land mit seinen Bewohnerinnen und Bewohner und beschreibt die politische Situation, in der sich die Menschen befinden: Nur rund 180 Kilometer trennen den demokratischen Inselstaat von dem kommunistischen Regime Chinas. Beim Länderabend werden Bilder aus Taiwan gezeigt und landestypische Musik zu hören sein. Der Weltgebetstags-Gottesdienst findet dann am Freitag, 3. März, 17 Uhr, in der Immanuel-Kirche Longerich, Paul-Humburg-Straße 7, statt.

www.immanuel-longerich.de und www.kirche-mauwei.de

28.02.2023, 20:00
Evangelische Kirchengemeinde Köln-Pesch
Gemeindezentrum Pesch, Montessoristraße 15, 50767 Köln
Literatur-Abend mit Christiane Wünsche
„Wir sehen uns zu Hause“

Die Autorin Christiane Wünsche liest aus ihrem Buch „Wir sehen uns zu Hause“. Am Dienstag, 28. Februar, 20 Uhr, ist sie zu Gast im Evangelischen Gemeindezentrum Köln-Pesch, Montessoristraße 15. In ihrem dritten Roman begibt sich ihre Heldin Anne auf eine Reise mit dem Wohnmobil und entdeckt dabei viel mehr als nur die Spuren der Vergangenheit. Die Buchhandlung „Eselsohr“ wird am Abend mit einem Büchertisch vor Ort sein. Der Eintritt ist frei, Spenden sind erwünscht.

www.dem-himmel-so-nah.de

01.03.2023, 09:00
Melanchthon-Akademie
Melanchthon-Akademie, Kartäuserwall 24b, 50678 Köln
Equal Care Day 2023 ONLINE
Hybride Städtekonferenz für eine fürsorgliche Demokratie

Am Mittwoch, 1. März, ist Equal Care Day. An diesem Tag soll über einen wertschätzenden und fairen Umgang mit Sorge- und Pflegetätigkeiten in der Gesellschaft nachgedacht werden und Gedanken dazu ausgetauscht werden. Eine impulsgebende hybride Städtekonferenz zum Thema findet von 9 bis 18 Uhr online und im Haus der Evangelischen Kirche, Adenauerallee 37, statt. An verschiedenen „Care-Orten“ werden rund 20 Einzelveranstaltungen mit Vorträgen, Podiumsdiskussionen und Workshops angeboten. Die Teilnahme kostet 29 Euro, ermäßigt 10 Euro. Aktuelle Informationen und Anmeldemöglichkeiten gibt es unter www.equalcareday.de

unter https//equalcareday.de/, Tel: 0221 931 803 0, anmeldung@melanchthon-akademie.de
www.melanchthon-akademie.de

Text: APK
Foto(s): APK

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Aktionstag gegen Waldverlust – Die junge Theologin und Freiwillige Cicilia Jambuani aus Papua berichtet in der Christuskirche aus ihrer Heimat

In vielen Kulturen und Gesellschaften wird der Wandel maßgeblich von den Frauen ausgehen (müssen). Das ist – trotz allen Fokusses auf Partnerschaftlichkeit und Geschlechtergerechtigkeit – in der Eine-Welt-Arbeit eine seit langem gehegte Überzeugung. Beim Aktionstag „All the birds are gone“ („Alle Vögel sind verschwunden“) am Sonntag, 26. Februar, in der Christuskirche werden die Stimmen indigener Frauen aus Westpapua gegen die Ausbeutung der Umwelt und vor allem der Wälder hörbar gemacht. Mit dabei: die junge Theologin Cicilia Jambuani, die seit dem vergangenen September im Freiwilligendienst an der Matthäuskirche der Evangelischen Kirchengemeinde Köln-Lindenthal tätig ist.

