Lebendige Geschichte – Dr. Otto Dinger schreibt ein Buch über Delling

Seit 200 Jahren gehört der Familie von Dr. Otto Dinger das Haus Berkey in Delling. Etwas Besonderes ist das auch deshalb, weil Delling selbst ein außergewöhnlich gut erhaltenes Ensemble von sechs Fachwerkhäusern rund um die evangelische Kirche ist. Der kleine Ort in der Nähe von Kürten hat eine wechselvolle Geschichte erlebt. Darüber hat Otto Dinger ein Buch geschrieben: „Die Delling. Eine Kirche und sechs Häuser“.

„Mein Büchlein“ sagt der pensionierte Geograph und Volkskundler bescheiden, wenn er von der 70-seitigen, reich bebilderten Broschüre spricht. Dinger ist mit der Geschichte von Delling aufgewachsen. Über Generationen haben Väter und Großväter die Historie weitererzählt, so auch Dingers Familie. Als weitere Quelle diente dem Autor das Standardwerk „Die Delling“ von Marie-Luise Denst, das 1984 erschien, zum 150-jährigen Jubiläum der Kirche. „Die Delling“ sagen die Dellinger, weil ihr Ort in einer kleinen Talsenke liegt, eben in einer „Delle“ im Gelände. Bereits in Densts Buch hatte Dinger einen Beitrag veröffentlicht.

Zuflucht für evangelische Christen

Die Geschichte der Delling ist auch eine Geschichte der Konfessionen. In den Wirren von Reformation und Gegenreformation gewährte der Lehnsherr des Gutshofes einer Schar von vertriebenen reformierten Christen, die nicht zum Katholizismus zurückkehren wollten, im 30-jährigen Krieg (1618-1648) Zuflucht auf seinem Gut. Heimlich konnten sie hier auch ihren Gottesdienst feiern.

Als sich die Wirren legten und die Protestanten auch im katholischen Rheinland ihren Glauben wieder offen leben konnten, fühlten sie sich in Delling längst zu Hause. Als das Gut verkauft wurde, sahen sie ihre Chance gekommen, hier dauerhaft Heimat zu finden. Und so kam auch der Wunsch nach einem eigenen Gotteshaus auf. Mit Hilfe einer königlichen Finanzspritze von 1300 Talern unterstützte der protestantische König Friedrich Wilhelm III. den Bau im Rahmen seiner Förderung von protestantischen Gemeinden.

Ein königlicher Baumeister

Für den Bau wurde nicht irgendjemand gewonnen, sondern der Baumeister Karl Friedrich Schinkel, den man heute zweifellos als Stararchitekt feiern würde. Der klassizistische Ausbau Berlins im Auftrag des Königs wurde von Schinkel geprägt. Er wurde beauftragt, in Delling eine Notkirche zu bauen, erzählt Otto Dinger. Weil die Dellinger so arm waren, wurde ihnen zudem erlaubt, reichsweit, in ganz Preußen eine Kollekte für den Kirchbau abzuhalten. Heute steht deshalb eine echte Schinkel-Kirche in dem Weiler, die vor einigen Jahren aufwändig saniert wurde.

Rund um die Kirche und das alte Gut, das heute ein beliebtes Restaurant beherbergt, gruppieren sich neben Haus Berkey (so hießen Dingers Vorfahren) noch das alte Schulhaus und das alte Pastoral. Gemeinsam mit dem Friedhof, auf dem Pfarrer Ralph Knapp künstlerische Tafeln mit Impulsen aufgestellt hat, bildet das Ensemble mit der Landschaft drum herum einen lohnenswerten Wanderweg. Regelmäßig finden im Gemeindehaus auch Veranstaltungen der Evangelischen Kirchengemeinde Delling statt.

Ein Wunder im Weltkrieg

Otto Dinger lebt bis heute in Delling – allerdings nicht in den Wintermonaten. Dann wäre es in den Fachwerkhäusern, die keine Heizung, sondern nur einen Ofen haben, zu kalt. Auch sonst heißt es, sich an die Lebensbedingungen in so einem alten Haus anzupassen: „Sie können hier keinen Nagel in die Wand schlagen und die Mäuse laufen durchs Gebälk“, sagt Dinger mit einem Lachen. Vieles hat sich mit den Jahren verändert in dem kleinen Ort – doch das einzigartige Lebensgefühl bleibt. Daran lässt der Autor keinen Zweifel.

Dass Delling am Ende des Zweiten Weltkrieges nicht zerstört wurde, weil die Amerikaner auf einen versprengten deutschen Soldaten trafen, der in der Wiese lag und auf sie schoss, grenzt an ein Wunder. Die US-Soldaten nahmen den Ort unter Feuer. „Die Kugeln flogen durch die Wände der Häuser“, erzählt Otto Dinger. Noch heute sind die Spuren auch im Haus seiner Familie. „Die Geschosse durchdrangen das Schlafzimmer und landeten im Plumeau“, erzählt Dinger. „Gott sei Dank hat an dem Tag keiner Mittagsschlaf gemacht.“

Otto Dinger, Die Delling. Eine Kirche und sechs Häuser, herausgegeben von der Evangelischen Kirchengemeinde Delling, 70 Seiten, zahlreiche Fotos, broschiert. Für 9,80 Euro erhältlich in der evangelischen Kirche Delling, im Restaurant „In der Delling“ und in der Buchhandlung Bücherwolf, Im Winkel 5, in Kürten.

www.kirche-delling.de

Text: Hildegard Mathies
Foto(s): Dr. Otto Dinger

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Gottesdienst mit Kirchenleitung im Braunkohlerevier: Schöpfung zwischen Schönheit und Sorge

Die Schöpfung und die Sorge um sie stehen im Mittelpunkt eines Gottesdienstes am Sonntag, 19. März 2023, im rheinischen Braunkohlerevier. Präses Dr. Thorsten Latzel und weitere Kirchenleitungsmitglieder der Evangelischen Kirche im Rheinland sind daran beteiligt. Anlass sind Gespräche, die die Kirchenleitung am kommenden Wochenende vor Ort über die Zukunft der Region nach dem Braunkohleausstieg führt.

Im Gottesdienst am Sonntag um 10 Uhr in der Lutherkirche in Kerpen-Buir (Bahnstraße 40) drehen sich die drei Predigtteile um den 104. Psalm, der mit „Lob des Schöpfers“ überschrieben ist. Irene Weyer, Pfarrerin der gastgebenden Gemeinde zu Düren, Jens Sannig, Superintendent des Kirchenkreises Jülich, und Präses Dr. Thorsten Latzel nehmen das Gebet des Volkes Israel aus unterschiedlichen Perspektiven in den Blick. „Wenn wir zurzeit von Schöpfung reden, sprechen wir vor allem vom menschengemachten Klimawandel, von Artensterben, Plastikmüll, gerodeten Urwäldern, schmelzenden Gletschern, Wasserknappheit, Überschwemmungen. Zurecht. Unsere Lebensweise zerstört die Lebensgrundlage kommender Generationen“, sagt Präses Dr. Thorsten Latzel. „Zugleich öffnet die Rede von Schöpfung in der Bibel einen heilsam anderen Blick. Weil hier Gott als Schöpfer in den Blick kommt. Die Welt liegt in Gottes Hand, nicht in unserer. Die Schöpfung ist sein Werk. Das kann uns helfen, anders mit unseren Mitgeschöpfen umzugehen: dankbarer, bescheidener, einfühlsamer – und zugleich allem zu widerstehen, was Gottes Schöpfung zerstört.“

