„Innovativ und mutig“: Markus Zimmermann über den Kirchbautag

„Mut baut Zukunft“: Mehr als 500 Teilnehmende sind vom 8. bis 11. September dem Motto des 30. Evangelischen Kirchbautags gefolgt und haben sich in und um Köln über Möglichkeiten informiert, um die notwendige Reduktion kirchlicher Gebäude zukunftsweisend zu gestalten. Bauexperten und -expertinnen aus Architektur, Theologie, bildender Kunst und Kirchen haben sich in Vorträgen, auf 21 Stadterkundungen, 17 Exkursionen und in 22 Workshops mit einer Kirche befasst, die daran wächst, dass sie kleiner wird. Ein Gespräch mit Markus Zimmermann, stellvertretender Stadtsuperintendent in Köln, der den Kirchbautag in den vergangenen zwei Jahren mit vorbereitet hat:

Wie sieht Ihr Resümee des Kirchbautags aus?

Markus Zimmermann: Die evangelischen Kirchengemeinden hier in Köln und Region haben gezeigt, wie innovativ und mutig sie sind, sei es bei der Umgestaltung von Kirchräumen oder sogar bei Neubauten. Das hat Eindruck gemacht und hoffentlich auch dazu ermutigt, beides zu tun: Gebäude aufzugeben, die nicht mehr gebraucht werden und die übrigen Gebäude entweder zu verschönern und neu zu gestalten oder aber sogar neu und zukunftsfähig zu bauen.

Was fanden Sie persönlich besonders spannend?

Markus Zimmermann: Ich habe leider, da ich krank geworden bin, nicht alles miterleben können. Aber ich habe den Vortrag meiner Frau Susanne Zimmermann und des Architekten Joel Harris gehört, und als „Gastgeber“ die Exkursion nach Weidenpesch miterlebt. Ich fand auch die Rückfragen aus dem Publikum gut. Sie machten deutlich, dass es zwar ein großer Schritt ist, etwa neu zu bauen, aber dann die Arbeit der Gemeinde weitergeht: Wie schaffen wir es, dass Menschen unser einladendes Zentrum besuchen? Wie bauen wir Schwellenängste gegenüber Kirche ab? Wie sehen wir unsere Rolle im Quartier? Für uns als Kirchengemeinde Mauenheim-Weidenpesch wird jetzt diese spannende neue Zeit beginnen. Wir werden aktiv einladen, zu uns zu kommen, zum Beispiel auch durch Einladung der Nachbarschaft und durch intensivierte Kontaktpflege zu anderen gesellschaftlichen Gruppen und Vereinen in den Stadtteilen.

Welche Impulse für gemeindliche Arbeit und kirchliche Perspektiven nehmen Sie mit?

Markus Zimmermann: Dass wir als Kirche allen – und zwar biblischen – Grund haben, mutig und zuversichtlich zu sein! Wir müssen aus der Klageecke herauskommen. Klage und Jammern macht uns nicht attraktiver und glaubwürdiger. Außerdem ist es wichtig – und damit haben wir in unserer Kirchengemeinde ja intensive und gute Erfahrungen, denn wir haben zwei Zentren abgerissen und eins neu gebaut -, die Gemeinde von Anfang an mitzunehmen und intensiv im Dialog zu bleiben. Wir müssen auch neue Informationsquellen wie zum Beispiel Social Media nutzen. Gemeindearbeit wird ohnehin zweigleisig sein müssen: analog und digital.

Wo haben Sie das Motto „Mut baut Zukunft“ des Kirchbautags besonders gespürt?

Markus Zimmermann: Bei den Gemeinden, die sich neu erfunden haben: nicht nur mit einem Neubau, sondern dem Konzept, das dahinter steht. Am Beispiel Antoniterquartier: Gastgeberschaft und Präsenz mitten in der Stadt. Am Beispiel Immanuelkirche Stammheim und Erlöserkirche Weidenpesch: Beide Gemeinden waren so mutig, jeweils zwei Kirchen abzureißen, um eine neue, die Gemeinde verbindende Kirche zu bauen. Mutig finde ich es aber auch, einen in die Jahre gekommenen Kirchraum neu und modern zu gestalten, zum Beispiel in der Lutherkirche in Elsdorf oder auch aus einem äußerlich wenig attraktiven Gebäude ein Kleinod zu machen, zum Beispiel die Epiphaniaskirche in Bickendorf.

Bei dem Kongress geht es auch um das Bild einer Kirche, die daran wachse, dass sie kleiner werde, hieß es. Was wünschen Sie sich, wie der Kirchbautag nachwirken soll?

Markus Zimmermann: Die Erkenntnis, dass kleiner werden nicht heißt, aus dem Leben zu verschwinden und weniger relevant zu werden. Umso wichtiger ist es für uns als Kirche, mit unseren Gebäuden Marken zu setzen, Leuchttürme zu errichten.

Sie haben mit Ihrer Frau auch am Kirchbautag in Erfurt 2019 teilgenommen. Was haben Sie daraus gezogen?

Markus Zimmermann: Dort waren wir sehr beeindruckt von den ländlichen Gemeinden, die ihre Dorfkirchen verschönert und umgestaltet haben mit dem Erfolg, dass sich viel mehr Menschen mit „ihrer“ Kirche identifizieren als die Kirche überhaupt Mitglieder hat. Auch das war für mich ein Beweis dafür, dass es an uns liegt: nämlich, dass wir uns öffnen und noch viel einladender werden. Wir müssen auch eine Sprache erlernen, die die Menschen verstehen und die dennoch alles andere als banal ist. Nicht die anderen müssen sich ändern, sondern wir müssen es dringend auch tun. Abgesehen vom Kirchbautag war das Tauffest im August für mich ein hervorragend gelungenes und mutiges Beispiel dafür. Wir brauchen nicht einzelne „Erprobungsräume“, sondern sollten den Mut haben, zu einem ständigen Erprobungsraum für Menschen zu werden, in dem sie spüren können, von Gott geliebt und angenommen zu sein.

Text: Frauke Komander
Foto(s): APK/ Monika Nonnenmacher/Kirchbautag Köln

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Unsere Wochentipps: Orgelkonzert, Lesung und Begegnungsfest – Plus: Kursangebote der Ev. Familienbildungsstätte

Unsere Wochentipps laden Sie ein: Es gibt ein Orgelkonzert mit Kirchenmusikdirektor Johannes Quack, eine Autorenlesung mit Brigitte Glaser aus ihrem Roman „Kaiserstuhl“, das Eröffnungskonzert „Orgel-Festwochen Junkersdorf“ und das Kabarett „Mensch bleiben“ mit Christoph Sieber. Der Oratorienchor Köln lädt in die Trinitatiskirche ein und die Kirchenmusiktage Rhein-Erft 2022 beginnen mit der „Nacht der offenen Kirchen ‒ Klangfarben“. Ein Begegnungsfest der Kirchengemeinde Kalk-Humboldt mit Workshops, Musik und einem Gottesdienst und das Gebet der Religionen finden statt, Pfarrer Frank Drensler wird verabschiedet und das ökumenisches Gespräch mit Pfarrer Dr. Georg Kalinna „Wahrheit, Lüge, Fake, News, Propaganda“ wird angeboten.

