Evangelische TelefonSeelsorge Köln ist rund um die Uhr da – auch an Weihnachten

Gerade in der Weihnachtszeit, wenn sich viele Menschen nach Nähe und Austausch sehnen, kann es besonders wohltuend sein, mit anderen Menschen zu sprechen und das auszusprechen, was einen belastet oder bedrückt. In solchen schwierigen Lebenssituationen kann die Evangelische TelefonSeelsorge Köln eine wichtige Anlaufstelle sein. Hier finden Ratsuchende Menschen, die ihnen zuhören, Verständnis zeigen und mit ihnen gemeinsam nach Lösungen suchen. Egal, ob es um persönliche Fragen, Probleme oder Ängste geht, die freiwilligen Mitarbeitenden der TelefonSeelsorge nehmen sich Zeit für jedes Anliegen und bieten anonyme Beratung an.

Besonders an Heiligabend, den Weihnachtsfeiertagen und auch danach steht die TelefonSeelsorge rund um die Uhr zur Verfügung, um Menschen in einsamen Momenten beizustehen und ihnen eine offene und einfühlsame Gesprächspartnerin oder Gesprächspartner zu bieten. Die kostenfreie und anonyme Erreichbarkeit unter den Telefonnummern 0800 1110111 und 0800 1110222 macht es leicht, Hilfe in Anspruch zu nehmen und seine Gedanken und Sorgen zu teilen. Niemand muss alleine sein, denn die Evangelische TelefonSeelsorge Köln ist da, um Menschen in schwierigen Zeiten beizustehen und ihnen eine unterstützende Hand zu reichen.

Telefonnummer

Erreichbar ist die Telefonseelsorge unter 0800 1110111 und 0800 1110222 (kostenfrei und anonym).

Text: APK
Foto(s): APK

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Unser Adventskalender: Das sind wir! Öffnen Sie das 23. Türchen mit Sebastian Baer-Henney und Inga Waschke

 Unser Adventskalender 2024: Das sind wir! ⭐ Evangelisch in Köln und Region – dahinter stehen engagierte Köpfe, die sich mit Herz und Leidenschaft für die Menschen vor Ort einsetzen.  Hinter jedem Türchen steckt eine andere Geschichte. Lassen Sie uns gemeinsam die Freude und das Licht der Vorweihnachtszeit teilen! Pfarrer Sebastian Baer-Henney und Pfarrerin Inga Waschke vom Segensbüro Haetzjeföhl stehen hinter dem 23. Türchen:

Herr Baer-Henney, wofür sind Sie mit Blick auf das Jahr 2024 besonders dankbar?

Sebastian Baer-Henney: 2024 war für mich das Jahr des Aufbruchs. Ein weiteres Mal geht die Kirche neue Wege – und ein weiteres Mal darf ich Teil davon sein. Das ist verbunden mit einem Bündel an Geschenken: dem Beschluss zur Gründung des Segensbüros. Einem wunderbaren Team. Einem Erscheinungsbild, das Kirchenferne anspricht. Austausch mit Gemeinden. Erste Events. Ja, es war ein Jahr der Geschenke.

Worauf freuen Sie sich mit Blick auf das Jahr 2025?

Sebastian Baer-Henney: 2025 wird es weiter in die Zukunft gehen. Ganz sichtbar, mit einem eigenen Laden. Ganz fühlbar, mit neuen Formaten. Ganz nahbar, mit individueller Begleitung. Und hoffentlich ganz unerwartet, weil unsere Arbeit ein Prozess ist, der auch ganz unerwartet mal nach links oder nach rechts abbiegt, eben dahin, wo die Menschen gerade stehen.

Haben Sie eine besondere Advents- oder Weihnachtstradition?

Sebastian Baer-Henney: Weihnachtsorte. Ich brauche das Krippenfeeling. Nicht zu hell. Irgendwie heilig. Gottesdienstlich gerne draußen im Veedel – wir feiern Heiligabend immer auf der Straße. Die Begegnung mit den Menschen, das ist schön, und eben auch irgendwie heilig. Singen am Rhein. Glühwein in der Faust. Und dann spätabends nochmal dasitzen. Und alles sacken lassen, was an Heiligabend so passiert ist. Da wird es zeitlos. Das tut mir gut.

