Braunsfelder Forum: Wenn Glaube zur Waffe wird: Köln diskutiert christlichen Nationalismus mit Arnd Henze am 21. Mai

Kann Religion zur Gefahr werden? Und was hat das mit uns zu tun? Die Evangelische Clarenbach-Kirchengemeinde Köln-Braunsfeld lädt am 21. Mai zu einem Abend ein, der eine der brisantesten politischen Fragen unserer Zeit in den Mittelpunkt stellt.

Ein Thema, das brennt

Christlicher Nationalismus ist kein Phänomen ferner Länder. Er prägt politische Bewegungen in den USA, aber auch in Europa – und er wächst. Wenn religiöse Überzeugungen mit nationalem Machtanspruch verschmelzen, entsteht ein Gemisch, das Demokratien herausfordert und Gemeinschaften spaltet. Beim nächsten Braunsfelder Forum stellen sich Expertinnen und Experten genau dieser Frage: Wie gefährlich ist der christliche Nationalismus?

Hochkarätige Gäste aus Journalismus und Praxis

Zu Gast sind der ARD-Journalist Arnd Henze, der den Schnittpunkt von Religion und Politik seit Jahren kritisch beobachtet, sowie Angela Denker, Pfarrerin in Minneapolis/USA, die die Realität des christlichen Nationalismus aus nächster Nähe kennt und per Livestream zugeschaltet wird. Ihr Blick von innen – aus dem Herzen der amerikanischen Debatte – verspricht besondere Einblicke, die weit über Schlagzeilen hinausgehen.

Gesprächsabend statt Frontalvortrag

Der Abend ist als offener Gesprächsabend konzipiert – Fragen, Diskussion und eigene Einschätzungen sind ausdrücklich erwünscht. Eine Gelegenheit, gemeinsam nachzudenken: über Glauben, Macht und die Frage, wo kritisches Engagement aufhört und Gefahr beginnt.

Wann und wo

Das Braunsfelder Forum findet statt am Donnerstag, 21. Mai 2026, um 19:00 Uhr im Gemeindehaus der Evangelischen Clarenbach-Kirchengemeinde Köln-Braunsfeld, Peter-von-Fliesteden-Straße 2, 50933 Köln. Der Eintritt ist frei.

Weitere Informationen bei Pfarrerin Ulrike Graupner:

0221 – 589 48 08 oder ulrike.graupner@ekir.de

Text: APK
Foto(s): APK/ Canva

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Christi Himmelfahrt: Was feiern wir heute und was bedeutet dieser Tag?

Heute ist Christi Himmelfahrt – und das bedeutet mehr als nur ein freier Donnerstag. Der Feiertag fällt immer auf den 40. Tag nach Ostern und erinnert an ein zentrales Ereignis der christlichen Geschichte: Jesus Christus, der nach seiner Auferstehung noch einige Zeit bei seinen Jüngerinnen und Jüngern war, kehrt an diesem Tag zu Gott zurück – er „fährt in den Himmel auf“, wie es die Bibel erzählt.

Für seine Nachfolgerinnen und Nachfolger begann damit eine neue Zeit: Ohne ihn sichtbar an ihrer Seite sollten sie ihren Weg weitergehen – im Vertrauen darauf, dass Gott bei ihnen ist. Und mit einem klaren Auftrag: die frohe Botschaft in die Welt zu tragen. Seine Geschichte endete also nicht – sie ging durch sie weiter. Christi Himmelfahrt liegt damit auch auf halbem Weg zwischen Ostern und Pfingsten, das zehn Tage später, am 50. Tag nach Ostern, gefeiert wird.

Gefeiert wird Christi Himmelfahrt vielerorts draußen – in Parks, Wäldern und auf Dorfplätzen. In der Kölner Region lädt eine Vielzahl von Gemeinden heute zu Open-Air-Gottesdiensten ein: Die Gemeinde Köln-Lindenthal versammelt sich auf einer Wiese im Stadtwald, im Königsforst feiern gleich drei Gemeinden gemeinsam – mit Taufen und Blaskapelle. In Longerich gibt es einen Gottesdienst mit Jazz-Frühschoppen, auf der Glessener Höhe, der höchsten Erhebung in und um Köln, findet eine ökumenische Andacht am Gipfelkreuz statt. Aber auch Tauffeste in Dellbrück und Frechen sowie ein festlicher Konfirmationsgottesdienst im Altenberger Dom stehen heute auf dem Programm.

Ein Feiertag, der nach draußen ruft – und zum Nachdenken einlädt. Alle Gottestdienste und Veranstaltungen findet ihr bei uns auf der Seite oder hier:

 

KÖLN

14.05.2026, 10:00
Evangelische Kirchengemeinde Köln-Höhenhaus
Tersteegenkirche, Amselstr. 21, 51069 Köln-Dünnwald
Open-Air-Gottesdienst
Pfarrerin Astrid Krall-Packbier

14.05.2026, 10:30
Evangelische Kirchengemeinde Köln-Brück-Merheim
Johanneskirche , Köln-Brück, Am Schildchen 15, 51109 Köln
Gottesdienst
Pfarrer Daniel Rösler

14.05.2026, 10:30
Evangelische Brückenschlag-Gemeinde Köln-Flittard/Stammheim
Immanuel-Kirche, Köln-Stammheim, Bonhoefferstraße 10, 51061 Köln
Gottesdienst
Unterbrechung des Alltag. Auszeit für die Seele. Raum zum Luftholen. Im Hier und Jetzt und mit dem Himmel verbunden.

14.05.2026, 10:30
Evangelische Gemeinde Köln
Altkatholische Kirche Christi Auferstehung, Jülicher Straße 28, 50674 Köln
Christi Himmelfahrt: Ökumenische Messe in der Altkatholischen Kirche. Evangelische und altkatholische Gemeinde feiern gemeinsam
Zum Fest Christi Himmelfahrt feiern die Evangelische Gemeinde Köln und die Altkatholische Gemeinde am Donnerstag, 14. Mai, 10.30 Uhr, eine ökumenische Messe in der Altkatholischen Kirche Christi Auferstehung, Jülicher Straße 28. Pfarrer Markus Herzberg und Pfarrer Jürgen Wenge gestalten den Gottesdienst gemeinsam.
www.antonitercitykirche.de

14.05.2026, 10:45
Evangelische Begegnungsgemeinde Köln
Immanuelkirche Longerich, Paul-Humburg-Str. 11, 50737 Köln
Jazzfrühschoppen zu Himmelfahrt in Longerich. Steve Klink Trio tritt in der Immanuelkirche auf
Einen Gottesdienst mit Jazz-Frühschoppen feiert die Evangelische Begegnungsgemeinde Köln an Christi Himmelfahrt, Donnerstag, 14. Mai, 10.45 Uhr, in der Immanuelkirche Longerich, Paul-Humburg-Straße 11. Pfarrer Markus Zimmermann gestaltet den Gottesdienst, musikalisch begleitet vom Steve Klink Trio – einer Tradition, die in Longerich seit fast 25 Jahren gepflegt wird. Steve Klink, Pianist, Komponist und Arrangeur, ist im amerikanischen Bundesstaat Iowa aufgewachsen; Folk, Blues, Gospel und Soul prägen sein Spiel und seine Kompositionen. An seiner Seite spielen Volker Heinze am Bass und Marcus Rieck am Schlagzeug. Im Anschluss an den Gottesdienst spielt das Trio bei gutem Wetter auf dem Kirchenvorplatz weiter. Bei schlechtem Wetter im Gemeindehaus.
www.begegnungsgemeinde.de

14.05.2026, 11:00
Evangelische Kirchengemeinde Vingst-Neubrück-Höhenberg
Erlöserkirche, Köln-Vingst, Burgstraße 75, 51103 Köln
Predigt-Gottesdienst draußen
Pastor Jörg Wolke

14.05.2026, 11:00
Evangelische Kirchengemeinde Köln-Klettenberg
Johanneskirche Klettenberg, Nonnenwerthstraße 78, 50937 Köln
Christi Himmelfahrt Open-Air in Klettenberg. Gottesdienst unter freiem Himmel für alle Generationen
An Christi Himmelfahrt, Donnerstag, 14. Mai, 11 Uhr, feiert die Evangelische Kirchengemeinde Köln-Klettenberg einen Open-Air-Gottesdienst im Verbindungspark zwischen Berrenrather Straße und Luxemburger Straße, hinter der Johanneskirche Klettenberg, Nonnenwerthstraße 78. Pfarrerin Mareike Maeggi gestaltet die Feier für alle Generationen. Dabei gibt es festlich-fröhliche Musik. Bei Regen findet der Gottesdienst in der Kirche statt. Im Anschluss sind alle zu Getränken und Snacks eingeladen. Zudem hat der Weltladen geöffnet.
www.kirche-klettenberg.de

