Weltfrauentag: Melanchthon-Akademie lädt zu „Kunst&Wäsche“ ein

Am Dienstag, 8. März, ist wieder Weltfrauentag. Der Weltfrauentag findet nun schon zum dritten Mal während der Pandemie statt. Weltweit – und auch in Köln – gibt es dennoch Veranstaltungen: Die Melanchthon-Akademie lädt zum Weltfrauentagsprogramm „Kunst&Wäsche“ ein: mit Kunst und neuen Impulsen, mit Zeit für Austausch und befreiendem Protest – selbstverständlich mit Kinderaktion, Getränk und einem kleinen Snack. Die Veranstaltung beginnt um 15 Uhr mit der Eröffnung einer Frauen-Kunstausstellung. Im Anschluss findet das Podiumsgespräch „Frauen in Krisenzeiten“ statt. Einen weiteren Impuls bieten die Mitmach-Performance „Nur noch die Wäsche“, unterwegs im Spannungsfeld von Mentalload und Care-Arbeit, das Weltenbauen mit Gigi Bloks, sowie Erzählungen von inspirierenden Frauengeschichten. Musikalisch wird die Soul-Sängerin NAiYANGO die Veranstaltung begleiten.

Die Veranstaltung soll zeigen: Frauen halten die Gesellschaft am Laufen, in Supermärkten und im Gesundheitssystem, in den Familien und im Ehrenamt. Viele Aufgaben haben sich verdichtet und Frauen brauchen Platz zum Atmen – für die kleine Revolte – und für einen freien Kopf.

Seit dem Jahr 1911 wird der „Internationale Tag der Frauen“ gefeiert, an dem weltweit auf Frauenrechte und die Gleichstellung der Geschlechter aufmerksam gemacht werden soll. An dem Tag werden weltweit die bisherigen Errungenschaften der Frauenrechtsbewegung gefeiert – und gleichzeitig die Aufmerksamkeit auf bestehende Diskriminierungen und Ungleichheiten gerichtet. Und mit dem Tag soll dazu ermutigt werden, sich für Geschlechtergerechtigkeit einzusetzen.

Das Programm der Melanchthon-Akademie in der Übersicht:

  • 15 Uhr Vernissage: Frauen-Kunstausstellung
  • im Anschluss Podiumsgespräch „Wir in der Pandemie“
  • Mitmach-Performance „Nur noch die Wäsche“ unterwegs im Spannungsfeld von Mentalload und Care-Arbeit
  • Weltenbauen mit Gigi Bloks Erzählungen von inspirierenden Frauengeschichten
  • Musik und Austausch bei Getränk und Snack

Der Eintritt ist frei, um Anmeldung wird gebeten: anmeldung@melanchthon-akademie.de oder Tel.: 0221 / 93 18 030

Veranstaltungsort: Melanchthon-Akademie Köln, Kartäuserwall 24b, 50678 Köln

www.melanchthon-akademie.de/programm/kurs/17500-kunstwaesche/

 

Text: Frauke Komander
Foto(s): Flyer Melanchthon-Akademie

Der Beitrag Weltfrauentag: Melanchthon-Akademie lädt zu „Kunst&Wäsche“ ein erschien zuerst auf Evangelischer Kirchenverband Köln und Region.

Krieg: Benefiz-Lesung und Friedenszeichen

Die Hilfsbereitschaft für die Ukraine ist riesengroß – auch in Köln. Der AK für aktuelle Maßnahmen des Rates der Religionen beteiligt sich an dem Friedenszeichen von „Pulses of Europe“ am kommenden Sonntag, 6. März um 14 Uhr, auf dem Roncalliplatz. In Erinnerung an die russische Jüdin und Psychologin Sabina Spielrein wird es eine musikalischen Lesung am Mittwoch den 9. März, um 15 Uhr im EL-DE-Haus, Appellhofplatz 23-25, 50667 Köln geben. Aus aktuellem Anlass wird diese Lesung als Benefizveranstaltung für die Hilfstransporte der Synagogengemeinde Köln in die Ukraine stattfinden. Bei der Veranstaltung wird eine Spendenbox für die Hilfstransporte, die die Synagogengemeinde Köln in die Ukraine aufgestellt.

In der Lesung wird es in erster Linie um den Lebensweg und die Lebensleistung von Sabina Spielrein gehen, deren Biographie maßgeblich durch die Begegnung mit C. G. Jung und Sigmund Freud und durch die russische Revolution beziehungsweise durch die Politik und Gewalt des nationalsozialistischen Deutschen Reiches bestimmt wurde. Dr. Sabine Spielrein war eine kluge und vielfach begabte Frau zwischen den Mächten, Männern und Welten.

Für Institutionen besteht die Möglichkeit, diese Lesung als weitere Benefizveranstaltung für die Menschen in der Ukraine in ihren eigenen Räumlichkeiten zu veranstalten (Kontakt: Dorothee Schaper, Frauenbeauftragte im Ev. Kirchenverband Köln und Region, 0221/93 18 03-28, schaper@melanchthon-akademie.de).

Spendensammlung

Die Synagogen-Gemeinde Köln sammelt dringend benötigte Güter und hilft, diese in die Ukraine und zu den Geflüchteten in angrenzenden Staaten zu
bringen. Sie sammelt folgende Spenden:

WINTERKLEIDUNG
Warme Socken (am Besten neu)
Warme Jacken
Winterfeste Schuhe
Thermo-Unterwäsche
Decken
Schals
Handschuhe

SACHSPENDEN
Rucksäcke
Thermoskanne
Taschenlampe
Batterien
Scheinwerfer
Äxte
Fackeln
Isomatten
Schlafsäcke
Zelte
Metallbecher

LEBENSMITTEL
Babynahrung
Nudeln
Reis
Konservendosen
Müsliriegel
Schokolade
Zigaretten

KRANKENHAUSKLEIDUNG
Nachthemden
Pyjamas
Pantoffeln

HYGIENEARTIKEL & WUNDVERSORGUNG &  MEDIKAMENTE
Verbandsmaterial
Damenhygieneartikel
Windeln, Erwachsenenwindeln
Verbandsmaterial
Antiseptika
Desinfektionsmittel/-tücher
Schmerzmittel (z.B. Ibuprofen, Novolgin, Paracetamol) und Antibiotika
Spritzen und Nadeln
Nasen-, Ohren-und Augentropfen
Blutdruckmedikamente

Hier können die Spenden abgegeben werden:

Begegnungszentrum Porz
Tel. 02203 201 554
Mo. bis Do. von 9:00 bis 17:30 Uhr

BGZ Chorweiler
Tel. 0221 709 927 90
Mo. bis Do. von 9:00 bis 17:30 Uhr

Wohlfahrtszentrum in der Ottostraße
Tel. 0221 71662 515
Mo. bis Do. von 9:00 bis 17:00 Uhr

GELDSPENDEN auf folgendes Konto:
IBAN: DE76 3705 0299 0000 0175 72
Verwendungszweck: Ukraine

Text: Frauke Komander
Foto(s): APK

Der Beitrag Krieg: Benefiz-Lesung und Friedenszeichen erschien zuerst auf Evangelischer Kirchenverband Köln und Region.

Ökumenischer Gottesdienst für Frieden in der Ukraine

Drei Konfessionen in einem Gottesdienst aus einem alles verbindenden Beweggrund: Entsetzen über die schrecklichen Bilder des Krieges und das Blutvergießen in der Ukraine. Am Karnevalssonntag feierte die Christuskirche am Stadtgarten einen evangelisch-katholisch-orthodoxen Friedensgottesdienst mit zwar unterschiedlichen Sprachen, Liedern und Gebeten, aber gemeinsamer Betroffenheit, Tränen und dem Wunsch nach Frieden und Hilfe für die Frauen, Männer und Kinder vor Ort.

