Eröffnungsfeier mit Zauberfest: Evangelische Kita am Rodderweg (wieder) eröffnet

Ein Ort, um Gott und die Welt zu entdecken: Die Evangelische Kirchengemeinde Brühl traut sich etwas. Allen Krisen zum Trotz beschloss das Presbyterium, dass auf dem Gelände der ehemaligen Johanneskirche, von der sich die Gemeinde 2021 verabschieden musste, ein Erweiterungsbau für eine neue Kita-Gruppe entstehen soll. Im „alten“ Gebäude ist jetzt Platz für eine neue größere Küche und einen Personalraum. Außerdem ist die Kita nun barrierefrei und somit offen für Kinder und Mitarbeitende mit Handicap.

Die Baukosten betrugen insgesamt 1.300.000 Euro, davon trug die Evangelische Kirchengemeinde mit 470.000 Euro mehr als ein Drittel. Die restliche Finanzierung erfolgte durch die Stadt Brühl und das Land NRW. Die Planung wurde von der Antoniter Siedlungsgesellschaft GmbH (ASG) durchgeführt, die Bauleitung hatte, in Zusammenarbeit mit Kirchmeister Peter Pfannkuche, Friederike von Wetschel inne.

Flutkatastrophe und Ukrainekrieg machten es nicht einfacher, den ehrgeizigen Zeitplan einzuhalten, doch nach nur anderthalb Jahren konnten nun die Wiedereröffnung des grundsanierten Bestandsgebäudes und die Einweihung des Erweiterungsbaus gefeiert werden. Pfarrerin Renate Gerhard betonte, dass Kinder „in die Mitte der Gemeinde“ gehören und mit der Entscheidung für die Kita-Erweiterung auch ganz bewusst ein Schwerpunkt gesetzt wurde.

Bedeutung der Kita für die Vereinbarkeit von Beruf und Familienleben

Für die stellvertretende Bürgermeisterin Pia Regh ist die Evangelische Kindertagesstätte am Rodderweg, in der nun zwölf Mitarbeitende 60 Kinder im Alter von zwei bis sechs Jahren betreuen, „ein wichtiger Beitrag zur Sicherstellung des Betreuungsangebots in Brühl“ und ein „fester Bestandteil im Brühler Westen.“ Regh betonte zudem die Bedeutung der Kita für die Vereinbarkeit von Beruf und Familienleben und sprach den Mitarbeitenden ihre Anerkennung aus.

„Es geht nicht um Gebäude, es geht um Menschen“

Pfarrer Klaus Eberhard stellte gleich zu Beginn seines kurzen Grußwortes klar: „Es geht nicht um Gebäude, es geht um Menschen.“ Die Erweiterung der Kita sei ein Zeichen in herausfordernden Zeiten. Man kann der Geschichte von den ersten „Träumereien“ bis zum fertigen Gebäude durchaus auch etwas Wunderbares abgewinnen – wie die Kita-Mitarbeiterinnen, die das „Märchen von der Verwandlung einer Kita“ erzählten.

Nach der offiziellen Eröffnungsfeier ging das Fest sowohl drinnen als auch auf dem Außengelände mit gemeinsamem Essen und Trinken, Musik, Spielen und einer Zaubershow weiter. Die Erwachsenen konnten sich auf eine Besichtigungstour durch die neuen Räumlichkeiten mitnehmen lassen. Übrigens wird die Evangelische Kindertagesstätte am Rodderweg wohl bald einen kreativeren Namen haben, denn die Besucher und Besucherinnen hatten noch bis zum Ende des Einweihungsfestes die Möglichkeit, sich an einem Wettbewerb zur Namensfindung zu beteiligen.

Text: Priska Mielke
Foto(s): Priska Mielke

Der Beitrag Eröffnungsfeier mit Zauberfest: Evangelische Kita am Rodderweg (wieder) eröffnet erschien zuerst auf Evangelischer Kirchenverband Köln und Region.

Einführung von Pfarrer Johannes Vorländer: „Wir wollen, dass du Gemeindebauer bist.“

Superintendent Torsten Krall hat Pfarrer Johannes Vorländer in der Buchheimer Kreuzkirche in sein Amt als Inhaber der zweiten Pfarrstelle in der Evangelischen Kirchengemeinde Mülheim am Rhein eingeführt. Den Rahmen bildete der Erntedank-Familiengottesdienst. Indem er einen Vergleich zum Bauern zog, der weiß, wann und wie er sein Feld zu bestellen hat, sagte Krall an Vorländer gewandt: „Wir wollen, dass du Gemeindebauer bist.“ Dies sei „unser Auftrag“ und auch der Wunsch Gottes. Dessen Mitwirkung sei  unverzichtbar – so wie auch bei der Arbeit des Bauern, der bei allem, was er tue, nur zum Teil in der Hand habe, ob sie gelinge.

