„Wo wir uns verbinden, entsteht Macht“ – Abschied von Pfarrer Christoph Nötzel in Brauweiler

Superintendent Markus Zimmermann (links) entpflichtete Pfarrer Christoph Nötzel nach langjährigem Dienst in der Gnadenkirche Brauweiler.

Der Abschied von Pfarrer Christoph Nötzel in der Christusgemeinde an der Glessener Höhe war vor allem eines: ein Mutmach-Gottesdienst. „Steht auf und fürchtet Euch nicht!“ Diese Botschaft gab er der Besucherschar in der rappelvollen Gnadenkirche am Friedhofsweg in Brauweiler mit auf den Weg, bevor er später von Superintendent Markus Zimmermann entpflichtet wurde. Feierlich untermalt mit Kammermusik, Chorgesang und zahlreichen modernen Kirchenliedern, ganz passend: Die Botschaft aus dem Matthäusevangelium weise in die Zukunft, betonte Nötzel in seiner Predigt, nachdem sie noch einmal gelesen wurde. Jesus spricht sie zu seinen Jüngern auf einem hohen Berg, wo eine leuchtende Wolke sie überschattet. Aus ihr heraus erklingt Gottes Stimme: „Das ist mein geliebter Sohn, hört auf ihn.“ Zentral sei der anschließende Satz in der Bibelstelle, betonte Nötzel: „Jesus berührte sie und sagte: Steht auf und fürchtet Euch nicht!“ So ende Gottes Offenbarung nicht im Schrecken, sondern in der Zuwendung, der Aufrichtung und in der Ermutigung. Er selbst sprach demgemäß auch mehr als beruhigende Worte. Sie glichen eher einem Weckruf: „Macht entsteht dort, wo Menschen sich miteinander verbinden“, zitierte er die Philosophin Hannah Arendt.

Die Macht der Verbundenheit

Sie sei nicht institutionalisiert, sondern wachse aus Begegnung und Verbundenheit: „Wo sich Menschen zusammentun und sich gemeinsam auf einem Weg begegnen, erwächst daraus Macht und Mächtigkeit, die das Gesicht dieser Welt verwandeln kann“, so Nötzel, „zunächst im Kleinen, dann auch im Großen.“ Die Worte ‚Steht auf und fürchtet euch nicht‘ seien solche gegen alle Mächte und Mächtigen, die in ihrer Macht immer größer werden, weil sie den Menschen Angst machen, gegen alles, was Menschen klein macht und alles, was sie auseinanderdividiert, vereinzelt und gegeneinander aufbringt. „Wo wir uns miteinander verbinden, entsteht eine andere Macht, die Macht der Verbundenheit im Licht der Wahrheit“, sagte Nötzel, „weil wir nicht allein, sondern miteinander aufstehen. Wir tragen das Licht gemeinsam. Wir nehmen es mit, teilen es mit anderen, auch dort, wo es nicht mehr so hell und eindeutig zugeht.“

Ein mutiger Wegbereiter für die Zukunft der Kirche

„Du hast Dich nah an die besagte Wolke herangearbeitet“: Superintendent Markus Zimmermann würdigte Pfarrer Christoph Nötzel bei seinem Abschiedsgottesdienst.

Wie mutig der Gemeindepfarrer selbst vorangeschritten war bei der Suche nach einer Antwort auf die Frage der Zukunft der Kirche, schilderte Superintendent Markus Zimmermann. Er zählte Christoph Nötzels zahlreiche Stationen in verschiedenen Etappen auf: Bereits während des Theologiestudiums beteiligte sich Nötzel beim Aufbau des Kirchenverbandes. Das Vikariat absolvierte er im Kirchenkreis Süd in Rondorf. Nach einer Zwischenstation in Erftstadt wurde er Pfarrer in Altenberg-Schildgen, im ehemaligen Kirchenkreis Köln rechtsrheinisch. Dort habe er die Gemeinde bereits auf seine Weise geprägt, sagte Zimmermann. „Klar wurde: Du bist nicht derjenige, der der Gemeinde etwas verkündet, sondern Deine Gemeinde verkündet sich selbst.“ Partizipation sei ihm schon immer sehr wichtig gewesen. Er habe sehr viele Ehrenamtliche gewonnen. „Wie können wir Menschen bewegen zum Glauben und zur Kirche?“ Mit dieser Frage habe Nötzel sich stark beschäftigt.

Vielfältiges Engagement auf allen Ebenen

Nötzel habe beispielsweise auch Materialien für den Schulgottesdienst in Primarstufen veröffentlicht. Im Kreis- und Synodalvorstand sei Nötzel aktiv gewesen, sieben Jahre als stellvertretender Superintendent. Er habe ein Jahr auch den Kirchenkreis geleitet, sei danach im Vorstand des Evangelischen Kirchenverbandes Köln und Region gewesen und habe das erste Leitbild für diesen entwickelt. Nötzel habe aber auch in dem Kuratorium der City-Kirchenarbeit mitgearbeitet, im Ausschuss innovative Gemeindeprojekte und in der Landeskirche gewirkt. „Du hast Dich nah an die besagte Wolke herangearbeitet“, befand Zimmermann. „Du warst Landespfarrer, lieber Christoph, und hast den Bereich ‚Gemeindeentwicklung und missionarische Dienste‘ geleitet.“ Dem abstrakten Thema habe er auf besondere Weise Bodenhaftung verliehen: „Mich hat vor allem das Projekt ‚Glaubensbereich‘ beeindruckt.“ Daraus habe sich eine Grundhaltung entwickelt, die sein gesamtes Wirken prägte.
Mit dem Abschied aus Brauweiler endet ein Kapitel – doch die Botschaft, die Christoph Nötzel hinterlässt, bleibt: „Steht auf, verbindet euch, fürchtet euch nicht.“

Text: Susanne Esch/ APK
Foto(s): Susanne Esch

Der Beitrag „Wo wir uns verbinden, entsteht Macht“ – Abschied von Pfarrer Christoph Nötzel in Brauweiler erschien zuerst auf Evangelischer Kirchenverband Köln und Region.

Unsere Wochentipps: Soulfood, Liebeslieder und Papierkunst – Kultur zwischen Genuss, Klang und Poesie

Unsere Wochentipps feiern die Sinne: In Porz-Eil wird „Soulfood“ wörtlich genommen – Ike Bolik serviert Musik, Worte und ein gemeinsames Essen als Gesamtkunstwerk. Wer es visuell mag, sollte nach Weidenpesch: Dort verwandelt Wolfgang Heuwinkel den Urstoff Papier in vielschichtige Kunstwerke, die zum Dialog einladen. Die Liebe klingt derweil in Bergisch Gladbach nach – eine Woche nach dem Valentinstag lässt Organistin Miriam Schulze die Orgel von Sehnsucht, Leidenschaft und Wehmut erzählen. Wer Stille sucht, findet sie zwischen den Noten: in der Kartäuserkirche beim Zusammenspiel von Cello und Klavier oder bei der Orgelvesper in der Trinitatiskirche. Und für alle, die sich von Worten berühren lassen wollen: In Brühl lebt Mascha Kaléko wieder auf – mit Berliner Witz und einer Melancholie, die bis heute nachhallt.