„Menschen in U-Bahn-Schächten, Jung, Alt, ein Kind mit Windeln läuft durch die Kamera. Feuer und endlose Autoschlangen… Das sind Bilder, die mir nicht aus dem Kopf gehen und mich weinen lassen. Ich bin so wütend, dass solche Männer immer noch unsere Welt in Blut tränken können“, eröffnete Pfarrer Christoph Rollbühler den Gottesdienst für die Ukraine. „Wir alle hier sind traurig, erschüttert und wütend. Und entschlossen, dagegenzuhalten, unabhängig von aller Verschiedenheit – weil Frieden nur gemeinsam möglich wird.“

Volodymyr Chayka, Leiter des Europäischen Dekanats der Ukrainisch-Orthodoxen Kirche und mit eigenen Wurzeln in den umkämpften Gebieten, fiel es sichtlich schwer, zu sprechen. „Dies ist schon der vierte Tag und es gibt bereits viele zivile Opfer“, setzte er mit brüchiger Stimme an. „Wir sehen Bilder, von denen wir dachten, dass sie in Europa unmöglich sind. Zerstörte Städte und zerstörte Hoffnungen.“ Chaykas Gemeinde feiert jeden ersten Sonntag des Monats in den Räumen der Christuskirche Gottesdienst, weil es keine eigene Kirche dafür gibt – und weil der Platz gerne geteilt wird.

Solidarität aus allen Ecken der Welt

„Krieg ist böse und nie gerecht. Beenden kann ihn nur der Angreifer, nicht wer sich und seine Familie verteidigt“, führte der Leiter des Europäischen Dekanats etwas gefasster fort. „Wir erfahren Solidarität aus allen Ecken der Welt. Ist es nicht schon ein Weltkrieg, wenn alle hinsehen? Es geht nicht nur um die Ukraine, auch um demokratische und europäische Werte. Wir brauchen Frieden, ein Ende der Gewalt! Herzensfrieden kann nur Gott uns geben.“

Für Frieden beten

Monsignore Albert Kühlwetter als ehemaliger katholischer Pfarrer in Köln unterstrich Volodymyr Chaykas berührenden Appell. Als Einheit gegen die Gewalt auch ökumenisch zusammenzustehen, ist ihm ein persönliches Anliegen: „Ich bin 1938 im Krieg geboren und in ihm aufgewachsen. Angezogen ins Bett gegangen mit einem Koffer neben mir, in dem das war, was ein Kind für seine Wertsachen hält. Damit es schnell ging, wenn die Sirenen heulten. Eine grausame Zeit, die ich niemandem zu erleben wünschte“, schilderte er bedrückt. „Aber der Krieg macht auch, dass wir es schaffen, Grenzen zu überwinden, hier als Priester zusammenzufinden und für Frieden zu beten!“

Mit Flügel- und Geigenmusik, ukrainischem Gesang und dem Anzünden von Friedenslichtern endete ein Gottesdienst, den es im Sinne aller gemeinsamen Werte und Wünsche ruhig häufiger geben sollte. Pfarrer Christoph Rollbühler schloss mit einer Zusage: „Wir öffnen die Räume der Christuskirche ab sofort für die Familien, Frauen, Männer und Kinder, die aus der Ukraine in unser Land fliehen. Das Einzige, was wir jetzt können, ist zusammenhalten.“

Text: Claudia Keller
Foto(s): Claudia Keller

Der Beitrag Ökumenischer Gottesdienst für Frieden in der Ukraine erschien zuerst auf Evangelischer Kirchenverband Köln und Region.

Evangelischer Kirchenkreis Köln-Rechtsrheinisch startet Aschermittwoch Aktion „Friedenslicht“

„Lichter anzünden. Für Frieden in der Ukraine.“ – Unter dem Namen „Friedenslicht“ öffnen viele Kirchen im Evangelischen Kirchenkreis Köln-Rechtsrheinisch in der Zeit von Aschermittwoch eine Woche lang zum Beten, Gedenken und Kerzen-Anzünden. „Fassungslos blicken wir, wie so viele Menschen, auf die Situation in der Ukraine“, schreibt der Kirchenkreis in seiner Einladung. „Um unserer Sorge Ausdruck zu verleihen und Halt zu suchen, laden wir als Kirchen in der Region dazu ein: Zünden Sie mit uns Lichter an. Sprechen Sie mit uns Gebete.“ 21 evangelische Kirchen im rechtsrheinischen Köln, im Rheinisch-Bergischen Kreis und im Oberbergischen Kreis öffnen zu verschiedenen Uhrzeiten vom 2. bis zum 8. März 2022, um so Anlaufstelle für die Menschen zu sein.

Rückblickend auf die große Demonstration am Rosenmontag in Köln sagt Pfarrer Torsten Krall, stellvertretender Superintendent des Kirchenkreises, zu der Aktion: „Solange die Waffen nicht schweigen, können wir es auch nicht. Außerdem gibt es noch den besonderen Weg der christlichen Demonstration: das Gebet. Ich kann die Hände in den Schoß legen und meine Wut und meine Hilflosigkeit einem anderen anvertrauen. Er wird mich hören. Wenn ich dabei nicht alleine bleibe, entfaltet auch diese stille Demonstration ihre Kraft. Unter dem Motto „Friedenslichter“ öffnen ab Aschermittwoch viele Kirchen in unserer Region zum Gebet. Jede und jeder kann kommen, seine Stimme in der Stille erheben und mit einer Kerze Flagge zeigen – für den Frieden, für die Ukraine und für alle, die den Frieden bringen.“

Viele der geöffneten Kirchen sind mit einem Banner gekennzeichnet. Folgende Kirchengemeinden nehmen an der Aktion „Friedenslicht“ teil:

Köln

Köln Brück-Merheim, Johanneskirche, Am Schildchen 15, 51109 Köln, täglich 9-19 Uhr
Köln Buchheim, Kreuzkirche, Wuppertaler Str. 21, 51067 Köln, täglich 18-19 Uhr
Köln Dellbrück-Holweide, Pauluskirche, Thurner Str. 105, 51069 Köln, 2.-4.3. + 7.-9.3. 9-13 Uhr, Andacht 2.3. 19.30 Uhr
Köln Dünnwald, Tersteegenkirche, Amselstraße 22, 51069 Köln, täglich 17-18 Uhr
Köln Flittard/Stammheim, Immanuelkirche, Bonhoefferstraße 8, 51061 Köln, täglich 9-18 Uhr
Köln Höhenhaus, Paulskirche, Dreisamweg 9-11, 51061 Köln, 2.3. + 9.3. 17-18 Uhr
Köln Mülheim, Andreae-Haus, Graf-Adolf-Str. 22, 51065 Köln, täglich 9-17 Uhr
Köln Mülheim, Friedenskirche, Wallstraße 70, 51063 Köln, täglich 17-18 Uhr
Köln Rath-Ostheim, Auferstehungskirche, Heppenheimer Str. 7, 51107 Köln, 2.3. + 3.3. 19-20 Uhr / 4.3. 18-20 Uhr / 5.3. + 6.3. + 7.3. 18-19 Uhr / 8.3. + 9.3. 19-20 Uhr, diverse Gottesdienste + Friedensgebete
Köln Rath-Ostheim, Versöhnungskirche, Erlöserkirchstraße 1, 51107 Köln, täglich 16-17 Uhr
Köln Neubrück, Trinitatiskirche, Europaring 35, 51109 Köln, 3.3.-5.3. + 8.3.-9.3. 10-12 Uhr

Rheinisch-Bergischer Kreis

Altenberg-Schildgen, Andreaskirche, Schüllenbusch 2, 51467 Bergisch Gladbach, täglich 8-18 Uhr
Altenberg-Schildgen, Altenberger Dom, Eugen-Heinen-Platz 2, 51519 Odenthal, täglich 9-19 Uhr, Andacht 4.3. 19.30 Uhr
Bensberg, Evangelische Kirche in Refrath, Vürfels 26, 51427 Bergisch Gladbach, täglich 18.30-20 Uhr
Bensberg, Zeltkirche Kippekausen, Am Rittersteg 1, 51427 Bergisch Gladbach, 2.3. + 3.3. 18-20 Uhr
Bergisch Gladbach, Heilig-Geist-Kirche, Schneppruthe 2, 51469 Bergisch Gladbach, 2.3. + 9.3. 18-19 Uhr
Bergisch Gladbach, Kirche zum Frieden Gottes, Martin-Luther-Straße 13, 51465 Bergisch Gladbach, täglich 19-20 Uhr
Bergisch Gladbach, Kirche am Heilsbrunnen, Im Kleefeld 23, 51467 Bergisch Gladbach, täglich 19-20 Uhr
Volberg-Forsbach-Rösrath, Christuskirche Forsbach, Bensberger Str. 238, 51503 Rösrath, täglich 19-20 Uhr
Volberg-Forsbach-Rösrath, Ev. Kirche Volberg, Hoffnungsthal 1, 51503 Rösrath, täglich 18-19 Uhr

Oberbergischer Kreis

Lindlar, Jubilate-Kirche, Auf dem Korb 21A, 51789 Lindlar, täglich 18-19 Uhr

Text: APK
Foto(s): Ev. Kirchenkreis Köln-Rechtsrheinisch (Aushang Friedenslichter)

Der Beitrag Evangelischer Kirchenkreis Köln-Rechtsrheinisch startet Aschermittwoch Aktion „Friedenslicht“ erschien zuerst auf Evangelischer Kirchenverband Köln und Region.