„Ich freue mich, dass die Kirchenleitung der EKiR sich mit der Thematik des Strukturwandels im Rheinischen Revier befasst. Dazu gehen wir ein ganzes Wochenende mit der Kirchenleitung und als Superintendenten der betroffenen Kirchenkreise als Lernende in die Gespräche“, sagt Stadtsuperintendent Bernhard Seiger zu dem Besuch der Kirchenleitung am Wochenenden. „Wir treffen bei Bürgerinitiativen, RWE und Politik mit Menschen zusammen, die großes Wissen und verschiedene Perspektiven auf die Themen haben. Wir sehen, dass zur Nutzung der Gebiete und Orte, die nun erhalten bleiben, noch viele Fragen offen sind. Hier ist eine gewaltige Gestaltungsaufgabe für die Kommunen, für die Bürgerinnen und Bürger, für RWE und viele andere Unternehmen, die hier Zukunft gestalten können.“

Gespräche in geschütztem Rahmen

Der Gottesdienst findet im Rahmen eines Besuchs der rheinischen Kirchenleitung im Tagebaugebiet statt. Am Samstag und Sonntag treffen sich Mitglieder der Kirchenleitung der Evangelischen Kirche im Rheinland mit Vertreter und Vertreterinnen örtlicher Bürgerinitiativen, aus der Politik und des Energieunternehmens RWE, um sich über die Lage vor Ort zu informieren und um sich über die Zukunftsfragen der dort lebenden Menschen auszutauschen. Während der Gottesdienst am Sonntag öffentlich ist, finden die Gespräche in vertraulichem Rahmen statt. Neben Kirchenleitungsmitgliedern sind daran auch Vertreter und Vertreterinnen der vom Braunkohletagebau betroffenen Kirchenkreise (Köln-Nord und -Süd, Gladbach-Neuss, Jülich) beteiligt.

„Wir möchten gerne die Perspektiven wahrnehmen, die die Menschen vor Ort haben und ins Gespräch über Lösungen kommen. Dabei spielt ein möglichst schneller Weg zum Braunkohleausstieg ebenso eine Rolle wie die langfristig geplante Landschafts-, Unternehmens- und Infrastrukturentwicklung“, fasst Pfarrer Bernhard Seiger, der auch Superintendent des Evangelischen Kirchenkreises Köln-Süd ist, die Zielsetzung der vertraulichen Gespräche zusammen. „Es ging in den Debatten der letzten Jahre und es geht auch künftig immer auch um die Frage der Energiesicherheit in unserer Großregion. Es braucht angesichts der großen Aufgabe eine große Lern- und Veränderungsbereitschaft auf allen Seiten. Als Kirchen sehen wir die unterschiedlichen Perspektiven und wollen einen – wenn auch kleinen – Beitrag dazu leisten, dass diese Generationenaufgabe des Umbaus des Reviers in eine Zeit nach der Kohle gelingt.“

Der gemeinsame Gottesdienst am Sonntagmorgen wird einen besonderen Höhepunkt im Rahmen des Besuches der Kirchenleitung im Rahmen des Besuches im Braunkohlerevier darstellen. „Ich finde es ermutigend, dass wir in Kerpen-Buir am Sonntag gemeinsam einen Gottesdienst feiern, in dem wir die Aufgabe der Bewahrung der Schöpfung, das Schicksal vieler Menschen und die Zukunft einer Region mit ihren Arbeitsplätzen in den Blick nehmen“, sagt Stadtsuperintendent Bernard Seiger. „Die Vielfalt und das Suchen nach Wegen hat Platz vor unserem Gott, dem all das, was wir erleben und tun, nicht egal ist.“

Stopp des Kohleabbaus gefordert

Anlässlich der Räumung des Ortes Lützerath für den weiteren Braunkohleabbau hat sich das oberste Leitungsgremium der Evangelischen Kirche im Rheinland, die Landessynode, im Januar für einen sofortigen Abbaustopp am Ort ausgesprochen. Sie teile die Sorge der Protestierenden um die Auswirkungen der Kohleverstromung auf das Klima. Man wisse um die Rechtslage, die RWE das Abbaggern der Braunkohle erlaube – aber auch um die widersprüchliche Gutachtenlage, so die Landessynode im Januar.

Text: ekir.de / Jens Peter Iven
Foto(s): Sammy Wintersohl

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Fastenaktion „Leuchten“ – Sieben Wochen ohne Verzagtheit mit Pfarrer Nico Buschmann

Der Impuls von Pfarrer Nico Buschmann zur Fastenaktion „Sieben Wochen ohne Verzagtheit“ zeigt, dass es wichtig ist, sich selbst mit Mitgefühl und Gnade zu betrachten, anstatt sich selbst ständig zu kritisieren oder zu verurteilen. Betrachtet man sich selbst mit Gottes Augen, kann man ein tieferes Verständnis für die eigene Seele und das eigene Potenzial erlangen. Er fragt: „Hast du dich schon mal wirklich im richtigen Licht betrachtet?“ Es ist wichtig, sich selbst genau kennenzulernen, um zu verstehen, was man will und wohin man gehen möchte. Indem man sich selbst aus der Perspektive Gottes betrachtet, kann man eine tiefere Verbindung zu sich selbst und zu Gott aufbauen. Man kann seine Stärken, Schwächen und Talente besser erkennen und lernen, sie besser zu akzeptieren und zu schätzen. Dieser Impuls betont auch die Bedeutung von Glauben in unserem Leben und die Möglichkeit, dass Gott uns führt und unterstützt, wenn wir uns ihm öffnen.

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Der Text zum Nachlesen:

Am Anfang schuf Gott Himmel und Erde oder sprach: „Es werde Licht und es wart Licht!“ Diese Sätze kennen viele Menschen, auch wenn man jetzt nicht gerade christlich sozialisiert wird. Am Anfang steht eine Schöpfungsgeschichte, in der Gott einfach durch sein Wort Licht anschaltet und Licht ist wirklich hilfreich. Jeder kennt es, wenn man morgens durch den Park geht und die Sonne schön scheint, dann fühlt man sich so richtig wohl. Wenn die Sonne nicht scheint und man im Dunkeln durch einen Park läuft, dann ängstigt man sich eher ein bisschen. Licht und Dunkel, das sind zwei Dinge, die eine ungeheure Einwirkung haben auf unser Leben. Aber ich möchte auf einen anderen Punkt kommen: Hast du dich schon mal wirklich im richtigen Licht betrachtet? Ich finde es immer spannend, wenn man vor einem Spiegel steht und sich betrachtet, wenn die Lichtverhältnisse nicht besonders gut sind, dann sieht man sich ja nicht so wirklich schön. Dann sieht man eher seine Ecken und die Kanten und die Dinge, die vielleicht nicht so gut sind. In einem professionellen Fotostudio so richtig ausgeleuchtet zu sein – da wirkt man ganz anders. Und das ist meine Erfahrung mit Gott in dieser Welt. Gott ist für mich das Licht, das uns so richtig ausleuchtet von allen Seiten. Der das Schönste in uns zum Strahlen bringt, unsere Schokoladenseite nach vorne bringt. Und ich glaube, wenn wir in diese Fastenwochen gehen, dann können wir ja vielleicht mal ausprobieren, wie es ist mit dem richtigen Licht unterwegs zu sein. Vielleicht ein bisschen weniger in dieser Zeit auf die schlechten Seiten zu schauen und die zu beleuchten. Sondern einmal auf die guten Seiten zu schauen und die strahlen zu lassen. Was kannst du vielleicht richtig gut, was hast du in der letzten Zeit Tolles gelernt? Oder was würdest du gerne von dir zum Strahlen bringen? Sich einmal mit Gottes Augen anzuschauen – als ein wunderbares Geschöpf, das er geschaffen hat in all seiner Pracht und Farbe, das wäre doch vielleicht mal eine gute Übung für diese Woche: Es werde Licht!