14.05.2026, 11:00
Evangelische Kirchengemeinde Köln-Rath-Ostheim und Evangelische Kirchengemeinde Porz-Wahn-Heide und Evangelische Kirchengemeinde Porz
Königsforst, Waldwegkreuzung Schiefhauerweg (Forsbacher Straße), 51107 Köln
Regionaler Gottesdienst im Königsforst. Evangelische Gemeinden feiern unter freiem Himmel
Die Evangelische Kirchengemeinde Köln-Rath-Ostheim feiert ihren Gottesdienst zu Christi Himmelfahrt am Donnerstag, 14. Mai, 11 Uhr, im Königsforst an der Waldwegkreuzung Schieferhauweg, Verlängerung der Forsbacher Straße. Unter dem Motto „Ein guter Draht zum Himmel“ gestaltet Pfarrer Dr. Gerhard Wenzel einen fröhlichen und bewegenden Gottesdienst, bei dem auch Taufen gefeiert werden. Die örtliche Blaskapelle „Blos m’r jet“ begleitet die Feier musikalisch. Ausdrücklich willkommen sind auch die Menschen aus den angrenzenden Gemeinden Porz und Porz-Wahnheide. Der Ort ist mit dem Rad direkt erreichbar; mit der Bahn fährt die Linie 9 bis zur Endhaltestelle „Königsforst“. Von dort sind es ab „Schmitze Bud“ rund 700 Meter Fußweg. Wer mit dem Auto anreist, findet Parkmöglichkeiten in der Nähe des Forsthauses am Ende der Forsbacher Straße, von dort sind es etwa 300 bis 400 Meter zu Fuß. bei strömendem Regen wird der Gottesdienst in der Evangelischen Versöhnungskirche Rath-Heumar, Erlöserkirchstraße 1, gefeiert
www.kirchengemeinde-rath-ostheim.de

14.05.2026, 11:00
Evangelische Kirchengemeinde Köln-Lindenthal
Wiese im Stadtwald, Fürst-Pückler-Straße/Ecke Dürener Straße, 50935 Köln
Gottesdienst im Stadtwald mit Pfarrerin Katja Korf. Christi Himmelfahrt im Freien
Zum Gottesdienst unter freiem Himmel im Stadtwald lädt die Evangelische Kirchengemeinde Köln-Lindenthal an Christi Himmelfahrt, Donnerstag, 14. Mai, 11 Uhr, auf die Wiese zwischen Fürst-Pückler-Straße und Dürener Straße ein. Pfarrerin Katja Korf gestaltet die Liturgie der Feier.
www.kirche-lindenthal.de

14.05.2026, 11:00
Evangelische Kirchengemeinde Köln-Nippes
Lutherkirche, Siebachstraße 85/ Merheimer Straße 112, 50733 Köln
Gottesdienst Gemeinsam an Christi Himmelfahrt
Open-Air-Feier im Kirchgarten der Lutherkirche
Die Evangelische Kirchengemeinde Köln-Nippes feiert Christi Himmelfahrt am Donnerstag, 14. Mai, 11 bis 12.30 Uhr, mit einem gemeinsamen Gottesdienst im Kirchgarten der Lutherkirche, Siebachstraße 85. Bei gutem Wetter findet die Feier unter freiem Himmel statt. Pfarrerin Miriam Haseleu, Pfarrperson Elias Mögling und Mia Kamps gestalten gemeinsam mit dem Team einen Gottesdienst, der auch ein eigenes Angebot für Kinder bereithält. Für die Musik sorgen Pio Fayner, Hannah Schneck und Max Renner. Im Anschluss an den Gottesdienst bietet sich die Möglichkeit, den Garten um die Kirche herum zu genießen. Bei Kaffee und Schorle kann man im Café unter dem frühsommerlichen Kirschbaum der Evangelischen Kirchengemeinde Nippes miteinander ins Gespräch kommen.
www.lutherkirche-nippes.de

14.05.2026, 11:00
Evangelische Dietrich-Bonhoeffer-Gemeinde Junkersdorf und
Evangelische Clarenbach-Kirchengemeinde Köln-Braunsfeld und
Evangelische Gemeinde Weiden/Lövenich
Dietrich-Bonhoeffer-Kirche Junkersdorf, Birkenallee 20, 50858 Köln
Regionalgottesdienst in Junkersdorf – Open Air mit Posaunenchor
Pfarrerin Judith Schaefer

14.05.2026, 11:00
Evangelische Philippus-Kirchengemeinde Köln-Raderthal und Evangelische Kirchengemeinde Köln-Bayenthal und
Evangelische Kirchengemeinde Köln-Zollstock

Ev. Philippuskirche, Albert-Schweitzer-Straße 3, 50968 Köln
Gemeinsamer Himmelfahrtsgottesdienst in Köln-Raderthal. Drei Gemeinden feiern Open-Air mit Kinderprogramm und Grillen
Die evangelischen Kirchengemeinden Köln-Bayenthal, Köln-Zollstock und die Evangelische Philippus-Kirchengemeinde Köln-Raderthal feiern an Christi Himmelfahrt, Donnerstag, 14. Mai, 11 Uhr, ihren traditionellen gemeinsamen Gottesdienst im Freien an der Philippuskirche, Albert-Schweitzer-Straße 3. Liturgie und Predigt gestalten die Pfarrer Klaus Eberhard, André Kielbik und Oliver Kießig. Parallel bieten Erzieherinnen der Kindergärten ein Programm für die Kleinen an. Bei schlechtem Wetter findet der Gottesdienst in der Kirche statt. Im Anschluss wird gemeinsam gegrillt.
www.kirche-raderthal.de

14.05.2026, 11:00
Evangelische Kirchengemeinde Köln-Dellbrück/Holweide
Pauluskirche Dellbrück, Thurner Straße 105, 51069 Köln
Tauffest an Christi Himmelfahrt vor der Pauluskirche. Gottesdienst und Picknick auf der Wiese
Auf der Wiese vor der Pauluskirche, Thurner Straße 105, feiert die Evangelische Kirchengemeinde am Donnerstag, 14. Mai, 11 Uhr, ein Tauffest. Kinder, Jugendliche und Erwachsene können sich in diesem besonderen Rahmen taufen lassen. Der Gottesdienst findet im Freien statt, mit Picknickdecken, Stühlen und Bänken. Musikalisch begleitet wird er vom Bläserensemble „Heilix Blechle“. Wer sich oder sein Kind taufen lassen möchte, kann sich an Pfarrer Ulrich Kock-Blunk unter Telefon 0221/682155, an Pfarrer Klaus Völkl unter Telefon 0221/6804868 oder an das Gemeindeamt unter Telefon 0221/682465 wenden.
www.eikdh.de

14.05.2026, 12:00
Evangelische Kirchengemeinde Köln Niehl-Riehl
Stephanuskirche, Brehmstraße 4-6, 50735 Köln
Vatertag mit der ganzen Familie. Spielen, Grillen und Begegnung vor der Stephanuskirche
Zum Vatertag lädt Küster Frank Weinert von der Evangelischen Kirchengemeinde Köln Niehl-Riehl am Donnerstag, 14. Mai, ab 12 Uhr, Familien auf den Kirchplatz vor der Stephanuskirche, Brehmstraße 4-6, ein. Wie schon im vergangenen Jahr steht für die Eltern der Austausch im Vordergrund, während die Kinder an Spielgeräten toben, den Kirchplatz mit Straßenmalerei verschönern und Seifenblasen nachjagen. Für das leibliche Wohl sorgen Bratwurst vom Grill und Kaltgetränke.
www.ev-kirche-niehl-riehl.de

 

RHEIN-ERFT-KREIS

14.05.2026, 10:00
Melanchthon-Kirchengemeinde Kerpen und Evangelische Kirchengemeinde Kerpen
Lukaskirche in Brüggen/Erft, Kirchweg 7, 50169 Kerpen
Gottesdienst für alle Gemeinden – Christi Himmelfahrt
Pfarrerin Gesa Francke