Weltgebetstag hat das Motto „Zukunftsplan: Hoffnung“

Frauen aus England, Wales und Nordirland haben die Gottesdienstordnung für den Weltgebetstag am Freitag, 4. März, verfasst, der in diesem Jahr unter dem Motto „Zukunftsplan: Hoffnung“ steht. Der Weltgebetstag wird jedes Jahr von christlichen Frauen aus einem anderen Land vorbereitet. Immer am ersten Freitag im März werden Gottesdienste in mehr als 150 Ländern rund um den Globus gefeiert. Im Mittelpunkt der Gottesdienste 2022 steht ein Vers aus Jeremia 29,11: „…ich will euch Zukunft und Hoffnung geben.“

Weltgebetstag 2022: „Zukunftsplan: Hoffnung“
– Internet
04.03.2022, 19:00, [ONLINE]

Für alle, die den WGT-Gottesdienst nicht in der Gemeinde feiern können, wird der Sender Bibel TV an diesem Tag einen Gottesdienst zum Weltgebetstag ausstrahlen, der um 19 Uhr beginnt. Auch auf der Internetseite kann der Gottesdienst mit verfolgt werden. Gestaltet wird er von einem ökumenischen Team altkatholischer, baptistischer, evangelisch-lutherischer und römisch-katholischer Frauen sowie dem Weltgebetstags-Musik-Team:
www.weltgebetstag.de

Gottesdienste im Bereich des Evangelischen Kirchenverbandes Köln und Region:

Stadtgebiet Köln

Evangelische Kirchengemeinde Köln-Deutz/Poll

– St. Josef, Poller Hauptstraße 26, 51105 Köln 
04.03.2022, 17:00, Gottesdienst zum Weltgebetstag (3G und Maskenpflicht)

– St. Johannes-Kirche, Tempelstraße 31, 50679 Köln
04.03.2022, 10:00, „Weltgebetstag zum Mitnehmen“, eine Tüte mit Impulsmaterial für zu Hause kann an der St. Johanneskirche abgeholt werden.
04.03.2022, 11:00 und 15:00, Ökumenische Kurz-Andachten zum Weltgebetstag (2G), Beate Commer und Team, Anmeldung erforderlich.
04.03.2022, 18:00, [ONLINE], Ökumenische Weltgebetstags-Andacht per Zoom (Meeting-ID 674 1851 8967; Kenncode 375725)
www.evangelisch-deutzpoll.de

Evangelische Kirchengemeinde Köln-Lindenthal
– Kath. Kirche St. Albertus-Magnus, Suitbert-Heimbach-Platz 11, 50935 Köln
04.03.2022, 16:00, Ökumenische Andacht Weltgebetstag, Pfarrerin Ulrike Gebhardt
www.kirche-lindenthal.de

Evangelische Kirchengemeinde Köln Niehl-Riehl
– St. Bonifatius – Gneisenaustr. 15 – 50733 Köln
04.03.2022, 17:00, Ökumenischer Gottesdienst zum Weltgebetstag

Evangelische Kirchengemeinde Ehrenfeld
– Friedenskirche, Rothehausstraße 54a, 50823 Köln
04.03.2022, 15:00, Weltgebetstag-Gottesdienst
www.evangelisch-ehrenfeld.de

Evangelische Kirchengemeinde Köln-Pesch
– Ev. Gemeindezentrum, Montessoristraße, 50767 Köln
04.03.2022, 17:00, Weltgebetstagsgottesdienst (2G und Maskenpflicht)

Evangelische Kirchengemeinde Köln-Mauenheim-Weidenpesch
– Philipp-Nicolai-Kirche, Mauenheim, Nibelungenstraße 62, 50739 Köln
04.03.2022, 17:00, Ökumenischer Weltgebetstagsgottesdienst, Pfarrerin Christina Schlarp
www.kirche-mauwei.de

Evangelische Nathanael-Kirchengemeinde Köln-Bilderstöckchen
– St. Joseph Nippes, Josephskirchplatz 1, 50733 Köln
04.03.2022, 15:00, Weltgebetstagsgottesdienst

Evangelische Dietrich-Bonhoeffer-Gemeinde Junkersdorf
– Gemeindehaus, Birkenallee 20, 50858 Köln
04.03.2022, 14:00, Gottesdienst zum Weltgebetstag, Team WGT

Evangelische Gemeinde Weiden/Lövenich
– Ev. Kirche Weiden/Lövenich, Aachener Straße 1208, 50858 Köln
04.03.2022, 15:00, Gottesdienst zum Weltgebetstag, Team der Evangelischen Frauenhilfe und der KfD

Evangelische Kirchengemeinde Ichthys
– Gemeindehaus Unter Gottes Gnaden, Zum Dammfelde 37, 50859 Köln-Widdersdorf
04.03.2022, 17:00, Ökumenischer Gottesdienst zum Weltgebetstag, anschließend gemeinsames Essen und Feiern. Um Anmeldung wird gebeten, Pfarrerin Liane Scholz
www.evkirche-ichthys.de

Kirchenladen Sinthern, Am Hoppeberg 5, 50259 Pulheim-Sinthern
04.03.2022, 19:00, Ökumenischer Gottesdienst zum Weltgebetstag, anschließend gemeinsames Essen und Feiern. Um Anmeldung wird gebeten, Pfarrerin Liane Scholz
www.evkirche-ichthys.de

Evangelische Hoffnungsgemeinde im Kölner Norden
– Stadtkirche Chorweiler, Pariser Platz 32, 50765 Köln
04.03.2022, 17:00, Weltgebetstagsgottesdienst, Team Weltgebetstag
www.hoffnungsgemeinde-koeln.de

Evangelische Kirchengemeinde Köln-Dellbrück/Holweide
– Christuskirche Dellbrück, Dellbrücker Mauspfad /Ecke Bergisch Gladbacher Straße, 51069 Köln
04.03.2022, 16:00, Ökumenischer Gottesdienst zum Weltgebetstag (2G), Pfarrerin Sybille Noack-Mündemann und Team
www.evangelisch-in-koeln-dellbrueck-holweide.de

Evangelische Kirchengemeinde Köln-Dünnwald
– Tersteegenkirche, Amselstraße 22, 51069 Köln
04.03.2022, 17:00, Gottesdienst zum Weltgebetstag, Pfarrerin Astrid Krall-Packbier
www.evangelisch-in-duennwald.de

Evangelische Kirchengemeinde Vingst-Neubrück-Höhenberg
– Ev. Trinitatiskirche Neubrück, Europaring 31-35, 51109 Köln
04.03.2022, 17:00, Weltgebetstag – Pfarrerin Stangenberg-Wingerning mit ökumenischem Team

– St. Theodor, Burgstraße 42, 51103 Köln
04.03.2022, 17:00, Weltgebetstag mit Team

Evangelische Kirchengemeinde Köln-Rath-Ostheim
– Ev. Auferstehungskirche Ostheim, Heppenheimer Straße 7, 51107 Köln
04.03.2022, 15:00, Ökumenischer Gottesdienst zum Weltgebetstag

Evangelische Kirchengemeinde Mülheim am Rhein
– Kreuzkirche Buchheim, Wuppertaler Straße 21, 51067 Köln
04.03.2022, 15:00, Gottesdienst zum Weltgebetstag
www.kirche-koeln-muelheim.de und www.ekibubu.de

