Veranstaltung verschoben: „Strukturwandel gestalten – Ohne Angst in die Zukunft“

Die Coronaschutzverordnung vom 30.10.2020 tritt ab Montag, 2.11.2020 in Kraft. Davon betroffen sind eine Vielzahl der Veranstaltungen der evangelischen Träger in Köln und Region. So auch die Veranstaltung

„Strukturwandel gestalten – Ohne Angst in die Zukunft?!“

Diskussion mit Andreas Büttgen (Buirer für Buir), Reimar Molitor (GF Region Köln/ Bonn e.V.), Simone Drensler (Pfarrerin), Willibert Düster (Umsiedler Epprath) und Michael Eyll-Vetter (Leiter Tagebauentwicklung / RWE Power AG).

Die für den 5. November als Podiumsdiskussion in Kerpen-Sindorf geplante Veranstaltung wird auf das nächste Jahr verschoben. Zu gegebener Zeit werden wir auf die Veranstaltung hinweisen, die sich dem Strukturwandel widmen wird.

Auf unserer Homepage erfahren Sie, welche weiteren Veranstaltungen stattfinden oder abgesagt werden. Obgleich wir unsere Seiten regelmäßig aktualisieren, bitten wir Sie, sich vor einer Teilnahme an einer Veranstaltung auf der Homepage der jeweiligen Träger darüber zu informieren, ob konkrete Termine letztendlich stattfinden.

Hinweise auf spannende Online- und Live-Veranstaltungen finden Sie regelmäßig auf unserer Startseite.

Vielen Dank für Ihr Verständnis. Bitte bleiben Sie gesund!

Text: APK
Foto(s): APK

Der Beitrag Veranstaltung verschoben: „Strukturwandel gestalten – Ohne Angst in die Zukunft“ erschien zuerst auf Evangelischer Kirchenverband Köln und Region.

Heute 14 Uhr – LIVE auf YouTube und Bibel TV: „Wofür du brennst“ – Reformation 12.0 unter den Bedingungen der Postmoderne

Reformationsfeier am 31.10.2020 um 14 Uhr im Altenberger Dom

Die zentrale Reformationsfeier 2020 des Evangelischen Kirchenverbandes Köln und Region findet heute, am Samstag, 31. Oktober 2020, um 14 Uhr, im Altenberger Dom statt. Der Gottesdienst steht unter dem Titel „Wofür du brennst – Reformation 12.0 unter den Bedingungen der Postmoderne“.

Dr. Holger Pyka, Pfarrer in Wuppertal, Karikaturist und Gottesdienstcoach, wird seine Predigt unter das Thema Reformation 12.0 stellen. „Man sagt, die Postmoderne sei „das Ende der großen Erzählungen“. In einer immer weiter atomisierten und digitalisierten Gesellschaft hat niemand mehr die Deutungshoheit über irgendein Thema. Alte Autoritäten bröckeln, Traditionen reißen ab, überlieferte Sicherheiten kommen abhanden“, leitet er in das Thema ein. Doch, was heißt das für die Zukunft der Kirche? Wie lässt sich Gottes Geschichte unter diesen Bedingungen weitererzählen? Geht das überhaupt? Oder sind jetzt die Voraussetzungen günstiger als je zuvor? – diesen Fragen will er nachgehen und so einen neuen Blick auf das Thema Reformation werfen.

Musikalisch gestaltet wird der Gottesdienst vom Blechbläserquintett „Harmonic Brass“ aus München. Mit dabei ist auch Domorganist KMD Andreas Meisner zusammen mit einem Gesangsensemble, bestehend aus Mitgliedern der Domkantorei Altenberg. In der Liturgie wirken Stadtsuperintendent Bernhard Seiger, Superintendentin Andrea Vogel, Pfarrer Christoph Rollbühler und Pfarrerin Claudia Posche mit. Stephan Santelmann, Landrat des Rheinisch-Bergischen Kreises, wird ein Grußwort sprechen.

Wegen der Corona-Lage können nur begrenzt viele Teilnehmerinnen und Teilnehmer den Gottesdienst in Altenberg besuchen. Die Plätze sind bereits vergeben. Der Gottesdienst wird daher live auf youtube.com/kirchekoeln und dem Fernsehsender Bibel TV (www.bibeltv.de) übertragen.

 

Text: APK
Foto(s): APK

Der Beitrag Heute 14 Uhr – LIVE auf YouTube und Bibel TV: „Wofür du brennst“ – Reformation 12.0 unter den Bedingungen der Postmoderne erschien zuerst auf Evangelischer Kirchenverband Köln und Region.

Kirche2go: „Wer war Martin Luther?“

Kirche2go fragt passend zum Reformationstag: „Wer war Martin Luther?“ – Die Bandbreite der Bezeichnungen für den Mann, der dieses Jahr seinen 534. Geburtstag feiern würde, reichen von Ketzer, Befreiungsheld, Reformator, Kirchenspalter bis zu Rebell. Schnell erzählten und schrieben die Menschen noch zu seinen Lebzeiten Legenden und Mythen über den ehemaligen Mönch aus Wittenberg. Unstrittig ist sicherlich, dass die Reformation eines der folgenreichsten Ereignisse für die Kirche und die Geschichte ist. Das Video Kirche2go „Wer war Martin Luther?“ blickt auf wichtige Stationen aus Martin Luthers Leben.

