AntoniterCityTours: Das neue Halbjahres-Programm ist da

Das neue der AntoniterCityTours ist online und ab sofort buchbar. Eine Printausgabe liegt auch im bereit. Soweit es möglich war, werden alle Führungen, die im ersten Halbjahr ausfallen mussten, in diesem Programm noch einmal angeboten. Heute Abend führt Günter Leitner durch das grüne und idyllische Riehl und am Sonntag geht in einer Dialogischen Führung mit Klaus Jansen durch die Göttersiedlung in Köln-Rath. Das Wochenendprogramm schließt mit Jürgen Hollstein, der die Kölner Brücken und Ihre Aussicht und Bedeutung vorstellen möchte.

Bis voraussichtlich Ende des Jahres 2021 wird eine schriftliche Anmeldung oder der direkte Kauf eines Tickets über KölnTicket verpflichtend sein. Einige Veranstaltungen sind ausschließlich über KölnTicket buchbar. Ebenso sind die Teilnehmerzahlen noch limitiert und auch der Verkauf von Jahreskarten ist noch nicht wieder möglich.

„Mit anderen Augen“ gibt es von den Stadtführerinnen und Stadtführern seit 30 Jahren Stadtführungen durch Köln und seine Veedel. Die AntoniterCityTours bieten öffentliche und private Kirchenführungen und Friedhofsführungen, aber auch thematische Stadtführungen etwa zu Oasen der Stille an. Mehrmals im Jahr werden öffentliche Stadtführungen im Dialog mit Prominenten wie beispielsweise dem Architekten Peter Busmann, den WDR-Journalisten Gerd Krebber und Armin Maiwald, dem Unternehmer Johann Maria Farina oder dem Intendanten der Kölner Philharmonie Louwrens Langevoort angeboten.

Nächste Termine:

Veedelabend: Riehl – Zwischen St. Engelbert, Flora und Zoo

Veedel-Führung mit Günter Leitner, Samstag, 26.06.2021, 18 Uhr
Schon im Mittelalter wird Riehl als Ort vor Köln genannt. Der Zoo und die Flora sowie die preußischen Kasernen haben Riehl bedeutsam gemacht. Mit der Stammheimer Straße entsteht zum Ende des 19. Jahrhunderts eine repräsentative Allee vom Zoo bis zur Boltenstern-Kaserne. Nach dem 1. Weltkrieg wird Riehl, das seit 1888 zu Köln eingemeindet wurde, ein begehrter Wohnraum für englische Offiziere aber auch für den sozialen Wohnungsbau (Naumann-Siedlung). Mit dem Bau der Engelbertkirche (1932) durch Dominikus Böhm erreicht Köln-Riehl höchsten Rang in der Geschichte des Modernen Kirchenbaus. Der Spaziergang mit Günter Leitner wird viele Facetten dieses besonderen Vorortes aufzeigen. Treffpunkt: St. Engelbert, Riehler Gürtel 33 Preis: 10,- Euro / 8,- Euro

Dialog vor Ort: Die Göttersiedlung in Rath

Stadtführung mit Günter Leitner und Klaus Jansen, Sonntag, 27.06.2021, 14 Uhr
Dialog vor Ort ist ein neues Format mit Günter Leitner. In dieser dialogischen Führung trifft Günter Leitner Persönlichkeiten, die ihr jeweiliges Veedel oder einen besonderen Ort in Köln vorstellen. Am Rand des Königsforstes erstreckt sich eine Wohnsiedlung mit Gestaltungselementen der Gartenstadtidee und des Heimatstils. „Göttersiedlung“ wird sie genannt, da diese aus Straßennamen mit Benennungen der germanischen Götterwelt besteht. Die günstige Anbindung an die Straßenbahn, die Waldrandlage und die besondere Gestaltung kennzeichnen die Göttersiedlung als attraktives Wohngebiet. Die eineinhalb- bis zweigeschossigen Wohnhäuser waren für den gehobenen Mittelstand ausgelegt. Die Siedlung besitzt charakteristische Elemente einer Gartenstadt mit Torbogenhaus, Hausgärten, Grünflächen und Plätzen. Hier wurde bergischer Heimatstil mit städtischer Architektur verknüpft. Treffpunkt: KVB-Haltestelle Königsforst (Endhaltestelle der Linie 9), Heumarer Mauspfad Preis: 12,-Euro/ 10,- Euro

Kölner Brücke

Historische Führung mit Jürgen Hollstein, Sonntag, 27.06.2021, 15 Uhr
Diese Führung startet am Heinrich-Böll-Platz, führt dann weiter über die Hohenzollernbrücke nach Deutz. Über den Rheinboulevard zur Deutzer Brücke, zurück auf die linke Rheinseite und weiter über die Drehbrücke, entlang Schoko- und Olympamuseum zur Severerinsbrücke. Danach gibt es einen Wechsel zur rechten Rheinseite und schließlich endet die Tour an der Deutzer Drehbrücke. Entlang der vier Kilometer langen Strecke gibt es jede Menge Historisches und Stadtentwicklerisches zu entdecken und berichten. Treffpunkt: Heinrich-Böll-Platz, Ma’alot Skulptur Preis: 10,- Euro / 8,- Euro

www.antonitercitytours.de

Text: APK
Foto(s): APK

Der Beitrag AntoniterCityTours: Das neue Halbjahres-Programm ist da erschien zuerst auf Evangelischer Kirchenverband Köln und Region.

Kirche2go fragt: Wie wirkt Gott?

Wir wirkt Gott? „Gott ist scheinbar nicht einer, der immer dann, wenn wir das gerade möchten, irgendwie direkt in dieses Leben eingreift“, sagt Pfarrer Nico Ballmann bei Kirche2go. „Und ich muss sagen: so schmerzhaft das an vielen Stellen ist, ich bin darüber auch ein bisschen dankbar.“ Er bezieht trotzdem eine klare Stellung dazu, wie Gott trotzdem in diese Welt hineinwirkt. Wie genau, verrät er bei Kirche2go.