14.05.2026, 10:00
Evangelische Trinitatis-Kirchengemeinde an der Erft
Petrikirche Quadrath-Ichendorf, Lutherstraße 27, 50127 Bergheim
Zentralgottesdienst Christi Himmelfahrt unter freiem Himmel. Mit der Band Hörsturz an der Petrikirche
Den Himmelfahrtstag feiert die Evangelische Trinitatis-Kirchengemeinde an der Erft am Donnerstag, 14. Mai, 10 Uhr, mit einem Open-Air-Gottesdienst an der Petrikirche, Lutherstraße 27. Die Band Hörsturz e. V. gestaltet den Zentralgottesdienst musikalisch unter der Leitung von Lukas Höver.
www.trinitatis-kirchengemeinde.de

14.05.2026, 10:00
Evangelische Friedenskirchengemeinde in Erftstadt
Friedenskirche, Schlunkweg 50, 50374 Erftstadt
Gottesdienst an Christi Himmelfahrt
Pfarrerin Andrea Döhrer

14.05.2026, 10:30
Evangelische Kirchengemeinde Frechen
Evangelische Kirche, Hauptstraße 209, 50226 Frechen
Christi Himmelfahrt: „Kirche kunterbunt unterwegs“ mit Taufen. Gottesdienst für die ganze Familie mit Stationen und CVJM-Familienfest
Zu einem besonderen Gottesdienst mit Taufen an Christi Himmelfahrt lädt die Evangelische Kirchengemeinde Frechen am Donnerstag, 14. Mai, 10.30 Uhr, in die Evangelische Kirche, Hauptstraße 209, ein. „Kirche kunterbunt unterwegs“ richtet sich an die ganze Familie – ob jung oder alt. Nach dem gemeinsamen Beginn in der Kirche geht es auf eine Entdeckungstour an verschiedenen Stationen: kreativ, sportlich oder entspannt bei einem Kaffee. Am Ende kommen alle wieder zusammen zum gemeinsamen Singen, Essen und Beten. Im Anschluss findet das CVJM-Familienfest statt.
www.kirche-frechen.de

14.05.2026, 10:30
Heilig Geist Gemeinde Köln Land
Unter Gottes Gnaden, Zum Dammfelde 37, 50859 Widdersdorf
Konfirmation in Widdersdorf Gottesdienst
Pfarrerin Liane Scholz

14.05.2026, 11:00
Evangelische Kirchengemeinde Hürth
Quartier am Grüngürtel, Berrenrather Str. 511, 50354 Hürth
Himmelfahrtsgottesdienst mit Posaunenchor
Pfarrerin Franziska Boury, Kantorin Denise Seidel und Posaunenchor

14.05.2026, 11:00
Evangelische Kirchengemeinde Lechenich
Kirche der Versöhnung Lechenich, An der Vogelrute 8, 50374 Erftstadt
Gottesdienst mit Jubelkonfirmation
Pfarrerin Friederike Schädlich

14.05.2026, 15:00
Evangelische Christusgemeinde an der Glessener Höhe
Gemeindezentrum Niederaussem, Oberaußemer Straße 76, 50129 Bergheim-Niederaussem
Ökumenische Andacht auf der Glessener Höhe. Gemeinsame Wanderung zum Gipfelkreuz
Seit über 25 Jahren treffen sich Menschen am Himmelfahrtstag zur ökumenischen Andacht auf der Glessener Höhe: Am Donnerstag, 14. Mai, 15 Uhr, feiert ein ökumenisches Team gemeinsam mit dem Posaunenchor am Gipfelkreuz der Glessener Höhe, der mit 204 Metern höchsten Erhebung in und um Köln, eine Andacht. Wer gemeinsam auf die Höhe wandern möchte, trifft sich bereits um 14 Uhr am Glessener Sportplatz. Der katholische Pfarrgemeinderat sorgt für Bänke und Getränke, im Anschluss an die Andacht besteht die Möglichkeit zum Umtrunk. Für einen Shuttle-Service per Gemeindebus ist eine Anmeldung bei Pfarrer Matthias Bertenrath unter Telefon 02272 408420 oder per E-Mail an matthias.bertenrath@ekir.de erforderlich.
www.evangelisch-christusgemeinde.de

 

RHEINISCH-BERGISCHER KREIS

14.05.2026, 11:00
Evangelische Kirchengemeinde Bensberg
Dorfplatz Moitzfeld, Rotdornweg 13, 51429 Bergisch Gladbach
Aufbruch an Himmelfahrt. Familiengottesdienst mit Cappuccino-Mobil und BBQ in Moitzfeld
Die Evangelische Kirchengemeinde Bensberg feiert an Christi Himmelfahrt, Donnerstag, 14. Mai, 11 Uhr, einen Familiengottesdienst im Freien auf dem Dorfplatz Moitzfeld, Rotdornweg 13. Unter dem Motto „Geht hinaus in die ganze Welt und erzählt von der guten Nachricht“ (Markus 16,15) ermutigt der Gottesdienst mit Diakon Rainer Beerhenke zum Aufbruch und nimmt die Botschaft des Himmelfahrtstages ernst: Gottes Hoffnung gilt auch heute. Im Anschluss gibt es Kaffee vom Cappuccino-Mobil und ein gemeinsames Barbecue. Bei schlechtem Wetter findet der Gottesdienst im Gemeindezentrum Herkenrath, Straßen 54, statt.
www.kirche-bensberg.de

14.05.2026, 10:00/11:00
Evangelische Gemeinde Volberg-Forsbach-Rösrath
Volberger Kirche, Volberg 1, 51503 Rösrath und
Franziskaschacht, Am Förderturm, 51503 Rösrath
Wanderung zum Franziskaschacht. Familiengottesdienst im Grünen
Die Kirchengemeinden Honrath und Volberg-Forsbach-Rösrath feiern am Donnerstag, 14. Mai, 11 Uhr, einen Familiengottesdienst mit Taufen am Franziskaschacht, Am Förderturm, Rösrath. Wer möchte, beginnt den Tag bereits um 10 Uhr mit einer Wanderung von der Volberger Kirche, Volberg 1, über den Rothenbacher Weg zum Franziskaschacht. Für alle, denen die Wanderung zu beschwerlich ist, steht ab 10 Uhr ein Shuttle-Service zur Verfügung. Pfarrer Thomas Rusch und Pfarrerin Brill-Pflümer gestalten den Gottesdienst im Grünen. Im Anschluss sitzen die Teilnehmenden bei einem deftigen Eintopf zusammen.
www.evkirche-roesrath.de

14.05.2026, 11:00
Evangelische Kirchengemeinde Delling
Christuskirche Biesfeld, Im Binsenfeld, 51515 Kürten
Gemeinschaftsgottesdienst mit Abendmahl
Herr Dembinski

14.05.2026, 11:00
Evangelische Kirchengemeinde Bergisch Gladbach
Gnadenkirche, Hauptstraße 256, 51465 Bergisch Gladbach
Christi Himmelfahrt: Gottesdienst

14.05.2026, 11:30
Evangelische Gemeinde Volberg-Forsbach-Rösrath
Stephanuskapelle, Pestalozziweg 77, 51503 Rösrath
Open-Air Gottesdienst in Stephansheide. Himmelfahrtstag vor der Stephanuskapelle in Rösrath
Am Himmelfahrtstag, Donnerstag, 14. Mai, 11.30 Uhr, feiert die Evangelische Gemeinde Volberg-Forsbach-Rösrath einen Open-Air-Gottesdienst vor der Stephanuskapelle in Rösrath, Pestalozziweg 77. Der Gottesdienst wird von Kindern, Jugendlichen und Mitarbeitenden von Stephansheide, Kinder- und Jugenddorf der Diakonie Michaelshoven, mitgestaltet. Im Anschluss besteht die Möglichkeit, das Gelände mit kulinarischen Angeboten und weiteren Attraktionen zu erkunden.
www.evkirche-roesrath.de

14.05.2026, 14:00
Evangelische Kirchengemeinde Altenberg/Schildgen
Altenberger Dom, Eugen-Heinen-Platz 2, 51519 Odenthal
Festgottesdienst zur Konfirmation 2026. Konfirmationsgottesdienst im Altenberger Dom
Mit Pfarrerin Claudia Posche (Leitung) und Diakonin Sabine Gresser-Ritter. Musikalisch wird der Gottesdienst vom Gospelchor Altenberg unter der Leitung von Sebastian M. Ostmeyer gestaltet.
www.altenberg-dom.de

Text: APK
Foto(s): APK/AI

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Unsere Wochentipps: ESC-Watch-Party, „Gesänge der Frühe“ und Krimi-Lesung

Bei unseren Wochentipps ist wieder einiges los: Den Auftakt macht eine musikalische Hommage an Marlene Dietrich in der Kulturkirche Hürth. Am Freitag folgt eine historische Krimilesung im „Lichtblick – Café + mehr“ in Köln-Flittard. Der Samstag bietet gleich mehrere Höhepunkte – vom Orgelkonzert über eine ESC Watch Party bis hin zu einem Klavierabend im AntoniterQuartier. Am Sonntag lädt schließlich ein gemütlicher Abend mit Pizza, Bier und Film Alleinstehende nach Weiden ein.

