Zwei Zeitkapseln offenbart: Historische Dokumente zeigen die Visionen der evangelischen Jugendarbeit und Frauenbildung in Köln

Heute wurden vom Gelände der Melanchthon-Akademie, der Evangelischen Familienbildungsstätte und des Evangelischen Jugendreferates in Köln zwei Depositorien (Zeitkapseln) zusammen mit den Grundsteinen der ehemaligen Gebäude geborgen und feierlich geöffnet. Auf dem Grundstück, wo derzeit ein Rückbau stattfindet, wird künftig der neue Campus Kartause entstehen. Diese Entdeckungen werfen ein spannendes Licht auf die Geschichte und die ursprünglichen Bestrebungen der evangelischen Kirche in Köln.

Zeitkapsel der Hauses der evangelischen Jugend

Die erste Zeitkapsel stammt aus dem Jahr 1960 und wurde bei der Grundsteinlegung eines Hauses der evangelischen Jugend im Kirchenkreis Köln vergraben. Der Text aus dieser Kapsel beschreibt die Vision für ein Haus, das als Heimat für die evangelische Jugend der ganzen Synode dienen sollte.

Es sollte ein Ort der Begegnung sein, an dem junge Menschen in Freiheit und Vorurteilslosigkeit ihre Verantwortung für Kirche und Gesellschaft entdecken können. Das Gebäude sollte sowohl Raum für ernste Arbeit als auch für heiteres Spiel bieten, stets getragen vom Geist Jesu Christi, der als Geist der Großzügigkeit, Klarheit und Wahrheit beschrieben wird.

Die Initiatoren hofften, dass von diesem Haus keine Spaltung, sondern Sammlung und Sendung ausgehen würde. Als Segenswunsch für die zukünftige Arbeit zitierten sie 1. Chronik 17,27: „Nun hebe an, zu segnen das Haus deines Knechtes; denn was du, Herr, segnest, das ist gesegnet ewiglich.“

 

Zeitkapsel der Evangelischen Mütterschule in Köln

Die zweite Zeitkapsel, die aus dem Jahr 1961 stammt, wurde bei der Grundsteinlegung der Evangelischen Mütterschule in Köln vergraben. Diese Schule, gegründet vom Evangelischen Frauenbildungswerk im Kirchenkreis Köln, war dazu bestimmt, Frauen und Mädchen in ihren mütterlichen Gaben und Aufgaben zu fördern.

In einer Zeit, die durch die Hast des Berufslebens und Zukunftsängste geprägt war, sollte dieses Haus dazu beitragen, die Familie als Hort rechter Gottesfurcht und Frömmigkeit zu stärken. Der Text aus der Kapsel drückt die Dankbarkeit gegenüber dem Kirchenkreis, dem Land und der Stadt Köln aus, die den Bau des Hauses ermöglichten.

Der Segenswunsch, der dem Gebäude mitgegeben wurde, lautet aus 2. Korinther 9,8: „Gott aber kann machen, dass allerlei Gnade unter euch reichlich sei, dass ihr in allen Dingen volle Genüge habt und reich seid zu allerlei guten Werken.“

 

Die Bergung dieser beiden Zeitkapseln ist nicht nur ein historisches Ereignis, sondern auch ein Rückblick auf die Werte und Ziele, die die evangelische Kirche in Köln in den 1960er Jahren verfolgte. Während das Gelände nun für den neuen Campus Kartause umgestaltet wird, erinnert diese Entdeckung daran, wie wichtig es bereits war, Orte der Gemeinschaft, Bildung und geistlichen Stärkung zu schaffen.

Grundstein: Haus der evangelischen Jugend – 1960
Grundstein: Ev. Mütterschule in Köln – 1961

 

 

 

 

 

 


Transkribierter Text aus Depositorium des Hauses der evangelischen Jugend

Dieses Haus der evangelischen Jugend erbaut vom Kirchenkreis Köln, großzügig gefördert von der Stadt Köln und dem Land Nordrhein-Westfalen, soll der evangelischen Jugend unserer ganzen Synode eine Heimat bieten.

Evangelische Jugendarbeit in ihrer ganzen Vielfalt soll sich hier treffen.
Unter einem Dach soll vereinigt sein, was der Zurüstung und der Muße dient, ernste Arbeit ebenso wie heiters Spiel.
Junge Menschen sollen hier ihr eigenes Leben finden.
Ihre eigensten Anliegen sollen zur Sprache kommen.
In Freiheit und Vorurteilslosigkeit in ihre Verantwortung für Kirche und Öffentlichkeit sollen sie hineinwachsen.
Alles Leben soll getragen sein von dem Geist Jesu Christi, der ein Geist der Großzügigkeit und Weite, aber auch der Klarheit und Wahrheit ist.
Darum soll von diesem Hause nicht seltenheiten Spaltungen und Zerstreuung, sondern Sammlung und Sendung ausgehen.
Die Losung des Tages der Grundsteinlegung sei aller zukünftigen Arbeit in diesem Haus eine freundliche Verheißung:
“Nun hebe an, zu segnen das Haus deines Knechtes; denn was du, Herr, segnest, das ist gesegnet ewiglich.

1. Chronik 17,27 – Köln, den 8. Juli 1960

 


Transkribierter Text aus Depositorium der Evangelischen Mütterschule in Köln

Im Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes

Am 3. November, im Jahre des Herrn 1961, drei Tage nach dem Reformationsfest, als Heinrich Lübke Präsident der Bundesrepublik, Dr. Konrad Adenauer Bundeskanzler, Dr. Franz Weyer, Ministerpräsident des Landes Nordrhein-Westfalen, Theo-Burauen Oberbürgermeister der Stadt Köln war, als Präses D. Kurt Scharf den Rat der Evangelischen Kirche in Deutschland leitete, Professor D. Dr. Joachim Beeckmann Präses der Evangelischen Kirche im Rheinland war, und Hans Enke als Superintendent der Synode Köln vorstand

hat das Evangelische Frauenbildungswerk im Kirchenkreis Köln mit Gottes Hilfe den Grundstein zur – Evangelischen Mütterschule – in Köln gelegt.

Nachdem bereits seit dem 1. Oktober 1956 das Evangelische Frauenbildungswerk im Kirchenkreis Köln unter Leitung seiner 1. Vorsitzenden, Frau Irmgard Martin, eine Mütterschule in den Räumen der Evangelischen Kirchengemeinde Köln unter Leitung von Frau Luise Corneleius eingerichtet hatte, kann nunmehr der Mütterschule ein eigenes Haus gegeben werden.

Wir leben in einer Zeit, in der die Familie als Hort rechter Gottesfurcht und wahrer Frömmigkeit durch die Hast des Berufslebens und Angst vor der Zukunft vielfach gefährdet ist. Darum sieht es die Synode Köln als ihre Aufgabe an, durch die Errichtung dieses Hauses Gelegenheit zu schaffen, dass Frauen und Mädchen in ihren mütterlichen Gaben und Aufgaben so gefördert werden, dass sie in Geiste Jesu Christi zum Segen für alles ihnen anvertraute Leben wirken können. Wir sind dankbar, dass durch die Hilfe des Kirchenkreises, des Landes und der Stadt der Bau, den Architekt Werner Haupt geplant und dessen Rohbararbeiten die Firma H. Busse ausführt, erreichtet werden kann. Wir bitten Gott den Herrn um seinen Schutz und Segen, dass in diesem Haus allezeit gelte:

Gott aber kann machen, dass allerlei Gnade unter euch reichlich sei, dass ihr in allen Dingen volle Genüge habt und reich seid zu allerlei guten Werken.