Haben Sie Interesse an weiteren Videos? Abonnieren Sie unseren Videokanal auf YouTube: www.youtube.com/kirchekoeln

Der Text zum Nachlesen:

Wie wirkt eigentlich Gott in dieser Welt?
Ganz lange, glaube ich, hat man so die Vorstellung gehabt: „Ja Gott, das ist einer, der greift in den entscheidenden Momenten in dieses Leben ein“. Und tatsächlich ist es, glaube ich, auch etwas, was sich jeder wünschen würde. Wenn uns irgendwie Schaden bevorsteht, wenn eine Krankheit an die Tür klopft, dass dann Gott plötzlich einfach so aus dem Himmel herunter greift und alles irgendwie zum Guten wendet. Eine Deus-Ex-Machina. So hat man das damals bezeichnet in der griechischen Mythologie, wenn der Gott an einer Leine, an einer Seilkurbel, plötzlich am Ende des Stücks hinuntergelassen wurde und die Situation rettet.
Wir wissen aber auch, wir Christinnen und Christen, Gott funktioniert nicht so. Gott ist scheinbar nicht einer, der immer dann, wenn wir das gerade möchten, irgendwie direkt in dieses Leben eingreift. Und ich muss sagen: so schmerzhaft das an vielen Stellen ist, ich bin darüber auch ein bisschen dankbar. Denn wenn Gott einfach so in unser Leben permanent eingreifen würde, dann hätten wir keinen freien Willen mehr. Dann würden wir Marionetten sein, die ihr Leben hat nicht selber in der Hand hätten. Dann werden, glaube ich, Leid, Schmerz und Trauer eigentlich noch schlimmer, weil dann wären sie vorgeschrieben in einem großen Theaterstück Gottes. Das glaube ich also nicht.
Trotzdem glaube ich aber, dass Gott in dieser Welt wirkt. Und zwar richtig doll. Und zwar immer dann, wenn Menschen sich auf ihn einlassen. Wenn Menschen Gott Raum in ihrem Leben geben. Diese Menschen wiederum begegnen dann wieder anderen Menschen in dessen Leben sie wiederum wirken. Von daher glaube ich, dass Gott doch wirkt. Vielleicht nicht dadurch, dass er mit dem Zeigefinger mal eben kurz schnippt und Krankheiten weg macht. Aber dass er Menschen bereit stellt. Die da bleiben, wenn andere gehen. Die Schmerz und Trauer mitaushalten. Dass er Menschen einen guten Geist gibt, damit sie in Forschung und Wissenschaft Krankheiten besiegen können und heilen können.
Und, dass er immer wieder Menschen befähigt anderen Menschen von seiner Liebe zu zusprechen. Menschen zu sagen: „Du bist geliebt“. All das, was dir vielleicht die Gesellschaft sagt an Normen und Gesetzen, wer du zu sein hast und was du zu erreichen hast, das zählt nicht! Sondern du bist wertvoll, so wie du bist. Von daher glaube ich, dass wir allgegenwärtig umgeben sind vom Wirken Gottes, aber vielleicht nicht so, wie wir das normalerweise denken.

Text: APK
Foto(s): APK

Der Beitrag Kirche2go fragt: Wie wirkt Gott? erschien zuerst auf Evangelischer Kirchenverband Köln und Region.

#himmelaufkoeln: Der Eiswagen kommt

Vanille oder Schokolade? Es gibt Eis: Am Freitag, 25. Juni, von 12 bis 15 Uhr steht der Eiswagen vor dem Eingang zur Kartäuserkirche (Kartäusergasse 7B in Köln). Alle Menschen sind eingeladen zu einer Erfrischung zu Beginn des Sommers mit leckerem Eis und knusprigen Waffeln. Und: Interessierte können sich bewerben, wohin der Eiswagen als nächstes ziehen darf – egal ob Kirche, Jugendarbeit, Schule oder ganz woanders.

Die Aktion ist eine Initiative von #himmelaufkoeln – ein Projekt junger Pfarrer und Pfarrerinnen, Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen und Ehrenamtlicher aus evangelischen Gemeinden in Köln.

Erfrischung. Für Körper und Seele.
Kühl und süß. Der Geschmack der Hoffnung auf der Zunge.
Schmecken und spüren, dass es gut werden kann.
Dass mir neue Kraft geschenkt wird, wenn ich sie brauche.
Dass die Sehnsucht sich lohnt.

Bewerbung:

Interessierte können schreiben oder ein Video schicken, warum der Eiswagen genau bei ihnen an der richtigen Stelle ist. Bewerbungen an: himmelaufkoeln@kirche-koeln.de. Es werden drei Termine mit leckerem Eis und knusprigen Waffeln in diesem Spätsommer verschenkt.

Text: APK
Foto(s): APK

Der Beitrag #himmelaufkoeln: Der Eiswagen kommt erschien zuerst auf Evangelischer Kirchenverband Köln und Region.

„Beach and Heaven“: Barfuß über den Sand

„Wann war ich das letzte Mal barfuß unterwegs?“ Das fragt Miriam Haseleu, Pfarrerin an der Lutherkirche Nippes und Projektleitung, bei dem Wochenausklang „Beach & Heaven – Body meets Soul“. Sie sitzt gemeinsam mit Bernd Franzen, Yogalehrer und Prädikant, sowie Mathias Bonhoeffer, Pfarrer an der Kartäuserkirche, in der Sandkapelle der Evangelischen Studierendengemeinde. „Barfuß gehen, über den heißen Sand, durch das weiche Gras, auf sonnengewärmtem Steinboden, und manchmal wird es pieksig und unangenehm, Schotterwege, spitze Steinchen unter der Sohle“, zeichnet Miriam ein Bild, in das sich knapp 30 Menschen per Zoom einfühlen können. Der Evangelische Kirchenkreis Köln-Mitte hat Mitte Juni eingeladen, die Woche mit ihm ausklingen zu lassen: diesmal geht es um die Füße. Bei dem Wochenausklang werden spirituelle Impulse mit körperlichen Elementen aus dem Yoga und Livemusik verbunden.