„Ich tue das, was ich kann, und vertraue auf Gott.“

Den Gottesdienst gestalteten nicht nur Prädikant Hartmut Rösler und Anja Glinka, stellvertretende Vorsitzende des Presbyteriums, sondern auch Jungen und Mädchen der Kita „Kleine Arche“ mit. Spielerisch vollzogen sie die Feldarbeit nach, vom Säen bis zur Ernte. Daran knüpfte Vorländer in seiner Predigt an, in der es um Mühe, Enttäuschung und Dank ging. Manches von der Saat gehe nicht auf oder Keimlinge verdorrten, viele andere Pflanzen aber brächten reiche Ernte. Trotz Rückschlägen gelte es, nicht die Zuversicht zu verlieren: „Ich tue das, was ich kann, und vertraue auf Gott.“ Und wenn die Ernte bei den einen nicht reiche, könnten die andere ihnen etwas abgeben.

Schon seit 2012 wirkt Johannes Vorländer als Pfarrer in der Gemeinde. In jenem Jahr hatte ihn Superintendentin Andrea Vogel nach der Wahl des Presbyteriums in sein Amt eingeführt: Ihm war die zweite Pfarrstelle „für die Dauer der Amtszeit der derzeitigen Superintendentin Andrea Vogel“ übertragen worden, wie in der Berufungsurkunde nachzulesen ist. Im Juni dieses Jahres ist Superintendentin und Pfarrerin Andrea Vogel in den Ruhestand verabschiedet worden. Damit hat zu tun, dass Vorländer nun noch einmal eingeführt wurde. Zuvor hatte er zehn Jahre lang eine sogenannte Entlastungspfarrstelle inne, um Vogel – vor ihrer Wahl zur Superintendentin Pfarrerin in der Gemeinde Mülheim am Rhein – von ihren gemeindlichen Aufgaben zu entlasten, damit sie sich mit ganzer Kraft der Leitung des Kirchenkreises Köln-Rechtsrheinisch widmen konnte.

Ein weiterer Umstand hat dazu geführt, dass Vorländer innerhalb derselben Gemeinde die Pfarrstelle gewechselt hat. Anfang 2022 wurde auf Beschluss der Presbyterien die Evangelische Kirchengemeinde Köln Buchforst-Buchheim der Evangelischen Kirchengemeinde Mülheim am Rhein angegliedert. Grund war unter anderem der Schwund der Mitgliederzahl. Die beiden Presbyterien hatten den Wunsch, zusammenzuarbeiten und ihre Ressourcen zu bündeln. Im Vorfeld des Zusammenschlusses verständigten sich die zwei Gemeinden, die zusammen gut 6000 Mitglieder zählen, darauf, dass sie nach der Umstrukturierung mit Vorländer weiterarbeiten wollten. Mit Presbyteriumsbeschluss wurde ihm die zweite Pfarrstelle übertragen. Das Amt der ersten Pfarrstelle bekleidet seit 2018 Pfarrer Sebastian Baer-Henney. Der Dienst von Alina North, Pfarrerin zur Anstellung in Mülheim, endet im Oktober.

Kinder-, Jugend- und Familienarbeit

Ein Schwerpunkt seiner künftigen Arbeit sei die Gemeindeleitung als Vorsitzender des Presbyteriums, sagt Vorländer. Im Mittelpunkt stehe die Frage: „Wie können wir als neue Kirchengemeinde mit vereinten Kräften wirksam werden in einer Zeit, in der viele Menschen der Kirche den Rücken kehren?“ Als weiteren Schwerpunkt nennt der Pfarrer die Kinder-, Jugend- und Familienarbeit. Hinzu komme die Entwicklung besonderer Gottesdienstformate, etwa für die Auferstehungskirche. In den beiden anderen Kirchen der Gemeinde gelten ab Oktober neue Anfangszeiten der Sonntagsgottesdienste. In der Friedenskirche beginnen sie dann um 10 Uhr und in der Kreuzkirche um 11.30 Uhr. Das macht es möglich, dass ein und derselbe Liturg die Feiern leitet.

Text: Clemens Schminke
Foto(s): Clemens Schminke

Der Beitrag Einführung von Pfarrer Johannes Vorländer: „Wir wollen, dass du Gemeindebauer bist.“ erschien zuerst auf Evangelischer Kirchenverband Köln und Region.

Förderverein unterstützt das EVK mit fast 190.000 Euro

Der Förderverein des Evangelischen Krankenhauses Bergisch Gladbach (EVK) traf sich nach zwei Jahren pandemiebedingter Pause wieder zu seiner Jahreshauptversammlung. Die Vorsitzende Cornelia Lübbe-Roggen berichtete den Mitgliedern, dass in den vergangenen beiden Jahren Neuanschaffungen für das Krankenhaus und die Senioreneinrichtungen mit insgesamt rund 190.000 Euro unterstützt wurden.

