Unsere Archivale für März: Hannelore Häusler, die erste Frau im Superintendentenamt

Hannelore Häusler hatte als erste Theologin das Superintendentenamt inne – im Jahr 1992. Dass für sie die Chance bestand, in dieses Amt gewählt zu werden, war zu Beginn ihres Theologiestudiums und bis in die 1970er Jahre undenkbar. Repräsentanten der evangelischen Kirche mit umfassenden pfarramtlichen Befugnissen waren Männer. Ein kurzer Blick in die Geschichte verdeutlicht, wie beschwerlich der Weg für Theologinnen gewesen ist, eine gleichberechtigte Stellung gegenüber ihren männlichen Kollegen zu erlangen.

Theologinnen konnten nur Vikarinnen werden

Frauen durften seit 1908 an Universitäten studieren. Allerdings konnten sie kein erstes theologisches Examen ablegen, da die Kirchen nur Männer prüften. 1925 wurde der Verband Evangelischer Theologinnen Deutschlands gegründet. Theologinnen konnten nur Vikarinnen werden, d.h. sie sollten ihren männlichen Kollegen zuarbeiten und sie in der Gemeindearbeit entlasten. Zu ihren Aufgaben gehörten die Wortverkündigung im Kindergottesdienst, Bibelstunden für Frauen und Mädchen, Bibelbesprechstunden, Lehrtätigkeit, Andachten, Seelsorge bei weiblichen Jugendlichen und Frauen (Vikarinnengesetz). Diese Aufgaben durfte eine Theologin jedoch nur solange ausführen bis sie in den Stand der Ehe eintrat (Zölibatsklausel).

Mehr Aufgaben wie Verkündigung und Sakaramentsverwaltung

Der Kriegsbeginn und der damit einhergehende Mangel an männlichen Theologen (Kriegsdienst) führten dazu, dass Frauen nun mehr Aufgaben wie Verkündigung und Sakaramentsverwaltung, allerdings beschränkt auf Frauen und Mädchen, in der Bekennenden Kirche durchführen durften. 1942 wurde eine besondere „Ordination zum Amt der Vikarin“ eingeführt. Mit Kriegsende wurden die Frauen wieder aus den pfarramtlichen Aufgabenfeldern zurückgedrängt und an Schulen verwiesen. Anfang der 1950er Jahre wurde durch die rheinische Synode das Kirchengesetz betreffend Vorbildung und Anstellung der Vikarinnen verabschiedet. Theologinnen konnten nun eingeschränkt ordiniert werden, d.h. sie besaßen eine eingeschränkte Befugnis Sakramente in der Arbeit mit Frauen, jungen Mädchen und Kindern zu verwalten. Eine Amtstracht bei der öffentlichen Wortverkündigung und Amtshandlungen wurde eingeführt sowie ihnen eine beratende Stimme im Presbyterium zu gestanden. Weiter bestand hatte die Zölibatsklausel.

1963: Frauen durften Pfarrstellen verwalten

1963 kam es erneut auf Grund von Arbeitskräftemangel zu einer Änderung für Theologinnen. Die Rheinische Synode beschloss ein Ergänzungsgesetz, in dem erstmalig die Amtsbezeichnung „Pastorin“ für ordinierte Theologinnen festgesetzt wurde. Frauen durften Pfarrstellen verwalten. Sie wurden ihren männlichen Kollegen in Besoldung und Versorgung gleichgestellt. Allerdings blieb ihnen das Superintendentenamt weiterhin verwehrt sowie die Zölibatsklausel aktiv.

Hannelore Häusler absolvierte 1964 ihr zweites theologisches Examen

In dieser Gemengelage legte Hannelore Häusler 1961 ihr erstes theologisches Examen als verheiratete Frau ab. Damit schien zunächst klar, dass ihre theologische Karriere beendet war. Doch wurde ihr in Mülheim an der Ruhr das Vikariat ermöglicht, so dass sie 1964 ihr zweites theologisches Examen absolvierte. Sie trat zunächst in den Schuldienst in Niedersachsen ein. Nachdem 1973 das Zölibat aufgehoben wurde und Männer und Frauen im Pfarrdienst gleichgestellt wurden, konnte Frau Häusler Gemeindepfarrerin in Brüggen/Erft werden.

Ihr Weg führte sie weiter. Sie übernahm das Assessorenamt und wurde damit Stellvertreterin des Superintendenten Rolf Baack im Kirchenkreis Köln Süd. 1992 konnte sie sich gegen drei Mitbewerber um das Superintendentenamt im zweiten Wahlgang durchsetzen. Bis 2000 hatte sie das Amt inne.

Wer mehr über den langen Weg der Gleichstellung von Frauen und Männern im Pfarramt in der evangelischen Kirche im Rheinland erfahren möchte, hier ein Literaturtipp:

Pionierinnen im Pfarramt. 40 Jahre Gleichstellung von Frauen und Männern im Pfarramt in der Evangelischen Kirche im Rheinland, Festschrift, Düsseldorf 2015.

Text: Stefanie Sternemann
Foto(s): Stefanie Sternemann

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Lange Nacht der Kirchen lädt am Freitag in die Kölner Innenstadt 

Erneut eine große Vielfalt an Angeboten hält die diesjährige Lange Nacht der Kirchen in Köln bereit. Sie findet statt am Freitag, 21. März 2025, von 19 bis 23 Uhr in der Innenstadt. Die lange Erfolgsgeschichte der Veranstaltung, die mit Stille, Musik, Texten, Kunst, Kurzführungen, Mitmachangeboten, Meditation sowie Begegnung und Austausch aufwartet, wird also fortgesetzt. Jede und jeder kann bei freiem Eintritt die besondere Atmosphäre großartiger Räume erleben.

„Es ist ein ökumenisches, verbindendes Projekt“, stellte Bernhard Seiger im Pressegespräch in St. Aposteln heraus. „In allen wesentlichen Dingen arbeiten wir großen christlichen Kirchen zusammen“, so der Stadtsuperintendent des Evangelischen Kirchenverbandes Köln und Region. Dr. Dominik Meiering, leitender Pfarrer und Vorsitzender des Katholischen Kirchengemeindeverbandes Köln-Mitte, bezifferte die teilnehmenden Standorte auf 31. Darunter befinden sich sechs evangelische Kirchen und mit der Bahnhofsmission eine ökumenische Einrichtung.

„Menschen extrem unruhig“ ob der nationalen, europäischen und globalen Situation

Dr. Dominik Meiering, leitender Pfarrer und Vorsitzender des Katholischen Kirchengemeindeverbandes Köln-Mitte, und Bernhard Seiger, Stadtsuperintendent des Evangelischen Kirchenverbandes Köln und Region (r.)
Dr. Dominik Meiering, leitender Pfarrer und Vorsitzender des Katholischen Kirchengemeindeverbandes Köln-Mitte, und Bernhard Seiger, Stadtsuperintendent des Evangelischen Kirchenverbandes Köln und Region (r.)

„Alles, was man tut, hängt ja immer von dem jeweiligen Lebensumfeld ab“, bezog Seiger in seine Erläuterungen die aktuelle Situation in Deutschland und weit darüber hinaus ein. Er stellte fest, dass sich durch die Entwicklungen und Geschehnisse in den letzten Wochen das „Mindset“, die Denkweise, ziemlich gedreht habe. Das Thema Sicherheit betreffend, spürten wir momentan weltweit eine Verschiebung durch die außenpolitische Neuorientierung der USA. Ganz akut auf der Agenda stünden Fragen nach der Sicherheit für Europa und dessen Verteidigungsfähigkeit. Ebenso Fragen nach Wiedereinführung der Wehrpflicht sowie der Orientierungsrichtung hierzulande. „Vor achtzig Jahren ging der Zweite Weltkrieg zu Ende“, so Seiger. Jetzt diskutierten wir über unsere Verteidigungsfähigkeit – „und das macht Menschen extrem unruhig“.