Evangelische Kirchengemeinde Porz
– Johanneskirche Westhoven, Berliner Straße 5, 51149 Köln
04.03.2022, 15:00, Gottesdienst zum Weltgebetstag
– Hoffnungskirche, Finkenberg, Theodor-Heuss-Straße 1, 51149 Köln
04.03.2022, 17:00, Gottesdienst zum Weltgebetstag
– Pauluskirche, Zündorf, Houdainer Straße 32, 51143 Porz
04.03.2022, 19:00, Gottesdienst zum Weltgebetstag
www.kirche-porz.de

Evangelische Kirchengemeinde Porz-Wahn-Heide
– Martin-Luther-Kirche, Sportplatzstraße 63, 51147 Köln
04.03.2022, 15:00, Gottesdienst zum Weltgebetstag
www.kirche-porz-wahnheide.de

Evangelische Brückenschlag-Gemeinde Köln-Flittard/Stammheim
– Immanuel-Kirche, Bonhoefferstr. 10, 51061 Köln
04.03.2022, 17:00, [ONLINE] Ökumenischer Weltgebetstagsgottesdienst – live und als Stream
www.brueckenschlag-gemeinde.de

Evangelische Kirchengemeinde Kalk-Humboldt
– Gustav-Adolf-Haus, Hachenburger Straße, 51105 Köln
04.03.2022, 15:00, Ökumenischer Gottesdienst zum Weltgebetstag, Pfarrerin Thiesbonenkamp & Team

Evangelische Philippus-Kirchengemeinde Köln-Raderthal
– Ev. Philippuskirche, Albert-Schweitzer-Straße 3, 50968 Köln
04.03.2022, 15:00, Weltgebetstagsgottesdienst, koreanische Hanbit Gemeinde
www.kirche-raderthal.de

Evangelische Kirchengemeinde Rondorf
– Pfarrkirche St. Katharina, Katharinenstraße 4, Köln-Godorf 
04.03.2022, 17:00, Ökumenischer Gottesdienst zum Weltgebetstag, Pfarrerin Marianne Leverenz
www.rondorf.de

Rhein-Erft-Kreis

Evangelische Kirchengemeinde Pulheim
– Gemeindehaus Gnadenkirche Pulheim, Gustav-Heinemann-Straße 28, 50259 Pulheim
04.03.2022, 15:00, Gottesdienst zum Weltgebetstag, Pfarrerin Petzke und ökumenisches Team
– Kreuzkirche Stommeln, Paul-Schneider-Straße 2, 50259 Pulheim
04.03.2022, 15:00, Gottesdienst zum Weltgebetstag, im Anschluss Austausch bei Gebäck, Sonja Meiners, Angelica Wehrmann

Evangelische Trinitatis-Kirchengemeinde an der Erft
– Petrikirche Quadrath-Ichendorf, Kirchstraße 45, 50126 Bergheim
04.03.2022, 15:00, Weltgebetstagsgottesdienst
– St. Remigius, Kirchstraße 45, 50126 Bergheim
04.03.2022, 15:00, Weltgebetstagsgottesdienst
www.trinitatis-kirchengemeinde.de

Evangelische Kirchengemeinde Brüggen/Erft
– Lukaskirche Brüggen, Kirchweg 7, 50169 Kerpen-Brüggen
04.03.2022, 16:00, Ökumenischer Weltgebetstagsgottesdienst, Pfarrerin Gesa Francke
3G und Maskenpflicht

Evangelische Kirchengemeinde Brühl
– St. Blasius (Meschenich), Brühler Landstraße 425, 50997 Köln
04.03.2022, 17:00, Ökumenischer Gottesdienst zum Weltgebetstag
www.kirche-bruehl.de

Evangelische Kirchengemeinde Frechen
– Evangelische Kirche, Hauptstraße 209, 50226 Frechen
04.03.2022, 15:30, Produkte aus fairem Handel, Eine-Welt-Laden Frechen
04.03.2022, 16:00 Hintergrundinformationen und Bilder zu England, Wales und Nordirland
04.03.2022, 17:00 Uhr (Einlass 16:30 Uhr), Ökumenischer Weltgebetstagsgottesdienst „Alles wird gut“ (3G und Maskenpflicht), Pfarrerin Koch-Torjuul und Team.
Da nur eine begrenzte Anzahl an Plätzen zur Verfügung steht, wird um Anmeldung im Gemeindebüro bis Dienstag, 1. März, per E-Mail an frechen@ekir.de oder per Telefon 02234/52763 gebeten.
www.kirche-frechen.de

Evangelische Kirchengemeinde Lechenich
– Ev. Gemeindezentrum Friesheim, Bolzengasse 23, 50374 Erftstadt
04.03.2022, 15:00, Gottesdienst zum Weltgebetstag
– Kirche der Versöhnung Lechenich, An der Vogelrute 8, 50374 Erftstadt
04.03.2022, 15:00, Gottesdienst zum Weltgebetstag

Evangelische Kirchengemeinde Sindorf
– Christus-Kirche, Carl-Schurz-Str. 2 / Ecke Kerpener Straße, 50170 Kerpen-Sindorf
04.03.2022, 16:30, Ökumenischer Gottesdienst zum Weltgebetstag, Pfarrer Frank Drensler
www.evangelisch-in-sindorf.de

Evangelische Kirchengemeinde Kerpen
– Johanneskirche, Filzengraben, 50171 Kerpen
04.03.2022, 15:00, Gottesdienst zum Weltgebetstag, Heike Kümpel
www.evangelisch-in-kerpen.de

Rheinisch-Bergischer Kreis

Evangelische Kirchengemeinde Altenberg/Schildgen
– Herz-Jesu-Kirche, Altenberger-Dom-Straße 140, 51467 Bergisch Gladbach
04.03.2022, 15:00, Ökumenischer Gottesdienst am Weltgebetstag, Ökumenisches Weltgebetstagsteam
– Pfarrbezirk Altenberger Dom, Eugen-Heinen-Platz 2, 51519 Odenthal
04.03.2022, 16:00, Ökumenischer Gottesdienst (3G), anschließend lädt ein großes Team von Ehrenamtlichen der evangelischen und katholischen Kirchengemeinden am Dom zu einer „Teatime“ mit Selbstgebackenem vor den Altenberger Dom ein. Bitte einen eigenen Becher mitbringen. Pfarrerin Claudia Posche und das Weltgebetstagsteam

Evangelische Kirchengemeinde Bensberg
– Kirche St. Johann Baptist, Kirchplatz 1, 51427 Bergisch Gladbach
04.03.2022, 15:00, Gottesdienst zum Weltgebetstag
www.kirche-bensberg.de

– Pfarrkirche St. Lucia, Kielsberg 1, 51491 Overath
04.03.2022, 17:00, Gottesdienst zum Weltgebetstag
– Gemeindezentrum Herkenrath, Straßen 54, 51429 Bergisch Gladbach-Herkenrath
04.03.2022, 17:00, Gottesdienst zum Weltgebetstag
www.kirche-bensberg.de

Evangelische Gemeinde Volberg-Forsbach-Rösrath
– kath. Kirche Heilig Geist, Forsbach, Im Käuelchen, 51503 Rösrath
04.03.2022, 15:00, Ökumenischer Gottesdienst am Weltgebetstag, katholische und evangelischen Frauen(gruppen).
– Kirche St. Servatius Hoffnungsthal, 51503 Rösrath
04.03.2022, 16:30, Ökumenischer Gottesdienst am Weltgebtstag, katholische und evangelische Frauen(gruppen)
www.evkirche-roesrath.de

Text: APK
Foto(s): APK

Der Beitrag Weltgebetstag hat das Motto „Zukunftsplan: Hoffnung“ erschien zuerst auf Evangelischer Kirchenverband Köln und Region.

Rund 250.000 Menschen setzten mit Friedensdemonstration durch die Kölner Innenstadt Zeichen gegen Krieg und für Frieden, Demokratie und Freiheit.

„Herr Putin, stoppen Sie den Wahnsinn, stoppen Sie den Krieg!“, wandte sich Christoph Kuckelkorn am Rosenmontag vor Beginn der Demonstration für Frieden in der Ukraine eindringlich Richtung Moskau. Dafür erntete der Präsident des Festkomitees Kölner Karneval auf dem Chlodwigplatz in der Kölner Südstadt tosende Zustimmung. Kuckelkorn hatte zuvor den zahlreichen dicht gedrängt stehenden Anwesenden gedankt, dass „ihr heute den Weg hierhin gefunden habt“. Darunter befanden sich auch etliche uniformierte Mitglieder der traditionellen Karnevalskorps und -Gesellschaften und Veedelsvereine. Später sollte die Schätzung ergeben, dass insgesamt rund 250.000 Menschen sich am Demonstrationszug durch die Innenstadt beteiligt haben.