Haben Sie Interesse an weiteren Videos? Dann schauen Sie doch rein und abonnieren Sie unseren YouTube-Kanal: www.youtube.com/kirchekoeln

Hier der Text des Videos zum Nachlesen:

Auch wenn der Reformator Martin Luther stammt aus dem heutigen Sachsen-Anhalt und wurde am 10. November 1483 in Eisleben geboren. Sein Lebensweg führte ihn von dort unter anderem nach Magdeburg, Eisenach, Erfurt, Wittenberg, Rom, Köln, Heidelberg, Leipzig, Worms und Marburg. Am 18. Februar 1546 starb Martin Luther im Alter von 62 Jahren in Eisleben.

Er studierte zunächst Rechtswissenschaften, geriet aber in dieser Zeit in eine Lebenskrise. Der Überlieferung nach geriet er am 2. Juli 1505 in einem schweren Sommergewitter in Todesangst und beschloss, Mönch zu werden. Er wurde Doktor der Theologie und bekam eine Professur für Bibelauslegung in Wittenberg.

Am 31. Oktober 1517 kritisierte Luther den Ablasshandel der Kirche in Deutschland. Damals konnten sich Menschen mit den Ablassbriefen der Kirche angeblich die Sündenvergebung erkaufen. In 95 Thesen sprach sich Luther gegen die Politik der Kirche aus. Dies war der Beginn der Reformation, in deren Folge die evangelische Kirche entstand. 1518 wurde der sogenannte „Römische Prozess“ gegen Luther eröffnet.

Der Reformator beharrte auf seinen Thesen. Um Martin Luther zu schützen, wurde er 1521 auf Anweisung des sächsischen Kurfürsten Friedrich des Weisen auf die Wartburg entführt. Dort nutzte Luther die Zeit des Wartens und übersetzte das Neue Testament in die deutsche Sprache. Die erste Ausgabe erschien 1522.

Noch während der sogenannten Bauernkriege heiratete der ehemalige Mönch Martin Luther die ehemalige Nonne Katharina von Bora. Bis zu seinem Tod im Jahr 1546 schrieb der Reformator noch viele Texte, dichtete Kirchenlieder und setzte sich unter anderem für die Umgestaltung des Schulwesens ein.

Text: APK
Foto(s): APK

Der Beitrag Kirche2go: „Wer war Martin Luther?“ erschien zuerst auf Evangelischer Kirchenverband Köln und Region.

Die TelefonSeelsorge war immer erreichbar

20 Prozent mehr Anrufe während des Lockdowns im Frühjahr – Aktuell steigen die Zahlen wieder

Dass Corona Ängste schürt und einsam machen kann, überrascht niemanden. Da ist die Abiturientin, die sich zu Hause nicht konzentrieren kann, der Freiberufler, den Existenzängste plagen, die ältere Dame, deren Alltagsroutinen wie der Café-Besuch wegbrechen: Es gibt viele Gründe, in diesen Zeiten bei der TelefonSeelsorge (TS) anzurufen.

Annelie Bracke, Leiterin der katholischen Einrichtung, und Dr. Dorit Felsch, Leiterin der evangelischen TS, ziehen ein gutes halbes Jahr nach dem Lockdown ein Fazit. „Von März bis Mai ist die Zahl der Anrufe um 20 Prozent gestiegen“, berichtet Annelie Bracke. Corona sei damals in 40 Prozent aller Fälle das Haupt-Thema der Telefonate gewesen. „Wir waren damals wahrscheinlich die einzige Beratungs-Institution, die rund um die Uhr und immer geöffnet war. Wir helfen ja kontaklos“, wirft Dorit Felsch einen Blick zurück.

Angst vor einer Infektion

Im Sommer sank die Zahl der Anrufe wieder auf das normale Niveau. Corona war nur noch in 15 Prozent aller Fälle das vorherrschenden Thema. In den vergangenen Tagen ist wieder ein Anstieg der Anruferzahlen zu verzeichnen. Viele Hilfesuchende leiden unter Schlaflosigkeit, weil sie massive Angst vor einer Infektion haben. „Es tut gut, über die Sorgen zu sprechen. Dann bauschen die sich vor allem nachts nicht so auf. Für diese Gespräche sind wir da“, sagt Dorit Felsch.

„Leute, die sowieso allein sind, sind in diesen Zeiten noch mehr allein“, ergänzt Annelie Bracke. Dorit Felsch lobt den Einsatz der Ehrenamtlichen. Es habe keine Lücken im Dienstplan gegeben. Im Gegenteil: Da viele während des Lockdowns nicht gearbeitet hätten, seien mehr Dienste als sonst doppelt besetzt gewesen. „Es ist für die Ehrenamtlichen ein gutes Gefühl, in diesen Zeiten etwas Sinnvolles tun zu können“, erzählt Annelie Bracke. Jetzt lasse sich allerdings eine gewisse Erschöpfung beobachten. Nicht zuletzt, weil die Gruppenerlebnisse fehlen:

Ausbildung zur Telefonseelsorgerin/zum Telefonseelsorger

„Wir haben unser Sommerfest abgesagt. Auch die Supervisionen fanden lange Zeit nur telefonisch oder online statt.“ Aber es gibt auch einen positiven Aspekt von Corona. Während des Lockdown seien zahlreiche Menschen auf die TS zugegangen nach dem Motto „Ich habe gerade Zeit. Ich könnte drei Monate mithelfen“. „So geht das natürlich nicht“, sagt Dorit Felsch. Eine einjährige Ausbildung sei zwingend nötig. Etliche Bewerber hätten sich dann entschieden, die zu absolvieren.