Kirchen tun das, was sie können: Halt geben

„Da ist es gut, wenn wir als Kirchen das tun, was wir können – nämlich Halt geben. Und Halt können insbesondere unsere wunderbaren Kirchen geben. Denn diese Kirchen stehen ja selber für die Erfahrung von Krieg, Zerstörung und Erschütterung“, erinnerte der Stadtsuperintendent. 1945 seien bis auf den Dom alle Kirchen in der Innenstadt Köln zerstört gewesen. Aber auch der Dom sei stark beschädigt worden. „Und das spüren wir in diesen Wochen noch viel stärker als in anderen Zeiten“, glaubt Seiger. Denn wir merkten, dass die Unversehrtheit unserer Gebäude überhaupt nicht sicher sei.

Kirchen verkörpern die Treue Gottes und den Zusammenhalt auch in Krisen

Daher sei die Frage nach dem, was uns Halt gebe, umso wichtiger. „Kirchen stehen ja dafür, dass wir schauen, was über das aktuelle Handeln der Menschen hinaus von bleibendem Bestand ist. Das ist in jedem Fall die Treue Gottes und das ist die Erfahrung, dass Menschen zusammenhalten können auch in Krisen“, erläuterte Seiger. „Genau das verkörpern unsere Kirchen.“ Zeit zur Ruhe finden, Zeit zur Entschleunigung, Zeit, um hören zu können, was uns Halt gibt angesichts der auf uns einprasselnden Nachrichten – das hält Seiger für das Wichtigste, was wir momentan benötigten.

Sich der Stille aussetzen

Aufgrund dessen begrüßt es Seiger, dass die Kirchen an diesem Abend mit Kerzen beleuchtet werden, um zu sagen: „Wir stehen in einer sehr empfindlichen Situation mit den Kirchen da und geben Hoffnung. Manches spürt man eben erst dann, wenn man sich dieser Stille aussetzt.“ Daher schätzt er sehr, dass im Lange Nacht-Programm die Stille eine große Rolle spielt. „Es wird nicht dauernd diskutiert über Politik, über Weisheiten zum Leben, sondern es wird in die Stille geführt. Wir glauben, dass das Menschen mehr Trost gibt, als das soundsovielte Erklärformat.“

Klassische und moderne Musik

In der Antoniterkirche gibt es unter anderem „Eine geistliche Hausmusik bei Familie Bach“ mit Bariton und Orgel.
In der Antoniterkirche gibt es unter anderem „Eine geistliche Hausmusik bei Familie Bach“ mit Bariton und Orgel.

Ebenso gebe es Angebote, „die mit Musik trösten“, nannte Seiger die Beispiele Hohe Domkirche und St. Agnes. In der Christuskirche könne man sanfte Klänge sowie Cake-Pops und Tee genießen. In der Antoniterkirche gebe es unter anderem „Eine geistliche Hausmusik bei Familie Bach“ mit Bariton und Orgel. Drittens nannte Seiger die Offerte, mittels dosierten Worten Orientierung und Halt zu geben. „Deshalb gibt es in vielen der Kirchen kurze biblische Lesungen und Meditationen. Wir denken, dass wir in dieser Kombination aus Kerzen in der Dunkelheit, tröstender Musik, Texten, die orientieren, und Stille, die uns hilft, die Fülle von Gedanken sortieren können.“ Aus dem Wiederaufbau unserer Kirchen in Köln zieht Seiger auch diese Gewissheit: „Kirchen stehen dafür, dass die Menschen so viel Leistungskraft haben und dass sie gegenüber allem Zerstörerischen immer wieder auch den Hoffnungswillen und Trost setzen können.“

Bewusst mehr Möglichkeiten zum Gespräch geschaffen

Meiering freute sich, dass mit St. Heribert in Deutz eine Kirche neu teilnimmt. „An verschiedenen Kirchorten haben wir besondere Ausstellungen“, verwies er etwa auf St. Gereon. Dort präsentiert der österreichische Künstler Jakob Kirchmayr eine monumentale Fasteninstallation. In St. Aposteln kann das Triptychon „Notre Dame“ des Kölner Künstlers Gerd Mosbach betrachtet werden. Meiering kündigte an, dass Besuchende „in diesem Jahr an ganz vielen Orten die Möglichkeit haben, auch nicht in die Kirche zu gehen“, sondern sich austauschen können bei Brot, Wein und Wasser. „Wir wollen, dass die Menschen nicht nur in die Kirchen gehen, sondern in Kontakt kommen“, begründete der Vorsitzende des Katholischen Kirchengemeindeverbandes Köln-Mitte.

Kartäuserkirche: Iona-Liturgie und Austausch

„Die Menschen können wählen, wir haben Angebote für verschiedene Bedürfnisse“, so Seiger. Auch für die Menschen, die bewusst sich nicht austauschen wollten. „Die im letzten Jahr gemachten Erfahrungen zeigen aber, dass viele das Gesprächsangebot gerne annehmen.“ So wird es in der Kartäuserkirche in der Südstadt die Iona-Liturgie mit Seiger geben, um ein Stück von der Spiritualität erfahrbar zu machen, die auf der einsam im schottischen Nordsee-Meer gelegenen Insel gelebt wird. Daneben besteht die Möglichkeit des Zusammenkommens bei Getränken, Brot und Käse.

„Konzertchen“ im Dom

„Der Dom ist immer dabei“, so Meiering. Lange habe man bedauert, dass die Kathedrale zu diesem Anlass zwar geöffnet sei, aber in ihr kein Programm stattfinde. Das sei in diesem Jahr anders. Denn Menschen aus der Dommusik führten an verschiedenen Orten im Dom „kurzweilige kleine Konzertchen“ auf. Überhaupt seien die Angebote der einzelnen Programme an den jeweiligen Adressen nicht abendfüllend konzipiert. Jedes für sich dauere meist nie länger als eine halbe Stunde.

Besuchende sollen auf Bildern eingefangene Atmosphäre posten

„Ganz viele Leute sollen posten“, wünscht Seiger sich für die Lange Nacht der Kirchen. „Am liebsten jeder Zweite.“  Man stelle fest, „dass das Leben immer mehr im digitalen Raum stattfindet. Deswegen haben wir schon beim letzten Mal angefangen, noch viel mehr auf Instagram und Facebook zu machen.“ In diesem Jahr lade man Besuchende bewusst ein, an den verschiedenen Orten die Atmosphäre mit Fotos und Videos einzufangen und diese in Sozialen Netzwerken zu veröffentlichen. „Gerade für jüngere Menschen ist es oft so, dass sie erst mal auf Social Media gucken, ob es sie überhaupt interessiert. Wir haben den Ehrgeiz zu sagen, wir wollen über Social Media die Marke Lange Nacht der Kirchen sehr stark auch als Kölner Markenzeichen weiterentwickeln“, bittet Seiger um Posts unter #langenachtderkirchen. Mit unseren Kirchen in Köln seien wir wohl so gut aufgestellt wie kaum eine andere Stadt in Deutschland.