„Soulfood“ – Konzert und Lesung mit Ike Bolik. Klang, Wort und Geschmack in der Markuskirche

Ein Abend zwischen Musik, Sprache und gemeinsamem Essen erwartet das Publikum am Freitag, 20. Februar, 18 Uhr, in der Markuskirche Porz-Eil, Martin-Luther-Straße 38. Unter dem Titel „Soulfood“ verbindet Ike Bolik Konzert, Wort und kulinarische Elemente zu einem besonderen Format, das Raum für Genuss und Atmosphäre schafft. Die Teilnahme kostet 18 Euro, ermäßigt 15 Euro. Im Eintrittspreis ist das Essen enthalten.
www.kirche-porz.de

Begegnung Dialog Verwandlung – Schöpfungen aus dem Urstoff Papier. Wolfgang Heuwinkel zeigt in der KunstKircheKöln seine Papierkunst

Die Ausstellung „Begegnung Dialog Verwandlung – Schöpfungen aus dem Urstoff Papier“ des Künstlers Wolfgang Heuwinkel wird am Freitag, 20. Februar, 18 Uhr, mit einer Vernissage in der Erlöserkirche Weidenpesch, Derfflingerstraße 9, eröffnet. Heuwinkel schafft aus dem Urstoff Papier vielschichtige Kunstwerke, die Begegnung, Dialog und Verwandlung thematisieren. Bei der Vernissage spricht der Künstler mit Kurator Holger Hagedorn über sein Werk, begleitet von einer Klang-Performance des Musikers Konstantinos Angelos Gavrias zur Licht-Installation. Ein umfangreiches Begleitprogramm vertieft die Ausstellungsthemen: Am Donnerstag, 5. März, 15 Uhr, gibt Heuwinkel in einem Gesprächsnachmittag Einblicke in die Tiefenschichten seiner Arbeit mit Papier. Am Donnerstag, 12. März, 19 Uhr, findet ein offenes SoulCollage-Atelier unter dem Motto „Schöpferisch sein – mit Gefühl“ statt, das sich mit Mitgefühl und Verwandlung befasst. Am Samstag, 14. März, 9.30 Uhr, thematisiert Pfarrerin Christina Schlarp beim Frauenfrühstück den Dialog und die Verwandlung briefeschreibender Frauen. Kurator Holger Hagedorn führt am Sonntag, 15. März, 16 Uhr, durch die Ausstellung. Die Finissage am Sonntag, 29. März, 17 Uhr, bietet ein Bilanzgespräch mit Farbinstallation zum Palmsonntag und musikalischer Gestaltung durch Martin Bock an der Klarinette. Alle Veranstaltungen finden in der Erlöserkirche statt. Der Eintritt ist frei. Für das SoulCollage-Atelier und das Frauenfrühstück ist eine Anmeldung unter Telefon 0221/74590333 oder per E-Mail an Anmeldung@KunstKircheKoeln.de erforderlich.
www.begegnungsgemeinde.de

„Luft & Liebe“ – Liebesbeweise an der Orgel. Monatskonzert mit Orgelmusik über Liebe, Sehnsucht und Leidenschaft

Unter dem Titel „Luft & Liebe“ gestaltet die Organistin Miriam Schulze am Samstag, 21. Februar, 17 Uhr, in der evangelischen Gnadenkirche, Hauptstraße 256, ein Monatskonzert mit Orgelmusik, die den unterschiedlichen Facetten der Liebe nachspürt. Eine Woche nach dem Valentinstag führt das Programm durch Werke verschiedener Epochen, verbunden mit Liebesgeschichten, die von Hochzeitsfreude, Leidenschaft und Sehnsucht ebenso erzählen wie von Verlust, Trauer und Wehmut. Zu hören sind unter anderem ein Hochzeitsmarsch, ein Love-Rag und ein Werk von Antonio Vivaldi, die zeigen, wie farbenreich und erzählerisch die Orgel Gefühle zwischen „himmelhoch jauchzend“ und „zu Tode betrübt“ ausdrücken kann. Der Eintritt ist frei.
www.gnadenkirche-gl.de

Konzert „between notes“ Musik für Cello und Klavier

Zwischen Klang und Stille bewegt sich das Konzert „between notes“, das am Samstag, 21. Februar, 18 Uhr, in der Kartäuserkirche, Kartäusergasse 7, stattfindet. Die Cellistin Jana Morgenstern und die Pianistin Ioana Voaideș gestalten den Abend und treten mit ihren Instrumenten in einen musikalischen Dialog. Jana Morgenstern studiert in der Klasse von Professor Jan Ickert an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt. Ioana Voaideș ist Studentin an der Hochschule für Musik Nürnberg in der Klasse von Professor Wolfgang Manz. Der Eintritt ist frei, Spenden sind willkommen.
www.kartaeuserkirche-koeln.de

Orgelvesper mit Kreiskantor Thomas Pehlken. Musik und Wort in der Trinitatiskirche

Musik und geistliche Impulse verbinden sich in der Orgelvesper am Samstag, 21. Februar, 18 Uhr, in der Trinitatiskirche, Filzengraben 4, zu der der Evangelische Kirchenverband Köln und Region einlädt. Pfarrer Dr. Martin Bock, Leiter der Melanchthon-Akademie, übernimmt die liturgische Gestaltung, an der Orgel ist Thomas Pehlken, Kreiskantor im Kirchenkreis Köln-Linksrheinisch, zu hören. Auf dem Programm stehen Werke von Joseph G. Rheinberger, Max Reger, Johannes Brahms sowie Sigfrid Karg-Elert. Dazu gehören Sätze aus der ersten Orgelsinfonie Rheinbergers sowie Choralfantasien und Fugen, die den meditativen Charakter der Vesper musikalisch vertiefen. Der Eintritt ist frei.
www.trinitatiskirche-koeln.de

Abschiedsgottesdienst von Pfarrer Uwe Rescheleit. Gottesdienst mit Konfirmandinnen und Konfirmanden in der Stephanuskirche

