Hochwasserkatastrophe: Ansprechpartner für Gemeinden

Hochwasserkatastrophe im Rhein-Erft-Kreis, Köln und Region: Jetzt geht es ans Aufräumen, um das Verarbeiten der schrecklichen Ereignisse – aber auch um grundsätzliche Fragen wie das Klären von Versicherungsfragen bei Schäden. Hier stehen Ansprechpartner zu praktischen Fragen rund um Schäden an kirchlichen Gebäuden und Grundstücken sowie Ansprechpartner für seelsorgliche Begleitung:

Versicherungen

Bei Schäden an kirchlichen Gebäuden und Grundstücken: Grundsätzliche Fragen zur Versicherung beantwortet Ihnen im Landeskirchenamt Herr Volker Back:

Volker Back
Abteilung 4 Recht und Politik Dezernat 4.2
Kirchenkreisangelegenheiten
Telefon: 0211 4562-296
Fax:  0211 4562-253
E-Mail: volker.back@ekir.de


Schäden am Gemeindearchiv

Sollte auch Ihr Gemeindearchiv von den Hochwasserschäden betroffen sein, ist es wichtig, schnell zu handeln. Hier finden Sie Informationen des LVR zur Erstbehandlung von durchnässtem Archivgut, sowie ein Video des LWL-Archivamtes in Münster.

Eine zentrale Notrufnummer, die auch am Wochenende zu erreichen ist: 02234 9854-225

Ihre Ansprechpartner:
Dr. Gregor Patt: 02234 9854-234, gregor.patt@lvr.de
Bettina Rütten: 02234 9854-237, bettina.ruetten@lvr.de


Seelsorgliche Beratung

Die Notfallseelsorge ist sichtbar im Einsatz in den Krisengebieten vor Ort und darf gerne angesprochen werden.

Seelsorgliche Beratung in Krisensituationen bietet zudem rund um die Uhr die Telefonseelsorge. Sie ist telefonisch und online erreichbar unter Tel. 0800 1110111 u. 0800 1110222 sowie auf  online.telefonseelsorge.de


So können Sie helfen

Das Diakonische Werk Rheinland-Westfalen-Lippe (Diakonie RWL), die Evangelische Kirche im Rheinland und die Evangelische Kirche von Westfalen haben ein gemeinsames Spendenkonto eingerichtet für Menschen, die besonders schwer von der Katastrophe betroffen sind.

Empfänger: Diakonisches Werk Rheinland-Westfalen-Lippe e.V. – Diakonie RWL
IBAN: DE79 3506 0190 1014 1550 20
Stichwort: Hochwasser-Hilfe

Zur Onlinespende der KD-Bank

Text: EKIR/APK
Foto(s): APK

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Hochwasserkatastrophe – gedenken, beten, spenden

Hochwasserkatastrophe im Rhein-Erft-Kreis, Köln und Region

Bilder von Städten und Dörfern im Rhein-Erft-Kreis und Umgebung, die im Wasser versinken, lösen große Betroffenheit aus. Erftstadt gehört zum Evangelischen Kirchenkreis Köln-Süd, die beiden dortigen Gemeinden, die Evangelische Friedenskirchengemeinde in Erftstadt und die Evangelische Kirchengemeinde Lechenich sind selbst betroffen, leisten aber Hilfe, soweit sie es können. Darüber hinaus sind viele weitere Orte in anderen Landesteilen betroffen.

„Mit unseren Gedanken und Gebeten sind wir bei den Menschen in Köln und der Region, die durch das Unwetter ihr Hab und Gut und sogar ihr Leben verloren haben. Danke allen, die tatkräftig helfen“, sagte Markus Zimmermann, stellvertretender Stadtsuperintendent des Evangelischen Kirchenverbandes Köln und Region, angesichts der Hochwasser-Katastrophe, die auch Gebiete im Rhein-Erft-Kreis, in Köln, im weiteren Umland und anderen Teilen Deutschlands getroffen hat. „Die besonders betroffenen Kirchengemeinden berichten von einer großen Hilfsbereitschaft“, sagte Pfarrer Michael Miehe. Er vertritt während der Urlaubszeit den Superintendenten des Ev. Kirchenkreises Köln-Süd.

Das Diakonische Werk Rheinland-Westfalen-Lippe (Diakonie RWL), die Evangelische Kirche im Rheinland und die Evangelische Kirche von Westfalen haben ein gemeinsames Spendenkonto eingerichtet für Menschen, die besonders schwer von der Katastrophe betroffen sind.

So können Sie helfen:

Empfänger: Diakonisches Werk Rheinland-Westfalen-Lippe e.V. – Diakonie RWL
IBAN: DE79 3506 0190 1014 1550 20
Stichwort: Hochwasser-Hilfe

Zur Onlinespende der KD-Bank

Gemeinsam mit den regionalen Diakonischen Werken wird das Diakonische Werk Rheinland-Westfalen-Lippe in den nächsten Tagen Hilfen organisieren. Dazu hat die Diakonie RWL einen Krisenstab eingerichtet und steht im Kontakt zur Zentrale der Diakonie Katastrophenhilfe in Berlin.


 

Gebet für die Opfer und Helferinnen und Helfer

Die Evangelische Kirche im Rheinland hat ein Fürbittengebet zur Unwetter-Katastrophe veröffentlicht. Hier ein Auszug:

Gott des Lebens,
wir sind erschrocken und aufgewühlt:
Das Hochwasser der vergangenen Tage hat Menschen fortgeschwemmt.
Der Starkregen hat Keller geflutet und Straßen überspült. Viele bangen um ihre Angehörigen und um ihr Zuhause.
Gott, wir rufen zu dir
wie der Beter aus dem Gebetbuch des Volkes Israel:

„Rette mich, Gott!
Das Wasser steht mir bis zum Hals. Ich bin versunken in tiefem Schlamm und finde keinen festen Grund.
In tiefes Wasser bin ich geraten. Eine Flutwelle spülte mich fort.“
(Psalm 69,2+3).