Ein Ausbildungsjahr in der evangelischen TS beginnt Anfang nächsten Jahres. „Wir freuen uns sehr, dass viele von denen, die Kontakt zu uns aufgenommen haben, sehr gut geeignet sind, bei der Telefonseelsorge mitzuarbeiten“, erklärt Dorit Felsch. Die Finanzierung dieser außerplanmäßigen Ausbildung hat der Evangelische Kirchenverband Köln und Region möglich gemacht. Die katholische TS startet eine Ausbildung nach den Sommerferien 2021.

Bewerben kann man sich schon jetzt. Bewerberinnen und Bewerber sollten mindestens Mitte 20 sein. Ansonsten gibt es keine Altersgrenzen. „Wichtig ist, dass sie bereit sind, Nachtdienste zu leisten“, sagt Annelie Bracke. 15 Stunden sind die Ehrenamtlichen pro Monat in der TS tätig. 13 Stunden am Telefon, zwei in der Supervision. Je 40 Anrufe gehen pro Tag bei beiden Telefonseelsorgen ein. Ein Gespräch dauert im Schnitt 20 Minuten. Zur Zeit engagieren sich 65 Menschen bei der katholischen TS und 72 bei der evangelischen. Dorit Felsch benennt zwei grundlegende Prinzipien der Seelsorge am Telefon: „Ich bin da und versuche zu verstehen. Und ich werfe einen Blick von außen auf die Probleme. Das sind die Angebote, die wir immer machen.“

Kontaktdaten:

Text: Stefan Rahmann
Foto(s): Stefan Rahmann

Der Beitrag Die TelefonSeelsorge war immer erreichbar erschien zuerst auf Evangelischer Kirchenverband Köln und Region.

Wochentipps: Reformationsfeier im Altenberger Dom und mehr

Am Samstag feiern wir den Reformationstag mit einer zentralen Reformationsfeier im Altenberger Dom. Die Einhaltung der aktuellen Sicherheitsbestimmungen verhindern leider, dass jede die/jeder der möchte, an der Feier persönlich teilnehmen kann. Die wenigen Plätze sind bereits vergeben. Eine Teilnahme ist dennoch online unter YouTube und über Bibel TV möglich!

Am Sonntag wartet viel Musik von Rhein Erft bis Rhein-Berg auf interessierte Zuhörerinnen und Zuhörer.


„Wofür du brennst“ – Zentrale Reformationsfeier im Altenberger Dom

Reformation 12.0 unter den Bedingungen der Postmoderne
Der Evangelische Kirchenverband Köln und Region lädt zur Reformationsfeier mit Gottesdienst und Stunde der Begegnung am Samstag, 31. Oktober, 14 Uhr, in den Altenberger Dom, Eugen-Heinen-Platz 2, ein. Holger Pyka, promovierter Theologe und Karnevalist aus Wuppertal, predigt über die Reformation unter den Bedingungen der Postmoderne. Man sagt, die Postmoderne sei „das Ende der großen Erzählungen“. In einer immer weiter atomisierten und digitalisierten Gesellschaft hat niemand mehr die Deutungshoheit über irgendein Thema. Alte Autoritäten bröckeln, Traditionen reißen ab, überlieferte Sicherheiten kommen abhanden. Was das für die Zukunft der Kirche bedeutet, wird bei der zentralen Feier erörtert. Die Liturgie wird von Pfarrer Bernhard Seiger, Stadtsuperintendent des Evangelischen Kirchenverbandes Köln und Region, sowie Pfarrerin Andrea Vogel, Superintendentin des Evangelischen Kirchenkreises Köln-Rechtsrheinisch, gestaltet. Für die musikalische Gestaltung sorgen das Blechbläserquintett „Harmonic Brass München“ sowie Domorganist und Kirchenmusikdirektor Andreas Meisner an der Orgel. Wegen der Corona-Lage können nur begrenzt viele Teilnehmerinnen und Teilnehmer den Gottesdienst in Altenberg besuchen. Die Plätze sind bereits vergeben. Der Gottesdienst wird daher live auf youtube.com/kirchekoeln und dem Fernsehsender Bibel TV (www.bibeltv.de) übertragen.