Mit einem feierlichen Abschiedsgottesdienst nimmt die Evangelische Kirchengemeinde Köln Niehl-Riehl am Sonntag, 22. Februar, 11 Uhr, in der Stephanuskirche, Brehmstraße 4–6, Abschied von ihrem langjährigen Gemeindepfarrer Uwe Rescheleit. Gemeinsam mit Konfirmandinnen und Konfirmanden sowie Pfarrerin Miriam Haseleu, Pfarrerin Anna-Maari Tölle und Pfarrer Eckhart Altemüller gestaltet Pfarrer Uwe Rescheleit den Gottesdienst, der seinen Abschied nach mehr als 22 Jahren im Pfarrdienst markiert. Zunächst war er in Riehl tätig, später prägte er die Arbeit der Fusionsgemeinde Niehl-Riehl entscheidend mit. Aus familiären Gründen zieht es ihn nun nach Hamburg.
www.ev-kirche-niehl-riehl.de

„Halte dich an Wunder!“. Leben und Werk von Mascha Kaléko

Lyrik, Lebensgeschichte und literarische Zeitgeschichte stehen im Mittelpunkt des Abends „Halte dich an Wunder!“, der am Montag, 23. Februar, 20 Uhr, im Gemeindesaal der Evangelischen Christuskirche, Mayersweg 7, stattfindet. Die Veranstaltung ist Teil der Reihe „Gespräche über Gott und die Welt – Literatur im Gespräch“ und widmet sich Leben und Werk der Dichterin Mascha Kaléko, deren Verse bis heute mit Berliner Witz ebenso berühren wie mit nachdenklich-melancholischem Ton. Thematisiert werden ihr bewegtes Leben zwischen Flucht, Exil und Heimatlosigkeit sowie ihr literarisches Schaffen im Umfeld der Berliner Avantgarde der 1920er-Jahre und darüber hinaus. Die Leitung des Abends hat Pfarrerin Renate Gerhard. Die Teilnahme ist kostenfrei.
www.kirche-bruehl.de

 

 

Text: APK
Foto(s): APK

Der Beitrag Unsere Wochentipps: Soulfood, Liebeslieder und Papierkunst – Kultur zwischen Genuss, Klang und Poesie erschien zuerst auf Evangelischer Kirchenverband Köln und Region.

Passionszeit 2026 beginnt: Aschekreuz, Fastengruppen und Passionskonzerte

Zwischen heute und Ostern lädt die evangelische Kirche jedes Jahr zu einer besonderen Zeit des Innehaltens ein: Die Fastenzeit, auch Passionszeit genannt, erinnert an den Weg Jesu bis zum Kreuz und eröffnet zugleich Raum für persönliche Besinnung, neue Perspektiven und bewusst gelebten Alltag. In dieser Zeit geht es weniger um Verzicht als um Aufmerksamkeit – für sich selbst, für andere und für das, was trägt. Die Evangelische Kirche in Deutschland begleitet diese Wochen mit ihrer bundesweiten Fastenaktion „Sieben Wochen ohne“, die 2026 unter dem Motto „Mit Gefühl! Sieben Wochen ohne Härte“ steht und dazu ermutigt, Mitgefühl, Empathie und einen achtsamen Umgang miteinander neu einzuüben. Auch im Bereich des Evangelischen Kirchenverbandes Köln und Region greifen zahlreiche Kirchengemeinden die Passionszeit mit vielfältigen Angeboten auf. Dazu gehören Andachten und Gottesdienste, Fastengruppen zum gemeinsamen Austausch, musikalische Veranstaltungen und Konzerte ebenso wie ökumenische Feiern zum Aschermittwoch mit der Austeilung des Aschekreuzes oder interkulturelle Begegnungen wie das gemeinsame Fastenbrechen. Die folgenden Termine geben einen Überblick über ausgewählte Angebote in Köln und im Rhein-Erft-Kreis.

KÖLN

18.02.2026, 19:00
Evangelische Begegnungsgemeinde Köln
Erlöserkirche Weidenpesch, Derfflingerstraße 9, 50737 Köln
„Mit Gefühl! Sieben Wochen ohne Härte“
Auftakt zum Fastengruppentreffen in Weidenpesch
Mit einem gemeinsamen Auftakt zur Fastenaktion der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) „Mit Gefühl! Sieben Wochen ohne Härte“ lädt die Evangelische Begegnungsgemeinde Köln am Aschermittwoch, 18. Februar, 19 Uhr, in die Erlöserkirche Weidenpesch, Derfflingerstraße 9, ein. Die Auftaktveranstaltung eröffnet die Sieben-Wochen-ohne-Gruppe, die die Zeit zwischen Aschermittwoch und Ostern bewusst als Phase der Besinnung, des Innehaltens und des Austauschs gestalten möchte. Angeregt vom diesjährigen Fastenmotto „Mit Gefühl! Sieben Wochen ohne Härte“ geht es darum, dem eigenen Denken und Handeln nachzuspüren, neue Perspektiven zu erproben und sich als fühlende und mitfühlende Menschen neu zu entdecken. Informationen und Anmeldung sind bei Susanne Zimmermann per E-Mail an susanne.zimmermann@ekir.de möglich. Die Teilnahme ist kostenfrei.
www.begegnungsgemeinde.de

19.02.2026, 19:00
Evangelische Gemeinde Köln
Thomaskirche, Neusser Wall 61, 50670 Köln
Passionsandacht am Feuer
„Mit Gefühl! Sieben Wochen ohne Härte“
Ruhe, Licht und Besinnung prägen das „Passionsfeuer“, zu dem die Evangelische Gemeinde Köln am Donnerstag, 19. Februar, 19 Uhr, auf den Kirchplatz der Thomaskirche, Neusser Wall 61, einlädt. Diakon Andreas Mittmann gestaltet die Passionsandacht am Feuer, die in der Passionszeit seit Jahren fester Bestandteil des Gemeindelebens ist. In den Wochen vor Ostern treffen sich die Teilnehmenden jeweils donnerstags für etwa eine halbe Stunde zu einer kurzen Andacht und einem bewussten gemeinsamen Innehalten am Abend. Das Thema der diesjährigen Reihe lautet „Mit Gefühl! Sieben Wochen ohne Härte“ und greift damit das Motto der Fastenaktion der Evangelischen Kirche auf. Sollte das Wetter nicht mitspielen, findet die Andacht in der Kirche am Kerzentisch statt.
www.thomaskirche-koeln.de