Gott,
wir bitten dich um Trost und Beistand für alle, deren Zuhause verwüstet ist, die evakuiert werden mussten,
die Hab und Gut verloren haben.
Sende den Betroffenen die Hilfe, die sie brauchen: tatkräftige Unterstützung,
finanziellen Beistand, emotionale Begleitung, unermüdliche Gebete.

Gott,
wir bitten Dich
um Frieden für die, die ihr Leben verloren haben, und um Trost für ihre Angehörigen.

Gott,
wir bitten Dich
für die Männer und Frauen,
die an ihre Grenzen gehen, um anderen zu helfen, die Menschen aus eingeschlossenen Häusern holen, die Dämme sichern,
die für Notunterkünfte sorgen.
Sei du ihnen nahe bei allem, was sie tun. Stärke sie und gib ihnen Geduld und Übersicht.

Gott,
wir erkennen, wie schnell sich das Klima verändert und in welcher Bedrohung unsere Welt steht.
Diese Naturkatastrophe führt uns vor Augen, was wir unserer Umwelt antun.
Hilf uns umzukehren.
Lass uns nicht gegen, sondern für und mit deiner Schöpfung leben.

„Ich aber schicke mein Gebet zu dir, zu der Zeit, Herr, die dir gefällt:
Antworte mir, Gott, in deiner großen Güte, zeig mir deine Treue und rette mich!
(Psalm 69,14)


Viele evangelische Kirchengemeinden bieten auch in diesen Tagen Gottesdienste an. Eine Übersicht von geplanten Gottesdiensten finden Sie hier.

Hier stehen Ansprechpartner zu praktischen Fragen rund um Schäden an kirchlichen Gebäuden und Grundstücken sowie Ansprechpartner für seelsorgliche Begleitung:

Text: APK/EKiR
Foto(s): APK

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Aufruf: Gebet und Spenden für die Opfer der Unwetter-Katastrophe

„Mit unseren Gedanken und Gebeten sind wir bei den Menschen in Köln und der Region, die durch das Unwetter ihr Hab und Gut und sogar ihr Leben verloren haben. Danke allen, die tatkräftig helfen“, sagt Markus Zimmermann, stellvertretender Stadtsuperintendent des Evangelischen Kirchenverbandes Köln und Region, angesichts der Unwetter-Katastrophe, die auch Gebiete im Rhein-Erft-Kreis, in Köln und im weiteren Umland getroffen hat. Gemeinden im südlichen Rhein-Erft-Kreis haben ihre Gemeindehäuser geöffnet und bieten Hilfe an. In Bergheim hat die evangelische Kirchengemeinde eine 50-köpfige Jugendgruppe aufgenommen.

„Die besonders betroffenen Kirchengemeinden berichten von einer großen Hilfsbereitschaft“, sagt Pfarrer Michael Miehe. Er vertritt während der Urlaubszeit den Superintendenten des Ev. Kirchenkreises Köln-Süd. „Die Menschen unterstützen einander nach Kräften, müssen aber auf der anderen Seite wachsam die Entwicklung der Situation verfolgen, die sich derzeit an einigen Stellen noch zuspitzt. In vielen Gottesdiensten wird am kommenden Sonntag für die Opfer der Katastrophe Fürbitte gehalten. In den kommenden Tagen und Wochen wird aber sicher noch weitere Unterstützung – in welcher Form auch immer – notwendig werden.“

Präses Dr. Thorsten Latzel, Präses der Evangelischen Kirche im Rheinland, wendet sich mit einer Videobotschaft an die Öffentlichkeit: „Ich bin tief erschüttert von den schrecklichen Bildern und Nachrichten, die uns aus den verschiedenen Gemeinden in den vergangenen Stunden erreichen. Menschen kamen ums Leben oder sind vermisst, Helfer starben dabei, wie sie anderen Menschen das Leben retten wollten, Häuser wurden überschwemmt, Menschen haben ihr Hab und Gut verloren.“ Die alten Worte aus Psalm 69 bekämen im Augenblick eine ganz neue Brisanz. Dort heiße es: „Gott, hilf mir, denn das Wasser steht mir bis zur Kehle. Ich stecke in tiefem Schlamm, wo kein Grund ist!“

Beten, spenden – und dem Nachbarn helfen

Weiter appelliert der leitende Geistliche der rheinischen Kirche: „Ich rufe alle Christinnen und Christen auf: Beten Sie für die Menschen, die im Augenblick so schrecklich leiden müssen. Spenden Sie: Wir haben ein Spendenkonto eingerichtet, um den Betroffenen zu helfen. Und stehen Sie als Nachbarinnen und Nachbarn einander bei, wo immer Sie es im Augenblick können.“

Fürbitte für Betroffene, Trauernde und Nothelfer

Es seien furchtbare Bilder und Berichte, „die wir aus vielen Teilen unserer Landeskirche erhalten“, schreibt Präses Dr. Thorsten Latzel in seinem Blog. Zum Beispiel aus dem bergischen Leverkusen: „Uns hat es ordentlich erwischt“, sagt Dr. Anika Distelrath-Lübeck, Baukirchmeisterin der Evangelischen Kirchengemeinde Opladen. So stehe die Kirche am Bielert bis zu den Altarstufen mit Wasser und Schlamm voll. „Ich war selbst vor Ort und stand bis über den Bauchnabel im Wasser“, schildert sie die Situation. Betroffen sei auch das Gemeindehaus nebenan, wo der Keller unter Wasser steht. „Unser Kindergarten ist ebenfalls vollgelaufen, genauso wie das Verwaltungsgebäude.“

Spendenkonto bei der Diakonie RWL
DE79 3506 0190 1014 1550 20
KD Bank
Stichwort: Hochwasser-Hilfe
Online spenden

Fürbittengebet zur Unwetter-Katastrophe

Auch in einem Fürbittengebet erinnert die Evangelische Kirche im Rheinland an die Betroffenen, die jetzt Hilfe brauchen. Sie gedenkt derjenigen, die um Angehörige trauern, und richtet den Blick auf all die Männer und Frauen, die derzeit an ihre Grenzen gehen, um anderen zu helfen:

Gott des Lebens,
wir sind erschrocken und aufgewühlt:
Das Hochwasser der vergangenen Tage
hat Menschen fortgeschwemmt.
Der Starkregen hat Keller geflutet und Straßen überspült.
Viele bangen um ihre Angehörigen und um ihr Zuhause.