Text: Nico Buschmann
Foto(s): Thorsten Levin

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Das alles ist Kirche: Die „Lange Nacht der Kirchen“ lud dazu ein, Kraftorte zu entdecken

Wer sich auf Entdeckungsreise durch die 29 Standorte der „Langen Nacht der Kirchen“ begeben wollte, der brauchte in diesem Jahr nicht nur Ausdauer, sondern auch wind- und wetterfeste Kleidung – und entweder einen akribisch ausgearbeiteten Terminplan oder die Lust, sich einfach durch den Abend treiben zu lassen und durch die geöffneten Türen ins (mehr oder weniger) Warme zu treten, Musik, Texte oder einfach die Stille zu genießen. Orientierung gaben dabei die vier Kategorien calm + smooth, pop + beat, experience + adventure und listen + reflect.

Erste Station: Mauritiuskirche

Der Kirchenraum wurde nur von Kerzen in ein warmes Licht getaucht. Bei Orgelimprovisationen innerlich anzukommen und „die Seele baumeln zu lassen“, war ein entspannter Auftakt für eine (mögliche) „Lange Nacht der Kirchen“.

Zweite Station: Kunst-Station Sankt Peter

In der Kunst-Station Sankt Peter war das Ensemble Tra I Tempi zusammen mit Gastmusiker*innen zu erleben. Werke von Protagonisten der minimal music wie Steve Reich und Morton Feldman und des jüngst wiederentdeckten afro-amerikanischen Komponisten Julius Eastman sowie eine eine in diesem Konzert uraufgeführte Eigenkomposition (Tutein, larmes 2022) von Michael Veltman, Organist und künstlerischer Leiter des Bereiches Musik an der Kunst-Station Sankt Peter, entführten die Zuhörer*innen in unerhörte, bisweilen meditative Klangwelten. Musik, die sich nichts beweisen musste, die dazu einlud, einfach nur da zu sein.

Dritte Station: Bahnhofsmission

Mitten im Trubel des Kölner Hauptbahnhofs ist die Bahnhofsmission an Gleis 1 eine Oase der Ruhe. „Wir verstehen uns als Kirchenort am Bahnhof“, erklärte Ursula Lennartz, hauptamtliche Mitarbeiterin der Bahnhofsmission und ergänzte mit einem liebevoll-selbstbewussten Seitenhieb auf den benachbarten Dom: „Wir haben keine Schatzkammern, aber wir haben Begegnungen. Das sind unsere Schätze.“ Einige dieser Schätze gab es bei der „Langen Nacht der Kirche“ zu entdecken. Drei Mitarbeitende der Bahnhofsmission teilten schöne, traurige und berührende Erlebnisse aus dem „Mikrokosmos Bahnhof“. Ein Mitarbeiter berichtete z.B. von seinem ersten Arbeitstag in der Bahnhofsmission, ein anderer Mitarbeiter stellte das 2. Gebot „Du sollst dir kein Bildnis machen“ in den Kontext von Vorurteilen. Der schlecht gekleideten Obdachlosen sieht man ihre Hilfsbedürftigkeit an, aber was ist mit der eleganten Dame im Business-Anzug?

Eine weitere Mitarbeiterin erzählte von einer Schreiner-Gesellin auf der Walz, die in Hamburg Arbeit gefunden hatte, aber kein Geld für ein Zugticket. Ein häufiger Gast der Bahnhofsmission, der über einen Schwerbehindertenausweis verfügte und daher im Regionalverkehr umsonst reisen und zudem eine Begleitperson mitnehmen durfte, bot sich als „inoffizieller Mitarbeiter“ an und fuhr mit der jungen Frau in die Elbmetropole. Am nächsten Tag kehrte er von seinem Ausflug zurück und meldete freudestrahlend: „Auftrag erledigt!“

Vierte Station: Kölner Dom

Den riesigen Dom einmal in der Stille erleben, sich auf einer Bank niederlassen, vielleicht eine Kerze anzünden. Diese besondere Erfahrung konnten die Besucher und Besucherinnen der Langen Nacht der Kirche machen.

Fünfte Station: Domforum

Das Foyer des Domforums verwandelte sich während der Langen Nacht der Kirchen in einen gemütlichen Kinosaal. Auf dem Programm standen internationale Kurzfilme, unter anderem aus Island, über die die Besucher und Besucherinnen anschließend bei kalten und warmen Getränken ins Gespräch kommen konnten.

Sechste Station: Minoritenkirche/ St. Mariä Empfängnis

Leise Musik, Kolping-Flaggen und ein aus Windlichtern gestaltetes Kolping-Emblem: Die Minoritenkirche am Kolpingplatz stand ganz im Zeichen des katholischen Sozialreformers. Ein Ort der Ruhe und Besinnung, ohne Programm, aber mit viel Atmosphäre.

Siebte Station:  KOLUMBA/ Kunstmuseum des Erzbistums Köln

Nachts ins Museum? Das KOLUMBA/ Kunstmuseum des Erzbistums Köln öffnete seine Türen während der „Langen Nacht der Kirchen“ für alle Kunstinteressierten, die die Jahresausstellung „making being here enough“ (Dafür sorgen, dass hier zu sein genügt“) zu ungewohnter Uhrzeit und in einer ganz speziellen Atmosphäre erleben wollten. Der wunderbare Ausstellungstitel hätte auch als Motto über der „Langen Nacht der Kirchen“ stehen können. Werke aus 14 Jahrhunderten erzählen von Orten und Nicht-Orten, ihrer Wahrnehmung und ihren Geschichten, von „Verortung“ und dem Fortleben in der Erinnerung.

Natürlich reichten auch vier Stunden nicht aus, um alle 29 teilnehmenden Stationen der „Langen Nacht der Kirchen“ zu entdecken, aber sie genügten, um zum Staunen anzuregen über den Reichtum und die Verschiedenheit spiritueller Orte in Köln.

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Text: Priska Mielke
Foto(s): Priska Mielke

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Unsere Wochentipps: „Judas! Wie es wirklich war!“ und Yoganacht in der Kirche

Was geht in dieser Woche? Unsere Wochentipps verraten es! Dabei wird es so vielseitig wie immer – mit der Jahrestagung „GFK & Kirche“, der Yoganacht in der Kirche, dem Gespräch „Jesus und die Frauen“ und dem Stück „Judas! Wie es wirklich war!“. Hürth rockt den St. Patrick’s Day, die spirituelle Atempause in der Trinitatiskirche lädt und ein Abendgespräch informiert über die „Klimakrise und die Auswirkungen auf den globalen Süden“. Außerdem im Angebot: die Passionsandacht zu Texten des Matthäusevangeliums.