Leise Klavier- und Saxophonmusik

Mathias Bonhoeffer zündet eine Kerze an: „Gott gibt uns das Leben, den Körper und den Atem, Gott befreit uns zu neuen Wegen und Gott ist bei uns in der Liebe und der Kraft, die in Gottes Geist ihren Ursprung haben.“ Leise Klavier- und Saxophonklänge ertönen und spielen das Lied „Hineni – Here I am“.

„Barfuß bin ich empfindlicher unterwegs“, sagt Miriam Haseleu. Die Füße seien die Verbindung zur Erde. In der Bibel wird erzählt, dass Mose seine Schuhe ausziehen muss, als er in der Wüste Gott begegnet: Nur barfuß kann er sich Gottes Erscheinung nähern. Und so lädt Mathias Bonhoeffer ein: „Zieh‘ deine Schuhe aus, denn der Ort, auf dem du stehst, ist heiliger Grund.“ Bernd Franzen zieht die Schuhe aus und massiert langsam seine Zehen, die Färse, die Fußsohlen.

Viele haben die Augen geschlossen und lauschen konzentriert

„Wenn der Fuß weggleitet, abrutscht, den sicheren Halt verliert, gerät alles ins Wanken. Gerate ich ins Wanken und die Welt wankt“, gibt Miriam zu bedenken. „Es gibt Situationen, in denen der Boden unter mir wegzubrechen scheint.“ Sie fragt die Zuschauer, wohin man die Füße noch stellen kann? Viele haben die Augen geschlossen und lauschen konzentriert. „Manchmal brauchen Füße eine Stütze. Wenn meine Füße müde werden oder wegrutschen, dann brauche ich jemanden, der mir eine Hand anbietet, jemanden, die mich stärkt und stützt.“

Zuschauer besinnen sich auf sich selbst

Mathias Bonhoeffer sagt: „Du Gott, stellst meine Füße auf weiten Raum.“ Und Miriam ergänzt: „Meine Füße, sie sagen: es geht weiter. Du darfst weiter gehen.“ Bernd Franzen geht meditativ, ganz bewusst und langsam im Kreis – die Füße achtsam abrollend. Die Zuschauer folgen zum Teil, andere besinnen sich ganz auf sich selbst.

„Ruhe“, „Pause vom Alltag“, „beruhigend“

Welches Wort den Teilnehmer nach dem Wochenausklang im Kopf haben? „Jetzt habe ich abgeschaltet – von der Arbeitswoche ins Wochenende“, schreibt ein Teilnehmer. Die Worte „Ruhe“, „Pause vom Alltag“, „meine Füße spüren“ und „beruhigend“ erscheinen. Und eine Teilnehmerin schreibt mit Smiley: „Meine Füße bedanken sich für die ungewohnte Aufmerksamkeit.“

Text: APK
Foto(s): APK

Der Beitrag „Beach and Heaven“: Barfuß über den Sand erschien zuerst auf Evangelischer Kirchenverband Köln und Region.

Wochentipps: Orgelkonzert, Kochevent und Stummfilmkonzert

Unsere Wochentipps sind diesmal bunt gemischt: Von Orgelkonzert mit Tobias Berndt über Stummfilmkonzert mit Live-Musik bis hin zum Jubiläumskonzert mit „Sinfonia Köln“ sowie einem Open-Air-Bühnenprogramm und -konzert – und einem Kochevent. Hier ist die Übersicht zu allen Veranstaltungen:

24.06.2021, 20 Uhr, Trinitatiskirche, Filzengraben 4, 50676 Köln, Orgelkonzert mit Tobias Berndt in der Trinitatiskirche
Zu einem Orgelkonzert mit Tobias Berndt am Donnerstag, 24. Juni, 20 Uhr, lädt der Evangelische Kirchenverband Köln und Region in die Trinitatiskirche, Filzengraben 4, ein. Tobias Berndt ist neben seiner solistischen Tätigkeit regelmäßig bei den Berliner Philharmonikern, der Staatskapelle Berlin und anderen Orchestern zu Gast. Er leitet die Musikakademie Berndt und den dazugehörigen Konzertchor. Bei dem etwa einstündigen Konzert erklingen Werke von Johann Sebastian Bach (1685-1750), Alexandre Guilmant (1837 –1911), Avo Pärt (*1935), Louis James Alfred Lefébure-Wély (1817-1869) sowie Léon Boëllmann (1862-1897). Der Eintritt ist frei, um Spenden wird gebeten.

www.trinitatiskirche-koeln.de

25.06.2021, 21 Uhr, Evangelische Kirchengemeinde Köln-Bayenthal, Reformationskirche, Mehlemer Straße 29/Ecke Goethestraße, 50968 Köln, Stummfilmkonzert mit Live-Musik
Am Freitag, 25. Juni, 21 Uhr, gibt es ein Stummfilmkonzert mit Live-Musik in der Reformationskirche, Mehlemer Straße 29. Zu sehen ist der Film „Das Cabinet des Dr. Caligari“ aus dem Jahr 1920 von Robert Wiener. Der expressionistische Stummfilm gilt als Meilenstein der Filmgeschichte und erzählt eine Geschichte, in der die Konturen von Realität und Wahn immer wieder verschwimmen. Der Film wird konzertant begleitet von Raissa Mehner (E-Gitarre) und Annie Bloch (Orgel). Eine Voranmeldung per E-Mail an samuel.dobernecker@ekir.de ist erwünscht. Zutritt haben nur Personen mit Negativtest-, Impf- oder Genesenen-Nachweis. Der Eintritt an der Abendkasse kostet 10 Euro, ermäßigt 5 Euro.