Reihe „Bachkantaten“ in der AntoniterCityKirche – Programm mit Werken von Telemann und Bach

„Begnadigte Seelen gesegneter Christen“ ist der Titel der Kantate von Georg Philipp Telemann, die am Sonntag, 1. November, 18 Uhr, in der AntoniterCityKirche, Schildergasse 57, aufgeführt wird. Unter der musikalischen Leitung von Kirchenmusikdirektor Johannes Quack wirken Ines Vinkelau (Sopran), Ina Stock (Oboe) sowie ein Instrumentalensemble mit. Darüber hinaus kommen Orgelwerke von Johann Sebastian Bach zu Gehör. Pfarrer Markus Herzberg gestaltet die Liturgie dieses Gottesdienstes aus der Reihe „Bachkantaten“ www.antonitercitykirche.de

„Wie können wir Abschied nehmen?“
Musik und Literatur in der Gnadenkirche

Um die Frage „Wie können wir Abschied nehmen?“ geht es am Sonntag, 1. November, 17 Uhr, im Gemeindesaal der Gnadenkirche, Gustav-Heinemann-Straße 28, bei einer Veranstaltung aus der Reihe „Musik und Literatur“. Pfarrerin Sabine Petzke und Helgard Eckardt versuchen, Antworten mithilfe literarischer Texte verschiedener Autoren zu geben. Wolfgang Schulz-Pagel, Kirchenmusiker der Evangelischen Kirchengemeinde Pulheim, spielt dazu passende Musik unterschiedlicher Stilrichtunge. Der Eintritt ist frei. Eine Anmeldung im Gemeindebüro unter Telefon 02238/50938 ist erforderlich. www.kirche-pulheim.de

Musikalischer Herbst in Kippekausen – November-Vesper mit barocker Musik

Pfarrer Robert Dwornicki lädt am Sonntag, 1. November, 18 Uhr (Einlass 17.30 Uhr), zur November-Vesper in die Zeltkirche Kippekausen, Am Rittersteg 1, ein. Auf dem Programm steht instrumentale Triomusik aus der Zeit des Barock. Dazu werden ausgewählte Psalmen gelesen. Der Eintritt ist frei, um eine Spende am Ausgang wird gebeten.
www.kirche-bensberg.de

Text: APK
Foto(s): Celia Körber-Leupold

Der Beitrag Wochentipps: Reformationsfeier im Altenberger Dom und mehr erschien zuerst auf Evangelischer Kirchenverband Köln und Region.

Gerecht und freundlich den Spuren Gottes folgen

Pfarrerin Marie-Anne Halim wurde in einem Einführungsgottesdienst in der Jubilate-Kirche in Lindlar willkommen geheißen

„In dieser ungewöhnlichen Zeit, braucht Pfarrerin Marie-Anne Halim das Vertrauen und die Fürbitte der Gemeinde. Ich wünsche ihr, dass sie den Spuren Gottes folgen kann, Gerechtigkeit und Freundlichkeit übt und gute Ziele für ihren Dienst findet“, sagte Pfarrerin Andrea Vogel, Superintendentin des Kirchenkreises Köln-Rechtsrheinisch beim Einführungsgottesdienst von Pfarrerin Marie-Anne Halim in der Lindlarer Jubilate-Kirche.

Ein Jahr lang wird die 33-Jährige nun, als Nachfolgerin von Pfarrerin Kornelia Imig, Pfarrer Stephan Romot in der Gemeindearbeit unterstützen. Sie wird schauen, wo Bedarf an Seelsorge und Begleitung ist und abwägen, was trotz der Corona-Pandemie an persönlicher Begleitung möglich gemacht werden kann. „Ich würde gern einen Fokus auf die Arbeit mit Kindern legen. In Schulgottesdiensten und den Kindergärten Präsenz zeigen“, erläutert Marie-Anne Halim. Wie diese Aufgaben umgesetzt werden, möchte sie in der Orientierungsphase mit den Kollegen erarbeiten.

Indonesien

In ihrer Predigt im Einführungsgottesdienst berichtete die Pfarrerin von ihrer Zeit in Indonesien. Denn gerade erst kehrte sie aus Nordsumatra zurück. Als Teil des Probedienstes hatte sie sich gewünscht, „mit Christen in aller Welt verbunden zu sein“ und bei der Rheinischen Landeskirche angefragt, welche Möglichkeiten es gäbe. „Da ich es nach dem Abitur nicht geschafft hatte, ein Auslandsjahr zu erleben, wollte ich das nun nachholen. Indonesien war mein Wunschziel, da mein Vater von dort stammt.“

Die Evangelische Kirche im Rheinland ist Mitglied der Vereinten Evangelischen Mission (VEM). Deren Team im Wuppertaler Regionalbüro unterstützte den Wunsch der jungen Frau, ihren Horizont zu erweitern und zu schauen, wo und wie Kirche global funktionieren kann. Von Januar bis September 2020 bot Marie-Anne Halim daher für die VEM in Nordsumatra Workshops zum Thema Kirchenmusik an, unterstützte die Menschen vor Ort bei der Erarbeitung eines Papiers zum Umgang mit sexuellen Übergriffen und lernte das Land und die Kultur kennen.

„Regeln sollen dem Leben dienen.”

An diesen Erfahrungen ließ sie nun auch die Besucher des Einführungsgottesdienstes teilhaben, als sie berichtete, dass die Menschen in einem Bergdorf Nordsumatra sonntags ihren Markttag haben. Eine schwierige Situation, denn, was ist wichtiger: Der Besuch des Gottesdienstes oder die Familie, die versorgt werden muss? Marie-Anne Halim zog ein klares Fazit: „Die Not des Menschen hat Vorrang, Regeln dürfen sich nicht dem Leben entgegenstellen.“ Angewandt auf die aktuelle Situation in Deutschland bedeutet das aber auch, Regeln zu befolgen, um das Leben anderer zu schützen, so die Pfarrerin. „Regeln sollen dem Leben dienen.“

Ein Leben, in dem Pfarrerin Marie-Anne Halim immer nach Gerechtigkeit für alle gesucht hat. Nach dem Abitur an einem Bischöflichen Gymnasium am Niederrhein, Kreis Viersen, fand sie den Pfarrberuf zwar reizvoll, begann jedoch zunächst ein Studium der Rechtswissenschaften in Bonn und Göttingen und arbeitete sich in Kirchenrecht und Staatskirchenrecht ein. Doch sie spürte: „Das macht mich nicht dauerhaft glücklich.“ Sie folgte ihrer Berufung, studierte Theologie in Bonn, und wurde am Reformationstag 2019 in der Versöhnungskirche in Kürten-Bechen ordiniert.

