„Die Wahrheit wird euch frei machen“ – Regionalisierung, Schutzkonzept und Queere Kirche: Nachrichten von der Kreissynode des Kirchenkreises Köln-Rechtsrheinisch

Gottesdienst mit queerem Predigtimpuls

Pfarrer Tim Lahr.
Pfarrer Tim Lahr.

Die tiefe Freundschaft zwischen David und Jonatan, von der im ersten Buch Samuel erzählt wird, war das Predigtthema des Deutzer Pfarrers Tim Lahr beim Eröffnungsgottesdienst mit Abendmahl der Kreissynode des Kirchenkreises Köln-Rechtsrheinisch. „Wunderbarer war deine Liebe für mich als die Liebe der Frauen“, zitierte Tim Lahr den Text. „Queere Menschen hat es immer gegeben. Heute benutzen wir andere Worte als in alten Zeiten. Waren David und Jonatan ein Liebespaar? Wir wissen es nicht.“ Queer zu sein, habe sehr lange bedeutet, das verbergen zu müssen. Jesus Christus habe gesagt: „Die Wahrheit wird euch frei machen.“ Und für die Wahrheit müsse sich niemand schämen. Vom Gottesdienst in der Evangelischen Kirche Refrath gingen die Synodalen im Anschluss ins Bürgerzentrum Steinbreche.

Grußworte und Hoffnungsperspektiven

Superintendentin Kerstin Herrenbrück und Superintendent Torsten Krall begrüßten die 87 anwesenden Synodalen und die vielen Gäste. Dr. Volker Haarmann, Leiter des Dezernats Theologie im Landeskirchenamt der Evangelischen Kirche im Rheinland, begleitet den Kirchenkreis im Auftrag der Landeskirche und erinnerte in seinem Grußwort an die Tageslosung: „Denn der Herr, dein Gott, führt dich in ein gutes Land.“ Wenn Enttäuschungen zum Dauerzustand würden, verlören viele die Hoffnung auf Besserung. „Unsere Stärke ist die Vision von Gottes Erneuerung unserer Welt.“

Markus Zimmermann, Vorsitzender des Bevollmächtigtenausschusses des Kirchenkreises Köln-Linksrheinisch, war ebenfalls gekommen und sprach ein Grußwort. Er hat als Kind mehrere Jahre im Rechtsrheinischen in der Stegerwaldsiedlung gelebt. Zimmermann verwies auf die Gemeinsamkeiten zwischen den beiden Kirchenkreisen in Köln und Umgebung. „Wir sind verbunden durch den Kirchenverband, durch die Queere Kirche, durch das Schutzkonzept und durch noch so viele Themen mehr.“

Von katholischer Seite waren aus Köln vom Katholikenausschuss Elisabeth Grumfeld und aus dem Rheinisch Bergischen Kreis Julia Sabine Linke gekommen und brachten ökumenische Grüße mit.

Rufbereitschaft in der Krankenhausseelsorge

Krankenhausseelsorger und Pfarrer Volkher Preis warb für die Rufbereitschaft in der Krankenhausseelsorge, mit der die evangelische Kirche in Köln und der Region ein Alleinstellungsmerkmal besitze. „Wir sind 24/7 das ganze Jahr für die Patienten da. Können Sie sich vorstellen, so eine sinnstiftende Arbeit zu leisten?“, sprach er die Pfarrpersonen auf der Synode direkt an. Aber auch entsprechend ausgebildete Ehrenamtliche seien willkommen. Eine fundierte Ausbildung werde garantiert, neue Mitwirkende seien für den Dienst herzlich willkommen.

Regionalisierung: Fortschritte und Spannungen

Superintendent Torsten Krall und Superintendentin Kerstin Herrenbrück.
Superintendent Torsten Krall und Superintendentin Kerstin Herrenbrück.

Eines der Hauptthemen der Synode war der Prozess der Regionalisierung im Kirchenkreis. Dieser schreitet in vier Regionen voran und hat das Ziel, über Gemeindegrenzen hinweg evangelisches Leben im Kirchenkreis zu denken und zu gestalten und damit größere, zukunftsfähige Strukturen zu schaffen. Es gebe aber Probleme mit der Geschwindigkeit, räumten einige Gemeindevertreter*innen ein. Der einen Gruppe dauere der Prozess zu lange, den anderen gehe es nicht schnell genug. Manche Gemeinden denken über Fusionen nach und haben bereits gemeinsame Ausschüsse und Arbeitskreise gebildet. Gemeinsame Sitzungen der Presbyterien wurden anberaumt. Es gibt aber auch Gemeinden, die Kooperationen noch eher reserviert gegenüberstehen. Unter Leitung von Andrea Rwanschad, die gemeinsam mit Christian Rommer extern die Prozessteuerung begleitet, diskutierten die Synodalen in Dreiergruppen über ihre Erfahrungen im Prozess der Regionalisierung. Der Fokus lag hierbei auf den bestehenden und gewünschten Entscheidungswegen.  Abschließend bot Superintendentin Kerstin Herrenbrück noch einmal allen Gemeinden bei Problemen Unterstützung durch den Kirchenkreis an.

Partnerschaft mit Brasilien neu belebt

Pfarrerin Janneke Botta und Jugendreferentin Vera Schraml sind in diesem Jahr mit zwölf Teilnehmenden nach Brasilien gereist. Der Kirchenkreis unterhält seit 38 Jahren eine Partnerschaft mit der Sinodo Noroeste Riograndense. Nach einer achtjährigen Besuchspause wurde durch diese Begegnung die Partnerschaft neu belebt. Superintendentin Kerstin Herrenbrück sprach Vera Schraml, Janneke Botta und den mitgereisten jungen Menschen, die zu diesem TOP zur Kreissynode gekommen waren, großen Dank dafür aus: Wie schön, dass ihr das gewagt habt – für euch und auch für uns!“  Die vier Vertreter*innen der deutschen Partnerschaftsgruppe teilten mit der Synode einige ihrer Eindrücke und Themen aus den 14 Tagen in Brasilien, wo sie sehr herzlich empfangen worden sind. Für 2028 ist der Besuch einer brasilianischen Gruppe in Köln geplant.

Schutzkonzept soll verbindlich umgesetzt werden

Interessiert nahm die Synode das neue Schutzkonzept gegen sexualisierte und andere Formen von Gewalt zur Kenntnis. Das Konzept wurde vom Kreissynodalvorstand Köln-Rechtsrheinisch, vom linksrheinischen Bevollmächtigtenausschuss sowie vom Vorstand des Evangelischen Kirchenverbandes Köln und Region verabschiedet und geht nun zur Beschlussfassung in die Gemeinden. „In diesem Thema steckt eine große Dynamik. Wir bleiben Lernende und werden sicher immer wieder noch etwas nachbessern.“ betonte Superintendentin Kerstin Herrenbrück. So setzt der Arbeitskreis, der das neue Schutzkonzept unter Berücksichtigung aller neuer Vorgaben und Standards entwickelt hat, vor allem auf ein digitales Format, das den Gemeinden, das auf der Homepage des Kirchenkreises bereits abrufbar ist und den Gemeinden in den nächsten Wochen zugesandt wird. Mit Nachdruck betont Superintendentin Kerstin Herrenbrück die Wichtigkeit, dass sich jede Kirchengemeinde und Einrichtung ihrer Verantwortung bewusst ist, sich das Schutzkonzept mit großer Ernsthaftigkeit zu eigen zu machen.

Prävention war auch Thema von Pfarrerin Dr. Dorothea Ugi und Vikarin Rebekka Rüger bei ihrem „Wort aus dem Jungen Konvent“. Dieser besteht aus Pfarrpersonen unter 40 Jahren oder mit weniger als 15 Dienstjahren und trifft sich regelmäßig digital, um Themen zu besprechen, die dieser Altersgruppe wichtig sind. Derzeit wird unter anderem ein Papier erarbeitet, das sich mit dem Pfarrbild 2040 beschäftigt. Ugi und Rüger machten deutlich, wie wichtig den jungen Theolog*innen Prävention ist, und dass mit dem Schutzkonzept allein noch nichts erledigt sei: Entscheidend ist nun die Umsetzung in den Gemeinden. Mit Fragen, die jede*r Synodale für sich beantworten sollte, lenkten sie den Blick auf den Stand der Umsetzung vor Ort.