www.kirche-bayenthal.de

27.06.2021, 15 Uhr, Evangelische Kirchengemeinde Köln-Rath-Ostheim, Auferstehungskirche Ostheim, Heppenheimer Straße 7, 51107 Köln,  Jubiläumskonzert mit „Sinfonia Köln“ in der Auferstehungskirche
Zum 100. Geburtstag seines Mentors Sir Malcolm Arnold dirigiert Tobias van de Locht am Sonntag, 27. Juni, 15 Uhr, in der Auferstehungskirche Ostheim, Heppenheimer Straße 7, die „Sinfonia Köln“. Das Jubiläumskonzert spannt einen Bogen von Werken Johann Sebastian Bachs bis hin zu Kompositionen des Oskar-Gewinners Sir Malcom Arnold. Neben der Aufführung des für Orchester gesetzten Klavierstücks „The Buccaneer“ (Der Freibeuter) und vier irischen Tänzen des Jubilars ehrt Tobias van den Locht seinen 2006 verstorbenen Mentor mit einem von ihm komponierten Choral mit Variationen. Sir Malcom Arnold hat für fast jedes bekannte Instrument eine Solo-Fantasie geschrieben. In diesem Konzert wird seine Fantasie für Solo-Tuba von Georg Frericks zur Aufführung gebracht. Der Eintritt ist frei, um eine großzügige Spende wird gebeten. Aufgrund der Coronaschutzbestimmungen ist die Anzahl der Plätze begrenzt.

www.kirchengemeinde-rath-ostheim.de

27.06.2021, 17 Uhr, Evangelische Gemeinde Köln, Lutherkirche, Martin-Luther-Platz 2-4, 50677 Köln-Südstadt, Open-Air-Bühnenprogramm „Wupp“ in der Lutherkirche, Hof-Konzert mit Gerd Köster und Frank Hocker
Mit ihrem nunmehr neunten Bühnenprogramm „Wupp“ treten die Musiker Gerd Köster und Frank Hocker am Sonntag, 27. Juni, 17 Uhr (Einlass 16 Uhr) im Atrium der Lutherkirche, Martin-Luther-Platz 4, auf. Das Programm besteht neben eigenen Songs aus eingekölschten Cover-Versionen von Ray Davis, Rod Stewart, Iggy Pop, Tom Waits, Frank Zappa und anderen. Ergänzt wird das Duo durch Helmut Krumminga (Gitarre). Eintrittskarten für 30 Euro gibt es im Vorverkauf unter https://lutherkirche.ticket.io/. Informationen über die aktuellen Coronaregeln gibt es über die Homepage www.lutherkirche-suedstadt.de/veranstaltungen/.

www.lutherkirche-suedstadt.de

27.06.2021, 17 Uhr, Evangelische Kirchengemeinde Bergisch Gladbach, Gnadenkirche, Hauptstraße 256, 51465 Bergisch Gladbach, Open-Air-Konzert beim „Quirl-Sommer“
Der Auftritt der Band „78Twins“ gehört zum festen Bestandteil des „Quirl-Sommers“. Zu ihrem Konzert am Sonntag, 27. Juni, 17 Uhr, auf der Open-Air-Bühne des „Quirls“ an der Gnadenkirche, Hauptstraße 256a, lädt die Evangelische Kirchengemeinde Bergisch Gladbach ein. Die 1978 geborenen Zwillinge stehen seit fast 25 Jahren gemeinsam auf der Bühne. Zur Band gehören Benny Korn (Schlagzeug, Gesang), Bastian Korn (Piano, Gesang), Martin Ettrich (Gitarre) sowie Sven Hiller (Bass). In ihrer „explosiven“ Live-Show präsentieren sie ein abwechslungsreiches Programm. Aufgrund der Coronapandemie ist die Anzahl der Plätze begrenzt. Eine Platzreservierung unter Telefon 02202/9629837 ist erforderlich. Der Eintritt ist frei.

www.gnadenkirche-gl.de

27.06.2021, 10 Uhr, Ev. Familienbildungsstätte Köln, Köln is(s)t mit von der Partie!
Zu einem besonderen Kochevent in den Sommerferien von Dienstag bis Freitag, 6. bis 9. Juli, jeweils von 10 bis 14 Uhr, können sich Kölnerinnen und Kölner im Alter von 10 bis 14 Jahren und ab 65 Jahren in der Evangelischen Familienbildungsstätte Köln (fbs), Kartäuserwall 24b, anmelden. Die fbs ist einer der Austragungsorte der Küchenpartie mit peb, dem bundesweiten IN FORM-Projekt zur Ernährungskompetenz für Jung und Alt, durchgeführt von der Plattform Ernährung und Bewegung e.V. (peb). Voneinander, miteinander und übereinander lernen stehen beim gemeinsamen Kochen und Essen im Mittelpunkt. Unter der Anleitung einer Ernährungsfachkraft geht es um sauberes und sicheres Arbeiten in der Küche, den Austausch der Generationen, das Wissen um Lebensmittel und das Thema Essen und Nachhaltigkeit. Eine Anmeldung zur kostenfreien Teilnahme ist ab sofort möglich über die Homepage www.diekuechenpartie.de, per E-Mail diekuechenpartie@pebonline.de oder per Telefon 030/27879766.

Text: APK
Foto(s): APK

Der Beitrag Wochentipps: Orgelkonzert, Kochevent und Stummfilmkonzert erschien zuerst auf Evangelischer Kirchenverband Köln und Region.