Gott, wir rufen zu dir
wie der Beter aus dem Gebetbuch des Volkes Israel:
„Rette mich, Gott!
Das Wasser steht mir bis zum Hals.
Ich bin versunken in tiefem Schlamm
und finde keinen festen Grund.
In tiefes Wasser bin ich geraten.
Eine Flutwelle spülte mich fort.“
(Psalm 69,2+3).

Gott,
wir bitten dich um Trost und Beistand
für alle, deren Zuhause verwüstet ist,
die evakuiert werden mussten,
die Hab und Gut verloren haben.
Sende den Betroffenen die Hilfe,
die sie brauchen:tatkräftige Unterstützung,
finanziellen Beistand,
emotionale Begleitung,
unermüdliche Gebete.

Gott,
wir bitten Dich
um Frieden für die, die ihr Leben verloren haben,
und um Trost für ihre Angehörigen.Gott,
wir bitten Dich
für die Männer und Frauen,
die an ihre Grenzen gehen, um anderen zu helfen,
die Menschen aus eingeschlossenen Häusern holen,
die Dämme sichern,
die für Notunterkünfte sorgen.
Sei du ihnen nahe bei allem, was sie tun.
Stärke sie und gib ihnen Geduld und Übersicht.

Gott,
wir erkennen, wie schnell sich das Klima verändert
und in welcher Bedrohung unsere Welt steht.
Diese Naturkatastrophe führt uns vor Augen,
was wir unserer Umwelt antun.
Hilf uns umzukehren.
Lass uns nicht gegen, sondern für und mit deiner
Schöpfung leben.

„Ich aber schicke mein Gebet zu dir,
zu der Zeit, Herr, die dir gefällt:
Antworte mir, Gott, in deiner großen Güte,
zeig mir deine Treue und rette mich!
Zieh mich aus dem Schlamm,
sonst muss ich darin versinken!
Rette mich aus dem Strudel …
und aus dem tiefen Wasser!
(Psalm 69,14.15)

Helga Schröck-Vietor

Text: APK/EKiR
Foto(s): APK

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Eine Perspektive der Ewigkeit für das eigene Leben – Rückblick auf „Sommertour der Hoffnung“ mit Präses Thorsten Latzel in Köln-Mülheim

Thorsten Latzel freut sich über jede Gelegenheit, mit Mitmenschen ins Gespräch zu kommen

Nachdem durch die Medien gegangen war, dass der Präses mit dem E-Bike auf die „Sommertheater der Hoffnung“ gegangen sei, packte ihn am Tourtag 6 (am 11. Juli) der sportliche Ehrgeiz. Am Wochenende vor der Unwetterkatastrophe absolvierte er gänzlich ohne zusätzliche Unterstützung die Flachetappen in Köln.

 

Weg zum Ziel

„Sozusagen als Naturalist“, wie Thorsten Latzel  zu Beginn der Fahrt von der Sürther Auferstehungskirche zum Evangelischen Friedhof in Mülheim anmerkte. In Sürth hatte er sich den Pilgerweg angesehen, den die evangelische Gemeinde ausgearbeitet hat. Auf der Sommertour besucht der Präses Gemeinden, Projekte und Orte, die Hoffnung machen. Insbesondere in der Zeit nach Corona.

Hoffen war allerdings auch während der Etappen häufig ein Thema. Denn nicht immer zeigten die Routenplaner auf den je eigenen Smartphones seiner Begleiter die gleichen Strecken. Unstrittig war die Route am Rheinufer entlang über die Deutzer Brücke und durch den Rheinpark über den Auenweg nach Mülheim.

Nach minimalen Irritationen war der Friedhof schließlich gefunden. Eingerichtet wurde der Friedhof 1610 „mitten auf der grünen Wiese“. Dank der Privilegien, die Graf Adolf V. von Berg den Mülheimern zugestanden hatte, konnten sich Protestanten dort unbehelligt ansiedeln. Ihren ersten Gottesdienst feierten sie 1610. Schulen und Kirchen wurden gebaut.

Evangelischer Friedhof Köln-Mülheim

v.l. Jörg Kolbenschlag, Andy Rudziewski, Johannes Vorländer, Frederic Schatz begrüßen den Präses auf dem Evangelischen Friedhof in Köln-Mülheim

Das alles wusste Jörg Kolbenschlag, Verwalter des evangelischen Friedhofs. Er begrüßte zusammen mit Pfarrer Johannes Vorländer, Presbyter Andy Rudziewski und Friedhofsgärtner Frederic Schatz die Gruppe mit Präses. Kolbenschlag erinnerte daran, dass die große Zeit der Mülheimer Industrie zu Ende gegangen sei und der Stadtteil mit sozialen Problemen zu kämpfen habe: „Ein Drittel der Bewohnerinnen und Bewohner lebt von Sozialhilfe.“ Schräg gegenüber vom Friedhof liegt eine Methadon-Ausgabestelle. „Das Viertel ist ein Drogenschwerpunkt“, sagte Kolbenschlag. In Sichtweite liegt die Keupstraße mit dem Friseurladen, vor dem die rechtsextreme Terrorgruppe NSU 2004 ein Nagelbombenattentat verübte.