Kirchenasyl im Kirchenkreis nimmt Gestalt an

Superintendent Torsten Krall bedankte sich ausdrücklich bei den Gemeinden für ihre Unterstützung des Projektes Kirchenasyl im Kirchenkreis. Eine Etage in einem Haus in Buchforst wird derzeit für die Aufnahme von Geflüchteten hergerichtet. „Wir haben ausreichend finanzielle Mittel für die Aufnahme und arbeiten eng zusammen mit der Diakonie und dem Ökumenischen Netzwerk Asyl“, berichtete er. Es werde auch eine Stelle mit geringem Stundenumfang geschaffen. Diese Person soll die ehrenamtliche Arbeit koordinieren.

Solidarität mit der Queeren Kirche

Pfarrer Tim Lahr, der für die Queere Kirche in Köln verantwortlich zeichnet, berichtete von Anfeindungen gegen ihn und die queere Gemeinde. Insbesondere eine Gruppe radikaler Christ*innen habe schon mehrfach vor der Deutzer St. Johannes-Kirche und der Kartäuserkirche in der Kölner Südstadt demonstriert. Da die Demonstrationen angemeldet gewesen seien, hätten sie nicht untersagt werden können. In einem rechten Medium sei nach Angaben Lahrs seine Wohnadresse veröffentlicht worden; er wertete dies als Bedrohung. Für den nächsten queeren Gottesdienst hätten Anwohner*innen eine eigene Demonstration angemeldet, um ein Zeichen gegen rechte Einschüchterung zu setzen.

Pfarrerin Janneke Botta rief eindringlich zur Solidarität mit der Queeren Kirche auf. „Leidet ein Glied, leiden alle anderen Glieder mit. Was da in Deutz passiert, betrifft uns alle. Wenn wir uns damit abfinden, bedroht das die Freiheit unserer Kirche, die Freiheit, das Evangelium zu verkünden und die Freiheit, Gottesdienst zu feiern. Eines muss sicher sein: Wer bedroht wird, steht in dieser Kirche nicht allein.“ Mit langanhaltendem Applaus drückte die Synode ihre Solidarität mit der Queeren Kirche aus.

Wehrdienstberatung, Jahresabschluss und Personalien

Die Evangelische Kirchengemeinde Köln-Dellbrück/Holweide hatte beantragt, eine Synodalbeauftragung für Wehrdienstberatung einzurichten. Auf Empfehlung des Kreissynodalvorstandes beschloss die Synode, darauf zu verzichten, weil gerade ein professionelles Beratungsangebot im Evangelischen Jugendreferat Köln und Region durch Jörn Ruchmann eingerichtet worden ist. Gleichzeitig betont sie mit ihrem Beschluss die Bedeutung einer entsprechenden Beratung für den kirchlichen Auftrag.

Einstimmig stellte die Kreissynode den Jahresabschluss des Kirchenkreises zum 31. Dezember 2025 mit einer Bilanzsumme von 6.823.978,87 Euro und einem positiven Bilanzergebnis von 236.624,55 Euro fest. Darin enthalten sind eine geplante Rücklagenentnahmen in Höhe von 71.317,51 Euro für Kosten der Gebäudebedarfsplanung, sodass ein Jahresüberschuss in der Ergebnisrechnung in Höhe von 165.307,04 Euro verbleibt. Das positive Bilanzergebnis soll der Ausgleichsrücklage zugeführt werden.

Superintendent Torsten Krall und die Synode gratulierten Superintendentin Kerstin Herrenbrück zu ihrem 25-jährigen Ordinationsjubiläum. Letztmalig an einer Synode des Kirchenkreises nahmen Pfarrerin Eva Manderla, Pfarrerin Claudia Posche, Pfarrer Christoph Breer teil. Tatjana Fornoff wurde als weiteres Mitglied in den Finanzausschuss berufen. Als zusätzliche Mitglieder wurden Bernd Franzen in den Nominierungsausschuss, Karl Elis in den Finanzausschuss und Uschi Erfurdt in den Kreisdiakonieausschuss berufen. Der Kirchenkreis hat zudem vier neue Mitarbeitende als Mitglieder: Mechthild Brand und Jens-Peter Enk aus dem Kreiskantorat, Manuel Ernst als Klimaschutzkoordinator und Meike Hermes aus dem Erprobungsraum Mütopia.

Ausblick

Die nächsten Kreissynoden des Kirchenkreises Köln-Rechtsrheinisch sind bereits terminiert: Die Herbstsynode findet am Samstag, 14. November 2026, im Haus der Evangelischen Kirche, Kartäusergasse 9–11, statt. Für das Jahr 2027 sind zwei Synoden vorgesehen: am Freitag, 11. Juni 2027, im Bürgerzentrum Steinbreche in Refrath sowie am Samstag, 13. November 2027, im Haus der Evangelischen Kirche.

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Text: Stefan Rahmann
Foto(s): Stefan Rahmann

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Diskussionsabend „Demokratie verteidigen“ am 19. Juni: Interview mit Heribert Prantl zu AfD-Verbot

Demokratie verteidigen – Verantwortung leben: Der Journalist, Publizist und Autor Professor Heribert Prantl spricht am Freitag, 19. Juni, 19.30 Uhr bis 21 Uhr, in der Lutherkirche, Martin-Luther-Platz 2–4, über die Verteidigung der Demokratie.

Unter dem Leitgedanken „Zu den Freiheiten der Demokratie gehört es nicht, die Demokratie umzubringen“ thematisiert Prantl die Frage eines AfD-Verbotsverfahrens und die gesellschaftliche Verantwortung, demokratische Grundwerte aktiv zu schützen. Die Moderation übernimmt Nicole Schweiß. Die kostenfreie Veranstaltung ist eine Kooperation von NRW Appell, der Lutherkirche, der Initiative „AfD-Verbot jetzt“ und der Melanchthon-Akademie.

Warum Demokratie mehr braucht als Vertrauen und warum ihre Verteidigung alle angeht, das erklärt Heribert Prantl im Interview:

„Zu den Freiheiten der Demokratie gehört es nicht, die Demokratie umzubringen.“ Warum ist dieser Satz gerade jetzt so aktuell?

Heribert Prantl: Weil die AfD drauf und dran ist, die Demokratie zu erwürgen. „Die Würde des Menschen ist unantastbar.“ Dieser Haupt- und Eingangssatz des Grundgesetzes hat Auswirkungen darauf, wie der Verfassungsstaat mit denen umgehen soll, die dieses höchste aller Grundrechte verbiegen und verachten. Gewiss: Die AfD findet derzeit viel Zustimmung, ihre Prozentanteile in den Umfragen sind hoch. Aber der Schutz der Menschenwürde steht nicht unter einem Prozentvorbehalt. Im Gegenteil: Je stärker eine Partei ist, die die Menschenwürde angreift, desto wichtiger ist es, die Waffen der wehrhaften Demokratie zu entrosten. Es geht nicht einfach nur um einen abstrakten Schutz der Demokratie. Es geht um den konkreten Schutz von Menschen – von Migrantinnen und Migranten, von Jüdinnen und Juden, von Menschen mit Behinderungen. 

Was erwarten die Besucherinnen und Besucher Ihres Vortrags in Köln – welche Fragen möchten Sie gemeinsam mit dem Publikum diskutieren?

Heribert Prantl: Ist der Aufstieg der AfD ein Indiz für eine Krise der Demokratie? Hat diese Krise auch damit zu tun, dass bei den demokratischen Parteien der Grundrechtsstolz bröckelt? Es fehlt die unverdrossene und mutige Zuversicht, die die Mütter und Väter des Grundgesetzes hatten. Sie hatten, in schwierigsten Zeiten, die Kraft der Hoffnung – und mit dieser Kraft haben sie die Grundrechte geschrieben. Den demokratischen Parteien fehlen heute diese Kraft und dieser Stolz bei deren Verteidigung. Der Glaube vieler Menschen an die Potenz der Demokratie als Werte- und Zukunftsgemeinschaft ist daher kleiner geworden. Umso wichtiger ist die Kraft der Hoffnung; sie lässt die Welt nicht zum Teufel gehen.

Die Debatte um ein mögliches AfD-Verbotsverfahren wird kontrovers geführt. Was möchten Sie Menschen mitgeben?