24.02.2026, 19:00
Evangelische Gemeinde Weiden/Lövenich
Evangelische Kirche Weiden / Gemeindezentrum Jochen-Klepper-Haus, Aachener Straße 1208, 50858 Köln-Weiden
„Mit Gefühl! Sieben Wochen ohne Härte“
Gemeinsames Innehalten und neue Impulse in der Passionszeit
In der Passionszeit lädt die Evangelische Gemeinde Weiden/Lövenich zu einer Reihe von Treffen zum Motto der Fastenaktion der Evangelischen Kirche in Deutschland in die Evangelische Kirche Weiden, Aachener Straße 1208, ein. Die Fastenaktion „Sieben Wochen ohne“ der Evangelischen Kirche in Deutschland, steht in diesem Jahr unter dem Motto „Mit Gefühl! Sieben Wochen ohne Härte“. Begleitet wird die Reihe von Pfarrerin Dagmar Müller. Die Treffen finden jeweils dienstags, 19 Uhr, am 24. Februar sowie am 3., 10., 17. und 31. März, statt.
www.ev-kirche-weiden.de

18.02.2026, 18:00
Evangelische Gemeinde Köln
Sankt Peter, Leonhard-Tietz-Straße 6, 50676 Köln
„Ökumenischer Aschermittwoch“
Gemeinsamer Gottesdienst zum Beginn der Passionszeit
Zum Beginn der Passionszeit feiern die Evangelische Gemeinde Köln und die katholische Nachbargemeinde am Mittwoch, 18. Februar, 18 Uhr, einen ökumenischen Aschermittwochsgottesdienst in Sankt Peter, Leonhard-Tietz-Straße 6. In der gemeinsamen Feier mit Pater Kessler und Pfarrer Markus Herzberg steht der Übergang in die Passionszeit im Mittelpunkt. Die Austeilung des Aschekreuzes lädt dazu ein, innezuhalten, sich neu auszurichten und den Weg der kommenden Wochen bewusst zu beginnen.
www.antonitercitykirche.de

18.02.2026, 18:00
Evangelische Kirchengemeinde Vingst-Neubrück-Höhenberg
Trinitatiskirche, Köln-Neubrück, Europaring 35, 51109 Köln
Passionsandachten
Einladung in die Trinitatiskirche Neubrück

Die Evangelische Kirchengemeinde Vingst-Neubrück-Höhenberg lädt in der Passionszeit zu wöchentlichen Andachten mit Pastor Jörg Wolke ein. Interessierte treffen sich in der Trinitatiskirche Neubrück, Europaring 35, immer mittwochs, 18 Uhr, am 18. und 25. Februar, sowie am 4., 11., 18. und 25. März.
www.vingstneubrueckhoehenberg.de

22.02.2026, 10:00
Evangelische Gemeinde Köln
Antoniterkirche, Schildergasse 57, 50667 Köln
Evangelische Messe am 1. Sonntag der Passionszeit (Invokavit)
Beginn der Passionszeit mit dem Projekt „Perspektivwechsel“
Mit der „Evangelischen Messe am 1. Sonntag der Passionszeit (Invokavit)“ beginnt am Sonntag, 22. Februar, 10 Uhr, in der Antoniterkirche, Schildergasse 57, die Passionszeit, zugleich startet das Projekt „Perspektivwechsel“, das den Gottesdienst in besonderer Weise prägt. In der Evangelischen Gemeinde Köln gestaltet Pfarrer Markus Herzberg die Messe, die die biblischen Versuchungserzählungen zum Ausgangspunkt nimmt und danach fragt, wie es mit Gottes Hilfe gelingen kann, Versuchungen zu widerstehen. Im Rahmen des Projekts „Perspektivwechsel“ werden die Kirchenbänke so angeordnet, dass die Gemeinde einander gegenübersitzt und Gemeinschaft neu und bewusster wahrgenommen wird, mit ungewohnten Blickachsen, neuen Eindrücken und einer veränderten Atmosphäre des Miteinanders. Der Gottesdienst kann auch im Livestream unter www.antonitercitykirche.de mitgefeiert werden.
www.antonitercitykirche.de

26.02.2026, 19:30
Evangelischer Kirchenverband Köln und Region
Trinitatiskirche, Filzengraben 4, 50676 Köln
„Aus der Tiefe rufe ich, Herr, zu Dir“
Orgelmusik zur Fasten- und Passionszeit
Orgelmusik zur Fasten- und Passionszeit erklingt beim Konzert „Aus der Tiefe rufe ich, Herr, zu Dir“ am Donnerstag, 26. Februar, 19.30 Uhr, in der Trinitatiskirche, Filzengraben 4. Rolf Müller, Kantor und Organist am Altenberger Dom, gestaltet den Abend mit einem anspruchsvollen Programm, das Werke von Georg Muffat, Georg Friedrich Händel, Johann Sebastian Bach, Johannes Brahms, Max Reger sowie Alexandre Guilmant umfasst. Darin geht es um Themen wie etwa Klage, Bitte und Hoffnung. Im Zentrum stehen unter anderem Kompositionen und Bearbeitungen zu „Aus tiefer Not schrei’ ich zu Dir“ sowie mehrere romantische Deutungen des Chorals „O Haupt voll Blut und Wunden“, die den geistlichen Charakter der Passionszeit musikalisch vertiefen. Der Eintritt ist frei, Spenden sind erbeten.
www.trinitatiskirche-koeln.de

08.03.2026, 17:00
Evangelische Hoffnungsgemeinde im Kölner Norden
ev. Gemeindezentrum Köln-Worringen, Hackenbroicher Straße 59-61, 50769 Köln
Interkulturelles Fastenbrechen
Begegnung, Austausch und gemeinsames Essen in der Fastenzeit
Beim „Interkulturellen Fastenbrechen“ kommen am Sonntag, 8. März, von 17 bis 20 Uhr Menschen unterschiedlicher Religionen und Kulturen im Evangelischen Gemeindezentrum Worringen zusammen, um das Miteinander, gemeinsame Werte und unterschiedliche Traditionen kennenzulernen und zu feiern. Zu der interreligiösen Begegnung laden der deutsch-arabische Freundschaftsverein Sadaaka, der Sozialdienst Katholischer Männer sowie die Evangelische Hoffnungsgemeinde im Kölner Norden ein. Im Mittelpunkt des Abends stehen der persönliche Austausch, das gegenseitige Verständnis und das gemeinsame Essen nach Sonnenuntergang. Um Anmeldung wird gebeten bei Volker Hofmann-Hanke unter Telefon 0221/786034 oder per E-Mail an hofmann-hanke@hoffnungsgemeinde-koeln.de.
www.hoffnungsgemeinde-koeln.de

11.03.2026, 19:30
Evangelische Kirchengemeinde Köln-Dellbrück/Holweide
Pauluskirche, Thurner Str. 105, 51069 Köln
Passionsandachten
Einladung in die Pauluskirche
Zu drei Passionsandachten immer mittwochs, 19.30 Uhr, am 11., 18. und 25. März, lädt die Evangelische Kirchengemeinde Köln-Dellbrück/Holweide in die Pauluskirche Dellbrück, Thurner Straße 105, ein. Pfarrer Klaus Völkl gestaltet die Liturgie.
www.evangelisch-in-koeln-dellbrueck-holweide.de