Besonders herausragende Spendenbereitschaft zu Beginn der Corona-Pandemie

Unter anderem wurde ein hochmodernes Röntgengerät, ein sogenannter C-Bogen, für die Klinik für Orthopädie, Unfall- und Wirbelsäulenchirurgie gefördert und die Gefäßchirurgie für die Anschaffung eines modernen Gerätes für die Messung des Blut- und Lymphflusses bedacht. Besonders herausragend war die Spendenbereitschaft zu Beginn der Corona-Pandemie für ein Beatmungsgerät neuester Generation für die Intensivstation. Hier sammelte der Förderverein binnen weniger Wochen über 30.000 Euro an Spendengeldern ein.

Der Vorstand des Fördervereins konnte außerdem die erfreuliche Botschaft verkünden, dass in den vergangenen zwei Jahren die Mitgliederzahl gestiegen sei. Nach dem Bericht der Kassenprüfer wurde dem Vorstand von der Versammlung einstimmig die Entlastung erteilt.

Evangelische Altenpflege Bergisch Gladbach  bekommt ebenfalls eine Förderung

Für das laufende Jahr stellt der Förderverein dem EVK fast 70.000 Euro für Neuanschaffungen und Projekte zur Verfügung. Unter anderem sollen die Kliniken für Gastroenterologie, Gynäkologie, Psychiatrie und Kardiologie mit neuen, modernen Geräten ausgestattet werden. Die Einrichtungen der Evangelischen Altenpflege Bergisch Gladbach möchten den geschützten Garten für die Bewohner umgestalten und bekommen dafür ebenfalls eine Förderung.

Im Bericht der Geschäftsführung des EVK nahm die Corona-Pandemie ebenfalls großen Raum ein. Hier wurde noch einmal auf die besondere Leistung der gesamten Belegschaft hingewiesen, die mit großem Engagement und Zusammenhalt die verschiedenen Herausforderungen der Pandemie gemeistert habe. Dafür zollten Vorstand und Mitglieder des Fördervereins ihren Respekt und baten um Weitergabe ihrer Dankbarkeit und Anerkennung. Die Mitarbeiter des Krankenhauses und der Senioreneinrichtungen erfuhren außerdem große Wertschätzung aus der heimischen Bevölkerung und Wirtschaft während der gesamten Pandemie.

Text: Susanne Portmann
Foto(s): Daniel Beer

Der Beitrag Förderverein unterstützt das EVK mit fast 190.000 Euro erschien zuerst auf Evangelischer Kirchenverband Köln und Region.

Archivale Oktober: „Was du heute kannst besorgen…“

„Was du heute kannst besorgen, verschiebe lieber nicht auf morgen“: Diesen weisen Spruch kennen wir alle. Er erinnert uns an Aufgaben oder Besorgungen, die besser früher als später angegangen werden sollten.

So ist es auch beim Schutz von Kulturgut. Einrichtungen wie Archive haben die gesetzliche Aufgabe neben der Bewertung, Erschließung und Nutzbarmachung Archivgut im Original zu erhalten und dauerhaft aufzubewahren. Der fachliche Begriff dazu lautet Bestandserhaltung. Darunter fallen alle Maßnahmen und Bedingungen, die notwendig sind, um historische und rechtlich relevante Dokumente im Original zu erhalten. Wesentliche Faktoren sind das Magazin (Aufbewahrungsort für Archivgut) sowie das Klima (Raumtemperatur und Luftfeuchtigkeit).

Umverpackung in alterungsbeständige Mappen und Kartons

Auch das Archivgut selbst sollte aus seiner ursprünglichen meist säurehaltigen Verpackung – wie beispielsweise Leitz-Ordnern – entnommen werden und in alterungsbeständige Mappen und Kartons umverpackt werden. Diese Maßnahmen schützen das Archivgut vor diversen Schäden und reduzieren erhebliche finanzielle Aufwände für die Behebung von Schäden.

Worauf dabei im Einzelnen zu achten ist, zeigt ein E-Learning-Kurs der Archivberatungsstelle des LVR unter www.bestandserhaltung.eu/home. Die einführenden Texte und Videos bieten einen guten Einstieg in das Themenfeld der Bestandserhaltung. Sie sind gut und leicht verständlich. Eine Vertiefung einzelner Themen kann anhand der verlinkten Literatur selbstständig gemacht werden.

Text: Stefanie Sternemann
Foto(s): Bildschirmfoto von www.bestandserhaltung.eu/home

Der Beitrag Archivale Oktober: „Was du heute kannst besorgen…“ erschien zuerst auf Evangelischer Kirchenverband Köln und Region.