Cicilia Jambuani hat in Papua ihr Theologiestudium abgeschlossen, aber sie ist noch keine Pastorin. Das allerdings ist ihr Ziel, wenn sie im Frühjahr nach rund neun Monaten in Deutschland im Rahmen des Bundesfreiwilligendienstes nach Papua zurückkehren wird. Dort wie hier wird sie mit Kindern und Jugendlichen arbeiten. Sie liebt diese kreative und persönliche Arbeit, sagt aber auch: „In Papua ist das normal, dass man mit der Jugend arbeitet, wenn man eine junge Theologin ist.“

Cicilia Jambuani ist eine bescheidene, zurückhaltende junge Frau, aber ihre Gesprächspartnerinnen spüren bei diesen Worten, dass sie mehr will, höhere Ziele hat. Sie ist die Erste in der Familie und die Erste aus ihrem Dorf, die Theologie studiert hat. Sie hofft, künftig dabei zu helfen, dass die Anliegen der indigenen Bevölkerung, die wie fast überall auf der Welt auch in Papua die Hüterinnen und Hüter der Schöpfung, der Erde sind, gehört werden.

Raubbau für Palmöl und Gold

Das ist deshalb so wichtig, weil seit Jahren und trotz gegenteiliger Versprechungen und Abkommen Raubbau betrieben wird an den Regenwäldern und dem Land der Menschen von Papua. Sie verlieren das Recht auf ihr Land und dessen Schutz. Westpapua und Papua gehören als Provinz zu Indonesien. Aktuell sorgt ein Konflikt zwischen der Unabhängigkeitsbewegung und der Regierung immer wieder für zum Teil blutige Unruhen im Land. Die Regierung verkauft Konzessionen für das Land an große Palmöl-Konzerne oder toleriert den Raubbau der Konzerne und legalisiert ihn so. Dass die Abholzung des Regenwaldes – auch für die Herstellung von Papier und anderen Gütern – sowie die Errichtung von Monokulturen für die immense Palmöl-Wirtschaft oder den Reis-Anbau kurzsichtig und langfristig zukunftsgefährdend sind: dafür fehlt das Bewusstsein im Angesicht von lukrativen Verträgen und verlockenden Erträgen. Indonesien ist der weltweit größte Exporteur von Palmöl, das in vielen Lebensmitteln und Alltagsprodukten enthalten ist.

Zu Weihnachten, erzählt Cecilia Jambuani, nutzte ein Konzern die Chance, „dass alle mit Weihnachtsvorbereitungen beschäftigt waren“ und holzte entgegen seiner Versprechungen, nur Buschwerk zu roden, die Bäume ab. „Unsere Vorfahren haben dieses Gebiet zu heiligem Grund erklärt“, erzählt Cicila Jambuani. „Es ist bei uns allgemeines Wissen, dass man dieses Land nicht verletzen darf.“ Der Konzern wird langfristig also kein Glück haben mit diesem Raubbau, hoffen die Menschen.

Papua ist ein rohstoffreiches Land. Auch die Ausschlachtung der Goldvorkommen trägt zu den Problemen im Land bei und gefährdet die Umwelt. Pastorin Bettina Kurbjeweit sagt: „Davon erfährt man hier nichts, dass die Berge zusammenstürzen, weil das Gold abgebaut wird.“ Es sei wichtig gewesen, dies durch die Begegnung mit Cicilia Jambuani zu erfahren.

Kirchen setzen sich für die Rechte der Indigenen ein

Die Kirchen versuchen, mit Landkäufen und der Stärkung der indigenen Bevölkerung, zum Schutz des Landes beizutragen. Oder sie lassen sich Land überschreiben, um es dem Zugriff der Konzerne zu entziehen. Besonders Frauen sollen ermutigt werden, für ihre Anliegen und Rechte einzutreten und ihre Stimme zu erheben. In den Dörfern helfen Frauen, Menschen zu vernetzen und halten Trainings, damit die Menschen dazu befähigt werden. „Es geht darum, dass sie die Wälder schützen“, erklärt Cicila Jambuani. „Normalerweise ist es Männersache, wenn die Konzerne kommen, um über den Wald zu sprechen. Die Frauen können nicht an den Meetings teilnehmen, aber sie können zu Hause mit ihren Männern sprechen – und die können vielleicht eine andere Perspektive einnehmen in den Gesprächen mit den Konzernen.“

Viele Menschen werden aus ihrer Heimat vertrieben, etwa um die Goldvorkommen in den Bergen auszuschlachten. „Wir haben viele Migranten“, sagt Cecilia Jambuani. „Die meisten sind zu ängstlich, um auch nur zu sagen, wo sie herkommen und dass sie ihre Heimat verloren haben.“ Hinzu kommen negative Erfahrungen durch Militärgewalt und soziale Ausschreitungen. So engagiere sich die Kirche auch in der Trauma-Therapie.