Frau Waschke, wofür sind Sie mit Blick auf das Jahr 2024 besonders dankbar?

Inga Waschke: Ich bin besonders dankbar dafür, dass ich 2024 als Pfarrerin viele verschiedene Arbeitsbereiche kennengelernt und mit wirklich tollen Teams zusammengearbeitet habe: Ich habe als Gemeindepfarrerin in der Hoffnungsgemeinde im Kölner Norden gearbeitet – super Pfarrteam und herzliche Menschen in Worringen und Chorweiler. Als Religionsjournalistin hab ich im WDR gearbeitet – der öffentlich-rechtliche Blick auf Religionen war klasse und das Redaktionsteam vom ersten Tag an so lieb! Dann hab ich als Pfarrerin im Ev. Rundfunkreferat begonnen: ein fittes Team für die Verkündigung im Radio – die Arbeit ist für mich enorm bereichernd. Und als Leitung bin ich nun im Segensbüro: ein vielfältiges Team für vielfältige Aufgaben mit so richtig viel Kreativpower. Was für eine Vielfalt im Pfarrberuf 2024!

Was wünschen Sie sich für das Jahr 2025?

Inga Waschke: Ich wünsche mir für 2025 weniger Krisen, weniger Krieg, weniger Hass, sondern mehr Hoffnung, mehr Toleranz, mehr Miteinander: Damit die Liebe gewinnt, wie Brings es treffend singt.

Was ist Ihr liebstes Weihnachtsessen?

Inga Waschke: Garnelen-Lachs-Nudeln mit Knoblauchsahne und Süßigkeiten zum Abwinken. Der Absackerschnaps muss sich ja auch lohnen!

Text: Sebastian Baer-Henney und Inga Waschke/APK
Foto(s): Sebastian Baer-Henney und Inga Waschke/APK

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Unser Adventskalender: Das sind wir! Öffnen Sie das 22. Türchen mit Holger Reiprich

🎄Unser Adventskalender 2024: Das sind wir! ⭐ Evangelisch in Köln und Region – dahinter stehen engagierte Köpfe, die sich mit Herz und Leidenschaft für die Menschen vor Ort einsetzen. 🕯 Hinter jedem Türchen steckt eine andere Geschichte. Lassen Sie uns gemeinsam die Freude und das Licht der Vorweihnachtszeit teilen! Holger Reiprich, Pfarrer bei der Feuerwehr- und Notfallseelsorge des Evangelischen Kirchenverbands Köln und Region, steht hinter dem 22. Türchen:

Welche Person oder welches Ereignis hat Sie in diesem Jahr inspiriert?

Holger Reiprich: Mit diesem Foto des Rettungsringes haben wir für den NRW-Tag ein Plakat der Notfallseelsorge gestaltet. Mich hat dieses Foto „gepackt“: Es hat mir gezeigt, dass wir bisweilen in unsicheren Gewässern unterwegs sind und manchmal – oder oft? – auch Stürmen und hohen Wellen ausgesetzt sind. Aber in diesen Zeiten und Umständen trägt Gott uns und wir gehen nicht unter – bei Jesaja heißt es: „Wenn du durch Wasser gehst, will ich bei dir sein, und wenn du durch Ströme gehst, sollen sie dich nicht ersäufen“ (Jesaja 43, Vers 2)

Was wünschen Sie sich für das Jahr 2025?

Holger Reiprich: Sehr bewegt hat mich ein Geburtstagsgruß eines Feuerwehrmannes: „Ich vermag alles durch den, der mich mächtig macht.“ Dieses Wort aus dem Philipperbrief gibt mir Kraft und Gelassenheit. Dies wünsche ich für das Jahr 2025 den Einsatzkräften, den Menschen in Not, unseren Mitarbeitenden und natürlich meinen Lieben.

Haben Sie eine besondere Weihnachtstradition?