Gaby Tupper als Marlene Dietrich in der Kulturkirche Hürth

Die Evangelische Kirchengemeinde Hürth präsentiert in ihrer Kulturkirche (Martin-Luther-Kirche Gleuel), Am Hofacker 41, am Donnerstag, 14. Mai, Einlass 19 Uhr, die Show „Ein Koffer – ein Leben – eine Diva“ mit Gaby Tupper. Tupper schlüpft in die Rolle von Marlene Dietrich und nimmt das Publikum mit auf eine Reise durch Lieder und Anekdoten aus dem Leben der Weltstar-Ikone. Der Eintritt kostet 15 Euro. Tickets sind im Vorverkauf unter eih.digital/diva erhältlich.
www.evangelisch-in-huerth.de/kulturkirche

„Flammender Himmel über Köln“

Mit ihrem historischen Kriminalroman „Flammender Himmel über Köln“ ist Gabriele Goslich am Freitag, 15. Mai, 19.30 Uhr, im „Lichtblick – Café + mehr“, Gisbertstraße 98, zu Gast. Der Roman versetzt die Lesenden ins Köln des Jahres 1910: Als der Halleysche Komet zum ersten Mal über der Stadt gesichtet wird, macht sich Panik in der Bevölkerung breit. Zur gleichen Zeit sterben in einem einsamen Haus im Ursulaviertel ein reicher Immobilienhändler und eine junge Fernsprechgehilfin. Kriminalkommissar Martin Ehrmanns nimmt die Ermittlungen auf und folgt rätselhaften Spuren durch die rasant wachsende Metropole am Rhein. Der Eintritt ist frei, Spenden sind willkommen.
www.brueckenschlag-gemeinde.de

Zwei Organisten und ein Tenorhorn

Musik von zwei Organisten und einem Tenorhorn steht am Samstag, 16. Mai, 17 Uhr, in der St. Johannes-Kirche, Tempelstraße 31, auf dem Programm. Kirchenmusikdirektor Jens-Peter Enk und Kantor Daniel Konrad präsentieren ein buntes Spektrum von Tanztoccata bis Sommerfanfare. Kantor Daniel Konrad spielt dabei Orgel und Tenorhorn simultan und verbindet Werke von Paul Gerhardt bis ABBA zu einem kurzweiligen Konzertabend. Der Eintritt ist frei.
www.evangelisch-deutzpoll.de

ESC Watch Party in der St. Johannes-Kirche

Wer den Eurovision Song Contest (ESC) in Gemeinschaft erleben möchte, ist am Samstag, 16. Mai, 18 bis 23 Uhr, in der St. Johannes-Kirche, Tempelstraße 31, genau richtig. Die Evangelische Kirchengemeinde Köln-Deutz/Poll verwandelt den Kirchenraum für einen Abend: Statt Kirchenbänken erwarten die Gäste Teppiche, Sitzsäcke und Sofas. Wer möchte, bringt ein Gericht aus seinem Favoritenland zum Mitbring-Buffet mit. Getränke stellt das Café Unser bereit. Zum Mitfiebern, Punktevergeben und gemeinsamen Feiern sind alle ESC-Fans willkommen. Der Eintritt ist frei.
www.evangelisch-deutzpoll.de

„Gesänge der Frühe“ – Klavierkonzert mit Tom Pauls

Der junge Pianist Tom Pauls spielt am Samstag, 16. Mai, 19 Uhr, im Antonius Saal des AntoniterQuartiers, Antoniterstraße 14-16 (Zugang von der Schildergasse über den Kirchhof der Antoniterkirche), Werke von Wolfgang Amadeus Mozart, Robert Schumann und Sergei Prokofjew. Das Konzert gehört zur Reihe „Forum AntoniterMusik“, die seit 2022 in Kooperation mit der Hochschule für Musik und Tanz Köln Nachwuchsmusikerinnen und Nachwuchsmusikern ein regelmäßiges Podium bietet. In der Pause gibt es im Foyer Getränke und Snacks. Das Konzert wird vom Förderverein Kirchenmusik an der Antoniterkirche unterstützt. Der Eintritt ist frei, Spenden sind willkommen.
www.antonitercitykirche.de

„Pizza, Bier & Film“: Gemütlicher Abend für Alleinstehende

Essen, trinken, quatschen und gemeinsam einen Film schauen – dazu treffen sich Alleinstehende am Sonntag, 17. Mai, 17 Uhr, im Pfarrzentrum Weiden der Katholischen Kirchengemeinde St. Franziskus, Danziger Straße 33. Der Abend unter dem Motto „Pizza, Bier & Film“ steht ganz im Zeichen geselliger Begegnung: Pizza Margherita wird gestellt, den eigenen Lieblingsbelag bringen die Gäste selbst mit, Getränke gibt es gegen Spende. Welcher Film gezeigt wird, entscheiden die Teilnehmenden gemeinsam. Da maximal 20 Personen teilnehmen können, ist eine Anmeldung per E-Mail an veranstaltung@franziskus.koeln erforderlich. Weitere Termine der Reihe sind Sonntag, 23. August, und Sonntag, 25. Oktober.

Die Veranstaltungen zu Christi Himmelfahrt finden Sie hier:

Text: APK
Foto(s): APK/AI

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Gemeinsam stark für Vielfalt: Kirche und Diakonie beim CSD mit eigenem Wagen und Fußgruppe

Die Evangelische Kirche im Rheinland und die Diakonie Rheinland-Westfalen-Lippe werden auch in diesem Jahr beim Christopher Street Day (CSD) vertreten sein – mit einem eigenen Wagen und einer Fußgruppe. „Wir laden alle Menschen aus unseren Kirchen und diakonischen Einrichtungen herzlich ein, Teil dieser kraftvollen Demonstration für Menschenrechte, Vielfalt und gelebte Nächstenliebe zu sein“, sagt Pfarrer Tim Lahr für das Team der Queeren Kirche Köln. „Gerade für queere Mitarbeitende ist diese Beteiligung ein starkes Zeichen der Wertschätzung. Ihre Sichtbarkeit zeigt: Unsere Kirche steht für eine offene, inklusive und menschenfreundliche Gesellschaft.“ Der CSD Köln 2026 findet vom 19. Juni bis 5. Juli 2026 statt, wobei das Straßenfest vom 3. bis 5. Juli auf Heumarkt und Alter Markt gefeiert wird. Höhepunkt ist die große CSD-Demonstration am Sonntag, den 5. Juli 2026, in der Innenstadt, die als eines der größten Pride-Events in Europa gilt.

Anmeldung zur Teilnahme unter folgendem Link: https://forms.churchdesk.com/f/lton8xxKVo 

Rückfragen gerne an: queere-kirche-koeln@ekir.de

Eine weitere Auswahl an Veranstaltungen:

03.07.2026, 19:00 Uhr, Queerer Gottesdienst zum CSD Köln

Als Auftakt ins Christopher-Street-Day-Wochenende feiern die queere Community und alle Allies am Freitag, 3. Juli, 19 Uhr, einen Gottesdienst in der St. Johannes-Kirche, Tempelstraße 31. Pfarrer Tim Lahr und sein Team feiern den Gottesdienst mit allen, die sich für das Pride-Wochenende gemeinsam segnen lassen möchten. Egal ob queer, homo, trans, nicht-binär oder questioning – alle sind willkommen. Im Anschluss an den Gottesdienst wird gefeiert: mit Kölsch, Gloria und queerer Freude. Der Eintritt ist frei.
www.evangelisch-deutzpoll.de

04.07.2026, 18:00 Uhr, Evangelische Messe zum Cologne-Pride

Am Vorabend der großen CSD-Demonstration feiern die queere Community, ihre Allies und ökumenische Gäste am Samstag, 4. Juli, 18 Uhr, gemeinsam eine Evangelische Messe in der Antoniterkirche, Schildergasse 57.  Pfarrer Markus Herzberg gestaltet die Messe gemeinsam mit Pfarrer Jürgen Wenge, Alt-Katholischen Pfarrgemeinde Christi Auferstehung. Der Gottesdienst ist ein ökumenisches Zeichen, das die Unterschiedlichkeit der Menschen dankbar als Geschenk Gottes bejaht. Für mitreißende Musik sorgen die Bordkapelle und der Shantychor der StattGarde Colonia Ahoj e. V. Im Anschluss an den Gottesdienst verwandelt sich der Kirchhof im AntoniterQuartier in einen bunten Ort der Begegnung mit Musik und Getränken (19 bis 22 Uhr). Ein Pop UP von „Love is schøn.“ präsentiert Selected House & Disco Music by Karlito & Friends und serviert leckere Drinks. Das erste Kölsch geht aufs Haus.
www.antonitercitykirche.de