Die Tipps in der Übersicht:

17.03.2023, 15:00
Melanchthon-Akademie
Melanchthon-Akademie
Jahrestagung „GFK & Kirche“
Für alle, die mit Marshall Rosenbergs GFK in der Kirche unterwegs sind

Die Jahrestagung „GFK & Kirche“ findet am Freitag und Samstag, 17. und 18. März, in der Melanchthon-Akademie, Kartäuserwall 24b, statt. Eingeladen sind alle, die mit Marshall Rosenbergs GFK in der Kirche zu tun haben und daran interessiert sind. Marshall Rosenbergs „Gewaltfreie Kommunikation“ (GFK) passt wunderbar in die Kirche: Sie ist ein Übungsweg zur praktizierten Selbst- und Nächstenliebe, sie bietet fundierte methodische Unterstützung für eine gewaltfreie Lebensweise, sie ist aktive Friedens- und Versöhnungsarbeit. Doch bisher wird das Potenzial der GFK in der Kirche noch wenig genutzt, ob in den verschiedenen kirchlichen Handlungsfeldern, in der Gemeindeleitung oder als Übungsweg. Die Teilnehmenden der Tagung widmen sich der Frage, wie man „GFK“ und „Kirche“ besser zusammenbringen kann: durch theologische Reflexion der Grundannahmen der GFK, praktischen Austausch zu den Erfahrungen mit GFK in den verschiedenen kirchlichen Kontexten und durch Vernetzung. Das Programm kann unter www.melanchthon-akademie.de nachgelesen werden. Die Teilnahme kostet 75 Euro. Eine Anmeldung per E-Mail an anmeldung@melanchthon-akademie.de ist erforderlich, Tel: 0221 931 803 0, anmeldung@melanchthon-akademie.de
www.melanchthon-akademie.de

17.03.2023, 18:00
Evangelische Clarenbach-Kirchengemeinde Köln-Braunsfeld
Evangelische Clarenbach-Kirche Braunsfeld, Aachener Straße 458, 50933 Köln
Yoganacht in der Kirche
Ein Workshop in besonderer Atmosphäre

Am Freitag, 17. März, ab 18.00 Uhr, findet in der Clarenbachkirche in Köln-Braunsfeld, Aachender Straße 458, ein Yogaworkshop in besonderer Atmospähre statt: Unter Anleitung der Yogalehrerein Melanie Moser können die Teilnehmenden bei Kerzenschein und begleitet von Live-Piano Musik zwei Stunden lang Yoga üben. Der Kurs ist frei für alle Interessierten ab 16 Jahren. Mitzubringen sind eine Yogamatte, eine Decke, warme Socken und, wenn vorhanden, ein Meditationskissen. Die Evangelische Clarenbach-Kirchengemeinde Köln-Braunsfeld, die Evangelische Dietrich-Bonhoeffer-Gemeinde Junkersdorf und die Evangelische Kirchengemeinde Weiden/Lövenichlanden laden gemeinsam zu diesem Event ein. Eine Spende für die Tafel Köln e.V. in Weiden ist erbeten. Eine Anmeldung im Gemeindebüro der Evangelischen Clarenbachgemeinde ist erwünscht, entweder unter der Telefonnummer 0221-494926 oder per Email an clarenbachgemeinde@ekir.de. Weitere Informationen sind bei der Pfarrerin Ulrike Graupner (Telefon 0221-5894808, Email: ulrike.graupner@ekir.de) oder bei der Yogalehrerin Melanie Moser (Telefon: 0163-570596, Email: yoga@melmoser.de) erhältlich.

www.clarenbachgemeinde.de

17.03.2023, 19:00
Evangelische Kirchengemeinde Hürth
Martin-Luther-Kirche in Hürth-Gleuel, Am Hofacker 41, 50354 Hürth
Hürth rockt den St. Patrick’s Day
Unplugged Konzert in der Kulturkirche Hürth

Unter dem Motto „Hürth rockt den St. Patrick’s Day“ lädt die Evangelische Kirchengemeinde Hürth am Freitag, 17. März, 19 Uhr, zu einem unplugged Konzert in die Kulturkirche Hürth-Gleuel, Am Hofacker 41, ein. Der Eintritt ist frei, Spenden sind willkommen.

www.evangelisch-in-huerth.de

18.03.2023, 09:30
Evangelische Kirchengemeinde Köln-Mauenheim-Weidenpesch
Erlöserkirche Weidenpesch, Derfflinger Straße 9, 50737 Köln
„Jesus und die Frauen“
Frühstück und Gespräch mit Pfarrerin Christina Schlarp

Jesus begegnete den Frauen in seiner Umgebung auf Augenhöhe. Sein ungezwungener Umgang mit ihnen war für die damalige Zeit äußerst ungewöhnlich. Am Samstag, 18. März, 9.30 Uhr bis 12 Uhr, lädt Pfarrerin Christina Schlarp zu einem Blick ins Neue Testament ein. In der Erlöserkirche Weidenpesch, Derfflinger Straße 9, erzählt sie von Jüngerinnen und Sponsorinnen der Jesusbewegung und den theologischen Gesprächspartnerinnen Jesus. Zu Beginn der Veranstaltung gibt es ein Frühstück. Die Teilnahme kostet 5 Euro. Um Anmeldung im Gemeindebüro unter Telefon 0221/745903-33 oder per E-Mail an christina.schlarp@ekir.de wird gebeten.

www.kirche-mauwei.de

18.03.2023, 18:00
Evangelische Kirchengemeinde Köln-Deutz/Poll
Kapelle der Stille Poll, An den Rolshover Gärten 18, 51105 Köln
„Judas! Wie es wirklich war!“
Ensemble 1517 Köln spielt frei nach Walter Jens

Frei nach Walter Jens Buch „Der Fall Judas“ bringt das Ensemble 1517 Köln mit Uwe Melchert und Christian Polenzky am Samstag 18. März, 18 Uhr, in der Kapelle der Stille, An den Rolshover Gärten, ihr Stück „Judas! Wie es wirklich war!“ auf die Bühne. Ob als Film, Theaterstück oder Monolog, die Verteidigungsrede Judas präsentiert eine vollkommen neue Perspektive auf die Kreuzigungsgeschichte, die Frage nach Vergebung, Schuld und Gottes großem Plan. Sie gehört zu den Klassikern der Passions- und Osterzeit. Der Eintritt kostet 16 Euro, ermäßigt 11 Euro. Eintrittskarten können telefonisch unter 01636696714 oder per E-Mail an uwe.melchert@web.de reserviert werden.