Empfehlung: vier bis fünf Kirchen aussuchen

Laut Meiering werden innerhalb der Veranstaltung ein paar tausend Leute in der Stadt unterwegs sein. „Im letzten Jahr haben wir in manchen Kirchen am Abend 200 bis 400 Leute gezählt.“ Seiger geht für 2024 im Schnitt von fünfzig bis hundert Besuchenden je Kirche aus. „Man schafft natürlich nie alle Orte“, empfahl er, sich auf vier, fünf zu konzentrieren. Ansonsten komme man gar nicht in die an und von den Orten ermöglichte spezielle Stimmung. Church-hopping jedenfalls hält er für nicht sinnvoll. „Zwanzig Minuten braucht man schon, um einen Ort zu spüren“, stellte Seiger fest. „Und wenn man die Wege noch dazurechnet, ist die Zeit schnell um.“ Als hilfreiches Verkehrsmittel empfahl Seiger das Fahrrad.

Das gesamte Programm mit allen Stationen und Angeboten der evangelischen und katholischen Kirchen und Einrichtungen ist online abrufbar unter www.langenachtderkirchen.koeln. Viele Kirchen bieten spezielle Programmpunkte zu festen Zeiten an.

Text: Engelbert Broich
Foto(s): Engelbert Broich

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Kirche2go fragt: Was ist ein Heiligenschein?

Kirche2go fragt: Was ist ein Heiligenschein? Die Antwort gibt’s von Pfarrerin Laura Kadur in diesem Video. Früher hatte nur Jesus einen Heiligenschein, doch mit der Zeit bekamen den auch ganz weltliche Persönlichkeiten. Und das nicht nur im Christentum.

Haben Sie Interesse an weiteren Videos? Dann schauen Sie doch rein und abonnieren Sie unseren YouTube-Kanal: www.youtube.com/kirchekoeln

Der gesamte Text zum Nachlesen:

Der Heiligenschein, was ist das überhaupt? Schon immer wurden mächtige Könige, Götter, mit so einer Art Leuchten dargestellt. Das konnte zum Beispiel nur hinter dem Kopf sein oder den ganzen Körper betreffen. Das liegt daran, dass man besonders mächtigen oder göttlichen Menschen eine andere Aura zugesprochen hat. Immer sind sie quasi beleuchtet von etwas Göttlichem. Durch die Jahre hinweg hat sich dieser Heiligenschein, so wie wir ihn nennen, quasi immer weiter reduziert. Was früher den ganzen Menschen oder den ganzen Gott umgeben hat, ist zusammengeschrumpft auf eine kleine runde Scheibe, die über dem Kopf schwebt. Früher war nur für Christus dieser Heiligenschein vorgesehen. Dann ist über die Jahre hinweg die Trinität dazu gekommen, also auch Gott-Vater und der heilige Geist haben so eine Corona, so eine Krone bekommen, aus Licht. Kaiser im römischen Reich aber auch im Buddhismus und im Islam haben solche Heiligenscheine. Mittlerweile kennen wir das auch zum Beispiel von Engeln, dass sie auch Heiligenscheine haben. Das zeigt eigentlich nur, dass jemand besonders begabt ist – mit göttlicher Macht. Mehr eigentlich auch nicht. Die Ikonen, die wir kennen aus der orthodoxen Kirche, aber auch aus der römisch-katholischen Kirche, zeigen besonders Gott in dieser angeleuchteten Herrlichkeit – und das ist der Heiligenschein.

Text: APK
Foto(s): APK

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Halbzeit bei der Diakoniespende für den Vringstreff: Spendenscheck in Höhe von 300.000 Euro!

Mit großer Freude hat Stadtsuperintendent, Bernhard Seiger, jetzt den Vringstreff gegenüber der Kirche St. Severin zu einer Halbzeit-Spendenübergabe besucht. Der Vringstreff ist Empfänger der diesjährigen Diakoniespende des Kirchenverbandes Köln und Region, die noch bis Ende September weiterläuft.

Bis zu einer Spendensumme von 100 000 Euro, das verspricht der Kirchenverband, wird die Diakoniespende traditionell verdoppelt. Nun, zur Halbzeit, wurde ein erster Scheck überreicht, der eine sehr beeindruckende Summe zeigte. Seit dem Start am 1. Oktober sind 208 381 Euro zusammengekommen, plus die 100 000 Euro, die der Kirchenverband dazugibt. Stadtsuperintendent Seiger sagte: „Das ist wirklich ein freudiger Termin, mit einem Erfolg unserer Spendenaktion, der unsere Erwartungen sogar noch übertrifft.“

Der Vringstreff leiste seit Jahrzehnten wertvolle Arbeit. In Richtung von Interimsgeschäftsführer Thomas Münch, dessen Stellvertreterin Sabine Rupp sowie dem Vorsitzenden des Vereins Vringstreff, Hans Mörtter, betonte er: „Sie geben Menschen in sozialen Notlagen Wärme, Rat, Unterstützung, ein regelmäßiges Mittagessen und Hilfe, den Alltag zu bewältigen. Nicht zu vergessen das wichtige Angebot von ,Housing First‘, das wohnungslosen Menschen hilft, wieder eine Bleibe zu finden.“

Es lohne sich also, weiter zu spenden, auch wenn nun nicht mehr verdoppelt werde, hob der Stadtsuperintendent hervor: „Mit der Spende helfen wir, die Menschlichkeit, die Wärme und das Miteinander im Stadtteil auch für die kommenden Jahre zu sichern. Wir freuen uns über diese gute Partnerschaft von Kirche und Vringstreff.“ Kirche als Lobby für Menschen in Wohnungslosigkeit oder anderen Notlagen sei unerlässlich, so der Theologe.

Seite an Seite für die Würde der Menschen

Verwendet wird das Geld nun bereits, um das Bistro des Begegnungsortes zu renovieren und die Toiletten zu sanieren. Thomas Münch erläuterte: „Als Wohnungsloser hast du immer Not mit der Notdurft. Dagegen möchten wir mit der Sanierung unserer Toilettenanlagen etwas tun.“ Das Signal des Vringstreffs nach außen sei: „Die machen was für uns, ich bin willkommen, ich erhalte Hilfe.“ Vereinsvorsitzender Hans Mörtter freute sich ebenfalls über die Zuwendung. „Es ist schon etwas Besonderes, die Diakoniespende zu erhalten. Sich Seite an Seite für die Würde der Menschen zu engagieren, ist etwas Kostbares. So spüren wir, dass gemeinsam viel möglich gemacht werden kann.“

Sabine Rupp verriet, dass die Vorhänge und der Teppich im Eingangsbereich schon erneuert wurden, und dass während der zweiwöchigen Sommerpause im Juli nach Möglichkeit die weiteren Renovierungsarbeiten im Bistro durchgeführt werden sollen. Dazu gehören auch ein neues, energiesparendes Beleuchtungskonzept und ein Konzept, um die Akustik zu verbessern. Mit der Spende wird außerdem die Vergütung von Koch Benjamin Hameleers und seinem Küchenteam gesichert.

Spenden an:

Ev. Kirchenverband Köln und Region
Stichwort: VRINGSTREFF
Kreissparkasse Köln
IBAN: DE10 3705 0299 0000 0044 04
BIC: COKSDE33XXX

Online-Spende hier möglich.

www.diakoniespende-koeln.de

Text: Katja Pohl
Foto(s): Matthias Pohl

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Podiumsgespräch in Köln: Experten debattieren über Bonhoeffer-Film

Wenn ein Film, der die Vita eines deutschen Theologen des 20. Jahrhunderts zum Gegenstand hat, bereits vor seiner Deutschlandpremiere für Schlagzeilen sorgt, dann haben die Macher eines schon erreicht: die nötige Aufmerksamkeit. Das 132-minütige Biopic „Bonhoeffer“ sorgte hierzulande nicht nur durch das aggressive und auf eine evangelikale Zielgruppe zugeschnittene Marketing des amerikanischen Filmvertriebs „Angel Studios“ für Aufregung, sondern auch durch den äußerst „kreativen“ Umgang mit historischen Fakten.