Die Termine in der Übersicht:

16.09.2022, 18:15
Evangelische Gemeinde Köln
AntoniterCityKirche, Schildergasse 57, 50667 Köln
Orgelkonzert mit Kirchenmusikdirektor Johannes Quack
Reihe „KirchenTöne“ lädt in die Antoniterkirche ein

Werke von Franz Liszt, César Franck, Augustin Barié und anderen bringt Kirchenmusikdirektor Johannes Quack am Freitag, 16. September, 18.15 Uhr, an der Orgel in der Antoniterkirche, Schildergasse 57, zu Gehör. Der Eintritt zum Konzert in der Reihe „KirchenTöne“ ist frei, um Spenden wird gebeten.

www.antonitercitykirche.de

16.09.2022, 19:30
Evangelische Brückenschlag-Gemeinde Köln-Flittard/Stammheim
Lichtblick – Café + mehr, Gisbertstraße 98, 51061 Köln
Roman: „Kaiserstuhl“
Autorenlesung mit Brigitte Glaser

Deutschland 1962. Der französische Präsident Charles de Gaulle besucht zum ersten Mal seit dem Zweiten Weltkrieg Bonn. Damit soll der Grundstein für die europäische Einigung gelegt werden. Der Elsässer Paul Duringer wird von höchster Stelle beauftragt, nach einer legendären Flasche Champagner zu suchen, die an Symbolkraft kaum zu überbieten ist. Sein Weg führt zu Henny Köpfer, einer gestandenen Freiburger Weinhändlerin. Brigitte Glaser ist am Freitag, 16. September, 19.30 Uhr, zu Gast im Lichtblick-Café + mehr, Gisbertstraße 98, um aus ihrem Roman „Kaiserstuhl“ zu lesen. Der Eintritt ist frei, Spenden sind willkommen.

www.brueckenschlag-gemeinde.de

17.09.2022, 18:00
Trinitatiskirche
Trinitatiskirche, Filzengraben 4, 50676 Köln
Ein deutsches Requiem Opus 45 von Johannes Brahms
Oratorienchor Köln lädt in die Trinitatiskirche ein

Ein deutsches Requiem Opus 45 von Johannes Brahms in einer Fassung für Kammerorchester von Ingo Schulz bringt der Oratorienchor Köln zusammen mit dem Neuen Rheinischen Kammerorchester am Samstag, 17. September, 18 Uhr, in der Trinitatiskirche, Filzengraben 4, zu Gehör. Die Solostimmen werden von Nicole Lena de Terry (Sopran) und Konstantin Paganetti (Bariton) gesungen. Die musikalische Leitung des Konzerts hat Joachim Geibel. Eintrittskarten gibt es für 24, 18 oder 9 Euro an der Abendkasse oder können per E-Mail an karten@oratorienchor.de reserviert werden. Der Oratorienchor Köln gehört zu den großen Konzertchören der Stadt Köln. Vor 65 Jahren als Chor des evangelischen Stadtkirchenverbandes entstanden, gestaltet er seither das chormusikalische Leben der Stadt mit. Der Chor besteht zurzeit aus etwa 80 aktiven Sängerinnen und Sängern. Seit Beginn des Jahres 2022 ist Joachim Geibel der künstlerische Leiter des Chors. Die Aufführung des Deutschen Requiems von Johannes Brahms ist sein Antrittskonzert.

www.trinitatiskirche-koeln.de

17.09.2022, 18:30
Evangelische Kirchengemeinde Brühl
Christuskirche, Mayersweg 10, 50321 Brühl
„Nacht der offenen Kirchen ‒ Klangfarben“
Kirchenmusiktage Rhein-Erft 2022

Zur „Nacht der offenen Kirchen“ unter dem Motto „Klangfarben“ laden die Kirchenmusiktage Rhein-Erft 2022 am Samstag, 17. September, 18.30 Uhr, in die Christuskirche Brühl, Mayersweg 10, ein. Die Kirchenmusikerin Marion Köhler und der Kirchenmusiker Peter J. Klasen und andere bieten an verschiedenen Orten musikalische Impulse, Orgelwerke und Gesang an. Von der Christuskirche aus geht es weiter zur Schlosskirche Brühl, Schlossstraße 2 (Ankunft 19.30 Uhr), und anschließend zur Kirche Sankt Margareta, Pastoratstraße 20 (Ankunft 20 Uhr). Die Teilnahme ist kostenlos und kann auch an ausgewählten Stationen erfolgen.

www.kirche-bruehl.de und www.kirchenmusik-rhein-erft.de

17.09.2022, 20:00
Evangelische Kirchengemeinde Köln-Pesch
Ev. Gemeindezentrum, Montessoristraße 15, 50767 Köln
„Mensch bleiben“ – Kabarett mit Christoph Sieber
Gnadenlose Sicht auf die heutige Zeit

Christoph Sieber ist mit seinem Solo-Kabarett-Programm „Mensch bleiben“ am Samstag, 17. September, 20 Uhr, zu Gast im Evangelischen Gemeindezentrum Köln-Pesch, Montessoristraße 15. Der Träger des Deutschen Kleinkunstpreises wirft mit seinen bitterbösen Texten eine gnadenlose Sicht auf die heutige Zeit. Dazwischen zeigt er immer wieder auch seine schelmische und komödiantische Seite. Der Eintritt kostet 20 Euro im Vorverkauf unter E-Mail karten@dem-himmel-so-nah.de.

www.dem-himmel-so-nah.de

18.09.2022, 10:30
Evangelische Kirchengemeinde Kalk-Humboldt
Jesus Christus-Kirche, Buchforststraße 2, 51103 Köln
Begegnungsfest mit Workshops, Musik und einem Gottesdienst
Die Evangelische Kirchengemeinde Kalk-Humboldt lädt ein

Am Sonntag, 18. September, findet in der Evangelischen Kirchengemeinde Kalk-Humboldt ein Begegnungsfest an der Jesus-Christus-Kirche, Steinmetzstraße 57, statt. Es beginnt um 10.30 Uhr mit einem Gottesdienst in dem der Chor Mosaik auftritt. Ab 11.30 Uhr gibt es verschiedene Workshops für Kinder und Erwachsene sowie eine Hüpfburg und einen Schminktisch, die von der evangelischen Kindertagesstätte betreut werden. Außerdem gibt es Musik von einem ukrainischen Chor, einer afrikanischen Trommlerin und dem Kunstorchester Quaggerwerk. Für das leibliche Wohl ist gesorgt.

www.ekir.de/kalk

18.09.2022, 15:00
Evangelische Kirchengemeinde Sindorf
Christus-Kirche, Carl-Schurz-Str. 2 / Ecke Kerpener Straße, 50170 Kerpen-Sindorf
Pfarrer Frank Drensler wird verabschiedet

Nach 29 Jahren Dienst in der Evangelischen Kirchengemeinde Sindorf verlässt Pfarrer Frank Drensler die Gemeinde. In einem Gottesdienst mit dem Frauenchor Sindorf am Sonntag, 18. September, 15 Uhr, in der Christus-Kirche, Carl-Schurz-Straße 2, wird er verabschiedet. Im Anschluss gibt es für die Gemeinde Gelegenheit, sich auch persönlich von ihrem langjährigen Pfarrer zu verabschieden.

www.evangelisch-in-sindorf.de

18.09.2022, 17:00
Evangelische Dietrich-Bonhoeffer-Gemeinde Junkersdorf
Dietrich-Bonhoeffer-Kirche Junkersdorf, Birkenallee 20, 50858 Köln
Eröffnungskonzert „Orgel-Festwochen Junkersdorf“
Orgelkonzert an der neuen Muhleisen-Orgel

Werke von Dietrich Buxtehude, Virág Sima, Johann Sebastian Bach sowie Felix Mendelssohn Bartholdy lässt Frank Stanzl, Organist in der Evangelischen Dietrich-Bonhoeffer-Gemeinde Junkersdorf, am Sonntag, 18. September, 17 Uhr, an der neuen Muhleisen-Orgel in der Dietrich-Bonhoeffer-Kirche, Birkenallee 20, erklingen. Das Eröffnungskonzert zu den „Orgel-Festwochen Junkersdorf“ findet aus Anlass der neuen Muhleisen-Orgel statt. Die neue Orgel wurde Anfang September in der Kirche eingeweiht. Der Eintritt kostet 15 Euro, ermäßigt 10 Euro, Kinder und Jugendliche haben freien Eintritt. Weitere Konzerte finden an den Sonntagen 2. und 16. Oktober, jeweils 17 Uhr, am Montag, 31. Oktober, 19 Uhr, sowie am Sonntag, 6. November, 17 Uhr, statt.