2. Kor. 9,8 – Köln, den 3. November 1961

Die beiden Grundsteine und Depositorien (Zeitkapseln)
v.l. Susanne Beuth, Bernhard Seiger, Torsten Krall, Markus Zimmermann, Michael Miehe und Bruno Piek
Bernhard Seiger, Susanne Beuth und Bruno Piek präsentieren das enthüllte Pergament

 

Text: APK
Foto(s): APK

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FC-Fans feiern Gottesdienst zur Saisoneröffnung – Pfarrerin Kerstin Herrenbrück predigt über Hebräerbrief

Wenn im Hohen Dom zu Köln beim Gottesdienst schon nach dem Orgelvorspiel frenetischer Applaus ertönt, ist klar: Hier feiern die FC-Fans sich, ihren Verein und den „Fußballgott“. Diese besondere Stimmung zeigt die enge Verbindung zwischen Fußball und Religion in Köln, wo der Verein fast eine heilige Bedeutung hat. Und auf den Fußballgott wartet in der Saison 2024/25 in Köln ziemlich viel Arbeit, wie sich im weiteren Verlauf des Abends zeigen sollte.

Zu Beginn des Gottesdienstes begrüßte Stadtdechant Robert Kleine die anwesenden Fans. Besonders herzlich hieß er auch die Hamburger Fans willkommen, konnte sich aber den humorvollen Seitenhieb nicht verkneifen, dass ihnen wohl eine betrübliche Heimfahrt bevorstünde. Diese Prophezeiung erfüllte sich jedoch nicht. Die Hanseaten gewannen das Spiel in Müngersdorf knapp, was zeigt, dass selbst im Dom nicht alle Wünsche erhört werden.

Der Gottesdienst wurde gemeinsam von Robert Kleine und Kerstin Herrenbrück, Pfarrerin in Köln-Höhenhaus und Teil der „Doppelspitze“ in der Leitung des Evangelischen Kirchenkreises Köln-Rechtsrheinisch, gestaltet. In ihrer Ansprache bezog sich Pfarrerin Herrenbrück auf eine Passage aus Hebräer 10: „Erinnert euch an die früheren Tage – damals seid ihr in einem harten Leidenskampf standhaft geblieben. Die einen wurden öffentlich zur Schau gestellt, indem man sie beschimpft und misshandelt hat. Die anderen standen denen zur Seite, denen es so erging. Denn ihr wisst, dass ihr ein besseres und unverlierbares Vermögen habt. Werft also euer Vertrauen nicht weg! Es wird reich belohnt werden. Was ihr jetzt braucht, ist Geduld.“

Diese Sätze aus dem neutestamentlichen Hebräerbrief könnten so oder so ähnlich auch im Geißbockecho stehen. „Oder sie könnten Teil der Motivationsrede des Geschäftsführers Sport beim Grillfest mit der Mannschaft sein“, sagte die Pfarrerin und zog damit eine Parallele zwischen biblischer Botschaft und den Herausforderungen des modernen Fußballs. „Liebe FC-Gemeinde, Teamgeist, Vertrauen und Geduld – das sind für mich die Schlüsselworte – sie sind nicht wegzudenken: nicht für uns als Christinnen und Christen, nicht für uns als Fans, nicht für die Vereinsführung, nicht für die Mannschaft – die Mannschaften – und sie werden belohnt werden.“ Diese Werte, so betonte sie, seien entscheidend für eine erfolgreiche Saison.

Ob die Belohnung der Aufstieg sein werde, bleibt abzuwarten. Auch ob im Winter ein Top-Transfer gelingt, steht in den Sternen. „Aber eins ist sicher: Die Verbundenheit der Menschen im und mit dem 1. FC Köln, die Werte, die unser Verein verkörpert, das soziale Engagement, mit dem Mannschaften und Vorstand den Menschen in all ihrer Vielfalt begegnen – all das erlebe ich als mindestens herausragend – und wenn es vielleicht nicht einzigartig ist, dann ist und bleibt das in jedem Fall erstklassig.“

Zwei Versprechen seien Christinnen und Christen unabhängig vom Erfolg gewiss: „Gott ist da, seine Geistkraft findet in uns ihren Raum, und umgeben sind wir von seinem Segen. Das ist eine große Belohnung, die uns durch das Leben im Hier und Jetzt trägt und leitet.“ Und: „Es wird der Tag kommen, an dem alles anders sein wird, eine neue Zeit, in der Minuten nicht mehr zählen, in der Machtkampf und Geldgier keinen Platz mehr haben, in der die große, bedingungslose Liebe Gottes sich allen Raum greift und in der wir zu Hause sein werden.“ Mit dieser Gewissheit ertrügen Menschen auch Durststrecken. Und sie könnten darauf vertrauen, dass sie da, wo es wirklich darauf ankomme, immer erstklassig sein könnten.

„Aber bis dahin wollen wir auch nicht einfach warten – also – jetzt: Come on, FC! Amen.“

Robert Kleine erinnerte in seiner Ansprache an die Jünger, die Jesus um sich geschart habe: „Warum hat Jesus diese Gruppe zusammengestellt? Ich glaube, Jesus wollte damit zeigen: Bei einem gemeinsamen Ziel ist es möglich, dass verschiedene Menschen gut zusammenarbeiten können. Ein gemeinsames Ziel schafft Verbindungen. Wir kennen das: Wenn wir etwas Großes erreichen wollen, brauchen wir zuallererst Freunde, Kolleginnen, Mitstreiter. Klar können wir es auch solo, allein versuchen: Kopf zwischen die Schultern, Ellenbogen raus. Kurzfristig kann man so auch Erfolg haben. Im Zweifelsfall genau so lange, bis einer kommt, der besser ist oder kräftiger.“

Jesus habe auf die Gemeinschaft mit ganz unterschiedlichen Charakteren gesetzt. Trotz aller Unterschiede sei ein gutes Miteinander möglich, wenn es ein gemeinsames Ziel gebe. „So betrachtet ist der christliche Glaube ein Mannschaftssport – wie der Fußball.“ Diese Sichtweise betont die Bedeutung des Miteinanders, sowohl im Glauben als auch im Sport.