Im Kölner CINEDOM konnten sich Neugierige bereits vor dem eigentlichen Kinostart ihr eigenes Bild machen. Die Preview wurde begleitet von einem Podiumsgespräch mit dem Regisseur Todd Komarnicki, dem Schauspieler Patrick Mölleken, der im Film Dietrich Bonhoeffers Bruder Walter verkörpert, sowie dem Journalisten und Bonhoeffer-Experten Arnd Henze.

Stimmig gezeichnete Milieu-Skizze

Komarnicki beginnt seine nicht durchgehend chronologisch, sondern in Rückblenden erzählte filmische Biografie durchaus vielversprechend: Die Kinobesuchenden werden entführt in eine stimmig gezeichnete Milieu-Skizze einer gutbürgerlichen Familie des Jahres 1913 und begegnen dem siebenjährigen Dietrich als aufgewecktem, musikalischem und fantasiebegabten Knaben, dessen Kindheit geprägt ist von elterlicher Liebe und der engen Beziehung zu seinem großen Bruder Walter.

Kinobesuch wird zur Fehlersuche

Im Anschluss an die „Bonhoeffer“-Preview diskutierten (v.l.) Regisseur Todd Komarnicki, der Journalist und Bonhoeffer-Experte Arnd Henze sowie der Schauspieler Patrick Mölleken, moderiert von Sarika Feriduni.
Im Anschluss an die „Bonhoeffer“-Preview diskutierten (v.l.) Regisseur Todd Komarnicki, der Journalist und Bonhoeffer-Experte Arnd Henze sowie der Schauspieler Patrick Mölleken, moderiert von Sarika Feriduni.

Dass es sich nicht um eine Dokumentation handelt, dürfte allen Preview-Besuchenden im Vorhinein klar gewesen sein. Welche Freiheiten sich der Regisseur und Drehbuchautor in Personalunion dann allerdings herausnimmt, kommt einer Missachtung der Intelligenz des Publikums gleich. Da gehen Ungenauigkeiten wie die „Vorverlegung“ des Amtsantritts von Reichsbischof Müller noch als Petitesse durch. Die Figur Martin Niemöllers, den Komarnicki kurzerhand zum Bischof befördert, ist derart verzerrt gezeichnet, dass man vermuten könnte, dass hier aus dramaturgischen Gründen mehrere historische Persönlichkeiten zu einer „verschmolzen“ werden. Anstatt sich auf die gar nicht mehr nur hypothetischen Fragen einlassen zu können, die Dietrich Bonhoeffers Biografie an jede(n) Einzelne(n) stellt, wurde der Kinobesuch so zur Fehlersuche. Am ärgerlichsten ist allerdings die Schlussszene: Bonhoeffers Hinrichtung, die in Wirklichkeit eine wenig fotogene, nämlich auf größtmögliche Demütigung des Gefangenen angelegte Prozedur war, wird bei Komarnicki zu einem kitschig-verklärten Himmelfahrtsverschnitt, Rezitation der Bergpredigt inklusive.

Wie weit darf künstlerische Freiheit gehen?

Bei der anschließenden Diskussion ging es dann auch um die sehr grundlegende Frage, wie weit künstlerische Freiheit gehen darf und wann ein ausgedehnter kreativer Freiraum zum Einfallstor für die Vereinnahmung durch Populisten, rechte Ideologen und andere Liebhaber „alternativer Fakten“ werden kann.

„Wer war Bonhoeffer für Sie?“

Moderatorin Sarika Feriduni wollte von den Podiumsteilnehmenden zunächst wissen: „Wer war Bonhoeffer für Sie?“ Regisseur Todd Komarnicki gab zu, dass sein Zugang zu Dietrich Bonhoeffer ein sehr persönlicher sei. Besonders dessen 1944 entstandenes (auch im Film erwähntes) Gedicht „Wer bin ich?“ zeige Bonhoeffers „Ringkampf mit der eigenen Seele“. Er habe die Bücher des deutschen Theologen gelesen. „Der Mann, den ich darin fand, ist in diesem Film!“, erklärte Komarnicki. Bonhoeffer sei „kein Mann für alle Zeiten, aber ein Mann für unsere Zeit“.

Deutlich zurückhaltender äußerte sich der Journalist und Bonhoeffer-Kenner Arnd Henze. Zunächst einmal sei Bonhoeffer „ein Mensch, der tatsächlich gelebt hat.“ Er sei sehr jung gewesen, als er vor existenzielle Entscheidungen gestellt wurde, habe die Realität richtig eingeschätzt. Auch verwies Henze darauf, dass der spätere Widerstandskämpfer einen Entwicklungsprozess durchgemacht habe.

„Ein Mann des Glaubens“

Schauspieler Patrick Mölleken, der in der Diskussion insgesamt zu wenig zu Wort kam, erklärte, Bonhoeffer sei für ihn „ein Mann des Glaubens, der den Mut hatte, das zu tun, wovon er überzeugt war“ und betonte dessen „Tagesaktualität“.

Arnd Henze, der von Anfang an zu den scharfen Kritikern des Films gehört hatte, sagte, er sei vor allem von der Werbung alarmiert gewesen. „Bonhoeffer wird in den USA schon lange vereinnahmt“, stellte er fest. Der auch im Film fallende Satz: „We are invaded from within!“, erinnere an Verschwörungserzählungen von einem „Deep state“. Das (für den deutschen Markt „entschärfte“) Poster, das „Bonhoeffer mit einer Knarre in der Hand“ zeige, sowie der Slogan „The true untold story“ würden ebenfalls in diese Richtung deuten.

Komarnicki erwiderte, er sei dankbar, darüber sprechen zu können. Die Kontroverse um den Film sei in England und den USA kaum zu spüren gewesen. An Arnd Henze gewandt, erklärte er: „Ich bin auf Ihrer Seite!“ Sein Film sei lediglich „eine weitere Stimme im Chor“. Komarnicki empfahl dem Publikum die Lektüre von Bonhoeffers „Briefen aus dem Gefängnis“ und betonte seine Bereitschaft „in den Dialog zu treten“.

Arnd Henze definierte Streiten als „eine Form der Wertschätzung“. Der Film habe sich anfällig gemacht, weil er grob fahrlässig mit den historischen Fakten umgeht. Als Beispiel nannte er die bereits erwähnte Schlussszene.

„Es gibt nicht viele Filme, in denen der Held am Schluss stirbt“

Komarnicki rechtfertigte diese jedoch mit den Worten: „Es gibt nicht viele Filme, in denen der Held am Schluss stirbt.“ Das akkurat darzustellen, hätte die Hoffnung nicht „rübergebracht“.

Vor der Preview im CINEDOM: Für das deutsche Publikum wurde das Marketing angepasst.
Vor der Preview im CINEDOM: Für das deutsche Publikum wurde das Marketing angepasst.