Reformationsfeier 2022: „Mutig sein heißt für mich…“

„Mutig zu sein heißt für mich, mich in unbekannte Situationen zu wagen… “ das sagt Nina Brucksch, ESG, Köln

Mutig oder sogar wagemutig zu sein – Was es heißt, heute Evangelisch zu leben? Dieser Frage geht der Reformationsgottesdienst am 31. Oktober 2022 um 18 Uhr in der Trinitatiskirche in der Kölner Innenstadt nach. Die Predigt hält Dr. Thorsten Latzel, Präses der Evangelischen Kirche im Rheinland. Musikalisch gestaltet wird der Gottesdienst unter anderem von dem Chor KONSTANT und der ukrainischen Sängerin Tamara Lukasheva. Die Sopranistin hat ein Lied für diesen Gottesdienst geschrieben, das uraufgeführt wird.

Im Anschluss an den Gottesdienst findet ein Empfang zum Reformationsfest mit Gesprächen, Getränken und Gesalzenem statt.

www.kirche-koeln.de

Text: APK
Foto(s): APK

Der Beitrag Reformationsfeier 2022: „Mutig sein heißt für mich…“ erschien zuerst auf Evangelischer Kirchenverband Köln und Region.

„Ich gestalte mein Leben in Freiheit“: Anna-Nicole Heinrich zu Gast in Köln

Man liegt sicher nicht falsch, wenn man sagt, dass Anna-Nicole Heinrich eine ungewöhnliche Frau ist. Bundesweit bekannt wurde sie, als sie im vergangenen Jahr im Alter von 25 Jahren zur Präses der Synode der Evangelischen Kirche in Deutschland gewählt wurde. Nun war sie zu Gast im Funkhaus Wallrafplatz in der WDR-Reihe „Musik im Dialog“. Im Gespräch mit WDR 5-Moderator Uwe Schulz sprach sie über den Glauben in bewegten Zeiten:

„Wo finde ich Halt? Woran kann ich mich festhalten?“

„Was gibt uns Halt in Zeiten der Unsicherheit?“, fragte Schultz zum Gesprächsauftakt. Heinrich antwortete mit dem Bild einer Slackline, einem zwischen zwei Bäumen oder Haltepunkt gespannten Seil, auf dem man von einem Ende zum anderen balanciert. Zunächst bestätigte sie die Unsicherheit, von der Schulz gesprochen hatte. Es gebe Regionen auf der Welt, in der ultimative Gewalt herrsche. Die Klimakrise sei eine Bedrohung. „Wir erleben Systeme, die nicht mehr tragen. Wo geht es hin? Wo finde ich Halt? Woran kann ich mich festhalten? An der Musik? An Gott? An der Kirche?“ Beim Slacklinen gebe es einen Baum, an dem man sich beim Aufsteigen festhalte, der einem auf den Weg helfe und den man zunächst besser nicht loslasse. Der Gurt sei der Weg. Man fokussiere sich auf das Ziel auf der anderen Seite.

„Ich gehe meistens mit Freundinnen slacklinen. Dann habe ich im Zweifel beim Balancieren noch eine stützende Hand“, sagte die Präses. Die könne Halt in aller Unsicherheit sein auf dem Weg vom Baum bis zum Ziel. „Und wenn ich abstürze, falle ich nicht ins Bodenlose, sondern auf die grüne Wiese.“ Am Ende des Weges stehe das Ziel: im übertragenen Sinne Gott, der einen auffange.

Kirche ohne Traditionsbestände nicht zu denken

Es brauche Mut, den Baum loszulassen, wandte Schulz ein. Es tue gut, mit Menschen unterwegs zu sein, entgegnete Heinrich. „Sich am Baum festklammern, ist kein Weg.“ Und man dürfe den Baum nicht schlecht reden. Kirche sei ohne Traditionsbestände nicht zu denken. „Bäume stehen lange. Manchmal werden sie jahrelang nicht genutzt. Und dann werden sie wieder gebraucht.“ Auf die Moderatorenfrage nach der grünen Wiese erklärte die Präses, sie stehe für die christliche Hoffnung, dass man nicht tiefer fallen könne als in Gottes Hand. „Das ist das Urvertrauen, aus dem ich als Christin schöpfe.“ Das gebe Halt in Unsicherheit ohne totale Sicherheit.

Nicht zuletzt würden viele Beerdigungen unter Bäumen stattfinden. „Das sind Traditionen, die wir immer bedienen. Jesus Christus ist für uns gestorben. Gott ist da, egal, was kommt. Er hat sogar seinen Sohn geopfert. Das gibt mir Halt.“ Heinrich führt auf einem Youtube-Kanal Gespräche mit sechs Menschen, „die mit Kirche überhaupt nix am Hut haben“. Auch dort gehe um Halt in aller Unsicherheit. „Auch Jesus Christus suchte Halt. Die Bibel zeigt nur die heldenhaft Triumphierenden.“ Die Menschen müssten begleitet und dürften nicht instrumentalisiert werden.