18.03.2023, 18:00
Trinitatiskirche
Trinitatiskirche, Filzengraben 4, 50676 Köln
Orgelvesper mit Pfarrer Carsten Schraml und Yuko Nishimura-Kopp
Spirituelle Atempause in der Trinitatiskirche

Musik aus verschiedenen Jahrhunderten mit Werken von Dietrich Buxtehude (1637-1707), Olivier Messiaen (1908-1992), Johann Sebastian Bach (1685–1750), Jean Langlais (1907-1991) sowie César Franck (1822–1890) Yuko Nishimura-Kopp, Kantorin der Evangelischen Kirchengemeinde Frechen, am Samstag, 18. März, 18 Uhr, an der Orgel in der Trinitatiskirche, Filzengraben 4, zu Gehör. Der Evangelische Kirchenverband Köln und Region lädt zu einer spirituellen Atempause am Wochenende ein. Pfarrer Carsten Schraml, Gefängnisseelsorger in der Justizvollzugsanstalt in Köln-Ossendorf, gestaltet die liturgische Rahmung der Orgelvesper.

www.trinitatiskirche-koeln.de

19.03.2023, 19:30
Evangelische Kirchengemeinde Köln-Klettenberg
Tersteegenhaus, Emmastraße 6, 50937 Köln
Klimakrise und die Auswirkungen auf den globalen Süden
Abendgespräch zur Sache im Tersteegenhaus

Die Evangelischen und katholischen Kirchengemeinden in Sülz und Klettenberg und die „Ökumenische Initiative Eine Welt“ laden am Sonntag, 19. März, 19.30 Uhr, zu einem Abend mit Professor Alexander Lohner, Lehrstuhl für Angewandte Ethik an der Universität Kassel und theologischer Grundsatzreferent bei Misereor, ein. Im Tersteegenhaus, Emmastraße 6, spricht er über die Klimakrise und deren Auswirkungen auf den globalen Süden. Der Eintritt ist frei.

www.kirche-klettenberg.de

22.03.2023, 17:30
AntoniterCityTours
Vor der Antoniterkirche, Schildergasse 57, 50667 Köln
Rund um das AntoniterQuartier
Rundgang mit Günter Leitner und Pfarrer Markus Herzberg

Das Gelände an der evangelischen Antoniterkirche in Köln wurde neu bebaut. Auf dem rund 3300 m² großen Grundstück an der Schildergasse entstand ein attraktives Ensemble mit einem schönen Kirchplatz für die Antoniterkirche, ein modernes Citykirchenzentrum und vielfältige weitere Nutzungsmöglichkeiten wie etwa für Gastronomie, Dienstleistung, Wohnen und Handel sowie eine Tiefgarage. Bei einem Rundgang am Mittwoch, 22. März, 17.30 Uhr, stellen Stadtführer Günter Leitner und Pfarrer Markus Herzberg das Gebäudeensemble unter dem Titel „Das AntoniterQuartier. Kirche. Platz. Leben in der Stadt.“ vor. Auch die Antoniterkirche mit ihren Barlachkunstwerken wird vorgestellt. Die Teilnehmenden treffen sich vor der Antoniterkirche, Schildergasse 57. Die Teilnahme kostet 12 Euro, ermäßigt 10 Euro.

www.antonitercitytours.de

22.03.2023, 18:00
Evangelische Kirchengemeinde Köln Niehl-Riehl
Stephanuskirche, Brehmstraße 6, 50735 Köln
Passionsandacht zu Texten des Matthäusevangeliums
Andachten in der Passionszeit

Die Evangelische Kirchengemeinde Köln Niehl-Riehl lädt vom 22.02.-29.03. jeden Mittwoch um 18.00 Uhr in die Stephanuskirche, Brehmstr.4-6, 50735 Köln Riehl, zu Passionsandachten ein. In der Passionszeit finden Andachten mit Altpräses und dem eh. Ratsvorsitzenden der EKD, Manfred Kock, statt. Dieses Jahr geht es um die Texte zur Passion im Matthäusevangelium.

Text: APK
Foto(s): APK

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„mima-Menschen“ des ZDF stellt Pfarrer Tim Lahr vor

Ob außergewöhnlicher Einsatz oder ungewöhnliche Fähigkeiten – „mima-Menschen“ des ZDF stellt besondere Menschen vor: auch Tim Lahr, queerer Pfarrer in Köln. Der 33-Jährige engagiert sich in den sozialen Netzwerken, um die evangelische Kirche für junge Leute attraktiver zu machen, und hat mit seinen erfolgreichen Social-Media-Accounts auf Instagram und TikTok ein Parallelangebot zu seiner klassischen Gemeindearbeit geschaffen.

Er thematisiert auf seinem Kanal amen_aber_sexy beispielsweise: „Warum mein Outing beim Handball schwerer war als bei der Kirche“, „Mach dich locker, Kirche“, „Pastors life! Sunday is funday!“, seine Vorsätze für 2023 (u.a. mehr queere Gottesdienste und Partys in der Kirche) – oder Sätze, die er 2023 nicht mehr hören möchte: „Homosexualität ist Sünde“, „Das, was ihr da macht, ist aber ganz schön schrill“ und „Müsst ihr das mit dem Queer-Sein denn immer so betonen“. Er setzt sich für queere Menschen ein, tanzt gerne in seinen Videos und thematisiert auch ernste Themen mit einem Augenzwinkern.

„Ich freue mich eigentlich immer wenn, Medien auf mich zukommen, denn ich habe dann das Gefühl, dass unsere Arbeit gesehen wird und wir vielleicht auch noch mehr und andere Menschen ermutigen können“, erklärt er. „Social Media mache ich, weil es ein wunderbarer Weg ist, sich mit Menschen zu connecten und eine Community aufzubauen.“

Tim Lahr ist ein echter Netzwerker. Er sagt: „Nur wenn verschiedene Initiativen in der Stadt-Gesellschaft zusammenkommen und gemeinsam an wichtigen Themen arbeiten, kommt am Ende eine größere Summe als die einzelnen Teile dabei heraus.“ Er baut deswegen auch die Erprobungsraum-Initiative der Queeren Digitalen Kirche mit auf: https://erprobungsraeume.de/inhalt/queere-junge-digitale-kirche-koeln/

Hier geht’s zum Beitrag im ZDF

Weitere Beiträge bei uns:

Text: APF
Foto(s): APK/Screenshot Beitrags-Ausschnitt

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Respekt, Toleranz, Nächstenliebe: Bei der Jugendverbandsvollversammlung ging es um das Thema „Werte“

„Welche Werte wollen wir vertreten? Und wie schaffen wir den Transfer dieser Werte in unsere Kirchengemeinden?“ Diese Fragen haben sich als roter Faden durch die Vollversammlung des Jugendverbandes im Haus der Evangelischen Kirche unter dem Vorsitz von Yannick Lins gezogen. Die Tagung begann mit einem Gottesdienst, geleitet durch Daniel Phan, Theologischer Referent im Jugendreferat, der das Thema Werte in Bezug zum christlichen Glauben setzte. Im Anschluss daran hörten die 28 Delegierten und zehn Mitglieder des Vorstandes einen Videovortrag zu ihrem Schwerpunktthema „Werteorientierung“, sammelten Ideen dazu und teilten sich in Interessensgruppen, um diese Ideen zu vertiefen und mit Inhalten zu füllen.

Der Jugendverband gab sich im Verlauf der Sitzung einen neuen Namen. Mit überzeugender Mehrheit bei drei Enthaltungen stimmten die Anwesenden dafür, in Zukunft statt unter dem Namen „Evangelische Jugend in Köln und Umgebung“ unter der Bezeichnung „Evangelische Jugend Köln und Region“ (EJKR) zu arbeiten. Wie Vorstandsmitglied Nadja Agreiter, Kirchenkreis Köln-Nord, erläuterte, diente dieser Schritt dazu, sich an den Namen des Evangelischen Kirchenverbandes Köln und Region anzugleichen.