Arnd Henze gab zu bedenken: „Wir haben seit 20 Jahren keinen Bonhoeffer-Film mehr gehabt“ und ließ damit durchblicken, dass er Komarnickis Versuch einer sehr persönlichen filmischen Annäherung als eine vertane Chance betrachtet, die Aktualität des widerständigen Theologen einem größeren Kinopublikum mit der gebotenen Tiefe, Komplexitätstoleranz und Faktentreue zu vermitteln. Bonhoeffer habe nicht nur die Bibel gelesen, sondern auch die Zeitung, meinte Henze und ergänzte: „Aus diesem Film kann man über Geschichte leider wenig lernen.“

Der Regisseur und Drehbuchautor entgegnete, er habe das Drehbuch bereits 2019 geschrieben, da sei die politische Entwicklung noch gar nicht absehbar gewesen. Kunst sei immer offen für Vereinnahmung. Um das zu illustrieren, führte Komarnicki Picassos Gemälde „Guernica“ als Beispiel an. Er teile Henzes Sorge und habe Respekt für dessen intensive Beschäftigung mit Dietrich Bonhoeffer. Letztlich sei die Lektüre seiner Schriften der Weg zu Bonhoeffer, denn  niemand könne Bonhoeffer besser erklären als er selbst.

Arnd Henze erinnerte an den Sturm auf das Kapitol am 6. Januar 2021. Damals seien Attentäter als Widerstandskämpfer gefeiert worden.

„Wir können Populismus nicht verhindern“

Komarnicki wandte ein, bei der Premiere hätten alle gesagt, dass Bonhoeffer ihre Sichtweise vertrete. „Wir können Populismus nicht verhindern“, meinte er und sprach sich vehement für „Redefreiheit“ aus. Komarnicki mutmaßte: „Wenn Bonhoeffer noch leben würde, hätte er auch mit der extremen Rechten geredet.“

Regisseur Todd Komarnicki (l.) und der Journalist Arnd Henze stritten hart, aber respektvoll über die Grenzen künstlerischer Freiheit.
Regisseur Todd Komarnicki (l.) und der Journalist Arnd Henze stritten hart, aber respektvoll über die Grenzen künstlerischer Freiheit.

Ein Herr aus dem Publikum erinnerte daran, dass Bonhoeffer bereits am 1. Februar 1933 eine Radioansprache („Wandel des Führerbegriffs“) gehalten habe, die er jedoch wegen angeblicher technischer Probleme nicht zu Ende bringen konnte. „Das Annehmen der Kritik“, vermutete der Zuschauer, „hätte den Film vor Vereinnahmung geschützt.“ Komarnicki erwiderte, die  Rede sei ursprünglich im Skript vorhanden gewesen, die Szene habe jedoch einem Faktencheck nicht standgehalten. Die Wortmeldung zeige, wie unmöglich diese Aufgabe sei. Niemand könne alles wissen.

Nun schaltete sich Patrick Mölleken ein. Der Film habe beide Lager zum Nachdenken angeregt und könne vor allem jungen Menschen als Inspiration dienen.

„Die größte Gefahr ist die Auflösung faktenbasierter Gesprächsmöglichkeiten“

Arnd Henze postulierte: „Die größte Gefahr ist die Auflösung faktenbasierter Gesprächsmöglichkeiten.“ Dies sei eine „gemeinsame Aufgabe“.

Während der Regisseur sein Werk mit den Attributen „ein wichtiger Film über einen wichtigen Mann zur richtigen Zeit“ beschrieb, wollte Arnd Henze den Film gemeinsam mit seiner Rezeptionsgeschichte betrachtet wissen. Auf die Abschlussfrage der Moderatorin, was er aus der Debatte um seinen Film mitnehme, nannte Komarnicki die Verletzung durch den Offenen Brief der Familie Bonhoeffer. Diese hatte sich deutlich von dem Film und dessen Vermarktung distanziert.

Wer deren Perspektive „aus erster Hand“ kennenlernen möchte, hat dazu am 9. April, dem 80. Jahrestag der Ermordung Dietrich Bonhoeffers, um 19 Uhr die Gelegenheit. Dann diskutieren in der Kartäuserkirche Arnd Henze, Pfarrer Mathias Bonhoeffer (Großneffe Dietrich Bonhoeffers) und die Theologin Philine Lewek.

Text: Priska Mielke
Foto(s): Priska Mielke/ Pressebilder www.kinostar.com/filmverleih/bonhoeffer

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Unsere Wochentipps: Lange Nacht der Kirchen und Frühlingskonzert der Kinderchöre

Unsere Wochentipps: Kunst, Musik und spirituelle Erlebnisse! Diese Woche bietet ein vielfältiges Programm für Kultur- und Musikliebhaber sowie für alle, die besondere spirituelle Momente erleben möchten. Von Fotokunst in Michaelshoven über die Lange Nacht der Kirchen bis hin zu inspirierenden Konzerten und Stadtführungen – für jeden ist etwas dabei. Nutzen Sie die Gelegenheit, Kunst, Musik und Gemeinschaft in den Kirchen Kölns und der Region zu entdecken!

21.03.2025, 17:00
Diakonie Michaelshoven
Erzengel-Michael-Kirche, Pfarrer-Te-Reh-Straße 5, 50999 Köln
Ausstellung „Photo-Qubits“ in Michaelshoven
Gezeigt werden Fotos von Wolfgang Weiß
Zur Ausstellung „QUBITS“ in der Erzengel-Michael-Kirche, Pfarrer-Te-Reh-Straße 5, lädt die Diakonie Michaelshoven am Freitag, 21. März, 17 bis 19 Uhr, ein. Anlässlich des 75. Geburtstages der Diakonie Michaelshoven hat der Künstler Wolfgang Weiß die Fenster der Kirche mit seiner einzigartigen Fotografie transformiert und lässt sie in neuem Licht erscheinen. Er arbeitet mit Spiegeln und lädt die Betrachtenden zu einem Perspektivwechsel ein. Die 1964 von Frère Eric de Saussure, einem Mitglied der evangelischen Communauté de Taizé, entworfenen Fenster der Erzengel-Michael-Kirche beeindrucken seit Jahrzehnten durch ihre Formen und Farben. Doch nun, 60 Jahre später, setzt Wolfgang Weiss diese Motive auf innovative Weise in Szene. Die Ausstellung wird im Rahmen der „Langen Nacht der Kirchen“ gezeigt. Der Eintritt ist frei.
www.diakonie-michaelshoven.de

21.03.2025, 19:00
Evangelisch Leben in Köln und Region
Verschiedene Kirchen in der Kölner Innenstadt
Lange Nacht der Kirchen 2025
Christliche Gemeinden laden ein
Die christlichen Gemeinden der Kölner Innenstadt laden am Freitag, 21. März, 19 bis 23 Uhr, zur langen Nacht der Kirchen ein. 30 Standorte haben Angebote vorbereitet, die von kurzweiligen Impulsen bis zu abendfüllenden Veranstaltungen reichen. Die Christuskirche am Stadtgarten, Dorothee-Sölle-Platz 1, präsentiert sich als heiliger Raum in reduziertem Licht und Klang. Dazu werden Cake-Pops und Tee gereicht. Um 18.15 Uhr erklingt in der Antoniterkirche, Schildergasse 57, das Konzert „Bariton trifft Orgel“ zum Geburtstag von Johann Sebastian Bach. Anschließend gibt es immer um 19.30, 20.30, 21.30 und 22.30 Uhr kurze Lesungen und Orgelmusik. In der Trinitatiskirche, Filzengraben 4, lesen ab 19.30 Uhr jeweils zur halben und zur vollen Stunde Martin Bock und Michael Kühne aus Joseph Carlebachs Übertragung des Buches Kohelet. Wolf Rüdiger Spieler spielt dazu meditative Orgelmusik. Es besteht die Möglichkeit, in der Kirche mit einem Geistlichen ins Gespräch zu kommen. Andachten nach der Iona-Liturgie werden um 19, 20, 21 und 22 Uhr in der mit Kerzen beleuchteten Kartäuserkirche, Kartäusergasse 7, gehalten. Dazwischen gibt es Brot, Käse, Wein und Begegnung im Kreuzgang (Kleines Galiläa). Das gesamte Programm mit allen Stationen und Angeboten kann unter www.langenachtderkirchen.koeln eingesehen werden.
www.langenachtderkirchen.de