So wand sich auf 4,5 Kilometer vom Severinstor bis zur Mohrenstraße ein eindrucksvoller, lauter und bunter Lindwurm, in den sich immer wieder Gruppen und einzelne Teilnehmerinnen und Teilnehmer integrierten. Ja, die Veranstaltung war bunt und zuweilen laut, aber eben auch von einem eher bedächtigen, respektvollen Grundton getragen. Denn wie hatte es zu Beginn geheißen: Es handele sich nicht um eine Karnevalsveranstaltung, sondern um eine Friedensdemo.

„Der Kölner Karneval kann mehr als feiern und schunkeln“

Angeführt wurde der Zug von einem kurzfristig realisierten Persiflagewagen. Dieser zeigte eine drastische Darstellung einer von einer russischen Fahne aufgespießt Friedenstaube. Bevor sich der Wagen auf den Weg machte, wurde auf Kommando von Zug- und Demonstrationsleiter Holger Kirsch lebenden weißen (Friedens)Tauben die Freiheit geschenkt. Zuvor hatte Kirsch beklagt, dass unserer Kinder nun erahnen könnten, was Krieg bedeute. „Lasst uns ihnen heute ein Gefühl dafür geben, was Frieden und Demokratie bedeuten“, appellierte er. Viele der jungen wie älteren, kostümierten wie zivil gekleideten Teilnehmenden trugen Zettel bis hin zu Plakaten, Schildern und großen Transparenten, auf denen sie einfallsreich ihre deutliche Meinung über den Krieg und zu Putin äußerten. Die ukrainischen Nationalfarben Blau-Gelb waren immer wieder in Form etwa von Bekleidungen und Fahnen vertreten.

Als in der Nacht auf Weiberfastnacht Russland seinen Angriff auf die Ukraine startete, sagte am selben Tag das Festkomitee das geplante Rosenmontagsfest mit Persiflagewagen im Stadion in Köln-Müngersdorfer ab. Stattdessen wurde die Idee einer Friedensdemonstration geboren. „Der Kölner Karneval kann mehr als feiern und schunkeln. Er lebt vor allem von der Solidarität und der Gemeinschaft, Werte wie Freiheit und Gleichheit sind unser oberstes Gut. Alles hät sing Zick – und jetzt ist es an der Zeit, sich solidarisch mit den Menschen in der Ukraine zu zeigen“, teilte Kuckelkorn vor einigen Tagen mit. Das Festkomitee erhielt auf seinen Aufruf prompt großen, weiten Zuspruch aus der Gesellschaft.

In der Situation des Krieges verbunden

Dem Appell schloss sich auch die Evangelische Kirche in Köln und Region an. „Wir wollen mit diesem Schweigegang in Köln ein Zeichen setzen und deutlich machen, dass wir mit den Bürgerinnen und Bürgern in der Ukraine in dieser außergewöhnlichen Situation des Krieges verbunden sind und an ihrer Seite stehen“, sagte Stadtsuperintendent Bernhard Seiger. Seinem Aufruf nach Beteiligung folgten zahlreiche Mitglieder der Evangelischen Kirche. Und setzten damit ein öffentliches Zeichen gegen Krieg – und für Frieden, Demokratie und Freiheit.

Was kann ich tun angesichts des Überfalls Russland auf seinen Nachbarn Ukraine? Welchen Beitrag kann ich leisten, wenn die Waffen sprechen und brutale Tatsachen schaffen? Wie kann ich helfen – den Menschen, die jetzt mitten im Krieg stecken? Die Gewalt macht mich sprach- und hilflos“, sagt Torsten Krall, stellvertretender Superintendent des Evangelischen Kirchenkreises Köln-Rechtsrheinisch und weiter: „Die bunten Truppen auf den Straßen zeigen den Menschen in der Ukraine, dass sie nicht alleine oder vergessen sind. Und sie sind eine Wertschätzung für die, die unter hoher Gefahr in Russland selber für den Frieden demonstrieren. Solange die Waffen nicht schweigen, können wir es auch nicht. Außerdem gibt es noch den besonderen Weg der christlichen Demonstration: das Gebet. Ich kann die Hände in den Schoß legen und meine Wut und meine Hilflosigkeit einem anderen anvertrauen.“

Auf der fast einstündigen Kundgebung vor dem Start des Demonstrationszuges begrüßte Kuckelkorn auch NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst neben und Oberbürgermeisterin Henriette Reker auf der Bühne. Unsere Gedanken seien bei den Bürgerinnen und Bürgern der Ukraine, sagte Reker. Auch bei den Angehörigen und Familien der Soldatinnen und Soldaten beider Länder. Viele Kölnerinnen und Kölner stammten aus Russland und auch aus der Ukraine. Sie dächten in diesen Stunden besonders an ihre Familien und Bekannten in der alten Heimat. Ihnen versicherte Reker, dass in Köln zu jeder Zeit all jene Menschen willkommen seien, die vor Krieg, Gewalt und Verfolgung fliehen müssten. Der Karneval habe den Kölnerinnen und Kölnern in schweren Zeiten immer Halt gegeben, so die Oberbürgermeisterin. „Wir können heute deutlich machen, wie viel Zuversicht in unserem Karneval steckt.“

Dieser sei für uns eben kein Event wie jeder andere. „Er ist ein Lebensgefühl. Er verbindet Menschen über alle Grenzen hinweg.“ Der Kölner Karneval stehe für freie Meinungsäußerung, gemeinschaftliches Miteinander, Solidarität und Frieden. Reker zeigte sich wirklich froh über das großartige Symbol des Festkomitees, eine Friedensdemonstration als Zeichen der Solidarität mit der Ukraine abzuhalten. „Ich empfinde grenzenlose Bewunderung für all die mutigen Russinnen und Russen, die bereits seit Freitag auf die Straßen ihres Landes gehen“, sagte Reker. „Wir müssen diesen Menschen, die sich trotz harter Strafen und persönlicher Konsequenzen gegen die Entscheidung ihres Präsidenten aussprechen, beistehen.“ Ebenso dankte sie allen Frauen und Männern in der Ukraine, die einen gewaltlosen Widerstand aufrechterhielten. „Wir hier in Köln werden alles tun, was in unserer Macht steht, um Hass und Gewalt und Diktatur keinen Raum zu geben.“

Köln und Karneval stehen für Menschenwürde und Menschenrechte

Rund 250.000 Menschen namen an der Friedensdemonstration am Rosenmontag 2022 teil

Kuckelkorn betonte, dass viele Menschen in diesen Tagen nur einen großen Wunsch im Herzen trügen: „Frieden für Europa.“ Wenn es darauf ankomme, bilde Köln eine Einheit. „Und das zeigt ihr heute so eindrucksvoll“, dankte der Festkomitee-Präsident. „Wir haben das schon oft hier in Köln bewiesen.“ Terror und Gewalt seien keine kalkulierbaren Mittel zur Lösung von Konflikten, stellte er fest. Vernichtung von Menschenleben sei nicht durch wirtschaftliche Notwendigkeiten zu rechtfertigen. „Wir können und wollen nicht akzeptieren, dass Aggressoren ihre Macht so missbrauchen, dass Menschen für politische Ziele ihr Leben verlieren. Wie schön wäre es, wenn die Menschheit endlich aus ihren Fehlern lernen würde.“ Köln und der Karneval stünden für unverrückbare Werte, für Menschenwürde, Menschenrechte und nicht für Gewalt als Konfliktlösung. „Dafür gehen wir heute auf die Straße, gerade an unserem höchsten kölschen Feiertag, am Rosenmontag.“

Für den deutsch-ukrainischen Verein Blau-Gelbes Kreuz mit Sitz in Köln, der sich um ukrainische Waisenkinder kümmert, sprach Dr. Detlef Bernd Gysan. Der aktuelle Krieg habe ihre Zahl bereits ansteigen lassen. Zwei Ukrainierinnen stellten und trugen die Hymne vor, die seit acht Jahren bei Beerdigungen „unserer Gefallenen“ gesungen werde. Die Band Brings prägte die Kundgebung musikalisch mit „Mir singe Alaaf! (- villeich e betzje stiller)“ und „Liebe gewinnt“. Eingangs hatte Peter Brings erklärt, für ihn gehörten Karneval und Politik selbstverständlich zusammen.