Heribert Prantl: Ein Prüfverfahren ist nichts Unanständiges. Im Gegenteil! Wir sind doch sonst im Prüfen so stark – siehe den TÜV, siehe Stiftung Warentest! Da wollen wir doch nicht ausgerechnet bei der wichtigsten Frage der Demokratie auf eine Prüfung verzichten. So ein Prüf- und Verbotsantrag ist der sichtbare Ausdruck des rechtsstaatlichen Widerstands gegen Extremismus und grundgesetzfeindliche Kraftmeierei. Und: Ein Verbotsantrag ist nicht einfach nur ein Verbotsantrag gegen eine Partei, es ist ein Antrag für eine wehrhafte Demokratie und für den Schutz der Menschen, gegen die die AfD agitiert und die sie aus dem Land treiben will, Remigration nennt sie das. Es handelt sich um Deportation. Das muss verhindert werden – mit Kraft und Power; mit einem Parteiverbot!

Eine Anmeldung unter Telefon 0221/9318030 oder per E-Mail an anmeldung@melanchthon-akademie.de ist erwünscht. Mehr Infos finden Sie hier:

www.melanchthon-akademie.de

Text: APK
Foto(s): APK/Canva/Nina Tenhumberg

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Vielfalt und Fußball – Come Together Cup: Evangelische Kicker erreichen sensationellen dritten Platz

Es ging früh los und fing gleich sehr gut an. Um 8.30 Uhr morgens trat das Team der Evangelischen Kirche Köln zu seinem ersten Spiel beim Come Together Cup auf den Stadionvorwiesen an und zeigte den Kickern der Gold-Kraemer-Stiftung sogleich die Grenzen auf. Nach dem 3:0 kam der nächste Gegner noch deutlicher unter die Räder. 8:1 siegten die Evangelischen gegen das Team vom SAE Mediencampus. Chancenlos blieben auch die nächsten drei Gegner in der Gruppenphase, die allesamt besiegt wurden. Achtelfinale!

Der Come Together Cup zeigt, was Köln gut kann: offen sein, herzlich sein und Menschen zusammenbringen, unabhängig von Herkunft, Lebensrealität oder Fußball-Sachverstand. Neben Männer- und Frauenteams spielten Mixed-, Inklusions-, sowie Trans-, Inter- und nicht-binäre Teams. Auch in diesem Jahr begegneten sich auf der Stadionvorwiese mehr als 20.000 Menschen unterschiedlichster Herkunft, Hautfarbe, sexueller Orientierung, Glaubensrichtung und körperlicher Beeinträchtigung – auf und neben dem Fußballplatz. „Am wichtigsten ist es, dass wir Spaß haben“, setzte Marco Beumers, Sportbeauftragter des Evangelischen Kirchenverbandes Köln und Region, die Prioritäten. Die Mannschaft habe von sich nicht allzuviel erwartet und sei selbst am meisten überrascht, wie gut sie sei, lautete das Zwischenfazit nach der Gruppenphase. „Jetzt wollen wir mal gucken, wie weit es noch geht“, sagte Beumers. Und es ging weit. Nach Siegen im Achtel- und Viertelfinale stand man völlig unerwartet im Halbfinale. Und das mit einer Mannschaft, die sich zwischen den Turnieren nicht zum gemeinsamen  Training trifft.

Gegner beim Spiel um den Einzug ins Finale waren die Bunte-Liga-Allstars, die allesamt in jüngeren Jahren in höheren Ligen im regulären Vereinsfußball aktiv waren. Beumers kann eine gewisse Enttäuschung nicht verhehlen: „Nach einem über weite Strecken ausgeglichenen Spiel mussten wir in den letzten beiden Minuten durch einen eigenen Fehler den entscheidenden Treffer zum 2:1 hinnehmen. Ohne diese unglückliche Szene wäre das Spiel ins Elfmeterschießen gegangen und damit wäre der Traum vom Finale weiterhin greifbar gewesen“, so Beumers. Unglück hieß, dass der eigene Torwart bei einem Rettungsversuch ausgerutscht war. Der Platz war glatt. Kein Wunder, hatte es doch kurz vor dem Spiel so heftig geschüttet, dass alle im Rhein-Energie-Stadion Schutz suchen mussten. „Trotz der knappen Niederlage überwiegt der Stolz auf das Erreichte. Vor dem Turnier hätte wohl kaum jemand erwartet, dass dieser Weg bis ins Halbfinale möglich sein würde“, bilanzierte der Sportbeauftragte. Die Mannschaft wurde aufgrund der Ergebnisse auf Platz drei des Turniers gesetzt. Ein winziger Wermutstropfen blieb. „Wir sind nicht als fairste Mannschaft des Turniers ausgezeichnet worden.“

Dabei habe man nicht eine gelbe Karte kassiert und auch nicht einmal mit dem Schiedsrichter diskutiert. Sei’s drum. Nach dem Turnier ist vor dem Turnier. Am 14. September wird in Duisburg der Präses-Cup ausgetragen. Natürlich ist das Kölner Team dort angemeldet. Schließlich gilt es, den Titel des Vorjahres zu verteidigen. Und dafür hat man beim Come Together Cup Grundlagen gelegt, sagt Beumers: „Am Ende bleibt die Erkenntnis, dass wir nicht nur sportlich überzeugt haben, sondern auch als Mannschaft weiter zusammengewachsen sind.“

Interview mit Marco Beumers, Sportbeauftragter des Evangelischen Kirchenverbandes Köln und Region:

Mit welchen Erwartungen sind Sie in den Come Together Cup gestartet?

Marco Beumers: Wir haben gemeinsam ein Team geschaffen, das nicht nur sportlich, sondern auch menschlich hervorragend harmoniert. Schon in der Vorrunde zeigte sich, dass an diesem Tag vieles zusammenpasste. In fünf Spielen blieb unsere Mannschaft ungeschlagen und gewann alle fünf Begegnungen. Damit legten wir den Grundstein für einen beeindruckenden Turnierverlauf.

Was hat die Mannschaft aus Ihrer Sicht so stark gemacht, dass es bis ins Halbfinale gereicht hat?

Marco Beumers: Die intensive Gruppenphase verlangte allen Spielern bereits alles ab, doch Einsatzbereitschaft, Teamgeist und gegenseitige Unterstützung machten den Unterschied. Auch in den anschließenden K.-o.-Runden bewies die Mannschaft ihre Qualität. Mit großem Kampfgeist und einer geschlossenen Teamleistung gelang der Einzug bis ins Halbfinale. Dort fehlte am Ende nur ein kleiner Schritt zum großen Finale. Umso bemerkenswerter ist die Leistung der gesamten Mannschaft, die sich durch Leidenschaft, Zusammenhalt und großen Einsatz ausgezeichnet hat.

Überwiegt nach dem Halbfinale eher die Enttäuschung über das verpasste Finale oder der Stolz auf die Gesamtleistung?

Marco Beumers: Neben den sportlichen Erfolgen kam auch der Spaß nicht zu kurz. Die Stimmung innerhalb der Mannschaft war über den gesamten Tag hinweg hervorragend. Es wurde viel gelacht, gegenseitig motiviert und gemeinsam gekämpft. Gerade diese Mischung aus sportlichem Ehrgeiz und echter Kameradschaft machte das Turnier zu einem besonderen Erlebnis.

Ebenfalls das Wetter sorgte zwischenzeitlich für eine Herausforderung. Ein plötzlich aufziehender Hagelschauer führte kurzzeitig zu einer Unterbrechung des Turniergeschehens und beeinflusste auch den Promi-Kick. Nachdem sich die Wetterlage jedoch schnell beruhigt hatte, konnte der Spielbetrieb fortgesetzt werden und der Turniertag nahm seinen erfolgreichen Verlauf. Besonders erfreulich: Trotz der hohen Intensität und der zahlreichen Spiele blieb die Mannschaft von schwerwiegenden Verletzungen verschont. Kleinere Blessuren gehören im Fußball zwar dazu und lassen sich bei körperbetonten Duellen kaum vermeiden, doch insgesamt konnten alle Spieler den Tag gesund und mit vielen positiven Erinnerungen abschließen. Das Halbfinale erreicht und mit dem 3. Platz abgeschlossen, das ist ein Ergebnis, auf das wir mit Recht stolz sein können.

Welche Erkenntnisse nehmen Sie aus dem Come Together Cup mit in den Präses-Cup in Duisburg am 14. September?