22.03.2025, 17:00
Evangelischer Kirchenkreis Köln-Nord
Evangelische Kirche Weiden, Aachener Straße 1208, 50858 Köln-Weiden
Das Frühlingskonzert der Kinderchöre
Kirchenkreis Köln-Nord lädt nach Weiden ein
Das Frühlingskonzert der Kinderchöre des Evangelischen Kirchenkreises Köln-Nord findet am Samstag, 22. März, 17 Uhr, in der Evangelische Kirche Weiden, Aachener Straße 1208, statt. Der Eintritt ist frei.
www.ev-kirche-weiden.de

22.03.2025, 17:00
Evangelische Gemeinde Volberg-Forsbach-Rösrath
Versöhnungskirche, Hauptstraße 16, 51503 Rösrath
Passionskonzert in der Versöhnungskirche
Kantorei und Kammerchor laden ein
Die Kantorei und der Kammerchor der Evangelischen Gemeinde Volberg-Forsbach-Rösrath laden am Samstag, 22. März, 17 Uhr, zu einem Passionskonzert in die Versöhnungskirche Rösrath, Hauptstraße 16, ein. Im Zentrum des Konzerts steht das Stabat Mater in g-Moll für vierstimmigen Chor und Orgel von Josef Gabriel Rheinberger in der Vertonung von Giovanni Battista Pergolesi für Sopran und Alt. Das Werk wird gerahmt von liturgischen Stücken des Ordinariums, den immer wieder kehrenden Teils des Gottesdienstes. Zwischen den Chorwerken spielt Georg Friedrich an der Fischer-Orgel Werke von Felix Mendelssohn Bartholdy und Johann Sebastian Bach. Die Leitung hat Katharina Wulzinger. Der Eintritt ist frei.
www.evkirche-roesrath.de

23.03.2025, 14:00
AntoniterCityTours
Vor der Antoniterkirche, Schildergasse 57, 50667 Köln
Von Barlach bis Beuys: Kunstwerke in der Innenstadt
Kunstführung mit Dagny Lohff
Bekannte und unbekanntere Kunst am Bau oder im öffentlichen Raum und ihre Geschichten stellt Dagny Lohff bei einem Rundgang von der Antoniterkirche, Schildergasse 57 (Treffpunkt) bis zum Dom am Sonntag, 23. März, 14 Uhr, vor. „Von Barlach bis Beuys: Kunstwerke in der Innenstadt“ ist der Titel dieser Stadtführung der AntoniterCityTours. Die Teilnahme kostet 12 Euro, ermäßigt 10 Euro. Eine Anmeldung unter www.antonitercitytours.de/kalender/ ist erforderlich.
www.antonitercitytours.de

23.03.2025, 18:00
Evangelische Kirchengemeinde Horrem
Kreuzkirche Horrem, Mühlengraben 10 – 14, 50169 Kerpen-Horrem
Konzert „Fragile Matt“
Irish Folk Musik in der Kreuzkirche
Liebhaber der Irish Folk Musik erwartet am Sonntag, 23. März, 18 Uhr, in der Kreuzkirche Horrem, Mühlengraben 10-14, ein besonderes Konzert: Zu Gast sind „Fragile Matt“. Die Band wurde 2008 in Irland gegründet und ist seitdem mit ihrer Musik in Deutschland, Holland und Irland unterwegs. Zur Band gehören: David (Gesang, Bouzouki, Banjo), Andrea (Gesang, Gitarre) und Katja (Bodhrán). Der Eintritt ist frei, Spenden sind erbeten.
www.kirche-horrem.de

Alles zur Langen Nacht der Kirchen:

Text: APK
Foto(s): APK

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27. März: Carème – Französische Musik zur Passion mit Michael Bottenhorn in der Trinitatiskirche erleben

Mit einem der vielseitigsten Orgelsolisten der jüngeren Generation wird die Reihe der Orgelkonzerte in der Trinitatiskirche in der Passionszeit fortgesetzt: Michael Bottenhorn. Am Donnerstag, 27. März, 19.30 Uhr, kommt der Bonner Organist in die Trinitatiskirche. Er spielt bereits, seitdem er elf Jahre ist. Nach privatem Unterricht und der C- Ausbildung hat er an der Musikhochschule Würzburg Kirchenmusik und an der Musikhochschule Stuttgart Konzertfach Orgel studiert. Er sagt augenzwinkernd: „Aber als Musiker, insbesondere als Organist, ist die Ausbildung eigentlich nie zu Ende.“

Liebe zu Frankreich und der französischen Orgelmusik

Seine besondere Liebe zu Frankreich und der französischen Orgelmusik erklärt er so: „Die Liebe zu Frankreich besteht nicht nur in der Musik. Seit den ersten Reisen nach Frankreich fasziniert mich die französische Kultur und Lebensart sehr. Und nachdem ich in Saint-Etienne Caen zum ersten Mal eine Orgel von Aristide Cavaillé-Coll spielen durfte, ist die Liebe zur französischen Orgelmusik entstanden und bis heute geblieben.“

Den beruflichen Mittelpunkt hat er neben seiner intensiven Konzerttätigkeit im In- und Ausland seit 2012 an der Kirche St. Joseph in Bonn-Beuel. Dort steht eine besondere und auch große Orgel und hier scheinen sich Instrument und Organist in besonderer Weise gefunden zu haben: „Die Stärke der Orgel in Sankt Josef Bonn ist, dass diese Orgel 1981 in Deutschland ein Wagnis, aber auch eine absolute Pioniertat war. Dabei ist diese Orgel keine echte Stilkopie, sondern schlägt besonders mit der Chororgel und dem mobilen Spieltisch eine Brücke in unsere Zeit. Das Instrument hat eine sehr starke Persönlichkeit; besonders schön ist, dass diese Orgel auch im mächtigen Tutti singen kann. Das können nicht viele Instrumente!“

Michael Bottenhorn gibt am 27. März zwar ein erstes solistisches Orgelkonzert in der Trinitatiskirche, ist aber zugleich schon „musikalischer Stammgast“ dort. Bottenhorn sagt: „Meine bisherigen Konzerte in der Trinitatiskirche waren in Zusammenarbeit mit Kölner Konzertchören wie dem Bachverein oder der Kartäuserkantorei. Dabei war ich manchmal als Begleiter an der Truhenorgel, aber auch teils begleitend, teils solistisch an der Klais-Orgel aktiv. Besonders schön war ein Konzert im Mai 2023, bei dem der elektrische Spieltisch ganz neu war. Das ermöglicht ein sehr intensives gemeinschaftliches Musizieren mit den Ensembles.“