Holger Reiprich: Mir ist es wichtig, am Heiligabend eine Feuer- oder Rettungsdienstwache zu besuchen. An diesem besonderen Tag bei den Menschen zu sein, die auf ihre Familien verzichten und ihre persönlichen Belange zugunsten der in Not geratenen Menschen in den Städten und Gemeinden in Köln, im Rheinisch-Bergischen Kreis und im Rhein-Erft-Kreis zurückstellen, ist ein Zeichen des Dankes und der Würdigung.

Text: Holger Reiprich/APK
Foto(s): Holger Reiprich/APK

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Lebendiger Adventskalender in Pulheim: Fenster öffnen Herzen

Seit Anfang Dezember verleiht die Evangelische Kirchengemeinde Pulheim der Stadt ein besonderes adventliches Flair. Mit ihrem Lebendigen Adventskalender sorgt sie dafür, dass viele Straßen festlich erstrahlen. Ein vorweihnachtliches Projekt, das Gemeinschaft schafft und Fenster in besondere Kunstwerke verwandelt.

Ein Fenster, ein Treffpunkt

Pfarrer Johannes Böttcher erklärt das Prinzip des Lebendigen Adventskalenders: „Menschen aus der Gemeinde erklären sich bereit, ein Fenster besonders adventlich zu schmücken. An einem festgelegten Tag im Advent wird dieses Fenster feierlich geöffnet – ein Moment, der Nachbarn, Freunde und Interessierte zusammenbringt. Das bis dahin versteckte Fenster bleibt nach der Eröffnung für die ganze Adventszeit sichtbar.“

Ein Projekt mit Tradition

Bereits seit über zehn Jahren ist der Lebendige Adventskalender ein fester Bestandteil der Adventszeit in Pulheim. Pfarrer Böttcher erinnert sich: „Es ist schön zu sehen, dass viele Ältere dabei bleiben und immer wieder Neue hinzukommen. Gerade der Austausch mit den Nachbarn macht diesen besonderen Kalender so wertvoll. Für viele ist er einfach Teil des Advents.“

Kunstvolle Fenster und bunte Abende

Von Montag bis Freitag öffnet sich in der Adventszeit jeweils ein neues Fenster. Die Fenster sind dabei so unterschiedlich wie die Menschen, die sie gestalten. Eines beeindruckte besonders: „Es gab ein Fenster, das in bunten Farben leuchtete. Es war ein großes Fenster und sah in der Dunkelheit einfach beeindruckend aus. Plötzlich wurde die ganze Straße in Farben getaucht – ein magischer Moment.“

Begegnungen und Gemeinschaft

Die Gestaltung der Fenster ist frei, eine Zahl am Fenster sorgt jedoch für Orientierung. Kleine Feiern mit Gesang gehören dazu, Liederhefte bringt Pfarrer Böttcher stets mit. Auch zufällige Passanten sind willkommen: „Es hat einen schönen Effekt: Menschen gehen vorbei, sehen das geschmückte Fenster und fragen sich: „Warum ist das so besonders?“ So kommt man ins Gespräch über die Gemeinde und die Adventszeit.“

Einladung zum Adventsspaziergang

Auch wenn die feierlichen Eröffnungen für dieses Jahr bereits stattgefunden haben, laden viele der geschmückten Fenster weiterhin zu einem Spaziergang durch Pulheim ein. Wer sich auf die Suche machen möchte, findet eine Liste der Adressen auf der Website der Gemeinde unter www.kirche-pulheim.de im Bereich „Aktuelles“.

Der Lebendige Adventskalender ist mehr als nur eine Tradition: Er öffnet nicht nur Fenster, sondern auch Herzen und Türen – für Begegnung, Austausch und eine gemeinsame Adventsfreude.

www.studioeck.de/podcast

Text: Sammy Wintersohl/APK
Foto(s): Sammy Wintersohl/APK

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Unser Adventskalender: Das sind wir! Öffnen Sie das 21. Türchen mit Michael Miehe

 Unser Adventskalender 2024: Das sind wir! ⭐ Evangelisch in Köln und Region – dahinter stehen engagierte Köpfe, die sich mit Herz und Leidenschaft für die Menschen vor Ort einsetzen.  Hinter jedem Türchen steckt eine andere Geschichte. Lassen Sie uns gemeinsam die Freude und das Licht der Vorweihnachtszeit teilen! Michael Miehe, Synodalassessor Evangelischer Kirchenkreis Köln-Süd, steht hinter dem 21. Türchen:

Welches war für Sie das wichtigste Projekt oder das wichtigste Ereignis im vergangenen Jahr?