Kuckelkorn zog eine sehr positive Bilanz der Veranstaltung: „Die Kölner und der Karneval haben heute gezeigt, dass alle zusammenstehen, wenn es darauf ankommt. Heute ging es nicht ums ausgelassene Feiern, sondern um lauten und bunten Protest gegen den Krieg in der Ukraine. Es war genau das richtige Signal, den Rosenmontag zu einem Friedensfest zu machen. Ob Gardist oder Lappenclown, ob mit Pappnase oder Pappschild und klarer Botschaft: Heute war ganz Köln ebenso friedlich wie unmissverständlich auf den Beinen.“

Text: Engelbert BroichU/APK
Foto(s): APK/Engelbert Broich

Der Beitrag Rund 250.000 Menschen setzten mit Friedensdemonstration durch die Kölner Innenstadt Zeichen gegen Krieg und für Frieden, Demokratie und Freiheit. erschien zuerst auf Evangelischer Kirchenverband Köln und Region.

Guido Stephan ist seit 25 Jahren Geschäftsführer der ASG

„Die Antoniter Siedlungsgesellschaft mbH im Evangelischen Kirchenverband Köln und Region (ASG) ist nicht irgendeine Wohnungsbaugesellschaft, sondern eine Tochter der Evangelischen Kirche in Köln und Region, die unser Gesellschafter ist. Wir gehören also zur evangelischen Kirche. Das versuche ich seit einem viertel Jahrhundert allen zu vermitteln“, sagt Guido Stephan, der das Unternehmen seit 25 Jahren als Geschäftsführer leitet. Am 1. März 1997 trat der heute 56-jährige gelernte Immobilienkaufmann seine Stelle bei der ASG an. Seitdem habe sich viel verändert, erinnert er sich. Von damals 15 Mitarbeitenden wuchs der kleine Konzern auf ein Team von heute insgesamt gut 100 Menschen an. Davon umfasst das 2009 gekaufte Tochterunternehmen Grube & Räther GmbH, das Dienstleistungen rund ums Wohnen anbietet, 47 Mitarbeitende, von denen 18 Minijobber sind.

„Ich wollte arbeiten!“

Als Guido Stephan nach seiner Mittleren Reife 1982 als 17-jähriger in Bonn seine Lehre zum Kaufmann in der Grundstücks- und Wohnungswirtschaft (heute Immobilienkaufmann) bei der VEBOWAG (Vereinigte Bonner Wohnungsbau AG ) begann, habe er noch nicht gewusst, worauf er sich einlässt, sagt er. Abitur und Studium kamen für ihn nicht in Frage. „Ich wollte arbeiten!“, sagt er. Nach der Lehre folgte ein Jahr Beschäftigung bei der VEBOWAG, danach ein Jahr Bundeswehr und dann acht Jahre bei der städtischen GWG (Gemeinnützige Wohnungsbaugesellschaft) in Königswinter – zunächst als kaufmännischer Angestellter und dann als Büroleiter mit Handlungsvollmacht. Berufsbegleitend machte er in dieser Zeit eine Ausbildung zum Wohnungsfachwirt (heute Immobilienfachwirt) und Bilanzbuchhalter (IHK).

Danach wechselte er für 1,5 Jahre in die freie Wirtschaft zu einem Familienunternehmen in Niederkassel als Abteilungsleiter der Immobilienabteilung. 1996 bewarb er sich auf die Geschäftsführerstelle bei der ASG, die er seit 1997 innehat.

„Mein Rüstzeug habe ich bei der GWG in Königswinter gelernt“, erklärt der gebürtige Troisdorfer. In dem kleinen Unternehmen mit rund 450 Wohnungen war er für alles zuständig – von Mieterangelegenheiten, Instandhaltungsfragen und Aufbau einer Fremdverwaltung bis hin zur Bilanzerstellung. „Dadurch kenne ich heute die Zusammenhänge gut. Wenn ich auf der einen Seite etwas verkehrt mache, weiß ich, wer es auf der anderen Seite ausbaden muss. Das kann man in keinem Studium und auf keinem Lehrgang lernen. Diese berufliche Erfahrung hat mich geprägt und mir hier bei der ASG enorm geholfen“.

Vielseitige Arbeit in der Immobilienwirtschaft

An seiner Arbeit bei der ASG gefällt ihm alles: „Ein Job in der Immobilienwirtschaft ist so vielseitig. Das wissen viele nicht, und das versuche ich gerade jungen Menschen bei ihrer Berufswahl immer zu vermitteln. Wir haben mit Technik zu tun, mit kaufmännischen Angelegenheiten und insbesondere mit vielen unterschiedlichen Menschen und Kulturen. Wir müssen uns natürlich auch mit unliebsamen Sachen beschäftigen und flexibel sein. Kurz: Das ist eine vollumfängliche Aufgabe, die einen enorm fordert, und das gefällt mir.“ Aufgrund seiner Position kann Stephan, der sich selbst als kreativen Menschen beschreibt, auch gestalterisch tätig werden. Und seine Gestaltungsmöglichkeiten nutzt er – natürlich mit der Unterstützung und dem Vertrauen eines Aufsichtsrates, mit dem er stets konstruktiv und auf qualitativ hohem Niveau zusammenarbeitet. „Dieses Gremium ist den Weg immer mit mir gegangen. Mit so einem Aufsichtsrat kann man sich als Geschäftsführer wirklich glücklich schätzen“, schwärmt er. Hinzu komme die gute – wenn auch teilweise umfangreiche und komplexe – Zusammenarbeit mit den Gesellschaftern und den Kirchengemeinden.

Die Entwicklung der ASG in den letzten 25 Jahren stark mitgeprägt

Das Ziel, Geschäftsführer eines Wohnungsbauunternehmens zu werden, hatte Guido Stephan schon in seiner Zeit bei der GWG in Königswinter. Es motiviert ihn, dass er die Entwicklung der ASG in den letzten 25 Jahren stark mitprägen und mitentwickeln konnte. „Das will ich auch weiterhin tun“, betont er. „Ich arbeite so, als würde ich das mein Leben lang bis ins Unendliche so weiter machen. An das Ende meiner beruflichen Laufbahn denke ich heute noch nicht.“ Bremsen könne ihn eigentlich keiner, lacht er. Aber natürlich sieht er in den Rahmenbedingungen, die sich für die Immobilienwirtschaft zunehmend verschärfen und die zunehmend Probleme bereiten, auch immer wieder eine Behinderung. „Wir haben zu viele Aufgaben, mit denen wir kein Geld verdienen – zum Beispiel der Datenschutz oder der Arbeitsschutz. Da wird in der Politik immer wieder nachjustiert mit dem Ergebnis, dass wir uns zu viel mit uns selbst beschäftigen müssen und man das Gefühl hat, wir stehen uns alle selbst im Weg. Auch, dass es keine verlässlichen Rahmenbedingungen gibt, ist eine besondere Herausforderung für die Immobilienwirtschaft.“

Bezahlbares Wohnen weiterhin ermöglichen

Als er vor 25 Jahren als Geschäftsführer begann, wurden bei der ASG kaum Modernisierungen durchgeführt. Auch große Bauprojekte gab es noch nicht sehr viele. „Der Bauboom war vorbei und man war gesellschaftlich der Auffassung, Deutschland ist fertig gebaut“, erklärt Stephan. Das veränderte sich 2002, als die Bauabteilung des Evangelischen Kirchenverbands Köln und Region in die ASG integriert wurde und er zusammen mit deren Leiter Wolfgang Stenzel, mit dem er fortan bis 2016 die Geschäftsführung inne hatte, die technische Abteilung des Unternehmens weiter ausbaute, um technische Dienstleitungen für Kirchengemeinden anbieten zu können. Es folgten weitere Entwicklungsschritte. Mit dem Kauf der Grube & Räther GmbH 2009 erweiterten sich die immobilienwirtschaftlichen Dienstleitungen auf inzwischen vier Bereiche (Garten- und Baumpflege, Handwerks-, Hausmeister- und Reinigungsdienste). Stephan ist es ein Anliegen, dass die Gesellschaft sich auch in der Zukunft weiterentwickelt und sich politischen und gesellschaftlichen Veränderungen anpasst, anstatt stehen zu bleiben. Aktuell sei es ein wichtiges Thema, neben der Wohnraumversorgung gute Klimastrategien für die Gesellschaft zu entwickeln, so dass auch weiterhin bezahlbares Wohnen möglich bleibt. „Das ist eine enorme Kraftanstrengung – personell wie finanziell.“