05.07.2026, 11:00 Uhr, Pop Up mit „Love is schøn.“ auf dem Kirchhof des AntoniterQuartiers

Zum Abschluss des Cologne Pride wird der Kirchhof im AntoniterQuartier, Antoniterstraße 14–16, zum Treffpunkt für alle, die feiern und ein Zeichen für Toleranz, Offenheit und Respekt setzen wollen. Das Pop-Up-Format „Love is schøn.“ bespielt den Kirchhof an zwei Terminen: am Samstag, 4. Juli, 19 bis 22 Uhr, sowie am Sonntag, 5. Juli, 11 bis 22 Uhr. Karlito & Friends sorgen mit Selected House und Disco Music für die Stimmung, dazu gibt es Barbetrieb. Am Samstag startet das Pop-Up direkt im Anschluss an den CSD-Gottesdienst, der in der Antoniterkirche stattfindet. Alle Gottesdienstbesuchenden erhalten das erste Kölsch aufs Haus. Am Sonntag beginnt das Programm zur Einstimmung auf die große Demonstration des Christopher Street Days, die als eines der größten Pride-Events Europas gilt und an diesem Tag durch die Kölner Innenstadt zieht.
www.antonitercitykirche.de

Text: APK
Foto(s): Pascal Kiefer/APK-Archiv

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Erbe eines Dialogs – Wie eine Skulptur und ein Fest eine Gemeinde zusammenbringen

Das Kunstwerk „Der Dialog“ im „Garten Eden“ auf dem Vorplatz der Erlöserkirche in Weidenpesch.

Das Duo sieht sich zum Verwechseln ähnlich: Beide Metallstelen sind dreieckig. Im oberen Bereich klafft jeweils ein Spalt. Darunter steht ein herausgeschnittener Teil hervor, wie ein Kiefer unter einem offenen Mund. Mit den Öffnungen einander zugewandt scheinen die Artgenossen miteinander zu sprechen. Und so hat der Künstler Wolfgang Göddertz eindrucksvoll auf den Punkt gebracht, was sein Werk darstellt: den „Dialog“. Das Kunstwerk und seine Bedeutung standen im Mittelpunkt des Nachbarschaftsfests an der Erlöserkirche in Weidenpesch. An diesem Tag wurde es feierlich enthüllt. Die Gemeinde hat die Doppelskulptur des Kölner Metallkünstlers, der auch den Brunnen am Ebertplatz geschaffen hat, geerbt – nicht von ihm, denn er ist bereits vor zehn Jahren verstorben. Es handelt sich um ein Vermächtnis der früheren Presbyterin der Begegnungsgemeinde, Irmela Hilbig. Sie war eine Kollegin von Göddertz, der wie sie an einer Grundschule arbeitete. Hilbig hat das Kunstwerk des Kollegen erworben und für einen würdigen Platz nach ihrem Tod gesorgt.

Skulptur als Vermächtnis – eine Presbyterin erfüllt sich ihren letzten Wunsch

Pfarrerin Susanne Zimmermann erläuterte beim Gottesdienst die Bedeutung des Kunstwerks und des Dialogs im allgemeinen.

Pfarrerin Susanne Zimmermann erzählte vor der Enthüllung im Gottesdienst, welche Bedeutung das Werk für die ehemalige Presbyterin hatte. Neben Zimmermann stand eine kleinere Version der Skulptur auf dem Altar, die ihr die Pfarrerin bereits vor einiger Zeit geschenkt hatte. Sie hätte mit den Figuren gespielt, erzählte Zimmermann, sie regelmäßig verstellt, entweder einander zu- oder abgewandt, so dass ihr Mann sehen konnte, wie es gerade um ihre Beziehung bestellt war – und darauf reagierte. Ein wortloser Dialog. Hilbig habe sich in ihrem Testament ausdrücklich gewünscht, dass der große Dialog auf dem Kirchenvorplatz ein neues Zuhause findet, erzählte Zimmermann, am liebsten im gemeindeeigenen „Garten Eden“, der von der „Beet-AG“ liebevoll angelegt wurde und gepflegt wird. Dort steht er nun neben dem „Baum der Erkenntnis“, einem Zierapfelbaum, und hinter einer wuchernden Pflanzenlandschaft.

„Bleibt im Gespräch“ – die Predigt als Plädoyer für das Miteinander

Die Pfarrerin findet den Ort mehr als passend, wie sie in ihrer Predigt erläuterte: „Am Anfang war das Wort, der Dialog, das Miteinander.“ So stehe es im Johannesevangelium, genauso wie das Versprechen: „Kommt doch rein, seht euch um, dann werdet ihr den Himmel offen sehen.“ Der Dialog, miteinander ins Gespräch zu kommen, sei das Wichtigste, eine Aufforderung, die auch Jesus den Menschen hinterlassen habe: „Bleibt im Gespräch!“ Auch er habe erst im Dialog mit den anderen erkannt, wer er selbst ist, was er ihnen mitgeben möchte. „Und das wünsche ich mir auch für das Nachbarschaftsfest“, betonte Zimmermann. Die Menschen, die sich dort kennenlernten oder wiedersähen, sollten etwas davon spüren, was sie sich wechselseitig geben könnten. „Als wir diese Kirche gebaut haben, haben wir überlegt, wie sie auch ein Ort sein kann, an dem man in Dialog tritt.“ Und so stehe das Kunstwerk an der richtigen Stelle. Für den Dialog hat die Gemeinde nun auch die „Begegnungsbank“, in zweifacher Ausführung. Sie stand ebenfalls im Kirchenraum, denn Pfarrerin Johanna Menzemer demonstrierte, wie Menschen dort ins Gespräch kommen, selbst wenn ihnen nichts einfällt. Dafür liegen an der Bank Fragekarten bereit. Und so rief Menzemer verschiedene Gemeindemitglieder auf die Bank, denen sie Fragen stellte, beispielsweise Presbyterin Monika Lange: „Was wünscht du dir für die Gemeinde?“, wollte sie wissen. „Mehr junge Menschen und, dass sie auch mehr mitentscheiden können“, so Langes Antwort.

Das kleine „Wir“ – eine Geschichte über Streit, Versöhnung und Zusammenhalt

Beim Gottesdienst in der Erlöserkirche führten Kinder einen Tanz auf.

Bei diesem Familiengottesdienst waren jedenfalls zahlreiche Kinder anwesend, führten einen Tanz zum Thema „Miteinander“ auf und hörten eine passende Geschichte für Jung und Alt: Johanna Menzemer erzählte von dem „kleinen Wir“. Ein drolliges grünes Lebewesen war dazu auf die Leinwand hinter ihr zu sehen, außerdem ein Junge und ein Mädchen. Das „Wir“ verbinde die Kinder Ben und Emma auf wundervolle Weise, schilderte Menzemer. „Es lässt sie aneinander denken und mit dem Wir verstehen die beiden sich ohne Worte.“ Es mache sie mutiger und lasse sie große Hürden leichter überwinden. Wenn aber Ben und Emma streiten, fühle das Wir sich ganz schwach, würde immer kleiner und kleiner, bis es ganz verschwunden sei. Ohne das Wir sei die Welt für Ben und Emma aber trist. Es fehle ihnen sehr. Nur, wenn sie gemeinsam danach suchten, würden sie es jedoch wiederfinden, winzig klein, in ihren Herzen. Dann müssten sie es wieder gesundpflegen mit einer Portion „Es tut mir leid“, einer Prise „Ich verzeihe dir“, paniert mit einem Hauch „Ich mag dich“.

Text: Susanne Esch
Foto(s): Susanne Esch

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„Kirche radelt“ beim STADTRADELN: „Einfach losfahren“ – Eine Einladung an alle!