Marco Beumers: Beim anstehenden Präses-Cup möchten wir an diese starke Leistung gerne anknüpfen, unseren sportlichen Ehrgeiz erneut unter Beweis stellen und alles daransetzen, unseren Titel von 2025 erfolgreich zu verteidigen. Mein Fazit vom Come Together Cup: Ein Turnier voller Einsatz, Leidenschaft, Teamgeist und unvergesslicher Momente und ein weiterer Beweis dafür, was möglich ist, wenn aus Kollegen und ökumenischen Freunden eine echte Einheit wird.

Come Together Cup CTC 2026
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Text: Stefan Rahmann/APK
Foto(s): Stefan Rahmann/Marco Beumers

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„Wir feiern miteinander im Namen der heiligen Geistkraft, die uns begeistert und stärkt“ – erstes Tauffest am Heider Bergsee

Die liebevoll verzierten Taufkerzen auf dem Altar spiegelten sich auf dem See, die Blumen ebenso, blauer Himmel, Sommerwetter – und das beim ersten Tauffest der Evangelischen Kirchengemeinde Brühl am Heider Bergsee. Schöner konnten die Bedingungen für diese außergewöhnliche Premiere nicht sein: Zum ersten Mal taufte das Seelsorgeteam unter freiem Himmel am Ufer des Heider Bergsees, an Pfingstsamstag, auf dem DLRG-Gelände, bei strahlendem Sonnenschein. Acht Täuflinge waren beim Tauffest an Pfingstsamstag auf dem

Stella Johnson wurde gerade von Pfarrer Jansen-Haß getauft

DLRG-Gelände dabei – vom Kleinkind bis zur 49-jährigen Stella Johnson, die an diesem ungewöhnlichen Taufort ihren lange gehegten Wunsch verwirklichen konnte: „Ich möchte so getauft werden wie Jesus, ganz eintauchen in das Wasser des Sees.“ Sie habe sich schon einmal für eine Taufe in der Kirche angemeldet, aber das habe sich für sie nicht richtig angefühlt. „Jetzt ist es richtig“, sagte sie mit großer Vorfreude.

Die Idee zur Tauffeier am See hatte Pfarrerin Sandra Nehring, nachdem sie sich am Tauffest des Evangelischen Kirchenverbandes Köln und Region am Kölner Rheinufer beteiligt hatte. „Wir haben doch jede Menge Seen in der Nähe, das können wir auch“, erinnerte sie sich. Pfarrerin Renate Gerhard und Pfarrer Stefan Jansen-Haß waren sofort begeistert, das Team setzte die Idee gemeinsam um. Pfarrer Jansen-Haß und Kantorin Marion Köhler gestalteten den Gottesdienst musikalisch.

Vom Baby bis zur Erwachsenen: Jeder Täufling ist ein Segen

Weil eine Taufe ganz schön aufregend ist, hatte Meggy neben ihrer Familie die beiden Plüschtiere ihrer Grundschulklasse, Winnie und Willy, mitgebracht – zwei Waschbären, mit denen sie in der Schule von ihrem großen Tag erzählen wird. Zusammen mit ihrer Mutter Bianca Meyer wählte die Achtjährige den Taufspruch „Von allen Seiten umgibst du mich und hältst deine Hand über mir“. Die zehnjährige Greta Arth hat sich für „Mit meinem Gott kann ich über Mauern springen“ entschieden.

Der zweijährige Finn auf dem Arm seiner Mutter Sophie Kolberg inmitten seiner Familie nach der Taufe.

Für den zweijährigen Finn, der auf einer Picknickdecke im Schatten zwischen seinen mitgebrachten Lieblingsautos saß, hatte Mutter Sophie Kolberg den Segensspruch „Gott wird dir seine Engel schicken, um dich zu behüten, wohin du auch gehst“ ausgesucht. „Wir haben so etwas schon mal bei Freunden erlebt und waren völlig begeistert, dass wir in unserer Gemeinde jetzt am See taufen“, freute sie sich. „Jeder Täufling vom Baby bis zum Erwachsenenalter ist ein Segen. Das ist für uns als Gemeinde und für jede Familie ein besonderes Fest, das wir miteinander im Namen Gottes, seines Sohnes Jesus Christus, der mit uns gelebt und mit uns Menschen gefeiert hat, begehen. Und wir feiern miteinander im Namen der heiligen Geistkraft, die uns begeistert und stärkt“, stimmte Pfarrerin Sandra Nehring auf die bevorstehende Taufzeremonie und das Pfingstfest ein. In ihrer Predigt nahm sie die Anwesenden für einen sehr anschaulichen Vergleich gedanklich mit in ein Fußballstadion. „Das ist gut gefüllt, die Menschenmenge schaut auf den Platz in der Mitte, und dann fällt das entscheidende Tor. Der Eine steht auf und fängt an zu jubeln, und es breitet sich eine Welle aus – eine Welle, die durch das ganze Stadion wogt“, sagte sie. Wie sich eine solche Welle durch eine Menschenmenge bewege, das hätten wohl viele schon einmal erlebt – und die Energie und Begeisterung gespürt, die sich darüber mitteile.

Die Taufe als Stein, der Kreise zieht: Eine Energie, die nachhaltig wirkt

Von so einer Welle habe das Lied gehandelt, das die Gemeinde zuvor gesungen hatte, doch hier sei ein Stein, der ins Wasser geworfen wurde, der Auslöser gewesen. „Manchmal reicht ein Anlass, ein kurzer Moment in deinem Leben. So wie die Taufe“, so Nehring weiter. Die Liebe, die sich daraus ausbreite, die Energie und Begeisterung zögen weite Kreise im Leben eines Täuflings. „Ich wünsche allen Täuflingen, dass sie sich immer wieder in ihrem Leben begeistern lassen – für die Liebe Gottes, für die Liebe zum Nächsten und nicht zu vergessen auch für die Liebe zu sich selbst. Und dass die Liebe immer wieder sichtbare Kreise zieht, dass eine Energie durch die Taufe ausgelöst wird, die nachhaltig ist im Leben miteinander und im ganzen Tun“, sagte Nehring. „Denn durch die Taufe spüren wir, dass wir ein Segen sind und wir für andere zum Segen werden.“

„Ich bin bei Euch alle Tage bis an der Welt Ende.“ An das mit dem Taufauftrag verbundene Versprechen Jesu erinnerte Pfarrerin Renate Gerhard. „Das ist, was Jesus versprochen hat. Menschen auf der ganzen Welt haben das gehört, und heute hören wir es bei uns. Was uns verbindet, ist das Vertrauen auf dieses Versprechen.“ Dann ging es zur Taufe direkt am Ufer. Die Kleinsten erhielten von Pfarrerin Gerhard und Pfarrer Jansen-Haß an einem mit Seewasser gefüllten kleinen Taufbecken das Sakrament, die Älteren gingen ein, zwei Schritte in den See hinein und wurden dort getauft.

„Großartig, wie neugeboren!“ – Stella Johnsons langer Weg zur Taufe im See

Sehr aufgeregt und sichtlich ergriffen schritt als Letzte Stella Johnson in einem weißen Baumwollkleid aufs Wasser zu. An den Händen von Pfarrer Jansen-Haß ging sie langsam hinein in den See. Ein Moment des Innehaltens folgte, dann die Taufe, auf die sie so lange gewartet hatte. Die 49-Jährige tauchte vollends ein in das Wasser des Sees. Als sie wieder nach oben kam, konnte sie es kurz kaum fassen. Dann jubelte sie vor Freude und wurde von ihrer großen Familie und ihrer Gemeinde gefeiert. Wie sie sich fühlt? „Großartig, wie neugeboren!“, sagte sie strahlend. Ihr Taufspruch lautet: „Was bleibt, sind Glaube, Hoffnung, Liebe, diese drei – aber die Liebe ist die größte unter ihnen.“

Text: Gabi Bossler
Foto(s): Gabi Bossler

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Team „Kirche radelt“ startet heute in die STADTRADELN-Saison

Das ökumenische Team „Kirche radelt“ von Evangelischem Kirchenverband Köln und Region, Katholischem Stadtdekanat Köln und Katholikenausschuss in der Stadt Köln startet am heutigen Mittwoch, 10. Juni, in die diesjährige STADTRADELN-Aktion. Drei Wochen lang sind alle Interessierten aufgerufen, mitzuradeln und gemeinsam Kilometer für Klimaschutz und nachhaltige Mobilität zu sammeln.