„Nächstenliebe ist ein zentraler Wert“

Die jungen Menschen loteten Werte aus, diskutierten darüber – und lebten sie gleichzeitig. Denn der Umgang der Delegierten miteinander zeugte davon, dass Nächstenliebe, Toleranz und Gemeinschaft praktisch umgesetzt wurden. Diskussionen wurden sachlich und voller Respekt geführt und zeigten Tiefe und Verständnis füreinander.

Madeleine, Delegierte aus Altenberg/Schildgen, stellte im Zuge der Ergebnispräsentationen aus der jeweiligen Gruppenarbeit das Thema „Nächstenliebe“ in den Fokus. „Nächstenliebe ist ein zentraler Wert. Sie sollte unseren Alltag prägen – nicht nur innerhalb der Kirche.“ Nächstenliebe impliziere Gleichbehandlung aller, schaffe Beständigkeit und mache handlungsfähig. Nächstenliebe sei und solle ein Grundelement der Jugendarbeit sein, betonte Madeleine.

„Nachhaltig zu agieren müsste längst eine Selbstverständlichkeit sein“

Aaron, Mitglied des CVJM, war Sprecher der Interessensgruppe „Nachhaltigkeit“. Er mahnte: „Nachhaltig zu agieren müsste längst eine Selbstverständlichkeit sein. Dieses Thema ist unausweichlich, wenn wir unsere Lebensgrundlagen erhalten wollen.“ In der Gruppe hatten die Delegierten Ideen konzipiert, um Nachhaltigkeit zu fördern und betonten, mit Blick zum Beispiel auf „Fridays for Future“, dass das Thema aus der Jugend komme. Eine Idee, so Aaron, sei es, Ausschüsse für Nachhaltigkeit in den Kirchengemeinden zu etablieren und sich zum Thema kontinuierlich fortzubilden.

Edna, Mitglied des CVJM, sowie Oliver aus der Trinitatis-Kirchengemeinde hatten sich mit ihrer Gruppe mit dem Wert „Gemeinschaft“ beschäftigt. „Gemeinschaft gibt Geborgenheit, sie macht stark, kompromiss- und konfliktfähig“, so ihr Resümee aus der Gruppenarbeit. So betonte Edna: „Die Gesellschaft, also auch die Kirche, verändert die Menschen und der Mensch verändert wiederum Kirche.“

„Bildung ist ein Grundgerüst“

Emma, aktuell absolviert sie ein Freiwilliges Soziales Jahr im Jugendreferat, sprach für die Interessensgruppe „Bildung“. Sie betonte: „Bildung ist ein Grundgerüst. Sie gibt uns die Sprache für alles Weitere.“ Bildung sei unerlässlich für die Demokratie, dafür, dass Menschen zu konstruktiven Persönlichkeiten heranwachsen können. Sie ist Grundlage für Chancengleichheit, Emanzipation und Partizipation. So erinnerte Emma daran: „Kirche hat einen Bildungsauftrag, um Gerechtigkeit sicherzustellen.“

Larissa aus der Bickendorfer Kirchengemeinde und Marc aus Dünnwald stellten die Ergebnisse zu „Toleranz“ vor. Sie schlugen einen Toleranz-Check vor, der als Orientierungshilfe innerhalb der Kirchengemeinden dienen könnte. Denn, so erklärte Marc: „Toleranz ist die Grundlage eines christlichen Wertekodexes.“ Innerhalb der Gruppe war aber auch schnell klargeworden, dass Toleranz nicht unendlich ausgedehnt werden kann. So stellten die beiden klar, keine Toleranz gegenüber Intoleranz walten lassen zu wollen.

Eine Gesellschaft auf Augenhöhe

Ein Thema, das nicht nur positiv belegt ist, präsentierten Lennart und Gabriel. Es ging um „Tradition“ und aus dem Plenum heraus wurde das Wort spontan einerseits mit „Sicherheit“, aber auch mit „Verstaubt“ verbunden. „Wie sich Tradition anfühlt, ist sehr subjektiv, aber auch vielfältig“, so das dazu passende Fazit der Gruppe. Traditionen könnten aber als Fundament dienen, um Neues zu schaffen, so Lennart.

Lena, Mitglied der Kirchengemeinde Höhenhaus, stellte „Vielfalt“ vor. „Das ist ein Wert, der in der JVV schon gelebt wird, doch auch wir können weiter daran arbeiten“, fand sie klare Worte. Sie wünsche sich eine Gesellschaft auf Augenhöhe, sieht als Grundlage dafür Bildung und eine größere Wertschätzung der Individualität aller.

Sieben Werte wurden demnach vorgestellt – fünf sollten nun daraus ausgewählt werden, um in die Arbeit der kommenden Monate als Leitmotive einzufließen. Kein leichtes Unterfangen, wie die anschließende Diskussion zeigte. Denn Werte haben Schnittmengen, es ist kaum möglich, sie zu priorisieren. Letztlich stimmte die Versammlung aber doch ab. Die Top 5-Werte sind nun Bildung, Nachhaltigkeit, Toleranz, Vielfalt und Nächstenliebe. Als Beschluss erhielt der Vorstand den Auftrag, aus der Debatte heraus Leitsätze zu entwickeln, die der JVV zukünftig als Selbstverständnis dienen soll.

Ein erneutes Arbeiten in Gruppen brachte konkrete Vorschläge. Ein Wettbewerb zum Thema „Toleranz“, Nachhaltigkeit innerhalb von Sitzungen durch regionale oder fair gehandelte Produkte, Jugendgottesdienste zur „Nächstenliebe“, Kooperationen mit Bildungseinrichtungen, die Beschäftigung mit dem Thema Inklusion waren nur einige Vorschläge, die die Jugendlichen erarbeitet hatten. Passend zur Nachhaltigkeit beschlossen die Delegierten sogleich, bei der JVV umgehend Mülltrennung einzuführen. Sie sprachen sich, bei einer Gegenstimme, außerdem dafür aus, ihre Versammlungen nicht mehr zweitägig, sondern eintägig durchzuführen.

Wahlen

Bei den Wahlen wurde Eva Löllgen als weiteres Mitglied in den Vorstand berufen.

Als Delegierte für den Kölner Jugendring wurden gewählt: Julia Körfgen, Silvana Knütter, Ramona Wilke, Aaron Welsch, Nora Korber, Leonie Nwaforoli. Vertreter sind: Arno Kühne, Oliver Lövenich.

Als Delegationsempfehlung für die Konferenz der Evangelischen Jugend im Rheinland wurden gewählt: Andrea Leding (Köln Nord), Lennart Voosen (Köln Rechtsrheinisch), Katharina Fischer (Vertretung), Leonie Nwaforoli, Madeleine Balthasar (unter Vorbehalt, Köln Süd), Ramona Wilke (Köln Mitte).

Ulrike van Lengerich, Leiterin des Jugendreferats Köln und Region, sagte gegen Ende des Tagungstages voller Begeisterung: „Dieses Gremium dient der Vernetzung der Jugendlichen und natürlich der Partizipation. Beides hat heute hier wieder wunderbar funktioniert.“

Die nächste Jugendverbandsvollversammlung findet am 16. September statt. Das Schwerpunktthema ist dann Unterstützung für Ehrenamtliche.