Es bestehe aber gerade auch im Fußball eine Gefahr: Fußballspiele könnten Konkurrenz, Respektlosigkeit und Gewalt fördern. Solange man nur die Gemeinschaft zu den Gleichgesinnten suche und die anderen nur als Gegner sehe, die man auf dem Spielfeld besiegen wolle, seien Fußballspiele bitterer Ernst. „Wenn wir uns aber von Jesus und seiner Mannschaft inspirieren lassen, werden wir auch die friedvolle und freundschaftliche Begegnung mit den Menschen, die andere Teams anfeuern, suchen. Mit dieser Einstellung beweisen wir Gottes Liebe und Macht, die solidarische Gemeinschaft schafft, und dann verwirklichen wir, was Psalm 133,1 beschreibt: Wie schön ist es, wenn Brüder und Schwestern, und konkret mit Blick auf die kommenden Spiele in der 2. Bundesliga: wie schön ist es, wenn Fußball-Fans in Frieden zusammenleben.“

Zum Schluss äußerte der Stadtdechant noch einen Wunsch: „Wenn wir nächstes Jahr zum elften Mal einen Eröffnungsgottesdienst zur Saisoneröffnung feiern, hoffe ich, ist nicht nur der Dom erstklassig.“ Auf Letzteres ist Verlass. Beim FC wird man sehen.

Text: Stefan Rahmann
Foto(s): Stefan Rahmann

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Kirche2go fragt: Was bedeutet die Taufe?

Kirche2go fragt: Was bedeutet die Taufe? Pfarrer Sebastian Baer-Henney berichtet über seinen persönlichen Zugang zum Thema Taufe. Was hat die Taufe für einen Stellenwert im christlichen Glauben? Ist man auch ohne Taufe Gottes Kind? Und warum soll man überhaupt taufen? Baer-Henney führt sehr persönlich an das Thema heran und versucht somit einen einfachen, aber sehr klaren Zugang zu schaffen – und zu erklären, welche Werte dahinter stehen.

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Der gesamte Text zum Nachlesen:

Hallo zusammen. Die Leute fragen mich manchmal, wie sie das eigentlich machen sollen, wenn sie ihr Kind taufen lassen wollen. Ich glaube, für Gott macht das gar keinen Unterschied, ob ich getauft bin oder nicht. In der Bibel steht: Wer getauft wird, wird selig werden. Da steht aber nicht: Wer nicht getauft ist, wird nicht selig werden. Sondern ich glaube, dass die Taufe für uns wichtig ist – für uns Menschen als Zuspruch. Was habe ich jetzt davon, wenn ich getauft bin? Ich hatte neulich Kopfhörer. Ich hab mir teure Kopfhörer gekauft und die sind dann innerhalb von einem halben Jahr prompt kaputtgegangen und ich war total froh, diesen Garantieschein zu haben. Damit bin ich in den Laden gegangen und die haben gesagt: Wir brauchen diesen Garantieschein gar nicht, weil sie das sowieso alles im System hatten, wann ich wo diese Kopfhörer gekauft hab. Für mich selber war das aber die große Hilfe, weil es natürlich eine Entlastung ist, zu wissen: Hier, wenn was schiefgeht, kann ich dahin zurück und das umtauschen. Wenn was schiefgeht, kann ich zu Gott gehen und sagen: Hier, guck mal, ich habe hier diese Taufe, du hast doch gesagt, du lässt mich nicht los. Und Gott wird sagen: Es ist mir total egal, ob du getauft bist oder nicht – ich lasse dich nicht los. Aber für mich selber macht es den Unterschied. Für mich selber ist es eine andere Haltung aufs Leben, wenn ich weiß, hier, ich bin getauft, und damit ist das urkundlich, aktenkundig. Und alles, was in der Zukunft passiert, kann das nicht mehr rückgängig machen. Die Taufe ist unzerstörbar und nicht widerrufbar. Die Kinder werden also getauft und dieser Taufspruch wird gesagt und ich glaube, dass das Zentrale, was da passiert, gar nichts Magisches ist. Ich glaube, das Zentrale, was passiert, ist der bedingungslose Zuspruch. Das heißt, das Kind kriegt zugesprochen: Du bist von Gott geliebt und Gott nimmt dich an und Gott beschützt dich und du brauchst dir in deinem Leben keine Sorgen zu machen. Weil das, was dir jetzt zugesprochen wird, ist das, was unzerstörbar ist. Gleichzeitig finde ich aber auch, dass die Taufe von dem Kind den Eltern und den Menschen, die an der Erziehung beteiligt sind, eine Entlastung bringt, weil – und das kann ich selber auch als Vater sagen, man macht sich ja doch immer Gedanken: Mache ich das eigentlich gerade richtig, läuft das gut so, wie es läuft, ist das das, was gedacht ist, wie es sein soll? Und dann zu wissen, dass eigentlich alles, was ich mache, unter diesem Vorbehalt steht, dass ich es nicht zerstören kann. Dass ich es nicht kaputt machen kann. Das ist ja eine große Entlastung, eine große Beruhigung. Und die wird in der Taufe gegeben. Das heißt, die Taufe hat einerseits natürlich einen gesellschaftlichen Wert, andererseits aber auch einen ganz großen persönlichen Wert. Und der ist noch viel größer als das, was es gesellschaftlich austrägt.

Text: Frauke Komander
Foto(s): APK

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Seniorenfreizeit der Antoniter Siedlungsgesellschaft mit viel Programm

Die Antoniter Siedlungsgesellschaft mbH (ASG) im Evangelischen Kirchenverband Köln und Region legt großen Wert auf ihre älteren Mieterinnen und Mieter. Rund 60 Prozent der Wohnungen sind an Menschen ab 60 Jahren vermietet, und etwa 40 Prozent des gesamten Wohnungsbestandes besteht aus Seniorenwohnungen. Unterstützung und Beratung erhalten die Bewohnerinnen und Bewohner durch die drei Mitarbeitenden des Sozialmanagements, die zudem vielfältige Freizeitangebote für Seniorinnen und Senioren organisieren.

Infos zu persönlicher Vorsorge

Dazu gehört seit vielen Jahren die traditionell stattfindende zweitägige Seniorenfreizeit im Haus Wiesengrund im Oberbergischen Land, an der auch in diesem Jahr 27 ältere Menschen teilnahmen. Neben viel Zeit für Gespräche, Spaziergänge und gemütlichem Entspannen auf der Terrasse des Tagungshauses gab es natürlich auch Programm. So informierte der Teamleiter des Sozialmanagements, Frank Nieder, am ersten Tag rund um die persönliche Vorsorge. Die Teilnehmenden erhielten Antworten auf wichtige Fragen zur Vollmacht für Gesundheitsangelegenheiten, Patientenverfügung, Betreuungsverfügung, Generalvollmacht und Notvertretungsrecht für Eheleute.

Neu war vielen, dass es Betreuungsvereine gibt, die die rechtliche Betreuung für Menschen übernehmen, die ihre Angelegenheiten nicht mehr oder in Teilen nicht mehr selber regeln können. Anbieter für diese Dienstleistung gibt es in Köln viele – von Caritas über AWO, Sozialdienst katholischer Frauen e.V., Diakonie und viele andere.

Kontakt zu Mieterinnen und Mietern

Vom Aufnehmen und Verarbeiten der vielen neuen Informationen erholte sich die Gruppe am Abend mit leckerem Essen vom Grill. Der Grillmeister war – auch das ist jährliche Tradition – ASG-Geschäftsführer Guido Stephan. „Das lasse ich mir nicht nehmen“, lacht er. „Wann hat man schon mal Gelegenheit, mit den Mieterinnen und Mietern in Kontakt zu kommen? Mir ist das wichtig!“, betont er.