27.03.2026, 18:15
Evangelische Gemeinde Köln
Antoniterkirche, Schildergasse 57, 50667 Köln
„KirchenTöne: Markus-Passion“ von Reinhard Keiser
Passionskonzert mit Solistinnen, Solisten und Orchester
Die Markus-Passion von Reinhard Keiser steht am Freitag, 27. März, 18.15 Uhr, im Mittelpunkt eines Konzerts der Reihe „KirchenTöne“ in der Antoniterkirche, Schildergasse 57. Unter der Leitung von Kirchenmusikdirektor Johannes Quack musizieren Susanne König (Sopran), Sita Grabbe (Alt), Peter Schmitz (Tenor), Kuno Wübbena (Tenor) und Gustav Muthmann (Bass) gemeinsam mit einem Orchester und gestalten ein Passionskonzert, das zu den selten aufgeführten Werken der barocken Kirchenmusik zählt. Der Eintritt ist frei, Spenden für den Förderverein Kirchenmusik an der Antoniterkirche sind erwünscht.
www.antonitercitykirche.de

28.03.2026, 18:00
Evangelischer Kirchenverband Köln und Region
Trinitatiskirche, Filzengraben 4, 50676 Köln
Orgelvesper – „Komposition trifft Improvisation“
Musik der Passionszeit in der Trinitatiskirche
In der Passionszeit lädt die Trinitatiskirche am Samstag, 28. März, 18 Uhr, zur Orgelvesper „Komposition trifft Improvisation“ in die Trinitatiskirche, Filzengraben 4, ein. Im Mittelpunkt stehen komponierte und improvisierte Werke für Orgel, die den Spannungsbogen zwischen barocker Formstrenge und romantischer Klangsprache aufnehmen. Zu hören sind Kompositionen von Dietrich Buxtehude, Johann Sebastian Bach, Sigfrid Karg-Elert und weiteren Komponisten, ergänzt durch freie Improvisationen. Die Orgelvesper wird gestaltet von Wolf-Rüdiger Spieler, Kirchenmusiker und Programmleiter der Trinitatiskirche. Die liturgische Begleitung übernimmt Pfarrer Klaus Völkl von der Evangelischen Kirchengemeinde Köln-Dellbrück/Holweide. Der Eintritt ist frei, eine Spende wird erbeten.
www.trinitatiskirche-koeln.de

RHEIN-ERFT-KREIS

17.02.2026, 19:00
Evangelische Kirchengemeinde Hürth
Friedenskirche Efferen, Martin-Luther-Straße 12, 50354 Hürth-Efferen
„Mit Gefühl! Sieben Wochen ohne Härte“
Fastengruppe der besonderen Art in der Passionszeit
Bewusst innehalten, das eigene Leben anschauen und neue Impulse für mehr Mitgefühl entdecken: Die Fastengruppe „Mit Gefühl! Sieben Wochen ohne Härte“ der Evangelischen Kirchengemeinde Hürth trifft sich ab Dienstag, 17. Februar, wöchentlich von 19 bis 20 Uhr im großen Saal des Gemeindehauses der Friedenskirche Efferen, Martin-Luther-Straße 12. Bis Dienstag, 31. März, lädt die Gruppe dazu ein, Texte aus dem Kalender „Sieben Wochen ohne“, der Fastenaktion der Evangelischen Kirche in Deutschland, zu lesen und zu hören, den Impulsen gemeinsam nachzugehen und Erfahrungen aus dem Alltag miteinander zu teilen. Die Treffen sind offen für alle, unabhängig davon, ob nur einzelne Termine oder die gesamte Reihe besucht werden.
www.evangelisch-in-huerth.de

18.02.2026, 19:00
Evangelische Kirchengemeinde Brühl
Christuskirche, Mayersweg 10, 50321 Brühl
Passionsandachten in der Christuskirche
Sieben Wochen, die anders sind
Die Zeit der Passion lädt dazu ein, innezuhalten und den eigenen Lebensweg bewusst in den Blick zu nehmen: Die Passionsandachten der Evangelischen Kirchengemeinde Brühl beginnen am Mittwoch, 18. Februar, 19 Uhr, in der Christuskirche, Mayersweg 10. An insgesamt sieben Mittwochabenden, jeweils 19 Uhr, wird Raum gegeben für Andacht, Stille und persönliche Fragen nach dem, was trägt, was fehlt und wohin der eigene Weg führt, wenn Pläne sich ändern oder Kreuze auftauchen. Die weiteren Andachten finden am 25. Februar sowie am 4., 11., 18. und 25. März statt.
www.kirche-bruehl.de

19.02.2026, 19:00
Evangelische Kirchengemeinde Kerpen
Johanneskirche, Filzengraben 19, 50171 Kerpen
Passionsandachten in Kerpen
Innehalten mit Pfarrerin Dr. Yvonne Brunk
Die Evangelische Kirchengemeinde Kerpen lädt in der Passionszeit zu wöchentlichen Passionsandachten ein, die jeweils donnerstags, 19 Uhr, in der Johanneskirche, Filzengraben 19, gehalten werden. Die Reihe beginnt am Donnerstag, 19. Februar, und wird am 26. Februar sowie am 5., 12., 19. und 26. März fortgesetzt. Ziel ist es, die Wochen zwischen Karneval und Ostern bewusst zu gestalten und innezuhalten. Im Anschluss besteht jeweils Gelegenheit, bei einer Tasse Tee miteinander ins Gespräch zu kommen. Gestaltet wird die Reihe von einem Vorbereitungsteam gemeinsam mit Pfarrerin Dr. Yvonne Brunk.
www.evangelisch-in-kerpen.de