Text: Katja Pohl
Foto(s): Matthias Pohl

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Armin Beuscher: „Beim Laufen und beim Beten gehört das Loslassen dazu“

Armin Beuscher gibt nun sein Amt als Sportbeauftragter des Evangelischen Kirchenverbandes Köln und Region EKV auf, Marco Beumers wird sein Nachfolger. Der Pfarrer der Evangelischen Kirchengemeinde Köln-Lindenthal hatte das Amt seit 2016 inne. Zum ersten Mal in diesem Bereich aktiv wurde er 2005, als ein ökumenischer Arbeitskreis, in dem er den EKV vertrat, Veranstaltungen im Vorfeld der Fußballweltmeisterschaft organisierte, die die Themen „Kirche und Sport“ verbinden sollten.

Kirche, Spiritualität und Sport – wie passt das zusammen?

Armin Beuscher: Über viele Jahre war mein Motto: „Laufend Beten“. Laufen und Beten – das passt zusammen. Wenn mein Tempo dem Ein- und Ausatmen angepasst und nicht zu engagiert war, dann bin ich in einen Rhythmus des Betens und der Meditation gekommen. Der Grundrhythmus des Atmens beim Sitzen und Beten des Herzensgebetes ist: doppelt solange ausatmen wie einatmen. Das geht auch bei dem eben angedeuteten entschleunigten Lauftempo. Das geht auch gut beim Schwimmen. Beim Laufen und beim Beten gehört das Loslassen dazu: Die Gedanken ziehen lassen und im Augenblick ankommen, meinen Atem wahrnehmen, mich wahrnehmen in Gottes Gegenwart, in Gottes Schöpfung. An der Sporthochschule der Kölner Uni hat ein Wissenschaftler den Zusammenhang von Laufen und Beten erforscht. Ein Ergebnis: Es passieren ähnliche Dinge im Kopf beim Beten wie beim Laufen. Mit meinen Worten: Es tut beides gut. Und wenn wir das Beten so auch in den Alltag und die Freizeit  hineinnehmen, dann sind wir dem nahe, was andere das „immerwährende Gebet“ nennen.  Sport macht den Kopf frei, das Herz offen und tut wohl. Und der Glaube und vor allem die gelebte Spiritualität bewirkt das auch.

Welche Aufgaben als Sportbeauftragter haben Ihnen besonders viel Freude bereitet?

Armin Beuscher: Als Team-Player waren für mich all die Projekte spannend, bei denen ich gemeinsam mit anderen Menschen Projekte vorbereitet, entwickelt und auch umgesetzt habe. Ein besonderer Dank geht hier an meine katholischen Sportsfreundinnen und -freunde – eine besondere Freude. Ich habe in all den Jahren im Bereich von Kirche und Sport erlebt, wie gut es tut, mit katholischen Geschwistern gemeinsam unterwegs zu sein, ob im Arbeitskreis „Kirche und Sport“ des Erzbistums Kölns oder in Zusammenarbeit mit dem Team des katholischen Sportverbands DJK. Für uns sind Glaube und der Sport Herzensanliegen. Unser gemeinsames Ziel ist es, Menschen mit der guten Nachricht und mit Angeboten im Bereich des Breitensports zu erreichen. Und das war vielfältig, erfolgreich und sehr erfreulich.

„Kirche läuft“, „Präses-Cup“, „Konfi-Cup“ und „Kirche tanzt“: Es gab zahlreiche Events, die Sie begleitet haben. Was ist Ihnen dabei besonders im Gedächtnis geblieben?

Armin Beuscher: Ein Highlight war die Veranstaltung „Kirche tanzt“. Drei Veranstaltungen haben wir geplant, eine konnten wir realisieren – die beiden anderen sind wegen Corona ausgefallen. Doch die eine, die wir mit über 600 Teilnehmenden realisiert haben, war ein grandioses Erlebnis. Alt und Jung, Menschen, die gerne für sich allein oder lieber als Paare tanzen, alle kamen auf ihre Kosten. Drei unterschiedliche musikalische Gruppen haben den Abend gestaltet und sowohl der Raum als auch das Konzept und natürlich die Anwesenden haben diesen Abend perfekt gemacht. Auch hier wäre ohne die katholischen Geschwister eine Planung und Durchführung in dieser Größenordnung nicht möglich gewesen.

Woran erinnern Sie sich außerdem gerne?

Armin Beuscher: Es sind viele kleine Erfahrungen, zum Beispiel „Kirche läuft“. Der Stadionlauf ist ein Fest der Inklusion und der Freude an Bewegung. Jede teilnehmende Person hat die Möglichkeit zwischen sehr engagierten und sehr lockeren Laufformaten zu wählen.  Es ist ein großes Zusammensein von Menschen mit und ohne Behinderung. Die Laufenden mit einem kleinen geistlichen Impuls auf die Strecke zu schicken, ist für mich eine wunderbare Form der Verkündigung. Besonders eindrücklich war für mich auch unsere Ökumenische Segensstation. Wir haben Kinder und ihre Familien und wer auch sonst den Wunsch hatte mit einem kleinen Ritual gesegnet: eine Kraftoase mitten auf der Wiese, umgeben von einem bunten und trubeligen Fest.

Was bedeutet Ihnen Sport persönlich?

Armin Beuscher: Sport und körperliche Bewegung sind etwas Heilsames und Gutes für mich – und ich denke, für alle Menschen.  Ich bin ich ein großer Freund des Breitensports und möchte viele Menschen ermutigen, sich zu bewegen, das Sofa zu verlassen, ihre Form der Bewegung und Sportlichkeit zu entdecken, das ist mir ein Anliegen. Meine Leidenschaft war über viele Jahrzehnte das Laufen. Meine Lieblingssportart ist der Fußball, hier weniger begabt als leidenschaftlich. Mein Herz schlägt für einen Verein, der mir den letzten 60 Jahren auch manche Sorgen bereitet hat und trotzdem immer meine Loyalität haben wird. Seit gut einem Jahr kann ich aufgrund einer Krebserkrankung nicht mehr laufen und merke noch mehr, wie notwendig und stärkend Sport und Bewegung für mich sind. Ich versuche jeden Tag viele Schritte zu gehen, mein tägliches Ziel von etwa 10.000 Schritte erreiche ich in der dunklen Jahreszeit oft nicht so ganz. Sport und Körperbewusstsein haben ganz viel mit dem mich spüren, lebendig sein, mich wertschätzen und lieben zu tun.

Was wünschen Sie Ihrem Nachfolger?

Armin Beuscher: Mein Nachfolger Marco Beumers ist im letzten Jahr schon wunderbar gestartet. Er hat die von mir und Kollege Karl-Heinz Iffland jahrzehntelang begleitete Aufgabe, in Köln und Umgebung für den Präses-Cup ein Fußballerinnen- und Fußballerteam zusammenzustellen, beim ersten Versuch schon erfolgreich angepackt. Er konnte mit zwei Teams teilnehmen und hat mit dem Rheinteam die begehrte Trophäe gewonnen. Ich wünsche Marco Beumers, dass er seine eigene große sportliche Kompetenz und seine Leidenschaft weiterhin so beherzt einbringt und vor allem ein breites Echo und viele Verbündete in unseren evangelischen Reihen findet, die ihn unterstützen und auch Freude daran haben, mitzutragen und mitzumachen, ob beim Laufen, ob beim Tanzen, ob beim Fußballspielen, ob bei anderen Sport-Events. Ohne Unterstützung geht es nicht: Lassen Sie/lasst euch von ihm einladen – ob in der Verwaltung oder im Seelsorgedienst, ob in der Jugendarbeit oder im Bereich der Diakonie. Und ich wünsche ihm, dass die ökumenische Zusammenarbeit und Freundschaft ihn auch so trägt, wie sie mich getragen hat. Gottes Segen für all sein Anpacken.