www.ekir.de/junkersdorf.de

20.09.2022, 19:00
Evangelische Kirchengemeinde Köln-Brück-Merheim
Petruskirche Merheim, Kieskauler Weg 53, 51109 Köln
„Wahrheit, Lüge, Fake, News, Propaganda“
Ökumenisches Gespräch mit Pfarrer Dr. Georg Kalinna

Wahrheit, Irrtum und Lüge sind wichtige Themen der heutigen Zeit, insbesondere wenn es um politische Diskussionen und begründete Standpunkte geht. Der Frage „Wie gehen wir mit Wahrheit um?“ und „Wie steht der christliche Anspruch auf Wahrhaftigkeit zu unseren gegenwärtigen Krisen und Herausforderungen“ geht Pfarrer Dr. Georg Kalinna am Dienstag, 20. September, 19 Uhr, bei einem ökumenischen Gespräch in der Petruskirche, Kieskaulerweg 53. Der Eintritt ist frei.

www.ekir.de/brueck-merheim/kulturelle-veranstaltungen-572.php

21.09.2022, 18:00
Evangelisch Leben in Köln und Region
Neuapostolischen Kirche, Lenaustraße 18, 50825 Köln
Der Rat der Religionen lädt ein: „zuhören und beten“
Gebet der Religionen am Weltfriedenstag der Vereinten Nationen

Der Kölner Rat der Religionen lädt am Mittwoch, 21. September, 18 Uhr, zu einem Gebet der Religionen am Weltfriedenstag der Vereinten Nationen ein. Das Gebet unter dem Motto „zuhören und beten“ findet in der Neuapostolischen Kirche Ehrenfeld, Lenaustraße 18, statt. Oberbürgermeisterin Henriette Reker wird anwesend sein und Isabel Shayani und andere werden vor dem Gebet aus Krisengebieten berichten.

Aktuelle Angebote der Ev. Familienbildungsstätte Köln im Eltern-Kind-Bereich

Hinweisen möchten wir auch auf aktuelle Angebote der Ev. Familienbildungsstätte Köln (fbs). Sie bietet regelmäßig verschiedene Kurse an, die sich an Eltern mit Babys oder Kleinkindern richten sowie an Interessierte, die sich für eine Kursleitung in diesem Bereich qualifizieren wollen.

„Elternstart NRW“

Andere Mütter, Väter und Babys treffen: das steht im Mittelpunkt der „Elternstart NRW“-Kurse für Eltern mit Babys, die zwei bis drei Monate alt sind. Die qualifizierten Kursleitenden erklären alles über die Entwicklung der Babys im ersten Lebensjahr und was Babys brauchen. Die Eltern bekommen zudem viele Anregungen, um mit dem Baby zu spielen oder es zu beschäftigen.

Katrin Bönsch, pädagogische Mitarbeiterin der Ev. Familienbildungsstätte, erklärt: „Bei den Treffen können die Eltern Themen einbringen, die sie beschäftigen. Oft geht es zum Beispiel um Schlaf, Stillen oder den Übergang zur Beikost und vieles mehr.“ Auch die Entwicklungsschritte und -schübe der Babys werden in der Gruppe besprochen. „Die Eltern sollen vor allem spüren, dass sie mit ihren Fragen und Sorgen oder auch mit ihren Erfahrungen nicht allein sind“, so Bönsch.

„Elternstart NRW“ ist ein Angebot, das über das Land Nordrhein-Westfalen finanziert wird. Für jedes geborene Kind kann dieses einmalig im ersten Lebensjahr in Anspruch genommen werden. Nach Möglichkeit wird im Anschluss ein „Babyzeit-Folgekurs“ angeboten, sodass die Gruppen, die auch zum Netzwerk für die Eltern werden können, bestehen bleiben können.

Der nächste feste Kurs beginnt am Mittwoch, 14. September, weitere Kurse am 21. und 22. Oktober. Wer es nicht schafft, zu festen Kurszeiten zu kommen, kann die fünf kostenfreien Termine auch im Rahmen eines wöchentlich stattfindenden offenen Treffs wahrnehmen. Nächster Termin ist Dienstag, 20. September, von 15.30 Uhr bis 17 Uhr in der Südstadt Familienbildungsstätte, Kartäuserwall 24b.

DELFI-Kurs: Qualifizierung zur Kursleitung

Beim DELFI-Konzept handelt es sich um einen eigenen Ansatz auf Basis von „Denken – Entwickeln – Lieben – Fühlen – Individuell“. Die Ev. Familienbildungsstätte Köln bietet nach diesem Konzept Fortbildungen an, die als Kursleiterin und Kursleiter für Eltern-Kind-Kurse qualifizieren.

Die Kursleiterinnen und -leiter begleiten junge Familien durch das erste Lebensjahr des Kindes. In einem babygerecht wohlig warmen Raum werden Eltern etwa zu leichten Streichelmassagen angeleitet. Die motorische Entwicklung des Babys wird mit Bewegungsspielen unterstützt, auch die Sprachentwicklung der Kleinen steht im Fokus.

„Wichtig ist uns, dass die Stunden feste Elemente enthalten“, erläutert Janna Schillinger, pädagogische Mitarbeiterin, das Konzept. Lieder, Fingerspiele und eine altersgerecht gestaltete Mitte, auf der die Babys herumrollen, krabbeln oder toben können, stehen immer auf dem Programm. Darüber hinaus werden die Eltern ermutigt, sich auszutauschen und zu vernetzen.

Wer sich für eine Ausbildung zur Kursleitung interessiert, muss mindestens 23 Jahre alt sein. Ältere sollten sich noch gut auf dem Boden bewegen können, da vieles auf dem Boden stattfindet. Grundsätzlich setzt die Teilnahme ein hohes Maß an Interesse und Engagement voraus, um sich die fachlichen Inhalte zu erarbeiten und bereits während der Fortbildung Probestunden zu geben. Der Kursleiter-Kurs steht natürlich auch Männern offen, erklärt Schillinger. „Wir wären außerdem froh, wenn wir in vielen Veedeln jemanden hätten, der die Kurse geben kann und dort dann auch Netzwerke von Familien aufbauen kann“, sagt Janna Schillinger.

Ein Einstieg in den aktuellen Kurs ist bis zum 22. September möglich. Informationen gibt es bei digitalen Infoveranstaltungen sowie auf www.fbs-koeln.org

„Kochen, Spielen, Reden“

„Kochen, Spielen, Reden“ ist ein kostenfreier fünfteiliger Kurs für Eltern mit Kindern im Alter von zehn Monaten bis zwei Jahren. In diesem Kurs werden Kinder unter fachkundiger Leitung von Ökotrophologen spielerisch an das Thema Essen herangeführt. Die Eltern erhalten Tipps und Hilfestellungen für den Familienalltag, etwa zum Thema Portionsgrößen, gesundes Kochen und Fragen wie „Was kann ein Kind wann?“. Gemeinschaftlich wird an den fünf Kursvormittagen (10 bis 13 Uhr) ein schmackhaftes, leicht umzusetzendes Mittagessen zubereitet und verzehrt. Bei all dem stehen Spaß und Austausch miteinander im Mittelpunkt.

Der Kurs „Kochen, Spielen, Reden“ findet neu statt in Kalk und Holweide. „Wir holen die Familien in ihrer aktuellen Lebenswirklichkeit ab und gehen mit dem Angebot deshalb in die Gemeinden, wo die Familien ihren Alltag haben“, sagt Katrin Przybilla, pädagogische Mitarbeiterin für Kochen, Ernährung und Alltagserleben in der fbs.