Für Stadtsuperintendent Bernhard Seiger gehört der Einsatz für den Klimaschutz unmittelbar zum christlichen Glauben: „Unser Glaube muss praktisch werden, an vielen einzelnen Stellen. Die Anliegen der Schöpfung zu achten, ist Teil der Liebe zur Mitwelt. Und wenn wir das gemeinsam und mit vielen tun, überzeugt das mehr Menschen und hat eine echte Wirkung.“

Mit ihrer Teilnahme am STADTRADELN wollen die Kirchen in Köln ein sichtbares Zeichen für nachhaltige Mobilität und gelebte Schöpfungsverantwortung setzen. „Drei Wochen lang wollen wir gemeinsam Kilometer sammeln“, freut sich auch Stadtdechant Msgr. Robert Kleine auf das Ereignis, „für ein besseres Klima und die Bewahrung der Schöpfung, für mehr Lebensqualität in unserer Stadt und natürlich für die Freude an der Bewegung.“

Alle Fahrten, die während der dreiwöchigen Aktionszeit mit dem Fahrrad zurückgelegt werden, zählen – ob im Alltag, auf dem Weg zur Arbeit oder in der Freizeit, unabhängig vom Ort. Eingetragen werden die Kilometer online im Kilometer-Buch oder über die STADTRADELN-App. Wer keinen Internetzugang hat, kann die Kilometer wöchentlich per Erfassungsbogen melden. Ausgeschlossen sind lediglich Fahrten bei Radwettkämpfen sowie Einheiten auf stationären Fahrrädern. Nach Ende des Aktionszeitraums können Kilometer noch sieben Tage lang nachgetragen werden.

Text: APK
Foto(s): Klima-Bündnis Services/STADTRADELN/kirchekoeln/ Felix Krammer

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Unsere Wochentipps: Pubquiz, Kunst, Musik und ein großes Veedelsfest – die Woche der Diakonie voller Begegnungen

Die kommende Woche hat einiges zu bieten: Beim Pubquiz-Abend in Lechenich kann Wissen mit Spaß verbunden werden, während in der Friedenskirche Mülheim eine beeindruckende Vernissage mit Tanzperformance eröffnet wird. In Klettenberg lädt das Johannesfest Jung und Alt zu einem bunten Veedelsfest ein, und in der Zeltkirche Kippekausen sorgt ein sommerlicher Liederabend für Musikgenuss der besonderen Art. Dazu gastiert der Chamber Chor der Universität Manchester mit einem hochkarätigen Konzert in der Trinitatiskirche. Den roten Faden der Woche bildet die Woche der Diakonie unter dem Motto #raumgeben – zehn Tage lang öffnen kirchliche Einrichtungen in Köln und der Region ihre Türen für Begegnung, Beratung und Gemeinschaft. Schauen Sie vorbei, machen Sie mit – es lohnt sich!

Pubquiz im Bistro der Evangelischen Kirchengemeinde Lechenich

Wissen, Spaß und gute Gespräche in gemütlicher Runde
Wer sein Wissen unter Beweis stellen möchte, ist am Freitag, 12. Juni, 19 Uhr, im Bistro der Evangelischen Kirchengemeinde Lechenich, An der Vogelrute 8, genau richtig: Das Bistro-Team veranstaltet dort einen Pubquiz-Abend mit spannenden Fragen, guten Gesprächen und leckeren Snacks. Ob allein oder im Team – der Abend richtet sich an alle, die Freude an geselliger Unterhaltung haben. Zur besseren Planung ist eine Anmeldung per E-Mail an barbara.rudolph.1@ekir.de erwünscht; spontanes Vorbeikommen ist ebenfalls willkommen.
www.kirche-lechenich.de

Momentum – Vom Akt des Zeichnens

Vernissage mit Tanzperformance in der Friedenskirche Mülheim
Die Evangelische Kirchengemeinde Mülheim am Rhein lädt am Freitag, 12. Juni, 19 Uhr, zur Vernissage in die Friedenskirche, Wallstraße 70, ein. Zu sehen sind Arbeiten von Birgit Schlechtriemen, einer Kölner Künstlerin mit Atelier in Mülheim, die sich der Zeichnung und Malerei widmet. Christiane von Scheven führt in die Werke der Ausstellung ein. Suza Richter gestaltet eine Tanzperformance zur Eröffnung.
www.kirche-koeln-muelheim.de

Woche der Diakonie 2026: #raumgeben

Zehn Tage, viele Orte, ein Thema
Zuhören, begleiten, schützen, stärken: Unter dem Motto #raumgeben findet die Woche der Diakonie von Freitag, 13. Juni, bis Sonntag, 21. Juni, mit zahlreichen Veranstaltungen in Köln und der Region statt. Kirchliche und diakonische Einrichtungen öffnen ihre Türen und schaffen Raum für Beratung, Begegnung, Zuflucht und Fürsorge – auch bei sensiblen Themen wie Demenz, Sucht im Alter, Erziehungsfragen und Trauer. Erstmals dabei sind in diesem Jahr die Melanchthon-Akademie, die Johanniter-Unfall-Hilfe und die Evangelische Beratungsstelle für Kinder, Jugendliche und Erwachsene. Zu den Highlights zählen die „Sundowner im Kartäuserhof – Genießen und Gutes tun“ am Donnerstag und Freitag, 18. und 19. Juni, jeweils 17 bis 23 Uhr, im Innenhof der Kartäuserkirche, Kartäusergasse 7: Bei Cocktails, Kölsch, internationalen Snacks und Musik können Besucherinnen und Besucher einen entspannten Feierabend verbringen – und gleichzeitig Menschen im Kirchenasyl unterstützen, denn alle Erlöse kommen dieser Arbeit zugute. Ebenfalls auf dem Programm steht der Gesprächsabend „Krank und unversorgt“ am Montag, 15. Juni, 18 bis 20 Uhr, im Citykirchenzentrum, Antoniterstraße 14–16: Menschen aus Köln berichten aus der Praxis rund um den Anonymen Krankenschein. Am Mittwoch, 17. Juni, lädt die Kirchengemeinde Ehrenfeld von 11 bis 13 Uhr am Lenauplatz dazu ein, auf dem roten Sofa Platz zu nehmen und ins Gespräch zu kommen. Am Donnerstag, 18. Juni, feiert der DiakoniePunkt Chorweiler mit Sozialpsychiatrischem Zentrum und Suchtberatung seine Eröffnung in den Räumen am Pariser Platz 32. Den Abschluss bilden am Sonntag, 21. Juni, gleich mehrere Feste: das Jubiläum 40 Jahre Evangelischer Sozialdienst in der Evangelischen Kirche Frechen, Hauptstraße 209, der Gottesdienst zur Eröffnung des Zentrums für Kirchenasyl in der Kreuzkirche, Wuppertaler Straße 21, sowie der Festgottesdienst zur Wiedereröffnung der Stadtkirche Chorweiler, Pariser Platz 32. Das vollständige Programm ist abrufbar unter www.diakonie-koeln.de/woche-der-diakonie.
www.diakonie-koeln.de/woche-der-diakonie

Johannesfest in Klettenberg

Großes Veedelsfest rund um die Johanneskirche
Die Evangelische Kirchengemeinde Köln-Klettenberg feiert am Sonntag, 14. Juni, 11 Uhr, das Johannesfest rund um die Johanneskirche, Nonnenwerthstraße 78. Den Auftakt macht ein lebendiger Festgottesdienst für alle Generationen mit der Johanneskantorei, Kindergartenkindern, Kantorin Eva-Maria Förster und Pfarrer Ivo Masanek. Ab 12 Uhr verwandelt sich das Gelände in ein buntes Veedelsfest mit Tombola, Steinmalerei, Stockbrot, Hüpfburg, Schminken und Glücksrad. Für das leibliche Wohl sorgen Gegrilltes und Veganes, ukrainische Speisen, Reibekuchen, Gourmet-Pommes, Crèpes, Eis, Waffeln, Popcorn, hundert Kuchen und Salate sowie Kölsch und Softdrinks. Das Bühnenprogramm bietet Irish Folk (12 Uhr), die Johannesbläser (13 Uhr), Club Kreuznach Superstar (13.30 Uhr), Vorlesetheater (13.45 und 14.45 Uhr), Dudelsack und Orgel (14.15 Uhr), eine Orgelführung (14.30 Uhr), Gardetanz (15.15 Uhr), Tänze zum Mitmachen (15.30 Uhr), Stepptanz (16 Uhr) und das Sextett Jazzgarden (16.45 Uhr). Ab 19 Uhr gibt es Public Viewing des WM-Spiels Deutschland gegen Curaçao mit Gegrilltem und Getränken. Der Erlös des Johannesfestes kommt der Arbeit mit Menschen mit Behinderung in der Gemeinde zugute.
www.kirche-klettenberg.de