Bei der Frage nach ihren Hobbys muss sie lachen, gibt zu, leidenschaftliche Gamerin am Computer zu sein und berichtet, dass sie immer wieder versucht, böse Charaktere mit Leben zu füllen. „Letztlich klappt das aber nie. Ich treffe auch bei diesen Spielen stets moralische Entscheidungen, um niemandem zu schaden.“ Das Leben als Pfarrerin auf den Spuren Gottes ist für Marie-Anne Halim eben eine Berufung.

Text: Katja Pohl
Foto(s): Katja Pohl

Der Beitrag Gerecht und freundlich den Spuren Gottes folgen erschien zuerst auf Evangelischer Kirchenverband Köln und Region.

Hilfe zum Sterben – oder Hilfe beim Sterben?

Podiumsgespräch am Freitag, 30. Oktober 2020, um 19 Uhr im Haus der Evangelischen Kirche in Köln

Beihilfe zum Suizid ist seit dem Frühjahr in Deutschland erlaubt. Im Februar hat das Bundesverfassungsgerichts dies so entschieden. Noch vor fünf Jahre hatte das Gericht eine „Beihilfe zum Suizid“ als Straftat dargestellt. Wer sein Leben beenden möchte, hat heute durch die neue Gesetzeslage das Recht auf Hilfe zur Selbsttötung.

Doch das neue Urteil zur Sterbehilfe erfährt zugleich Zustimmung und Ablehnung. Einerseits soll es schwerstkranken Menschen, für die es keine Heilungschancen mehr gibt, helfen, ihr Leben zu beenden. So soll weiteres Leid erspart werden. Andererseits gibt es begründete ethische Bedenken. Die Aussicht auf Sterbehilfe könnte zum Beispiel Druck auf alte und schwerstkranke Menschen ausüben, die ihren pflegenden Angehörigen nicht zur Last fallen wollen. Ärztinnen und Ärzte sehen ihre Aufgabe darin, Leben zu erhalten – dem steht aber die Beihilfe zum Suizid entgegen. Expertinnen und Experten, Politik und Kirchen warnen vor diesen Gefahren.

Sollten wir einander bestärken und begleiten, auch schwerste Leidenswege bis zum Ende zu durchschreiten? Kann Sterbehilfe ein Akt der Nächstenliebe sein? Über diese und weitere Fragen werden beim Podiumsgespräch am 30. Oktober 2020 um 19 Uhr im Haus der Evangelischen Kirche, Kartäuserwall 9-11, 50678 Köln folgende Personen diskutieren:

  • Manfred Kock, Präses i.R. der Evangelischen Kirche im Rheinland, EKD-Ratsvorsitzender i.R. und Kurator der Stiftung Allgemeinmedizin
  • Lukas Pieplow, Fachanwalt für Strafrecht
  • Anne Schneider, Buchautorin. Mit ihrem Ehemann Nikolaus Schneider, ehemals Ratsvorsitzender der Evangelischen Kirche Deutschlands, schrieb sie „Vom Leben und Sterben“ (2019)

Moderiert wird der Abend von Dr. Martin Bock, Leiter der Melanchthon Akademie Köln.

Der Abend wird von der Melanchthon Akademie und der Stiftung Allgemeinmedizin veranstaltet. Der Eintritt ist frei, eine Anmeldung ist erforderlich. Kontakt und weitere Informationen finden Sie unter: www.melanchthon-akademie.de, Tel. 0221 / 931 803-0, E-Mail anmeldung@melanchthon-akademie.de

Text: APK
Foto(s): APK

Der Beitrag Hilfe zum Sterben – oder Hilfe beim Sterben? erschien zuerst auf Evangelischer Kirchenverband Köln und Region.

Reflektionen aus Eden – Bilderzyklus „Die Schöpfung lässt grüßen“ von Heinz Diekmann in der Ostheimer Auferstehungskirche

„Zuerst der Mensch und dann die Natur?“ könnte eine provokante Leitfrage des Künstlers Heinz Diekmann lauten. In seinen Werken setzt sich der Maler, Fotograf und Lyriker seit jeher mit den Geschöpfen auseinander, die unter dem Hoheitsanspruch des „Homo sapiens“ leiden. In der Auferstehungskirche der evangelischen Kirchengemeinde Köln Rath-Ostheim zeigt der Buchheimer unter dem Titel „Die Schöpfung lässt grüßen“ noch bis zum 15. Januar seine dunkel-funkelnden Öl- und Acrylgemälde sowie Mischtechniken, die den kritischen Gedanken des Ungleichgewichts zwischen den Kreaturen als verspielte, in- und auseinanderfließende Fantasiewelten aufgreifen. Dabei pflanzt Diekmann seine sureal anmutenden Visionen vornehmlich in den Nährboden eines bereits bestehenden Bildnisses, dessen Facetten oftmals im neuen Werk durchschimmern.