Gefragt waren Geschicklichkeit, Fingerfertigkeit, Kreativität und Motorik

Der zweite Tag stand dann unter dem Motto „Spiel und Spaß“. Bei einer Rallye auf dem schönen Außengelände des Hauses Wiesengrund traten fünf Teams gegeneinander an. „Gefragt sind heute Geschicklichkeit, Fingerfertigkeit, Kreativität und Motorik“, erklärte Sozialmanagement-Mitarbeiterin Heike Kohr, die das Spiel vorbereitet hatte. So mussten beim Krocketspiel alle Teilnehmenden einen Holzball durch fünf Tore schießen – auf Zeit versteht sich –, mit Seilringen musste ein Holzkreuz getroffen werden. Aber es wurde auch gedichtet, es wurden Figuren aus Kartoffeln geschnitzt und Fragen zu einem Köln-Quiz beantwortet.

„Es ist schön, mal rauszukommen!“, sagte eine Teilnehmerin. „Das wird hier alles so schön organisiert, dafür bin ich dankbar. Sowas gibt es doch sonst bei keinem Vermieter!“ Für viele ist der Ausflug ins Oberbergische Land der einzige „Urlaub“ im Jahr. „Das unterstützen wir gerne. Wir beteiligen uns deshalb auch an den Kosten, damit die Teilnehmerbeiträge niedrig gehalten werden können und alle sich diese Fahrt leisten können“, sagt Guido Stephan.

Text: Susanne Hermanns
Foto(s): Susanne Hermanns

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Kirche2go fragt: Was macht ein Presbyterium?

Kirche2go fragt: Was macht ein Presbyterium? Entdecken Sie mit Pfarrerin Miriam Haseleu und Kirche2go die vielfältige Welt der Presbyterien! Erfahren Sie, wie diese Leitungsgremien unsere Gemeinden prägen und mit verschiedenen Perspektiven gestalten. Von Gottesdiensten bis zur sozialen Arbeit – Presbyterien sind ein Herzstück der evangelischen Kirche. Werden Sie Teil der Veränderung: Wählen oder kandidieren Sie nächstes Jahr in den Presbyterien!

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Den ganzen Text zum Nachlesen:

Was macht eigentlich ein Presbyterium? Wer leitet eigentlich unsere evangelische Kirche? Das sind vor allem die Presbyterien. Das sind die Leitungsgremien in unseren Gemeinden. „Presbyteriat“ bedeutet auf Griechisch „die Ältesten“. Das ist aber heute gar nicht so, dass wir jetzt die Ältesten suchen, die unsere Gemeinden leiten. Sondern wir suchen ganz unterschiedliche Personen, die verschiedene Blickwinkel einbringen wollen, um unsere Gemeinden in den verschiedenen Feldern und Bezirken zu leiten. Wer sitzt da drin in meinem Gemeinde-Presbyterium? In Nippes sitzen beispielsweise 14 Personen aus unterschiedlichen Berufen und Lebenswirklichkeiten. Mein Kollege und ich, also ein Pfarrer, eine Pfarrerin, bringen dabei eine multiprofessionelle Perspektive in das Team und in unsere Leitung ein. Das ist das Besondere an der evangelischen Kirche und an unseren Leitungsgremien, dass sehr unterschiedliche Personen Entscheidungen darüber treffen, was inhaltlich in den Gemeinden passiert. Neben Gottesdiensten, Beerdigungen, Taufen, Trauungen und Seelsorge, also der Begleitung von Trauernden, gibt es weitere inhaltliche Aspekte, die eine Rolle bei diesen Entscheidungen spielen. Dazu gehören Gebäudearbeit, die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen, mit Senior*innen, die Arbeit mit Geflüchteten sowie verschiedene diakonische Angelegenheiten. Die Presbyterien verantworten die Gemeindearbeit. Nächstes Jahr im Februar wählen wir in unserer Landeskirche neue Presbyterien. Wenn du oder ihr 14 Jahre alt seid, Kirchenmitglieder seid und konfirmiert wurdet, dann dürft ihr das Presbyterium wählen. Und wenn ihr Kirchenmitglieder seid und über 18 Jahre alt seid, dann könnt ihr selbst kandidieren. Ihr könnt euch zur Wahl stellen in den Presbyterien. Manche Gemeinden suchen noch Kandidat*innen für dieses wichtige Amt.

Text: Miriam Haseleu
Foto(s): Thorsten Levin

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Im Blickpunkt: Die Melanchthon-Akademie – eine beharrliche Gesprächs-Eröffnerin und -Ermöglicherin

In unserer diesjährigen Sommerreihe „Im Blickpunkt“ stellen wir verschiedene Angebote und Einrichtungen vor, die zur Vielfalt und Besonderheit im Bereich des Evangelischen Kirchenverbands Köln und Region beitragen: das Segensbüro, das Schulreferat Köln und Region und das Referat für Berufskollegs beim Evangelischen Kirchenverband Köln und Region, die Evangelische Familienbildungsstätte, das Jugendreferat Köln und Region, die Gefängnisseelsorge, die Melanchthon-Akademie und die Antoniter Siedlungsgesellschaft mbH (ASG) im Evangelischen Kirchenverband Köln und Region (EKV).

Heute im Blickpunkt: die Melanchthon-Akademie! Sie existiert seit Februar 2024 im „ZwischenRaum“, einem Interim. Für voraussichtlich drei Jahre muss sie sich von dem Gebiet des alten Kartäuserklosters und -Gartens verabschieden. An dem bisherigen Standort in der Südstadt wird das neue „Haus der Bildung“ des Evangelischen Kirchenverbandes Köln und Region entstehen, in das sie nach Fertigstellung zusammen mit der Evangelischen Familienbildungsstätte, dem Jugend- und dem Schulreferat sowie dem Pfarramt für Berufskollegs einzieht. Im „Campus Kartause“ werden Bildung, städtisches Wohnen, Leben und Spiritualität miteinander verbunden sein. Bis dahin sind die Geschäftsstelle und kleine Seminarräume – in Blickweite des alten Quartiers – im Sachsenring 6, die meisten Veranstaltungen finden auf der anderen Seite des Kartäusergartens statt, im Haus der Evangelischen Kirche, Kartäusergasse 9-11.

Die Melanchthon-Akademie hat als Namenspatron den europäischen Reformator Philipp Melanchthon, der – neben seiner Berührung mit der Kölner Stadtgeschichte beim Reformations“versuch“ 1543 – vor allem für den Brückenschlag zwischen Reformation und Bildung steht, den die Kölner Akademie als erste evangelische Stadtakademie der Nachkriegszeit programmatisch vertritt.