Stolz auf die Mitarbeitenden

Die Mitarbeitenden der ASG und Grube & Räther schätzen ihren Chef. Das liegt wohl daran, dass er ihnen zeigt, wie wichtig ihm sein Team ist und dass er jeden einzelnen seiner Angestellten sehr ernst nimmt. „Ich habe es nie gelernt, Mitarbeiter zu führen. Ich versuche immer, mich in deren Situation zu versetzen. Das ist nicht immer ganz einfach, aber ich krieg das glaube ich ganz gut hin“, erklärt er. „Ich bin auf der einen Seite ein fröhlicher und humorvoller Mensch, kann aber auch auf einer sachlichen und vernünftigen Ebene Schwierigkeiten klären. Dazu braucht man Konfliktbereitschaft. Wir haben hier ein sehr beständiges Team, auf das ich sehr stolz bin.“ Sein Anspruch sei es, seine Mitarbeitenden und die Gesellschaft so zu führen, dass er nach einem Arbeitstag zufrieden nach Hause gehen kann. Und das gelinge ihm in der Regel.

„Mein Hobby ist mein Beruf!“

Was das Privatleben des zweifachen Familienvaters aus Königswinter betrifft, so bringt er es mit dem Satz „Mein Hobby ist mein Beruf!“ auf den Punkt. Früher hat der begeisterte FC-Fan selbst einmal Fußball gespielt. Heute entspannt er in seinem Garten, im Urlaub, beim Kochen und vor allem im Kreis seiner Familie.

Text: Susanne Hermanns
Foto(s): Susanne Hermanns

Der Beitrag Guido Stephan ist seit 25 Jahren Geschäftsführer der ASG erschien zuerst auf Evangelischer Kirchenverband Köln und Region.

HEUTE: Einladung zur Friedensdemonstration des Festkomitees Kölner Karneval am Rosenmontag um 10 Uhr

Die Evangelische Kirche in Köln und Region schließt sich dem Aufruf des Festkomitees Kölner Karneval an und lädt mit zu einer Friedensdemonstration am Rosenmontag um 10 Uhr ein. Geplant ist ein Gang durch die Kölner Innenstadt.

„Wir wollen mit diesem Schweigegang in Köln ein Zeichen setzen und deutlich machen, dass wir mit den Bürgerinnen und Bürgern in der Ukraine in dieser außergewöhnlichen Situation des Krieges verbunden sind und an ihrer Seite stehen“, sagt Stadtsuperintendent Bernhard Seiger und lädt alle Mitglieder der Evangelischen Kirche ein, am Montag bei dem Schweigegang mitzugehen und so ein öffentliches Zeichen gegen Krieg und für Frieden, Demokratie und Freiheit zu setzen.

Die Demonstration startet um 10:00 Uhr auf dem Chlodwigplatz mit einer kurzen Kundgebung. Die Strecke wird über die Severinstraße, den Neumarkt, den Rudolfplatz und die Ringe in Richtung Mohrenstraße über eine Gesamtlänge von ca. 4,5 Kilometern führen. Mehr Informationen auf: www.koelnerkarneval.de

Text: APK
Foto(s): Shutterstock

Der Beitrag HEUTE: Einladung zur Friedensdemonstration des Festkomitees Kölner Karneval am Rosenmontag um 10 Uhr erschien zuerst auf Evangelischer Kirchenverband Köln und Region.

Diakoniespende: Kölner Dreigestirn im Jugendhaus TREFFER

Das Jugendhaus TREFFER in Köln-Buchheim ist der Empfänger der Diakoniespende 2021/22 des evangelischen Kirchenverbandes Köln und Region. Das Besondere an der Diakoniespende: Der Kirchenverband Köln verdoppelt jeden gespendeten Cent bis zu einem Gesamtspendenaufkommen von 100.000 Euro. Der TREFFER bietet Jugendlichen – nicht nur aus dem Stadtteil Buchheim – ein Zuhause und Möglichkeiten, aktiv zu werden. Sei es durch Musik, Kreativangebote, durch Diskussionen oder die Chance, Einblicke in die Politik zu nehmen und an der Gestaltung der eigenen Stadt mitzuwirken. Und knallbunt geht es im TREFFER auch zu – zumal dann, wenn sich das Kölner Dreigestirn die Ehre gibt. Mit einem herzlichen „Willkommen bei den Evangelischen“, begrüßte der Stadtsuperintendent des Evangelischen Kirchenverbandes Köln und Region, Bernhard Seiger, das Kölner Dreigestirn am Buchheimer TREFFER. Die 2022-er Tollitäten aus der Domstadt, Prinz Sven I., Bauer Gereon und Jungfrau Gerdemie, waren gern ins Jugendhaus gekommen.

Und weil der Besuch solch hoher Gäste natürlich nicht unbemerkt bleibt und etwas durchaus Besonderes ist, hatten die Viertklässler von der benachbarten Grundschule ihre Lehrerin Anke Moch darum gebeten, nicht nur gucken kommen zu dürfen, sondern auch zu singen. Kunterbunt kostümiert wuselten sie aufgeregt durcheinander, um vor dem Besuch des Dreigestirns noch einmal ihre Lieder zu üben. Beim Bläck Fööss-Klassiker „Unser Stammbaum“ sangen aus vollem Herzen schließlich nicht nur die Kinder, sondern alle Gäste des Jugendhauses gemeinsam mit dem Dreigestirn und schunkelten was das Zeug hielt.

Um Bewegung geht es auch bei einem Herzensprojekt des TREFFER-Teams, das durch die Diakoniespende finanziert wird. „Das gewünschte E-Tuk, ein elektrisch betriebenes Dreirad, kann in jedem Fall angeschafft werden. Damit kann der TREFFER sich im Stadtteil noch sichtbarer präsentieren“, versprach Bernhard Seiger und verriet die Höhe der aktuellen Spendensumme. Zu seiner großen Freude seien schon 35.000 Euro zusammengekommen, es dürfe aber gerne noch mehr werden.

Für Kinder und Jugendliche stark machen

Ob es nun daran lag, dass auf dem Gelände des TREFFER fröhliche Ökumene gelebt wurde oder daran, dass der Regen einfach müde war – die Sonne lachte warmherzig auf das gerade so selten gewordene Karnevalstreiben hinab und entlockte dem Stadtsuperintendenten ein verschmitztes Eigenlob: „Heute ist wettermäßig der beste Tag der Woche! So sollte es auch sein, wenn ihr uns in unserem TREFFER besucht.“

Ernster wurde Bernhard Seiger, als er die soziale Komponente des Karnevals thematisierte und darauf hinwies, dass sich auch Prinz, Bauer und Jungfrau – wie das Team des TREFFER – für Kinder und Jugendliche stark machen. Das Herzensprojekt des Trifoliums, die Aktion „Grundschulen in Bewegung“ geht unter anderem auf die Stiftung des ehemaligen Fußballspielers des 1. FC Köln, Matthias Scherz, zurück, will Kids im Grundschulalter in Bewegung bringen und wird auch vom Evangelischen Kirchenverband unterstützt.

Ja, und dann gab es Geschenke. Das Dreigestirn erhielt nicht nur selbstgemachte TREFFER-Orden, sondern auch eine Torte. Diese süße Gabe zeuge ebenfalls von echter Ökumene, betonte der Superintendent: „Eine evangelische Beffchentorte von einem türkischen Bäcker für ein katholisches Dreigestirn!“ Prinz Sven I. nahm die gehaltvolle Stärkung gerne entgegen, bedankte sich für die kölschen Lieder, für Musik, gemeinsames lachen und tanzen, denn: „Das ist es doch, was den Karneval für uns alle ausmacht.“

Redaktioneller Hinweis: Der Termin hat vor Weiberfastnacht und dem Angriff auf die Ukraine stattgefunden.