„Ich mag diese Form der Kommunikation. Die alten Bilder haben ihre eigene Geschichte, wenn sich jemand dafür entscheidet, sie an den Straßenrand zu stellen und wegzugeben. Das ursprüngliche Motiv, beispielsweise ein Foto der Golden-Gate-Bridge in San Francisco, vereint sich dann mit meinen Malereien, etwa den Tieren, die aus ihrer beschädigten, weil ausgebeuteten Umwelt in die Stadt ziehen und sich ihren Platz wieder zurückholen“, berichtet der freischaffende Künstler. Der sehenswerte Bilderzyklus aus einer Produktionsphase der letzten drei Jahre vereinigt sich im Gotteshaus mit dem Leuchten der bunten Glasfenster über dem Altar und reflektiert sowohl die Zerbrechlichkeit als auch die Einzigartigkeit des Lebens.

Nicht nur mit dem Gehalt der Exponate auch über den Zeitpunkt der Ausstellungeröffnung zeigt sich Pfarrerin Andrea Stangenberg-Wingerning erfreut: „Das passt hervorragend zum Gedenken an den christlichen Franziskus- oder Schöpfungstag. Auch das Erntedankfest greift ja die Verantwortung des Menschen für alles, was auf der Erde lebt auf. Damit verbunden sollte auch das Gefühl der Dankbarkeit für die Schöpfung und die Vielfalt auf unserem Planeten sein. Als ich die Bilder sah, hätte ich spontan zu mindestens zwei Werken eine Predigt halten können, so inspirierend wirkten sie auf mich, wenngleich es sich hier nicht um sakrale Kunst handelt“, so die Geistliche. Die bisherige Ausstellungsresonanz beschreibt Stangenberg-Wingerning als facettenreich: „Wir hatten vorher einen sehr gegenständlich geprägten Kunst-Event hier, bei dem es um architektonische Ojekte handelte. Das waren klare Formen. Nun werden die Betrachter aufgefordert, zu interpretieren. Einige der Besucher zeigten sich zunächst von den skurilen Figuren und die sie stellenweise umgebende Finsternis irritiert. Doch im Nachhinein wurde deutlich, dass es sich um eine schöpfungsbejahende Ausstellung handelt, die zum Nachdenken über unseren Umgang mit der Natur anregt. Die eigentliche Aussage der Bilder ist positiv und die Menschen schätzen die Herausforderung mit den für sie eher ungewöhnlichen Motiven.“

Auch der einstige Inhaber einer Werbeagentur zeigt sich von den Reaktionen und der Möglichkeit zur freien Deutung angetan: „Ich vergebe in der Regel keine Titel für meine Arbeiten. Das behindert die Imagination. Die Leute sollen keine Vorgaben erhalten und sich stattdessen ihre eigenen Gedanken machen.“ Mit einem Lachen erinnert sich der gebürtige Westfale an die Entwicklung des Ausstellungsvorhabens: „Der Kontakt kam durch meine Bekanntschaft mit der Kalker Bezirksbürgermeisterin Claudia Greven-Thürmer zustande, die wiederum im Chor der Auferstehungskirche singt. Wir waren uns alle schnell einig, dass wir etwas Gemeinsames entwickeln wollen, doch in Bezug auf ein konkretes Thema hatte ich schlicht keine Idee. Als ich dann das erste mal in der Kirche zu Besuch war, kam mir als erstes eine Katze durch die Türe entgegen und musterte mich. Da wusste ich, dass es verstärkt um Tiere gehen musste“, verweist Heinz Diekmann auf Gemeindemitglied und Pfarrerinnen-Hauskatze Kila, die vielleicht in einer der Malereien verewigt wurde.

Die Ausstellung ist hier zu sehen: Heppenheimer Straße 7, 51107 Köln
Öffnungszeiten: sonntags 9.30 – 11.30 Uhr, mittwochs/freitags 14.00 – 16.00 Uhr

Weitere Informationen unter: www.heinz-diekmann.de oder www.kirchengemeinde-rath-ostheim.de

 

Text: Thomas Dahl
Foto(s): Thomas Dahl

Der Beitrag Reflektionen aus Eden – Bilderzyklus „Die Schöpfung lässt grüßen“ von Heinz Diekmann in der Ostheimer Auferstehungskirche erschien zuerst auf Evangelischer Kirchenverband Köln und Region.

Marcel Thelen ist neuer Leiter der Evangelischen Beratungsstelle für Kinder, Jugendliche und Erwachsene in Köln und Region

Marcel Thelen ist neuer Leiter der Evangelischen Beratungsstelle für Kinder, Jugendliche und Erwachsene des Evangelischen Kirchenverbandes Köln und Region. Anfang Oktober wurde der Diplom Psychologe in einem Gottesdienst in der Antoniterkirche von Superintendentin Susanne Beuth und Pfarrer i.R. Wolfgang Jacobs in sein neues Leitungsamt eingeführt. Thelen tritt die Nachfolge von Dr. Juliane Arnold an. Die Psychologin leitete 26 Jahre die Evangelische Beratungsstelle. In diesem Jahr wechselte sie als Psychologische Leiterin der Evangelischen Hauptstelle für Familien- und Lebensberatung in der Evangelischen Kirche im Rheinland nach Düsseldorf. Die Evangelische Beratungsstelle Köln verfügt über Standorte in der Kölner Innenstadt, Frechen und Bergisch Gladbach-Bensberg.