Wenn beim STADTRADELN wieder tausende Menschen in die Pedale treten, geht es längst um mehr als nur zurückgelegte Kilometer – es geht um das gemeinsame Ziel, klimafreundliche Mobilität sichtbar zu machen und den Alltag ein Stück nachhaltiger zu gestalten. Jeder einzelne Beitrag zählt! Auch das Team „Kirche radelt“ ist wieder mit dabei und setzt ein Zeichen für Gemeinschaft, Gesundheit und gelebte Verantwortung für die Schöpfung. Am 10. Juni beginnt in Köln und Region die dreiwöchige Aktion. Doch was motiviert Menschen eigentlich, aufs Rad zu steigen? Muss es sportlich sein – oder reicht schon der Weg zum Bäcker? Und was macht den besonderen Reiz dieser Aktion aus? Darüber haben wir mit Marco Beumers gesprochen, Sportbeauftragter des Evangelischen Kirchenverbands Köln und Region. Im Interview erzählt er von persönlichen Radfahr-Erinnerungen, seiner Sicht auf das STADTRADELN und warum es sich lohnt, einfach loszufahren.

Hand aufs Herz: Sind Sie eher der gemütliche City-Cruiser, der sportliche Rennrad-Profi – oder doch auf dem E-Bike unterwegs?

Marco Beumers: Ich finde, jede Art des Radfahrens hat ihren eigenen Charme. Persönlich bin ich allerdings ganz klar beim Hollandrad und Mountainbike, etwas anderes bin ich tatsächlich nie wirklich gefahren. Meine Jugend habe ich an der holländischen Grenze verbracht und demnach schon sehr früh die weiten, flachen Landschaften genießen dürfen. In meiner Zeit gab es noch keine E-Roller, so dass wir alle gezwungen waren, das Fahrrad zu nehmen. Damals kannte ich es nicht anders. Es war klar, den Weg zur Schule oder zum Sportverein mit dem Fahrrad zurückzulegen. Schön war es, da es mir schon früh das Gefühl gab, selbst entscheiden zu können, wo man hinmöchte und wann wieder zurück. Frei ohne nachzudenken, ob der Akku auch ausreichend aufgeladen ist (lacht), ohne Handy, ohne Apps. Egal, wo man hinfuhr, überall standen Fahrräder und das ist bei meinen holländischen Freunden immer noch so. Vor den Häusern stehen – oder liegen – die Fahrräder in der Einfahrt, weil es dort gefühlt zur Normalität gehört. Elektro steht für Fortschritt und hat auch seine Daseinsberechtigung, bietet körperliche Erleichterung und erhöht deutlich die Reichweite, zeigt neue Möglichkeiten auf. Das schnelle Rennradfahren ist zweifellos eine beeindruckende und attraktive Sportart. Entspannt durch die Gegend zu fahren ist allerdings eher meins, mir geht dabei ansonsten ein Stück dieses bewussten Erlebens verloren. Ich schätze eher das ruhige, genussvolle Unterwegssein.

Wie können die Teilnehmenden dazu beitragen, dass das Team ‚Kirche radelt‘ in diesem Jahr noch erfolgreicher wird?

Marco Beumers: Der Begriff „Erfolg“ steht für uns gar nicht so sehr im Vordergrund. Viel wichtiger ist es, Freude am gemeinsamen Radfahren zu entwickeln und als Team aktiv zu sein. Wer ohnehin gerne Fahrrad fährt, hat hier eine wunderbare Gelegenheit, sich einzubringen und gleichzeitig etwas für die eigene Gesundheit zu tun. Gleichzeitig richtet sich das Angebot ausdrücklich auch an Menschen, die bisher vielleicht weniger Berührungspunkte mit dem Radfahren hatten. Gerade für sie kann das Stadtradeln ein guter Einstieg sein. Die gemeinsame Motivation im Team, das Mitverfolgen der gefahrenen Kilometer und das gegenseitige Anspornen schaffen oft eine Dynamik, die viele positiv überrascht. Am Ende geht es darum, gemeinsam ein gutes Gefühl zu entwickeln, andere zu motivieren dabei zu sein und etwas für die eigene Gesundheit und Klimaschutz zu tun.

Was würden Sie den Menschen mit auf den Weg geben, die beim STADTRADELN zum ersten Mal dabei sind?

Marco Beumers: Einfach losfahren und es nicht zu kompliziert machen. Es geht nicht darum, sofort Höchstleistungen zu bringen, sondern darum, Spaß an der Bewegung zu entdecken. Jeder Kilometer zählt, ganz egal, ob es die kurze Strecke zum Bäcker ist oder eine längere Tour am Wochenende. Hilfreich ist es, sich kleine, realistische Ziele zu setzen und sich nicht mit anderen zu vergleichen. Oft merkt man schneller als gedacht, wie gut es tut, regelmäßig aufs Rad zu steigen, und wer weiß, vielleicht wird aus dem „Ich probiere das einfach mal aus“ zu einer neuen angenehmen Gewohnheit.

Über folgenden Link können Sie sich direkt unserem Team „Kirche radelt“ anschließen: https://www.stadtradeln.de/index.php?id=171&L=0&team_preselect=16691.

Text: APK
Foto(s): Klima-Bündnis Services/STADTRADELN/kirchekoeln/ Felix Krammer

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Kinder reiten für den guten Zweck: Spendenritt am Quirlsberg am 27. Juni

Kinder, Pferde und ein starkes Zeichen für Solidarität: Am 27. Juni veranstaltet das stationäre Hospiz am Quirlsberg in Kooperation mit Renate Bock und ihren Pferden zum siebten Mal einen Spendenritt. Die Bethe-Stiftung wird erneut alle Spenden bis zu einem Gesamtbetrag von 4.000 Euro verdoppeln. Einzelspenden werden bis zu einer Höhe von 2.000 Euro berücksichtigt. Beim Spendenritt reiten die Kinder von Moitzfeld zum Hospiz. Die gesammelten Spenden kommen der Hospizarbeit zugute. In den kommenden Wochen werden die Kinder in ihrem familiären Umfeld und Nachbarschaften von Haus zu Haus gehen und Sponsoren suchen.

Im vergangenen Jahr waren durch die Spenden und die Verdoppelungsaktion der Bethe-Stiftung insgesamt 14.000 Euro zusammengekommen. „Der Spendenritt ist eine tolle Sammelaktion, die wir sehr gerne wieder unterstützten“, sagt Iris Schlagheck-Weber, Vorstandsassistentin der Bethe-Stiftung. „Es freut uns sehr, dass sich Bethe-Stiftung erneut an der Aktion beteiligt“, sagt Monika Meihack, Pflegedienstleiterin im Hospiz am Quirlsberg.

Eine Aufnahme in das Hospiz ist für die Gäste kostenlos. Die Hospizfinanzierung geschieht durch die Kranken- und Pflegekassen, welche die Kosten allerdings nicht zu 100 Prozent tragen. Daher ist das Hospiz am Quirlsberg, wie alle Hospize in Deutschland, auf finanzielle Unterstützung durch Spenden angewiesen.

Die 1996 von Roswitha und Erich Bethe gegründete Bethe-Stiftung unterstützt schwerpunktmäßig Projekte in der Kinder- und Jugendhilfe, insbesondere Kinderhospize. Darüber hinaus fördert sie bundesweit vielfältige Initiativen in der Hospizarbeit und ermutigt zu bürgerschaftlichem Engagement durch gezielte Verdopplungsaktionen wie diese. Das Ehepaar Bethe lebt hier in der Region.

Wer den Spendenritt unterstützen möchte, findet hier weitere Informationen.

Text: Hospiz am Quirlsberg/APK
Foto(s): Hospiz am Quirlsberg

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Die Liebe ist der Resonanzraum – ein Ukulele-Abend, der Kirche neu klingen lässt

Im Altarraum spielten Wenzel mit seiner Ukulele und Band, bestehend aus Barbara Bannasch am E-Bass, Geigerin Susanne Susanne Schubert und Cajónspieler Paul Geiter.

Amen und Aloha begleiten den Gottesdienst in der Melanchthon-Kirche in Zollstock. Und das beißt sich nicht, im Gegenteil, wie die Besucher und Besucherinnen von Prädikant Achim Wenzel erfuhren: Denn auch die hawaiianische Grußformel vermittelt eine spirituelle Botschaft. „Sie setzt sich zusammen aus ‚Alo‘ für Gegenwart und ‚Ha‘ für Atem“, erläutert Wenzel. Das bedeute so etwas wie „Ich teile mit dir den göttlichen Atem“. Es versinnbildliche das Bewusstsein, dass alle Menschen durch denselben Geist verwandt sind. Heute sind die meisten mit einer Ukulele unter dem Arm zum abendlichen Gottesdienst erschienen und haben am Eingang einen hawaiianischen Blütenkranz um den Hals gelegt bekommen. Auch der „Lei“ genannte Kranz ist mehr als ein folkloristischer Schmuck. Er sei ein Symbol für Liebe, Freundschaft und Respekt, erklärt Wenzel.