Text: APK
Foto(s): Privat

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Kurse bei der Evangelischen Familienbildungsstätte: Osterbäckerei, Makramée und Veggie Family

Die fbs Evangelische Familienbildungsstätte bietet in der nächsten Zeit wieder viele interessante Kurse an. Es geht mit der Osterbäckerei los – aufgrund der hohen Nachfrage wurde sogar ein Zusatzkurs eingerichtet. In diesem Eltern-Kind-Kurs backen (Groß-)Eltern und Kinder gemeinsam süße und herzhafte Schäfchen, Hasen und Nester. Bei „We are veggie family“ bekommen die Teilnehmenden viele leckere Anregungen und lernen, was zu einer gesunden, vegetarischen Familienernährung gehört.  Beim Kurs „Makramée fürs Kinderzimmer“ knotet man in gemütlicher Atmosphäre ein individuelles Kunstwerk. Wer selbst aktiv werden möchte, kann Ehrenamtler/in für die KinderWillkommensbesuche (KiWi) werden – oder sich als Kursleiter/in für Eltern- und Babykurse ausbilden lassen.

Alle Infos in der Übersicht:

Osterbäckerei für Eltern mit Kindern ab 3 Jahren (N2256)

Samstag, 25.3.23 / 10-13h / 23€ pro Paar

In diesem Eltern-Kind-Kurs backen (Groß-)Eltern und Kinder gemeinsam süße und herzhafte Schäfchen, Hasen und Nester aus Quark-Öl-Teig. – Prima zum direkten Vernaschen, als Augenschmaus auf der Ostertafel oder als schöne Geschenke für die Liebsten. Bitte bringen Sie nach Möglichkeit Schürzen und ein geeignetes Behältnis für Ihr Gebäck mit. Sollten Sie keine Kinderschürze besitzen geht auch gut ein großes T-shirt, das mehlig werden darf.

We are veggie family  – vegetarisch kochen für die Familie (N513)

Donnerstag 23.3. / 18-21.45h / 31,50€

Vegetarische Ernährung ist in aller Munde. Immer mehr verschwinden Fleisch- oder Fischgerichte vom Speiseplan zugunsten vegetarischer Gerichte und das fällt immer leichter, denn die Rezeptevielfalt ist groß und bunt und Geschmacksvielfalt durch die multikulturellen Einflüsse enorm. In diesem Kurs bekommen die Teilnehmenden viele leckere Anregungen und lernen, was zu einer gesunden, vegetarischen Familienernährung gehört, so dass es auch den Kindern an nichts fehlt. Lassen Sie sich durch unsere fachkundige Dozentin von dieser nachweislich preisgünstigeren, nachhaltigen und gesunden Ernährungsweise inspirieren.

Makramée fürs Kinderzimmer (N58041)

Donnerstag, 30.3. /18-21.00h /31 €

Makramée-Knüpfen ist gerade sehr angesagt und dabei kreativ, entspannend und macht Spaß. In diesem Workshop lernen die Teilnehmenden diese traditionelle Knüpftechnik kennen und knoten in gemütlicher Atmosphäre ihr individuelles Kunstwerk fürs Kinderzimmer. Die Materialkosten sind bereits in der Gebühr enthalten.

Ehrenamtler:in für das KiWi-Team gesucht – KinderWillkommen

Jährlich erhalten etwa 10.000 Kölner Familien, in denen ein Kind geboren wurde, das Angebot eines KinderWillkommensbesuches (KiWi). Hierbei besuchen Ehrenamtliche, die von insges. sieben Trägervereinen in Köln betreut werden, die Familien zuhause. Die Ev. fbs ist im Stadtbezirk Innenstadt Ansprechpartnerin für in Köln gemeldete Familien, die sich einen KiWi-Besuch wünschen. Wenn Ihnen ehrenamtliches Engagement wichtig ist und Sie die jungen Familien und deren Babys im Veedel willkommen heißen möchten, freuen wir uns auf Sie!

Kontakt: Katrin Bönsch, 0221 / 47 44 55-19 oder-0, kiwi@fbs-koeln.org, Ev. Familienbildungsstätte Köln | Kartäuserwall 24b | 50678 Köln

Kursleiter*in (m/w/d) für Eltern- und Babykurse werden – Start im August 2023 (N710)

Beginn Do., 24.08.2023 – 07.06.2024, 20 Termine, 960,00 €

  • Du möchtest Eltern und ihre Babys kompetent durch das erste gemeinsame Jahr begleiten?
  • Gruppen zu leiten macht dir Freude?
  • Und du möchtest deine Zeit flexibel einteilen können?

In unserer Qualifizierung nach dem DELFI©-Konzept erhältst du jede Menge Fachwissen und lernst, wie du Kurse planst und durchführst.

Schon während der Qualifizierung kannst du bereits mit der Kursarbeit loslegen und mit unserer Unterstützung deine ersten Gruppen starten.

Weitere Informationen zu den Kursen und Angeboten finden Sie auf:

FBS

Text: APK
Foto(s): Katrin Przybilla

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Mit Freunden unterwegs sein: Freizeitenangebot für Kinder- und Jugendliche der evangelischen Kirchengemeinden

Gemeinsam mit Freunden unterwegs sein, Freizeiten erleben und mitgestalten, Neues entdecken – die evangelischen Kirchengemeinden und Verbände sowie Vereine in Köln und Region bieten jedes Jahr zahlreiche Freizeiten für Kinder und Jugendliche an.

Die Freizeitangebote sind vielfältig: Ferien im In- oder Ausland, im Norden und im Süden, in den Bergen oder am Meer. Das können Ferien ohne Koffer, Kurztrips oder auch längere Reisen sein – diese Freizeiten sind natürlich inklusiv. Mit der Teilnahme an einem Ferienangebot wird den Kindern und Jugendlichen eine wichtige Erfahrung beschert. Viele von ihnen werden sich daran ihr ganzes Leben lang erinnern.

Kinder- und Jugendfreizeiten haben in der Evangelischen Kinder- und Jugendarbeit eine lange Tradition und sind ein selbstverständlicher Bestandteil der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen. Sie sind Ergänzungen und Alternativen zu anderen Arbeitsformen der Kinder- und Jugendarbeit. Sie vervollständigen die anderen Arbeitsformen und setzen wichtige inhaltliche Impulse.

Viele Studien zeigen, dass diese Fahrten die Persönlichkeiten von Kindern und Jugendlichen formen und ihnen Skills vermitteln, die sie ohne diese Maßnahmen nicht erhalten würden. Was jede Person mitnimmt, ist ganz unterschiedlich – einige werden kochen lernen, andere finden einen neuen Lieblingssport oder lernen miteinander zu teilen. Einige Teilnehmende werden zum ersten Mal am Meer, zum ersten Mal im Ausland oder zum ersten Mal allein von zu Hause weg sein.

Unter https://www.evangelische-jugend.koeln/aktionen/freizeiten/ gibt es das ganze Spektrum der Kinder- und Jugendfreizeiten und Angebote. Das Heft zum Download finden Sie hier.

Text: Claudia Klein-Adorf
Foto(s): Christopher Braun

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