„Ich bin auf diese Welt gesetzt worden, um sie lebenswerter zu gestalten. Nicht, um auf die nächste Welt zu warten. Wir brauchen Utopien, um handlungsfähig zu bleiben“, fuhr Heinrichs fort. „Ich gestalte mein Leben in Freiheit. Das ist auch eine große Verantwortung.“

Text: Stefan Rahmann
Foto(s): Stefan Rahmann

Der Beitrag „Ich gestalte mein Leben in Freiheit“: Anna-Nicole Heinrich zu Gast in Köln erschien zuerst auf Evangelischer Kirchenverband Köln und Region.

Wochentipps: Abschluss der Herbstsingwoche und Pop-Konzert „Bunt wie der Herbst“

Unsere Wochentipps für In-den-Herbstferien-Daheimgebliebene: Es wird auch in der zweiten Herbstferienwoche herbstlich mit dem Pop-Konzert „Bunt wie der Herbst – ruhige und fröhliche Songs für die Seele“, dem Abend der spirituellen Lieder in Hürth und dem Abschluss der Herbstsingwoche „Let’s sing together“. Die „Orgel-Festwochen Junkersdorf“ würdigen die neue Muhleisen-Orgel und der MAK-Kurs „Zwischentöne. Bibel und Koran. Was zwischen den Zeilen mitschwingt“ findet statt. Außerdem im Angebot: Johannes Brahms „Liebesliederwalzer“.

Die Tipps in der Übersicht:

14.10.2022, 19:00
Evangelische Kirchengemeinde Hürth
Martin-Luther-Kirche Gleuel, Am Hofacker 41, 50354 Hürth-Gleuel
Abend der spirituellen Lieder in Hürth
Dieter Wienand mit seinem Kölner „Singen-wie-im-Himmel-Chor“

Am Freitag, 14. Oktober, 19 Uhr, kommt Dieter Wienand mit seinem Kölner „Singen-wie-im-Himmel- Chor“ in die Martin-Luther-Kirche Hürth, Villering 38. An diesem Abend sind alle eingeladen mitzusingen: Lieder aus der ganzen Welt, aus allen Religionen und Kulturen wie etwa Spirituals, Gregorianik, Mantras der hinduistischen und buddhistischen Tradition, Gesänge aus Taizé und der Indianer, Gospels aus Afrika sowie Kinder- und Volkslieder. Gesungen wird ohne Noten sowohl ein- als auch vielstimmig. Die Teilnahme ist kostenlos. Es wird um einen „Wertschätzungsbeitrag“ in Höhe ab 10 Euro gebeten.

www.evangelisch-in-huerth.de

15.10.2022, 16:00
Evangelische Kirchengemeinde Köln-Zollstock
Melanchthonkirche, Breniger Straße 18, 50969 Köln
Abschluss der Herbstsingwoche 2022: „Let’s sing together“
Musicalaufführung „Guckt mal über’n Tellerrand!“ in der Melanchthonkirche

Eine Woche lang haben Kinder im Alter zwischen sieben und zwölf Jahren das Musical „Guckt mal über’n Tellerrand!“ von Kurt Enßle eingeübt. Unter der Leitung von Ruth Dobernecker, Kirchenmusikerin in Brühl, haben sie gemeinsam gesungen, Theater gespielt Kostüme und das Bühnenbild gebastelt und zusammen viel Spaß gehabt. Am Samstag, 15. Oktober, 16 Uhr, kommt das Musical in der Melanchthonkirche Zollstock, Breniger Straße 18, zur Aufführung.

www.kkk-sued.de und www.melanchthonkirche.de

16.10.2022, 16:00
Melanchthon-Akademie
Melanchthon-Akademie, Kartäuserwall 24b, 50678 Köln
Kurs: „Zwischentöne“
Bibel und Koran. Was zwischen den Zeilen mitschwingt.

Pfarrer Dr. Martin Bock und Dr. Matthias-W. Engelke laden am Sonntag, 16. Oktober, 16 Uhr, zu einem Kurs in die Melanchthon-Akademie, Kartäuserwall 24b, ein, der sich mit Verwandlungsprozessen beschäftigt, die sich beim Lesen und Übersetzen der Bibel ergeben. Im Mittelpunkt der Hybrid-Veranstaltung steht der Austausch über diese Erfahrungen und Beobachtungen. Als Texte dienen die Jakob-Esau-Novelle, hier besonders das Kapitel 32f und die Suren 89 und 92. Die Teilnahme ist kostenlos. Eine Anmeldung per E-Mail an anmeldung@melanchthon-akademie.de ist erforderlich.