Armut und Kriminalität

Auf dem Evangelischen Friedhof in Köln-Mülheim gibt es auch Angebote für Angehörige, die nicht soviel Geld haben

Frederic Schatz ist der Friedhofsgärtner. Er hat die Stelle von seinem Vater übernommen, berät Trauernde bei der Bepflanzung der Grabstätten und hilft ihnen bisweilen, die gesuchten zu finden. Schatz ist aber auch Sozialarbeiter. Auf dem Friedhof kann man Sozialstunden leisten, die von Gerichten auferlegt werden. „Die Delikte liegen meist im Bereich Beschaffungskriminalität von Drogenkranken“, berichtete Kolbenschlag. „Die sind oft schwierig im Umgang und manchmal schwer zu motivieren“, ergänzte Schatz. In Corona-Zeiten hätte es große Probleme mit den Sozialstunden gegeben, weil man nicht zusammen habe arbeiten können, die Gerichte aber in der Regel Fristen gesetzt hätten, bis zu denen die Stunden geleistet sein mussten. Der Friedhof war während der zurückliegenden Lock-Downs immer geöffnet für Trauernde und Passanten.

Hoffnungsgeschichte

Pfarrer Vorländer erzählte eine Hoffnungsgeschichte aus seiner Gemeinde. Darin ging es um einen Jungen, dessen Vater gestorben war, während sein Sohn Konfirmand war. Das ist einige Jahre her, und der mittlerweile junge Erwachsene ist in der Gemeinde sehr aktiv. „Wir müssen den Menschen Heimat geben“, sagte der Präses und dankte der evangelischen Gemeinde, für den Erhalt des Ortes. Er nannte den Friedhof einen Ort, den man auf den ersten Blick nicht als Ort der Hoffnung wahrnehmen würde, der aber trotzdem ein solcher sei. „Wir bieten hier Raum für Ruhe, für Geschichte und Erinnerung, für Kultur mit den verstorbenen Menschen und auch für eine Arbeit für Menschen, die nicht soviel Geld haben, die hier trauern können.“

Baum der Trauer

Thorsten Latzel steckt einen Brief in den Baum der Trauer

Latzel steckte einen Brief durch den Schlitz der Trauerbuche. Ein Astloch dient als Briefkasten für Menschen, die trauern und dort Briefe hinterlassen. „Mir geben Friedhöfe immer Mut“, fuhr der Präses fort: „Weil sie mich an die schöne Endlichkeit des eigenen Lebens erinnern.

Memento mori – bedenke, dass du sterben musst – auf dass du klug wirst. Umzugehen damit, dass wir für eine gewisse Zeit  unseres Lebens blühen und Blüten tragen sollen. Aber dass es auch eine Zeit gibt, in der wir nicht mehr da sind – wenn wir in Gottes Hand ruhen werden und gleichsam unsere Blütenpracht an die nächste Generation weitergeben.“ Auf dem evangelischen Friedhof in Mülheim spüre man eine Perspektive der Ewigkeit für das eigene Leben.

Text: Stefan Rahmann
Foto(s): Stefan Rahmann/APK

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Fledermausfreundlich: NABU zeichnet Antoniter Siedlungsgesellschaft aus

Fledermausfreundlich: Bereits in drei Wohnanlagen der Antoniter Siedlungsgesellschaft im Evangelischen Kirchenverband Köln und Region (ASG) hat das Garten- und Baumpflegeteam der Grube & Räther GmbH (G&R, ein Tochterunternehmen der Gesellschaft) mit sogenannten „Renaturierungsflächen“ einen Beitrag zum Klima- und Artenschutz geleistet. Es wurden mehrere Fledermauskästen installiert. Nun hat der Naturschutzbund (NABU) die ASG und die G&R  im frisch bepflanzten Innenhof in der Grembergerstraße im Kölner Stadtteil Humboldt-Gremberg mit Plaketten für „Fledermausfreundliche Häuser“ ausgezeichnet.

Sven Berkowicz, Teamleiter des Baum- und Gartenpflegeteams, hat mit dem Pflanzen von Bäumen und Sträuchern und der Einsaat von Wildblumen sowie dem Errichten von Wasserstellen und Totholzpoltern in den Grünflächen der Wohnanlagen Lebensraum für Insekten und andere Tiere geschaffen. Auch Bienenstöcke gibt es in den grünen Oasen. Mit dem Anbringen von jeweils zwei Fledermauskästen an den Hausfassaden und in den Bäumen sollen auch die vom Aussterben bedrohten Fledermäuse neuen Lebensraum finden.

Mehrere Fledermauskästen

Berkowicz freut sich über den so erzielten Doppeleffekt: „Durch die Blumen und Bäume wird auch ein Klima für Fledermäuse geschaffen, denn die Insekten sind gleichzeitig Futter für Fledermäuse und die Bienen sorgen für die Befruchtung von Pflanzen.“

Jana Romero und Dr. Horst Bertram vom NABU zeigten sich bei der Übergabe der Plaketten begeistert von dem Gesamtprojekt. „Fledermäuse reagieren auf ihr Mikroklima. Deshalb ist es toll, dass gleich mehrere Kästen angebracht wurden“, sagte Romero. Kleingruppen wechseln in sogenannten Quartierverbundsystem zeitweise unter bestimmten Bedingungen ihre Behausung. Aus diesem Grund können auch neu geschaffene Quartiere von den Tieren entdeckt werden, erklärte sie. Mit einem Fledermausdetektor will sie in ein paar Monaten wiederkommen, um festzustellen, welche Arten sich bis dahin angesiedelt haben.

Fledermäuse finden immer weniger Lebensräume

„Ich dachte immer, ich beschäftige mich mit Wohnungen für Menschen und nicht für Fledermäuse“, sagte ASG-Geschäftsführer Guido Stephan. Ihm sei bisher nicht bewusst gewesen, wie schlecht es um diese Tierart steht. Denn, so erfuhr er, die nachtaktiven Flugakrobaten seien stark gefährdet. Seit den 1950er Jahren sind die Fledermausbestandszahlen in Deutschland dramatisch eingebrochen. Heute sind alle 25 heimischen Fledermausarten gefährdet. Nicht nur ihre Nahrungsgrundlagen schwinden, sie finden auch immer weniger Lebensräume. Der NABU setzt sich deswegen dafür ein, die Fledermäuse in Deutschland zu schützen.