Michael Miehe: Das wichtigste Projekt im Jahr 2024 war für mich die Anbahnung der Fusion der drei Kirchengemeinden Rodenkirchen, Rondorf und Sürth-Weiß, bei der wir uns gerade auf eine gemeinsame Ausschreibung von Pfarrstellen im Jahr 2025 geeinigt haben.

Was wünschen Sie sich für das Jahr 2025?

Michael Miehe: Für 2025 wünsche ich mir, dass wir als Kirche in Köln die notwendigen Veränderungen gemeinsam und in gegenseitiger Wertschätzung vorantreiben.

Welches ist Ihr liebstes Weihnachtslied?

Michael Miehe: „O du fröhliche“ am Ende der Gottesdienste am Heiligen Abend, gesungen von vielen Stimmen – das ist mein persönliches Weihnachts-Highlight.

Text: Michael Miehe/APK
Foto(s): Michael Miehe/APK

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Unsere Archivale für Dezember: Weihnachtspredigt von Pfarrer Georg Fritze 1937

Der rote Pfarrer von Köln, unter diesem Namen ist Georg Fritze weit über die Stadtgrenzen hinaus bekannt. 1916 kommt der gebürtige Madgeburger ins Rheinland und übernimmt eine Pfarrstelle in der evangelischen Gemeinde Köln. 1919 tritt er in die SPD ein und setzt sich für die Belang religiöse Sozialisten ein. Dies bringt ihm immer wieder Kritik ein. 1933 als die Mehrheit im Presbyterium seiner Gemeinde die Deutschen Christen bilden, treten Konflikte und Schwierigkeiten immer mehr in den Vordergrund. Insbesondere Fritzes offen geäußerte kritische Haltung gegenüber der nationalsozialistischen Ideologie, die in seinen Augen nicht vereinbar ist mit den christlichen Werten und seiner Weigerung einen Eid auf Hitler zu schwören, führen  letztendlich zum Bruch mit dem Presbyterium und zur Entlassung Fritzes aus seinem Amt (1938).

Während seiner Amtszeit veröffentlicht Fritze immer wieder Artikel in verschiedenen Zeitschriften und hält öffentliche Vorträge bspw. im Gürzenich, die immer gut besucht sind. Er äußert sich kritisch zum   Zeitgeschehen und verweist immer wieder auf die Unvereinbarkeit mit dem christlichen Glauben.

Zu Weihnachten 1937 hält Fritze eine Predigt, die unter dem Bibelwort Jes. 9,1,5 steht „Das Volk, das im Finstern wandelt (…)“. Für Fritze ist damit nicht ein bestimmtes Volk zu einer bestimmten Zeit gemeint wie bspw. das russische Volk, das gegenwärtig (1937) unter den Gräueltaten der Bolschewiki zu leiden hat, die tausende von Menschen verfolgen und hinrichten. Im Deutschen Reich werden zur gleichen Zeit Gräueltaten an Juden, politischen Gegnern und potentiellen Regimegegnern verübt. Sie werden verfolgt, verhaftet, in Konzentrationslager verschleppt und ermordet.

Aus dieser Finsternis, so Fritze, weißt Gott durch die Geburt Jesu zu Weihnachten den Weg. Die Menschen sollen sich der Botschaft Gottes öffnen und erkennen, dass Gott allein Kraft, Rat und Frieden bedeutet. Keine Versprechungen bspw. Wohlstand und Macht, die durch Ideologen der Bevölkerung versprochen werden, können zu einem guten Leben führen. Nur die Treue, das Vertrauen und die Liebe Gottes können den Menschen frei machen.