In Holweide beginnt der Kurs am 4. November. Er findet in der Versöhnungskirche, Buschfeldweg 30, statt. Anmeldung bei Pfarrerin Sybille Noack-Mündemann unter 0221 851028 oder sybille.noack-muendemann@ekir.de

Im Ev. Gemeindehaus in Kalk, Steinmetzstraße 57, startet der Kurs am 8. November. Anmeldung unter 0221 851028 oder ga-kalk@ekir.de

Eine Förderung durch das Projekt „Aufholen nach Corona“ des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend ermöglicht eine kostenfreie Teilnahme am Kurs. „Kochen, Spielen, Reden“.

Informationen zu allen Angeboten unter www.fbs-koeln.de

Text: APK
Foto(s): APK

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Archivale September: Die Diakonissen erforschen die Bedürfnisse der Armen und Kranken

Die Sorge um Arme und die Pflege der Kranken gehören seit jeher zum Christentum und Gemeindeleben dazu. Traditionell werden diese Aufgaben durch Diakone in den Gemeinden übernommen. Die zu bewältigenden Aufgaben sind äußert vielseitig und bedürfen eines gewissen Know-Hows.

Im 19. Jahrhundert, als die Gemeindegliederzahl stieg und auch die Anzahl der Bedürftigen, wurden den Diakonen der evangelischen Gemeinde Köln zunächst Gemeindehelfer und ab 1894 Diakonissen, die eine Ausbildung in einem diakonischen Mutterhaus wie der Diakonieanstalt Kaiserswerth absolviert hatten, zur Seite gestellt. Damit sich die Einsatzbereiche der Akteure in der Armenpflege nicht überschnitten, war es notwendig Reglungen aufzustellen.

Erforschung der Bedürfnisse der Armen und Kranken

Die evangelische Gemeinde Köln schloss daher einen zwölf Paragraphen umfassenden Vertrag mit dem Kaiserswerther Mutterhaus. Darin wurden Rechte und Pflichten beider Vertragspartner aufgeführt.

Das Aufgabenfeld der Schwestern wurde darin wie folgt beschrieben:

„Die Diakonissen suchen die Armen und armen Kranken der Gemeinde oder konfessionell gemischter Ehen in ihren Bezirken auf mit besonderer Berücksichtigung derjenigen Fälle, wo weibliche Hilfeleistungen notwendig sind, erforschen die Bedürfnisse der Armen und Kranken, geben den Angehörigen Anleitung zur Pflege, nehmen die Gesuche um Unterstützung an und sorgen nach Kräften für die Befriedigung der ermittelten Bedürfnisse durch eigene Bemühung, Fürsprache und Verwendung bei den Gliedern der Gemeinde und so weiter.“

Für diese Dienste verpflichtete sich die evangelische Gemeinde, im Gegenzug ein Stationsgeld an das Mutterhaus zu zahlen sowie für das Wohlergehen der Schwestern Sorge zu tragen. Dazu gehörte die Zurverfügungstellung einer Wohnung mit Mobiliar, Zahlung eines Gehalts sowie die Gewährung von Urlaub.

Dass die genannten Aufgabengebiete variieren konnten, macht der Einsatz von Schwestern nach dem Zweiten Weltkrieg deutlich. In manchen Gemeinden beispielsweise in Brühl kümmerte sich die Gemeindeschwester zusätzlich um die Verteilung und Abrechnung der Spenden des Hilfswerks und trat auch für die evangelischen Belange in den kommunalen Hilfsausschüssen ein. Wiederum in anderen Gemeinden half sie bei der Abhaltung von Kindergottesdiensten. Teilweise erteilten Diakonissen auch Religionsunterricht.

Mit der Entwicklung vielfältiger sozial-diakonischer Angebote und Einrichtungen verschiedener Trägerschaften im Laufe der Zeit ging die Anzahl der diensttuenden Diakonissen in der evangelischen Gemeinde Köln immer stärker zurück.

Text: Stefanie Sternemann
Foto(s): Stefanie Sternemann

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30. Kirchbautag 2022: Mut-Räume finden, in denen der Glaube laufen lernen kann

„Mut baut Zukunft“ – unter diesem Motto ist die Evangelische Kirche im Rheinland von gestern bis Sonntag, 11. September, Gastgeberin für den 30. Evangelischen Kirchbautag. Der Fachkongress hat eine bundesweit zentrale Bedeutung als Kommunikationsplattform für kreativen Um- und Neubau kirchlicher Gebäude. „Kirchen sind Orte institutionalisierter Innerlichkeit. Einkehrorte. Und sie sind eine öffentliche geistliche Infrastruktur, gerade in Krisen-Zeiten. Gerade, wenn wir wieder einmal nicht wissen, wie aus noch ein, sind Kirchen, Gotteshäuser unersetzlich“, sagte Präses Dr. Thorsten Latzel in seiner Predigt beim gestrigen Eröffnungsgottesdienst in der Trinitatiskirche. „Gott braucht kein Haus. Weder um darin zu wohnen, noch um zu uns zu reden. Aber wir brauchen Gotteshäuser, Kirchen. Um uns daran zu erinnern, dass Gott da ist und hört und uns hilft. Um allein oder gemeinsam bei Gott einzukehren und umzukehren.“

Er fragte die zahlreichen Teilnehmenden: „Mut baut Zukunft. Was heißt das für den Kirchenbau in unseren Tagen?“ Wir könnten uns die Zeit nicht aussuchen, in der wir in der 2000-jährigen Baugeschichte unserer Kirche leben. „So wenig wie die Mütter und Väter unseres Glaubens. Wir stehen vor der Herausforderung, den Schatz an Kirchen mit weniger Mitteln zu erhalten, anderen Nutzungen anzupassen, ökologisch zu ertüchtigen. Doch wir tun dies, damit Menschen auch in 50, 100, 500 Jahren ,Mut-Räume‘ finden, in denen ihr Glaube laufen lernen kann.“

Mit viel Mut, Ausdauer und Kreativität gehen die Gemeinden ihre Baumaßnahmen an und stellen sich somit ihren anstehenden Aufgaben – trotz schwieriger werdender Rahmenbedingungen. Zahlreiche Gemeinden konsolidieren ihren Gebäudebestand, setzen sich kleiner und bringen die Konzepte ihrer inhaltlichen Arbeit mit der dazu passenden Gebäudehülle in Einklang. Gerade durch die notwendigen Strukturveränderungen entsteht viel Neues. Es zeigt sich, dass Bauen auch Gemeindeaufbau sein und zur Quartiersentwicklung beitragen kann, in dem Begegnungsräume erhalten und neu geschaffen werden.

Stadtsuperintendent Bernhard Seiger hatte zuvor die Teilnehmerinnen und Teilnehmer im Namen des Evangelischen Kirchenverbandes in Köln begrüßt. Pfarrerin Miriam Haseleu schloss mit einem Grußwort im Namen der Kirchenleitung an.  Der Kirchbautag soll Drehscheibe des Gesprächs zwischen Theologen und Theologinnen und Architekten und Architektinnen sein – Zusammenhänge zwischen inhaltlichen Gemeindekonzepten und baulicher Ausprägung sollen dargestellt und besprochen werden. Für die pfarramtliche Praxis ist es in hohem Maße relevant, wie Kirche auf Veränderungsdruck reagiert und den Wandel selbst mit initiiert und gestaltet. Der Kirchbautag zeigt, wie notwendiger Rückbau eine Chance für die neue Gestaltung des Verbleibenden bietet und die dazu gehörenden Zukunftsvisionen der Klage des Bedeutungsverlustes bis in die räumliche Präsenz hinein Wesentliches entgegensetzen und bezieht dabei auch die katholische Schwesterkirche mit ein.