Die Mehrheit der Menschen in Papua bekennt sich zum Christentum. Pastorin Bettina Kurbjeweit sagt: „Was wir durch die Zeit mit Cicilia gelernt haben, ist dass die Menschen in Papua Christen sind – und sehr stolz darauf. Es ist Teil ihrer nationalen Identität.“ Das sei eine neue Erkenntnis, umso mehr, als man hier denke, die Kirche sei (ausschließlich) ein Teil der problematischen Kolonialgeschichte. „Es war ein neuer Gesichtspunkt für uns, dass die missionarische Arbeit in Papua sehr wertgeschätzt wird“, so die Pastorin. „Und nun haben wir hier eine junge Frau aus den Indigenen Völkern West-Papuas als Theologin“, freut sie sich. „Das ist eine großartige Erfahrung für uns.“ Die Gemeinde hat seit langem eine Partnerschaft mit der Kirche in Hongkong. Durch die politischen Umstände war es nicht möglich, dass jemand der Partner von dort nach Deutschland kommt – und so hat es sich glücklich gefügt, dass Cicila Jambuani als Freiwillige kommen konnte.

„Wir können die Erde nur gemeinsam retten“

Cilias Gastmutter Martina Hille-Peters, Cilia Jambuani und Pastorin Bettina Kurbjeweit.

Es sei auch wichtig gewesen, mehr darüber zu erfahren, wie verflochten auch Deutschland mit Indonesien und den Vorgängen in Papua sei., so Kurbjeweit „Wenn man West-Papua googelt, findet man nichts darüber, wie die Berge zusammenstürzen, weil all das Gold aus ihnen herausgeholt wird. Es war wichtig zu sehen, dass wir mit sehr vielem zu tun haben, was dort geschieht, ob es um das Gold oder Holz geht. Wir sind Eine Welt. West-Papua ist auf der anderen Seite der Welt, aber wir können die Erde nur gemeinsam retten“, betont sie.

Cicilia Jambuani nimmt nicht nur ihre Erfahrungen aus der Arbeit hier in Deutschland mit nach Hause, sondern auch Eindrücke, dass Kirche auch anders funktionieren kann, als sie es aus ihrer Heimat kennt. „In meiner Kirche in Papua könnten manche Menschen von der Kirche in Deutschland lernen, das eigene Ego hintenan zu stellen und nicht tagelang über etwas zu debattieren.“ Sondern zusammenzuarbeiten und eine Lösung oder einen Konsens zu finden. Und noch etwas schätzt sie an den Erfahrungen aus der Zeit in Deutschland: „Hier in Deutschland ist es egal, wie alt du bist, wenn du einen guten Standpunkt vertrittst.“ Junge Theologinnen und Theologen werden gehört. Wer Cicilia Jambuani erlebt, ist aber sicher, dass sie sanft, aber nachdrücklich einen Weg finden wird, sich Gehör zu verschaffen.

Infotag in der Christuskirche

Am Sonntag, 26. Februar, findet ab 17 Uhr ein Info-Nachmittag im Gemeindesaal der Christuskirche statt (Dorothee-Sölle-Platz 1). Er steht unter dem Thema „All the birds are gone. Indigene Frauen erheben ihre Stimme gegen den Waldverlust in Westpapua“. Gezeigt wird der gleichnamige Film, anschließend findet ein Austausch über das Thema statt. Um 18.30 Uhr wird zum gemeinsamen Gottesdienst geladen, der von Cicila Jambuani und Vikarin Judith Schaefer gestaltet wird.

www.evangelisch-in-lindenthal.de

Text: Hildegard Mathies
Foto(s): Hildegard Mathies

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Mit Gottes Segen auf dem Rosenmontagszug

In ökumenischer Verbundenheit haben Otmar Baumberger, Pfarrer i.R., und Stadtdechant Msgr. Robert Kleine die Teilnehmenden des Kölner Rosenmontagszuges in der Wagenhalle in der Kölner Messe gesegnet. Zusammen mit dem Dreigestirn und dem Kinderdreigestirn feierten sie eine kurze Andacht. In ihren Gebeten bedachten sie die Teilnehmenden und die vielen Jeckinnen und Jecken an der Wegstrecke des Zochs und die vielen Helferinnen und Helfer.