WiederSprechen: „Künstler sind kreativ mit der Krise umgegangen“

„Es gibt in unserer Branche viele, denen es schlecht geht“, berichtet Pit Hupperten, Sänger, Gitarrist und Songschreiber bei den Bläck Fööss, bei der Reihe „WiederSprechen: Meine Erfahrungen mit der Pandemie“. Viele Künstler seien auch durch das Raster der Anträge gefallen. Mitte Juni lautete das Thema: „Abgesagt – Corona und die Kunst“. Interessierte Gäste konnten sich per Zoom zuschalten und mitdiskutieren: über die vergangenen anderthalb Pandemiejahre, die Gegenwart – und die Zukunft.

Moderator, Journalist und Buchautor Arnd Henze sagt bei der Begrüßung der 15 Zoom-Teilnehmer in der Melanchthon-Akademie erfreut: „Wir hätten beim letzten Mal nicht damit gerechnet, dass die Inzidenzen so schnell herunter gehen würde – als wir vor wenigen Wochen über Corona und die Jugend geredet haben, sind wir einer fast menschenleeren Stadt nach Hause gefahren.“ Nach den Sommerferien werde es sogar face-to-face weiter gehen – wenn sich die Situation nicht verschlechtert.

Große Auswirkungen auf die Kunst

Die Pandemie hat sehr große Auswirkungen auf die Künstler gehabt: Viele Künstler seien aufgrund der schwierigen Situation in andere Berufe gegangen, berichtet Barbara Förster, Leiterin des Kulturamts der Stadt Köln: „Es war anfangs vom Staat wenig Verständnis für die kreativen Solo-Selbstständige da.“ Da sei aber viel nachgearbeitet worden. „Viele Künstler sind sehr kreativ mit der Krise umgegangen. Es gab Künstler, die sehr gut organsiert waren, die schneller mit digitalen Formaten reagieren konnten.“ Es sei generell erstaunlich, was digital von Künstlern geschaffen worden sei. Für die Zukunft wäre es gut, wenn es – so oder so – mehr Open-Air-Spielstätten geben würde.

Das Publikum ist ausgehungert

Wolf-Rüdiger Spieler, Leiter der Trinitatiskirche, Musiker und Hochschullehrer, berichtet: „Wenn ich auf Gottesdienste blicke, gehört auch ganz stark die Kirchenmusik dazu. Orgelmusik war ja möglich. Aber viele Menschen, die in Chören singen, sind auch verloren gegangen. Wir werden sehen, was davon übrig geblieben ist. Mit dem ersten Online-Gottesdienst wurde auch schnell deutlich, was uns fehlt.“ Wie es nun weitergeht? „Das wird man sehen – viele Chören hat die Zeit vielleicht das Genick gebrochen, aber es gibt sicher auch ganz viele, die mit den Hufen scharren und starten wollen.“ Das Publikum sei aber ausgesprochen ausgehungert. Die Gemeinden haben sich gute Gedanken gemacht und es hätte schon viele Open-Air-Gottesdienste gegeben. Das sei auch richtig so: „Denn Kirche muss auch dahin, wo die Menschen sind.“

Kutlu Yurtseven, Rapper bei Microphone Mafia, Lehrkraft und Sozialarbeiter, erzählt: „Wir haben jetzt kürzlich unter Corona-Auflagen unsere ersten beiden Konzerte gehabt. Ich habe noch nie Konzerte so genossen und habe gemerkt, was die anderthalb Jahre gefehlt hat. Viele Kollegen aus der Musikbranche habe ich leiden sehen – und ich habe versucht, Solidarität zu zeigen.“ Wenn man nur durch die Kunst lebe, sei es besonders schwierig, da die Lebensgrundlage als Künstler komplett weggebrochen sei. „Niemand von uns hätte damit in der Form gerechnet.“ Was schätzt er, wie es weitergeht? „Es kann ja auch passieren, dass die Menschen nun mehr Konzerte besuchen als früher.“

Ein Teilnehmer schreibt im Chat: „Danke für diese tolle Reihe. Wir brauchen dringend Gesprächsräume für unsere Demokratie.“

Weitere Termine:

Termine im Herbst 2021: 31. August, 14. September, 26. Oktober, 23. November

Text: APK
Foto(s): APK

Der Beitrag WiederSprechen: „Künstler sind kreativ mit der Krise umgegangen“ erschien zuerst auf Evangelischer Kirchenverband Köln und Region.

Neustart nach 16 Monaten – Orgelkonzert mit Tobias Berndt in der Trinitatiskirche

Auf diesen Tag haben Freunde und Freundinnen der Orgelmusik lange warten müssen: am Donnerstag, 24. Juni, findet in der Trinitatiskirche am Filzengraben 4 der erste Orgelabend seit vielen Monaten statt. Aktuell niedrige Corona-Zahlen und eine steigende Impfquote machen dies endlich wieder möglich.

Solist aus Berlin
Als Gast mit einem besonderen Renommee hat Wolf-Rüdiger Spieler, Programm- und Organisationsleiter der Trinitatiskirche,  für diesen ersten Orgelabend Tobias Berndt aus Berlin eingeladen. Berndt, der bereits das zweite Mal zu Gast ist, hat einen bemerkenswerten künstlerischen Werdegang durchlaufen. Er studierte Orgel und Kirchenmusik an der Universität der Künste in Berlin. Neben seiner internationalen Konzerttätigkeit als Solist hat er sich durch eine langjährige Zusammenarbeit mit den Berliner Philharmonikern, der Staatskapelle Berlin und anderen Orchestern einen großen Namen gemacht. Er leitet eine Musikakademie und einen Konzertchor in Berlin und ist als Kirchenmusiker in der evangelischen Kirche Berlin-Mahlsdorf tätig.