Konzert „Summer Cheeks“ in der Zeltkirche Kippekausen

Sommerlicher Liederabend mit Lara Jones und Hannah Morrison
Mit einem sommerlichen Liederabend unter dem Titel „Summer Cheeks“ sind Lara Jones (Klavier) und Hannah Morrison (Gesang) am Sonntag, 14. Juni, 18 Uhr, in der Evangelischen Zeltkirche Kippekausen, Am Rittersteg 1, zu erleben. Die beiden Künstlerinnen verbindet seit vielen Jahren nicht nur eine enge Freundschaft, sondern auch die gemeinsame Leidenschaft für die Liedkunst. Das Programm spannt einen weiten Bogen: von Werken Clara Schumanns, Fanny Hensels, Wolfgang Amadeus Mozarts und Edvard Griegs über Musical-Songs von Leonard Bernstein, Rodgers und Hammerstein und Irving Berlin bis hin zu Pop – darunter „Fields of Gold“ von Sting. Der Eintritt ist frei, um eine angemessene Spende wird gebeten.
www.kirche-bensberg.de

Chor- und Orchesterkonzert der Universität Manchester

Chamber Chor und Symphony Orchestra zu Gast in der Trinitatiskirche
Der Chamber Chor und das Symphony Orchestra der Universität Manchester gastieren am Mittwoch, 17. Juni, 19.30 Uhr, in der Trinitatiskirche, Filzengraben 4. Auf dem Programm stehen Werke von Felix Mendelssohn Bartholdy, Johann Sebastian Bach, Gustav Holst, Eric Whitacre und anderen. Der Eintritt ist frei, um Spenden wird gebeten.
www.trinitatiskirche-koeln.de

Text: APK
Foto(s): APK

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Musik ist kein Luxus! Nach 17 Monaten: Die Orgel der Christuskirche Dellbrück ist zurück

Die ‚Königin der Instrumente‘ ist zurück: Nach umfassender Restaurierung und Erweiterung durch die Orgelbaufirma Hubert Fasen erklang die Orgel der Christuskirche Dellbrück an Pfingstmontag zum ersten Mal in neuem Glanz. Foto: Thomas Ahrendt / studio157.de

Leises Säuseln, wildes Brausen oder unaussprechliches Seufzen – das alles kann die Orgel. Aber auch der Heilige Geist macht sich so bemerkbar. Sowohl das Lateinische (anima) als auch das Hebräische (Ruach) verwenden für „Geist“ und „Hauch“ dasselbe Wort. Könnte es also einen passenderen Termin für die Wiedereinweihung einer Orgel geben als Pfingsten? Die 1965 von der Orgelwerkstatt Willi Peter erbaute Orgel der Christuskirche in Dellbrück war vollständig ausgebaut und von der Orgelbaufirma Hubert Fasen aus der Eifel in deren Werkstatt gereinigt, überholt und grundlegend erneuert worden.

32 Register, 1.645 Pfeifen – und eine Nacht bis zum Morgengrauen

Windladen und Register wurden neu angeordnet, eine mechanische Spieltraktur neu erstellt und zusätzliche Register eingebaut. Das Instrument verfügt nun über 32 Register, 1.645 Pfeifen und eine MIDI-Schnittstelle. Auch wenn Orgelbauer Hubert Fasen und sein Team dafür noch bis in die frühen Morgenstunden arbeiten mussten, durfte die Evangelische Gemeinde Köln-Dellbrück-Holweide am Pfingstmontag in der Christuskirche nach 17 Monaten, in denen eine Truhenorgel als Ersatz gedient hatte, endlich den nun deutlich facettenreicheren Klang ihrer restaurierten und erweiterten Orgel genießen. Außerdem sorgte die Kantorei „Coro con Spirito“ unter der Leitung von Mechthild Brand dafür, dass der Gottesdienst einen festlichen musikalischen Rahmen erhielt.

Auch die Vorsitzende des Presbyteriums, Helga Heyder-Späth, nahm in ihrer Begrüßung die Parallelen zwischen Gottes Geist und dem Orgelwind auf. Sie freute sich nicht nur über Besuch aus der katholischen Nachbargemeinde, sondern zudem über einige interessierte Kirchenmusiker*innen. Heyder-Späth wies darauf hin, dass die Orgel nun in Teilen auch von unten aus angesteuert werden könne, und erklärte, dass die Choralvorspiele – unter anderem von J. S. Bach, Carsten Klomp und Dietrich Buxtehude – die Liedauswahl für diesen besonderen Gottesdienst beeinflusst hätten.

„Dem Innersten einen Weg nach außen bauen“ – Mut in Zeiten des Wandels

Pfarrer Ulrich Kock-Blunk bedankte sich persönlich bei Orgelbauer Hubert Fasen (l.).

Pfarrer Ulrich Kock-Blunk durfte die offizielle Einweihung der runderneuerten und erweiterten „Königin der Instrumente“ vornehmen – die sich allerdings technisch bisweilen von ihrer divenhaften Seite zeigte. „Wozu ist die Orgel da?“, fragte er und gab die Antwort gleich selbst: „Dem Innersten einen Weg nach außen zu bauen!“ Kock-Blunk lobte den „Mut des Presbyteriums“ in „Zeiten von Niedergang und Abbruch“ sowie das Engagement so vieler Unterstützer, darunter die Fördervereine und mehrere Firmen. Nicht zu vergessen: kreative Ideen wie der Verkauf von „Orgelwein“ und „Orgelplätzchen“. Mehr als 125.000 Euro seien bereits zusammengekommen – und noch immer können Orgelbegeisterte gegen eine Spende Pfeifenpatin oder Pfeifenpate werden.

Seine Predigt stellte Ulrich Kock-Blunk unter ein Wort aus einer modernen Übertragung von Psalm 150: „Preist ihn mit der schönsten und schrillsten Musik!“ „Bis zur Industrialisierung waren Orgeln die technisch anspruchsvollsten Maschinen, die der Mensch bauen konnte“, würdigte er zunächst jenes Tasteninstrument, das seit Jahrhunderten fester Bestandteil des christlichen Gottesdienstes ist.

Pfingsten als Fest der Spracherneuerung: Wenn Musik weiter reicht als Worte

Kirchenmusikerin Mechthild Brand am Spieltisch der restaurierten Orgel – das Instrument verfügt nun über 32 Register, 1.645 Pfeifen und eine MIDI-Schnittstelle.

Die Gemeinde habe für das Restaurierungsprojekt viel Geld in die Hand genommen. „Geld, das man auch anders hätte ausgeben können.“ Aber dennoch sei die Orgelsanierung eine lohnende Investition in die Zukunft. „Musik ist kein Luxus!“, betonte Ulrich Kock-Blunk – in Anlehnung an den Satz aus einem Essay der amerikanischen Schriftstellerin und Aktivistin Audre Lorde: „Poetry is not a luxury“. „Musik erweitert unsere Sprache“, stellte er fest und verwies damit nicht nur auf die enge Verbindung zwischen Sprache und Musik, ihre kommunikative Funktion, sondern auch auf ihre emotionale Unmittelbarkeit. Bereits in den „Merseburger Zaubersprüchen“ aus dem 10. Jahrhundert, der ältesten althochdeutschen textlichen Überlieferung, werde poetische Sprache in Verbindung mit Befreiung und Heilung gebracht. Pfingsten sei das Fest der Sprachzerstörung und der Spracherneuerung. Dabei komme es gar nicht so sehr auf wohlgesetzte Worte an, denn „Schönheit wäre viel zu wenig, wenn es darum geht, von Gott zu sprechen.“

Auch nach dem Gottesdienst stand dieser Pfingstmontag ganz im Zeichen der Orgel: Im Gemeindehaus konnten sich die Jüngsten am Bau einer Mini-Orgel („Organetto“) versuchen und so spielerisch viel über die Funktionsweise des Instruments lernen. Außerdem gab es Orgelführungen und am Nachmittag ein Konzert mit Professor Christian Rieger, der die Orgel bereits vor ihrer Restaurierung musikalisch „verabschiedet“ hatte.

Einladung Wiedereinweihung Orgel Karte

Text: Priska Mielke
Foto(s): Priska Mielke / Thomas Ahrendt / studio157.de.