„Wir beten für ein unfallfreies Gelingen des Rosenmontagszuges“, fassten die beiden Geistlichen ihre Bitten zusammen. Im Anschluss besprenkelte der Stadtdechant das Dreigestirn und den Zugleiter des Rosenmontagszugs, Holger Kirsch, stellvertretend für die vielen Jeckinnen und Jecken mit Weihwasser. Er hoffe, dass es am Montag nicht so nass werde, merkte der katholische Geistliche an. Im Anschluss an den Segen durften alle Besucherinnen und Besucher die frisch gestalteten Karnevalswagen in der Messehalle bestaunen.

Text: APK
Foto(s): APK

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„Loss mer fiere!“ – Kleinste Karnevalssitzung der Welt bei der Antoniter Siedlungsgesellschaft

„Karneval ist die wichtigste Jahreszeit im kölschen Kalender. Und die Karnevalssitzungen sind das ‚Hochamt‘ des Fastelovends. Deshalv: Loss mer fiere“, sagte Uli Kievernagel bei der „kleinsten Karnevalssitzung der Welt“. Er ist der Erfinder dieses einzigartigen Sitzungskonzepts, das insbesondere für Seniorinnen und Senioren, aber auch für jede andere Altersgruppe viel bietet. Beamer, Lautsprecher und eine laute Stimme: Mehr brauchte der überzeugte Karnevalist nicht, um den Seniorinnen und Senioren einen schönen Nachmittag zu bereiten, bei dem viel geschunkelt, gesungen und vor allem gelacht wurde. Zur „kleinsten Karnevalssitzung der Welt“ hatte das Sozialmanagement der Antoniter Siedlungsgesellschaft mbH (ASG) im Evangelischen Kirchenverband Köln und Region zusammen mit dem Seniorennetzwerk Köln-Höhenhaus Bewohnerinnen und Bewohner ihrer Seniorenwohnanlage im Dreisamweg eingeladen.

Was ist das Besondere an der „kleinsten Karnevalssitzung der Welt“? Eine Stunde und 11 Minuten dauerte die Karnevalssitzung – live und in Farbe. Mit dabei: Kölsche Bands, Büttenredner, eine Tanzgruppe, das Dreigestirn, ein kölsches Traditionskorps und vieles mehr. Und das alles dargestellt von nur einer Person.

Eine Sitzung – ein Akteur

Die Idee kam Kievernagel – der eigentlich als „Der Köln-Lotse“ Stadtführungen anbietet – während der Pandemiezeit, als er seinen Vater im Altenheim nur alleine besuchen durfte. Da sein Vater kölsche Lieder dem vorziehe, was so im Altenheim gesungen wird, kam ihm die Idee einer „Stadtführung im Sitzen“ mit kölschen Liedern und Geschichten. Damit tritt er seitdem in Seniorenzentren und bei anderen Gelegenheiten auf. Auch in der ASG-Seniorenwohnanlage in Höhenhaus begeisterte er im vergangenen Jahr Seniorinnen und Senioren.

Als dann 2021 der Sitzungskarneval für die Session 2022 abgesagt wurde, sah er das als seine Chance und entwickelte das Konzept der „kleinsten Karnevalssitzung der Welt“, in der der einzige Akteur Uli Kievernagel heißt. Ausgestattet mit diversen karnevalistischen Kopfbedeckungen schlüpfte er unter anderem in die Rolle von Sitzungspräsident, Elferrat, Prinz, Bauer und Jungfrau ebenso wie bereits verstorbener Karnevalisten und Büttenredner wie Karl Berbuer, Willi Ostermann, Doof Nuss oder Colonia Duett.