„Melanchthon-Akademie ist eine beharrliche Gesprächs-Eröffnerin und -Ermöglicherin“

„Wir steuern gesellschaftlich gerade durch schwere Gewässer. Die Demokratie ist gefährdet, Antisemitismus und fehlender Respekt vor einem vielfältigen Miteinander bedrohen unser Zusammenleben, auch unsere eigene Kirche muss sich angesichts sexualisierter Gewalt tiefgreifend verantworten und verändern. Umso wichtiger, dass wir uns diesen Fragen ehrlich stellen“, sagt Theologe Martin Bock, Leiter der Melanchthon-Akademie. „Die Melanchthon-Akademie ist eine beharrliche Gesprächs-Eröffnerin und -Ermöglicherin. Wenn das als Gesicht unserer Kirche und als Beitrag zur Demokratie wahrgenommen wird, haben wir schon etwas erreicht.“

Die Melanchthon-Akademie ist die Stadtakademie der vier Kölner Kirchenkreise und das Bildungswerk für die evangelischen Kirchen-Gemeinden in Köln und Region. Sie ist eine anerkannte Einrichtung der Erwachsenenbildung im Sinne des Weiterbildungsgesetzes in NRW und mit 15 weiteren Bildungseinrichtungen engagiertes Mitglied im Arbeitskreis Weiterbildung Köln. Viele Kooperationspartner*innen in der Kölner und regionalen Bildungslandschaft sorgen dafür, dass sie etwa 10.000 Menschen im Jahr mit ihren Veranstaltungen erreicht – oft in der Kölner Südstadt, aber auch an anderen Orten: den Kirchengemeinden in Köln und Region, im Domforum, der katholischen Stadtakademie, interreligiösen Bildungsorten, Synagogen und Moscheen – und nicht selten auch „draußen“ im öffentlichen Raum von Stadtteilen und Dörfern.

Die Akademie versteht Erwachsenenbildung als Muss und Genuss: Das hebräische Wort für Bildung heißt vom Wortstamm her „den Gaumen eines Kindes mit Dattelsaft einreiben“. Manchmal braucht es seine Zeit, bis Menschen auf den Geschmack kommen: Evangelische Erwachsenenbildung ist der Versuch, diesen Erfahrungsraum offen zu erhalten. „Wir setzen im Moment eine Menge Arbeitskraft in den Kontakt mit den Menschen unserer Kirchengemeinden. Wir möchten noch besser verstehen, was dort, in den Veedeln und Dörfern, als Bildungsimpuls gebraucht wird“, erklärt Martin Bock. „Gesellschaftlich stehen wir vor dem Umbruch, dass eine große Generation, die ,Boomer‘, also Menschen ab 60, als Engagierte nach dem Beruf bereit sind und sein werden, sich einzusetzen – wenn es zu ihrem Leben passt. Hier wollen wir mit Orientierungsangeboten helfen, Leben mitzugestalten. Eine große und tolle Aufgabe für eine evangelische Erwachsenenbildungseinrichtung.“

Deshalb steht die Melanchthon-Akademie für eine „Bildung für alle“: Hilfestellungen für bildungsbenachteiligte Menschen, Genderorientierung, Sprachenbildung, ökumenisches Profil, Persönlichkeitsbildung, Bildungsurlaube, das jüdisch-christliche, interreligiöse und interkulturelle Gespräch, ein Laien-Studium Theologie, kulturelle Bildung, Engagement-Förderung in Kirche und Gesellschaft, Wohnschule, Medienbildung, ein weites Herz für eine biblische und von anderen Traditionen lernende Spiritualität, gesellschaftspolitische Urteilsbildung – so wird die Programmatik mit Leben gefüllt.

Die Melanchthon-Akademie arbeitet mit 13 hauptamtlichen Menschen und nahezu 150 Dozierenden, um in jedem Halbjahr 300 Veranstaltungen für erwachsene Menschen vorzubereiten und durchzuführen. Sie macht auf ihre Angebote durch ein halbjährlich erscheinendes Programmheft und einen regelmäßigen Newsletter für aktuelle Veranstaltungen aufmerksam.

Kontaktdaten

Melanchthon-Akademie des Evangelischen Kirchenverbandes Köln und Region
Sachsenring 6
50677 Köln
Telefon 0221 / 931803-0
info@melanchthon-akademie.de
anmeldung@melanchthon-akademie.de

Text: Lea Braun
Foto(s): MAK/APK

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Wochentipps 8.8. – 14.8.

Hier sind einige Veranstaltungen für die nächsten Tage, die kulturelle und gemeinschaftliche Erlebnisse bieten. Ob Sie sich für Musik, Gesang oder gesellige Treffen interessieren, es ist für jeden etwas dabei. Im Folgenden finden Sie eine Übersicht der kommenden Events, die Sie nicht verpassen sollten.

09.08.2024, 19:00
Evangelische Kirchengemeinde Lechenich
Ev. Gemeindezentrum Lechenich, An der Vogelrute 8, 50374 Erftstadt
Lagerfeuerromantik in Lechenich
Stockbrot, Suppe und Gesang mit Gitarrenbegleitung für alle Generationen
Das Bistro-Team der Evangelischen Kirchengemeinde Lechenich lädt am Freitag, 9. August, 19 Uhr, zur Lagerfeuerromantik in den Gemeindegarten des Gemeindezentrums Lechenich, An der Vogelrute 8, ein. Lagerfeuer, Stockbrot, Suppe und Gesang mit Gitarrenbegleitung werden für alle Generationen angeboten. Um Anmeldung über die Homepage www.kirche-lechenich.de wird gebeten, spontane Besucherinnen und Besucher sind auch willkommen. Bei Regenwetter fällt die Veranstaltung aus, wer sich über die Homepage angemeldet hat, wird benachrichtigt.
www.kirche-lechenich.de

11.08.2024, 14:30
Evangelische Kirchengemeinde Altenberg/Schildgen
Altenberger Dom, Eugen-Heinen-Platz 2, 51519 Odenthal
Geistliche Musik – Sopran, Trompete und Orgel
„Eternal source of light divine“
Ruth Theresa Fiedler (Sopran), Rita Arkenau (Trompete) und Rolf Müller (Orgel) tragen am Sonntag, 11. August, 14.30 Uhr, im Altenberger Dom, Eugen-Heinen-Platz 2, Werke von Johann Sebastian Bach, Georg Friedrich Händel, Pietro Andrea Ziani, Wolfgang Amadeus Mozart, Georg Philipp Telemann und anderen. Zusammengefasst unter dem Titel „Eternal source of light divine“ präsentieren die beiden Musikerinnen und der Organist im Rahmen der Reihe „Geistliche Musik“.
www.dommusik-aktuell.de

11.08.2024, 15:00
Evangelische Gemeinde Köln
Thomaskirche, Neusser Wall 61, 50670 Köln
Sommer – Zeit – (für) Träume – Gottesdienst zum Veedelscafé
Ein Gottesdienst voll sommerlicher Leichtigkeit
Diakon Andreas Mittmann sowie Mitglieder der Mirjamgruppe und von Maria 2.0 laden im Rahmen des Veedelscafés am Sonntag, 11. August, 15 Uhr, zu einem sommerlich leichten Gottesdienst zum Träumen in die Thomaskirche, Neusser Wall 61, ein. Im Mittelpunkt des Gottesdienstes steht Psalm 126, der den Traum der Menschen im Exil in Babylon von ihrer Befreiung haben, handelt. Gemeinsam können die Besuchenden ihren eigenen Träumen nachspüren – im ökumenischen Gottesdienst und anschließend an Tischen beim Kaffeetrinken.
www.thomaskirche-koeln.de