19.02.2026, 19:30
Evangelische Kirchengemeinde Brühl
Andreaskirche, Andreaskirchplatz 1, 50321 Brühl
Fastengruppe 2026 „Jenseits des Lebens“
Bilder und Vorstellungen vom Leben nach dem Tod
Was erwartet Menschen jenseits des Lebens, welche Hoffnungen verbinden sie mit einem Leben nach dem Tod und wie tröstlich oder fragwürdig sind die Bilder, die darüber kursieren: Mit diesen Fragen beschäftigt sich in der Evangelischen Kirchengemeinde Brühl die Fastengruppe 2026 „Jenseits des Lebens“, die am Donnerstag, 19. Februar, 19.30 Uhr, in der Andreaskirche, Andreaskirchplatz 1, beginnt. An sechs Donnerstagen in der Passionszeit trifft sich die Gruppe jeweils um 19.30 Uhr, um sich über persönliche Vorstellungen, biblische Bilder und kulturelle Deutungen des Lebens nach dem Tod auszutauschen und diese gemeinsam zu bedenken; dazu gehören auch Fragen nach Wiedererkennen, Gemeinschaft und der Bedeutung populärer Bilder zwischen Trost und Kitsch. Die Treffen finden am 19. und 26. Februar sowie am 5., 12. und 19. März statt. Außerdem bereitet die Fastengruppe den Gottesdienst mit Tischabendmahl am Gründonnerstag, 2. April, vor und gestaltet ihn mit. Eine Anmeldung bis Donnerstag, 30. Januar, bei Pfarrer Stefan Jansen-Haß unter Telefon 02232/153920 oder per E-Mail an stefan.jansen-hass@ekir.de wird erbeten.
www.kirche-bruehl.de

01.03.2026, 17:30
Evangelische Kirchengemeinde Lechenich
Ev. Gemeindezentrum Lechenich, An der Vogelrute 8, 50374 Erftstadt
Fastenbrechen

22.03.2026, 10:00
Evangelische Trinitatis-Kirchengemeinde an der Erft
Christuskirche Zieverich, Aachener Straße 1, 50126 Bergheim
Zentralgottesdienst Johannes-Passion

Text: APK, Stand: 22.01.2026
Foto(s): APK/AI

Der Beitrag Passionszeit 2026 beginnt: Aschekreuz, Fastengruppen und Passionskonzerte erschien zuerst auf Evangelischer Kirchenverband Köln und Region.

Wat fiers du? – Karneval mit Herz und Tiefgang

Endlich ist es wieder so weit: Fastelovend!

Du bist bunt, verkleidet als das, was du schon immer mal sein wolltest. Du wirfst Konfetti und Kamelle, singst jecke Lieder und schunkelst ausgelassen durch die Veedel. Die Straßen sind voll, die Stimmung ist ausgelassen – und du mittendrin. Aber mal ehrlich: Was feiern wir eigentlich wirklich?

Klar, Karneval ist Spaß an der Freud. Doch wenn wir genauer hinschauen, steckt oft mehr dahinter. Vielleicht feierst du gerade einen neuen Job. Vielleicht eine ganz besondere Freundschaft oder deine große Liebe. Vielleicht feierst du einfach das Leben selbst – mit allem, was dazugehört.

Und hoffentlich feierst du auch dich. Genauso wie du bist. Mach das! Denn Gott tut es auch.

In unserem neuen Video nehmen wir dich mit in die jecken Straßen und stellen dir eine einfache Frage: Wat fieres du?

 Schau jetzt rein und lass dich inspirieren:

Text: APK
Foto(s): APK

Der Beitrag Wat fiers du? – Karneval mit Herz und Tiefgang erschien zuerst auf Evangelischer Kirchenverband Köln und Region.

„Karneval ist für mich eine Zeit, die Kraft gibt“ – Markus Herzberg über Freude, Verantwortung und sein Amt als Regimentspfarrer.

Markus Herzberg ist evangelischer Pfarrer an der AntoniterCityKirche Köln und leitet seit mehr als einem Jahrzehnt diese zentrale Gemeinde im Herzen der Domstadt. Zusätzlich bringt der gebürtige Duisburger seine kirchliche Erfahrung ein als Regiments-Pfarrer der Traditionsgesellschaft KG Treuer Husar Blau-Gelb von 1925 e. V. Köln – einem der ältesten und lebendigsten Korps im Festkomitee des Kölner Karnevals.

Im Video „5 Fragen: 5 Antworten“ erklärt Markus Herzberg, was es für ihn bedeutet, Glaube und Fastelovend miteinander zu verbinden, wie Karneval Kraft und Gemeinschaft stiften kann und warum sein Amt des Regiments-Pfarrers für ihn eine große Herzens-Sache ist.

https://treuerhusar.de/

Text: Markus Herzberg
Foto(s): APK

Der Beitrag „Karneval ist für mich eine Zeit, die Kraft gibt“ – Markus Herzberg über Freude, Verantwortung und sein Amt als Regimentspfarrer. erschien zuerst auf Evangelischer Kirchenverband Köln und Region.

Kölle Alaaf! Ökumenischer Segen für Karnevalisten beim Rosenmontagszug 2026

Rosenmontag in Köln und die Wagen rollen, die Jecken feiern und der Segen ist längst gespendet. Beim Richtfest in der Wagenbauhalle am Maarweg vor einigen Tagen zeigte das Festkomitee Kölner Karneval: Dieser Zoch hat Haltung, Humor und eine ordentliche Portion kölsche Schärfe. Da wurden die Persiflagewagen für den Kölner Rosenmontagszug erstmals der Öffentlichkeit gezeigt. Das Kinderdreigestirn und das „Große“ Dreigestirn – Prinz Niklas I., Bauer Clemens und Jungfrau Aenne – durchschnitten feierlich das Band. Dann hieß es: Tor op, Blick frei!

Ein besonderer Moment des Richtfestes war der ökumenische Segen. Stadtsuperintendent Bernhard Seiger und der katholische Stadtdechant Robert Kleine segneten gemeinsam die Menschen, die den Rosenmontagszug möglich machen: die Jecken auf den Wagen, die Feiernden am Straßenrand – ebenso wie Polizei, Feuerwehr, Sanitätsdienste und alle Helferinnen und Helfer. Denn gesegnet werden in der evangelischen Kirche nicht Dinge, sondern Menschen. Menschen, die feiern. Menschen, die Verantwortung tragen. Und Menschen, die dafür sorgen, dass Köln heute friedlich und fröhlich Alaaf sagen kann.

Die Wagen des diesjährigen Zuges sind bissig, politisch und provokant – und genau das ist gewollt. Stadtsuperintendent Bernhard Seiger fand dafür beim Richtfest klare Worte: „Manche Wagen sind ganz schön provokant und scharf geworden. Meinungsfreiheit und Satire werden weltweit bedroht. Gut, dass Köln zeigt: Hier nicht!“ Und bissig ist der Zug wirklich: Konrad Adenauer schaut mit Tränen in den Augen vom Himmel auf sein geliebtes Kölle. Friedrich Merz wird ebenfalls aufs Korn genommen. Dazu kommen Wagen zu Bundeswehr, Künstlicher Intelligenz, internationaler Politik – und zu kölschen Dauerbrennern wie Baustellen, Umleitungen und Stadtchaos. 21 Persiflagen gehören in diesem Jahr zum größten Rosenmontagszug Deutschlands. 19 davon wurden beim Richtfest gezeigt, zwei blieben bis zum Zug geheim.