Bach meets Frankreich
Das musikalische Programm, das am 24. Juni zu hören sein wird, ist sehr genau auf die Orgel der Trinitatiskirche abgestimmt. „Das Instrument verfügt nämlich nicht nur über zahlreiche Register, mit denen sich Orgelwerke des Barock besonders gut darstellen lassen. Ein großes französisches Schwellwerk und einige weitere Pfeifenreihen mit sinfonischem Klang bieten zusätzlich alles, um auch Werke des 19. und 20. Jahrhunderts so zu vorzutragen, dass es der Klangvorstellung der romantischen Komponisten aus Frankreich und Deutschland entspricht“, erläutert Wolf-Rüdiger Spieler. Der Abend startet mit der berühmten Toccata und Fuge d-Moll und einem großen Orgelchoral von Johann Sebastian Bach; dann folgen klangschöne Kompositionen von Alexandre Guilmant, Avo Pärt und Louis James Alfred Lefébure-Wély. Zum Schluss erklingt die „Suite Gothique“ von Léon Boellmann, eines der besonders bekannten Werke der französischen Orgelromantik.

Premiere in renoviertem Raum mit verschönerter Akustik
Insgesamt sechzehn Monate musste die Klais-Orgel, die seit 2010 jeweils am letzten Donnerstag des Monates im Konzert erklingt, schweigen. „Schuld“ daran war zunächst das Corona-Virus, dann aber auch die umfangreiche Kirchenrenovierung 2020, bei der die komplette Orgel bis November staubdicht verpackt und die Kirche mit einem 6.000 Kubikmeter großen Raumgerüst ausgekleidet war. Seit Dezember 2020 verhinderte dann wiederum Corona den geplanten Neustart der Orgelabende.

„Nun aber geht es endlich wieder los“, freut sich Wolf-Rüdiger Spieler der in den letzten Monaten vor allem damit beschäftigt war, fest geplante Konzerte abzusagen oder zu verschieben. „Ich freue mich sehr auf den ersten Orgelabend mit Publikum, zumal unsere Kulturkirche durch die Generalsanierung nicht nur optisch gewonnen hat. Auch die Akustik ist seit diesem Jahr noch schöner und tragfähiger geworden. Unsere Orgel hat dadurch im Klang nochmals deutlich gewonnen“, so Spieler weiter.

Sicherheit geht vor
Das Konzert, das um 20 Uhr beginnt, findet bei freiem Eintritt statt und kann ohne Voranmeldung besucht werden. Für die Sicherheit des Publikums in der Trinitatiskirche wurde ein umfangreiches Hygiene-Konzert erarbeitet. Dieses enthält viele Regelungen zur Einhaltung der Abstände, für die Desinfektion, das Tragen von Masken, die Reduzierung der Sitzplätze und Lenkung der Besucherströme und sorgfältiges Lüften. Am Eingang werden die Kontaktdaten erhoben und es muss ein tagesaktueller Corona-Test bzw. der Nachweis über die vollständige Impfung oder Genesung von einer Corona-Infektion vorgelegt werden.

Dann steht einem ungetrübten Hörgenuss nichts mehr im Wege. Und mit Hilfe eines Beamers wird Tobias Berndt auch im Altarraum bei seinem Spiel zu beobachten sein.

Text: Wolf-Rüdiger Spieler
Foto(s): Wolf-Rüdiger Spieler und Julia Thiel

Der Beitrag Neustart nach 16 Monaten – Orgelkonzert mit Tobias Berndt in der Trinitatiskirche erschien zuerst auf Evangelischer Kirchenverband Köln und Region.

„Neues wagen“ – Halbjahresprogramm der Melanchthon-Akademie 2/2021 erschienen

„Na klar, etwas Neues, Lebensenergie, Perspektiven brauchen wir, brauchen Gesellschaft und Kirche nach 15 Monaten der Pandemie allzumal. Diese Monate, dieses lange Jahr hat Sie und uns erschöpft – gerade, weil keine und keiner versucht hat, sich in ein Schneckenhaus zurückzuziehen. Die „Wirklichkeit“ in ihrer Grellheit und Vielstimmigkeit hat auch erschöpft, und zugleich haben wir die sozialen Kraft- und Inspirationsquellen des Lebens enorm missen müssen“, schreibt Akademieleiter Dr. Martin Bock an die Adresse der mehr als 4.000 regelmäßigen Adressatinnen und Adressaten des neuen Halbjahresprogramms.

 

Mit dem neuen Programm stellt die Melanchthon-Akademie mehr als 300 Veranstaltungen unter dem Leitwort „Neues wagen“ vor:

WiederSprechen
In unserer Reihe „Wiedersprechen“, die im April 2021 begonnen hat, lädt die Melanchthon-Akademie auch im Herbst dazu ein, persönliche Erfahrungen mit der Pandemie auszusprechen. Studienleiter Joachim Ziefle: „Wir schaffen dafür einen öffentlichen Raum und bringen sie mit Entscheidungsträgern und Verantwortlichen in der Kölner Stadtgesellschaft ins Gespräch. Bei jeder Veranstaltung kommt ein anderes Thema, eine andere Perspektive auf den schwierigen Alltag mit Corona zur Sprache zu Wort – immer mit der Überlegung, wie die Balance zwischen Schutz vor dem Virus und vor den gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Folgen der Kontaktbeschränkungen erträglicher gestaltet werden könnte.“

 Di, 31.08./ Di, 14.09./ Di, 26.10./ Di, 23.11. – jeweils 19.30-21.00 Uhr

 

Ökumene gegen die Moderne.