Bekränzt und mit Instrument in der Hand – ein Gottesdienst wie kein anderer

Die Besucherinnen und Besucher spielten und sangen gemeinsam beim Ukulele-Mitmach-Gottesdienst.

Bekränzt und mit Instrumenten in der Hand stimmen alle zusammen das erste Lied an: „Gut, wieder hier zu sein.“ Viele sind allerdings das erste Mal zu Gast in der Melanchthon-Kirche, bei einem neuen Gottesdienst-Format, dem „Ukulele-Mitmach-Gottesdienst“. Ein Ukulele-Stammtisch aus Bonn und Menschen aus ganz NRW sind mit von der Partie. Ungewöhnlich muntere Musik erklingt so in der Kirche im Zusammenspiel der vielen Saiteninstrumente mit der Band im Altarraum, bestehend aus Ukulele, E-Bass, Geige und Cajón. Wenzel, selbst auch Ukulele-Lehrer, hat eine Erklärung dafür: „Die obere Saite des Instruments ist eine hohe G-Saite. Daher der spritzige, hawaiianische Klang.“ Die Idee für den ungewöhnlichen Gottesdienst stammt von ihm. Immerhin ein Drittel der Gemeinde habe sich einen Abendtermin gewünscht, schildert Wenzel.

Die Ukulele als Gleichnis – über Spannung, Stimmung und die Liebe als Resonanzraum

Zudem: die Musik und das Leben ähneln sich. Das verdeutlicht der Prädikant in seiner Predigt: „Damit die Ukulele klingt, brauchen die Saiten eine gewisse Spannung“, sagt er. Damit sie schön klingt, müsse man sie sehr genau stimmen. „Wir Menschen brauchen Aufgaben und Ziele. Und manchmal brauchen wir auch Heilung, Erholung, damit wir uns wieder aufnehmen können, nicht ausfallen.“ Doch das Allerwichtigste sei die Liebe. Sie sei wie der Korpus der Ukulele. Ohne den Hohlraum gäbe es keinen schönen, warmen Klang. Die Liebe sei der Resonanzraum des Lebens. „Sie ist die Kraft, die uns mit Gott und den Menschen neben uns verbindet“, sagt Wenzel. Ohne sie seien Aufgaben einfach nur Stress und Ziele einfach nur Lärm. Doch es bleibe nicht immer alles gut. Ukulelen würden verstimmen, von ganz allein. Das Lied klinge plötzlich schief. Die Harmonie sei weg. Und wenn das anderen auffalle, kämen Sätze wie: „Kopf hoch. Morgen ist auch noch ein Tag. Es könnte schlimmer sein.“ Das sei so, als ob man bei einer völlig verstimmten Ukulele einfach wild an den Wirbeln drehen würde, nur damit die Saiten wieder stramm sind, ohne hinzuhören. „Der Klang wird dann noch schlimmer“, weiß der Prädikant. Denn die Sätze seien kein Trost, sondern ein Vertrösten, ein Weggucken.

Prädikant Achim Wenzel hielt ein Predigt mit musikalischem Bezug.

„Ich bleibe hier bei dir sitzen“ – echte Trost braucht Zeit und Nähe

„Ein echtes Trösten, das sieht anders aus“, betont Wenzel. Es brauche Zeit, jemanden, der sagt: „Ich sehe und höre, dass ein Riemen gerade schief liegt, und ich bleibe hier bei dir sitzen, bis wir den ersten schönen Ton wiederfinden.“ Jesus sei so ein Mensch gewesen, der nicht von oben herab kluge Sprüche geklopft hätte. Er habe gewusst, wie sich Ablehnung anfühlt, habe Stille und Angst gekannt und ein Versprechen gegeben, ein Beziehungsversprechen: „Seid gewiss, ich bin immer bei euch, jeden Tag bis zum Ende der Welt.“ In der Musik gebe es laut und leise. „Ein Lied, das nur laut ist, das schreit uns irgendwann nur noch an“, so Wenzel. Die wahre Tiefe entstehe oft in den leisen Passagen, wenn die Töne zart sind, die Melodie brüchig wird. „Unsere schweren Tage sind keine Fehler in unserer Biografie“, betont Wenzel. „Sie sind die tiefen Resonanzräume, die unser Leben erst klangvoll machen.“ Nach der besonderen Predigt für die Musikfreunde, viel beschwingtem Gesang und Ukulele-Spiel gibt es dann auch noch eine Botschaft mit auf den Heimweg: „Seid füreinander da. Haltet mit aus. Das ist Aloha.“

Text: Susanne Esch
Foto(s): Susanne Esch

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Christliche Wohngemeinschaft im „Campus Kartause“: Warum Helga Winkels Teil des Wohnprojekts werden möchte

Auf dem Gelände des Campus Kartause, des ehemaligen Kartäuserklosters, ist eine christliche Wohngemeinschaft geplant. Bald können die ersten Mietverträge unterschrieben werden. Helga Winkels möchte dort einziehen. Sie spricht im Interview darüber, warum sie sich bewusst für ein Leben in Gemeinschaft entschieden hat, welche Hoffnungen und Erwartungen sie mit der christlichen Wohngemeinschaft verbindet, welche Herausforderungen sie sieht – und was ihr persönlich für ein gelingendes, spirituell geprägtes Miteinander wichtig ist.

Warum haben Sie den Wunsch, Teil der neuen christlichen Wohngemeinschaft zu werden?

Helga Winkels: Ich setze mich seit längerem mit dem Gedanken auseinander „Wie möchte ich im Alter leben/wohnen“. Da ich nicht allein, sondern in Gemeinschaft leben und wohnen möchte, bietet es sich natürlich an, eine Wohngemeinschaft mit Gleichgesinnten zu suchen. Das Besondere und was mich am Campus Kartause so fasziniert, begeistert und berührt, ist, dass es sich um eine christliche Wohngemeinschaft handelt: man teilt nicht nur Gemeinschaft, Wohnen, Alltag und Güter miteinander, sondern vor allem auch Spiritualität und moralische Werte.

Gemeinschaftliches Leben bringt Nähe und Tiefe – aber auch Herausforderungen. Was erhoffen Sie sich persönlich vom Leben in der christlichen Wohngemeinschaft?

Helga Winkels: Was ich mir erhoffe, ist auf jeden Fall Gemeinschaft. Man hört viel von Alterseinsamkeit. Dem möchte ich beizeiten vorbeugen. Ist es nicht toll, wenn man sich spontan mit anderen verabreden kann, ohne dass man einen Termin vereinbaren muss, wie das heute oft so üblich ist? Und ist es nicht ferner toll, sich im Rahmen einer Gemeinschaft  gegenseitig zu helfen und zu unterstützen?

Außerdem freue ich mich darauf, dass wir gemeinsam an einem Projekt arbeiten wollen und auf die Spiritualität, die wir gemeinsam leben wollen.

Helga Winkels: Als eine Herausforderung sehe ich auf jeden Fall das Thema: Nähe und Distanz. In den Gesprächen, die wir miteinander als Interessent*innen geführt haben, war das ein großes Thema. Ich glaube, gerade im fortgeschrittenen Alter ist das nochmal ganz besonders wichtig: die Nähe zu anderen, die man sich in einer Wohngemeinschaft wünscht und eine gesunde Distanz.

Was möchten Sie selbst in diese Gemeinschaft einbringen?

Helga Winkels: Natürlich möchte und werde ich MICH in die Gemeinschaft einbringen, mit meinen Fertigkeiten und Fähigkeiten, mit meinen Stärken und Schwächen, mit meinen Ecken und Kanten ;-).

Wenn Sie an die Zukunft des Projekts denken: Welche Art von Miteinander, Spiritualität oder Alltag wünschen Sie sich für die Menschen, die dort zusammenleben werden?

Helga Winkels: Ich wünsche mir ein Miteinander, das sich durch einen respektvollen und wertschätzenden Umgang auszeichnet, dabei ist es ganz besonders wichtig, den Facetten der anderen mit Offenheit zu begegnen und sie zu respektieren.

Es braucht aber auch den Raum, sich miteinander auseinanderzusetzen, denn nur so können wir als Einzelne und als Gemeinschaft wachsen.