Sven Berkowicz ist es ein wichtiges Anliegen, die Bewohnerinnen und Bewohner der Wohnanlagen „mitzunehmen“, denn gerade Fledermäuse seien bei Menschen oft – nicht zuletzt aufgrund der Vermutung, dass sie Auslöser der Covid 19-Pandemie waren – mit Angst behaftet. „Bis jetzt waren alle von der Umsetzung meines Projektes sehr begeistert“, stellte er fest. „Wir hoffen, das hat Signalwirkung und findet viele Nachahmer“, so Stephan. Die ASG und G&R planen jedenfalls auch in weiteren Wohnanlagen mit solchen geschützten Naturflächen neuen Lebensraum für Insekten und Fledermäuse zu schaffen.

Text: Susanne Hermanns/APK
Foto(s): Susanne Hermanns

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Kirche2go fragt: „Warum treten Menschen aus der Kirche aus?“

Immer wieder treten Menschen aus der Kirche aus. Auch aus dem Freundes- und Bekanntenkreis von Tobias Heinz. Er ist Leiter der Kircheneintritts- und Informationsstelle an der AntoniterCityKirche in der Kölner Innenstadt. „Du Tobi, ich vermisse nichts ohne Kirche“ hört er häufig. Heinz weiß, dass Kirche allerdings die Ausgetretenen nicht nur vermisst, sondern genau genommen sogar braucht. Gebraucht wird jede und jeder für eine bessere Welt, „so wie Gott sich das gewünscht hat“, erklärt er im Video.

Haben Sie Interesse an weiteren Videos? Abonnieren Sie unseren Videokanal auf YouTube: www.youtube.com/kirchekoeln

 

Text zum Nachlesen:

Im Moment treten viele aus der Kirche aus. Das ist so, und das macht mich auch traurig. Aber es treten auch immer wieder Menschen ein. Zum Beispiel hier bei uns in der AntoniterKirche, in der Eintritts- und Informationsstelle. Auch in meinem Freundes- und Bekanntenkreis gibt es Menschen, die aus der Kirche ausgetreten sind. Sie sagen mir dann immer: „Du Tobi, ich vermisse nichts ohne Kirche.“ Und ich will denen dann auch kein schlechtes Gewissen machen, aber ich sag denen schon: „Du vermisst im Moment vielleicht nichts, aber wir vermissen dich und wir können dich gebrauchen.“ Kirche kann jede und jeden gebrauchen. Hin zu einer besseren Welt, so wie sich Gott das gewünscht hat. In der Bibel steht, dass Gott die Ewigkeit in das Herz der Menschen gelegt hat und das heißt für mich, dass jeder und jede eine spirituelle Kompetenz hat. Man braucht Zeiten und Orte und andere Menschen um sie auszuleben. Das schenkt für mich die Kirche. Meine Kirche schenkt mir Spiritualität und Gemeinschaft und deswegen bin und bleibe ich gerne evangelisch.

Text: APK
Foto(s): APK

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AntoniterCityKirche und Kölner „Start with a Friend“ treffen auf die Bundeskanzlerin

Die AntoniterCityKirche und ihr Kooperationspartner, der Kölner Standort der Tandemorganisation „Start with a Friend“, sind gestern auf Bundeskanzlerin Angela Merkel getroffen. „Die Älteren konnten früher geimpft werden, jetzt sind die Jüngeren dran“, sagte Angela Merkel. Sie stellte die offene Frage in die Runde im Livestream: „Wie kann man die Generationen wieder zusammenbringen?“

Im Rahmen der digitalen Dialogreihe „Die Bundeskanzlerin im Gespräch“ wurde über das Kooperationsprojekt „Alt trifft Jung“ zum Austausch mit der Kanzlerin eingeladen. In der digitalen Dialogreihe ging um das Miteinander der Generationen in der Pandemie. Neben der Bundeskanzlerin haben junge Menschen bis 25 und ältere Menschen ab 65 Jahren teilgenommen – beides Generationen, die in der Pandemie Belastungen erfahren und Einschränkungen haben hinnehmen müssen.

Vorurteilsfreie Kontakte auf Augenhöhe

Martin Weiler, Initiator der Kooperation seitens der AntoniterCityKirche mit der Tandemorganisation “Start with a friend e.V.”, ist von der Zielsetzung des Projektes überzeugt: „Wir bieten den Senioren unserer Kirchengemeinde und jungen Einwanderern einen Raum, in dem sie vorurteilsfreie Kontakte auf Augenhöhe knüpfen können.“ Besonders wichtig ist ihm dabei, dass „der Austausch zwischen den Generationen und unterschiedlichen Kulturen sich explizit nicht an gegenseitigen Hilfeleistungen orientiert, sondern der zwischenmenschliche Austausch im Mittelpunkt steht.“

Begegnung und kultureller Austausch

„Für die Zeit der Pandemie haben wir ein besonderes Format entwickelt, das Begegnung und kulturellen Austausch auch in Zeiten der Kontakteinschränkungen ermöglicht“, freut sich Martin Weiler. „Im Außenbereich des neu entstandenen Kirchhofs am AntoniterQuartier veranstalten wir regelmäßig coronakonforme Hofkonzerte mit Musikern aus unterschiedlichen Kulturen und Stilrichtungen: Hier lassen wir einfach die Musik sprechen.“ Das nächste Konzert findet am Sonntag, 18.07.2021, ab 17 Uhr bis ca. 21:30 Uhr statt. Es bietet einen Musikmix aus allen Weltregionen und Jahrhunderten.