11.08.2024, 17:00
Evangelische Kirchengemeinde Brühl
Christuskirche, Mayersweg 10, 50321 Brühl
Geschichten von Wahn, Hoffnung, Streit und Liebe
Sommerkonzerte 2024 in der Christuskirche Brühl
Eine musikalische Reise durch die tiefen Gefühle und vielschichtigen Emotionen der Romantik können die Zuhörerinnen und Zuhörer des Sommerkonzerts 2024 in der Evangelischen Christuskirche Brühl, Mayersweg 10, am Sonntag, 11. August, 17 Uhr, erleben. Das Lied-Duo David Jerusalem (Bassbariton) und Friederike Sieber (Piano), entführt das Publikum in die Welt der Balladen und Lieder von Franz Schubert, Robert Schumann und Carl Loewe. In diesem besonderen Konzert dreht sich alles um das Thema „Geschichten von Wahn, Hoffnung, Streit und Liebe.“ Von den zarten Melodien der Liebe bis hin zu den dramatischen Klängen des Streits werden die zeitlosen Werke dieser Meisterkomponisten alle Facetten menschlicher Gefühle zum Leben erwecken.
www.kirche-bruehl.de

13.08.2024, 19:00
Evangelische Kirchengemeinde Köln-Pesch
Evangelisches Gemeindezentrum Köln-Pesch, Montessoristraße 15, 50767 Köln
Abschluss der Reihe „Sommerabende“
Mitsing-Konzert mit Gertrud Meinert
Zum Abschluss der Reihe „Sommerabende“ lädt die Evangelische Kirchengemeinde Köln-Pesch am Dienstag, 13. August, 19 Uhr, zu einem Mitsing-Konzert in das Gemeindezentrum Köln-Pesch, Montessoristraße 15, ein.  Gertrud Meinert singt mit den Teilnehmenden Schlager, Volkslieder, Balladen und einiges mehr.
www.dem-himmel-so-nah.de

Text: APK
Foto(s): APK

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Diversität, Ethik und Blick auf Tierrechte: Stefan Hößl ist Studienleiter bei der Melanchthon-Akademie

Dr. Stefan Hößl ist neuer Studienleiter bei der Melanchthon-Akademie des Evangelischen Kirchenverbandes Köln und Region und für die Fachbereiche Politik, Gesellschaft und Medien zuständig.

Akademieleiter Dr. Martin Bock und das APK haben mit ihm ein Interview geführt:

Können Sie uns etwas über Ihren Hintergrund erzählen?

Stefan Hößl: Ich bin Erziehungswissenschaftler und Pädagoge. Nach meinem Studium in Hessen und den ersten beruflichen Tätigkeiten in einem Forschungsprojekt erhielt meine Doktormutter einen Ruf an die Universität zu Köln (UzK). Als Mitarbeiter nutzte ich damals die neuen Perspektiven und verlagerte im Jahr 2011 meinen Lebensmittelpunkt von der Lahn an den Rhein. Beruflich-fachlich und auch hinsichtlich meiner ehrenamtlichen Tätigkeiten war seit jeher die große Frage danach, wie demokratischer Zusammenhalt in der bundesrepublikanischen Migrationsgesellschaft gelingen kann, für mich von besonderer Bedeutung. Relativ kurz nach meinem Umzug nach Köln habe ich entsprechend dieser Fokussierungen bereits an einer ersten Tagung zum Verhältnis von Rassismus und Antisemitismus mitgearbeitet, die in Kooperation mit der Melanchthon-Akademie stattfand. Nach einigen Jahren in der Forschung und Lehre an hessischen und nordrhein-westfälischen Universitäten und nach einer Promotionsförderung durch die Friedrich-Ebert-Stiftung, die mir neben vielem anderen auch einen längeren Forschungsaufenthalt an der Tel Aviv University ermöglichte, war ich die letzten fast fünf Jahre als wissenschaftlicher Mitarbeiter des NS-DOK tätig, wo ich für die Bildungsarbeit der Stadt Köln gegen Antisemitismus (mit)verantwortlich war. 2019 wurde ich an der UzK mit einer Arbeit promoviert, in der ich mit einer Religiosität wertschätzenden und rassismuskritisch inspirierten Analysehaltung zur Frage nach „Antisemitismus unter ‚muslimischen Jugendlichen‘“ gearbeitet habe. Dabei handelt es sich um eine Thematik, die ganz zentrale Fragen des Zusammenlebens in einer pluralen demokratischen Gesellschaft sowie von Diskriminierung, Ausgrenzung und Stigmatisierung auf mehreren Ebenen berührt. Aus den Ergebnissen habe ich Reflexionen für die antisemitismuskritische Bildungsarbeit abgeleitet.

Was hat Sie dazu bewegt, sich für die Melanchthon-Akademie zu entscheiden und welche Schwerpunkte möchten Sie in Ihren Fachbereichen setzen?

Stefan Hößl:  Na ja, für eine Zusammenarbeit mit der Akademie bzw. eine Mitarbeit dort habe ich mich lange vor dem Jahr 2024 entschieden. Seit über zehn Jahren bestand bereits ein guter kollegialer Austausch mit mehreren recht erfolgreichen und schönen Kooperationsprojekten. Seit 2020 hatte ich darüber hinaus die Möglichkeit, im Fachausschuss der Akademie mitzuwirken und so auch mitzugestalten. Vieles war mir entsprechend vertraut und als mit dem Ruhestand von Joachim Ziefle die Frage nach der Neubesetzung des Fachbereichs näher rückte, wurde mir persönlich deutlich, dass das Ganze auf vielen verschiedenen Ebenen sehr gut passen würde – thematisch, in sozialer Hinsicht u.v.m. Besonders reizvoll und letztlich der ausschlaggebende Grund für den Wechsel war die Perspektive einer themenbezogenen Neujustierung, die mit enormen Erweiterungen einhergeht und mit der Möglichkeit verbunden ist, viele verschiedene Themen im beruflichen Kontext zu bearbeiten, die mir persönlich sehr am Herzen liegen, für die in bisherigen Arbeitszusammenhängen aber kein Raum war. Es klingt vielleicht zu hochtrabend, aber es ist so: Der Wechsel zur Akademie ist durchaus Teil (m)eines Emanzipationsprojekts.

Wann haben Sie begonnen und wie wurden Sie aufgenommen?

Stefan Hößl: Am 1. April startete ich meine Tätigkeit als Studienleiter – und das war in der Tat eine sehr turbulente Zeit, mitten in den Planungen für das kommende Halbjahr. Dass ich in einem lieben und solidarischen Team gelandet bin, habe ich aber sofort gemerkt: Katrin Tölle im Sekretariat, Dr. Martin Bock als Akademie-Leiter, die anderen Kolleg*innen – alle haben schon viel mitgedacht, vorbereitet und weggearbeitet, was das neue, mittlerweile veröffentlichte Programm für zweite Halbjahr 2024 betraf, und standen mit ihren Erfahrungen und ihrem Wissen immer bereit, wenn ich mich mit einem fragenden Gesicht näherte. Insofern bin ich keineswegs bei null gestartet.

Was planen Sie für die Zukunft?