Heute ziehen sie durch die Stadt. Unter dem Motto „Alaaf – mer dun et för Kölle“ feiern Hunderttausende Menschen einen Karneval, der bunt ist, politisch, fröhlich – und klar in der Haltung. Rosenmontag – mir sin bereit. Kölle Alaaf!






 

Text: APK
Foto(s): APK

Der Beitrag Kölle Alaaf! Ökumenischer Segen für Karnevalisten beim Rosenmontagszug 2026 erschien zuerst auf Evangelischer Kirchenverband Köln und Region.

Ein Loblied auf das Ehrenamt: Ökumenischer Gottesdienst für alle Karnevalisten im Dom mit Stadtsuperintendent Bernhard Seiger

Stadtdechant Robert Kleine bei der Segnung der Kerze des Kinderdreigestirns

Einmal im Jahr darf der Stadtdechant den Festkomitee-Präsidenten „nass machen“. Mit unverhohlener Freude sorgte Robert Kleine bei der Segnung der Kerze des Kinderdreigestirns dafür, dass Christoph Kuckelkorn – in seiner letzten Session als Präsident – ein paar Spritzer abbekam. Gemeinsam mit Kleine leitete Stadtsuperintendent Bernhard Seiger den ökumenischen Gottesdienst für Karnevalisten im Kölner Dom im Januar. Eindrucksvoll war der Einzug der Plaggen, deren Träger:innen sich hinter dem Altar versammelten. Viele Gesellschaften hatten Vertreter:innen geschickt, auch das Dreigestirn, das Kinderdreigestirn und Kölns Oberbürgermeister Torsten Burmester waren dabei.

„Mer dunn et för Kölle“ – und das mit Sinn

Das Sessionsmotto zog sich wie ein roter Faden durch die Feier. Seiger erinnerte daran, dass Ehrenamt weite Horizonte eröffnet: „Im Ehrenamt dienen wir einer Aufgabe, die größer ist als wir selbst.“ Er dankte dem Festkomitee und allen Engagierten, insbesondere Kuckelkorn für neun Jahre Präsidentschaft – auch unter schweren Bedingungen, etwa der pandemiebedingten Absage des Rosenmontagszugs oder der Organisation der Friedensdemo 2022. Die Motivation, so Seiger, sei oft die Liebe zur Stadt – auch zu ihren Schattenseiten: „Viele Baustellen, Unfertiges – und der FC ist auch nicht immer auf der Siegerstraße.“ Ehrenamtliche in Karneval, Politik, Sport, Verwaltung oder Feuerwehr würden dazu beitragen, dass Köln lebenswert bleibe. Und: „Wenn ich viel schenke, ist die Chance groß, dass mir auch etwas geschenkt wird.“

Tradition mit einem Augenzwinkern

Kinderdreigestirn und designiertes Dreigestirn (Prinz Niklas I., Bauer Clemens und Jungfrau Aenne) gemeinsam im ökumenischen Gottesdienst für Karnevalisten und Karnevalistinnen im Kölner Dom

Kleine bezeichnete den Fastelovend als festen Bestandteil der Stadtkultur – getragen von unzähligen freiwillig Engagierten. Er zitierte den ersten Korintherbrief: „Denn wie der Leib einer ist und doch viele Glieder hat, so sind wir alle durch den einen Geist zu einem Leib geworden.“ Das Ehrenamt im Karneval sei ein lebendiges Bild dafür. Auch wenn nicht jeder im Rampenlicht stehe, seien alle wichtig. Lieder wie „Spring“ von Brings oder „En unserm Veedel“ spiegelten das Miteinander in Köln wider. „Jesus ging dorthin, wo die Menschen lebten. Und auch der Karneval lebt im Veedel – getragen von Ehrenamtlichen.“ Das Lied „Mir sin eins“ von Kasalla erinnere daran, dass Köln aus Menschen bestehe – nicht aus Steinen. Kleine betonte: „Nicht Leistung macht uns wertvoll, sondern dass wir Teil der Gemeinschaft sind. Im Ehrenamt zeigt sich das ganz deutlich: Jede helfende Hand zählt.“

Köln lebt vom Mitmachen

Stadtsuperintendent Bernhard Seiger betonte in seiner Predigt die Bedeutung des Ehrenamts für das gesellschaftliche Miteinander in Köln

Seiger und Kleine erinnerten abschließend daran, wie sehr das soziale Leben Kölns vom Engagement vieler getragen werde – ob im Karneval, in Gemeinden oder in Nachbarschaften. Das Ehrenamt sei keine Pflicht, sondern Ausdruck von Gemeinschaft, Verantwortung und Liebe zur Stadt.

Text: Stefan Rahmann
Foto(s): Stefan Rahmann

Der Beitrag Ein Loblied auf das Ehrenamt: Ökumenischer Gottesdienst für alle Karnevalisten im Dom mit Stadtsuperintendent Bernhard Seiger erschien zuerst auf Evangelischer Kirchenverband Köln und Region.

Ein Orden wie das Veedel – bunt, lebendig, vielfältig. Pfarrer Oliver Kießig über den neuen Orden für Zollstock

Mit einem neuen Orden und einem abwechslungsreichen Veranstaltungsprogramm setzt die Kirchengemeinde in Köln-Zollstock auch in der Session 2026 ein starkes Zeichen für Gemeinschaft und Engagement. Das bunte Karnevalsgeschehen steht ganz im Zeichen des Mottos „Alaaf – Mer tun et för Zollstock“ – eine Hommage an die Menschen, die das Veedel mit Leben füllen. Im Interview spricht Pfarrer Oliver Kießig – Vorsitzender des Gemeindeausschusses und aktives Mitglied der Roten Funken – über die Symbolik des Ordens, das geplante Programm und die besondere Atmosphäre der Session.

Wie sieht der neue Orden aus?

Der neue Orden greift das Sessionsmotto 2026 auf: „Alaaf – Mer tun et för Kölle.“ Für unsere Gemeinde haben wir es bewusst abgewandelt in „Alaaf – Mer tun et för Zollstock“. Damit bringen wir zum Ausdruck, wie stark unser Veedel von Menschen geprägt wird, die sich engagieren, anpacken und das Miteinander gestalten.
Optisch ist der Orden farbenfroh und lebendig, fast wie ein kleines Wimmelbild: viele Figuren, viele Szenen, viel Bewegung. Wer ihn in der Hand hält, entdeckt immer wieder neue Details. Er steht damit sinnbildlich für die Vielfalt unseres Stadtteils.

Was ist darauf zu sehen – und warum?