www.melanchthon-akademie.de

16.10.2022, 17:00
Evangelische Dietrich-Bonhoeffer-Gemeinde Junkersdorf
Dietrich-Bonhoeffer-Kirche Junkersdorf, Birkenallee 20, 50858 Köln
Konzert für Orgel und Trompete
„Orgel-Festwochen Junkersdorf“ würdigen die neue Muhleisen-Orgel

Mit den „Orgel-Festwochen Junkersdorf“ feiert die Evangelische Dietrich-Bonhoeffer-Gemeinde Junkersdorf die Indienstnahme ihrer neuen Orgel aus der Werkstatt Muhleisen. Am Sonntag, 16. Oktober, 17 Uhr, gibt es dazu ein Konzert in der Dietrich-Bonhoeffer-Kirche, Birkenalle 20. Frank Stanzl (Orgel) und Paul Rhee (Trompete) tragen Werke von Antonio Vivaldi, Tomaso Albinoni und anderen vor. Der Eintritt kostet 15 Euro, ermäßigt 10 Euro.

www.junkersdorf.ekir.de

16.10.2022, 18:00
Evangelische Kirchengemeinde Bensberg
Kirche Kippekausen, Am Rittersteg 1, 51427 Bergisch Gladbach-Kippekausen
Pop-Konzert mit Sebastian Leins
„Bunt wie der Herbst – ruhige und fröhliche Songs für die Seele“

Der Singer-Songwriter Sebastian Leins präsentiert am Sonntag, 16. Oktober, 18 Uhr (Einlass 17.30 Uhr), begleitet von Andreas Hartwig (Gitarre), Eva Hümmer (Kontrabass) und Florian Flander (Schlagzeug), in der Zeltkirche Kippekausen, Am Rittersteg 1, eigene Songs in englischer Sprache. Das Konzert steht unter dem Motto „Bunt wie der Herbst – ruhige und fröhliche Songs für die Seele“. Der Eintritt ist frei, um eine Spende wird gebeten.

www.kirche-bensberg.de

18.10.2022, 19:00
Trinitatiskirche
Trinitatiskirche, Filzengraben 4, 50676 Köln
Johannes Brahms Liebesliederwalzer
Konzert in der Trinitatiskirche

Drei Stücke von Johannes Brahms kommen am Dienstag, 18. Oktober, 19 Uhr, bei einem Konzert in der Trinitatiskirche, Im Filzengraben 4, zu Gehör: Liebesliederwalzer Op. 52, Ungarische Tänze sowie Neue Liebesliederwalzer Op. 65. Ausführende sind Annabelle Heinen (Sopran), Marie Seidler (Mezzosopran), Alexander Tremmel (Tenor), Sebastian Seitz (Bariton), Gülru Ensari und Herbert Schuch ( beide Klavier). Der Eintritt kostet 15 Euro, ermäßigt 12 Euro.

www.trinitatiskirche-koeln.de

Text: Frauke Komander/APK
Foto(s): APK

Der Beitrag Wochentipps: Abschluss der Herbstsingwoche und Pop-Konzert „Bunt wie der Herbst“ erschien zuerst auf Evangelischer Kirchenverband Köln und Region.

„Den Menschen zugewandt“: Pfarrer Thomas Werner in Ruhestand verabschiedet

Am liebsten, so verrät Pfarrer Thomas Werner, hätte er alle 2500 Mitglieder der Gemeinde bei seiner Abschiedsfeier rund um die Bergisch Gladbacher Gnadenkirche begrüßt. Doch auch wenn nicht alle da sein konnten, um ihn bei dem fröhlichen Fest in den Ruhestand zu verabschieden, freute der Pfarrer sich über das „Lichter- und Sternenmeer an Menschen“, die gekommen waren, um seinen Dienst im Pfarrbezirk zu würdigen, mit ihm zu singen, zu tanzen oder die vielen Erinnerungen noch einmal aufleben zu lassen, die sich in drei gemeinsamen Jahrzehnten ergeben. Gäste aus der Kommunalpolitik, aus dem Evangelischen Krankenhaus Bergisch Gladbach, dessen Förderverein er angehört und aus der Gemeinde wurden persönlich von Pfarrer Werner begrüßt, jeder wurde mit einem herzlichen Lächeln bedacht.