Bereits im Gottesdienst wurden drei Kölner Bauprojekte als MUTtaten kurz vorgestellt. Pfarrer Christoph Rollbühler berichtete vom Bau an der Christuskirche, die so zu einem neuen evangelischen Zentrum in der Kölner Innenstadt geworden ist. Zur Gemeinde Köln gehört auch das Antoniterquartier, das von Citypfarrer Markus Herzberg vorgestellt wurde. Hier ist ein neues Zentrum in der Fußgängerzone entstanden, das mit Gastronomie und Gemeinderäumen zum Verweilen einlädt. Eine neue Kirche wurde in Köln-Weidenpesch gebaut. Pfarrerin Susanne Zimmermann erklärte das neue Konzept eines Kirchengebäudes, das neben dem Gottesdienstraum auch eine Kindertagesstätte und Wohnungen beherbergt.

Stadterkundungen, Exkursionen und 24 Workshops

Der Auftakt des Evangelischen Kirchbautags bot nach der Begrüßung in der Antoniterkirche an der Schildergasse rund zwei Dutzend thematisch unterschiedliche Stadterkundungen zur Auswahl an. Nach dem Eröffnungsgottesdienst in der Trinitatiskirche gab es anschließend einen Abend der Begegnung im Kölner Haus der Kirche. Am Freitag waren vormittags zwei einführende Vorträge vorgesehen, am Nachmittag dann knapp 20 Exkursionen zu ausgewählten Bauprojekten in Köln und Umgebung. Der Samstagvormittag steht im Zeichen von 24 Workshops, ehe die Veranstaltung am Nachmittag mit einer Diskussion unter Moderation des EKD-Kulturbeauftragten Johann Hinrich Claussen und der Preisverleihung der Stiftung KiBa inhaltlich beendet wird. Der Abschlussgottesdienst am Sonntag um 10 Uhr in der Kartäuserkirche ist öffentlich.

Markus Zimmermann, stellvertretender Stadtsuperintendent in Köln, zur Bedeutung des Kirchbautags:

Was bedeutet der Kirchbautag für die Menschen und Gemeinden in Köln und Region?

Markus Zimmermann: Evangelische Kirche wird sichtbar und erlebbar als eine veränderungsbereite und veränderungsfähige Institution. Mut baut Zukunft! Es gibt beeindruckende Beispiele dafür, wie Kirchengemeinden sich nicht nur konzeptionell, sondern auch räumlich neu aufstellen: Moderne Kirchräume werden einladende Anziehungspunkte in den Stadtvierteln und Quartieren. Auch die engere Verknüpfung von Gemeindeleben und Wohnmöglichkeiten spielt zunehmend eine wichtige Rolle. Die Gemeinde ist mitten im Lebensraum präsent. Beispiele sind die Christuskirche, die neue Erlöserkirche in Weidenpesch oder auch die Epiphaniaskirche in Bickendorf.

Was sind aus Ihrer Sicht die Höhepunkte des Kirchbautags?

Markus Zimmermann: Inzwischen ist es selten geworden, dass Kirchengemeinden ganz neu bauen. Dafür gibt es beeindruckende Beispiele in Köln und der Region, die gezeigt werden. Aber auch die Um- und Neugestaltung von Kirchräumen macht deutlich, dass die Kirche mit der Zeit geht und nicht stehen bleibt.

Welche Impulse versprechen Sie sich vom Kirchbautag für die Kirche in Köln und Region?

Markus Zimmermann: Ich erhoffe mir, dass noch mehr Kirchengemeinden in Köln und der Region, aber auch über Köln hinaus Ideen bekommen, wie sie ihre Immobilien ertüchtigen und modernisieren können. Dazu gehört es allerdings auch, vorher zu analysieren und mutig zu entscheiden, welche Gebäude überhaupt noch langfristig benötigt werden. Weniger ist auch hier mehr. Der Kirchbautag zeigt an konkreten Beispielen und Erfahrungen auf, wie Gemeinden sich auf weniger Gebäude konzentrieren und nicht mehr benötigte Grundstücke so verwenden können, dass sie langfristige Einnahmen für die Gemeindearbeit als ihren Kernauftrag erzielen.

Kirchbautag zuletzt 2019 in Erfurt zu Gast

Der Evangelische Kirchbautag wurde 1949 gegründet und findet bei wechselnden Gastgeberkirchen der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) statt, zuletzt 2014 in München und 2019 in Erfurt. Leitendes Gremium ist das Präsidium, das durch den Rat der EKD berufen wird, derzeitiger Präsident ist Prof. Andreas Barner. Der Kirchbautag ist ein freier Zusammenschluss von Expertinnen und Experten aus Architektur, Theologie, bildender Kunst und Kirchen, die sich für den evangelischen Kirchenbau engagieren und für die Entwicklung des kirchlichen Bauens mitverantwortlich sind

www.kirchbautag.de

Text: APK/ekir.de/kirchbautag.de
Foto(s): Sammy Wintersohl

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Kirche2go fragt: Was ist ein Heiligenschein?

Kirche2go fragt: Was ist ein Heiligenschein? Früher gab es nicht nur den heute typischen Heiligenschein über dem Kopf, sondern teilweise wurde der ganze Körper erleuchtet. Wer in Kunstwerken mit einem Heiligenschein erleuchtet wurde – und warum -, das erzählt Pfarrerin Laura Kadur. Alles über die Geschichte des Heiligenscheins erfahren Sie in dieser Kirche2go-Folge.

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Hier der Text zum Nachlesen:

Der Heiligenschein, was ist das überhaupt? Schon immer wurden mächtige Könige, Götter, mit so einer Art Leuchten dargestellt. Das konnte zum Beispiel nur hinter dem Kopf sein oder den ganzen Körper betreffen. Das liegt daran, dass man besonders mächtigen oder göttlichen Menschen eine andere Aura zugesprochen hat. Immer sind sie quasi beleuchtet von etwas Göttlichem. Durch die Jahre hinweg hat sich dieser Heiligenschein, so wie wir ihn nennen, quasi immer weiter reduziert. Was früher den ganzen Menschen oder den ganzen Gott umgeben hat, ist zusammengeschrumpft auf eine kleine runde Scheibe, die über dem Kopf schwebt. Früher war nur für Christus dieser Heiligenschein vorgesehen. Dann ist über die Jahre hinweg die Trinität dazu gekommen, also auch Gott-Vater und der heilige Geist haben so eine Corona, so eine Krone bekommen, aus Licht. Kaiser im römischen Reich aber auch im Buddhismus und im Islam haben solche Heiligenscheine. Mittlerweile kennen wir das auch zum Beispiel von Engeln, dass sie auch Heiligenscheine haben. Das zeigt eigentlich nur, dass jemand besonders begabt ist – mit göttlicher Macht. Mehr eigentlich auch nicht. Die Ikonen, die wir kennen aus der orthodoxen Kirche, aber auch aus der römisch-katholischen Kirche, zeigen besonders Gott in dieser angeleuchteten Herrlichkeit – und das ist der Heiligenschein.

Text: Frauke Komander/APK
Foto(s): APK

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25 Jahre „Kölsch Hätz“: Ökumenisches Vorzeigeprojekt feiert Geburtstag im Gürzenich

„Viele kleine Leute an vielen kleinen Orten, die viele kleine Dinge tun, können das Antlitz der Welt verändern.“ Dieses afrikanische Sprichwort fasst sehr gut die Grundüberzeugung zusammen, die hinter „Kölsch Hätz“ steckt. Was vor 25 Jahren recht bescheiden als Besuchsdienst begann, ist heute zu einer ökumenischen Einrichtung mit 13 Standorten im Kölner Stadtgebiet angewachsen.