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Gemeinsam mitfiebern, jubeln und feiern: Public Viewing in evangelischen Gemeinden

Bald rollt der Ball: Am Sonntag, 14. Juni, startet die Fußball-Weltmeisterschaft und die Vorfreude wächst. Gemeinsam mit anderen Fans mitfiebern, jubeln und spannende Spiele erleben – das macht Public Viewing zu etwas Besonderem. Auch in mehreren evangelischen Gemeinden Kölns wird die WM zum Gemeinschaftserlebnis. Ob unter freiem Himmel, im Gemeindesaal oder in der Kirche: Wer die Spiele der deutschen Nationalmannschaft nicht allein vor dem Fernseher verfolgen möchte, findet hier Gelegenheit, Fußball, Begegnung und gute Stimmung miteinander zu verbinden.

Die Evangelische Kirchengemeinde Bensberg überträgt das Spiel in der Kirche

Fußball und Kirche vereinen sich am Sonntag, 14. Juni, in der Evangelischen Kirche Bensberg, Friedhofsweg 9: Die Evangelische Kirchengemeinde Bensberg überträgt unter dem Motto „Anpfiff in der Kirche“ das Spiel Deutschland gegen Curaçao bei der Fußball-Weltmeisterschaft. Ab 18 Uhr sorgt ein BBQ für das leibliche Wohl, um 19 Uhr ist Anpfiff. Besucherinnen und Besucher sind eingeladen, gemeinsam zu jubeln, mitzufiebern und die besondere Gemeinschaft zu genießen. Die Kirche wird dabei zum Treffpunkt für Fußballfans aller Generationen. Der Eintritt ist frei, jedoch nur mit Ticket: Pro Person sind maximal zwei Tickets erhältlich im Café Amelie, Schloßstraße 7, montags bis samstags von 9 bis 19 Uhr.
www.kirche-bensberg.de

Ein Gottesdienst zur Fußball-WM in der Friedenskirche

Ein Gottesdienst zur Fußball-Weltmeisterschaft in der Reihe „Der andere Gottesdienst“ findet am Sonntag, 14. Juni, 17 Uhr, in der Friedenskirche der Evangelischen Hoffnungsgemeinde im Kölner Norden, Hackenbroicher Straße 59–61, statt. Unter dem Titel „Gott im Stadion“ greifen Marie Goltz und ihr Team das Thema Fußball-Weltmeisterschaft auf. „Der andere Gottesdienst ist ein Format, das keine feste Form kennt und jedes Mal neu gestaltet wird. Im Anschluss an den Gottesdienst gibt es Getränke und Gegrilltes, und wer möchte, kann gemeinsam das erste Deutschlandspiel gegen Curaçao verfolgen. Wer bei der Vorbereitung mitwirken möchte, kann sich per E-Mail an mc.goltz@web.de wenden.
www.hoffnungsgemeinde-koeln.de

Familienfreundliches Treffen in der Emmauskirche Vogelsang

Zum Public Viewing der Vorrundenspiele der Deutschen Nationalmannschaft bei der Fußballweltmeisterschaft lädt die Evangelische Kirchengemeinde Ehrenfeld an drei Terminen in die Emmauskirche, Birkhuhnweg 2, ein. Gezeigt werden Deutschland gegen Curacao am Sonntag, 14. Juni, 19 Uhr, Deutschland gegen die Elfenbeinküste am Samstag, 20. Juni, 22 Uhr, sowie Deutschland gegen Ecuador am Donnerstag, 25. Juni, 22 Uhr. Einlass ist jeweils eine Stunde vor dem Anstoß. Neben spannenden Spielen gibt es Kaltgetränke und Würstchen, und beim beliebten Tippspiel können attraktive Preise gewonnen werden.
www.evangelisch-ehrenfeld.de

Public Viewing zur Fußball-WM 2026 in der Lutherkirche Südstadt

Fußball-WM-Atmosphäre mitten in der Kölner Südstadt: Der Förderverein Südstadtleben zeigt alle Deutschlandspiele der Vorrunde open air im Hof der Lutherkirche, Martin-Luther-Platz 2-4, und zwar am Sonntag, 14. Juni, 19 Uhr (Einlass 18 Uhr), das Spiel Deutschland gegen Curaçao, am Samstag, 20. Juni, 22 Uhr (Einlass 21 Uhr), Deutschland gegen Elfenbeinküste, sowie am Donnerstag, 25. Juni, 22 Uhr (Einlass 21 Uhr), Deutschland gegen Ecuador. Der Hof ist mit Schirmen überdacht, sodass auch leichter Regen kein Hindernis ist; bei Dauerregen weicht das Public Viewing in die Kirche aus. Für Kölsch, Wein, Softgetränke und Würstchen vom Grill ist gesorgt; mitgebrachte Getränke sind nicht erlaubt. Sollte die deutsche Mannschaft die Vorrunde überstehen, plant Südstadtleben, auch die weiteren Spiele zu zeigen. Der Eintritt ist frei. Tickets gibt es unter www.rausgegangen.de.
www.suedstadt-leben-koeln.de

Public Viewing im „Lichtblick – Café + mehr“

Zwei Spiele der Fußball-Weltmeisterschaft zeigt das „Lichtblick – Café + mehr“, Gisbertstraße 98, live auf der Leinwand: Am Sonntag, 14. Juni, beginnt um 19 Uhr das Spiel Deutschland gegen Curaçao, am Donnerstag, 25. Juni, steht ab 22 Uhr Deutschland gegen Ecuador auf dem Programm. Einlass ist jeweils eine halbe Stunde vor Anpfiff. Getränke und Snacks sind gegen Bezahlung erhältlich. Der Eintritt ist frei.
www.brueckenschlag-gemeinde.de

Gemeinsam jubeln in der Johanneskirche Klettenberg

Zum Public Viewing der Fußball-Weltmeisterschaft der Herren öffnet die Evangelische Kirchengemeinde Köln-Klettenberg am Sonntag, 14. Juni, 19 Uhr, den großen Saal unter der Johanneskirche Klettenberg, Nonnenwerthstraße 78. Gezeigt werden alle Spiele mit deutscher Beteiligung – und wer früh kommt, ist gut versorgt: Gegrilltes, Salate und Getränke stehen bereits eine Stunde vor Spielbeginn bereit. Der Erlös aus dem Verkauf von Gegrilltem, Salat und Kölsch kommt den Förderkreisen der Kirchengemeinde zugute.
www.kirche-klettenberg.de

Text: APK
Foto(s): APK/Canva

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Komm mit! Kirche und Diakonie beim CSD Köln

Evangelische Kirche und Diakonie sind zum vierten Mal beim Christopher Street Day (CSD) mit einer Fußgruppe vertreten. Dank der Unterstützung der Queeren Kirche, der beiden Kölner-Kirchenkreise, der Diakonie Michaelshoven, des Diakonischen Werks Köln und Region sowie zahlreicher Gemeinden in und um Köln können sie sogar mit einem eigenen Wagen teilnehmen. „Wir laden alle Menschen aus unseren Kirchen und diakonischen Einrichtungen herzlich ein, Teil dieser kraftvollen Demonstration für Menschenrechte, Vielfalt und gelebte Nächstenliebe zu sein“, sagt Pfarrer Tim Lahr für das Team der Queeren Kirche Köln. „Gerade für queere Mitarbeitende ist diese Beteiligung ein starkes Zeichen der Wertschätzung. Ihre Sichtbarkeit zeigt: Unsere Kirche steht für eine offene, inklusive und menschenfreundliche Gesellschaft.“ Der CSD Köln 2026 findet vom 19. Juni bis 5. Juli 2026 statt, wobei das Straßenfest vom 3. bis 5. Juli auf Heumarkt und Alter Markt gefeiert wird. Höhepunkt ist die große CSD-Demonstration am Sonntag, den 5. Juli 2026, in der Innenstadt, die als eines der größten Pride-Events in Europa gilt.