„Gemeinschaft, die von Vielfalt lebt“

Vertreten wurde das Kölner Projekt „Alt trifft Jung“ am Mittwoch von Otis Benning (25), Mitbegründer des Kölner Standorts von „Start with a Friend“, der sich aus Köln zugeschaltet hat. Er sagte im Livestream, der auf www.bundesregierung.de übertragen wurde: „Direkte Treffen zwischen verschiedenen Menschen waren in der Corona-Zeit schwierig, wir wollten ja auch zeitweise nicht, dass sich Leute direkt treffen.“ Begegnung konnte trotzdem stattfinden. Statt Eins-zu-Eins-Formate gab es Konzerte beispielsweise auch über Livestreams. Langfristige Freundschaften aufzubauen, das sei ein Ziel von „Start with a Friend“. Benning berichtet: „Wir wollen, dass sich eine Gemeinschaft aufbaut, die auch von Vielfalt lebt.“

Angela Merkel: „Das ist ein sehr gutes Projekt“

Angela Merkel sagt: „Jeder hat seine Zirkel, in denen er sich bewegt, und man nähert sich einer anderen Gruppe gar nicht so einfach an. Das ist ein sehr gutes Projekt. Gut, dass Sie das auch so vorangetrieben haben, bevor die Pandemie kam, obwohl Sie es sich dann natürlich anders vorgestellt haben.“



Kooperationsprojekt „Alt trifft Jung“

Initiiert wurde das Kooperationsprojekt “Alt trifft Jung” von Martin Weiler (Antoniterkirche) und Otis Benning (Start with a Friend e.V., Köln).

Hofkonzert

Das Hofkonzert findet am Sonntag, 18. Juli, 17 Uhr bis 21.30 Uhr, im Hof des AntoniterQuartiers, Antoniterstraße 14-16, statt. Auftreten werden: Mehmet Akbaş, der in kurdischen Dialekten sowie in Farsi, Arabisch, Türkisch oder Armenisch singt. Franz Xaver, der tanzbare elektronische Musik unter dem Begriff des „Renaissance Synth-Pop“ spielt, sowie die Mary-Castle Jazz Band, die mit klassischer englischer Dixieland-Musik für Stimmung sorgt. Das Konzert soll mit einem Mix aus verschiedenen Weltregionen die Vielfältigkeit der Gesellschaft widerspiegeln. Kostenlose Tickets können unter dem Link https://t.rausgegangen.de/tickets/mehmet-akbas-franz-xaver-uvm-hofkonzert-antoniterquartier-an gebucht werden. Alternativ können auch Plätze in den Außengastronomien des Café Restaurant Sander (Telefon: 0221/29240200) oder des Café Extrablatt (Telefon: 0151/4246 2835) reserviert werden.

AntoniterCityKirche

Die AntoniterCityKirche verfügt mit ihrem neu errichteten Citykirchenzentrum im AntoniterQuartier über Räumlichkeiten und Infrastruktur, die vielfältige Begegnungen ermöglichen. Außerdem pflegt die Gemeinde, anders als „Start with a Friend e.V.“ ein großes Netzwerk zu ihren älteren Mitgliedern. Für diese Altersgruppe ist es mitunter schwierig, neue Kontakte aufzubauen. Insbesondere der persönliche Kontakt zu Menschen mit Einwanderungserfahrung in nicht hilfsbezogenen Kontexten ist noch rar gesät. Das persönliche Interesse an einem Austausch, gerade mit jüngeren Menschen mit Einwanderungserfahrung, ist jedoch groß.

„Start with a Friend“

„Start with a Friend e.V.“ ist eine 2014 in Berlin gegründete Tandemorganisation, die seit März 2016 ebenfalls in Köln vertreten ist. Ziel ist es, zwischen Einwanderern und Einheimischen Freundschaften zu vermitteln. Dies passiert auf Basis persönlicher Registrierungen, Vermittlungen und Veranstaltungen für die Community-Mitglieder (in Köln knapp 2000). Durch die Arbeit besitzt die Organisation einen guten Zugang zu Migrantennetzwerken und vor allem jüngeren Kölnern.

Mehr über das Projekt können Sie auch in der Projektdokumentation auf YouTube erfahren:

Text: APK
Foto(s): APK

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Wochentipps: „Kirchenbuffet“, Orgelfestival, Open-Air und Hofkonzert

Sich die Füße vertreten, der Seele Nahrung geben und für den Sommer auftanken – das können Sie gleich an zwei Führungen zu sehenswerten Kölner Kirchen. Das Angebot der Melanchthon-Akademie ist kostenlos und wird unter „Kirchenbuffet“ geführt. Darüber hinaus dürfen Sie sich auf tolle Konzerte unter freiem Himmel und auf ein besonderes Orgelfestival freuen. Details finden Sie in diesem Text. Alle bevorstehenden evangelischen Veranstaltungen und Konzerte in Köln und Region finden Sie hier.

Nahrung für die Seele – Ein leichtes Kirchenbuffet – Die Kartäuserkirche und St. Gereon

Auftanken im Sommer mit Nahrung für die Seele: Dazu lädt die Melanchthon-Akademie an fünf Mittwoch Nachmittagen in fünf verschiedene Kirchen in die Kölner Innenstadt ein. Los geht es am Mittwoch, 14. Juli, 16 Uhr bis 17.30 Uhr, mit dem Besuch der Kartäuserkirche, Kartäusergasse 7. Unter sachkundiger Anleitung können dort, wo sich früher Mönche und Nonnen die Füße vertraten, Kreuzgänge, Innenhöfe und Kirchräume entdeckt werden. Abwechselnd überraschen in den verschiedenen Kirchen Geneviève Reuffurth, Dorothee Schaper, Christa Hastedt, Cornelia Breuer, Bernd Brückmann oder Hans Joachim Stratmann mit unerwarteten Details und möchten mit den Teilnehmenden ins Gespräch kommen.