„Rund um die Gnadenkirche war es immer lebendig“

Die stellvertretende Superintendentin, Pfarrerin Kerstin Herrenbrück, entpflichtete Pfarrer Werner mit Gebet und Segen von seinem Dienst und sprach Thomas Werner ihren Dank für seine jahrzehntelange Treue gegenüber der Gemeinde und der Kirche aus. „Du hast stets ein vielfältiges Zeugnis der Botschaft Gottes abgelegt. Rund um die Gnadenkirche war es immer lebendig. Es wurde viel bewegt und aufgebaut, du hast als Netzwerker und Seelsorger gewirkt.“

Am 1. Januar 1992 trat der Theologe seinen Dienst als Pfarrer an der Gnadenkirche an. Der 1. Pfarrbezirk umfasst die Stadtmitte Bergisch Gladbachs, Rommerscheid, Herrenstrunden und Teile von Sand. Trotzdem er damalige die Atmosphäre in seiner Gemeinde rückblickend als bürgerlich-konservativ definiert, war er sich aber auch bewusst, dass ihn eine große Offenheit willkommen hieß: „Die Bereitschaft, etwas Neues zu wagen, ein Umbruch war schon spürbar. Es gab eine aufgeschlossene Mitarbeiterschaft, die bereit war, im Respekt vor gewachsenen Strukturen, nach neuen Wegen, insbesondere in der Jugend- und Familienarbeit, zu suchen.“

Konzept „Kunst und Gnadenkirche“

Und es wurde viel Neues gewagt. Die Gnadenkirche entwickelte sich zu einem Ort der Kultur, aber auch der politischen Auseinandersetzung.  So entstand 1994 das Konzept „Kunst und Gnadenkirche“, das Künstlerinnen und Künstlern Raum für Aktionen und Performances gab. Im gleichen Jahr erfolgte die Gründung der Quirl-Initiative zur Förderung ökumenischer und kultureller Aktivitäten in Bergisch Gladbach, vier Jahre später eröffnete das Bistro „Quirl’s“. Das Fest der Religionen und Kulturen am Quirlsberg wurde zur Tradition, es gab Beratungen für wohnungslose Menschen, und als 2015 immer mehr Geflüchtete Zuflucht in Deutschland suchten, waren Pfarrer Werner und seine Mitarbeitenden sofort da, um schnell und unkompliziert zu helfen. Diese Hilfe gibt es auch jetzt wieder für die Menschen aus der Ukraine.

Als Seelsorger weiterhin ansprechbar

Wort und Tat zu verbinden, authentisch zu sein, glaubwürdig und den Menschen zugewandt, jeden voller Respekt zu begleiten – diese Ziele des Theologen passen gut zu den vielen Dingen, die er umgesetzt, angestoßen und begleitet hat.

Geboren wurde Pfarrer Werner 1957 in der Nähe von Johannesburg – noch heute verbindet ihn viel mit Südafrika, wird er nun erst einmal eine ausgedehnte Reise dorthin antreten. „Ich muss mich in Ruhe sortieren und schauen, was ich mit dem Ruhestand anfange“, sagt der 64-Jährige zur Begründung seiner Auszeit in Afrika. Denn einer Nachfolgerin oder einem Nachfolger wolle er nicht im Weg sein. Natürlich sei er als Seelsorger weiterhin ansprechbar, doch für Trauungen, Taufen oder Beerdigungen werde er nicht mehr zur Verfügung stehen, sagt er.

Mit ganzem Herzen Pfarrer

In der Rückschau betont er, er sei absolut am richtigen Platz und mit ganzem Herzen Pfarrer gewesen: „Mir war sehr schnell klar, dass es in der Evangelischen Kirche im Rheinland keine bessere Gemeindepfarrstelle für mich gibt!“

Und das, obwohl er als junger Mann zunächst den Wunsch hatte, als Arzt im Entwicklungsdienst seinen Platz zu finden. Ein Praktikum in Essen, bei Pfarrer Willi Overbeck, ließ ihn Gemeindeleben in Verbindung mit Kultur mit anderen Augen sehen. Das Theologiestudium absolvierte er in Heidelberg, Berlin und Bonn, das Vikariat in Köln-Deutz. Als Pastor im Sonderdienst engagierte er sich in Essen-Frohnhausen für Jugendliche aus sozialen Brennpunkten. 1992 kam er nach Bergisch Gladbach und ist nun einer von drei Pfarrern in der 250-jährigen Geschichte der Gemeinde, die „die 30 gerissen haben“, wie er lachend sagt.

Text: Katja Pohl
Foto(s): Matthias Pohl

Der Beitrag „Den Menschen zugewandt“: Pfarrer Thomas Werner in Ruhestand verabschiedet erschien zuerst auf Evangelischer Kirchenverband Köln und Region.

Herbstsingwoche des Kirchenkreises Köln-Süd „Let’s sing together“ startet nächste Woche

Im Vordergrund stehen das spielerische Entdecken und Weiterentwickeln der eigenen Stimme: Unter dem Motto „Let’s sing together“ findet die Herbstsingwoche des Kirchenkreises Köln-Süd ab der nächsten Woche statt. Kinder mit und ohne vorherige Chorerfahrung zwischen 7 und 12 Jahren singen mit. Zur Herbstsingwoche vom 10. bis 14. Oktober kommen auch Kinder, die sonst nie im Chor singen und können sich ausprobieren. In der Woche erarbeiten die Kinder, die Spaß am Singen haben und das gerne mit anderen gemeinsam machen, das Musical „Guckt mal über’n Tellerrand!“ von Kurt Enßle inklusive Sprechrollen, Bühnenbild und Kostümen.