Stefan Hößl: Natürlich hatte mein Vorgänger Joachim Ziefle viele Kompetenzen und inhaltliche Schwerpunktsetzungen, die ich nicht mitbringe – und andersrum. Insofern zeigt der Abgleich dieses und des letzten Programms schon deutlich, dass Spannendes, Bewährtes und auf wichtigen Kooperationen Aufbauendes weitergeführt wird, dass aber auch neue Akzente gesetzt werden und Schwerpunkte hinzukommen. Im Bereich politischer Bildung waren Kernthemen für mich immer im Bereich „Antidemokratische Phänomene“ verortet. Dazu zählt der Fokus insb. auf Rechtsextremismus und Islamismus, auf Rassismus, Homo-/Transfeindlichkeit, aber vor allem immer auch auf Antisemitismus in seinen unterschiedlichen Artikulationsformen. Das wird auch in meinem Verantwortungsbereich bei der Melanchthon-Akademie so bleiben; schlichtweg, weil diese Themen mit Blick auf den Erhalt und die Festigung von Demokratie in höchstem Maße bedeutsam sind. Die Wichtigkeit, die ich daneben Diversität, Queerness oder auch ganz anders Gelagertem wie Ethik und Moral in Naturbezogenem und mit Blick auf Tierrechte beimesse, werden aber sicher auch in Zukunft ihren Niederschlag finden.

Worauf dürfen sich die Teilnehmenden außerdem freuen?

Stefan Hößl: Was sich jetzt mit dem Erscheinen des neuen Halbjahresprogramms schon verändert hat, ist ein kleines stückweit die Struktur der Angebote in meinem Arbeitsbereich. Aufgrund des Umzugs in den Sachsenring 6 und der Interimszeit bis zum Bezug des Campus Kartause leben wir als Akademie in einem ‚Dazwischen‘. Mit dem Philosophen François Jullien habe ich ein solches ‚Da-/Zwischen‘ in den letzten Jahren immens zu schätzen gelernt, drängt es doch zum Bruch mit Selbstverständlichkeiten und Eingefahrenem, auch wenn das nicht immer leicht fällt und einfach ist. Ich jedenfalls freue mich auf das Nutzen neuer Möglichkeiten, die zuvor so nicht denkbar waren oder die nicht gedacht wurden; dazu gehört z. B. eine stärkere Ausrichtung der politischen Bildung (weg von einer Komm-Struktur) hin zu einer Geh-Struktur, d. h. mit Angeboten da hinzugehen, wo sich Interessierte befinden. Das erste (dreistündige) Veranstaltungsformat, das nach Absprache mit mir flexibel für Kleingruppen in Gemeinden in Köln und Region buchbar ist, fokussiert auf Antisemitismus als aktueller und realer Gefahr. Die EKD betont ja richtigerweise, dass „[d]er Widerspruch gegen Antisemitismus […] nicht nur die Sache einiger weniger [ist], sondern eine Verantwortung aller Christ:innen.“ Um ihm jedoch überhaupt begegnen zu können, ist es notwendig, ihn als solchen zu erkennen; und überhaupt: Wie kann Widerspruch dann ganz konkret aussehen? Genau das werden wir in den einsteiger*innenfreundlichen Workshops vor Ort in den Gemeinden mit viel Zeit für Gespräche vertiefen und unter Einbezug von Geschichten junger jüdischer Kölner*innen diskutieren, wie solidarische Haltungen und darüber hinaus natürlich auch Strategien gegen Antisemitismus aussehen können.

Wenn bald der Grundstein für den Campus Kartause gelegt wird, wird man in den Grundstein Dokumente von heute einlegen, mit denen auch gesagt wird: Dafür wird dieses Haus gebaut. Was ist aus Ihrer Perspektive wichtig für den neuen Grundstein evangelischer Bildungsarbeit in Köln?

Wenn ich über gegenwärtige Herausforderungen von Demokratie und über meine eigene Arbeit sowie meinen Verantwortungsbereich nachdenke, dann ist für mich besonders bedeutsam, was Amartya Sen in den Blick rückt, wenn er schreibt, dass „die Vernachlässigung der Vielfalt unserer Zugehörigkeiten die Welt verfinstert, in der wir leben“. Sich immer wieder die Multireferenzialität menschlicher Bezüge in der Welt bewusst zu machen und Menschen zum Ausleben möglichst vieler dieser anzuregen sowie reduktionistischen WIR-DIE-Verengungen in Bezug auf Selbst- und Fremdidentifizierungen über nur eine dieser Dimensionen entgegenzuarbeiten – das ist für mich ein ganz wesentliches Fundament meiner Arbeit.

Dr. Stefan Hößl: Kontakt

Studienleiter, zuständig für die Fachbereiche:
– Politik, Gesellschaft und Medien

Telefon: 0221-931803-23
 hoessl@melanchthon-akademie.de

Text: Martin Bock/APK/Stefan Hößl
Foto(s): Jörn Neumann

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Bildungsurlaube bei der Melanchthon-Akademie: Persönliche und berufliche Weiterentwicklung

Ein Bildungsurlaub ist eine gute Gelegenheit, sich weiterzubilden, die Karrierechancen zu verbessern, die persönliche Entwicklung voranzutreiben und eine Auszeit vom Alltag zu nehmen. Die Melanchthon-Akademie ist die Stadtakademie der vier Kölner Kirchenkreise und das Bildungswerk für die evangelischen Kirchen-Gemeinden in Köln und Region. „Sie bietet Bildungsurlaube in Köln und im Bergischen Land an, die sich insbesondere auf Gesundheitsbildung, Resilienzförderung sowie theologische und ökologische Themen konzentrieren“, sagt Studienleiterin Lea Braun. „Ein Bildungsurlaub stellt somit eine bedeutende Möglichkeit dar, die sowohl Arbeitnehmer*innen als auch Arbeitgeber*innen nutzen können, um die Kompetenzen und das Wohlbefinden der Belegschaft zu fördern.“

Sie erklärt das Vorgehen bei Bildungsurlauben: „Wählen Sie Ihren gewünschten Bildungsurlaub und kontaktieren Sie uns. Wir reservieren Ihnen einen Platz und stellen Ihnen die Antragsformulare für Ihre*n Arbeitgeber*in zur Verfügung. Nach Erhalt der Zustimmung ist Ihr Bildungsurlaub gebucht und die Vorfreude kann beginnen.“

Wir stellen eine kleine Auswahl an Bildungsurlauben vor:

Ganzheitliche Stimmbildung – Körper, Atem, Stimme: Kraft und Ausdruck der eigenen Stimme finden und erleben

Der Bildungsurlaub „Ganzheitliche Stimmbildung – Körper, Atem, Stimme: Kraft und Ausdruck der eigenen Stimme finden und erleben“ findet von Montag bis Donnerstag, 26. August bis 29. August, jeweils von 10.30 bis 13 Uhr, statt. Die Stimme ist ein Spiegel unseres Selbst. Mit ihr drückt sich die Lebens-Haltung aus: das Denken und Fühlen und in welcher Stimmung man gerade ist. Mit Stimme und Wortwahl bestimmen Menschen den Verlauf eines Gespräches, das Verständnis eines Vortrages etc. und ob und wie sie verstanden werden. Dieses Seminar richtet sich an Menschen, die ihre Stimme beruflich einsetzen und die Kraft und ihren ganz persönlichen Ausdruck damit finden und erfahren möchten. Es werden die grundsätzlichen und wesentlichen Kenntnisse vermittelt, die den Zugang zu und den Umgang mit der eigenen Stimme ermöglichen. Dabei spielt unsere Körperwahrnehmung eine entscheidende Rolle. Der Kurs in Haus Wiesengrund, Nümbrecht-Überdorf, kostet 525 Euro.