Der Einsatz und Kampf für die christlichen Werte gegen das NS Regime haben bereits engagierte Pfarrer wie Martin Niemöller ins Konzentrationslager gebracht. Der unermüdliche Einsatz dieser Menschen für die christliche Botschaft soll Zeugnis davon ablegen, dass die „Gemeinschaft mit Gott“ in seiner Gnade begründet ist und nicht von außen zerstört werden kann. Fritze appelliert an die Zuhörenden vor dem begangenen Unrecht nicht die Augen zu verschließen bzw. sich von den Illusionen blenden zu lassen, sondern das Unrecht zu erkennen und für christliche Werte einzustehen, so dass die Tyrannei überwunden werden kann.

Georg Fritze erlebt den Beginn des Zweiten Weltkrieges und das Ende des Dritten Reiches nicht. Er stirbt am 03.01.1939.

Die Archivale wird im Haus der evangelischen Kirche im Original ausgestellt. Kommen Sie gerne vorbei. Gerne stellt Ihnen das Team des Archivs des EKV weitere Materialien zu bspw. Georg Fritze oder Kirchenkampf für eigene Recherchen zur Verfügung.

Bestand NL G. Fritze, Nr.5

Eine Übersicht der vergangenen Artikel finden Sie hier:

Text: Stefanie Sternemann
Foto(s): Stefanie Sternemann

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Kirche2go fragt: Woher kommt das Christkind?

Kirche2go fragt: Woher kommt das Christkind? In vielen Bildern wird das Christkind als blond gelocktes Kind mit weißem Kleid dargestellt. Ob das Christkind eher an das Jesuskind oder an einen kleinen Engel erinnern soll, ist nicht mehr nachzuvollziehen. Seit dem 16. Jahrhundert wird das Christkind erwähnt. Wie sich der Brauch entwickelte, wird in diesem Video beantwortet.

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Der gesamte Text zum Nachlesen:

Woher kommt das Christkind? Schon im Mittelalter erhielten Kinder am Nikolaustag, dem 6. Dezember, Geschenke. Oft waren dies nur ein Apfel oder eine Nuss, denn viele Menschen waren sehr arm. Da bei den Protestantinnen und Protestanten keine Heiligen verehrt werden – auch nicht der Sankt Nikolaus – brauchte man eine alternative Figur, die den Kindern Geschenke brachte. Seit dem 16. Jahrhundert ist dies das Christkind. Im Laufe der Jahrhunderte wandelte sich dieser Brauch. Die Bescherung verlagerte sich vom 6. Dezember auf den Heiligabend und so rückte die Geburt Jesu stärker in den Vordergrund. In vielen Bildern war das Christkind als blond gelocktes Kind mit weißem Kleid dargestellt. Ob nun das Christkind eher an das Jesuskind oder an einen kleinen Engel erinnern soll, ist nicht mehr nachzuvollziehen. Fest steht nur, dass seit vielen Jahren unzählige Kinder Briefe an das Christkind schreiben und so ihre Weihnachtswünsche mitteilen. Wenn dann ein Wunsch in Erfüllung geht, freuen sie sich und ihre Augen strahlen, wenn der Brief vom Christkind beantwortet wurde.

Text: APK
Foto(s): APK

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ARD-Weihnachtsgottesdienst kommt aus Nippes – mit Pfarrerin Miriam Haseleu

Die Evangelische Kirchengemeinde Köln-Nippes feiert den vierten Advent am Sonntag, 22. Dezember, 16 Uhr, einmal anders: In der Lutherkirche, Siebachstraße 85/Merheimer Straße 112, findet die Aufzeichnung des ARD-Weihnachtsgottesdienstes statt. Ausgestrahlt wird der Gottesdienst am Dienstag, 24. Dezember, 16 Uhr, im Programm „Das Erste“.

Pfarrerin Miriam Haseleu.
Pfarrerin Miriam Haseleu.

Der Weihnachtsgottesdienst wird festlich gestaltet mit schönen Liedern, Texten, Impulsen und besonderer Musik. Pfarrerin Miriam Haseleu wirkt gemeinsam mit Schülerin Mia Kamps (Liturgie) und Jugendlichen, die einen Ausschnitt aus dem diesjährigen Weihnachtsstück der Konfirmandinnen und Konfirmanden zeigen, mit.