„Eine Orgel muss wandlungsfähig sein“

Nach dem Charakter und den Möglichkeiten aber auch Grenzen der Orgel der Trinitatiskirche gefragt, sagt er: „Eine Orgel muss man immer im Zusammenhang mit dem Raum betrachten, indem sie erklingt. In der Trinitatiskirche finde ich die Klais-Orgel sehr gut auf den Raum abgestimmt. Sie ist eine ,Universalorgel‘ im guten Sinne. Bei der großen Bandbreite von Musik in der Trinitatiskirche muss eine Orgel auch sehr wandlungsfähig sein wie gute Schauspielerinnen und Schauspieler. Wie schon gesagt ist der mobile Spieltisch vorne ein ganz großer Gewinn. Die Grenzen sehe ich – wenn überhaupt – in der Größe von Raum und Instrument. Für größere Werke aus der Romantik oder Bearbeitungen von Orchesterwerken wäre eine größere Palette von Grundstimmen wünschenswert. Aber dies ist ein Jammern auf äußerst hohem Niveau, zumal die Orgel ursprünglich für eine Kirche in Aachen gebaut wurde.“

Das Programm ist mit „,Carème‘ – Französische Musik zur Passion“ überschrieben. Was bedeutet dieser außergewöhnliche und nicht für alle verständliche Titel? „Da hat zunächst die aktuelle Kirchenjahreszeit den Ausschlag gegeben. ,Carème‘ ist die französische Bezeichnung für die Zeit zwischen Aschermittwoch und Ostern. Daher ist der Titel gar nicht so außergewöhnlich“, erklärt Bottenhorn.

Das Programm enthält neben virtuosen und zugleich sehr klangschönen Werken von Charles-Marie Widor, Jean Louis Florentz, Gabriel Fauré und Marcel Dupré auch eine Improvisation von Michael Bottenhorn. Auf die Frage, auf welche Art von Musik sich das Publikum freuen darf, gibt sich Bottenhorn diplomatisch: „Wenn ich dies beschreiben könnte, wäre es schon aus dem Bereich der Improvisation in den der Komposition übergegangen… Freuen können wir uns auf Musik aus der augenblicklichen Stimmung im Konzert. Alles Weitere ergibt sich am Konzertabend.“

Der Eintritt zum Konzert am 27. März ist – wie immer – frei. Das genaue Programm des Orgelabends steht sowohl aus der Internetseite www.trinitatiskirche-koeln.de als auch im Programmheft 2025 der Trinitatiskirche.

Text: APK/WRS
Foto(s): privat

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Seit fünf Jahren ohne Unterbrechung: Gottesdienst-Streaming in Köln-Flittard/Stammheim

Auf den Tag genau seit fünf Jahren streamt ein Team rund um Pfarrer Thomas Fresia in der Evangelischen Brückenschlag-Gemeinde Köln-Flittard/Stammheim aus dem Gottesdienst: „Am 14. März 2020 haben wir beim Gemeindebrunch vom Erlass der Stadt Köln erfahren, dass ab dem folgenden Tag keine öffentlichen Versammlungen mehr gestattet wären – der Beginn des ersten Corona-Lockdowns. Wir haben umgehend nach dem Abwaschen einen YouTube-Kanal eingerichtet und fürs Live-Streaming freigeschaltet und mit einem iPhone, einem iPad und der Hausanlage am 15. März 2020 den ersten Gottesdienst aus der Immanuel-Kirche gebroadcastet“, blickt Pfarrer Thomas Fresia zurück. „Seitdem haben wir tatsächlich ohne Unterbrechung jede (!) Woche aus Stammheim den Gottesdienst gestreamt.“

Ein Foto aus der Anfangszeit des Streamings.
Ein Foto aus der Anfangszeit des Streamings.

Mittlerweile wird hybrid gestreamt. Wie setzen Sie dies technisch um?

Thomas Fresia: Mit inzwischen zwei fest installierten PTZ-Cams und einem kleinen Studio mit MacMini und Broadcasting-Software. Ein insgesamt siebenköpfiges Technik-Team sorgt für die reibungslose Übertragung Sonntag für Sonntag. In der Regel ist die Schicht von zwei Personen besetzt, von denen eine die Kameraführung übernimmt, der andere die Software steuert.

Wie hat sich das Technik-Team im Laufe der Jahre weiterentwickelt?

Thomas Fresia: Was mich als „Initiator“ beeindruckt ist, wie selbstständig und diszipliniert das Technik-Team jede Woche für die reibungslose Übertragung sorgt. Die sechs ehrenamtlich Mitarbeitenden haben sich eine Menge Wissen in Bildregie und Kameraführung angeeignet und sich mit der Streaming-Software vertraut gemacht. Dass das bis heute wirklich unterbrechungsfrei geklappt hat, finde ich schon bemerkenswert.

Was war die größte Herausforderung bei der Einrichtung des Live-Streamings?

Thomas Fresia: Das war wohl gleich ein Strauß an Herausforderungen – die größte war es vermutlich, sich von heute auf morgen technisch und auch inhaltlich auf ein neues und für uns bis dahin gänzlich unbekanntes Format einzustellen. Was braucht es eigentlich, um einen Stream zu veröffentlichen? Wie können wir einen für die Präsenzgemeinde bereits vorbereiteten Gottesdienst so umschreiben, dass er auch über YouTube „wirkt“? Was machen wir mit der Musik? In alledem stellt sich auch immer die Frage: „Was ist gerade von den rechtlichen Rahmenbedingungen her erlaubt?“ In der Corona-Zeit zum Beispiel die Mitwirkung nur weniger Menschen aufgrund des Versammlungsverbots…

Gab es einen Moment, in dem Sie dachten, dass der Stream heute nicht funktionieren wird – und wie haben Sie das Problem letztendlich gelöst?

Thomas Fresia: Am Anfang haben wir grundsätzlich alle Streams zeitgleich lokal gespeichert – sollte ein Stream mal ausgefallen sein, hatten wir so immer die Möglichkeit, im Nachhinein ein Backup einzuspielen. Heute fahren wir mehr „auf Risiko“, weil sich das System als ausgesprochen zuverlässig erwiesen hat.

Wie hat sich die digitale Übertragung des Gottesdienstes auf die Gemeinde ausgewirkt? Haben Sie Rückmeldungen erhalten, die Sie besonders bewegt haben?

Thomas Fresia: Ausgesprochen positiv: Wir haben den Kontakt zu Menschen auch über den Lockdown hinaus aufrechterhalten. Und manche Kontakte früherer Gemeindeglieder, die inzwischen verzogen sind, teils ins Ausland, wieder gewinnen können. Ebenso habe ich erst kürzlich wieder von einer Zuschauerin erfahren, die beim „Stöbern“ im ersten Lockdown bei uns hängen geblieben ist und seitdem jede Woche die Gottesdienste mit uns von zu Hause aus feiert.
Zur Wahrheit gehört allerdings auch, dass wir einige Menschen aus der Präsenzgemeinde „verloren“ haben – die finden es eigentlich ganz gemütlich, von zu Hause aus am Frühstückstisch dabei zu sein oder erstmal den Sonntagsausflug zu machen und abends dann den Gottesdienst anzuschauen. Verbunden sind diese Menschen aber nach wie vor mit unserer Gemeinde, das ist gut. Nur sehen wir sie leider nicht mehr so oft am Sonntagmorgen in der Kirche.

Was waren die außergewöhnlichsten Situationen während eines Livestreams?