Am Mittwoch, 21. Juli, 16 Uhr bis 17.30 Uhr, steht der Besuch der Kirche St. Gereon, Gereonshof 2, auf dem Programm. Die Teilnahme am „Kirchenbuffet“ ist kostenlos, um Anmeldung per E-Mail an anmeldung@melanchthon-akademie.de wird gebeten. Anmeldung erforderlich, Tel: 0221 931 803 0, anmeldung@melanchthon-akademie.de, www.melanchthon-akademie.de

Orgelfestival im Altenberger Dom – „Fantasien“ mit Ludger Lohmann aus Stuttgart

Ludger Lohmann (Organist aus Stuttgart) gestaltet am Donnerstag, 15. Juli, 20 Uhr, im Rahmen der Sommerreihe „Orgelfestival“ ein Konzert im Altenberger Dom, Eugen-Heinen-Platz 2. Unter dem Motto „Fantasien“ kommt unter anderem von Johann Sebastian Bach das Werk Fantasie und Fuge g-Moll (BWV 542) zu Gehör. Mit dem Orgelfestival wird die Domorgel innerhalb des Jahresprogramms Altenberger Dommusik in einer eigenen Konzertreihe besonders in den Mittelpunkt gestellt. Im Juli und August finden immer donnerstags, 20 Uhr, Orgelkonzerte statt. Der Eintritt kostet 10 Euro. Karten gibt es an der Abendkasse und im Vorverkauf im Altenberger-Dom-Laden, Eugen-Heinen-Platz 2, Telefon 02174/419930. www.altenberger-dommusik.de/orgelfestival

Konzert mit „The WyattChristmas-Five“ – Blues, Swing und Rockabilly im Quirl an der Gnadenkirche

Das Quintett „The WyattChristmas-Five” mit Gründer und Songwriter Andy WyattChristmas heizt dem Publikum auf der Open-Air-Bühne im Quirl an der Gnadenkirche am Sonntag, 18. Juli, 17 Uhr, mit Blues- und Swingmusik sowie Rockabilly ein. Die Band spielt tanzbare Musik mit mehrstimmigem Gesang, Boogie-Woogie-Piano sowie flexibler Sologitarre.Der Eintritt zum Konzert der Evangelischen Kirchengemeinde Bergisch Gladbach ist frei. Die Anzahl der Plätze ist begrenzt, deshalb wird um Anmeldung unter Telefon 02202/9629837 gebeten. www.quirl.de

Hofkonzert im AntoniterQuartier – Begegnungsveranstaltung des Vereins „Start with a Friend e.V.“

Ein Kooperationsprojekt der AntoniterCityKirche, der Evangelischen Gemeinde Köln und dem Verein „Start with a Friend e.V.“ hat es sich zum Ziel gesetzt, Begegnungen zwischen älteren Menschen ohne und jüngeren Menschen mit Einwanderungserfahrung zu ermöglichen. Aus diesem Anlass findet am Sonntag, 18. Juli, 17 Uhr bis 21.30 Uhr, im Hof des AntoniterQuartiers, Antoniterstraße 14-16, ein Konzert statt. Auftreten werden: Mehmet Akbaº, der in kurdischen Dialekten sowie in Farsi, Arabisch, Türkisch oder Armenisch singt. Franz Xaver, der tanzbare elektronische Musik unter dem Begriff des „Renaissance Synth-Pop“ spielt, sowie die Mary-Castle Jazz Band, die mit klassischer englischer Dixieland-Musik für Stimmung sorgt. Das Konzert soll mit einem Mix aus verschiedenen Weltregionen die Vielfältigkeit der Gesellschaft widerspiegeln. Kostenlose Tickets können unter dem Link https://t.rausgegangen.de/tickets/mehmet-akbas-franz-xaver-uvm-hofkonzert-antoniterquartier-an gebucht werden. Alternativ können auch Plätze in den Außengastronomien des Café Restaurant Sander (Telefon: 0221/29240200) oder des Café Extrablatt (Telefon: 0151/4246 2835) reserviert werden. www.antonitercitykirche.de

Text: APK
Foto(s): Engelbert Broich

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„Sündige tapfer, glaube tapferer“ Präses Latzel auf der „Sommertour der Hoffnung“ – Station auf Pilgerpfad in Sürth

Wer glaubt, der neue Präses habe sich mit Energie und Leidenschaft nur an die Arbeit gemacht, der sollte ihn mal beim Radfahren erleben. Der Autor dieser Zeilen war jedenfalls schon nach wenigen Minuten schweißgebadet bei dem Versuch, im Windschatten am Hinterrad von Thorsten Latzel zu kleben.

Sommertour der Hoffnung

Sportlich ging es von Station zu Station bei der Sommertour der Hoffnung

Anlass dieses verwegenen Versuchs war die „Sommertour der Hoffnung“, die der Präses vom 6. Juli bis zum 13. Juli absolviert. Latzel radelt von Saarbrücken quer durch das Gebiet der Evangelischen Kirche im Rheinland bis nach Wesel. 600 Streckenkilometer und drei Bundesländer stehen auf dem Programm.

Unterwegs besucht der Präses Gemeinden, Projekte und Orte, die Hoffnung machen. Insbesondere in der Zeit nach Corona. „Acht Tage, 40 Gemeinden, eine Botschaft: Wir brechen gemeinsam auf nach Corona“, bringt der Präses die Idee auf den Punkt. Fast einen Tag lang nahm sich Latzel Zeit für Hoffnungsgeschichten in Köln.