Den Finger in eine Wunde legen Norbert Bauer von der Karl Rahner-Akademie und Dr. Martin Bock. Sie laden zu einem Podiumsgespräch ein, das sich den reaktionären und fundamentalistischen Kräften in den christlichen Kirchen widmet, die nicht selten konfessionsübergreifend auftreten. Apokalyptische Untergangsszenarien, Kulturpessimismus, Homophobie, Islamhass und ethischer Konservatismus verbinden sich zu einer gefährlichen ökumenischen Melange gegen die Moderne. Kirchenleitende Vertreter*innen aller Konfessionen diskutieren.

Mi, 13.10., 19-21

 

Kartäusergelände mit allen Sinnen
Studienleiterin Dorothee Schaper: „Wir wagen neue Zugänge der Kirchraumerkundung und erforschen mit unseren Augen, Ohren, Nasen, Mündern, Füssen, Beinen, Armen, Händen, Köpfen und Herzen die Kartäuserkirche und ihr Umfeld. Seien Sie dabei!“

Fr, 03.09., 17.30-22.00 Uhr

 

Mein Weg – eine Visionssuche
In Zeiten von Veränderungen sprechen Herz, Bauch und Verstand oft unterschiedliche Sprachen. Erlebnispädagogin und Experience Designerin Gabi Linde gibt mit Hilfe von spielerischen Missionen im digitalen und analogen Raum Impulse zur Bearbeitung persönlicher Fragestellungen.
Sa, 13.11.    14.00-16.30 Uhr

 

Wild Church
„Wild Church“ ist eine experimentelle Liturgie, die die ökologische Krise als Zeichen der Zeit ernst nimmt und sich neu in der Liebe Gottes zu dieser Welt zu verwurzeln sucht. Wir erkunden eine geistliche Praxis, um unseren Glauben wieder zu erden.

Fr, 17.09.    15.00-19.00 Uhr

 

Das Programm ist online sowie in gedruckter Version in der Melanchthon Akademie erhältlich. Für alle Veranstaltungen ist zurzeit pandemiebedingt eine Anmeldung erforderlich. Die Anmeldung ist telefonisch, schriftlich per Mail, Fax, Post oder online möglich. Auf Grund der rechtlichen Bestimmungen in der Pandemie und der räumlichen Gegebenheiten finden manche präsentischen Seminare in kleineren Gruppen statt. Viele Veranstaltungen bietet die Melanchthon-Akademie inzwischen auch ONLINE an.

Die Melanchthon-Akademie des Evangelischen Kirchenverbands Köln und Region ist eine anerkannte Einrichtung der Erwachsenenbildung im Sinne des WBG-NRW und hält ein umfangreiches und vielseitiges Programm vor. In der Kölner Südstadt gelegen gibt sich die Melanchthon Akademie im Sinne Ihres Namensgebers den Auftrag, „Bildungsangebote zwischen Himmel und Erde“ zu ermöglichen. In der Akademie arbeiten 13 hauptamtliche Mitarbeiter*innen und rund 150 Dozent*innen, in jedem Semester finden rund 300 Angebote statt.

 Programmbestellung und Anmeldung: 0221.931803-0 info@melanchthon-akademie.de; anmeldung@melanchthon-akademie.de

www.melanchthon-akademie.de

Text: MAK/APK
Foto(s): APK

Der Beitrag „Neues wagen“ – Halbjahresprogramm der Melanchthon-Akademie 2/2021 erschienen erschien zuerst auf Evangelischer Kirchenverband Köln und Region.

Schulbildung: Mädchensache

Eine Schulpflicht für Jungen und Mädchen, wie sie heute gesetzlich verpflichtend ist, war zu Beginn des 19. Jahrhunderts noch nicht vorgeschrieben. Ein Schulbesuch kostete Geld, das besonders Familien aus ärmeren Verhältnissen nicht bezahlen bzw. nicht für alle ihre Kinder aufbringen konnten. Aus diesem Grund erhielten meistens Jungen die Chance sich nach dem Besuch der Elementarschule noch weiterzubilden.

Schulfächer waren Rechnen, Schreiben, Zeichnen, Französisch und Handarbeit

Zu einer gravierenden Veränderung in der Bildung von Mädchen kam es in Köln durch Konsistorial- und Schulrat Karl Friedrich August Grashof (1770-1841). Er erstellte ein Programm für verschiedene Schulformen, darunter auch eine höhere Mädchenschule. Zu einer Schulgründung durch die Stadt Köln kam es indes nicht. Die evangelische Gemeinde Köln erklärte sich bereit, dass eine Mädchenschule in einem Gebäude auf dem Antoniterpfarrhof errichtet werden könnte. 1827 existierte somit erstmalig eine Schule für Mädchen. Zwölf Schülerinnen, die bereits eine gewisse vorschulische Bildung besaßen, besuchten ab August 1827 den Unterricht. Schulfächer waren Rechnen, Schreiben, Zeichnen, Französisch und Handarbeit.

Ab 1831 war es auch Mädchen ohne vorherige schulische Bildung möglich den Unterricht zu besuchen. Erster Direktor dieser privaten Mädchenschule war Pfarrer Johann Gottlob Krafft (1789-1830). Er und seine Nachfolger strebten danach die Schule durch ihre Angliederung an die evangelische Gemeinde zu sichern, das gelang jedoch erst 1898. Zunächst musste die Schule selbstständig wirtschaften. Das tat sie, in dem sie, wie auch an anderen Schulen, Schulgeld erhob.

Breitgefächertes Bildungsangebot

Dies bildete die Grundlage für die Bezahlung der Lehrkräfte und die Instandhaltung des Gebäudes. Durch ihr breitgefächertes Bildungsangebot und ab den 1880r Jahren der Einrichtung des Lehrerinnenseminars (Aus- und Weiterbildung von Lehrerinnen), wuchsen die Schülerinnenzahlen stetig an. 1923 wurden 580 Schülerinnen durch 8 akademische und 16 hauptamtliche Lehrerinnen unterrichtet. Das stetige Wachstum führte dazu, dass auf dem Marienplatz 2 ein neues Schulgebäude errichtet wurde.