Der Orden zeigt Menschen aus dem Veedel, die sich auf ganz unterschiedliche Weise einbringen. Einige Personen sind bewusst erkennbar gestaltet – etwa unsere Gemeindesekretärin, der Präsident des Schützenvereins oder der Leiter unseres Bläserchores. Sie stehen stellvertretend für viele Engagierte, die Zollstock das ganze Jahr über lebendig halten.
Andere Figuren sind allgemein gehalten, damit sich möglichst viele Menschen in ihnen wiederfinden können. Denn genau das möchten wir mit dem Orden ausdrücken: Jede und jeder trägt etwas zu unserem Veedel bei. Zollstock lebt von seiner Vielfalt – und das wollten wir darstellen.

Was gefällt dir daran besonders gut?

Am meisten begeistert mich die Farbenfroheit und Lebendigkeit des Ordens. Er ist nicht nur schön anzuschauen, sondern erzählt auch eine Geschichte. Und es macht wirklich Freude, immer wieder neue kleine Elemente zu entdecken. Der Orden lädt dazu ein, hinzuschauen und sich selbst als Teil dieses bunten Miteinanders zu verstehen.

Was kommt auf die Jecken in der Session 2026 zu?

Unsere Gemeinde wird auch 2026 wieder ein sehr abwechslungsreiches Programm anbieten.
Los geht es am 11. Januar mit unserem traditionellen Karnevalsflohmarkt, der jedes Jahr viele Menschen anzieht.
Am 6. Februar feiern wir eine große Karnevalsparty. Am 7. Februar stehen die Kinder im Mittelpunkt – da finden gleich mehrere Kinderkarnevalspartys statt.
Spirituell wird es am 8. und 15. Februar, wenn wir zu unseren Karnevalsgottesdiensten einladen.
Beim Zollstocker Dienstagszug am 17. Februar sind wir selbstverständlich wieder mit einer eigenen Gruppe dabei – ein Highlight für viele aus der Gemeinde.
Und etwas ganz Neues kommt in diesem Jahr hinzu: Zum ersten Mal wird es am 17. Februar auch eine Nubbelverbrennung geben – ein ritueller und zugleich humorvoller Abschluss des jecken Treibens.

Worauf freust du dich besonders?

Ich freue mich auf die besondere Atmosphäre, die der Karneval in unser Veedel bringt. Menschen, die sich sonst vielleicht gar nicht kennen, kommen miteinander ins Gespräch, feiern zusammen, lachen, tanzen und teilen unbeschwerte Momente. Diese Leichtigkeit und dieses gemeinsame Erleben sind für mich das Schönste an der Session – und jedes Jahr aufs Neue bewegend.

Text: Oliver Kießig/ APK
Foto(s): Oliver Kießig/ APK

Der Beitrag Ein Orden wie das Veedel – bunt, lebendig, vielfältig. Pfarrer Oliver Kießig über den neuen Orden für Zollstock erschien zuerst auf Evangelischer Kirchenverband Köln und Region.

Von Gott gesehen: Wer bist du hinter dem Kostüm?

Vielleicht hast du heute eine Riesen-Nase. Oder Disco-Glitzer. Ein bisschen drüber. Ein bisschen wild. Vielleicht bist du ein Leopard mit Funkeln. Oder verborgen hinter einer goldenen Maske.

Ein Kostüm gibt dir Freiheit. Du darfst ausprobieren, laut sein oder leise, stark oder verspielt.

Und im Alltag? Da tragen wir auch Rollen. Mutter. Kollege. Freundin. Die, die immer funktioniert. Karneval erinnert uns daran: Du bist mehr als eine Rolle. Mehr als das, was von dir erwartet wird. Du darfst wechseln. Du darfst du selbst sein. Oder jemand anderes – für einen Moment.

Und Gott? Der sieht dich ohne Maske und liebt dich genau so.

Text: APK
Foto(s): APK

Der Beitrag Von Gott gesehen: Wer bist du hinter dem Kostüm? erschien zuerst auf Evangelischer Kirchenverband Köln und Region.

Kirche2go fragt: Passen Karneval und Kirche zusammen?

Kirche2go fragt: Passen Karneval und Kirche zusammen? Otmar Baumberger, Pfarrer i.R. und Karnevalsjeck, erklärt, dass Jesus sowohl Lachen als auch Weinen kannte und dass es wichtig ist, alle Emotionen zuzulassen, um eine starke Gemeinschaft zu bilden. Er betont die Bedeutung von Gemeinschaft und Zusammenhalt, insbesondere in Zeiten von Hass und Terror, und zeigt, dass sowohl bei Kirche als auch beim Karneval Menschen zusammenkommen, um das Leben zu feiern und die Herausforderungen des Lebens anzugehen.

Haben Sie Interesse an weiteren Videos? Dann schauen Sie doch rein und abonnieren Sie unseren YouTube-Kanal: www.youtube.com/kirchekoeln

Der ganze Beitrag zum Nachlesen

Liebe Fastelovend-Gemeinde. Liebe Fastelovendfründe, würd man normal in einer Karnevalssitzung jetzt sagen. Wir Evangelischen haben da schon viel Ähnlichkeiten, mit dem, was sich im Kölner Karneval im Fasteleer sich ja alles tut. In der Welt ist dieses und jenes los. Da gibt’s Kriege, da gibt’s ganz schlimme Sachen, Hass, Terror, die ganzen unsozialen Medien sind voll davon. Dass wir in dieser Zeit sagen: wir nehmen davor kein Reißaus, wir sind Menschen, die thematisieren das. Das sieht man Rosenmontagszug, das sieht man überall, dass man merkt, das muss zum Thema gemacht werden. Aber rundherum um das Kreuz sind helle Farben, da ist Gold, da ist Rot, da ist etwas von Leben. Das ist wie das Leben nach dem Tod – aber schon vorher, schon bei den Menschen ein bisschen zu zeigen. Dafür sind wir Christen und Karnevalisten zusammen. Dass wir das zusammen mit den Menschen feiern können: jo jo, ne ne, jo jo, ne ne… Das ist, was der Kölsche dazu meint. Aber das ist endlich das schöne, dass wir das zusammen machen können. Und so kann man sagen, ich kann noch stundenlang weiterreden, man kann sagen, das ist so etwas, was Karneval und Kirche, was Frauen und Männer, große, kleine, Knechte, Herren, alles zusammen miteinander machen. Da soll der Jesus dabei sein und er wird bestimmt jedes Mal nach und mit uns kriesche. Hanns Dieter Hüsch hat gesagt: Und siehe da, Christus lächelt. Eine schöne Session uns allen zusammen. Alaaf!

Text: Otmar Baumberger
Foto(s): Thorsten Levin

Der Beitrag Kirche2go fragt: Passen Karneval und Kirche zusammen? erschien zuerst auf Evangelischer Kirchenverband Köln und Region.