Die Liedtexte präsentiert er zum Mitsingen auf Leinwand, die Lieder spielt der gebürtige Kölner vom Band, denn „Singen ist nicht so meins“, sagt er. Umso leidenschaftlicher sangen die Besucherinnen und Besucher seiner Sitzung mit. „Im Dreisamweg habe ich bereits einen richtigen Fanclub“, freute er sich. „Die sitzen in der ersten Reihe und schunkeln und singen bei allem mit.“

Strahlende Gesichter

Den Auftakt zu der karnevalistischen Veranstaltung bot die Kölsch-AG der Willy-Brandt-Gesamtschule Köln-Höhenhaus, die mit umgetexteten kölschen Liedern ebenfalls zur guten Stimmung beitrugen. Frank Nieder, Teamleiter des ASG-Sozialmanagements, freute sich über den Erfolg der Veranstaltung: „Die meisten Bewohnerinnen und Bewohner unserer Seniorenwohnanlagen sind in Köln aufgewachsen. Es freut mich, zu sehen, wie sie aufleben und wie ihre Gesichter strahlen, wenn sie die alten Karnevalslieder hören. Man spürt, dass diese Lieder und Geschichten zu ihrem Leben gehören und sie sich wieder jung fühlen können. Toll, dass wir das mit unseren Angeboten erreichen.“

Text: Susanne Hermanns
Foto(s): ASG

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„Karneval ist ein Botschafter für ein Leben in Respekt und Frieden“ – Karnevalsgottesdienst mit Stadtsuperintendent Bernhard Seiger

Was wir im Karneval leben und feiern ist doch genau das: Dass wir endlich kapiern, dass wir alle gleich sind. Dass die Liebe gewinnt. Dass Freude und Musik Grenzen überwinden. Dass die Gewalt von Krieg und Zerstörung, von einem sinnlosen Angriffskrieg mit Humor und Umarmen und einem echten Ansehen des Gegenübers und eben leider auch mit Waffen überwunden werden“, sagte Stadtsuperintendent Bernhard Seiger beim Karnevalsgottesdienst im Kölner Dom im Januar.

Lesen Sie hier den Wortlaut:

„Leev Karnevalsjecke,

liebes Dreigestirn, liebes Kinderdreigestirn,

liebe Schwestern und Brüder,

schön, dass wir wieder da sind!

An vertrautem Ort und mit vertrauten Menschen. Und mit vielen. Wie wir uns fühlen in dieser besonderen Zeit, kann wohl am besten Musik erfassen.

Brings hat 2017 den Song „Liebe gewinnt“ herausgebracht. Kennt Ihr dat Lied? Wer kennt et? Die Hände zum Himmel, wer´s kennt.

Die Worte gehen unter die Haut. Das Video dazu erst recht. Es ist, als ob das Lied im Frühjahr 2022 mit Kriegsbeginn geschrieben worden wäre.

„Komm mach den Fernseher aus
Und rutsch ′was näher zu mir
Der ganze Wahnsinn bleibt heut‘
Vor uns′rer Tür
Auch wenn es hoffnungslos scheint
Und die ganze Welt weint
Du hältst zu mir
Und wir beten dafür

Dass ’n Wunder passiert
Und wir endlich kapier’n
Dass wir alle gleich sind
Und nur die Liebe gewinnt

Wir – werden – frei – sein
Wenn – wir – uns – lieben
Es – wird – vorbei – sein
Mit all den Kriegen
Wir sind Brüder
Wir sind Schwestern
Ganz egal wo wir sind
Glaub mir
Die Liebe gewinnt.“

Da sind im Video die Bilder von einem Schützengraben zu sehen, von Soldaten, die einen Kameraden retten.

Von Menschen mit Angst im Gesicht.

Und dann als Kontrast:

Spielende Kinder, Lachen, Freude, Hineinspringen in einen Teich an einem sonnigen Tag.

Lebensfreude pur!

Das ist das Gegenbild, von dem Brings singen. Leben soll anders sein und es kann anders sein.

Was wir im Karneval leben und feiern ist doch genau das:

Dass wir endlich kapiern, dass wir alle gleich sind.

Dass die Liebe gewinnt.

Dass Freude und Musik Grenzen überwinden!

Dass die Gewalt von Krieg und Zerstörung, von einem sinnlosen Angriffskrieg mit Humor und Umarmen und einem echten Ansehen des Gegenübers (und eben leider auch mit Waffen) überwunden werden.

Wer will schon einem Bruder, einer Schwester Schaden zufügen? Was für ein Irrsinn.

Wir – werden – frei – sein
Wenn wir uns lieben
Es wird vorbei sein
Mit all den Kriegen
Wir sind Brüder
Wir sind Schwestern
Ganz egal wo wir sind
Glaub mir
Die Liebe gewinnt.

Das ist doch genau das, was Jesus den Menschen seiner Zeit und uns im Jahr 2023 in der Bergpredigt auf den Weg gibt.