Der Gottesdienst und anschließende Empfang im neuen AntoniterQuartier fanden aufgrund der Pandemie im kleinen, „familiären“ Rahmen statt. Der Kreis der geladenen Gäste setzte sich aus hauptamtlichen Mitarbeitenden der Beratungsstelle, Mitgliedern des Fachausschusses für Beratung im Evangelischen Kirchenverband Köln und Region, Leitenden verschiedener Einrichtungen sowie Vertretenden von Kooperationspartnern zusammen.

„Achten Sie auf sich selber!“, sagte Ulrike Grave-Herkenrath, stellvertretende Vorsitzende des Verbandsfachausschusses dem neuen Leiter der Beratungsstelle – und versicherte ihm die Unterstützung des Ausschusses und seines gesamten Teams. „Wir freuen uns auf die gemeinsame Zeit mit Ihnen.“ weiter warb Grave-Herkenrath für einen partnerschaftlichen Umgang, ein gemeinsames Kümmern um Ratsuchende von Beratungsstelle und Kommune – gerade auch im Hinblick auf die dringend notwendige finanzielle Unterstützung der evangelischen Einrichtung.

Susanne Beuth, die als stellvertretende Stadtsuperintendentin für den Fachausschuss zuständig ist, predigte im Gottesdienst über einen Text aus Apostelgeschichte 6. In dieser Geschichte stehe so vieles, das für die Arbeit in einer Gemeinde und auch in einer Beratungsstelle eine hohe Relevanz habe. Konflikte gehörten einfach zum Leben. Aber es sei auch wichtig, dass jemand Probleme anspreche. In dem biblischen Text hatten die zwölf Apostel die schnell gewachsene Gemeinde zusammengerufen, um ein Problem bei der Verteilung von Lebensmitteln zu lösen. Sie hätten die Gemeinde überzeugt, dass nicht sie, sondern andere sich darum kümmern und die Aufgabe meistern könnten.

„Die Zwölf nehmen die davon Betroffenen mit“, und hätten alle aufgerufen, diejenigen zu suchen, denen sie vertrauen würden. Auch in der Beratung müssten die Ratsuchenden selbst zur Problemlösung beitragen, stellte Beuth einen direkten Bezug her. Es sei immer notwendig, gemeinsam Wege und Lösungen zu suchen. Dass die Zwölf überdies betont hätten, nicht alles machen zu können und zu wollen, bezeichnete die Superintendentin als vorbildhaft. Andere um Hilfe zu bitten sei nicht immer leicht. Delegieren verlange Vertrauen in die Fähigkeiten der anderen. In der Kirche seien viele unterschiedliche Aufgaben zu erfüllen, werde der Verschiedenheit Raum gegeben. Auch in den Beratungsstellen arbeiten multiprofessionelle Teams mit verschiedenen Kompetenzen zusammen, um Ratsuchenden zuzuhören und ihnen individuell zu helfen. Der Tradition des Kirchenverbandes folgend, bat Beuth um den Segen Gottes für den neuen Leiter und die Mitarbeitenden an den Standorten: „Wir sind zuversichtlich, dass wir den Richtigen gefunden haben.“

Aufgewachsen ist Marcel Thelen in der Eifel. Nach dem Abitur am Gymnasium in Steinfeld studierte er in Köln ein Psychologie. Schon in dieser Zeit ließ er sich zum Therapeuten und Supervisor in der Marte Meo Methode ausbilden, die sich an der natürlichen Entwicklung des Menschen orientiert. Nach seinem Studienabschluss im Jahr 2013 arbeitete Thelen in unterschiedlichen Bereichen der Jugendhilfe und Schulpsychologie. Von 2015 bis Mitte 2019 war Thelen, der auch Systemischer Therapeut ist, im Psychologischen Beratungszentrum der Evangelischen Gemeinde Düren mit dem Schwerpunkt Jugend- und Familienberatung tätig. Juli 2019 wechselte er in die Evangelische Beratungsstelle in Köln.

„Ich hätte vor einem Jahr nicht gedacht, dass ich hier stehe“, gestand Thelen auf dem Empfang. Das neue Amt versteht er als Herausforderung, die das Leben mit sich bringt. Es sei nicht sein Plan gewesen, die Leitung zu übernehmen. Aber sein Arbeitsfeld habe sicher mit familiären Prägung zu tun: Seine Mutter, eine Heilpädagogin, ist seit vierzig Jahren im Hermann-Josef-Haus in Urft tätig, einer Einrichtung für Kinder-, Jugend- und Familienhilfe. Sein Vater war Sonderschullehrer.

Er habe seine Bewerbung auf die Leitungsstelle bei den Kolleginnen und Kollegen transparent gemacht und von allen Kolleginnen udn Kollegen Unterstützung erfahren, berichtet Thelen weiter. „Ich konnte Strukturen kennenlernen und Einblicke erhalten“. Beratung und Seelsorge verfügen aus seiner Sicht über eine große Nähe. Darin sieht er eine „total fruchtbare Verbindung“ in der Arbeit der Beratungsstelle. Beratung von Menschen gehört für ihn zum evangelischen Profil. Kirche habe die besondere Möglichkeit, auch Beratung in Ehe- und Lebensfragen anzubieten. Dies sei ein hohes Gut, das von Ratsuchenden als sehr wichtig empfunden werde.