„Die Nacht, in der alles möglich ist“

Ein Freitagnachmittag im Dezember, eine Gruppe Jugendlicher trifft sich in der Lutherkirche zur Probe. Vor dem Altar üben sie unter den Augen von Schauspielerin Johanna Reinders eine Szene aus dem diesjährigen Weihnachtsstück, die auch im Fernsehgottesdienst gezeigt werden soll. Sie spielt in der Straßenbahn – einem dieser Orte, an denen viele Menschen sein können und doch jeder für sich einsam. „Einsamkeit“ war auch der erste Arbeitstitel für den Gottesdienst. „Wir suchen in der Weihnachtsgeschichte damals wie heute nach Motiven, wo Einsamkeit eine Rolle spielt“, sagt Miriam Haseleu. Denn Einsamkeit wird gerade Weihnachten spürbar, womöglich auch bei vielen Zuschauenden vor den Fernsehbildschirmen. Der Gottesdienst unter dem Titel „Die Nacht, in der alles möglich ist“ will Gemeinschaft in der Einsamkeit stiften und dabei Gottes Stärkung erfahrbar machen.

Viele Jugendliche sind in die Vorbereitungen eingebunden

Knapp 40 Menschen sind seit dem Herbstbeginn mit den Vorbereitungen beschäftigt, ein Großteil von ihnen Jugendliche. Mia Kamps zum Beispiel übernimmt die Liturgie. Die 17-jährige Gymnasiastin unterscheidet zwischen „guter“ und „schlechter“ Einsamkeit: „Gut ist, wenn man mal mit sich allein sein möchte.“ Aber schlecht wird es für sie, wenn das Alleinsein nicht gewollt ist, wenn Menschen sich aus dem Weg gehen und einander nicht mehr wahrnehmen. „Einsam sind Menschen, die eine Diskrepanz erleben zwischen ihrem Wunsch nach sozialen Kontakten und der Realität ihrer sozialen Kontakte“, sagt Pfarrerin Haseleu. Und das gelte auch für die vielen, die in die sozialen Netzwerke eingebunden seien. Der Clou der Weihnachtsgeschichte aus dieser Perspektive: wie die einsame Berufsgruppe der Hirten dazu bewegt wird, etwas zu tun, das Licht in ihr Leben bringt. „Wir wünschen uns sehr, dass diese Kettenreaktion eine Inspiration sein kann.“

Auch die Musik erzählt Geschichten

Inspiration sollen nicht nur Szenen, eine speziell dafür angefertigte Rollkulisse und die Texte bieten, sondern auch die Musik. Pio Fayner (24), Theologiestudent, Komponist und Toningenieur, hat die musikalische Leitung und zusammen mit Ben Süverkrüp die Arrangements der Weihnachtslieder übernommen. „Musik hat immer etwas Bewegendes. Sie erzählt viele Geschichten und lässt einen selbst viele Geschichten erzählen.“ Beim Gottesdienst werden ein neu zusammengestelltes Gesangsquartett und ein schon länger eingespieltes Streichquartett an dieser musikalischen Erzählung mitwirken.

Besonderer Song konnte nicht mehr untergebracht werden

Mitwirken wird auch Schnuffi, ein lebensgroßer Stoffhund. In der Spielszene heißt er allerdings Bronko. Und weil der Fernsehgottesdienst ja bereits am 4. Advent unter Beteiligung der Gemeinde aufgezeichnet wird, muss für Heiligabend in der Lutherkirche noch eine weitere Christvesper vorbereitet werden. „Wir knüpfen an das Thema an“, stellt Miriam Haseleu in Aussicht. Und einen besonderen Song wird es auch geben – er konnte im Fernsehgottesdienst nicht mehr untergebracht werden.

Die Plätze sind bereits ausgebucht.

www.lutherkirche-nippes.de

Text: APK
Foto(s): APK/Canva

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Unser Adventskalender: Das sind wir! Öffnen Sie das 20. Türchen mit Guido Stephan

 Unser Adventskalender 2024: Das sind wir! ⭐ Evangelisch in Köln und Region – dahinter stehen engagierte Köpfe, die sich mit Herz und Leidenschaft für die Menschen vor Ort einsetzen.  Hinter jedem Türchen steckt eine andere Geschichte. Lassen Sie uns gemeinsam die Freude und das Licht der Vorweihnachtszeit teilen! Guido Stephan, Geschäftsführung Antoniter Siedlungsgesellschaft mbH im Evangelischen Kirchenverband Köln und Region, steht hinter dem 20. Türchen:

Wofür sind Sie mit Blick auf das Jahr 2024 besonders dankbar?