Text: Katja Pohl
Foto(s): Matthias Pohl

Der Beitrag Diakoniespende: Kölner Dreigestirn im Jugendhaus TREFFER erschien zuerst auf Evangelischer Kirchenverband Köln und Region.

Beten für die Menschen in der Ukraine

„Der Krieg ist nach Europa zurückgekommen. Mit tiefer Sorge blicken wir nach Osteuropa. Und die Angst vor weiterer Eskalation steckt im Nacken“, schreibt die Evangelische Brückenschlag-Gemeinde Köln-Flittard/Stammheim in ihrem Newsletter und lädt wie viele andere Gemeinden in Köln und Region zu Gebeten für den Frieden ein.

„Seit 1945 herrscht in Europa eine Friedensordnung, die Menschen nach den beiden Weltkriegen mit unermesslichen äußeren und inneren Leid Erfahrungen des Friedens beschert hat, für die man nur dankbar sein – nach den aktuellen Erfahrungen umso mehr“, schreibt Bernhard Seiger, Stadtsuperintendent des Evangelischen Kirchenverbandes Köln und Region zu dem Krieg in der Ukraine. „Diese Friedensordnung wurde gefährdet in Zeiten des Kalten Krieges und der Bürgerkriegsjahre im Gebiet des ehemaligen Jugoslawiens. Mit dem Fall der Mauer 1989 und der Wiedervereinigung Deutschlands wurden uns Jahrzehnte einer neuen Friedenslage geschenkt. Es war ein langer Frühling der Freiheit und des Friedens in der Mitte Europas. Das scheint Vergangenheit zu sein. Die Sicht Russlands auf Europa hat sich in den letzten Jahren offenbar tiefgreifend gewandelt. Präsident Putin bringt nun mit seinem Einmarsch, dem Krieg gegen die Ukraine großes Leid, Tod, Unsicherheit und Angst zu den Völkern Europas. Es ist nicht erkennbar, welche Haltepunkte die Aggression Russlands gegen die souveräne Ukraine finden könnte.“

Weiter schreibt Bernhard Seiger: „Es erfüllt mich mit großer Sorge, dass das Völkerrecht in Europa so massiv gebrochen wird. Es ist erschütternd, wie unverhohlen der Hass, der Zynismus und die Häme Russlands bzw. seines Präsidenten gegenüber dem Nachbarvolk sichtbar wird. Wir können diese Not Gott klagen, im Gebet an die Bürgerinnen und Bürger der Ukraine und ihrer Nachbarländer denken und für die politisch Verantwortlichen auf allen Seiten beten. Es ist ein Ausdruck unseres Mitgefühls und der Nähe zu den Leidtragenden, dass in vielen unserer Gemeinden, evangelisch, katholisch, orthodox und ökumenisch, nun Friedensgebete stattfinden. Wir spüren die Ohnmacht und Angst angesichts dieser militärischen Gewalt. Wir wissen, dass friedliches Zusammenleben der Völker Europas möglich ist und hoffen trotz allem darauf, dass dieser Frieden wieder zu gewinnen ist.“

Auch der Präses der Evangelischen Kirche im Rheinland, Dr. Thorsten Latzel, hat die Kirchengemeinden zum Gebet für den Frieden in der Ukraine aufgerufen. „Als Christinnen und Christen erinnern wir an die Hoffnung, dass Christus uns entgegen den Erfahrungen von Krieg und Gewalt in der Welt seinen Frieden zusagt“, heißt es in seinem Schreiben. „Aus der Kraft dieses Friedens Christi setzen wir uns konsequent für den Frieden in der Welt ein: Wir beten, demonstrieren, schweigen, engagieren uns dafür. Wir sind in Gedanken und Gebeten bei den Menschen in der Ukraine und in Russland.“

Auf der Synode der Evangelische Kirche im Rheinland im Januar hatte Miriam Haseleu, stellvertretende Superintendentin des Kirchenkreises Köln-Mitte ein Gebet für den Frieden in der Ukraine gesprochen, das auch in den Gottesdiensten der Gemeinden verwendet werden kann:

Gott,
mit Sorge schauen wir in die Ukraine und nach Russland.
Wir bitten dich für alle, die in die politischen und diplomatischen Verhandlungen involviert sind.
Wir bitten dich um Weisheit und Geduld und den unbeirrbaren Willen zum Frieden.

Wir bitten dich für die Menschen in der Ukraine, in Russland und in ganz Osteuropa:
Wo Härte und militärische Stärke vorherrschen, schaffe du, Gott, dir Raum mit deiner Sanftheit und Güte und der Liebe zum Kleinen und Schwachen.
Wo Angst und Misstrauen sind, schaffe dir Raum mit deiner Großzügigkeit, mit der Hoffnung und dem Vertrauen.
Wo vergangene Ereignisse und Entfremdung Wunden geschlagen haben, da schaffe dir Raum mit deinem heilsamen Geist der Versöhnung.

Schaffe dir Raum, Gott, und deinem Shalom, deinem Frieden, der alle Menschen sieht und allen gilt.
Amen.

 
Viele evangelische Kirchengemeinden in Köln und Region laden spontan zu Friedensgebeten ein.

Einige Angebote finden Sie hier:

Brühl
Friedensgebete angesichts des Konflikts zwischen Russland und der Ukraine jeden Freitag um 11:45 Uhr, www.kirche-bruehl.de

Erftstadt
Ökumenisches Friedensgebet, Samstag 26.2.2022, 12 Uhr St. Kilian, www.kirche-lechenich.de
Friedensgebet in die Friedenskirche, 24.02.2022 18:00 Uhr Friedenskirche, Schlunkweg 50, www.kirche-erftstadt.de

Frechen
In der Evangelischen Kirche Frechen finden Andachten für den Frieden statt: Donnerstag, den 24. Februar 2022 um 18 Uhr, Sonntag, den 27. Februar 2022 um 18 Uhr, www.kirche-frechen.de

Köln Bayenthal:
Friedensgebet für die Ukraine, Donnerstag 24. Februar, 19:00 Uhr, in der Philippuskirche Raderthal, Albert-Schweitzer-Str. 3-5, Pfr. Eberhard, Pfr. Kielbik, Pfr. Mahn, www.kirche-bayenthal.de

Köln-Bickendorf
24.02.2022, um 18:00 Uhr in der Epiphaniaskirche
Wir sind alle schockiert. Krieg in Europa. Gemeinsam laden wir heute Abend, 18:00 Uhr, zum Friedensgebet in die Epiphaniaskirche ein. www.gemeinde-bickendorf.de

Köln-Flittard/Stammheim
Februar 2022 19:00 Uhr, Immanuel-Kirche, Evangelische Brückenschlag-Gemeinde Köln-Flittard/Stammheim, www.brueckenschlag-gemeinde.de

Köln-Junkersdorf
Politisches Friedensgebet “Frieden in der Ukraine, Russland und Europa”, Mittwoch, 2.3.2022, 19:00 Uhr, www.junkersdorf.ekir.de

Köln-Weiden / Lövenich
Friedensgebet, Freitag, 25.2.2022, 19 Uhr Evangelische Kirche Weiden, www.ev-kirche-weiden.de

Pulheim
Offene Gnadenkirche, jeden Donnerstag 17:00 – 18:00 Uhr, Gnadenkirche Pulheim
Gottesdienst für den Frieden, Sonntag 27. Februar um 9:30 Uhr, Gnadenkirche Pulheim
Gottesdienst für den Frieden, Sonntag 27. Februar um 11:00 Uhr, Friedenskirche Sinnersdorf
Friedensgebet, Mittwoch 2. März um 19:00 Uhr, Gnadenkirche Pulheim
www.kirchepulheim.de

Pulheim-Brauweiler / Frechen-Königsdorf
Donnerstag, den 24. Februar 2022 um 19.00 Uhr, gleichzeitig in der Christuskirche Königsdorf und der Gnadenkirche Brauweiler www.evangelische-christusgemeinde.de

Weitere Friedensgebete und Angebote finden Sie auf den Internetseiten der Gemeinden. Eine Auflistung aller Gemeinden in Köln und Region finden Sie hier.

Text: APK
Foto(s): Shutterstock

Der Beitrag Beten für die Menschen in der Ukraine erschien zuerst auf Evangelischer Kirchenverband Köln und Region.