In der Leitungsfunktion ist Thelen nicht nur mit Verwaltungsaufgaben betraut. Unverändert wird er auch beratend tätig sein, vor allem in der Erziehungs-, der Ehe- und Lebensberatung: „Ich schätze alle Bereiche, mag die Abwechslung und Vielfältigkeit.“ Wichtig ist ihm, Beruf und Privatleben zu trennen. Selbstfürsorge hält er für unerlässlich. Dazu zählen für ihn auch sportlicher Ausgleich und regelmäßige Besuche in der Eifeler Heimat.

Text: Engelbert Broich
Foto(s): Engelbert Broich

Der Beitrag Marcel Thelen ist neuer Leiter der Evangelischen Beratungsstelle für Kinder, Jugendliche und Erwachsene in Köln und Region erschien zuerst auf Evangelischer Kirchenverband Köln und Region.

Für den Nächsten da sein – Kronenkreuz in der Andreaskirche Schildgen verliehen

Nur vierzig Besucherinnen und Besucher durften kommen, doch auch wenn es dadurch ein wenig trist aussah, der Anlass des Festgottesdienstes in der Evangelischen Kirchengemeinde Schildgen war doch umso schöner. Gleich drei Gemeindemitglieder wurden von Superintendentin Andrea Vogel mit dem Kronenkreuz der Diakonie ausgezeichnet. Pfarrerin Eva Manderla begrüßte die Festgemeinde unter anderem mit den Worten: „Wenn es etwas kalt ist, liegt es an dem Lüftungskonzept, ohne das wir gar keine Gottesdienste hier veranstalten könnten.“ Auch Vogel ging kurz auf das Thema der Pandemie ein: „Die Verleihung ist schon einmal wegen Corona geplatzt und stand jetzt wieder auf der Kippe.“

Dann ging es aber auch schon zum Kern des Gottesdienstes. „Die Sonnenblumen in unserer Dekoration erinnern an das Erntedankfest“, sagte Pfarrerin Manderla. „Und wir haben heute viel zu danken.“ Damit waren Anne Akkermann, Ingrid Zeutschel und Friedel Biebeler gemeint, die in diesem Gottesdienst alle drei das goldene Kronenkreuz der Diakonie überreicht bekamen. Das Kronenkreuz wird als Dank und Anerkennung für ein langjähriges Engagement für die Diakonie verliehen.

Superintendentin Andrea Vogel ging in ihrer Predigt auf das Thema Nächstenliebe ein und verband dieses mit dem Auftrag der Diakonie. „Diakonie ist der Dienst am Menschen im kirchlichen Raum.“  Überall gebe es tätige Nächstenliebe, wie zum Beispiel auch in Form von Einkaufengehen für ältere Menschen, was gerade in Corona Zeiten eine besondere Bedeutung habe. „Wer ist der Nächste?“ fragte sie weiter. „Das ist immer der, der gerade Hilfe braucht.“ Weiter sagte sie: „Diakonie ist hören und tun. Es ist eine zutiefst menschliche Hilfeleistung, wenn ein Mensch für den anderen etwas tut.“ Zum Schluss ihrer Predigt betonte Andrea Vogel eindringlich das Miteinander: „Menschen behandeln sich nicht als Sachen, sie sehen sich als Mitgeschöpfe und sind aufeinander angewiesen. Alles wirkliche Leben ist Begegnung.“

Auch die Verleihung des Kronenkreuzes verlief mit dem durch Corona erforderlichen Abstand. Mit ausgestrecktem Arm überreichte Pfarrer Jürgen Manderla die Anstecknadeln und jeweils einen Blumenstrauß. Andrea Vogel und Eva Manderla würdigten Anne Akkermann, Ingrid Zeutschel und Friedel Biebeler in einer kurzen persönlichen Laudatio. Darin hieß es: „Anne Akkermann hat über viele Jahre die Diakonie hochgehalten. Sie gehört zum Urgestein der Kirchengemeinde. Seit 1980 ist sie im Diakoniekreis der Gemeinde engagiert und hat noch viele andere Ämter übernommen. Friedel Biebeler ist aus der Gemeinde nicht mehr wegzudenken. Sie engagiert sich als Leiterin einer Gruppe für Menschen mit Handicap und geht auch mit Bedürftigen direkt zur Behörde, wenn es mit einem Antrag nicht klappt. Ingrid Zeutschel ist seit 1980 im Diakoniekreis engagiert. Sie hat zusammen mit den anderen die diakonische Arbeit hervorragend koordiniert. Dazu gehören insbesondere der Besuchsdienst bei Senioren, die Vermittlung an beratende Institutionen sowie der Fahrdienst für den Seniorenkreis.“

Text: Dr. Klemens Surmann
Foto(s): Dr. Klemens Surmann

Der Beitrag Für den Nächsten da sein – Kronenkreuz in der Andreaskirche Schildgen verliehen erschien zuerst auf Evangelischer Kirchenverband Köln und Region.