Unter Schuldirektor Beck wurde die Schule zu einem Zehn-Klassensystem ausgebaut, unterschieden in einen Elementarbereich und einen Oberschulbereich (höhere Töchterschule). Eine Abschlussprüfung konnten die jungen Frauen jedoch erst 1910 in Köln ablegen. Vorher mussten sie nach Düsseldorf, Koblenz oder Münster fahren. Nach erfolgreichem Abschluss der höheren Töchterschule konnten sie den Beruf der Lehrerin ergreifen.

In den 1930er Jahren wurde die Schule verstaatlicht.

Die Jahresberichte stammen aus dem Bestand der evangelischen Gemeinde Köln Ja 1.

Text: Stefanie Schensar
Foto(s): Stefanie Schensar

Der Beitrag Schulbildung: Mädchensache erschien zuerst auf Evangelischer Kirchenverband Köln und Region.

Kirche2go fragt: Wo ist Gott?

Wo ist Gott? Wie oft fragen wir uns das, vor allem in schweren oder traurigen Lebensabschnitten. Auch als Kind haben wir uns diese brennende Frage immer wieder gestellt. Vermutlich entspricht er nicht der kindlichen Vorstellung eines Mannes, der mit langem Bart irgendwo auf einer Wolke, auf einem großen Berg, auf einem goldenen Stuhl oder Thron sitzt. Aber wo ist dieser Gott, mit dem ich sprechen kann? Wo genau hält sich dieser Gott die ganze Zeit auf und wie kann ich ihn sehen oder hören? „Wenn ich an das Mittelmeer denke, wo die Menschen ertrinken oder wenn ich an Kriegsregionen denke, ja wo ist Gott da eigentlich?“, fragt Pfarrer Sebastian Baer-Henney. „Ich muss darauf vertrauen, dass Gott überall gleich ist. Also nicht überall in gleicher Form aber in gleicher Menge.“ Er erklärt in Kirche2go, wo sich Gott seiner Meinung nach aufhält.

 

Weitere Videos? Klicken Sie sich rein und abonnieren Sie unseren Videokanal auf YouTube: https://bit.ly/2JDf32o 

Den ganzen Beitrag hier zum Nachlesen:

Wo ist Gott? Gott ist überall gleich. Es gibt keinen Ort auf der Welt wo Gott weniger ist als einem anderen. Das ist manchmal schwer zu sehen und manchmal schwer zu glauben, weil es Orte gibt, da ist Gott einfach unglaublich weit weg. Wenn ich an das Mittelmeer denke, wo die Menschen ertrinken oder wenn ich an Kriegsregionen denke, ja wo ist Gott da eigentlich?

Ich muss darauf vertrauen, dass Gott überall gleich ist. Also nicht überall in gleicher Form aber in gleicher Menge. Das ist den Menschen immer schon schwer gefallen, das zu glauben. Deswegen gab es immer mal Auftritte von Gott, wo er ein bisschen besser sichtbar war. Die Bibel erzählt uns als die Israeliten durch die Wüste gelaufen sind, dass er da als Feuersäule und als Rauchsäule sichtbar war. Dann wird uns berichtet, dass Gott einmal in einem ganz leise Säuseln erscheint und dann wird uns natürlich erzählt dass Gott selber Mensch geworden ist. Da konnten die Menschen ihn anfassen. Ein Gott zum anfassen, wer hat das schon?

Es hilft uns, wenn Gott Gestalt annimmt und wenn er dann auch noch Mensch wird. Einer von uns…  Dann ist das natürlich total hilfreich, weil ich einfach weiß: Gott weiß, wie sich Mensch sein anfühlt. Und das ist jetzt schon einfach total gut, weil ich dann sagen kann: Du, Gott kennst doch diese Situation, du weißt wie das ist.

Aber Gott ist hier. Gott ist hier überall – Gott ist nicht in der oberen Etage, wo ich mit einem Flugzeug hin kommen muss. Gott ist in einer Sphäre, die für mich einerseits nicht zugänglich ist, aber andererseits ist Gott hier überall auf dieser Erde auch für uns spürbar. Die Frage ist, wo wir dem nachfühlen und wo wir uns darauf einlassen, ihn zu sehen. Nicht mit den Augen, sondern mit unserem ganzen Sein, mit unserem ganzen Körper.  Ich finde immer so dieses Zitat vom „Kleinen Prinzen“ ein bisschen kitschig: Man sieht nur mit dem Herzen gut und so… aber ich glaube, dass man Gott ganzheitlich spüren muss. Man muss sich auf Gott einlassen, um ihm zu begegnen. Und wo das nicht gelingt, muss man zumindest drauf vertrauen, dass er da ist. Dass er jetzt hier in diesem Raum ist, dass er da ist, wo die Menschen sind. Mir wäre es total hilfreich, Gott einfach mal so zu treffen von Angesicht zu Angesicht. Das gelingt leider in der Form nicht. Vielleicht irgendwann. Aber ich kann Gott treffen, wenn ich mich auf ihn einlasse und auf ihn einstelle und mich darauf einstelle, ihn zu spüren. Und ich sehe, wo Gott wirkt.

Aber auch da muss ich das als Gottes Wirken sehen und vielleicht nicht einfach als Zufall oder als Dinge, die sich ereignen, sondern als Dinge, die sich vielleicht auch einfach fügen und die gefügt sind.

Wo ist Gott? Schau dich um: Hier überall, du siehst überall, wo er wirkt.

Text: APK
Foto(s): APK/Thorsten Levin

Der Beitrag Kirche2go fragt: Wo ist Gott? erschien zuerst auf Evangelischer Kirchenverband Köln und Region.