Stadtpilgerweg der Evangelischen Kirchengemeinde Köln Sürth/Weiß

Präses Thorsten Latzel und Pfarrer Gerald Warnecke

Los ging es in der Auferstehungskirche in Sürth. Pfarrer Gerald Warnecke und einige Gemeindeglieder begrüßten den Präses und seine Entourage. „Das, was Sie machen, ist ein sportliches Ereignis und ein spirituelles Ereignis“, sagte Warnecke. „Es ist eine tolle Idee, die Landeskirche in dieser Form kennenzulernen.“

„Wir sind auf einer Radpilgerfahrt. Wir entdecken Gott bei den Menschen“, fuhr Latzel fort. Pilgerfahrt war denn auch ein gutes Stichwort. Denn der Präses war in Sürth, um sich den Stadtpilgerweg anzusehen, dessen sieben Orte die Kirchengemeinde Sürth/Weiß um Pfarrer Warnecke ausgesucht hat.

„Wir können von Migrantinnen und Migranten lernen, wie kostbar Wasser ist.“

Der Präses mahnt zur Demut

Erste Station war ein pittoresk wirkender, von Fachwerkhäusern umstandener Platz mit einem Brunnen. „Wie sieht deine lebensspendende Quelle aus?“, lautet der Impuls an der ersten Station. Aus einem Speier plätscherte das Wasser. „Wir spüren, was wir hier wahrnehmen“, erklärte Warnecke und erinnerte an das Brunnengespräch von Jesus Christus. Und an die Suche nach dem Wasser des ewigen Lebens in einem Märchen der Gebrüder Grimm: „Rad fahren heißt auch, dass man in Fluss kommt“, nahm der Präses den Faden auf.

Und der Brunnen als Station passe am „Sonntag der Taufe“ bestens. Wasser dürfe bei einer Fahrt wie der Sommertour niemals ausgehen. „Wir erleben auf unserer Reise ganz oft die Spiritualität des Alltags. Gerade an Orten wie diesen.“ Der Präses mahnte zur Demut. „Wir können von Migrantinnen und Migranten lernen, wie kostbar Wasser ist. Wir merken manchmal gar nicht, wie gut es uns hier geht.“

Das Schlimmste ist, die Kugel nicht zu werfen.

Thorsten Latzel ist vielseitig talentiert

Vom Brunnen ging es zu Fuß zur Boulebahn auf dem Sürther Marktplatz. Dort stellt sich den Pilgern die Frage, was hilfreich ist, wenn ein Wurf im Leben mal daneben geht. „Ein Lebensentwurf. Oder ein Entwurf von Kirche“, nannte Warnecke Beispiele. „Uns Christen zeichnet aus, dass wir den Mut haben, immer wieder von vorn anzufangen. Nach der Methode „Versuch und Irrtum“.

Im Leben ist es wie beim Boule. Eine andere Kugel titscht mich an und setzt mich in Bewegung. Und es heißt immer wieder ,Auf zum nächsten Wurf‘.“ Nicht umsonst heiße es „Sündige tapfer, glaube tapferer“. Das Schlimmste sei, die Kugel nicht zu werfen. Das war es dann aber auch mit der meditativen Theorie und man wandte sich dem praktischen Teil der Boulebahn zu.

Beim Kugelwerfen entpuppte sich der Präses als Talent. Allerdings musste er sich einer jungen Krankenschwesterschülerin aus dem Iran geschlagen geben, die zum ersten Mal in ihrem Leben eine Boulekugel geworfen hatte. Manchmal ist gleich der erste Wurf ein Volltreffer.

Text: Stefan Rahmann
Foto(s): Stefahn Rahmann/APK

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Let’s get digital – PIKSL Labor Köln eröffnet

Den Umgang mit digitalen Medien kann man lernen: Anfang Juni hat die Diakonie Michaelshoven das PIKSL Labor Köln für die Öffentlichkeit geöffnet. PIKSL steht für „Personenzentrierte Interaktion und Kommunikation für mehr Selbstbestimmung im Leben“. Es soll der neue Treffpunkt für digitale Teilhabe von Menschen mit und ohne Behinderung werden und ist in dieser Form einzigartig in Köln. Dabei steht vor allem der inklusive und interaktive Austausch im Vordergrund.

Ziele

Gemeinsam voneinander lernen, sei es wie man beispielsweise eine Videokonferenz durchführt oder auch Programme und Anwendungen versteht – wie Excel oder Instagram. Und es sollen perspektivisch gemeinsam Ideen entwickelt, umgesetzt und vor allem aktiv mitgestaltet werden.

Das interaktive Labor in Köln-Braunsfeld wird von Daniela Beyerle und Monika Ruffert geleitet, die schon sehr viele Ideen haben und sich auch auf Kooperationen mit Unternehmen freuen. Dabei können sie sich gut vorstellen, dass beispielsweise deren Webseiten auf Barrierearmut hin getestet und optimiert werden.

Besonders auch ältere Menschen nutzen das kostenlose Angebot

Seit Kurzem stehen Sandra Heiser und Martin Proft als PIKSL Experten den Gästen zur Seite, wenn es Fragen zu Programmen, Rechnern oder auch Begrifflichkeiten gibt. Schon jetzt gibt es einige Stammgäste, die regelmäßig ins PIKSL Labor kommen, besonders auch ältere Menschen nutzen das kostenlose Angebot, um Unterstützung bei dem Umgang mit digitalen Medien zu erhalten.

Die Räume der ehemaligen Post in Köln-Braunsfeld wurden offen gestaltet, sodass sie auch barrierefrei sind. Die Arbeitsplätze sind mit Windows-PCs und Apple-Computern ausgestattet, dabei sind flexible Einzel- und Gruppenarbeiten möglich.

Kontakt und Öffnungszeiten

Das PIKSL Labor Köln kann dienstags bis freitags von 14 bis 18 Uhr kostenlos besucht werden. Bei Rückfragen können Sie sich gerne an das Team vom PIKSL Labor Köln wenden:

Daniela Beyerle

Monika Ruffert

Telefon: 0221-94992050

PIKSL Labor | Diakonie Michaelshoven (diakonie-michaelshoven.de)

Allgemeines zu PIKSL Labor

Text: Diakonie Michaelshoven/APK
Foto(s): Diakonie Michaelshoven

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