Helga Winkels: Ich wünsche mir Verbundenheit und dass wir Glauben miteinander teilen und praktizieren, z. B. in Form von Andachten, dass wir gemeinsam beten, gemeinsam singen. Gerade auch als Chorsängerin spüre ich immer wieder, wie die Musik und die Worte mich berühren und Kraftquelle sind. Ich möchte, dass unsere gelebte Spiritualität Kraftquelle für unseren Alltag ist. Gerade gestern habe ich in einem Gottesdienst den so schönen Satz mitgenommen: „Ich bin dankbar, unter Deinem Dach in einer Gemeinschaft leben zu können.“ Hier war die Gemeinschaft der Gläubigen gemeint, für mich ist es im Besonderen: die christliche Wohngemeinschaft. Ganz besonders wichtig ist mir auch, dass sich die dort lebenden Menschen wohlfühlen und die Wohngemeinschaft ihr Schutzraum und ihr Zuhause (geworden) ist.

Text: APK
Foto(s): APK

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Arm, weil Frau – warum Armut in Deutschland ein Geschlecht hat und was sich ändern muss

Prof. Dr. Susanne Völker, Soziologin und Genderforscherin an der Universität Köln, beim Vortrag zum AKF-Frühjahrstreffen 2026 – sie legte die strukturellen Ursachen weiblicher Armut offen.

Es war ein voller Saal. Mehr als 40 Frauen kamen am Dienstag, 21. April 2026, zum AKF-Frühjahrstreffen ins Haus der Evangelischen Kirche in Köln. Das Thema des Abends: Frauen und Armut. Warum sind Frauen häufiger von Armut betroffen als Männer? Und warum wird der Unterschied mit zunehmendem Alter größer?

Antworten lieferten die Soziologin und Genderforscherin Prof. Dr. Susanne Völker von der Universität Köln und Karolin Kalmbach vom Institut für Gender Studies – GeStik – ebenfalls an der Uni Köln. Ihr gemeinsamer Vortrag bildete den Auftakt des Abends. Anschließend kamen drei Kölnerinnen zu Wort, die täglich mit dem Thema arbeiten: Karin Hofmann von „Frauen gegen Erwerbslosigkeit e.V.“, Eva Pohl vom DGB-Stadtfrauenausschuss und Waltraud Brandt vom Kreisfrauenausschuss des SoVD. Die Moderation lag bei Barbara von der Mark. Dr. Marita Alami hat die Notizen des Abends zusammengefasst.

Wenn Fähigkeiten weniger wert sind – weil sie von Frauen kommen

Deutschland als Wohlfahrtsstaat ist im internationalen Vergleich konservativ. Er ist geprägt von einem traditionellen Familienbild der Hausfrauenehe und der Vorstellung, dass gesellschaftliche Integration ausschließlich über Erwerbsarbeit erfolgt. Der arbeitsmarktpolitische Ansatz vom „Fördern und Fordern“ ignoriert die Care-Arbeit, die mehrheitlich von Frauen geleistet wird – und führt so zu dem, was Völker „vergeschlechtlichte Armut“ nennt. Hinzu kommt: Menschen mit Sorgeverpflichtungen zeigen eine geringere politische Teilhabe und einen höheren „Abrieb von Leben“ – gemeint ist der Verschleiß von Lebensenergie und Gesundheit. Ein Begriff, der trifft, was viele Frauen täglich spüren.

Karolin Kalmbach vom Institut für Gender Studies – GeStik – an der Uni Köln beim gemeinsamen Vortrag: Wie Geschlecht und Armut zusammenhängen.

Völker und Kalmbach führten in die strukturellen Ursachen ein. Ein zentraler Begriff dabei: „versämtlicht“ – geprägt von der Frauenrechtlerin Hedwig Dohm (1831–1919). Gemeint ist die Tendenz, Frauen als homogene Gruppe zu behandeln und ihnen pauschal Fähigkeiten zuzuschreiben, die gesellschaftlich geringer bewertet werden als kulturell erworbene oder zertifizierte Fähigkeiten. Häufig werden werden diese Fähigkeiten als „naturgegeben“ angesehen. Das zeigt sich bis heute: Unbezahlte Care-Arbeit wird kaum anerkannt. Berufe, die mehrheitlich von Frauen ausgeübt werden, sind schlechter bezahlt als solche, die mehrheitlich von Männern ausgeübt werden. Gender-Pay-Gap und Gender-Pension-Gap sind die Stichworte – sie werfen Schlaglichter auf ein Gesamtbild, das von Privilegien und Benachteiligungen aufgrund des Geschlechts zeugt.

Die Zahlen sind erschreckend. Die Einkommensunterschiede in Deutschland sind so hoch wie nie seit 1984, als das DIW Berlin begann, jährlich sozioökonomische Daten zu erheben. 2022 lebten 17,7 % der Bevölkerung in relativer Armut, 11,08 % in strenger Armut. Frauen sind in beiden Gruppen überrepräsentiert. Demgegenüber erreicht der Bevölkerungsanteil der Reichen mit 8,3 % einen neuen Höchstwert – 2 % sind superreich. Die Schere öffnet sich weiter, und die aktuell geplanten gesetzlichen Änderungen werden daran nichts verbessern. Im Gegenteil.

Mehr als 40 Frauen kamen ins Haus der Evangelischen Kirche in Köln – ein Zeichen, wie drängend das Thema Frauen und Armut ist.

Keine Frau ist wie die andere – und kein Problem ist einfach

Karin Hofmann machte deutlich: Es gibt nicht „die Frau“, nicht „die Migrantin“, nicht „die Alleinerziehende“. Die Beratungssituationen bei „Frauen gegen Erwerbslosigkeit“ sind in den vergangenen Jahren weitaus komplexer geworden. Frauen kommen nicht mehr mit einer einzelnen Frage – sie kommen mit vielfältigen, miteinander verknüpften Problemen. Sprache, digitale Kenntnisse, Wohnsituation, Gesundheit, Schulden, fehlende Kinderbetreuung, Gewalterfahrung – all das kann daran hindern, erwerbstätig zu sein. Und: Der Arbeitsmarkt ist gegenüber Migrantinnen oft geschlossen – unabhängig davon, ob sie in einer schwierigen Situation sind oder nicht. Oft werden sie mit den abstrusesten Vorbehalten konfrontiert.

Mini-Jobs, Ehegattensplitting, Teilzeitfalle – wer zahlt den Preis?

Eva Pohl (DGB-Stadtfrauenausschuss) und Waltraud Brandt (Kreisfrauenausschuss des SoVD) beim Kurzinterview – zwei Expertinnen, die täglich erleben, was Armut für Frauen und Kinder in Köln bedeutet.

Eva Pohl beleuchtete die gewerkschaftliche Perspektive. Mini-Jobs – zu 60 % von Frauen ausgeübt – führen meist zu keinen Renteneinzahlungen. Das Ehegattensplitting macht Teilzeitarbeit für verheiratete Frauen scheinbar attraktiv, schadet aber langfristig der Rente. Besser wäre ein Familiensplitting, bei dem Steuererleichterungen nicht an die Heirat, sondern an die Zahl unterhaltsberechtigter Kinder gekoppelt sind. Ideal wäre zudem eine paritätische Verteilung von Erwerbs- und Sorgearbeit. Einen ersten Schritt bietet das ElterngeldPlus: Bis zu 36 Monate werden bezuschusst, in denen beide Elternteile bis zu 32 Stunden pro Woche erwerbstätig sind. Noch besser wäre die „Dynamische Familienarbeitszeit“, bei der das Familieneinkommen bis zum Schuleintritt der Kinder bezuschusst wird – um den Gender-Care-Gap und den Gender-Pay-Gap gezielt zu verringern.

Waltraud Brandt schließlich nahm auch die Kinder in den Blick. Kürzungen bei Transferleistungen treffen immer auch sie. Und Kinder selbst sind in Deutschland ein Armutsrisiko für Frauen – in der Erwerbsphase durch Teilzeit, im Alter durch fehlende Rentenpunkte. Der Anteil der Frauen an den versicherungspflichtig Beschäftigten erreicht die 47 % nicht – und 50 % arbeiten in Teilzeit. Das Durchschnittseinkommen aller Rentenversicherten hat damit wenig mit den tatsächlichen Einkommen der Frauen zu tun. Das Wort von der „Teilzeitfalle“ bekommt vor diesem Hintergrund eine ganz andere, sehr ernste Bedeutung.

Nach den Vorträgen blieb Zeit für Gespräche und Netzwerken – wie bei jedem AKF-Frühjahrstreffen. Die Veranstaltung fand in Kooperation mit der Melanchthon-Akademie Köln statt.

Armut und Frauen in Köln

Weitere Infos zur Veranstaltung in Kooperation mit der Melanchthon-Akademie Köln unter:

http://www.melanchthon-akademie.de.

https://april.akf.koeln

Frauen und Armut in Köln – Vortrag und Austausch_21.04.2026

Text: APK / Marita Alami
Foto(s): APK / Marita Alami

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