Guido Stephan: Das Jahr 2024 war in der Immobilienwirtschaft ein besonders herausforderndes Jahr. Ein Jahr mit sehr viel Unsicherheit. Es fehlt eine klare, eindeutige Linie, an der wir uns orientieren können. Mit den zur Zeit bestehenden Rahmenbedingungen kann die Schaffung von dringend benötigten bezahlbaren Wohnraumes für breite Bevölkerungsschichten nicht gelingen. Dankbar bin ich, dass mit Freude und der nötigen Kraft und meinem Team die Aufgaben bewältigen konnte. In 2024 war das schönste Ereignis, dass ich zum ersten Mal Großvater geworden bin.

Was wünschen Sie sich für das Jahr 2025?

Guido Stephan: 2025 wird ein besonders Jahr für die ASG. In dem Jahr müssen wir unseren Klimapfad final festlegen und überlegen, wie wir das alles überhaupt finanziert bekommen. Mich treibt die Sorge um, dass die meist ideologische gewollten Ziele nicht realisierbar sind und uns alle überfordern werden und im Ergebnis dadurch der soziale Frieden gefährdet ist. Für 2025 wünsche ich mir, dass endlich wieder Frieden auf dieser Erde herrscht.

Haben Sie eine besondere Weihnachtstradition?

Guido Stephan: Diesmal wird eine Tradition „gebrochen“, denn wir werden erstmalig den Heiligabend bei unseren Kindern, mit Enkelkind verbringen. Bisher spielte sich alles sonst bei uns zu Hause ab. Darauf und auf den traditionellen Heringssalat freue ich mich.

Text: Guido Stephan/APK
Foto(s): Guido Stephan/APK

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Unser Adventskalender: Das sind wir! Öffnen Sie das 19. Türchen mit Sammy Wintersohl

 Unser Adventskalender 2024: Das sind wir! ⭐ Evangelisch in Köln und Region – dahinter stehen engagierte Köpfe, die sich mit Herz und Leidenschaft für die Menschen vor Ort einsetzen.  Hinter jedem Türchen steckt eine andere Geschichte. Lassen Sie uns gemeinsam die Freude und das Licht der Vorweihnachtszeit teilen! Sammy Wintersohl, Leiter Presse und Kommunikation, Evangelischer Kirchenverband Köln und Region, steht hinter dem 19. Türchen:

Wofür sind Sie 2024 besonders dankbar gewesen?

Sammy Wintersohl: Seit gut einem Jahr arbeiten wir an dem Konzept und der Umsetzung der Kampagnen zur Mitgliederbindung. Anfang November war es dann endlich so weit: Die ersten Briefe und Karten wurden an die Zielgruppe verschickt und die neue Internetseite www.kirche.me ist online. Darüber freue ich mich sehr und bin dankbar, dass wir dieses wichtige Projekt zusammen mit den Gemeinden auf den Weg bringen durften.

Worauf freuen Sie sich in 2025?

Sammy Wintersohl: Im nächsten Jahr werden die Kampagnen zur Mitgliederbindung weiter gehen. Im Sommer 2025 planen wir eine Befragung von den angeschriebenen Mitgliedern unserer Kirche. Hier bin ich sehr gespannt auf die Ergebnisse und wie die Reaktionen auf die vielen Briefe und unsere neue Internetseite zur Mitgliederbindung ausfallen wird.

Wenn Sie dieses Jahr nur ein einziges Weihnachtslied hören dürften, welches wäre es?

Sammy Wintersohl: Dies wäre das wunderschöne und alte Weihnachtslied „Oh du Fröhliche“. Es fasst für mich das vergangene Jahr zusammen und erinnert daran, was im Leben wirklich wichtig ist: „Christ ist erschienen, uns zu versühnen: Freue, freue dich, o Christenheit!“

Text: Sammy Wintersohl/APK
Foto(s): Sammy Wintersohl/APK

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