Mittlerweile engagieren sich 640 Ehrenamtliche in 29 Stadtteilen für ihre Nachbarn und Nachbarinnen, begleitet von einem hauptamtlichen Team und getragen von der breiten Unterstützung durch Spenden und Stiftungen sowie der katholischen und evangelischen Kirchengemeinden. Grund genug, den Geburtstag ein ganzes Jahr lang gebührend zu feiern.  Höhepunkt der Feierlichkeiten war ein Festakt in „Kölns guter Stube“, dem Gürzenich.

„Ehrenamt braucht Struktur, braucht Koordination“

Martina Schönhals, die die Geschäftsleitung des Diakonischen Werkes Köln und Region vertrat, ermutigte in ihren Begrüßungsworten zum Engagement. Sich zu engagieren schütze vor Vereinsamung, schaffe eine sichere Struktur und vermittele das Gefühl von Selbstwirksamkeit. Peter Krücker (Vorstand Caritas Köln) betonte: „Ehrenamt braucht Struktur, braucht Koordination.“

Bürgermeister Dr. Ralf Heinen, der Oberbürgermeisterin Henriette Reker vertrat, wies darauf hin, dass „Nachbarschaftshilfe“ ein recht neuer Begriff ist, der erst 1986 zum ersten Mal im Duden auftaucht. Früher sei es selbstverständlich gewesen, dass man sich gegenseitig aushalf oder sich auf eine Tasse Kaffee oder ein Kölsch traf. Heute hätten viele Menschen keinen oder kaum Kontakt zu den Menschen, mit denen sie „Tür an Tür“ leben. „Kölsch Hätz“ sei „ein Erfolgsmodell, das optimal auf die gesellschaftlichen Veränderungen in den Stadtteilen und Kirchengemeinden reagiert und sich seit 25 Jahren immer wieder neu verortet, um Einsamkeit und Isolation im Veedel zu begegnen.“

„Licht in schweren Zeiten“

Stadtdechant Msgr. Robert Kleine bescheinigte „Kölsch Hätz“, die Welt ein Stückchen solidarischer zu machen. Schon die Bläck Fööss hätten in ihrem Hit „Unser Veedel“ von 1977 eine Vision des Zusammenlebens beschrieben, wie „Kölsch Hätz“ heute, trotz aller Herausforderungen unserer Zeit, zu verwirklichen helfe. Damit leiste „Kölsch Hätz“ einen wesentlichen Beitrag zum Gelingen der Stadtgesellschaft. Das sei „gelebte Ökumene“ und ein „Licht in schweren Zeiten“.

Auch Superintendent Bernhard Seiger lobte die dezidiert ökumenische Ausrichtung von „Kölsch Hätz“ und gab zu bedenken, dass es sich bei Nachbarschaftshilfe nicht um eine Dienstleistung nach dem Vorbild von Amazon handele. Stattdessen sei Kontakt das Stichwort für das Kölsch Hätz: „Kontaktstelle von Diakonie und Caritas von evangelischen und katholischen Gemeinden. Kontakt zwischen Nachbarinnen und Nachbarn, ganz nah, miteinander unterwegs sein“.

Als Geburtstagsgeschenk gab es dann einen Scheck der Beatrix Lichtken Stiftung über 5.000 Euro.

Das kabarettistische Urgestein Wilfried Schmickler, für den „Gutmensch“ bekanntlich ein Ehrentitel und kein Schimpfwort ist, ließ es sich nicht nehmen, persönlich zu gratulieren. Und auch Björn Heuser brachte ein Geburtstagsständchen, bevor dann bei einem Imbiss im Foyer Erinnerungen aus Vierteljahrhundert „Kölsch Hätz“ ausgetauscht werden konnten.

Text: Priska Mielke
Foto(s): Robert Schlappal

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Frauentag Köln-Rechtsrheinisch: „Kunst, die nach Kaffee riecht, ist schon etwas Besonderes“

Suchen – Finden – Feiern: „Sowohl die Teilnehmerinnen, als auch das gesamte Team und ich sind sehr glücklich mit dem Frauentag“, resümiert Ute Verch aus dem Referat für Jugend, Frauen und Männer im Kirchenkreis Köln-Rechtsrheinisch. Etwa 40 Frauen haben an dem vierten Frauentag Köln-Rechtsrheinisch in Bensberg Ende August teilgenommen – es wurden acht Workshops mit u.a. Tanz, Gesang und Trommeln angeboten. Daneben gab es Theologisches und Künstlerisches sowie eine 20-er-Jahre-Kurzrevue. Das Interview mit Ute Verch:

Sie haben gesagt, dass Sie sich einen atmosphärisch schönen und fröhlichen Tag wünschen und dass das abgerundete, kunterbunte Programm für alle Sinne so aufgeht wie geplant. Hat alles so geklappt wie erhofft?

Ute Verch: Ja, das kann ich so sagen. Es war eine wirklich gute Stimmung. Sowohl die Teilnehmerinnen, als auch das gesamte Team und ich sind sehr glücklich mit dem Frauentag. Neben dem gelungenen inhaltlichen Programm bin ich den Ehrenamtlichen sehr dankbar, die dafür gesorgt haben, dass wir uns alle rundum wohlgefühlt haben.

In acht Workshops wurde getanzt und gesungen, getrommelt und gemeinsam eine Ausstellung geschaffen. Was waren hierbei Höhepunkte?

Der Liedruf.

Ute Verch: Im ganzheitlich angelegten Programm haben alle einen passenden Workshop gefunden. Die Frauen waren sehr zufrieden. Was ich besonders schön fand: Die Teilnehmerinnen aus Workshop drei haben aus eigener Initiative ihren Liedruf im Gottesdienst gesungen. In der Kirche waren zum Abschlussgottesdienst übrigens auch Kunstwerke aus einem Workshop als kleine Ausstellung kuriert

Woran denken Sie besonders gerne zurück?

Das Konzert kam gut an.

Ute Verch: Kunst, die nach Kaffee riecht, ist schon etwas Besonderes (lacht). Woran ich auch gerne zurück denke: Beim Konzert nach der Mittagspause nahmen uns Aglaja Camphausen mit Gesang und Cello und Ulrich van de Schoor am Klavier mit auf eine kleine, freche Reise in die Welt der Frauen der 1920er Jahre. Das hat unheimlich Spaß gemacht.

Ist es in der heutigen Zeit wichtig, so etwas wie einen Frauentag anzubieten?

Ute Verch: Es ist wichtig, dass die Frauen eine Austauschmöglichkeit haben, sich begegnen und über den Gemeindetellerrand – sofern sie dort verbunden sind – schauen können. Eine Veranstaltung in der Größenordnung mit einem so aufwändigen Programm – mit zahlreichen Referentinnen, einem Konzert und einem engagiertem Team – ist auf Kirchenkreis-Ebene gut zu stemmen.

Wie war es, nach der Coronazeit nun wieder richtig in Präsenz zusammenzukommen?

Der Trommel-Workshop.

Ute Verch: Wir haben ja 2020 coronabedingt einen „Halbfrauentag“ durchgeführt. Inzwischen können wir alle mit den Hygienebedingungen sicherer umgehen, die Regeln und auch die Schutzverordnung lassen größere Zusammenkünfte zu. Dieses Jahr war es lohnend, wieder mehr Zeit füreinander zu haben und mehr Begegnungen zu ermöglichen, beispielsweise mischten sich die Grüppchen immer wieder neu auf den unterschiedlichen Wegen von und zur Kirche, beim Essen und auch in den unterschiedlichen Workshops am Vor- und am Nachmittag. Und dadurch gab es auch immer wieder neue Austauschformen und neue Anregungen.

Haben Sie noch Aussprüche von Frauen im Kopf, die am Frauentag teilgenommen haben?