Das Musical thematisiert unter anderem Gerechtigkeit und Gerechtigkeit der Güter. „Das Thema finden Kinder immer wichtig und denken selber darüber nach, wie die Welt gerechter sein könnte. Damit bildet das Stück eine super Grundlage auch für die nicht-musikalische Arbeit in der Woche“, beschreibt Kantorin Ruth Dobernecker. Die Kinder führen das Musical dann am Samstag, 15. Oktober, um 16 Uhr in der Melanchthonkirche, Bornheimer Straße 1a, 50969 Köln-Zollstock, auf.

Singen, Freizeit, Spiele und Ausflüge

Kantorin Ruth Dobernecker.

Natürlich kommen bei der Herbstsingwoche auch die gemeinsame Freizeit, Spiele und Ausflüge vor Ort nicht zu kurz. Die Woche wird geleitet von Ruth Dobernecker, Kirchenmusikerin in Brühl. Jugendmitarbeiter Jonah Engelhardt sorgt mit einem Team von Ehrenamtlichen für das Rahmenprogramm.

Ruth Dobernecker freut sich bereits sehr auf die Herbstsingwoche. Sie sagt: „Jede Herbstsingwoche für sich war besonders. Highlights sind definitiv die Aufführungen der Kindermusicals, die immer den Abschluss bilden.“ Zuletzt waren das 2018 „König David“ und 2019 „Das Apfelkomp(l)ott“, ein Stück, in dem es um Freund- und Feindschaft, Streit und Versöhnung ging. „Wenn es soweit ist, laufen am Ende der Woche die Fäden von Sprechrollen, Liedern, Choreographie, Instrumentalbegleitung, Bühnentechnik und Elternarbeit zusammen und alle geben ihr Bestes. Das ist jedes Mal wunderschön.“

www.kkk-sued.de

Text: APK
Foto(s): Tina Jacobs

Der Beitrag Herbstsingwoche des Kirchenkreises Köln-Süd „Let’s sing together“ startet nächste Woche erschien zuerst auf Evangelischer Kirchenverband Köln und Region.

Kirche2go fragt: Dürfen Christinnen und Christen wütend sein?

Kirche2go fragt: Dürfen Christinnen und Christen wütend sein? Pfarrerin Laura Kadur gibt zu: Sie ist oft wütend, zum Beispiel über die über die Ungerechtigkeit dieser Welt. Viele Menschen reagieren dann verwundert und fragen sie, ob sie denn überhaupt wütend sein darf. Was Laura Kadur daraufhin erwidert und ob Jesus auch mal wütend war, das erfahren Sie in dieser Kirche2go-Folge.

Weitere Videos? Dann abonnieren Sie unseren Youtubekanal: www.youtube.com/kirchekoeln

Hier der Text zum Nachlesen:

Darf man als Christ eigentlich wütend sein? Ich muss ganz ehrlich sagen, ich bin total oft wütend – über die Ungerechtigkeit dieser Welt, wie Menschen miteinander umgehen. Da gibt es ganz viele Situationen, auch zum Beispiel im Alltag – im Supermarkt oder wenn mir jemand den Parkplatz wegnimmt. Da bin ich richtig wütend. Jetzt bin ich aber auch Christin und natürlich fragen mich manche Leute: „Darfst du eigentlich wütend sein? Ich meine, du kennst das doch mit dem, wenn du auf die eine Wange geschlagen wirst, halte auch die andere hin, und eigentlich seid ihr doch eine friedfertige Religion.“ Na ja, schon schwierig. Also, ich sage immer, wenn Jesus Tische schmeißen konnte, dann darf ich auch wütend sein. Ich glaube, dass wir als Christinnen und Christen noch mal besonders gehalten sind, zu reflektieren, wo kommt eigentlich unsere Wut her? Woher ist die geleitet und gibt es nicht auch andere Möglichkeiten auf diese Wut zu reagieren. Andererseits ist Wut total gesund. Menschen, die ganz viel in sich rein fressen zum Beispiel, die sind ganz schön vergrämt und mit denen ist es auch echt schwierig zu sprechen. Deshalb würde ich sagen, Wut ist was total Gesundes. Wir kriegen das vorgelebt von Jesus und deshalb: Seid ruhig wütend, aber seit produktiv wütend dabei! Wut ist gesund – auch als Christin und als Christ.

Text: APK
Foto(s): APK

Der Beitrag Kirche2go fragt: Dürfen Christinnen und Christen wütend sein? erschien zuerst auf Evangelischer Kirchenverband Köln und Region.