Ressourcen stärken! Selbstmanagement und Selbstsorge für ein Leben in Balance

In dem Bildungsurlaub „Ressourcen stärken! Selbstmanagement und Selbstsorge für ein Leben in Balance“ geht es um den Umgang mit Zeit- und Leistungsdruck, Arbeitsverdichtung und eigenen Überforderungsmuster. All dies führen dazu, dass Arbeit häufig nur noch als Belastung empfunden wird. Ein bewusster Umgang mit den eigenen Ressourcen bildet daher die Voraussetzung, um die berufliche Tätigkeit wieder als motivierend und sinnvoll zu empfinden. Ein guter Umgang mit Stress, der Ausbau eines tragfähigen sozialen Netzwerks sowie die Reflexion der eigenen Werte und Ziele tragen dazu bei, wieder mehr Lebensfreude und Zufriedenheit im beruflichen Alltag zu empfinden. In diesem Seminar lernen Teilnehmende wirkungsvolle Methoden des Selbstmanagements kennen und entwickeln Strategien für eine bessere Selbstsorge und ein Leben in Balance. Der Kurs läuft vom 14. bis 18. Oktober. Am Montag findet er von 9.30-15.30 Uhr statt, Dienstag bis Donnerstag von 9 bis 15.30 Uhr, und am Freitag von 9.30 bis 13 Uhr – jeweils im Haus der Evangelischen Kirche, Kartäusergasse 9-11. Die Teilnahme kostet 250 Euro.

Achtsamkeit und Körper: Zu Achtsamkeit und Abgrenzung finden – Übungen für einen entspannten Berufsalltag

Bei dem Bildungsurlaub „Achtsamkeit und Körper: Zu Achtsamkeit und Abgrenzung finden – Übungen für einen entspannten Berufsalltag“ geht es um den Umgang mit dem (stressigen) Berufsalltag. Der Körper bietet mit all seinen Empfindungen die Möglichkeit, achtsam mit sich selbst in Kontakt zu kommen. Es geht darum, sich Zeit und Raum zu nehmen, um sich wieder zu spüren und wohl zu fühlen. Wer oder was wirkt nährend, und welche Menschen und Dinge zehren die Energien eher aus? Zur Achtsamkeit mit sich selbst gehört auch, aufmerksam zu bleiben für die eigenen Grenzen und Bedürfnisse. Den Hintergrund für diesen Bildungsurlaub rund um Achtsamkeit, Abgrenzung, Entspannung und Kontakt bilden Techniken und Erkenntnisse aus den Bereichen der Gestalttherapie, der Körpertherapie, der systemischen Therapie, verschiedener Entspannungsverfahren sowie Techniken aus dem Yoga. Der Kurs geht von Montag bis Freitag, 21. bis 25. Oktober und kostet 250 Euro. Montag bis Donnerstag läuft er von 10 bis 16 Uhr und am Freitag von 10 bis 14 Uhr im Haus der Evangelischen Kirche, Kartäusergasse 9-11.

Kreatives Hatha-Yoga: Selbstbewusst und authentisch im (Berufs-)Leben

Bei dem Bildungsurlaub „Kreatives Hatha-Yoga: Selbstbewusst und authentisch im (Berufs-)Leben“ kommen Teilnehmende in Bewegung. Das Praktizieren von Kreativem Hatha-Yoga bietet die wundervolle Möglichkeit, Kontakt zu sich selbst aktiv herzustellen. Dieser Kontakt bildet die Basis, um den Herausforderungen des (Berufs-) lebens selbstbewusst und authentisch begegnen zu können. Neben Körper- und Atemarbeit und dem Üben von Meditation werden die Reflexion des eigenen Selbstverständnisses und der eigenen Authentizität ermöglicht. Ferner ist die nachhaltige Integration des Geübten in den (Berufs-) Alltag zentrales Thema dieses Bildungsurlaubs. Der Kurs läuft Montag bis Freitag, 16. bis 20. Dezember, von 9.30 bis 16 Uhr (Freitag bis 14 Uhr). Die Teilnahme in der Kartäusergasse 9-11, 50678 Köln, kostet 250 Euro.

Text: APK
Foto(s): APK/Canva

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Johanneskirche: Sommerfest mit 50-jährigem Jubiläum und inspirierender Rückschau

Ein bewegender Gottesdienst, ein fröhliches Sommerfest und eine anrührende Taufzeremonie: Die Johanneskirche hat vor kurzem 50-jähriges Jubiläum gefeiert. Der sonst so agile und übermütige fünfjährige Täufling fühlte sich angesichts der vielen Menschen in der Johanneskirche sichtlich unwohl – Pfarrerin Ingrid Kibilka verstand es aber, ihn mit ihrer fröhlichen Art zu beruhigen und hieß ihn als neues Mitglied willkommen.

In der vollbesetzten Kirche hielt die Pfarrerin, die nächstes Jahr in den Ruhestand geht, Rückschau auf die Entwicklung Anfang der 50er Jahre:

Die katholische Gemeinde wollte die Sankt-Nikolaus-Kapelle in Westhoven käuflich erwerben. Die Kapelle befand sich in städtischem Besitz und wurde von beiden Gemeinden, evangelisch und katholisch, benutzt. Diesem Handel stimmte die evangelische Gemeinde unter Pfarrer Mielke nur unter der Bedingung zu, ein eigenes Grundstück für ein eigenes Gemeindehaus zu bekommen. So wurde 1959 der Bau des zentralen Gebäudes, das Gemeindehaus mit einer Wohnung für die Hausmeisterin, begonnen. Später kamen Kirche und angrenzende Wohnungen dazu. 1974 wurde die Johanneskirche als dritte evangelische Kirche neben der Lukaskirche in Porz und der Matthäuskirche in Gremberghoven eingeweiht.

Flötenkonzert und Sitz-Tanz

Die damalige Küsterin, Gertrud Rossmann, war anwesend und wurde im Gottesdienst durch lang anhaltenden Applaus gewürdigt.

Beim anschließenden Sommerfest gab es reichlich Gutes für Leib und Seele, ein Flötenkonzert vom Spielkreis Alte Musik sowie ein Orgelkonzert mit Querflöte. Renate Volberg lud zum Sitz-Tanz ein, auch sie seit vielen Jahren ein Urgestein an der Johanneskirche. Kirche und Gemeindehaus hatte die Küsterin Anni Wädt sehr liebevoll mit vielen Zeugen der Vergangenheit geschmückt: mit Plakaten, Gemeindebriefen und Fotos von verschiedenen Events. Daher ergaben sich interessante Gespräche unter den Gästen, darunter viele ehemalige „Johanniter“. Ein besonderer Geist weht in diesem Gemeindezentrum, da waren sich alle einig.

Text: Manguela Fokuhl
Foto(s): Manguela Fokuhl/APK

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