Move&Relax.

Ute Verch: Ja, auf jeden Fall. Eine Teilnehmerin sagte, es war für sie ein „gewinnbringender Tag“ und eine andere sagte: „Vielen Dank, dass ich dabei sein durfte.“ Was besonders schön war, dass auch kommuniziert wurde, was wir uns gewünscht haben, so sagte eine Frau: „Es war schön, mit anderen in den Austausch zu treten.“ Was ich auch super finde, dass die Teilnehmerinnen viele Anregungen für ihren Alltag erhalten haben. So sagte eine Frau nach der Bibelarbeit: „Ich nehme jetzt persönlich erstmal jede Menge zum Nachdenken mit.“

Planen Sie schon einen fünften Frauentag?

Ute Verch: Im Kopf haben wir schon den Frauentag für 2024. Wir bieten den Frauentag ja alle zwei Jahre an. Ein Programm oder ähnliches steht aber noch nicht, es ist ja noch Zeit.

www.kirche-rechtsrheinisch.de

Text: Frauke Komander
Foto(s): Manguela Fokuhl

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Unsere Wochentipps: Kirchenmusiktage Rhein-Erft und Orgelimprovisation in der Trinitatiskirche

Unsere Wochentipps bieten diesmal besondere musikalische Highlights: Das WDR Sinfonieorchester spielt Musik von Martin und Franck und die Domkantorei Altenberg singt „Paulus“ von Mendelssohn Bartholdy. Dazu gibt’s die Kirchenmusiktage Rhein-Erft 2022 und der Evangelische Kirchenverband Köln und Region lädt zu einem Wettbewerb in der Trinitatiskirche im Fach Orgelimprovisation ein.

Die Termine in der Übersicht:

08.09.2022, 20:00
Evangelisch Leben in Köln und Region
WDR Funkhaus, Wallrafplatz 5, 50667 Köln
Musik im Dialog: Anna-Nicole Heinrich
WDR Sinfonieorchester spielt Musik von Martin und Franck

Das WDR Sinfonieorchester veranstaltet am Donnerstag, 8. September, 20 Uhr, in der Reihe „Musik im Dialog“ ein Konzert mit Anna-Nicole Heinrich als Gesprächsgast. Die Präses der Synode der Evangelischen Kirche in Deutschland wird einen Kurzvortrag über das Thema „Was gibt uns Halt in aller Unsicherheit“ halten, dazwischen gibt es klassische Musik von Frank Martin und César Franck und ein Gespräch mit Anna-Nicole Heinrich und WDR 5-Moderator Uwe Schulz. Das WDR Sinfonieorchester und Josef Špaček (Violine) musizieren unter der Leitung von Petr Popelka. Die Veranstaltung findet im Funkhaus am Wallrafplatz 5 statt. Der Eintritt kostet 29 Euro.

10.09.2022, 14:00
Evangelischer Kirchenkreis Köln-Süd
Verschiedene evangelische und katholische Kirchen im Rhein-Erft-Kreis
Kirchenmusiktage Rhein-Erft 2022
Eröffnung findet mit einem großen Chorkonzert statt

Die Kirchenmusiktage Rhein-Erft 2022 bieten von Samstag, 10. September, bis Freitag, 30. September, wieder ein vielfältiges Programm mit Chor- und Orgelkonzerten, Gottesdiensten, einer Orgelradtour (23.09.), einer Nacht der offenen Kirchen (17.09.) und vielem mehr. Ergänzend zu den Terminen an den Wochenenden gibt es in diesem Jahr auch Veranstaltungen zur Mittagszeit, als Start in das Wochenende oder auch mitten in der Woche. Neu ist auch, dass vier Chorwerke von Kirchenmusikern aus dem Rhein-Erft-Kreis exklusiv für die Kirchenmusiktage 2022 komponiert wurden. Drei davon erklingen im Eröffnungsgottesdienst am Samstag, 10. September, 19 Uhr, in St. Peter Bedburg-Königshoven, Pastor-Wertz-Platz 1. Hier findet ab 14 Uhr ein Chortag statt, in dem für diesen Gottesdienst geprobt wird. Wer mitsingen möchte sollte sich vorher über die Seite www.kirchenmusik-rhein-erft.de anmelden. Dort gibt es auch das Programm mit allen Veranstaltungen in chronologischer Reihenfolge. Das vierte neue Werk erklingt zum Abschluss am Freitag, 30. September, 19 Uhr, in der Kreuzkirche Wesseling, Kronenweg 67. Der Abend wird von den Kirchenmusikerinnen und -musikern aus dem Rhein-Erft-Kreis gestaltet und steht unter dem Motto „Orgel und mehr – Musik und Begegnung“. Die Kirchenmusiktage werden von der katholischen Kirche im Rhein-Erft-Kreis sowie vom den evangelischen Kirchenkreisen Köln-Süd und Köln-Nord veranstaltet.

www.kirchenmusik-rhein-erft.de

10.09.2022, 14:00
Evangelische Kirchengemeinde Altenberg/Schildgen
Altenberger Dom, Altenberg, 51519 Odenthal-Altenberg
Domkantorei Altenberg singt „Paulus“ von Mendelssohn Bartholdy
Einladung zum Konzert im Altenberger Dom

„Paulus“ von Felix Mendelssohn Bartholdy erklingt am Samstag, 10. September, 14 Uhr, in einem Konzert im Altenberger Dom, Eugen-Heinen-Platz 2. Unter der leitung von Kirchenmusikdirektor Andreas Meisner treten die Domkantorei Altenberg sowie die Neue Philharmonie Westfalen auf. Die Solostimmen werden von Britta Stallmeister (Sopran), Viola Zimmermann (Alt), Cornel Frey (Alt) sowie Thomas Laske (Bass) gesungen. Eintrittskarten gibt es im Vorverkauf für 20, 25, 30 und 35 Euro im Altenberger Dom-Laden, Eugen-Heinen-Platz 2, in der Buchhandlung Hentschel in Burscheid, Hauptstraße 26, in Schildgen in der Bücher-Scheune Bärenz, Altenberger-Dom-Straße 115A, sowie an der Tageskasse.

www.domkantorei-altenberg.de

13.09.2022, 10:00
Trinitatiskirche
Trinitatiskirche, Filzengraben 4, 50676 Köln
Die Kunst der Orgelimprovisation
Wettbewerb in der Trinitatiskirche

Der Evangelische Kirchenverband Köln und Region lädt erneut zu einem Wettbewerb im Fach Orgelimprovisation ein. Er findet von Dienstag bis Donnerstag, 13. bis 15. September, in der Trinitatiskirche, Filzengraben 4, statt. Mit diesem international ausgeschriebenen Wettbewerb möchte der Evangelische Kirchenverband Köln und Region junge Organistinnen und Organisten fördern und zugleich die Kunst der liturgischen und konzertanten Orgelimprovisation in den Mittelpunkt stellen. Der Wettbewerb ist öffentlich. Die genauen Uhrzeiten der Vorspiele können tagesaktuell der Internetseite der Trinitatiskirche www.trinitatiskirche-keoln.de entnommen werden. Der Jury gehören Professor Johannes  Geffert, Kirchenmusikdirektorin Melanie Jäger-Waldau, Otto Maria Krämer, Professor Thierry Mechler, sowie Wolf-Rüdiger Spieler, Programm- und Organisationsleiter der Trinitatiskirche, an. Der Eintritt zu den Konzerten ist frei.

www.trinitatiskirche-koeln.de

Text: APK
Foto(s): APK

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„Rheinteam“ gewinnt den Präses-Cup ungeschlagen und souverän mit 26:1 Tore – Wanderpokal kommt nach Köln

„Wir hätten es uns gewünscht und gehofft – aber damit gerechnet haben wir nicht“, freut sich Marco Beumers, Koordinator für Arbeits- und Gesundheitsschutz beim Evangelischen Kirchenverband Köln und Region über den Mannschaftssieg: Die Mannschaft „Rheinteam“ aus Köln, Leverkusen und den Rhein-Sieg-Kreis hat das diesjährige Turnier um den Präses-Cup souverän gewonnen. Damit kommt der Wanderpokal nach Köln. Zum 20. Mal haben kirchliche Fußballteams um den Pokal des Präses der Evangelischen Kirche im Rheinland gekämpft – nach zweijähriger Zwangspause wegen der Pandemie. Schirmherr des Turniers in Duisburg war Präses Dr. Thorsten Latzel.