Anmeldung zur Teilnahme unter folgendem Link: https://forms.churchdesk.com/f/lton8xxKVo 

Rückfragen gerne an: queere-kirche-koeln@ekir.de

Eine weitere Auswahl an Veranstaltungen:

03.07.2026, 19:00 Uhr, Queerer Gottesdienst zum CSD Köln

Als Auftakt ins Christopher-Street-Day-Wochenende feiern die queere Community und alle Allies am Freitag, 3. Juli, 19 Uhr, einen Gottesdienst in der St. Johannes-Kirche, Tempelstraße 31. Pfarrer Tim Lahr und sein Team feiern den Gottesdienst mit allen, die sich für das Pride-Wochenende gemeinsam segnen lassen möchten. Egal ob queer, homo, trans, nicht-binär oder questioning – alle sind willkommen. Im Anschluss an den Gottesdienst wird gefeiert: mit Kölsch, Gloria und queerer Freude. Der Eintritt ist frei.
www.evangelisch-deutzpoll.de

04.07.2026, 18:00 Uhr, Evangelische Messe zum Cologne-Pride

Am Vorabend der großen CSD-Demonstration feiern die queere Community, ihre Allies und ökumenische Gäste am Samstag, 4. Juli, 18 Uhr, gemeinsam eine Evangelische Messe in der Antoniterkirche, Schildergasse 57.  Pfarrer Markus Herzberg gestaltet die Messe gemeinsam mit Pfarrer Jürgen Wenge, Alt-Katholischen Pfarrgemeinde Christi Auferstehung. Der Gottesdienst ist ein ökumenisches Zeichen, das die Unterschiedlichkeit der Menschen dankbar als Geschenk Gottes bejaht. Für mitreißende Musik sorgen die Bordkapelle und der Shantychor der StattGarde Colonia Ahoj e. V. Im Anschluss an den Gottesdienst verwandelt sich der Kirchhof im AntoniterQuartier in einen bunten Ort der Begegnung mit Musik und Getränken (19 bis 22 Uhr). Ein Pop UP von „Love is schøn.“ präsentiert Selected House & Disco Music by Karlito & Friends und serviert leckere Drinks. Das erste Kölsch geht aufs Haus.
www.antonitercitykirche.de

05.07.2026, 11:00 Uhr, Pop Up mit „Love is schøn.“ auf dem Kirchhof des AntoniterQuartiers

Zum Abschluss des Cologne Pride wird der Kirchhof im AntoniterQuartier, Antoniterstraße 14–16, zum Treffpunkt für alle, die feiern und ein Zeichen für Toleranz, Offenheit und Respekt setzen wollen. Das Pop-Up-Format „Love is schøn.“ bespielt den Kirchhof an zwei Terminen: am Samstag, 4. Juli, 19 bis 22 Uhr, sowie am Sonntag, 5. Juli, 11 bis 22 Uhr. Karlito & Friends sorgen mit Selected House und Disco Music für die Stimmung, dazu gibt es Barbetrieb. Am Samstag startet das Pop-Up direkt im Anschluss an den CSD-Gottesdienst, der in der Antoniterkirche stattfindet. Alle Gottesdienstbesuchenden erhalten das erste Kölsch aufs Haus. Am Sonntag beginnt das Programm zur Einstimmung auf die große Demonstration des Christopher Street Days, die als eines der größten Pride-Events Europas gilt und an diesem Tag durch die Kölner Innenstadt zieht.
www.antonitercitykirche.de

Text: APK
Foto(s): Pascal Kiefer/APK-Archiv

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„Vielfalt ist unser größter Schatz“ – Abschied von Pfarrer Helmut Müller beim internationalen Pfingstgottesdienst in Bonn

„Mit einer Schokolade in der Tasche gehe ich erfüllt und summend nach Hause, Melodien der Lieder im Kopf und Hoffnung im Herzen: Lasst es uns laut aussprechen – Vielfalt ist unser größter Schatz.“ Was an diesem Pfingstsonntag in der Friedenskirche Bonn spürbar wurde, war mehr als ein Gottesdienst. Es war ein lebendiges Zeichen dafür, was Kirche sein kann: ein Raum, in dem Menschen mit ganz unterschiedlichen Geschichten zusammenkommen – nicht trotz ihrer Unterschiede, sondern gerade durch sie verbunden.

Gemeinsam musizieren – Stimmen und Klänge aus verschiedenen Kontinenten verbanden sich beim internationalen Pfingstgottesdienst in der Friedenskirche Bonn. (Foto: Achterberg)

Am 24. Mai 2026 versammelten sich in der Friedenskirche in Bonn-Kessenich Menschen mit unterschiedlichen Lebenswegen, Sprachen und Erfahrungen – und feierten gemeinsam. Ein gemeinsames Vertrauen, ein gemeinsames Hoffen. Die Sehnsucht nach Frieden, nach Begegnung, nach einem Miteinander, das trägt. Und die Erfahrung: Wir reden darüber nicht nur – wir leben es.

Musik, die Grenzen überwindet

Die Atmosphäre des gesamten Gottesdienstes wurde von der Musik getragen. Die Marimba-Gruppe „Karibu Sounds of Marimbas“ eröffnete den Raum mit warmen, rhythmischen Klängen. Der Kisuaheli-Chor unter der Leitung von Obadia Mwaipaja ließ Stimmen aus verschiedenen Kontinenten zusammenklingen. Immer wieder verband sich alles im gemeinsamen Gesang – Grenzen lösten sich auf, Stimmen fanden zusammen. „Tusimwache mtu nyuma“ von Rise’n’Shine – Lasst keinen Menschen zurück. Dieser Ruf wurde mehr als ein Lied. Er wurde zur Haltung, zur gemeinsamen Sprache dieses Gottesdienstes. Auch „Mungu ni pendo – Gott ist die Liebe“ machte hörbar, was diesen Tag getragen hat: eine tiefe, gelebte Überzeugung, dass Gemeinschaft möglich ist – über Sprach- und Kulturgrenzen hinweg.

35 Jahre Dienst für Gerechtigkeit und Frieden

Gefeiert wurde der internationale Pfingstgottesdienst gemeinsam von der Friedenskirchengemeinde Bonn, der Swahili-Gemeinde und dem Regionalen Dienst der Vereinten Evangelischen Mission (VEM) – unter dem Thema „Verständigung – Understand one another“. In diesem Rahmen wurde Pfarrer Helmut Müller von Almut van Niekerk, Superintendentin des Kirchenkreises an Sieg und Rhein, und vielen Weggefährtinnen und Weggefährten feierlich aus seinem aktiven Dienst entpflichtet.Nach 35 Dienstjahren – davon sieben Jahre mit Schwerpunkt in der weltweiten Ökumene und seit 2022 im Regionalen Dienst der VEM in Köln/Bonn – tritt er in den Ruhestand. Was diesen Abschied so besonders machte, waren nicht nur Worte, sondern eine spürbare Übereinstimmung in den Werten: Wir stehen gemeinsam ein für Frieden und verlernen, Krieg zu führen. Wir glauben an Begegnung. Wir setzen uns für ein gerechtes Finanz- und Wirtschaftssystem ein. Wir sehen Vielfalt als Stärke. Und: Wir begnügen uns nicht damit, darüber zu sprechen – wir gestalten Kirche und Gesellschaft aktiv als Ort dieser Vielfalt. Genau das hat Helmut Müller in seinem Berufsleben verkörpert. Hierarchien abbauen, Menschen auf Augenhöhe begegnen, Räume öffnen für globale Solidarität – und immer wieder daran erinnern, dass Verständigung möglich ist. Seine Predigt nahm die Realität ernst: die Spaltungen, die Ängste, die Herausforderungen unserer Zeit. Und gleichzeitig setzte sie einen anderen Ton dagegen – Hoffnung, die nicht naiv ist, sondern getragen von der Kraft des Heiligen Geistes. Eine Kraft, die nicht trennt, sondern verbindet. Die nicht entmutigt, sondern stärkt. Dass Verständigung kein Automatismus ist, sondern eine Aufgabe – das klang ebenso an wie die Überzeugung: Sie ist möglich.

Ein Übergang, keine Zäsur

So war dieser Gottesdienst kein Abschluss im klassischen Sinne, sondern ein Übergang. Ein Moment des Dankes – und zugleich eine Einladung, das weiterzutragen, was gewachsen ist: in der Begegnung, im Engagement für Frieden und Gerechtigkeit, in einer Kirche, die Vielfalt nicht nur aushält, sondern lebt und feiert.Und vielleicht bleibt am Ende genau dieses Bild: Menschen, die gemeinsam singen, lachen, beten – getragen von der Überzeugung, dass niemand zurückgelassen werden soll.

Text: APK/ Dr. Anne-Christina Achterberg
Foto(s): APK/ Dr. Anne-Christina Achterberg

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