Thomas Fresia: Aus den Anfängen des Streamings – da waren oft meine Frau (Kollegin) und ich allein in der Kirche, vielleicht noch mit einem Organisten – kam mitten in die Übertragung eine Presbyterin in die Kirche gerannt mit einer Pappe, auf der handgeschrieben stand: „Man hört euch nicht!“. Da haben wir wohl schlichtweg vergessen, den Mikrofonkanal aufzumachen und konnten den Fehler schnell beheben. Dass sich die Frau von zu Hause aus dafür extra auf den Weg macht, um zu uns in die Kirche zu fahren, fand ich irgendwie sehr anrührend. Einer der eindrücklichsten Momente, das war sicherlich der Heiligabendgottesdienst 2020, den meine Frau und ich aus der leeren Kirche gestreamt haben. Im Vorfeld hatten wir unsere Gemeindeglieder dazu aufgerufen, uns „O du fröhliche“ zu Hause aufzunehmen. Nachdem ich die rund 100 Beiträge gesammelt und abgemischt hatte, haben wir den Choral dann am Ende des Gottesdienstes abgespielt. In der leeren Kirche die vielen vertrauten Stimmen der Gemeindeglieder zu hören, hat mir gleichzeitig Tragik und Glück vor Augen geführt.

Welche Vision haben Sie für die Zukunft der Online-Gottesdienste – wird Streaming langfristig eine feste Säule kirchlicher Arbeit bleiben?

Thomas Fresia: Als die Pandemie soweit vorbei war und wir wieder Gottesdienst im gewohnten Setup durchführen konnten, hat das Presbyterium sich natürlich gefragt, wie es mit den Online-Gottesdiensten weitergehen soll. Ganz bewusst hat es dann die Entscheidung getroffen, die Übertragungstechnik fest zu installieren und die Software so zu programmieren, dass mit relativ wenig Aufwand der Stream regelmäßig stattfinden kann. Wir haben stabil jede Woche um die 80 Zugriffe. Immer wieder gibt es Ideen, auch andere Formate auszuprobieren – online Gebetskreise oder Themenabende. In der Zeit des Lockdowns haben wir da bereits Manches ausprobiert. Gleichwohl haben viele inzwischen auch wieder den Wert der persönlichen Begegnung vor Ort schätzen gelernt. Beides im Blick zu behalten, ist notwendig und zugleich herausfordernd.

Wo sehen Sie die Vorteile beim hybriden Format?

Thomas Fresia: Wir sind mehrfach gebeten worden, kein Format zu entwickeln, dass dezidiert auf die Online-Übertragung zugeschnitten wurde. Unsere Zuschauer*innen schätzen gerade die ihnen aus dem Gottesdienst vertraute Liturgie, die sie nun nach Hause geschickt bekommen. Das geht bis hin zur Abendmahlsfeier, wenn sich manche daheim ihren kleinen Altar aufbauen und dann, wenn sich die Gemeinde zum Abendmahlskreis in der Kirche versammelt, sich mit Brot und Wein in die Mahlgemeinschaft eingebunden wissen.

Text: Frauke Komander
Foto(s): Christa Hastedt/Thomas Fresia

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Qualifizierungskurs „Menschen mit Demenz begleiten“ ab 18. März

Einladung an engagierte und einfühlsame Bürgerinnen und Bürger: Ab Dienstag, 18. März, startet erneut ein Qualifizierungskurs für Menschen, die sich in den Kölner Besuchsdiensten für Personen mit Demenz engagieren möchten. Bei den Besuchsdiensten schenken Freiwillige den Menschen mit Demenz und ihren Familien Zeit und Zuwendung. Sie besuchen die Betroffenen meist wöchentlich in ihrer häuslichen Umgebung für gemeinsame Aktivitäten wie Spazierengehen, Kaffeetrinken, Kartenspielen oder einfach Zuhören.

In einer kostenlosen Schulung werden die Freiwilligen auf die Tätigkeit vorbereitet. Sie setzt sich zusammen aus verschiedenen Modulen, unter anderem Kommunikation und Biographiearbeit, und findet statt im DemenzNetz Köln-Nippes, Einheitstraße 8, und darüber hinaus in Teilen auch online. Organisiert wird sie vom Diakonischen Werk Köln, dem Deutschen Roten Kreuz, dem Arbeiter-Samariter-Bund sowie der Kölner Freiwilligen Agentur.

Nach Abschluss des Qualifizierungskurses erhalten die Teilnehmenden ein Zertifikat und können dann als Freiwillige Menschen mit Demenz unterstützen – beispielsweise im Rahmen des Besuchsdiensts TANDEm, der vom Diakonischen Werk organisiert wird. Im weiteren Verlauf gibt es dann auch Fortbildungen, regelmäßigen Erfahrungsaustausch und eine Aufwandsentschädigung. Interessierte erhalten weitere Informationen und die Möglichkeit zur Anmeldung per Telefon unter 0221/94976014 oder per E-Mail an duo@koeln-freiwillig.de.

www.diakonie-koeln.de

Text: APK
Foto(s): APK

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Studientag der Melanchthon-Akademie am 28. März: Traumasensiblere Kirche werden

„Traumasensiblere Kirche werden: Weiterdenken – ein Jahr nach der ForuM-Studie“: Ein Jahr nach der Veröffentlichung der ForuM-Studie lädt die Melanchthon-Akademie ein, gemeinsam zu fragen und auszuloten, was passieren muss, um auf dem Weg zu einer traumasensibleren Kirche zu sein. Der Studientag am Freitag, 28. März, 10 bis 16 Uhr, im Haus der Kirche, Kartäusergasse 9–11, mit Vorträgen und Workshopangeboten soll Motivation und Auftakt sein, sich auf den Weg zu machen.

Vortragende sind die Professorinnen Michaela Geiger und Katharina von Kellenbach, die aus biblisch-theologischer und sozialethischer Perspektive sprechen. Workshops zu einzelnen thematischen Aspekten vertiefen das Vordenken.

Kunst, Musik und kulturelle Interaktion bieten Freiräume zum Empowerment und Lust zum Weiterleben. Die Teilnahme ist kostenlos. Eine Anmeldung per E-Mail an anmeldung@melanchthon-akademie.de ist bis Freitag, 21. März, erforderlich. Weitere Informationen unter Telefon 0221 931 803 0.

Tagesablauf – Theologische Reflexion & Aufarbeitung

09:30 Ankommen, Stehkaffee & Kunst
10:00 Begrüßung
10:05 Impuls von Matthias Schwarz, Mitglied der Betroffenenvertretung der EKD
10:15 Nächsten-, Feindes- und Gottesliebe – „Befreiung“ aus Opfer- und Täterperspektive
Prof‘in em. Katharina von Kellenbach PhD, Systematische Theologie und Ökumene, Universität Paderborn
11:00 Verständnisfragen
11:15 Wahrnehmen, begreifen, verwandeln – traumasensibel Bibel lesen. Alttestamentliche Perspektiven
Prof’in Michaela Geiger, Lehrstuhl für Altes Testament, Kirchliche Hochschule Wuppertal
12:00 Verständnisfragen
12:15 Kaffee & Murmelrunde
12:30 Panel mit den Referent:innen sowie Christoph Rollbühler und Claudia Keller vom AK Aufarbeitung Köln-Mitte
13:00 Mittagspause & künstlerischer Space
14:00 Gesprächsräume:

  1. Liturgie- und Predigtsprache nach der ForuM-Studie
  2. Perspektivwechsel konkret: Welche theologischen Konzepte und Grundsätze müssen wir revidieren – und dann?
  3. Wie geht Kirche um mit Betroffenen, Tätern, Mitwissenden, Unwissenden, … und denen dazwischen?

15:45 Abschluss mit Kaffee, Kuchen & Kunst

Text: APK
Foto(s): APK

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