„Wir sind noch etwas platt von gestern, aber überglücklich“, erzählt Marco Beumers. „Mit zwei Teams sind wir angetreten – Team Köln und Region und dem Rheinteam. Wir waren beim Spiel alle gut gestimmt, fröhlich und fokussiert, es war ein schönes, harmonisches Miteinander, die Teams haben sich gegenseitig angefeuert. So wünscht man es sich, alle haben toll miteinander kommuniziert. Alle waren per du, es fühlte sich wunderbar an und das Wetter hat auch mitgespielt.“ Er lobt neben der tollen Atmosphäre auch besonders die gelungene Organisation: „Das Orga-Team hat sich besonders viel Mühe gegeben.“

Das „Rheinteam“ hat beim Spieltag im Leichtathletikstadion neben der MSV-Arena in Duisburg-Wedau souverän alle acht Spiele mit 26:1 Tore gewonnen. Die Mannschaft der Versorgungskassen Dortmund landete auf Platz zwei. 2019, als der Fußballwettbewerb das letzte Mal vor der Corona-Pandemie ausgetragen worden war, hatten die Dortmunder den Pokal noch verteidigt. Der Hattrick blieb ihnen nun durch die spielstarken Kölner, Leverkusenern und dem top Torwart aus dem Rhein-Sieg-Kreis, verwehrt. Auf den dritten Platz kam die Mannschaft des Kirchenkreises Jülich, welchen das Team Köln und Region nur knapp verfehlte. Präses Dr. Thorsten Latzel überreichte dem Siegerteam vertreten durch Marco Beumers, den Wanderpokal. Auch Nico Schneck, Trainer der Damenmannschaft des MSV Duisburg, die in der 1. Bundesliga spielt, nahm an der Siegerehrung teil und überreichte Marco Beumers den Siegerpokal.

Marco Beumers blickt schon jetzt optimistisch in die Zukunft und freut sich, „mit diesen beiden starken Teams, eine super Truppe, erneut um den nächsten Präses-Cup im Jahr 2023 zu spielen und den Wanderpokal, den wir jetzt haben, zu verteidigen.“

Die Mannschaften

Der Präses-Cup wird seit 1999 ausgetragen. Der Wanderpokal wurde vom damaligen Präses Manfred Kock gestiftet. Traditionell kämpfen Mannschaften aus den unterschiedlichen Kirchenkreisen und verschiedenen kirchlichen Organisationen und der Diakonie gegeneinander.

Aus der Evangelischen Kirche im Rheinland und verbundenen Einrichtungen haben neben der Siegermannschaft acht weitere Teams an dem traditionsreichen Wettbewerb um den Wanderpokal teilgenommen: Versorgungskassen Dortmund, Kirchenkreis Lennep, Kirchenkreis Düsseldorf, Friedhofsverband Wuppertal, Kirchenkreis Köln-Rechtsrheinisch, Kirchenkreis Jülich, Kirchenkreis Moers und Kirchenverband Köln und Region.

Bei den Kölner Teams waren mit dabei Teamkapitän Marco Beumers, Stephan Bennewitz, Florian Ruster, Klaus Eberhard, Jens Römmer-Collmann, Philippe Hitpass, Nik Wuthe, Hannes Averbeck, Matthias Beisiegel, Tim Göbel, Philipp Liever, Philipp Strauß, Max Launer, Michael Schüller, George Aleilo und Tobias Will.

Text: ekir.de/APK
Foto(s): Klaus Eberhard

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Jupf auf der Gamescom: „Die Atmosphäre war toll“

265.000 Besuchende aus über 100 Ländern, rund 1.100 Ausstellende aus 53 Ländern – das war die Gamescom 2022, die weltweit größte Messe für Computer- und Videospiele. Mit 75 Prozent Anteil kamen mehr Ausstellende aus dem Ausland als sonst. Zusätzlich verfolgten Millionen Menschen weltweit das digitale Programm. Auch die Evangelische Jugend Köln war mit einem eigenen Stand und Großspielgeräten sowie knapp 200 ehrenamtliche Helferinnen und Helfern bei der Gamescom. Jugendbildungsreferent Daniel Drewes, Evangelisches Jugendpfarramt Köln, zieht ein positives Fazit:

Wie war die Atmosphäre am Stand?

Daniel Drewes: Die Atmosphäre war toll. Uns haben viele Menschen besucht, die auch bei den letzten Messen da waren und alle waren froh über die Begegnungen.

Daniel Drewes vom Jupf und NRW-Familienministerin Josefine Paul.

Das Jupf hat auf der Gamescom auch Besuch von der Familienministerin NRW bekommen: Josefine Paul, Ministerin für Kinder, Jugend, Familie, Gleichstellung, Flucht und Integration des Landes Nordrhein-Westfalen, hat ein Grußwort gesprochen und eine Gesprächsrunde mit Jugendlichen geführt. Worauf lag der Fokus?

Daniel Drewes: Der Besuch war toll. Für uns ist es eine Ehre, dass sie so viel Zeit am Stand verbracht hat. Im Gespräch mit den Jugendlichen ging es vor allem um Partizipationsmöglichkeiten und um Mobilität. Letzteres ist ein großes Thema der jungen Generation, die sich sehr eine Weiterführung des Neun-Euro-Tickets wünscht.

Was waren Highlights der Gamescom?

Daniel Drewes: Die Begegnungen waren neben dem Besuch der Ministerin definitiv Highlights.

War die Gamescom anders als die Gamescom vor Corona? Hat man Unterschiede gemerkt?

Daniel Drewes: Unterschiede gab es vielleicht in Nuancen. Ich finde, die Gamescom hat immer eine besondere Stimmung und die war auch in diesem Jahr wieder sehr positiv. Dadurch, dass es die erste Messe seit drei Jahren war, war die Freude darüber, dass sie stattgefunden hat, besonders groß.

Es waren ja weniger Besucher da als früher, vor der Corona-Pandemie. Hat die Gamescom dennoch Ihre Erwartungen getroffen?

Daniel Drewes: Bei uns hat man die weniger Besucher kaum gespürt. Die Halle war voll. Ich fand es schade, dass einige große Spielehersteller nicht vor Ort waren, gleichzeitig war der Fokus auf die Begegnungen auch sehr schön. Ich glaube, die zahlreichen persönlichen Kontaktmöglichkeiten mit den Youtubern waren für viele Jugendlichen ein Highlight. Generell war es einfach toll, dass die Messe wieder stattgefunden hat.

Nächstes Jahr wieder Gamescom?

Daniel Drewes: Auf jeden Fall! (lächelt)

www.jupf.de

Gamescom

Die Gamescom ist das weltgrößte Event rund um Computer- und Videospiele und Europas größte Business-Plattform für die Games-Branche. Die Gamescom 2023 läuft vom 23. bis 27. August. Das offizielle Partnerland der Gamescom 2022 ist Australien. Die Gamescom wird gemeinsam von der Koelnmesse und dem Game-Verband der deutschen Games-Branche e.V. veranstaltet.

Text: Frauke Komander
Foto(s): Tom Kemmerling

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