„Selig sind die, die Leid tragen, denn sie sollen getröstet werden. Selig sind die Sanftmütigen, denn sie werden das Erdreich besitzen. Selig sind, die da hungert und dürstet nach der  Gerechtigkeit, denn sie sollen satt werden. Selig sind die Friedfertigen, denn sie werden Gottes Kinder heißen.“

Es wird vorbei sein mit den Kriegen.

Manche sagen, das ist eine Utopie. Utopie heißt, das wird nie so sein.

Nein, Christenmenschen glauben, das ist die Verheißung Gottes für unser Leben.

Und der Mann aus Nazareth ist mit seinem Leben und mit seinem Sterben dafür eingetreten, dass die Liebe gewinnt!

So wird es sein. Die, die auf Gewalt, Hass und verachtende Worte setzen, werden am Ende nicht Recht behalten,

Am Ende wird sich die Liebe durchsetzen, weil Gott uns die Liebe aufgegeben hat und weil alleine sie auf die Dauer uns Menschen voran bringt.

Wir sind frei geschaffen und es liegt an uns Menschen, ob wir das Böse einhegen und die Liebe mehr Raum bekommt oder nicht.

Jeder von uns ist an seinem und ihrem Ort ein Teil davon.

Der Karneval übt diese Zukunft ein: das Spielerische, die Freiheit, das weite Herz.

Und so war es das Beste, was vor einem Jahr ganz kurzfristig das Festkomitee entschieden hat: Wir machen aus dem Rosenmontagszug eine riesige Friedensdemo, deren Botschaft für unsere Stadt Köln steht und die weit in der Republik wahrgenommen wird. Ich habe das bunte Bild – mit Brings und Friedenstauben – auf dem Chlodwigplatz noch vor Augen.

So kann der Karneval ein Botschafter für ein Leben in Respekt und Frieden in Freiheit sein. Das üben wir ein, jeden Tag!

Peter Brings singt in weiteren Strophen:

„All der Hass und die Lügen im Netz
Die interessieren mich nicht
Wir zwei, wir sind echt
Wir sind wirklich und hier
Komm, fass mich mal an
Und dann schwöre ich dir
dass ein Wunder passiert.

Lass sie alle reden
Die Hoffnung macht uns stark!
Doch es kommt der Tag
An dem die Kriege aufhör′n
Das macht doch alles keinen Sinn
Weil wir alle Kinder
Derselben Mutter sind

Wir werden frei sein
Wenn wir uns lieben
Es wird vorbei sein
Mit all den Kriegen
Wir sind Brüder
Wir sind Schwestern
Ganz egal wo wir sind
Glaub mir
Die Liebe gewinnt“

So ist es toll, dass wir in diesem Jahr „ov krüzz oder quer“ 200 Jahre Kölner Karneval feiern! Dass wir uns die Bilder und Geschichten aus dieser langen Zeit anschauen. Heute wissen wir auch, wo der Kompass der Karnevalisten nicht gestimmt hat:

In den Kriegszeiten, in der Nazizeit, gegenüber den jüdischen Mitbürgern. Das können wir heute nüchtern ansehen und darstellen.

Ja, auch Karnevalisten sind Kinder ihrer Zeit und können irren.

Wichtig ist, ehrlich und kritisch darauf zu sehen.

Auch die Protestanten haben sich lange mit dem Karneval schwer getan. Da waren sie eher Preußen, als dass sie Kölsche waren. Auch wir können dazulernen und heute mit Überzeugung sagen:

Ja, Karneval und die Botschaft Jesu von Liebe, Respekt für Vielfalt und von der Sehnsucht nach Verständigung über alle Grenzen und Frieden gehen zusammen.

So wir unsere Kirchen, alle Kirchen, auch für Respekt und Liebe, für Treue zum Evangelium, also zur frohen Botschaft und für den Zuspruch von Freiheit stehen können: Wir tun das immer, wenn wir bei unserem Ursprung und der Botschaft Jesu bleiben.

Ich wünsche Euch eine gesegnete Zeit, wache Augen für den Nächsten und viel Freude am Leben, an der Gemeinschaft und am Karneval.“

Hier finden Sie den Artikel zum Karnevalsgottesdienst:

Text: APK
Foto(s): Henning Schoon

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